Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: Thelonious

Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Columba » Fr 31. Dez 2010, 09:19

alegna hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Willst Du ihn schütteln und sagen: "He! Weg mit Deiner Verzweiflung!"
oder: "Lass den Selbstmord, das ist Sünde!"

Warum nicht? Könnte doch hilfreich sein, dass derjenige wieder in die richtige Bahn kommt,
...

Könnte...

Nur in einem Fall der akuten Suizidalität ist das Ausprobieren, ob es hilfreich sein könnte, etwas sehr gefärhlich. ...und ob in dieser Situation die Belehrung von 2 Kor 13,5 das richtige ist.

Die Frage von oTp ist da schon richtig.

Grüsse Columba
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon lea Binn » Fr 31. Dez 2010, 11:54

Nochmal was zu suizidalitaet...

suizidal sein ist ein krankheitssymptom .......und nciht eine sünde!

KEin Mensch waehlt freiwillig das kranksein......es ist ein leiden......

ich glaube jeder MEnsch hegt den wunsch gesund zu werden......
einige bringen mehr willen und kraft dazu mit um gesund werden......

somit brauchen einige menschen mehr andere weniger unterstützung.....

einem kranken menschen ist es nicht hilfreich ihm zu sagen das seine lebensmüdigkeit ncihts anderes als sünde sei......

und wen er das glauben würde, dann kann er sich erst recht umbringen...weil er schon die absolute hölle auf der erde erlebt und das evt. schon sein ganzes leben...was würde er verlieren wen er danach als sünder in der Hölle landen würde.....?

helft den menschen zu gewinnen nciht zu verlieren......

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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Vagabundus » Fr 31. Dez 2010, 12:01

Gnu hat geschrieben:Gelegentlich wird von Christen gesagt, wenn man sich zu Jesus bekehrt habe, ihn angenommen habe, sei man ein Kind Gottes und hätte den Himmel auf Nummer sicher.

Meine Frage dazu: Weshalb kann man sich, nachdem man sich bekehrt hat, nicht gleich die Kugel geben oder sich bei (www.)Exit(.ch) einen Abgang kaufen, man kommt ja dann in den Himmel und erspart sich so die unnötigen Streitigkeiten mit Ungläubigen und Andersgläubigen.

Zusatzfrage: Sind im Himmel alle gleich, oder kann man sich durch einen heiligen Lebenswandel eine höhere Stufe in der Hierarchie erarbeiten?


Wenn man meint, man kann sich dann gleich die Kugel geben und solche Überlegungen anstellt, hat man ganz klar die Botschaft Jesu nicht verstanden und ist einer gefährlichen Irrlehre gefolgt. Jesus hat ganz klar gesagt"Selig die, die Gutes tun, denn ihnen gehört das Himmelreich." Er sagte nie:" Selig, die sich bekehren, ...". Jesus entlässt uns nicht aus der Pflicht, sondern nimmt uns in die Pflicht, Nächstenliebe zu üben. "Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst"-das ist die Botschaft Jesu und nicht:" Lebe deinen Egoismus, bekehre dich mal schnell und gib dir die Kugel, damit du in den Himmel kommst."Zudem zählen Bekehrungen zu Jesus nichts, wenn die Herzenshaltung nicht stimmt, dann bleiben sie leere tote Worte:"Nicht jeder der Herr Herr zu mir sagt wird in das Himmelreich eingehn." Jesus will, dass wir leben und lieben, das ist seine Botschaft, und wer liebt, der hat sich doch schon bekehrt, ohne es explizit zu sagen. Je mehr wir lieben, desto näher sind wir dem Himmel. Das sagte uns Jesus.
Zudem hat niemand den Himmel sicher, man kann es sich nur einreden. WIR WISSEN NICHT WAS NACH DEM TOD kommt, wir können nur glauben und hoffen. Von daher schonmal ein riesen ***** sich hinzustellen und zu sagen: "Ich komme in den Himmel weil ich dies und jenes getan habe." Höchstens, "ich glaube, dass ich aufgrund meiner Lebensführung in den Himmel komme."
Zusatzfrage:
Wieso eine Hierarchie im Himmel ? Das würde doch nur wieder zu Neid, Leid und sündhaftigen Verstrickungen führen, die wir hier auf der Erde haben. Von daher kann ich mir das nicht vorstellen.Allerdings kann der Weg in den Himmel für jeden unetrschiedlich lang und beschwerlich sein, bis er sich endgültig für die Liebe entschieden hat und mit seinen Verfehlungen auseinandergesetzt hat um zu lernen und büssen.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon erbreich » Fr 31. Dez 2010, 12:20

Hallo lea Binn
lea Binn hat geschrieben:ich glaube jeder MEnsch hegt den wunsch gesund zu werden...

Ja, das denke ich auch. Vom Leiden frei zu werden ist die tiefste Sehnsucht eines jeden Menschen und diese tiefste Sehnsucht ist auch der Ursprung der Religion. Die christliche verspricht folgerichtig: "Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein..." Offb 21,4

Die tiefste Sehnsucht des Menschen nach Freiheit von Leiden und Tod wird von der Religion aufgenommen und als berechtigtes Anliegen akzeptiert. Es wird weiter zugesagt, dass der Gegenstand dieser Sehnsucht keine Utopie ist, sondern dass Leidfreiheit und Todlosigkeit eine erreichbare Wirklichkeit beschreiben. Dann wird der Weg aufgezeigt, der zu dieser Wirklichkeit führt.

Ich schrieb oben an Pilgrim: "Bewirkt und ermöglicht wird es (im Zusammenhang hier: die leidlose und todlose Wirklichkeit) durch das Leben in Gnade, das frei ist von Anklage und Schuldigsprechung (wo Schuldspruch ist, übernimmt Jesus und spricht frei, er vergibt)."

Das gilt auch für den Suizid. Wenn hier anstelle der polygamen Sünderin der suizidale Mensch vor Jesus und vor den Steine werfenden 'Rechtgläubigen' stehen würde, würde Jesus sich kaum anders verhalten als gegenüber der biblischen Sünderin.

Gruss, erbreich
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon lea Binn » Fr 31. Dez 2010, 15:32

erbreich hat geschrieben:
Das gilt auch für den Suizid. Wenn hier anstelle der polygamen Sünderin der suizidale Mensch vor Jesus und vor den Steine werfenden 'Rechtgläubigen' stehen würde, würde Jesus sich kaum anders verhalten als gegenüber der biblischen Sünderin.

Gruss, erbreich


Danke erbreich,ja ich sehe das auch so....

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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Pilgrim » Fr 31. Dez 2010, 15:40

lea Binn hat geschrieben:suizidal sein ist ein krankheitssymptom .......und nciht eine sünde!

Ach wirklich…seit wann ist Mord nun keine Sünde mehr…?
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Columba » Fr 31. Dez 2010, 16:23

Pilgrim hat geschrieben:
lea Binn hat geschrieben:suizidal sein ist ein krankheitssymptom .......und nciht eine sünde!

Ach wirklich…seit wann ist Mord nun keine Sünde mehr…?

Schaue doch mal auf die Worte von unserem HERRN Jesus Christus, und Du wirst die Antwort sicher finden

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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Pilgrim » Fr 31. Dez 2010, 16:44

Columba hat geschrieben:Schaue doch mal auf die Worte von unserem HERRN Jesus Christus, und Du wirst die Antwort sicher finden

Und dir die Arbeit abnehmen? Na dann hier Seine Worte wie man in Sünden stirbt…Johannes 8:21-30…!
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon onThePath » Fr 31. Dez 2010, 17:16

lea Binn hat geschrieben:Nochmal was zu suizidalitaet...

suizidal sein ist ein krankheitssymptom .......und nciht eine sünde!

KEin Mensch waehlt freiwillig das kranksein......es ist ein leiden......

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Ja, das was Du sagst zeigt schon ein Begreifen und umgehen mit dem Suizid.

Verzweiflung und Sinnlosigkeit, innere vollkommene Duesternis ist andererseits nicht etwas, was den Mensch schuldlos ueberkommt. Es ist eher der Endpunkt eines falschen psychologischen Werdegangs hin zur Selbstzerstoerung. Wenn dann die Psyche zerstoert ist bis zur voelligen Sinnlosigkeit der eigenen Existenz ohne jede Hoffnung, dann kommt die Suizidgefaerdung.

Gemeinerweise kann durchaus Satan Mitwirkender bei diesem Prozess der inneren Verdunkelung sein.
Denn er bemaechtigt sich jeder Luege, wie der, das Leben sei sinnlos, so auch den Wegen zur Verzweiflung am Leben. Man wird in einem Sog immer tiefer da hinein gezogen.

Dieser Mensch braucht Hilfe, um wieder positive Perspektiven fuer sein Leben zu erringen.
Und die Dunkelheit muss weichen durch die Liebe, das Licht und die Wahrheiten Gottes.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Weshalb sollte man sich noch anstrengen?

Beitragvon Reginald 32 » Fr 31. Dez 2010, 17:58

Hallo zusammen.

Ein gewisses Bibelverständnis kann einen scheinbar Gläubigen sehr hart und pharisäerhaft unempfänglich machen.

Ich habe in meinem Leben zwei Selbstmorde mit erlebt.

Beim ersten handelte es sich um einen "gestandenen" Familienvater, der auf Grund seines Lebenswandels von anderen Christen angesehen wurde wie "eine Säule im Glauben" (ich finde keinen passenderen Ausdruck) Es war ein durch und durch bekehrter Mensch, der selbst unter dem Naziregime eine Reihe Menschen zum Glauben an Christus führen durfte. (man konnte dafür ins KZ kommen).
Ich war damals in meinen 20ern und zutiefst schockiert, denn auch ich blickte zu ihm auf. Seine Predigten waren für mich immer segensreich gewesen. Ich denke, dass hier Leas Angaben eine Hilfe sein können. Ärzte haben heraus gefunden, dass im Körper eines solchen Menschen entweder bestimmte Hormone oder Gifte kursieren, oder dass die Nervenbahnen wg, chemischer Störungen auf einmal anders reagieren als bei gesunden, normalen Menschen. Die Erkenntnisse darüber sind aber z.Zt. noch sehr dünn, doch man kann therapeutisch schon Gegenstrategien entwickeln. Die Sache hat also mit dem Glauben gar nichts zu tun.
Außerdem sind nach Pilgrims Meinung ja auch alle zukünftigen Sünden eines bekehrten, gläubigen Menschen sowieso schon vergeben (was ich aber als unbiblisch ablehne).

Der zweite Fall betrifft einen jungen Mann, 19 Jahre alt. Er war als 10-14-jähriger missbraucht worden, hatte aber nie etwas gesagt. Erst kurz vor seinem Selbstmord hatte er sich, zunächst anonym, einer Person offenbart, der er Vertrauen entgegenbrachte. Die Sache wurde nun sehr diskret aufgearbeitet, doch kein Mensch kann ins Herz schauen. Alle Beteiligten dachten, man habe die Angelegenheit "im Griff" und er selbst auch.
Doch dann verliebte er sich, zum ersten Mal (er war durch den Missbrauch sehr kontaktscheu geworden) bis über beide Ohren in ein Mädchen. Das ging auch einige Wochen gut, bis sie ihm dann doch einen Korb gab. Zwar sehr nett, aber es war endgültig aus. Ein paar Tage später war er tot, gerade, als seine Mutter im Krankenhaus an Brustkrebs operiert wurde und er für ein paar Stunden allein im Haus war.
Auch hier handelte es sich um einen Jungen, auf den seine Gemeinde große Hoffnungen setzte.

Wer alles nur schwarz-weiß sehen kann, kann natürlich den Stab brechen: Selbstmörder = Mörder, Tat nicht mehr bereut - ab in die Hölle. Ich wage das nicht zu tun. Ich weiß, dass nicht ich, sondern Gott das letzte Wort spricht. Nur er weiß, wie es im Herzen dieser beiden Menschen ausgesehen hat. Und ich würde mich sehr freuen, beide auf der Neuen Erde wieder zu sehen.

Liebe Grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon lea Binn » Fr 31. Dez 2010, 18:26

vielleicht treffen sich jetzt hier dann einige verschiebte....zum thema ob suizid sünde ist...vielleicht ist es auch hilfreich einige post rüberzukopieren......?

vielleicht schaffe auch ich es.....
mal schauen....

lg lea
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon lea Binn » Fr 31. Dez 2010, 18:28

lea Binn hat geschrieben:Nochmal was zu suizidalitaet...

suizidal sein ist ein krankheitssymptom .......und nciht eine sünde!

KEin Mensch waehlt freiwillig das kranksein......es ist ein leiden......

ich glaube jeder MEnsch hegt den wunsch gesund zu werden......
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und wen er das glauben würde, dann kann er sich erst recht umbringen...weil er schon die absolute hölle auf der erde erlebt und das evt. schon sein ganzes leben...was würde er verlieren wen er danach als sünder in der Hölle landen würde.....?

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon onThePath » Fr 31. Dez 2010, 18:46

lea Binn hat geschrieben:Nochmal was zu suizidalitaet...

suizidal sein ist ein krankheitssymptom .......und nciht eine sünde!

KEin Mensch waehlt freiwillig das kranksein......es ist ein leiden......

ich glaube jeder MEnsch hegt den wunsch gesund zu werden......
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und wen er das glauben würde, dann kann er sich erst recht umbringen...weil er schon die absolute hölle auf der erde erlebt und das evt. schon sein ganzes leben...was würde er verlieren wen er danach als sünder in der Hölle landen würde.....?

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Ja, das was Du sagst zeigt schon ein Begreifen und umgehen mit dem Suizid.

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon alegna » Fr 31. Dez 2010, 19:11

lea Binn hat geschrieben:suizidal sein ist ein krankheitssymptom .......und nciht eine sünde!

Ob der Suizidgedanke ein Krankheitssymptom ist bezweifle ich, aber dass er als Folge von schwerer, nicht mehr ertragen wollender Krankheit kommen kann, verstehe ich schon. Aber trotzdem ist und bleibt die Selbsttötung Sünde.
KEin Mensch waehlt freiwillig das kranksein......es ist ein leiden......

Krankheit ja, Selbstmord ist keine Krankheit, nein, Selbstmord wird freiwillig gewählt, aber aus sehr widrigen Umständen heraus natürlich.
somit brauchen einige menschen mehr andere weniger unterstützung.....

Das ist richtig und gerade Selbstmordkandidaten brauchen extrem viel Unterstützung. Aber es ist nicht richtig einem Christen zu verschweigen, dass Gott niemals die Selbsttötung will.
einem kranken menschen ist es nicht hilfreich ihm zu sagen das seine lebensmüdigkeit ncihts anderes als sünde sei......

Da hast Du recht, aber einem kranken Christen können wir nahebringen, dass Gott nicht möchte, dass der Mensch selbst entscheidet wann er sterben soll, sondern nur Gott allein, der das Leben gab, hat das Recht Leben zu nehmen. Ihn sollen wir bestärken von der Liebe Gottes, wir können nahebringen, dass Gott auch durch das furchtbare Leiden trägt.
helft den menschen zu gewinnen nciht zu verlieren......

Gewinnen können wir nicht indem wir in Gottes Plan eingreifen, sondern nur dann wenn wir lernen alles aus Seiner liebenden Hand zu nehmen, mag es auch noch so schwer sein, denn Er selbst trägt uns da durch.
Aber ich kann schon verstehen wenn jemand nicht mehr leben will, aber ist es richtig, wenn ich einem suizidalen Christen verschweige, dass es niemals Gottes Willen sein kann sich selbst zu töten?

liebe Grüsse
alegna
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon Columba » Fr 31. Dez 2010, 19:31

alegna hat geschrieben:
lea Binn hat geschrieben:KEin Mensch waehlt freiwillig das kranksein......es ist ein leiden......

Krankheit ja, Selbstmord ist keine Krankheit, nein, Selbstmord wird freiwillig gewählt, aber aus sehr widrigen Umständen heraus natürlich.


Mutig, mutig diese Behauptung, dass es einfach eine freiwillige Wahl ist, sich das Leben zu nehmen.


Aber schlimmer finde ich, dass einfach so leicht mit dem Ausdruck "Sünde" umgegangen wird, in Anbetracht von schwerstkranken Menschen, denen der Lebenswillen so stark abhanden gekommen ist, dass sie sich umbringen.

Jetzt um diese Zeit am Silvester einfach noch von Sünde zu sprechen, ist auch eine grosse Gedankenlosigkeit. Bei vielen hohen Brücken (auch in der Schweiz) wachen heute und an Weihnachten Menschen, die Suizide verhindern versuchen. Wer jetzt bei den Brücken Wache hält, wird sich nicht mit der Frage der Sünde auseinander setzen, sondern mit Hilfe und Liebe. In dem Moment, wo sich ein Mensch das Leben nehmen will, ist die Frage nach der Sünde nur noch ein Verhöhnen dieser Menschen.

Wir sollten uns wirklich im Klaren sein, dass diese Zeit von Weihnachten und Silvester vielen Menschen so hart ist, dass sie den Tod wählen.

Selbstmord hat weniger mit Sünde zu tun als mit Liebe: mit mangelnder Liebe unter uns allen. Selbstmord ist also nicht so sehr eine Frage, ob Selbstmord Sünde ist, sondern Selbstmord ist viel mehr eine Anfrage an unsere Liebesfähigkeit, da sündigen wir alle und sind schuldig geworden.


Grüsse Columba
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon Thelonious » Fr 31. Dez 2010, 20:14

Hallo!

Ich habe die Beiträge aus Weshalb sollte man sich noch anstrengen?, bei welchen es primär um Fragestellungen von Beurteilung von Suizidhandlungen, -Absichten geht hierher verschoben.

Ich hoffe, ich habe keinen Beitrag übersehen, resp. nichts "zu Unrecht" verschoben!

Viele Grüße
Thelo
Göttliche Liebe ist nicht weich wie eine Weihnachtsschnulze, sondern hart wie eine Krippe und ein Kreuz aus Holz.
(Arno Backhaus)
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon lea Binn » Fr 31. Dez 2010, 20:19

eigentlich weiss ich grad nicht wem und wo ich zuerst antworten soll.....

columba dir danke ich für deine Worte....

ich denke auch, Liebe ist es wo eine bevorstehende HAndlung stoppen kann....

bSp. Ein MAedchen,4 jahre,eine Rose,ein blick,
das gefühl geben du bist MIR wichtig......
kann ein 17jaehriger MEnsch davon abhalten ein ende zu setzten.....

zum Krankheitssymptom......und der Sünde...naja....

vielleicht beginnt sünde dann wen der seelisch kranke mEnsch merkt das es hilfe und ein weg hin zur GEsundheit geben könnte und er es unterlaesst sich für das gute zu entscheiden.......

wobei ich irgendwie schon denke das ein grosser teil suizidaler Menschen eigentlich eher durch schuld anderer an ihnen soweit kamen wie durch eigenes verschulden...

ich weiss es nciht und vielleicht sind es auch zu gewagte aussagen......

die zentrale Frage ist eher wie aendert sich unser blick/unser verhalten im hInblick auf einen MEnschen der suizidal ist,wen wir denken

-er ist ein Sünder
-wen er sich tötet landet er in der hölle

oder wen wir denken und gott bitten liebe für diesen MEnschen zu geben seiner Seele zu begegnen seine GRossen wunden anzusehen und uns denenn widmen zu können,sie zu versorgen,die Blutungen zu stillen,in mit der zerhackten Seele inpflege zu nehmen oder dafür zu sorgen das er alles nötige bekommt.....


uNd glaubt mir ,körperlich schwerst verwundete anzusehen ist furchtbar.....

verwundete seelen anzusehen kommt dem gleich und ist im umgang damit um einiges schwerer....

hmmm...

naja..
liebe grüsse
lea
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon lea Binn » Fr 31. Dez 2010, 21:34

Danke Thelo fürs verschieben!

lg lea
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon alegna » Fr 31. Dez 2010, 21:55

lea Binn hat geschrieben:wobei ich irgendwie schon denke das ein grosser teil suizidaler Menschen eigentlich eher durch schuld anderer an ihnen soweit kamen wie durch eigenes verschulden...

Hier sagst Du glaubs mehr wahres als Du selbst denkst.
die zentrale Frage ist eher wie aendert sich unser blick/unser verhalten im hInblick auf einen MEnschen der suizidal ist,wen wir denken

-er ist ein Sünder
-wen er sich tötet landet er in der hölle

Also erstens sind wir alle Sünder und zweitens sagt keiner, dass ein Christ der sich selbst umbringt in die Hölle kommt.
dafür zu sorgen das er alles nötige bekommt.....

Genau dies ist unsere Aufgabe einem suizidal denkendem Menschen alles zu geben, damit er seinem Leben eben nicht selbst ein Ende setzt. Und glaube mir ich weiss wieviele Jahre sich hinterbliebene Menschen plagen mit dem Gedanken, eben nicht genug getan zu haben.
uNd glaubt mir ,körperlich schwerst verwundete anzusehen ist furchtbar.....

verwundete seelen anzusehen kommt dem gleich und ist im umgang damit um einiges schwerer....

Ja dem kann ich Dir zustimmen, trotzdem ist Selbsttötung nicht die beste Lösung, wenn es auch verständlich ist.

Wichtig ist ja, dass wir einem solch gefärdeten Menschen in Liebe begegnen, aber es ist meiner Meinung nach keine Liebe wenn ich ihn unterstütze in seinem Vorhaben. Es ist für mich auch ein Unterschied ob dieser Mensch Christ ist oder nicht, bei einem Christen geht es nicht um den eigenen Willen, sondern um Gottes Willen und nochmals, ist es Gottes Wille, dass wir uns selbst töten wenn wir dies wollen, ist unser Leben nicht mehr lebenswert wenn wir es nicht mehr als solches empfinden? Ist es Liebe wenn ich einem Christen der sich umbringen möchte nicht sage, dass es nicht Gottes Wille ist, dass er sich selbst tötet? Ist es Liebe wenn ich dazu lieber schweige?

Natürlich gehört viel Liebe und Fingerspitzengefühl dazu mit einem hochgefährdeten Menschen ins Gespräch zu gehen, dies bestreitet keiner und dies ist Voraussetzung.

liebe Grüsse
alegna
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon lea Binn » Fr 31. Dez 2010, 22:21

Ja dem kann ich Dir zustimmen, trotzdem ist Selbsttötung nicht die beste Lösung, wenn es auch verständlich ist.

Wichtig ist ja, dass wir einem solch gefärdeten Menschen in Liebe begegnen, aber es ist meiner Meinung nach keine Liebe wenn ich ihn unterstütze in seinem Vorhaben. Es ist für mich auch ein Unterschied ob dieser Mensch Christ ist oder nicht, bei einem Christen geht es nicht um den eigenen Willen, sondern um Gottes Willen und nochmals, ist es Gottes Wille, dass wir uns selbst töten wenn wir dies wollen, ist unser Leben nicht mehr lebenswert wenn wir es nicht mehr als solches empfinden? Ist es Liebe wenn ich einem Christen der sich umbringen möchte nicht sage, dass es nicht Gottes Wille ist, dass er sich selbst tötet? Ist es Liebe wenn ich dazu lieber schweige?

Natürlich gehört viel Liebe und Fingerspitzengefühl dazu mit einem hochgefährdeten Menschen ins Gespräch zu gehen, dies bestreitet keiner und dies ist Voraussetzung.

liebe Grüsse
alegna


Liebe Alegna

irgendwie weiss ich nicht was ich dir antworten soll.....

ich weiss das lebensmüde christen suizidale ZEiten überlebt haben.....

ich weiss dass,das Wort Sünde unglaublich viel auslösen kann.....je nach dem wie jemand im umgang und verstaendnis von diesem Wort gepraegt wurde.....

und bitte begegnet suizidalen menschen so wie ihrs für richtig haltet....


ich nehme an die MEnschen sind auch in ihren suizidalen phasen gewissermassen verschieden.Tut das was ihr für richtig haltet...

wo ich meiner überzeugung treu bleibe ist das suizidalitaet in ersterlinie ein krankheitssymptom ist......

was ich nciht weiss ob es unterschiede gibt in den bezeichnungen von suizidalitaet...

wie depressive Suizitalitaet
oder
traumatische Suizidalitaet
oder
......
und ob es eine suizidform gibt welche nciht mit einem seelischen leiden irgendwelcher art einhergeht.

lg lea
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon erbreich » Sa 1. Jan 2011, 03:36

Columba hat geschrieben:Wer jetzt bei den Brücken Wache hält, wird sich nicht mit der Frage der Sünde auseinander setzen, sondern mit Hilfe und Liebe. In dem Moment, wo sich ein Mensch das Leben nehmen will, ist die Frage nach der Sünde nur noch ein Verhöhnen dieser Menschen.

Selbstmord hat weniger mit Sünde zu tun als mit Liebe: mit mangelnder Liebe unter uns allen. Selbstmord ist also nicht so sehr eine Frage, ob Selbstmord Sünde ist, sondern Selbstmord ist viel mehr eine Anfrage an unsere Liebesfähigkeit, da sündigen wir alle und sind schuldig geworden.

Danke Columba. Der Stein Namens "Sünde" kann nicht auf den suizidalen Menschen geworfen werden, weil dieser erste Stein nur von dem Menschen geworfen werden könnte, der ohne Sünde ist. Und der schmeisst bekanntlich keine Steine.

Gruss, erbreich
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon lea Binn » Sa 1. Jan 2011, 07:20

erbreich hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:Wer jetzt bei den Brücken Wache hält, wird sich nicht mit der Frage der Sünde auseinander setzen, sondern mit Hilfe und Liebe. In dem Moment, wo sich ein Mensch das Leben nehmen will, ist die Frage nach der Sünde nur noch ein Verhöhnen dieser Menschen.

Selbstmord hat weniger mit Sünde zu tun als mit Liebe: mit mangelnder Liebe unter uns allen. Selbstmord ist also nicht so sehr eine Frage, ob Selbstmord Sünde ist, sondern Selbstmord ist viel mehr eine Anfrage an unsere Liebesfähigkeit, da sündigen wir alle und sind schuldig geworden.

Danke Columba. Der Stein Namens "Sünde" kann nicht auf den suizidalen Menschen geworfen werden, weil dieser erste Stein nur von dem Menschen geworfen werden könnte, der ohne Sünde ist. Und der schmeisst bekanntlich keine Steine.

Gruss, erbreich


danke erbreich für deine zusammenfassung.......

wie oft werfen wir gedankenlos steine auf andere ......

ist für mich unteranderem ein guter neujahrsgedanke....zu schauen das ich und im allgemeinen weniger steine auf andere geworfen werden......



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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon alegna » Sa 1. Jan 2011, 10:12

Columba hat geschrieben:Mutig, mutig diese Behauptung, dass es einfach eine freiwillige Wahl ist, sich das Leben zu nehmen.

Niemand kann mich doch zwingen Selbstmord zu begehen, lassen wir mal spezielle Folter weg hier, sondern reden über ganz normale Menschen die sich selbst töten wollen. Entscheiden sie sich selber oder werden sie genötigt dazu? Umstände können einem dazu treiben, aber der Entscheid muss ich schon noch selbst fällen.
Selbstmord ist also nicht so sehr eine Frage, ob Selbstmord Sünde ist, sondern Selbstmord ist viel mehr eine Anfrage an unsere Liebesfähigkeit, da sündigen wir alle und sind schuldig geworden.

Da gebe ich Dir recht, Selbstmord ist etwas was uns alle Betrifft die einen hoch gefährdeten Menschen haben, aber es bleibt trotzdem Sünde. Wir reden hier darüber ob es Sünde ist oder nicht und wie wir helfen können. Ich gehe auch nicht zu einem Menschen und sage ihm, wenn Du Dich umbringst begehst Du Sünde, erst versuche ich zu reden um seine Beweggründe herauszufinden und wie ich ihm seinen Lebenswillen wieder zurückgeben kann und erst wenn es sich ergibt werde ich ihn darauf ansprechen, dass es nicht richtig ist sich selbst zu töten. Und nochmals ich mache klar einen Unterschied zwischen einem Christen und einem Nichtchristen, bei einem Nichtchristen von Sünde zu sprechen bringt eh nichts, bei einem Christen aber vielleicht schon wenn er soweit ist.

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon onThePath » Sa 1. Jan 2011, 10:22

Selbstmord ist schuldhaft. Es ist eine Verirrung. Agression gegen sich selber, Selbstvernichtung.
Es ist eine Sünde gegen sich selbst, man hat es soweit kommen lassen, den Boden unter den Füssen ganz zu verlieren.
Verzweiflung ist sündhaft weil sie selbstschädigend ist, falscher Umgang mit Leid.

Genauso wie der umgekehrte Fall: Der Mord. Er ist Agression gegen Jemand. Und auch hier kann ein Trauma zugrunde liegen. Falscher Umgang mit dem Trauma, mit Wut und Hass.

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon Columba » Sa 1. Jan 2011, 10:49

alegna hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:Mutig, mutig diese Behauptung, dass es einfach eine freiwillige Wahl ist, sich das Leben zu nehmen.

Niemand kann mich doch zwingen Selbstmord zu begehen, ...

Wenn mich jemand zwingst, wäre es Mord!

Nein, viele akut suizidale Menschen können sich kaum mehr oder gar nicht mehr entscheiden, Suizid nicht zu begehen. Es kann nämlich auch sein, dass das Wollen oder das Entscheidenkönnen so krank ist, dass es nicht mehr geht. Warum wohl gibt es den FFE, den fürsorgerischen Freiheitsentzug? Dieses Instrument ist für diejenigen Menschen geschaffen, welche eben der Fürsorge bedürfen, weil sie nicht mehr fürsorglich zu sich handeln können. Der Ausdruck FFE sagt ja schon alles, es gibt Menschen, welche in einer ganz schwierigen Situation nicht mehr zurecht kommen. Dieser Mensch braucht Fürsorge (unter Christen sollte das ja kein Fremdwort sein) von anderen Menschen, weil eben etwas nicht mehr geht.

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon Columba » Sa 1. Jan 2011, 10:53

alegna hat geschrieben:...Und nochmals ich mache klar einen Unterschied zwischen einem Christen und einem Nichtchristen, bei einem Nichtchristen von Sünde zu sprechen bringt eh nichts, bei einem Christen aber vielleicht schon wenn er soweit ist.
...

Also Du machst einen Unterschied zwischen einem krebskranken Christen und einem krebskranken Nichtchristen? Dem krebskranken Christen sagst Du, es ist Sünden mit Krebs zu sterben? Warum unterscheidest Du zwischen Krankheiten hinsichtlich der Sünde? Eine suizidale Handlung kann genau so auf eine Krankheit hinweisen wie ein Sterben durch eine Krebserkrankung.

Ich glaube, es ist extrem wichtig in diesem Bereich zu anerkennen, dass bei Suizid nicht einfach von einem rational entschiedenen Bilanzsuizid ausgegangen werden kann.

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon Columba » Sa 1. Jan 2011, 11:20

Es geht hier ja auch um passiven Selbstmord?

Vielleicht ist da zu überlegen, ob man dann auch immer sofort die Sündenkeule schwingen will, wenn alte Menschen den Wunsch zu sterben haben und langsam die Nahrung verweigern, also einfach nicht mehr essen wollen. In Pflegeheimen und Altersheimen, auch in Familien, in denen die eigenen Eltern bis zuletzt zu Hause gepflegt werden, kann man das nicht selten beobachten. Will man da auch sofort von Sünde sprechen? Wo wären dann die Grenzen zu setzten?

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon alegna » Sa 1. Jan 2011, 11:22

Columba hat geschrieben:Warum wohl gibt es den FFE, den fürsorgerischen Freiheitsentzug?

Eben, diesen Menschen wird somit geholfen, dass sie sich nicht umbringen können, sondern es wird eine Möglichkeit geschaffen in der sie sich hoffentlich wieder auffangen können. Es wäre fatal einem Suizidgefärdetem Menschen zu vermitteln, Selbstmord sei eine Lösung.
Columba hat geschrieben:Dem krebskranken Christen sagst Du, es ist Sünden mit Krebs zu sterben?

Nein mit Krebs zu sterben ist keine Sünde, wieso denn? Aber es ist Sünde sich selbst zu töten, warum auch immer.
Columba hat geschrieben:Eine suizidale Handlung kann genau so auf eine Krankheit hinweisen wie ein Sterben durch eine Krebserkrankung.

Aber hallo, das sind doch zwei verschiedene Voraussetzungen. Krebs habe ich bekommen, ob mit oder ohne eigenes verschulden, aber wenn ich mich umbringe mache ich das klar selbst und zwar wie es oTP schreibt
onThePath hat geschrieben:Selbstmord ist schuldhaft. Es ist eine Verirrung. Agression gegen sich selber, Selbstvernichtung.
Es ist eine Sünde gegen sich selbst, man hat es soweit kommen lassen, den Boden unter den Füssen ganz zu verlieren.
Verzweiflung ist sündhaft weil sie selbstschädigend ist, falscher Umgang mit Leid.

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon Columba » Sa 1. Jan 2011, 11:31

alegna hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:Dem krebskranken Christen sagst Du, es ist Sünden mit Krebs zu sterben?

Nein mit Krebs zu sterben ist keine Sünde, wieso denn? Aber es ist Sünde sich selbst zu töten, warum auch immer.

Dann gehe einfach mal hin und informiere Dich bei guten Ärzten z.B. in einer psychiatirschen Kliniken. Du darfst ruhig auch mal in eine christlich geführte Klinik gehen.

Ob Du dann noch Deine These so ruhig formulieren willst?

Grüsse Columba


PS
Wenn Du einfach rauchst, obwohl Du das Risiko kennst, ist es auch Sünde, wenn Du nicht einfach aufhörst zu rauchen. Aber wenn Du Asbestkrebs bekommen hast, kann man meist nicht viel dafür.
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon mikee » Sa 1. Jan 2011, 11:43

edit
Zuletzt geändert von mikee am Sa 1. Jan 2011, 11:58, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon Columba » Sa 1. Jan 2011, 11:44

Es zeigt sich wieder einmal, wie psychische Kranke immer wieder stigmatisiert werden. Oft spricht man sogar vom Stigma, der zweiten Krankheit, die psychisch Kranke zu tragen haben.

Nicht überraschen ist es, dass es noch nicht lange her ist, als man Menschen nach einem Suizid nicht christlich beerdigen konnte. Das war dann auch gerade die schrecklichste Strafe, die man den leidenden Angehörigen antun konnte. Es ist halt so leicht zu sagen, Selbstmord ist Sünden.

Besser mal Paulus lesen, wie er die Sünde sieht. Er sieht es unter der Adam-Abraham-Mose-Christus Aspekt. ...und darin finden wir uns alle wieder gemeinsam, und alle gemeinsam vor Gott. ...und mit einer Frage "Ist das oder das Sünde...?" haben wir uns schon zum Voraus als Sünder bewiesen.

Grüsse Columba
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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon onThePath » Sa 1. Jan 2011, 11:53

Columba hat geschrieben:
Nein, viele akut suizidale Menschen können sich kaum mehr oder gar nicht mehr entscheiden, Suizid nicht zu begehen. Es kann nämlich auch sein, dass das Wollen oder das Entscheidenkönnen so krank ist, dass es nicht mehr geht.


Trotzdem, Columba,

Ist es ein Endstadium des Weges, mit Hass, Wut, Frustration und Verzweiflung an sich selber, dem Leben und mit Gott umzugehen. Der Weg zurück geht nur, wenn man sich bei Gott auch für die Absicht entschuldigt, sich selber töten zu wollen.

Warum wohl erklärt uns die Bibel, dass wir mit Hass und Wut richtig umgehen sollen ?
Falscher Umgang mit Hass und Wut sind Sünde, und die Unvergebenheit die daraus erwächst auch.
Warum sagt sie, dass Gott unser Fels ist auch in allem Leid ?
Es ist Sünde, sich in Verzweiflung "einzugraben", weil Gott diese Selbstzerstörung nicht möchte.

Sicher ist Umdenken nötig, und Gott sei dank haben entsprechende Seelsorger auch erkannt, dass man es oft mit Mitwirkung von Dämonen zu tun hat, die sich in die Selbstzerstörung einklinken. Ob man dann durch Busse, Umkehr und ergreifen der Wahrheit allein wieder seinen Willen unter Kontrolle bekommt, oder ob sich das Dämonische offen bemerkbar macht dabei, ist sogar zweitrangig. Weil die Wahrheit immer die Macht des Dämon schwächt.

Aber ich denke, Manche hier denken lieber modern und falsch, als christlich richtig.

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon onThePath » Sa 1. Jan 2011, 12:02

Warum wohl gibt es den FFE, den fürsorgerischen Freiheitsentzug? Dieses Instrument ist für diejenigen Menschen geschaffen, welche eben der Fürsorge bedürfen, weil sie nicht mehr fürsorglich zu sich handeln können. Der Ausdruck FFE sagt ja schon alles, es gibt Menschen, welche in einer ganz schwierigen Situation nicht mehr zurecht kommen. Dieser Mensch braucht Fürsorge (unter Christen sollte das ja kein Fremdwort sein) von anderen Menschen, weil eben etwas nicht mehr geht.


Columba, Dir ist bewußt, dass man Rauschgiftsüchtige in Deutschland völlig im Stich läßt, wenn es um ihren Schutz geht ? Hier gibt es jkaum FFE, sondern nur Maßnahmen, die den Willen des Suchtkranken erfordern. Wenn er sich umbringt, gibt es kaum Hilfe, das zu verhindern-wenn auch nur für eine gewisse Zeit.

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon Columba » Sa 1. Jan 2011, 12:04

onThePath hat geschrieben:... Weges, mit Hass, Wut, Frustration und Verzweiflung an sich selber, ...


Der Weg des Substanzabhängigen (Rauchen, Alkohol und andere Drogen) und sonstigen Süchtigen, wie auch alle anderen Lieblosen dürfte dann genau gleich als "Hass, Wut, Frustration und Verzweiflung ans sich selbst" betrachtet werden?

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon onThePath » Sa 1. Jan 2011, 12:08

Zum Thema Schuldhaftigkeit muß ich leider auch in ein Gebiet gehen, das Vielen nicht passt.

Verzweiflung bis zum Selbstmord kann ja soweit gehen, dass Derjenige nicht mit seinem Willen dagegen ankommt.

Und dies hat auch Amorth erkannt, und die Katholiken halten anscheinend manche Handlungen von Besessenen als nichrt schuldhaft. Er erzählt z.B. von einemm Mönch, der ständig davor geschützt werden mußte, dass er nicht aus dem Fenster sich stürtze. Bei ihm fand man belastennde Kindheitserlebnisse und Merkmale von dämonischen Einfluß.

Natürlich gingen die Katholiken aktiv gegen das Böse vor und stärken auch den Glauben dieses Mannes.
Weise würde ich es nennen, die richtigen Mittel im richtigen Maß zu benutzen.

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon onThePath » Sa 1. Jan 2011, 12:10

Columba hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:... Weges, mit Hass, Wut, Frustration und Verzweiflung an sich selber, ...


Der Weg des Substanzabhängigen (Rauchen, Alkohol und andere Drogen) und sonstigen Süchtigen, wie auch alle anderen Lieblosen dürfte dann genau gleich als "Hass, Wut, Frustration und Verzweiflung ans sich selbst" betrachtet werden?

Grüsse Columba


Wirf bitte nicht alles durcheinander.
Ich sprach von Abhängigkeit nur von der Willenslosigkeit gegen diese Selbstzerstörung durch Drogen.
Willenlosigkeit, die bei Suizidgefährdeten aus anderen Gründen entsteht.

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon Columba » Sa 1. Jan 2011, 12:13

onThePath hat geschrieben:Columba, Dir ist bewußt, dass man Rauschgiftsüchtige in Deutschland völlig im Stich läßt, wenn es um ihren Schutz geht ? Hier gibt es jkaum FFE, sondern nur Maßnahmen, die den Willen des Suchtkranken erfordern. Wenn er sich umbringt, gibt es kaum Hilfe, das zu verhindern-wenn auch nur für eine gewisse Zeit.


Ja, das ist mir bewusst, schliesslich kenne ich ja Zürich, mit den früheren offenen Drogenszenen (z.B. Platzspitz "needle park", und Lettenareal). Ein unheimlich schmerzhaftes Trauerspiel, heute noch kann die Erinnerung daran beelenden. Das waren grauenhafte Zustände

Zum Glück gab es noch solche Leute wie Pfarrer Sieber, welche nicht zuerst an Sünde etc. dachten.

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon Columba » Sa 1. Jan 2011, 12:19

onThePath hat geschrieben:Wirf bitte nicht alles durcheinander.
Ich sprach von Abhängigkeit nur von der Willenslosigkeit gegen diese Selbstzerstörung durch Drogen.
Willenlosigkeit, die bei Suizidgefährdeten aus anderen Gründen entsteht.

Es ist eben gar nicht leicht und vielfach sogar unmöglich, genau zu unterscheiden. Genau deshalb erwähnte ich weiter oben die Brückenwachen. Da kommt es zuerst nicht darauf an, was die genauen Hintergründe sind, sondern dass Hilfe geboten wird. ob es nur Substanzabhängige, somatisch oder psychisch Erkrankte sind.

Wir sind auch immer mit allen ein wenig verwandt.


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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon onThePath » Sa 1. Jan 2011, 12:44

Columba hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Wirf bitte nicht alles durcheinander.
Ich sprach von Abhängigkeit nur von der Willenslosigkeit gegen diese Selbstzerstörung durch Drogen.
Willenlosigkeit, die bei Suizidgefährdeten aus anderen Gründen entsteht.

Es ist eben gar nicht leicht und vielfach sogar unmöglich, genau zu unterscheiden. Genau deshalb erwähnte ich weiter oben die Brückenwachen. Da kommt es zuerst nicht darauf an, was die genauen Hintergründe sind, sondern dass Hilfe geboten wird. ob es nur Substanzabhängige, somatisch oder psychisch Erkrankte sind.

Wir sind auch immer mit allen ein wenig verwandt.


Grüsse Columba


Sehr schwierig, ich muß immer weiter lernen über die Psyche des Menschen.
Hätte mal früher damit anfangen sollen. :mrgreen:

Aber Gott weiss schon, warum er mich wann mit Menschen konfrontierte, die mir durch ihr Vertrauen tiefe Einblicke erlaubten. Ist sowieso so massiv wie ich es erlebte selten.

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Zuletzt geändert von onThePath am Sa 1. Jan 2011, 16:21, insgesamt 1-mal geändert.
Veränderung ist das einzig Bleibende.

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Re: Ist (passiver) Selbstmord Sünde?

Beitragvon alegna » Sa 1. Jan 2011, 14:27

Columba hat geschrieben:Aber wenn Du Asbestkrebs bekommen hast, kann man meist nicht viel dafür.

Sag doch gar nichts anderes, aber das hat ja mit Selbstmord nichts zu tun.
Wenn er sich umbringt weil er leidet unter dem Krebs, ist doch nicht der Krebs die Sünde. Oder habe ich Dich missverstanden

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