Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: Thelonious

Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon jes_25913 » So 28. Jul 2019, 08:53

Lazar hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Klar, Sundar wünscht sich mehr gehorsame Christen.
Für ihn selber war ja Christus sein Lebensmittelpunkt und alles was er liebte. Aber er war eben eher ein Ausnahmemensch.

Lg, otp


Hi oTP,
also ich glaube Sundar Singh dieses Erlebnis mit dem lebendigen Christus.
Es ist sonst unmöglich, dass ein Mensch sich innerhalb von ein paar Sekunden "religiös-geistig" völlig wandelt und daraufhin auch sein ganzes Leben komplett anders ausrichtet - ohne Angst vor jeglichen Konsequenzen.
Genau das macht aber bekanntlich Christus/Gott mit uns!

Ich werde auf jeden Fall einmal ein Buch von Sundar lesen:
"Gesichte aus der jenseitigen Welt".
Dann können wir weiterreden.

Herzliche Grüße
Eleazar


"Gesichte aus der jenseitigen Welt" besitze ich auch. Es zeigt sich da eine schöne Übereinstimmung mit den heutigem Nahtoderlebnissen.
So sieht man, dass die Wahrheit immer wieder von den verschiedensten Seiten bestätigt wird.

LG,
jes
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » So 28. Jul 2019, 09:56

Schöne Übereinstimmungen mit Nahtoderlebnissen
( und Spiritismus und esoterischen Erlebnissen ) ?

Da gibt es verwirrende und entscheidende Unterschiede. Sundar Singh sieht Jesus im Mittelpunkt des Jenseits. Und keine erleuchteten Meister, die esoterischen Hinduismus und Budhismus lehren. Das kann kam nicht alles in einen Pott werfen und eine universale Suppe daraus kochen.

Und völlige Klarheit was daran wahr ist, gibt es gar nicht. Da man nicht mit irdischen Sinnen wahrnimmt dort, kommt es schon sehr auf den Wahrnehmenden selbst an, wie und was er wahrnimmt. Getäuscht werden und sich selber täuschen und falsch interpretieren, damit müssen wir immer rechnen.


Lg, otp
Zuletzt geändert von onThePath am So 28. Jul 2019, 11:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon jes_25913 » So 28. Jul 2019, 11:46

onThePath hat geschrieben:Schöne Übereinstimmungen mit Nahtoderlebnissen
( und Spiritismus und esoterischen Erlebnissen ) ?

Auch die gibt es. Denn die unsichtbaren Welten sind ja nicht mit den äußeren Sinnen erkennbar, sondern nur mit den inneren Sinnen. Sind sind also "esoterisch", d.h. "verborgen".
Wir kennen sie deshalb von denen, deren der innere Sinn offen ist (also den echten Esoterikern, wie bsw. Rudolf Steiner), von denen, die in sie kurzfristig eingehen (wie diejenigen die einen Nahtod erlebten) oder denen, die durch kurze Visionen Einblicke erlangten und vielleicht noch der Erklärung solcher bedurfeten, die tiefere und umfassende Einblicke haben, wie es bei Sundar Singh der Fall ist, dem man erst einiges erklären musste, was er sah.

Einige Beispiele für Übereinstimmungen:
„Als ich dich verließ, liebe Ellen, dachtest du, ich wäre für immer oder doch wenigstens bis zu deinem Hjnscheiden von dir gegangen. Aber nie bin ich dir so nahe gewesen wie damals, als du mich tot nanntest. Ich fand mich selber von meinem Körper befreit. Es war so ein eigenes neues Gefühl.
lch stand dicht neben dem Bett, worauf mein Leib ruhte; ich sah jeden Gegenstand im Zimmer, genau wie bisher. lch hatte keinen Schmerz beim >Sterben< gefühlt, nur große Ruhe und tiefen Frieden. .(…) Anfänglich war außer mir und meinem Leibe niemand im Zimmer. Gleich zuerst wunderte ich mich, dass ich mich so sonderbar wohl fühlte; aber dann sah ich, dass ich abgeschieden war (…) Bald danach war mir, als wäre eine große, warme Lichtwelle ins Zimmer gekommen, und ich sah einen Engel." (W. Stead durch eine Mitteilung aus dem Jenseits an Ellen)

Sundar Singh: "Der Tod gleicht dem Schlafe“ Man hat keine Schmerzen beim Übergang (…) über viele kommt der Tod. so plötzlich, dass sie sich nur sehr schwer klar machen können, die materielle Welt verlassen zu haben und in. die Welt der Geister eingetreten zu sein... Erst wenn sie genauer belehrt worden sind und sich klarmachen, dass ihr Geistleib verschieden ist von, dem früheren materiellen Leib, erkennen sie, dass sie wirklich aus dem materiellen Reich ins Reioh der Geister versetzt worden sind."
Das sah Sundar Singh: "Der Verstorbene sprach zu den Engeln, die ihn abholten: >Ich wusste nicht, dass der Geist, wenn er den Leib verlassen hat seinen eigenen Körper und seine Freunde sehen kann. Ich wünschte, meine Freunde könnten mich sehen, so wie ich sie sehen kann, dann würden sie mich nimmer als Toten betrachten, noch um mich trauern, wie sie es jetzt tun< Dann prüfte er seinen geistigen Leib und fand ihn wundervoll hell und zart, ganz verschieden von seinem groben irdischen Leib. Hierauf fing er an, seine Frau und seine Kinder, welche weinten und seinen Leichnahm küssten, zurückzuhalten. Er streckte seine zarten geistigen Hände aus und fing an, es ihnen klarzumachen und sie mit großer Liebe von dem Leichnam wegzuziehen, aber sie konnten ihn weder sehen noch seine Stimme hören; und als er versuchte, seine Kinder wegzubringen, schien es, als ob seine Hände durch ihren Leib hindurchgingen, wie wenn sie Luft wären; aber sie fühlten gar nichts."

Der Schamane Thunder Cloud kann sieh noch gut an den eigenen Tod in einer vergangenen Inkarnation erinnern: " lch lebte einmal bei einer kleinen Gruppe Indianer, die vielleicht zwanzig Zelte zählte. Als ich zum Burschen herangewachsen war, (…) da überfiel uns eine Horde auf dem Kriegspfad und tötete uns alle..
lch wusste jedoch nicht, dass ich getötet war. lch nahm an, ich würde wie gewohnt herumlaufen, bis ich einen Haufen Leiber auf dem Boden sah und meinen darunter. Es war keiner da, der uns begraben hätte, und so lagen wir da und verwesten.“

Swedenborg teilte in "Himmel und Hölle" im 17. Jahrhundert mit: "Ich hörte aus dem Himmel, dass Einige bei ihrem Sterben, wenn sie auf der Totenbahre liegen und noch nicht auf erweckt sind, in ihrem erkalteten Körper fortdenken und nichts anderes wissen, als dass sie noch leben, mit dem Unterschied, dass sie kein einziges materielles Teilchen, das zum Körper gehört, bewegen können«"(§ 433), und in Bezug auf Lebenspanorama, das vor dem Entkörperten abläuft, schreibt er: " Mit einem Wort, alle bösen und ruchlosen Taten, Räubereien, Kunstgriffe und Betrügereien werden jedem bösen Geiste sichtbar dargestellt und aus seinem eigenen Gedächtnisse herausgenommen, und er so Überführt; es bleibt kein Raum zum Leugnen Übrig, weil alle Umstände zugleich erscheinen." (§ 462)

Da gibt es verwirrende und entscheidende Unterschiede.
Natürlich gibt es auch Unterschiede. Menschen sind ja keine vom Fließband gefertigte BMW-Modelle.
Deshalb muss man immer zuerst das Gemeinsame sehen und dann erst das Besondere, das nur die Regel bestätigt.
Und völlige Klarheit was daran wahr ist, gibt es gar nicht.
Lg, otp


Doch, genügend Klarheit kann man erlangen, wenn man sich mit Interesse für alles mit dem Thema Zusammenhängende und um Objektivität bemüht. Dann wird immer mehr klar.

LG,
jes
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » So 28. Jul 2019, 11:54

Danke für deine Erklärungsversuche. Es ist deine Sicht und stimmt mit meiner eher wenig überein.

Für mich ist Steiner eher ein Scharlatan, der eine esoterische Zusammenschau sich ausgedacht hat. Soviel zu den angeblich ganz Grossen, die das Gesehene im Jenseits besser erfassen als Sundar Singh.

Steiner passt ja gut zu dir, wenn du schon Schamanen zitierst. Nimm doch auch noch Timothy Leary dazu, der noch mehr Drogen nahm als Schamanen. Denn Drogen und Trance sind ja ein Türöffner für Schamanen.

Was die spiritischen Ansichten über den Zustand nach dem Tode ist, forsche ich gerade durch die vielen Zeugnisse auf TLC nach. Es gibt ja Geister die da rumspuken, psychisch negativ beeinflussen und sogar körperlich verletzen. Ich könnte auf all die Kommentare der "Fachleute" ,der Spiritisten, Esoteriker und Geisterjäger dazu in den Filmen völlig verzichten und nur mir die Erlebnisberichte ansehen. Man kann Einiges vom Agieren, den Möglichkeiten ihres Einwirkens auf die menschliche Psyche und die sichtbare Materie der bösartigen körperlosen Jenseitigen lernen. Davon abgesehen bringt es nichts, außer Bindungen, wenn man sich praktisch und aktiv damit beschäftigt. Genauso wenig wie Drogen oder das gefährliche Buchstabenbrett als Türöffner. Ich versuche nur dazu zu lernen, wie dämonische Geister Lebende beeinflussen. Und dazu genügt es, wenn Betroffene erzählen.

Aber das ist hier ja etwas weit weg vom Thema. Sonst wird ein Buch fällig mit allen Aspekten. :) Plus vor allen Dingen viele Worte, um die Unterschiede zwischen den verschiedenen esoterischen Sichtweisen und der christlichen zu erklären. Um sich nicht im Morast des esoterischen Dickichts zu verstricken.

Versuchen wir trotz Gegenposition zueinander, uns nicht zu streiten.

Versuchen wir auch, die Mitleser nicht zu verwirren. Das Thema ist nun mal total schwierig.

Sundar Singh bleibt ein Inder, der nach seiner lebendigen Begegnung mit Christus ein hingebungsvoller, treuer und bescheidener Nachfolger des Christus wurde. Dazu auch noch einen tödlichen Giftanschlag überlebte und einmal von Engeln aus einem Verlies befreit wurde.

Lg, otp
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon Lazar » So 28. Jul 2019, 15:11

oTP hat geschrieben:
Lazar hat geschrieben:Sundar Singh hat wohl eher nicht die "Endzeitkirche" gelehrt, sondern christliche und indische Theologie wohlwollend im Geiste Jesu verknüpft?
So wie Paulus auch den jüdischen Glauben mit dem heidenchristlichen Glauben bis zuletzt verbinden wollte, obwohl er von vielen Gläubigen stark angefeindet wurde.

Eleazar


Sundar Singh wandte sich von den indischen Lehren ab.

Lg, otp


Prinzipiell schon, oTP, aber viele unterschiedliche Lehren überschneiden sich letztendlich auch in Gottes Geist - so war Sundar für immer geprägt.
Kein Weg zu Gott - und kein Gottes Kind - gleicht jedenfalls völlig dem anderen.

So wie Paulus den Heiden Christus anders dargebracht hat als Petrus, oder Jakobus in der Jerusalemer Urgemeinde den Juden, so hat Sundar Singh vielen Indern Christus sicherlich anders nahegebracht, als wie wir es tun würden.
Aber seine Mission war dabei bestimmt von größerem Erfolg gekrönt.
Doch darauf kommt es an, Christus in der ganzen Welt glaubhaft zu verkünden.

So wählt Gott aus - aus uns Verschiedenen.
Vollkommen wie damals Christus selbst kann vermutlich keiner von uns sein.

HG
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Di 30. Jul 2019, 11:34

Hallo Lazar.

Wer den Hinduismus kennt, dazu gehören auch die Sikhs, und den Buddhismus, der auch aus dem Hinduismus entstand, findet heutzutage daraus überall Gedankengut verbreitet. Anthroposophie wurde schon genannt, der entstand aus der Theosophie, die wiederum aus dem Hinduismus durch esoterische Übertragung aus dem Jenseits. Dazu kommen Verknüpfungen zur esoterischen Magie wie bei den Rosenkreuzern. Ich mache jetzt einen Stopp. Jedenfalls steckt indisch-hinduistisches Gedankengut "überall" in esoterischen Lehren.

Dem Inder ist es normal, zur Gottheit empor gestiegene Menschen zu verehren. Etwa Buddha oder Sai Baba. Den habe ich mir übrigens selber mal angeschaut.

Da ist die hingebungsvolle Gottessuche Sundar Singhs nicht ungewöhnlich. Aber Sundar mochte Jesus und die Christen nicht, sah darin eine Irrlehre. Wie gesagt: Einmal zerriß er eine Bibel und verbrannte eine.

Als Sundar verzweifelt eine lebendige Beziehung zu Gott suchte, war Jesus der letzte, den er erwartet hatte.

Auch seine vielen Entrückungen zeigen uns einen Himmel mit Jesus im Mittelpunkt. Und eben keinen hinduistischen, esoterischen Himmel. Den esoterischen Himmel lehren genug körperlose Geister durch spiritistische Einwirken als Engel des Lichtes. Und sonstige esoterische Erlebnisse.

Deshalb ist Sundar Singh gerade in der heutigen Zeit ein wichtiger Zeuge von Jesus, dem Christus. Und Ringen um Wahrheit.

Jes muß deshalb die Erlebnisse Sundar Singhs als eher minderbemittelt darstellen und stellt zb Steiner über ihn als wissender und übergeordnet. Es sind nun mal so einige Gegensätze und Konflikte zwischen Jesus und den vielen esoterischen Lehren. Und so ist Sundar Singh eben ein Ärgernis. Klar ist auch, dass hochtrabende esoterische "Durchblicker" meine Erkenntnisfähigkeit als miserabel darstellen.

Ich nenne Rudolf Steiner einen Scharlatan mit genieartiger Zusammenschau aller Esoterik. Ein mächtig beeinflussendes System wie auch das der Theosophie und der Rosenkreuzer.
Aber was soll man erwarten, steht ja sogar die Weisheit der Schamanen, die Geister kontaktieren, hoch im Kurs bei Wahrheitssuchern.

Aber ist Sundar Singh authentischer zu bewerten als zB Lorber ? Ich denke jedenfalls ja. Auch wenn manche Christen nicht mit allem was er schildert, klar kommen. Zb. den Seelenschlaf betreffend.

Lg, otp
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon Lazar » Mi 31. Jul 2019, 09:16

Hi oTP!
Wie schon einmal vor längerer Zeit erwähnt, wurde ich vor meinem plötzlichen Glauben an Jesus Christus von niemanden wirklich geleitet. Nicht nur von der katholischen Kirche nicht, sondern auch kein Luther, kein Steiner, kein Lorber, kein Swedenborg hatte meinen Geist jemals zuvor groß beeinflusst, auch keine andere Religion; kein Sundar Singh, kein Yogananda, kein Babadschi, der laut Yogananda angeblich seit langer Zeit bei uns auf Erden lebende Gottmensch.
So war ich also tatsächlich ein nahezu unbeflecktes Kind - im Glauben an Gott.

Zum Glück, denn ich habe ja dann selbst Schrift von Christus erhalten, die ich zusätzlich zur Bibelwissenschaft, den Glaubensformen der Juden und natürlich zu allererst Christus eigenem Wort in den Schriften wie einen Schlüssel verwende.
Aber auch dies alles bleibt immer mit größtem Misstrauen und Kritik von mir behaftet.
Darum kreist mein ganzer Glaube letztendlich um Christus allein, er ist mein absoluter Fixpunkt, und nach allem, was ich bis jetzt in einem riesigen Komplex herausgefunden habe, ist dieses wahr:

Als Sundar verzweifelt eine lebendige Beziehung zu Gott suchte, war Jesus der letzte, den er erwartet hatte.
Auch seine vielen Entrückungen zeigen uns einen Himmel mit Jesus im Mittelpunkt.
Und eben keinen hinduistischen, esoterischen Himmel. Den esoterischen Himmel lehren genug körperlose Geister durch spiritistische Einwirken als Engel des Lichtes. Und sonstige esoterische Erlebnisse.

Deshalb ist Sundar Singh gerade in der heutigen Zeit ein wichtiger Zeuge von Jesus, dem Christus. Und Ringen um Wahrheit.


Christus, gleich ob Er Gott selbst ist oder "nur" seine Ihm identische "Rechte Hand" - Er ist für mich der oberste offizielle anerkannte Herrscher im Himmel, der dort alle Gewalten besitzt.

Herzliche Grüße
Eleazar
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Mi 31. Jul 2019, 11:25

Lieber Lazar,
Mein Werdegang war umgekehrt. Da ich in meiner Jugend so gar nichts von Jesus spürte, gab mir ein Buch von Indra Devi Nahrung. Als ich meine Frau kennenlernte, wurde mein religiöser Verdauungsprozess beschleunigt, da sie Christin ist. Trotzdem setzte ich mich noch mit Anthroposophie auseinander und besuchte sogar Sai Baba.
Aber trotz der langen Zeit habe ich mich damals nicht für die Erleuchtungslehre entschieden. Sondern damit schließlich abgeschlossen im Vertrauen auf Jesus. Es war ein Entscheidungsprozess.

Denkerisch habe ich aber nie aufgehört mich mit all den Fragen zu beschäftigen. Und wenn man einmal anfängt, werden es immer mehr Fragen. So habe ich nicht gerade wenige Information gesammelt und versucht, sie im Sinne von Wahrheit zu verstehen und zu ordnen.

An erste Stelle kommt für mich Jesus. Da stören mich die Unvollkommenheiten von AT und NT jedenfalls nicht.
Die Offenbarung des Christus in der Bibel hat Grenzen, ist nicht vollkommen, unsere Erkenntnisfähigkeit hat Grenzen, und in der Bibel wird man deshalb auch mit intensivster Beschäftigung keine vollkommene Erkenntnis erlangen. Es ist alles Stückwerk. Selbst wenn man sich viel mit der Bibel auseinander setzt, sollte man aufpassen, seinen Horizont nicht nur auf die Buchdeckel der Bibel zu begrenzen, jedenfalls geistige Engheit vermeiden. Und jedenfalls vermeiden, sein Wissen von der Bibel, seine eigenen Auslegungen nicht zu absolut zu sehen.
In der Offenbarung werde ich auch nicht mehr suchen als drin steht.

Übrigens habe ich gerade hier im Forum gemerkt, dass die Esoteriker, die angeblich so viel wissen und so offen sind, zwar die Engheit des christlichen Weltbildes sehr kritisieren. Aber ganz offensichtlich sehr eng argumentieren und oft den Eindruck machen, viel zu glauben und viel gehört zu haben, es aber nicht geistig verdauen zu können. Sie laufen einem Ziel nach, das niergendwo hin führt. Noch Niemand hat auch nur ansatzweise das erlebt, wovon Rudolf Steiner redet. :) . Macht ihnen anscheinend nichts aus, Illusionen hinterher zu laufen.

Sundar Singh hat die Herrlichkeit Christi erlebt. Trotzdem meckern die Esoteriker noch: Sundar habe nur wenig Erkenntnis; da er nicht den esoterischen Himmel erlebt hat, der noch viel toller sei ( von dem sie nur träumen ). Sundar habe wegen seiner immer noch engen Erkenntnis nicht die ganze weite Welt und nicht die vollkommene, ganze Wahrheit des Jenseits erlebt.

Wer lebt nun in einer Scheinwelt ?

Lg, otp
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon eddy » Mo 5. Aug 2019, 15:00

Lazar hat geschrieben:Ich werde auf jeden Fall einmal ein Buch von Sundar lesen:
"Gesichte aus der jenseitigen Welt". Dann können wir weiterreden.

Das gibts übrigens vollständig im Netz.

onThePath hat geschrieben:Sundar Singh wandte sich von den indischen Lehren ab.
Lg, otp

Schade eigentlich, ist doch Universalität das Hauptcharakteristikum der Inder, und damit hat er auch ein wenig sein Erbe übergangen.
Andererseits ist es auch nicht leicht, diese religiösen "Universen" wie sie auch traditionell getrennt in uns verankert sind, zusammenzubringen (s.a. der Benediktinermönch Henri le Saux, bzw. Swami Abhishiktananda)

jes_25913 hat geschrieben:Es zeigt sich da eine schöne Übereinstimmung mit den heutigem Nahtoderlebnissen.

Ja, zB wie es einem Sünder nach dem Tod ergeht, dieser Abschnitt hat eine Pdf verdient.
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Mo 5. Aug 2019, 15:17

Eddy, der Wert der Universalität ist entscheidend. Was näher an der absoluten Wahrheit ist. Aber Sundar Singh lehrt nun mal den Christus. Das schließt aus, Buddha, Vivekananda, Krishna und Ganesha zu verehren und ihre Lehren. Universal offen ist der Hinduismus und die Esoterik. Bei ihnen reiht sich eine Jesus Statue nahtlos ein als gleichberechtigt mit allen Göttern und Vorbildern.

Ansonsten war ich, außer der Türkei, in sonst keinem Land öfter als in Indien. Ich weiss ihr einzigartiges kulturelles Erbe durchaus zu schätzen.

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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon Lazar » Di 6. Aug 2019, 09:09

oTP hat geschrieben:
An erste Stelle kommt für mich Jesus. Da stören mich die Unvollkommenheiten von AT und NT jedenfalls nicht.

Die Offenbarung des Christus in der Bibel hat Grenzen, ist nicht vollkommen, unsere Erkenntnisfähigkeit hat Grenzen, und in der Bibel wird man deshalb auch mit intensivster Beschäftigung keine vollkommene Erkenntnis erlangen. Es ist alles Stückwerk. Selbst wenn man sich viel mit der Bibel auseinander setzt, sollte man aufpassen, seinen Horizont nicht nur auf die Buchdeckel der Bibel zu begrenzen, jedenfalls geistige Engheit vermeiden. Und jedenfalls vermeiden, sein Wissen von der Bibel, seine eigenen Auslegungen nicht zu absolut zu sehen.
In der Offenbarung werde ich auch nicht mehr suchen als drin steht.


Hi oTP,
wenn schon die eigene Erkenntnisfähigkeit begrenzt ist, dann sollte wenigstens das Glaubensgerüst absolut stabil und richtig sein. Bei uns beiden machen diese "Unvollkommenheiten" in der Bibel also weniger aus, denn an erster Stelle kommt Christus. Aber auf andere Christen können sie eine Gott stark verzerrende Wirkung innerhalb ihres Glaubens haben, deshalb stören sie mich dann letztendlich doch.

Besser ist es trotzdem, man konzentriert sich darauf, was für einen selbst stimmt. Diesbezüglich sind Fremdeinflüsse zum Vergleich mit dem eigenen Glauben oft gar nicht schlecht.
Sundar Singh scheint jedenfalls manchmal ähnliche Vorstellungen vom Jenseits zu haben wie ich. Aber einiges finde ich zu extrem, vor allem, was die ewigen Welten der bösen Geister und Höllenorte betrifft.
Wenn das alles stimmte, dann möchte ich nicht wissen, wieviele ehemals "oberste Christen" dort unten weilen. :|

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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Di 6. Aug 2019, 09:42

Hallo, Lazar

Wenn schon von ewigen Höllenorten die Rede ist (ich müsste die Stelle mal nachlesen) ist das wieder mal ein Konfliktpunkt. Viele würden ja lieber Vergebung für alle sich wünschen. Die Allversöhnung. Die indischen und westlichen esoterischen Erleuchtungslehren sowieso. Die nehmen dann diese Wahrnehmungen und Darstellung eines ewigen Höllenortes Sundars nicht ernst, weil sie meinen es besser zu wissen. Sie finden dann in ihrem "Katalog" der Jenseitsmitteilungen ihre Vorstellungen, die sie zu ihrer Bestätigung brauchen.

Was denkst du dabei ? Als Mensch bin ich geneigt, dass eine Höllen-Strafe zumindest für die meisten nicht ewig sein sollte. Und das nächste Problem ist, dass manche Menschen, sogar unter den Christen, eine quälende Höllenangst haben, die ihr Leben vergiftet. Und das hat dann auch mit dem Gottesbild des strafenden Gottes des AT zu tun. Allerdings stecken manche Menschen dermaßen fest in der Angst vor Hölle und dem strengen Gott des AT, dass es bisweilen die Vermutung aufkommen lässt, dass sie dämonisch induziert wurde. Und ein konfliktfreier Umgang mit dem strafenden Gott verhindert wird. Das sind ja auch Merkmale von Phobien.

Jesus bringt uns den uns liebenden Gott näher.

Die schreckliche Konsequenz ewiger leidvoller Gottferne steht dazu im Gegensatz und passt auch für manche Christen nicht zusammen. Und es ist nicht einfach, als denkender Mensch alle Fakten darüber richtig zu sehen. Etwa die Eigenschaft Gottes, die Gerechtigkeit.
Sundars Erlebnisse weisen darauf hin, dass für einen sündenbeladener Mensch sogar der Himmel schon die Hölle ist. Er fühlt sich dort extrem unwohl, weil seine Sündhaftigkeit ihn dort extrem belastet. Dann merkt er, dass er Sünde ist, weil die Sünde sein Wesen ist. Und das Wesen Gottes ist absolute Reinheit. Er ist das herrlichste Licht. Macht und Liebe beinhaltend, und Sünde verträgt dieses Licht nicht.

Sundar spricht auch von Menschen, die zwar nicht die Hölle verdient haben, aber eine Reinigungszeit brauchen.

Sundar Singh sieht nicht alle Geretten gleich, sondern passend zu verschiedenen Herrlichkeitsstufen.

Was wieder gewisse Konflikte sogar bei Christen auslöst.

Man merkt, man muss denken, auch bei Sundars Mitteilungen. Und erforschen, was mit der Bibel klar vereinbar ist.

Aber wie bei Bibelstellen: Da gibt es auch unter Christen unterschiedliche Auslegungen. Alles was nicht genau erklärt wird in der Bibel, alles was man wegen mangelndem Bibelstudium missverstehen kann, wird auch missverstanden wegen Unreife oder Brett vorm Kopf.

Die Ungwißheit ist etwas, was im Menschen Konflikte erzeugt, damit muss man eben leben. Auch der unangenehme Gedanke an eine ewige Hölle darf man nicht einfach abschütteln. Damit bleibt aber die Unruhe darüber. Aber es müsste uns motivieren, klar mit Christus zu leben. Und Christus möchte uns auf die liebevollste Art vor der Hölle bewahren. Und besser, die Vorstellung der Hölle beunruhigt uns zu unserem Heil und zum Ansporn. Die Esoteriker, die nicht an die Hölle glauben, dümpeln gerne ewig im esoterischen Dschungel und freuen sich über jedes Etwas an übernatürlichen Erfahrungen. Angeblich ernsthaft sich bemühend. Sie merken nicht, wenn Dämonen nur mit ihnen ihr Spielchen treiben.

Wir sind oft wie Kinder, die von einer liebevollen Mutter gewarnt werden vor den Gefahren des Lebens. Wer es nicht beherzigt, kann schon in diesem Leben die Hölle erleben. Leider spüren wir nicht die Last der Sünde (bis Gott selber eingreift). Wir können die Hölle deshalb leicht ignorieren. Je nachdem unser Gewissen wach ist oder nicht.

Hier greift auch Satan ein, er macht die Hölle unwichtig und beschäftigt mit Bemühungen zur selbstmächtigen Erleuchtung und Gottwerdung.

Heuchlerische oberste Christen kann ich mir im Himmel auch nicht vorstellen, und über Andere urteilen ist auch nicht fehlerfrei. Nur Gott weiß alles, Nur Gott kann deshalb jeden Menschen irrtumsfrei beurteilen.

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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon Lazar » Di 6. Aug 2019, 14:16

Hi oTP,
Insoweit ich das bei Sundar Singh verstehe, wurden die finsteren Höllenorte nicht von Gott/Christus erschaffen, sondern von den bösen Geistern selbst. Gott oder richtende Engel sind es auch nicht, die uns verurteilen oder dort hineinwerfen würden. Dies tun wir selbst, uns richten.
Deshalb scheint es unterschiedliche düstere Orte des „Versteckens der eigenen Sündhaftigkeit“ zu geben, da sie im Himmel für alle komplett offenbar wird. Jeder im Himmel kennt also anscheinend jede unserer Sünden aus unserem Leben, bzw. unser eigenes "Buch des Lebens". Auch Christus hat im NT davon gesprochen, dass einmal alles offenbar werden wird. Ich fürchte sogar, dies stimmt. :?

Aus diesem Grund ziehen sich viele Geister aus tiefster Scham vor sich selbst vor Gott und sein strahlendes Reich zurück, weil sie sich dort in seiner absoluten Reinheit und vollkommenen Herrlichkeit völlig fehl am Platze fühlen. Auch die Diskrepanz zu den dortigen Himmelsbewohnern wird von ihnen als so stark empfunden, dass sie für böse Geister gleichsam unerträglich wird.
Sie sich also selbst nicht vorstellen können, dort jemals zugehörig zu sein, geschweige denn sich heimisch zu fühlen.
Es ist also mehr ihre eigene Entscheidung, sich stattdessen zu gleichgesinnten Geistern zu gesellen und sich dann ggf. lieber in Zwischen- oder Schattenreichen zu bewegen. Dies scheint im Himmel zumindest möglich, dass sich Menschen gleicher Gesinnung endlich an verschiedenen Orten sammeln können und somit nicht mehr dauernd unliebsam aneinandergeraten. Außerdem passen die Engel überall auf.

Aber auch die Vorstellung, dass sich hier auf Erden ständig gute und schlechte Geister unserer Vorfahren, Engel und Dämonen in direkter Umgebung zu uns befinden und die meisten Menschen sie nur nicht wahrnehmen können ... das ist schon unheimlich.
Wenn sich dabei mehr oder weniger zwei komplett verschiedene Welten überschneiden, von der die eine Welt alles begreift und sieht, aber man selbst sieht die andere nicht. Aber in der Weise kommt uns Gottes Reich nahe. Angeblich ist auch Jesus dann und wann selbst hier und steht dann wie unsichtbar direkt neben einem.
Seine "Wiederkehr" auf Erden findet also bereits - bloß immer nur im Verborgenen - statt, die Wolken auf denen Christus angeblich für alle selbst sichtbar erscheint, diese Prophetie ist für mich nicht ganz richtig aus dem Judentum übernommen.

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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Di 6. Aug 2019, 14:39

Aber auch die Vorstellung, dass sich hier auf Erden ständig gute und schlechte Geister unserer Vorfahren, Engel und Dämonen in direkter Umgebung zu uns befinden und die meisten Menschen sie nur nicht wahrnehmen können ... das ist schon unheimlich.



Hallo Lazer,
Was du dazu sagst, dem forsche ich immer mal wieder nach.
Etliche Fragen dazu sind für mich noch nicht geklärt. Für die Seelenschläfer-Christen sowieso ein Unding, wie schlafende Gestorbene umtriebig sein sollten.


Ich frage mich, warum manche der Verstorbenen herumgeistern dürften ? Und warum Unsichtbare auf Psyche des Menschen und Materie einwirken dürfen. Für mich ist das übrigens nicht ängstigend, weil es mich ruhig lässt. Auch wenn ich schon viel bösartige Erlebnisse kenne, die durchaus angsterzeugend sein können. Ich möchte Beurteilungen jedenfalls nicht den Ansichten der Spiritisten überlassen.


Mir fällt auf, dass gerade echte Engel sehr zurückhaltend mit Menschenkontakten sind. Aber um so mehr tut sich mit der zweifelhaften Art Engel, die als Engel des Lichts auftreten.


Alles was mit den Erwartungen der Juden von einem zukünftigen irdischen Reich Gottes gesagt wird, kann ich nicht enträtseln.


lg, oTp
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon Lazar » Di 6. Aug 2019, 17:02

otP hat geschrieben:
Hallo, Lazar

Wenn schon von ewigen Höllenorten die Rede ist (ich müsste die Stelle mal nachlesen) ist das wieder mal ein Konfliktpunkt. Viele würden ja lieber Vergebung für alle sich wünschen. Die Allversöhnung. Die indischen und westlichen esoterischen Erleuchtungslehren sowieso. Die nehmen dann diese Wahrnehmungen und Darstellung eines ewigen Höllenortes Sundars nicht ernst, weil sie meinen es besser zu wissen. Sie finden dann in ihrem "Katalog" der Jenseitsmitteilungen ihre Vorstellungen, die sie zu ihrer Bestätigung brauchen.


Hi oTP!
Ich persönlich hätte nichts gegen eine Allversöhnung, auch Christus und der Himmel freut sich über jede umgekehrte Seele.
Laut Sundar Singh wird jedoch dabei jedem Geist der freie Wille überlassen. Wer etwas partout nicht will, den wird weder Gott noch die Engel dazu zwingen. Dies denke ich ähnlich, weil es dann nämlich nicht "echt" ist und die alleinige Schiene des Gehorsams ist nicht sicher genug - wissen wir ja.
Manche Menschen wollen lieber - auch im Leben - an ihren finsteren Örtern bleiben, anstatt einen allmählichen Aufstieg in den Himmel wenigstens im Blick zu haben. Manchmal versteht man es wirklich nicht.

Was denkst du dabei? Als Mensch bin ich geneigt, dass eine Höllen-Strafe zumindest für die meisten nicht ewig sein sollte. Und das nächste Problem ist, dass manche Menschen, sogar unter den Christen, eine quälende Höllenangst haben, die ihr Leben vergiftet. Und das hat dann auch mit dem Gottesbild des strafenden Gottes des AT zu tun. Allerdings stecken manche Menschen dermaßen fest in der Angst vor Hölle und dem strengen Gott des AT, dass es bisweilen die Vermutung aufkommen lässt, dass sie dämonisch induziert wurde. Und ein konfliktfreier Umgang mit dem strafenden Gott verhindert wird. Das sind ja auch Merkmale von Phobien.


Diese "Phobie" wurde von der "rechtgläubigen" Kirche noch zusätzlich geschürt, denn die riesige Furcht vor Gott oder der Hölle hat ihr beim Ablasshandel viele Reichtümer beschert. Gold und Silber ist im Himmel jedoch nichts wert, da zählen laut Christus völlig andere Werte. Aber vielleicht haben sich doch viele Menschen durch die Furcht vor Gott ein wenig gewandelt, selbst wenn nur "künstlich". Für viele andere wird's dennoch gut gewesen sein. Aber zum Furchteinflößen war der Gott des AT natürlich wesentlich besser geeignet als Christus.
Denn wie Du so schön sagst:

Jesus bringt uns den uns liebenden Gott näher.

Die schreckliche Konsequenz ewiger leidvoller Gottferne steht dazu im Gegensatz und passt auch für manche Christen nicht zusammen. Und es ist nicht einfach, als denkender Mensch alle Fakten darüber richtig zu sehen.
Etwa die Eigenschaft Gottes, die Gerechtigkeit.


Christus hat Seinen eigenen Worten nach die Eigenschaften von Gott, Seinem Vater - wären wir sonst Christen? :)
Und Christus ist von Grund auf bestimmt nicht darauf aus, uns für immer zu quälen oder härtest zu bestrafen.
Wir sollen uns jedoch vor dem in Acht nehmen und fürchten, der uns der Hölle äußerst nahe bringen kann, nämlich vor dem Fürsten unserer Welt.

Wir können jedenfalls froh darüber sein, wenn wir in uns keinen Hass oder Rache - und damit befriedigende Genugtuung verspüren am großen Schmerz und Leid anderer. Was soll uns das auch nützen?

Vertrauen wir einfach darauf, unser Höchster Herr wird es so gut und gerecht als möglich für Alle richten.
Dafür wurde Christus von Gott eingesetzt.

Herzliche Grüße
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Mi 7. Aug 2019, 00:03

Hallo, Lazar

Du schreibst:
Laut Sundar Singh wird jedoch dabei jedem Geist der freie Wille überlassen. Wer etwas partout nicht will, den wird weder Gott noch die Engel dazu zwingen. Dies denke ich ähnlich, weil es dann nämlich nicht "echt" ist und die alleinige Schiene des Gehorsams ist nicht sicher genug - wissen wir ja.
Manche Menschen wollen lieber - auch im Leben - an ihren finsteren Örtern bleiben, anstatt einen allmählichen Aufstieg in den Himmel wenigstens im Blick zu haben. Manchmal versteht man es wirklich nicht.


Ist schon interessant. Sundar sagt zunächst aber nur aus, dass das Wesen sündbehafteter Menschen nach dem Tod festgelegt ist, sie vertragen die Nähe des Lichtes Gottes nicht und fliehen in höllische Orte. Auch dort ergeht es ihnen nicht gut. Sie können niergendwo Erleichterung und niergendwo Frieden finden.


Keine Ahnung, wie sie sich noch ändern können sollten ?


lg, oTp
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon Lazar » Mi 7. Aug 2019, 09:01

onThePath hat geschrieben:Ist schon interessant. Sundar sagt zunächst aber nur aus, dass das Wesen sündbehafteter Menschen nach dem Tod festgelegt ist, sie vertragen die Nähe des Lichtes Gottes nicht und fliehen in höllische Orte. Auch dort ergeht es ihnen nicht gut. Sie können niergendwo Erleichterung und niergendwo Frieden finden.

Keine Ahnung, wie sie sich noch ändern können sollten ?


Hi oTP!
Rein spontan würde ich nun antworten, absolute Hoffnungslosigkeit für eine Seele kann ich geistig nicht mit Christus in Verbindung bringen. Wenn man unseren Herrn ernsthaft um Hilfe bittet, dann wird Er oder Seine Engel auch zu uns kommen.
Das heißt, wenn jemand seine Sünden wirklich bereut und aus vollstem Herzen zu Gott umkehren will, würde Christus es - wenn vielleicht auch nicht auf einfache Weise - aber auf jeden Fall es für die Seele theoretisch möglich machen, ihre Fehler wieder gutzumachen.

Wenn eine Seele jedoch stattdessen lieber die Flucht vor Gott antritt, weder Vergebung annehmen kann, noch sich überhaupt ändern will und aus freiem Willen dann lieber seine düstere Gottferne wählt, dann ist es schwierig.
Wenn Du jemand im Prinzip retten willst, aber derjenige lässt es nicht zu.

Doch das Beispiel bei Sundar Singh von dem Mörder (S. 45), der da dann sagt
"das größte Hindernis besteht für mich darin, daß durch meine Sünde mein Gewissen so abgestumpft und verhärtet ist, daß mein Wesen sich nicht Gott und der Reue zuwenden kann. Ich glaube, es ist in mir keine Kraft mehr zur Reue. So bleibt nur das eine, daß ich auf ewig von hier vertrieben werde..."

Und letztendlich daraufhin die Antwort des Engels: "... Darum wird sich ein Sünder, wohin er sich auch immer wenden mag, in der Hölle finden.."

Dies finde ich unrealistisch. Würde dieser Mörder, der ja vorher völlig einsichtig war für seinen Fehler (und auch der Ermordete ihm vergeben hatte) beten und Gott immer wieder darum bitten, dass Er ihm diese Kraft zur Reue gäbe, dann könnte die ganze Sache anders ausgehen. Woran ich im Prinzip glaube.

Sonst wäre auch jegliche Vergebung unserer Sünden von unserem Herrn vergeblich, wenn sie letztendlich gar nichts nützt.

Herzliche Grüße
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Mi 7. Aug 2019, 09:21

Sundar erhält sogar von Engeln die Antwort, dass nur Gott wisse, ob ein bestimmter Mensch jemals wieder aus dem tiefen Höllenort herauskomme. Damit blieb es offen und ungewiss.

Ok. Ich denke auch, im Jenseits ist es anders und auch die Uhren ticken anders.

Ein böses, verhärtetes Herz merkt anscheinend nach dem Tod, dass es die gute Welt Gottes gibt und die Höllenorte. Aber sein Leben war dennoch die Entscheidung dafür, wohin er kommt. Jedenfalls, wenn sich an seinem Zustand was ändern sollte, würde es eher lange dauern. So stellt es sich mir jedenfalls dar. Deshalb sage ich ja, seine Sündhaftigkeit ist sein bestimmende Wesen.

Lg, otp
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon jes_25913 » Mi 7. Aug 2019, 10:02

onThePath hat geschrieben:Keine Ahnung, wie sie sich noch ändern können sollten ?
lg, oTp


Weshalb nicht? - Seit ca. einem halben Jahrhundert ist dieses Rätsel endgültig gelöst. Aber die Voreingenommenen wollen es nicht wahrhaben.

LG,
jes
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Mi 7. Aug 2019, 10:17

jes_25913 hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Keine Ahnung, wie sie sich noch ändern können sollten ?
lg, oTp


Weshalb nicht? - Seit ca. einem halben Jahrhundert ist dieses Rätsel endgültig gelöst. Aber die Voreingenommenen wollen es nicht wahrhaben.

LG,
jes


Jes, ist es so was wie esoterische Überheblichkeit und Leichtgläubigkeit ?

Welche Zeugnisse sind glaubhaft ?
Die kommen doch alle aus deinen esoterischen Mutmaßungen. Obwohl ich vielleicht sogar größere esoterische Übersicht habe durch Hintergrundwissen als du, behaupte ich nicht, alles zu wissen oder alles zu verstehen.

Ist es nicht auch etwas lächerlich, wenn du denkst mehr zu wissen als Sundar Singh, aber selbst keine Jenseitserfahrungen hast ? Davon abgesehen gibt es auch haufenweise unglaubhafte esoterische Jenseitserfahrungen.

Dein Gerede von Voreingenommenheit ist auch unhöflich und die immer gleiche Leier. Aber kein Argument. Es klingt auch so, als wäre Jeder automatisch dumm der es wagt, anders zu urteilen als du.


Lg, otp
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon jes_25913 » Mi 7. Aug 2019, 12:17

onThePath hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Keine Ahnung, wie sie sich noch ändern können sollten ?
lg, oTp


Weshalb nicht? - Seit ca. einem halben Jahrhundert ist dieses Rätsel endgültig gelöst. Aber die Voreingenommenen wollen es nicht wahrhaben.

LG,
jes


Welche Zeugnisse sind glaubhaft ?
Die kommen doch alle aus deinen esoterischen Mutmaßungen.


Ich rede nicht von "esoterischen Mutmaßungen", sondern von hieb- und stichfesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

LG,
jes
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Mi 7. Aug 2019, 12:23

jes_25913 hat geschrieben:
Ich rede nicht von "esoterischen Mutmaßungen", sondern von hieb- und stichfesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

LG,
jes


Mit Behauptungen kann jeder kommen. Aber jeden etwas im Denken und durch Allgemeinwissen geschulten Menschen machst du schon mißtrauisch durch deine Behauptung, dazu irgendwelche "wissenschaftliche" Erkenntnisse zu haben.


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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon jes_25913 » Mi 7. Aug 2019, 15:31

onThePath hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:
Ich rede nicht von "esoterischen Mutmaßungen", sondern von hieb- und stichfesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

LG,
jes


Mit Behauptungen kann jeder kommen. Aber jeden etwas im Denken und durch Allgemeinwissen geschulten Menschen machst du schon mißtrauisch durch deine Behauptung, dazu irgendwelche "wissenschaftliche" Erkenntnisse zu haben.


lg, oTp

Ist alles in Büchern und im Internet lesbar. Ich selbst hatte schon einen link gesetzt.
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Mi 7. Aug 2019, 15:37

Bla bla. Im Internert.

Blabla deshalb, weil ich mich seit Jahrzehnten mit der ganzen Materie auseinander setze.

Und blabla, ausgerechnet das Fantasienet Internet, wo jeder seinen Quatsch verbreiten kann. Ein Fantasie-Irrgarten.

Da muss man schon ausgesucht gute Artikel anbieten.

Lg, otp
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon Lazar » Mi 7. Aug 2019, 19:48

onThePath hat geschrieben:...
Ein böses, verhärtetes Herz merkt anscheinend nach dem Tod, dass es die gute Welt Gottes gibt und die Höllenorte. Aber sein Leben war dennoch die Entscheidung dafür, wohin er kommt. Jedenfalls, wenn sich an seinem Zustand was ändern sollte, würde es eher lange dauern. So stellt es sich mir jedenfalls dar. Deshalb sage ich ja, seine Sündhaftigkeit ist sein bestimmende Wesen.

Lg, otp


Hi oTP,
ich glaube, dass es tatsächlich Seelen/Menschen gibt, die keine besondere
"Lust an der Liebe" in Gottes Sinne haben, doch eher große "Lust an der Sünde".

Aber selbst schlimmste brutale, kriminelle Zuhälter sollen sich schon aufgrund eines einschneidenden Erlebnisses plötzlich zu Jesus bekehrt haben und daraufhin wirklich komplett ihr Leben geändert haben.
Manch Verwandlung von solchen Menschen wirkt auf ihre direkte Umgebung meist nur noch rätselhaft bis völlig unerklärlich, jedoch Gott kann solche Wunder bewirken.

jes_25913 hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Keine Ahnung, wie sie sich noch ändern können sollten ?
lg, oTp


Weshalb nicht? - Seit ca. einem halben Jahrhundert ist dieses Rätsel endgültig gelöst. Aber die Voreingenommenen wollen es nicht wahrhaben.

LG,
jes


Genau, dieses Rätsel ist gelöst, bloß bereits deslängerem:
Es geschieht, was Gott will, beziehungsweise zulässt.
Alles andere ist für mich Einbildung.

Wenn Christus eine Seele für wert befindet sie zu sich zu holen, um ihre enormen, bloß bis dato fehlgeleiteten Energien für sich selbst einzusetzen, dann geschieht es auch. Dann kommt der Herr "wie ein Dieb" und raubt dem Satan diese sonst verlorene Seele - und regiert ab da über sie.

Wer weiß, vielleicht sind die radikal Umgekehrten oft die besten Seiner Diener?

Dies passt allerdings nicht ganz in Sundar Singh's Glaubens-Schema - obwohl er selbst das beste Beispiel dafür ist - aber auch nicht in das vieler anderer Christen.

Herzliche Grüße
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Mi 7. Aug 2019, 21:20

Lazar, wir müssen erst einen Unterschied machen zwischen lebenden Sündern, die sich radikal zu Jesus bekehren. Und gestorbenen großen Sündern. Deren Möglichkeiten kennen wir nicht.

Lg, otp
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon Lazar » Do 8. Aug 2019, 14:31

Hi oTP!
Da hast Du allerdings Recht. Laut Sundar Singh sieht es für große Sünder nach dem Tod ziemlich peinigend aus.
Sogar ein unsichtbares Feuer soll es in einer der Höllen geben, das die bösen Geister dann lange/ewig ununterbrochen entsetzlich quälen soll.
Im positivsten Sinne hat es dabei vielleicht eine „reinigende“ Wirkung und hört irgendwann wieder auf. Solch ein „läuterndes Feuer“ kennen wir auch aus der Bibel, aber ob es tatsächlich real ist, bzw. nach dem Tod für eine Seele einmal wird, ist wieder eine andere Frage. Es gibt leider durchaus auch NTEs, die dies nicht ausschließen.

Für mich gibt es auf jeden Fall keine guten gerechten Engel, die eine Seele hinab in die Hölle stoßen würden. Das sind wenn schon die Engel des Satans. Die guten Engel und Wächter Gottes könnten dies theoretisch bestimmt verhindern, Christus sowieso. Außer die Seele bekehrt sich nicht zu Gott, sondern bleibt lieber bei dem Fürsten der Finsternis.

Dass diese üblen Geister in Gottes Reich nicht „frei herumlaufen“ dürfen und weiterhin ungebremst Ihr Unwesen treiben, ist für mich trotzdem ganz klar; sie müssen anschließend an einem völlig anderen Ort weiterleben als die guten Geister.
Wenn die entsprechend harten Kaliber dann alle gemeinsam in einer eigenen Welt leben müssen - vermutlich von Satan regiert - und alles Üble voll aufeinanderprallt, dann ist dies doch Strafe genug?

Denn der Satan verführt zwar zur Sünde, aber er bestraft sie gleichzeitig auch bitter.

Herzliche Grüße
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Do 8. Aug 2019, 19:37

Wir haben noch gar nicht überlegt, wie die ganze jenseitige Welt funktioniert.
Was existiert dort ? Jedenfalls keine Materie.
Was nimmt man dort wahr ? Ist möglicherweise die Wahrnehmung unterschiedlicher Menschen dort unterschiedlich ?

Kann man Eines zumindest sagen: Dass für einen geistiger Körper die Materie kein Hindernis ist ?

Warum können Nahtoderlebnisse irreführen, warum können beeinflussenden Geister als Engel des Lichtes erscheinen und dadurch Menschen irreführen ?

Diese Fragen kommen einfach, wenn man sich mit solchen Erlebnissen, wie von Sundar, beschäftigt.

Lg, otp
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon Lazar » Fr 9. Aug 2019, 16:34

Hi oTP!
Das ist eben die Krux bei der Sache. Man kann nie genau wissen, was man von anderen Menschen „als tatsächlich von Gott eingegeben“ und damit für sich als wirklich glaubwürdig einstufen kann - und was nicht.
Ich denke, jeder Mensch wird bei der „Übertragung“ vom Heiligen Geist manchmal Fehler machen, selbst diejenigen von uns, bei denen ein großer Teil davon richtig ist.
Mein Glaubensgerüst baut deshalb immer auf mehreren sehr ähnlichen Aussagen und „Beweisen“ von verschiedenen vertrauenswürdigen Menschen auf - und nie auf dem Glauben eines einzigen.
Auch Sundar Singh weicht in einigen Dingen von meinem Glauben an Christus ab.

Das für Christus/Gott typische auffallend helle Licht scheint jedoch real zu sein, daraufhin weisen unzählige Aussagen hin, und die Herrlichkeit von Christus scheint dabei überwältigend zu sein, selbst noch für die Engel.
Unser Herr kann darin wohl eine Art übermenschlich vollkommene Gestalt annehmen, und wird dann oft gleichsam einer "Person" sichtbar.
Dass in Christus ein im Fleisch aufgefahrener Mensch neben Gott auf einem Thron sitzen würde, ist für mich reine Phantasie. Der Prophet Elija wurde zwar auf diese Weise zum Himmel emporgehoben, genau wie Hennoch. Doch das ist in meinen Augen Unsinn. Es gibt keine Materie in der Form von unserer Welt im Himmel.

Wir werden uns in den jenseitigen Welten vielleicht ebenso wandeln können, je nach Bewusstseinsstufe. Zu Anfang eventuell einen feinstofflichen menschlichen Körper besitzen, um im Himmel gleichsam wie wir Menschen zu leben, nur ohne Angst und ohne Schmerz in einer rundum schönen Umgebung. Die Gedanken sind offen, das heißt man kann nichts mehr vor anderen verbergen und der Wille geschieht in ganz extremer Weise, anders wie bei uns. Direkt.
Deshalb muss alles "Schlechte" in uns vorher tatsächlich "gelöscht" werden. Nur geschieht das für mich bei Gott allein im Geiste, nicht etwa ganzheitlich und damit "körperlich" durch ein Feuer.

Vielleicht werden wir auch einmal nur Geist und damit körperloses „Bewusstsein“ sein, und selbst ein Teil von Gottes Licht? Je nach Eignung, je nach Wunsch - denn jeder Mensch stellt sich das Paradies für sich anders vor.
Dazu kommt, nicht jede Seele hat vor Gott die gleiche Aufgabe zu erfüllen und nicht jede Seele ist auf der geistig gleichen Stufe. Ich halte es für durchaus möglich, dass die vielen Seelen Gott in verschiedener Weise wahrnehmen.

Herzliche Grüße
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Fr 9. Aug 2019, 23:22

Ja, möglich dass wir wenigstens anfangs bei Gott ein menschenähnliches Leben leben. Nur eben mit feinstofflichen Entsprechungen.

Selbst die Höllenqualen, etwa Brennem wie Feuer, das ist ja eine Entsprechung der Stoffwelt.

Und möglich, dass unser Leben in der Ewigkeit einmal sehr verschieden von unserem irdischen ist. Aber davon können wir keine Vorstellungen haben.

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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon Lazar » So 11. Aug 2019, 19:09

onThePath hat geschrieben:Ja, möglich dass wir wenigstens anfangs bei Gott ein menschenähnliches Leben leben. Nur eben mit feinstofflichen Entsprechungen.

Selbst die Höllenqualen, etwa Brennem wie Feuer, das ist ja eine Entsprechung der Stoffwelt.

Und möglich, dass unser Leben in der Ewigkeit einmal sehr verschieden von unserem irdischen ist. Aber davon können wir keine Vorstellungen haben.

Lg, otp


Hi oTP!
Ich stelle mir alles immer anhand eines extremen Beispiels vor -
und bitte Christus/Gott danach um Antwort.

Beispielsweise die Geschichte eines tiefgläubigen Moslem und gleichsam stolzen Vaters einer im Leben in allem wirklich tugendhaft vorbildhaften Tochter.

Eines Tages wird der Vater jedoch aufgrund von Vielen aus der Dorfgemeinschaft dazu dennoch genötigt, dass seine Tochter gesteinigt werden muss... aus mehr als fadenscheinigen Gründen.

Weil nämlich die Ehre eines im Dorfe lebenden angesehenen Mannes auf dem Spiel steht, die jedoch grundsätzlich mehr wert ist, als die Ehre einer Frau.
Was bedeutet, bevor dieser öffentlich "anerkannte" Mann im Dorf eines Verbrechens für schuldig gesprochen wird, wird lieber eine "sündige" Frau als schuldig gesprochen und letztendlich dafür bestraft - also grausam hingerichtet.

Jetzt stelle man sich einmal vor, der Vater muss danach ebenfalls einen Stein oder gar mehrere auf seine eigene Tochter abwerfen - in Wahrheit mehr aus seinem "Glaubensbekenntnis" oder seiner "Solarität" heraus als aus eigener Überzeugung.

Musste natürlich auch weiterhin bei diesem grausamen "Schauspiel" zusehen, sprich, es fliegen so lange Steine auf seine völlig wehrlose Tochter, bis sie tot ist.
Und am Ende war es doch "niemand", denn die Strafe kam schließlich von "Allah"?

Eines Tages jedoch stirbt dieser Mann und eine Welt empfängt Ihn in einer Herrlichkeit, die jeder menschlichen Beschreibung trotzt.
Zu den ersten seiner Eindrücke vom Himmel gehört jedoch auch, dass dem Vater bekannte "Tote dennoch leben", gleichsam in einem überirdischen Paradies.

Was jedoch heißt, seine ehemals gesteinigte Tochter ist dort ebenfalls am Leben - jedoch unversehrt - und sie ihren Vater in Empfang nimmt - noch strahlend schöner und glücklicher als der Vater sie jemals auf Erden gesehen hat - und ihm weiterhin eine noch viel mehr liebende Tochter bleiben wird, da sie ihm alles verzeiht.
Genauso alle anderen.

Würde es diesem Vater daraufhin nicht dennoch förmlich das Herz zersprengen vor Schmerz, Schuld, Kummer und Scham? Könnte der Schmerz in seiner Seele höllischer sein als in der Erkenntnis Gottes plötzlich alles zu begreifen; und was in unserer Welt an "Gerechtigkeit" in Wahrheit stattfindet?

Wie sollte diese Pein der Selbstverurteilung für den Vater selbst im Himmel jemals erträglich werden, wenn seine liebste Tochter und dazu viele andere ihm vertraute Menschenseelen dort auf ewig mit ihm zusammenleben?

Wenn Christus nun in Alldem nicht massiv einschreiten würde?

Herzliche Grüße
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Di 13. Aug 2019, 09:24

Hallo, Lazar

Du überlegst, wie schmerzhaft es im Himmel sein kann, einem Menschen zu begegnen, dem man Schlimmes angetan hat ? Und wie der Schuldige damit dann zurecht kommt ?

Lg, otp
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon Lazar » Do 15. Aug 2019, 18:27

Hi oTP,
ja, denn so ist es ja bereits bei uns auf Erden.
In dem Bewusstsein etwas absolut falsch gemacht zu haben, ist es meist nicht besonders angenehm auf diejenigen Menschen zu stoßen, die die Leidtragenden dieses gravierenden Fehlers sind.
Doch in der Erkenntnis Gottes wird dieses Bewusstsein im Himmel noch um ein Vielfaches verstärkt.

Die Frage ist nun, nützt es dem Schuldigen allein etwas, wenn der Leidtragende - in obigem Fall die gesteinigte Tochter - im Himmel plötzlich völlig unversehrt und auch sehr glücklich vor ihrem am Tod mitschuldigen Vater steht, ihm auch alles verzeiht - oder bleibt nicht trotzdem etwas "Bohrendes" und sehr "Unangenehmes" in der Seele des Vaters für immer erhalten? Also in Erinnerung an diesen grausigen Vorfall.

Und da ergibt sich für mich nun die weitere Frage:
Will - oder wird - Gott in dem Fall etwas ändern, und auch etwas dagegen tun?
Was bedeutet es in Wirklichkeit, wenn Gott uns Sünden vergibt?

Ich glaube, ich habe eine Idee dazu, aber sie klingt nahezu unglaublich.

Herzliche Grüße
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Fr 16. Aug 2019, 09:10

Zumindest ist ein Mensch, der Spnde tat, Gott dankbar für seine Vergebung. Und in deinem Beispiel auch dankbar für die Vergebung der Tochter.

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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon Lazar » Fr 16. Aug 2019, 17:50

Was ist aber, oTP, wenn sich ein Mensch selbst nicht verzeihen kann?
Das gibt es auch, und dann quält ihn die eigene Schuld immer weiter, bzw. immer wieder, weil er im tiefsten Innern weiß, dies hätte unter gar keinen Umständen geschehen dürfen.

Jetzt kommt also meine dritte Frage.
Ist Gott in der Lage etwas zu tun, was sich viele Menschen theoretisch sehnlichst wünschen würden, nämlich ein schreckliches Geschehen rückgängig zu machen, bzw. es komplett auszulöschen, als wenn es nie passiert wäre?
Auch wenn dies in unserem zeitlich linearen Denken und Ablauf des Lebens unmöglich erscheint, muss es das in Gottes Reich nicht bleiben.

Herzliche Grüße
Eleazar
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Fr 16. Aug 2019, 18:57

Hallo Lazar,

Erst eine Anmerkung zum sich nicht selbst vergeben können:

Das zerfrisst psychisch einen lebenden Menschen.

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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon Riana » Fr 16. Aug 2019, 20:44

Lazar
Ist Gott in der Lage etwas zu tun, was sich viele Menschen theoretisch sehnlichst wünschen würden, nämlich ein schreckliches Geschehen rückgängig zu machen, bzw. es komplett auszulöschen, als wenn es nie passiert wäre?
Auch wenn dies in unserem zeitlich linearen Denken und Ablauf des Lebens unmöglich erscheint, muss es das in Gottes Reich nicht bleiben.


Hallo Lazar
Da würde es doch reichen, die Erinnerungen daran auszulöschen.

Zu dem, was du zuvor geschrieben hast:
In dem Bewusstsein etwas absolut falsch gemacht zu haben, ist es meist nicht besonders angenehm auf diejenigen Menschen zu stoßen, die die Leidtragenden dieses gravierenden Fehlers sind.
Doch in der Erkenntnis Gottes wird dieses Bewusstsein im Himmel noch um ein Vielfaches verstärkt.


Könnte es nicht auch ganz anders sein, nämlich dass in der Erkenntnis Gottes eben mehr Verständnis da sein könnte über alles, selbst über das eigene Fehlverhalten?

Die Frage ist nun, nützt es dem Schuldigen allein etwas, wenn der Leidtragende - in obigem Fall die gesteinigte Tochter - im Himmel plötzlich völlig unversehrt und auch sehr glücklich vor ihrem am Tod mitschuldigen Vater steht, ihm auch alles verzeiht - oder bleibt nicht trotzdem etwas "Bohrendes" und sehr "Unangenehmes" in der Seele des Vaters für immer erhalten? Also in Erinnerung an diesen grausigen Vorfall.


Die Tochter wäre hier in diesem Beispiel nicht tot, sondern völlig unversehrt und glücklich. Also wäre er an ihrem Tod nicht mitschuldig, da es kein Tod gab, sondern "nur" einen Übergang in ein glückliches Leben für sie.

An ihrer Steinigung wäre er mitschuldig gewesen. Ich schreibe "gewesen", denn sie ist jetzt nicht mehr gesteinigt.
Worin nun besteht seine Schuld eigentlich jetzt noch? Was schuldet er noch? Schuldet er ihr sein eigenes Leid? - Nein, ich denke, er schuldet ihr ganz einfach nur Liebe.

Zerfleischt er sich jetzt im Himmel noch in Schuld, dann nur deshalb, weil er sie in Gedanken auch jetzt noch immer wieder steinigt, indem er sich immer wieder an die Begebenheit erinnert und daran leidet. Er belebt damit nicht nur immer wieder sein eigenes Fehlverhalten, sondern er macht seine Tochter in Gedanken damit immer noch immer wieder zum Opfer.

Nicht an die Schuld, sondern an die Liebe, sollte er sich erinnern. Letztlich, so denke ich, ist es das, was Gott uns hilft zu tun. Wenn Liebe das Herz wirklich füllt, hat Schuld einfach keinen Platz mehr.

Dreimal hat Petrus Jesus verleugnet und sich danach schuldig gefühlt. Dreimal hat später Jesus Petrus gefragt: Liebst du mich? - Nicht an die Schuld, sondern an die Liebe will Gott uns erinnern. Das ist für mich Vergebung der Sünden.

Gruss
Riana
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon jes_25913 » Sa 17. Aug 2019, 15:22

Riana hat geschrieben:
Die Frage ist nun, nützt es dem Schuldigen allein etwas, wenn der Leidtragende - in obigem Fall die gesteinigte Tochter - im Himmel plötzlich völlig unversehrt und auch sehr glücklich vor ihrem am Tod mitschuldigen Vater steht, ihm auch alles verzeiht - oder bleibt nicht trotzdem etwas "Bohrendes" und sehr "Unangenehmes" in der Seele des Vaters für immer erhalten? Also in Erinnerung an diesen grausigen Vorfall.


Die Tochter wäre hier in diesem Beispiel nicht tot, sondern völlig unversehrt und glücklich. Also wäre er an ihrem Tod nicht mitschuldig, da es kein Tod gab, sondern "nur" einen Übergang in ein glückliches Leben für sie.

An ihrer Steinigung wäre er mitschuldig gewesen. Ich schreibe "gewesen", denn sie ist jetzt nicht mehr gesteinigt.
Worin nun besteht seine Schuld eigentlich jetzt noch? Was schuldet er noch? Schuldet er ihr sein eigenes Leid? - Nein, ich denke, er schuldet ihr ganz einfach nur Liebe.

Zerfleischt er sich jetzt im Himmel noch in Schuld, dann nur deshalb, weil er sie in Gedanken auch jetzt noch immer wieder steinigt, indem er sich immer wieder an die Begebenheit erinnert und daran leidet. Er belebt damit nicht nur immer wieder sein eigenes Fehlverhalten, sondern er macht seine Tochter in Gedanken damit immer noch immer wieder zum Opfer.

Nicht an die Schuld, sondern an die Liebe, sollte er sich erinnern. Letztlich, so denke ich, ist es das, was Gott uns hilft zu tun. Wenn Liebe das Herz wirklich füllt, hat Schuld einfach keinen Platz mehr.

Dreimal hat Petrus Jesus verleugnet und sich danach schuldig gefühlt. Dreimal hat später Jesus Petrus gefragt: Liebst du mich? - Nicht an die Schuld, sondern an die Liebe will Gott uns erinnern. Das ist für mich Vergebung der Sünden.

Gruss
Riana


Das sind interessante Gedanken, die Lazar hier angestoßen hat. Das Problem bei Deiner Antwort ist, dass ja der Vater des Beispiels nicht der Liebe folgte und diese mangelnde Liebe wird er eben auch nach dem Tod als einen Mangel empfinden werden (Das zeigen übrigens auch die Nahtoderlebnisse). Seine Seele ist dadurch unvollkommen. Deshalb entsteht in ihr der Impuls diesen Mangel auszugleichen. Das ist aber in einer vollkommenen Umgebung nicht möglich.
Die Seele ist aber immer tätig. Deshalb wird sie wieder dort zurückkehren, wo es der Liebe mangelt - nämlich auf Erden - um hier durch Liebe tätig zu werden und damit die eigene Seele zu vervollkommnen.

LG,
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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Mo 9. Sep 2019, 11:00

Ja ja die Esoterik mit ihrer Lehre von der Wiedergeburt. Ich sage ja, Wiedergeburt und Allversöhnung kommen zusammen daher. Für sie findet die Allversöhnung auf jeden Fall für alle Menschen statt. In menschlicher Eigenverantwortung. Das Mittel dafür ist die Wiedergeburt. Die Bibel lehrt, die Vergebung und Gnade Gottes bleiben unverdient. Und vollkommene Menschen aus eigenen Gnaden kommen darin auch nicht vor. Der Mensch bleibt ein eigentlich verlorenes Geschöpf, das Gott mit seiner Gnade rettet. Von der Machbarkeit der Erlösung ist nicht die Rede.

Sundar Singh wurde oft beim Gebet entrückt in himmlische Welten. Diese Vorgänge kriegen auch Esoteriker hin. Aber denen passt nicht, dass seine Erlebnisse in der körperlosen Überwelt bibelgemäss sind. Als Schlussfogerung erklären sie seine Erlebnisse, seinem angeblich minderbemittelten Geist entsprechend, als dürftig und fade. Sie haben andere Vorstellungen und Erwartungen.

Sundar fragte sich, warum die anderen Christen keine Entrückungen in den Himmel haben. Er betont aber die Wichtigkeit der Verbundenheit mit Gott durch das Gebet. Und Paulus macht nichts aus seinen Entrückungen, er schweigt einfach. Sundar wollte seine Entrückungen wenigstens vor seinem Tod nicht weitergeben. Die Erlebnisse des Johannes, die Apokalypse, macht mich eher nachdenklich und skeptisch. Weil sie so völlig bunt, bildhaft und symbolisch ist.

Sundar Singh wird bisweilen von bestimmten Christen als Spiritist bezeichnet. Bei Swedenborg finde ich das schon eher angebracht. Er passt gut in den heutigen Zeitgeist mit Spiritisten, Geisterjägern, Channelern, und zu der seltsamen Achtung vor Schamanen. Was Esoteriker und Okkultisten in ihre Anschauungen und Praktiken mit einbeziehen. Wir leben eben in einer kunterbunten Erlebniswelt. Die sich jeder nach seinen eigenen Gedanken und Vorstellungen gestaltet.

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Re: Sundar Singh - Sektierer oder weiser Christ?

Beitragvon onThePath » Mi 27. Nov 2019, 10:26

 Sundar Singh über das Gebet:

Das Wesen des Gebets besteht nicht darin, daß wir etwas von Gott begehren,
sondern daß wir unsere Herzen Gott öffnen, mit ihm reden und mit ihm in ständigem Umgang leben. Das Gebet ist ständige Überlassung an Gott.


Beten heißt nicht, Gott um verschiedene Lebensbedürfnisse bitten,
sondern Gott selbst erlangen, den Geber allen Lebens.

Beten ist nicht Bitten, sondern Einigung mit Gott.

Beten ist nicht eine Anstrengung, um von Gott die zum
Leben notwendigen Dinge zu erlangen. Beten ist ein Verlangen,
Gott selbst, den Urheber allen Lebens, zu haben.

 
Der wahre Sinn des Gebetes besteht nicht darin, um Segnungen zu bitten,
sondern den zu empfangen, welcher der Geber des Segens ist,
und ein Leben der Gemeinschaft mit ihm zu leben.


Die wahren Kinder Gottes sind nicht immer dabei, seine Gaben zu erflehen,
sondern sie wünschen, sich unter seinem Schutze, in seinen Armen zu fühlen.

editiert

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Zuletzt geändert von Thelonious am Do 28. Nov 2019, 11:47, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: auf Wunsch des Verfassers hin editiert
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