Umfrage: Welche Bibel?

Diskussion und Fragen zur Bibel

Moderator: Thelonious

Welche Bibel liest du?

Hoffnung für alle oder Gute Nachricht
15
23%
andere (Luther, ...)
49
77%
 
Abstimmungen insgesamt : 64

Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Cöna » Fr 4. Nov 2005, 19:33

Hei Leute!

Kürzlich hat mir ein Pfarrer erklärt, die Hoffnung für alle und die Gute Nachricht seien keine richtigen Bibeln.
Er sagte, sie seien nicht korrekt übersetzt, sehr viel sei bereits interpretiert und nicht dem ursprünglichen Wortlaut getreu. Man könne sie höchstens als Anfangerbibeln benutzen.

Was sagt ihr dazu? und in was für einer Bibel lest ihr?

liebs grüessli
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon sterngucker » Fr 4. Nov 2005, 19:41

Original von Cöna

Kürzlich hat mir ein Pfarrer erklärt, die Hoffnung für alle und die Gute Nachricht seien keine richtigen Bibeln.
Er sagte, sie seien nicht korrekt übersetzt, sehr viel sei bereits interpretiert und nicht dem ursprünglichen Wortlaut getreu. Man könne sie höchstens als Anfangerbibeln benutzen.



Oh, ein Pfarrer der anscheinend was von Bibeln versteht ;)

Tatsächlich eignen sich Gute Nachricht und insbesondere die Hoffnung für alle nicht fürs genaue Studium der Bibel, da der Grund mitunter, wie du genannt hast, fehlende Genauigkeit in der Übertragung ist.
Es gibt im Forum bereits einige Threads, die dieses Thema behandeln. Benutze am besten mal die Suchfunktion!

Ich benutze am meisten die Schlachter 2000, Standardausgabe. Kann ich dir wärmstens empfehlen mal anzuschauen, denn ich habe bisher noch keine bessere gefunden in deutscher Sprache! :)
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Und all sein Tun ist Treue"

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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon lutum » Fr 4. Nov 2005, 19:45

Ich denke er hat recht.
Schona lleine die Apokryphen, die klar einen anderen Autor haben als den Heiligen Geist, aber oft in katholischen Bühern auftauchen, sind mir nicht geheuer.
Ausserdem wurde wirklich schon viel überstzt zT, wie Mittelmeer.
Dann haben die ja noch die Bibel in heutig gesprochenem Deutsch ohne die alten Normen (Kapitel, Absätze, usw.)

Ich für meinen Teil nehme wenn ich mal lesen will mybible her und da Schlachter oder Luther, vl auch einmal eine englische Bibel, weil die ein/ausdrucksvoller sind.

Ok sind angeblich: Schlachter, Luther, Elberfelder, sonst kenn ich keine.

Aja ich hatte mal eine Bibel die viele Fussnoten hatte in dem der heutige Wissenschaftsstand wiedergegeben wurde zB. Die hat mir recht gut gefallen, aber da war ich neu gläubig und hab sie verbrannt :D Schade :) Weiss nicht mehr wie die hiess.

MfG.
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Jäger » Fr 4. Nov 2005, 21:09

Luther ist ganz gut, aber es gibt verschiedenen Versionen, die voneinender ein bisschen unterscheiden. Hier kannst du ansehen: www.diebibel.de
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Josef/A » Sa 5. Nov 2005, 12:53

Original von lutum
Ich denke er hat recht.
Schona lleine die Apokryphen, die klar einen anderen Autor haben als den Heiligen Geist, aber oft in katholischen Bühern auftauchen, sind mir nicht geheuer.
MfG.

Die Katholischen Bibeln haben die Apogryphen (die sie etwas unverfänglicher Spätschriften nennen) deshalb in der Bibel, weil sie viele ihrer unbiblischen Lehren sonst nicht in die Bibel "hineinzaubern" könnten - es ist deshalb für mich unverständlich sich die Einheit mit der KK zu wünschen, denn auf wessen Lasten das geht, das zeichnet sich in jeder strittigen Frage ab.
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Cyril » Sa 5. Nov 2005, 14:14

Original von Cöna
Hei Leute!

Kürzlich hat mir ein Pfarrer erklärt, die Hoffnung für alle und die Gute Nachricht seien keine richtigen Bibeln.
Er sagte, sie seien nicht korrekt übersetzt, sehr viel sei bereits interpretiert und nicht dem ursprünglichen Wortlaut getreu. Man könne sie höchstens als Anfangerbibeln benutzen.

Was sagt ihr dazu? und in was für einer Bibel lest ihr?

liebs grüessli
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Hallo Cöna

Der Mann hat absolut recht! Halte Dir den warm, der versteht was von der Sache. Vor allem die HFA aber auch die Gute Nachricht benützt eine zum Teil plump anbiedernd-moderne Sprache auf Kosten philologischer Genauigkeit und Verlässlichkeit.

Du musst Dir aber bewusst sein, dass jede Übersetzung aus den Ursprachen bereits ein Stück weit Interpretation ist (das trifft nicht nur auf Bibelübersetzungen, sondern auf jede Übersetzung zu), da sich aus verschiedenen Gründen verschiedene Stellen in guten Treuen so oder so übersetzen lassen. Das soll Dich aber nicht davon abhalten darauf zu vertrauen, dass es anerkanntermassen deutsche Übersetzungen gibt, die im Rahmen des Möglichen zuverlässig und vertrauenswürdig sind - weitaus vertrauenswürdiger, als es HFA und Gute Nachricht sind.
Dazu gehören Schlachter 2000, Luther, Elberfelder, um nur die bekanntesten aus dem evangelischen Raum zu nennen.

Bitte beachte bei der Wahl einer Bibel auch, welcher Grundtext der Übersetzung - vor allem im NT - zugrunde liegt. Wir unterscheiden zwischen der grossen Mehrzahl der heute im deutschen Sprachraum erhältlichen Bibeln, die auf dem kritisch-wissenschaftlichen Text von Nestle-Aland beruhen - ein Grundtext, der in dieser Form nie existiert hat. Dazu gehören z.B. Luther 1984 und revidierte Elberfelder. Andererseits gibt es Bibelausgaben, die auf dem sog. Textus Receptus beruhen, z.B. Schlachter 2000 und Luther 1912 und früher. Zum Textus Receptus gibt es hier im Forum einen Thread Klick!

Auf die Frage der Apokryphen gehe ich hier nicht ein, da dies nicht Gegenstand Deiner Frage war.

Gruss

Cyril

ILLUM OPORTET CRESCERE
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Scardanelli » Sa 5. Nov 2005, 16:12

Zitate von Cyril
... Bibeln, die auf dem kritisch-wissenschaftlichen Text von Nestle-Aland beruhen - ein Grundtext, der in dieser Form nie existiert hat. ... Andererseits gibt es Bibelausgaben, die auf dem sog. Textus Receptus beruhen,
Bibeln, die auf jener Methode beruhen, sind aus dem sentimentalen Lager und diese aufgrund des TR, aus dem naiven. Gemeint ist hier die von Schiller eingeführte Unterscheidung zwischen Naivem und Sentimentalem.
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon William Penn » Sa 5. Nov 2005, 16:19

Original von Scardanelli
Zitate von Cyril
... Bibeln, die auf dem kritisch-wissenschaftlichen Text von Nestle-Aland beruhen - ein Grundtext, der in dieser Form nie existiert hat. ... Andererseits gibt es Bibelausgaben, die auf dem sog. Textus Receptus beruhen,
Bibeln, die auf jener Methode beruhen, sind aus dem sentimentalen Lager und diese aufgrund des TR, aus dem naiven. Gemeint ist hier die von Schiller eingeführte Unterscheidung zwischen Naivem und Sentimentalem.
Und diese Unterscheidung auf die Textkritik bzw. ihre Unterlassung zu beziehen, geht allerdings auf eine aktuelle Einführung von Scardanelli zurück ... :)

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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Scardanelli » Sa 5. Nov 2005, 16:28

Oh mein lieber William, du kannst dieses Paar auch auf eine anderes anwenden. Luther ist hier das Sentimentale gegenüber der kath. Kirche, die das Naive für sich in Anspruch nehmen darf.

Im Sentimentalen ist die Trauer enthalten, während dem Naiven das Unbekümmerte eignet.
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon William Penn » Sa 5. Nov 2005, 16:48

Ach so, mein lieber Scardi! Das ist ja lustig ...

Aber ist es dann nicht eher so, daß wir Anhänger des TR sentimental sind, und die, die auf den kritischen Text hereinfallen, naiv :tongue: ?


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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Rael » Sa 5. Nov 2005, 17:02

Original von Cöna
Hei Leute!

Kürzlich hat mir ein Pfarrer erklärt, die Hoffnung für alle und die Gute Nachricht seien keine richtigen Bibeln.
Er sagte, sie seien nicht korrekt übersetzt, sehr viel sei bereits interpretiert und nicht dem ursprünglichen Wortlaut getreu. Man könne sie höchstens als Anfangerbibeln benutzen.

Was sagt ihr dazu? und in was für einer Bibel lest ihr?

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Hi Conny

Das ist mir auch aufgefallen. Ich habe sowohl die Hoffnung für alle, wie auch die Gute Nachricht, und je eine neuere Lutherbibel (1984) und eine mit der alten Schrift (1912)

Wenn du einzelne Stellen vergleichst (gute Hoffnung und alte Lutherbibel z.B. Johannes 3.14) ergibt sich eben ein verfälschter Sinn und man erkennt, aus welcher "Ecke" der Uebersetzer, respektive die Uebersetzerin stammt. ;)

Ich hörte oft, dass die Elberfelder und die Schlachter 2000 gute Uebersetzungen seien.

Rael :angel:

PS Ich würde solche Fehl-Interpretations-Bibeln gerade nicht Anfängern empfehlen, ansonsten finde ich, dass wir mehrere solche Pfarrer haben sollten.
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Scardanelli » Sa 5. Nov 2005, 17:11

@William,
Aber ist es dann nicht eher so, daß wir Anhänger des TR sentimental sind, und die, die auf den kritischen Text hereinfallen, naiv ?
Ließ mal diesen Essay von Schiller, der ist recht gut, dann könntest du dir diese Frage selbst beantworten.
Die kritische Methode in Sachen Bibel, ist deshalb sentimental, weil sie den eigenen Mangel selbst aushält. Sie erlebt den Mangel, viele nicht einheitliche Überlieferungstexte vorliegen zu haben und fühlt sich in der Pflicht, diesem Mangel Rechnung zu tragen.
TR ist deshalb naiv, weil hier dieser Mangel einfach ausgeblendet wird.
Formal ist TR im Recht und inhaltlich die kritische Methode, wobei es hier wohl niemals eine Übereinkunft von Form und Inhalt geben wird. So hat das Naive genauso seine Daseinsberechtigung wie das Sentimentale. Dieses ist grau und jenes schillert.
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon William Penn » Sa 5. Nov 2005, 17:17

Wie du meinst, Kumpel :)) !

P. S. So ganz blenden wir aber nicht jeden Mangel aus! Immerhin bemerken wir einen dezenten Unterschied zwischen dem TR und dem Majoritätstext ...

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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Schoham » So 6. Nov 2005, 18:24

Hallo Conny :)

Weisst Du, alle Bibeln reden von dem Einen Gott , der Himmel und Erde geschaffen hat.

Alle reden davon, das Gott Mensch wurde, um für unsere Sünden am Kreuz zu sterben.

Alle reden davon, dass Er uns reinwaschen möchte von allen unseren Sünden.

Alle reden davon, das dieser wunderbare und herrliche Gott uns zu sich ruft:

"Kommt her zu Mir ."

Ich lese im Moment die Schlachter 2000.

Oder Onlinebibel "Luther".

Paralell die Hoffnung für alle ist sicher bereichernd, weil sie leicht zu verstehen ist.

Viel Freude beim Lesen und noch mehr Freude an Dem, von Dem, die ganze Bibel spricht.

Gottes Sohn - Jesus Christus.
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon sterngucker » So 6. Nov 2005, 23:32

Original von mikee
was haltet ihr von zwingli


Huldrych Zwingli? Der war Zürcher! :P

Gute Nacht,

sterngucker



P.S.: Jetzt krieg ich wohl zurecht mächtig aufs Dach von Doro :D
P.S. 2: Morgen schreib ich was zur Zürcher-Bibel, hab nämlich eine :))

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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon doro » Mo 7. Nov 2005, 00:28

Hallo!

Ich gehöre auch zu denen hier, die nicht so begeistert sind von der HfA.
Ich sage nicht, dass ich nie eine in die Hand nehmen würde. (Besitze selber aber keine.) Aber ich würde sie mit Vorsicht geniessen. Sprich; immer im Bewusstsein, dass sie eben sehr auslegend ist.
Ich habe nichts gegen Leute, die die Bibel auslegen... Aber ich denke, dass es schlauer ist, wenn das neben dem Bibeltext geschieht und nicht in ihm integriert. Denn wenn das der Fall ist, ist es viel schwieriger die Auslegung eben als solche zu erkennen. Eigentlich ist es gar nicht möglich, wenn man die Stelle nicht auch in anderen Übersetzungen nachliest.
So etwas stört mich halt. Ich habe da ein mulmiges Gefühl. Ich möchte Auslegungen hinterfragen können; aber dafür brauche ich eine einigermassen zuverlässige Übersetzung, wenn ich schon weder griechisch noch hebräisch kann.

Das schreibe ich natürlich im Wissen, dass eine Übersetzung immer bis zu einem gewissen Grad eine Interpretation ist.

Ich brauche meistens die Schlachter 2000 und wenn ich unterwegs bin die Elberfelder (weil ich da eine besonders kleine Ausgabe habe, die eigentlich in jede Tasche passt :) ).
Und bald vielleicht die Luther 1912 (OT: jaaaaa, bin immer noch nicht weiter mit überlegen, ob ich mir die jetzt kaufen soll oder doch nicht - bzw. v.a. welche Ausgabe :D).


@Sterngucker:
Original von sterngucker
Original von mikee
was haltet ihr von zwingli


Huldrych Zwingli? Der war Zürcher! :P


Aha! Und das heisst? :D

Pass uf, was seisch. Ich weiss, wo dis Huus wohnt! :tongue:

Zur Zürcher Bibel kann ich nichts sagen. Ich habe zwar das NT davon (das "Neue Testament für Wehrmänner" oder wie das heisst :D Ähm... Das hat mir ein Freund gegeben. :D). Habe aber nicht viel darin gelesen bis jetzt.

lg aus Tsüri (oder fast) , doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon thery » Mo 7. Nov 2005, 01:07

Ich habe (von der Schule her) eine Zwingli Bibel. Angefangen habe ich dann mit der Guten Nachricht weil mir alles andere damals zu kompliziert war. Dann kam die Gute Hoffnung für alle. Aber je mehr ich in der Bibel las und je mehr ich Verstand desto mehr wuchs mein Verlangen nach einer "Guten Bibel". Also habe ich mir eine Luther Bibel gekauft. Aber da ich ein totaler Bücherfan bin reichte das noch nicht und so habe ich mir auch noch eine Schlachter und eine Elberfelder gekauft. Das reichte immer noch nicht! So habe ich mir auch noch die Neue Elberfelder Studienbibel gekauft. Dazu habe ich "Das Lexikon zur Bibel", natürlich eine Konkordanz und ein Fachwörterbuch für Theologie und Kirche. Dazu habe ich noch so Zwei, Drei Bücher mit Bibelkommentaren. Und natürlich habe ich immer eine kleine Bibel in meiner Tasche.
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon indodinah » Mo 7. Nov 2005, 01:10

Original von mikee
was haltet ihr von zwingli


Ist tip-top, lese seit Jahren darin, obwohl nicht-Zuercherin :D Vergleiche aber auch gern mit anderen Versionen, auch mit Englischen, finde das noch hilfreich.

Abgesehen davon...warum sollte Luther nicht auch ein wenig "interpretiert" haben bei seiner Uebersetzung. Es ist ja bekannt, dass er ziemlich antijuedisch eingestellt war, was meiner Ansicht nach fuer eine Bibeluebersetzung recht problematisch ist und sicher den Text faerbt.

Stimme da nicht mit allem ueberein, was ueber die Gute Nachricht, bzw. Hoffnung fuer Alle geschrieben wurde. O.k. diese Bibeln sind vielleicht nicht 100% Form-getreu, aber wenn sie die Bedeutung und die Relevanz des Ur-textes "rueberbringen" und das noch in heutiger Sprache, erfuellt das doch Sinn und Zweck, oder?

Man muss sich vielleicht auch fragen, fuer wen diese Uebersetzungen sind. Es sind nicht alle Uniabgaenger! Was ist mit Leuten, fuer die Deutsch eine Zweitsprache ist?Oder Leute aus einer anderen Kultur? Eine absolut formgetreue Uebersetzung wuerde fuer eine Voelkergruppe, die irgendwo in im Urwald von beispielsweise Papua lebt, nicht unbedingt viel Sinn machen, oder?
Aber das ist ja hier nicht eigentlich das Thema, x-guesi :)

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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon indodinah » Mo 7. Nov 2005, 01:14

@ pearl-river

good on you, habs genau gleich gemacht :applause: :D
Ich glaube wirklich, vergleich bringt viel. Man soll die Bibel ja auch betend lesen.

take care, mate
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon thery » Mo 7. Nov 2005, 01:18

Na ja, man kanns ja dann auch übertreiben. Jetzt habe ich mir nämlich noch überlegt eine Berndeutsche Bibel zu kaufen. :D
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon thery » Mo 7. Nov 2005, 01:28

Original von indodinah
Original von mikee
was haltet ihr von zwingli


Ist tip-top, lese seit Jahren darin, obwohl nicht-Zuercherin :D Vergleiche aber auch gern mit anderen Versionen, auch mit Englischen, finde das noch hilfreich.

Abgesehen davon...warum sollte Luther nicht auch ein wenig "interpretiert" haben bei seiner Uebersetzung. Es ist ja bekannt, dass er ziemlich antijuedisch eingestellt war, was meiner Ansicht nach fuer eine Bibeluebersetzung recht problematisch ist und sicher den Text faerbt.

Stimme da nicht mit allem ueberein, was ueber die Gute Nachricht, bzw. Hoffnung fuer Alle geschrieben wurde. O.k. diese Bibeln sind vielleicht nicht 100% Form-getreu, aber wenn sie die Bedeutung und die Relevanz des Ur-textes "rueberbringen" und das noch in heutiger Sprache, erfuellt das doch Sinn und Zweck, oder?

Man muss sich vielleicht auch fragen, fuer wen diese Uebersetzungen sind. Es sind nicht alle Uniabgaenger! Was ist mit Leuten, fuer die Deutsch eine Zweitsprache ist?Oder Leute aus einer anderen Kultur? Eine absolut formgetreue Uebersetzung wuerde fuer eine Voelkergruppe, die irgendwo in im Urwald von beispielsweise Papua lebt, nicht unbedingt viel Sinn machen, oder?
Aber das ist ja hier nicht eigentlich das Thema, x-guesi :)

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Hätte ich damals nicht eine Gute Nachricht Bibel gehabt - hätte ich mich warscheinlich nie intensiver mit der Lehre Gottes befasst (ich hatte damals den Heiligen Geist noch nicht) und was ich da in den anderen Bibeln las war mir einfach zu "Hoch". Ich verstand es einfach nicht! Aber als ich diese so "allzu einfache" Übersetzung las: ging mir plötzlich ein Licht auf! Und darum finde ich die Gute Nachricht gar nicht schlecht. Wenigstens für den Anfang.
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon LordAlm » Mo 7. Nov 2005, 02:08

Original von pearl-river

Hätte ich damals nicht eine Gute Nachricht Bibel gehabt - hätte ich mich warscheinlich nie intensiver mit der Lehre Gottes befasst (ich hatte damals den Heiligen Geist noch nicht) und was ich da in den anderen Bibeln las war mir einfach zu "Hoch". Ich verstand es einfach nicht! Aber als ich diese so "allzu einfache" Übersetzung las: ging mir plötzlich ein Licht auf! Und darum finde ich die Gute Nachricht gar nicht schlecht. Wenigstens für den Anfang.


Hallo pearl-river,
Genau so wie du es schilderst, ist es mir auch gegangen. Mittlerweilen habe ich einige Bibeln. Wie du sagst, der HG ist ein wesentlicher Aspekt um die Bibel zu verstehen.

Gottes Segen LA
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Schoham » Mo 7. Nov 2005, 08:14

Verschiedene Übersetzungen sind sehr bereichernd, wenn man es ganz genau wissen will. Ich habe auch einige im Büchergestell.

Aber drei Sätze von Gottes Geist, mir ganz persönlich ausgelegt und ins Herz geschrieben sind mehr wert, als
jahrelanges Bibelstudium, ohne den Geist.
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Oli4 » Mo 7. Nov 2005, 08:26

Salü

Ich lese im Moment die GN und im Regal wartet die rev. Eberfelder gelesen und studiert zu werden.
Musss dazu sagen dass ich ein christlicher ´Säugling´ bin.
Vor ca. einem Jahr (nach einiger Zeit der persönlichen Turbulenzen) fragte ich mich:
"Wenn ich schon evang. getauft bin und mich bisher auch nie einen Deut darum interessierte, was ist denn das eigentlich für ein Gott an den wir glauben (sollten) und was hat es mit diesem Jesus auf sich?"
Fast gleichzeitig mit Aufkommen dieser Gedanken besuchte mich mein bester Freund (mit dem ich vorher nie über Religionen diskutierte) in der Absicht mir etwas über Jesus zu erzählen.
Er schenkte mir ein Tages-Andachts-Büchlein und auf mein Interesse hin empfahl er mir für den Bibel-Einstieg das Neue Testament in der ´Guten Nachricht´ zu lesen und erst später genauere Übersetzungen zu lesen.
Gesagt getan; heute bin ich ein überzeugter Christ der gerne und viel in der Bibel und in vielen weiteren christlichen Büchern liest. :lesen: ...
... und dieses Wissen jeden Tag von neuem lebt und erlebt!

Liebe Grüsse Olivier
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon indodinah » Mo 7. Nov 2005, 08:50

Original von Schoham
Aber drei Sätze von Gottes Geist, mir ganz persönlich ausgelegt und ins Herz geschrieben sind mehr wert, als
jahrelanges Bibelstudium, ohne den Geist.


AMEN to that!!! :clap:

Und en guete tag allersits! indodinah
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Josef/A » Mo 7. Nov 2005, 09:17

Original von indodinah
Original von Schoham
Aber drei Sätze von Gottes Geist, mir ganz persönlich ausgelegt und ins Herz geschrieben sind mehr wert, als
jahrelanges Bibelstudium, ohne den Geist.


AMEN to that!!! :clap:

Und en guete tag allersits! indodinah

Noch besser ist natürlich das Studium im Sinne von Jo 16,12-14, also das Studium mit Geist
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Praiz » Mo 7. Nov 2005, 18:31

Egal welche Bibeln ihr lest, die Nachricht ist immer dieselbe:

Gott existiert, er liebt dich und will dich ganz persönlich kennen lernen.
Glauben heisst kämpfen! Wer nicht mehr kämpft, hat seinen Glauben verloren!
Praiz
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Schoham » Mo 7. Nov 2005, 18:37

Lieber Praiz

Ich würde es einwenig anderst ausdrücken.

Ich bin zum Tode verurteilt und Gott kam um für mich die
Strafe zu bezahlen, damit ich nun nicht mehr mir selbst lebe, sondern Dem, Der für mich starb.

Ich lasse mir alle meine Sünden vergeben und mich von
allen Sünden reinwaschen, damit ich nicht mehr sündigen muss.

Gruss maria
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Praiz » Mo 7. Nov 2005, 19:22

Wer deswegen Glaubt, liebe Schoham, glaubt aus Angst!

"Ich bin der zornige Gott, der dich vernichten will!"

Gottes Idee ist aber viel grösser. Er hat Geschöpfe gemacht, welche seinem Ebenbild gleich sind, um mit ihnen Gemeinschaft zu haben, damit sie sian seiner Schöpfung erfreuen. Sicher, unser Wandel auf dieser Erde macht Gott zornig. Doch sein Wunsch, seine Idee ist und bleibt dieselbe...

"Ich bin Gott der Allmächtige, der dich geschaffen hat und dich liebt. Komm zu mir, damit wir aneinander Freude haben."
Glauben heisst kämpfen! Wer nicht mehr kämpft, hat seinen Glauben verloren!
Praiz
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Schoham » Mo 7. Nov 2005, 19:44


"Ich bin Gott der Allmächtige, der dich geschaffen hat und dich liebt. Komm zu mir, damit wir aneinander Freude haben."

Das Kreuz von Golgatha spricht eine andere Sprache.
Dort siehst Du den Zorn Gottes gegen die Sünde.

Mein Gott, mein Gott, warum hast du Mich verlassen?

Gruss maria
Schoham
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon sterngucker » Mo 7. Nov 2005, 23:40

Original von doro

Aha! Und das heisst? :D

Pass uf, was seisch. Ich weiss, wo dis Huus wohnt! :tongue:

Zur Zürcher Bibel kann ich nichts sagen. Ich habe zwar das NT davon (das "Neue Testament für Wehrmänner" oder wie das heisst :D Ähm... Das hat mir ein Freund gegeben. :D). Habe aber nicht viel darin gelesen bis jetzt.


Du weisst doch, dass ich Zürcher mag ;) War spass!

Ja, so wenn du dich noch nicht alzu sehr mit Zwingli auseinandergesetzt hast, weiss ich schon wo wir nächstes mal hingehen können in Zürich (wenn du mich dich herumkommandieren lässt :P ). Ich habe da nämlich auch noch einiges an Nachholbedarf, aber es gibt in Zürich ja mitten in der Stadt einen Pilgerweg :shock: ;), den soganeannten "Zwingli-Rundgang".



Ich lese nicht sehr oft in der Zürcher Bibel, brauche sie jedoch immer wieder, wenn ich Verse vergleiche. Als ich die Zwingli Bibel in die Hände bekam, hatte ich damals schon die Schlachter 2000, da hatte sie es wirklich nicht leicht ;) Aber dennoch hat meine Version der Zwingli-Bibel einiges zu bieten, neben einer etwas älteren Sprache bietet auch sie viele Fussbemerkungen und einige Parallelstellen. Zur Übersetzungsqualität ist mir noch nichts aussergewöhnliches aufgefallen, vielleicht weiss, da jemand anderes mehr.

Ich habe noch die Version von 1931. 1990 begann man mit einer erneuten Revision, welche in diesen Monaten eigentlich rauskommen sollte nach meinen Informationen. Wäre gespannt, denn ich las, dass eine Frauengruppe die Revisionen begleiteten, damit ev. Diskriminierungen von Frauen korrigiert werden... das kann ja noch was werden...

Das neue Testament, wie Doro sagte, gibts aber schon ne längere Zeit in der revidierten Fassung, aber die ganze Revision habe ich noch nirgendwo gesehen. Hat diese schon jemand?


So, gute Nacht ;)



P.S.: Schade hats die schädliche Gemütlichkeit bereits in diesen Thread verschlagen, nämlich die Proklamationen, dass lasche Übertragungen ungefährlich seien! Gott kann mit jeder Übersetzung, den Menschen anleiten, aber fahrlässige Nacherzählungen sind nicht übersetztes Wort Gottes, sondern mehr eigene Worte des Nacherzählers!

Wenn wir schon die Verheissung haben, dass der Geist Gottes uns zuverlässig lehrt, dann müssen wir doch nicht noch absichtlich Ungenaues lesen!

Und man braucht eh keinen Uni- oder sonstig hohen Abschluss um die Schlachter 2000 lesen zu können. :)
"Denn das Wort des Herrn ist wahrhaftig,
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon gfc » Di 8. Nov 2005, 00:47

Meine Standard-Bibel: Einheitsübersetzung :)

wieso? Qualitativ hochwertig, dennoch sehr schön lesbar. Sehr gute Fussnoten und weitere Anhänge. Und auch wenn ich die Apokryphen nicht zur Bibel per se zähle, sind sie doch interessante zusatzlektüre und ich habe sie gern in demselben Band. Aber das ist ein anderes Thema

Zur Abwechslung gibts Luther 1912. Sehr schöne Formulierung. Wobei man bei Luther ja auch merkt, aus "welcher Ecke" die Ursprungsübersetzung kommt.

Für den Notfall steht hier sogar noch eine rev. Elberfelder (gefällt mir nicht, allein von der Sprache her) und eine Hoffung für Alle. Wobei letztere bedenkliche Interpretationen enthält. Es ist ja ein heeres ziel, eine modernere Sprache als Luther zu verwenden, aber das schafft man auch anders ..
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon indodinah » Di 8. Nov 2005, 01:00

Original von sterngucker

P.S.: Schade hats die schädliche Gemütlichkeit bereits in diesen Thread verschlagen, nämlich die Proklamationen, dass lasche Übertragungen ungefährlich seien! Gott kann mit jeder Übersetzung, den Menschen anleiten, aber fahrlässige Nacherzählungen sind nicht übersetztes Wort Gottes, sondern mehr eigene Worte des Nacherzählers!

Wenn wir schon die Verheissung haben, dass der Geist Gottes uns zuverlässig lehrt, dann müssen wir doch nicht noch absichtlich Ungenaues lesen!



Nehme an, dass du damit u.a. auf meine Beitraege anspielst. Also, ich stimme hier voellig mit dir in der Meinung ueberein, dass lasche Uebersetzund "nicht ungefaehrlich" sind. Nur wuerde ich Die Gute Nachricht nicht als lasche Uebersetzung bezeichnen. Die Hoffnung fuer Alle kenne ich ehrlich gesagt zu wenig.

Habt ihr uebrigens schon mal von der ´Message´gehoert? Die ist voll idiomatisch, fuer meinen Geschmack auch ein bisschen uebertrieben, aber noch interessant. Derjenige, der sie uebersetzt hat (uebrigens vom Urtext, Hebraeisch/Griechisch ins Englische) nennt seine "Uebersetzung" absichtlich Paraphrase, um Missverstaendnisse zu vermeiden, was ich tip-top finde. Wie auch immer, viele meiner (Studien)kollegen finden diese Version total daneben :roll: :)

Waere interessant, eure Meinung darueber zu lesen, falls sie jemand kennt (also, the Message)

bye
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Elischua » Di 8. Nov 2005, 15:18

Original von gfc
Meine Standard-Bibel: Einheitsübersetzung :)

wieso? Qualitativ hochwertig, dennoch sehr schön lesbar. Sehr gute Fussnoten und weitere Anhänge. Und auch wenn ich die Apokryphen nicht zur Bibel per se zähle, sind sie doch interessante zusatzlektüre und ich habe sie gern in demselben Band. Aber das ist ein anderes Thema

Eine katholische Übersetzung empfiehlst Du? Sehr ketzerisch! ;) Ok, im Ernst: Ich finde auch, dass die Einheitsübersetzung eine gute, verständliche Übersetzung ist. Noch besser gefällt mir allerdings die neu herausgegebene Herder-Bibel, die bereits in den 30er Jahren erschienen ist (Herders Bibelkommentar), in den 60er Jahren überarbeitet und zusammen mit dem Kommentar der Jerusalemer Bibel herauskam und vor wenigen Monaten neu überarbeitet erschienen ist. Sie ist ähnlich verständlich, etwas wörtlicher und ist zumindest in den Stellen, wo mir in der Einheitsübersetzung eine katholische Tendenz aufgefallen ist, neutral.

Original von gfc
Zur Abwechslung gibts Luther 1912. Sehr schöne Formulierung. Wobei man bei Luther ja auch merkt, aus "welcher Ecke" die Ursprungsübersetzung kommt.

Ja, Luther hat meiner Meinung nach schon auch etwas tendenziös übersetzt.

Original von gfc
Für den Notfall steht hier sogar noch eine rev. Elberfelder (gefällt mir nicht, allein von der Sprache her) und eine Hoffung für Alle. Wobei letztere bedenkliche Interpretationen enthält. Es ist ja ein heeres ziel, eine modernere Sprache als Luther zu verwenden, aber das schafft man auch anders ..

Stimmt. Das schaft man sogar mit einer so wörtlichen Übersetzung wie der Herder-Bibel.

Schalom,
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Praiz » Di 8. Nov 2005, 18:08

Liebe Schoham

Gott ist Logos, und Logos ist bei Gott!

Gott liebt den Menschen, er will sein liebstes Geschöpf bei ihm. Die Sünde hält den Menschen davon ab, zu Gott zu kommen. Denn wer den Willen des Vaters tut, ist bei ihm, resp. Gott beim Menschen. Gott liebt uns, alles andere ist Zweitrangig oder folgend...

Römer / Kapitel 5
21 Dort, wo bisher die Sünde über alle Menschen herrschte und ihnen den Tod brachte, soll jetzt Gottes Gnade herrschen. So erweist Gott seine Gerechtigkeit, indem er uns ewiges Leben schenkt durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Glauben heisst kämpfen! Wer nicht mehr kämpft, hat seinen Glauben verloren!
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Schoham » Di 8. Nov 2005, 19:31


Gott liebt den Menschen, er will sein liebstes Geschöpf bei ihm. Die Sünde hält den Menschen davon ab, zu Gott zu kommen.


...und desshalb müssen wir uns von allen unseren Sünden
reinwaschen, befreien, erlösen lassen.
Das wir nicht mehr sündigen.
Sünde trennt von Gott.

Vergebung der Sünden ist nicht genug.
Es muss auch die Reinigung stattfinden.

Und viele Christen hören bei der Vergebung auf.
Sie nehmen nur den Heiland und nicht den HERRN an.

Gruss maria
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Olli » Di 8. Nov 2005, 19:41

Original von Cöna
Hei Leute!

Kürzlich hat mir ein Pfarrer erklärt, die Hoffnung für alle und die Gute Nachricht seien keine richtigen Bibeln.
Er sagte, sie seien nicht korrekt übersetzt, sehr viel sei bereits interpretiert und nicht dem ursprünglichen Wortlaut getreu. Man könne sie höchstens als Anfangerbibeln benutzen.

Was sagt ihr dazu? und in was für einer Bibel lest ihr?

liebs grüessli
Conny

Hallo Conny,

ich mag die Hoffnung für alle und Gute Nachricht überhaupt nicht. Meine liebste ist immer noch die gute alte Luther von 1912 (neu herausgegeben) und das NT neu Überarbeitet von 1998.

Dann habe ich noch eine Elberfelder Scoffield und eine Schlachter 2000. Aber an Luther gefällt mir die warme Sprache und deswegen benutze ich diese hauptsächlich.

Liebe Grüße
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Denn es ist kein Unterschied: sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist. Römer 3,22-24
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon sterngucker » Di 8. Nov 2005, 19:57

Original von indodinah
Nehme an, dass du damit u.a. auf meine Beitraege anspielst. Also, ich stimme hier voellig mit dir in der Meinung ueberein, dass lasche Uebersetzund "nicht ungefaehrlich" sind. Nur wuerde ich Die Gute Nachricht nicht als lasche Uebersetzung bezeichnen. Die Hoffnung fuer Alle kenne ich ehrlich gesagt zu wenig.


Die Gute Nachricht macht den Anschein besser übersetzt zu sein, als die Hoffnung für Alle, aber das will ja nichts heissen.

Schau mal da! (bin jedoch noch nicht ganz durch mit Überprüfung der Liste)


Original von indodinah
Habt ihr uebrigens schon mal von der ´Message´gehoert? Die ist voll idiomatisch, fuer meinen Geschmack auch ein bisschen uebertrieben, aber noch interessant. Derjenige, der sie uebersetzt hat (uebrigens vom Urtext, Hebraeisch/Griechisch ins Englische) nennt seine "Uebersetzung" absichtlich Paraphrase, um Missverstaendnisse zu vermeiden, was ich tip-top finde. Wie auch immer, viele meiner (Studien)kollegen finden diese Version total daneben :roll: :)

Waere interessant, eure Meinung darueber zu lesen, falls sie jemand kennt (also, the Message)


Die Hoffnung für alle hatte die Living Translation als Vorbild. The Message ist aber noch freier nacherzählt, als die Living Translation, von Übersetzung kann also keine Rede sein. Es ist natürlich gut, wenn diese auch als Paraphrase deklariert ist, im Gegensatz zu der Hoffnung für Alle! Die unbekannten Macher erheben den Anspruch genauigkeit als Vorgabe genommen zu haben beim übersetzen... :roll: Mehr kann ich dir aber nicht zur Message sagen, hat ja alles seine Zeit. :)

Zur Zeit höre ich mir mitunter eine dramatisierte Hörbuchversion des AT der NIV (New International Version) an. Dramatisiert heisst, der Text wird nicht bloss gelesen, sondern vorgetragen mit verschiedenen Stimmen und untermalt mit Musik (prof. Orchester). Da ich die Gelegenheit hatte das AT (55 Stunden) kostengünstig zu kaufen, teste ich das mal, aber eine Meinung hab ich noch nicht dazu. Natürlich kann eine Hörbibel niemals eine Bibel aus Papier ersetzen, wenn man selbst etwas lesen kann.

Was studierst du und wo tust du das?
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon sterngucker » Di 8. Nov 2005, 20:14

Original von Praiz
Egal welche Bibeln ihr lest, die Nachricht ist immer dieselbe:

Gott existiert, er liebt dich und will dich ganz persönlich kennen lernen.


Kannst du dir Vorstellen, was du dir mit dieser Aussage für eine Verantwortung auf dich geladen hast?
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Re: Umfrage: Welche Bibel?

Beitragvon Grasy » Mi 9. Nov 2005, 23:28

Hallo,

Ich finde die (Rev.) Elberfelder gut weil die meiner Meinung nach schon ziemlich dicht am Urtext ist. Ich weiß nicht TR-Text ;) - ich bin aber weder Fan noch Gegner davon. Ich finde das Thema TR ist etwas überbewertet (bei manchen vielleicht?).

Mfg,
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