Jesus im Judentum

Themen im Zusammenhang mit dem jüdischen Glauben an G"tt

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Re: Jesus im Judentum

Beitragvon Haimax » Di 22. Sep 2009, 15:53

Jakow hat geschrieben:
Haimax hat geschrieben:So denken die Juden und ich muss ihnen Recht geben!
Die meisten Juden kennen die Propheten so gut, dass sie schon von daher wissen, dass Jesus eben nicht auf irgendwelche Weisungen dort passt und schon gar nicht auf die Stellen, welche sich explizit mit dem Moschiach beschäftigen.

Nach meiner Ansicht läuft es so: "Jemand erzählt dem Kutscher, dass der Besitzer der Scheune mit dem Pfeil mitten ins Schwarze getroffen hat. Der Kutscher überprüft dies und findet den Pfeil weit neben der Zielscheibe. Er geht zurück und fragt nach und erfährt: Das Schwarze ist in der Zielscheibe? Die Zielscheibe hängt an der Scheune? Und wo hängt der Pfeil? Siehst du, alles belegt."


Da hast du auch Recht.

Aber:

Das Judentum und der Messias

Es gibt drei Hauptforderungen im Hinblick auf Jesus, die Christen erheben und die Juden kategorisch zurückweisen:

1. Der Märtyrertod, den Jesus erlitten hat, führt Sühne für kollektive Sünden der Menschheit oder Sünden des Individuums herbei.

2. Wir weisen die Idee zurück, daß G'tt sich in irgendeiner menschlichen Form inkarniert hat, dass irgendein menschliches Wesen ein Objekt der Anbetung sein könnte.

3. Wir weisen zurück, was Paulus in seinen Briefen behauptet - nämlich daß das Leben und der Tod von Jesus das jüdische Religionsgesetz und seine Einhaltung nutzlos machen.

Wer mit e i n e r dieser Forderungen übereinstimmt, mag Christ sein - Jude ist er jedenfalls nicht.

Zu der Zeit als Jesus lebte, waren die Erwartungen von Juden an den Messias sehr klar. Der Messias, den unser Volk erwartete, würde vier Dinge tun bzw. herbeiführen:

1. Das Ende der Unterdrückung der Juden durch die Römer

2. Einen Nachkommen König Davids über ein vereinigtes Israel einsetzen

3. Die wunderbare Rückkehr der ins Exil Zerstreuten in das Land Israel

4. Eine unendliche Zeit des Friedens und der Harmonie in der Welt.

Ganz einfach gesagt: Jesus hat nichts davon getan. Deshalb kann er aus jüdischer Sicht nicht der Messias sein.

Gruss
Alle Menschen sind gleich.
Rassen, Nationalität und Religion spielen keine Rolle, wichtig ist der gelebte Respekt, die Tolleranz, das Recht auf Glück und das Recht sich zu verwirklichen.
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Re: Jesus im Judentum

Beitragvon valdes » Di 22. Sep 2009, 17:26

quellenangabe wäre jeweils nett.
ist ein guter text, den du hier zweimal zitiert hast, hab den auch mal gelesen und glaub sogar in diesem forum zitiert. einfach andere stellen...

ich hab ihn von hier: http://www.hagalil.com/archiv/2001/04/christentum.htm
zu sagen: "hier herrscht freiheit" ist immer ein irrtum, oder auch eine lüge, denn freiheit herrscht nicht. erich fried
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Re: Jesus im Judentum

Beitragvon Daniel2000 » Do 1. Okt 2009, 11:27

Haimax hat geschrieben:War Jesus der vorhergesagte Messias der Juden?

Nein...

Bibeltreue Christen zitieren immer wieder Passagen aus den hebräischen Schriften, die - wie sie sagen - punktgenau und unverkennbar auf Umstände im Leben Jesu hinweisen, wie sie im Neuen Testament erzählt werden. "Wie ist das möglich" fragen sie "wenn Jesus nicht der Messias ist, von dem die Propheten gesprochen haben?".

Es ist ganz einfach. Im 18 Jahrhundert gab es in Polen einen hochgeschätzten Prediger - den Maggid von Dubnow. Er erzählte eine Geschichte, die diese Frage beantwortet:

"Einst fuhr ein Mann in seinem Wagen über das Land. Er kam an einer Scheine vorbei. Und auf der einen Seite der Scheune waren einige Zielscheiben. Genau im Zentrum steckte in jeder ein Pfeil.

Der Mann hielt seinen Wagen an und sagte: "Ich muss unbedingt die Person treffen, die jedesmal so perfekt geschossen hat". Er fand den Besitzer der Scheune und fragte ihn: "Wie ist es möglich daß du niemals den Mittelpunkt der Zielscheibe verpasst hast - und das bei jedem Pfeilschuss?"

"Ganz einfach" antwortete der Mann. "Zuerst habe ich den Pfeil in die Scheunenwand geschossen und dann habe ich die Zielscheibe darum herum gemalt".

Wie zeigen die Schriften des Neuen Testaments, dass das Leben von Jesus und seine Taten sich in das einfügen, was in den hebräischen Schriften vorhergesagt wird? Ganz einfach: Die Schreiber des Neuen Testaments haben ihre Erzählungen so verfasst, daß ihre Darlegungen vom Leben Jesu mit den prophetischen Passagen, die sie so gut aus den hebräischen Schriften kannten, übereinstimmten.

So denken die Juden und ich muss ihnen Recht geben!


Man sagt auch dazu: "Vorhersage im Nachhinein" oder Jesus´ Geschichte wurde auf das AT hingetrimmt. ;)

Schalom
Daniel
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Re: Jesus im Judentum

Beitragvon Lambert » So 18. Okt 2009, 17:44

Daniel2000 hat geschrieben:
Haimax hat geschrieben:War Jesus der vorhergesagte Messias der Juden?

Nein...

Bibeltreue Christen zitieren immer wieder Passagen aus den hebräischen Schriften, die - wie sie sagen - punktgenau und unverkennbar auf Umstände im Leben Jesu hinweisen, wie sie im Neuen Testament erzählt werden. "Wie ist das möglich" fragen sie "wenn Jesus nicht der Messias ist, von dem die Propheten gesprochen haben?".

Es ist ganz einfach. Im 18 Jahrhundert gab es in Polen einen hochgeschätzten Prediger - den Maggid von Dubnow. Er erzählte eine Geschichte, die diese Frage beantwortet:

"Einst fuhr ein Mann in seinem Wagen über das Land. Er kam an einer Scheine vorbei. Und auf der einen Seite der Scheune waren einige Zielscheiben. Genau im Zentrum steckte in jeder ein Pfeil.

Der Mann hielt seinen Wagen an und sagte: "Ich muss unbedingt die Person treffen, die jedesmal so perfekt geschossen hat". Er fand den Besitzer der Scheune und fragte ihn: "Wie ist es möglich daß du niemals den Mittelpunkt der Zielscheibe verpasst hast - und das bei jedem Pfeilschuss?"

"Ganz einfach" antwortete der Mann. "Zuerst habe ich den Pfeil in die Scheunenwand geschossen und dann habe ich die Zielscheibe darum herum gemalt".

Wie zeigen die Schriften des Neuen Testaments, dass das Leben von Jesus und seine Taten sich in das einfügen, was in den hebräischen Schriften vorhergesagt wird? Ganz einfach: Die Schreiber des Neuen Testaments haben ihre Erzählungen so verfasst, daß ihre Darlegungen vom Leben Jesu mit den prophetischen Passagen, die sie so gut aus den hebräischen Schriften kannten, übereinstimmten.

So denken die Juden und ich muss ihnen Recht geben!


Man sagt auch dazu: "Vorhersage im Nachhinein" oder Jesus´ Geschichte wurde auf das AT hingetrimmt. ;)

Schalom
Daniel





Ist ja eine erzählung die vielfacher Weise in Slabslicks zu sehen ist, macht man da sich nicht zu leicht das Evangelium zu einer Unwahrheit zu erklären? Selbst die Verheißungen die für Israel gelten, haben sich vor Jahren erfüllt, schon deswegen nach fast 2000 jährige Dispora dieses Land als Staat an Ort und Stelle exetiert ist ein Beweis genug das Gott lebt.



Grüsse, Andreas :praisegod: :praise:
Lambert
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Re: Jesus im Judentum

Beitragvon Lambert » Mi 28. Okt 2009, 17:06

Ja Daniel, hüllst Du du dich in schweigen, sehe es einfach ein das es ein Gott gibt und sich in Jesus offenbart hat, all Argumente sind wenig überzeugend. Denn viele Menschen haben in ihren Leben Jesus erfahren. Er lässt die Seinen nicht alleine, wage diesen Schritt zu Jesus hin, was verlierst Du denn?


Herzliche Grüsse, Andreas :praisegod: :praise: :comeon:
Lambert
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