Ein Beitrag über Meister Eckhart

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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon onThePath » Fr 27. Sep 2013, 17:09

onThePath hat geschrieben:In der Bibel heißt es, man könne Gott nicht von Angesicht zu Angesicht sehen, das hielte man nicht aus.
Eine vernünftige Aussage.


Johncom, um das zu verdeutlichen:
Sundar Singh sagt von gottlosen Verstorbenen, dass sie die Himmel nicht ertragen können. Also auch geringe Gegenwart Gottes kann er nicht ertragen. Er flieht in die Gottferne.

Andererseits sagt er, dass es Steigerungen gibt von Gott nahe sein im Himmel. Das wäre dann der Unterschied von gerettet sein zu Siegerkrone.

Wiederspricht das der Bibel ? Ich meine nicht.

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Zuletzt geändert von onThePath am Fr 27. Sep 2013, 19:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Schoham » Fr 27. Sep 2013, 18:56

Gottferne, in der Sünde verweilende Menschen, können die Nähe und Gemeinschaft zu Heiligen nicht oder nur schwer ertragen. Schon in dieser Welt nicht...
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Johncom » Sa 28. Sep 2013, 01:03

Hallo Schoham.
schön dass Du weiterhin hier bist. :)

Schoham hat geschrieben:Gottferne, in der Sünde verweilende Menschen, können die Nähe und Gemeinschaft zu Heiligen nicht oder nur schwer ertragen. Schon in dieser Welt nicht...


Liegt auch ganz schön an dem was die Kirchen in der Vergangenheit gemacht haben: Verurteilen, Menschen ausschliessen, mit der Hölle drohen usw.
Was das Evangelium lehrt ist doch dass es keinen gibt ohne Sünde. Vielleicht wird 'Sünde' immer noch überbetont. Das macht es dann denen schwer, die sich schon lange belastet fühlen .. die Nähe von heiligen Menschen aufzusuchen ?


onThePath hat geschrieben:In der Bibel heißt es, man könne Gott nicht von Angesicht zu Angesicht sehen, das hielte man nicht aus.
Eine vernünftige Aussage.

Johncom, um das zu verdeutlichen:
Sundar Singh sagt von gottlosen Verstorbenen, dass sie die Himmel nicht ertragen können. Also auch geringe Gegenwart Gottes kann er nicht ertragen. Er flieht in die Gottferne.

Andererseits sagt er, dass es Steigerungen gibt von Gott nahe sein im Himmel.


Ich denke dass niemand wirklich 'gottlos' ist, sondern eher religionsfern oder eher in Ego und Anhaftungen verstrickt. Wenn eine Seele ungeläutert in den Tod katapultiert, wird sie möglicherweise ihn nicht wahrhaben wollen.

Die Himmel oder der Himmel.
Sind die Vorstellungen mehrerer Himmeslebenen nicht sehr alt, auch Tradition der Griechen, Juden, Inder ?
Immer noch sagt man 'wie im 7. Himmel'. Paulus erwähnte den 3. Himmel schon als unbeschreibbar positiv.

Nein, man kann Gott nicht ins Gesicht schauen. Gott als absoluter Gott - also nicht Gott unter Göttern .. kann kein Gesicht haben, dann wäre er ein Körper und Körper sind begrenzt und ausserdem. Geschaffen und vergänglich. Ein Gott, dem man gegenüber sässe wäre ein Götze. Ein geschaffenes Gegenüber.

- "Drei Dinge sind es, die uns hindern, so daß wir das ewige Wort nicht hören. Das erste ist die Körperlichkeit, das zweite Vielheit, das dritte ist die Zeitlichkeit. Wäre der Mensch über diese drei Dinge hinausgeschritten, so wohnte er in der Ewigkeit und wohnte im Geiste und wohnte in der Einheit und in der Wüste, und dort würde er das ewige Wort hören." -
Aus Predigt 13 nach Quint

http://books.google.de/books?id=6gpQqD1 ... 22&f=false

Dort würde er das ewige Wort hören ?
Auch das ist sicher nicht wörtlich zu nehmen, wahrscheinlich meint er: wahrnehmen, gewahr werden.
Klar ist doch, WIR sind Menschen, als Kreaturen mit Sinnen die für das Materielle zuständig sind. Wir sind gewohnt zu sehen und anzufassen. Die Sinne gehen nach aussen und 'begreifen' nur Gegenüberstehndes. Götter, die uns brav gegenüber stehen gibt es genug, die werden überall getöpfert, nicht nur im Hinduismus.
Eckhart versucht jedenfalls denen die Ohren haben, zu verdeutlichen dass der gegenüberstehnde Gott zum Teil eher UNSERE Kreation ist. Zumindest der - nur - gegenüberstehende Gott. Ein Gott der alles in Allem ist, der ist auch IN uns. In uns heisst ja nicht nur in mir sondern auch im Anderen. Und das ist was Jesus ganz besonders sagt, wenn Du dem Anderen dienst, dienst Du mir.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Hermann » Sa 28. Sep 2013, 07:11

Johncom sagt sehr schön: "Eckhart versucht jedenfalls denen die Ohren haben, zu verdeutlichen dass der gegenüberstehnde Gott zum Teil eher UNSERE Kreation ist. Zumindest der - nur - gegenüberstehende Gott."

Das ist -gut ausgedrückt- der Kernpunkt, den Marietta und otp in ihrer Sicht auf Eckhart (und in ihrem eigenen Glauben) für mich nicht so erkennbar rausarbeiten.
Denken ist die schwerste Arbeit, die es gibt. Daher ist sie bei vielen Menschen so unbeliebt.

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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Mariette M. » Sa 28. Sep 2013, 08:45

Hermann hat geschrieben:Johncom sagt sehr schön: "Eckhart versucht jedenfalls denen die Ohren haben, zu verdeutlichen dass der gegenüberstehnde Gott zum Teil eher UNSERE Kreation ist. Zumindest der - nur - gegenüberstehende Gott."

Das ist -gut ausgedrückt- der Kernpunkt, den Marietta und otp in ihrer Sicht auf Eckhart (und in ihrem eigenen Glauben) für mich nicht so erkennbar rausarbeiten.


OK,ok... ihr habt mich immerhin so weit gebracht, dass ich einen neuen Anlauf mit Eckhardts Predigten wagen will ;)

Als Orthodoxe trenne ich sehr klar Gottes Wesen und seine Energien. Gott kann in seinem Wesen niemals ganz erkannt und erfahren werden. Was wir erfahren, sind immer seine Energien. In den Energien können wir Gott ähnlich werden... sein Wesen können wir nie erreichen. Er ist der immer ganz andere.

Ich glaube jedoch nicht, dass der Gegenüberstehende menschengemacht ist. Im Dornbusch, ........ und dann in Jesus Christus hat Gott sein Angesicht den Menschen offenbart.

Sry, ist nur kurz.. ich bin für eine Woche weg....

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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon onThePath » Sa 28. Sep 2013, 09:29

Eckhart versucht jedenfalls denen die Ohren haben, zu verdeutlichen dass der gegenüberstehnde Gott zum Teil eher UNSERE Kreation ist. Zumindest der - nur - gegenüberstehende Gott.


Zweifach: Projektion unserer Vorstellungen erschafft einen konssruierten Gott. Wir "sehen" dann nur das, was wir uns vorstellen.

Und sollten wir wirklich Gott sehen, dann sehen wir ihn nur beschränkt, wie es unserem Wesen entspricht.

Im Jenseits gibt es dieses Gegenüberstehen sowieso nicht. Gott würde ja nicht mit den irdischen Sinnen erlebt. Im Jenseits wird der Gegenüber viel intensiver wahrgenommen.

Wenn Gott schon in diesem Leben erlebt wird, sind es ja auch nicht bloß unsere Sinne, die ihn wahrnehmen.

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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Hermann » Sa 28. Sep 2013, 10:18

Mariette M. hat geschrieben:
Hermann hat geschrieben:Johncom sagt sehr schön: "Eckhart versucht jedenfalls denen die Ohren haben, zu verdeutlichen dass der gegenüberstehnde Gott zum Teil eher UNSERE Kreation ist. Zumindest der - nur - gegenüberstehende Gott."

Das ist -gut ausgedrückt- der Kernpunkt, den Marietta und otp in ihrer Sicht auf Eckhart (und in ihrem eigenen Glauben) für mich nicht so erkennbar rausarbeiten.


OK,ok... ihr habt mich immerhin so weit gebracht, dass ich einen neuen Anlauf mit Eckhardts Predigten wagen will ;)

Als Orthodoxe trenne ich sehr klar Gottes Wesen und seine Energien. Gott kann in seinem Wesen niemals ganz erkannt und erfahren werden. Was wir erfahren, sind immer seine Energien. In den Energien können wir Gott ähnlich werden... sein Wesen können wir nie erreichen. Er ist der immer ganz andere.

Ich glaube jedoch nicht, dass der Gegenüberstehende menschengemacht ist. Im Dornbusch, ........ und dann in Jesus Christus hat Gott sein Angesicht den Menschen offenbart.

Sry, ist nur kurz.. ich bin für eine Woche weg....

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Mir gefällt gut, dass Du von "Energien" sprichst. Damit sprichst du die für mich real öfter erlebte Ebene an. Und die Energien fließen auch im Kern unserer Seele, sodass der "Weg nach Innen" (Meditation ist da ja sehr hilfreich!) mindestens so fruchtbar in seine Nähe/Ausstrahlung/Energiefeld... führt wie das weit nach oben, ins Entfernte-sich- orientieren, wenn der allmächtige Gott in seiner ganzen - wohl zu Recht- angenommenen Überlegenheit uns quasi manchmal zu erdrücken droht.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Columba » Sa 28. Sep 2013, 11:36

Hermann hat geschrieben:Columba: Für mich bleibt die Kernfrage bei Eckhart, auf die noch nicht eingegange scheinst: Er sagt für mich, dass das Gottmenschentum Jesu ein Status ist, der in der mystischen Erfahrung für "Menschen im ruf der Heiligkeit" (Johncom) zu 100% erreichbar ist. Siehst Du das bei Eckhart auch und wie siehst Du es für Deinen Glauben?


...auch als Reformierter kann ich das, was Maria gesagt hat, unterschrieben; das ist auch mein Glauben

Siehe: viewtopic.php?f=14&t=19431&start=320#p806397


Jedoch vermeide ich heute den Begriff "Energie". Mir gefällt "Geistkraft" besser, wie es auch in "Bibel in gerechter Sprache" gebraucht wird. Energie ist für mich etwas zu passiv, zudem heute durch den physikalischen Gebrauch zu vereinfacht. Die Geistkraft ist eher dem antiken, jüdischen Denken angepasst und zeigt auch besser, dass diese Kraft nicht nur im Kosmos, Menschen etc, enthalten ist, sondern es ist von sich aus schon wirkende aktive Kraft. Dieses Wording würde auch besser zu Eckhart passen.



Grüße Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Hermann » Sa 28. Sep 2013, 12:15

Columba: Mit anderen Worten: Auch der begnadetste Heilige kann Jesus nur "nachfolgen" als "hinterhergehen", "ihm möglichst nahe kommen." Der Sinn von Nachfolge, der eine Angela Merkel zur Nachfolgerin von Gerhard Schröder werden ließ, scheint diesem angenommenen Lichtmenschen völlig unmöglich?! Könnte die erwartete "Wiederkunft" nicht genau das heißen?
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Johncom » So 29. Sep 2013, 00:13

onThePath hat geschrieben:Und sollten wir wirklich Gott sehen, dann sehen wir ihn nur beschränkt, wie es unserem Wesen entspricht.


Wahrscheinlich sehen wir Gott so 'wirklich' wie wir selber 'wirklich' sind.

- Ich bin dessen so gewiss, wie ich lebe, dass mir kein Ding so nahe ist wie Gott. Gott ist mir näher als ich mir selber bin, mein Wesen hängt daran, dass Gott mir nahe und gegenwärtig ist. -
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http://www.zeno.org/Philosophie/M/Meister+Eckhart/Predigten,+Traktate,+Sprüche/Predigten/15.+Von+der+Erkenntnis+Gottes
- der Link funktioniert nur mit copy and paste


Unsere Wesen, das was es jetzt ist oder wie wir glauben, das ist unser Wesen das ist ein Mensch mit verschiedenen Rollen in einer vielfältigen Welt, immer auf dem Sprung. Aber das ist nicht - oder noch nicht der tiefe Kern in dem wir dem 'Ewigen' begegnen. Solange wir rennen, rennen wir irgendwo hin aber immer weg.

- Gott ist allzeit bereit, aber wir sind sehr unbereit; Gott ist uns nahe, aber wir sind ihm ferne; Gott ist drinnen, aber wir sind draussen; Gott ist zu Hause, wir sind in der Fremde. -

Also ist es unsere Beschäftigung, unsere 'weltliche' Beschäftigung, die uns vom Innehalten und dem möglichen erkennen abhält ?
Ein Kirche bietet ja eigentlich von ihrer Gestaltung her den Raum zur Konzentration auf das Eine. Vorne der Altar, erhöhte Fenster, ein hohes Dach und die Abwesenheit der ganzen Sinnesreize von draussen. Also nur als Beispiel, dass auch die Architekten immer gewusst haben, es muss einen Raum geben zum Abschalten.
Das weltliche soll immer wieder mal draussen bleiben können.

- Nichts hindert die Seele so sehr an der Erkenntnis Gottes als Zeit und Raum. Zeit und Raum sind Stücke und Gott ist eins. -

Interessant die Betonung: Nichts hindert mehr.
Mehr an der Erkenntnis Gottes als Zeit und Raum.
Das ist ja 99% eines normalen Lebens, dass in Zeit und Raum spielt. Man kann auch sagen: kämpft.
Termine, Stress, Arbeit, verlieren, gewinnen.
Wenn man in diesem Alltag 'gefangen' ist, sieht man um sich herum auch nur Gleichgefangene. Die ganze Welt ist ein Schlachtfeld und die Worte des Pastors von ewigem Frieden und Herrlichkeit usw sind eine entfernte Utopie. Die kommt dann irgendwann, hoffentlich. Vielleicht nach dem Tod, und als Belohnung für das viele Leiden vorher.
Bei Eckhart kommt es anders rüber. Gott ist immer da, war nie weg.
Nur wir sind dauernd woanders. Eben draussen in der Vielheit, in Raum und Zeit.
Nicht nur mit dem Körper, der muss ja arbeiten und wirtschaften. Sondern auch mit der Seele, und das ist der Punkt, der Grund warum wir Gott im Jetzt kaum wahrnehmen können.
Ich glaube das ist der Akzent Eckharts: Gott in der Gegenwart 'akzeptieren' und zulassen, und weniger das Erwarten eines anderen 'herrlicheren' Lebens irgendwann.

Wenn Gott schon in diesem Leben erlebt wird, sind es ja auch nicht bloß unsere Sinne, die ihn wahrnehmen.


Genau. Es ist das Herz, das sich selbst und dem Mitmensch verzeiht zum Beispiel.
Der Mitmensch ist genauso wie ich oder Du genauso beseelt vom gleichen Schöpfer, genauso 'geliebt' .. und von daher kann sein Problem genauso wie das Meine verstanden werden, bzw 'erlöst'.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Johncom » So 29. Sep 2013, 01:25

Columba hat geschrieben:So finde ich es gefährlich, wenn man Meister Eckhart nicht in seine Zeit und in die damalige Gesellschaft stellt.


Es scheint, der Meister will ja genau nicht in seine Zeit und in die damalige Gesellschaft gestellt werden, sondern er spricht zu den damaligen Zuhörern vom Ewigen.
Er zitiert ja selber früher Meister ganz ohne Zeit- und Gesellschaftsbedingte Relativierungen. Er sagt einfach: der hat das gesagt, ich geh noch ein Stück weiter.

Wo Eckhart selber sagt:

- Nichts hindert die Seele so sehr an der Erkenntnis Gottes als Zeit und Raum. Zeit und Raum sind Stücke und Gott ist eins. -

Sicher ist das ein 'gepicktes Zitat' aber es macht Sinn und wird verstanden.
Und auch das ist aus dem alten Deutsch ins Neue übersetzt worden und dann in viele andere Sprachen, und immer noch machts Sinn. Wenn so ein sinnhaftes Wortspiel ( nur ein Zitat von vielen ) auf fröhliches Erkennen trifft, auch heute noch .. dann ist es sicher im Sinne des Meisters.

Wie willst Du denn die Afrikaner beurteilen, die in der Bibel lesen ohne griechisch oder hebräisch gelernt zu haben.

Columba hat geschrieben:Meist kommt es dann so weit, dass nur einzelne Sätze oder Abschnitte herausgeklaubt werden, die einem passen und die eigene Mystik bestätigen.


Du meinst es gibt eine 'eigene' Mystik, also individuelle Mystiken ?
Ich seh auch eher dass Eckhart auf Aussagen früherer 'Meister' aufbaut.
Das Ergänzende anstelle der Abgrenzung. EINE Gotteserfahrung aber viele Wege.
Und viele Beschreibungen ..

Wenn ein Therapeut oder ein Managementtrainer Eckhart-Fragmente benutzt, ist das verwerflich ?
Wenn Leute vielleicht nach Jahren von Eingeklammertsein wieder hören: Die Welt ist ein up and down lass sie mal los ... das ist doch ein heilender Impuls. Und es kann so manchem was mitgeben, der dann später mehr lesen wird.
Oder auch nicht.

Wenn es zu einem Erwachen kommt, einer Begegnung normaler Menschen mit 'Gott, der immer da ist' und wenn sie über Eckhart Texte geschieht, dann wird das einfach geschehen. Ob es einen Dominikanerorden gab und was der vorhatte, das kann man sich ja auch anlesen soweit man heute noch Zeit hat.

Eckhart selbst scheint nach eigenen Worten die - ständige - Gegenwart Gottes zu betonen.
Wenn er andere Meister erwähnt dann ohne Kenntnis derer Gesellschaftsbedingter Umstände vorrauszusetzen. Und überhaupt: was ist Zeit ! Was war denn damals so anders als heute !?
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Hermann » So 29. Sep 2013, 01:46

Johncom hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:So finde ich es gefährlich, wenn man Meister Eckhart nicht in seine Zeit und in die damalige Gesellschaft stellt.


Es scheint, der Meister will ja genau nicht in seine Zeit und in die damalige Gesellschaft gestellt werden, sondern er spricht zu den damaligen Zuhörern vom Ewigen.
Er zitiert ja selber früher Meister ganz ohne Zeit- und Gesellschaftsbedingte Relativierungen. Er sagt einfach: der hat das gesagt, ich geh noch ein Stück weiter.

Wo Eckhart selber sagt:

- Nichts hindert die Seele so sehr an der Erkenntnis Gottes als Zeit und Raum. Zeit und Raum sind Stücke und Gott ist eins. -

Sicher ist das ein 'gepicktes Zitat' aber es macht Sinn und wird verstanden.
Und auch das ist aus dem alten Deutsch ins Neue übersetzt worden und dann in viele andere Sprachen, und immer noch machts Sinn. Wenn so ein sinnhaftes Wortspiel ( nur ein Zitat von vielen ) auf fröhliches Erkennen trifft, auch heute noch .. dann ist es sicher im Sinne des Meisters.

Wie willst Du denn die Afrikaner beurteilen, die in der Bibel lesen ohne griechisch oder hebräisch gelernt zu haben.

Columba hat geschrieben:Meist kommt es dann so weit, dass nur einzelne Sätze oder Abschnitte herausgeklaubt werden, die einem passen und die eigene Mystik bestätigen.


Du meinst es gibt eine 'eigene' Mystik, also individuelle Mystiken ?
Ich seh auch eher dass Eckhart auf Aussagen früherer 'Meister' aufbaut.
Das Ergänzende anstelle der Abgrenzung. EINE Gotteserfahrung aber viele Wege.
Und viele Beschreibungen ..

Wenn ein Therapeut oder ein Managementtrainer Eckhart-Fragmente benutzt, ist das verwerflich ?
Wenn Leute vielleicht nach Jahren von Eingeklammertsein wieder hören: Die Welt ist ein up and down lass sie mal los ... das ist doch ein heilender Impuls. Und es kann so manchem was mitgeben, der dann später mehr lesen wird.
Oder auch nicht.

Wenn es zu einem Erwachen kommt, einer Begegnung normaler Menschen mit 'Gott, der immer da ist' und wenn sie über Eckhart Texte geschieht, dann wird das einfach geschehen. Ob es einen Dominikanerorden gab und was der vorhatte, das kann man sich ja auch anlesen soweit man heute noch Zeit hat.

Eckhart selbst scheint nach eigenen Worten die - ständige - Gegenwart Gottes zu betonen.
Wenn er andere Meister erwähnt dann ohne Kenntnis derer Gesellschaftsbedingter Umstände vorrauszusetzen. Und überhaupt: was ist Zeit ! Was war denn damals so anders als heute !?


:clap: :clap:
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon onThePath » Mo 30. Sep 2013, 18:56

Eckhart selbst scheint nach eigenen Worten die - ständige - Gegenwart Gottes zu betonen.


Und was soll uns das sagen, Johncom ?

Wenn von ständiger Gegenwart Gottes im Menschen geredet wird, vergisst man meist, wie reichhaltig die Prüfungen und Mühen der Seele sind, die Gott erleben möchte.

Das hört sich dann so an, als könne Jeder Millionär werden und alles kaufen, was er wolle.
Dabei ist es bis dahin ein weiter, mühsamer Weg. Und dennoch wird nicht jeder Millionär.

Wie selten sind Menschen, die ihre wilde, menschliche Natur mit Gottes Hilfe weitgehend gezähmt haben und ganz Gottes Eigentum sind.

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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Johncom » Di 1. Okt 2013, 00:17

@Hermann

Hallo und danke für die Signale der Zustimmung.

Hermann hat geschrieben:Interessant auch, dass die anderen fast nei von der "Ego-Überwindung" als Ziel sprechen...Den Klarblick, den Kern aller Sünden darin zu sehen, haben Kirchennahe wohl recht selten.


Es kann sein dass viel Kraft darauf verwendet wird, die Sprache der Bibel wissenschaftlich korrekt in die heutige zu übersetzten - aber der 'Geist' des heutigen Menschen dabei oft nicht mehr erreicht wird.
Das Wort Ego kommt in der Bibel nicht vor - auch nicht Ego-Überwindung.
Stattdessen: Sünde, Gnade, Hölle, Himmel. .. usw ...
Für den normal geprägten modernen Menschen ist es schwierig, das für sich zu übersetzen ausser er hat sowie so einen religiösen Kick.
Auch Begriffe wie Hölle und Himmel, sofort denkt man an Mittelalter und Aberglauben.
Kirchliche Experten werden noch zu tun haben, müssen sich konzentrieren wie man die Frohe Botschaft wirklich froh in die neue Zeit bringt.

Nebenbei und eigentlich OT:
Der neue Papst stellte sich mitten in die Welt und sagte No war, no war, no war. :praise:
Endlich mal ein echter Mann in Rom. Denke ich ... einer der Klartext spricht. OT Ende.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Johncom » Di 1. Okt 2013, 00:36

onThePath hat geschrieben:
Wenn von ständiger Gegenwart Gottes im Menschen geredet wird, vergisst man meist, wie reichhaltig die Prüfungen und Mühen der Seele sind, die Gott erleben möchte.

Das hört sich dann so an, als könne Jeder Millionär werden und alles kaufen, was er wolle.
Dabei ist es bis dahin ein weiter, mühsamer Weg. Und dennoch wird nicht jeder Millionär.

Wie selten sind Menschen, die ihre wilde, menschliche Natur mit Gottes Hilfe weitgehend gezähmt haben und ganz Gottes Eigentum sind.



Da fällt mit das halbgefüllte Glas Wasser ein.
Ist es nun leider schon halb leer ?
Oder ist es zum Glück noch halb voll.

Bei mir ist es auch so dass ich eigentlich Millionär sie könnte ( nicht wörtlich, nur als Bild ) aber dass ich mir Tag für Tag das Leben schwer mache, da gibts verworrene 'Blockaden', durch die ich nicht durchkommen kann, oder noch nicht will.
Sollte da jetzt nicht Details beschreiben aber will sagen, ich machs mir selber schwer mit vielem.

Prüfungen und Mühen der Seele


Wenn ich genauer hinschau seh ich, es ist mein Stolz.
Ich muss mir angewöhnen, auch Hilfe zu suchen.

Es kann sein dass ich nächste Woche genau diese Hilfe bekomme ( also tatsächlich liegt diese Belastung auf mir seit jetzt 1 1/2 Jahren .. schlimm ) und es kann sein, nächste Woche sag ich G.s.D. wurde das Problem erkannt und verstanden, jetzt gehts weiter. Endlich.
Fast 2 Jahre mühsam gelitten, dann hoffentlich vorbei und eine Last fällt ab.

Wie selten sind Menschen, die ihre wilde, menschliche Natur mit Gottes Hilfe weitgehend gezähmt haben und ganz Gottes Eigentum sind.


Kann auch sein dass es an unsrer eigenen verdunkelten Brille liegt dass wir die nicht sehen.

Dabei ist es bis dahin ein weiter, mühsamer Weg.


Da gibts ja ein Gleichnis im NT, der Weinbauer bestellt Arbeiter ein. Die einen schuften den ganzen Tag, die andren kommen am Nachmittag aber am Ende bezahlt er sie alle gleich. Wars so ?
Der mühsame Weg ist ein Lernweg, da würdest Du wohl zustimmen.
Gott hat für jeden Einzelnen eine andere Route bestimmt, und andere Lernschritte und auch 'Stolpersteine' in den Weg gelegt.
Als Glaubender kann man besonders von den Stolpersteinen lernen und dann auch 'Danke sagen' gerade für diese Hindernisse. Kann man das so sagen ?
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Gnu » Di 1. Okt 2013, 06:00

Johncom hat geschrieben:@Hermann

Das Wort Ego kommt in der Bibel nicht vor - auch nicht Ego-Überwindung.
Stattdessen: Sünde, Gnade, Hölle, Himmel. .. usw ...

Die Bibel nennt es meistens Fleisch. Im Neuen Testament ist uns geboten, dieses zu töten, weil es uns von der Nachfolge Jashuas abhält. Unser Charakter hindert uns daran, im himmlischen Jerusalem zu wohnen.

Jashua selbst hat davon geredet, Hände, Füsse, Augen zu amputieren, die uns zur Sünde verführen. Er meinte dies natürlich geistlich, sonst müssten alle Jünger verstümmelt herumlaufen.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Schoham » Di 1. Okt 2013, 19:42

Johncom hat geschrieben:Was das Evangelium lehrt ist doch dass es keinen gibt ohne Sünde. Vielleicht wird 'Sünde' immer noch überbetont. Das macht es dann denen schwer, die sich schon lange belastet fühlen .. die Nähe von heiligen Menschen aufzusuchen ?


Meine Gedanken gingen in diese Richtung:

Bin ich einem Menschen, der ein heiliges Leben führt, gegenüber und lebe selber in der Sünde, so ist mir dieser Mensch, ohne das er spricht, eine Anklage, weil ich weiss, auch ich könnte so leben wenn ich wollte, bereit wäre mich von dem befreien zu lassen das mich bindet.

Früher hörte ich manchmal den Ausspruch: Gleich und gleich gesinnt sich gern.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Johncom » Mi 2. Okt 2013, 01:53

Gnu hat geschrieben:Die Bibel nennt es meistens Fleisch. Im Neuen Testament ist uns geboten, dieses zu töten, weil es uns von der Nachfolge Jashuas abhält. Unser Charakter hindert uns daran, im himmlischen Jerusalem zu wohnen.


Danke für die Berichtigung.
Fleisch kann auch als Stofflichkeit = Materie gesehen werden ?
Ohne diese, also ganz einfach ohne die Natur kann aber auch kein Mensch geboren werden.
Soll dieses Töten aus eigener Entscheidung geschehen oder wird es sozusagen von selbst geschehen wenn die 'Liebe im Geistigen' Überhand nimmt.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Johncom » Mi 2. Okt 2013, 01:56

Schoham hat geschrieben:Meine Gedanken gingen in diese Richtung:

Bin ich einem Menschen, der ein heiliges Leben führt, gegenüber und lebe selber in der Sünde, so ist mir dieser Mensch, ohne das er spricht, eine Anklage, weil ich weiss, auch ich könnte so leben wenn ich wollte, bereit wäre mich von dem befreien zu lassen das mich bindet.

Früher hörte ich manchmal den Ausspruch: Gleich und gleich gesinnt sich gern.


Dieser Auspruch gilt wohl immer noch. Also wenn man sich umschaut. Überall, nicht nur im Fussballstadion.
Genauer geschaut könnte ich nicht sagen ob ich in der Sünde lebe oder ob ich ein heiliges Leben führe.
Wenn ich jetzt sehr heilig lebe, dann einem 'stolzen Sünder' begegne und in mir regt sich so etwas wie 'danke Gott, dass ich nicht so ein Sünder bin' .. dann würde auf der anderen Seite das Gewissen sagen: Moment mal, jetzt überhebst Du Dich.

Heute geht man davon aus dass es 1) genetische Vorraussetzungen sind und 2) Umweltprägungen aus Familie, Schule, Gesellschaft usw die uns formen, so dass wir dann als Erwachsenen einen bestimmten Weg gehen.

Gleich und gleich gesinnt sich gern ?
So wie Jesus überliefert wird, war es auch seine Art, schon provokativ ... sich genau bei denen aufzuhalten, die in der besseren Gesellschaft als die Sünder galten.

Schoham hat geschrieben:auch ich könnte so leben wenn ich wollte


Das ist immer noch eine Frage an die Wissenschaft: Inwieweit haben wir wirklich einen freien Willen.
Die sogenannten Heiligen in der christlichen Geschichte sprechen mehr von Gnade als vom Willen.
Der nächste Gedanke: Ein Leben mit weniger 'Sünde' ist oft ein Leben der Erfahrung. Das Ergebnis von Reife.
Immer sündigen macht einfach nicht glücklich, das kann man auch sehen.
Wahrscheinlich ist der ein glücklicher Mensch, der mit sich und Gott im Einklang lebt. Der weniger Angst hat, viel verschenkt .. ?
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Jeffrey mc » Mi 2. Okt 2013, 03:49

Johncom hat geschrieben:
Schoham hat geschrieben:Früher hörte ich manchmal den Ausspruch: Gleich und gleich gesinnt sich gern.

Dieser Auspruch gilt wohl immer noch.


Es gibt auch den Ausspruch "Gegensätze ziehen sich an"
Und steht nicht auch was in der Bibel etwas über Ehe mit einem Nicht-Christen? Bin mir gerade nicht ganz sicher...

Das ist immer noch eine Frage an die Wissenschaft: Inwieweit haben wir wirklich einen freien Willen.
Die sogenannten Heiligen in der christlichen Geschichte sprechen mehr von Gnade als vom Willen.

1) Ich hab die Bibelstellen zwar nicht vorliegen, doch will ich das eben genannte "MEHR" mal großschreiben, denn mir ist irgendwie danach!
2) Wir haben Entscheidungsfreiheit!! Und das ist was zählt: Sagen wir "Ja" oder "Nein" zu Gott!!! Kein anderer als man selbst entscheidet was ein "Ja" oder "Nein" für Gott angeht, lebt danach und hat bei einem "Ja" zu Gott, kein Problem im Glauben zu wachsen.
3) Und ein ja oder nein zu Gott kann man leben!!! Daran glaube ich!!! Und wir leben: Ja!!! Und nicht: wir werden gelebt!!! Und nicht: wir werden teilweise gelebt bzw. wir leben teilweise!!!
4) Nur mal so theoretisch zum keinen freien Willen; WÄHREND ICH ABER ZUM FREIEN WILLEN STEHE und die Theorie begrenze auf nicht wirklich einen freien Willen zu haben, denn dann ist das noch weniger absurd während es aus meiner Sicht sowieso schon absurd ist und für mich daher auch absurd klingt:
Selbst wenn wir uns Entscheidungen nicht verwehren könnten, weil kein wirklich freier Wille: Gott ist vollkommen und Gut. Und ob wir nicht wirklich einen freien Willen haben ist vielleicht so etwas als würde man über die Seele eines Tieres diskutieren und bei einem Nein, dass ein Tier eine Seele hat, dieses quälen dürfen, wenngleich das der Hohn ist, denn ein Tier ist Gottes Schöpfung, die ohne den Menschen zwar auch in einer Kette ist von fressen und gefressen werden, doch aber dort nicht automatisch in Leid lebt und angewandt werden sollte, sobald der Mensch das Tier in seiner Obhut hat. Und worauf sollte es hinaus, wenn der Mensche keinen wirklich freien Willen hätte bezüglich Gott. Das ist so eine Frage woran sich wahrscheinlich ewig die Geister scheiden werden und was unter Umständen Müllberge von Aussagen mit sich bringt, eben weil wir keine Marionetten sind. Und wenn die Wissenschaft sagen würde "Ja das Hirn und die Erbstrukturen und evtl. kein freier Wille", dann frage ich, was ihr solch sagende (falls!) Wissenschaftler als Klartext und in verständlicher Sprache und im einer kurzen Abhandlung ohne Fachbegriffe zum Aspekt "keine freien Willen des Menschen zzgl. Gott, Himmel und Hölle und dem Miteinander von Mensch/Gott, Mensch/Tier, Mensch/Umwelt, Mensch/anderer Mensch bzw. sich selbst, Mensch/Teufel sagt", was doch das absolut wichtige ist, wenn es um Willen geht, oder? Ja klar, der Mensch lebt in Strukturen oder so, doch er kann sich denen widersetzten, wobei eventuelle "Strafe" nicht haben wollen kein Konter sein kann weil dann willenlos, sondern aufzeigt, wer die Strafe nicht will, sich nicht für die Strafe entscheidet, selbst wenn ihn das anstinkt. Das bringt mich zu der Tatsache, dass ein Mensch um sich in so fern weiß, dass er es mitbekommt, wenn er sich den Arm abhacken würde wenn er es gar nicht wollte und dementsprechend sagen würde "oh ich wollte gar nicht doch ich hatte keine Wahl". Und wer wollte jetzt sagen, dass ein Mensch nix mitbekommt. Also ich für meinen Teil will hier schreiben. Und wer hier liest, der will es es. Auf jeden Fall bekommt er es mit. Doch, und wenn es sich in der Theorie um nicht wirklich einen freien Willen handelt, so kann der Mensch sich für oder gegen Gott entscheiden und hat somit Grundlagen, die verletzt werden können und ihm somit auffallen würden, wenn er sich denen entgegensetzt weil er es nicht wollte. Und wenn er eine Grundlage verletzten wollte, so nebst den Fakt, dass keiner frei ist von Sünde, würde Gott es niemals zulassen, dass der Mensch, der sich für Gott entschieden hat, über keinen freien Willen mehr, sich in die Hölle verfrachtete usw. Dann wäre meine Frage: Wo liegt der Sinn eines nicht wirklich freien Willen, in Bezug auf das Miteinander, mit dem wir täglich zu tun haben, wenn es doch vor Gott gilt, die Liebe oder Sünde zu wählen und diese zu leben, wenn es teilweise nicht von uns käme? Wenn ich mir vorstelle, dass Gott eine Option ins Menschenleben "flechtete", mit dem man durch nicht freien Willen die Sünde erwirkt, weise ich das vor Gott von der Hand "Amen"!! Denn sowas ließe Gott nicht zu! Man sollte dann nämlich nicht vergessen: Gott ist der Schöpfer und Gott erschafft höchstens Lebewesen die sich gegen ihn entscheiden können! Nicht aber erschafft Gott Lebewesen die von sich aus teilweise nix können, als dann zu sündigen, denn das wäre eine Erschaffungsbestandteil! Und wer will sagen, dass Gott das auch nur im Ansatz erschafft, was er hasst, wenngleich die Entscheidung gegen Gott erstens nicht mit erschaffen wurde und zweitens daher die Entscheidungsfähigkeit ein "Nein" zu Gott, später und nicht zeitgleich aus dem Munde der Schöpfung kommen kann, während auch hier gilt, dass Gott gerecht, vollkommen, gut, frei von Sünde und Fehlern ist, etc, was bedeutet, dass keiner verdammt ist, seitdem Gott einem jeden Entscheider das Leben geschenkt hat.


Nachtrag:
Gesetz dem Falle, dass Unterscheidung der Geister notwendig ist, weil ein Gedanke von außen kam, dann ist es und bleibt es die Entscheidung, was mit dem Gedanken passiert. Ok, auf der einen Seite käme etwas in den Gedankenapparat bzw. Sinnspeicher oder so, was dann man dann nicht aktiv selber dachte. Doch aber kann man das aufnehmen, ablehnen oder darüber nachdenken. Dabei können die Christen dankbar sein, für Gottes Wort als Grundlage.
Und im Folgendem geht es nicht darum, dass keine Unterscheidung der Geister gemeint ist, wenn sie doch angesprochen ward. Und es geht nicht darum, dass ein Mensch auch Gedanken haben kann (jeglicher Art zu jeglicher Situation), die überhaupt nichts mit Unterscheidung von Geistern zu tun hat, die aber hier thematisiert wurde.
Nehmen wir mal an, dass einer sich über Person x Gedanken macht und ein böser Geist würde einen ein Aha-Effekt erübrigen, den man für den seinigen hält, dann ist es nur gut, wenn man in der Liebe lebt und nach der Wahrheit trachtet. Denn so gesehen kann eine Person einen pro Aha-Gedanken oder einen contra Aha-Gedanken bekommen zu Person x. Doch ein Aha-Effekt kann in beide Richtungen gehen kann (besonders schlimm, wenn ein böser Gedanke sich gegen die Liebe/Recht richtet, wobei, um bei diesem Beispiel zu bleiben um das Ausmaß zu erkennen, dann vielleicht auf den bösen Aha-Gedanken oder so aufgebaut wird, weil man sich dafür entschieden hat, während es z.B. ein Anstoß zum denken war und dann von sich aus weitere Aha-Effekte, Spekulationen, usw. hat), worin sich Liebe zeigt (in dem Fall "nein" zum bösen Gedanken zu sagen oder "ja" zum guten Gedanken: also die Liebe weiter leben) oder Sünde ("ja" zum bösen Gedanken zu sagen oder "nein" zum guten Gedanken zu sagen: also die Sünde wählen) und so. Und weil man es wahrscheinlich nicht weiß, woher der Gedanke: einfach weiter leben und auf Gottes Wegen gehen. Und ansonsten zu Gott beten und die Kriese braucht man nicht zu bekommen, denn es heißt "habt in der Welt keine Angst, denn seid getrost, ich habe die Welt überwunden". Ferner heißt es "Der Herr ist mein Hirte...". Weiterhin ist auch ein Segen: "Dein Wort ist meines Fusses Leuchte und ein Licht auf meinen Weg." Und tröstlich zu wissen, dass Gott gerecht ist und so weiter! Ja, und leben und weiter leben :pray: ! Und der Teufel wird keinen gefallen und Chance haben, wenn man in der Liebe lebt, die unendlich mal stärker ist als Tod und Teufel. Und das gute ist, dass Gott sowieso ein Wörtchen mitzureden hat und braucht sich daher keinen Kopf zu machen, denn Gott hinterließ uns sein Wort an uns und wenn es um den Teufel oder Sünde geht, dann weiß man aus der Bibel, den Teufel und die Sünde zu hassen (wie ich das gerne formuliere: das Herz über Hass verschlossen halten fürs Böse und weiter in der Liebe leben, was aufeinander zugehen bedeutet), wobei man dann getrost einen dicken und fetten Punkt setzen kann. :pray:
Doch gehe ich zu 100% davon aus und zu keinem Anteil weniger (und ich betrachte jetzt 100% als das Gesamte), dass Gott alles richtig macht und wir keine Panik vor Unterscheidung der Geister haben brauchen, wenn wir in der Liebe leben. Vielleicht wird es diejenigen geben, die die Unterscheidung der Geister nur auf Papier sehen und niemals im Kopf: doch wer schreibt und handelt hatte was im Kopf und ich gehe nicht davon aus, dass Unterscheidung der Geister Murks ist. Und sonst will ich nach der Wahrheit trachten und wissen sollen, wo die Unterscheidung (nur) stattfindet: Schreiben das Menschen, wo die Unterscheidung der Geister angewandt werden sollte? Sagen das Menschen? Die haben doch einen Kopf, oder? Und wenn man mal so betrachtet, ist die Bibel also die Schrift von Gott eingegeben und es kam nicht von einem selber. Doch die Bibel ist klar: sie ist von Gott eingegeben. Und wenn es für Satanisten ein Buch gibt, dann handelt es sich dort gewiss nicht um gute Geister. Und einer jeder kann hier und da arbeiten und tun und machen. Und was Atheisten angeht: die denken oder hadern damit, dass es Gott und Satan gibt, doch sind sie mittlerweile mitten drin in der Menschheitsgeschichte seit nach Adam und Eva, wo Entscheidung nun mal zum Leben der Menschen dazu gehört. Und letzen Endes wird es entweder den Verbleib im Himmel geben oder den in der Hölle.
Zuletzt geändert von Jeffrey mc am Mi 2. Okt 2013, 06:46, insgesamt 8-mal geändert.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Jeffrey mc » Mi 2. Okt 2013, 05:32

"Lieber Gott, danke für dein Wort, dass die Grundlage ist um ein gottgerechtes Leben führen zu können und an dem wir uns orientieren können bzw. prüfen können. Wir brauchen keine Angst zu haben. Und weil du da bist, brauchen wir uns nicht sorgen für die Unterscheidung der Geister, denn wir haben dein Wort und du lässt uns nie alleine. Wir sollen die Sünde hassen und die Liebe leben. Und mindestens wird ein Christ bestimmt nicht ewig und drei Tage vom Bösen (das leider in Engelszungen reden kann, was du uns Dir sei Dank, hast in der Bibel wissen lassen) heimgesucht über die Unterscheidung von Geistern, denn du wohnst in den Herzen der Christen, dessen Körper der Tempel Gottes (also von dir) ist (heißt doch so, oder? Sonst entschuldige bitte), und es im schlimmsten Falle wie bei Hiob ist, wo der Teufel zu dir kam und den Hiob heimsuchte, der dich liebt(e), während aber dein Wille geschehe und wie man in der Bibel nachlesen kann, der ehrliche Glaube an dich und die Liebe zu dir und dein Wille und deine Liebe zum Gläubigen, dem Teufel unendlich überlegen ist und dass der Teufel nicht machen kann, solang er will und was er will. Doch aber lebt der Mensch in der Welt wo der Widersacher auch ist. Aber danke Gott, dass dass eines Tages vorbei sein wird, denn in deinem Reich ist dann Frieden angesagt und Freiheit vom Bösen/bösen. Und ja: jeder Tag bringt sein neues. Doch ich liebe dich und hasse den Teufel und das Nichts gibt es nicht. Mit gerade gesagten Worten bitte lass mich das Gebet beenden, denn daran halte ich fest, wobei meine Liebe zu dir, dein Wort unabdingbar macht. Ich liebe dich. Dein Jeffrey mc. Amen"
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon onThePath » Mi 2. Okt 2013, 10:09

aber dass ich mir Tag für Tag das Leben schwer mache, da gibts verworrene 'Blockaden', durch die ich nicht durchkommen kann, oder noch nicht will.


Prima, Johncom, dass Du von persönlichen Stolpersteinen redest.

So sind manche Prüfsteine, die Gott möchte von uns überwunden haben, eine Barriere, die sich wie eine Mauer uns in den Weg stellen.

Und genau das sind die Mühen unseres geistlichen Lebens und die Stolpersteine, die unseren geistlichen Fortschritt verhindern.

Unser eigenes Unvermögen, und unserer Bedürfnis nach der helfenden Gnade Gottes wird da ganz deutlich.

Und eigentlich wird es unwichtig, ob es außer den vorgezeichneten Weg durch Gott und Christus noch andere Wege gibt. Die Probleme des Menschen sind von Anbeginn gleich und das was Gott vom Menschen möchte auch.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Columba » Fr 4. Okt 2013, 16:45

Johncom hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:So finde ich es gefährlich, wenn man Meister Eckhart nicht in seine Zeit und in die damalige Gesellschaft stellt.


Es scheint, der Meister will ja genau nicht in seine Zeit und in die damalige Gesellschaft gestellt werden, sondern er spricht zu den damaligen Zuhörern vom Ewigen.
Er zitiert ja selber früher Meister ganz ohne Zeit- und Gesellschaftsbedingte Relativierungen. Er sagt einfach: der hat das gesagt, ich geh noch ein Stück weiter.

Wo Eckhart selber sagt:

- Nichts hindert die Seele so sehr an der Erkenntnis Gottes als Zeit und Raum. Zeit und Raum sind Stücke und Gott ist eins. -

Sicher ist das ein 'gepicktes Zitat' aber es macht Sinn und wird verstanden.


Genau, es ist ein gepicktes Zitat. Du müsstest einmal wirklich nachweisen, was Eckhart damit meinte. Du weisst ja noch, wie einige von hier eingeladen wurden, in einem separaten Forum über Eckhart zu diskutieren. Ausser Einzelzitaten und viel Subjektivismus ohne Dialog kam heraus. ...und als die frühere Userin Savonlinna ganzheitlich denken wollte, wurde sie angegriffen - lieber keine ganzheitliche Welt und nichts von Ewigen sondern jeder sein heutiges eigenes Süppchen.

Also jetzt mal Klartext und begründe deine These. Gerade die katholische Kirche mit ihrem Verständnis von Tradition und dem Wissen, dass Eckhart katholisch war, weise nach, ob Eckhart einfach nur beliebig zitierte oder sich auf die Kirchenlehrer berief. Vergiss nicht, nicht einmal 30 Sätze fand die Amtskirche, die der katholischen Lehre in Wort und Tradition widersprachen.


Nein, Johncom, auf die Frage nach verschiedenen Mystiken gehe ich nicht mehr ein. Schon 2 mal haben wir, Du und ich, das in den letzten 3 Jahren diskutiert. Ehrlich gesagt, ich fühle mich von Dir nicht wahrgenommen, wenn schon wieder diese Frage kommt, die ich Dir klar und eindeutig beantwortet und begründet habe. So nicht!


Grüße Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Johncom » Sa 5. Okt 2013, 00:09

onThePath hat geschrieben:
So sind manche Prüfsteine, die Gott möchte von uns überwunden haben, eine Barriere, die sich wie eine Mauer uns in den Weg stellen.

Und genau das sind die Mühen unseres geistlichen Lebens und die Stolpersteine, die unseren geistlichen Fortschritt verhindern.


Also man kann die täglichen Hindernisse auch als Aufgaben sehen.
Lektionen aus denen man lernen kann. So wie Kinder, die laufen lernen nachdem sie unendlich oft wieder aufgestanden sind. Also darin besteht doch der Fortschritt, dass man dran bleibt und obwohl immer wieder die Hindernisse erlebt werden.

Unser eigenes Unvermögen, und unserer Bedürfnis nach der helfenden Gnade Gottes wird da ganz deutlich.


Wahrscheinlich ist es so dass die Gnade erst dann kommen kann wenn wir unser Unvermögen auch wirklich eingestehen.
Das wäre dann die rechte Haltung zum Gebet.
Mir fällt noch ein: Zum Gebet gehört vielleicht auch 'Danke sagen' für das was einem schon gegeben wurde. Und dazu gehören manchmal auch diese Stolpersteine ?
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Johncom » Sa 5. Okt 2013, 01:03

Jeffrey mc hat geschrieben:Es gibt auch den Ausspruch "Gegensätze ziehen sich an"
Und steht nicht auch was in der Bibel etwas über Ehe mit einem Nicht-Christen? Bin mir gerade nicht ganz sicher...


Gegensätze ziehen sich an stimmt auch.
Je nachdem wie man sieht: Gleich und gleich, oder Gegensätze .. es gibt in allen Fällen Beispiele von harmonischen oder 'kreativen' Beziehungen.

Jeffrey mc hat geschrieben:Und ein ja oder nein zu Gott kann man leben!!! Daran glaube ich!!! Und wir leben: Ja!!! Und nicht: wir werden gelebt!!! Und nicht: wir werden teilweise gelebt bzw. wir leben teilweise!!!


Nun - wir werden auch gelebt.
Du hast Dich ja nicht selbst geboren, das geschah einfach. Du 'wurdest' geboren, die Eltern wurden ebenso geboren. Die Ureltern usw ...
Niemand, den ich kenne sagt, ich hab mich selbst entschieden auf die Welt zu kommen.
Wir alle werden geboren ohne dass wir uns an ein Vorher erinnern können.
Und es gibt anscheinend auch keine persönliche Wahl ob wir gesund oder behindert geboren werden.
Ob in der reichen Schweiz oder in Bangla Desh, ob in eine Familie, die uns Bildung und Wohlstand mitgibt oder ob wir überhaupt schreiben lernen können, stattdessen mit 4 Jahren schon betteln gehen.
Das ist ein grosses Frage zeichen mit dem freien Willen, denn schon die Fähigkeit, dieses Wort auszuschreiben, ist mitgegeben worden durch die Bedingungen der Aussenwelt.

Hast ja viel ............... viel gesagt, da kann ich nicht auf alles eingehn.
Nur zum Schluss:

Und letzen Endes wird es entweder den Verbleib im Himmel geben oder den in der Hölle.


Da finde ich, machst Du es Dir etwas einfach.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Schoham » Sa 5. Okt 2013, 07:48

Johncom hat geschrieben: Wahrscheinlich ist der ein glücklicher Mensch, der mit sich und Gott im Einklang lebt.


Ganz bestimmt ist es so wahr :).

Wenn wir über etwas eine Aussage machen, so ist das oft einfach, von einer Seite betrachtet. Und desshalb stimmt beides in einem bestimmten Fall: Gleich und gleich gesinnt sich gern und Gegensätze ziehen sich an.

Habe grad was feines gelesen von dem Winterthurer Hans Kägi im Büchlein Johanniskraut dem Kapitel Abschied:

Denn, wer uns in unseren hastigen Tagen ins Beschauliche und zum Gereiften zurückführt, wächst uns ans Herz. So kehren wir oft zu euch zurück, um je und je mehr als anderswo Frisches zu entdecken.

Mir geht es jedenfalls so, vor allem auch mit Büchern die ich als wertvoll betrachtet nicht ins Brockenhaus brachte. Zu ihnen kehre ich gerne zurück. Oder zu einzelnen Abschnitten die mich einmal ganz besonders angesprochen haben. Auch wenn sie alt sind, so spüre ich doch eben diese Frische, echtes Leben daraus.

Johncom hat geschrieben: Der weniger Angst hat, viel verschenkt .. ?


Möchtest Du das etwas ausführlicher Beschreiben?
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Jeffrey mc » Sa 5. Okt 2013, 21:05

Johncom hat geschrieben:Gegensätze ziehen sich an stimmt auch.
Je nachdem wie man sieht: Gleich und gleich, oder Gegensätze .. es gibt in allen Fällen Beispiele von harmonischen oder 'kreativen' Beziehungen.

nebst "harmonisch", "'kreativen' Beziehungen" ( :geek: ) gibt es auch die "unharmonische" Beziehung. Und es kann auch auch mal sich was ändern und so, oder?

Jeffrey mc hat geschrieben:Und ein ja oder nein zu Gott kann man leben!!! Daran glaube ich!!! Und wir leben: Ja!!! Und nicht: wir werden gelebt!!! Und nicht: wir werden teilweise gelebt bzw. wir leben teilweise!!!
Nun - wir werden auch gelebt.
Du hast Dich ja nicht selbst geboren, das geschah einfach. Du 'wurdest' geboren, die Eltern wurden ebenso geboren. Die Ureltern usw ...

Gut, das Leben wird einem von Gott geschenkt oder so, wenngleich es sich im Leben um Entscheidungen dreht, auf die ich mein Hauptaugenmerk legte (von wegen Mensch/Gott; Mensch/Mensch; etc; und dass der Mensch entscheiden soll, was bei gelebt wird BEZÜGLICH Entscheidung für mich nicht funktionieren würde und bei teilweise gelebt bestimmt dann nicht nur Liebe geschehen würde sondern auch die Sünde: Dann gäbe es Sünde die man täte für die man nichts kann? Wenn einer nicht wüsste was anderes zu wählen, dann hätte er, nebst der Tatsache, dass wir nach der Wahrheit trachten sollen (z.B. Gottes Wort ist die Wahrheit und letzten Endes auch Orientierungspunkt) trotzdem entschieden und hätte es mitbekommen, wenn er z.B. Sünde X tat: ich gehe davon aus!!!). Und mir ist klar, dass wir z.B. altern, mal Verdauung haben und mal nciht, etc, was für mich bedeutet, dass diese "Prozesse" ablaufen, während wir uns entscheiden, selbst wenn diese uns eine Entscheidung abverlangen!!

Und es gibt anscheinend auch keine persönliche Wahl ob wir gesund oder behindert geboren werden.

Ja, auch Behinderte können Entscheidungen treffen.

Ob in der reichen Schweiz oder in Bangla Desh, ob in eine Familie, die uns Bildung und Wohlstand mitgibt oder ob wir überhaupt schreiben lernen können, stattdessen mit 4 Jahren schon betteln gehen.

Man wird in einen Umfeld/Situation hinein geboren: und dann lebt man während Zeit vergeht, oder?

Das ist ein grosses Frage zeichen mit dem freien Willen, denn schon die Fähigkeit, dieses Wort auszuschreiben, ist mitgegeben worden durch die Bedingungen der Aussenwelt.

Dir wurde auch vom Teufel erzählt und bist Christ, oder? Also ich habe mich aktiv für Gott entschieden, während ich davon weiß, dass ich das so wollte und für alle Ewigkeiten will!!!
Input finde ich ich recht normal. Und was man wann mit Infos macht, wird sich zeigen: doch gut, dass Gott jedem die Chance gibt "ja" zu ihm sagen zu können, wenn man es vorher, warum auch immer, nicht machte bzw. sich nicht dafür entschied!!!

Und letzen Endes wird es entweder den Verbleib im Himmel geben oder den in der Hölle.


Da finde ich, machst Du es Dir etwas einfach.

Vielleicht bin ich der einzige hier: aber dann beantworte mir, was es nebst Himmel und Hölle gibt, wo spätestens, nachdem Jesus wiedergekommen, auch der letzte Mensche nach seiner Entscheidung jeweils für alle Ewigkeiten hinkommen kann, wenn nicht Himmel oder Hölle? Und die Bibelstelle dazu wäre echt nett!!!!
Oder stört es dich dass ich nicht schrieb "letzen Endes wird es ERSTMAL den Verbleib....". Also ich weiß erstmal nix davon durch die Bibel, dass der Verbleib im Himmel oder Hölle einmal enden wird!
Zuletzt geändert von Jeffrey mc am Sa 5. Okt 2013, 23:44, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Jeffrey mc » Sa 5. Okt 2013, 22:10

Johncom hat geschrieben:Das ist immer noch eine Frage an die Wissenschaft: Inwieweit haben wir wirklich einen freien Willen.
Die sogenannten Heiligen in der christlichen Geschichte sprechen mehr von Gnade als vom Willen.


Nur mal so, von Wegen "Wissenschaft", wenn es um Aussagen geht:
1) Es gibt die Evo-Wissenschaft, die Homosexualität als normal oder so ansieht.
2) Es gibt die Kreo-Wissenschaft, die Homosexualität nicht als normal ansehen wird.
3) Evos und Kreos sind sich eigentlich einig, dass ein Sauerstoffaustausch in der Lunge stattfindet.
Soviel zur Wissenschaft, wo es dann jeweils, wenn man noch mehr Infos hat, dann weiterreden könnte.


Zum eben Zitierten:
Ich bin in meiner Ausführung zu dem eben Zitierten, von einem Menschen ausgegangen, der lebt, wie Gott ihn erschaffen hat, ohne Einflussfaktoren, wie "Hypnose", "Hängenbleiben unter Heroin", "Gehirnwäsche"und so!!! Und für was die Menschen sich im Miteinander, was ein großer Bestandteil der Bibel ist (das Miteinander), so entscheiden, da weiß ich, dass es Gott sei Dank Gott gibt und somit GENERELL und auch explizit zum Thema mit "Gehirnwäsche und so", keiner verdammt geboren wird bzw. dass keiner ohne Chance auf den Himmel auf dieser Erde leben wird!!!

Dazu ein philosophischer Aspekt ODER eine Theorie, den/die ich nur als wage aufzeige, und für mich nicht als abgeschlossen und so gilt:
Etwas über Krankheiten wie Demenz, gegen die man vielleicht vorbeugen kann, doch ist es eine Entscheidung sich fit im Kopf zu halten, die evtl. beeinflusst werden kann durch Unterscheidung der Geister, sowie die Tatsache, dass es Menschen gibt, die z.B. keine Demenz bekommen obwohl sie nach wissenschaftlichen Aussagen ein Kandidat sein könnten:
Doch für mich mindern Krankeiten das Leben bzw. schränken es ein, während Gott die Liebe und das Leben ist und für mich nicht derjenige ist, der lebenseinschränkedes erschaffen hat, denn das passt aus meiner Sicht nicht zu Gott. Die Sünde ist unser aller Tod. Für manchen auch der zweite. Und ich kann mir gut vorstellen, dass ein jeder ein Hiob sein könnte an dem der Teufel sich laben kann, wobei die einen es erst einmal überleben können und die anderen nicht usw, während Gott dem Teufel Grenzen aufzeigt oder so, die wir nicht kennen, mit Einbezug der Tatsache, dass Gott das letzte Wort hat, wann ein Mensch gerettet oder verloren ist. Und was den Tod angeht, wird er, wenn er nicht vom Teufel her kam, und dann bedingt durch die Sünde, einmal deswegen eintreten, weil der Mensch mit Sünde vor Gott keinen Bestand haben kann und der Mensch letzten Endes daher dann nicht überleben kann. Und während das alles in jeglichen Kombis geschehen kann, kann die Wissenschaft nur den Körper und so untersuchen und dazu jegliche Theorien entwickeln und Aussagen treffen..
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Johncom » Mo 7. Okt 2013, 23:32

Jeffrey mc hat geschrieben:nebst "harmonisch", "'kreativen' Beziehungen" ( :geek: ) gibt es auch die "unharmonische" Beziehung. Und es kann auch auch mal sich was ändern und so, oder?


Es kann, aber geschieht selten.
In meinem Leben war die 1. Ehe äusserst stressig, brachte aber 2 Kinder ins Leben über die ich auch sehr froh bin. Meine jetzige 2. Ehe ist immer harmonisch und wird auch bis ans Ende halten.

Wenn 2 Dickköpfe heiraten mit der Einstellung 'Den andern werd ich schon ändern" - das wird wahrscheinlich nie gut enden.

Man wird in einen Umfeld/Situation hinein geboren: und dann lebt man während Zeit vergeht, oder?


Die einen gehen 20 Jahre zur Schule / Uni und die andren putzen mit 5 Jahren die Schuhe reicher Leute damit die Familie ein mal am Tag Reis kochen kann.
In empirischen Untersuchungen werden sogar in diesen bitterarmen Gegenden die gläubigsten Menschen festgestellt, als solche, die noch nie gefragt haben 'Hat Glauben Sinn ?' .. etc.
Die nehmen das Leben wie es kommt und manchen das Beste draus. Ein Tag wo man Zeit hat, einem Prediger zuzuhören ist ein Feiertag, Luxus.
Will nicht sagen dass Armut besser sei als Wohlstand, nur: Beides erlebt zu haben kann helfen, das eigentlich Wertvolle im Leben herauszuputzen.

Also ich habe mich aktiv für Gott entschieden, während ich davon weiß, dass ich das so wollte und für alle Ewigkeiten will!!!


Das ist doch gut. Was erwartest Du als Antwort ?

Vielleicht bin ich der einzige hier: aber dann beantworte mir, was es nebst Himmel und Hölle gibt, wo spätestens, nachdem Jesus wiedergekommen, auch der letzte Mensche nach seiner Entscheidung jeweils für alle Ewigkeiten hinkommen kann, wenn nicht Himmel oder Hölle? Und die Bibelstelle dazu wäre echt nett!!!!


Wer ist jetzt dieser letzte Mensch.
Und woher weisst Du dass der ne Entscheidung getroffen hat. Vielleicht ist dieser letzte Mensch ein frommer Moslem und betet 5 mal am Tag wie er es gelernt hat, und er hat sich nie vor ner anderen Entscheidung gesehen.
Wie ich das selber sehe ist Ewigkeit immer, also ohne Anfang und Ende. Nur das 'persönliche' und körperliche Leben ist flüchtig. Worte wie Himmel oder Hölle sind auch von Jesus gebraucht, aber als Metaphern und erzieherisch.
Himmel, das ist ein glückliches Leben weil man liebt. Hölle ist das Gegenteil davon.
Ich glaube nicht an höllische Teufel, die 'in Sünde' Verstorbene für Ewigkeiten in heissen Kesseln piesacken. Interessanterweise haben mehrere Religionen solche Albtraumbilder ausgepackt. Die kommen aber schwer an bei heutigen, ach allgemeingebildeten Menschen, die ja ein bischen Logik geübt haben.

Also ich weiß erstmal nix davon durch die Bibel, dass der Verbleib im Himmel oder Hölle einmal enden wird!


Wie kann etwas enden oder nicht enden was noch gar nicht angefangen hat.
Oder hat es schon angefangen, dann wo ist es. Und wann begann es.
Die andere Frage ist auch warum hat Jesus die Liebe propagiert und das Verzeihen vorgelebt.
Und wie kann 'ich' mich auf ein Leben im Himmel 'freuen', wenn - nach dem gleichen Konzept - andere währendessen in der Hölle in gekocht werden. Das wär kein Himmel.
Das wäre absolut unbarmherzig.
Deshalb glaub ich nicht dass die Betonung der Lehre in reinem Gehorsam liegt sondern in der Wandlung des Herzens. Und das denkt nicht an Morgen und Später, Strafe oder Belohnung.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Johncom » Di 8. Okt 2013, 00:47

Columba hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:Wo Eckhart selber sagt:

- Nichts hindert die Seele so sehr an der Erkenntnis Gottes als Zeit und Raum. Zeit und Raum sind Stücke und Gott ist eins. -

Sicher ist das ein 'gepicktes Zitat' aber es macht Sinn und wird verstanden.


Genau, es ist ein gepicktes Zitat. Du müsstest einmal wirklich nachweisen, was Eckhart damit meinte.


Genau in der persönliche Interpretation würde es einen Roman ergeben, aber wer Weisheit sucht .. und die Weisheit ist überbordend bei Eckhart, der findet sie im reinen Zitat.
Eckhart selber pickte Zitate, jeder Prediger pickt Zitate.
Und führt sie fort auf ein Tagesthema. Hier denk ich gibts nichts mehr fortzuführen, ausser was gesagt wurde:

- Nichts hindert die Seele so sehr an der Erkenntnis Gottes als Zeit und Raum. Zeit und Raum sind Stücke und Gott ist eins. -

Im Zusammenhang:
http://www.zeno.org/Philosophie/M/Meist ... nis+Gottes

Du weisst ja noch, wie einige von hier eingeladen wurden, in einem separaten Forum über Eckhart zu diskutieren. Ausser Einzelzitaten und viel Subjektivismus ohne Dialog kam heraus. ...und als die frühere Userin Savonlinna ganzheitlich denken wollte, wurde sie angegriffen - lieber keine ganzheitliche Welt und nichts von Ewigen sondern jeder sein heutiges eigenes Süppchen.


Was glaub ich nur Du so gesehen hattest und die frühere Userin Savonlinna.
Ich hab keinen Zugriff auf das von damals, versteh auch nicht was Du mit 'ganzheitlich' meinst, oder die frühere Userin. Nur .. so in meiner Erinnerung, dass es endlos hin und herging zu Themen die an 'braune Ideologie' heranführen.


Also jetzt mal Klartext und begründe deine These.


Ich hab da keine These, ich denke Eckhart ist extrem wertvoll zu lesen und zu kontemplieren. Ob er als Hochschuhllehrer oder Theologe oder eigentlicher Humanist zu verstehen ist, sei jedem überlassen. Was sein Revival heute ausmacht ist, sag ich mal als These, dass in relativ kurzen Worten Wesentliches herausstellt wird.
Was überhaupt nicht mit Katholizismus oder dem 14. Jahrhundert zu tun hat sondern 'immer' verstanden werden kann, über die Epochen hinweg.

Gerade die katholische Kirche mit ihrem Verständnis von Tradition und dem Wissen, dass Eckhart katholisch war, weise nach, ob Eckhart einfach nur beliebig zitierte oder sich auf die Kirchenlehrer berief.


Ich nehme an, er zitierte beliebig ( beliebig kommt von Liebe ).
Manchmal katholische Lehrer, manchmal sogenannte heidnische Lehrer.
Wiki formuliert:
- Der Ausdruck Mystik (von griechisch μυστικός mystikós ‚geheimnisvoll‘) bezeichnet Berichte und Aussagen über die Erfahrung einer göttlichen oder absoluten Wirklichkeit sowie die Bemühungen um eine solche Erfahrung. -
http://de.wikipedia.org/wiki/Mystik

Warum soll mystische Erfahrung abgetrennt werden.
Hier von Kirchenlehrern beschrieben, und da von ausserkirchlichen 'Zeugen'.

- Aus phänomenologischer Sicht ist daher unentscheidbar, ob die in unterschiedlichen Strömungen beschriebene höchste Wirklichkeit identisch ist und gleich erlebt wird. -
http://de.wikipedia.org/wiki/Mystik#Erf ... Erfahrenes

Die phänomenologische Sicht ist dann, nehm ich an, eine vergleichende Sicht, die Aussagen macht. Ohne unbedingt selbst Teil der Erfahrung zu sein.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Jeffrey mc » Di 8. Okt 2013, 02:13

Johncom hat geschrieben:
Jeffrey mc hat geschrieben:Also ich habe mich aktiv für Gott entschieden, während ich davon weiß, dass ich das so wollte und für alle Ewigkeiten will!!!

Das ist doch gut. Was erwartest Du als Antwort ?

Ich habe eine Aussage gemacht über mich, und das mit einem Ausrufezeichen besiegelt!! ;)


Vielleicht bin ich der einzige hier: aber dann beantworte mir, was es nebst Himmel und Hölle gibt, wo spätestens, nachdem Jesus wiedergekommen, auch der letzte Mensche nach seiner Entscheidung jeweils für alle Ewigkeiten hinkommen kann, wenn nicht Himmel oder Hölle? Und die Bibelstelle dazu wäre echt nett!!!!

Wer ist jetzt dieser letzte Mensch.

Wohin KANN der letze Mensch kommen, WENN NICHT Himmel oder Hölle, ganz egal ob Egon, Anton, oder Precilla!!

Und woher weisst Du dass der ne Entscheidung getroffen hat. Vielleicht ist dieser letzte Mensch ein frommer Moslem und betet 5 mal am Tag wie er es gelernt hat, und er hat sich nie vor ner anderen Entscheidung gesehen.

Ich weiß das bestimmt nicht. Doch Gott wird es wissen!! Und jeder Mensch hat die Chance in den Himmel zu kommen: von Anbeginn seit Adam und Eva, bis über den Turmbau zu Babel, bis hin zum letzten Tag: dem Ende aller Tage!! Und entweder wurde/ist/wird Gottes Angebot angenommen oder abgelehnt!

Wie ich das selber sehe ist Ewigkeit immer, also ohne Anfang und Ende. Nur das 'persönliche' und körperliche Leben ist flüchtig.

1) Gott ewig ist!!! Und Gott ist das Anfang und das Ende, der erste und der letzte, das A und O!!
2) Der Mensch wurde erschaffen und hat somit einen Anfang, der ein Entscheider ist, und der entweder im Himmel letzen Endes für alle Ewigkeiten bei Gott sein wird, oder letzen Endes für alle Ewigkeiten in der Hölle sein wird.
3) Gotteskinder werden sich auch im Himmel wieder erkennen können und Namen haben und somit persönliches haben werden usw. Und wir bekommen im Himmel eine neuen Körper.

Worte wie Himmel oder Hölle sind auch von Jesus gebraucht, aber als Metaphern und erzieherisch.
Himmel, das ist ein glückliches Leben weil man liebt. Hölle ist das Gegenteil davon.

Mmmh: Die einen werden nach ihrem Tode entweder im Himmel sein oder in der Hölle. Wenn du sagst, dass Himmel ein glückliches Leben sei, weil man liebe, und die Hölle das Gegenteil sei, dann frage ich dich, was nach dem Tode passiert, denn deine Übersetzung der Metapher hat doch mit dem Leben hier auf Erden zu tun, oder?

Ich glaube nicht an höllische Teufel, die 'in Sünde' Verstorbene für Ewigkeiten in heissen Kesseln piesacken. Interessanterweise haben mehrere Religionen solche Albtraumbilder ausgepackt. Die kommen aber schwer an bei heutigen, ach allgemeingebildeten Menschen, die ja ein bischen Logik geübt haben.

Durch die Bibel weiß man, dass es den Teufel gibt und die Hölle. Und da kann man die Bibel beim Wort nehmen!!

Also ich weiß erstmal nix davon durch die Bibel, dass der Verbleib im Himmel oder Hölle einmal enden wird!

Wie kann etwas enden oder nicht enden was noch gar nicht angefangen hat.

Laut Bibel wird der erschaffene Mensch einmal sterben: und zwar entweder "nur" einen Tod oder gar den 2. Tod, wobei es dann im Himmel oder Hölle enden wird: ein neuer Anfang und zwar für alle Ewigkeiten.

Die andere Frage ist auch warum hat Jesus die Liebe propagiert und das Verzeihen vorgelebt.

Dann lege ich mal auf die Goldwaage: Jesu hat von der Liebe gepredigt, wozu verzeihen gehört. (Folgendes ist ein wenig schwer zu erklären:) Und Jesus brachte das Schwert, das Trennung vom Bösen bedeutet: den Teufel, Sünde, Böses gilt es für die Menschen seit jeher zu hassen, was im AT und NT gleich ist. Doch im AT ging Gott "mal" so gegen das Böse der Menschen vor (Sintflut und so) sowie es auch in Ansätzen auch seine Schäfchen machen sollten bei diversen Sünden von Menschen bezüglich töten, was sich im NT mit Jesus (der ein Teil ist von Gott, der immer derselbe war, ist und sein bleibt) bezüglich des Bösen vom Menschen für uns wieder geändert hat, da nun die Liebe zum Menschen im Mittelpunkt stand, und der Anfang des Weges ist zum Ursprung im Himmel mit Gott oder so (nach dem Ende aller Tage), wie es vor dem Aufbegehren Luzifers und dem Sündenfall von Adam und Eva war. Und es ist nach wie vor, vom AT bis zum Ende aller Tage, dass Gott die Sünde hasst und letzten Endes Tod bedeutet, aber den Menschen liebt. Und dass es Menschen gegebenn hat, gibt und geben wird, die in der Hölle landen werden, ist, wenn man die Bibel beim Wort nimmt, Tatsache!!! Gott ist gerecht, vollkommen und jeder wird seine Chance auf den Himmel gehabt haben, haben und haben werden. Und Gott handelte, handelt und wird immer rechtens handeln!!! Da bin ich gewiss!!!

Und wie kann 'ich' mich auf ein Leben im Himmel 'freuen', wenn - nach dem gleichen Konzept - andere währendessen in der Hölle in gekocht werden. Das wär kein Himmel.
Das wäre absolut unbarmherzig.

Es gibt nur das "Konzept" auf Gott und sein Wort zu hören, ihn und sein Wort zu lieben, zu glauben und anzunehmen, oder es zu lassen, was Auswirkungen haben wird: letzten Endes "nur" einen Tod oder den 2. Tod!

Deshalb glaub ich nicht dass die Betonung der Lehre in reinem Gehorsam liegt sondern in der Wandlung des Herzens. Und das denkt nicht an Morgen und Später, Strafe oder Belohnung.

Für mich hat die Wandlung des Herzen damit zu tun, in wie fern man sich wonach richtet: nach Gott oder nicht!! Und z.B. auf Gott zu hören macht man freiwillig, weil man ihn glaubt, liebt, auch hört, usw.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Gnu » Di 8. Okt 2013, 07:39

Wenn ihr über Himmel und Hölle diskutiert, dann vergesst nicht, dass es auch noch eine neue Erde geben wird, auf der die Menschen immer noch Heilung bedürfen, die sie dannzumal von den Blättern der Bäume in Jerusalem bekommen werden. Dort wird Jerusalem allerdings einen neuen Namen haben, den ich euch hier nicht verrate. Die Bibel nennt ihn.

8-) :mrgreen:
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Johncom » Mi 9. Okt 2013, 00:37

.. sorry ...
Zuletzt geändert von Johncom am Mi 9. Okt 2013, 00:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Johncom » Mi 9. Okt 2013, 00:38

Jeffrey mc hat geschrieben:Ich habe eine Aussage gemacht über mich, und das mit einem Ausrufezeichen besiegelt!! ;)


Also Du bist Deinem Verkündungsauftrag nachgekommen.

Wohin KANN der letze Mensch kommen, WENN NICHT Himmel oder Hölle, ganz egal ob Egon, Anton, oder Precilla!!


Winnetou ging in die Ewigen Jagdgründe, gemäss seines Apachen Glaubens.
Es gibt so viele Jenseitsvorstellungen wie es Religionen gibt, und das sind Tausende wenn man auch kleine Religionen miteinbezieht wie bei Inselvölkern, die noch ungebrochen den Glauben ihrer Vorfahren weiterleben.


Doch Gott wird es wissen!! Und jeder Mensch hat die Chance in den Himmel zu kommen: von Anbeginn seit Adam und Eva, bis über den Turmbau zu Babel, bis hin zum letzten Tag: dem Ende aller Tage!! Und entweder wurde/ist/wird Gottes Angebot angenommen oder abgelehnt!


So kann es sein aber wir wissen auch dass Christen, Moslems, Juden, Buddhisten etc ihre Himmelsvorstellungen haben, teilweise auch Fegefeuer kennen, also Läuterungsebenen. Dann lernt man auch dass viele Gelehrten in allen Religionen diese Vorstellungen als Bilder auslegen mit erzieherischem Wert.
Erzieherisch klappte das immer gerade bei Kindern: Wenn Du nicht brav bist passiert was Schlimmes. Hölle ist ja wirklich was Angsteinflössendes, das wirkt. Aber wie gesagt, bei Kindern.

Gott ewig ist!!! Und Gott ist das Anfang und das Ende, der erste und der letzte, das A und O!!


Ewig ist ohne Ende und Anfang.

Der Mensch wurde erschaffen und hat somit einen Anfang, der ein Entscheider ist, und der entweder im Himmel letzen Endes für alle Ewigkeiten bei Gott sein wird, oder letzen Endes für alle Ewigkeiten in der Hölle sein wird.


Was heisst jetzt: Für alle Ewigkeiten ? Gibt es mehrere ?

Gotteskinder werden sich auch im Himmel wieder erkennen können und Namen haben und somit persönliches haben werden usw. Und wir bekommen im Himmel eine neuen Körper.


Das schliesst sich völlig aus, Persönlichkeit und Gottesnähe.
Und wozu brauchst Du im Himmel einen Körper. Macht das Sinn .. und was willst Du mit dem neuen Körper anfangen.

Wenn du sagst, dass Himmel ein glückliches Leben sei, weil man liebe, und die Hölle das Gegenteil sei, dann frage ich dich, was nach dem Tode passiert, denn deine Übersetzung der Metapher hat doch mit dem Leben hier auf Erden zu tun, oder?


Himmel / Jenseits ist spiegelbildlich.
Wie oben so unten.
Christlich: Wie im Himmel so auf Erden.
Ich weiss nicht was genau nach dem Tode passiert. Ich vermute, es ist ein lernender Prozess, der aber auch vorrübergeht. Und das überlebende Ich beginnt im 'Jenseits' da, wo es im Leben aufgehört hat.

Durch die Bibel weiß man, dass es den Teufel gibt und die Hölle. Und da kann man die Bibel beim Wort nehmen!!


Jesus sprach in Gleichnissen. Gleichnisse machen Sinn, wenn man sie übersetzt.

Auch Meister Eckhart sprach in Bildern und Gleichnissen, er begann seine Predigtem mit einem Bild aus der Bibel. Er spricht da vom Reich Gottes, das nahe bei uns ist. Viel näher als wir es denken können. Eckhart sagt, 'Gott ist in allen Kreaturen gleich nahe'.
Kreatur heisst wirklich nicht nur Mensch mit christlichem Bekenntnis sondern Geschöpf, und das schliesst auch Menschen ohne Bekenntnis, sogar Pflanze und Tier ein.
Warum geben wir uns so viel Mühe andere auszuschliessen ? Als Ungläubige oder 'Sünder' .. na ?
Damit wir unserem eigenen Ego Zucker geben können. Ich. Ich .. komme in den Himmel - Du nicht. Wir kommen in den Himmel - Ihr nicht.

Tricks des Verstandes um sich selbst zu erhöhen. Matthäus 23. Kräftige Worte.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Jeffrey mc » Mi 9. Okt 2013, 01:48

Warum geben wir uns so viel Mühe andere auszuschliessen ? Als Ungläubige oder 'Sünder' .. na ?
Damit wir unserem eigenen Ego Zucker geben können. Ich. Ich .. komme in den Himmel - Du nicht. Wir kommen in den Himmel - Ihr nicht.

1) zum Ausschließen: Jesus sagte: "Geht hinaus in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker." und Jesus sagte: "Niemand kommt zum Vater denn durch mich."
2) Du sprichst davon "wir unserem eingenen Ego Zucker geben": Ist das, was danach kommt wie "ätschibätschi"? Ob nun "ätschibätschi" oder nicht: Hier gilt wieder auf Gottes Wort zu hören, und ihn beim Wort nimmt, dass man sich nicht daran freuen soll, wenn jemand in die Hölle kommt. Und wie Gott entscheidet, wer letzten Endes in den Himmel oder in die Hölle, dann fechte ich das nicht an und sage somit "Lieber Gott, du machst alles richtig. Dein Jeff. Amen". Und wer Gott liebt und auf ihn hört, der braucht keine Angst vor der Hölle zu haben, und wird es niemals ungerecht finden, dass Gott "so einige" Menschen mitsamt den Teufel und seine Dämonen in den feurigen Pfuhl schmeißen wird und die Hölle dann dicht macht, da Gott alles richtig macht bzw. vollkommen ist usw.!!!

Und diejenigen, die Gott ungerecht nennen, was eindeutig böse ist weil es nicht der Wahrheit entspricht die nämlich von Gott kommt und die Wahrheit für alle ist (und von Gott kommt, der die Wahrheit ist), selbst wenn manche das nicht wahr haben wollen und dann von anderen "Wahrheiten" (sprich Lügen) sprechen, krümmen Gott ein Haar und werde so manch anderen Menschen mit Aussagen dazu infiziert haben, infizieren bzw. infizieren werden, sowie mit evtl. weiteren Grundlagen und Gedankengut, dass sich gegen Gott und sein Wort richtet bzw. dass Gott auch nur ein Haar krümmt. Dazu zitiere ich die Bibel: z.B. "Suchet Gott, solange er zu finden ist". :pray:


Tricks des Verstandes um sich selbst zu erhöhen. Matthäus 23. Kräftige Worte.

Zu diesem zitieren Satz von dir und was du noch sagtest:
Ich halt mich da lieber an die Bibel, die man beim Wort nehmen kann und die sagt, was nach dem Tode passiert. Und das geht, indem man sie beim Wort nimmt, wobei du scheinbar kein Wissen hast bzw. wobei du die Bibel nicht beim Wort nimmst, von nach dem Tode und kommst dann noch mit Matthäus 23. Und glaub mal, dass man Gott hauptsächlich beim Wort nehmen kann und dass dann nicht diejenigen gemeint seien, vor die Jesus warnt oder so, denn mit der Schrift und den Worten falsch umzugehen ist dann gegeben, wenn man sich am Wort "aufhält" und dann die Worte aufhebt und quasi durch andere ersetzt bzw. anders sieht oder so, und dann die Bibel versteht, was dann von Person zu Person unterschiedlich wäre bzw. nur für Auserwählte wäre, während dadurch die hauptsächlichen Wörtlichnehmern gezwungen wären, dumm aus der Wäsche zu gucken. Und so stark wie du die Worte schilderst, scheinst du sie beim Wort genommen zu haben, wobei ich dann sagen kann, dass Gott im Großen die ganze Zeit beim Wort nehmen kann. Und wenn du Matthäus 23 nicht beim Wort nimmst aber "Kräftige Worte" gebrauchst, wenngleich "Kräftige Worte" für den Inhalt nutzen kann, wenn man Matthäus 23 beim Wort nimmt, dann würde ich sehr gerne deinen Klartext zu Matthäus 23 wissen!!!
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Columba » Mi 9. Okt 2013, 08:31

für Interessierte mit Interessierten Eckhart lesen:

http://www.zh.ref.ch/handlungsfelder/bs ... z-ich-lebe

"Ich lebe, darumbe daz ich lebe"
Den Mystiker Meister Eckhart heute lesen - Mystik fasziniert, weil sie an der Grenze des Sagbaren beides ist – vertraut nah und gleichzeitig fremd und eigenständig, widerständig für unser Verstehen. Wir laden Sie herzlich ein, an vier Abenden den Spuren Meister Eckharts zu folgen.

Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Johncom » Do 10. Okt 2013, 00:04

Jeffrey mc hat geschrieben:Hier gilt wieder auf Gottes Wort zu hören


- Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen. -

Ich denke das Hören ist eine grosse Übung in der Mystik. Viel mehr als das Lesen weil das Lesen eine schnelle Tätigkeit ist, die den Kopf, also den Verstand benötigt, der Schlüsse ziehen will. Oder Schlüsse bzw Interpretationen anderer denkt. Die Illusion ist aber zu meinen, der Verstand könne 'verstehen'.
Also schaut man sich um, dann kennt man viele Leute, die mit dem Verstand verstehen wollen. Sie verstehen einiges, aber am nächsten Tag gehts weiter. Dann kommt eine Gegengedanke, nichts stimmt mehr und es geht wieder von vorne los.

Es wäre ganz einfach wenn alle GLAUBEN könnten, so wie kleine Kinder einfach glauben was die Grossen sagen. Kinder sind noch nicht entwickelt, wenn man ihnen sagt Geh nicht raus da wohnt ein Gespenst dass Dich frisst, dann glauben sie es wirklich und bleiben drinnen. Wenn sie grösser werden gehen sie aber mal vorsichtig nachschauen und entdecken, es stimmte nicht was man ihnen erzählt hat.

Auch Erwachsene sind in dem Punkt unentwickelt dass sie nicht wirklich wissen was nach dem Tod geschieht. Könnte es sein dass es eine Hölle gibt ? Das wär schrecklich ...

Mal zu den Versen des Johannesevangeliums:
Ich denke nicht dass der Anfang zeitlich gemeint ist, also vor Millionen Jahren oder so. Anfang ist IMMER, das Licht und das Wort ebenso. Finsterniss, das ist die 'Zertreuung'. Das Existieren in einer Welt der 1000 Dinge, die unterschieden werden und die immer im Kampf gegeneinander sind. Die aber 'durch dasselbe gemacht' sind und es nicht mehr wissen. ( ist ja immer was Jesus anmahnt: Der andere, das ist auch Dein Bruder selbst wenn er nicht zum gleichen Stamm, zur selben Sekte gehört, siehe Der barmherzige Samariter )

Hören kann also heissen: Wirklich lauschen auf das Wort, das ist nicht der Wortschwall, das Bla Bla der Welt. Predigten sollten oder könnten eigentlich auch zurückführen auf das Eine Wort, zum Besinnen führen. Zum eigentlichen Anfang. Gott war das Wort - Gott IST das Wort. Wenn man bereit ist, sich auf das ( stille ) Hinhören einzulassen. Dann ist man BEI Gott.

Mit Eckhart gesagt: 'Gott ist in allen Kreaturen gleich nahe'.
Die Kreaturen merken nichts davon, sie denken alles ist Welt alles ist im Kampf. Kampf, damit mein ich auch die Theologie von Verlorenheit und Rettung, die dann noch ein Weltende beschwört und den Leuten Angst macht, sie könnte entweder 'gerettet' werden oder 'verloren' gehn.
Diese Lehren gibt es übrigens nicht nur im Christentum, auch im Islam und teilweise im Judentum. Und deren Verwalter haben in der ganzen Geschichte ne Menge Geld gemacht damit.

Jesus sagte: "Geht hinaus in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker."


Was hätte er denn anderes sagen sollen.
Gründet einen Museumsverein ?

"Niemand kommt zum Vater denn durch mich."


Man kann schon darüber denken, wer spricht da und wen meint das. An anderer Stelle sagt Jesus:
- Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer, Gott. -

- Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. -
heisst der ganze Vers.
In der lauschenden Übung der Mystiker wird dann oft genau dieses Ich Bin als der 'ewige Anfang' oder die 'in allen Kreaturen gleiche Gottesnähe' erfahren.
Gibt es einen Bibelsatz in dem Jesus zur Anbetung seiner Person auffordert ?
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Johncom » Do 10. Okt 2013, 00:12

Columba hat geschrieben:für Interessierte mit Interessierten Eckhart lesen:

http://www.zh.ref.ch/handlungsfelder/bs ... z-ich-lebe

"Ich lebe, darumbe daz ich lebe"
Den Mystiker Meister Eckhart heute lesen - Mystik fasziniert, weil sie an der Grenze des Sagbaren beides ist – vertraut nah und gleichzeitig fremd und eigenständig, widerständig für unser Verstehen. Wir laden Sie herzlich ein, an vier Abenden den Spuren Meister Eckharts zu folgen.


Zürich, das ist ja auch Dein Wohnort ?
Wirst Du hingehn und einen Bericht schreiben ?
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Jeffrey mc » Do 10. Okt 2013, 03:21

Johncom hat geschrieben:- Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat's nicht begriffen. -

Ich denke das Hören ist eine grosse Übung in der Mystik. Viel mehr als das Lesen weil das Lesen eine schnelle Tätigkeit ist, die den Kopf, also den Verstand benötigt, der Schlüsse ziehen will. Oder Schlüsse bzw Interpretationen anderer denkt. Die Illusion ist aber zu meinen, der Verstand könne 'verstehen'.
Also schaut man sich um, dann kennt man viele Leute, die mit dem Verstand verstehen wollen. Sie verstehen einiges, aber am nächsten Tag gehts weiter. Dann kommt eine Gegengedanke, nichts stimmt mehr und es geht wieder von vorne los.


Ich hätte gut gefunden, wenn du die entschlüsselte Mystik von Matthäus 13 ausgedrückt hättest, wo ich schon nicht wusst und es immer noch nicht weis, ob du da auch schon Mystik siehtst oder nicht. Und was machst du: du sprichst eine andere Stelle an. Ich kann von mir sagen, dass ich schon bei dir die Bibel zitiert habe, eben weil du anders mit der Bibel umgegangen bist oder so, weil ich dir z.B. entgegnen konnte, dass durch die Bibel klar wird, was nach dem Tode passieren wird.
Und nochmal: Menschen wie ich, die hauptsächlich wörtlich nehmen, wissen, dass auch mal was gemeint sein kann.
Und:
Und wenn du sowas sagst wie "Dann kommt eine Gegengedanke, nicht stimmt mehr und es geht wieder von vorne los", dann sage ich dir hier und jetzt vor Gott, dass ich eigentlich immer dasselbe sage. Aber ich habe auch schon revidiert (wenn auch "nur" teilweise), weil ich auch was nicht korrekt aus der Bibel verstanden habe und das zugab, während ich nicht von vorne Anfangen brauche bezüglich Gott und sein Wort an uns, mit Einbezug der Tatsache, dass andere etwas anders sehen als ich und etwas gleich sehen. Ja, und manchmal wird es so gewesen sein, dass ich so schwierig formulierte das andere nicht verstanden: Z.B. Gnu, und perfekt bin ich auch nicht in etwas auszudrücken, wenngleich ich auch nicht immer unperfekt bin.

Und: hast du dich noch nicht vertan? Und verstehst du nichts mehr, wenn ein Gegengedanke kommt? Und hast du dich noch nicht geirrt. Hast du nichts festes, zu dem du stehst? etc. etc. etc.

Fazit: Du nimmst vielleicht nicht hauptsächlich beim Wort. Ich schon. Und siehe dann da: du kannst dich genauso gut vertun, und es muss sich eben nicht alles ändern, wenn ein Teil nicht korrekt im Kopf war. etc. etc. etc.

Es wäre ganz einfach wenn alle GLAUBEN könnten, so wie kleine Kinder einfach glauben was die Grossen sagen.

Jetzt musste ich an die Katholische Kirche denken, die vorgibt und was angenommen wird: Hast du daran gedacht?
Ich aber sage dir, dass Jesus sagte, dass wir nach der Wahrheit trachten sollen. Und wenn man alles annimmt was Menschen so alles sagen, dann würde man in Konflikt kommen, wenn man die Bibel selber liest, etwas anders zu sehen. Doch gilt es immer die Bibel als Wahrheit zu erachten und sich so in ihr zu bewegen, dass man dieser Wahrheit treu bleibt: und zwar innerhalb der Bibel und die "Anwendung" von Gottes Wort auf Situationen unseres Lebens und was uns umgibt. Und ja: Glauben wie ein Kind: das ist für mich Gottes Wahrheit anzunehmen und auf ihn zu hören und das im Leben zu leben. Und wer in Gottes Wort andere Aussagen sieht, als was Gott zu sagen hat, indem Gott nicht beim Wort genommen wird, hat seinen eigenen Kopf, bleibt aber ein Kind Gottes, dass in diesem Punkt seinen eigenen Weg geht. Und das kindliche ablegen: Dazu gehört bestimmt nicht, nicht denen zu vertrauen, die einen Lieben, wozu nebst Mami und Papi, Gott alle male gehört und von dessen Liebe und Wahrheit Mami und Papi zehren.... ganz wie die Großen sagen ;) (Und falls das Argument kommt, dass Mami und Papi auch schlecht sein können und Lüge vertreten können, dann sage ich dir erstens getrost, dass es gerade darum nicht ging, da ich von Liebe sprach, und dass Gott alle male gut ist).

Kinder sind noch nicht entwickelt, wenn man ihnen sagt Geh nicht raus da wohnt ein Gespenst dass Dich frisst, dann glauben sie es wirklich und bleiben drinnen.

1) AT: Du sollst nicht Lügen (wenn ein Veto kommt, weil es so wörtlich nicht steht, dann ist und bleibt gewiss der Teufel der Vater der Lüge, von dir wir uns gar nicht annehmen sollen, wobei ich an dieser Stelle noch sagen möchte, dass "wer ohne Sünde ist der werfe den ersten Stiein" zwar bedeutet, die Sünde im Leben nicht nicht vorkommen wird, doch heißt zu sündigen, wenn es denn vorkommt, nicht automatisch, dass keiner in den Himmel kommt, denn es gibt ja Gott und sein Heilsangebot, während Sündenvergebung für den Christen dazugehört, sowie die Tatsache, die Sünde nicht zu lieben, selbst wenn sie vorkommt).
2) NT: Geht hinaus und machet zu Jüngern alle Völker (und damit ist die Bibel gemeint, die die Wahrheit ist, die Sünde hasst, wozu dein Beispiel mit den Geistern gehört, dass genauso Lüge ist, wie der Weihnachtsmann oder der Osterhase. Vielleicht ist das mit den Geistern und auffressen evtl. ein Erziehungszweck oder so, doch ist es und bleibt es eine Lüge, wobei man das Kind mit Gottes Wort, dass die Wahrheit ist, auf das Leben vorbereiten kann und so. Und wenn das mit den Geistern Angstmacherei ist, dann ist das gewiss nicht Liebe!!! Mit Gottes Wahrheit auf das Leben vorbereiten ist Liebe (und wenn es um Gottes Wort geht, indem Hölle und so vorkommen, dann gilt, wer auf Gott schaut und "ja" zu ihm und sein Wort sagt: "Habt in der Welt keine Angst, denn seid getrost, ich habe die Welt überwunden), und mit Lügen, wenn sie ausgesprochen werden, auf das Leben vorbereiten, ist Sünde!!!!!)

Wenn sie grösser werden gehen sie aber mal vorsichtig nachschauen und entdecken, es stimmte nicht was man ihnen erzählt hat.

1) Manches stimmt
2) Manches nicht
3) Ja, die Lüge ist verwerflich!

Auch Erwachsene sind in dem Punkt unentwickelt dass sie nicht wirklich wissen was nach dem Tod geschieht. Könnte es sein dass es eine Hölle gibt ? Das wär schrecklich ...

Dann verweise ich auf meine Statement weiter oben, dass in der Bibel steht, was nach dem Tode passiert und dass die Christen keine Angst vor der Hölle haben brauchen und sie es nicht ungerecht finden, dass Gott den Menschen ihre Entscheidung für oder gegen ihn lässt, und jeder wird seine Chance bekommen, während Gott jeden aufnimmt der ihn liebt, während es eine "Ort" gibt, der die Hölle ist, wo die Hinkommen, die nicht über Jesus zum Vater wollten. Und es gibt nach dem Tode nur bei Gott oder weg von Gott.

Hören kann also heissen: Wirklich lauschen auf das Wort, das ist nicht der Wortschwall, das Bla Bla der Welt. Predigten sollten oder könnten eigentlich auch zurückführen auf das Eine Wort, zum Besinnen führen. Zum eigentlichen Anfang. Gott war das Wort - Gott IST das Wort. Wenn man bereit ist, sich auf das ( stille ) Hinhören einzulassen. Dann ist man BEI Gott.

Ich lasse deines mal so stehen.
Wenn ich von mir rede: ich weiß, dass ich Gott in meinem Herzen habe, dass er bei mir ist, und das ich ihn vernommen habe, während ich die Bibel hauptsächlich beim Wort nahm, nehme und nehmen werde. Und wenn zwei oder drei in Jesu Namen versammelt sind, da ist er mitten unter ihnen. Und nach dem Tode, sind diejenigen bei Gott, die "ja" zu ihm sagten: Jesus: Niemand kommt zum Vater, denn durch mich"

Mit Eckhart gesagt: 'Gott ist in allen Kreaturen gleich nahe'.

Gott hat alles in seiner Hand und alles was geschieht und ist, weiß Gott, wodurch Nähe aus meiner Sicht erkennbar ist.
Nur mal so: gibt es nicht die Bibelstelle, die da besagt, dass sich alles und jeder Gott beugen wird?

Jesus sagte: "Geht hinaus in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker."


Was hätte er denn anderes sagen sollen.
Gründet einen Museumsverein ?

Dir sollte klar sein, dass ich das u.a. aufführte zu etwas, was du gesagt hat!

"Niemand kommt zum Vater denn durch mich."


Man kann schon darüber denken, wer spricht da und wen meint das. An anderer Stelle sagt Jesus:
- Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer, Gott. -

Also für mich hat Jesus gesprochen, der den Menschen den Weg wies, um in den Himmel zu Gott zu kommen.
- Da ich davon ausgehe, dass Jesus ein Teil von Gott ist und Jesus frei von Sünde immerwährend ist, kann nur Gott im Gesamten gut sein: Vater, Sohn und Heiliger Geist sind eins: nämlich Gott!!
(nur mal so: Jesus ist die Wahrheit, in in liegt verborgen Weisheit und Erkenntnis, etc.)

- Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. -
heisst der ganze Vers.
In der lauschenden Übung der Mystiker wird dann oft genau dieses Ich Bin als der 'ewige Anfang' oder die 'in allen Kreaturen gleiche Gottesnähe' erfahren.

Naja, Gott ist der Anfang und das Ende, der erste und der letze, das A und so: das habe ich nicht gelauscht, sondern gelesen und geglabut. Und ja: Gott hält alles in seiner Hand und weiß von allem und jedem bescheid usw.
Gibt es einen Bibelsatz in dem Jesus zur Anbetung seiner Person auffordert ?

Abgesehen davon, dass Jesus das Vater unser und gab, ist es mindestens die Tatsache, dass über "niemand kommt zum Vater, denn durch mich" der Kontakt zu Jesus über Beten geschehen kann....
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Re: Ein Beitrag über Meister Eckhart

Beitragvon Johncom » Fr 11. Okt 2013, 00:43

Jeffrey mc hat geschrieben:Und nochmal: Menschen wie ich, die hauptsächlich wörtlich nehmen, wissen, dass auch mal was gemeint sein kann.


Mit Wörtlich nehmen meinst Du: hauptsächlich mit dem Verstand aufnehmen.
Was Fabeln oder Märchen betrifft geht jeder davon aus, das sind erzieherische Geschichten. Auch Jesus arbeitete mit solchen Bildern, die nennt man Gleichnisse.

Ja, es ist immer was gemeint. Die Frage ist dann, was ist gemeint. Das Gemeinte kann auf verschiedenen Ebenen gedeutet werden. Ich 'meine' jedenfalls, erst durch Deutung kommen wir an den eigentlichen Sinn der Biblischen Geschichte.
Der Verstand denkt nur wörtlich, und er hängt am Ego.
Das Ego ist an persönlichem Vorteil interessiert, z.B:

Was muss ich tun damit ich mehr kriege.
In den Himmel kommen, das ist ja ein echtes Ziel. Verstandesmässig ist schnell herausgefunden wie das geht um in den Himmel zu kommen. Himmel klingt gut so wie Paradies .. und vor allem solls ja ewig sein. Also glücklich sein für immer, mehr geht wirklich nicht.
Ist das wirklich so oder ist es vielleicht auch eine Illusion, ein Wunschtraum mit dem man Gutgläubige einfangen kann. Die angeblichen Terrorausbilder, die Jihhadisten trainieren ( wenn man der Presse glaubt ) arbeiten mit dem gleiche Konzept. Betet und kämpft für den wahren Glauben, dann werdet Ihr Märtyrer und die kommen schnurstracks ins Paradies.

Und: hast du dich noch nicht vertan? Und verstehst du nichts mehr, wenn ein Gegengedanke kommt? Und hast du dich noch nicht geirrt. Hast du nichts festes, zu dem du stehst? etc. etc. etc.



Irren kann man nur wenn man zu was Festem steht.
Ich vertue mich immer wieder, dann wenn ich Fehler bei anderen suche. Im Moment denke ich, und das ist hoffentlich ein Fortschritt .. dass man ernsthaft Gläubige respektieren sollte. Das sind ehrliche Menschen. Anders empfinde ich gegenüber den politischen Machthabern, die uns in Krieg und Verschuldung treiben, gegen die hab ich ne Wut, denen geb ich nen Tritt in den Allerwertesten.
Den Politikern möchte ich gerne einen Tritt geben dass sie 100 Meter geradeaus fliegen und nicht mehr aufstehn, können das sag ich ganz ehrlich.


Und ja: Glauben wie ein Kind: das ist für mich Gottes Wahrheit anzunehmen und auf ihn zu hören und das im Leben zu leben. Und wer in Gottes Wort andere Aussagen sieht, als was Gott zu sagen hat, indem Gott nicht beim Wort genommen wird ...


Die Bibel ist nicht 'Gottes Wort', es ist eine Sammlung inspirierter Autoren. Das alte Testament ist, find ich der Deutung der Juden überlassen die es ja weiterhin streng hebräisch lesen. Das neue Testament, das sollte man auch bedenken wurde staatlicherweise kanonisiert, es stand ein politischer Druck ein Zeitdruck über dem Projekt.

Was Gott wirklich 'sagt' kann aber immer gehört werden, dazu braucht es nicht mal Bibelkenntnisse.
( Soll das ganze Wunder - Gott spricht zu Mensch - konditioniert sein auf Sprache, Erfindung der Schrift auf Papier, Druckerpresse ? )

- Gott ist in allen Kreaturen gleich nahe. -
Sagt Eckhart der Mystiker, und das klingt nicht so als mache es einen Unterschied zwischen Bibel-Kundigen und Analphabeten. In der Zeit damals waren die Analphabeten sowieso in der Überzahl und doch macht es keinen Unterschied: Gott ist in allen Kreaturen gleich nahe.

Dann verweise ich auf meine Statement weiter oben, dass in der Bibel steht, was nach dem Tode passiert und dass die Christen keine Angst vor der Hölle haben brauchen und sie es nicht ungerecht finden, dass Gott den Menschen ihre Entscheidung für oder gegen ihn lässt, und jeder wird seine Chance bekommen, während Gott jeden aufnimmt der ihn liebt, während es eine "Ort" gibt, der die Hölle ist, wo die Hinkommen, die nicht über Jesus zum Vater wollten. Und es gibt nach dem Tode nur bei Gott oder weg von Gott.


Jetzt könnte man noch sage dass der Begriff 'ewige Hölle' ausser im Katholizismus früherer Zeiten und in evangelikalen Gruppen heute kaum noch gepredigt wird und von daher auch wenig Angst macht.
Der Begriff Gericht ist weiterhin verständlich: Die Seele sieht sich selbst erkennt ihre Problematik und durchgeht eine Läuterung.

Gott hat alles in seiner Hand und alles was geschieht und ist, weiß Gott, wodurch Nähe aus meiner Sicht erkennbar ist.


Wenn Gott alles in seiner Hand hat, dann weiss Gott auch und versteht wenn einer, der in kriminellem Umfeld aufwächst kaum eine Chance hat, sich ethisch zu entwickeln.

Nur mal so: gibt es nicht die Bibelstelle, die da besagt, dass sich alles und jeder Gott beugen wird?


Gott selber beugt sich ja auch, in der Person Jesus. Da muss es wohl noch mehr geben als Gesetzeshärte.
Verständnis, Gnade, Mitgefühl ?
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Johncom
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