Wohlstandsevangelium ?

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: Thelonious

Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon parepidimos » Di 3. Jun 2008, 15:14

Ich bin am Brüten, wie ich dieses verlogene System ganz verlassen kann!

Die einzige Moeglichkeit, um "dieses verlogene System ganz zu verlassen":

Bild

Das biblische Mandat der Christen ist es, in der Welt zu bleiben, aber nicht von ihr bestimmt zu werden. Das ist eine feine Gratwanderung und eine Verantwortung, welcher du dich mit deinem mueden Geschnoede entziehst. Die "Welt", ueber die du laesterst ist die "Welt", fuer welche Gott seinen Sohn hingegeben hat.
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon Such_Find » Di 3. Jun 2008, 16:19

Original von parepidimos
Ich bin am Brüten, wie ich dieses verlogene System ganz verlassen kann!

Die einzige Moeglichkeit, um "dieses verlogene System ganz zu verlassen":

Bild

Deine Reaktionen mit den extremsten Bildern zeigt das Heuschrecke´s Worte eben doch was angesprochen haben müssen.

Auch ich möchte -wie "Heuschrecke"- dieses "System ganz verlassen", im Sinne von: ich möchte dem nicht mehr ohnmächtig ausgesetzt sein, sprich: es hat keine Macht über mich.
Man könnte auch sagen: «dem System absterben». (Weil man eben kein Leben mehr nutzt welches dieses System gibt, und damit auch keine Abhängigkeit mehr dem gegenüber da ist)

Das biblische Mandat der Christen ist es, in der Welt zu bleiben, aber nicht von ihr bestimmt zu werden.

Man kann nicht Teil von etwas sein ohne das dieses etwas zu bestimmen hat...

Du wirfst hier doch diesen Begriff "Welt" etwas durcheinander, oder?
"Erde" ?
"Zeitalter" ?
äusserliches ?

Für mich bedeutet "Welt" das was aufs äusserliche fokussiert ist, machen/haben/können. Gelebt wird im Aussen über den Körper, Identifikation dementsprechend über den Körper.
«Andererseits frage ich mich seit langem, woher diese Unfähigkeit stammt, den Geist Gottes als das zu sehen, was er ist, nämlich als das Leben, Wesen, Bewußtsein und Sein Gottes.»
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon parepidimos » Di 3. Jun 2008, 16:51

Original von Such_Find
Deine Reaktionen mit den extremsten Bildern zeigt das Heuschrecke´s Worte eben doch was angesprochen haben müssen.

Die Bilder sind nur das visuelle Aequivalent der gedanklichen Sackgasse, welche aus Heuschrecke´s Worten sprechen: "Die Existenz an sich angreifen", oder "komplett aus dieser Welt aussteigen" koennen nur Synonyme fuer Ausloeschung und Tod sein, insbesondere wenn dann noch von "Kompromisslosigkeit" die Rede ist.

Das NT spricht ja auch von einer Erfahrung des Sterbens und der Wiedergeburt, was die Nachfolge Jesu betrifft. Aber dies ist eben nicht eine lebens- und daseinsverleugnende Einstellung, sondern eine, durch welche das Leben und das Dasein erst ihren Sinn und Zweck erhalten. Dies geht zwangslaeufig gegen die herrschenden Wertvorstellungen der "Welt", aber es ist nicht eine prinzipielle Verleugnung von Gottes geschaffener Ordnung, welche solch poehse Ideen wie Arbeit, koerperliche Beduerfnisse, soziales Eingebettetsein, Wissensdrang und persoenliche Entfaltung nicht nur zaehneknirschend billigt, sondern bestaetigt und in die richtigen Bahnen lenkt.

Auch ich möchte -wie "Heuschrecke"- dieses "System ganz verlassen",

Ich weiss, und ich habe dir ja auch schon verschiedentlich versucht, den inhaerenten Nihilismus deiner Einstellung vor Augen zu fuehren ... bisher ohne Erfolg.

Du wirfst hier doch diesen Begriff "Welt" etwas durcheinander, oder?

Du gibst dir ja auch keine Muehe, den Begriff "System" abzugrenzen. :roll:

Für mich bedeutet "Welt" das was aufs äusserliche fokussiert ist, machen/haben/können. Gelebt wird im Aussen über den Körper, Identifikation dementsprechend über den Körper.

Diese Teilung in Ausseres = Materie = Koerper = Niedrig = Schlecht und Inneres = immateriell = Geist/Seele = Hoch = Gut ist eine der klassischen philosophischen Irrungen, mit welchen bereits die NT-Schreiber zu kaempfen hatten. Genauso wie der Materialismus, welchen sie angeblich bekaempft ist sie eine Perversion dessen, was die Bibel zu dem Thema lehrt.
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon Blin » Di 3. Jun 2008, 17:01

Ich war Mitglied der Studentenorganisation AIESEC. Die Organisation wurde nach dem 2. Weltkrieg ins Leben gerufen und sollte ursprünglich der Völkerverständigung dienen. Das Ziel der Organisation ist es, auf die Mitglieder einen indirekten Einfluss auszuüben. Junge Menschen sollen für bestimmte Themen sensibilisiert werden. Es geht unter anderem um soziale Verantwortung, Umweltschutz, Respekt oder Verständnis gegenüber anderen Kulturen. Konferenzen und Seminare hatten auch einen grossen Einfluss auf mich und meine Denkweise. Wenn die aktuell 16´000 Mitglieder von Aiesec im Berufsleben nach den ihnen übermittelten Werten leben, dann kann man in der "Gesellschaft" durchaus etwas bewirken.
Es ist sicher besser (und weniger egoistisch) der Allgemeinheit zu dienen, als sich aus dem System "auszukoppeln".
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon Such_Find » Di 3. Jun 2008, 17:37

Original von parepidimos

Das NT spricht ja auch von einer Erfahrung des Sterbens und der Wiedergeburt, was die Nachfolge Jesu betrifft.

Eben, du bist etwas abgestorben, und anderem geboren.
Wem du abgestorben bist, das hat keine Macht mehr über dich.

Eigentlich formuliert "Heuschrecke" etwas biblisches...

Aber dies ist eben nicht eine lebens- und daseinsverleugnende Einstellung, sondern eine, durch welche das Leben und das Dasein erst ihren Sinn und Zweck erhalten.

Das genutzte Leben generiert "Sinn und Zweck"...

Leben welches erst "Sinn und Zweck" erhalten muß das ist kein Leben...

Dies geht zwangslaeufig gegen die herrschenden Wertvorstellungen der "Welt", aber es ist nicht eine prinzipielle Verleugnung von Gottes geschaffener Ordnung, welche solch poehse Ideen wie Arbeit, koerperliche Beduerfnisse, soziales Eingebettetsein, Wissensdrang und persoenliche Entfaltung nicht nur zaehneknirschend billigt, sondern bestaetigt und in die richtigen Bahnen lenkt.

"Derjenige Mensch handelt frei, für dessen Handlungen die Ursachen allein in ihm selbst liegen."
J. Hoffmeister

Schau mal auf Gott: er macht NICHTS was er nicht will! Zu was er sich aber bekennt, zu dessen "Bedürfnissen" steht er aber dann auch.

Wenn da jetzt ein Kind Gottes ist, dann sollte auch dieser Wesenszug Gottes dazugehören, oder?

Diese Teilung in Ausseres = Materie = Koerper = Niedrig = Schlecht und Inneres = immateriell = Geist/Seele = Hoch = Gut ist eine der klassischen philosophischen Irrungen, mit welchen bereits die NT-Schreiber zu kaempfen hatten. Genauso wie der Materialismus, welchen sie angeblich bekaempft ist sie eine Perversion dessen, was die Bibel zu dem Thema lehrt.

Lies meinen Beitrag! Ich sprach von "aufs äusserliche fokussiert" sein, nicht das Materie/Körper etwas schlechtes ist.
Was ich kritisiert habe ist das konsumieren von Leben von Aussen, was ich im Aussen habe das habe ich nicht mehr im Innen. Sobald der Körper (i.d.F. der Mittler zu dem Leben) abstirbt, stirbt auch das Leben ab. Wer aber den Geist Gottes als Leben nutzt der wird solange Leben haben solange dieser Geist existiert, auch wenn der Körper gestorben ist.
«Andererseits frage ich mich seit langem, woher diese Unfähigkeit stammt, den Geist Gottes als das zu sehen, was er ist, nämlich als das Leben, Wesen, Bewußtsein und Sein Gottes.»
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon Such_Find » Di 3. Jun 2008, 17:53

Original von Blin

Junge Menschen sollen für bestimmte Themen sensibilisiert werden. Es geht unter anderem um soziale Verantwortung, Umweltschutz, Respekt oder Verständnis gegenüber anderen Kulturen. Konferenzen und Seminare hatten auch einen grossen Einfluss auf mich und meine Denkweise. Wenn die aktuell 16´000 Mitglieder von Aiesec im Berufsleben nach den ihnen übermittelten Werten leben, dann kann man in der "Gesellschaft" durchaus etwas bewirken.
Es ist sicher besser (und weniger egoistisch) der Allgemeinheit zu dienen, als sich aus dem System "auszukoppeln".

Menschen leben in einer Hierarchie. Wenn der Hierarchie-höhere etwas anderes will wie du dann kannst du dich abstrampeln wie du willst.
Diese Alpha-Tiere profitieren z.B. von Kriegen und Ausbeutung, genau dieses Umfeld erschaffen sie sich.

"Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht mehr, wer dessen Gesetze macht."
Mayer Anselm Rothschild
Gründer der Rothschild Banken-Dynastie
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Zitat von William Penn
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon heuschrecke » Di 3. Jun 2008, 18:10

Hallo Pare

Ja, ich weiss, am liebsten würdest Du mich hängen oder auf dem Scheiterhaufen brennen sehen, gäll? :D

Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich so Mancher in meinen Schuhen schon längst erhängt hätte! :P

Letztens ist mir plötzlich bewusst geworden, wie glücklich ich mich eigentlich schätzen kann, obwohl ich keinen Pfennig auf dem Konto habe, nicht mehr schön bin,keinen angesehenen Beruf habe, rein gar nichts, was Einem in der Welt so WErtschätung und Ansehen beschert und trotzdem zwei treue langjährige Freunde habe, ein Neffe und ein Hütekind, die mich heiss lieben, wilde Tiere, die sich gerne in meiner Nähe aufhalten und meine innere Freiheit, die mir keiner nehmen kann!

Ich fühle mich reich beschenkt! :)

Liebe Grüsse
heuschrecke
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon heuschrecke » Di 3. Jun 2008, 18:18

Hallo Such-Find :)

Danke für all Deine Beiträge, sie erfreuen mich immer wieder!
;) :umarm:
heuschrecke
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon Such_Find » Di 3. Jun 2008, 18:36

@heuschrecke

:umarm:
«Andererseits frage ich mich seit langem, woher diese Unfähigkeit stammt, den Geist Gottes als das zu sehen, was er ist, nämlich als das Leben, Wesen, Bewußtsein und Sein Gottes.»
Zitat von William Penn
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon parepidimos » Di 3. Jun 2008, 18:42

Original von heuschrecke
Ja, ich weiss, am liebsten würdest Du mich hängen oder auf dem Scheiterhaufen brennen sehen, gäll? :D

Au jaaaa, bloede Unterstellungen machen Spass! Zudem schaffen sie Identitaet. Ich bin froh, dass ich dir dienlich sein konnte.

Letztens ist mir plötzlich bewusst geworden, wie glücklich ich mich eigentlich schätzen kann, obwohl ich keinen Pfennig auf dem Konto habe, nicht mehr schön bin,keinen angesehenen Beruf habe, rein gar nichts, was Einem in der Welt so WErtschätung und Ansehen beschert und trotzdem zwei treue langjährige Freunde habe, ein Neffe und ein Hütekind, die mich heiss lieben, wilde Tiere, die sich gerne in meiner Nähe aufhalten und meine innere Freiheit, die mir keiner nehmen kann!

Und was macht noch mehr Spass als bloede Unterstellungen? Richtig: Selbstbeweihraeucherungen. Jippiii ...
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon heuschrecke » Di 3. Jun 2008, 19:37

Original von jes_25913
Original von heuschrecke
"Alle wollen zurück zur Natur, aber keiner zu Fuss."
Der Mensch ist halt inkonsequent...


Hmm..dann bin ich wohl kein Mensch. Meine Konsequenz geht schon sehr weit, wenn ich mich mit Anderen vergleiche. Ich habe meine Konsequenzen im Erwerbsleben und danach auch auf dem Arbeitsamt gezogen. Ohne irgendeine Stütze oder Versicherung bin ich auf der Strasse gestanden, weil ich dann logischerweise ohne irgend ein Einkommen auch meine Wohnungsmiete nicht mehr bezahlen konnte. Meine Eltern und meine Kollegen haben mich alle hängengelassen. Ich stand mutterseelenalleine da. Es war ein Gefühl der grenzenlosen Verlassenheit und zugleich der grenzenlosen Macht und Freiheit. Denn ich wäre lieber gestorben, als irgendwelche hinterfotzigen Kompromisse einzugehen!

Und heute bin ich noch extremer! Ich bin am Brüten, wie ich dieses verlogene System ganz verlassen kann!
Jetzt müsste es allerdings in den paranormalen Bereich hineingehen, sprich, ich müsste ohne Nahrung , kälte und hitzeresistent weiterleben können.

Wenn es nach "meinem System" gehen würde, wäre das allerdings alles nicht nötig. Nach meiner Idee, müsste jeder Erdenbürger bereits bei seiner Geburt ein Stück Land zur Selbstversorgung bekommen. Ich habe letztens ein Buch gelesen, über eine Frau, die in einem abgeschotteten Wallisertal aufgewachsen war und ihr Leben lang dort verbracht hat. Da habe ich genau meine Ideen wiedergefunden und stell´ Dir vor; das hat damals tatsächlich so funktioniert! Bis die Gemeinschaft von den damaligen Reichen und Machthabern(Hand in Hand mit der Kirche) kaputt gemacht worden ist! :cry:
Gruss


Lb. Heuschrecke,
Hallo :-)
Ich bewundere Deinen Mut und Deine Konsequenz, und hoffe, dass es Dir gelingt bei Deiner Lebenshaltung zu bleiben.
Da gibt´s nichts zu bewundern- ich konnte schlussendlich g ar nicht anders!

Allerdings ist doch ein gewisser Hass auf die Gesellschaft, das System zu spüren.
Ja, der kommt immer mal wieder hoch. Ich bin ja auch jahrzehntelang verspottet und verachtet worden! Als Jugendliche sogar bespuckt, geschlagen, ausgelacht und einmal sogar beinahe ertränkt !Und das immer nur, weil ich nicht mit den Wölfen geheult und Fragen gestellt habe, die man nicht stellt.

Vielleicht hattest Du den gebraucht, um Dich soweit überhaupt lösen zu können? -
Ja, die heilige Wut hat mich angetrieben! :D

Wer weiß, dass er auf dem richtigen Weg ist, der sollte nicht länger im Hass auf jene blicken, die auf dem falschen sind.
Stimmt..man sollte in seiner Mitte bleiben, denn der Weg ist schmal und steinig!

Denn dahinter könnte auch stecken, dass man selbst nur zu gern an den „Segnungen“ des Falschen Anteil hätte, es aber einem zu schwer gemacht wurde.

In Krisenzeiten habe ich es teilweise wirklich bereut, dass ich mir selbst treu geblieben bin und gewisse lukrative Angebote abgelehnt hatte!


Ich denke - und ich sage es nicht um Dich zu richten, sondern in Liebe zu Dir - da müsste eine innere Klärung stattfinden.

hmm..ich denke eher, dass ich immer weniger aus meiner inneren Klarheit heraustreten sollte. Denn in meinem innersten Kern finde ich Frieden und STille. Verlasse ich dieses Reich, nehme ich Verzerrungen und schräge Töne wahr, die mich aggressiv machen.

Ich selbst legte mir die Frage vor, mich ganz von der Gesellschaft in die Natur zurückzuziehen, was ich für mein persönliches Fortkommen besser fand, oder in ihr zu bleiben.
Letzteres freilich nur unter der Bedingung so wenig wie möglich an ihren Bestrebungen teilzuhaben.

Wie soll das denn gehen? Man wird ja zunehmend gezwungen an den lebensvernichtenden Bestrebungen teilzunehmen.

Ich habe mich für den zweiten Weg entschieden, da ich so anderen Menschen dienlicher bin.
Wie soll ein Sklave andern Sklaven dienlich sein?

Es kommt ja auch darauf an, nicht nur persönlich richtig zu leben, bzw. den richtigen Weg zu gehen, sondern ihn auch anderen Menschen schmackhaft zu machen.

Ich glaube nicht, dass man Jemandem etwas schmackhaft machen soll, denn dann wäre es nur eine Manipulation.Auf den Geschmack von Leben und Freiheit muss man doch selbst kommen, von Innen heraus!

Da ist bei der heutigen Irritation viel zu tun.
Ich will jetzt nichts Früheres schön reden, aber als es noch erstrebenswert galt als Mönch oder Nonne in freiwilliger Armut zu leben, war es noch leichter.
Nicht umsonst sagte Jesus zum „reichen Jüngling“ - der vielleicht nicht mehr an Luxus hatte als ein Arbeitsloser heute - „Verkaufe alles was Du hast“.
Es kommt ja gerade in der Nachfolge darauf an, dass das Leben nicht auf äußerer Sicherheit und das Wohlergehen auf äußerem Wohlstand beruht - das hatten ja die Menschen schon immer angestrebt (es wird in der Bibel „weltlich gesinnt“ genannt), sondern auf Gott, der Kraft des Geistes.
Ja, wenn Christen im Sinne Jesu alles hinter sich ließen, dann würde man sehen, ob man noch so leichtfertig vom „Glauben“ sprechen würde. Dann wenn es ans „Eingemachte“ geht. Viele Christen täuschen sich über sich selbst, da sie oft nicht mitbekommen, dass ihr Wohlergehen nur auf den gesellschaftlichen Strukturen beruht und nicht auf Gott.
Schlimm finde ich, dass es aber sogar noch Christen gibt, die wirklich viel Geld verdienen wollen - aber nicht etwa um ganz bescheiden zu leben, und den Rest zu spenden (das würde ja noch angehen), sondern um sich ein bequemes Leben zu machen.

Ja..die Wohlstandschristen haben ja auch ihre eigenen Götter: die Wohlstandsevangelisten! ;)

Die ganze Selbsttäuschung kommt aber auch zum Ausdruck, dass es uns ein leichtes ist, zum Arzt zu gehen und Pillen zu schlucken, anstatt allein auf Gott zu vertrauen. Mich wundert dann immer, wie man meint dann in das Himmelreich zu kommen, wenn es schon schwer fällt zu glauben, dass man keinen Arzt und Pillen braucht.

doch,doch..die Aerzte werden gebraucht. Sie sind auch eine Sorte von Göttern, welche angebetet werden; die Weissen! :D ;)

Du hast recht: Wahrer Glaube ist die Entfaltung der inneren Kräfte. Wenn man ganz aus Gott lebt, würde man einmal dahin kommen ohne Nahrung zu leben - wie das ja zeitweise manche Mystiker taten und auch heute geschieht, kälte- und hitzeresistent werden etc.
Nun, ich bin schon froh, dass ich in Richtung Paranormalen einige Erlebnisse hatte und noch mehr kommen.


Was hast Du denn so erlebt? Könntest mir ja mal per PN davon berichten.

Liebe Grüsse
heuschrecke
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon heuschrecke » Di 3. Jun 2008, 20:02

Original von parepidimos
Original von heuschrecke
Ja, ich weiss, am liebsten würdest Du mich hängen oder auf dem Scheiterhaufen brennen sehen, gäll? :D

Au jaaaa, bloede Unterstellungen machen Spass!

Was wolltest Du denn mit Deinen makaberen Bildern aussagen?

Zudem schaffen sie Identitaet. Ich bin froh, dass ich dir dienlich sein konnte.

Identität kann man nicht schaffen. Man ist,was man ist!

Letztens ist mir plötzlich bewusst geworden, wie glücklich ich mich eigentlich schätzen kann, obwohl ich keinen Pfennig auf dem Konto habe, nicht mehr schön bin,keinen angesehenen Beruf habe, rein gar nichts, was Einem in der Welt so WErtschätung und Ansehen beschert und trotzdem zwei treue langjährige Freunde habe, ein Neffe und ein Hütekind, die mich heiss lieben, wilde Tiere, die sich gerne in meiner Nähe aufhalten und meine innere Freiheit, die mir keiner nehmen kann!

Und was macht noch mehr Spass als bloede Unterstellungen? Richtig: Selbstbeweihraeucherungen. Jippiii ...


Da muss ich Dich enttäuschen; weder Spass noch Beweihräucherung, sondern ein aufrichtiges Dankesgebet an meinen SChöpfer!

Lieber Gruss
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon parepidimos » Di 3. Jun 2008, 20:39

Original von heuschrecke
Identität kann man nicht schaffen. Man ist,was man ist!

Sein und Identitaet sind aber was anderes. Identitaet ist das, wovon man glaubt dass es einen auszeichnet. Und das ist immer eine Konstruktion. Und deine Identitaet scheint sich zur Mehrheit dadurch zu begruenden, dass du nicht so bist wie andere. Du brauchst deine Unterstellungen und dein hasserfuelltes Gerede, um dich selber zu spueren. Das ist ein wohlbekannter Mechanismus.

Da muss ich Dich enttäuschen; weder Spass noch Beweihräucherung, sondern ein aufrichtiges Dankesgebet an meinen SChöpfer!

Selbstbeweihraeucherung kann sich sehr gut als "aufrichtiges Dankesgebet" verkleiden (Luk 18:11)
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon heuschrecke » Mi 4. Jun 2008, 09:18

Du brauchst deine Unterstellungen und dein hasserfuelltes Gerede, um dich selber zu spueren. Das ist ein wohlbekannter Mechanismus.


Da irrst Du Dich. Meine Worte können nicht mit Hass erfüllt sein, weil ich mich beim Schreiben ausgeglichen und zufrieden gefühlt habe.
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon Bigge » Mi 4. Jun 2008, 11:42

Original von parepidimos
Original von heuschrecke
Identität kann man nicht schaffen. Man ist,was man ist!

Sein und Identitaet sind aber was anderes. Identitaet ist das, wovon man glaubt dass es einen auszeichnet. Und das ist immer eine Konstruktion.


Hallo heuschrecke,

ich grüße Dich!

ich glaube das Thema hatten wir beide auch schon und ich muß Pare recht geben. Er drückt es nur anders aus als ich.

Ich habe immer dazu gesagt, dass das Ego eine Täuschung ist im Gegensatz zum wahren Selbst.
Identität ist immer das, wozu man ICH sagt, also entweder zum Ego oder zum Sein.

Bei Dir habe ich den Eindruck, dass Du noch nicht unterscheiden kannst, zwischen Ego und dem wahren Selbst, das im Sein ist.


Liebe Grüße

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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon heuschrecke » Mi 4. Jun 2008, 14:01

Bei Dir habe ich den Eindruck, dass Du noch nicht unterscheiden kannst, zwischen Ego und dem wahren Selbst, das im Sein ist.


Kannst Du es denn, liebe Bigge? Soweit ich mich erinnere, hast Du unser GEspräch genau an diesem Punkt abgebrochen. :roll: Und das Experiment, das Du mir vorgeschlagen hast, ist ja völlig daneben gegangen und Du hattest auch keine Erklärung dafür. Da kam dann rein gar nichts mehr!

Also predige mir erst wieder, wenn Du selbst unterscheiden und dies dann auch erklären kannst.

Liebe Grüsse
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon parepidimos » Mi 4. Jun 2008, 16:12

Original von heuschrecke
Du brauchst deine Unterstellungen und dein hasserfuelltes Gerede, um dich selber zu spueren. Das ist ein wohlbekannter Mechanismus.


Da irrst Du Dich. Meine Worte können nicht mit Hass erfüllt sein, weil ich mich beim Schreiben ausgeglichen und zufrieden gefühlt habe.

Mir erscheint, dass du dir in der Beziehung etwas vormachst, was allen anderen klar ist, die dir zuhoeren. Wenn du solche Tiefflieger wie "Industrielle mit ihren operativ verschlimmbesserten Hürchen" von dir gibst, dann ist das hasserfuellt, egal wie du dich dabei fuehlst. Waere es nicht ehrlicher zu sagen, dass du bezueglich deiner Umwelt eine saumaessige Wolle im Bauch mit dir herumtraegst?

Wenn du wirklich "zufrieden und ausgeglichen" waerst, wie du glaubst, dann kaeme deine Litanei ohne solch offensichtliche Bitterkeit und Missgunst aus. Ich befuerchte, dass du verzweifelt versuchst, aus deiner Not eine Tugend zu konstruieren. Was an deiner Selbstbeschreibung auffaellt, ist dass sie bar jeder Selbstkritik ist. Fuer alles sind die anderen verantwortlich, und die Welt waere ein Paradies, wenn nur alle so waeren wie du. Deine Sorte Heiligkeit ist nicht von Gott verliehen, sondern deine selber fabrizierte Rechtfertigung. Und das ist genauso "Pfui Teufel!" wie all jenes, welches du mit deiner Litanei an den Pranger stellst.

Wenn deine Armut und Genuegsamkeit wirklich das Werk Gottes waeren, dann saehen deine Aeusserungen komplett anders aus! Ich wuensche dir, dass du dich von Gott von deinem hohen Ross der Selbstgerechtigkeit herunterholen laesst, um zu wahrer und unvergaenglicher Zufriedenheit zu finden.
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon heuschrecke » Mi 4. Jun 2008, 16:38

Hallo Pare

Wenn es wirklich so wäre, wie Du schreibst, dann müssten Kinder und Tiere vor mir fliehen! Hunde z.B. sind sehr sensibel auf GEfühlsenergien. Denen kann man doch nichts vormachen.


Dass ich heilig wäre, habe ich übrigens nirgendwo behauptet!

Gruss





Ich befuerchte, dass du verzweifelt versuchst, aus deiner Not eine Tugend zu konstruieren


Aus welcher Not? Ich habe alles, was ich brauche. :?
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon Bigge » Mi 4. Jun 2008, 17:52

Original von heuschrecke
Bei Dir habe ich den Eindruck, dass Du noch nicht unterscheiden kannst, zwischen Ego und dem wahren Selbst, das im Sein ist.


Kannst Du es denn, liebe Bigge? Soweit ich mich erinnere, hast Du unser GEspräch genau an diesem Punkt abgebrochen. :roll: Und das Experiment, das Du mir vorgeschlagen hast, ist ja völlig daneben gegangen und Du hattest auch keine Erklärung dafür. Da kam dann rein gar nichts mehr!

Also predige mir erst wieder, wenn Du selbst unterscheiden und dies dann auch erklären kannst.

Liebe Grüsse



Hallo heuschrecke,

das was Du da sagst kann ich nicht nachvollziehen. Wovon sprichst Du? Was für ein Experiment?


Ich kann das Ego vom wahren Selbst unterscheiden! Nur konnte ich es Dir wohl nicht vermitteln. Schade.

Gruß

Bigge :(
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon heuschrecke » Mi 4. Jun 2008, 18:22

Hallo heuschrecke,

das was Du da sagst kann ich nicht nachvollziehen. Wovon sprichst Du? Was für ein Experiment?


In die STille gehen und die aktuelle Situation(Hütekind) mithineinnehmen. Dann sollte da, Deiner Ueberzeugung nach, ein Gefühl von Ja oder nein aus dem wahren SElbst bzw. aus Gott heraus kommen. Es geschah aber rein gar nichts und das hast Du Dir auch nicht erklären können. Erinnerst Du Dich jetzt?

Das Ganze hat sich übrigens ganz eigenartig entwickelt. Ich weiss schon gar nicht mehr, was das alles soll. Mir stinkts inzwischen völlig, das Kind zu hüten. Ich mache es nur noch, weil ich denen mein Wort gegeben habe. Das Peinliche ist, dass sich das Kind jedesmal so freut, dass die Eltern hell begeistert sind und wie ich befürchtet habe, noch weiteren Kontakt mit mir wollen. Der Vater meinte das letzte Mal, dass er schon von Anfang an gemerkt hätte, dass sein Sohn und ich eine spezielle Verbindung hätten. Das empfinde ich selbst aber gar nicht so. :(

Inzwischen ist mir klar geworden, dass er wohl eher sich und mich meinte... :( Naja..mehr nur per PN)

Lieber Gruss
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon Bigge » Mi 4. Jun 2008, 19:41

Original von heuschrecke
Hallo heuschrecke,

das was Du da sagst kann ich nicht nachvollziehen. Wovon sprichst Du? Was für ein Experiment?


In die STille gehen und die aktuelle Situation(Hütekind) mithineinnehmen. Dann sollte da, Deiner Ueberzeugung nach, ein Gefühl von Ja oder nein aus dem wahren SElbst bzw. aus Gott heraus kommen. Es geschah aber rein gar nichts und das hast Du Dir auch nicht erklären können. Erinnerst Du Dich jetzt?


Ach ja, aber haben wir das als Experiment deklariert?

Hmmmm. Das mit dem Hütekind sollte doch nur eine kleine Zeit lang gehen.

Wenn Du nicht mehr magst, dann sag es den Leuten einfach! Man soll sich nicht von schönen Reden einwickeln lassen, wenn es einem gegen den Strich geht!

Schade, dass es nicht geklappt hat, mit dem Kind-Hüten.

Wahrscheinlich willst du eben doch mehr deine Ruhe haben, so wie Du es schon am Anfang befürchtet hattest.


LG

Bigge
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Re: Wohlstandsevangelium ?

Beitragvon heuschrecke » Do 5. Jun 2008, 09:59

Liebe Bigge

Nein, so einfach ist das nicht für mich. Denn ich bin ein Mensch, der sich an Abmachungen hält. Ich würde es selbst ja auch ***** finden, wenn man mich einfach im Regen stehen lassen würde.

Wenn ich jetzt einfach davonlaufen würde mit der Begründung, einfach nicht mehr zu mögen und keine Lust mehr zu haben, dann wär´ das eben EGOISTISCH! (nach meiner WErtvorstellung jedenfalls)

Aber auf die wiederholte Anfrage, ob ich das doch nicht länger machen könnte, habe ich bereits eine klare Absage erteilt!

LG



Ach ja, aber haben wir das als Experiment deklariert?


"Experiment" ist wohl eine unglückliche Bezeichnung, aber ich muss dem Kind ja nunmal einen Namen geben. :
heuschrecke
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