Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

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Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon ImHermes » Sa 15. Mai 2010, 10:37

Ich befasse mich mit dem Buch "Prognose Hoffnung" von Bernie Siegel. (Nein, muss man nicht kennen ;) ) Darin geht es um die persönliche Einstellung zum Leben und wie sich das auf die (Krebs-)Heilung auswirken kann.
Mich interessiert das Buch, da ich selbst ja mal Krebs hatte und dies trotz meiner Missbildung (die nach der Geburt "repariert" wurde) psychisch verkraften konnte, währendem andere schon bei einem Krebs resignieren.

Im Buch geht es unter anderem auch darum, den Patienten zum loslassen zu Bewegen, wenn er kein Lebenssinn mehr sieht und sich nur wegen der Familie am Leben erhält. Da ja Selbstmord Sünde ist (Kann mir hier noch jemand eine Bibelstelle geben? Das Gebot bezieht sich meiner Meinung nach auf andere Menschen.), frage mich jetzt, wie es mit passivem Selbstmord ist.

Ein passiver Selbstmord ist, wenn man z.B. depressiv ist, einen Krebs hat und sich dann zwar behandeln lässt (um den guten Schein aufrecht zu erhalten) und hofft dass man stirbt. Der Autor des Buches erwähnte Fälle, bei denen negativ zum Leben eingestellte Personen, an therapierbaren Krebse starben... und andere trotz einer Vorhersage von 3 Monaten, noch mehr als ein Jahr lebten. (Das zweite Beispiel war eine Studie, war also kein Einzelfall).

Wenn jemand schwer krank ist, muss dieser sich dazu durchringen, zu kämpfen und weiter zu leben, oder zu resignieren und (natürlich!) zu sterben. Beide Lösungen werden in unserer Gesellschaft akzeptiert - was auch gut so ist.
Doch wenn man resignieren will ist doch das auch eine Arte von Selbstmorde, nämlich passiver Selbstmord. Da man sich von etwas (z.B. Krebs) umbringen lässt.

Ist es kein Selbstmord, wenn man bei einer schwerer Krankheit aufgibt? Und worin besteht darin der Unterschied, wenn man sein Leben wegen starker sozialen/psychischen Problemen aufgibt?


Gruss:
Hermes



Anfügen möchte ich noch, dass ich keine Selbstmordgedanken habe, auch wenn ich mich (sachlich) sehr stark mit diesem Thema beschäftige.
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon Pilgrim » Sa 15. Mai 2010, 14:13

ImHermes hat geschrieben:Im Buch geht es unter anderem auch darum, den Patienten zum loslassen zu Bewegen, wenn er kein Lebenssinn mehr sieht und sich nur wegen der Familie am Leben erhält.

Ist das nicht ein bisschen widersprüchlich? Was lässt der Patient denn los wenn er keinen Lebenssinn sieht? Können wir uns selbst am Leben erhalten?
Da ja Selbstmord Sünde ist (Kann mir hier noch jemand eine Bibelstelle geben? Das Gebot bezieht sich meiner Meinung nach auf andere Menschen.), frage mich jetzt, wie es mit passivem Selbstmord ist.

Selbstmord ist eine gleichwertige Sünde wie Mord (2.Mose 20:13; 21:23), aber sie kann vergeben werden wie jede andere Sünde auch. Und die Schrift sagt ganz klar, daß diejenigen die von Gott erlöst sind, für alle ihre Sünden…Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft (Kolosser 2:13-14)…vergeben worden sind. Paulus sagt im Römer 8:38-39, daß nichts uns von der Liebe Gottes in Christus Jesus trennen kann.
Ein passiver Selbstmord ist, wenn man z.B. depressiv ist, einen Krebs hat und sich dann zwar behandeln lässt (um den guten Schein aufrecht zu erhalten) und hofft dass man stirbt. Der Autor des Buches erwähnte Fälle, bei denen negativ zum Leben eingestellte Personen, an therapierbaren Krebse starben... und andere trotz einer Vorhersage von 3 Monaten, noch mehr als ein Jahr lebten. (Das zweite Beispiel war eine Studie, war also kein Einzelfall).

Wenn jemand schwer krank ist, muss dieser sich dazu durchringen, zu kämpfen und weiter zu leben, oder zu resignieren und (natürlich!) zu sterben. Beide Lösungen werden in unserer Gesellschaft akzeptiert - was auch gut so ist.
Doch wenn man resignieren will ist doch das auch eine Arte von Selbstmorde, nämlich passiver Selbstmord. Da man sich von etwas (z.B. Krebs) umbringen lässt.

Ist es kein Selbstmord, wenn man bei einer schwerer Krankheit aufgibt? Und worin besteht darin der Unterschied, wenn man sein Leben wegen starker sozialen/psychischen Problemen aufgibt?

Ich verstehe nicht ganz, denn Gottes Kinder sind in der Schrift wiederholt als diejenigen die Hoffnung haben definiert (u.a. Apg 24:15; Römer 5:2-5, 8:24; 2.Korinther 1:10) und Lebenssinn haben (Lukas 9:23-25; Römer 8:28; Kolosser 1:29). Und diejenigen die über Selbstmord (auch passiv, was immer das bedeuten mag) denken, tun so weil sie weder Hoffnung noch Sinn in ihrem Leben haben.

PS: Verübt nicht derjenige der einen anderen Menschen zum "Aufgeben" bewegt einen Mord…?
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon ImHermes » Sa 15. Mai 2010, 15:13

Bei den oberen Punkten kann ich die Zusammenhänge (erst jetzt) verstehen. Danke für die Bibelstellen.

Pilgrim hat geschrieben:...
Ich verstehe nicht ganz, denn Gottes Kinder sind in der Schrift wiederholt als diejenigen die Hoffnung haben definiert (u.a. Apg 24:15; Römer 5:2-5, 8:24; 2.Korinther 1:10) und Lebenssinn haben (Lukas 9:23-25; Römer 8:28; Kolosser 1:29).

Wenn du von Lebenssinn sprichst, denkst du dass man immer einen Lebenssinn hat? Und was ist wenn dieser nach Meinung des Patienten durch ihn erfüllt wurde?
Und diejenigen die über Selbstmord (auch passiv, was immer das bedeuten mag) denken, tun so weil sie weder Hoffnung noch Sinn in ihrem Leben haben.

Passiver Selbstmord bezeichnet die Art, gegen eine Krankheit nicht anzukämpfen (als nicht psychisch aktiv an der Therapie teilnehmen), sondern einfach die Medizin schlucken und nicht mehr. Wenn dies der Fall ist, geht es ja auch stark darum, dem Patienten/der Patientin die verlorene Perspektive zurück zu geben. (Wenn diese(r) überhaupt noch psychisch so zugänglich ist.)

PS: Verübt nicht derjenige der einen anderen Menschen zum "Aufgeben" bewegt einen Mord…?
In der Schweiz ist Anstiftung zu Selbstmord strafbar.
Ich habe mich jedoch zu wenig genau ausgedrückt. Ich meinte, wenn jemand gegen den Krebs seit längerer Zeit ankämpft und nicht weiter kommt. Den Patienten erleichtert das Sterben oft, wenn man ihnen sagt, dass sie loslassen/sterben dürfen.

Wie kann ein Mensch wissen, wann der Zeitpunkt zum Sterben eingetreten ist? Weiss das ein Mensch immer und muss daher nicht dazu ermutigt werden, loszulassen? Oder wie denkst du darüber, wann ein Mensch weiss, loszulassen?
Schlussendlich ist es doch unser persönlicher Wille (der wir von Gott bekamen), darüber zu entscheiden, wann wir im Falle einer Krankheit aufgeben wollen und zu Gott gehen wollen.
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon alegna » Sa 15. Mai 2010, 15:39

ImHermes hat geschrieben:Passiver Selbstmord bezeichnet die Art, gegen eine Krankheit nicht anzukämpfen (als nicht psychisch aktiv an der Therapie teilnehmen), sondern einfach die Medizin schlucken und nicht mehr.

Warum sprichst Du dann nicht einfach von Akzeptieren, anstatt von passivem Selbstmord? Fände ich persönlich viel passender. Ich finde jeder Patient hat das Recht irgendwann zu entscheiden keine Lebenserhaltenden Therapien mehr machen zu lassen, für mich hat das aber nichts mit Selbstmord zu tun, sondern mit dem akzeptieren des Unausweichlichen. Wenn ein Patient nicht mehr gegen seine Krankheit kämpfen möchte, sollte er das auch nicht tun müssen.
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon ImHermes » Sa 15. Mai 2010, 16:21

alegna hat geschrieben:Warum sprichst Du dann nicht einfach von Akzeptieren, anstatt von passivem Selbstmord?

Weil ich nicht verstehen kann, weshalb bei uns aktive Gedanke an Selbstmord verpönt ist, jedoch nicht, wenn gewisse Umstände da sind (schwere Krankheit/Verletzung).
...
Jedoch muss ich gerade feststellen, dass der Unterschied zwischen Selbstmord und passiver Selbstmord bei den Umständen liegt... Tut mir Leid wenn so für Verwirrung gesorgt habe.
... für mich hat das aber nichts mit Selbstmord zu tun, sondern mit dem akzeptieren des Unausweichlichen.

Ja, das habe ich jetzt auch vorhin begriffen ;)

Weshalb bekommen Menschen dann Krebs? Damit Gott sie testen kann, ob sie sich känpferisch geben?

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon alegna » Sa 15. Mai 2010, 16:57

ImHermes hat geschrieben:Weil ich nicht verstehen kann, weshalb bei uns aktive Gedanke an Selbstmord verpönt ist, jedoch nicht, wenn gewisse Umstände da sind (schwere Krankheit/Verletzung).

Weil wir als Christen davon ausgehen, dass Gott das Leben gibt und das Leben nimmt. Würden wir also aktiven Selbstmord begehen, wäre dies ein Eingreifen in Gottes Wirken.
Ich kann den Wunsch nach Selbsttötung schon verstehen, doch gibt der uns nicht das Recht zu nehmen was nur Gott zusteht.
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon Taube » Sa 15. Mai 2010, 17:19

alegna hat geschrieben:
ImHermes hat geschrieben:Weil ich nicht verstehen kann, weshalb bei uns aktive Gedanke an Selbstmord verpönt ist, jedoch nicht, wenn gewisse Umstände da sind (schwere Krankheit/Verletzung).
Weil wir als Christen davon ausgehen, dass Gott das Leben gibt und das Leben nimmt. Würden wir also aktiven Selbstmord begehen, wäre dies ein Eingreifen in Gottes Wirken.
Ich kann den Wunsch nach Selbsttötung schon verstehen, doch gibt der uns nicht das Recht zu nehmen was nur Gott zusteht.

Leider ist es heute nicht mehr so einfach. Unsere Medizin ist so weit entwickelt, dass wir uns klar werden müssen, was wir überhaupt für eine Behandlung wünschen. Du weisst z.B., eine sehr harte Therapie zu 50% Erfolg hat. Was ist jetzt, wenn Du Dich dagegen entscheidest? Ist es gegen Gott oder mit Gott? Vielfach sieht man bei alten Menschen, dass sie einfach nicht mehr essen wollen, meist ist es sogar unbewusst und dann langsam schwächer werden und sterben. Wie beurteilst Du das? Ist es mit Gott oder gegen Gott?

Also die Aussage, dass Gott das Leben gibt und nimmt, ist heute gar nicht mehr so leicht zu beantworten. So vermag auch die Frage der Sünde nicht mehr so einfach zu beantworten sein. Die Antwort muss eher vom Menschen ausgehen und nicht von der "Tat". Wir alle sind als Menschen sündhaft und somit vor Gott schuldhaft. ...also sind wir mit jemandem, der mit dem Leben abschliessen tiefst möchte verbunden. Eine Verurteilung dieses Menschen durch mich würde gleichzeitig mich selbst verurteilen. Das heisst eine Verurteilung des Selbstmordes durch mich ist gleichzeitig eine Verurteilung meines Handelns.

Es bleibt mir also nur das geschwisterliche Zusammensein mit jemandem, welcher mit dem Leben abschliessen will und in aller Fürsorglichkeit seinen Willen zu achten.

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon Gnu » Sa 15. Mai 2010, 20:02

ImHermes hat geschrieben:Weshalb bekommen Menschen dann Krebs? Damit Gott sie testen kann, ob sie sich känpferisch geben?

Schwierige Frage. Es gibt einen „geistlichen Krebs des Herzens“, das ist Sünde, an der man bewusst festhält, obwohl einem Gottes Geist schon mehrfach gezeigt hat, dass man sie endlich bekennen und lassen sollte, und Jesus einem auch Kraft dazu geben würde, wenn man nur endlich wollte. Weil Jesus sagt, „die ich liebe, strafe und züchtige ich“, kann er einem Gotteskind eine solche Sünde nicht einfach durchlassen und greift dann manchmal zu körperlichem Krebs, um seiner Aufforderung Nachdruck zu verschaffen. Das ist eine Möglichkeit, weshalb Menschen Krebs bekommen können. Eine andere ist, wenn sie die Gesetze der Gesundheit verletzen, wofür uns Gott einen Verstand gegeben hat. Eine dritte tönst du in deiner Frage an, nämlich dass sich Gott verherrlichen möchte und dem Patienten eine wunderbare Heilung schenkt, wenn er sich ganz auf Jesus verlässt. Weiters kommt mir nichts in den Sinn, was ich dazu noch schreiben könnte. Hat die Person einen betenden Kreis von gläubigen Brüdern um sich?
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon ImHermes » Sa 15. Mai 2010, 21:55

Gnu hat geschrieben:
ImHermes hat geschrieben:Weshalb bekommen Menschen dann Krebs? Damit Gott sie testen kann, ob sie sich kämpferisch geben?

Schwierige Frage. Es gibt einen „geistlichen Krebs des Herzens“, das ist Sünde, an der man bewusst festhält, obwohl einem Gottes Geist schon mehrfach gezeigt hat, dass man sie endlich bekennen und lassen sollte, und Jesus einem auch Kraft dazu geben würde, wenn man nur endlich wollte. Weil Jesus sagt, „die ich liebe, strafe und züchtige ich“, kann er einem Gotteskind eine solche Sünde nicht einfach durchlassen und greift dann manchmal zu körperlichem Krebs, um seiner Aufforderung Nachdruck zu verschaffen. Das ist eine Möglichkeit, weshalb Menschen Krebs bekommen können. Eine andere ist, wenn sie die Gesetze der Gesundheit verletzen, wofür uns Gott einen Verstand gegeben hat. Eine dritte tönst du in deiner Frage an, nämlich dass sich Gott verherrlichen möchte und dem Patienten eine wunderbare Heilung schenkt, wenn er sich ganz auf Jesus verlässt. Weiters kommt mir nichts in den Sinn, was ich dazu noch schreiben könnte. Hat die Person einen betenden Kreis von gläubigen Brüdern um sich?

Das Gott einem erkranken lässt, damit er heilen kann, glaube ich nicht. Denn zum einen führt dies die meisten Menschen nicht zu Gott. (Wahrscheinlich aber doch zu einem Lebenswandel). Zudem denke ich nicht, dass Gott, der uns ja so liebt und sein Sohn gab, uns krank macht, nur damit er sich als Retter inszenieren kann. Wenn dann kommt Krebs vom Gegenspieler...

Gruss
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon jes_25913 » So 16. Mai 2010, 12:58

ImHermes hat geschrieben:Ich befasse mich mit dem Buch "Prognose Hoffnung" von Bernie Siegel. (Nein, muss man nicht kennen ;) ) Darin geht es um die persönliche Einstellung zum Leben und wie sich das auf die (Krebs-)Heilung auswirken kann.
Mich interessiert das Buch, da ich selbst ja mal Krebs hatte und dies trotz meiner Missbildung (die nach der Geburt "repariert" wurde) psychisch verkraften konnte, währendem andere schon bei einem Krebs resignieren.

Im Buch geht es unter anderem auch darum, den Patienten zum loslassen zu Bewegen, wenn er kein Lebenssinn mehr sieht und sich nur wegen der Familie am Leben erhält. Da ja Selbstmord Sünde ist (Kann mir hier noch jemand eine Bibelstelle geben? Das Gebot bezieht sich meiner Meinung nach auf andere Menschen.), frage mich jetzt, wie es mit passivem Selbstmord ist.

Ein passiver Selbstmord ist, wenn man z.B. depressiv ist, einen Krebs hat und sich dann zwar behandeln lässt (um den guten Schein aufrecht zu erhalten) und hofft dass man stirbt. Der Autor des Buches erwähnte Fälle, bei denen negativ zum Leben eingestellte Personen, an therapierbaren Krebse starben... und andere trotz einer Vorhersage von 3 Monaten, noch mehr als ein Jahr lebten. (Das zweite Beispiel war eine Studie, war also kein Einzelfall).
Das, lieber Hermes beweisst die Macht unseres Geistes über die Materie. Sind wir positiv ausgerichtet können wir Negatives überwinden. Sind wir negativ ausgerichtet, geben wir dem bereits in uns wirksamen Negativen noch mehr macht.

Wenn jemand schwer krank ist, muss dieser sich dazu durchringen, zu kämpfen und weiter zu leben, oder zu resignieren und (natürlich!) zu sterben. Beide Lösungen werden in unserer Gesellschaft akzeptiert - was auch gut so ist.
Ob etwas von einer Gesellschaft akzeptiert wird oder nicht; oder was die Gesellschaft überhaupt denkt, muss uns (Christen) nicht interessieren.

Doch wenn man resignieren will ist doch das auch eine Arte von Selbstmorde, nämlich passiver Selbstmord. Da man sich von etwas (z.B. Krebs) umbringen lässt.

Ist es kein Selbstmord, wenn man bei einer schwerer Krankheit aufgibt? Und worin besteht darin der Unterschied, wenn man sein Leben wegen starker sozialen/psychischen Problemen aufgibt?


Gruss:
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Anfügen möchte ich noch, dass ich keine Selbstmordgedanken habe, auch wenn ich mich (sachlich) sehr stark mit diesem Thema beschäftige.
Sein Leben kann man nicht aufgeben, da es ewig und unzerstörbar ist. Aber man kann sich des Werkzeugs berauben mit dem man Negatives in Positives überführen kann. Und das ist immer unweise.
Natürlich verleitet unser heutiges Denken, dass nichts mehr von der Macht des Geistes wissen will und alles materiell bedingt sieht, dazu unweise zu handeln. Das ist das Gefährliche am antichristlichen (Wissenschafts - ) Geist unserer Gesellschaft. Zum Glück sind aber auch in unserer Zeit viele Menschen aufgewacht und nehmen ihre Gesundheit selbst in die Hand, indem sie nach den Ursachen forschen, die ihren Energien eine falsche Richtung gaben und so seelisches oder körperliches Chaos anrichteten.
Der christliche Glaube und die Kirchen sollten normalerweise da große Erkenntnisgaben zur Verfügung stehen. Aber da man lieber auch dem antichristlichen Geist vertraute, der ja so schnell und schmerzlos „heilt“, oder alles von einer anderen Person (Jesus) erwartete ohne zu beherzigen was er lehrte, ist man hilflos allein gelassen. Das aber sollte jeden ermutigen selbst nach der Wahrheit zu suchen, denn die Wahrheit (die Erkenntnis der Zusammenhänge) wird uns heilen.
Nein, jeder sollte solange kämpfen bis er wirklich zusammenbricht. Aber nicht um der Familie oder sonst jemand Willen, sondern um Gottes, d.h. des Geistes Willen, damit alles dem Geist untergeordnet wird.
Kämpfen heißt natürlich nicht immer nur Anspannung, sondern auch Loslassen, Geschehenlassen, Beobachten was geschieht etc.
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon jes_25913 » So 16. Mai 2010, 13:00

Taube hat geschrieben:
alegna hat geschrieben:
ImHermes hat geschrieben:Weil ich nicht verstehen kann, weshalb bei uns aktive Gedanke an Selbstmord verpönt ist, jedoch nicht, wenn gewisse Umstände da sind (schwere Krankheit/Verletzung).
Weil wir als Christen davon ausgehen, dass Gott das Leben gibt und das Leben nimmt. Würden wir also aktiven Selbstmord begehen, wäre dies ein Eingreifen in Gottes Wirken.
Ich kann den Wunsch nach Selbsttötung schon verstehen, doch gibt der uns nicht das Recht zu nehmen was nur Gott zusteht.

Leider ist es heute nicht mehr so einfach. Unsere Medizin ist so weit entwickelt, dass wir uns klar werden müssen, was wir überhaupt für eine Behandlung wünschen. Du weisst z.B., eine sehr harte Therapie zu 50% Erfolg hat. Was ist jetzt, wenn Du Dich dagegen entscheidest? Ist es gegen Gott oder mit Gott? Vielfach sieht man bei alten Menschen, dass sie einfach nicht mehr essen wollen, meist ist es sogar unbewusst und dann langsam schwächer werden und sterben. Wie beurteilst Du das? Ist es mit Gott oder gegen Gott?
Ein Christ ist nicht verpflichtet - um Gottes Willen - die Medizin zu nutzen, da sie materiell ist. Sie trägt nichts zum Sieg des Geistes bei.
Wer also sagt, er will keine Medizin mehr benutzen, begeht keinen Selbstmord. Nur sollte es für Christen selbstverständlich sein, durch Glauben an die unerschöpfliche Macht des Geistes und die Weisheit Gottes (um deren Erkenntnis sich der Mensch bemühen sollte, u.a. auch da das Sinn des Lebens ist) von Krankheiten frei zu werden.
Im Notfall und begleitend, da sein Glaube noch zu schwach ist, kann er natürlich medizinische Hilfe nutzen. Aber sie sollte keinesfalls sein Bemühen um die Erkenntnis der Ursachen seiner Krankheit ersetzen.
Wirkliche Heilung ist also kein Behandeltwerden, sondern Selbsttherapie, d.h. tiefe, tiefe Sünden- und Wahrheitserkenntnis.

Also die Aussage, dass Gott das Leben gibt und nimmt, ist heute gar nicht mehr so leicht zu beantworten. So vermag auch die Frage der Sünde nicht mehr so einfach zu beantworten sein. Die Antwort muss eher vom Menschen ausgehen und nicht von der "Tat". Wir alle sind als Menschen sündhaft und somit vor Gott schuldhaft. ...also sind wir mit jemandem, der mit dem Leben abschliessen tiefst möchte verbunden. Eine Verurteilung dieses Menschen durch mich würde gleichzeitig mich selbst verurteilen. Das heisst eine Verurteilung des Selbstmordes durch mich ist gleichzeitig eine Verurteilung meines Handelns.

Es bleibt mir also nur das geschwisterliche Zusammensein mit jemandem, welcher mit dem Leben abschliessen will und in aller Fürsorglichkeit seinen Willen zu achten.

Gruss Taube
Heute ist alles noch genau so leicht zu beantworten wie „damals“. Nur sind eben schon heute viele Christen durch den antichristlichen Geist verdorben, so dass sie nicht mehr unterscheiden können.

Ob wir mit jemandem, der mit dem Leben abschließen möchte, tief verbunden sind oder nicht, spielt keine Rolle. Wer mit dem „Leben“ abschließt, bereut es nach dem Tod zutiefst, wie wir aus vielen Zeugnissen wissen können.
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon Pilgrim » So 16. Mai 2010, 13:24

jes_25913 hat geschrieben:

…Quatsch aus der Scientologischen Ecke… :x
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon jes_25913 » So 16. Mai 2010, 13:28

Pilgrim hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:

…Quatsch aus der Scientologischen Ecke… :x

Ja, freilich... ;)
Wenn das so ist, ehrt es die Scientologen. Dann scheinen sie ja mehr von Gott zu wissen als so manche(r) Bibeltreue(r).
Zuletzt geändert von jes_25913 am So 16. Mai 2010, 13:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon Taube » So 16. Mai 2010, 13:35

jes_25913 hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:…Quatsch aus der Scientologischen Ecke… :x
Ja, freilich...

Ah, Du bist Scientologe? Habe es schon seit längerer Zeit vermutet.

Gruss Taube
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon jes_25913 » So 16. Mai 2010, 13:37

Taube hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:…Quatsch aus der Scientologischen Ecke… :x
Ja, freilich...

Ah, Du bist Scientologe? Habe es schon seit längerer Zeit vermutet.

Gruss Taube


Und wie bisher immer, liegt ihr mit euren Vermutungen falsch. ich bin lediglich ein echter, vom HErrn gelehrter Christ. :P
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon ImHermes » So 16. Mai 2010, 20:35

jes_25913 hat geschrieben:...
Das, lieber Hermes beweisst die Macht unseres Geistes über die Materie. Sind wir positiv ausgerichtet können wir Negatives überwinden. Sind wir negativ ausgerichtet, geben wir dem bereits in uns wirksamen Negativen noch mehr macht.

Dies mag durchaus zustimmen... Aber ich denke nur in die eine Richtung. Man kann nicht pauschal allen Kranken eine Sünde anhängen (wie bei Geburtsmissbildungen). (Wobei das Thema hatten wir doch schon einmal hatten und hier nicht nochmals durchgesprochen werden muss ;) )

jes_25913 hat geschrieben:...
Taube hat geschrieben:Also die Aussage, dass Gott das Leben gibt und nimmt, ist heute gar nicht mehr so leicht zu beantworten. So vermag auch die Frage der Sünde nicht mehr so einfach zu beantworten sein. Die Antwort muss eher vom Menschen ausgehen und nicht von der "Tat". Wir alle sind als Menschen sündhaft und somit vor Gott schuldhaft. ...also sind wir mit jemandem, der mit dem Leben abschliessen tiefst möchte verbunden. Eine Verurteilung dieses Menschen durch mich würde gleichzeitig mich selbst verurteilen. Das heisst eine Verurteilung des Selbstmordes durch mich ist gleichzeitig eine Verurteilung meines Handelns.

Es bleibt mir also nur das geschwisterliche Zusammensein mit jemandem, welcher mit dem Leben abschliessen will und in aller Fürsorglichkeit seinen Willen zu achten.

Gruss Taube
Heute ist alles noch genau so leicht zu beantworten wie „damals“. Nur sind eben schon heute viele Christen durch den antichristlichen Geist verdorben, so dass sie nicht mehr unterscheiden können.

Der Unterschied zwischen damals und heute ist, dass man früher bei einem Krebs den Leuten keine Chemotherapie angehängt hat, die sie für die Behandlungsdauer mehr oder weniger ausser Gefecht setzt. Auch hängte man damals niemand an ein Beatmungsgerät... All diese (zum Teil moralisch fragliche) Medizin kommt zum Einsatz, nur um ein Leben zu retten. Egal ob das Leben nachher noch Lebenswert ist. (Zum Beispiel bei einem Hirntumor bei dem Teile des Hirnes entfernt werden...)

jes_25913 hat geschrieben:...
Und wie bisher immer, liegt ihr mit euren Vermutungen falsch. ich bin lediglich ein echter, vom HErrn gelehrter Christ. :P

Das behauptet glaub jeder Christ - auch die, die du/ich als falsche Christen ansiehst/ansehe ;)


Gruss
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon alegna » Mo 17. Mai 2010, 06:23

jes_25913 hat geschrieben:Ob wir mit jemandem, der mit dem Leben abschließen möchte, tief verbunden sind oder nicht, spielt keine Rolle. Wer mit dem „Leben“ abschließt, bereut es nach dem Tod zutiefst, wie wir aus vielen Zeugnissen wissen können.

Woher willst Du wissen ob sie es nach dem Tod bereuen? Welche Zeugnisse?
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon alegna » Mo 17. Mai 2010, 06:29

ImHermes hat geschrieben:Das Gott einem erkranken lässt, damit er heilen kann, glaube ich nicht. Denn zum einen führt dies die meisten Menschen nicht zu Gott.

Ich denke schon, dass Gott auch eine Krankheit oder ein Leiden schicken kann um uns etwas zu lehren, doch dies jetzt generell so zu sagen wäre nicht richtig.
Zudem denke ich nicht, dass Gott, der uns ja so liebt und sein Sohn gab, uns krank macht, nur damit er sich als Retter inszenieren kann.

Nein, glaube ich auch nicht, wenn, dann eben damit wir etwas lernen, weiterkommen, Ihm näher kommen, oder für andere in und mit dem Leiden zum Segen werden können.
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon ImHermes » Mo 17. Mai 2010, 16:40

alegna hat geschrieben:
ImHermes hat geschrieben:Das Gott einem erkranken lässt, damit er heilen kann, glaube ich nicht. Denn zum einen führt dies die meisten Menschen nicht zu Gott.

Ich denke schon, dass Gott auch eine Krankheit oder ein Leiden schicken kann um uns etwas zu lehren, doch dies jetzt generell so zu sagen wäre nicht richtig.
...

Ich denke auch, dass es möglich ist, dass Gott und gewisse Dinge so aufweisen will. Jedoch denke ich, dass dies eher selten ist und nicht die Regel wie von jes_25913 angenommen :]

Gruss
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon alegna » Mo 17. Mai 2010, 16:51

ImHermes hat geschrieben:Jedoch denke ich, dass dies eher selten ist und nicht die Regel wie von jes_25913 angenommen :]

Genau, so meinte ich das.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Pilgrim » Do 30. Dez 2010, 17:48

kingschild hat geschrieben:Gnu, wer sich die Kugel gibt ist wohl nicht ihn Christus und auch nicht in der Liebe Christi:

Willst du damit sagen, daß Suizid eine Sünde ist die nicht vergeben werden kann… :?
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon lea Binn » Do 30. Dez 2010, 18:10

ich möchte mich gewissermassen pilgrim anschliessen......und habe die selbe frage?

ich denke wen jemand seinem LEben ein ende setzt..dann war sein seele unheilbar krank.....

lg lea
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Sandra73- » Do 30. Dez 2010, 18:17

Ich denke, dass wir darüber nicht zu spekulieren brauchen, sollen und dürfen, weil Jesus ganz individuell und gerecht entscheiden und urteilen wird und das GANZE Leben eines jeden Einzelnen anschaut und über jedes Motiv Bescheid weiss.
So weit und tief können wir niemals einen Menschen sehen oder beurteilen, wie Jesus es tun wird.
Uns ist gesagt, richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.
Und wir können nicht wissen, wie Jesus im einzelnen Fall, beim einzelnen Menschen, sieht.

Ausserdem ist nur die eine Sünde unvergebbar: Sie Sünde wider den Heiligen Geist, die sich darauf bezieht, ein direktes Wirken des Geistes Gottes als Wirken des Satans zu bezeichnen.
Mit einem Suizid hat das sicherlich nichts zu tun.
Wir müssen hier seeehr vorsichtig sein, was wir aus diesem Hinweis einer unvergebbaren Sünde machen! Und dürfen nicht irgendwas da hineininterpretieren und damit das aburteilen, was gerade nicht in unsere Theologie passt.
Seid da bitte vorsichtig. Denn dafür werden wir Verantwortung vor Gott tragen müssen.
@kingschild: So wie Du es hier geschrieben hast, trägt es meiner Ansichgt nach zu Missverständnissen udn Spekulationen bei. Falls Du es wirklich so gemeint hast, dann bin ich nicht so ganz einverstanden. Ausser es bezeichnet den einen Moment, jedoch nicht gesamthaft die ganze Lebenssituation dieses Menschen.

Liebe Grüsse,
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon alegna » Do 30. Dez 2010, 18:34

Pilgrim hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Gnu, wer sich die Kugel gibt ist wohl nicht ihn Christus und auch nicht in der Liebe Christi:

Willst du damit sagen, daß Suizid eine Sünde ist die nicht vergeben werden kann… :?

Es sollte wohl eher heissen, dass sich ein Christ nicht selbst umbringen wird, weil er weiss, dass sein Vater im Himmel den Zeitpunkt bestimmt, weil Er der Geber und Nehmer des Lebens ist.

liebe Grüsse
alegna
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Pilgrim » Do 30. Dez 2010, 18:49

alegna hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Gnu, wer sich die Kugel gibt ist wohl nicht ihn Christus und auch nicht in der Liebe Christi:

Willst du damit sagen, daß Suizid eine Sünde ist die nicht vergeben werden kann… :?

Es sollte wohl eher heissen, dass sich ein Christ nicht selbst umbringen wird, weil er weiss, dass sein Vater im Himmel den Zeitpunkt bestimmt, weil Er der Geber und Nehmer des Lebens ist.

Das beantwortet aber meine Frage nicht, denn wenn sich ein Christ nun trotzdem selbst ermordet, wird ihm dann diese Sünde nicht vergeben werden…?
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Sandra73- » Do 30. Dez 2010, 18:52

Liebe Pilgrim,

siehe mein Post oben: Das ist unwahrscheinlich, da es nicht die "Sünde wider den Heiligen Geist" ist, und wir können darüber nicht urteilen, da es Jesus tut und viel mehr in sein Urteil miteinbezieht als wir je wissen können über einen solchen Menschen.
Ausserdem gilt das Ja zu Jesus Christus und das Leben als Christ in diesem Falle ja trotzdem, nicht nur diese eine Tat. Und ein Ja ist ein Ja, sowohl von uns zu Jesus wie auch von Jesus zu uns.
Eine einzelne Tat kann niemals die Erlösung verwirken ausser wir wenden uns ganz bewusst und unbelehrbar ab von Gott.
Ein Suizid hat aber ganz andere Voraussetzungen als dies.
Wo kämen wir denn da hin, wenn eine einzelne Tat uns fortwährend in die Gefahr brächte, die Erlösung zu verwirken!!

Liebe Grüsse,
Sandra
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Wolfi » Do 30. Dez 2010, 18:52

Ach, alegna...
Pilgrim hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Gnu, wer sich die Kugel gibt ist wohl nicht ihn Christus und auch nicht in der Liebe Christi:

Willst du damit sagen, daß Suizid eine Sünde ist die nicht vergeben werden kann… :?

Es sollte wohl eher heissen, dass sich ein Christ nicht selbst umbringen wird, weil er weiss, dass sein Vater im Himmel den Zeitpunkt bestimmt, weil Er der Geber und Nehmer des Lebens ist.

liebe Grüsse
alegna
[/quote]

Die Mutter eines guten Freundes (eine gläubige Christin) nahm sich vor vielen Jahren ihr Leben. Sie setzte ihrem Leben ein Ende, weil sie nicht mehr bereit war, die Folgen des weiteren Krankheitsverlaufes auf sich zu nehmen. Sie wollte mit der Würde eines Menschen sterben können. In deinen Augen (wie auch denjenigen vieler anderen Gläubigen) hat sie wohl durch ihren Suizid die Würde als Mensch erst verloren. In ihren (und auch in meinen) Augen konnte sie sich dadurch jedoch die Würde bis zum Schluss bewahren. Natürlich war dies damals für die Hinterbliebenen schwer nachvollziehbar. Aber heute dürften es wohl die Meisten, welche diese Frau kannten, so sehen, dass ihre damalige Entscheidung eine Entscheidung war, welche grossen Respekt verdient. Egal ob ein Leben aus physischen oder psychischen Gründen verwirkt ist: Was soll es bringen, ein Leben (welches nicht sein eigenes ist) um alles in der Welt am Leben erhalten zu wollen? Wenn ein (erwachsener) Mensch sein Leben nicht mehr als lebenswert betrachtet, warum sollte ich ihn unbedingt davon überzeugen wollen, dass es trotz allem lebenwert sei?- Die Verantwortung über die Lebenszeitspanne einem ausserirdischen Wesen zuschreiben zu wollen, wie (nebst anderen) du das hier zu tun beabsichtigst, lässt für mich bloss den Schluss zu, dass du dich diesbezüglich aus der Verantwortung zu ziehen versuchst.
lg, wolfi
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon alegna » Do 30. Dez 2010, 19:00

Pilgrim hat geschrieben:Das beantwortet aber meine Frage nicht, denn wenn sich ein Christ nun trotzdem selbst ermordet, wird ihm dann diese Sünde nicht vergeben werden…?

Eine Frage die niemand mit absoluter Sicherheit beantworten kann, kann ich ja nicht mehr um Vergebung bitten über die begangene Sünde. Ich denke dass wir da aber schon auf Gottes Gnade, der ja ins Herz sieht, vertrauen dürfen, Er allein weiss wo derjenige steht und warum er es getan hat.
Muss aber auch sagen, dass ich in meinem Bekanntenkreis niemanden kenne der sich als Christ umgebracht hat.

liebe Grüsse
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Pilgrim » Do 30. Dez 2010, 19:13

Sandra73- hat geschrieben:Liebe Pilgrim,
siehe mein Post oben: Das ist unwahrscheinlich, da es nicht die "Sünde wider den Heiligen Geist" ist, und wir können darüber nicht urteilen, da es Jesus tut und viel mehr in sein Urteil miteinbezieht als wir je wissen können über einen solchen Menschen.
Ausserdem gilt das Ja zu Jesus Christus und das Leben als Christ in diesem Falle ja trotzdem, nicht nur diese eine Tat. Und ein Ja ist ein Ja, sowohl von uns zu Jesus wie auch von Jesus zu uns.
Eine einzelne Tat kann niemals die Erlösung verwirken ausser wir wenden uns ganz bewusst und unbelehrbar ab von Gott.
Ein Suizid hat aber ganz andere Voraussetzungen als dies.
Wo kämen wir denn da hin, wenn eine einzelne Tat uns fortwährend in die Gefahr brächte, die Erlösung zu verwirken!!

Habe deine "zaghafte" Antwort oben schon gesehen…und ja wir können darüber urteilen, denn auch wenn Suizid eine gravierende Sünde gleich Mord ist (2.Mose 20:13; 21:23), so kann sie wie eine andere Sünde auch vergeben werden. Die Schrift sagt ausdrücklich, daß Menschen welche von Gott erlöst sind alle ihre Sünden…vergangene, gegenwärtige, zukünftige…vergeben worden sind (Kolosser 2:13-14). Paulus sagt im Römer 8:38-39, daß nichts uns von Gottes Liebe in Christus Jesus trennen kann. Wenn also ein wahrer Gläubiger in einer Zeit extremer Schwachheit Selbstmord verübt, er/sie im Himmel aufgenommen wird (Judas 24).

Den Glauben eines Menschen der sich sein eigenes Leben genommen hat oder sich das ernstlich überlegt zu hinterfragen ist aus verschiedenen Gründen eine andere (weitere) Angelegenheit.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Sandra73- » Do 30. Dez 2010, 19:17

Was an meiner obigen Antwort empfindest Du denn als "zaghaft", Pilgrim?
Soweit ich das überblicke, sagst Du mit weniger Worten und weniger detailhaft, und vor allem auch mit Deinem letzten antönenden Satz, das aus, was ich auch in meinem Post ausdrücken wollte.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Sandra73- » Do 30. Dez 2010, 19:30

Lieber Wolfi:
Das ist eine tief beeindruckende udn berührende Situation die Du da geschildert hast.
Und die Verantwortung dabei liegt bei dieser Frau ganz allein, vor allem auch, dass sie ihre Hinterbliebenen genügend darauf vorbereitet und das Gespräch zuvor auch gesucht hat, hoffe ich sehr. Natürlich ist es trotzdem noch schwer.

Ich denke, dass wir hier auch nicht "lebenswertes Leben" und "Wert einer Person" gleichstellen können.
Klar ist es im Grunde genommen so gedacht, dass wir unserem Leben nicht selber ein Ende setzen und nicht selbst urteilen, ob ein leben nun lebenswert sei oder nicht. Denn dies führt dann sehr schnell zu Missbrauch und Rassismus, was auch schon so gehandhabt wird oft, in Bezug auf Schwache und Behinderte usw.
Jedoch ist es, wenn es ums eigene Leben geht, trotzdem noch etwas heikler, persönlicher, und auch wenn ich der Meinung bin, dass der Grundsatz sein sollte, sein Leben nicht selbst zu beenden, so verurteile ich keinen, der es tut. Das überlasse ich Jesus ganz allein.

Und wenn wir ganz ehrlich sind, hat nicht jeder irgendwann schon in seinem Leben darüber nachgedacht? Oder zumindest die meisten?
Auch Christen?
Was also urteilen wir?

Mir ist beim Lesen dieser Posts hier etwas klar geworden:
Wie oft dass Nichtchristen den "Herrschaftswechsel" oder die sogenannte "Lebensübergabe" an Jesus Christus verwechseln damit, die Eigenverantwortung abzugeben!
So wie alegna sehe ich es auch so, dass im Gegenteil mir die Eigenverantwortung dadurch erst recht in die Hände gegeben wird und ich dazu aufgefordert bin.
Gewisse Sichtweisen oder Handlungsweisen sind dadurch vorgegebener als wenn ich selbst mein Leben in allem lenken würde - jedoch wirft mich gerade dies umso mehr in meine Selbstverantwortung zurück.

Es ist allerdings eine andere Art Selbstverantwortung - die mehr auf Verantwortung als auf "Selbst" basiert.
Vielleicht trägt dies zur Fehlinterpretation bei?

Liebe Grüsse,
Sandra
Zuletzt geändert von Sandra73- am Do 30. Dez 2010, 19:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon kingschild » Do 30. Dez 2010, 19:37

Pilgrim hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Gnu, wer sich die Kugel gibt ist wohl nicht ihn Christus und auch nicht in der Liebe Christi:

Willst du damit sagen, daß Suizid eine Sünde ist die nicht vergeben werden kann… :?


Nein. Das habe ich nicht einmal angedeutet.

Gesagt habe ich wenn Christus in einem Menschen wirksam ist, wenn er in dieser Liebe wandelt und Ihm nachfolgt würde er das nicht tun, weil Christus dies nicht getan hat.

Wenn die Freude und der Friede Christus in Dir wohnt dann hast Du andere Gedanken.

Was wirksam ist also ganz bestimmt nicht der Heilige Geist, Christus oder gar der Vater.

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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Pilgrim » Do 30. Dez 2010, 19:44

kingschild hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Gnu, wer sich die Kugel gibt ist wohl nicht ihn Christus und auch nicht in der Liebe Christi:

Willst du damit sagen, daß Suizid eine Sünde ist die nicht vergeben werden kann… :?


Nein. Das habe ich nicht einmal angedeutet.

Gesagt habe ich wenn Christus in einem Menschen wirksam ist, wenn er in dieser Liebe wandelt und Ihm nachfolgt würde er das nicht tun, weil Christus dies nicht getan hat.

Wenn die Freude und der Friede Christus in Dir wohnt dann hast Du andere Gedanken.

Was wirksam ist also ganz bestimmt nicht der Heilige Geist, Christus oder gar der Vater.

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Sagst du demnach damit, daß wer sich die Kugel gibt gar nicht erst gläubig sein kann…?
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Sandra73- » Do 30. Dez 2010, 19:52

Ich verstehe kingschild so, dass in diesem Moment, wo jemand dies tut, seine Gedanken nicht von Gott bestimmt sind. Aber dass dies nichts darüber aussagt, ob dieser Mensch sein Leben Jesus übergeben hat oder nicht.
So sehe ich selbst das jedenfalls.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon kingschild » Do 30. Dez 2010, 19:59

Pilgrim hat geschrieben:Sagst du demnach damit, daß wer sich die Kugel gibt gar nicht erst gläubig sein kann…?


Nein auch das habe ich nicht gesagt aber das sage ich:

1Joh.4.4 Kindlein, ihr seid von GOtt und habt jene überwunden; denn der in euch ist, ist größer, denn der in der Welt ist.

Wenn also der in mir grösser ist als der in der Welt, was würde ich tun?

Wenn aber der in mir kleiner ist als der in der Welt, was würde ich tun?

Spekulieren müssen wir gar nicht und ich weiss das ein Mensch tief fallen kann aber wenn Christus in Ihm grösser ist und er Christus nachfolgt dann wird das Auswirkungen haben auf sein handeln.

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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon kingschild » Do 30. Dez 2010, 20:03

Sandra73- hat geschrieben:Ich verstehe kingschild so, dass in diesem Moment, wo jemand dies tut, seine Gedanken nicht von Gott bestimmt sind. Aber dass dies nichts darüber aussagt, ob dieser Mensch sein Leben Jesus übergeben hat oder nicht.
So sehe ich selbst das jedenfalls.


Der Mensch kann tief fallen und der Teufel ist ein Versucher und Ankläger aber wenn Gott in uns wirkt dann ist der Teufel nicht stärker als Gott. Zumindest mein Gott ist stärker als der Teufel.

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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Sandra73- » Do 30. Dez 2010, 20:07

Eben, dann sind wir uns ja einig :))
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Pilgrim » Do 30. Dez 2010, 22:34

Sandra73- hat geschrieben:Ich denke, dass es hier um einen wesentlichen Unterschied geht, der ein Missverständnis hervorruft:
Es kann sein, dass wir in einem Moment, in dem wir etwas tun, nicht im Geist Gottes handeln, weil wir uns mit anderen, Gott nicht wohlgefälligen Gedanken beschäftigen, die dann letztlich Gott nicht wohlgefällige Taten bewirken, wenn wir ihrer nicht wehren.

Was ist "nicht im Geist Gottes handeln" wenn nicht unserer eigenen Sünde frönen?
Diese Tat wurde dann begangen in einem Moment, in dem wir nicht ganz in Gott waren, also nicht in Gottes Willen.
Aber bestimmt sidn wir dann nicht ausserhalb von Gottes Hand, udn schon gar nicht ausserhalb unserer Erlösung.

Auch wenn ein Selbstmord eines wahren Gläubigen möglich ist, so ist er doch ein ungewöhnliches Vorkommnis. Derjenige der sich wiederholt mit Suizidgedanken herumschlägt praktiziert Sünde in seinem Herzen (Sprüche 23:7) und 1.Johannes 3:9 sagt, daß "niemand der aus Gott geboren ist Sünde praktiziert". Demnach sollten wir den Menschen der sich mit Suizidgedanken beschäftigt herausfordern sich selbst zu prüfen um zu sehen ob er im Glauben ist (2.Korinther 13:5). Was meinst du?
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon onThePath » Fr 31. Dez 2010, 00:33

Pilgrim hat geschrieben:Auch wenn ein Selbstmord eines wahren Gläubigen möglich ist, so ist er doch ein ungewöhnliches Vorkommnis. Derjenige der sich wiederholt mit Suizidgedanken herumschlägt praktiziert Sünde in seinem Herzen (Sprüche 23:7) und 1.Johannes 3:9 sagt, daß "niemand der aus Gott geboren ist Sünde praktiziert". Demnach sollten wir den Menschen der sich mit Suizidgedanken beschäftigt herausfordern sich selbst zu prüfen um zu sehen ob er im Glauben ist (2.Korinther 13:5). Was meinst du?


Willst Du ihn schütteln und sagen: "He! Weg mit Deiner Verzweiflung!"
oder: "Lass den Selbstmord, das ist Sünde!"

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon alegna » Fr 31. Dez 2010, 09:11

onThePath hat geschrieben:Willst Du ihn schütteln und sagen: "He! Weg mit Deiner Verzweiflung!"
oder: "Lass den Selbstmord, das ist Sünde!"

Warum nicht? Könnte doch hilfreich sein, dass derjenige wieder in die richtige Bahn kommt, wenn er sie in diesem Punkt verlassen hat, vielleicht ohne dass es ihm ganz bewusst ist, da könnte schütteln vielleicht helfen :)
Sicher nicht gerade ins Gesicht schreien, dass es Sünde ist, aber doch versuchen begreiflich zu machen, dass Selbstmord niemals mit dem Willen Gottes einhergeht!

Möchte aber noch leise einwerfen, dass wir schon etwas im OT Bereich diskutieren jetzt, also vielleicht kriegen wir den Bogen dann doch schnell wieder ....

liebe Grüsse
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