Goldene Regel in allen Religionen

Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten?

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Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Nabil » Di 13. Dez 2005, 10:19

Dies ist die Summe aller Pflichten: Tue keinem anderen das Leid an, was bei Dir selbst Leid verursacht hätte.
Hinduismus, Mahabharata, V,1517 (vor ca. 3700 Jahren)

Was Dir weh tut, tue keinem anderen an.
Judentum, Talmud, Shabbat (vor ca. 3500 Jahren)

Tut keinem etwas an, was für Euch selbst nicht gut erschienen wäre.
Zoroastrische Religion, Zoroaster Shayast-na-shayast, xiii,29 (vor ca. 3000 Jahren)

Erachte den Vorteil Deines Nächsten als Deinen Vorteil, und Deines Nächsten Nachteil als Deinen Nachteil. Taoismus, Kan Yein Phien,3 (vor ca. 2600 Jahren)

Füge Deinem Nächsten nicht den Schmerz, der Dich schmerzt.
Buddhismus, The Buddha, Udana, v, 18, (vor ca. 2500 Jahren)

Alles, was Ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.
Christentum, Jesus Christus, Matthäus 7:12 (vor ca. 2000 Jahren)

Keiner von Euch ist ein Gläubiger, solange er nicht das für seinen Bruder wünscht, was er für sich selbst gewünscht hätte.
Islam, Mohammed (vor ca. 1300 Jahren)

Bürdet keiner Seele eine Last auf, die ihr selber nicht tragen wollt, und wünscht niemandem, was ihr euch selbst nicht wünscht. Dies ist Mein bester Rat für euch, wolltet ihr ihn doch beherzigen.
Baha´i Religion, Baha´u´llah (vor ca. 140 Jahren)
Das Heiligtum der Einigkeit ist errichtet; betrachtet einander nicht als Fremde. Ihr seid die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges.

Bahá´u´lláh
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Andi69 » Di 13. Dez 2005, 11:10

Es kommt wahrlich nicht von ungefähr, dass das Doppelgebot der Liebe sozusagen die Quintessenz der gesamten Bibel ist.

Gruss, Andi
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Shakyamuni » Di 13. Dez 2005, 11:30

wenn das die quintessenz ist verstehe ich nicht, wieso sie seltener vorkommt als der strafende und zornige gott :? kannst du dir das erklären?
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Xandro » Di 13. Dez 2005, 12:15

Möchte noch hinzufügen:

"Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie allgemeines Gesetz werde."
Immanuel Kant (1724 - 1804)

So gesehen also selbst goldene Regel von Religionslosen.

wenn das die quintessenz ist verstehe ich nicht, wieso sie seltener vorkommt als der strafende und zornige gott

Das ist schließlich eine Regel für Menschen ...

Greetz,
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Wahre Größe misst sich nicht in Metern.

Si ces conflits entre science et théologie sont historiquement inévitables, travaillons à les surmonter de notre mieux.
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Josef/A » Di 13. Dez 2005, 13:48

Original von Xandro
Möchte noch hinzufügen:

"Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie allgemeines Gesetz werde."
Immanuel Kant (1724 - 1804)

So gesehen also selbst goldene Regel von Religionslosen.

wenn das die quintessenz ist verstehe ich nicht, wieso sie seltener vorkommt als der strafende und zornige gott

Das ist schließlich eine Regel für Menschen ...

Greetz,
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Jeder Gesetzgeber gebraucht die "zweite Tafel" (5-10 Gebot)
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Andi69 » Di 13. Dez 2005, 14:18

Original von Josef/A
Jeder Gesetzgeber gebraucht die "zweite Tafel" (5-10 Gebot)

Woher weisst Du, dass das 5. Gebot auf der zweiten Tafel stand und nicht auf der ersten?
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Andi69 » Di 13. Dez 2005, 14:51

Original von Shakyamuni
wenn das die quintessenz ist verstehe ich nicht, wieso sie seltener vorkommt als der strafende und zornige gott :? kannst du dir das erklären?

Beziehst Du jetzt Deine Aussage auf Gott selbst oder auf die Menschen, denen seine Schrift gegeben ist?
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Josef/A » Di 13. Dez 2005, 15:02

Original von Andi69
Original von Josef/A
Jeder Gesetzgeber gebraucht die "zweite Tafel" (5-10 Gebot)

Woher weisst Du, dass das 5. Gebot auf der zweiten Tafel stand und nicht auf der ersten?

Gott lieben von ganzem Herzen und den Nächsten wie dich selbst - deshalb 1-4 (Gottesliebe) 5-10 Menschenliebe - ich gehe davon aus ja, aber das ist weder Heilsbedingung noch sonst wert (meinte ich) zu diskutieren
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Andi69 » Di 13. Dez 2005, 15:43

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

Zusammengefasst: Du sollst deine Lebensspender ehren. Ist denn mein Vater im Himmel nicht auch mein Lebensspender? Für mich gehört das 5. Gebot ganz klar auf die erste Tafel und nicht auf die zweite!
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon imhotep » Di 13. Dez 2005, 15:57

Original von Nabil
Was Dir weh tut, tue keinem anderen an.
Judentum, Talmud, Shabbat (vor ca. 3500 Jahren)

Alles, was Ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.
Christentum, Jesus Christus, Matthäus 7:12 (vor ca. 2000 Jahren)

Das ist ziemlich ungenau. Wie Jesus ja selbst zugibt, saugt er sich seine Aussage nicht aus dem Finger, sondern fasst damit "das Gesetz", dh. die jüdische Torah zusammen, auf welcher auch der jüdische Talmud aufbaut. In der Tat steht "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" in Leviticus 19:18.

Jesus anerkannte auch, dass die Goldene Regel "sogar von den Heiden" eingehalten werde, und ging mit seinen Forderungen einen entscheidenden Schritt weiter: "Liebet eure Feinde und betet für jene, die euch verfolgen".

Der Eintrag in deiner Liste müsste genaugenommen etwa so aussehen:
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
Judentum/Christentum, Torah (vor ca. 3500 Jahren)

Liebet eure Feinde.
Jesus/Christentum, Bergpredigt (vor ca. 2000 Jahren)


Mit den anderen Quellen in deiner Aufzählung kenne ich mich nicht aus. Ich kann nur hoffen, dass diese mit etwas mehr Sachverstand zusammengestellt wurden. Wahrscheinlich sind sie sowieso bloss irgendwo abgekupfert, stimmts?
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon SunFox » Di 13. Dez 2005, 16:01

Original von Josef/A
Gott lieben von ganzem Herzen und den Nächsten wie dich selbst - deshalb 1-4 (Gottesliebe) 5-10 Menschenliebe - ich gehe davon aus ja, aber das ist weder Heilsbedingung noch sonst wert (meinte ich) zu diskutieren

Widerspruch total!

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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Shakyamuni » Di 13. Dez 2005, 18:26

Original von Andi69
Beziehst Du jetzt Deine Aussage auf Gott selbst oder auf die Menschen, denen seine Schrift gegeben ist?

ich differenziere da nicht. die bibel soll im übrigen authentische überlieferung dieser gottheit sein...
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Andi69 » Mi 14. Dez 2005, 11:03

Original von Shakyamuni
ich differenziere da nicht. die bibel soll im übrigen authentische überlieferung dieser gottheit sein...

Ich glaube auch, dass sie das ist. Aber Du wirst mir doch sicher nicht widersprechen, wenn ich sage, dass Schrift (egal welcher Religion) das eine ist, was Menschen zu ihrer jeweiligen Zeit und in ihrem jeweiligen kulturellen Umfeld daraus machen jedoch sehr oft etwas anderes?
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Shakyamuni » Mi 14. Dez 2005, 11:10

Original von Andi69
Aber Du wirst mir doch sicher nicht widersprechen, wenn ich sage, dass Schrift (egal welcher Religion) das eine ist, was Menschen zu ihrer jeweiligen Zeit und in ihrem jeweiligen kulturellen Umfeld daraus machen jedoch sehr oft etwas anderes?

ja sicher - da stimme ich dor sofort zu. nur wenn die grundlagen unzählige male von einem gott berichten, der zornig ist, ewig foltern lässt, abertausende tötet etc. und die christen aber nur die paar stellen der bibel zitieren, die von liebe sprechen kann da was nicht stimmen. das thema "liebe" rückt im gesammten kontext der bibel wirklich in den hintergrund. auch in dem teil, der sich mit der zukunft der menschheit beschäftigen soll - der offenbarung.
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon origo » Mi 14. Dez 2005, 11:19

Original von Shakyamuni
wenn das die quintessenz ist verstehe ich nicht, wieso sie seltener vorkommt als der strafende und zornige gott :? kannst du dir das erklären?

Das erklärt sich ganz einfach:
Weil du dich immer auf diese "negativen" Aspekte konzentrierst.
Ein Grossteil deiner Beiträge dreht sich um diese einseitige Kritik von dir am Christentum. Der Kern des Christentums liegt im NT, das AT ist die Vorgeschichte, die dazu gehört.

lg origo

P.S. Ich könnte auch "negative" Aspekte anderer Religionen herauspicken, aber schauen wir doch eher auf das Positive.
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Josef/A » Mi 14. Dez 2005, 11:27

Original von SunFox
Original von Josef/A
Gott lieben von ganzem Herzen und den Nächsten wie dich selbst - deshalb 1-4 (Gottesliebe) 5-10 Menschenliebe - ich gehe davon aus ja, aber das ist weder Heilsbedingung noch sonst wert (meinte ich) zu diskutieren

Widerspruch total!

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Mein Beitrag war eine Antwort darauf, dass der Gesetzgeber
die Gebote auf der zweiten Tafel entlehnte, nicht wie der Christ zum Heil kommt Gal 4,19-26 Jo 1,17 Apg 13,38 Heb 7,11.12.22 8,6+7 von 5 Mo 4,8+13 her haben wir ja par zu Rö 3,19-22 u. 4,4.5.8.13 Rö 5,20 Gal 3,19-22 ohnehin schon besprochen, da sehe ich dann den Widerspruch nicht,
zumal von 1Jo 1,8-10 her auch auf Lk 17,10 verwiesen werden muss, wieder im Zushg. zu Rö 4,8!
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Shakyamuni » Mi 14. Dez 2005, 12:09

Original von origo
Weil du dich immer auf diese "negativen" Aspekte konzentrierst.

man muss sich garnicht auf die negativen aspekte konzentrieren, weil sie die gesammte bibel durchziehen. jeder, der die bibel gelesen hat weis das...


Ein Grossteil deiner Beiträge dreht sich um diese einseitige Kritik von dir am Christentum. Der Kern des Christentums liegt im NT, das AT ist die Vorgeschichte, die dazu gehört.

das ´nt´ ist ebenso voll von negativen aspekten - und ich meine dabei nicht allein die offenbarung. das ´at´ ist die geschichte der gottheit der christen. also ist es sehr wohl nicht nur vorgeschichte sondern sehr relevant, weil dort beschrieben wird, wie diese gottheit handelt. und dieses handeln wird als postitiv dargestellt. da es sich bei der jüdisch christlichen gottheit um ein (postuliertes) absolutes handelt sind diese aspekte immer relevant, wichtig und, unbhängig von der vergangenheit, nach wie vor ´positiv´ und zentral. man darf nicht vergessen, dass jesus diese gottheit angebetet hat, obwohl er das ´at´ kannte.


Ich könnte auch "negative" Aspekte anderer Religionen herauspicken, aber schauen wir doch eher auf das Positive.

der islam wird ja zu genüge wegen dem ´brutalen´ koran angegriffen. dabei ist der koran nicht schlimmer als die bibel. es scheint mir so, dass viele christen, die den islam kritisieren, eher den koran lesen und meinen die bibel zu kennen. da wir hier auf einem christlichen forum sind muss auch platz sein diese aspekte anzusprechen. es ist ja immerhin erfreulich, dass viele, die sich als christen vertehen, diese stellen ablehnen oder leugnen, aber das ändert auch nichts daran, dass sie die grundlagen des christentums darstellen.
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon erbreich » Mi 14. Dez 2005, 17:12

Tschau Muni

Auch ich erlebe Deine Sicht nach wie vor als einseitig. Psychologisch gesehen würde mich interessieren, woher dieses einseitig-gewalttätige Vaterbild herkommt. Lass´ Dich doch mal ein auf diese liebende, vergebende, barmherzige Seite Gottes.

In keiner Weise leugne ich die richtende Seite Gottes. Aber nimm Dir doch mal die Mühe und schau, wen das Gericht jeweils trifft. Es trifft ganz klar den Menschen, der die Liebe Gottes - und damit ihn selbst, der Liebe ist - zurückweist. Nicht Gott trifft daran die Schuld, sondern den Menschen, der sich willentlich so entscheidet. Gott selbst leidet unter dieser Zurückweisung seiner Liebe - seiner selbst - genauso, wie der sie zurückweisende Mensch. Es schmerzt ihn, zu sehen, dass ein Mensch einen Weg ohne ihn, einen gott-losen Weg wählt, er erleidet mit ihm die Konsequenzen dieser Zurückweisung, konkreter: Er hat sie miterlitten - am Kreuz.

Nirgendwo in der Bibel findest Du eine willkürliche Rache und Gewalttätigkeit Gottes gegenüber einem Menschen, der in seiner Liebe - in der Beziehung mit ihm - lebt. Sobald ein Menschenleben aus eigenem freien Entschluss Gott zugehört, ist es vorbei mit Gericht und Strafe, dann gibt´s nur noch Annahme, Liebe, Vergebung, Barmherzigkeit vom Vater (was natürlich nicht bedeutet, dass dieser Mensch nun deswegen in dieser Welt kein Leid mehr erfahren kann).

Aber eben: Gott kann sich Dir ja nicht als liebender Vater offenbaren, solange Du diese Liebe zurückweist...

Gruss, erbreich
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Shakyamuni » Mi 14. Dez 2005, 17:29

Original von erbreich
Psychologisch gesehen würde mich interessieren, woher dieses einseitig-gewalttätige Vaterbild herkommt. Lass´ Dich doch mal ein auf diese liebende, vergebende, barmherzige Seite Gottes.

ich habe nichts über meinen vater gesagt - er ist auch im übrigen alles andere als ein brutaler mensch. falls du irgendwie auf die christliche vorstellung ihre gottheit mit einem vater geleichzusetzen, hast du sicher vergessen, dass ich nicht mit der jüdisch-christlichen gottheit zu tun habe. die eine seite existiert vielleicht auch in der bibel, aber sie gilt, wie du weiter unten ja auch schon angedeutet hast, nur den menschen, die sich dieser gottheit unterordnen - alle anderen zu töten oder ewig zu foltern stellt kein problem dar. im gegenteil - es ist sogar richtig, weil der mensch sich selber dafür entscheiden würde. mal ein beispiel aus der geschichte:
im 3. reich durften politisch andersdenkende umgebracht und gefoltert werden - diese menschen haben sich auch freiwillig dazu entschieden, weil sie mit dem menschenverachteten denken nichts anfangen konnten. findest du es richtig, dass die umgebracht und gefoltert wurden? sie hätten sich ja auch anders entscheiden können, oder?
mit so einem gedankengut kann ich nichts anfangen und ich kann jeden verstehen, der das mit seinem gewissen nicht entscheiden kann, dieser gottheit zu folgen. eifersucht, rachsucht, mord, genozid, folter und hass gehören nicht zu den tugenden die ich befürworte...
harte worte, aber im angesicht der tatsache, was in der bibel als positiv dargestellt wird, sicher gerechtfertigt.

ich wünsch dir alles gute

ps: bitte seht das nicht als angriff - ich schätze viele christen als sehr vorbildliche menschen, aber die grundlagen sehen da ganz anders aus..
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon erbreich » Mi 14. Dez 2005, 18:09

Tsachau Muni
Original von Shakyamuni
die eine seite existiert vielleicht auch in der bibel, aber sie gilt, wie du weiter unten ja auch schon angedeutet hast, nur den menschen, die sich dieser gottheit unterordnen - alle anderen zu töten oder ewig zu foltern stellt kein problem dar.
Eigentlich haben wir ja über solche Fragen schon recht ausgiebig diskutiert... Ich verstehe nicht ganz, wie Du dieselben Aspekte im Buddhismus leugnen (oder nicht wahrnehmen) kannst: Auch da gilt das Heil, die Erlösung, nur demjenigen Menschen, der sich auf den vom Buddha gefundenen und verkündeten Heilsweg macht. Wer sich weigert, Gier, Hass und Verblendung zu überwinden (weil er vielleicht findet, sie seien etwas Schönes), der ist auch weiterhin der ´Folter´ von Alter, Krankheit und Tod ausgeliefert. Es gibt auch hier nur dieses entweder - oder: Entweder, Du betrittst den Weg zum Todlosen oder Du bist weiterhin dem Tod ausgeliefert. Das Gesetz des Karma ist also keineswegs etwa barmherziger als Gott.
im 3. reich
den Vergleich des Nazireichs mit dem Reich Gottes weise ich entschieden zurück: Diesen Vergleich haben die Naszis selbst angewendet. Nein danke.
ich kann jeden verstehen, der das mit seinem gewissen nicht entscheiden kann, dieser gottheit zu folgen.
Und ich kann jeden verstehen, der sich statt dem unerbittlichen Karmagesetz dem barmherzigen und vergebenden Gott anvertraut.
die grundlagen sehen da ganz anders aus..
Die Grundlage ist das versöhnende (das Sühne-) Opfer Jesu, dass der Menschheit den Weg des Heils frei gemacht hat. Diese Grundlage ist reine Liebe, nichts anderes. Was Du als Grundlage des christlichen Glaubens zu erkennen glaubst, ist Gesetzlichkeit, nicht Gnade. Dass Du diese Gesetzlichkeit verurteilst und für Dein Leben ablehnst ist total richtig. Ich lehne sie auch ab. Was ich aber nicht verstehe ist, weshalb Du Dein Leben dann trotzdem einem unbarmherzigen Gesetz - nämlich dem Gesetz des Karma - auslieferst anstelle der Gnade Gottes.

Liebe Grüsse, erbreich
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon imhotep » Mi 14. Dez 2005, 18:15

Shak, deine Parallele zwischen dem richtenden Gott und den Nazis ist verräterisch - du übersiehst/ignorierst den Unterschied zwischen dem souveränen Schöpfer allen Lebens und einem Mörder-Regime, in welchem sich Menschen über ihresgleichen erheben.

Gottes Gnade gilt allen Menschen, egal ob sie sich ihm zuwenden oder nicht: Deinen Atem hast du von Gott erhalten. Jeder Tag deines Lebens ist ein Geschenk von ihm. Der Regenbogen ist sein Zeichen, dass er dich nicht auslöscht, obwohl er sowohl das Recht als auch den Grund dazu hätte. Er schuldet dir nichts, du hingegen verdankst ihm alles. Was dir gefällt und was nicht ist letztlich wurscht - Gott wartet nicht auf deine "Zustimmung", sondern will in deinem Leben herrschen. Die Bibel ist keine Werbebroschüre eines Gottes unter vielen, welcher mit Zuckerbrot und Peitsche deine Aufmerksamkeit erheischen will, sondern sie gewährt den Menschen Einblick in das Wesen und den Plan des einzig und ewig Seienden. Du wirst dich eines Tages dafür verantworten müssen, wie du auf diese Offenbarung reagiert hast.

Blaise Pascal sagte einmal (sinngemäss) "Zwischen der menschlichen Seele und Himmel/Hölle steht nur ein menschliches Leben - das zerbrechlichste aller Dinge".
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Shakyamuni » Mi 14. Dez 2005, 22:40

Original von erbreich
Ich verstehe nicht ganz, wie Du dieselben Aspekte im Buddhismus leugnen (oder nicht wahrnehmen) kannst: Auch da gilt das Heil, die Erlösung, nur demjenigen Menschen, der sich auf den vom Buddha gefundenen und verkündeten Heilsweg macht. Wer sich weigert, Gier, Hass und Verblendung zu überwinden (weil er vielleicht findet, sie seien etwas Schönes), der ist auch weiterhin der ´Folter´ von Alter, Krankheit und Tod ausgeliefert. Es gibt auch hier nur dieses entweder - oder: Entweder, Du betrittst den Weg zum Todlosen oder Du bist weiterhin dem Tod ausgeliefert. Das Gesetz des Karma ist also keineswegs etwa barmherziger als Gott.

also das gesetz des karma wird nicht von dem buddha, dem höchten ideal des buddhismus, aufrechterhalten sondern eben bekämpft. die gottheit des christentums dagegen lässt höchstpersönlich foltern und soll auch, glaubt man der bibel, selber gemordet haben. da gibt es einen wichtigen unterschied, fndest du nicht? zudem ist der weg des buddhismus unabhängig von dem historischen buddha und keineswegs auf ihn ausgerichtet. der historische buddha kannte den buddha vor ihm nicht, als er erawacht ist. er ist aus sich selber heraus erwacht. also ist es nicht "der weg des buddha", dem man folgen muss, sondern ein weg in einem, den man aufdecken kann.
dazu kommt, dass es im buddhismus mit dem einen leben, wo man nicht bereit war gier zu erkennen, nicht zuende ist. es gibt unzählige leben und es gibt auch wichtige und zentrale tendenzen im buddhismus, dass alle lebewesen (nicht allein menschen) befreit werden sollen. im christentum genügt es während eines lebens - und ist es noch so kurz-, nach dem die ewige folter kommen soll, wenn man dieser gottheit nicht folgen will.


Und ich kann jeden verstehen, der sich statt dem unerbittlichen Karmagesetz dem barmherzigen und vergebenden Gott anvertraut.
die grundlagen
dieser zorn und genozid ist meiner ansicht nach weit entfernt von barmherzigkeit. und es gibt dinge, die nie vergeben werden - wie zb. das "lästern" gegen den "heiligen geist". einem karmagesetz unterwirft man sich als buddhist nicht, sondern man setzt alles daran, dieses aufzuheben.


@ imhotep:
ich konnte in deinem post nicht mehr als eine werbung für deine religion sehen. zu dem thema stand nur sehr fragmentarisch etwas drin. ich werde vielleicht später mal auf einzelne aussagen eingehen... aber auf "missionarische reden" kannst du gerne verzichten - es bringt nichts, weil weder du mich, noch ich dich überzeugen werde...
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Nabil » Do 15. Dez 2005, 02:27

Gestern schrieb eine gute Freundin:

"Und: erst wenn der Glanz meiner Augen und das Feuer meines Herzens erlischt, kann ich nicht mehr lieben, aber dann bin ich bereits tot..."

Als einer der Jünger Jesu seinen Vater begraben wollte und Jesus sagte, er solle die Toten ihre Toten begraben lassen, da kann er nicht die körperlich Toten gemeint haben, sondern die, welche sich nicht dem Geist der Offenbarung zugewendet hatten. Wahrlich tot würde ich jeden betrachten, der die Lehre von der Liebe Gottes ablehnt.

"Er tut was Er will" war schon immer die Grundlage jeden Glaubens an Gott und "Er soll nicht befragt werden über Sein tun". Entweder man glaubt oder nicht, es gibt nichts dazwischen. Bahá´u´lláh drückte es mal so aus:

Würde Er für rechtmäßig erklären, was seit unvordenklichen Zeiten verboten war, und verbieten, was zu allen Zeiten als rechtmäßig galt, so hätte niemand das Recht, Seine Allgewalt in Frage zu stellen. Wer zögert, und wäre es weniger als einen Augenblick lang, soll als ein Übertreter gelten.

Wer immer diese hehre und grundlegende Wahrheit nicht anerkennt, wer diese höchst erhabene Stufe nicht erreicht, den werden die Stürme des Zweifels schütteln, und die Reden der Ungläubigen werden seine Seele verwirren. Wer aber diesen Grundsatz anerkennt, der wird mit vollkommener Standhaftigkeit begabt sein. Alle Ehre sei dieser allherrlichen Stufe, deren Erwähnung jede erhabene Tafel schmückt. Dies ist die Lehre, die Gott dir erteilt, eine Lehre, die dich von jeglichem Zweifel und jeder Verwirrung befreien und dich befähigen wird, in dieser Welt wie in der nächsten Erlösung zu finden. Er, wahrlich, ist der ewig Vergebende, der Großmütigste.


Es ist mein Herzenswunsch, daß sich alle Menschen, aller Religionen, unter der Schirmherrschaft des Einen Wahren Gottes versammeln, alle Streitigkeiten des Wortes beseite legen und in Einigkeit stehen, vor Ihm, dem Allbarmherzigen.

Lieben Gruß
Nabil
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon LordAlm » Do 15. Dez 2005, 04:01

Original von Nabil
Es ist mein Herzenswunsch, daß sich alle Menschen, aller Religionen, unter der Schirmherrschaft des Einen Wahren Gottes versammeln, alle Streitigkeiten des Wortes beseite legen und in Einigkeit stehen, vor Ihm, dem Allbarmherzigen.

Lieben Gruß
Nabil
Hallo Nabil,
Hier spricht eine Art von Naivität. Ich meine Wünsche kann man haben, doch glaubst du selber nicht daran, dass solch utopische Wünsche mal in Erfüllung gehen werden. Oder strebst du eine Weltreligion an, da hätten wir noch Hoffnung. Die Bibel spricht ja auch davon, nämlich vom schmalen Weg .... Oder in 2. Petrus 1,19: "Und wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, dass ihr darauf achtet als ein Licht, das da scheint und einem dunkeln Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in eurem Herzen."

Nun alle Religionen sollen unter der Schirmherrschaft Jesus Christus sich versammeln: "Weil Jesus sein Blut geopfert hat, liebe Brüder, haben wir freien Zutritt zum Heiligtum." usw. (Hebr. 10,19ff).
Meinst das klappt?

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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Shakyamuni » Do 15. Dez 2005, 07:57

Original von Nabil
Wahrlich tot würde ich jeden betrachten, der die Lehre von der Liebe Gottes ablehnt.

das muss jeder tun, der die bibel und/oder den koran ausreichend kennt. die gottheit, die da beschrieben wird, kann man nunmal nicht durch spätere interpretation und selektives lesen ändern. die grundlagen wiedersprechen der hypothese des "liebenden gottes".


Es ist mein Herzenswunsch, daß sich alle Menschen, aller Religionen, unter der Schirmherrschaft des Einen Wahren Gottes versammeln, alle Streitigkeiten des Wortes beseite legen und in Einigkeit stehen, vor Ihm, dem Allbarmherzigen.

wie sollte das gehen? es gibt viele religionen, die polytheisten sind oder an garkeine gottheit glauben bzw. sie für irrelevant ansehen. sie wirst du nicht ändern können. und die atheisten und agnoistiker werden es sicher auch in zukunft ablehnen, dieser gottheit, die du da meinst, zu folgen bzw. an sie zu glauben.

trotzdem alles gute

Muni :)
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon imhotep » Do 15. Dez 2005, 15:03

Original von Shakyamuni

> ich konnte in deinem post nicht mehr als eine werbung für deine religion sehen.

Das ist zwar schade, aber es überrascht nicht. Obwohl - überleg´ dir mal, ob anstatt "können" nicht "wollen" oder "dürfen" eine adäquatere Wortwahl gewesen wäre ;)


> zu dem thema stand nur sehr fragmentarisch etwas drin.

Das hat vielleicht damit zu tun, dass dein Post ebenso OT war. Wie dem auch sei. Wenn du meinen Beitrag zum Thema suchst, so steht der weiter oben. Du darfst ihn gerne kommentieren.


> aber auf "missionarische reden" kannst du gerne verzichten - es bringt nichts, weil weder du mich, noch ich dich überzeugen werde...

Och Muni, warum gleich so nihilistisch? Mir geht es im Forum um´s Entdecken, Verstehen, Kritisieren und Erklären von Wahrem. Vielleicht knipse ich dir ein Licht an, vielleicht du mir. Oder vielleicht wir beide einem unbekannten Mitleser. In dem Sinne "missionierst" du genauso.
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon erbreich » Do 15. Dez 2005, 21:00

Original von Shakyamuni
einem karmagesetz unterwirft man sich als buddhist nicht, sondern man setzt alles daran, dieses aufzuheben.
Und, mein lieber Muni, hast Du es aufgehoben? Wenn (noch) nicht, dann glaubst Du wohl aber doch daran, dass Du es eines schönen Tages aufgehoben haben wirst, oder? Du glaubst also daran, dass es dem Menschen möglich ist jedwede auch noch so geringe Form des Begehrens zum Erlöschen zu bringen?

Das Begehren ist in den Augen des Buddhisten eine negative Kraft, die ihm die Erlösung versperrt (weil sie Samsara in Gang hält). Du glaubst (dem Buddha), dass dies so sei.

Ich sage heute: Das Begehren ist eine dem Menschen von Gott geschenkte Kraft, die er lebensdienlich nutzen und nicht vernichten soll - in der Annahme, mit dieser Vernichtung den Tod zu besiegen.

Der Buddhist bringt aber damit nicht bloss den Tod, sondern auch das Leben zum Erlöschen. Nur so wird er vermeintlich frei vom Leiden. Er kann sich nicht vorstellen und will nicht glauben, dass ein leidfreies, absolut glückliches und ewiges Leben möglich sein könnte. Und erst recht nicht, dass dieses Leben ein völlig frei zugängliches Gnadengeschenk - die höchste Liebesgabe Gottes an seine Menschenkinder - sein könnte.

In Christus ist das Karmagesetz aufgehoben: Die Gnade hat gesiegt. Aber bitte: Wenn Du Dich lieber weiterhin abmühen willst Dein Leben zum Erlöschen zu bringen, es ist Dir frei gestellt. :cry:

Gruss, erbreich
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Nabil » Do 15. Dez 2005, 21:23

Original von LordAlm
Original von Nabil
Es ist mein Herzenswunsch, daß sich alle Menschen, aller Religionen, unter der Schirmherrschaft des Einen Wahren Gottes versammeln, alle Streitigkeiten des Wortes beseite legen und in Einigkeit stehen, vor Ihm, dem Allbarmherzigen.

Lieben Gruß
Nabil
Hallo Nabil,
Hier spricht eine Art von Naivität. Ich meine Wünsche kann man haben, doch glaubst du selber nicht daran, dass solch utopische Wünsche mal in Erfüllung gehen werden. Oder strebst du eine Weltreligion an, da hätten wir noch Hoffnung. Die Bibel spricht ja auch davon, nämlich vom schmalen Weg .... Oder in 2. Petrus 1,19: "Und wir haben desto fester das prophetische Wort, und ihr tut wohl, dass ihr darauf achtet als ein Licht, das da scheint und einem dunkeln Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in eurem Herzen."

Nun alle Religionen sollen unter der Schirmherrschaft Jesus Christus sich versammeln: "Weil Jesus sein Blut geopfert hat, liebe Brüder, haben wir freien Zutritt zum Heiligtum." usw. (Hebr. 10,19ff).
Meinst das klappt?

Gottes Segen LA


Lieber LordAlm,

meine Hoffnung wächst jeden Tag. Diese Naivität von der du sprichst, mag so sein.
Jesus rief ein Kind zu sich und stellete das mitten unter sie und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es sei denn, daß ihr euch umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.

Wer nun sich selbst niedriget wie dies Kind, der ist der Größte im Himmelreich. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.


Hier steht nun dieses Kind, das die Erwachsenen mal waren, und ruft zu den Menschen aus der Tiefe ihres eigenen Herzens:

Laßt das Streiten, das schmerzt mein Herz. Habt ihr vergessen, wie verletzlich ein Kinderherz ist. Was ist mit den Menschen geschehen? Halten sie sich an Buchstaben, oder suchen sie Mich, den Geist der den Verdurstenden Wasser spendet?!


Denke nach, Mensch. Was könnte der Grund sein, der Höchste Wille? Welche Auswirkungen hatten die Offenbarungen der Vergangenheit?

Am Anfang, da Sippschaften, Familien unsere größten Gemeinschaften waren, da erging das Wort des Herrn an uns. Und siehe, unser Verständnis wuchs. In dem Maße wuchs unsere Gemeinschaft: Städte entstanden. Als das Wort seine Kraft unter uns verloren hatte, da sandte uns der Allgütige wieder Sein Wort. Nun waren wir aufnahmebereiter und verstanden mehr von dem, was die Feder Gottes in unsere Herzen schrieb. Fürstentümer entstanden. Immer wieder sandte der Allmächtige Seine Weisungen auf uns nieder. Die Gemeinschaft wuchs: Königreiche entstanden. Als der Gesandte Gottes (Mohammed) zu uns sprach, da waren wir in diesem Teil der Erde wahre Barbaren, die ohne Moral und Gnade an uns selbst handelten. Doch die Kraft Seines Wortes einte uns, ließ eine Hochkultur aus uns werden. Nationen entstanden durch die Kraft Seines Wortes, so groß machte der Herr unsere Gemeinschaft. Als auch dieses Wort in das Stadium des Winters überging und seine Kraft verloren hatte, da sandte der Herr auf uns nieder, was die Gläubigen aller Religionen frohlocken läßt: Der Verheißene, der die Nationen (Wölfe und Lämmer...) einigen wird, so daß wir uns nicht mehr gegenseitig ausbeuten werden, sondern Genüge finden im Gehorsam vor unserem Gott, dem Allgenügenden.

Liebe Kinder. Wenn wir uns umschauen, auf das Raunen in der Tiefe unseres Herzens lauschen, das hinter der Fülle dieses Tages verborgen liegt, dann kann kein wahrhaftes Kind verleugnen, daß ein neuer Geist uns durchdringt, uns Kraft gibt, Erkenntnisse in Forschung und Wissenschaft vorantreibt, ja, uns neu belebt.

Die Gemeinschaft muss wachsen, der Geist hat uns den Weg geebnet für die größte Einheit der Menschen. "Es rühme sich nicht wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt" sagte der Geist, und "Seht die ganze Erde als ein Land und alle Menschen als seine Bürger".

Menschenkind, hast du erkannt, wer da sprach aus dem Reich der Höhe, als er sagte:

Zuvor aber muß er viel leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht.

Und wie es geschah zu den Zeiten Noahs, so wird´s auch geschehen in den Tagen des Menschensohns
(Lukas17:25)


Ohne Tamtam ("wie ein Dieb";), Verleugnungen von vorne bis hinten, ein leidender Prophet, eine starrhalsige Menschheit. Das Ende eines Zeitalters. Der Beginn einer neuen Zeitrechnung.

Die zukünftige Herrlichkeit Zions...
Und du sollst mit einem neuen Namen genannt werden,
welchen des HERRN Mund nennen wird.
(Jesaja62:2)


Wer überwindet, dem will ich geben von dem verborgenen Manna und will ihm geben einen weißen Stein; auf dem Stein aber steht ein neuer Name geschrieben, welchen niemand kennt, als der ihn empfängt.
(Offenbarung 2:17)


Ich glaube nicht, daß es am Tage des Menschensohns einfacher ist, Seinen neuen Namen anzunehmen, als es beim Erscheinen Jesu gewesen ist. Deswegen betonte er so oft, daß wir wachsam sein müssen, um Ihn nicht zu verpassen, und als Tote dazustehen, die die neue Offenbarung ablehnen.

Die Menschheit muß alle Vorurteile überwinden, um im bedingungslosen Gottvertrauen die Propheten zu prüfen, die den Anspruch erheben, ein Prophet Gottes zu sein.

Ihr Lieben, glaubt nicht einem jeden Geist, sondern prüft die Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viele falsche Propheten ausgegangen in die Welt.
(Johannes4:1)


Die Schrift wird nicht das Urteil fällen können, sondern unser Herz, daß völlig gereinigt ist von allem, außer Gott.

Liebe Grüße
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Das Heiligtum der Einigkeit ist errichtet; betrachtet einander nicht als Fremde. Ihr seid die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges.

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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Shakyamuni » Do 15. Dez 2005, 21:42

Original von erbreich
Und, mein lieber Muni, hast Du es aufgehoben? Wenn (noch) nicht, dann glaubst Du wohl aber doch daran, dass Du es eines schönen Tages aufgehoben haben wirst, oder? Du glaubst also daran, dass es dem Menschen möglich ist jedwede auch noch so geringe Form des Begehrens zum Erlöschen zu bringen?

nein ich habe es sicher noch nicht aufgehoben. es gibt aber menschen, von denen das behauptet wird (wozu ich persönlich sagen muss, dass ich solche gerüchte für seeeehr sinnlos halte)... ich denke aber, dass es prinzipiell möglich ist gier, hass und unwissenheit zu überwinden. und wenn nicht? was solls! der buddha hat auch gesagt, dass es dann immernoch den "trost" gibt, dass man auch so sein leben verbessert. also ist es z.Z. relativ unerheblich, wann es soweit sein wird - solang ich auf dem weg bleibe kann ich nichts falsches machen.


Ich sage heute: Das Begehren ist eine dem Menschen von Gott geschenkte Kraft, die er lebensdienlich nutzen und nicht vernichten soll - in der Annahme, mit dieser Vernichtung den Tod zu besiegen.

die gier ist eine kraft? sicher, aber sie ist alles andere als positiv. aus gier passieren morde (u.a. auch der genozid bei der "landnahme" im at..) und man will immer mehr haben. es liegt im wesen der gier, dass sie nie gestillt wird, deswegen produziert sie ständig leid. ich weis nicht, wie man damit den tod besiegen sollte...
lehrt das das christentum, dass gier etwas positives ist?


In Christus ist das Karmagesetz aufgehoben: Die Gnade hat gesiegt. Aber bitte: Wenn Du Dich lieber weiterhin abmühen willst Dein Leben zum Erlöschen zu bringen, es ist Dir frei gestellt.

da weder die juden noch jesus an das bedingte entstehen geglaubt haben und auch nicht die ursachen von leid (gier und hass, die anscheindend beide einen platz im christentum haben) nicht kannten, ist das karmagesetz eben nicht durch den tod eines menschen ausgelöscht - auch garnicht auslöschbar. es liegt in der natur des karma (übersetzt mit tat - es meint die eigene tat, die sich rückwirkt auf den menschen, der sie auch getan hat), dass es nicht von außen aufhebbar ist. hast du das nicht in deiner zeit als buddhist gelernt? (diese frage ist nicht überheblich gemeint, wie sie vielleicht rüberkommt - es wundert mich einfach..) oder deutest du den buddhismus aus christlicher sicht um?
das leben wird im übrigen von selber erlöschen.. ich kann es nur durch "gesunde" lebensweise verlängern. diese tatsache, dass jeder mensch stirbt kann man doch nicht ernsthaft leugnen. was ich allerdings tun kann, ist zu versuchen dabei das leid (etwas psychologisches - ich meine nicht den körperlichen schmerz), durch intensives training zu verringern. und das klappt schon heute - glaub mir
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Shakyamuni » Do 15. Dez 2005, 21:50

Original von imhotep
Das ist zwar schade, aber es überrascht nicht. Obwohl - überleg´ dir mal, ob anstatt "können" nicht "wollen" oder "dürfen" eine adäquatere Wortwahl gewesen wäre ;)

ich habe nichts gegen dich und meinte es genauso, wie ich es gesagt habe.. wieso sollte ich es nicht gewollt haben? ich bin ja hier um zu diskutieren...



Och Muni, warum gleich so nihilistisch?

weil sowohl du, als auch ich hier nicht als "tabula rasa" reingehen. deshalb sind die hoffnungen den anderen überzeugen zu können, relativ gering. ich will ja auch keinen überzeugen, sondern argumente austauschen und prüfen, ob meine den deinen standhalten :D
das ist doch viel spannender, als den anderen überzeugen zu wollen. (sollte sich der andere durch das bessere argument überzeugen -bitte, aber es sollte ja nicht das ziel sein, meinst du nicht? 8-) )
ich denke fast, dass wir da so ungefähr einer meinung sind :D
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon erbreich » Do 15. Dez 2005, 22:52

Original von Shakyamuni
die gier ist eine kraft? sicher, aber sie ist alles andere als positiv... lehrt das das christentum, dass gier etwas positives ist?
Das Begehren als Lebenstrieb ist (übrigens genau wie Aggression) eine lebenserhaltende Kraft. Ich definiere Begehren nicht mehr im buddhistischen Sinn, d.h. ich glaube nicht mehr an die Absolutheit asketischer Ideale und auch nicht mehr daran, dass durch Vernichtung der Lebenstriebe Erlösung errungen werden kann. Das Begehren (oder der Wunsch, der Wille) zu leben ist für mich zu etwas sehr Positivem geworden.

Die buddhistische Wahrheit vom Leiden und seiner Entstehung (eben durchs Begehren) hat mich in eine Verneinung des Lebens getrieben. Einsamkeit, Isolation, Weltflucht waren die letztendlichen Ergebnisse. Wie anders sieht mein Leben heute aus, wo ich mich des Lebens und seiner lebensfördernden Kräfte freuen kann und mich ihrer ohne Schuldgefühle und schlechtes Gewissen bedienen darf!

Ich bin dankbar für all die gesunden Begehren - ich spreche nicht von süchtigen Begierden - die Gott in mich gelegt hat: Sie erhalten mein Leben hier auf Erden (z.B. schon nur mein Hunger, dieses Begehren nach Nahrung und mein Durst, dieses Begehren nach Wasser) und sie führen mich - als Begehren nach Gemeinschaft mit Gott - zu ihm und ins ewige Leben.
es liegt in der natur des karma (übersetzt mit tat - es meint die eigene tat, die sich rückwirkt auf den menschen, der sie auch getan hat), dass es nicht von außen aufhebbar ist.
Doch, genau dies ist sie, meine Tat: Sie ist von aussen aufhebbar - nämlich durch Gott, der sie in Jesus Christus ans Kreuz und mit ihm in den Tod getragen hat. Während Du den Folgen deiner Taten und Untaten unerbittlich ausgeliefert bist, finde ich in Jesus Ruhe und Frieden. So glaube ich heute, dass nur in Jesus Christus Befreiung vom Karma (vom selbstischen Wirken und seinen Folgen) erreichbar ist: Weil in ihm Gott selbst wirkt und in ihm die Folgen meines Tuns selbst erlitten hat. Das eben ist die göttliche Gnade. Von ihr hat der Buddha nichts gewusst, deshalb konnte er sie auch nicht lehren.
das leben wird im übrigen von selber erlöschen..
... und als ewiges Leben in einem neuen Leib und einer neuen Erde wieder auferstehen - sofern ich diese Gnadengabe annehme.
was ich allerdings tun kann, ist zu versuchen dabei das leid (etwas psychologisches - ich meine nicht den körperlichen schmerz), durch intensives training zu verringern. und das klappt schon heute - glaub mir
Man kann durch vielerlei ganz natürliche Dinge Leiden verringern, ohne Zweifel, z.B. durch die Pflege von wertvollen Beziehungen, durch eine befriedigende Arbeit oder Aufgabe und,wie bereits erwähnt gerade auch durch Lebenstriebe wie Essen und Trinken... ;) Aber auch nicht durch noch so intensives Training (weder durch Sammlung noch durch Einsicht) kannst Du Dir ewiges Leben erschaffen, das kann nur Gott allein. Ewige Leere oder ewiges Nichts, das kannst Du Dir allerdings möglicherweise schon erschaffen...

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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Shakyamuni » Fr 16. Dez 2005, 13:42

Original von erbreich
Das Begehren als Lebenstrieb ist (übrigens genau wie Aggression) eine lebenserhaltende Kraft.

sicher ist das lebenserhaltend. aber um welchen preis? man kann zb. sehr gut länger leben, wenn mal alle "gegenkräfte" aus seiner umwelt entfernt. das lehrt auch scientology, die sogar soweit gehen, dass man vor mord nicht zurückschreckt. ich denke es ist besser ein kurzes leben zu haben, wobei man seine umwelt akzeptiert und auf gewalt verzichtet, als sich überall durchzuboxen und jeden, der einem in den weg tritt fertig zu machen. letztendlich wird man trotzdem immer wieder situationen begegnen, die dem leben gefährlich werden können. sich so krampfhaft an das leben zu klammern sehe ich eher als große last denn als befreiung..


Die buddhistische Wahrheit vom Leiden und seiner Entstehung (eben durchs Begehren) hat mich in eine Verneinung des Lebens getrieben. Einsamkeit, Isolation, Weltflucht waren die letztendlichen Ergebnisse. Wie anders sieht mein Leben heute aus, wo ich mich des Lebens und seiner lebensfördernden Kräfte freuen kann und mich ihrer ohne Schuldgefühle und schlechtes Gewissen bedienen darf!

also eine verneinung des lebens ist sicher nicht das ziel buddhistischer übung. tut mir sehr leid für dich, dass es dir so vorgekommen ist...
im buddhismus geht es darum, die gier und das krampfhafte festhalten an allem zu überwinden. es ist das, was leid produziert, weil wirklich alles vergänglich ist. das leben ist eine große chance und man sollte es gerade nicht verdam.men! du wirst ebenso langfristig keine freude finden, wenn du dich so an das leben klammerst - ja sogar ein ewiges leben nach dem tod erhoffst (man bedenke die unlogik, die darin steckt)


Doch, genau dies ist sie, meine Tat: Sie ist von aussen aufhebbar - nämlich durch Gott, der sie in Jesus Christus ans Kreuz und mit ihm in den Tod getragen hat. Während Du den Folgen deiner Taten und Untaten unerbittlich ausgeliefert bist, finde ich in Jesus Ruhe und Frieden.

ich bin den folgen meiner taten nicht ausgeliefert, sondern ich lerne gelassenheit ihnen gegenüber zu entwickeln. und ein jesus, der absolut unbuddhistische dinge lehrt, wie die seele, zorn und gewalt gegenüber andersdenkenden von seiten der gottheit, die er angebetet hat, ewige folter für die, die ihm nicht folgen etc. kann mir da nicht helfen. die vorstellung ein anderer könne einem von der folge seiner taten entbinden ist irgendwie kindisch (was ja auch von seiten der christen als sehr positiv gesehen wird) und unmündig.


Ewige Leere oder ewiges Nichts, das kannst Du Dir allerdings möglicherweise schon erschaffen...

hmm also als buddhist müsstest du eigentlich gelernt haben, was mit der leere gemeint ist. die bezeichnet einen zustand der ist - man kann ihn nicht erreichen. damit wird die anatta lehre ausgedrückt, die aufzeigt, dass es keine seele gibt und alles vergänglich (anicca) ist. das weist du doch, oder?
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon erbreich » Fr 16. Dez 2005, 15:14

Original von Shakyamuni hmm also als buddhist müsstest du eigentlich gelernt haben, was mit der leere gemeint ist. die bezeichnet einen zustand der ist - man kann ihn nicht erreichen. damit wird die anatta lehre ausgedrückt, die aufzeigt, dass es keine seele gibt und alles vergänglich (anicca) ist. das weist du doch, oder?
Ja, Muni ich weiss das. Ich weiss auch, dass ich im Buddhismus in einer Lehre, einer Philosophie lebte. Letztendlich hat sich dies für mich als lebensfeindlich und unbefriedigend entpuppt - eben gerade auch durch die Anatta-Lehre. Du glaubst dieser Lehre, ich glaube ihr nicht mehr.

Ich bin zutiefst dankbar dafür, den Geist Gottes erhalten zu haben, der mir die Wahrheit aufdeckt, dass Gott Person ist und dass erlöstes Leben bedeutet, mit ihm in Beziehung zu stehen. Sorry, Muni, aber auch wenn Du immer und immer wieder die Willkürlichkeit und Gewalttätigkeit Gottes ins Zentrum stellst, darf ich dennoch bekennen: Mein Gott ist reine Liebe, Wahrheit und ewiges Leben.

Ich wage auch zu behaupten, dass ich die Lehre des Buddha sowohl in Theorie als auch in Praxis kennengelernt habe. Ich weiss wovon Du sprichst, wenn Du Dhamma ´predigst´. Du aber weisst nicht wovon ich spreche, wenn ich von Gott, von Christus, vom Heiligen Geist spreche, weil Du nicht bereit bist, Dich auf eine echte persönliche Begegnung mit ihm einzulassen. Deine Urteile über Gott kommen nicht aus einer persönlichen Gottesbeziehung, daher sind sie hohl und leer. Sobald Du den Mut hast, Dich auf eine echte Beziehung mit Gott in Jesus Christus einzulassen, wirst Du Schritt um Schritt erkennen, wie falsch Dein bisheriges Gottesverständnis war.

Eine Frage: Was ist das Urteil eines Menschen über eine Person wert, der diese Person gar nicht kennt?

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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Nagarjuna » So 18. Dez 2005, 15:26

ich glaube du hast die buddhistiche lehre total missverstanden erberich. :cry:
aber wir sollten uns doch alle freuen nun dass du den einzig richtigen wahren weg gefunden hast für dich! :jump:

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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon erbreich » So 18. Dez 2005, 15:41

Original von Nagarjuna
ich glaube du hast die buddhistiche lehre total missverstanden erberich. :cry:
Das kann schon sein, Naga... Ich habe auch andernorts hier im Forum wiederholt gesagt, dass ich nicht die Lehre des Buddha für mein Erleben verantwortlich mache: Es ist einfach mein Erleben.

Nur: Desgleichen finde ich, wird auch der Gott der Christen allgemein von Buddhisten (und insbesondere von Shakyamuni) völlig missverstanden, und zwar, weil er von der Buddha-Lehre her gedeutet wird, und das funktioniert eben nicht. Wer Gott verstehen will, muss sich auf eine persönliche Beziehung mit ihm einlassen, darunter gehts nun mal nicht. Und genau dies ist dem Buddhisten nicht möglich. Zudem wird von buddhistischer Seite her ´Gott´ meist als ein Gott unter vielen Göttern verstanden, und auch so kann man sich ihm nicht nähern.
aber wir sollten uns doch alle freuen nun dass du den einzig richtigen wahren weg gefunden hast für dich! :jump:
Finde ich auch! :)

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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Nagarjuna » So 18. Dez 2005, 15:51

hallo erberich

finde ich sehr gut gesagt und der wahrheit entsprechend dass es DEIN erleben war!

buddhisten haben gott wie ihn die christen kennen durch logisches denken einfach wegrationalisiert und möchten keine beziehung mit ihm eineghen weil er für sie einfach nicht existiert. wer sich aber etwas darunter vorstellen kann und eine beziehung mit sowas (was ja eigentlich liebe sein sollte) eingehen kann der soll das meiner meinung nach in freien stücken tun können um sich so weiterzuentwickeln! genau wie der der das nicht tun möchte und keine beziehung zu dem hatt und sich andersweitig weiterentwickelt sofern dass dem allgemeinwohl zugutekommt! auf das sollts ja schlussendlich hinauslaufen! für alle gläubigen oder "wissenden"!

das wort zum sonntag heute von:
Nagarjuna :D
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon J.Tanya » So 18. Dez 2005, 16:21

Original von erbreich

Ich wage auch zu behaupten, dass ich die Lehre des Buddha sowohl in Theorie als auch in Praxis kennengelernt habe. Ich weiss wovon Du sprichst, wenn Du Dhamma ´predigst´. Du aber weisst nicht wovon ich spreche, wenn ich von Gott, von Christus, vom Heiligen Geist spreche, weil Du nicht bereit bist, Dich auf eine echte persönliche Begegnung mit ihm einzulassen. Deine Urteile über Gott kommen nicht aus einer persönlichen Gottesbeziehung, daher sind sie hohl und leer. Sobald Du den Mut hast, Dich auf eine echte Beziehung mit Gott in Jesus Christus einzulassen,


...wirst Du Schritt um Schritt erkennen, wie falsch Dein bisheriges Gottesverständnis war.

Eine Frage: Was ist das Urteil eines Menschen über eine Person wert, der diese Person gar nicht kennt?

Gruss, erbreich



Urteil: Ich erbreich kenne die Lehre Buddhas durch und durch , du shakyamuni kennst nix von Jesus.

Ich aber erbreich kenne Jesus!!!!

so ich erbreich kann urteil sprechen weil ich beides kennen...
(du aber nicht buddha 100% kennen sondern nur deine paar jährchen mit Buddha oder irgendeiner Buddhistischen Gemeinde.)

Wie gut du kennen Jesus? Wie lange kennen du dies Person?
Wie gut du kennen diesen Jesus? 100% 50% 5% 0,5%???

Haben du Buddha wirklich erlebt? Haben du Nirvana-Nektar gekostet? Oder du bist gescheitert und hast aufgegeben?
We are all beloved children of the all-attractive Supreme Person. And most importantly for us, we don´t have to struggle to attract His love. He loves us more than anyone else and is waiting in our own hearts for us to turn to Him and return His love.
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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Nagarjuna » So 18. Dez 2005, 16:54

hallo tanya

ja der weg ist nicht immer einfach. viele mögens bequem und geben auf! jedem dass seine!

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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon erbreich » So 18. Dez 2005, 17:22

Warum so zynisch, Tanya?
Original von J.Tanya
Urteil: Ich erbreich kenne die Lehre Buddhas durch und durch ,
Nein, das tu´ ich nicht und hab´ ich auch nie behauptet. Ich kenne sie soweit, wie ich sie in den zwanzig Jahren meines Lebens mit und in ihr erkannt habe. Nicht mehr und nicht weniger.
du shakyamuni kennst nix von Jesus.
Ich spreche nicht davon, etwas von Jesus zu kennen, sondern davon, ihn selbst zu kennen. Frag´ doch shakyamuni selbst, ob er Jesus persönlich kennt...
Ich aber erbreich kenne Jesus!!!!
Ja, genau, und zwar soweit, wie ich ihn in den bisher fünf Jahren seit meiner Umkehr kennengelernt habe. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
so ich erbreich kann urteil sprechen weil ich beides kennen...
Ja, das kann ich, und zwar in Form des Bezeugens meiner Erlebnisse und Erfahrungen.
Haben du Buddha wirklich erlebt?
Nein, hab´ ich nicht, weil er erloschen ist.
Haben du Nirvana-Nektar gekostet?
Ich habe Nibbana 1981 in einem Intensiv-Retreat erkannt und den überweltlichen Pfad betreten (sotapanna-magga). Nach meiner eigenen Erkenntnis (man kann sich aber bis zuletzt stets auch täuschen über seinen eigenen Stand in der Lehre, das bin ich mir bewusst) bin ich bis zu Pfad und Frucht der Einmalwiederkehr (sakkadagami) gelangt. Ich wurde auf meinem Weg von meinem Lehrer begleitet und erhielt stets Feedback von ihm zu meinem spirituellen Wachstum.
Oder du bist gescheitert und hast aufgegeben?
Ich bin weder gescheitert, noch habe ich aufgegeben. Wenn ich meinen heutigen spirituellen Standort ´buddhistisch´ bezeichnen wollte, dann würde ich sagen, dass ich jetzt ein ´Niewiederkehrer´ (Anagami) sei. Aber so geht´s eben wohl nicht: Der buddhistische Weg lässt sich nicht ´christlich´ benennen, ebensowenig der christliche buddhistisch.

So frage ich nun auch Dich, Tanya: Was ist das Urteil eines Menschen über eine Person wert, der diese Person gar nicht kennt?

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Re: Goldene Regel in allen Religionen

Beitragvon Nagarjuna » So 18. Dez 2005, 17:36

darf ich mal schnell rechnen erbrich? du bist nun 5 jahre christ. vorher 20 jahre buddhist. sind 25 jahre. wir haben das jahr 2005. 1981 hast du nibbana gekostet wie du sagst. das heisst vor 24 jahren. du warst grad mal 1 jahr buddhist. ich würde sagen ein ding der unmöglichkeit irgendwie den geistigen zustand nirvanas auch nur ansatzweise zu erfahren! sowas gibt es nicht! das ist eine lüge!

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