schräge Fragen

Was Sie immer schon mal fragen wollten

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Beitragvon newdays » Di 19. Mai 2020, 15:41

Hallo

Wir haben ja den freien willen auf dieser Erde.
weil Gott uns über alles liebt.

Aber Gott hat uns gar nicht gefragt, ob wir überhaupt auf diese Welt wollen!
Sozusagen haben wir gar keinen freien willen. den er hat uns "einfach" auf diese Welt "gestellt" ohne uns zu fragen.

Nur wenige Menschen werden einmal im Himmelreich sein.

Sind wir DAHER nicht unverantwortlich Kinder auf diese Welt zu bringen ?

Wir bauen ja auch keine Häuser auf Sand. Da die Warscheinlichkeit gross ist, das die Häuser einmal einstürzen werden.

WAS SAGT IHR DAZU ? :jump:
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Re: schräge fragen

Beitragvon Gnu » Di 19. Mai 2020, 17:13

newdays hat geschrieben:Hallo

Wir haben ja den freien willen auf dieser Erde.
Das meinen wir mindestens.
weil Gott uns über alles liebt.

Aber Gott hat uns gar nicht gefragt, ob wir überhaupt auf diese Welt wollen!
Sozusagen haben wir gar keinen freien willen. den er hat uns "einfach" auf diese Welt "gestellt" ohne uns zu fragen.
Siehst du?

Nur wenige Menschen werden einmal im Himmelreich sein.

Sind wir DAHER nicht unverantwortlich Kinder auf diese Welt zu bringen ?

Wir bauen ja auch keine Häuser auf Sand. Da die Wahrscheinlichkeit gross ist, das die Häuser einmal einstürzen werden.

WAS SAGT IHR DAZU? :jump:

DASS DU DIR BEIM HÜPFEN DEN KOPF ANSCHLAGEN KANNST.
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Re: schräge fragen

Beitragvon newdays » Di 19. Mai 2020, 22:15

Nur wenige Menschen werden einmal im Himmelreich sein.

Sind wir DAHER nicht unverantwortlich Kinder auf diese Welt zu bringen ?

und was sagst du dazu ?
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Re: schräge fragen

Beitragvon Urmilsch » Mi 20. Mai 2020, 09:01

newdays hat geschrieben:Nur wenige Menschen werden einmal im Himmelreich sein.

Sind wir DAHER nicht unverantwortlich Kinder auf diese Welt zu bringen ?

und was sagst du dazu ?


Vielleicht finden wir erst einmal eine Definition davon, was das Himmelreich denn überhaupt sein soll. Das was wir Himmel nennen, dieses blaue etwas, ist doch nur die Atmosphäre, welche die Sonnenstrahlen bricht. Eigentlich befindet sich an der Stelle wo der Himmel ist das Weltall.
Wenn wir mit Himmelreich das Reich Gottes meinen, dann befinden wir uns wohl schon längst in diesem, merken es jedoch nicht und leben deshalb auch nicht so. Christus erklärte uns doch, dass wir eines Tages feststellen werden, dass wir uns in ihm und er sich in uns befindet Joh 14, 20. Er sprach bekanntermaßen nicht seine Worte, sondern die des unsichtbaren Gottes, womit wir uns wohl bereits längst in diesem Reich Gottes befinden. Das passt zu folgender Aussage des Thomas Evangeliums, dessen Unverständnis rein mit der Sichtweise unserer Vorfahren zusammenhängt:

- Jesus sprach: „Wenn die, die euch führen, euch sagen: Seht, das
Königreich ist im Himmel, so werden die Vögel des Himmels euch
vorangehen. Wenn sie euch sagen: es ist im Meer, so werden die Fische
euch vorangehen. Aber das Königreich ist in euch, und es ist außerhalb von
euch.

Wenn ihr euch erkennen werdet, dann werdet ihr erkannt, und ihr werdet
wissen, dass ihr die Söhne des lebendigen Vaters seid.
Aber wenn ihr euch
nicht erkennt (Das ist die Regel), dann seid ihr in der Armut, und ihr seid die Armut.“

Die Menschen wollen wiedergeboren werden und wurden gerade erst geboren, dass ist ehrlich gesagt ziemlich speziell. Was wollen sie denn mehr als zu leben? Wenn sie vernünftig und friedvoll miteinander leben wollen, so müssen sie zwangsläufig etwas in ihrer Denkweise verändern, denn die bisherige Denke war hierzu nicht zu gebrauchen. Sie wollen eine veränderte und bessere Welt, wollen aber nichts an den übernommenen und eingefahrenen Dogmen verändern, welche diese Welt nicht umzusetzen vermochte.

Vielleicht ändern wir zur Abwechslung mal was in unserer Denkweise, damit das Reich Gottes auch von jedem erkannt wird. Das Friedensreich Gottes ist dann nur noch Formsache und wird zwangsläufig in Erscheinung treten.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon newdays » Mi 20. Mai 2020, 14:23

sorry, aber das ganze kann man doch kurz halten.

nach dem Tod gibt es das Himmelreich wo Gott zuhause ist.
oder die Hölle wo Satan zuhause ist.

Entweder kommt man in den Himmel oder in die Hölle.
nur wenige werden das Himmelreich sehen.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Gnu » Mi 20. Mai 2020, 14:51

newdays hat geschrieben:sorry, aber das ganze kann man doch kurz halten.

nach dem Tod gibt es das Himmelreich wo Gott zuhause ist.
oder die Hölle wo Satan zuhause ist.

Entweder kommt man in den Himmel oder in die Hölle.
nur wenige werden das Himmelreich sehen.

Wenn es nur Himmel und Hölle gibt, worüber herrschen dann diejenigen im Himmel?
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Urmilsch » Do 21. Mai 2020, 08:10

newdays hat geschrieben:sorry, aber das ganze kann man doch kurz halten.

nach dem Tod gibt es das Himmelreich wo Gott zuhause ist.
oder die Hölle wo Satan zuhause ist.

Entweder kommt man in den Himmel oder in die Hölle.
nur wenige werden das Himmelreich sehen.


Du gehst also davon aus, dass Gott so grausam ist, Menschen in eine Hölle zu stecken? Wen steckt er denn da rein? Steckt er den Menschen rein, welcher einfach nur Pech hatte und in einer sozial schwachen Gegend aufwuchs, so dass er das Potenzial inne hatte ein Verbrecher zu werden oder steckt er da einen IS Terroristen rein, dessen Gehirn bereits von Kindesbeinen an von seinen Mitmenschen versaut wurde, indem ihm erklärt wurde, dass er in eben genannten Himmel käme, wenn er Ungläubige abschlachtet? Oh zu nennen wären noch die Menschen dessen Körper bestehend aus Stoffen wie Hormone usw. nicht rund läuft und sie deshalb Verbrechen verüben.

Ach ja und sagte Jesus nicht, dass man sich selbst richtet, wenn man andere richtet? Was, wenn das eigene selbst doch im Gegenüber steckt so wie es die Schriften anderer Religionen beschreiben. Dann findet sich derjenige welcher andere Menschen gerne in der Hölle sehen würde am Ende selbst darin wieder.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon newdays » Do 21. Mai 2020, 20:54

Ja so grausam ist nun mal diese Welt.
Da Satan uns dauernd verführt, manipuliert, lügt usw....

Ich frage mich auch fast jeden tag. warum hat Gott überhaupt so eine Welt erschaffen. Kriege, Erdbeben, Hungersnöte Ungerechtigkeiten bis zum geht nicht mehr. usw....

Er hat ja bevor es diese Welt überhaupt schon gab, genau gewusst was für eine ***** mal auf diesem Planeten abgehen wird.

Da Gott aber keine Fehler macht und allwissend ist. Muss anscheinend dies alles geschehen.

Unser Gehirn ist gar nicht fähig um all das zu begreifen.

Gott spricht zb. Chinesisch zu uns.
So lange wir diese komplizierte Sprache nicht verstehen, drehen wir uns immer im Kreise.

Erst im Himmel werden wir mal verstehen, warum wir zB. das Glück hatten in der reichen Schweiz geboren zu werden. Und nicht Irgendwo in Afrika vor Hunger und Krieg elend zu verecken.




Und trotzdem hat er unter anderem diese Welt erschaffen.

Es gibt nun mal nur 2 Wege den schmalen und den breiten. Himmel oder Hölle
Punkt.

Dafür ist ja jesus für unsere Sünden gestorben und wieder auferstanden.
Damit alle die in ins HERZ einladen ewiges leben haben.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Urmilsch » Fr 22. Mai 2020, 08:56

newdays hat geschrieben:
Unser Gehirn ist gar nicht fähig um all das zu begreifen.


Erst im Himmel werden wir mal verstehen, warum wir zB. das Glück hatten in der reichen Schweiz geboren zu werden. Und nicht Irgendwo in Afrika vor Hunger und Krieg elend zu verecken.

Und trotzdem hat er unter anderem diese Welt erschaffen.



Ja es ist wohl so, dass unser Gehirn derzeit noch nicht in der Lage ist alles zu verstehen. Trotzdem wurde diese Welt erschaffen, gerade weil dies vermutlich irgendwann einmal der Fall sein wird und dann die Menschheit vernünftig miteinander leben wird. Es ist meines Erachtens alles nur eine Frage der Zeit, denn die Menschheit hatte früher viele seltsame Ansichten, die heute alle wiederlegt sind. Eine Entwicklung ist also nicht gänzlich ausgeschlossen, auch wenn man diese in den Bereichen des Glaubens vergeblich sucht.

Du schreibst, dass du Glück hattest, dass du in der reichen Schweiz auf die Welt kamst. Hier offenbart das Gehirn bereits seine entscheidende Schwäche. Es suggeriert dem einzelnen Menschen aufgrund der Sinne ein von seiner Umgebung unabhängiges Wesen zu sein, eine Sichtweise die reine Illusion ist. Es existiert nachweislich weder eine Objekt Objekt, noch eine Subjekt Subjekt Trennung. Das was dich und dein Gegenüber ausmacht, diese sichtbare Materie, basiert auf immer kleineren Teilchen, welche auf kleinster Ebene untrennbar miteinander verbunden und EINS sind. Man könnte ja auf die Idee kommen, dass Jesus deshalb in Joh 17, 11 die Hoffnung ausspricht, dass die Menschheit endlich EINS wird, weil Sie es vermutlich wohl ist, aber das geht in unser Hirn wohl nicht rein.
Dieses dein eigenes Selbst leidet also in Afrika Hunger und arbeitet in Bangladesch als Kind, während dein vermeintlich unabhängiges ICH in der reichen Schweiz im Wohlstand schwelgt, indem es sich um den eigenen Wohlstand generieren zu können gerne vom Rest der Welt separiert, um dann diese Produkte bspw. billig zu kaufen, damit sie oftmals auch auf Kosten vermeintlich Anderer in Saus und Braus leben können. So praktizieren es die meisten Staaten, dessen Bewohner aufgrund der illusionären Trennung fälschlicherweise Annehmen, dass Ihr Gegenüber nicht einem SELBST entspricht und man ihn deshalb zum eigenen Vorteil abrippen kann.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon John1955 » Fr 22. Mai 2020, 12:47

Urmilsch hat geschrieben:Das was dich und dein Gegenüber ausmacht, diese sichtbare Materie, basiert auf immer kleineren Teilchen, welche auf kleinster Ebene untrennbar miteinander verbunden und EINS sind. Man könnte ja auf die Idee kommen, dass Jesus deshalb in Joh 17, 11 die Hoffnung ausspricht, dass die Menschheit endlich EINS wird, weil Sie es vermutlich wohl ist, aber das geht in unser Hirn wohl nicht rein.

Die Worte Jesu in Joh 17,11 lieber Urmilsch,,zielen doch m.E darauf ab,,dass Jesus hoffte, dass die damaligen jüdischen Glaubensgeschwister mit der Zeit allesamt zu dem von ihm bekannt gemachten Gottes-Glauben annahmen und dadurch eines Sinnes würden, also gleichgesinnt in bezug darauf was nun wahrhaftig gottgefälliges Denken,,Handeln, Sein anbelangt,,was Jesus ja kam ihnen beizubringen.

Ich als Person, lebe dort, wo ich zur Welt kam. Und weil es mir so gut geht,,setze ich mich aus tiefer Dankbarkeit dort so gut als möglich ein,,wo Menschen nicht soviel Glück hatten, in geordneten Umständen in Frieden aufwachsen zu können.

Was Du also nachfolgend schreibst,,kann ich echt nicht nachvollziehen,,hat doch mit EINS sein mit Jesus und seinem Vater nichts zu tun. Gelebtes Christsein bedeutet für mich, die Stärke zum Wohle von Schwachen einzusetzen.Am Ende zählt, wie wir waren und nicht ob wir Christen waren oder Andersgläubige.

Dieses dein eigenes Selbst leidet also in Afrika Hunger und arbeitet in Bangladesch als Kind, während dein vermeintlich unabhängiges ICH in der reichen Schweiz im Wohlstand schwelgt, indem es sich um den eigenen Wohlstand generieren zu können gerne vom Rest der Welt separiert, um dann diese Produkte bspw. billig zu kaufen, damit sie oftmals auch auf Kosten vermeintlich Anderer in Saus und Braus leben können. So praktizieren es die meisten Staaten, dessen Bewohner aufgrund der illusionären Trennung fälschlicherweise Annehmen, dass Ihr Gegenüber nicht einem SELBST entspricht und man ihn deshalb zum eigenen Vorteil abrippen kann.


Gruss John
1Joh 5,20 Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. 21 Kinder, hütet euch vor den Götzen!
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Re: schräge Fragen

Beitragvon newdays » Fr 22. Mai 2020, 13:54

hoi Urmilsch

sorry nichts gegen dich, aber musst du immer alles so kompliziert formulieren. :?

bitte schreibe kurz und verständlich auf den Punkt gebracht, oder bin ich hier der einzige der das so sieht ?

Es gibt auch in der reichen Schweiz ungebildete Menschen. ;)
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Urmilsch » Fr 22. Mai 2020, 14:49

John1955 hat geschrieben:
Urmilsch hat geschrieben:Die Worte Jesu in Joh 17,11 lieber Urmilsch,,zielen doch m.E darauf ab,,dass Jesus hoffte, dass die damaligen jüdischen Glaubensgeschwister mit der Zeit allesamt zu dem von ihm bekannt gemachten Gottes-Glauben annahmen und dadurch eines Sinnes würden, also gleichgesinnt in bezug darauf was nun wahrhaftig gottgefälliges Denken,,Handeln, Sein anbelangt,,was Jesus ja kam ihnen beizubringen.

Ich als Person, lebe dort, wo ich zur Welt kam. Und weil es mir so gut geht,,setze ich mich aus tiefer Dankbarkeit dort so gut als möglich ein,,wo Menschen nicht soviel Glück hatten, in geordneten Umständen in Frieden aufwachsen zu können.

Was Du also nachfolgend schreibst,,kann ich echt nicht nachvollziehen,,hat doch mit EINS sein mit Jesus und seinem Vater nichts zu tun. Gelebtes Christsein bedeutet für mich, die Stärke zum Wohle von Schwachen einzusetzen.Am Ende zählt, wie wir waren und nicht ob wir Christen waren oder Andersgläubige.

Dieses dein eigenes Selbst leidet also in Afrika Hunger und arbeitet in Bangladesch als Kind, während dein vermeintlich unabhängiges ICH in der reichen Schweiz im Wohlstand schwelgt, indem es sich um den eigenen Wohlstand generieren zu können gerne vom Rest der Welt separiert, um dann diese Produkte bspw. billig zu kaufen, damit sie oftmals auch auf Kosten vermeintlich Anderer in Saus und Braus leben können. So praktizieren es die meisten Staaten, dessen Bewohner aufgrund der illusionären Trennung fälschlicherweise Annehmen, dass Ihr Gegenüber nicht einem SELBST entspricht und man ihn deshalb zum eigenen Vorteil abrippen kann.

Gruss John


Hallo John, die Bibel wurde doch keineswegs geschrieben, um für die damaligen Menschen alleine zu gelten, sonst hätte man sich den ganzen Aufwand doch sparen können. Der unsichtbare Vater und der Sohn sind der Schrift nach EINS, womit du offensichtlich die Gesinnung ansprichst. Das ist natürlich nicht grundsätzlich falsch, denn Christus offenbarte uns ja erst die Gesinnung des unsichtbaren Vaters, jedoch verstehe ich den Begriff im Bezug auf die Schrift andersartig. Unter EINS sein verstehe ich etwas, was entgegen unserem erlernten Weltbild und der Logik unserer Wahrnehmung ist. Der unsichtbare Vater verkörperte sich zum Zwecke der Schöpfung selbst, weshalb es auch eingeborener Sohn heißt (in sich selbst geboren). Das macht aus Gott und dem Sohn keinesfalls zwei verschiedenartige Dinge, sondern es bleibt immer noch die eine Gottheit, welche sowohl in vollkommen reiner und unbewegter Form, als auch in der verkörperten, lebendigen Form besteht. Genau aus diesem Grund reagiert Christus in Joh 14, 7-9 so verstört auf die Frage nach dem unsichtbaren Vater, weil er ja dessen Verkörperung ist. Im Kolosser Brief, genauer in kol 1, 15-17 kann man nachlesen, dass Christus der Schöpfer von allem war, bzw. ist und das sich alles in ihm selbst befindet.
Diese Aussage des Kolosser Briefes ist vollkommen konform den Aussagen anderer Schriften, z. Bsp der indischen Veden, welche ISA = Jesus mit dem Schöpfer von Himmel und Erde gleich setzen, genau wie es der Kolosser Brief macht, indem folgendes über ISA geschrieben steht:

Er durchdringt alles im Universum und ist doch nirgendwo sichtbar. Er ist der Schöpfer aller Welten, das erkennende Selbst und der Herrscher über alles. Alle Götter - von Brahma bis zu den Geistern - verehren und beten ihn an. Er ist sowohl jenseits von Prakriti als auch von Purusha (Natur und Geist). Er ist Es, worüber die Rishis meditieren, die im Yoga wohlerfahren sind und die Wahrheit erkannt haben. Er ist das Unzerstörbare und das Höchste Brahman. Er ist immer beides, existierend und nicht existierend, das Sein und das Nichtsein. Indem Er sowohl die Natur als auch den Geist mit seiner Energie erfüllt und bewegt, erschuf er Brahma, den universalen Vater aller Geschöpfe.

Ich soll nicht immer so viel schreiben und schon gar nicht andere Schriften anführen und doch sprechen sie die SELBE sprache. Jesus erklärt in Joh 14, 20, dass er sich in uns und wir uns in ihm befinden. Er sprach die Worte des unsichtbaren Gottes, des Vaters, womit klar sein sollte wer ungeteilt in den Individuen steckt und worin sich diese befinden. Es ist eine Lehre vom unteilbaren GANZEN, wenn man sich diese Aussage auf der Zunge zergehen lässt. Witzigerweise besteht dieses ganze sichtbare Universum aus Elementen, welche eigentlich nicht getrennt, sondern untrennbar miteinander verbunden sind und primär ist es dieser eine Geist und nicht die sichtbare Natur, welche die Geschöpfe und alle sichtbaren Dinge erscheinen lässt.
Also sind wir getrennt erscheinenden Individuen gar nicht 2, 3 oder 4, oder weiß der Geier wie viel, sondern eigentlich EINS, nämlich ein nicht zu teilendes Ganzes. Das blicken wir nicht wirklich und das hofft doch vielleicht Jesus, dass wir das eines Tages verstehen werden und nachfolgend auch so leben als wären wir EINS und eben nicht getrennt und zwei, drei, vier oder sonst wie viel. Liebe deinen Nächsten wie dich SELBST, weil es das eigene SELBST ist, welches im Gegenüber steckt. Wer andere der richtet sich SELBST, weil das eigene SELBST im Gegenüber steckt.

Nur leben wir nicht so, denn es ist das eigene SELBST, welches woanders schlecht lebt, während wir in unserer ach so zivilisierten Welt, genau diese Menschen, die unserem eigenen SELBST entsprechen, nicht selten ausbeuten, anstatt ein faires und gleichberechtigtes System zum Wohle aller zu etablieren.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Lazar » Sa 13. Jun 2020, 17:49

Hi Urmilsch,
Gottes Sohn Christus - unser ewige uns sichtbare Herr - ist zusammen im Heiligen Geiste mit Gott, Seinem Vater - der Höchste geistige Schöpfer. Wie Eins.
Aber damit doch gewiss nicht Schöpfer der Endlichkeit - und damit auch dem Tod?

Ich denke, dies ist allein eine "geistige Schöpfung" des Satans aufgrund seiner eigenen Vorstellung von einer grausamen und angeblich gerechten Strafe.
Wollte er nicht kurz vor seinem Fall sogar das Leben von Gottes Sohn vernichten?
Und auf Erden wieder.

Doch Christus und Gottes Reich holt uns aus all dem auf Erden wieder hervor.

Herzliche Grüße
Eleazar
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Urmilsch » Mo 15. Jun 2020, 09:21

Lazar hat geschrieben:Hi Urmilsch,
Gottes Sohn Christus - unser ewige uns sichtbare Herr - ist zusammen im Heiligen Geiste mit Gott, Seinem Vater - der Höchste geistige Schöpfer. Wie Eins.
Aber damit doch gewiss nicht Schöpfer der Endlichkeit - und damit auch dem Tod?

Ich denke, dies ist allein eine "geistige Schöpfung" des Satans aufgrund seiner eigenen Vorstellung von einer grausamen und angeblich gerechten Strafe.

Wollte er nicht kurz vor seinem Fall sogar das Leben von Gottes Sohn vernichten?
Und auf Erden wieder.

Doch Christus und Gottes Reich holt uns aus all dem auf Erden wieder hervor.

Herzliche Grüße
Eleazar


Hallo Eleazar,

die gängige Sichtweise das Jesus zusammen mit dem Heiligen Geist und dem unsichtbaren Vater wie Eins, also drei verschiedenartige Dinge sein soll, kann ich so nicht wirklich teilen und ehrlich gesagt verstehe ich auch nicht so recht wie Menschen darauf kommen. Es scheint mir eher wahrscheinlich zu sein, dass diese drei Vokabeln nicht wie Eins, sondern Erscheinungsformen des Ein und Selben sind. Die Schrift benutzt hinsichtlich der Beschreibung Jesu bewusst die Vokabel eingeboren, was ich persönlich aufgrund des gesamten Kontextes religiöser Schriften als in sich selbst geboren übersetzen würde. Das Potenzial von allem, dieser unsichtbare Vater, verkörperte sich zum Zwecke der Schöpfung in sich selbst, also in sich selber rein- bzw. eingeboren, um alles das was wir wahrnehmen können zu erschaffen. Der Kolosser Brief spricht davon, dass es nichts gibt, was nicht von Jesus erschaffen wurde, womit er in der Schrift zweifellos als Schöpfer von Himmel und Erde identifiziert wird, vgl. Kol 15-17. Nicht nur das er der Schöpfer von allem ist, er erschaffte alles für sich selbst (zu ihm geschaffen).

-Christus, der Erste in Schöpfung und Erlösung
welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor allen Kreaturen. Denn durch ihn ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Obrigkeiten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.

Darüber hinaus ist er gemäß der Schrift das in der Thora angekündigte und dieser übergeordnete Wort Gottes, womit all seine getroffenen Aussagen eben diesem unsichtbaren Vater zuzuordnen sind. Dieser erklärte uns in Joh 14, 20, dass dieser sich in uns und wir uns in ihm befinden, eine Aussage, welche vollkommen konform der Aussage des 1 Kor 3, 16 sowie 2 Kor 6, 16 ist, dass sich der Geist Gottes ungeteilt im Menschen befindet und dieser überhaupt erst die Grundlage für jegliches Leben oder das sichtbar werden der Natur ist. Materie ist letztlich das Ergebnis dieses nicht sichtbaren Geistes, eine Erkenntnis die Quantenphysiker längst auf dem Schirm haben (siehe Quantenphysik!).

Was den Tod angeht so habe ich eh eine ganz eigene Meinung, denn das Unsichtbare zeigt sich gemäß einem Großteil der Überlieferungen und gemäß der Logik im Sichtbaren und das Unsterbliche im Sterblichen. Tod ist genauso eine Illusion wie die uns umgebene Materie es ist, da es letztlich nur ein Wandel dieses einen Geistes (Bewusstseins) ist. Der Mensch bildet dank seiner Sinne die Ansicht aus, ein vom Gegenüber getrenntes Etwas zu sein, eine Sichtweise die nicht haltbar ist, da auf der kleinsten Ebene (Elementarteilchen) alles miteinander verbunden ist.

Es ist so, als würde die eine Welle zur anderen Welle sagen, dass diese etwas anderes wäre als sie, nämlich nicht das Meer.

Satanisch um diesen Begriff mal aufzufassen ist letztlich genau dieser Gedankengang vom Gegenüber getrennt zu sein, da hauptsächlich dieser Gedanke den Menschen animiert andere Menschen oder die Natur schlecht zu behandeln und zum eigenen Vorteil auszunutzen, jenes Gegenüber also, welches letztlich einem Selbst entspricht. Nur deshalb heißt es: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" oder "Wer andere richtet der richtet sich selbst".

Das ist meine Art die Schrift zu verstehen.

Liebe Grüße Urmilsch
Urmilsch
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Habatom » Mi 17. Jun 2020, 18:41

Hallo Urmilsch,

danke für deinen Beitrag.
bezüglich der Frage, welche Rolle Jesus in/bei der Schöpfung spielte, ist mir gerade folgendes zu den von dir zitierten Versen aus dem Kolosserbrief Kapitel 1 eingefallen:


15 Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung.


Er - Jesus Christus - ist das für uns in der Schöpfung sichtbar gewordene Bild vom Wesen und vom Willen Gottes, des Schöpfers des Universums.
Der Erstgeborene Sohn (vor) allen anderen Geschöpfen und Mächten, der uns hier einen Menschen vor Augen führt, der so ist, wie Gott es sich letztendlich vorgestellt hat. Wie der Mensch sein sollte. Im Einklang mit ihm. Seinem Wesen und seinen Willem.
Dieses zu Leben und uns vor Augen zu führen, darin ist Jesus der Erste gewesen, hier den Willen Gottes zu vollenden. "Es ist vollbracht", hat Jesus zuletzt am Kreuz vor seinem Tode gesagt. Danach gab es nichts mehr hinzu zu fügen für uns. Bedurfte es keiner weiteren, neuen, anderen Offenbarung Gottes. Der Erste und der Letzte, der Anfänger und Vollender ist Jesus Christus allein, den es anzusehen und zu hören gilt. Der 100 Prozentig deckungsgleich mit dem Willen/Wesen des Vaters ist.

16 Denn in ihm (in der Kraft seiner - Gottes/des Vaters - Person/Persönlichkeit) ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen;


Jesus Christus als der Weg, die Wahrheit und das Leben. Und darin liegt dann auch die Kraftquelle und die Zielvorstellung eines jeden Geschöpfes, warum sich die Schöpfung insgesamt überhaupt entwickeln möchte. Eine unter dem Tode leidende Schöpfung, die sich nach Erlösung sehnt. Eine Erneuerung, die vollends dann erst in einem neuen Universum in Gestalt treten wird. Er, Jesus Christus, tat den Anfang, ging uns voraus, was uns vor Augen führt, wohin Gott den Menschen führen möchte. Und er, Jesus Christus, verkörpert dann auch die Vollendung der Schöpfung, das Ende aller Entwicklung. In Jesus Christus ist die Schöpfung vollendet. Findet sie ihren Abschluss. Ihre Erfüllung.

Nach den anfänglichen 6 Schöpfungstag war alles notwendige getan, um einer Entwicklung ihren Lauf nehmen zu lassen. Um nach aller Unfreiheit und Sterblichkeit jeder Kreatur uns in Jesus Christus zu einem freiem, ewigen Leben zu bringen. Hierfür hat dann Jesus alle Vorraussetzungen geschaffen.

Alles was das Leben im Universum bestimmt, was Einfluss auf diese Welt hat, muss sich dann diesem übergeordneten Plan Gottes letztendlich beugen und ihm dienen. So dass es heißt, das alle Dinge und Ereignisse den Kindern Gottes zum Guten dienen müssen. Alles ist auch darauf hin geschaffen, durch das was Jesus tat, ihm (Gottes Wirken und Wesen) darin Ehre und Dank zu geben. Es geschieht also nichts autonom und unabhängig von Gottes Willem auf der Welt. Auch wenn es punktuell so aussehen tut.


17 und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn.


Vorrangig insofern, das ihm alles zu und nacheilt. Die Vergänglichkeit unserer Welt ist nur vorübergehend, bis Gott nach diesem vergehendem, endlichen Universum ein neues unvergängliches, ewiges Universum schafft, worin sich all die Geschöpfe wiederfinden, die hier mit Jesus Christus dann mit hineingenommen worden sind. Sich haben mit hineinnehmen lassen.

Durch Jesus hat die Schöpfung also erst einen Existenzsinn bekommen. Eine Ausrichtung, einen Rahmen und einen Halt. Nichts hätte Bestand in einem endlichen, dem Zerfall und Zufall ausgeliefertem Universum. Dadurch, dass wir aufgrund von Gottes Wesen, Jesu Person, einem Ziel zusteuern, eine Richtung haben, wird am Ende nichts verloren gehen/sein. Wird alles vor ihm wieder erscheinen müssen. Weil sich zuletzt alles vor ihm wiederfinden wird.


Johannes 1,
9 Das war das wahrhaftige Licht, das, in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet.

Jesus kam und kommt in die Welt, um Menschen zu begegnen. Sie zu sich zu ziehen. Erleuchtet, im Sinne von Licht gebend (über den eigenen Zustand des von Gott getrennt seins/der Sünde) um dann eine Richtung und einen Weg zu weisen. Wonach es sich auszustrecken gilt. Auszustrecken lohnt.


liebe Grüße,
habatom
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Habatom » Mi 17. Jun 2020, 20:05

newdays hat geschrieben:Hallo

Wir haben ja den freien willen auf dieser Erde.


Uns für oder gegen etwas zu entscheiden? Anfänglich ja. Aber auch wenn wir oft etwas gutes Tun wollen, erleben wir, das wir nicht immer dazu in der Lage sind. Der Wille ist zwar da. Aber das Vollbringen dessen, was wir wollen, nicht.

Auf der anderen Seite nehmen uns Dinge oft gefangen. Wo wir sagen, wir wollen dies zwar tun. Weil wir oft nichts anderes oder besseres haben. Und bleiben dann darin gefangen.


newdays hat geschrieben:weil Gott uns über alles liebt.



Das wir die grundsätzlich die Möglichkeit haben uns für oder gegen eine Sache/Person zu entscheiden hat nichts mit der Liebe Gottes zu tun. Natürlich will Gott keine Marionetten. Aber er liebt ja auch die Tiere oder die Pflanze, alle Schöpfung. Das hat nichts damit zu tun, ob und wie sie sich entscheiden können.

newdays hat geschrieben:
Aber Gott hat uns gar nicht gefragt, ob wir überhaupt auf diese Welt wollen!
Sozusagen haben wir gar keinen freien willen. den er hat uns "einfach" auf diese Welt "gestellt" ohne uns zu fragen.



Würden wir nicht geboren werden, gäbe es auch keine Willensäußerungen. Jemand der Nicht Existent ist fragt nicht danach, ob er denn geboren werden kann. Und ist er geboren worden, so ist das ersteinmal eine einmalig große Chance Gott kennen zu lernen.

newdays hat geschrieben:
Nur wenige Menschen werden einmal im Himmelreich sein.

Sind wir DAHER nicht unverantwortlich Kinder auf diese Welt zu bringen ?




Die erste Aussage stimmt auch nicht. Es wird eine unüberschaubare große Anzahl sein aus allen Völkern und Nationen.
Des weiteren werden viel weniger Menschen tatsächlich geboren als geboren werden könnten, wenn ich einmal an die Anzahl der Spermien denke, die sich vor einer Geburt auf den Weg machen und wovon nur eine das Ziel erreicht.

Ein Mensch der geboren wurde ist immer schon ein Wunder und etwas besonderes und etwas sehr wertvolles. Hier Leben weiterzugeben ist immer lohneswert.


newdays hat geschrieben:
Wir bauen ja auch keine Häuser auf Sand. Da die Warscheinlichkeit gross ist, das die Häuser einmal einstürzen werden.

WAS SAGT IHR DAZU ? :jump:


Wenn ich mal ins Tierreich sehe und schaue wieviele Eier teilweise von Tieren gelegt werden, aus denen dann Nachkommen schlüpfen und von denen nur die wenigsten groß werden ohne gefressen zu werden, dann findet dies ausschließlich deswegen statt, damit mindestens die Möglichkeit gegeben wird, das einige wenige der Nachkommen am Leben bleiben.
Und um der wenigen Nachkommen wegen wird es sich am Ende dann schon gelohnt haben.
Zuletzt geändert von Habatom am Mi 17. Jun 2020, 20:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Habatom » Mi 17. Jun 2020, 20:32

Eine Frage die ja hier durchklingt ist, inwiefern es eine Hölle geben kann/muss und wie die aussieht.

Ob ein liebender Gott denn Menschen überhaupt verloren gehen lassen kann...


Eine für mich sehr schwere Frage, die ich noch nicht ganz zufrieden stellend beantworten konnte. Und wo es mir Mühe macht alle betreffenden Bibelstellen dazu richtig zu deuten.

Gottes Liebe zeigt sich ja in seinem Angebot, alle Menschen erretten zu wollen. Es ist dies ein sehnlicher Wunsch. Und doch lässt er dem Menschen die Möglichkeit, sich gegen ihn zu entscheiden. Was nur in einer Verlorenheit enden kann.

Die dann aber zu ihm finden, werden erkennen, dass es nicht ihrem eigenen Entschluss zu verdanken war, das sie Kinder Gottes wurden. So wie jeder Mensch es sich nicht selbst ausgesucht hat, überhaupt in diese Welt hineingeboren zu werden.
Sie haben sich zwar dann aktiv mit hineinnehmen lassen, in den Willen Gottes. Das sie dies jedoch tun konnten, ist nur Gottes fortwährendem Ziehen und Werben zu verdanken, der hier gerade bei ihnen zum Erfolg führte. Auch wenn Gott dies schon von der Erschaffung des Universums erkannt und auch bestimmt hatte, bleibt es für jeden Einzelnen erstmal offen. Etwas, was der menschliche Verstand nicht ganz unter einen Hut bringt. Freier Wille und Erwählung.

Wenn ich mir Judas anschaue, dann war es diesem zwar bestimmt Jesus zu verraten, entschieden dafür hat er sich aber aus eigenen Stücken.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon onThePath » Do 18. Jun 2020, 08:02

Hallo, Habatom

Wer die Fragen zweifelsfrei beantworten kann, den möchte ich mal sehen. Ist doch eine Frage des persönlichen Denkens.

Wer es besser oder genau wissen will:
Das führt auch dazu, den christlichen Glauben umbauen zu wollen. Besonders das AT gilt als altertümliches Überbleibsel. Was am ehesten akzeptiert wird, ist Jesus selber. Das NT wird allerdings gerne interpretiert mittels des zweifelhaften Thomas-Evangeliums und anderer Zusatzevangelien. Weil sie darin mehr Wissen über Gott zu finden meinen. Es dient auch zur Brücke zur Esoterik und zum Hinduismus.

Ich kenne das alles zur Genüge. Und lasse mich nicht mehr belehren.
Ich muss das AT nicht abschaffen und brauche auch keine Yoga-Philosophie.

Statt dessen kann ich mit allen Ungewissheiten leben, die bei den Antworten der Glaubenslehren bleiben.

Mir ist ein gottesfürchtiger Mensch der den christlichen Glauben lebt, am liebsten. Nicht der der Unfrieden und Zweifel am Christentum säht und alles besser weiß.

Lg, otp
Zuletzt geändert von onThePath am Do 18. Jun 2020, 09:05, insgesamt 2-mal geändert.
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Helmuth » Do 18. Jun 2020, 08:53

onThePath hat geschrieben:Mir ist ein gottesfürchtiger Mensch der den christlichen Glauben lebt, am liebsten. Nicht der der Unfrieden säht und alles besser weiß.

Amen!
Herzliche Grüße
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Gnu » Do 18. Jun 2020, 11:32

@Helmuth:

Zu den schrägen Fragen passt besser Amen!.

(Leider gibt es kein \kursiv, also nach links geneigte Zeichen.)
Noch 79 Beiträge bis zum Ende des Forums.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Urmilsch » Do 18. Jun 2020, 17:37

onThePath hat geschrieben:Hallo, Habatom

Wer die Fragen zweifelsfrei beantworten kann, den möchte ich mal sehen. Ist doch eine Frage des persönlichen Denkens.

Wer es besser oder genau wissen will:
Das führt auch dazu, den christlichen Glauben umbauen zu wollen. Besonders das AT gilt als altertümliches Überbleibsel. Was am ehesten akzeptiert wird, ist Jesus selber. Das NT wird allerdings gerne interpretiert mittels des zweifelhaften Thomas-Evangeliums und anderer Zusatzevangelien. Weil sie darin mehr Wissen über Gott zu finden meinen. Es dient auch zur Brücke zur Esoterik und zum Hinduismus.

Ich kenne das alles zur Genüge. Und lasse mich nicht mehr belehren.
Ich muss das AT nicht abschaffen und brauche auch keine Yoga-Philosophie.

Statt dessen kann ich mit allen Ungewissheiten leben, die bei den Antworten der Glaubenslehren bleiben.

Mir ist ein gottesfürchtiger Mensch der den christlichen Glauben lebt, am liebsten. Nicht der der Unfrieden und Zweifel am Christentum säht und alles besser weiß.

Lg, otp


Den christlichen Glauben zu leben bedeutet in erster Linie Christi Gebot umzusetzen und nicht die Rituale in einem Gemäuer umzusetzen die allesamt von Menschen gemacht sind, bzw. menschlich (fleischlich) und nicht geistlich sind, da die entsprechenden Textstellen fleischlich interpretiert wurden. Interpretiert man diese geistlich, so kommt man auf eine ganz andere Intention der jeweiligen Gleichnisse wie bspw. das Abendmahl eins ist, aus welcher die Eucharistie entsprang. Das korrekte setzen des Schwerpunktes im christlichen Glauben scheint mir das Problem zu sein.

- So ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, gleichwie ich euch liebe. Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete. Das gebiete ich euch, dass ihr euch untereinander liebt. Joh 15

Ein Freund Christus und somit ein Freund des Schöpfers von Himmel und Erde, vgl. Kol 1 ist in erster Linie jemand der dieses Gebot beachtet und das unabhängig von Rasse, Religion, Ethnie usw. . Nun verstehe ich nicht wirklich, warum die Welt welche aus einem Drittel selbst ernannter Christen besteht so unchristlich miteinander lebt. Wenn das drittel der Christen endlich anfängt sich statt der sinnlosen Rituale in einem Gemäuer diesem Gebot zu widmen, dann wird diese Welt zwangsweise christlicher und somit besser werden.

Die Probleme eines Christen mit dem Hinduismus sind in der Unkenntnis der eigenen Schrift und der Unkenntnis der Schriften rund um den Hinduismus begründet, denn die Schriften beschreiben das SELBE. Man nehme ISA = Jesus in den indischen Veden und erkenne, dass es der Schöpfer von Himmel und Erde war, bzw. ist, genauso wie es auch das Evangelium darstellt. Er wird in den indischen Schriften als die Verkörperung des HÖCHSTEN dargestellt wird, noch höher als Krishna.

Oh Sohn der Ganga, du hast alle Namen von Maheshvara, dem Herrn des Weltalls gehört. Bitte, oh Großvater, nenne uns all diese Namen von Ihm, der Isa = Jesus genannt wird. Erzähle uns all jene Namen von Ihm, dem Grenzenlosen, der das ganze Weltall als seinen Körper hat (Joh 14, 20 IHR IN MIR), dem berühmten Meister aller Götter und Dämonen, der auch Swayambhu (der Selbstexistente) heißt und die Ursache von Ursprung und Auflösung des Weltalls ist. Kol 1, 15-17 Denn er ist ohne Vergänglichkeit. Er ist das Erste von allen Wesen in allen Eigenschaften. Er ist Vishnu, weil er das Universum durchdringt.

Kol 1, 15-17: Christus, der Erste in Schöpfung und Erlösung, denn durch ihn ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Obrigkeiten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. Und es besteht alles in ihm.

Ehrlich gesagt erkenne ich keinen Unterschied in den indischen Veden und den christlichen Schriften. Beide erklären, dass sich der unsichtbare Gott zum Zwecke der Schöpfung selbst verkörperte (in sich selbst geboren = eingeboren). Beide Schriften erklären, dass sich der Geist Gottes in den Menschen selbst befindet. Beide Schriften erklären, dass Christus der Schöpfer von Himmel und Erde ist und die Nächstenliebe das Mittel der Wahl. Beide Schriften erklären, dass der lebendige Gott nicht so heißt weil er nicht lebendig ist, sondern weil er der Hörende, Sehende und Fühlende aller Wesen ist.

Wo genau liegt also das Problem, wenn beide Schriften zum gleichen Ergebnis kommen und nur die Menschen daraus unterschiedliche Ansichten kreieren?
Zuletzt geändert von Urmilsch am Do 18. Jun 2020, 18:11, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Habatom » Do 18. Jun 2020, 17:50

onThePath hat geschrieben:Hallo, Habatom

Wer die Fragen zweifelsfrei beantworten kann, den möchte ich mal sehen. Ist doch eine Frage des persönlichen Denkens.


Lg, otp



Hallo Onthepath,

schön mit euch hier wieder einmal zu reden....

"Eine Frage des persönlichen Denkens" - schönes Einstiegsthema. Woran erkennen ich, das etwas wahr ist. Kann ich es überhaupt erkennen. Gibt es überhaupt die Eine, "Richtige", Antwort zu Fragen der Erkenntnis. Wo ist unser Erkenntnishorziont begrenzt. Was offenbart uns Gott nur Häppchenweise. Worin können wir sicher sein.

Ich denke, dass das Übereinkommen mehrerer Personen noch nicht ein Hinweis darauf ist, das sie einer Wahrheit näher gekommen sind. Weil auch sie sich irren können. Vielleicht nur Teilaspekte eines Ganzen sehen. Oder eine fälschliche Interpretation der Wahrheit haben.

Jesus spricht in seiner Verteidigungsrede vor dem hohem Rat, ob er der Sohn Gottes sei, zu dem Hohepriester, dass sie dies erst erleben/kommen sehen müssen. Nicht nur, weil ihnen der Glaube und die Erkenntnis darüber, das Jesus der Sohn Gottes ist, fehlte. Sondern vor allem deswegen, weil ihnen der Wille fehlte, an Jesus glauben zu wollen.
Diesen Willen zu glauben hatte ein Petrus dann zwar auch nicht immer, aber er hatte zumindest keine eigenen Wege und Nischen mehr, in denen er verharren wollte. "Wohin sollen wir gehen... nur Du hast Worte ewigen Lebens.."

Solange wir noch das Ansehen von Menschen und unser eigenes Wohlergehen an erste Stelle stehen haben, solange werden wir Probleme haben, Gottes Reden zu hören, ihn zu verstehen.
Oder es muss uns erst wie einen Paulus ergehen. Als dieser von Gott direkt angesprochen wurde auf dem Weg nach Damaskus. Für ihn eine Konfrontation die zum Heil führte. Für andere später vielleicht nur eine Erfahrung, die zur Verbitterung führt:

Mt. 26, 65
 Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels.



onThePath hat geschrieben:Statt dessen kann ich mit allen Ungewissheiten leben, die bei den Antworten der Glaubenslehren bleiben.

Mir ist ein gottesfürchtiger Mensch der den christlichen Glauben lebt, am liebsten. Nicht der der Unfrieden und Zweifel am Christentum säht und alles besser weiß.

Lg, otp



Mit Ungewissheiten über das zu leben, was wir noch nicht wissen, fällt wohl auch dann leicht, wenn wir in dem, was wir gefunden haben, einen sicheren Anker und eine Zuversicht haben.

"Zweifeler am Christentum" sind denke ich dann auch mehr oder wenig häufig eine Aufgabe für uns, sie hier in ihren Zweifeln zumindest ein Stückweit zu begleiten und auf jeden Fall ernst zu nehmen. Die zweite Meile mit ihnen zu gehen.
Aber auch auch mal den anderen stehen lassen zu können. Ihm in seiner Meinung zu belassen.

Ich muss das, was ich erkannt habe, oder meine erkannt zu haben, nicht jedem anderen reinprügeln und eintrichtern wollen. Ich kann andere auch in dem, was sie glauben, so stehen lassen. Nicht weil sie mir gleichgültig sind, sondern gerade deshalb, weil ich sie liebe.

lg,
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Urmilsch » Do 18. Jun 2020, 18:31

Habatom hat geschrieben:
"Zweifeler am Christentum" sind denke ich dann auch mehr oder wenig häufig eine Aufgabe für uns, sie hier in ihren Zweifeln zumindest ein Stückweit zu begleiten und auf jeden Fall ernst zu nehmen. Die zweite Meile mit ihnen zu gehen.
Aber auch auch mal den anderen stehen lassen zu können. Ihm in seiner Meinung zu belassen.

Ich muss das, was ich erkannt habe, oder meine erkannt zu haben, nicht jedem anderen reinprügeln und eintrichtern wollen. Ich kann andere auch in dem, was sie glauben, so stehen lassen. Nicht weil sie mir gleichgültig sind, sondern gerade deshalb, weil ich sie liebe.

lg,
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Hallo Habatom,

zuerst einmal finde ich das du eine angenehme Ausdrucksweise hast. Ich persönlich finde bezüglich dem Glauben erschreckend, dass Gläubige aller Couleur der Ansicht sind, dass das derzeitige Verhalten dem göttlichen Willen entspricht, bzw. dass das Verhalten eines Christen der Gegenwart z.Bsp. auch tatsächlich christlich im Sinne Christi des Schöpfers und seiner Botschaft ist und zwar nur dieses Verhalten. Wäre dem so, dann hätte zumindest in den christlich dominierten Ländern keiner einen Grund am Hungertuch zu nagen, da diese wohl gleichberechtigt miteinander leben würden, da das Gebot Christi ja eindeutig ist. Dem ist aber nicht so!

Selbstreflexion usw. ist im Glauben in aller Regel Fehlanzeige, dabei sollte einem doch auffallen, dass ein Friedensreich mit der übernommenen Sichtweise unserer Vorfahren bisher nicht umgesetzt wurde und ohne Anpassung vermutlich auch nicht umsetzbar ist, schon gar nicht mit sturen festhalten an übernommenen Strukturen. Albert Einstein schon gab zu bedenken, das es die reinste Form des Wahns ist immer das Gleiche zu tun und trotzdem zu hoffen das sich etwas ändert. Er wusste vielleicht nicht alles, war jedoch ein kluger Kopf. Auch sollte man versuchen Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Religionen zu suchen statt diese grundsätzlich zu verteufeln, denn es gibt sie die gemeinsamen Nenner die alle auf ein einziges Gebot, nämlich das des Christus bringen könnte. Hierzu müsste man sich jedoch auch mit den anderen Schriften beschäftigen und vor allem seine eigenen Strukturen kritisch überdenken.

LG Urmilsch
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Habatom » Do 18. Jun 2020, 18:42

Urmilsch hat geschrieben: Er ist Vishnu, weil er das Universum durchdringt. [/b]

... Beide Schriften erklären, dass sich der Geist Gottes in den Menschen selbst befindet...Beide Schriften erklären, dass Christus der Schöpfer von Himmel und Erde ist und die Nächstenliebe das Mittel der Wahl. Beide Schriften erklären, dass der lebendige Gott nicht so heißt weil er nicht lebendig ist, sondern weil er der Hörende, Sehende und Fühlende aller Wesen ist.

Wo genau liegt also das Problem, wenn beide Schriften zum gleichen Ergebnis kommen und nur die Menschen daraus unterschiedliche Ansichten kreieren?



Hallo Urmilsch,

"das Gebot der Liebe" sprachst du an. Und wo wir den anderen lieben, erfüllen wir auch alle anderen Gebote. Automatisch. Nicht auf Rituale kommt es an. Sicherlich. . Den anderen zu lieben, dazu muss ich mich eigentlich nicht anstrengen. Ich kann nur in dieser Haltung bleiben, dann das Beste für den anderen zu suchen.
Und andere lieben kann ich nur, wenn ich zuvor mich als geliebtes Geschöpf Gottes erlebt habe. Andere Menschen können mir diese Liebe nicht geben. Eine Liebe, die nur Gott selbst geben kann und mich dort verändert, wo ich Gottes Wirken in meinem Leben erfahre. Gottes Eingreifen. Gottes Reden.

Wir können zwar auch menschlich gesehen ein Stück weit Liebe weitergeben, die wir von Menschen erfahren haben. Aber ich denke diese Liebe ist begrenzt und kann schnell erkalten, wo wir keine Liebe von anderen mehr erfahren oder unser Liebesdienst an anderen kein Echo findet - weil wir noch ein Echo erwarten...

Selbstlose Nächstenliebe hat uns Jesus vor Augen geführt. In Perfektion. Ich kenne keinen Religionsstifter, - und nehmen wir mal Ghandi - der sich vielleicht selbst hingab - für ein hohes Ideal ... aber wusste er sich als geliebtes Kind Gottes? Wo es nicht auf gute Werke ankommt, die einen in den Himmel bringen. Wo man selbst in die Ruhe von seinen Werken eingegangen ist, weil Gott alles getan hat und Gott selbst durch einen wirkt und liebt.

Die Liebe mit der wir andere lieben kann nur aus Gott selbst kommen. Das was von seiner Liebe von uns überfließt.


Was die indischen Schriften anbelangt, kommen diese wohl nicht ganz zu den selben Schlussfolgerungen wie die Bibel.

Gott durchdringt zwar das ganze Universum. Und gibt auch allen Menschen die Kraft zu leben. Einen Geist, der mit Gottes heiligem Geist korrespondieren kann. Aber der Mensch, der in diese Welt hineingeboren wird, kommt schnell unter den Einfluss anderer Geister, die ihn zu bestimmen suchen. Folglich bedarf er hier erst einer Erneurung. In seiner Gesinnung. Die von klein auf halt nicht edel und gut ist.

Paulus spricht dann zu den Griechen in Athen: Apostelgeschichte 17,28:

25 Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt.
26 Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen,
27 dass sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns.
28 Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts.

29 Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht.

--- das sind oft die Rituale die wir uns schaffen... - an denen wir uns ergötzen, worin wir Halt zu finden hoffen...

30 Zwar hat Gott über die Zeit der Unwissenheit hinweggesehen; nun aber gebietet er den Menschen, dass alle an allen Enden Buße tun.

31 Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er richten will den Erdkreis mit Gerechtigkeit durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat.


Gott wird also unser Leben beurteilen, darüber richten. Und dieses Gericht ist Jesus Christus übergeben worden, durch den allein wir selig werden können. Wir sind es also nicht von Natur aus. Nur Jesus Christus hat vollständig alle Gebote erfüllt. Wir können das niemals. Werden immer hier oder da eines Versagens überführt werden. Und dann stellt sich die Frage, wie wir diese Schuld begleichen sollen.

Durch gute Werke können wir dies nicht. Schuld muss ausgelöscht werden. Sie bleibt sonst trotz aller guten Werke bestehen. Nichts vergeht. Alles holt Gott wieder hervor. Jesus hat nun als einziger allee Schuld auf sich genommen. Dadurch sind wir Schuldenfrei. Wenn wir dies anerkennen.

Und dann können wir uns abwenden von unseren alten Wegen. Wo wir noch durch eigene Liebesanstrengungen versucht haben, vor Gott gerecht zu werden.


lg,
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Lazar » Do 18. Jun 2020, 22:03

Urmilsch hat geschrieben:- So ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, gleichwie ich euch liebe. Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete. Das gebiete ich euch, dass ihr euch untereinander liebt. Joh 15

Ein Freund Christus und somit ein Freund des Schöpfers von Himmel und Erde, vgl. Kol 1 ist in erster Linie jemand der dieses Gebot beachtet und das unabhängig von Rasse, Religion, Ethnie usw. . Nun verstehe ich nicht wirklich, warum die Welt welche aus einem Drittel selbst ernannter Christen besteht so unchristlich miteinander lebt. Wenn das drittel der Christen endlich anfängt sich statt der sinnlosen Rituale in einem Gemäuer diesem Gebot zu widmen, dann wird diese Welt zwangsweise christlicher und somit besser werden.


Hi Urmilsch,
mir erschien ein Kirchenbesuch während eines "typischen Gottesdienstes" von Kind an auch eher zwielichtig als "Gott/Christus-nah" ... (war rk getauft).
Vieles kam mir darin irgendwie "scheinheilig" und übertrieben vor, denn in der Kirche schien doch niemand zu sein, der besser oder anders war als andere Menschen? Auch nicht die oberen "Geistlichen".

Dennoch beneidete ich all diese Gläubigen in der Kirche einerseits oft darum, dass sie im "Gottesdienst" immer wussten, was sie sagen, tun und singen mussten oder auch, dass sie vor dem Kreuz ungeniert vor allen auf die Knie gingen.
Doch andererseits erschienen mir sowohl ihre wie einstudierten Worte und Bewegungen als auch viele Predigten der Pfarrer letztendlich trotzdem nur wie eine leere Hülle ohne sonderen Wert, das heißt ohne wahren Gottes Bezug.

Als Teenie fand ich es eher ehrfurchtsvoll, wenn sich Indianer bei einem Baum entschuldigten, bevor sie ihn fällten oder auch den getöteten Tieren Respekt zollten. Ich verband solche demütigen Gesten eher mit Gott und mit Christus Ausspruch "Ich bin das Leben" auf der Welt als Gläubige, die anscheinend eine Oblate als Leib Christi anbeteten oder Gott gar unschuldige Opfer schlachteten.

Christus sagte zu mir "Weshalb wollet Ihr Gott opfern, was Ihm selbst angehört?"

In Jesus Sinne bedeutete "Gottes Dienst" Seine unendliche Liebe möglichst oft an andere weiterzugeben - sonst nichts. Dazu sind viele von uns am Leben.

Sehr vielen Menschen geben Zeremonien, Gesang, der regelmäßige Besuch einer Kirche oder anderen "Gottes Gebäuden" dennoch ungemein viel Kraft, wer möchte dies in der Liebe Gottes jemanden verwehren?

Herzliche Grüße
Eleazar
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Urmilsch » Fr 19. Jun 2020, 09:04

Lazar hat geschrieben:
In Jesus Sinne bedeutete "Gottes Dienst" Seine unendliche Liebe möglichst oft an andere weiterzugeben - sonst nichts. Dazu sind viele von uns am Leben.

Sehr vielen Menschen geben Zeremonien, Gesang, der regelmäßige Besuch einer Kirche oder anderen "Gottes Gebäuden" dennoch ungemein viel Kraft, wer möchte dies in der Liebe Gottes jemanden verwehren?

Herzliche Grüße
Eleazar


Ich bin nicht vollständig deiner Meinung und versuche das mal zu begründen. Meiner einer Wuchs katholisch auf und meine Eltern legten sehr viel Wert darauf, dass ich mindestens Sonntags in eine Kirche (Gotteshaus) gehe um dort einen Gottesdienst zu vollziehen, bzw. beizuwohnen. Dort stellte ich mir schon als junger Kerl oft die Frage, was das für ein seltsames Etwas sein soll, dieser Gott, wenn er diesen ganzen Kram wie weihrauchschwingenden und lateinisch Prabbelnden Pfarrer und das in seltsamen Töne gesinge, ganz zu schweigen von Rosenkranzgebete usw. toll findet. Ich möchte damit sagen, dass ich mir nicht wirklich vorstellen konnte, dass Gott so etwas möchte. Nach meiner kurzen Ära des Messdienens hängte ich meine Karriere als in den Augen anderer Gläubiger Christ an den Nagel und wollte mit religiösen Dingen auch nichts mehr zu tun haben, weil es mir mehr als suspekt erschien was gläubige Menschen aller Glaubensrichtungen da praktizieren um einer ihnen bis auf die Schriften unsichtbaren Macht zu huldigen

Kommen wir zum eigentlichen Problem: Dadurch das man ein gemauertes Gebäude entgegen der Aussagen der Schrift als Gotteshaus bezeichnet und das was man darin veranstaltet Gottesdienst, wird den Menschen ein falsches Bild über Gott suggeriert und sie setzen nachfolgend falsche Schwerpunkte. Sie sind aufgrund dieser Informationen, welche sie in ihrem Leben durch Theologen, Gemeinde, Familie, Gesellschaft, usw. vorgelebt bekommen tatsächlich der Ansicht Gott in diesem Gemäuer durch die darin vollzogenen Rituale (Messe) zu huldigen, was allerdings sehr zweifelhaft sein dürfte.

Das Gotteshaus schlechthin ist und bleibt gemäß aller Schriften rund um diesen Planeten der Mensch selbst, weil sich gemäß sämtlicher Schriften der Geist Gotts im Menschen selbst befindet und das ungeteilt, vgl. 1 Kor 3, 16; 2 Kor 6, 16; Joh 14, 20 (ich in euch); Sure 15:28-29 und viele viele mehr. Er ist gemäß diesen Schriften der eigentlich wahrnehmende der Sinneseindrücke, obwohl er auch das zu Wahrnehmende ist.

Was den Gottesdienst angeht, so ist dieser in der logischen Konsequenz der Dienst an den Mitmenschen und das respektieren der Natur, nicht nur weil das Gebot des Schöpfers "Liebt euch untereinander" lautet, sondern weil der lebendige Gott lebendig ist und nicht nur all diese Dinge gemäß den Schriften durchdringt, sondern auch hervorbringt.

Es ist also ein kleiner aber feiner Unterschied, ob ich einem Menschen erkläre, dass er in sich selbst und seinem Gegenüber Gott finden kann und er an seinem Gegenüber einen Gottesdienst vollziehen kann oder ob er mit der übernommenen Lehre unserer Vorfahren meint das die Kirche ein Gotteshaus ist und die Messe darin einem Gottesdienst entspricht.

Zum Unterschied geistlich und fleischlich würde ich auch noch gerne etwas sagen: Man kann das Abendmahl bspw. fleischlich interpretieren, dann kommt genau das raus was wir in einer Kirche beobachten können. Man kann das Abendmahl jedoch auch geistlich interpretieren, dann würden wir wieder beim Dienst an den Mitmenschen landen, welches zum Gedächtnis Jesu zu machen ist, weil Christus für das neue Gebot "Liebt euch untereinander" starb. Hierzu gab er geschichtlich sein Fleisch und Blut, wofür stellvertretend Brot und Wein standen, was er unter den 12 Jüngern = 12 Stämme Israels = Weltbevölkerung mit seinen verschiedenen Ethnien teilte, denn das Neue Testament ersetzte erst durch den Tod Jesu das Alte. Er fordert seine Nachwelt also nicht dazu auf eine Oblade zu seinem Gedächtnis zu essen, sondern diese von ihm geforderte Liebe aktiv zu leben und das mit allen Ethnien dieses Planeten. Das wird sinnvollerweise einem einen Anteil an Jesus sichern können und nicht das Essen einer Oblade. Was sollte es auch Gott nützen, wenn Menschen eine Oblade essen, wenn es nicht einmal unserem Magen füllt und somit etwas nützt?

Man kann sämtliche Gleichnisse geistlich interpretieren, denn das Gebot Jesu ist geistlicher und nicht materieller Natur. Alles läuft dann auf sein Gebot heraus, welches als wahrer Gottesdienst zu praktizieren ist!

Abschließend bin ich der Ansicht, dass diese leicht veränderte Sichtweise die nötige Motivation des Menschen hervorbringen würde, um sinnvoll miteinander umzugehen, denn wer würde schon gerne den lebendigen Gott schlecht behandeln wollen, welcher sich zumindest gemäß den Schriften im Menschen selbst befindet.

LG Urmilsch
Zuletzt geändert von Urmilsch am Fr 19. Jun 2020, 10:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Urmilsch » Fr 19. Jun 2020, 09:50

Habatom hat geschrieben:
Gott durchdringt zwar das ganze Universum. Und gibt auch allen Menschen die Kraft zu leben. Einen Geist, der mit Gottes heiligem Geist korrespondieren kann. Aber der Mensch, der in diese Welt hineingeboren wird, kommt schnell unter den Einfluss anderer Geister, die ihn zu bestimmen suchen. Folglich bedarf er hier erst einer Erneurung. In seiner Gesinnung. Die von klein auf halt nicht edel und gut ist.

Paulus spricht dann zu den Griechen in Athen: Apostelgeschichte 17,28:

25 Auch lässt er sich nicht von Menschenhänden dienen wie einer, der etwas nötig hätte, da er doch selber jedermann Leben und Odem und alles gibt.
26 Und er hat aus einem Menschen das ganze Menschengeschlecht gemacht, damit sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, und er hat festgesetzt, wie lange sie bestehen und in welchen Grenzen sie wohnen sollen,
27 dass sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns.
28 Denn in ihm leben, weben und sind wir; wie auch einige Dichter bei euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts.

29 Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die Gottheit sei gleich den goldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch menschliche Kunst und Gedanken gemacht.

--- das sind oft die Rituale die wir uns schaffen... - an denen wir uns ergötzen, worin wir Halt zu finden hoffen...

lg,
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Hi Habatom,

wenn du meine Aussagen bezüglich Gotteshaus und Gottesdienst aufmerksam liest, dann verstehst du sicherlich auch, weshalb die Gottheit nicht gleich den goldenen, hölzernen, silbernen und steinernen Bildern ist und weshalb man lieber den Lebendigen beachten sollte, so lange man lebendig ist.

Es wäre geradezu vermessen zu glauben das Gott keine Augen hätte zum sehen und keine Ohren hätte um etwas zu hören, ja es wäre eine arme Gottheit. Nun er hat es gemäß der Schrift und das in unzähliger Art und Weise. Deshalb halte ich auch die Aussage Christus im Thomas Evangelium für völlig authentisch, ja ich halte sogar sämtliche Aussagen des Thomas Evangeliums bspw. für völlig korrekte Aussagen, denn fest steht, dass sich gemäß den Schriften Gottes Geist in uns befindet. Da leuchtet es doch ein, wenn Christus im Thomas Evangelium folgendes sagt:

- „Wenn ihr euch erkennt, dann werdet ihr erkannt werden, und ihr werdet begreifen, dass ihr die Kinder des lebendigen Vaters seid. Wenn ihr euch aber nicht erkennt, dann existiert ihr in Armut, und ihr seid die Armut.“

- Jesus spricht: „Die Himmel werden sich aufrollen und die Erde vor euch.
Und wer lebendig ist aus dem Lebendigen, wird den Tod nicht sehen.“

- Jesus sprach: „Gebt acht auf den Lebendigen, solange ihr lebt, damit
ihr nicht sterbt und versucht, ihn zu sehen, und nicht werdet sehen können.“

Wer oder was ist lebendig und in wem oder was befindet sich gemäß der Schrift der Geist Gottes? Es muss doch einleuchten, dass die Menschen aufgrund der Lehre unserer Vorfahren, welche sich an unzähligen Stellen bereits irrten, völlig falsche Schwerpunkte setzen was die Huldigung Gottes angeht. Huldigt Gott indem ihr euer lebendiges Gegenüber vernünftig behandelt. Sieht den lebendigen Gott in eurem lebendigen Gegenüber und es wird sich dieses angekündigte Friedensreich Gottes auch auf Erden einstellen.

LG Urmilsch
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Re: schräge Fragen

Beitragvon onThePath » Fr 19. Jun 2020, 10:16

Um zu wissen, dass der Dienst am Menschen ein gottgefälliger Gottesdienst ist, braucht man weder das zweifelhafte Thomasevangelium, noch die Upanischaden oder die die Bagavadgita.
Sondern bestätigen im besten Fall die Botschaft Jesu.

Und obwohl Jesus vor 2000 Jahren lebte und lehrte, ist seine Botschaft immer noch gültig.

Lg, otp
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Urmilsch » Fr 19. Jun 2020, 11:02

onThePath hat geschrieben:Um zu wissen, dass der Dienst am Menschen ein gottgefälliger Gottesdienst ist, braucht man weder das zweifelhafte Thomasevangelium, noch die Upanischaden oder die die Bagavadgita.
Sondern bestätigen im besten Fall die Botschaft Jesu.

Und obwohl Jesus vor 2000 Jahren lebte und lehrte, ist seine Botschaft immer noch gültig.

Lg, otp


Was macht dich denn so sicher, dass das zweifelhafte Thomas Evangelium nicht auch das Wort Jesu beinhaltet? Nur weil irgend ein Mensch oder ein paar Menschen das behaupten? Und wenn es das Wort beinhaltet, wo ist das Problem dieses mit anzuführen, wenn es die Aussagen des Johannes Evangeliums bspw. bestätigt? Das gleiche gilt natürlich auch für all die anderen von dir zitierten Schriften, wo genau ist dein Problem?

Mit keinem einzigen Wort zweifle ich Christus oder seine Autorität an, ganz im Gegenteil, ich versuche immer wieder darauf hinzuweisen, dass Christus = Isa auch nach den indischen Veden der Schöpfer von Himmel und Erde ist!

Warum immer eine Trennung, wenn man Dinge auch verbinden kann?

Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, so durch ihr Wort an mich glauben werden, auf dass sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir; dass auch sie in uns eins seien.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon onThePath » Fr 19. Jun 2020, 12:46

Wo ist das Problem ?

Das Problem ist doch überall da, wo ausser dem Aufruf zu einem gottgefälligen Leben, ein Aufruf zur Gotteserfahrung gemacht wird.
Dieser Weg ist nämlich erst zu ende, bis ein angebliches völliges Gottbewusstsein die ganze Psyche ausfüllt.

Dass dies hinduistisch- buddhistisch ist, ist ja klar. Und gerade das Thomas-Evangelium wird benutzt um das schmackhaft zu machen.
Weil ja in Jesu Lehren für dieses Ziel irgendwas gesucht wird.

Man überlege sich dieses Ziel völlig Gottesvereinigung aber gut. Es ist nämlich noch viel weiter entfernt als ein friedvolles, liebevolles Miteinander aller Menschen.



Das haben die ersten Christen nicht geschafft, und heutzutage schaffen nur christliche und östliche Sekten den Schein einer gut funktionierenden Sonder-Lebensgemeinschaft. Der Guru ist der Leithammel, und seine Schäfchen bekommen eher eine Gehirnwäsche als inneren Frieden.

Man erreicht grossartige, weite Ziele auch nur Schritt für Schritt.
Und da das Ziel Vollkommenheit in unerreichbarer Ferne liegt:
Deshalb kann man sagen: Der Weg ist das Ziel. Solange man das Ziel im Auge behält, ist man auf dem Weg.

Lg, otp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Urmilsch » Fr 19. Jun 2020, 13:51

onThePath hat geschrieben:Wo ist das Problem ?

Das Problem ist doch überall da, wo ausser dem Aufruf zu einem gottgefälligen Leben, ein Aufruf zur Gotteserfahrung gemacht wird.
Dieser Weg ist nämlich erst zu ende, bis ein angebliches völliges Gottbewusstsein die ganze Psyche ausfüllt.

Dass dies hinduistisch- buddhistisch ist, ist ja klar. Und gerade das Thomas-Evangelium wird benutzt um das schmackhaft zu machen.
Weil ja in Jesu Lehren für dieses Ziel irgendwas gesucht wird.

Man überlege sich dieses Ziel völlig Gottesvereinigung aber gut. Es ist nämlich noch viel weiter entfernt als ein friedvolles, liebevolles Miteinander aller Menschen.

Das haben die ersten Christen nicht geschafft, und heutzutage schaffen nur christliche und östliche Sekten den Schein einer gut funktionierenden Sonder-Lebensgemeinschaft. Der Guru ist der Leithammel, und seine Schäfchen bekommen eher eine Gehirnwäsche als inneren Frieden.

Man erreicht grossartige, weite Ziele auch nur Schritt für Schritt. Und der Weg ist das Ziel. Die Orientierung.

Lg, otp


In diesem Fall erreicht man das großartige Ziel durch eine klitzekleine Veränderung in seiner Wahrnehmung. Man muss nur den lebendigen Gott da verorten, wo man den Begriff "Lebendigkeit" auch zuordnen kann und schon wird sich das ganze Miteinander verändern.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon onThePath » Fr 19. Jun 2020, 14:47

Das tun doch auch schon selbstlose, wohltätige Nonnen und Mönche.

Ein geborenes Kind lehrt auch was davon.


lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Habatom » Fr 19. Jun 2020, 17:02

Urmilsch hat geschrieben:
Mit keinem einzigen Wort zweifle ich Christus oder seine Autorität an, ganz im Gegenteil, ich versuche immer wieder darauf hinzuweisen, dass Christus = Isa auch nach den indischen Veden der Schöpfer von Himmel und Erde ist!



Christus - der Messias in seiner göttlichen Authorität - Jesus - der Mensch, der sich hingegeben hat. Für uns zum Retter wurde. Eine Person. Ganzer Mensch, ganzer Gott. Jesus (Rufname) Christus (als der Herrscher). Kam als rettendes Opferlamm Jesus (Mensch) und wird als Herrscher (Messias) in seiner göttlichen Authorität wiederkommen.

Darin der Ausdruck Gottes des Vaters im Himmel. Das sichtbar gewordene Ziel Gottes mit der Menschheit.

Gott der Vater schuf durch seinen heiligen Geist das Universum. Jesus wurde dann als Mensch vor rund 2000 Jahren geboren um den Heilsplan Gottes zu vollenden.

Einen anderen Namen Gottes -- Gott - der in Jesus als Mensch Gestalt angenommen hatte - gibt es nicht, darin wir selig werden können.
Zuletzt geändert von Habatom am Fr 19. Jun 2020, 17:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Habatom » Fr 19. Jun 2020, 17:06

onThePath hat geschrieben:Das tun doch auch schon selbstlose, wohltätige Nonnen und Mönche.

Ein geborenes Kind lehrt auch was davon.


lg, oTp



Denken wir an Mutter Theresa. Ihr Leben hingegeben für die Armen. Ein Dienst der Nächstenliebe.
Ich will hier nicht beurteilen inwiefern jemand nun Christ ist oder nicht. Das wird Gott ihm zeigen (oder auch nicht) und das wird am Ende offenbar werden.

Die Liebe allein ist gut. Aber eine rechte Erkenntnis gehört dazu. Ohne Geistesgaben, ohne Erkenntnis mag auch jemand allein durch seinen Liebesdienst vor Gott als "Richtig " und Gerecht empfunden werden.

Doch für uns ist es wichtig, auch in der Erkenntnis Gottes zu wachsen. Zumindest kann es hilfreich sein. Notwendig vielleicht gar nicht einmal unbedingt.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Habatom » Fr 19. Jun 2020, 17:12

Urmilsch hat geschrieben: und weshalb man lieber den Lebendigen beachten sollte, so lange man lebendig ist.


- „Wenn ihr euch erkennt, dann werdet ihr erkannt werden, und ihr werdet begreifen, dass ihr die Kinder des lebendigen Vaters seid. Wenn ihr euch aber nicht erkennt, dann existiert ihr in Armut, und ihr seid die Armut.“


LG Urmilsch



Gott beachten allein und eine rechte Erkenntnis über ihn haben reicht nicht. Nur wer den Willen Gottes auch tut, zeichnet sich letztendlich als Kind Gottes aus.
Ich denke da zum Beispiel an den einen bösen Knecht, der seine Kraft nicht für den Dienst am Menschen einsetzte. Sein Pfund vergrub, weil er wußte, das Gott ein harter gerechter Richter ist.
Und um somit nichts falsch zu machen, machte er gar nichts. Obwohl er es vermocht hätte. Er wurde am Ende hinausgeworfen in die Finsternis.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon John1955 » Sa 20. Jun 2020, 21:46

Habatom hat geschrieben:
Gott beachten allein und eine rechte Erkenntnis über ihn haben reicht nicht. Nur wer den Willen Gottes auch tut, zeichnet sich letztendlich als Kind Gottes aus.

Genau so empfinde ich es auch, Habatom, und das sollte sich jeder Christ zu Herzen nehmen. Jesus betonte mehrmals, dass das Tun des Willen Gottes! zählt. Und rechte Gotterkenntnis erhielten die Verlorenen Schafe erst durch Erscheinen des Sohnes des wahrhaftigen Gottes den sie zuvor nicht kannten.

Denn niemand kannte damals den Vater im Himmel, den allein wahren Gott ausser dem Sohn. Und wir können Jesus unendlich dankbar sein, dass er weder vorhersehbaren Tod noch Teufel gescheut hat, Verfolgungen auf sich nahm um den Heilsplan Gottes zur Erkenntnis zu geben. Arbeiten WIR weiter daran, von ganzem Herzen.


Gruss John
1Joh 5,20 Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. 21 Kinder, hütet euch vor den Götzen!
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Re: schräge Fragen

Beitragvon onThePath » Sa 20. Jun 2020, 22:38

Habatom hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Das tun doch auch schon selbstlose, wohltätige Nonnen und Mönche.

Ein geborenes Kind lehrt auch was davon.


lg, oTp



Denken wir an Mutter Theresa. Ihr Leben hingegeben für die Armen. Ein Dienst der Nächstenliebe.
Ich will hier nicht beurteilen inwiefern jemand nun Christ ist oder nicht. Das wird Gott ihm zeigen (oder auch nicht) und das wird am Ende offenbar werden.

Die Liebe allein ist gut. Aber eine rechte Erkenntnis gehört dazu. Ohne Geistesgaben, ohne Erkenntnis mag auch jemand allein durch seinen Liebesdienst vor Gott als "Richtig " und Gerecht empfunden werden.

Doch für uns ist es wichtig, auch in der Erkenntnis Gottes zu wachsen. Zumindest kann es hilfreich sein. Notwendig vielleicht gar nicht einmal unbedingt.


Ich frage mich immer wieder, was der Verdienst eines Christen ist.
Kann nicht auch ein Nichtchrist begreifen, wie er gottgefällig handelt ?
In vielen Fällen sogar durchaus beispielhaft besser.

Das nackte Rufen "Herr, Herr! beantwortet Jesu ja auch mit der Entgegnung: "Ich kenne dich nicht!

Schwierige Frage. Mir ist aber ein liebevoller ( dazu am besten gottgefälliger) Nichtchrist lieber als mancher Christ.

Lg, otp
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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Urmilsch » Di 23. Jun 2020, 09:18

onThePath hat geschrieben:
Habatom hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Das tun doch auch schon selbstlose, wohltätige Nonnen und Mönche.

Ein geborenes Kind lehrt auch was davon.


lg, oTp



Denken wir an Mutter Theresa. Ihr Leben hingegeben für die Armen. Ein Dienst der Nächstenliebe.
Ich will hier nicht beurteilen inwiefern jemand nun Christ ist oder nicht. Das wird Gott ihm zeigen (oder auch nicht) und das wird am Ende offenbar werden.

Die Liebe allein ist gut. Aber eine rechte Erkenntnis gehört dazu. Ohne Geistesgaben, ohne Erkenntnis mag auch jemand allein durch seinen Liebesdienst vor Gott als "Richtig " und Gerecht empfunden werden.

Doch für uns ist es wichtig, auch in der Erkenntnis Gottes zu wachsen. Zumindest kann es hilfreich sein. Notwendig vielleicht gar nicht einmal unbedingt.


Ich frage mich immer wieder, was der Verdienst eines Christen ist.
Kann nicht auch ein Nichtchrist begreifen, wie er gottgefällig handelt ?
In vielen Fällen sogar durchaus beispielhaft besser.


Das nackte Rufen "Herr, Herr! beantwortet Jesu ja auch mit der Entgegnung: "Ich kenne dich nicht!

Schwierige Frage. Mir ist aber ein liebevoller ( dazu am besten gottgefälliger) Nichtchrist lieber als mancher Christ.

Lg, otp


Es ist kaum vorstellbar, aber hier sind wir uns mal einig. Es ist nämlich vollkommen wurschd wie sich jemand selbst nennt oder von anderen genannt wird, ob er Kroate, Chinese oder sonst was iss.

Wenn er sein Gegenüber vernünftig behandelt, dann erfüllt er nicht nur das Gebot Jesu, sondern er behandelt auch den gut, welcher im Gegenüber steckt. Und wenn das mal nicht der lebendige Gott ist, siehe 1 Kor 3, 16, 2 Kor 6, 16, Joh 14, 20 und tausende anderen Textstellen, dann weiß ich es auch nicht mehr!
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Re: schräge Fragen

Beitragvon Habatom » Do 25. Jun 2020, 08:34

und hätte der Liebe nicht....



"Liebe" ist mehr als nur Respekt erweisen...
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