Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Was Sie immer schon mal fragen wollten

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Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Oiner » So 22. Sep 2019, 22:15

Servus!

Bei einem Gespräch versuchte uns eine Schwester davon zu überzeugen, daß die im Alten Testament beschriebenen Feste auch heute noch für die Christen einzuhalten seien. Zumindest Passah, Pfingsten und das Laubhüttenfest seien auf jeden Fall zu feiern.
Andere hingegen waren der Auffassung, daß dem nicht so sei, ja, daß in der Bibel sogar ganz klar zu lesen sei, daß diese Feste keine Gültigkeit mehr hätten und demnach auch nicht mehr eingehalten werden müssen. Als man nun auch mich fragte, konnte ich lediglich antworten, daß mir so eine Aussage weder im Alten als auch im Neuen Testament geläufig wäre.
Um dem nun endgültig auf den Grund zu gehen, habe ich nun diese Fragen:
- Gibt es in der Bibel Aussagen darüber, daß die Feste des Alten Testaments für uns Christen nicht mehr gelten? Wenn ja, wo?
- Gibt es in der Bibel Stellen, aus denen eine solche Abschaffung interpretiert werden können? Wenn ja, welche?
Und die Bonusfrage:
- Welche Feste muß / soll/ kann / darf der heutige Christ feiern? Auch unter Berücksichtigung verschiedener Konfessionen.

Jetzt bin ich sehr auf eure Antworten gespannt.

Gruß,
Oiner
Der erste Schluck aus dem Becher der Wissenschaft führt zum Atheismus, aber auf dem Grund wartet Gott.
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Gnu » Mo 23. Sep 2019, 09:33

Meine Meinung dazu ist: Im Zweifelsfalle folge ich Jesus Christus und verwerfe alle anderen Vorschriften. Jesus lehrte in der Bergpredigt, dass das Gesetz gültig sei, bis Himmel und Erde ersetzt werden durch neue Himmel und neue Erde. In der Offenbarung Jesu Christi wird dies auch noch einmal vorhergesagt, unter anderem "Es ist geschehen" Offb 16,17 und Offb 21,6, wogegen Jesus am Kreuz rief "Es ist vollbracht", also noch nicht geschehen. Dass der Sabbat auf den Sonntag verschoben worden sei, ist für mich eine theologisch falsche Konstruktion, welche mühselig mit Stellen aus dem NT zusammengeschustert wird. Ich ahme Jesus nach, welcher nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge (hebräische Entsprechung von griechisch ecclesia) ging. Die drei Jahresfeste gelten streng genommen nur für das Volk Gottes in Kanaan, nicht in der Diaspora. Ich kann ja nicht jedes Passah mal rasch zu Fuss nach Jerusalem pilgern, und für Laubhütten taugt unser Klima ebenfalls nicht. Paulus selber hielt sich an die Festzeiten und Bräuche, welche er als Rabbi gelernt hatte, und lehrte auch, man solle ihn nachahmen, wie er den Christus nachahmt. Ein wenig tricky wird die Sache mit den Neumonden und den jüdischen Festen Purim und Chanukka, dort handelt es sich um Brauchtum, welches zwar in der Bibel kritiklos erwähnt wird, aber nicht um Vorschriften aus Exodus und Levitikus (2. und 3. Mose). Neumond erscheint erst in Numeri (4. Mose) und dort wird nur gesagt, was geopfert werden soll. Deuteronomium (5. Mose) fasst noch einmal zusammen und erweitert es auf die Zeit nach der Wüstenwanderung.

Das Gesetz wurde nicht abgeschafft, sondern durch die Gnade erweitert, weil ich noch in diesem Leib des Todes herumlaufe, welcher zwar durch den ihm innewohnenden (heiligen[?]) Geist begehrt, die Gebote Gottes zu erfüllen, es aber wegen der Schwachheit des Fleisches nicht vermag.
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Leuchte » Mo 23. Sep 2019, 15:52

Ich lese, dass der wöchentliche Sabbat schon am 7. Tag nach der Erschaffung der Erde geheiligt und abgesondert wurde. Gott ruhte am 7. Tag - uns als Beispiel (Gott braucht ja keine Ruhe). Mose begründet die Gültigkeit des Sabbatgebot auch unter anderem mit dem Hinweis, dass Gott am 7. Tag den Sabbat geheiligt und gerührt hat. Und Jesus hat ebenso die Gültigkeit des Sabbats bekräftigt (der Sabbat ist um den Menschen willen gemacht). Dann ist der Sabbat Teil der 10 Gebote.

Deshalb sehe ich keinen Grund, warum ich den Tag nicht mehr heilighalten sollte.
Es ist etwas Großes: An Gräbern stehen und doch froh bleiben.
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon kingschild » Mo 23. Sep 2019, 15:53

Oiner hat geschrieben:

Um dem nun endgültig auf den Grund zu gehen, habe ich nun diese Fragen:
- Gibt es in der Bibel Aussagen darüber, daß die Feste des Alten Testaments für uns Christen nicht mehr gelten? Wenn ja, wo?
- Gibt es in der Bibel Stellen, aus denen eine solche Abschaffung interpretiert werden können? Wenn ja, welche?
Und die Bonusfrage:
- Welche Feste muß / soll/ kann / darf der heutige Christ feiern? Auch unter Berücksichtigung verschiedener Konfessionen.


Hallo Oiner

Wir werden im 1000 Jährigen Reich sicher das Laubhüttenfest und die Sabbate feiern.

Für Heidenchristen gelten aber für diese Zeit das sie in Christus bleiben:

Heb. 10.14 Denn mit einem Opfer hat er in Ewigkeit vollendet die geheiligt werden.

Dessen gedenken wir als seine Nachfolger, mit der Feier des Abendmahles.

So gesehen sollten Christus erlöste ja in der Freiheit bleiben. Freiheit bedeute für mich hier, der eine glaubt etwas feiern zu müssen, der andere glaubt das er auch ohne Feier erlöst ist, weil Gott in erlöste.

Aber die Gesetze die Gott dem Volk des ersten Bundes gab, die sind nicht aufgelöst, sondern eben wie Christus sagte erfüllt worden. Als glaube ich wenn ein Mensch in der ganzen Fülle dieser Erfüllung in Christus wandelt, er recht handelt.

God bless
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon John1955 » Mo 14. Okt 2019, 09:07

Gnu hat geschrieben:Meine Meinung dazu ist: Im Zweifelsfalle folge ich Jesus Christus und verwerfe alle anderen Vorschriften. Jesus lehrte in der Bergpredigt, dass das Gesetz gültig sei, bis Himmel und Erde ersetzt werden durch neue Himmel und neue Erde.

Das Gesetz wurde nicht abgeschafft, sondern durch die Gnade erweitert, weil ich noch in diesem Leib des Todes herumlaufe, welcher zwar durch den ihm innewohnenden (heiligen[?]) Geist begehrt, die Gebote Gottes zu erfüllen, es aber wegen der Schwachheit des Fleisches nicht vermag.


Du scheinst aber nicht erkannnt zu haben Gnu, dass Jesus damit NICHT alle 613 GESETZE mit einbezog. SEINE, also Jesus Lehren (WORTE GOTTES) werden nicht vergehen.
Mk 13,31 Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht vergehen.

Dass aufgrund der Hartherzigkeit der Pharisäer jene kein Jota, Tüpfelchen vom bisherigen Gesetz und den Propheten wegnehmen würden,
Lk 16,17 Es ist aber leichter, dass Himmel und Erde vergehen, als dass ein Tüpfelchen vom Gesetz fällt.

zeigte sich ja darin, dass sie Jesus ob seiner Lehren und seinen Missachtung teils mosaischer Gesetze vehement verfolgten und letztendlich glaubten für immer zum Schweigen bringen zu müssen.

Die viel verwendete "Gnade" ersetzt aber keinesfalls den heilsfördernden Weg zur Heiligung jedes Christen. Der arme Paulus wird offenbar immer dafür zweckentfremdet um Menschen einzureden, sie würden bis ans irdische Lebensende fleischliche Gesinnung beibehalten. Dass dem nicht so ist, steht mehrfach in der Bibel.

R
öm 8,5 Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt; die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt.

Röm 8,6 Denn fleischlich gesinnt sein ist der Tod, doch geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede.

Gal 5,16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen.


Gruss John
1Joh 5,20 Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. 21 Kinder, hütet euch vor den Götzen!
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Gnu » Mo 14. Okt 2019, 13:50

John1955 hat geschrieben:Du scheinst aber nicht erkannnt zu haben Gnu, dass Jesus damit NICHT alle 613 GESETZE mit einbezog. SEINE, also Jesus Lehren (WORTE GOTTES) werden nicht vergehen.

Welche 613 Gesetze meinst du?

In diesem Thread lautet die Frage, ob die Festzeiten für Christen gelten oder nur für Israeliten, wobei ich da keinen Unterschied mache, weil die zwei in Christus eins gemacht sind. Festzeiten sind Zeiten, wo die Braut sich auf den Bräutigam vorbereitet. Nach erfolgter Ehe braucht es diese eventuell nicht mehr. Dann wird es möglicherweise keinen Sabbat mehr geben. Auf jeden Fall wird man dann nicht mehr im Verlobungsvertrag nachlesen müssen, was dort geschrieben steht, sondern man kann den Bräutigam direkt fragen.
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Gnu » Mo 14. Okt 2019, 16:36

kingschild hat geschrieben:
Wir werden im 1000 Jährigen Reich sicher das Laubhüttenfest und die Sabbate feiern.


Interessant, genau das sagt in einer seiner Predigten auch Karl Hermann Kauffmann. Dieses Detail hat sich mir eingeprägt.
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Helmuth » Mo 14. Okt 2019, 16:56

Gnu hat geschrieben:Interessant, genau das sagt in einer seiner Predigten auch Karl Hermann Kauffmann. Dieses Detail hat sich mir eingeprägt.

Das geht aus dem Propheten Sacharja hervor:

Sacharja 14,16 hat geschrieben:Und alle, die übrig geblieben sind von allen Völkern, die gegen Jerusalem zogen, werden jährlich heraufkommen, um anzubeten den König, den HERRN Zebaoth, und um das Laubhüttenfest zu halten.
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon KoS » Di 15. Okt 2019, 09:06

Kein in der Gnadenzeit durch echte Busse und Glauben errettete Mensch wird im TJR auf Erden leben.
Solche gehören nicht zu den Übriggebliebenen der Drangsal Jakobs.
Liebe Grüsse, KoS
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon KoS » Di 15. Okt 2019, 09:09

@Gnu: Karl Hermann Kauffmann ist ein Werkgerechtigkeits- und Heilsverlust-Irrlehrer, ein Verlorener ohne das Neue Leben in sich habend.
Liebe Grüsse, KoS
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Gnu » Di 24. Mär 2020, 19:43

Ich habe soeben „zufällig” bemerkt, dass heute Sonnenuntergang der 1. Abib des neuen Jahres beginnt. Ich halte mich an die Bibel und nicht an religiöse Vorschriften von neunmalklugen Theologen, egal wie fromm die daherreden können.

Ich wünsche allen Mitlesenden ein gutes neues Jahr. :praise:
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Helmuth » Di 24. Mär 2020, 20:00

Na dann shana tova liebe(s/r) Gnu :]
Herzliche Grüße
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Gnu » Di 24. Mär 2020, 20:08

Helmuth hat geschrieben:Na dann shana tova liebe(s/r) Gnu :]

תודה גם לך

Ich kann das zwar nicht lesen, aber es sollte „danke gleichfalls” bedeuten, wenn Google Translator mich nicht besch..... hat.
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Helmuth » Di 24. Mär 2020, 21:11

Gnu hat geschrieben:
Helmuth hat geschrieben:Na dann shana tova liebe(s/r) Gnu :]

תודה גם לך

Ich kann das zwar nicht lesen, aber es sollte „danke gleichfalls” bedeuten, wenn Google Translator mich nicht besch..... hat.

Danke, ja ich konnte es lesen (ohne auf die ÜS zu sehen). Wortwörtlich: "danke, auch an dich"

Und? Wirst du nun am 14. Aviv ein Lamm schlachten und im Kreise der Familie zusammen mit ungesäuertem Brot über Nacht verzehren? :]

Für Juden, auch wenn sie Christen sind, wäre das weiterhin im Andenken an ihre Befreiung aus Israel geboten.
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Zippo » Mi 25. Mär 2020, 20:20

Oiner hat geschrieben:Servus!

Bei einem Gespräch versuchte uns eine Schwester davon zu überzeugen, daß die im Alten Testament beschriebenen Feste auch heute noch für die Christen einzuhalten seien. Zumindest Passah, Pfingsten und das Laubhüttenfest seien auf jeden Fall zu feiern.
Andere hingegen waren der Auffassung, daß dem nicht so sei, ja, daß in der Bibel sogar ganz klar zu lesen sei, daß diese Feste keine Gültigkeit mehr hätten und demnach auch nicht mehr eingehalten werden müssen. Als man nun auch mich fragte, konnte ich lediglich antworten, daß mir so eine Aussage weder im Alten als auch im Neuen Testament geläufig wäre.
Um dem nun endgültig auf den Grund zu gehen, habe ich nun diese Fragen:
- Gibt es in der Bibel Aussagen darüber, daß die Feste des Alten Testaments für uns Christen nicht mehr gelten? Wenn ja, wo?
- Gibt es in der Bibel Stellen, aus denen eine solche Abschaffung interpretiert werden können? Wenn ja, welche?
Und die Bonusfrage:
- Welche Feste muß / soll/ kann / darf der heutige Christ feiern? Auch unter Berücksichtigung verschiedener Konfessionen.

Jetzt bin ich sehr auf eure Antworten gespannt.

Gruß,
Oiner

Christus ist des Gesetzes Ende, sagt Paulus in Rö 10,4. Und dazu gehören eigentlich auch die Festlichkeiten, die Israel früher gefeiert hat. Er hat den Christen in Kol 2,16 gesagt, daß die Feste, Sabbate und Neumonde ein Schatten des Zukünftigen waren, mehr nicht. Sie enthalten eine Aussage , die auf das Evangelium hinweisen.

Das Passahlamm weist z. Bsp. auf den Opfertod Jesu hin. Wer dieses gefeiert hat, der hat an den Auszug Israels aus Ägypten gedacht. Mit dem Blut des Lammes wurden die Pfosten der Häuser bestrichen, damit die Erstgeburt nicht getötet wurde. 2 Mo 12,29. Passah heißt ja "vorüberschreiten" . Der Todesengel ist an den Häusern vorübergeschritten , wo das Blut am Pfosten war.
Die Israeliten sollten dieses Fest feiern , um sich dankbar daran zu erinnern, daß Gott der HERR sie aus der Sklaverei geführt hat.
Aber was sollen Christen , vor allem heidnische Christen , mit diesem Fest anfangen ? Sie sind ja nicht aus der Sklaverei in Ägypten erlöst worden. Sondern der Herr Jesus Christus hat uns durch sein Blut von unseren Sünden befreit. Wir waren der Sünde Knecht Joh 8,34 und sind es teils immer noch. Aber durch die Gnade und Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus, werden wir von unseren Sünden reingewaschen und freigesprochen. 1 Kor 6,11, Hebr 1,3

Noch bevor er starb, hat der Herr Jesus das Abendmahl eingeführt und das ist die Feier, die wir zum Gedächtnis des Opfertodes Jesu feiern sollen. Das Passahfest ist für das Volk Israel gedacht, für die Christen ist das Abendmahl gedacht. Der Herr Jesus ist unser Opferlamm und durch sein Blut sind wir reingewaschen und daran sollten wir uns dankbar immer wieder erinnern.

Alle anderen Feste nehmen auch Bezug auf die Geschichte Israels und erinnern an verschiedene Ereignisse in der Geschichte Israels . Das Wochenfest ist das Fest der Erstlinge.
Der Heilige Geist kam zur gleichen Zeit und hat die Erstlinge der Gemeinde herausgerufen. Jak 1,18

Das Laubhüttenfest erinnert an die Zeit in der Wüste. Israel sollte sich dankbar daran erinnern ,daß Gott das Volk Israel in der Wüste versorgt hat.
Christen können bestenfalls ein Erntedankfest feiern, aber mit dem Laubhüttenfest haben wir nichts zu tun.

Am Sabbat hat unser Herr Jesus von seinem Werk geruht, so sollen Christen auch von ihren Werken ruhen und sich in der Rechtfertigung voll und ganz auf den Herrn Jesus Christus verlassen. Hebr 4,10-11
Am ersten Tag der Woche ist er auferstanden und deshalb haben sich die ersten Christen auch am ersten Tag der Woche getroffen. Apg 20,7
Deshalb finde ich es vollkommen in Ordnung, wenn Christen ihre Versammlungen am Sonntag abhalten.

Christen sollen das Gesetz hinter sich lassen, sagt Paulus in Gal 2-3, durch das Gesetz werden wir nicht gerechtfertigt vor Gott , sondern durch den Glauben gal 3,11

Das Gesetz ist erfüllt durch unseren Herrn Jesus Christus, wenn wir in ihm bleiben und den Nächsten lieben. Rö 13,9.

Liebe Grüsse Zippo
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Gnu » Mi 25. Mär 2020, 22:04

Zippo, du zitierst Stellen, welche auf die Erfüllung der Schattenbilder hinweisen. Wie beantwortest du die Frage, welches Fest auf die Wiederkunft Jesu Christi hinweist?

In meinen Kreisen (hebräische Wurzeln des Glaubens) herrscht die Redensart, das Heimholerhornblasen am 1. 7. (biblische Zählung) weise darauf hin, weil man dieses Datum als einziges im Festkalender nicht vorherberechnen kann, was sehr gut mit dem Wort Jesu Christi „den Tag und die Stunde weiss niemand als nur mein Vater” korrespondiere.
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Helmuth » Do 26. Mär 2020, 07:19

Gnu hat geschrieben:In meinen Kreisen (hebräische Wurzeln des Glaubens) herrscht die Redensart, das Heimholerhornblasen am 1. 7. (biblische Zählung) weise darauf hin, weil man dieses Datum als einziges im Festkalender nicht vorherberechnen kann, was sehr gut mit dem Wort Jesu Christi „den Tag und die Stunde weiss niemand als nur mein Vater” korrespondiere.

Das kann der Heide halten wie er mag. Als Jude bist du aber verpflichtet auch die AT Feste weiter zu pflegen, d.h. zumindest die 3 großen Feste. Als jüdischer Christ allerdings ohne Tieropfer zur Vergebung. Das Schlachten des Passahlammes dient nur um es in Gedenken an den Auszug zu verspeisen.

Speiseopfer ohne Blutritual haben auch ihren geistlichen Sinn. Als messianischer Jude würde ich Passah und Abendmahl gemeinsam feiern und dabei den Kelch und das Brot herumreichen, genau wie es Jesus in jener Nacht tat.

Als Heide sehe ich mich nur dem Abendmahl als sinnvolles Ritual in geistlicher Hinsicht verpflichtet. Das wahre Blut ist ja längst geflossen und Heiden müssen sich auch nicht an einen Auszug aus Ägypten erinnern, weil dies ja nie ihr von Gott auferlegtes Schicksal war.

Aber mit dem Kelch in der Hand verkündigen auch wir Jesu Tod als das wahre Passahlamm Gottes, solange bis er wiederkommt. Das erwähnt auch Paulus:
1 Korinther 11,26 hat geschrieben:Denn sooft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Wenn Jesus wiederkommt wird sich auch das ändern. Dann bedarf es schließlich auch keines Gedächtnismahles mehr, denn er ist wieder so da, wie er es in der Zeit seiner 12 Apostel war.
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Meta » Di 31. Mär 2020, 15:53

Matthäus 5, 17 Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das GesetzTora oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen.
erfüllen: lehren und tun!
18 denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz bis es alles geschieht.
19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und lehrt die Leute so, der wird der Kleinste heissen im Himmelreich; wer es aber tut und lehrt, der wird gross heissen im Himmelreich.

Da ist alles klar!
Römer 8,2 Denn die Tora der lebenschaffenden Geistkraft hat dich im Messias Jesus vom Gesetz der Sündenmacht und des Todes befreit.
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Gnu » Di 31. Mär 2020, 18:55

Helmuth hat geschrieben:Und? Wirst du nun am 14. Aviv ein Lamm schlachten und im Kreise der Familie zusammen mit ungesäuertem Brot über Nacht verzehren? :]

Für Juden, auch wenn sie Christen sind, wäre das weiterhin im Andenken an ihre Befreiung aus Israel geboten.

Dieses Jahr wird zum erstenmal in meiner WG nicht gefeiert. Ich bin darüber sehr froh, weil wir bis jetzt noch jedesmal aus einer Broschüre ablesen mussten, in welcher Reihenfolge man was zu tun hatte. Das wäre etwa vergleichbar, wie wenn an der Mainzer Fasnacht den Feiernden gesagt würde, sie sollten jetzt wieder ins Festprogramm schauen, um zu verstehen, was der nächste Narr mit seiner Schnitzelbank genau sagen wolle. Nicht einmal bei Dr. Gerrit Nel in Jerusalem wussten sie auswendig, was man genau wann zu zitieren und zu tun hatte. Es gibt in YouTube ein Video, in welchem Prof. Dr. Roger Liebi das jüdische Passah einer Schar von Zuhörern vorführt und versucht zu erklären, was die einzelnen Dinge bedeuten. Dabei wissen (nach meiner Erfahrung) die Juden noch nicht einmal sicher, ob es drei oder vier Kelche sind, und was jeder genau bedeutet. Das kommt davon, wenn man neben der Bibel noch rabbinische Schriften als inspiriert und heilig betrachtet.

Auch war 2019 in unserer Wohnküche zuviel Besäufnis mit im Spiel, so dass ich nicht die ganze Nacht durchfeiern wollte, sondern mich relativ früh in mein Schlafzimmer zurückzog. Mainzer Fasnacht am Passah, das brauche ich definitiv nicht mehr. Ich bin deshalb froh, dass dieses Jahr bei uns kein Passah gefeiert wird. Hefefreies Knäckebrot kann ich in den sieben Tagen danach alleine essen. Das passt auch besser zur Koronakriese. :P
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Helmuth » Mi 1. Apr 2020, 08:33

Gnu hat geschrieben:Ich bin darüber sehr froh, weil wir bis jetzt noch jedesmal aus einer Broschüre ablesen mussten, in welcher Reihenfolge man was zu tun hatte.

Ich verstehe sehr gut, dass du die Schnauze voll hast. Hier könntest du aber die Initiative ergreifen und es anders machen.

Auch mir war der Abenadmahl Kult zuviel und ein rein traditionelles Zeremoniell. So distanzierte ich mich. Nur ließ es mich nicht in Ruhe, als hier Gott Anordnungen gibt und nicht der Mensch.

Also weg mit all all dem was Rabbiner und Pfaffen daraus machen und her mit dem was unser gelobter Gott dazu sagen lässt.

So habe ich es vor 2 Jahren so praktiziert, dass ich meine Famlie in einem Gasthaus versammmelte und ich Abendmahl mit ihnen selbst feierte und das zur Passahzeit, damit der Bezug auch dazu hergestellt wird.

Neben den Speisen und Getränken eines gewöhnlichen Abendessens hielt ich im Anschluss daran eine kurze Rede über den Sinn und Zweck des Passahlamm Gottes Jesus und reichte ein Glas Rotwein herum und zerteilete ein halbes Brot. Das übrigens hat uns die Wirtin beigestellt.

Die Familie fand es ungwöhnlich, sicherte mir aber zu das gerne zu wiederholen. Voriges Jahr ging es leider aus anderen Gründen nicht und dieses Jahr vereiltelt es Corona. Aber in meinem Herzen halte ich es aufrecht, ganz allein für meinen Herrn Jesus!
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Meta » Mi 1. Apr 2020, 10:13

Dabei wissen (nach meiner Erfahrung) die Juden noch nicht einmal sicher, ob es drei oder vier Kelche sind, und was jeder genau bedeutet.


das ist eine Beleidigung: https://de.chabad.org/library/article_c ... nglser.htm

Das kommt davon, wenn man neben der Bibel noch rabbinische Schriften als inspiriert und heilig betrachtet.


Matthäus 13, 52 Da sprach er: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.

Das wird im Judentum bis Heute so gemacht. Genau das habe ich in einem Buch mit jüdischen Auslegungen gelesen, herausgegeben 2012!

"Möge er die Thora durcharbeiten, als wäre sie ganz neu und nicht veraltet und vom vergangenen Jahr. Genau darin besteht die Kraft der Thora. Jeder Zyklus offenbart Neues, welches auf Bekanntem aufbaut".

Jesus war und blieb Jude, und hat das Judentum nie verlassen!

Wie kannst Du Anhänger des jüdischen Jesus sein, wenn Du keine Ahnung davon hast, wie und was er gelehrt, und gelebt hat?
Wie kannst Du Jesus das antun, und auf seinen Aussagen so rumtrampeln.

Matthäus 7, 6 Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben, und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue (Römer / Nichtjuden)) werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füssen und sich umwenden und euch zerreisen.
Römer 8,2 Denn die Tora der lebenschaffenden Geistkraft hat dich im Messias Jesus vom Gesetz der Sündenmacht und des Todes befreit.
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Gnu » Mi 1. Apr 2020, 14:29

Meta hat geschrieben:
Dabei wissen (nach meiner Erfahrung) die Juden noch nicht einmal sicher, ob es drei oder vier Kelche sind, und was jeder genau bedeutet.


das ist eine Beleidigung: https://de.chabad.org/library/article_c ... nglser.htm

Danke für diesen Beitrag. Ab sofort weiss ich es besser. :umarm:
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Meta » Do 2. Apr 2020, 10:32

Bitte, gern geschehen

Dieses Jahr wird zum erstenmal in meiner WG nicht gefeiert. Ich bin darüber sehr froh, weil wir bis jetzt noch jedesmal aus einer Broschüre ablesen mussten, in welcher Reihenfolge man was zu tun hatte. Das wäre etwa vergleichbar, wie wenn an der Mainzer Fasnacht den Feiernden gesagt würde, sie sollten jetzt wieder ins Festprogramm schauen, um zu verstehen, was der nächste Narr mit seiner Schnitzelbank genau sagen wolle.


hier die Pessach-Haggada:
https://www.talmud.de/tlmd/die-online-haggadah/

Das Pessach-Fest mit Mainzer Fasnacht zu vergleichen ist voll daneben!

Was würde der jüdische Jesus wohl dazu sagen?


Auch war 2019 in unserer Wohnküche zuviel Besäufnis mit im Spiel, so dass ich nicht die ganze Nacht durchfeiern wollte, sondern mich relativ früh in mein Schlafzimmer zurückzog. Mainzer Fasnacht am Passah, das brauche ich definitiv nicht mehr.


von wegen Besäufnis: hier die Erklärung:
https://de.chabad.org/holidays/passover ... chssel.htm

nach meiner Berechnung trinkt man pro Glas ca. 1.2dl Wein oder Traubensaft!

Jesus feierte nur die jüdischen Feiertage! und ging in die Synagoge! Steht so im NT!
Römer 8,2 Denn die Tora der lebenschaffenden Geistkraft hat dich im Messias Jesus vom Gesetz der Sündenmacht und des Todes befreit.
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon John1955 » Do 2. Apr 2020, 13:11

Meta hat geschrieben:
Jesus war und blieb Jude, und hat das Judentum nie verlassen!

Wie kannst Du Anhänger des jüdischen Jesus sein, wenn Du keine Ahnung davon hast, wie und was er gelehrt, und gelebt hat?
Wie kannst Du Jesus das antun, und auf seinen Aussagen so rumtrampeln.

Matthäus 7, 6 Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben, und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue (Römer / Nichtjuden)) werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füssen und sich umwenden und euch zerreisen.


Da liegst Du aber vollkommen falsch, Meta. Jesus war gebürtiger Jude, das stimmt wohl. Aber weil die jüdischen Hohepriester in Jesus nicht den gottgesandten Retter des Volkes Israel von ihren Sünden anerkannten, sondern ihn aufgrund seiner Lehren als gefährlichen Volksverderber bezeichneten und der Ansicht waren ihn für immer zum Schweigen bringen zu müssen, entstand bekanntlich eine neue Religion.

Somit verliess Jesus gezwungenermassen das damalige Judentum :comeon: und all jene einstigen Juden, die ihm nachfolgten auch. Denn solche,,die sich zu Jesus Christus bekannten, wurden aus der Synagoge verbannt, verfolgt, getötet.

All jene, die Jesus Christus zuhörten IHM glaubten und IHM nachfolgten, verliessen ihre einstige Glaubenszugehörigkeit. So verliessen auch Juden, gleich wie Jesus notgedrungen das damalige Judentum. Einer davon war Paulus.

Dieser beteuerte ja, dass alle, egal ob Juden, Griechen, die sich zu der von Jesus verbreiteten Lehren zugehörig bekannten zu Christus gehörten, also zum Christentum konvertierten. Gal 3,28, Kol 3.11.

Die so entstandene "Gemeinde Gottes" wurde ja von jüdischen Schriftgelehrten immerzu verfolgt. Auch zuvor vom einstigen jüdischen Pharisäer Paulus.

Gruss John
1Joh 5,20 Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. 21 Kinder, hütet euch vor den Götzen!
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon manfred » Do 2. Apr 2020, 20:23

Aber selbst Paulus ging wie er es gewohnt war in die Synagoge.
Wieweit er die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft verließ, eher war die Glaubensgemeinschaft mit seinen neu gewonnenen Überzeugungen nicht einverstanden.
Ich denke, wenn Gott dir zeigt ernst zu machen, haben die, die den Glauben nicht ernst nehmen ein Problem mit.
Ich denke sogar, dass das Passa auch im christlichen Abendmahl weiterexistiert.
Daher sind die alttestamentlichen Feste schon eine Grundlage für das christliche Leben.
Auch wenn wir heute kein Tier mehr opfern, weil das Lamm schon geopfert wurde.
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon Meta » Do 2. Apr 2020, 23:40

Da liegst Du aber vollkommen falsch, Meta. Jesus war gebürtiger Jude, das stimmt wohl. Aber weil die jüdischen Hohepriester in Jesus nicht den gottgesandten Retter des Volkes Israel von ihren Sünden anerkannten, sondern ihn aufgrund seiner Lehren als gefährlichen Volksverderber bezeichneten und der Ansicht waren ihn für immer zum Schweigen bringen zu müssen, entstand bekanntlich eine neue Religion.


da liege ich nicht falsch, sondern Du! es gibt da ein Buch: Chaim Cohn, Der Prozess und Tod Jesu aus jüdischer Sicht. Hier eine Zusammenfassung:

http://www.juedisches-recht.de/rec_prozess_jesu.php

unten im Text gibt es ein hier klicken , da kann man ein wichtiges Kapitel ganz lesen! Kann ich nur empfehlen.

hier der Schluss:
Hunderte Generationen von Juden sind in der ganzen christlichen Welt für ein Verbrechen bestraft worden, dass weder sie noch ihre Vorfahren begangen haben. Schlimmer noch, jahrhunderte‑, vielmehr jahrtausendelang wurden sie gezwungen, aufgrund des angeblichen Anteils ihrer Vorväter am Prozess und an der Kreuzigung Jesu alle denkbaren Formen der Peinigung, Verfolgung und Demütigung zu erdulden, obwohl es reine Wahrheit ist, dass ihre Vorfahren keinen Anteil daran hatten, sondern alles Menschenmögliche unternahmen, um Jesus, den sie von Herzen liebten und als einen der Ihren verehrten, vor seinem tragischen Ende durch die Hände der römischen Unterdrücker zu bewahren. Wenn man überhaupt einen Funken an Trost für diese Perversion der Gerechtigkeit finden kann, dann in den Worten Jesu selbst: »Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden« (Mt 5, 10-12).


Somit verliess Jesus gezwungenermassen das damalige Judentum :comeon: und all jene einstigen Juden, die ihm nachfolgten auch. Denn solche,,die sich zu Jesus Christus bekannten, wurden aus der Synagoge verbannt, verfolgt, getötet.

All jene, die Jesus Christus zuhörten IHM glaubten und IHM nachfolgten, verliessen ihre einstige Glaubenszugehörigkeit. So verliessen auch Juden, gleich wie Jesus notgedrungen das damalige Judentum. Einer davon war Paulus.

Dieser beteuerte ja, dass alle, egal ob Juden, Griechen, die sich zu der von Jesus verbreiteten Lehren zugehörig bekannten zu Christus gehörten, also zum Christentum konvertierten. Gal 3,28, Kol 3.11.

Die so entstandene "Gemeinde Gottes" wurde ja von jüdischen Schriftgelehrten immerzu verfolgt. Auch zuvor vom einstigen jüdischen Pharisäer Paulus.


Du beschreibst hier die bekanntesten anti-jüdischen Klischees.
Mich beschäftigt das immer noch, und ich habe viel darüber gelesen.
Z.B: Gerhard Czermak, Christen gegen Juden, Geschichte einer Verfolgung, Von der Antike bis zum Holocaust, von 1945 bis heute.

hier etwas für die Horrizonterweiterung.
https://narrt.eaberlin.de/theologie/ver ... n-sind.pdf

ich habe diesen Text schon vor Jahren gelesen, und mich beeindruckt es immer noch.

Dann gibt es noch was, das mich nachdenklich macht. Gott hat mit der Rettung von Isaak die Menschenopfer abgeschafft. Warum soll Er das wegen der christlichen Theologie geändert haben?
Schon vor 2000 Jahren war jeder Jude Sohn Gottes!
Römer 8,2 Denn die Tora der lebenschaffenden Geistkraft hat dich im Messias Jesus vom Gesetz der Sündenmacht und des Todes befreit.
8,7 Deshalb ist eine begrenzte menschliche Denkweise Gott gegenüber feindlich, weil sie sich nicht der Tora Gottes unterstellt und auch gar nicht in der Lage dazu ist
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon John1955 » Sa 4. Apr 2020, 10:57

Meta hat geschrieben:
Da liegst Du aber vollkommen falsch, Meta. Jesus war gebürtiger Jude, das stimmt wohl. Aber weil die jüdischen Hohepriester in Jesus nicht den gottgesandten Retter des Volkes Israel von ihren Sünden anerkannten, sondern ihn aufgrund seiner Lehren als gefährlichen Volksverderber bezeichneten und der Ansicht waren ihn für immer zum Schweigen bringen zu müssen, entstand bekanntlich eine neue Religion.


da liege ich nicht falsch, sondern Du! es gibt da ein Buch: Chaim Cohn, Der Prozess und Tod Jesu aus jüdischer Sicht. Hier eine Zusammenfassung:

http://www.juedisches-recht.de/rec_prozess_jesu.php

unten im Text gibt es ein hier klicken , da kann man ein wichtiges Kapitel ganz lesen! Kann ich nur empfehlen.

hier der Schluss:
Hunderte Generationen von Juden sind in der ganzen christlichen Welt für ein Verbrechen bestraft worden, dass weder sie noch ihre Vorfahren begangen haben. Schlimmer noch, jahrhunderte‑, vielmehr jahrtausendelang wurden sie gezwungen, aufgrund des angeblichen Anteils ihrer Vorväter am Prozess und an der Kreuzigung Jesu alle denkbaren Formen der Peinigung, Verfolgung und Demütigung zu erdulden, obwohl es reine Wahrheit ist, dass ihre Vorfahren keinen Anteil daran hatten, sondern alles Menschenmögliche unternahmen, um Jesus, den sie von Herzen liebten und als einen der Ihren verehrten, vor seinem tragischen Ende durch die Hände der römischen Unterdrücker zu bewahren. Wenn man überhaupt einen Funken an Trost für diese Perversion der Gerechtigkeit finden kann, dann in den Worten Jesu selbst: »Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel reichlich belohnt werden« (Mt 5, 10-12).
!

Es war seit jeher sicher falsch, Meta, das gesamte jüdische Volk aller Zeiten für die Tötung Jesus Christus verantwortlich zu machen.

[b]Denn die Forderung dessen Hinrichtung stammte mehrfach nachweisbar von den religiösen Machthaber jener Zeit, vorab dem Hohepriester Kaiphas. Das ist unbestritten,

Doch deswegen das ganze jüdische Volk verurteilen ist ebenso vollkommen falsch und ungrecht, wie wenn alle Muslime mit den islamischen Extremisten,den Angehörigen des IS in denselben Topf geworfen werden /b]

Es waren ja immer wieder jüdische Schriftgelehrten und Pharisäer, welche Jesus Christus und später die Verbreiter seiner Lehren verbreiteten, verfolgten, töteten, und nicht etwas einfache Juden, welche sich dann zu der "christlichen" Gottes- und Glaubenslehre Jesu Christi bekannten und ihr Glaubens- und Alltagsleben danach ausrichteten.

Was die Feste der Christen anbelangt, da steht es jedem frei, was er warum feiern will. Wir feiern keine AT-Feste und von den offiziellen Festen des Christentums auch nur Ostermontag und Pfingsten.

Wir, (Christen die sich an dem durch Jesus offenbarten Gottesglauben, dem Leben, den Lehren und Wirken Jesus orientieren und nicht die Kreuzigung fokussieren, sondern dort die Auferweckung und den Missionsauftrag,) fragen uns warum der wichtigste Tag der Menschheitsgeschichte, das Auftauchen Jesus am Jordan und Beginn seiner Wahrheitsverkündung über den allein wahren Gott und dessen Wegleitungen für ein vollkommen friedfertiges Leben zwischen allen Menschen bewerkstelligt werden kann.

Dies brachte uns neues, sinnerfülltes Leben, Erkenntnis dass die Christus Lehren Einhalten alle -geistlich- EINS sind mit IHM. und Gott unserem himmlischen Vater, also ungeachtet dessen ob jemand sich dem Christentum, Judentum, Hinduismus oder Buddhismus, oder gar Atheismus, Agnostizismus zugehörig erklärt.

Gruss John
1Joh 5,20 Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. 21 Kinder, hütet euch vor den Götzen!
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon kingschild » Mo 6. Apr 2020, 13:08

Meta hat geschrieben:
Dann gibt es noch was, das mich nachdenklich macht. Gott hat mit der Rettung von Isaak die Menschenopfer abgeschafft. Warum soll Er das wegen der christlichen Theologie geändert haben?
Schon vor 2000 Jahren war jeder Jude Sohn Gottes!


Meta dir ist aber schon klar, das Christen keine Menschen opfern?

Ich möchte Dir mal ein Gleichnis geben, damit du das Christentum besser verstehst:

Wenn ein Vater 12 Söhne hat und er sieht alle vom Tode bedroht.

Wäre seine Liebe falsch, wenn er alles geben würde, damit seine 12 Söhne vom Tod retten könnte?

Angenommen, diese zwölf Söhne erkennen die Liebe des Vaters nicht und töten stattdessen einen unschuldigen Menschen.

Wer hat da gemäss Tora, das Gesetz erfüllt, die Söhne oder der Vater? Hat der Vater den Söhnen gesagt sie sollen, töten? Nein hat er nicht.

Wenn du da zum Ergebnis kommst, das der Vater richtig gehandelt hat und die Söhne falsch. Kann ich Dir versichern, die Christen kommen da auch zum gleichen Ergebnis, das der Vater richtig gehandelt hat.

Hätten nämlich die 12 Söhne auf den Vater gehört, hätten sie die Tora nicht gebrochen und es wäre kein unschuldiges Blut geflossen.

Sollte aber der Vater diese 12 Söhne jetzt alle umbringen, weil sie unschuldiges Blut vergossen haben? Gemäss der Tora ja, den sie haben sie nicht befolgt.

Jetzt gibt es aber gem. der Tora auch den Umstand der Gnade, Liebe und Barmherzigkeit des Vaters. Der Mörder und Ehebrecher David hat erkennen müssen, das er gem. Tora ein Mörder und Ehebrecher ist. Warum hat Gott in nicht getötet? Weil er allein auf die Gnade, Liebe und Barmherzigkeit des Herrn vertraute und bereit war zu Busse.

Jesus sein Gebet war: Vater vergib IHNEN!

Unsere Lehre war nie, opfert Menschen.

Jedoch das Opfer das Christus gab! Das er die Sünden seiner Mörder, ihnen nicht anrechnete, das ist das Höchste Opfer, das ein Gerechter, für ungerechte Sünder und Mörder geben kann.

Dieses Opfer ist gut und Vollkommen, vor Gott dem Allmächtigen und genau mit diesem Opfer, ist die Tora erfüllt.

God bless
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Re: Einhaltung alttestamentarischer Feste für Christen?

Beitragvon John1955 » Mo 6. Apr 2020, 22:27

Meta hat geschrieben:
Dann gibt es noch was, das mich nachdenklich macht. Gott hat mit der Rettung von Isaak die Menschenopfer abgeschafft. Warum soll Er das wegen der christlichen Theologie geändert haben?
Schon vor 2000 Jahren war jeder Jude Sohn Gottes!


Also mit Abschaffung von Menschenopfern hat die Geschichte mit Abraham und Isaak wirklich rein nichts zu tun, Meta.
Die Schriftgelehrten waren laut Jesus nicht Söhne SEINES Gottes. Zu SEINEN Geschwistern zählte Jesus seit eh und je jene welche den Willen SEINES/UNSERES Vaters im Himmel tun.

Gemäss christlicher Theologie, so man diese von Jesus Christus als solche glaubt und vertritt, hatte Gott überhaupt kein Interesse an Opfern, sondern an Barmherzigkeit. Denn der Vater im Himmel ist selber ja barmherzig, versöhnungsbereit, wie wir durch seinen Sohn Jesus erfahren haben.

Das einzige "Opfer" das ein einstiger Sünder Gott gegenüber erbringen muss, ist gemäss Jesus Einsicht, Reue, Umkehr, und eigene Vergebungsbereitschaft und Wille nurmehr nach Gottes Wille zu handeln.

Dies gerade den Israeliten beizubringen, die Jesus Vater erst durch IHN kennenlernten... und was für wahrhaftig gottgefälliges Leben sonst noch zu berücksichtigen war, schaffte sich Jesus bei den Jüngern Mose weiss Gott keine Freunde.

Gruss John
1Joh 5,20 Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. 21 Kinder, hütet euch vor den Götzen!
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