Gibt es eigentlich liberale Christen??

Was Sie immer schon mal fragen wollten

Moderator: Thelonious

Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Maja-Louise » Fr 25. Mär 2005, 21:56

weiß jemand, ob es liberale christen gibt (so wie es liberale juden gibt??)??

Würde mich sehr interessieren!!


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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon stranger » Fr 25. Mär 2005, 22:09

Original von Maja-Louise
weiß jemand, ob es liberale christen gibt (so wie es liberale juden gibt??)??


Davon gibt´s sogar mehr als genug, das ist fast normal so (leider)... 8-)
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Joggeli » Fr 25. Mär 2005, 22:10

Original von Maja-Louise
weiß jemand, ob es liberale christen gibt (so wie es liberale juden gibt??)??

Würde mich sehr interessieren!!


Maja-Louise


Es gibt ganz sicher Leute, die sich Christen nennen und sehr liberal sind. Hier steht einfach wieder die Frage im Raum, was denn nun ein Christ charakterisiert. Deine Meinung zu dieser Frage dürfte wohl auch eher liberal ausfallen, wenn ich deine Beiträge so überfliege, oder täusche ich mich?

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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Maja-Louise » Fr 25. Mär 2005, 22:16

was ein "richtiger" christ und ein liberaler christ ist, ist wie immer relativ und auslegungssache, aber ich meine, die die nicht abtreibung und verhütung und homosexualität als verbrechen an sehen und die einfach alles lockere machen...
verstehst du??



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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon stranger » Fr 25. Mär 2005, 22:20

Original von Maja-Louise
was ein "richtiger" christ und ein liberaler christ ist, ist wie immer relativ und auslegungssache, aber ich meine, die die nicht abtreibung und verhütung und homosexualität als verbrechen an sehen und die einfach alles lockere machen...
verstehst du??


Nö, versteh ich nicht. Heute ist Karfreitag, was war z. B. an der Kreuzigung "locker"? Genausowenig sind die übrigen Wahrheiten "locker", sondern bitterer Ernst - und zur Nachfolge gehört eine Portion Gottesfurcht (genau "Gottesfurcht).
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Maja-Louise » Fr 25. Mär 2005, 22:27

ich meine nicht die kreuzigung oder sonst was, ich meine die ansichten die die bibel (nach verschiedenen aulegungen) einen propagieren will...
die, die die bibel "geschrieben" haben, waren anscheinend so von jesus überzeugt, das sie einfach etwas übetrieben haben in ihren schriften (meine meinung, denn nach 2000 jahren und auch schon nach weniger werden geschichten immer etwas verändert dargestellt als wie sie wirklich waren früher)... und nun gibt es christen, die das nicht alles wörtlich nehmen in der bibel und nicht unbedingt alles einhalten, z.b. die 10 gebote... und nun die frage, ob diese christen einen verein o.ä. gegründet haben, mehr möchte ich ja nicht wissen...


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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon parepidimos » Fr 25. Mär 2005, 22:29

Ich sehe das auch so wie Stranger. Kommt halt auch sehr drauf an, in welcher Beziehung "liberal": Politisch, theologisch, moralisch, wirtschaftlich, sozial ... Christen gibt es in fast jeder Kombination.

Zum Beispiel: Ob Homosexualitaet Unzucht ist ist eine Frage der Moral. Ob sie ein Verbrechen ist ist eine Frage des Gesetzes. Und ob sie ein Verbrechen sein soll oder nicht ist eine Frage der Politik. Alles klaro?
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon erbreich » Fr 25. Mär 2005, 22:37

Original von Maja-Louise und nun gibt es christen, die das nicht alles wörtlich nehmen in der bibel und nicht unbedingt alles einhalten, z.b. die 10 gebote... und nun die frage, ob diese christen einen verein o.ä. gegründet haben, mehr möchte ich ja nicht wissen...

Der Verein nennt sich "Kirche"... ;)
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Lamdil » Sa 26. Mär 2005, 02:13

Für viele "Christen" hier scheint ´liberal´ ein Schimpfwort zu sein. Solche machen mitunter das Wort ´Christen´ vor anderen zum Schimpfwort. Ein trauriges Zeugnis zweifelhaft ausgelegter Lehren.

Ich kenne Christen, die sicher als liberal bezeichnet werden. Und doch leben sie selbst die Gebote ihres Glaubens strenger als so manch ein Pharisäer-Christ.

Vor allem aber sind sie dabei nicht so widerlich selbstherrlich. Ja, es gibt sie und es ist gut, dass es sie gibt.



Die Macht des Wortes bezwingt das Chaos.

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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon stranger » Sa 26. Mär 2005, 08:08

Vielleicht sollte Maja-Louise mal definieren, was sie unter "liberale Christen" versteht.

Offenbar gibt es sehr unterschiedliche Meinungen hierzu. Ich gebe Lamdil Recht: Pharisäertum und Selbstherrlichkeit sind zu verwerfen.

Andererseits: Klare Lehren zu vermurksen, eindeutige Bibeltexte als Märchen zu relativieren sowie Bibelkritik und historisch-kritische Theologie zu vertreten, hat mit Christsein für mich nichts mehr zu tun.

Mein Verständnis von "liberale Christen" findet Ihr hier:

Liberale Christen

Und diese Liberalen sind für mich eindeutig auf dem falschen Dampfer. (Punkt)

Also, Maja-Louise, entspricht der Link auch Deiner Definition von "liberalen Christen"?

Viele Grüße

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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon jeremia » Sa 26. Mär 2005, 08:33

hab´ gerade den text von stranger "die liberalen" gelesen, auch was ueber andere christen steht.
vorweg: einiges stimmt, anderes wieder nicht. zb. dass einem katholiken die bibel fast egal waere, dem kann ich nicht zustimmen. besser gesagt einem GLAEuBIGEN katholiken.
zur historisch kritischen bibelkritik: da bin ich ziemlich unschluessig, was dieses thema betrifft. einerseits finde ich gut, wenn man sich mit der bibel auch wissenschaftlich befasst, andererseits kann man nicht sagen " es gibt keine wunder, und deshalb muessen die wunderer jesu anders zu deuten sein!" ich kann mich da an das beruehmte bultmann zitat erinnern:" man kann von einem menschen, der einen radioapparat besitzt nicht verlangen an wunder zu glauben!"
das beweist mir, dass herr bultmann nie glaeubig war, denn ich hab´ schon soviele wunder erlebt, dass ich schon bald mit dem buchschreiben anfangen koennte!
ich halte fest: (auch)wissenschaftlicher umgang mit der bibel ja!
rein historisch kritisch nein!
ich wuerde es schoen finden, wenn man heutzutage wieder theologie studieren koennte, ohne angst haben zu muessen, den glauben zu verlieren. es gibt da schon einige gute fakultaeten auch, aber die sind in der minderheit.
ich persoenlich habe einige konservative und einige liberale anteile in und an mir.ueberall wo es um die christliche lehre geht, bin ich eher konservativ und ueberall wo ich direkt mit menschen zu tun habe eher liberal!
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon WeißesLicht » Sa 26. Mär 2005, 09:36

Original von Maja-Louise
was ein "richtiger" christ und ein liberaler christ ist, ist wie immer relativ und auslegungssache, aber ich meine, die die nicht abtreibung und verhütung und homosexualität als verbrechen an sehen und die einfach alles lockere machen...
verstehst du??



Maja


das würde ich jetzt aber nicht als liberal bezeichnen....

Denn die Gnade Gottes ist erschienen, um alle Menschen zu retten. (Titus 2,11)

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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon WeißesLicht » Sa 26. Mär 2005, 09:41

Original von stranger
Mein Verständnis von "liberale Christen" findet Ihr hier:

Liberale Christen



wie hier liberale Christen definiert werden, hat nichts mit Definition zu tun, sondern mehr mit Diffamierung. In vielen Teilen ist sie schlichtweg falsch

Interessant an dieser Website ist, dass sie sich durch ihre Adresse den Anschein gibt, als handele es sich um eine offizielle Site der Evangelikalen. Ist sie aber nicht, sondern lediglich die private Website eines evangelikalen Pfingstlers.


gby

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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Scardanelli » Sa 26. Mär 2005, 09:57

Das Christentum ist per se eine liberale Form des Judentums. Werte des Liberalismus sind die Freiheit der Person von geistigem, politischem und sozialem Zwang. Im Christentum ist es die Befreiung vom Gesetz durch Jesus. Die Freiheit des Einzelnen soll hier die Verwirklichung höherer, übergeordneter Interessen bewirken.
Vom Zwang aus materiellem Reichtum befreit das Christentum, indem es sich vom Reichtum selbst befreit. Wer nicht Reich in materiellen Dingen ist, der ist auch frei der Sorgen um den materiellen Reichtum. Jesus befreit den Menschen also von seinen Sorgen, indem sich der Mensch selbst von allem Ballast befreit. Aus materiellen Dingen kann nach der Befreiung von ihm weder der Geist, weder das Politische, noch das Soziale einem Zwang unterliegen, womit Jesus selbst ein radikaler Liberaler ist.
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon erbreich » Sa 26. Mär 2005, 09:57

Original von jeremia
ueberall wo es um die christliche lehre geht, bin ich eher konservativ und ueberall wo ich direkt mit menschen zu tun habe eher liberal!
Finde ich eine empfehlenswerte Haltung, die den Geist der Gottes- und Nächstenliebe atmet. :applause: Der Buchstabe tötet (Beziehungen) :cry: , der Geist gibt Leben (spendet lebendige Beziehungen) :umarm: .
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Maja-Louise » Sa 26. Mär 2005, 10:10

@ stranger

so entwa stelle ich mir liberale christen vor...
aber auch nicht 100%ig
es ist lustig, das sie hier alle über liberale christen und "richtige" christen streiten, dabei wollte ich nur wissen, ob es sowas wie einen "Verein" von liberalen christen gibt (so wie www.liberale-juden.de)


Gruß,
Maja
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon erbreich » Sa 26. Mär 2005, 10:31

Original von Scardanelli
Aus materiellen Dingen kann nach der Befreiung von ihm weder der Geist, weder das Politische, noch das Soziale einem Zwang unterliegen, womit Jesus selbst ein radikaler Liberaler ist.
Meinst Du nach der Befreiung von ihm (dass wir von Jesus frei werden müssen, falls wir keinen Zwängen unterliegen möchten) oder nach der Befreiung durch ihn (dass Jesus uns also von jedem Zwang frei macht)?

Wer von jedem Zwang frei ist, der darf alles, und hat doch stets darauf zu achten, dass ihn nichts gefangen nimmt.

Da erhebt sich mir die Frage: Gibt es eine - von uns selbst konstruierte - Gefangenschaft in Jesus , so dass auch die Aussage, wir müssten von Jesus frei werden (nämlich eben von der selbstgemachten Gefangenschaft in ihm), richtig sein könnte?
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon erbreich » Sa 26. Mär 2005, 10:46

Original von Maja-Louise
dabei wollte ich nur wissen, ob es sowas wie einen "Verein" von liberalen christen gibt
so sag´ ich´s halt noch einmal: Diesen Verein gibt es, er nennt sich ´Kirche´, oder, wenn Du es noch etwas spezifischer haben möchtest: ´Landeskirche´. Wenn die reformierte Landeskirche sich als "Offene Such- und Weggemeinschaft" definiert, dann ist sie doch eindeutig liberal, oder?
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Joggeli » Sa 26. Mär 2005, 11:01

Original von WeißesLicht
Original von stranger
Mein Verständnis von "liberale Christen" findet Ihr hier:

Liberale Christen



wie hier liberale Christen definiert werden, hat nichts mit Definition zu tun, sondern mehr mit Diffamierung. In vielen Teilen ist sie schlichtweg falsch

Interessant an dieser Website ist, dass sie sich durch ihre Adresse den Anschein gibt, als handele es sich um eine offizielle Site der Evangelikalen. Ist sie aber nicht, sondern lediglich die private Website eines evangelikalen Pfingstlers.


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Die einzige die hier diffamiert, bist doch du selber beim Schreiben dieser Antwort.

Ich finde es ist ein guter Versuch, den Begriff "liberale Christen" zu definieren. Ob die Definition in allen Punkten zutrifft, kann man diskutieren, aber im Grossen und Ganzen finde ich die Erklärung ganz gut.

Vielleicht ist es ja so, dass du dich nicht als liberal bezeichnen möchtest, aber nun per se in diese Sparte zugeordnet wirst. Oder aber du möchtest eigentlich als liberal angesehen werden, doch es treffen nicht alle Punkte auf dich zu?

Egal - aus evangelikaler Sicht, trifft die Erklärung in den meisten Aussagen genau den Punkt.

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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Joggeli » Sa 26. Mär 2005, 11:05

Original von Maja-Louise
@ stranger

so entwa stelle ich mir liberale christen vor...
aber auch nicht 100%ig
es ist lustig, das sie hier alle über liberale christen und "richtige" christen streiten, dabei wollte ich nur wissen, ob es sowas wie einen "Verein" von liberalen christen gibt (so wie www.liberale-juden.de)


Gruß,
Maja


Nur kann deine Frage nicht beantwortet werden, solange der Begriff "liberal" in deinem Sinn nicht definiert ist. Wie du merkst, gibt es hier bereits Zündstoff.

Zudem sind Namensgebungen sowieso nicht aussagekräftig. So gibt es auch für die Bezeichnung "Christ" keine Definition, hinter der alle stehen könnten, die sich selber als "Christ" bezeichnen. ;)

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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Maja-Louise » Sa 26. Mär 2005, 11:09

wenn man wartet, bis alles ausdiskutiert ist und man an jedem wort und buchstaben seinen doktor macht, dann muss ich warten, bis ich tot bin


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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Andi69 » Sa 26. Mär 2005, 11:37

Original von Joggeli
Die einzige die hier diffamiert, bist doch du selber beim Schreiben dieser Antwort.

Ich finde es ist ein guter Versuch, den Begriff "liberale Christen" zu definieren. Ob die Definition in allen Punkten zutrifft, kann man diskutieren, aber im Grossen und Ganzen finde ich die Erklärung ganz gut.

Vielleicht ist es ja so, dass du dich nicht als liberal bezeichnen möchtest, aber nun per se in diese Sparte zugeordnet wirst. Oder aber du möchtest eigentlich als liberal angesehen werden, doch es treffen nicht alle Punkte auf dich zu?

Egal - aus evangelikaler Sicht, trifft die Erklärung in den meisten Aussagen genau den Punkt.

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Lieber Joggeli

Wenn mir als (gemäss diesem Link) Traditionalist (da aktives Mitglied der ev.-ref. Kirche des Kantons BL) unterstellt wird, ich würde die Bibel nicht lieben, dann ist das nichts anderes als eine ausgesprochen freche Diffamierung. Und wenn Du diese Definitionen auch noch gutheisst, dann schliesst Du Dich dieser Diffamierung gleich mit an.

Vielen Dank und auch Dir schöne Ostern.
:x
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Joggeli » Sa 26. Mär 2005, 12:02

Original von Andi69
Original von Joggeli
Die einzige die hier diffamiert, bist doch du selber beim Schreiben dieser Antwort.

Ich finde es ist ein guter Versuch, den Begriff "liberale Christen" zu definieren. Ob die Definition in allen Punkten zutrifft, kann man diskutieren, aber im Grossen und Ganzen finde ich die Erklärung ganz gut.

Vielleicht ist es ja so, dass du dich nicht als liberal bezeichnen möchtest, aber nun per se in diese Sparte zugeordnet wirst. Oder aber du möchtest eigentlich als liberal angesehen werden, doch es treffen nicht alle Punkte auf dich zu?

Egal - aus evangelikaler Sicht, trifft die Erklärung in den meisten Aussagen genau den Punkt.

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Lieber Joggeli

Wenn mir als (gemäss diesem Link) Traditionalist (da aktives Mitglied der ev.-ref. Kirche des Kantons BL) unterstellt wird, ich würde die Bibel nicht lieben, dann ist das nichts anderes als eine ausgesprochen freche Diffamierung. Und wenn Du diese Definitionen auch noch gutheisst, dann schliesst Du Dich dieser Diffamierung gleich mit an.

Vielen Dank und auch Dir schöne Ostern.
:x


Weshalb denn so empfindlich? Eine Definition bezieht sich immer auf einen Durchschnitt, oder auf einen mehrheitlich anzutrffenden Zustand. Ausnahmen sind zum Glück immer möglich - so gibt es in unserem Land einige Landeskirchen, welche von der Regel abweichen.

Oft ist in einer ev. Landeskirche ein Pfarrer, welcher sein Amt als Beruf ausübt, aber dabei nicht zwingend die Bibel ernst nimmt. Er muss auch nicht wiedergeboren sein - es ist viel wichtiger, dass er niemandem auf die Zehen tritt. Im Gegensatz dazu ist es bei Freikirchen und evalgelikalen Gemeinden in der Regel anders. Da muss der Bewerber nicht zwingend die Hochschule absolviert haben, aber es wird erwartet, dass er den Weg mit Jesus geht und selber glaubt und lebt, was er von der Kanzel predigt.

Ich bleibe dabei, dass viele sog. Christen sehr liberal denken, und dass ein grosser Teil der landeskrichichen Pfärrer dies auch entsprechend vormachen.

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*ebenfalls schöne Ostern wünschend*
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon jeremia » Sa 26. Mär 2005, 18:47

ich finde vor allem, dass das katholische bild in diesem text nicht korrekt gezeichnet wurde.
es ist ganz einfach eine unzulaengliche und deshalb zu unterlassene verallgemeinerung.
genauso dumm waere es, wenn ich schreiben wuerd, dass alle evangelikalen.........
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Scardanelli » Sa 26. Mär 2005, 19:16

@Erbreich,
Meinst Du nach der Befreiung von ihm
Nein, da habe ich mich vertippt, ich meinte von „ihnen“, also von den materiellen Dingen, wie in der Bergpredigt ausgedrückt.
Wer von jedem Zwang frei ist, der darf alles, und hat doch stets darauf zu achten, dass ihn nichts gefangen nimmt.
Wer von Zwängen frei ist, den wird nichts gefangen nehmen und niemand kann diesen in Versuchung führen.
Da erhebt sich mir die Frage: Gibt es eine - von uns selbst konstruierte - Gefangenschaft in Jesus , so dass auch die Aussage, wir müssten von Jesus frei werden (nämlich eben von der selbstgemachten Gefangenschaft in ihm), richtig sein könnte?
Ja, so eine Gefangenschaft ist vorstellbar. Aber die biblische Überlieferung gibt dafür kein Beispiel, also findet derlei im christlichen Horizont nicht statt, so dass sich hier kein Problembewusstsein ausbilden kann.
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon William Penn » Sa 26. Mär 2005, 20:52

Original von WeißesLicht
Original von stranger
Mein Verständnis von "liberale Christen" findet Ihr hier:

Liberale Christen



wie hier liberale Christen definiert werden, hat nichts mit Definition zu tun, sondern mehr mit Diffamierung. In vielen Teilen ist sie schlichtweg falsch
Nein, eine sehr gute, ausgewogene und vorzüglich geschriebene Seite. Und daß die Liberalen statistisch gesehen als Auslaufmodell prominieren, ist nicht Schuld des Seitenbetreibers ...

Zum Etikettenschwindel ´liberal´ sollte man allerdings schon klar sehen: Das ist bloß ein anderes Wort für ´inkonsequent´.

Höre Israel:
Jahwe, unser Gott,
ist ein einziger Jahwe!


5. Mose 6:4

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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon jeremia » Sa 26. Mär 2005, 21:02

das sehe ich anders!
diese seite betreibt schubladisierung. mag sein, dass es "liberale" gibt, welche so sind, wie hier beschrieben.
mag sein, dass es katholiken gibt, die so glauben, wie hier unter traditionalisten abgehandelt.
kann auch sein, dass es evangelikale gibt, welche sich zeigen, wie hier beweihraeuchert dargestellt.
dennoch ist diese seite sicher nicht ausgewogen. es gibt alleine auf katholischem sektor 100´e verschiedene klerus und laienbewegungen. die wuerden sich herzlich bedanken auf einer a4 seite von einem ingemar abgehandelt zu werden, als waeren sie ein toter fisch!
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon erbreich » So 27. Mär 2005, 11:25

@Scardanelli

Gibt es eine - von uns selbst konstruierte - Gefangenschaft in Jesus , so dass auch die Aussage, wir müssten von Jesus frei werden (nämlich eben von der selbstgemachten Gefangenschaft in ihm), richtig sein könnte?
Original von Scardanelli
Ja, so eine Gefangenschaft ist vorstellbar. Aber die biblische Überlieferung gibt dafür kein Beispiel, also findet derlei im christlichen Horizont nicht statt, so dass sich hier kein Problembewusstsein ausbilden kann.
Das sehe ich auch so. Dadurch sind der Blindgläubigkeit und aller Art religiöser Verblendung Tür und Tor geöffnet. Glaube kann auch gefangen nehmen...
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Scardanelli » So 27. Mär 2005, 11:42

@erbreich,
deshalb ist es besser gar nicht zu glauben, oder den eigenen Glauben selbst in Frage zu stellen, denn eines dürfen wir nach Jesus sicher, wir dürfen uns selbst anklagen, das ist nicht verboten und hält in Form. Wenn du also auf der Suche nach Blindgläubigen bist, dann stelle dich vor einen Spiegel und gib dir selbst Saures. Dir selbst darfst du ohne Reue jeden Balken aus deinen Augen herausziehen und jeden Auffordern, dir nicht zu glauben: „Glaubt mir nicht, denn ich bin ein Blindgläubiger, ich bin ein Gefangener meiner Sünde, wer mir nachfolgt, ist selber schuld!“
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon erfahrung5 » So 27. Mär 2005, 11:58

@erbreich

Natürlich dürfen wir unser selbst anklagen. Das macht hellsichtig und fit für den Dienst am Nächsten.

______________________________________
Wer Jesus nicht im Herzen trägt, sucht ihn und den Himmel vergebens im ganzen Weltall.
(Erfahrung5 25.6.2003)
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Joggeli » So 27. Mär 2005, 12:24

Original von William Penn
Zum Etikettenschwindel ´liberal´ sollte man allerdings schon klar sehen: Das ist bloß ein anderes Wort für ´inkonsequent´.


Das dürfte hinkommen.

Und sobald jemand Teile der Bibel als unwahr hinstellt, bzw. als von Menschen hinzu gedichtet, ist er inkonsequent, und wir sind mit der Diskussion da, wo schon mancher Thread gelandet ist.

Es gibt zu viele Leute, die denken, Kompromisse im Glauben oder im Verständnis mit Gottes Wort seien der einzige Weg, um nirgends anzustossen. Allen recht getan, niemandem an den Karren fahren, und alle in Ruhe so weiterleben lassen - auch wenn sie noch so gottlos sind.

Ich weiss, es tönt hart, aber es konnte mir bisher niemand beweisen, dass Jesus wirklich Kompromisse einging. In aller Liebe hat er immer klar geredet.

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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon erbreich » So 27. Mär 2005, 12:36

@Scardanelli
Gut argumentiert, gefällt mir!
Original von Scardanelli
„Glaubt mir nicht, denn ich bin ein Blindgläubiger, ich bin ein Gefangener meiner Sünde, wer mir nachfolgt, ist selber schuld!“
Genau! Deshalb fordere ich die Menschen ja auch nicht zu meiner Nachfolge auf, sondern eben zur Nachfolge Jesu, der ein ´Sehender´ war und ein ´Sündloser´!

Mohsen Charifi hat es schön ihn Worte gefasst:
"Nicht wer mir nachfolgt, wer seinen eigenen Weg geht ist mein Begleiter."
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Scardanelli » So 27. Mär 2005, 12:42

Zitat von Joggeli
Ich weiss, es tönt hart, aber es konnte mir bisher niemand beweisen, dass Jesus wirklich Kompromisse einging.
Es sind zwei verschiedene Dinge, ob Jesus Kompromisse eingegangen ist und wenn Ja, ob du das Vermögen hast, dies einzusehen.

Die Gebote Gottes zu halten, ist eine Forderung. Jesus stirbt für unsere Sünden, weil wir die Gebote Gottes nicht halten können, ist ein Kompromiss an den Geboten Gottes. Ich weiß, es tönt hart, denn es spielt keine Rolle an diesem Sachverhalt, ob du das jetzt sehen kannst oder auch nicht.
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon erfahrung5 » So 27. Mär 2005, 13:09

Original von erbreich
Mohsen Charifi hat es schön ihn Worte gefasst:
"Nicht wer mir nachfolgt, wer seinen eigenen Weg geht ist mein Begleiter."


Auf dem schmalen Weg gehts nur hintereinander.

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Wer Jesus nicht im Herzen trägt, sucht ihn und den Himmel vergebens im ganzen Weltall.
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon erbreich » So 27. Mär 2005, 13:34

Original von erfahrung5
Auf dem schmalen Weg gehts nur hintereinander.
Da hast Du natürlich auch recht, doch auch dann ist Dein Weg Dein Weg und mein Weg ist mein Weg - sogar dann, wenn Jesus als Erster geht.

Ein jeder von uns muss sein eigenes Kreuz auf sich nehmen - oder, anders gesagt, seinen eigenen Weg unter die Füsse nehmen - um IHM nachzufolgen.
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon Scardanelli » So 27. Mär 2005, 13:57

@Erbreich,
Genau! Deshalb fordere ich die Menschen ja auch nicht zu meiner Nachfolge auf, sondern eben zur Nachfolge Jesu, der ein ´Sehender´ war und ein ´Sündloser´!
Wenn du jemanden aufforderst, einem anderen nachzufolgen, dann forderst du ihn mittelbar auf, dass er dir nachfolgen soll. So verschleiert man seine Motivation. Du bist es, der dafür einsteht, dass Jesus ein Sehender war und obendrein sündlos. Wenn du sagst, Jesus sei ein Sehender gewesen, dann musst du genau das gesehen haben, was Jesus gesehen hat, sonst kannst du dieses Urteil gar nicht abgeben. Damit sagst du implizit, dass auch du ein Sehender bist, oder so sehend wie du es Jesus unterstellst. Und wenn dies so ist, dann kann man auch getrost dir nachfolgen.

Wenn du dagegen sagst, nach meinem Dafürhalten ist Jesus ein Sündloser gewesen, dann hängt das von deinen nach außen eingestandenen Vermögen ab, was du unter sündlosem Dasein verstehst. Wenn ich dagegen nehme, was ich unter Sünde verstehe, dann war Jesus nicht sündlos. Weiterhin würde ich schon gar niemandem empfehlen jemandem nachzufolgen, dem ich selbst nicht nachfolge. Lebst du wie Jesus, dass du empfehlen könntest, ihm nachzufolgen? Wenn du es dennoch tust, eben wider dieser Erfahrung, dann weißt du ja gar nicht, was du da empfiehlst. Jesus hat dem noch sein Hemd gegeben, der ihn um seinen Mantel bat und Jesus ist mit dem zwei Meilen gegangen, der ihn um eine genötigt hat. Ist dies deine Lebenserfahrung?
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon erfahrung5 » So 27. Mär 2005, 14:39

Original von erbreich
Original von erfahrung5
Auf dem schmalen Weg gehts nur hintereinander.
Da hast Du natürlich auch recht, doch auch dann ist Dein Weg Dein Weg und mein Weg ist mein Weg - sogar dann, wenn Jesus als Erster geht.

Ein jeder von uns muss sein eigenes Kreuz auf sich nehmen - oder, anders gesagt, seinen eigenen Weg unter die Füsse nehmen - um IHM nachzufolgen.


Mein Weg ist immer der breite Weg(der Weg des geringsten Widerstandes)und wenn ich den verlasse, ist es nicht mehr mein Weg. Das eigene Kreuz ist die Verleugnung des eigenen Weges.

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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon erbreich » So 27. Mär 2005, 15:22

@Scardanelli
Original von Scardanelli
Wenn du jemanden aufforderst, einem anderen nachzufolgen, dann forderst du ihn mittelbar auf, dass er dir nachfolgen soll.
Nein, dass tue ich nicht. Wenn ich einen suchenden Menschen zur Nachfolge Jesu ermutige, dann ermutige ich diesen Menschen eben Jesus nachzufolgen dadurch, dass er seinen ganz persönlichen Weg der Nachfolge geht - und der kann ganz anders sein und ganz woanders langgehen als meiner. Ich fordere ihn also auf, sein Kreuz auf sich zu nehmen (nicht meines oder dasjenige Jesu), seinen Lebens-Weg in Wahrheit zu gehen. Das verstehe ich unter Nachfolge Jesu.
Du bist es, der dafür einsteht, dass Jesus ein Sehender war und obendrein sündlos.
Ja.
Wenn du sagst, Jesus sei ein Sehender gewesen, dann musst du genau das gesehen haben, was Jesus gesehen hat,
Nein, muss ich nicht: Wenn meine Frau am Abend nach Hause kommt und mir erzählt, dass sie an diesem Tag einem Menschen das Leben gerettet hat, dann kann ich vor meinen Mitmenschen dafür einstehen, dass sie das getan hat, und zwar ohne dass ich es selber gesehen hätte. Wie das? Weil ihr mein Vertrauen gehört.
Wenn ich dagegen nehme, was ich unter Sünde verstehe, dann war Jesus nicht sündlos.
Dann kannst Du in ihm auch nicht den Retter der Welt erkennen.
Jesus hat dem noch sein Hemd gegeben, der ihn um seinen Mantel bat und Jesus ist mit dem zwei Meilen gegangen, der ihn um eine genötigt hat. Ist dies deine Lebenserfahrung?
Es ist eine Seite meiner Lebenserfahrung. Eine andere ist die, dass ich mich in mir verschliesse, mich verweigere, nicht gebe, nicht helfe... dass ich ein Sünder bin durch und durch und mein Leben vollständig abhängig von der Gnade Gottes.
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon erbreich » So 27. Mär 2005, 15:45

Original von erfahrung5
Das eigene Kreuz ist die Verleugnung des eigenen Weges.
Ich denke ich weiss, was Du sagen willst und kann dem auch zustimmen. Trotzdem: Demgemäss wäre also Jesu Kreuz die Verleugnung des Weges Jesu?

Ich bleibe dabei: Mein Kreuz auf mich zu nehmen ist wesentlicher und unerlässlicher Bestandteil meines Weges in Gott.
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Gibt es eigentlich liberale Christen??

Beitragvon erfahrung5 » So 27. Mär 2005, 15:57

Original von erbreich
Wenn du sagst, Jesus sei ein Sehender gewesen, dann musst du genau das gesehen haben, was Jesus gesehen hat,
Nein, muss ich nicht: Wenn meine Frau am Abend nach Hause kommt und mir erzählt, dass sie an diesem Tag einem Menschen das Leben gerettet hat, dann kann ich vor meinen Mitmenschen dafür einstehen, dass sie das getan hat, und zwar ohne dass ich es selber gesehen hätte. Wie das? Weil ihr mein Vertrauen gehört.


Ja, ich habe gesehen, was Jesus gesehen hat und kann bestätigen, dass Jesus ein Sehender war und ist. Als das Licht der Welt hat Er hat den Teufel gesehen und ihn in seine Schranken gewiesen und hat sich mit der Sünde nicht eingelassen.
Den Teufel, dem ich vorher gedient hatte, habe ich auch gesehen nachdem es in mir hell geworden war. Im Namen Jesu konnte ich ihn austreiben und seitdem glaube ich nur noch Jesus und dem Teufel kein Wort mehr.

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