Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten?

Moderator: bigbird

Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Sa 24. Nov 2007, 10:09

Hallo shimo und Braveheart
Original von shimo
Wow, Braveheart,wie hast du das geschafft...erbreich wird konkret! Ich bin gespannt und freue mich auf seine Antwort!
Original von Braveheart72
shimo,ich bin auch sehr gespannt auf die KONKRETEN antworten von erbreich...
Wieso betont Ihr das KONKRET so? Ich empfinde mich selber nomalerweise als sehr konkret... ;)

Aber wie auch immer: Ich werde also nicht bloss schwammig mit "schwarz" oder "weiss" antworten, sondern die Konturen der Fragen mit meinen Antworten (den Farben, die ich auf meiner Palette vorfinde) farbig ausmalen, so dass ein möglichst wirklichkeitsgetreues Bild entsteht. :)

Schön, dass Ihr Euch auf dieses Bild freut! Ob es Euch allerdings dann auch gefallen wird, das hängt von Eurem Geschmack ab... und der ist ja bekanntlich verschieden... :))
Original von Braveheart72
Ok, dann habe ich ganz konkrete Fragen an dich:

Wie lebst du Nächstenliebe in der Praxis?
Eigentlich würde ich diese Frage lieber jemanden der mich gut kennt beantworten lassen... es kommt mir sonst vor, wie wenn ich hier nun meine "Tugendhaftigkeit" auflisten sollte... Deshalb halte ich mich mal etwas allgemein (aber doch persönlich):
- Meine Tochter ist zum zweiten mal schwanger, und es ist ihr häufig schlecht. Ich hole mein erstes Grosskind ab und hüte es einen Nachmittag lang, damit meine Tochter mal etwas Ruhe für sich hat.
- Einer alten Frau fällt etwas auf die Strasse, ich hebe es ihr auf und wünsche ihr einen schönen Tag.
- Am Abend spricht mich in der Stadt ein Betrunkener an und fragt, ob ich ihn nach Hause fahren würde. Ich tu´ es und verbringe schliesslich den ganzen Abend mit ihm. Ich erfahre seine schwierige Lebensgeschichte, wir sprechen zusammen über Gott und den Glauben, dann ist er sogar noch offen und dankbar für ein Gebet.
- Ich gebe meiner miauenden Katze etwas zu Fressen (sorry, christliche Tiere "fressen" ja nicht, sie "essen" :D ).
- Ich predige im Livenet-Forum gegen christliches Pharisäer- und Schriftgelehrtentum.
- Ich warne vor Fundamentalismus, Fanatismus und Dogmatismus.
- Ich übe mich bewusst in Liebe, Mitgefühl und Gleichmut, damit meine Nächsten möglichst wenig unter meiner Begierde, meinem Ärger und meinen Verdrehtheiten zu leiden haben.

Dies so eine kleine Auswahl an Beispielen aus der letzten Zeit.
Wie offenbahrt sich in dir der heilige Geist?
In Wahrheit (in Wirklichkeitserkenntnis) und Liebe für alle Lebewesen.
Was für Erfahrungen machst du mit Gott?
Da ich in ihm lebe, webe und bin, er also stets in und um mir ist, mache ich alle meine Lebenserfahrungen mit Gott, das heisst, in seiner Gegenwart. Seine bedingungslose Liebe schenkt mir mein eigenes JA zu allen Erfahrungen, auch den negativen. Meine Erfahrung mit Gott ist das Leben im Geist und in der Wahrheit.
Wo hat er dich in deinem Leben verändert?
Er verändert mich tagtäglich, das ganze Leben mit Gott ist ein wandelbares, eine Ent-wicklung (er ent-wickelt Verknotetes) und ein Reifeprozess. Aber wenn du es so zuwenig konkret finden solltest, Gott hat mich beispielsweise befreit von:
- Zwanzigjähriger Alkoholabhängigkeit
- Drogensucht
- Sexsucht
- Beziehungsvergötterung und -abhängigkeit
Gott hat mir geschenkt:
- seinen Heiligen Geist
- durch den er die Liebe ausgegossen hat in mein Herz
- ein liebendes (fleischernes) Herz (anstelle eines versteinerten)
- meine Frau
- meine vier Kinder
Und er hat mich geprüft:
- mit psychischem Zusammenbruch
- mit körperlicher Krankheit
- mit Heilung von beidem

Das Leben mit Gott ist Veränderung.
Ist für dich Jesus der einzige Weg zu Gott?
Ja, Jesus ist der einzige Weg.
Aber Jesus ist nicht der einzige, der der einzige Weg ist.

Damit übergebe ich Dir, Braveheart, und auch Dir, shimo mein farbiges Bild. Ob Ihr es schön (ihr nennt das wohl: "konkret";) findet und ihm einen Ehrenplatz in Eurer Wohnung zubilligt, ob ihr es zu farbig findet ("unkonkret";) und es in den Keller hinter die Apfelhurde (falls ihr sowas habt) verbannt oder ob ihr es als "hässlich" ("Irrlehre", "nichtchristlich";) direkt dem Abfall übergebt, das sei nun euch überlassen.

:pray:

Gruss, erbreich
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Rumsel » Sa 24. Nov 2007, 10:26

Danke, lieber Erbreich,

ein wirklich ebenso schöner wie lesenswerter Beitrag!

Mt 9,13
Gehet aber hin und lernet, was das sei: «Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer.» Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder.

Das ist für mich einer der schönsten und inhaltsvollsten Verse der Bibel, und dessen unbedingte Warheit hast du mit deinen herzensvollen Zeilen eindrucksvoll bestätigt.

Aber dein Beitrag tat noch mehr, er hielt mir wieder einmal sehr sehr deutlich vor Augen, was ich alles noch zu lernen habe.

Danke noch einmal und liebe Grüße

Rumsel

Ich bin nicht mehr der, der ich nie war.
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon thery » Sa 24. Nov 2007, 11:22

Original von erbreich
Ich tu´ es und Ja, Jesus ist der einzige Weg.
Aber Jesus ist nicht der einzige, der der einzige Weg ist.



Hallo erbreich,

ich finde deinen Bericht auch sehr schön, vielen Dank. Bis auf eine "Kleinigkeit". (Für mich allerdings schon eine sehr wichtige "Kleinigkeit".) - Diesem letzten Satz kann ich ganz und gar nicht zustimmen.

Gruss von thery
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Sa 24. Nov 2007, 12:39

Hallo thery
Original von thery
ich finde deinen Bericht auch sehr schön, vielen Dank. Bis auf eine "Kleinigkeit". (Für mich allerdings schon eine sehr wichtige "Kleinigkeit".) - Diesem letzten Satz kann ich ganz und gar nicht zustimmen.
Du hast gut daran getan, die "Kleinigkeit" in Anführungszeichen zu setzen. Es ist nämlich überhaupt keine Kleinigkeit! Ich habe mit mir gerungen: "Wie antworte ich jetzt ehrlich auf diese Frage?" Wenn ich nur von mir aus gegangen wäre, dann hätte ich mit Überzeugung gesagt: "Ja, Jesus ist der einzige Weg zu Gott." Und das ist er tatsächlich, auch für mich. Aber weil ich auch weiss, dass ich damit missverstanden würde - und zwar von Seiten der evangelikalen Christenheit als auch von Seiten der liberalen Christenheit und der andersgläubigen Menschen - musste ich eben "konkreter" werden.

Wer auch immer den Weg der Wahrheit und des Lebens geht, der ist in Christus und Christus in ihm. Das ist - in meinem Verständnis - keine Frage von Religion oder Theologie. Es ist eine Frage der Wahrheit im Sinne von Wirklichkeit, nicht im Sinne von menschlichen Meinungen (darüber, was wahr sei). Jesus hat sich als "der Weg und die Wahrheit und das Leben" als der einzige Weg zum Vater bezeichnet. Es gibt tatsächlich keinen andern Zugang zur Erlösung als über den Weg der Wahrheit und des Lebens. Jesus ist gekommen als Zeuge der Wahrheit, wie er selber sagte:

Joh 18,37
Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, daß ich der Wahrheit Zeugnis gebe; jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme.


Und jeder, der aus der Wahrheit ist, ist seinem Mitmenschen "Weg" zu Gott. Denn Wahrheit kommt stets von Gott und kann niemals woanders hin führen als zu Gott.

In diesem Sinne ist Jesus nicht der einzige, der der einzige Weg ist. Und in ebendiesem Sinne getraute sich Martin Luther zu sagen: "Der Christ ist Christus". Wer Christus ist, ist Weg und Wahrheit und Leben, und damit einziger Weg zu Gott.

:)

Gruss, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Sa 24. Nov 2007, 13:34

Lieber Rumsel
Original von Rumsel
Mt 9,13
Gehet aber hin und lernet, was das sei: «Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer.» Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder.
Ja. Interessant, dass er den sich selber als gerecht erkennenden die Gerechtigkeit nicht mal abspricht! Allerdings ermahnt er dann klar seine Schüler:

Mt 5,20
Ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Himmelreich eingehen!


Eine Gerechtigkeit, die das Reich Gottes vor den "Nicht-GLINUS-Christen" und den Andersgläubigen theologisch zuschliesst, ist eine Pharisäer-Gerechtigkeit. Unsere Gerechtigkeit soll jedoch die der Pharisäer weit übertreffen! Ein Beispiel erlebten die Jünger bei dieser Gegebenheit:

Lk 9,49
Johannes sprach: Meister, wir sahen jemand, der in deinem Namen Dämonen austrieb, und wir wehrten es ihm, weil er dir nicht mit uns nachfolgt.


Sie wollten diesem Mann seine Tätigkeit - die er im Namen Jesu tat - verbieten, weil er nicht mit ihnen zusammen Jesus nachfolgte. Er ging seinen eigenen Weg in Christus. Er war kein "Gemeindemitglied". Und schon hackten die Jünger auf ihn ein. Und das geschieht auch heute immer noch und immer wieder. Wie aber war Jesu Haltung dazu?

Lk 9,50
Jesus aber sprach: Wehret ihm nicht! Denn wer nicht wider uns ist, der ist für uns.


Es würde auch der heutigen Gemeinde gut anstehen, gelegentlich dieses Wortes ihres Meisters zu gedenken. So sage ich es hier laut und deutlich:

Liebe Christengemeinde: Wer nicht gegen Euch ist, ist für Euch! Auch dann, wenn er nicht mit Euch zusammen Christus nachfolgt. Auch dann, wenn er hier oder dort das Wort Gottes in seinem Herzen anders hört, und es aus seinem Munde anders tönt, als eure Tradition es Euch lehrt und ihr es gewohnt seid.

Lk 11,23
Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.


Der Mensch kann also nicht nur in der Gemeinde mit Christus sein, sondern durchaus auch ausserhalb von ihr. Er kann mit Christus sammeln, ohne dass die Gemeinde überhaupt von ihm Kenntnis nimmt.

Und ebenso ist die Gemeindezugehörigkeit kein Garant dafür, dass ein Mensch mit Christus ist. Er kann in der Gemeinde und in deren Tradition mitlaufen und dabei zerstreuen...

"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst...", der Titel dieses Threads ist im Grunde nicht so sehr eine religiöse Frage und Angelegenheit, als viel mehr schlicht eine menschliche. Und dabei kommen wir um eines nicht herum: Wir müssen uns kennenlernen. Uns selber und unser Gegenüber. Denn was man nicht kennt, kann man nicht lieben.

Gruss, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon thery » Sa 24. Nov 2007, 13:50

Hallo erbreich, danke für deine Antwort.
Für mich hört es sich so an das du der Meinung bist das es egal ist ob man nun Buddhist oder Moslem oder was auch immer ist, weil es ja nur einen Gott gibt. Und schlussendlich führen alle Wege zu Gott?
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Sa 24. Nov 2007, 14:33

Original von thery
Und schlussendlich führen alle Wege zu Gott?
Eben nicht: Es gibt nur einen einzigen Weg, der in Wahrheit zu Gott, zum (ewigen) Leben führt. Und gerade deswegen kann ich sowohl Christus wie Buddha zitieren:

Christus:
Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater, denn durch mich!


Buddha:
Eins ist die Wahrheit, nicht gibt´s eine zweite.
sie kennend wird der Mensch hierbei nicht streiten.


Wenn wir den Weg wahrheitsgemäss leben und - falls das eine unserer Aufgaben sein sollte - auch entsprechend lehren wollen, dann können wir nicht Rücksicht nehmen auf Traditionen. Ebensowenig auf in eigenen Anspruch genommene "Rechtgläubigkeit" einer Religion, Konfession, Kirche. Andernfalls leben und lehren wir zwar Tradition, Religion, Theologie oder Gemeindeideologie, was aber nicht zum vorneherein identisch ist mit "Wahrheit". Wenn wir wahrhaftig sein wollen und auch darin echte Nachfolger Jesu, dann können wir in unserem Lehren noch nicht einmal auf Menschen und deren Ansichten über die Wahrheit und Rechtgläubigkeit Rücksicht nehmen:

Mt 22,16
Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und auf niemand Rücksicht nimmst; denn du siehst die Person der Menschen nicht an.


Apg 5,29
Petrus aber und die Apostel antworteten und sprachen: Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen!


Nicht um unsere Theologie geht es, nicht um unsere religiösen Überzeugungen. Die bedeuten nicht viel. Ob wir aber im Geist, in der Wahrheit, in der Liebe leben oder nicht, das macht einen Unterschied. Wer beides kennt, weiss es.

Gruss, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Naqual » Sa 24. Nov 2007, 14:44

Danke Erbreich für Deine Erläuterungen zu:
(Jesus: ) Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich.

Denn einfältig verstanden bewirkt dieser Satz enorme Intoleranz! Es tut gut, den Satz mal nicht aus der Perspektive einschränkender vorgegebener Dogmatik zu hören.
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Sa 24. Nov 2007, 14:55

Hier noch:

Artikel 15 (der Erklärung zum Weltethos)

Während Religionsfreiheit garantiert sein muß, haben die Repräsentanten der Religionen eine besondere Pflicht, Äußerungen von Vorurteilen und diskriminierende Handlungen gegenüber Andersgläubigen zu vermeiden. Sie sollen Haß, Fanatismus oder Glaubenskriege weder anstiften noch legitimieren, vielmehr sollen sie Toleranz und gegenseitige Achtung unter allen Menschen fördern.


Mehr dazu hier: http://www.weltethos.org/03-deklaration.htm

Wir leben nicht in einer christlichen Ghetto-Welt (obschon es in den Gemeinden zum Teil beinahe so aussieht). Das Durchpaukenwollen der eigenen religiösen Wahrheitserkenntnis und das Schlechtmachen der Wahrheitserkenntnis anderer Religionen ist der falsche Weg. Dazu noch die Frage 44 aus dem "Reformierten Einmaleins" (http://www.glauben12.ch/sitemap) :

Frage:
Was fange ich mit den schönen Bildern anderer Religionen an?

Antwort:
Religion ist nicht frei wählbar. Sie ist Teil einer Gesamtkultur. Religiöses Gedächtnis und kulturelle Prägung sind mir um Generationen voraus. Religion ist schicksalhaft wie meine Muttersprache. Ich kann lernen, andere Bilder zu lesen, andere Weisheit zu verstehen, Ähnliches und Anderes einzuordnen. Meine Mutterreligion aber ist so unersetzlich wie meine Mutter.


Das gilt es zu respektieren.

Gruss, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon shimo » Sa 24. Nov 2007, 22:19

Vielen Dank erbreich! Toll,deine "konkrete" ;) Antwort auf Bravehearts Fragen berühren mich,machen mich glücklich und zeigen,dass erbreich eigentlich ganz zahm ist :D ! Besonders die Zeilen, in denen du schilderst wie du Nächstenliebe lebst, finde ich wirklich schön!
Die Veränderung die du durch Gott erlebt hast ist das schönste Geschenk wo man bekommen kann,es freut mich sehr für dich, dass dein Leben andere Formen angenommen hat!
Lieben Gruss,shimo
Das Gebet ist der Schlüssel des Morgens und der Riegel zur Nacht.
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon shimo » Sa 24. Nov 2007, 22:24

...vielleicht ein anderes Wort für "zahm",nenne es feinfühlig und sanft :)
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon braveheart72 » So 25. Nov 2007, 02:20

danke erbreich, wünsche dir alles gute!

ich habe heute einmal mehr eine erfahrung gemacht,wie Gott mich verändert:

seit über 15 jahren bin ich in einer musikgruppe dabei, wo ich sehr viel zeit und herzblutt investiert habe.ich konnte mir vor einem jahr niemals vorstellen, dass ich dieser gruppe jemals den rücken zu kehre, da ich sehr gute soziale kontakte habe.nun, in diesem jahr ist mein leben durch schwierige ereignisse ziemlich verändert worden. ich hatte darum eine pause eingelegt um etwas luft und zeit zu bekommen, meine probleme zu bewältigen.es war geplant,dass ich ab januar wieder in die gruppe einsteigen werde. gestern samstag habe ich bei einem anlass der gruppe, den entschluss gefasst und ihn auch kommuniziert:ich demissioniere definitiv per ende jahr!

warum habe ich diesen entschluss gefasst?ich hatte das feuer und die 100% überzeugung nicht mehr und meine innere stimme, mein bauchgefühl, hat mir gesagt, die zeit in dieser gruppe ist abgelaufen. ich hatte eine sehr schöne zeit mit meinen freunden und habe in den letzte tagen mit mir gerungen, jedoch konnte ich nicht anders!heute nachdem den letzten tag mit dieser gruppe verbracht habe, weiss ich, meine entscheidung ist richtig, weil mir Gott etwas anderes in mein herz gepflanzt hat.was das ist, werde ich sehen....

ich habe heute einen zweiten entschluss gefasst: ab jetzt mache ich nur noch neue sachen mit 100% überzeugung, dem inneren feuer und der liebe dazu! :)

und jetzt gehe ich ins bett und erhole mich von einem intensiven und emotionalen tag.

liebe grüsse, braveheart
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » So 25. Nov 2007, 13:29

Hallo shimo und Braveheart

Friede (Nächstenliebe) kann verschieden verstanden werden:

Bild

Danke für Eure Rückmeldungen. Und Dir, Braveheart, viel Mut und Kraft beim Aufbrechen zu neuen Ufern! Auch mir bedeutet das Musizieren schon mein ganzes Leben lang viel! Ich habe gerade meinen jüngsten Sohn aus meiner Band ziehen lassen (er ist Drummer), und dies gerade jetzt, wo wir die erste ganze CD fertiggestellt haben und nächstes Jahr verschiedene Auftritte planen... doch auch hier ist das Ende von etwas gleichzeitig ein Beginn von etwas Neuem: Der Freund meiner Stieftochter ist ebenfalls Drummer und hat mit Freuden den Platz meines Sohnes eingenommen!

Für Frieden und Nächstenliebe braucht es Menschen, die bereit sind ihr Leben in Frieden und Liebe zu investieren. Sehr schön drückt sich das in diesem Bild aus:

Bild

Liebe Grüsse, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon braveheart72 » So 25. Nov 2007, 14:10

Für Frieden und Nächstenliebe braucht es Menschen, die bereit sind ihr Leben in Frieden und Liebe zu investieren. Sehr schön drückt sich das in diesem Bild aus:


sehr gute und schöne aussage,erbreich!Thank you! :) Jesus hat uns das ja vorgelebt und ich denke,es braucht wieder mehr menschen, welche anderen menschen die liebe und gnade von Gott weitegeben.mit taten und barmherzigkeit, statt lehren worten und theorien!oder "change the world whit god´s love"!

Jesus bless you and your family!

gruess braveheart
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon braveheart72 » So 25. Nov 2007, 17:10

Ja, Jesus ist der einzige Weg.
Aber Jesus ist nicht der einzige, der der einzige Weg ist.


erbreich, diesen satz kann ich nicht ganz nachvollziehen, ich bitte dich um erklärung.....

Gruess Braveheart

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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » So 25. Nov 2007, 18:09

Lieber Braveheart
Original von Braveheart72
Ja, Jesus ist der einzige Weg.
Aber Jesus ist nicht der einzige, der der einzige Weg ist.
erbreich, diesen satz kann ich nicht ganz nachvollziehen, ich bitte dich um erklärung.....
Die Erklärung dazu habe ich bereits geliefert, gestern, 12.39 - hier noch mal:
Original von erbreich
Wer auch immer den Weg der Wahrheit und des Lebens geht, der ist in Christus und Christus in ihm. Das ist - in meinem Verständnis - keine Frage von Religion oder Theologie. Es ist eine Frage der Wahrheit im Sinne von Wirklichkeit, nicht im Sinne von menschlichen Meinungen (darüber, was wahr sei). Jesus hat sich als "der Weg und die Wahrheit und das Leben" als der einzige Weg zum Vater bezeichnet. Es gibt tatsächlich keinen andern Zugang zur Erlösung als über den Weg der Wahrheit und des Lebens. Jesus ist gekommen als Zeuge der Wahrheit, wie er selber sagte:

Joh 18,37
Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, daß ich der Wahrheit Zeugnis gebe; jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme.

Und jeder, der aus der Wahrheit ist, ist seinem Mitmenschen "Weg" zu Gott. Denn Wahrheit kommt stets von Gott und kann niemals woanders hin führen als zu Gott.

In diesem Sinne ist Jesus nicht der einzige, der der einzige Weg ist. Und in ebendiesem Sinne getraute sich Martin Luther zu sagen: "Der Christ ist Christus". Wer Christus ist, ist Weg und Wahrheit und Leben, und damit einziger Weg zu Gott.
Besser kann ich wohl nicht erklären... :roll:

Ich habe mal vor längerer Zeit einen Thread eröffnet mit dem Titel "Jesus ist ein Ich, kein Er". Diese Aussage stammt aus dem Alterswerk "Kleine Noten, die sich mögen" von Richard Wurmbrand (der wohl nur noch den Älteren unter den Christen bekannt sein dürfte). Leider ist der Thread wohl verlorengegangen bei dem Absturz vom Livenet-Forum. Richard Wurmbrand sagt darin unter anderem (Vorsicht, es folgt "Theorie", die nur durch eigenes Nachvollziehen zur "Praxis", zu Liebe und "Bauchgefühl", werden kann ;)) :

Jesus sagte vor zweitausend Jahren: "Ich bin die Wahrheit." Und 2000 Jahre lang ist diese Aussage gefälscht worden, als hätte er gesagt: "Er ist die Wahrheit." Aber er hat nie gesagt, dass Er die Wahrheit sei. Er hat gesagt: "Ich bin die Wahrheit." Wenn man aus Ihm ein "Er" macht, selbst wenn man das E gross schreibt, so ist man von der Wahrheit abgewichen...

Niemals hat Jesus ein "Er" sein wollen. Als Voraussetzung, dass Er die Wahrheit ist, hat Er immer ein "Ich" zu bleiben. Ich bin die Wahrheit, nicht "Er" ist die Wahrheit. Wenn ich die Wahrheit haben möchte und die Wahrheit sein möchte, muss Jesus für mich ein "Ich" sein.

Es ist nicht richtig, dass Er ein Ich werden musss. Er ist ein Ich. Luther sagt: "Der Christ ist Christus." Das ist eine Tatsache, auch wenn Sie es noch nicht erkannt haben sollten. Wenn meine Augen aufgetan sind, sage ich mit Paulus: "Ich lebe, doch nicht ich, sondern Christus lebt in mir." Dann kann ich mich auf meine eigenen Gedanken verlassen...

Christ zu werden bedeutet, Christus ähnlich zu werden. In welchem Sinne?

Christus wusste, dass Er die verkörperte Wahrheit ist. Christ zu werden bedeutet, Christus ähnlich zu werden, also ein Mensch ohne Zweifel an der Botschaft; ein Mensch, der weiss, dass Christus nicht ein "Er" ist. Wenn solch ein Mensch spricht, spricht Christus...

Man wird die Wirklichkeit, die dahinter steht, spüren müssen: Es ist der Herr, der zu Ihnen spricht: "Komm zu Mir!" Sie haben zu Ihm zu kommen, aber darauf zu achten, Dass Er nicht mehr ein "Er" für Sie ist.

Ich will es noch einmal verdeutlichen. Nicht ich rufe Sie zu Ihm. Die heiligen Worte lauten: "Komm zu Mir !" Kommen Sie nicht zu Ihm , was bedeutet, auch in Zukunft sich nicht zu begnügen, ein Ihn anzubeten...

Es gibt ein allmächtiges "Ich". Die Zehn Gebote beginnen mit den Worten: "Ich bin Gott." In diesem einzigen Gott "leben, weben und sind wir" (Apg. 17,28 ). Wir bilden Gottes inwendiges Leben. Wir sind nicht ausserhalb von Ihm...

Zu Gott zu kommen, ist mit anderen Worten dasselbe, wie zu sich selbst zu kommen, zu unserem wirklichen Sein, zu dem Einen, dessen Bild und Ähnlichkeit wir tragen, zu dem einen wirklichen "Ich".

Soweit Auszüge aus Richard Wurmbrand.

Es gibt also dieses eine wirkliche "Ich", diesen "einzigen Weg, diese einzige Wahrheit, dieses einzige Leben", und es kann - und will! - Mensch werden, nicht nur in Jesus von Nazaret sondern auch in Dir und in mir und in allen Menschen. Und nur so kann es schliesslich Retter aller Menschen, Retter der ganzen Welt werden.

Röm 5,18
Also: wie der Sündenfall des einen zur Verurteilung aller Menschen führte - so führt auch das gerechte Tun des Einen alle Menschen zur lebenbringenden Rechtfertigung.

1.Tim 4,10
denn dafür arbeiten wir auch und werden geschmäht, daß wir unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, welcher aller Menschen Retter ist, allermeist der Gläubigen.


:praisegod:

Gruss, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon seelöwin » So 25. Nov 2007, 20:43

Zu Gott zu kommen, ist mit anderen Worten dasselbe, wie zu sich selbst zu kommen, zu unserem wirklichen Sein,


Hallo Erbi

"Christ sein" heisst also, nach Deinem Verständnis, "sich selbst zu sein". :?
Nun, was heisst das jetzt genau? Ist nicht jeder Mensch auf seine eigene Art und Weise "sich selbst"?

Schleierhaft ist mir auch immer noch, wozu es einen Jesus oder Buddha überhaupt braucht, wenn man doch einfach bloss sich selbst sein soll? Warum hat sich denn Jesus kreuzigen lassen? Das macht doch überhaupt keinen Sinn-im Gegenteil. Das Kreuz richtet meinen Blick nach Aussen, "zum Er, zu dem, der da am Kreuz hängt und sagt, dass er uns mit seiner Opfertat retten würde" und nicht nach Innen "zum IchBin bzw. zum Gott in mir".
So gesehen, würde Jesus selbst, den Eintritt ins Himmelreich versperren!

Liebe Grüsse
seelöwin
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon braveheart72 » So 25. Nov 2007, 21:27

erbreich,mit anderen worten umschrieben versteh ich deine botschaft so:

Jesus,Gott und der Heilige Geist leben in mir,nachdem ich Jesus als meinen Retter annahm.dadurch bin ich ein neuer mensch (wiedergeboren). einverstanden!


"Der Christ ist Christus." Das ist eine Tatsache, auch wenn Sie es noch nicht erkannt haben sollten. Wenn meine Augen aufgetan sind, sage ich mit Paulus: "Ich lebe, doch nicht ich, sondern Christus lebt in mir." Dann kann ich mich auf meine eigenen Gedanken verlassen...


in dieser aussage birgt eine gewisse gefahr!nämlich genau die gefahr des konflikts der verschiedenen christlichen glaubensgemeinschaften!weil sich viele christen als zu jesusähnliche menschen sehen.da ist das potential, im welchem konflikte vorprogrammiert sind.denn jede gruppierung hat dann das "gefühl", von recht oder: "meine gedanken sind von Gott und stimmen,die anderen sind falsch."viele christliche gemeinden verfangen sich in dieser überschätzung und vergessen dabei die liebe, das wichtigste!

ich bin der überzeugung, dass wir immer noch begnadete menschen bleiben. jesus ist mit uns und der heilige geist prägt unser denken und inspiriert unsere herzenshaltung. jede entscheidung kann ich trotzdem immer noch selber fällen.ich bin frei, kann auf Gott hören oder auch nicht. man kann immmer noch "selber" aussagen machen,sätze schreiben, dinge tun, welche anderen menschen schaden (=sünde).die frage ist,hört man auf die innere stimme welche der heilige Geist sein kann.bewusst auf kann! denn, es gibt situationen,wo man zweifelt,hadert und keine klare antwort bekommt!auch begnadete menschen (christen) machen fehler, sündigen und verletzen.darum habe ich mühe, dass wir so sehr ähnlich werden können, wie jesus.die welt zeigt doch etwas anderes, auch wir christen! kein mensch wird auf dieser welt jemals sein wie Jesus!

Er ist der weg ,die wahrheit und das leben.Und Er lebt in uns,nachdem wir ihn in unser leben eingeladen haben.Und Er verändert uns, unser leben nach seinem Plan, wenn wir es zulassen, was immer wieder misslingt, weil wir menschen sind und nicht seine weitsicht haben!weil mein ich etwas anderes sagt als die innere stimme (heiliger geist). weil Er uns liebt und zu uns sagt, liebt einander wie ich euch geliebt habe.die liebe ist das einzige, was uns ähnlicher macht wie jesus.Gedanken haben wir immer noch eigene, wenn auch z.T. vom heiligen Geist inspirierte. warum heisst es, liebe deinen nächsten wie dich selbst... warum ist die liebe das grösste, noch vor glaube und hoffnung.ich denke, weil Gott weiss, dass wir die liebe am besten umsetzen können. beim glauben, können wir immer noch selber entscheiden, ob wir es der inneren stimme glauben oder den eigenen gedanken folgen....

liebe grüsse, Braveheart
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Frau Katz » Mo 26. Nov 2007, 09:05

Original von seelöwin
"Christ sein" heisst also, nach Deinem Verständnis, "sich selbst zu sein". :?
Nun, was heisst das jetzt genau? Ist nicht jeder Mensch auf seine eigene Art und Weise "sich selbst"?


Hi Seelöwin

nein, leider nicht. Es gibt wohl keinen einzigen Menschen, der mal etwas tut (oder auch nicht tut), um nicht das Missfallen der Nachbarn zu erregen, oder um nicht peinlich zu wirken, oder um sie Arbeit zu behalten, oder um eine gute Schulnote zu haben... Und bei vielen ist es so stark drin, dass sie sich tadellos so verhalten, wie andere es von ihnen erwarten - aber grösste Probleme haben, sich selbst zu sein und ihre tiefsten Wünsche und Sehnsüchte zu verfolgen.




Original von seelöwin
Schleierhaft ist mir auch immer noch, wozu es einen Jesus oder Buddha überhaupt braucht, wenn man doch einfach bloss sich selbst sein soll?


Sich selbst zu sein ist nicht immer ganz einfach. Vor allem dann nicht, wenn das Selbst etwas wünscht, was den gesellschaftlichen Konventionen nicht entspricht. Da ist es gut, dass es immer wieder mal Lehrer gibt, die das konsequent vorleben und lehren.



Original von seelöwin
Warum hat sich denn Jesus kreuzigen lassen? Das macht doch überhaupt keinen Sinn-im Gegenteil. Das Kreuz richtet meinen Blick nach Aussen, "zum Er, zu dem, der da am Kreuz hängt und sagt, dass er uns mit seiner Opfertat retten würde" und nicht nach Innen "zum IchBin bzw. zum Gott in mir".
So gesehen, würde Jesus selbst, den Eintritt ins Himmelreich versperren!


Ich konnte mit dem Kreuz und dem ganzen Kult ums Kreuz nie viel anfangen. Vielleicht gerade deshalb, weil es den Blick nach Aussen lenkt (und im Mittelalter ncoh mehr, mit all den Reliquien etc) und vom Wesentlichen ablenkt, vom Ich Bin die Ich Bin. Doch auch wenn man den Fokus nach innen richtet, es gibt im Aussen immer noch mehr als genug Kreuze, die auf uns warten.

grüsse, barbara
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon seelöwin » Mo 26. Nov 2007, 09:33

Ich konnte mit dem Kreuz und dem ganzen Kult ums Kreuz nie viel anfangen.


Ja, ich weiss! Und genau darauf wollte ich hinaus. Bist Du denn "Dich selbst", wenn Du Dich als Christin bezeichnest? Ich denke nicht. Denn Dein Selbst sagt Dir doch, dass Du mit dem Kreuz nicht viel anfangen kannst! :roll:

Verstehe mich nicht falsch; mir ist Deine und Erbi´s Offenbarung symphatischer als das Kreuz.
Was mich stört an Euch Beiden, ist, dass ihr Euch unbedingt mit Jesus und dem Christentum identifizieren wollt! Das ist einfach verlogen. Denn im Christentum steht nun mal die berühmte Kreuzstory im ZENTRUM!
Es geht im Christentum auch nicht um bedingunslose Liebe. Jahweh stellt Bedingungen und Jesus genauso! Jahweh und Jesus sind identisch! :(

Liebe Grüsse
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Frau Katz » Mo 26. Nov 2007, 11:26

Original von seelöwin
Ja, ich weiss! Und genau darauf wollte ich hinaus. Bist Du denn "Dich selbst", wenn Du Dich als Christin bezeichnest? Ich denke nicht. Denn Dein Selbst sagt Dir doch, dass Du mit dem Kreuz nicht viel anfangen kannst! :roll:


Hallo Seelöwin

ich verstehe mich als Nachfolgerin von Jesus - das heisst, ich nehme seine Lehren ernst und setze sie in meinem Alltag nach bestem Wissen und Gewissen in die Tat um. Ich lege Wert auf Liebe, Verständnis füreinander, Einfühlen, Mitgefühl, den Sinn hinter den Buchstaben... wofür brauche ich da ein Kreuz?


Original von seelöwin
Was mich stört an Euch Beiden, ist, dass ihr Euch unbedingt mit Jesus und dem Christentum identifizieren wollt! Das ist einfach verlogen. Denn im Christentum steht nun mal die berühmte Kreuzstory im ZENTRUM!


In den Lehren von Jesus selbst steht das Kreuz überhaupt nicht im Zentrum. Dort gehts um Kranke, die geheilt werden, um Getreide und wie es wächst, um verlorene und wiedergefunene Geldstücke, Schafe und Söhne, es geht um Kommunikaton - bitten und empfangen.



Original von seelöwin
Es geht im Christentum auch nicht um bedingunslose Liebe.


doch genau darm geht es... zumindest laut Jesus :)

grüsse barbara
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon seelöwin » Mo 26. Nov 2007, 11:54

In den Lehren von Jesus selbst steht das Kreuz überhaupt nicht im Zentrum. Dort gehts um Kranke, die geheilt werden, um Getreide und wie es wächst, um verlorene und wiedergefunene Geldstücke, Schafe und Söhne, es geht um Kommunikaton - bitten und empfangen.


Hallo FRau Katz

Dann lies mal Johannes, Kapitel 12 ! :roll:
Nein, in den Aussagen Jesu gehts nicht nur um Bitten und Empfangen!

Gruss

Er(Jesus Christus) ist das aEbenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung. 16Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. c 17Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm. 18Und er ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde. Er ist der Anfang, der eErstgeborene von den Toten, damit er in allem der Erste sei. 19fDenn es hat Gott wohlgefallen, daß in ihm alle gFülle wohnen sollte 20und er durch ihn halles mit sich versöhnte, es sei auf Erden oder im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz.

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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Mo 26. Nov 2007, 12:02

Hallo Seelöwin
Original von seelöwin
Denn im Christentum steht nun mal die berühmte Kreuzstory im ZENTRUM!
Welche Kirche, welche Theologie vertritt denn das Christentum? Das Christentum gibt es so nicht. Sowenig wie den Buddhismus oder den Islam.

Es gibt verschiedene Bibelverständnisse, beispielsweise besteht schon in den beiden ältesten Kirchen (römisch-katholisch und orthodox) ein deutlicher Unterschied in der Interpretation des Kreuzes. Während die röm.kath. Kirche das Sühneopfer Christi zum Dogma erhoben hat, hat dies die orthodoxe Ostkirche nicht getan, ihr ist die Auferstehung das Wesentliche, nicht das Opfer. Und während in der röm.kath. Kirche "Jesus für uns" die zentrale Bedeutung ist, ist es in der Orthodoxie "Jesus in uns".

Viele erkennen im Kreuz schlicht ein starkes Symbol der Unsterblichkeit des Lebens, wie allgemein die Bibel als Gleichnis und Bild (z.B. Drewermann).

Dann gibt es auch das gnostische Verständnis, nach dem die Erkenntnis (Gottes) die Erlösung wirkt.

Usw. usf. Jede Richtung ist von der Richtigkeit ihrer Aufassung überzeugt, was auch kein Problem ist: Wenn ich einen Weg gehe, so doch weil ich mich entschieden habe, ihn als ´den rechten Weg´ zu erkennen. Die Probleme beginnen aber dort, wo nur ich ´Recht´ habe. Wo nur meine Auffassung richtig ist. Wo ich die Bibel predige ´wie sie ist´, während die andern sie so predigen ´wie sie sie haben möchten´. Ich bin dann der wahre ´Führer´, während die andern ´Verführer´ sind. Und schon hier hab´ ich im Grunde stets wieder so genug damit zu tun, mir mein eigenes Holz aus dem Auge zu entfernen, dass ich eigentlich sofort aufhören sollte zu ´predigen´. Ich hoffe also auf Deine Nachsicht... :roll: :)

Es gibt eine schöne Kurzgeschichte von Hermann Hesse, sie handelt von einem alten chinesischen Weisen und Lehrer, der stets lehrte, wie schön dieses Leben sei, für einen Menschen, der auf seinen Füssen aufrecht über die Erde gehe. Eines Tages aber kam er auf den Händen gehend daher und lehrte: "Schön und herrlich und neu ist das Leben dem, der auf den Händen geht." Die andern Alten und Weisen im Dorf schüttelten ihre Köpfe und sagten, der Meng Siä (so war sein Name) sei wohl etwas wirr geworden im Kopf. Seine Schüler aber begannen alle auch auf den Händen zu gehen und diese neue Weise des Lebens zu preisen. Jedoch eines Tages kam Meng Siä wieder auf den Füssen daher und sprach: "Neu und herrlich ist das Leben dem, der wieder auf den Füssen geht!" Nun waren alle vollends verwirrt. Die Alten nannten ihn einen Toren und seine Schüler wandten sich von ihm ab. Sie sagten ihm: "Du lehrst einmal dies und ein andermal das, es kann doch aber unmöglich zwei Wahrheiten geben!" Darauf sagte Meng Siä: "Es gibt die Wirklichkeit, ihr Knaben, Wahrheiten jedoch, nämlich in Worten ausgedrückte Meinungen über das Wirkliche, gibt es unzählige, und jede ist so richtig, wie sie falsch ist." Zu weiteren Erklärungen liess er sich nicht mehr bewegen.

:))

Gruss, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon seelöwin » Mo 26. Nov 2007, 12:47

Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jesu die Freiheit haben zum aEingang in das Heiligtum, 20den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen bWeg durch den Vorhang, das ist: durch das Opfer seines Leibes, 21und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes, 22so claßt uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und dgewaschen am Leib mit reinem Wasser. 23eLaßt uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; 24und laßt uns aufeinander achthaben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken 25und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern feinander ermahnen, und das um so mehr, als ihr seht, gdaß sich der Tag naht.


26aDenn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir hinfort kein andres Opfer mehr für die Sünden, b 27sondern nichts als ein schreckliches Warten auf das Gericht und das gierige Feuer, das die Widersacher verzehren wird. 28Wenn jemand das Gesetz des Mose bricht, cmuß er sterben ohne Erbarmen auf zwei oder drei Zeugen hin. 29Eine wieviel härtere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes für unrein hält, durch das er doch geheiligt wurde, und den Geist der Gnade schmäht? d 30Denn wir kennen den, der gesagt hat (5. Mose 32,35-36): «Die Rache ist mein, ich will vergelten», und wiederum: «Der Herr wird sein Volk richten.» 31Schrecklich ist´s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. e


Lieber Erbi und liebe Frau Katz

Dann erklärt mir doch mal das Rotmarkierte!

Quelle: Bibel :roll:

Da steht so gar nichts von bedingungsloser Liebe! :(
Da steht vielmehr, dass es schrecklich ist, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! :? :shock:
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Mo 26. Nov 2007, 12:55

Auf die folgende Aussage will ich noch kurz eingehen, Seelöwin:
Original von seelöwin
Was mich stört an Euch Beiden, ist, dass ihr Euch unbedingt mit Jesus und dem Christentum identifizieren wollt!
Ich behaupte mal, dass das eine Unterstellung Deinerseits ist. Wenn ich mich überhaupt mit etwas identifiziere - ich meine jetzt vollbewusst, in ´lichten´, klaren Momenten - dann ist es mit dem ´Ich bin´ Gottes, also mit meinem ´göttlichen Selbst´ (als das ich Christus erkenne) , so wie ich es in meinen Beiträgen auf verschiedene Art und Weise immer wieder aufzuzeigen versuche. Das ist meine ´Identifikation´ mit dem ´Christentum´.

Wenn ich mir dann aber die ´buddhistische Brille´ aufsetze, dann gibt es überhaupt keine Identifikation mehr, dann ist dieses ´Ich´, auch das vorhin als das ´göttliche Selbst´ bezeichnete, eine Illusion. Dann ist die einzige Realität eben die Wirklichkeit hier und jetzt, wie in der Geschichte von Hesse schön dargestellt. Die Fragen nach Ich oder Nicht-Ich, nach Diesseite und Jenseits, nach Gott und Welt, Himmel und Hölle, Gut und Böse usw. lösen sich auf in der Wirklichkeit hier und jetzt. An ihr ändern meine Ansichten, Deutungen und Interpretationen gar nichts - auch dann nicht, wenn ich dafür die Bibel (die Bhagavad-Gitta, den Koran oder den Visuddhi-magga, usw.) zitiere.

In dem auch schon erwähnten Büchlein "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm schreibt Fromm auch sehr wesentliches zum Thema "Liebe zu Gott". Auch für ihn liegt der Kern in der Selbstbezeichnung Gottes als der "Ich-bin-da". Und Fromm schreibt dann:

Wenn man die sich entfaltende Idee des Monotheismus weiterverfolgt, so kann man nur zu dem Schluss kommen, Gottes Namen überhaupt nicht mehr zu erwähnen, und überhaupt nicht mehr über Gott zu sprechen... Gott wird Wahrheit, Liebe, Gerechtigkeit. Gott, das bin ich, insofern ich menschlich bin...

Wenn ein wahrhaft religiöser Mensch sich dem Wesen der monotheistischen Idee entsprechend verhält, dann betet er nicht um etwas, dann erwartet er nichts von Gott; er liebt Gott nicht so, wie ein Kind seinen Vater oder seine Mutter liebt; er hat sich zu der Demut durchgerungen, dass er seine Grenze fühlt und weiss, dass er über Gott nichts wissen kann. Gott wird für ihn zu dem Symbol, in dem der Mensch auf einer früheren Stufe seiner Entwicklung alles das zum Ausdruck brachte, was das Ziel seines Strebens war: den Bereich der geistigen Welt, Liebe, Wahrheit und Gerechtigkeit. Ein solcher Mensch vertraut auf die Prinzipien, die ´Gott´ repräsentieren; er denkt die Wahrheit, er lebt die Liebe und Gerechtigkeit, und er hält sein Leben nur so weit für wertvoll, als es ihm die Chance gibt, zu einer immer reicheren Entfaltung seiner menschlichen Kräfte zu gelangen - als der einzigen Realität, auf die es ankommt, als des einzigen, was ihn ´unbedingt angeht´. Schliesslich spricht er dann nicht mehr über Gott und erwähnt nicht einmal mehr seinen Namen. Wenn er sich überhaupt dieser Bezeichnung bedient, dann heisst Gott lieben für ihn soviel wie sich danach sehnen, die volle Liebesfähigkeit zu erlangen und das in sich zu verwirklichen, was ´Gott´ in einem selbst bedeutet. Von diesem Standpunkt aus ist die Negation aller ´Theologie´, alles Wissen über Gott, die logische Konsequenz monotheistischen Denkens...

Die radikalste Formulierung für dieses Ziel hat Meister Eckhart gefunden: "Was in ein anderes verwandelt wird, das wird eins mit ihm. Ganz so werde ich in ihn verwandelt, dass er mich als sein Sein wirkt, und zwar als eines, nicht als gleiches ; beim lebendigen Gott ist es wahr, dass es da keinerlei Unterschied gibt... Manche einfältigen Leute wähnen, sie sollten Gott so sehen, als stünde er dort und sie hier. Dem ist nicht so. Gott und ich, wir sind eins . Durch das Erkennen nehme ich Gott in mich hinein; durch die Liebe hingegen gehe ich in Gott ein".

Soweit Erich Fromm. War jetzt doch nicht so kurz... ;)

Natürlich mache ich auch immer wieder Identifikationen. So auch solche mit christlichen Vorstellungen und Inhalten. Auch mit der Person Jesu. Aber auch andere, buddhistische vorweg, dann aber auch indianische, humanistische, psychologische, philosophische.

Aber ich achte darauf, dass keine dieser ´Identifikationen´ mir absolut und zum fixen Dogma wird (dies auch deswegen, weil ich meinen Hang zum dogmatischen Weltbild, sowie sich aus einem solchen ergebende unheilsame Konsequenzen, kennengelernt habe). Die ´Identifikationen´ sollten relativ ´lose´ sein und nicht in Fixierung, Abhängigkeit, Sucht führen. Jede Identifikation ist relativ. Ein Gleichnis. Ein Wegweiser. Dazu sind sie von hohem Wert. Eine darüber hinausgehende Rechthaberei mit absolutem Wahrheitsanspruch ist schädlich.

Gruss, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon seelöwin » Mo 26. Nov 2007, 13:31

Ich behaupte mal, dass das eine Unterstellung Deinerseits ist. Wenn ich mich überhaupt mit etwas identifiziere - ich meine jetzt vollbewusst, in ´lichten´, klaren Momenten - dann ist es mit dem ´Ich bin´ Gottes, also mit meinem ´göttlichen Selbst´ (als das ich Christus erkenne) , so wie ich es in meinen Beiträgen auf verschiedene Art und Weise immer wieder aufzuzeigen versuche. Das ist meine ´Identifikation´ mit dem ´Christentum´


und dann sagst Du wieder:

Natürlich mache ich auch immer wieder Identifikationen. So auch solche mit christlichen Vorstellungen und Inhalten. Auch mit der Person Jesu. Aber auch andere, buddhistische vorweg, dann aber auch indianische, humanistische, psychologische, philosophische.


:? :? :?
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon seelöwin » Mo 26. Nov 2007, 13:38

Aber ich achte darauf, dass keine dieser ´Identifikationen´ mir absolut und zum fixen Dogma wird


Lieber Erbi

Ist dieser rigide Anti-Dogmatismus nicht auch schon wieder eine Fixierung?

E liebe Gruess :)
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Mo 26. Nov 2007, 13:43

Seelöwin
Original von seelöwin
Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jesu die Freiheit haben zum Eingang in das Heiligtum...
Ich sehe mich genötigt, Deinen Spiess umzukehren.
Hast Du persönlich diese "Freiheit zum Eingang in das Heiligtum"?
Wenn ja, dann ist dieser Text für Dich kein Problem, denn dann hast Du "einen Hohenpriester", bist "los von dem bösen Gewissen und abgewaschen am Leib mit reinem Wasser."

An solche Menschen richtet sich dieser Text. Wenn Du Dich damit nicht ´identifizierst´, dann gilt er Dir auch nicht. Wenn er Dir aber gilt, dann ist auch die Aufgabe klar:

Laßt uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken... laßt uns aufeinander achthaben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken...

Wenn Du dabei ´den Geist der Gnade schmähst´, wie es heisst, dann bist Du doch wirklich töricht! Denn, wenn Du Gott, nachdem Du ihn bereits als Gnade und Liebe erkannt hast, wiederum zu einem gnadenlosen Gesetz machst, dann ist es klar, dass es ´schrecklich ist, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen´. :shock:

Das ist die grösste ´mutwillige Sünde´, die Du begehen kannst: Das Kreuz als Gesetz über Dich zu stellen! Das ist ´Pharisäertum´ pur! Wenn das Kreuz Christi Dir bedingungslose Gnade, Vergebung ist, dann ist es herrlich, Dich in die Hände des lebendigen Gottes fallen zu lassen.

Ich habe schon oft gesagt: Es gibt keine ´Bibel an sich´, keine in dem Sinn ´ojektive Erkenntnis´ des Wortes Gottes. Gott (Gottes Geist) spricht zu Subjekten, zu Individuen, zum einzelnen Menschen, und zwar ganz persönlich. Wenn die Bibel vor allem durch Gerichtsdrohungen, Willkür, Rache usw. zu Dir spricht, dann bist Du herausgefordert, zu untersuchen, was Dir das sagen will. Stelle dich diesen Bildern, versuche sie zu verstehen (was sie Dir ganz persönlich sagen - es wird Dir nicht sehr viel bringen, zu hören, was sie mir oder jemand anderem hier sagen). Höre auf Dein Herz und darauf, was durch Deinen eigenen Mund geht (oder auch durch die Tastatur Deines PC´s), denn...

5.Mose 30,14
...das Wort ist sehr nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, daß du es tun kannst.

Und dann kommt der Moment, wo Du mit Überzeugung ("Glauben";) den Gerichtsdrohungen (und denjenigen, die sie aussprechen) fröhlich ins Gesicht lachen kannst, weil sie Dich nicht mehr wanken machen können. Sie werden es nicht mehr können, weil die Liebe in Dir stärker ist als der Tod.

:)

Gruss, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Mo 26. Nov 2007, 13:51

Original von seelöwin
Ist dieser rigide Anti-Dogmatismus nicht auch schon wieder eine Fixierung?
Doch, natürlich... :roll:

1.Kor 13,4/7
Die Liebe... sucht nicht das Ihre... sie glaubt alles...

:)
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon seelöwin » Mo 26. Nov 2007, 14:09

Und dann kommt der Moment, wo Du mit Überzeugung ("Glauben";) den Gerichtsdrohungen (und denjenigen, die sie aussprechen) fröhlich ins Gesicht lachen kannst, weil sie Dich nicht mehr wanken machen können. Sie werden es nicht mehr können, weil die Liebe in Dir stärker ist als der Tod.



Dann soll ich dem Meister Jesus Christus persönlich ins Gesicht lachen? Denn Jesus selbst ist es , der diese Gerichts-und Verdammnisdrohungen ausspricht!



Wenn Du dabei ´den Geist der Gnade schmähst´, wie es heisst, dann bist Du doch wirklich töricht! Denn, wenn Du Gott, nachdem Du ihn bereits als Gnade und Liebe erkannt hast, wiederum zu einem gnadenlosen Gesetz machst, dann ist es klar, dass es ´schrecklich ist, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen´.



Erbi, ich kann beim biblischen Gott keine Gnade und Liebe erkennen. Denn wenn der Bibelgott gnädig wäre, so könnte er nicht im gleichen Zug auf ewig verdammen. Auch die bedingungslose Liebe kann ich in Jesu Aussagen und Taten nicht erkennen. Denn bedingunslose Liebe verdammt nicht, richtet nicht, urteilt nicht, treibt nichts aus(böse Geister) und treibt nichts ein und sie fordert schon gar keinen Kadavergehorsam! :roll: Jesus lebt nicht die Liebe, die im Korinther beschrieben wird! Deshalb hab´ ich mal in einem ander Thread gefragt, woher Korinther 13 ursprünglich stammt?



Liebe Grüsse
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Frau Katz » Mo 26. Nov 2007, 15:20

Original von seelöwin
Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jesu die Freiheit haben zum aEingang in das Heiligtum, 20den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen bWeg durch den Vorhang, das ist: durch das Opfer seines Leibes, 21und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes, 22so claßt uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und dgewaschen am Leib mit reinem Wasser. 23eLaßt uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; 24und laßt uns aufeinander achthaben und uns anreizen zur Liebe und zu guten Werken 25und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern feinander ermahnen, und das um so mehr, als ihr seht, gdaß sich der Tag naht.


26aDenn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir hinfort kein andres Opfer mehr für die Sünden, b 27sondern nichts als ein schreckliches Warten auf das Gericht und das gierige Feuer, das die Widersacher verzehren wird. 28Wenn jemand das Gesetz des Mose bricht, cmuß er sterben ohne Erbarmen auf zwei oder drei Zeugen hin. 29Eine wieviel härtere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes für unrein hält, durch das er doch geheiligt wurde, und den Geist der Gnade schmäht? d 30Denn wir kennen den, der gesagt hat (5. Mose 32,35-36): «Die Rache ist mein, ich will vergelten», und wiederum: «Der Herr wird sein Volk richten.» 31Schrecklich ist´s, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen. e


Lieber Erbi und liebe Frau Katz

Dann erklärt mir doch mal das Rotmarkierte!

Quelle: Bibel :roll:

Wo genau in der Bibel? Ich nehm mal an, das ist Paulus?

... ich glaube, ich habe schon mehr als einmal geschrieben, dass ich mit Paulus nicht immer viel anfangen kann...? ;)

nun, das Wichtigste am Vorgang ist nicht die Tatsache, dass Jesus starb - es wurden Hunderte und Tausende von Menschen gekreuzigt - das Wichtigste ist, dass "der Vorhang zerrissen ist", dass da auf einmal ein "neuer und lebendiger Weg" vorhanden ist, wo vorher keiner war, sprich: Vorher waren Kontakte mit Gott nur durch speziell qualifizierte Menschen möglich, sprich Priester und Hohepriester - aber jetzt kann jeder Mensch diesen Weg beschreiten.

Man kann auch zurückgehen: Gott gab die Gesetzestafeln zwei Mal, das zweite Mal in einer runtergestuften Form, sodass die Menschen sie auch tragen konnten. Das ist nun nicht mehr nötig, man kann nun "the real thing" in Anspruch nehmen. Die ersten Tafeln also.

Was den zweiten Abschnitt betrifft - wenn man erst einmal "das Gesetz erkannt hat", und dann wissentlich zuwider handelt, landet man tatsächlich in der Hölle, umgangssprachlich auch Gewissensbisse genannt. Das gilt umso mehr dafür, wenn man die Liebe (=das göttliche Gesetz) verstösst - dann begibt man sich aber ganz allein in die dumme Situation. Da gehts auch nicht um ein menschliches Gericht, wo nach wie vor Zeugen anwesend sein müssen, es geht um das göttliche Gericht, und das geschieht zwischen Gott und mir allein.

grüsse, barbara

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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Mo 26. Nov 2007, 17:14

Hallo Seelöwin
Dann soll ich dem Meister Jesus Christus persönlich ins Gesicht lachen? Denn Jesus selbst ist es , der diese Gerichts-und Verdammnisdrohungen ausspricht!
Ja, genau das! Wenn Du ihm fröhlich ins Gesicht lachst, so wird er fröhlich zurücklachen und sich freuen darüber, dass die Zen-(Evangeliums-)Schülerin den Stock mutig erfasst und weggelegt hat.
Original von seelöwin
Erbi, ich kann beim biblischen Gott keine Gnade und Liebe erkennen.
Und warum um alles in der Welt beschäftigst Du Dich so intensiv mit ihm? Weil Du Dich so gerne mit Gericht, Verdammnis, Rache beschäftigst? :roll:
Denn wenn der Bibelgott gnädig wäre, so könnte er nicht im gleichen Zug auf ewig verdammen.
Gähn... das hatten wir schon öfters... nicht er selber, sondern Menschen behaupten, dass er das tue... :warn:
Auch die bedingungslose Liebe kann ich in Jesu Aussagen und Taten nicht erkennen. Denn bedingunslose Liebe... fordert... keinen Kadavergehorsam!
Es war und ist auch hier der Mensch, die Kirche, die sowas gefordert hat und hier und dort immer wieder fordert. Jesus selber sagte - und erst recht lebte - etwas ganz anderes, nämlich die Freiheit:

Joh 8,36
Wird euch nun der Sohn frei machen, so seid ihr wirklich frei.


Und Paulus bestätigt und ermutigt:

Gal 5,1
Für die Freiheit hat uns Christus befreit; so stehet nun fest und lasset euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen!


Gruss, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Mo 26. Nov 2007, 17:31

Hallo Frau Katz
Original von Frau Katz
es geht um das göttliche Gericht, und das geschieht zwischen Gott und mir allein.
Ganz genau. Und wenn ich offen bin und mich fortwährend hier und jetzt richten - berichtigen - lasse, dann komme ich nicht irgendwann in ferner Zukunft in ein Gericht, denn ich bin schon gerichtet. Wenn ich jedoch mich verstecke, meine Fehler (Sünden) ignoriere, verdränge oder leugne, dann lasse ich mich eben jetzt nicht be-richtigen und habe demzufolge Angst vor einem kommenden Gericht. Denn wo auch immer ich falsch liege, werde ich berichtigt werden. Und das ist schmerzhaft. Keiner hat das gern. Aber da es unumgänglich zu sein scheint, warum also nicht immer gleich hinstehen und zum Fehler stehen?

1.Joh 1,9
...wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigeit.


Und wie Du sagst, Frau Katz: Das ist eine Angelegenheit zwischen Gott und mir. Sie läuft in meinem Herzen und in meinem Geist ab.

Ps 51,8
...siehe, du verlangst Wahrheit im Innersten: so tue mir im Verborgenen Weisheit kund!


Gruss, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon braveheart72 » Mo 26. Nov 2007, 17:34

:? :shock: :roll:


mir wird ganz schwindlig,wenn ich diese disskussionen,bibelauslegungen und "ich habe die wahrheit-standpunkte" lese! vielleicht liegt es an mir und dass ich halt immer noch "realistischer" mensch geblieben bin, welcher Gott,Jesus und der heilige Geist als höhere und weitsichtigere Ebene betrachtet!ich lebe meinen glauben relativ einfach: ich hoffe und vertraue auf meinen grossen bruder und erlöser Jesus!das einzige was ich von ihm weitergeben kann, ist seine unendliche liebe (so gut ich das kann).


grüsse, braveheart


geben ist seliger als nehmen!
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Rumsel » Mo 26. Nov 2007, 17:45

Original von Braveheart72
:? :shock: :roll:


mir wird ganz schwindlig,wenn ich diese disskussionen,bibelauslegungen und "ich habe die wahrheit-standpunkte" lese! vielleicht liegt es an mir und dass ich halt immer noch "realistischer" mensch geblieben bin, welcher Gott,Jesus und der heilige Geist als höhere und weitsichtigere Ebene betrachtet!

grüsse, braveheart



Hallo Braveheart,

du hast auch gerade (d)einen - ich habe die Wahrheit Standpunkt verkündet, in dem dem du deinen "Realismus" auf die Ebene der höheren Weitsichtigkeit erhobst, oder verschobst, je nach dem.

Du kannst es Drehen und Wenden wie du willst, das Vertreten eines Standpunktes und damit seiner religiösen Meinung, das sollte dann auch jedem Menschen zugestanden werden, ohne das einem gleich - schwindlig wird.
Jeder sei seiner Meinung gewiss, sagt Paulus, warum sagst du es nicht auch?

Grüße

Rumsel
Ich bin nicht mehr der, der ich nie war.
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon braveheart72 » Mo 26. Nov 2007, 18:23

Original von Rumsel
Original von Braveheart72
:? :shock: :roll:


mir wird ganz schwindlig,wenn ich diese disskussionen,bibelauslegungen und "ich habe die wahrheit-standpunkte" lese! vielleicht liegt es an mir und dass ich halt immer noch "realistischer" mensch geblieben bin, welcher Gott,Jesus und der heilige Geist als höhere und weitsichtigere Ebene betrachtet!

grüsse, braveheart



Hallo Braveheart,

du hast auch gerade (d)einen - ich habe die Wahrheit Standpunkt verkündet, in dem dem du deinen "Realismus" auf die Ebene der höheren Weitsichtigkeit erhobst, oder verschobst, je nach dem.

Du kannst es Drehen und Wenden wie du willst, das Vertreten eines Standpunktes und damit seiner religiösen Meinung, das sollte dann auch jedem Menschen zugestanden werden, ohne das einem gleich - schwindlig wird.
Jeder sei seiner Meinung gewiss, sagt Paulus, warum sagst du es nicht auch?

Grüße

Rumsel


lieber rumsel, ich habe bloss geschrieben, wie ich mich fühle, wenn ich das lese.dazu auch meinen standpunkt und erfahrung, stimmt. und zur allgemeinen klarstellung: ich bin nach wie vor der meinung, dass jeder seine eigene meinung haben soll.....

gruess braveheart
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Mo 26. Nov 2007, 19:14

Original von Braveheart72
das einzige was ich von ihm weitergeben kann, ist seine unendliche liebe (so gut ich das kann).
Ja, mehr kann ich auch nicht, auch wenn ich dabei mehr Worte mache als Du... ;)

:umarm:
Gruss, erbreich
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Enggi » Di 27. Nov 2007, 10:35

@Frau Katz

Die von Seelöwin zitierte Stelle ist aus dem Brief an die Hebräer, und der ist ohne Autor in der Bibel. (Ich schreibe das wegen deiner Paulus-Allergie).

Gruss, Enggi
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Frau Katz » Di 27. Nov 2007, 11:12

Original von Enggi
@Frau Katz

Die von Seelöwin zitierte Stelle ist aus dem Brief an die Hebräer, und der ist ohne Autor in der Bibel. (Ich schreibe das wegen deiner Paulus-Allergie).


Hi Enggi

ich glaube, meine Allergie löst sich so langsam aber sicher auf. Ich beginne Paulus immer mehr zu schätzen. :)

Es ist allerdings dennoch verkehrt, wenn Seelöwin behauptet, Jesus habe Verdammnisdrohungen ausgesprochen, und das dann mit einem Wort von Paulus belegt. Was Jesus sagte, sollte auch durch Jesus Worte belegt werden - und wenn man Paulus kritisieren will, so zitiert man Paulus. Aber mischt nicht die verschiedenen Leute, wenns geht. ;)

grüsse, barbara
Die Rolle der Propheten ist immer noch die gleiche - sie hält die Menschheit wach. (arno gruen)
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon hyperporea » Di 27. Nov 2007, 12:44

Original von seelöwin

Erbi, ich kann beim biblischen Gott keine Gnade und Liebe erkennen. Denn wenn der Bibelgott gnädig wäre, so könnte er nicht im gleichen Zug auf ewig verdammen. Auch die bedingungslose Liebe kann ich in Jesu Aussagen und Taten nicht erkennen. Denn bedingunslose Liebe verdammt nicht, richtet nicht, urteilt nicht, treibt nichts aus(böse Geister) und treibt nichts ein und sie fordert schon gar keinen Kadavergehorsam! :roll: Jesus lebt nicht die Liebe, die im Korinther beschrieben wird! Deshalb hab´ ich mal in einem ander Thread gefragt, woher Korinther 13 ursprünglich stammt?



Liebe Grüsse


Hallo Seelöwin,

weder im AT noch im NT findest Du Liebe. Es ist alles nur Vorderung mit Strafverfolgung und überall wo Liebe mit Verfolgung und Strafe vermischt wird, ist es keine Liebe und kann es auch keine Liebe mehr sein.
So ist auch Glaube nicht heisses und nichts kaltes, sonderen einfach eine Unwissenheit gegenüber der Wahrheit.

grüße Hypo
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