Was bedeutet eigentlich "koscher"? Jüdische Speisegesetze

Themen im Zusammenhang mit dem jüdischen Glauben an G"tt

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Re: Was bedeutet eigentlich "koscher"? Jüdische Speisegesetz

Beitragvon Reginald 32 » Mi 9. Feb 2011, 22:05

Lieber Yotham.

Olis Argumentation kannst Du nur verstehen, wenn Du weißt, dass er einer Richtung angehört, die die Bibel in 7 Teile zerlegt und jeden Teil einer anderen Zeitepoche zu weist. Für Christen gilt nach dieser Regel nur das, was in der Gesamtbibel vom Johannesevangelium bis zu Offb. 3 steht. Es wird ein radikaler Schnitt gemacht zwischen den Juden/der Nation Israel und der christlichen Gemeinde. Mit dem Tod Christi endet vorläufig die Zeit der Juden und beginnt die Zeit der Gemeinde. Diese soll dann 7 Jahre vor dem Weltende zu delbst Ende gehen. Dann beginnt noch einmal 7 Jahre Lang die Zeit der Juden, die sich dann (fast) alle zu Christus bekehren und die gesamte Welt in etwa 3 1/2 Jahren missionieren werden.Ich weiß nicht genau, ob ich damit jede Einzelheit getroffen habe, da ich das alles verwerfe, Aber so ähnlich läuft das ab. Deswegen auch seine strikte Ablehnung von allem, was ihm jüdisch erscheint.
Auch andere hier im Forum glauben so etwas Ähnliches.

L G v. Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: Was bedeutet eigentlich "koscher"? Jüdische Speisegesetz

Beitragvon SunFox » Mi 9. Feb 2011, 22:18

Und wenn dann mal etwas nicht im System paßt, ....

Paulus wusch dem Petrus wegen seiner Heuchelei in dieser sache ziemlich kräftig die geistliche Kappe, nicht zuerst wegen der grundlegenden Tatsache, dass er mangels Verstandenem (noch) nicht vollständig 'aus dem Lager hinausgegangen ist' !


.... dann werden sie eben zu Heuchlern gemacht, und der Wahnwitz ist dann auch noch, das auf der anderen Seite eben jener Petrus das Haupt ihrer Kirche ist! Bei den einen brauchts eine Hirnwäsche, bei den anderen hat er die Schlüsselgewalt und dann gibts eben auch die, die auch Petrus für voll nehmen, aber die Schlüsselgewalt dennoch bei Christus lassen!

Es ist im Christentum eben nun einmal so, das wenn der eine etwas sagt und der andere das glaubt, das sie dann noch lange nicht das gleiche denken müßen!

Liebe Grüße von SunFox
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Re: Was bedeutet eigentlich "koscher"? Jüdische Speisegesetz

Beitragvon Oli4 » Mi 9. Feb 2011, 22:57

Reginald 32 hat geschrieben: Deswegen auch seine strikte Ablehnung von allem, was ihm jüdisch erscheint.
Das übliche Geschwätz wider jeglichen besser Wissens trotz dutzendmaliger Aufklärung, offensichtlich mangels gutem Willen andere biblische Sichten als die eigene stehen lassen zu können. = Unnötige Diffamierung auf Teufel komm raus...
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Re: Was bedeutet eigentlich "koscher"? Jüdische Speisegesetz

Beitragvon Oli4 » Mi 9. Feb 2011, 23:02

SunFox hat geschrieben:Und wenn dann mal etwas nicht im System paßt, ....

Oli4 hat geschrieben:Paulus wusch dem Petrus wegen seiner Heuchelei in dieser sache ziemlich kräftig die geistliche Kappe, nicht zuerst wegen der grundlegenden Tatsache, dass er mangels Verstandenem (noch) nicht vollständig 'aus dem Lager hinausgegangen ist' !


.... dann werden sie eben zu Heuchlern gemacht,

Du dürftest einmal mehr nachfragen um welche Sache es hier Dir unerkannt geblieben geht bevor auch Du deine wie auch immer motivierten Phantastereien unnötigerweise durch das Netz jagst.

Galater 2 lässt denen die demütig das Wort annehmen helles Licht scheinen.
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Re: Was bedeutet eigentlich "koscher"? Jüdische Speisegesetz

Beitragvon SunFox » Mi 9. Feb 2011, 23:08

Lieber Oli, die Sicht deiner Ding hast du schon vorher dagelegt, aber deswegen ist es dennoch unnötig andere als Phantasten abzustempeln, oder gibt dir ein Paulus auch das Recht dazu?

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Re: Was bedeutet eigentlich "koscher"? Jüdische Speisegesetz

Beitragvon Oli4 » Do 10. Feb 2011, 07:24

Ich habe exakt zitiert auf was ich mich beziehe.

Nein Paulus gibt mir kein Recht zu rein gar nichts, aber er gibt mir das Wort Gottes welches mir wiederum das Recht gibt es vollständig und seinem geschriebenen klaren udn einfachen Wortsinn nach vollständig im Herzen zu glauben.
Gepriesen sei der Herr. Sein vollständiger Friede möge alle erreichen.
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Re: Was bedeutet eigentlich "koscher"? Jüdische Speisegesetz

Beitragvon Gnu » Fr 11. Feb 2011, 01:18

Oli4 hat geschrieben: .

Ein Punkt der Grösse 200 erscheint auf meinem PC als ein gefülltes Quadrat. Ich fragte mich nämlich, weshalb ich so ein Ding in meiner Sammlung von Sonderzeichen nicht finde.
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Re: Was bedeutet eigentlich "koscher"? Jüdische Speisegesetz

Beitragvon Oli4 » Fr 11. Feb 2011, 07:09

Gnu hat geschrieben:
Oli4 hat geschrieben: .

Ein Punkt der Grösse 200 erscheint auf meinem PC als ein gefülltes Quadrat.

Hast Du noch VGA-Auflösung ? :lol: Ach waren das noch Zeiten! :]
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Re: Was bedeutet eigentlich "koscher"? Jüdische Speisegesetz

Beitragvon Jakow » Fr 11. Feb 2011, 10:24

Oli4 hat geschrieben:Wo Widersprüche scheinen, blenden wir uns ev. durch unseren ungesamtheitlichen Blick selber ?
*Hüstel* Ich verwies darauf, dass dieses anderen Stellen widerspricht, somit war ich es, welcher hier gerade den gesamtheitlichen Blick auf die Bibel anwendete. So ist dieses von jüdischer Seite auch immer wieder die Kritik, an christlicher Auslegung, dass alleine einzelne Stellen herangezogen werden, welche gerade passen, anderes aber ausgeblendet wird. Für mich ist Letzteres nicht gerade Gesamtheitlich. Für dich?

Für mich bedeutet dieses auch erst einmal nur ein Unterschied, auch wenn ich so Texte nicht analysieren will, kann ich dennoch akzeptieren, dass in anderen Systemen dieses als ausreichend und schlüssig angesehen wird.
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Re: Was bedeutet eigentlich "koscher"? Jüdische Speisegesetz

Beitragvon Jakow » Fr 11. Feb 2011, 10:48

Was ist mit dem eigentlichen Thema passiert? Kein Interesse mehr daran? Alles dazu gesagt?

Ansonsten kann ich ja einmal anmerken, dass "koscher" nicht nur für Essen gilt, sondern ganz allgemeine, für alles was nach der Tora als tauglich angesehen wird, im unterschied zu Handlungen oder Objekten welche dieses nicht sind, im Extremfall trefe sind.

Und auch hier ist eine Sache nicht per se koscher oder trefe sondern es gibt Übergänge, Grenzen, verschiedenste Ansichten, welche eine Handlung oder Object für den einen koscher erscheinen lassen, für den anderen nicht.

Beispiel hierfür ist Brot. Hier kann man bei fast jedem Bäcker sich informieren und Brotsorten herausfinden, welche bei dem Bäcker dann sehr wohl koscher sind. Dieses geht solange gut, bis in der Stadt ein "jüdischer" Bäcker exisitert, ein Bäcker wo der Backvorgang kontrolliert wird und ein Jude am Backprozess sich beteiligt. Ab diesem Moment ist jedes andere Brot in der Stadt nicht mehr koscher.

Als Antisemit kann man dieses nun negativ gegen die (frommen) Juden auslegen, da sie sich wohl für etwas besseres halten und "ihr" Brot alleine essen wollen. Aus jüdischer Sicht ist dieses alleine ein recht praktischer Umgang mit den Geboten, welcher je nach Umständen, erleichtern. So ist es im obigen Fall eine Erleichterung auch bei Nichtjuden deren Brot zu essen, obwohl letztlich nicht klar ist, ob es wirklich koscher ist. Ansonsten müssten Juden entweder immer ihr Brot selber backen oder als erstes (neben einigem anderen) erst einmal eine Bäckerei eröffnen.
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Re: Was bedeutet eigentlich "koscher"? Jüdische Speisegesetz

Beitragvon yotham » Fr 11. Feb 2011, 12:51

Spannend ist auch das Thema Shattnes. Also Leinen und Wolle nicht mischen oder gar tierische Stoffe und pflanzliche Stoffe trennen?

Oder wie Yaakow am Beispiel Brot erklärt hat, wie hält ihr da Kosher, oder anders gesagt Havdala, das trennen von Reinem und Unreinen, Gutem und Bösem.
Shaul:Ich frage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamm Benjamin.
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Re: Was bedeutet eigentlich "koscher"? Jüdische Speisegesetz

Beitragvon Oli4 » Fr 11. Feb 2011, 13:56

Jakow hat geschrieben:
Oli4 hat geschrieben:Wo Widersprüche scheinen, blenden wir uns ev. durch unseren ungesamtheitlichen Blick selber ?
*Hüstel* Ich verwies darauf, dass dieses anderen Stellen widerspricht, somit war ich es, welcher hier gerade den gesamtheitlichen Blick auf die Bibel anwendete. So ist dieses von jüdischer Seite auch immer wieder die Kritik, an christlicher Auslegung, dass alleine einzelne Stellen herangezogen werden, welche gerade passen, anderes aber ausgeblendet wird. Für mich ist Letzteres nicht gerade Gesamtheitlich. Für dich?

Für mich bedeutet dieses auch erst einmal nur ein Unterschied, auch wenn ich so Texte nicht analysieren will, kann ich dennoch akzeptieren, dass in anderen Systemen dieses als ausreichend und schlüssig angesehen wird.

Deswegen meine rheorische Frage an Jedermann/-Frau... *hüstel*, denn Selbstkritik lässt Hochmut am ehesten gar nicht erst entstehen, muss aber nicht dazu führen, dass man nicht an gewissen Überzeugungen festhalten kann, darf, soll.
Stete Bereitschaft zur Busse ab dem als Falsch entdeckten ist unabdingbar für eines jeden gesunden Glaubenslebens. Zu eingefleischter Hochmut lässt die Demut des Erkennens des Falschen leider gar nicht mehr zu.
Das als allgemeine, persönliche Aussagen von mir; nicht an Jakow persönlich gerichtet, gell.

Für mich gibts noch viele Widersprüche bzw. Ungereimtheiten in der Schrift. Diese liegen allesamt aber nicht an- oder in der Schrift begründet, sondern in mir selbst.
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