Haben die Zeugen Jehovas eine eigene Bibel?

Diskussion und Fragen zur Bibel

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Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon jeig » Fr 5. Nov 2004, 14:59



In der drin stehen soll:

Johannes Evangelium (ziemlich am Anfang) :D

Statt das Wort war Gott selbst, das Wort war Göttlicher Natur.

Deswegen sagen sie Jesus nicht Gott, und auch nicht der Zugang dazu.

Hat mir jemand gestern gesagt. Wer kennt sich da aus?

Gott mit euch

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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Wetterfrosch12 » Fr 5. Nov 2004, 22:04

Hallo Jeig,


die Zeugen Jehovas benutzten bis etwa 1975 die Elberfelder
und brachten dann die Neue Welt Übersetzung raus. Die ist leicht an deren Ansichten angepaßt.

Ich hab jetzt hier mal die Studienausgabe vorliegen. Und da steht, " Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott,und das Wort war ein Gott.


Meinst Du das ?


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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Enggi » Sa 6. Nov 2004, 12:28

Also ich habe meine NWÜ schon lange Zeit fortgeworfen, denn in "normalen" christlichen Kreisen kann man nicht daraus zitieren.

Ich erinnere mich noch daran, dass der "heilige Geist" mit "die wirksame Kraft Gottes" übersetzt war.

"Christus in uns" hiess "Christus in Gemeinschaft mit uns"

Folgende Stelle gab den Ausschlag für mein Schreiben an die ZJ, dass ich fortan kein "Bibelstudium" mehr mit ihnen machen wolle:

Galater 2,20(a) und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir
hiess sinngemäss und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in Gemeinschaft mit mir.

Christus ein Gott der Toten :x
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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Josef » Sa 6. Nov 2004, 20:21

Deren Bibel ist nicht viel mehr verfälscht als manche andere Ausgaben, allerdings werden viele von ihren Lehren von deren Obrigkeit vorgeschrieben, die dann ziemlich blind geglaubt werden, selbst wenn sie ihrer eigenen Bibel direkt widersprechen. Nur ein Beispiel von vielen:

Auch in deren NW-Bibel steht es drin ,dass es dem Menschen gar nicht zusteht, über den Zeitpunkt des Jüngsten Gerichts Bescheid zu wissen, aber das hat sie nicht daran gehindert, in der Vergangenheit mehrmals erfolglos den Weltuntergang zu prophezeien.
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sie hier anonym und unbestraft ihren Wahnsinn ausleben können.

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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Yehudit » Sa 6. Nov 2004, 20:41

Original von Josef
Deren Bibel ist nicht viel mehr verfälscht als manche andere Ausgaben, allerdings werden viele von ihren Lehren von deren Obrigkeit vorgeschrieben, die dann ziemlich blind geglaubt werden, selbst wenn sie ihrer eigenen Bibel direkt widersprechen.
Und wehe, sie beginnen irgend etwas zu kritisieren, dann gibts scharfe Warnungen von der Obrigkeit!
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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon William Penn » Sa 6. Nov 2004, 20:48

Die Neue Welt Übersetzung beruht auf dem kritischen Grundtext und nicht auf dem Textus receptus der Reformatoren, und das hat sie mit der rev. Elberfelder oder der Luther 84 gemeinsam. Außerdem würde man sie von der Übersetzungsmethode her den wörtlicheren Wiedergaben zurechnen müssen (wenngleich es schon Stellen gibt, die tendenziös übersetzt wurden). Auch das hat sie nun mal mit anderen Bibelausgaben gemeinsam.

Daß sie im AT den Gottesnamen mit Jehova wiedergibt, finde ich nicht ungewöhnlich. Das machen viele ältere Bibelübersetzungen so. Sogar in der engl. KJV kommt der Gottesname in dieser Schreibweise viermal vor.

Die Wiedergabe des Gottesnamens im NT ist da schon ungewöhnlicher, denn m. W. gibt es dafür keine Rechtfertigung in den NT-Manuskripten. Es scheint höchstens Beispiele in Septuaginta-Ausgaben zu geben (= LXX, gr. Übersetzung AT). Allerdings gibt es schon einige Stellen im NT, die das Tetragramm (= den Gottesnamen) wohl andeuten wollen. Das ist z. B. dann der Fall, wenn das Ersatzwort ´kyrios´ keinen Artikel trägt - dann scheint es einen Eigennamen anzudeuten.

Was an der NWÜ aus meiner Sicht nun wirklich ärgerlich ist: Sie formuliert in einem ähnlich umständlich-hölzernen Stil, wie dies in der übrigen Wachtturmliteratur üblich ist. (Jeder, der als Außenstehender mal ´Erwachet´ oder dergl. gelesen hat - und wer hätte das nicht? - hat sich darüber wohl schon gewundert. Außerdem finden sich in der NWÜ viele Begriffe, die auch in der WT-Literatur in Gebrauch sind (z. B. System der Dinge für Welt, Dienstamtgehilfe für Diener etc.) Kurz: Die WT-Literatur und die NWÜ scheinen begrifflich und stilistisch fast nahtlos ineinander überzugehen. Die sich daraus ergebende Gefahr liegt auf der Hand: Der Leser könnte der Einbildung verfallen, Bibel und WT seien sich in allem von vornherein einig!

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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Yehudit » Sa 6. Nov 2004, 20:54

Hab grad ein Büchlein zur Hand: Auch ich habe ihnen geglaubt; von Monika Deppe Brunnen Verlag. Ich müsste mich wieder richtig reinlesen, um mich wieder richtig erinnern zu können, aber da steht ständig was von einem Wahrheitsbuch. Kleiner Ausschnitt daraus:

Wir hatten gerade das vorletzte Kapitel im "WAhrheitsbuch" gelesen: "Dein Entschluss, Gott zu dienen." Auf Seite 183, Absatz 4 und 5, hiess es dort:

"Es ist angebracht, dass du Jehova sagst, du möchtest ihm angehören und du möchtest seinen Willen tun, und zwar nicht nur jetzt, sondern für immer (Psalm 104.33)... Beweise, dass du ein Mensch bist, der sein Wort hält, indem du an deinem Entschluss festhälst und dein Hingabegelübde erfpllst, solange du lebst ... Wie du erfahren hast, hat Got auf Erden eine organisation; darin findest du reife Christen, die dich gerne liebevoll ermutnern und unterstützten (1.Petrus 5.8+9; 3.12; 1.Thess. 5.11)."


Ich werde mich bei Zeit und Gelegenheit wieder mehr da hineinlesen. Aber so wie´s da grad aussieht, haben sie da schon noch andere Schriften, ausser der Bibel.

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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Wetterfrosch12 » So 7. Nov 2004, 00:04

Hallo William Penn,

nach eigenen Angaben der Zeugen wurde die NW Bibel komplett übersetzt. kennst Du Raymond Franz ? Es ist der Neffe des damaligen Präsidenten der Zeugen Jehovas und war einer der 144000 geistgesalbten Christen. Er wurde ausgeschlossen und verfasste ein sehr interressantes Buch. Das heißt, " Der Gewissenskonflikt ". Da steht u.a. auch drin, wie diese Ausgabe zustande kam.


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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Enggi » So 7. Nov 2004, 11:59

Original von Yehudit
Hab grad ein Büchlein zur Hand: Auch ich habe ihnen geglaubt; von Monika *****e Brunnen Verlag. Ich müsste mich wieder richtig reinlesen, um mich wieder richtig erinnern zu können, aber da steht ständig was von einem Wahrheitsbuch. Kleiner Ausschnitt daraus:

Wir hatten gerade das vorletzte Kapitel im "Wahrheitsbuch" gelesen: "Dein Entschluss, Gott zu dienen." Auf Seite 183, Absatz 4 und 5, hiess es dort:

"Es ist angebracht, dass du Jehova sagst, du möchtest ihm angehören und du möchtest seinen Willen tun, und zwar nicht nur jetzt, sondern für immer (Psalm 104.33)... Beweise, dass du ein Mensch bist, der sein Wort hält, indem du an deinem Entschluss festhälst und dein Hingabegelübde erfpllst, solange du lebst ... Wie du erfahren hast, hat Got auf Erden eine organisation; darin findest du reife Christen, die dich gerne liebevoll ermutnern und unterstützten (1.Petrus 5.8+9; 3.12; 1.Thess. 5.11)."


Ich werde mich bei Zeit und Gelegenheit wieder mehr da hineinlesen. Aber so wie´s da grad aussieht, haben sie da schon noch andere Schriften, ausser der Bibel.

Liebi Grüessli Yehudit
Offiziell aber haben sie nur die Bibel, somit sind sie "Christen", ähem, eine christliche Sekte eben. Alle anderen Bücher, auch wenn sie mehr Gewicht haben sollten als die Bibel, sind offiziell nur Auslegungen, denn der gewöhnliche Gläubige hat ja die wirksame Kraft Gottes nicht, um die Bibel selbständig zu verstehen. sic transit gloria dei.

Eine Bitte an Yehudit: Könntest du mal bei den Admins vorstellig werden mit der Bitte das depperte Korrekturprogramm zu deaktivieren, bzw. so zu verbessern, dass es den Sinn der Schreibe erkennen kann, bevor es den Zensurgriffel ansetzt?
:? :x :? :x :? :x :? :x :? :x :? :P
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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Wetterfrosch12 » So 7. Nov 2004, 12:05

Hallo Yehudit,

das Buch heißt, " Die Wahrheit die zum ewigen Leben führt " !

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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon William Penn » So 7. Nov 2004, 14:26

Original von Wetterfrosch12
Hallo William Penn,

nach eigenen Angaben der Zeugen wurde die NW Bibel komplett übersetzt. kennst Du Raymond Franz ? Es ist der Neffe des damaligen Präsidenten der Zeugen Jehovas und war einer der 144000 geistgesalbten Christen. Er wurde ausgeschlossen und verfasste ein sehr interressantes Buch. Das heißt, " Der Gewissenskonflikt ". Da steht u.a. auch drin, wie diese Ausgabe zustande kam.
Hallo Wetterfrosch, R. Franz ist mir bekannt, und von seinem Buch habe ich gehört. Was er dort über die Entstehung der NWÜ schreibt, weiß ich allerdings nicht. Klärst Du uns auf?

Was ich gerüchteweise gehört habe (also nicht bestätigen kann), ist folgendes: Als Grundlage für die NWÜ soll die Übersetzung von ROTHERHAM gedient haben. Der Rest sei mehr eine Anpassungsarbeit als ein Übersetzen gewesen. Wenn das stimmen sollte, wäre das schon recht dürftig, aber kein Einzelphänomen. Die engl. King James Version z. B., nennt sich daher ´Version´ und nicht ´Translation´, weil sie eigentlich auf der Bishop´s Bible beruht bzw. fast schon eine Revision derselben ist*. Das wenigstens versucht RIPPLINGER in ihrem neuesten Buch zu sagen ... :?

Tja, bin gespannt, was Du mitteilst ...

---
* meinem Respekt vor der KJV tut das allerdings keinen Abbruch ...

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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Wetterfrosch12 » So 7. Nov 2004, 14:48

Hallo William Penn,


ich gebe in der Regel alle Bücher die dieses Thema behandeln an interessierte weiter. Das heißt, ich habe es nicht mehr weil ich inzwischen schon lange Jahre mit den Zeugen abgeschlossen habe und andere Betroffene damit geholfen habe.


Soweit ich mich noch erinnere, wurde die NW Übersetzung lt. Angabe der Zeugen komplett neu übersetzt. Nach Angabe von Raymund Franz jedoch von 2 Leuten die sich die hebräische Sprache selbst beigebracht haben und auch die griechische Sprache nur in der Schule gelernt hatten. Er selbst bekannte sich in dem Buch als Verfasser des Büchleins, "Kommentar zum Jakobusbrief" und versuchte, darin
die Machenschaften der sogenannten " geistgesalbten Christen " aufzudecken. Ich müßte mir das Buch nochmal bsorgen, wenn ich es dir genau schildern soll. Ich weiß nur noch, daß da drin auch auf die neue Welt Übersetzung bezug genommen wird.

Das die Zeugen da irgendwo abgeschrieben haben, daß ist mir schon klar. Leider bin ich da nicht so gebildet ! Das Buch diente mir damals lediglich dazu, endlich wieder ruhig schlafen zu können, als die Zeugen anfingen mich aufgrund meiner Ansichten zu meiden, obwohl ich nicht getauft war.


Sorry !! :?



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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon jeig » Mo 8. Nov 2004, 10:34

Original von Wetterfrosch12
Hallo Jeig,


die Zeugen Jehovas benutzten bis etwa 1975 die Elberfelder
und brachten dann die Neue Welt Übersetzung raus. Die ist leicht an deren Ansichten angepaßt.

Ich hab jetzt hier mal die Studienausgabe vorliegen. Und da steht, " Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott,und das Wort war ein Gott.


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Ja, das meinte ich. Allerdings "das Wort war bei Gott" oder "das Wort war Gott selbst".
Bei den Zeugen Jehowas soll es eben "das Wort war göttlicher Natur" heissen (Aber eben dass hat mir jemand gesagt), was nicht das gleiche ist.

Danke euch für eure Antworten, muss sie erst mal gründlich lesen.

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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Florian T » Mo 8. Nov 2004, 13:29

Hallo,

eine interessante Diskussion, vor allem, wenn man sie mit dem thread zur Chikagoer Erklärung in Zusammenhang liest.

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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon William Penn » Mo 8. Nov 2004, 14:05

Original von Florian T
Hallo,

eine interessante Diskussion, vor allem, wenn man sie mit dem thread zur Chikagoer Erklärung in Zusammenhang liest.

Florian
Das mußte ja kommen! Ich wäre fast enttäuscht, wenn Du nicht Laut gegeben hättest ... :D

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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Florian T » Mo 8. Nov 2004, 17:14

Hallo,

tja, WP, Du hast Recht, das war direkt vorhersagbar. Aber gerade, weil es so irrsinnig leicht vorhersagbar war, ist es doch traurig, dass Du die einfache Frage, welche Bibel denn nun die unfehlbare noch CE sein soll und warum, bis jetzt noch nicht beantworten konntest. 8-)

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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon parepidimos » Mo 8. Nov 2004, 18:06

@Florian

Ich ueberlege mir gerade, ob dein "Trick", durch Hinweis auf die Vielfalt an Bibeluebersetzungen die Diskussion um deren Wahrheitsgehalt zu sabotieren nicht auch auf andere Gebiete anwendbar waere, zB. auf die Evolutionshypothese?
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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon William Penn » Mo 8. Nov 2004, 19:15

Original von parepidimos
@Florian

Ich ueberlege mir gerade, ob dein "Trick", durch Hinweis auf die Vielfalt an Bibeluebersetzungen die Diskussion um deren Wahrheitsgehalt zu sabotieren nicht auch auf andere Gebiete anwendbar waere, zB. auf die Evolutionshypothese?
Na, ob er diesen Wink jetzt geschnallt hat ;) ? Wahrscheinlich schon. Aber wenn zwei das gleiche tun, ist es ja meistens was anderes ...

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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Wetterfrosch12 » Mo 8. Nov 2004, 19:53

Hallo Jeig,


ich habs aus der Studienbibel der Zeugen Jehovas !


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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Florian T » Di 9. Nov 2004, 10:01

Hallo pare,

da gibt es einen entscheidenden Unterschied. Ich kenne keine wissenschaftliche Richtung, die eine Erklärung rumgehen und unterzeichnen lässt, in der steht, dass irgendein(!) wissenschaftliches Werk fehlerfrei sei.

Verschiedene Formen der Bibel sind kein Argument gegen die Existenz des christlichen Gottes oder die Auferstehung von Jesus, aber sie sind ein sehr gutes Argument dagegen, dass die Bibel fehlerfrei sei.

Denn um diese Behauptung halten zu können, müsste man ja eben zuerst einmal sagen, welche Bibel überhaupt gemeint ist und warum diese. Und da warte ich immer noch auf Antwort.

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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Wetterfrosch12 » Di 9. Nov 2004, 14:25

Hallo Florian T.


Die Bibel ist nicht Fehlerfrei. Beispielsweise gibt es einen Fehler, der ist in jede Übersetzung reingerutscht.

In der Apostelgeschichte, als Paulus zum Glauben kam.

Vergleiche mal Apostelgeschichte 9 :7 mit 22:9 :shock:

Sahen die Männer oder hörten sie ?


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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon parepidimos » Mi 10. Nov 2004, 06:22

@Florian: Wissenschafter greifen bisweilen tatsaechlich zu Resolutionen. Man lasse sich folgendes einmal auf der Zunge zergehen: Therefore Be Further It Resolved, that AAAS urges citizens across the nation to oppose the establishment of policies that would permit the teaching of "intelligent design theory" as a part of the science curricula of the public schools.
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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon echnaton » Mi 10. Nov 2004, 07:33

Salvete,

Hier eine Gegenüberstellung einiger wichtiger Zitate aus der Hl. Schrift, die aus meinem Vortrag stammen, den ich in Österreich einmal gehalten habe: Wenn man sich näher mit der NWÜ beschäftigt, entdeckt man sehr bald, dass sie nicht nur ein wenig tendenziös ist wie andere Übersetzungen auch, sondern eine Fälschung. Dass der name Jehova(obwohl eine falsche Lesung) verwendet wird - da gebe ich William Penn - recht, ist nicht so tragisch, dass er aber 237 mal im NT eingefügt wurde, wo im Griechischen KYRIOS der Herr steht, ist mehr als tendenziös. Denn Jehova meint Gottvater, Kyrios im NT aber eben auch Jesus Christus. So kommt es zuu einer nicht statthaften Vermischung mit theologischen Konsequenzen.

1. Zitat aus der Jerusalemer Übersetzung, 2. aus der NWÜ, und drittes wörtlich aus der Griechischen Interlinear.

Jerusalemer Bibel
Neue Welt Übersetzung
griechischer Urtext (Wort-für-Wort)







... zu den Geistern der vollen­deten Gerechten.

(Hebr. 12/23)

... dem geistigen Leben von vollkommen gemachten Ge­rechten.

... und den Geistern der vollen­deten Gerechten.







Wenn ihr mich um irgend etwas in mei­nem Namen bitten wer­det, werde ich es tun.

(Joh. 14/14)

Wenn ihr um etwas in meinem Namen bittet, will ich es tun.

Wenn um etwas ihr bitten wer­det mich in meinem Namen, ich werde es tun.





Und wir sind in dem Wahrhafti­gen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahr­haftige Gott und ewiges Leben.

(1. Joh. 5/20)

Und wir sind in Gemeinschaft mit dem Wahrhaftigen, durch seinen Sohn Jesus Christus. Dies ist der wahre Gott und ewiges Leben.

Und wir sind in dem Wahrhaf­tigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahr­haftige Gott und (das) ewige Leben.







Mit Christus bin ich gekreuzigt. Ich lebe, doch nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir.

(Gal. 2/20)

Ich bin mit Christus an den Pfahl gebracht worden. Nicht mehr ich bin es, der lebt, son­dern Christus ist es, der in Ge­meinschaft mit mir lebt.

Mit Christus bin ich gekreuzigt worden; ich lebe, aber nicht mehr ich, (es) lebt aber in mir Christus;







Der Vater spricht zum Sohn:

?Dein Thron oh? Gott steht für alle Ewigkeit.?

(Hebr. 1/8, Ps 45/7)

Der Vater spricht zum Sohn:

?Gott ist dein Thron für immer.?

Der Vater spricht zum Sohn:

?Dein Thron, oh Gott, (steht) in die Ewigkeit der Ewigkeit,...?







Dies ist mein Leib für euch.

(1. Kor. 11/24, Lk. 22/19)

Dies bedeutet mein Leib für euch.

Dies ist mein Leib für euch.







... so wird auch der, der mich ißt, durch mich leben.

(Joh. 6/57)

... so wird auch der, der sich von mir nährt, meinetwegen leben.

... (so) auch der Essende mich, auch der wird leben durch mich.







... und welches wird das Zei­chen deiner Ankunft und des Weltendes sein?

(Mt. 24/3)

... und was wird das Zeichen deiner Gegenwart und des Ab­schlusses des Systems der Dinge sein? (Siehe auch: Ps 17/14, Ps 49/1, Mt. 13/39, 2. Kor. 4/4, Gal. 1/ 4 , Hebr. 1/ 2, usw.)

... was (wird sein) das Zeichen deiner Ankunft und (des) Endes der Welt?







... denn jeder, der den Namen des Herrn (Damit ist Jesus Christus gemeint) anruft, wird gerettet werden.

(Röm. 10/13)

... denn jeder, der den Namen Jehovas anruft, wird gerettet werden.

(Der Name Jehova wurde 237mal ins Neue Testament eingefügt)

... denn jeder, der anruft den Namen (des) Herrn, wird ge­rettet werden.







Noch ehe Abraham wurde, bin ich.

(Joh. 8/58-)

Ehe Abraham ins Dasein kam, bin ich gewesen.

Bevor Abraham gewesen ist, ich bin.







Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch es geworden und ohne es ist nichts geworden.

(Joh. 1/1)

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war ein Gott. Dieser war im Anfang bei Gott. Alle Dinge kamen durch ihn ins Dasein und ohne ihn kam auch nicht ein Ding ins Dasein.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles durch es ist geworden und ohne es ist geworden auch nicht eines.







Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. In ihm ward alles erschaffen, im Himmel und auf Erden, ...... Alles ist erschaffen durch ihn und auf ihn hin. Und er ist vor allem, und alles hat in ihm Bestand.

(Kol. 1/15)

Er ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung, denn durch ihn sind alle anderen Dinge in den Himmeln und auf Erden, ... erschaffen worden, ... Alle an­deren Dinge sind durch ihn und für ihn erschaffen worden. Auch ist er vor allen anderen Dingen und durch ihn sind alle anderen Dinge gemacht wor­den, um zu bestehen.

Dieser ist (das) Bild Gottes, des unsichtbaren, (der) Erstgebo­renen aller Schöpfung, weil in ihm geschaffen worden ist alles in den Himmeln und auf der Erde, ... Alles durch ihn und zu ihm ist geschaffen. Und er ist vor allem, und alles in ihm be­steht.







... dass ich von Gott ausgegan­gen bin.

(Joh. 16/27)

Dass ich als Vertreter des Va­ters ausgegangen bin.

... dass ich von Gott ausgegan­gen bin.







... zur Auferstehung von den Toten.

(Phil. 3/11)

... zur Frühauferstehung von den Toten.

... zur Auferstehung von (den) Toten.













Nichts von dem, was euch nützlich sein konnte, habe ich euch verschwiegen, sondern alles habe ich euch sowohl öf­fentlich als auch in den einzel­nen Häusern verkündigt.

(Apg. 20/20)

Wobei ich mich nicht davon zurückhielt, euch alles, was nützlich war, kundzutun und euch öffentlich und von Haus zu Haus zu lehren.

...wie nichts ich verschwiegen habe von den nützlich seienden (Dingen), so dass nicht (ich) verkündigt verkündigt hätte euch und gelehrt hätte öffentlich euch und in den (einzelnen) Häusern.







Und er trat zu ihr ein und sprach: ?Sei gegrüßt du Be­gnadete; der Herr ist mit dir?.

(Lk. 1/28-)

Und als er bei ihr eintrat, sprach er: ?Guten Tag, du Hochbegünstigte, Jehova ist mit dir.?

Und hineingegangen zu ihr, sprach er: Sei gegrüßt, Begnadete, der Herr (ist) mit dir.










Geliebte, glaubet nicht jedem Geiste, sondern prüfet die Gei­ster, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind ausgegangen in die Welt. Daran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der Jesus als den im Fleisch gekommenen Christus bekennt, ist aus Gott. Und jeder Geist, der Je­sus nicht bekennt, ist nicht aus Gott. Und das ist der Geist des Antichrist, von dem ihr gehört habt, daß er kommt.

(1 Joh. 4/1-3)

Geliebte, glaubt nicht jeder inspirierten Äußerung, sondern prüft die inspirierten Äußerungen, um zu sehen, ob sie von Gott stammen, weil viele fal­sche Pro­pheten in die Welt ausgegangen sind. Daran er­kennt ihr die inspirierte Äuße­rung von Gott. Jede inspirierte Äußerung, die Jesus Christus als im Fleische gekommen bekennt, stammt von Gott, doch jede inspirierte Äußerung, die Jesus nicht bekennt, stammt nicht von Gott. Und dies ist die inspirierte Äuße­rung des Antichristen, von dem ihr gehört habt, daß er kommt.

Geliebte, nicht jedem Geist glaubt, sondern prüft die Geister, ob aus Gott sie sind, weil viele falsche Propheten ausgegangen sind in die Welt! Daran erkennt ihr den Geist Gottes; jeder Geist, der bekennt Jesus Christus im Fleisch als Gekommenen, aus Gott ist, und jeder Geist, der nicht bekennt Jesus, aus Gott nicht ist; und dies ist der (Geist) des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er kommt, und jetzt in der Welt ist er schon.







Wundert euch nicht darüber. Denn es kommt die Stunde, in der alle in den Gräbern seine Stimme hören werden.

(Joh. 5/28-)

Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnis­grüften sind, seine Stimme hören.

Nicht wundert euch darüber, weil kommt (die) Stunde, in der alle, die in den Gräbern hören werden seine Stimme.







Ich hatte mir nämlich vorge­nommen, unter euch nichts anderes zu kennen, als Jesus Christus, und zwar den Ge­kreuzigten.

(1.Kor. 2/2)

Denn ich beschloß, unter euch nichts zu wissen, als Jesus Christus und ihn an den Pfahl gebracht.

(Das Wort Kreuz wurde immer mit Pfahl oder Marterpfahl übersetzt. Siehe auch: Mt. 27/40, Lk. 9/23, Lk. 23/26, Phil. 2/8, Hebr. 12/2, Phil. 3/18 usw.)

Denn nicht ich hatte beschlossen etwas zu wissen unter euch, wenn nicht Jesus Christus, und zwar den Gekreuzigten.







Was wollen denn sonst die tun, die sich für die Toten taufen lassen? Wenn überhaupt keine Toten erweckt werden, wozu lassen sie sich für sie taufen?

1. Kor. 15/29)

Was werden sonst die tun, die getauft werden, um Tote zu sein? Wenn die Toten überhaupt nicht auferweckt werden, warum werden sie auch getauft, um solche zu sein?

Denn was werden tun, die sich taufen lassenden für die Toten? Wenn überhaupt Tote nicht auferstehen, warum lassen sie sich taufen für sie?







Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: ?Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein.?

(Lk. 23/43)

Wahrlich ich sage dir heute: ?Du wirst mit mir im Paradies sein.?

Wahrlich, dir sage ich: Heute mit mir wirst du sein im Paradies.













Und ich sah... drei unreine Geister wie Frösche, das sind nämlich Dämonengeister, die Wunderzeichen wirken, ....

(Offb. 16/13)

Und ich sah... drei unreine, inspirierte Äußerungen wie Frösche, aus dem Maul des Drachens ... sie sind tatsächlich von Dämonen inspirierte Äußerungen und vollbringen Zeichen, ...

Und ich sah... drei unreine Geister (herauskommen) wie Frösche; sie sind nämlich Geister von Dämonen, tuend Zeichen, die ausgehend zu den Königen der ganzen bewohn­ten Erde,


Dabei wollen wir hinblicken auf den Anführer und Vollender unseres Glaubens, auf Jesus.

(Hebr. 12/2)

... während wir unseren Blick auf den Hauptvermittler und Vervollkommener unseres Glaubens, Jesus, gerichtet halten.

... hinsehend auf den des Glaubens Anführer und Vollender Jesus, ...







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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Enggi » Mi 10. Nov 2004, 21:40

Original von parepidimos
@Florian

Ich ueberlege mir gerade, ob dein "Trick", durch Hinweis auf die Vielfalt an Bibeluebersetzungen die Diskussion um deren Wahrheitsgehalt zu sabotieren nicht auch auf andere Gebiete anwendbar waere, zB. auf die Evolutionshypothese?
Diesen Trick brauchst du nicht, weil die Evolutionstheorie nur im engen Korsett der Naturwissenschaft stimmt. Alles was ihr widerspricht, fliegt hochkant aus dem Gefängnis hinaus und landet in der verpönten Freiheit des Kreationismus oder intelligenten Designs.
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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon William Penn » Mi 10. Nov 2004, 22:27

Original von echnaton
Wenn man sich näher mit der NWÜ beschäftigt, entdeckt man sehr bald, dass sie nicht nur ein wenig tendenziös ist wie andere Übersetzungen auch, sondern eine Fälschung.
Na, Echnaton, "ein wenig tendenziös" habe ich aber nicht gesagt, stimmt´s? Je nach Standtpunkt, ist die NWÜ sogar sehr tendenziös! Und je nach Standpunkt kann man sie auch als Fälschung bezeichnen.

Aber in einem kath. Forum wurde vor der Lutherbibel als Fälschung gewarnt ...

Schau, die Elberfelder wurde erst nach ihrer Revision in evangelikalen Kreisen zum Renner. Vorher war sie zu speziell, weil ihre Sprache zu speziell war. Mit dem Inhalt hatte das wohl weniger zu tun.

Vielleicht ist es sogar so, daß viele, von evangelikaler oder kath. Seite aus monierte Stellen in der NWÜ gar nicht das Problem sind.

Das wirkliche Problem mit dieser Übersetzung sind m. E. nicht anfechtbare Einzelstellen (obwohl Du deine Liste schon zu Recht erstellt hast!).

Wirklich ärgerlich ist die Tatsache, daß die Bibel hier als Mittel zum Zweck dient, d. h. sie wurde zu einer Art Wachtturmbuch umfunktioniert! Ich finde, das ist ein Sakrileg.

Und ja, die Verfremdung von Hebr 12:23 ist wirklich so offensichtlich, daß es selbst einem Zeugen Jehovas beim Zitieren die Schamröte ins Gesicht treiben müßte ... :x

Diese Liste ließe sich natürlich endlos verlängern! Aber wie würde z. B. Hoffnung für Alle bei so einem Vergleich abschneiden? Das ist doch eine reine Nacherzählung, oder? Wieviel anfechtbare Stellen fänden wir dort?

Höre Israel:
Jahwe, unser Gott,
ist ein einziger Jahwe!


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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Enggi » Mi 10. Nov 2004, 23:37

«Ich bin mit Christus an den Pfahl gebracht worden. Nicht mehr ich bin es, der lebt, son­dern Christus ist es, der in Ge­meinschaft mit mir lebt.»

Diese Stelle besagt doch genau genommen, dass Christus neben Paulus her lebte und nicht durch Paulus das Evangelium im römischen Reich verbreitet hat.
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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Florian T » Do 11. Nov 2004, 09:53

Hallo,

und was macht Euch so sicher, dass nicht die ZJ von heiligen Geist inspiriert worden sind und dass, was Ihr als Verfälschung bezeichnet, in Wirklichkeit richtig ist? Der heilige Geist, der den Übersetzern, denen ihr vertraut, die Hand geleitet hat?

Florian

P.S. und OT: Pare, ich denke, der Unterschied ist mehr als sichtbar, oder?
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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Wetterfrosch12 » Do 11. Nov 2004, 16:54

Hallo Florian T.,


um das rauszukriegen, müßte man sich erst einmal mit der Geschichte der Zeugen Jehovas befassen. Die NW - Übersetzung ist von dem sogenannten Überrest der 144000 geistgesalbten Christen inspiriert und sonst von gar nichts.

Das heißt, wer bis 1935 getauft wurde, der durfte dieses Privileg für sich beanspruchen, wer danach kam hatte Pech. So oft wie die Zeugen ihre Ansichten revidieren, mit der Begründung, daß Licht würde nur langsam heller, so oft ist da auch kein heiliger Geist. Da ist nur Anmaßung. Bis 1965 wurde Religion von den Zeugen abgelehnt. Wer dagegen argumentierte war vom Satan inspiriert. Heute bezeichnen sie sich selbst als Religion. Ich glaube es ist sinnlos, darüber nachzudenken, wo die Inspiration der Zeugen herkommt.



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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Florian T » Do 11. Nov 2004, 17:43

Hallo Wetterfrosch,

ich kann in der Geschichet der Zeugen Jehovas nichts entdecken, was sich in der Frage der Entwicklung des Glaubens und er Schriften in irgendeiner Weise qualitativ von der Geschichte der Christen im 1. Jhd. und der Entwicklung der protestantischen Religionen im 16. Jhd unterscheidet.

Chaos, Kämpfe, ständige Wechsel der Positionen...

Also, was macht Dich sicher, dass der hl. Geist hier nicht wirkt? Hat er es Dir gesagt?

Florian
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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon parepidimos » Do 11. Nov 2004, 18:45

Original von Florian T
Der heilige Geist, der den Übersetzern, denen ihr vertraut, die Hand geleitet hat?

Nicht die Uebersetzer werden in der Regel (von KJV-onlyism mal abgesehen) fuer inspiriert gehalten, sondern die urspruenglichen Autoren. Dh. der Unfehlbarkeitsbegriff, welchen du hier angreifst wird von den meisten Christen gar nicht vertreten. Hatten wir das nicht schon ein paarmal?

OT: Ich sehe keinen grundsaetzlichen Unterschied.
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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Wetterfrosch12 » Do 11. Nov 2004, 22:42

Hallo Florian T.,


im Grunde sind Deine Einwände schon berechtigt. :) Ich selbst bin der Meinung, daß sich gemäß der Bibel niemand anmaßen sollte, diesen Geist zu haben. Ich hab mich mit den Zeugen ausgiebig beschäftigt.
Ich war auch in Selters. Diese sogenannten geistgesalbten Christen sitzen dort abgeschottet.Die darf niemand sehen. Sie bezeichnen sich selbst als direkter Kanal Gottes, über welchen Gott mit den Menschen spricht. ( warum wird dann so oft revidiert ? ) Diese geistgesalbten Christen sind die einzigen, die bei der Abendmalfeier vom Brot und Wein nehmen dürfen. Du und ich und alle anderen hier, gehören zu Babylon der großen und gehen in die Vernichtung. Und wenn Du sehen willst, wie ein sogenanntes " Hexenbrett " gemacht wird, dann schau mal ins Paradiesbuch der Zeugen. Sie verurteilen zwar Bilderverehrung, aber ihre Bücher sind voll davon. Sie berechnen, wo sie nicht berechnen dürfen
( Matth.24 / Apg.1 ) und stellen diese Berechnung auch noch bewußt falsch in ihr " Unterredungsbuch " und keiner zweifelt das an, weil eben sonst der Satan sie versucht.

Ich würde sagen, wir lassen die Zeugen einfach als Gemeinde oder auch Kirche gleichberechtigt am Christentum teilnehmen, ohne darüber zu urteilen wo deren Geist herkommt. Da wird schon einer wirken. Welcher genau, können wir nur vermuten.

Gemäß Offenbarung hält Christus die Leuchter aller 7 Gemeinden in der Hand und ist auch Herr über die 7 Geister dieser Gemeinden. 7 Ermahnungen gibt es und nicht wie einige annehmen, "eine davon ist die richtige " ! Das Christentum ist nach meiner Auffassung die Gemeinde Jesu in sieben Zuständen. Und wehe dem Knecht dieser Gemeinden, wenn er seinen Hausgenossen nicht die richtige Speise gibt.

So steht es geschrieben ! :)





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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Florian T » Fr 12. Nov 2004, 11:44

Hallo Wetterfrosch,

wie gesagt, ich kann da keinen prinzpiellen Unterschied zu den Anfängen des Christentums oder dem 16. Jhd erkennen. Du erzählst mir nichts neues, aber was ist der Unterschied zwischen den 144.000 und einem Konzil? Beide maßen sich an, von Gott geleitet immer wieder neue Regeln aufzustellen.

Pare,

wie gesagt, OT, aber die CE sagt, dass man bekennen soll, dass ein Text, den man nicht kennt, fehlerfrei ist. Ich kenne keinen Wissenschaftler, der so etwas macht.

Im Übrigen ist es irreevant, wenn es angeblich fehlerfreie Urschriften gibt, wenn man diese nicht kennt.

Florian
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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Wetterfrosch12 » Fr 12. Nov 2004, 16:09

Hallo Florian T.



es gibt definitiv nicht eine einzige originale Urschrift !

Es gibt nur Abschriften von Abschriften .... usw. Der Text wurde meines Wissens bis etwa 400 Jahre vor Christus mündlich überliefert. Die Bibel ist sehr wichtig. Aber für mich persönlich nicht die einzige Grundlage meines Glaubens.


Jeder kann das so sehen, wie er will. Mich stört immer nur dieser " Wahrheitsanspruch " den jede Kirche oder Gemeinde sich selbst zuschreibt. Wir haben die Wahrheit... Nein wir haben die Wahrheit .... ! Dabei handelt es sich um ein und dasselbe Buch ! :?


Viele Grüße

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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon parepidimos » Fr 12. Nov 2004, 19:13

@Wetterfrosch

1) Woher weisst du so definitiv, dass es "die einzige originale Urschrift nicht gibt"?

2) Josia fand eine "alte" Schriftrolle waehrend des Umbaus des Tempels im spaeten 7.Jh.v.Chr. Niederschriften gab es also schon bedeutend frueher als du angibst.

3) Muendliche Weitergabe heisst auf keinen Fall "Hoerensagen", wie dies von Kritikern oft impliziert wird.

4) Ich kenne keine ernstzunehmenden Gemeinden oder Kirchen, welche Wahrheit fuer sich in Anspruch nehmen, sondern sie gestehen diese der Bibel zu.

5) Dass die Sache mit "Moses und den Propheten" (dh. mit dem geschriebenen Wort Gottes) jeder so sehen kann, wie er will bestaetigt ja bereits Jesus in Luk 16:31. Man muss lediglich mit den Konsequenzen leben koennen.




((( GROSSE KLAMMER AUF

Original von Florian T
wie gesagt, OT, aber die CE sagt, dass man bekennen soll, dass ein Text, den man nicht kennt, fehlerfrei ist. Ich kenne keinen Wissenschaftler, der so etwas macht.

Der Wortlaut des Urtextes ist mit hinreichender Genauigkeit bekannt, und dazu selbst-bestaetigend. Als Optionen bleiben dir demnach nur eine Form der Unfehlbarkeit, oder eine rein historische Betrachtung. Das Zwischendurch, welches von vielen Theologen heute bevorzugt wird haelt kein Wasser. Das ist, was die CE im Wesentlichen festhaelt.

Die Wissenschaft funktioniert mit Hypothesen, welche gelten bis sie widerlegt werden. Dieser Umstand wird in einer Erklaerung wie jene der AAAS gerne ausgeblendet. Mutationen als Erklaerung fuer die heutige Artenvielfalt sind pure Spekulation, weder beobachtbar noch wiederholbar. Es ist einfach das Schlauste, was uns bisher in den Sinn gekommen ist. Dass solches im Schulunterricht zu einem Dogma erhoben wird, welches durch Unterdrueckung (!) alternativer Erklaerungen verteidigt werden muss sehe ich als Armutszeugnis.

GROSSE KLAMMER ZU )))
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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Wetterfrosch12 » Fr 12. Nov 2004, 21:38

Hallo Parepidimos,


nenn mir mal eine konkrete original Urschrift, auf welcher das AT beruht. Dann revidiere ich das zuvor genannte. Nach meiner Auffassung sind alle christlichen Gemeinden und Kirchen ernst zu nehmen. In allen befinden sich gläubige Menschen, die auf der Suche nach der Wahrheit sind und sich auf das verlassen, was sie vorgesetzt bekommen. Und da wir gerade bei den Zeugen Jehovas sind, genau die behaupten von sich, sie haben die Wahrheit und die anderen liegen falsch. Ähnliche Strukturen habe ich auch bei anderen Gemeinden gefunden bei denen ich versucht hatte Fuß zu fassen. Es gibt nur einen Herrn ! Jesus Christus. Und der ist weder katholisch noch evangelisch, noch Zeuge Jehovas, noch Mormone, noch irgend etwas anderes. Er ist völlig konfessionslos und doch Herr über alle die an ihn glauben. Was vielleicht noch interressand zu diesem Thema sein könnte ist folgendes. Ich hab eine Sonderausgabe der Bibel in der anstelle von JHWH der Name Jahwe eingefügt wurde. Immer wenn ich Gespräche mit den Zeugen führte, benutze ich diese Ausgabe wenn ich vorlese. Nach der ersten Verwunderung werde ich dann belehrt, daß Jehova der Name Gottes sei. Sehr wohl erkennen sie den Namen Jahwe an. Aber ich darf auf Dauer diese Bibel nicht benutzen. Man wird gezielt zu der NW hingeführt. Ist das nicht verwunderlich ?



Viele Grüße

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Haben die Zeugen Jehovas eine eigene Bibel?

Beitragvon Enggi » Fr 12. Nov 2004, 21:56

Hallo Florian T

Mein Argument, weshalb die ZJ den heiligen Geist nicht haben, ist der, dass sie den Begriff "Geist" in ihrer Bibel als "inspirierte Aeusserung" versachlichen.

Sie kommen mir deshalb so vor wie Schüler, die erwarten, vom Benzin zu lernen, wie man Auto fährt.

Gruss von Enggi
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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Josef » Fr 12. Nov 2004, 23:11

Original von Florian T
...
Verschiedene Formen der Bibel sind kein Argument gegen die Existenz des christlichen Gottes oder die Auferstehung von Jesus, aber sie sind ein sehr gutes Argument dagegen, dass die Bibel fehlerfrei sei.

Denn um diese Behauptung halten zu können, müsste man ja eben zuerst einmal sagen, welche Bibel überhaupt gemeint ist und warum diese. Und da warte ich immer noch auf Antwort.

Florian
Mensch Florian, das hatten wir doch schon. :shock: :(

Weil die Bibel vom Gott nicht Wort für Wort diktiert wurde, sondern "nur" inspiriert, ist jede Form, die den selben Gedanken wiedergibt, richtig, auch wenn der Wortlaut nicht identisch ist.

Und was die Fehlerfreiheit angeht, wieso stellst du nicht die selben Ansprüche auch an deinen Glauben an die wissenschaftlichen Aussagen, und auch an dich selbst?
Internet ist das Paradies für geisteskranke Feiglinge, weil
sie hier anonym und unbestraft ihren Wahnsinn ausleben können.

Wissenschaftler müssen genau so stark glauben können wie die Priester.
Josef
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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon parepidimos » Fr 12. Nov 2004, 23:18

Original von Wetterfrosch12
nenn mir mal eine konkrete original Urschrift, auf welcher das AT beruht. Dann revidiere ich das zuvor genannte.

Alles haengt davon ab, wie dein erstes Statement zu verstehen ist. Wenn du meinst, die Bibel gehe nicht auf ein zusammenhaengendes Original zurueck, dann hast du natuerlich recht. Die Bibel ist ein Kanon von Schriften mit unterschiedlicher Autorenschaft und Herkunft.

Und wenn du sagen willst, dass wir die originalen Manuskripte (zB. eines Moses) nicht vor uns haben, dann hast du damit ebenfalls recht. Dasselbe gilt (mit ganz wenigen Ausnahmen) fuer alle vergleichbaren Werke.

Wenn du aber die historische Existenz dieser Manuskripte als widerlegt bezeichnest, dann wuerden mich dafuer Belege interessieren.

In allen befinden sich gläubige Menschen, die auf der Suche nach der Wahrheit sind und sich auf das verlassen, was sie vorgesetzt bekommen.

Deine Geringschaetzung ist kaum zu uebersehen. Es scheint dir unvorstellbar zu sein, dass es Gemeinden gibt, in welchen Menschen zusammen sind, weil sie der Wahrheit in Jesus begegnet sind (in Jesus).

Und da wir gerade bei den Zeugen Jehovas sind, genau die behaupten von sich, sie haben die Wahrheit und die anderen liegen falsch.

Und wer sagt, dass du das glauben sollst? Ist die einzige Methode, um eine solche Gruppe zu beurteilen darin, deren Ansprueche ueber sich selbst fuer bare Muenze zu nehmen? Mir scheint das Gegenteil zuzutreffen: Ansprueche einer Gruppierung, alleine recht zu haben sind ein ziemlich sicheres Anzeichen, dass sie damit dem Reich Gottes Gewalt antun. Etwas ganz anderes ist es, ein nicht gruppengebundenes Glaubensbekenntnis zu entwickeln um unterscheiden zu koennen, wer einen "anderen Jesus" verkuendigt und wer nicht.

Ähnliche Strukturen habe ich auch bei anderen Gemeinden gefunden bei denen ich versucht hatte Fuß zu fassen.

Dann bin ich froh, dass du nicht Fuss gefasst hast.

Es gibt nur einen Herrn! Jesus Christus. Und der ist weder katholisch noch evangelisch, noch Zeuge Jehovas, noch Mormone, noch irgend etwas anderes. Er ist völlig konfessionslos und doch Herr über alle die an ihn glauben.

Und wie stellst du fest, ob jemand, der sich zu "Jesus" bekennt denselben "Jesus" meint wie du? Natuerlich ist Jesus weder ausschliesslich roemisch-katholisch, noch ausschliesslich evangelisch. Aber irgendwann kommst du doch nicht mehr darum herum, die konkrete Lehre einer Gruppierung auf die Bibel zu ueberpruefen. Nicht umsonst ist das Wort Gottes das Schwert, welches Wahrheit von Luege trennt. Damit ist fuer mich jeder Relativismus hochkant aus dem Fenster.

Aber ich darf auf Dauer diese Bibel nicht benutzen. Man wird gezielt zu der NW hingeführt. Ist das nicht verwunderlich?

Damit wir uns richtig verstehen: Du brauchst mich nicht vom Irrtu(r)m der ZJ zu ueberzeugen. Die sind waschechte Arianer, und die Argumente sind nicht besser geworden, ausser dass sie heute ihre eigene Bibel besitzen.
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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Wetterfrosch12 » Fr 12. Nov 2004, 23:56

Hallo Parepidimos,


ich kann Deine Ausführungen leider nicht ganz leugnen. :?

Die historische Existenz ist nicht widerlegt ! Wenn das so wäre, dann könnte ich es nicht beweisen.

Ich kann auch die Geringschätzung, die Du mir anlastest nicht leugnen. Das gilt jedoch nur für die Organisation die hinter den Gläubigen steht. Natürlich ist mir jeder, der sich zum Glauben an Jesus Christus bekennt ein Glaubensbruder. Ich würde es nicht wagen, jemandem zum Vorwurf zu machen, daß er beispielsweise ein Zeuge Jehovas ist. Ich erlebe es eher umgekehrt. Meine Ansichten werden nicht akzeptiert, aber auch nicht widerlegt. Mir bleibt da tatsächlich nichts anderes übrig, als meinen Glauben alleine durchzuziehen. Aber in einem sind wir uns alle einig. Und das ist die einzige Aussage die allen gemeinsam ist. Jesus Christus ist der Herr.

Ich selbst bezeichne mich nicht als Christ. Ich bin erst dann ein Christ, wenn ich von anderen aufgrund meines Glaubens als Christ bezeichnet werde. Dann werde ich meine Zugehörigkeit nicht leugnen.

Dein letzter Satz bringt dieses Thema aber auf den Punkt.

Die Zeugen Jehovas haben eine eigene Bibel. :)


Aber ich glaube auch, daß wir uns zu diesem Thema einig sind.


Viele Grüße


Wetterfrosch



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Re: Haben die Zeugen Jehowas eine eigene Bibel?

Beitragvon Florian T » Mo 15. Nov 2004, 11:20

Hallo pare,

die Aussage mit dem angeblich hinreichend bekannten Originaltext ist leider nachgewiesenermaßen falsch.
Nicht nur also, dass die CE fordert, man solle einen Text als fehlerfrei bekennen, den es nicht (mehr) gibt, nein sie beruft sich auch noch auf nachgewiesen falsche Punkte. Joesf, nebenbei, die CE kennt diese Unterscheidung nicht, sie redet von wörtlich...

Und Alternativen sind nur dann Alternativen, wenn diese dann auch entsprechend belegt werden. Wenn wir also ID zu ET im Schulunterricht im Verhaltnis der wissenschaftlichen Veröffentlichungen aufteilen, dann kommen (gemessen am gesamt Biologieunterricht) vielleicht 1-2 sek für ID raus (13 Jahre, 40 wochen, 4 45 min Einheiten/Woche).

@all,

wie will denn jemand überprüfen, ob das, was eine christliche Gruppe als vom heiligen Geist empfangen betrachtet, richtiger ist als das, was eine andere christliche Gruppe als von heiligen Geist empfangen betrachtet. Welches Kriterium kann man überhaupt anlegen?

Florian
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