mündliche Lehre des Judentums?

Themen im Zusammenhang mit dem jüdischen Glauben an G"tt

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mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon quirl » Do 5. Jan 2006, 12:15

Was ist die mündliche Lehre des Judentums? Woher kommt kommt sie?

lg quirl
[FONT=comic sans ms]Glaube ist nichts von mir selbst, sondern alles von Gott zu erwarten.[/FONT]
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Nitrosio » Do 5. Jan 2006, 12:25

24Ihr verblendeten Leiter, die ihr Mücken seihet und Kamele verschluckt! 25Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln auswendig reinlich haltet, inwendig aber ist's voll Raubes und Fraßes! Matthäus 23
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Schoschannah » Fr 6. Jan 2006, 17:54

Der Talmud ist eigentlich eher die schriftliche Darlegung. Die mündliche Lehre ist eher die Kabbala, wie der Begriff schon sagt: kbl (kibel): von Mund zu Ohr.

http://www.kheper.net/topics/Kabbalah/Kabbalah.htm

Grüsslis

Die Krähen behaupten, eine einzige Krähe könne den Himmel zerstören. Das ist zweifellos, beweist aber nichts gegen den Himmel, denn Himmel bedeutet eben: Unmöglichkeit von Krähen.

(Franz Kafka)






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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon David-Elasar-Lewi » Mo 20. Feb 2006, 00:06

Das ist aber nicht richtig !!!!

Die Kabbalar ist die jüdische Geheimlehren und Praktiken. Das hat weder mit hebräische noch christliche Heilige Schrift zu tun.

Nachtrag von mir: Das ist schwarze und weiße Zauberrei, Hellsehen, Geisterbeschwörung usw.

Das weiß ich nicht 100 % sondern 1000 %
Schalom

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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon MessianicJew » Mo 20. Feb 2006, 18:09

@ David

was ist dann die Zohar in Deinen Augen, ich schlage mich gerade mit der Frage herum, von Socino die Gesamtkollektion
"Talmud, Middrash Rabbah und Zohar" zu kaufen.
Ich wäre Dir dankbar für einen Ratschlag.
MessianicJew
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Schoschannah » Mi 1. Mär 2006, 17:07

http://www.kheper.net/topics/Kabbalah/Kabbalah.htm

Da findest du auch den Sohar.

LG Scho

Die Krähen behaupten, eine einzige Krähe könne den Himmel zerstören. Das ist zweifellos, beweist aber nichts gegen den Himmel, denn Himmel bedeutet eben: Unmöglichkeit von Krähen.

(Franz Kafka)






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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Lambert » Sa 17. Nov 2007, 17:32

Original von Schoschannah
http://www.kheper.net/topics/Kabbalah/Kabbalah.htm

Da findest du auch den Sohar.

LG Scho



Ich glaube es kaum, daß die Kabbalah zur allgemeinen Lehre des Judentums gehört, zum einen ist es ein geheimes Zauberbuch, mit dem kanonischen Buch Sefer haz-Sohar - kurz Sohar. Zu diesem äußerst schwer verständlichen Text kommt die in mündlicher Form überlieferte Kabbala hinzu.
Was Gott sagt über Magie oder Zauberei ist ja bekannt, also die Kabbalah steht zum wiederspruch der Bibel, sie kann nach dem keine Lehre des Judentums sein.


Grüsse, Andreas
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Frau Katz » Sa 17. Nov 2007, 18:11

Original von Lambert
Ich glaube es kaum, daß die Kabbalah zur allgemeinen Lehre des Judentums gehört, zum einen ist es ein geheimes Zauberbuch,


"Geheim" und gleichzeitig öffentlich auf dem Internet einsehbar, oder als Buch zu kaufen...? Passt doch irgendwie nicht zusammen. ;)


Original von Lambert
Was Gott sagt über Magie oder Zauberei ist ja bekannt, also die Kabbalah steht zum wiederspruch der Bibel, sie kann nach dem keine Lehre des Judentums sein.


Ich seh nun nicht, inwiefern dort "Zauberei" gelehrt wird, kannst du mir auf die Sprünge helfen?

grüsse, barbara
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Lambert » Sa 17. Nov 2007, 19:14

Original von Frau Katz
Original von Lambert
Ich glaube es kaum, daß die Kabbalah zur allgemeinen Lehre des Judentums gehört, zum einen ist es ein geheimes Zauberbuch,


"Geheim" und gleichzeitig öffentlich auf dem Internet einsehbar, oder als Buch zu kaufen...? Passt doch irgendwie nicht zusammen. ;)


Original von Lambert
Was Gott sagt über Magie oder Zauberei ist ja bekannt, also die Kabbalah steht zum wiederspruch der Bibel, sie kann nach dem keine Lehre des Judentums sein.


Ich seh nun nicht, inwiefern dort "Zauberei" gelehrt wird, kannst du mir auf die Sprünge helfen?

grüsse, barbara



Das ist kein Beweis, das es kein Geheimheimis sei, einiges wird nicht veröffentlich.

Es ist absolut unmöglich, die Kabbala in ein paar Worten beschreiben zu wollen. Deshalb beschränke ich mich hier auf die Oberfläche und das "Handwerkszeug".

Die Kabbala (Vermächtnis) ist eine jüdische Geheimlehre mit dem kanonischen Buch Sefer haz-Sohar - kurz Sohar. Zu diesem äußerst schwer verständlichen Text kommt die in mündlicher Form überlieferte Kabbala hinzu. "Sekundärliteratur" gibt es relativ viel. Man kann es nicht in ein paar Sätzen beschreiben, vieles kommt ja auch aus dem Mittelalter.

Es gibt ja eine Jüdische Kabbalah
eine Christliche Kabbalah
eine Hermetische Kabbalah
eine Kabbala Popkultur (Maradonna ist eine bekannte Verterterin)

Sie läßt sich unterteilen in die praktische Kabbala, die Kabbala der Buchstaben, die ungeschriebene Kabbala und die dogmatische Kabbala.

Und zu dem kommt noch dazu, ich kannte einen Satanisten(ist lob und Dank heute ein Christ) er verwendete Formeln aus der Kabbalah neben von den Ruhnen der Kelten. Die Kabbalah gehört zu den einen gefährlichste Zauberbücher überhaubt von Gott einen weg zieht :x

Grüsse, Andreas
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Frau Katz » Sa 17. Nov 2007, 19:22

Original von Lambert
Und zu dem kommt noch dazu, ich kannte einen Satanisten(ist lob und Dank heute ein Christ) er verwendete Formeln aus der Kabbalah neben von den Ruhnen der Kelten. Die Kabbalah gehört zu den einen gefährlichste Zauberbücher überhaubt von Gott einen weg zieht :x


äh, und was ist dann genau passiert...? Weil, wenn ich "abrakadabra" oder sowas sage, passiert gar nichts.

Die Frage steht immer noch im Raum, inwiefern ist das "Zauberei"?

grüsse, barbara
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Lambert » Sa 17. Nov 2007, 19:34

Original von Frau Katz
Original von Lambert
Und zu dem kommt noch dazu, ich kannte einen Satanisten(ist lob und Dank heute ein Christ) er verwendete Formeln aus der Kabbalah neben von den Ruhnen der Kelten. Die Kabbalah gehört zu den einen gefährlichste Zauberbücher überhaubt von Gott einen weg zieht :x


äh, und was ist dann genau passiert...? Weil, wenn ich "abrakadabra" oder sowas sage, passiert gar nichts.

Die Frage steht immer noch im Raum, inwiefern ist das "Zauberei"?

grüsse, barbara




Löse dich mal von der kindliche Vorstellung der Zaubersprüche, ich hüte mich davor irgend ein Zauberspruch und ihre Ausswirkungen, denn es gibt so zahlrich wie die Dunkle Seiten der Menschen zu veröffentlichen, da würde ich mich ja versündigen, siehe der Versuch oder die Verbreitung von Falschgeld macht sich dem Gesetz schuldig. Ich hüte mich, genauso zu beschreiben wo die Zauberschprüche zu finden sei, es kommt einer Verführung gleich, denn es reicht ja alleine aus zu schreiben, ein Satanist hat die Spüche für Zauberei benutzt, diese Warnung ist vollkommend ausreichend


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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Frau Katz » Sa 17. Nov 2007, 19:49

Original von Lambert
Löse dich mal von der kindliche Vorstellung der Zaubersprüche, ich hüte mich davor irgend ein Zauberspruch und ihre Ausswirkungen, denn es gibt so zahlrich wie die Dunkle Seiten der Menschen zu veröffentlichen, da würde ich mich ja versündigen, siehe der Versuch oder die Verbreitung von Falschgeld macht sich dem Gesetz schuldig. Ich hüte mich, genauso zu beschreiben wo die Zauberschprüche zu finden sei, es kommt einer Verführung gleich, denn es reicht ja alleine aus zu schreiben, ein Satanist hat die Spüche für Zauberei benutzt, diese Warnung ist vollkommend ausreichend


nein, die Warnung reicht nicht aus.

Was hat denn dieser Satanist mit seinen Zaubereien erreicht? Ist er reich und mächtig geworden? Hatte er die schönsten Frauen zu seinen Füssen? Wurde er prominent und bekannt? Wurde er glücklich und zufrieden? Hat er den Kontostand seines Bankkontos positiv manipulieren können?

Ich sag ja nicht, ich müsste wissen, welche Sprüche er benutzt hat, oder woher er sie hatte (hm, das hast du eh schon gesagt - aus dem Sohar), ich wollte nur wissen, was er damit erreichte.

grüsse, barbara
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Lambert » Sa 17. Nov 2007, 20:01

Frau Katz, er ist Christ geworden, möchte seine Vergangenheit nicht aufwärmen, denn Gott hat seine Sünden in das tiefste Wasser versenkt (Angeln verboten) von daher werde ich auch nicht veröffentliche ohne ihn gefragt zu haben. Ist auch nicht möglich weil er in Russland bei der Missionsarbeit ist. Es hat ja auch ein grund warum die Bibel nicht näher die Zauberei eingeht, und überhaubt auf die Dunkle Mächte. Daher möchte ich auch keine Werbung machen, aktzeptiere es einfach wie ich das Thema behandle, gibt ja auch christliche Litarathur einiges die darüber aufklären.


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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Frau Katz » Sa 17. Nov 2007, 20:05

Gut, lassen wirs dabei bewenden, und ich werde mir weiterhin mit gutem Gewissen erlauben, kabbalistische Inhalte zu studieren, ich finde die nämlich höchst interessant. Bösen Geistern bin ich bisher dabei auch noch nicht begegnet - das passiert mir eher, wenn ich Horrorfilme gucke, weshalb ich auch darauf verzichte.

grüsse, barbara
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Genussdenker » Sa 17. Nov 2007, 20:35

Da muss ich Barbara mal recht geben.

Die Kabbala ist in erster Linie ein Buch, eine Lehre über Alchemie (Chemie), Astronomie und Mathematik. Darin enthalten ist aber auch etwas Astrologie und Weisheitslehre.
Das "Geheimnisvolle" kommt schlichtweg daher, weil Alchemie und Astronomie oft als "Teufelszeugs" galt und es den wenigsten Menschen zugänglich geschweige denn verständlich war. Doch daran hat sich bis heute wahrscheinlich nicht viel geändert . . .

In damaligen Zeiten waren dies noch regelrechte Wunder und wurde somit als "Zauberei" empfunden.

Heute wirkt die Kabbala besonders aus zwei Gründen esoterisch an : einerseits der Teil der Weisheitslehre (weil die naturalistischen Teile damit verbunden werden) und der Astrologie.
Die "Weisheitslehre" ist eine Art esoterische Zahlenspielerei, die suggeriert, bestimmte Zahlen hätten bestimmte inhaltliche Bedeutungen. Solcher Mist (pardon, die Ausdrucksweise) ist ja nach wie vor in Mode und auch viele gläubige Christen können sich dem nicht verwehren.

Hinzu kommt natürlich das das Gnaze in der Antike verfasst wurde. Damals sahen solche Werke natürlich noch anders aus als heuteige wissenschaftliche Abhandlungen.

Der ganze Mix verleiht also der Kabbala einen esoterischen Charakter, auf den schon vor Jahren einige Prominente gesprungen sind. Allen voran die Madonna.

Dass die Kabbala heute noch für einige wenige Juden von Bedeutung ist, mag wohl weniger an den Inhalten, als am religiös/kulturell-historischen Kontex/Wert liegen.
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Lambert » Sa 17. Nov 2007, 21:05

Original von Frau Katz
Gut, lassen wirs dabei bewenden, und ich werde mir weiterhin mit gutem Gewissen erlauben, kabbalistische Inhalte zu studieren, ich finde die nämlich höchst interessant. Bösen Geistern bin ich bisher dabei auch noch nicht begegnet - das passiert mir eher, wenn ich Horrorfilme gucke, weshalb ich auch darauf verzichte.

grüsse, barbara



Würde ich Dir eher abraten, die Bibel reicht vollkommend aus, warum mehr?



Grüsse, Andreas
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Jakow » So 18. Nov 2007, 01:50

BS"D

Original von quirl
Was ist die mündliche Lehre des Judentums? Woher kommt kommt sie?
Die mündliche Lehre wurde neben der schriftlichen Lehre Mosche am Sinai gegeben. Die schriftliche Lehre liegt uns heute in Form der Torah vor und die mündliche wurde über lange Zeit nur mündlich weitergegeben. Begründungen für diese Aufteilung gibt es einige. Später wurde dann aber durch äussere Angriffe auf das Judentum bedingt auch die mündliche Lehre fixiert u.a. im Talmud, aber auch Sohar(*) oder Schulchan Aruch.

(*) Damit ist dann klar, dass die Kabalah keine verbotene Zauberei sondern einfach nur eine Sicht auf die Torah ist.
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Frau Katz » So 18. Nov 2007, 11:51

Original von Lambert
Würde ich Dir eher abraten, die Bibel reicht vollkommend aus, warum mehr?


ich bin ein neugieriger Mensch, und da warf die Bibel bei mir schon immer deutlich mehr Fragen auf, die ich oft erst durch einen Umweg über andere Lektüren beantworten konnte.

Auf alle Fälle ist die Beschreibung der Struktur der Welt, wie sie die Kabbalah liefert, sehr bereichernd - nicht nur, weil sie deutlich weiter geht als die die Naturwissenschaften wie die Astronomie, die sich auf die Materie beschränken, auch darum, weil in der Kabbalah vieles erklärt wird, was biblische Inhalte deutlicher machen kann - zum Beispiel, wie der Baum der Erkenntnis ausgesehen haben könnte, und was die vier Flüsse sind, die im Paradies entspringen.



Die "Weisheitslehre" ist eine Art esoterische Zahlenspielerei, die suggeriert, bestimmte Zahlen hätten bestimmte inhaltliche Bedeutungen. Solcher Mist (pardon, die Ausdrucksweise) ist ja nach wie vor in Mode und auch viele gläubige Christen können sich dem nicht verwehren.


Hallo Genussdenker

ich halte das nicht für Mist - auf alle Fälle dann nicht, wenn es richtig und sorgfältig gemacht wird. Es kann nicht darum gehen, die nächsten Lottozahlen vorauszusagen, und auch nicht darum, überall den Teufel zu vermuten, wo 666 draufsteht, wie auf den Strichcodes.

Moderne psychologische Assoziationsexperimente gehen in eine ähnliche Richtung wie kabbalistische Arbeit, und es geht in beiden Fällen darum, einen Zugang zu bisher unbewussten Inhalten zu finden. Einen Blick auf die Matrix zu werfen, auf den göttlichen Bauplan des Universums.

Die Zahlen haben ja auch bestimmte Eigenschaften (zahlentheoretische - 6 ist zB eine "vollkommene Zahl", wie 28 auch), ebenso wie die zu ihnen passenden geometrischen Figuren ganz bestimmte Eigenschaften haben und auch im Ingenieurwesen oder der Architektur praktisch umgesetzt werden - she 6-eckige Bienenwaben, das ist kein Zufall, 5-eckige wären deutlich weniger effektiv.

"Mist" ist das schon, aber nur in bezug darauf, dass es sehr fruchbar macht für Erkenntnisse über das Wesen Gottes und der Welt.

liebe Grüsse
barbara
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon bigbird » So 18. Nov 2007, 20:20

Hallo Leute

Lasst doch mal das Zaubern sein und wendet euch neu dem Thema zu!

bigbird
Zur Sklavenzeit in den USA hat eine schwarze Köchin in höherem Alter mit Eifer lesen gelernt, um die Bibel selber lesen zu können. Sie wurde gefragt, was sie mache, wenn sie etwas nicht verstehe.
Ihre Herzensantwort: „Dann sage ich Halleluja und lese weiter, bis was kommt, das ich verstehe!“
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon hyperporea » So 18. Nov 2007, 20:51

Original von Jakow
BS"D

Original von quirl
Was ist die mündliche Lehre des Judentums? Woher kommt kommt sie?
Die mündliche Lehre wurde neben der schriftlichen Lehre Mosche am Sinai gegeben. Die schriftliche Lehre liegt uns heute in Form der Torah vor und die mündliche wurde über lange Zeit nur mündlich weitergegeben. Begründungen für diese Aufteilung gibt es einige. Später wurde dann aber durch äussere Angriffe auf das Judentum bedingt auch die mündliche Lehre fixiert u.a. im Talmud, aber auch Sohar(*) oder Schulchan Aruch.

(*) Damit ist dann klar, dass die Kabalah keine verbotene Zauberei sondern einfach nur eine Sicht auf die Torah ist.




Hallo Jakow,

wie würden die Juden diese Stelle von Moses interpretieren?

14 Darum haltet meinen Sabbat, denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben . Denn bwer eine Arbeit am Sabbat tut, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk.
15 Sechs Tage soll man arbeiten, aber am siebenten Tag ist Sabbat, völlige Ruhe, heilig dem HERRN. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, soll des Todes sterben .

grüße Hypo

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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Jakow » Mo 19. Nov 2007, 01:49

BS"D

Original von hyperporea
wie würden die Juden diese Stelle von Moses interpretieren?
Irgendwie habe ich das dumme Gefühl, dass diese Frage nichts mehr mit dem Thema zu tun hat ;-) Warum also willst du nun genau dieses wissen und vor allem dann auch noch spekulativ?

Ansonsten wird die Stelle so verstanden, dass es eine Anforderung an die Gemeinde, das jüdische Volk ist, für ein gerichtlichen Prozess zu sorgen, falls jemand in der Öffentlichkeit unter Vorwarnung den Schabbat soweit gebrochen hat, dass dieses auch Schaden im Volk bzw. der Gemeinde verursacht.
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon noah » Mo 19. Nov 2007, 12:25

Original von Jakow
BS"D

Original von quirl
Was ist die mündliche Lehre des Judentums? Woher kommt kommt sie?
Die mündliche Lehre wurde neben der schriftlichen Lehre Mosche am Sinai gegeben. Die schriftliche Lehre liegt uns heute in Form der Torah vor und die mündliche wurde über lange Zeit nur mündlich weitergegeben. Begründungen für diese Aufteilung gibt es einige. Später wurde dann aber durch äussere Angriffe auf das Judentum bedingt auch die mündliche Lehre fixiert u.a. im Talmud, aber auch Sohar(*) oder Schulchan Aruch.

(*) Damit ist dann klar, dass die Kabalah keine verbotene Zauberei sondern einfach nur eine Sicht auf die Torah ist.




Mose kriegte von Gott doch schrifftlich, da was mündlich ist verfaelscht wurde.
Die Tafeln(über 1000)die Mose von Gott kriegte,war Torah.
WAs nacher als mündlich verfasst wurde,ist eine Verfaelschung,die ja heute schriftlich geschrieben steht ,was ja im Widerspruch ist,da es behauptet wird, das es mündlich war!
Viele Interpretationen, die mit Fehler behaftet sind.
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Frau Katz » Mo 19. Nov 2007, 14:05

Original von noah
Mose krigte von Gott doch schrifftlich, da was mündlich ist verfaelscht wurde.


Er kriegte seine Tafeln allerdings in "Gottesschrift", was immer das ist... ich weiss auch nicht, ob alle das lesen können?

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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon noah » Mo 19. Nov 2007, 14:41

Original von Frau Katz
Original von noah
Mose kriegte von Gott doch schrifftlich, da was mündlich ist verfaelscht wurde.


Er kriegte seine Tafeln allerdings in "Gottesschrift", was immer das ist... ich weiss auch nicht, ob alle das lesen können?




Was Gottesschrift war, war wohl runik.
Was diese Schrift beinhaltet hat,kontte doch von Mose gelesen werden.
Was von Mose gelesen konnte,konnte auch von seinem Volk gelesen werden.
Da wohl sie nach Moses Tod von Volk alle fünf/sieben Jahre gelesen sollte ,was aber nacher nicht möglich wurde da sie verloren gingen.Prophet Solomon hatte nur noch zwei davon in welcher die zehn Gebote geschrieben stand.
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Jakow » Mo 19. Nov 2007, 16:19

BS"D

Original von noah
Mose kriegte von Gott doch schrifftlich, da was mündlich ist verfaelscht wurde.
Erstaunlich dann aber, dass das Schriftliche an vielen Stelle auf das mündliche verweist :-)

Original von noah Die Tafeln(über 1000)die Mose von Gott kriegte, war Torah.
So, so und das steht so schriftlich darin? *g*

Original von noah was ja im Widerspruch ist,da es behauptet wird, das es mündlich war!
Nu, darüber müssen wir uns doch jetzt wirklich nicht auslassen oder?

Original von noah Viele Interpretationen, die mit Fehler behaftet sind.
Woher willst du das wissen, da doch gerade das Schriftliche eben hier vieles offen lässt und auf die Mündliche verweist?
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Jakow » Mo 19. Nov 2007, 16:21

BS"D

Original von noah
Da wohl sie nach Moses Tod von Volk alle fünf/sieben Jahre gelesen sollte ,was aber nacher nicht möglich wurde da sie verloren gingen.Prophet Solomon hatte nur noch zwei davon in welcher die zehn Gebote geschrieben stand.
Hier verwechselst du nun doch einiges, was so sich aus dem Schriftlichen gerade nicht ableiten lässt, ja hierzu sogar im Widerspruch steht, da schon in der Tora die Luchojs alleine auf das Zehnwort begrenzt wird und was du hier verlesen willst, die ganze Tora ist, welche bei Schlomo parallel vorhanden war wie auch schon bei Moische.
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon parepidimos » Mo 19. Nov 2007, 18:13

Jakow, was Noah daherplappert ist muslimische Standardapologetik, die er irgendwo aufgeschnappt hat. Du kannst dir viel Zeit und Nerven sparen, wenn du nicht darauf eingehst. Nur so als Tipp. ;)
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon noah » Di 20. Nov 2007, 19:23

Original von Jakow
BS"D

Original von noah
Mose kriegte von Gott doch schrifftlich, da was mündlich ist verfaelscht wurde.
Erstaunlich dann aber, dass das Schriftliche an vielen Stelle auf das mündliche verweist :-)



Schrieb bitte nicht diese viele Stellen,aber einige diese Stekken würden mich interessieren.
WElche sind die zb:2 Stellen?

Original von noah Die Tafeln(über 1000)die Mose von Gott kriegte, war Torah.
So, so und das steht so schriftlich darin? *g*


Das wesit du sicher besser als ich.Wieviel waren die dann? :D


Original von noah Viele Interpretationen, die mit Fehler behaftet sind.
Woher willst du das wissen, da doch gerade das Schriftliche eben hier vieles offen lässt und auf die Mündliche verweist?



Ja bitte nur zwei Stellen,welche auf die Mündliche verweisen.


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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon noah » Di 20. Nov 2007, 20:03

Original von Jakow
BS"D

Original von noah
Da wohl sie nach Moses Tod von Volk alle fünf/sieben Jahre gelesen sollte ,was aber nacher nicht möglich wurde da sie verloren gingen.Prophet Solomon hatte nur noch zwei davon in welcher die zehn Gebote geschrieben stand.
Hier verwechselst du nun doch einiges, was so sich aus dem Schriftlichen gerade nicht ableiten lässt, ja hierzu sogar im Widerspruch steht, da schon in der Tora die Luchojs alleine auf das Zehnwort begrenzt wird und was du hier verlesen willst, die ganze Tora ist, welche bei Schlomo parallel vorhanden war wie auch schon bei Moische.



Ja wie kann man diese Zwei Stellen vereinbaren?Wenn Tora bei Schlomo parallel vorhanden war wie auch schon bei Moische?

2mose24
1. Und zu Mose sprach er: Steig herauf zum HErrn, du und Aaron, Nadab und Abihu, und die siebenzig Ältesten Israels, und betet an von ferne.

2. Aber Mose alleine nahe sich zum HErrn, und laß jene sich nicht herzunahen; und das Volk komme auch nicht mit ihm herauf.

und
2mose24
9. Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und die siebenzig Ältesten Israels hinauf

10. und sahen den GOtt Israels. Unter seinen Füßen war es wie ein schöner Saphir und wie die Gestalt des Himmels, wenn es klar ist.


33
*20. Und sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich siehet.
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon hyperporea » Di 20. Nov 2007, 21:33

Original von Jakow
BS"D

Original von hyperporea
wie würden die Juden diese Stelle von Moses interpretieren?
Irgendwie habe ich das dumme Gefühl, dass diese Frage nichts mehr mit dem Thema zu tun hat ;-) Warum also willst du nun genau dieses wissen und vor allem dann auch noch spekulativ?

Ansonsten wird die Stelle so verstanden, dass es eine Anforderung an die Gemeinde, das jüdische Volk ist, für ein gerichtlichen Prozess zu sorgen, falls jemand in der Öffentlichkeit unter Vorwarnung den Schabbat soweit gebrochen hat, dass dieses auch Schaden im Volk bzw. der Gemeinde verursacht.


Hallo Jakow,

insofern hat dies Frage damit was zu tun, denn die Torah und die 613 Gesetzte in denen eine menge Tötungsgesetze enthalten sind lassen sich nicht mit der mündlichen Kabbala vereinbaren.
Die Kabbala ist ein ganzes, die jede Stufe erklärt, wogenen die Torah genau das Gegenteil davon bildet.

grüße Hypo
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Bob » Fr 23. Nov 2007, 17:49

Original von hyperporea
wie würden die Juden diese Stelle von Moses interpretieren?

14 Darum haltet meinen Sabbat, denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben . Denn wer eine Arbeit am Sabbat tut, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk.
15 Sechs Tage soll man arbeiten, aber am siebenten Tag ist Sabbat, völlige Ruhe, heilig dem HERRN. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, soll des Todes sterben .


da gibt es eigentlich nichts zu interpretieren, denn es steht eindeutig da, dass, wer dieses Gesetz bricht, des Todes sterben soll. Aus eines gütigen Gottes Munde kann so etwas unmöglich entsprungen sein. Es sind selbst ausgedachte Gesetze, um das Volk mit erhobener Hand (im Namen Gottes) in Schach zu halten. So etwas passiert heute immer noch zu Hauf.

Die Texte wurden mündlich überliefert und irgendwann dann aufgeschrieben - ob es jetzt nun in Tora, in der Bibel oder sonstewo steht, spielt keine Rolle. Wer glaubt, dass es sich alles um Gottes Worte handelt, ist gewaltig auf dem Holzweg. Wer das AT oder die Tora gelesen hat, wird dies erkennen. Die, die es nicht erkennen, tun mir leid, das sie sich das Leben lang an eine Fiktion klammern.

Gruß Bob

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einer radikal-christl. Gruppierung -
gegründet von Evangelikalen
und betrieben von Evangelikalen.
Evangelikalismus ist eine radikal-fundamentalistisch-christliche und sektenartige Glaubensausrichtung, die nicht mit der evangelischen Kirche vergleichbar ist.
Hier ist es üblich, dass extremistische bzw. radikale Christen Andersdenkende - aber auch andersdenkende Christen, staatl. gepr. Wissenschaftler etc. denunzieren dürfen.


Evangelikale Ausbildungslager in der USA sind den islamistischen Fundamentalistenlagern sehr ähnlich.

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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon hyperporea » Fr 23. Nov 2007, 20:37

Original von Bob
Original von hyperporea
wie würden die Juden diese Stelle von Moses interpretieren?

14 Darum haltet meinen Sabbat, denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben . Denn wer eine Arbeit am Sabbat tut, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk.
15 Sechs Tage soll man arbeiten, aber am siebenten Tag ist Sabbat, völlige Ruhe, heilig dem HERRN. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, soll des Todes sterben .


da gibt es eigentlich nichts zu interpretieren, denn es steht eindeutig da, dass, wer dieses Gesetz bricht, des Todes sterben soll. Aus eines gütigen Gottes Munde kann so etwas unmöglich entsprungen sein. Es sind selbst ausgedachte Gesetze, um das Volk mit erhobener Hand (im Namen Gottes) in Schach zu halten. So etwas passiert heute immer noch zu Hauf.


Die Texte wurden mündlich überliefert und irgendwann dann aufgeschrieben - ob es jetzt nun in Tora, in der Bibel oder sonstewo steht, spielt keine Rolle. Wer glaubt, dass es sich alles um Gottes Worte handelt, ist gewaltig auf dem Holzweg. Wer das AT oder die Tora gelesen hat, wird dies erkennen. Die, die es nicht erkennen, tun mir leid, das sie sich das Leben lang an eine Fiktion klammern.

Gruß Bob


Hallo Bob,

den Gedanken habe ich natürlich auch, das es menschengemachte Gesetze sind um das Volk zu Bändigen und ich Schach zu halten. Ich komme mit diesen Gesetzen überhaupt nicht klar. Man kann es eigentlich so sagen; Mit der Torah komme ich überhaupt nicht klar, mit dem Islam noch weniger und mit dem Christentum erst recht nicht.
Ich glaube das Gott noch mit keinem Menschen geredet hat, höchstens als Gewissen in einem selbst tief drin.
Eine andere Möglichkeit sehe ich noch in Ausserirdischen, wobei die Berichte von Entführungen schon Zahlreich sind.
Viele Stellen der Bibel weisen ebenso auf Ausserirdische Intelligenzen, wobei ich auch die Schöpfungsgeschichte als Genversuch verstehen könnte.

grüße Hypo
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Jakow » Sa 24. Nov 2007, 21:09

BS"D

Hallo Bob.

Original von Bob
da gibt es eigentlich nichts zu interpretieren, denn es steht eindeutig da, dass, wer dieses Gesetz bricht, des Todes sterben soll.
So und wie hält man des Gesetz? Wer hat darüber zu befinden, dass jemand es nicht gehalten hat? Wer tötet? Also ich sehe nur, dass der Text viele Frage offen lässt.

Original von Bob
Aus eines gütigen Gottes Munde kann so etwas unmöglich entsprungen sein. Es sind selbst ausgedachte Gesetze, um das Volk mit erhobener Hand (im Namen Gottes) in Schach zu halten.
Gegenüber wenn soll das Volk den in Schach gehalten werden, es gibt hier ja keine Herrschaft über das Volk, die davon Nutzen hätten.

Original von Bob
Die Texte wurden mündlich überliefert und irgendwann dann aufgeschrieben - ob es jetzt nun in Tora, in der Bibel oder sonstewo steht, spielt keine Rolle. Wer glaubt, dass es sich alles um Gottes Worte handelt, ist gewaltig auf dem Holzweg.
Nu, wer nicht daran glaubt, muss sich G´tt selber schaffen, da es ja sonst kaum Offenbarungen gibt, die von G´tt berichten. Auch das NT baut ja auf diesem AT auf, wenn also selbiges abgelehnt wird, dann muss zwangsläufig auch das NT abgelehnt werden, dann Jesus bezog sich darauf, ja beteiligte sich so an Debatten über das Halten des Schabbes.

Original von Bob
Wer das AT oder die Tora gelesen hat, wird dies erkennen. Die, die es nicht erkennen, tun mir leid, das sie sich das Leben lang an eine Fiktion klammern.
Welche Fiktion? Die des gütigen, liebenen G´ttes von dem uns die Tora berichtet?
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Jakow » Sa 24. Nov 2007, 21:23

BS"D

Hallo Noah.

Original von noah
Ja wie kann man diese Zwei Stellen vereinbaren?Wenn Tora bei Schlomo parallel vorhanden war wie auch schon bei Moische?
Moisch hatte zuletzt zwei(!) Tafeln, auf welchen G´tt das Zehnwort geschrieben hat. Daneben hat er auch die ganze Tora aufgeschrieben und so Jehoschua gegeben, dieser selber machte davon eine Kopie. Schlomo haMelech hatte dann immer noch die zwei Tafeln bzw. im Tempel wurden sie aufbewahrt und er hatte natürlich die Tora von der immer eine im Palast sich befand und eine hatte er immer bei sich zu führen bzw. seine Diener. Dieses alles findet sich so in der Tora.

Original von noah
24:10. und sahen den GOtt Israels. Unter seinen Füßen war es wie ein schöner Saphir und wie die Gestalt des Himmels, wenn es klar ist [...]
33:20. Und sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich siehet.

In 24:10 bezieht sich das "sehen" nicht auf mit den Augen gesehen Körperlichkeit G´ttes, welches ja auch nicht gibt, sonder darum, dass sie G´tt in seinem Wirken sahen. Sprachlich gibt es hier keine Unterscheidung. Vor allem da alleine 33:20 wirklich auf ein Ansehen, ein Sehen des Angesichtes benennt.
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Jakow » Sa 24. Nov 2007, 21:25

BS"D

Original von hyperporea
denn die Torah und die 613 Gesetzte in denen eine menge Tötungsgesetze enthalten sind lassen sich nicht mit der mündlichen Kabbala vereinbaren. Die Kabbala ist ein ganzes, die jede Stufe erklärt, wogenen die Torah genau das Gegenteil davon bildet.
Mh, die Kabbala erläutert in grossen Teile die Tora und bezieht sich genau darauf. In diesem Sinne muss ich mich auch hier wundern, wie man annehmen kann, beides hätte nichts mit einander zu tun. Nun ja, wer weiss worauf du dich eigentlich beziehst, wenn du von Kabala schreibst?!
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Bob » Sa 24. Nov 2007, 22:18

Original von Jakow
Original von Bob
da gibt es eigentlich nichts zu interpretieren, denn es steht eindeutig da, dass, wer dieses Gesetz bricht, des Todes sterben soll.

So und wie hält man des Gesetz? Wer hat darüber zu befinden, dass jemand es nicht gehalten hat? Wer tötet? Also ich sehe nur, dass der Text viele Frage offen lässt.

Gott hat (lt. Bibel) getötet. Zum Teil sogar nicht nur getötet, sondern gemordet. Einen Teil seines eigenen Volkes hat er getötet und er soll die Israeliten dazu genötigt haben, andere Völker auszulöschen und nur die Jungfrauen als Sklavinnen zu benutzen. Niemand hat darüber zu befinden. Nur ein vernüftiges Gesetz kann solche Schandtaten stoppen. Von Gott kam aber leider kein solches zu diesem Thema - im Gegenteil. Belege mir anhand der relevanten Texte das Gegenteil.

Original von Jakow
Original von Bob
Aus eines gütigen Gottes Munde kann so etwas unmöglich entsprungen sein. Es sind selbst ausgedachte Gesetze, um das Volk mit erhobener Hand (im Namen Gottes) in Schach zu halten.

Gegenüber wenn soll das Volk den in Schach gehalten werden, es gibt hier ja keine Herrschaft über das Volk, die davon Nutzen hätten.

Das Volk sollte Gott Jahwe zu Füssen liegen. Es sollte ihm gehorchen und nur ihm gehorchen. Wer Zweifel hatte, sollte ausgelöscht werden und wurde auch ausgelöscht. Mose stellte sich an die Spitze und jeder sollte ihm im Namen Gottes gehorchen. Mit Hilfe von Gottes grauenhaften Drohungen konnte er das Volk in Schach halten.

Original von Jakow
Original von Bob
Die Texte wurden mündlich überliefert und irgendwann dann aufgeschrieben - ob es jetzt nun in Tora, in der Bibel oder sonstewo steht, spielt keine Rolle. Wer glaubt, dass es sich alles um Gottes Worte handelt, ist gewaltig auf dem Holzweg.

Nu, wer nicht daran glaubt, muss sich G´tt selber schaffen, da es ja sonst kaum Offenbarungen gibt, die von G´tt berichten. Auch das NT baut ja auf diesem AT auf, wenn also selbiges abgelehnt wird, dann muss zwangsläufig auch das NT abgelehnt werden, dann Jesus bezog sich darauf, ja beteiligte sich so an Debatten über das Halten des Schabbes.


das glaubt man ja nur. Kein einziges Wort im NT stammt von Jesus persönlich. Also - woran soll ich hier überhaupt glauben? Das irgendwer nicht allzu dolle geflunkert hat?

Eine Frage: Warum haben die Juden dann dafür gesorgt, dass Jesus verurteilt wurde, wenn er in allem so sehr mit deren Glauben konform ging? Da stimmt doch was ganz gewaltig nicht. :x

Original von Jakow
Original von Bob
Wer das AT oder die Tora gelesen hat, wird dies erkennen. Die, die es nicht erkennen, tun mir leid, das sie sich das Leben lang an eine Fiktion klammern.

Welche Fiktion? Die des gütigen, liebenen G´ttes von dem uns die Tora berichtet?

:baby: ;)

Gruß Bob

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ist ein Zusammenschluss zu
einer radikal-christl. Gruppierung -
gegründet von Evangelikalen
und betrieben von Evangelikalen.
Evangelikalismus ist eine radikal-fundamentalistisch-christliche und sektenartige Glaubensausrichtung, die nicht mit der evangelischen Kirche vergleichbar ist.
Hier ist es üblich, dass extremistische bzw. radikale Christen Andersdenkende - aber auch andersdenkende Christen, staatl. gepr. Wissenschaftler etc. denunzieren dürfen.


Evangelikale Ausbildungslager in der USA sind den islamistischen Fundamentalistenlagern sehr ähnlich.

Kinder werden zu Gotteskriegern indoktriniert

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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon hyperporea » Sa 24. Nov 2007, 22:57

Original von Jakow
BS"D

Original von hyperporea
denn die Torah und die 613 Gesetzte in denen eine menge Tötungsgesetze enthalten sind lassen sich nicht mit der mündlichen Kabbala vereinbaren. Die Kabbala ist ein ganzes, die jede Stufe erklärt, wogenen die Torah genau das Gegenteil davon bildet.
Mh, die Kabbala erläutert in grossen Teile die Tora und bezieht sich genau darauf. In diesem Sinne muss ich mich auch hier wundern, wie man annehmen kann, beides hätte nichts mit einander zu tun. Nun ja, wer weiss worauf du dich eigentlich beziehst, wenn du von Kabala schreibst?!


Hallo Jakow,

ich beziehe mich auf die jüdische Kabala

Beispieltext der Kabbala

"Der erste Pfad heißt bewunderungswürdige oder versteckte Intelligenz, denn sie ist das Licht, das den Uranfang begreifen läßt, der keinen Anfang hat. Sie ist die erste Verklärung, denn keine Kreatur kann ihre Wesenheit erfassen."


"Der zweite Weg ist die erleuchtende Intelligenz. Sie ist die Krone der Schöpfung, der Glanz der höchsten Einheit, der sie sich am meisten nähert. Sie ist über jedes Haupt erhaben und wird von den Kabbalisten Zweite Verklärung genannt."

"Die dritte Intelligenz wird Heiligende Intelligenz genannt, die Grundlage der Weisheit. Sie heißt auch Schöpferin des Glaubens, und ihre Wurzeln liegen im Amen. Sie ist Elter des Glaubens, der ihr entströmt."

"Der vierte Weg heißt zusammenhaltende oder empfangende Intelligenz, denn er erhält alle heiligen Kräfte, und aus ihm strömen alle spirituellen Tugenden, alle feinsten Kräfte. Sie entströmen eine aus der anderen Kraft der Urausströmung, der höchsten Krone, Kether"

"Der fünfte Pfad heißt Wurzel-Intelligenz, denn sie gleicht der Einheit, da sie sich mit Binah (der Vernunft) vereint, die aus den Urtiefen Chockmahs (der Weisheit) emaniert"

"Der sechste Pfad heißt vermittelnde Intelligenz, weil sich in ihr die Ströme der Emanation vervielfältigen. Sie läßt diesen Einfluß in alle Reservoire der Segnungen strömen, die sich mit ihm vereinigen."


"Der siebte Pfad wird verborgene Intelligenz genannt, denn sie ist der strahlende Glanz der intellektuellen Tugenden, wahrgenommen mit den Augen des Intellekts und durch die Kontemplationen des Glaubens"


"Der achte Pfad heißt absolute oder vollkommene Intelligenz, denn sie ist das Mittel des Ursprünglichen, das keine Wurzel hat, an der es hängt, außer den geheimen Tiefen Gedulahs (der Liebe), aus denen seine Substanz entströmt."


"Der neunte Pfad heißt reine Intelligenz, denn sie reinigt die Emanationen. Sie bestätigt und berichtigt die Pläne für ihre Ausführung und bestimmt die Einheitlichkeit, mit der sie ausgeführt werden, ohne Schmälerung oder Teilung."

"Der zehnte Pfad heißt glänzende Intelligenz, weil sie über jedes Haupt erhaben ist und auf den Thron Binahs (der Vernunft) sitzt. Sie erhellt den Glanz aller Lichter und läßt vom Prinz der Angesichter, dem Engel Kethers (der Krone), einen Einfluß ausströmen."

Sepher Jezirah

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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Jakow » So 25. Nov 2007, 13:29

BS"D

Original von Bob
Wer Zweifel hatte, sollte ausgelöscht werden und wurde auch ausgelöscht.
Mh, beim ersten Thema nicht weiter auf kritische Rückfragen eingehen und nun gleich weiter wild Thesen aufstellen? So ist es im Judentum kein Problem Zweifel zu haben und ausgelöscht wurde deswegen auch niemand.

Original von Bob
Mose stellte sich an die Spitze und jeder sollte ihm im Namen Gottes gehorchen.
Aha und was hatte er davon, bekam er Geld, Macht, Besitz? Nein. Und das jemand ihm zu gehorchen habe, ist mir in diesem Sinne auch nicht bekannt.

Original von Bob Mit Hilfe von Gottes grauenhaften Drohungen konnte er das Volk in Schach halten.
Vor was denn? Und das er das Volk gross in Schach gehalten hat, zeigt die Tora je gerade nicht, so oft wie das Volk rebellierte.

Original von Bob
Warum haben die Juden dann dafür gesorgt, dass Jesus verurteilt wurde, wenn er in allem so sehr mit deren Glauben konform ging? Da stimmt doch was ganz gewaltig nicht.
Ach, sach bloss, vor allem das diese Anklage, dass DIE Juden hier Jesus angeklagt und verurteilt haben, auch erst lange nach seinem Tod aufgestellt haben. Und wieviele Juden sind seit jeher nun genau deswegen von Christen ermordet worden?

Wie dem auch sei, aus jüdischer Sicht machen diese Schilderungen nicht viel Sinn, den Anklagepunkt gibt es im jüdischen Recht nicht und die damalige Gewalt wie Justiz lag hierfür alleine bei den Römern.

Und welche Macht bestand wohl, als die Christen anfingen die Juden G´ttesmörder zu nennen?
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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon Bob » So 25. Nov 2007, 18:55

Original von Jakow
Original von Bob
Wer Zweifel hatte, sollte ausgelöscht werden und wurde auch ausgelöscht.

Mh, beim ersten Thema nicht weiter auf kritische Rückfragen eingehen und nun gleich weiter wild Thesen aufstellen? So ist es im Judentum kein Problem Zweifel zu haben und ausgelöscht wurde deswegen auch niemand.


was soll denn das jetzt? Wo bin ich nicht auf welches Thema eingegangen? Wer stellte hier die kritischen Fragen? Wo bist du auf meine kritischen Anmerkungen eingegangen? Du hast immer nur „nööööö, nöööö“ geschrieben – ohne jegliche Sachargumente. Das sind auch keine Thesen von mir, sondern es steht klipp und klar geschrieben, dass Gott alle Erstgeburt Ägyptens, die murrenden Israeliten und sogar die Söhne Aarons eigenhändig umgebracht hat. Abstreiten nutzt hier gar nichts. Wenn du die Bibel nicht kennst, kann da niemand was dafür. Es wird nur von Mal zu Mal peinlicher für dich.

Original von Jakow
Original von Bob
Mose stellte sich an die Spitze und jeder sollte ihm im Namen Gottes gehorchen.


Aha und was hatte er davon, bekam er Geld, Macht, Besitz? Nein. Und das jemand ihm zu gehorchen habe, ist mir in diesem Sinne auch nicht bekannt.


Was er davon hatte, müsstest du ihn schon selbst fragen. Manche Menschen dürstet es eben nach Macht – nicht nur heute, sondern auch früher. Vielleicht war er auch einfach nur verrückt bzw. schizophren. Das dir in diesem Zusammenhang nichts bekannt ist, wundert mich nicht.

Original von Jakow
Original von Bob
Mit Hilfe von Gottes grauenhaften Drohungen konnte er das Volk in Schach halten.

Vor was denn? Und das er das Volk gross in Schach gehalten hat, zeigt die Tora je gerade nicht, so oft wie das Volk rebellierte.


eben, hiermit bestätigst du es, denn das Volk rebellierte, weil es nicht so wollte wie Gott und Mose wollten. Sie wollten die Medianiter nicht töten, aber sie wurden dazu gezwungen / genötigt. Wer nicht mitmachte, starb einen Rachetot. Lies es nach. Ich wollte es eigentlich hier vermeiden, hier 25% der Bibel reinzusetzen, nur um dir die Textpassagen aufzuzeigen. Mit Erlaubnis der Moderation breche ich mir dabei aber keinen ab – glaubs mir.

Original von Jakow
Original von Bob
Warum haben die Juden dann dafür gesorgt, dass Jesus verurteilt wurde, wenn er in allem so sehr mit deren Glauben konform ging? Da stimmt doch was ganz gewaltig nicht.


Ach, sach bloss, vor allem das diese Anklage, dass DIE Juden hier Jesus angeklagt und verurteilt haben, auch erst lange nach seinem Tod aufgestellt haben. Und wieviele Juden sind seit jeher nun genau deswegen von Christen ermordet worden?

Wie dem auch sei, aus jüdischer Sicht machen diese Schilderungen nicht viel Sinn, den Anklagepunkt gibt es im jüdischen Recht nicht und die damalige Gewalt wie Justiz lag hierfür alleine bei den Römern.

Und welche Macht bestand wohl, als die Christen anfingen die Juden G´ttesmörder zu nennen?


Falsch! Die Römer hatten ursprünglich gar kein Interesse daran, Jesus zu verurteilen. Sie drehten und windeten sich - haben zum Schluss sogar nochmals das Volk entscheiden lassen, wer nun begnadigt werden sollte - Jesus oder Barrabas. Die Juden hatten sich für Barrabas und gegen Jesus entschieden, da sie vorher von jüdischen Priestern dazu aufgestachelt wurden. Klar hatten die Römer damals die Herrschaft und das Sagen, aber sie wollten auch kein Aufruhr und entschieden damals eher diplomatisch, denn sie hatten kein Interesse an Aufständen im okkupierten Gebiet.

Ich nehme es dir nicht übel, dass du keine Ahnung hast, aber tue doch bitte nicht so, als wenn du den alleinigen Durchblick hast, aber noch nicht mal die Schriften Moses kennst.

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Re: mündliche Lehre des Judentums?

Beitragvon noah » Mo 26. Nov 2007, 00:18

Original von Jakow
BS"D

Hallo Noah.

Original von noah
Ja wie kann man diese Zwei Stellen vereinbaren?Wenn Tora bei Schlomo parallel vorhanden war wie auch schon bei Moische?
Moisch hatte zuletzt zwei(!) Tafeln, auf welchen G´tt das Zehnwort geschrieben hat. Daneben hat er auch die ganze Tora aufgeschrieben und so Jehoschua gegeben, dieser selber machte davon eine Kopie. Schlomo haMelech hatte dann immer noch die zwei Tafeln bzw. im Tempel wurden sie aufbewahrt und er hatte natürlich die Tora von der immer eine im Palast sich befand und eine hatte er immer bei sich zu führen bzw. seine Diener. Dieses alles findet sich so in der Tora.



Lassen wir was heute als Quellen für den Torah angegeben werden beiseite,aber wie ist es möglich das Mose in Torah schreiben kann wie er starb und gleich danach?

5mose34
7. Und Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, da er starb . Seine Augen waren nicht dunkel worden, und seine Kraft war nicht verfallen.

8. Und die Kinder Israel beweineten Mose im Gefilde der Moabiter dreißig Tage . Und wurden vollendet die Tage des Weinens und Klagens über Mose.



In 24:10 bezieht sich das "sehen" nicht auf mit den Augen gesehen Körperlichkeit G´ttes, welches ja auch nicht gibt, sonder darum, dass sie G´tt in seinem Wirken sahen. Sprachlich gibt es hier keine Unterscheidung. Vor allem da alleine 33:20 wirklich auf ein Ansehen, ein Sehen des Angesichtes benennt.


Ok.
Aber mir ist doch irgendwie nicht klar warum der/die Schreiber warum nicht so geschrieben haben , dass sie Gott in seinem Wirken sahen?


Und noch hast du geschrieben :

Erstaunlich dann aber, dass das Schriftliche an vielen Stelle auf das mündliche verweist :-)


Schreib bitte zwei Schriftliche Stellen das sie auf das mündliche verweisen.






Jer8
8. Wie möget ihr doch sagen: Wir wissen, was recht ist, und haben die heilige Schrift vor uns? Ist´s doch eitel Lügen, was die Schriftgelehrten setzen.
9. Darum müssen solche Lehrer zuschanden, erschreckt und gefangen werden; denn was können sie Gutes lehren, weil sie des HErrn Wort verwerfen ?

10. Darum so will ich ihre Weiber den Fremden geben und ihre Äcker denen, so sie verjagen werden. Denn sie geizen allesamt, beide, klein und groß, und beide, Priester und Propheten, lehren falschen Gottesdienst



23,
36. Und nennet es nicht mehr Last des HErrn; denn einem jeglichen wird sein eigen Wort eine Last sein, weil ihr also die Worte des lebendigen GOttes, des HErrn Zebaoth, unsers GOttes, verkehret.


Mit diesen Versen wissen die Christen das ihr Schrift verfälscht ist.Da ja Jeremia zu AT gehört.

Wie gross achten die Juden diese Wörter von Jeremia?
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