Ist Jesus am Sonntag auferstanden?

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: Thelonious

Ist Jesus am Sonntag auferstanden?

Beitragvon Gnu » Mo 13. Apr 2020, 16:23

Es gilt allgemein die Lehre, dass der Auferstehungstag am ersten Wochentag gewesen sei. Das steht aber wörtlich so nicht in der Bibel. Sondern geschrieben steht, dass einen Tag nach dem Sabbat in der Morgendämmerung das Grab leer aufgefunden wurde. Meine Frage lautet dahingehend, ob das nicht eventuell der Montag gewesen sein könnte, denn der Sabbat davor war ja ein grosser Sabbat, welcher demzufolge mehrere Tage gedauert hat. Sabbat hat nichts mit sieben zu tun, sondern mit Feiertag. Wenn der Feiertag den normalen Wochensabbat und den darauffolgenden Sonntag umfasst hat, dann fiel die Auferstehung auf den Ostermontag. Das könnte auch genau der Grund sein, weshalb die Kirche den Ostermontag feiert.

Für diese Theorie spricht auch die Stelle in der Bibel, bei der die Jünger Ähren ausrauften und von den Schriftgelehrten dafür getadelt wurden. Jesus wies sie zurecht mit den Worten er sei der Herr dieses Sabbats. Also war es sein Sonntag, den er als seinen Sabbat bezeichnete, er heisst ja in den lateinisch sprechenden Gebieten „Tag des Herrn”, Domenica, Dimanche, Domingo.
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Re: Ist Jesus am Sonntag auferstanden?

Beitragvon lionne » Mo 13. Apr 2020, 17:24

Mir ist das wirklich total egal >>>> Die Hauptsache ist: Er ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!
:praise:

LG lionne
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Re: Ist Jesus am Sonntag auferstanden?

Beitragvon Gnu » Di 14. Apr 2020, 11:34

lionne hat geschrieben:Mir ist das wirklich total egal >>>> Die Hauptsache ist: Er ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!
:praise:

LG lionne

Mir eigentlich auch, aber wenn man nichts anderes mehr tun darf, dann darf man wenigstens eine korrekte Bibelübersetzung machen und den Coiffeursonntag einführen. ;)
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Re: Ist Jesus am Sonntag auferstanden?

Beitragvon Zippo » Mi 15. Apr 2020, 10:58

Gnu hat geschrieben:Es gilt allgemein die Lehre, dass der Auferstehungstag am ersten Wochentag gewesen sei. Das steht aber wörtlich so nicht in der Bibel. Sondern geschrieben steht, dass einen Tag nach dem Sabbat in der Morgendämmerung das Grab leer aufgefunden wurde. Meine Frage lautet dahingehend, ob das nicht eventuell der Montag gewesen sein könnte, denn der Sabbat davor war ja ein grosser Sabbat, welcher demzufolge mehrere Tage gedauert hat. Sabbat hat nichts mit sieben zu tun, sondern mit Feiertag. Wenn der Feiertag den normalen Wochensabbat und den darauffolgenden Sonntag umfasst hat, dann fiel die Auferstehung auf den Ostermontag. Das könnte auch genau der Grund sein, weshalb die Kirche den Ostermontag feiert.

Für diese Theorie spricht auch die Stelle in der Bibel, bei der die Jünger Ähren ausrauften und von den Schriftgelehrten dafür getadelt wurden. Jesus wies sie zurecht mit den Worten er sei der Herr dieses Sabbats. Also war es sein Sonntag, den er als seinen Sabbat bezeichnete, er heisst ja in den lateinisch sprechenden Gebieten „Tag des Herrn”, Domenica, Dimanche, Domingo.

Also, im Mk 16 steht z. Bsp. , daß drei Frauen am ersten Tag der Woche zum Grab kamen und es leer fanden. Der Stein war weggewälzt und ein Jüngling war im Grab und erzählt den Frauen, daß der Herr Jesus , den sie in dieses Grabgelegt hatten, nun nicht mehr da ist.Mk 16,6-7 Und dann erscheint er am ersten Tag der Woche der Maria Magdalena Mk 16,9
Der erste Tag der Woche ist doch der Sonntag ?

Da könnte man schon eher den Karfreitag anzweifeln. In Mk 9,31 steht, daß der Herr am dritten Tage auferstehen wollte. Das würde noch passen, aber in Mt 12,40 steht, daß der Herr Jesus drei Tage und drei Nächte mitten in der Erde sein wird, so wie Jona drei Tage und drei Nächte im Bauche des Walfisches war.
Drei Tage und drei Nächte kriegt man von Freitag bis Sonntag nicht hin.
Also müßte der Herr Jesus am Donnerstag gekreuzigt worden sein.

Am Rüsttag des Sabbats hat man den Herrn Jesus in das Grab gelegt. Das würde für den Freitag sprechen.Lk 23,53-54
In Joh 19,31 steht allerdings daß es sich um den Rüsttag eines großen Sabbats handelt.
Was war der große Sabbat ? Ich vermute , daß es sich um einen Festsabbat gehandelt hat, den Festsabbat für das Passahfest, und nicht den Wochensabbat. 3 Mo 23,7
Dann wäre zunächst der Rüsttag für den Festsabbat gekommen und da hätte man den Leichnam Jesu nach der Kreuzigung in das Grab gelegt, dann wäre der Festsabbat gekommen als erster Feiertag des Passahfestes , dann wäre der Wochensabbat gekommen und dann der erste Tag der Woche, an dem der Herr auferstanden ist.

Dann wäre der Herr Jesus wäre nicht am Karfreitag gekreuzigt worden, sondern am Gründonnerstag.

Liebe Grüße Zippo
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Re: Ist Jesus am Sonntag auferstanden?

Beitragvon Gnu » Mi 15. Apr 2020, 11:18

Ja Zippo, das war bisher auch meine Meinung zum „Karfreitag” und den „Oster”-Festen der „Kristen”. Aber je länger ich mich mit den verschiedenen Kalendern befasse, desto mehr bezweifle ich, dass einer von ihnen stimmt. Es gibt meines Wissens 3 Systeme: Das katholische, das jüdische und das israelitische. Ganz sicher falsch sind das erste und das zweite, das dritte stützt sich auf die Bibel, ist aber in sich zerstritten, welche Texte Urtext sind und welches die beste Übersetzung dieser Texte in lebendige Sprachen sei. Die verflixte sprachliche Evolution seit der Schöpfung, seit der Sintflut und seit Abraham macht die Sache noch komplizierter.

Soviel mal als vorläufige Antwort.
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Re: Ist Jesus am Sonntag auferstanden?

Beitragvon Zippo » Mi 15. Apr 2020, 18:20

Gnu hat geschrieben:Ja Zippo, das war bisher auch meine Meinung zum „Karfreitag” und den „Oster”-Festen der „Kristen”. Aber je länger ich mich mit den verschiedenen Kalendern befasse, desto mehr bezweifle ich, dass einer von ihnen stimmt. Es gibt meines Wissens 3 Systeme: Das katholische, das jüdische und das israelitische. Ganz sicher falsch sind das erste und das zweite, das dritte stützt sich auf die Bibel, ist aber in sich zerstritten, welche Texte Urtext sind und welches die beste Übersetzung dieser Texte in lebendige Sprachen sei. Die verflixte sprachliche Evolution seit der Schöpfung, seit der Sintflut und seit Abraham macht die Sache noch komplizierter.

Soviel mal als vorläufige Antwort.

Ich kann mich eigentlich nur darauf verlassen, was in der Bibel steht. Daß der Herr Jesus am ersten Tag der Woche auferstanden ist, steht in den Evangelien und man braucht es nicht anzuzweifeln.

Als sie den Herrn Jesus verurteilt haben war es frühmorgens. Joh 18,28
Über den Tag der Kreuzigung kann man sagen, daß es der Rüststag für das Passahfest gewesen ist. Joh 19,14 Manche Juden wollten nicht in das Prätorium kommen , um sich für das Passahfest nicht zu verunreinigen.

Um die 6 Stunde rief die verurteilende Menge:" Weg mit ihm, kreuzige ihn", obwohl Pilatus mehrfach betont hatte, daß er keine Schuld an ihm findet.
Dann wird der Herr Jesus weggeführt und er mußte sein Kreuz auf den Berg Golgatha tragen.

Was mich jetzt wundert ist, daß im Markus Evangelium steht, daß der Herr Jesus in der 3 Stunde gekreuzigt wurde und von 6-9 Stunde war eine Finsternis im Land ? Da hat er schon drei Stunden am Kreuz gehangen.Mk 15,33

Wenn die Menge zur 6 Stunde rief" Kreuzige ihn " gerufen hat, wie kann dann die Kreuzigung zur 3 Stunde geschehen sein und zur 6 Stunde setzte die Finsternis ein ?

Wer kann mir das erklären ?

Die Juden haben eine andere Zählung der Stunden des Tagesablaufs , soviel habe ich schon rausgefunden. Der Tag beginnt am Vorabend. Dann wäre ja die dritte Stunde 9 Uhr abends.

Oder zählt man die dritte Stunde des Vorabends und die dritte Stunde des Tages jeweils gesondert ?

Füt die Stundenzählung gibt es bei den Juden auch so eine Besonderheit. Der Tag fängt an, wenn die Sonne aufgeht und wenn sie untergeht, dann ist der Tag zuende. Dann wird die Gesamtzeit durch 12 gerechnet und das ergibt dann die Dauer einer Stunde. Das variiert natürlich mit der Jahreszeit. Das ganze nennt sich halachische Zeiteinheit.
Hier habe ich erst mal aufgehört, das wurde mir auch zu kompliziert.

Gab es so etwas zu Jesu Zeiten auch schon ?

Gruß Zippo
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Re: Ist Jesus am Sonntag auferstanden?

Beitragvon Gnu » Mi 15. Apr 2020, 20:00

Zippo hat geschrieben:Ich kann mich eigentlich nur darauf verlassen, was in der Bibel steht. Daß der Herr Jesus am ersten Tag der Woche auferstanden ist, steht in den Evangelien und man braucht es nicht anzuzweifeln.

Das steht nur in den Übersetzungen. Im griechischen Text heisst es am eins nach dem Sabbat (oder nach den Sabbaten, ich kann leider kein koiné), und dass Sabbat nicht der siebente bedeutet, sondern Feiertag, habe ich auch schon geschrieben. Ich streite aber nicht darüber, sondern erwähne es nur. Die Kristen prüften das nie gründlich nach und von mir aus dürfen sie glauben, was ihnen die Damen und Herren Prof. Dr. theol. erzählen.
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Re: Ist Jesus am Sonntag auferstanden?

Beitragvon Zippo » Do 16. Apr 2020, 11:29

Gnu hat geschrieben:
Zippo hat geschrieben:Ich kann mich eigentlich nur darauf verlassen, was in der Bibel steht. Daß der Herr Jesus am ersten Tag der Woche auferstanden ist, steht in den Evangelien und man braucht es nicht anzuzweifeln.

Das steht nur in den Übersetzungen. Im griechischen Text heisst es am eins nach dem Sabbat (oder nach den Sabbaten, ich kann leider kein koiné), und dass Sabbat nicht der siebente bedeutet, sondern Feiertag, habe ich auch schon geschrieben. Ich streite aber nicht darüber, sondern erwähne es nur. Die Kristen prüften das nie gründlich nach und von mir aus dürfen sie glauben, was ihnen die Damen und Herren Prof. Dr. theol. erzählen.

Mit den Sabbaten bzw. Feiertagen komme ich schon irgendwie klar. Aber wieso schreien sie zur 6 Stunde vor der Verurteilung " Kreuzige ihn" Joh 19,14 , die Kreuzigung fand aber in der 3 Stunde statt ? Mk 15,25.

Es wird immer so erzählt,als ob sich die Kreuzigung direkt an die Verurteilung angeschlossen hat. Oder hat da auch noch ein Tag dazwischen gelegen ?

Gruß Zippo
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Re: Ist Jesus am Sonntag auferstanden?

Beitragvon Helmuth » Fr 17. Apr 2020, 06:22

Zippo hat geschrieben:Es wird immer so erzählt,als ob sich die Kreuzigung direkt an die Verurteilung angeschlossen hat. Oder hat da auch noch ein Tag dazwischen gelegen ?

Gut beobachtet.

Man kann das zweierlei deuten:

    1) Menschliche Berichterstattung hat auch ihre menschlichen Fehler. Ein guter Ermittler findet trotzdem die Wahrheit heraus, weil er sich auf wesentliche Fakten konzentrert und diese von nebensächlichen unterscheiden kann.

    2) Der Prozess dauerte über mehrere Tage, sodass die Verurteilung ca. um die 6. Stunde am Tag 5 der Woche erfolgte, die Vollstreckung für tags darauf angeordnet wurde und sich dann um die 3. Stunde am Tag 6, welches der Rüsttag zum bevorstehenden Tag 7 (Shabbat) war, vollzogen hatte.
    Um die 6. Stunde kam es nach mehrheitlicher Darstellung zu einer Finsernis und um die 9. Stunde starb Jesus.

Was ich ablehne ist der zwanghafte Versuch eine Harmonisierung herbeizuführen, d.h. 3 = 6, oder wie es Gnu sehr nett ausdrückt, dass dies gerne die Damen und Herren Dr. theol. machen dürfen, ich aber nicht annehmen muss.

Ich denke, dass der HG kein Problem mit rein menschlichen Irrtümern hat, darum auch nicht mit Herr und Frau Dr. theol. Damit kämpfen alle Behörden, wenn sie aus den vorliegenden Zeugenaussagen einen Tathergang rekonstruieren müssen.

Aber selbst säkulare Gerichte haben in der Regel kein gravierendes Problem den wesentlichen Tathergang aus teils unterschiedlichen Zeugendarstellungen zu ermitteln, wenn sie feststellen, dass es auch hinreichend glaubwürdige gibt.

Ich sehe das Problem noch weniger gegeben, weil Gott selbst daran beteiligt war, wen er für ihn als Zeuge auftreten und sprechen lässt. Das ist der kardinale Unterschied zu Prozessen wie vor Pilatus und dem Hohen Rat, die fast nur unzulängliche Zeugen zu Verfügung hatten.

Von einer totalen Perfektion seiner Zeugen hat Gott dabei aber nie geredet. Grundsätzlich möglich ist daher wie oben berschrieben sowohl 1) als auch 2). In unserem Fall tendiere ich zu 2).
Herzliche Grüße
Helmuth
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Re: Ist Jesus am Sonntag auferstanden?

Beitragvon Zippo » Fr 17. Apr 2020, 18:50

Helmuth hat geschrieben:
Zippo hat geschrieben:Es wird immer so erzählt,als ob sich die Kreuzigung direkt an die Verurteilung angeschlossen hat. Oder hat da auch noch ein Tag dazwischen gelegen ?

Gut beobachtet.

Man kann das zweierlei deuten:

    1) Menschliche Berichterstattung hat auch ihre menschlichen Fehler. Ein guter Ermittler findet trotzdem die Wahrheit heraus, weil er sich auf wesentliche Fakten konzentrert und diese von nebensächlichen unterscheiden kann.

    2) Der Prozess dauerte über mehrere Tage, sodass die Verurteilung ca. um die 6. Stunde am Tag 5 der Woche erfolgte, die Vollstreckung für tags darauf angeordnet wurde und sich dann um die 3. Stunde am Tag 6, welches der Rüsttag zum bevorstehenden Tag 7 (Shabbat) war, vollzogen hatte.
    Um die 6. Stunde kam es nach mehrheitlicher Darstellung zu einer Finsernis und um die 9. Stunde starb Jesus.

Was ich ablehne ist der zwanghafte Versuch eine Harmonisierung herbeizuführen, d.h. 3 = 6, oder wie es Gnu sehr nett ausdrückt, dass dies gerne die Damen und Herren Dr. theol. machen dürfen, ich aber nicht annehmen muss.

Ich denke, dass der HG kein Problem mit rein menschlichen Irrtümern hat, darum auch nicht mit Herr und Frau Dr. theol. Damit kämpfen alle Behörden, wenn sie aus den vorliegenden Zeugenaussagen einen Tathergang rekonstruieren müssen.

Aber selbst säkulare Gerichte haben in der Regel kein gravierendes Problem den wesentlichen Tathergang aus teils unterschiedlichen Zeugendarstellungen zu ermitteln, wenn sie feststellen, dass es auch hinreichend glaubwürdige gibt.

Ich sehe das Problem noch weniger gegeben, weil Gott selbst daran beteiligt war, wen er für ihn als Zeuge auftreten und sprechen lässt. Das ist der kardinale Unterschied zu Prozessen wie vor Pilatus und dem Hohen Rat, die fast nur unzulängliche Zeugen zu Verfügung hatten.

Von einer totalen Perfektion seiner Zeugen hat Gott dabei aber nie geredet. Grundsätzlich möglich ist daher wie oben berschrieben sowohl 1) als auch 2). In unserem Fall tendiere ich zu 2).

Es gibt da noch eine weitere Möglichkeit , die Sache zu deuten.

Ich hatte einfach mal im Internet "die sechste Stunde" eingetippt und da kamen direkt verschiedene biblische Seiten. Die waren hilfreich und sagen , daß Johannes der römischen Zeitrechnung gefolgt ist und diese Zeitrechnung beginnt, wie die unsere, um Mitternacht.

https://www.bibelstudium.de/articles/11 ... elium.html

Die jüdische Zeitrechnung berechnet den Tag vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang, sodaß die 3 Stunde , zu der laut Markus Evangelium stattgefunden hat in etwa der 9 Stunde nach römischer Zeitrechnung entspricht. Dann stimmt alles wieder.

Zur 6 Stunde , nach römischer Zeitrechnung war laut Joh 19,14 die Verurteilung noch im vollen Gange. Es kam auch noch die Verspottung durch die Soldaten, welche dem Herrn ein Gewand angelegt hatten und ein Rohr in die Hand gegeben. Eine schreckliche Zeit, die aber dennoch einen genauen Zeitplan einhält.

Die Verurteilung wird nach römischer Zeit gerechnet, die Kreuzigung nach jüdischer Zeit. Hier geht es ja auch um das Heilsgeschehen. Das scheint mir einleuchtend.

Mir fiel übrigens auch noch auf, daß der Herr Jesus mit seinen Jüngern das Passah- bzw. Abendmahl am Tag vor der Verurteilung und Kreuzigung gehalten hat. Dafür gibt es sicherlich auch eine Erklärung ? Für die anderen Juden stand doch das Passahfest erst bevor. In Joh 19 steht , daß es sich bei dem Tag der Verurteilung um den Rüsttag zum Passah fest gehandelt hat. Vielleicht gab es ja auch, zwei Termine ?

Dann kam der Gang in den Garten Gethsemane und die Verhaftung, Verhandlung und Kreuzigung alles hintereinander weg.

Liebe Grüsse Zippo
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