Pessach 5711

Themen im Zusammenhang mit dem jüdischen Glauben an G"tt

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Pessach 5711

Beitragvon yotham » Mo 4. Apr 2011, 19:44

Am 14. Nissan (18.4.) beginnt Pessach (7 Tage lang).
Am 19.4. liest Israel: Exo. 12.21-51, Num. 28.16-25, Joshua 3-5-7, 5.2-6.1, 27, das gesamte Hohelied, und die messianischen Juden Lukas 22.7-20.

Meine Frau ist mit dem Pessach Hausputz beschäftigt. Eine schöne praktische Übung der Sauerteig-Entfernung, die uns daran erinnert, das wir auch den geistigen Sauerteig entfernen müssen.

Anschliessend essen wir die ganzen 7 Tage (ausserhalb Israels 8 Tage) Matzen, da wir sonst aus der Gemeinschaft Israels ausgeschlossen sind, siehe obige Bibelstellen.

Durch das Brot der Armut (Matzen) werden wir täglich an den Auszug aus Ägypten, ganz praktisch, erinnert.

Pessach ist die Zeit, wo wir uns an den Messias Yeshua erinnern, an seinen Tod am Kreuz und was für mich noch wichtiger ist, seine Auferstehung.

Ich liebe die Erzählung über seinen entsetzlichen Tod am Kreuz überhaupt nicht und bin jedesmal froh, wenn ich die Verse seiner Auferstehung und seine Zeit mit den Jüngern als auferstandener Mensch lese und weiss, dass er nun zur Rechten Gottes sitzt.
Ich negiere nicht die Wichtigkeit Seines Todes, aber ich will nicht im Tod (wie das Christentum) stehen bleiben, sondern bin froh um die Auferstehung. Ich lebe ein Leben mit der Thora durch die Auferstehung, dazu befähigt durch die Auferstehung des Messias.
Shaul:Ich frage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamm Benjamin.
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Re: Pessach 5711

Beitragvon SunFox » Mo 4. Apr 2011, 19:51

yotham hat geschrieben:Anschliessend essen wir die ganzen 7 Tage (ausserhalb Israels 8 Tage) Matzen, da wir sonst aus der Gemeinschaft Israels ausgeschlossen sind, siehe obige Bibelstellen.


Hallo lieber yotham, könntest du das anhand der Bibelstellen genauer aufzeigen, also diesen Ausschluss!

yotham hat geschrieben:Ich negiere nicht die Wichtigkeit Seines Todes, aber ich will nicht im Tod (wie das Christentum) stehen bleiben, sondern bin froh um die Auferstehung.


Auch dazu solltest du dich erklären, denn einfach irgendeine Behauptung aufstellen ohne diese zu begründen, das ist wohl kaum in Ordnung!

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Re: Pessach 5711

Beitragvon yotham » Mo 4. Apr 2011, 20:43

Das mit dem Ausschluss aus der Gemeinde steht in Exodus 12.19. Ich habe übersehen, dass da nicht alles gelesen wird.
Shaul:Ich frage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamm Benjamin.
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Re: Pessach 5711

Beitragvon SunFox » Di 5. Apr 2011, 09:17

yotham hat geschrieben:Das mit dem Ausschluss aus der Gemeinde steht in Exodus 12.19. Ich habe übersehen, dass da nicht alles gelesen wird.


Hallo lieber yotham, haltet ihr euch auch an die Verse 22-25: "Und nehmt ein Büschel Ysop und taucht es in das Blut in dem Becken und bestreicht damit die Oberschwelle und die beiden Pfosten. Und kein Mensch gehe zu seiner Haustür heraus bis zum Morgen. Denn der HERR wird umhergehen und die Ägypter schlagen. Wenn er aber das Blut sehen wird an der Oberschwelle und an den beiden Pfosten, wird er an der Tür vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, um euch zu schlagen. Darum so halte diese Ordnung für dich und deine Nachkommen ewiglich. Und wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er gesagt hat, so haltet diesen Brauch."

Da steht etwas geschrieben von einer ewigen Ordnung und wenn ich hier die Suchoption 'ewige Ordnung' eingebe, so frage ich dich, ob ihr all diese angeführten ewigen Ordnungen bis ins Detail befolgt?

Von was sind denn diese ewigen Ordnungen?

Wenn ich jetzt als Suchoption 'ewig Bund' eingebe, dann bekomme ich auch reichlich verschiedene Ausagen dazu, und kann so diese ewigen Ordnungen auch zuordnen!

Aber was steht in Hebräer 9,12-18: "Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern durch sein eigenes Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erworben. Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche von der Kuh durch Besprengung die Unreinen heiligt, sodass sie äußerlich rein sind, um wie viel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott! Und darum ist er auch der Mittler des neuen Bundes, damit durch seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen Denn wo ein Testament ist, da muss der Tod dessen geschehen sein, der das Testament gemacht hat. Denn ein Testament tritt erst in Kraft mit dem Tode; es ist noch nicht in Kraft, solange der noch lebt, der es gemacht hat. Daher wurde auch der erste Bund nicht ohne Blut gestiftet."

Wenn nun ein Bund durch einen anderen Bund abgelöst wird, dann haben doch auch diese Ordnungen des ersten Bundes keine Gültigkeit mehr!

Ein Bund besteht solange ewiglich, bis an seiner Stelle ein in seiner Wirksamkeit besserer Bund tritt, der dann auch seine ganz eigenen ewigen Ordnungen hat!

Hebräer 13,20.21: "Der Gott des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe, unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut des ewigen Bundes, der mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gefällt, durch Jesus Christus, welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen."

Hier steht geschrieben, das der Vater seinen Schafen den großen Hirten geschickt hat, welcher ist Jesus und was lesen wir dazu im Alten Testament:

1.Mose 48,15: "Und er segnete Josef und sprach: Der Gott, vor dem meine Väter Abraham und Isaak gewandelt sind, der Gott, der mein Hirte gewesen ist mein Leben lang bis auf diesen Tag."

1.Mose 49,23.24: "Und wiewohl ihn die Schützen erzürnen und gegen ihn kämpfen und ihn verfolgen, so bleibt doch sein Bogen fest und seine Arme und Hände stark durch die Hände des Mächtigen in Jakob, durch ihn, den Hirten und Fels Israels."

Johannes 10,11: "Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe."

Johannes 10,14: "Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich."

Johannes 10,16: "Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden."

Warum nimmt Israel immer noch Ärgernis an dem HERRN, so wie in Markus 14,27 geschrieben steht: "Und Jesus sprach zu ihnen: Ihr werdet alle Ärgernis nehmen; denn es steht geschrieben (Sacharja 13,7): »Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe werden sich zerstreuen.«"

Eine Ordnung ist doch nur so lange ewig in seinem Bestand, wie auch die Grundlage dafür besteht, also ein gültiges Bündnis vorhanden ist! Wenn nun der Bund ein neuer ist, wie können da alte Ordnungen aufrecht erhalten werden?

Warum steht im Neuen Testament geschrieben, das es völlig gleich ist, ob man nun beschnitten oder unbeschnitten ist? Ganz einfach, weil der vorherige Bund abgelöst wurde durch einen besseren Bund, und dieser bessere Bund dieses nicht mehr einfordert!

Die Ordnungen des alten Bundes mit Israel haben keine Grundlage mehr, ansonsten wäre die Aussage Jesu in Johannes 10,16 dahingehend auszulegen, das auch die Schafe aus dem anderen Stall sich diesen alten Ordnungen unterwerfen müßten!

Und das ist genau das, was die Pharisäer und Schriftgelehrten gegen Jesus und seine Jünger zum Vorwurf erhoben, nämlich das Ablegen der alten Verordnungen!

Das 'ewige Ordnung' bezieht sich auf den ersten Bund und wenn dieser ebenfalls als ewiger Bund bezeichnete aufhört zu existieren, weil eben etwas besseres an seine Stelle getreten ist, dann sind logischer Weise auch die Ordnungen des alten Bundes nicht mehr gültig!

Ewig bedeutet nicht zwangsläufig unendlich!

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