Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Themen im Zusammenhang mit dem jüdischen Glauben an G"tt

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Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » So 26. Jun 2011, 20:27

Israel ist doch in vieler Hinsicht eine außergewöhnliche Nation finde ich es zumindesten. Schon alleine die Tatsache, nach Jahrhunderte langer Zerstreuung über die ganze Welt, oft unter schwierigsten Bedingungen, heute wieder einen eigenen Staat zu haben, kann meines Wissens kein anderes Volk vorweisen. Ja selbst Martin Luhter mal sagte: "Wenn jemals einen Staat Israel entstehen sollte, werde ich mich beschneiden lassen". Welch ein Sakersmus der dahinter steck. Ja ist mit verantwortlich für viele Prognome an den Juden, wo ich näherer nicht eingehen möchte. Ich finde es doch merkwürdig bei vielen was in Israel geschied, und das seit 1948, sagen, das Israel keine Rolle spielt.


Herzliche Grüsse, Andreas :praisegod: :praise:
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon yotham » Mo 27. Jun 2011, 10:02

Hallo Lambert
Was willst Du nun eigentlich erreichen?
Es werden doch immer die gleichen Teilnehmer antworten mit den ewig gleichen Stellungsnahmen der Erstatztheologie (Sunfox, Reginald ((dein Busenfreund :mrgreen: )) und scheinbar auch noch Leuchte.

Für mich stellt sich eher die Frage, was Israel (und hier nicht nur das Land Israel ((ich bin Zionist)) für das Glaubensleben hat.

z.b.
a) wenden wir unser Angesicht Jerusalem zu, wie es Yeshua tat, nicht um zu sterben, sondern um G'tt zu dienen
b) stimmt die christliche Theologie oder müssten wir uns nicht daran erinnern, wie unser Meister und seine Jünger gelebt haben als Juden und uns überlegen, ob nicht das der Weg ist, den wir gehen sollten.
c) hat das Christentum wirklich erst mit Zwingli oder Nicäa begonnen oder schon im Sinai zum Zeitpunkt der Staatsgründung Israels vor ein paar Tausend Jahren.
d) brauchen wir nicht eine Restauration unseres Glaubenslebens anstelle der Reformation.

Ich weiss, dies ist ein christliches Forum und ich bin kein Christ, aber nur mal so als ein kleiner Gedanke
Shaul:Ich frage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamm Benjamin.
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Mo 27. Jun 2011, 11:24

yotham hat geschrieben:Hallo Lambert
Was willst Du nun eigentlich erreichen?
Es werden doch immer die gleichen Teilnehmer antworten mit den ewig gleichen Stellungsnahmen der Erstatztheologie (Sunfox, Reginald ((dein Busenfreund :mrgreen: )) und scheinbar auch noch Leuchte.

Für mich stellt sich eher die Frage, was Israel (und hier nicht nur das Land Israel ((ich bin Zionist)) für das Glaubensleben hat.

z.b.
a) wenden wir unser Angesicht Jerusalem zu, wie es Yeshua tat, nicht um zu sterben, sondern um G'tt zu dienen
b) stimmt die christliche Theologie oder müssten wir uns nicht daran erinnern, wie unser Meister und seine Jünger gelebt haben als Juden und uns überlegen, ob nicht das der Weg ist, den wir gehen sollten.
c) hat das Christentum wirklich erst mit Zwingli oder Nicäa begonnen oder schon im Sinai zum Zeitpunkt der Staatsgründung Israels vor ein paar Tausend Jahren.
d) brauchen wir nicht eine Restauration unseres Glaubenslebens anstelle der Reformation.

Ich weiss, dies ist ein christliches Forum und ich bin kein Christ, aber nur mal so als ein kleiner Gedanke




Ich denke das der ernst der lage nicht zu erkennen zu vermögen, wo wir stehen Lieber yotham. Jesus hat ja schon zu seinen Jüngern geredet, auf die Zeichen zu achten, und dazu gehört zumal Israel einer der vielen Endzeitzeichen. Dieses nicht zu achten, ist gefährlich, sein kommen plötzlich auf einen schlag. Sie werden verwundert sein, ja sie werden empört sein. Aber der Herr wird sagen, habe ich nicht zuvor geredte, das ihr.....?


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Re: Ist Israel wircklich so bedeutungslos?

Beitragvon Gnu » Mo 27. Jun 2011, 11:52

Sehet zu, dass euch nicht jemand verführe.
Je kürzer dein Beitrag, desto eher lese ich ihn.
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Re: Ist Israel wircklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Mo 27. Jun 2011, 11:58

Gnu hat geschrieben:Sehet zu, dass euch nicht jemand verführe.




Wie meinst du das?
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Mo 27. Jun 2011, 12:18

Sicherlich Lieber Gnu, Jesus sagt ja, in der Endzeit kommen viele Verführer, aber nicht umsonst sagte Jesus zu erkennen an vielen Zeichen für das Ende. Wenn er dies betont "erkenne", so muss eine gewisse Blindheit geben. :o Denn er kommt ja wie ein Dieb, deswegen sollten wir auch uns vorbereiten, wenn dieser kommt.



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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Pilgrim » Mo 27. Jun 2011, 14:07

Lambert hat geschrieben:Sicherlich Lieber Gnu, Jesus sagt ja, in der Endzeit kommen viele Verführer, aber nicht umsonst sagte Jesus zu erkennen an vielen Zeichen für das Ende. Wenn er dies betont "erkenne", so muss eine gewisse Blindheit geben. :o Denn er kommt ja wie ein Dieb, deswegen sollten wir auch uns vorbereiten, wenn dieser kommt.

Jesus Christus kommt wieder, Andreas, wieder. Ein großer Unterschied, denn auch Yotham glaubt, daß der Messias erscheinen wird, nicht aber daß Er schon einmal hier war. Verstehst du was ich meine?
Be careful how you spend your time: Spend your time in nothing which you know must be repented of. —Richard Baxter
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Mo 27. Jun 2011, 14:49

Pilgrim hat geschrieben:
Lambert hat geschrieben:Sicherlich Lieber Gnu, Jesus sagt ja, in der Endzeit kommen viele Verführer, aber nicht umsonst sagte Jesus zu erkennen an vielen Zeichen für das Ende. Wenn er dies betont "erkenne", so muss eine gewisse Blindheit geben. :o Denn er kommt ja wie ein Dieb, deswegen sollten wir auch uns vorbereiten, wenn dieser kommt.

Jesus Christus kommt wieder, Andreas, wieder. Ein großer Unterschied, denn auch Yotham glaubt, daß der Messias erscheinen wird, nicht aber daß Er schon einmal hier war. Verstehst du was ich meine?



Huch :o ! Er war doch unter uns gewesen, durch seinen Geist habe wir doch eine Beziehung zu Ihn in. Ich dachte wohl das er das glaube würde, na da wird er wohl darauf antworten!


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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Le Chef » Mo 27. Jun 2011, 15:13

Le Chef meint:

Ich frag mich eher, wieso die immer Europacup und EM-Quali spielen. Europa ist das nun wirklich nicht mehr.
Ihr denunziert
Ihr seid schlecht informiert
Moralisch bankrott
Dass ihr das nicht kapiert
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Mo 27. Jun 2011, 15:32

Le Chef hat geschrieben:Le Chef meint:

Ich frag mich eher, wieso die immer Europacup und EM-Quali spielen. Europa ist das nun wirklich nicht mehr.




;) Ich glaub das du hier falsch gelandet bist, denn es geht doch nicht um Europacup, vieleicht in einen falschen Froum.


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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon NEM » Mo 27. Jun 2011, 15:39

Lieber Lambert,

Deine Frage ist eigentlich ganz einfach zu beantworten:

Israel war, ist und wird nie bedeutungslos sein!

Wie Du geschrieben hast gibt es viel die den Ernst der Lage nicht erkennen können / wollen.
Lambert hat geschrieben:Ja selbst Martin Luhter mal sagte: "Wenn jemals einen Staat Israel entstehen sollte, werde ich mich beschneiden lassen".

Zum Glück steht auch geschrieben:
Dan 12,4 Und du, Daniel, halte die Worte geheim und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden suchend umherstreifen, und die Erkenntnis wird sich mehren.

Viele Erkenntnisse werden in Lichte der Religion verworfen, da das Wort nicht mit dem Heiligen Geist sondern nach Buchstabe und Versand aufgenommen wird.

Hallo yotam,

yotham hat geschrieben:....
d) brauchen wir nicht eine Restauration unseres Glaubenslebens anstelle der Reformation.
.....


Die Reformation war nötig um aus der jahrhundertelangen Tyrannei des Mittelalters auszubrechen und viele der Menschen- und Machtwerke der Religiösen Führer abzubrechen und wieder zurück zum Glauben zu gelangen. Leider wurde der Prozess bisher nie richtig abgeschlossen und viele der Irrlehren wurden nicht ausgemerzt. (z.B Das Ei der Astarte, Ersatztheologie, usw)

Ich glaube, dass die Restauration des Glaubens in vollem Gange ist aber die Erkenntnis greift nur langsam.

Ich hoffe nur, dass der Durchbruch noch rechtzeitig sein wird.

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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Mo 27. Jun 2011, 15:41

Lambert hat geschrieben:Ich finde es doch merkwürdig bei vielen was in Israel geschied, und das seit 1948, sagen, das Israel keine Rolle spielt.

Die Bildung des Staates Israel hat eine lange Geschichte. Schon im 17. Jahrhundert haben sich zahlreiche christliche Männer dafür eingesetzt, wieder den Staat Israel zu bilden. Die Bildung des Staates geschah langsam, mit vielem Krieg und Blutvergiessen. Das Ende des zweiten Weltkrieges und der Judenverfolgung waren entscheidend für eine Massenumsiedlung der Juden nach Israel. Der nach der Unabhängigkeitserklärung entstandene Krieg wurde von USA und Europa finanziert, daher kein Wunder, dass Israel im Krieg nicht verloren hat. Heute kämpfen die Palestinener um ihr eigenes Land, welches sie schon seit fast 2000 Jahren in Besitz haben. Kein Wunder, dass es zu solchen Auseinandersetzungen kommt. Ich sehe in dem ganzen keine Wunder Gottes, nur einen historischen, langsam verlaufenden Ablauf menschlicher Werke.
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Reginald 32 » Mo 27. Jun 2011, 15:47

Hallo zusammen.
Kann evtl. jemand die Frage beantworten, ob Mitte des 18. Jahrhunderts, als viele Gläubige begannen, die Endzeitweissagungen der Bibel besser zu verstehen, jemand von einem Staat "Israel" als Zeichen des Endes gesprochen hat? Und wenn ja, wo kann man das nachlesen?
Meine Erkenntnis besagt, dass lediglich nach dem 2. Weltkrieg solche Aussagen gemacht wurden.

Weiterhin erfuhr ich, dass eine ganze Reihe von orthodoxen Juden in Israel überhaupt nichts von diesem politischen Staat wissen wollen, ja, sie halten ihn sogar für ein Übel. Unser Reiseleiter-Rabbi sagte uns, der Staat Israel (für den er in den höchsten Tönen schwärmte und kämpfte). habe überhaupt nichts mit der Bibel zu tun.

Und viele "clevere" Juden betrachten gewisse christliche Kreise, die von Israel schwärmen, als nützliche Idioten (Entschuldigung, aber so sagen sie), deren Einfluss und Geld man gut gebrauchen könne.
Reginald.
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Reginald 32 » Mo 27. Jun 2011, 15:54

NEM schreibt:
Die Reformation war nötig um aus der jahrhundertelangen Tyrannei des Mittelalters auszubrechen und viele der Menschen- und Machtwerke der Religiösen Führer abzubrechen und wieder zurück zum Glauben zu gelangen. Leider wurde der Prozess bisher nie richtig abgeschlossen und viele der Irrlehren wurden nicht ausgemerzt. (z.B Das Ei der Astarte, Ersatztheologie, usw)


Die Aufzählung kann man noch sehr gut und ohne Spezialkenntnisse verlängern:

Die Verlegung der Zeit des Antichristen auf die 7 letzten Jahre der Weltgeschichte

Die Lehre von der unsterblichen Seele,

Die Heiligung des Sonntags,

Der Glaube an eine ewig brennmende Hölle,
usw.,
usw.

Reginald.
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Mo 27. Jun 2011, 16:30

Leuchte hat geschrieben:
Lambert hat geschrieben:Ich finde es doch merkwürdig bei vielen was in Israel geschied, und das seit 1948, sagen, das Israel keine Rolle spielt.

Die Bildung des Staates Israel hat eine lange Geschichte. Schon im 17. Jahrhundert haben sich zahlreiche christliche Männer dafür eingesetzt, wieder den Staat Israel zu bilden. Die Bildung des Staates geschah langsam, mit vielem Krieg und Blutvergiessen. Das Ende des zweiten Weltkrieges und der Judenverfolgung waren entscheidend für eine Massenumsiedlung der Juden nach Israel. Der nach der Unabhängigkeitserklärung entstandene Krieg wurde von USA und Europa finanziert, daher kein Wunder, dass Israel im Krieg nicht verloren hat. Heute kämpfen die Palestinener um ihr eigenes Land, welches sie schon seit fast 2000 Jahren in Besitz haben. Kein Wunder, dass es zu solchen Auseinandersetzungen kommt. Ich sehe in dem ganzen keine Wunder Gottes, nur einen historischen, langsam verlaufenden Ablauf menschlicher Werke.



Das halte ich doch für einen Irrtum, der Staat Israel besaß nicht mal eine richtige ausgebildete Militär, Waffen ein paar Gewehre und zwei Flugzeuge beim ersten Krieg nach der Staatsgründung. Was nützt den das viele Geld, wenn ein mehrfach überlegens Feind angreift. Es hat Fälle gegeben wo Araber eine Hand im Himmel gesehen haben, aufgrund dieses Erlebnisses sind die geflüchtet. Von daher das berümte Foto der hunderte Schuhe in der Wüste.



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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Mo 27. Jun 2011, 18:23

Lambert hat geschrieben:der Staat Israel besaß nicht mal eine richtige ausgebildete Militär, Waffen ein paar Gewehre und zwei Flugzeuge beim ersten Krieg nach der Staatsgründung. Was nützt den das viele Geld, wenn ein mehrfach überlegens Feind angreift. Es hat Fälle gegeben wo Araber eine Hand im Himmel gesehen haben, aufgrund dieses Erlebnisses sind die geflüchtet.

Benny Morris, der an der Hebräischen Universität in Jerusalem Geschichte studierte und an der Universität Cambridge promovierte, sagt folgendes:

Israel gewann den konventionellen Krieg gegen die Armeen der einfallenden arabischen Staaten, weil die jüdische Gemeinde zwar klein, aber bestens organisiert war (sie hatte eine demokratische Staat-im-Staat-Struktur, die sie während der Jahre unter britischem Mandat entwickelt hatte, und staatliche Organe wie Außenminister, Finanzminister usw. waren Ende 1947 bereits im Ansatz vorhanden), hoch motiviert war (sie fürchtete eine Wiederholung des Holocaust, der eben erst geendet hatte) und auf erstklassige Mitglieder zählen konnte. Der Jischuw hatte sich über viele Jahre auf einen Krieg vorbereitet, den, wie sie wussten, die Araber eines Tages entfesseln würden – und eine effiziente Bürgerwehr aufgestellt, die Hagana. 1946-48 investierten sie eine Menge Geld, das von Juden weltweit aufgebracht wurde, um Waffen zur Verfügung zu stellen und die dreihundert verstreuten jüdischen Siedlungen militärisch abzusichern. Als die palästinensischen arabischen Milizen am 30. November 1947 ihren Krieg gegen den Jischuw zu führen begannen, wurden sie bald geschlagen, obwohl sie, was die Bevölkerungszahlen betrifft, 2:1 überlegen waren und wahrscheinlich ebenso viele bewaffnete Männer aufweisen konnten wie die Juden. Doch die Palästinenser brachten nie eine nationale Miliz zustande – jedes Dorf und jede Stadt hatte eine eigene Bürgerwehr (insgesamt 800 Milizen).

Die arabischen Staaten wiesen eine Bevölkerung von 30-40 Millionen auf – aber sie waren auf einen Krieg nicht vorbereitet, hatten undemokratische Regierungen, die von großteils korrupten, inkompetenten Politikern angeführt wurden, und schlecht organisierte kleine Armeen (geeignet, um interne Auseinandersetzungen oder Minderheitenrevolten zu unterdrücken, aber nicht für Kämpfe außerhalb des Landes). Sie hatten inkompetente Offiziere (mit Ausnahme der unter britischem Kommando stehenden Arabischen Legion, der jordanischen Armee) und kämpften weit von Zuhause entfernt, im Land eines anderen. (Die Juden kämpften um Heim und Herd, und um ihr Überleben.) Die arabischen Armeen gingen alle mit geringen Waffenbeständen in den Krieg, die aufgrund des UN-Waffenembargos, das am 24. Mai 1948 über alle Konfliktparteien verhängt wurde, nicht aufgestockt wurden. Die traditionellen Waffenlieferanten der Araber, Großbritannien und Frankreich, hielten sich an das Embargo. Doch der Jischuw erhielt Waffen aus der kommunistisch regierten Tschechoslowakei, die sich nicht an das Embargo hielt und begierig war nach Dollars, sowie aus Schwarzmarktquellen.

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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Columba » Mo 27. Jun 2011, 18:28

Reginald 32 hat geschrieben:Weiterhin erfuhr ich, dass eine ganze Reihe von orthodoxen Juden in Israel überhaupt nichts von diesem politischen Staat wissen wollen, ja, sie halten ihn sogar für ein Übel. Unser Reiseleiter-Rabbi sagte uns, der Staat Israel (für den er in den höchsten Tönen schwärmte und kämpfte). habe überhaupt nichts mit der Bibel zu tun.

Und viele "clevere" Juden betrachten gewisse christliche Kreise, die von Israel schwärmen, als nützliche Idioten (Entschuldigung, aber so sagen sie), deren Einfluss und Geld man gut gebrauchen könne.
...


solche meinungen kann ich bestätigen.


Grüße Columba
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon yotham » Mo 27. Jun 2011, 18:52

Ich auch..... was soll damit gesagt werden?
Shaul:Ich frage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamm Benjamin.
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Columba » Mo 27. Jun 2011, 19:18

was für mich diese aussage bedeutet.

dass es den juden überlassen sein muss, wie sie in religiöser hinsicht israel beurteilen wollen. fragwürdig finde ich jedoch, wenn christliche fundamentalisten israel instrumentalisieren für ihre eigenen endzeitphantasien. desgleichen ist abzulehnen, wenn einige kreise im christentum, israel immer noch als missionsgebiet betrachten, denn dies bedeutet, dass diese christen ihre jüdischen wurzeln verleugnen versuchen.

für mich als christ hat dieses israel eine grosse bedeutung. allerdings ganz und gar n wie andreas dies sieht. es hat mehr zu tun mit der jüdischen wurzel des christentums, mit der christengeschichte und ihrem teuflischen antisemitismus. das möchte ich in diesem thread n weiter ausführen. die erfahrung mit dieser thematik zeigte doch v.a. wiederholungen der theologien von andreas und reginald oder sunfox.


Grüße Columba
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon NEM » Mo 27. Jun 2011, 20:04

Columba hat geschrieben:was für mich diese aussage bedeutet.

dass es den juden überlassen sein muss, wie sie in religiöser hinsicht israel beurteilen wollen. fragwürdig finde ich jedoch, wenn christliche fundamentalisten israel instrumentalisieren für ihre eigenen endzeitphantasien. desgleichen ist abzulehnen, wenn einige kreise im christentum, israel immer noch als missionsgebiet betrachten, denn dies bedeutet, dass diese christen ihre jüdischen wurzeln verleugnen versuchen.
....

Grüße Columba



Hallo Columba

Was die Endzeit anbelangt möchte ich nicht näher eingehen, denn es gibt genügen andere Threads die das Thema behandeln, aber Fantasien sind unsere Auslegung bestimmt nicht.

Was die Mission in Israel angeht wüsste ich nicht wie Du auf die Idee kommst, dass diese Leute Ihre jüdischen Wurzeln verleugnen, ganz das Gegenteil ist der Fall!
Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass Diejenigen die den Versuch nicht unternehmen ihre jüdischen Wurzeln verachten und eher in Richtung Ersatztheologie tendieren.

Lg NEM
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Columba » Mo 27. Jun 2011, 20:17

NEM hat geschrieben:Was die Mission in Israel angeht wüsste ich nicht wie Du auf die Idee kommst, dass diese Leute Ihre jüdischen Wurzeln verleugnen, ganz das Gegenteil ist der Fall!


judentum und christentum haben denselben wahren gott. es ist zwar wahr, dass das "messias problem" besteht. aber die gemeinsame wurzel heisst, dass nur im gemeinsamen, offenen studium der schriften im vertrauen auf die hilfe unseres gemeinsamen gottes dieses "problem" angegangen werden kann. mit juden soll es gemeinsames studium und dialog geben, geleitet vom geist gottes. keine mission sondern von vornherein diesen gemeinsamen gott hören.


Grüße Columba


ps
unter kirchenpolitischem gesichtspunkt: mit dem holocaust haben christen aus ethischer hinsicht jegliches recht an der judenmission verwirkt. anders ausgedrückt: zuerst mal im eigenen stall misten.
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon NEM » Mo 27. Jun 2011, 20:26

Columba hat geschrieben:judentum und christentum haben denselben wahren gott. es ist zwar wahr, dass das "messias problem" besteht. aber die gemeinsame wurzel heisst, dass nur im gemeinsamen, offenen studium der schriften im vertrauen auf die hilfe unseres gemeinsamen gottes dieses "problem" angegangen werden kann. mit juden soll es gemeinsames studium und dialog geben, geleitet vom geist gottes. keine mission sondern von vornherein diesen gemeinsamen gott hören.


Unter Mission in Israel verstehe ich auch nichts anderes.
(Die Zeiten von "Willst Du nicht men Bruder sein, so schlage ich Die den Schädel ein" sind doch schon längst vorbei! :roll:
Columba hat geschrieben:ps
unter kirchenpolitischem gesichtspunkt: mit dem holocaust haben christen aus ethischer hinsicht jegliches recht an der judenmission verwirkt. anders ausgedrückt: zuerst mal im eigenen stall misten.


Erstens sagt die Schrift wir sollen nicht nachtragend sein und zweitens glaube ich nicht, dass irgendeiner der an Holocoust beteiligt war überhaut ein Christ war!
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Thelonious » Mo 27. Jun 2011, 20:27

Für mich ist Israel sehr bedeutungsvoll und dieses, weil:

- es sich um tolle Menschen handelt, für deren Schutz und Bewahrung ich bete,
- es ein unvergleichliches Land - eben u.a. aufgrund der biblischen Stätten und Landschaften - darstellt, welches ich bereisen durfte,
- gerade wir Deutsche eine unermessliche Schuld gegenüber den Juden auf uns geladen haben.

Und noch maßgeblicher:

- es Gottes erwähltes Volk des ersten Bundes ist, welches auch für zukünftigen (soll heissen: endzeitlichen) Geschehnisse eine ganz besondere Stellung vor Ihm inne hat.

Gruß
Thelo

PS. Einen kleinen Tippfehler in der Threadüberschrift korrigierte ich
Göttliche Liebe ist nicht weich wie eine Weihnachtsschnulze, sondern hart wie eine Krippe und ein Kreuz aus Holz.
(Arno Backhaus)
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Columba » Mo 27. Jun 2011, 20:30

NEM hat geschrieben:... und zweitens glaube ich nicht, dass irgendeiner der an Holocoust beteiligt war überhaut ein Christ war!


...aber zu viele christen haben einfach dazu geschwiegen! ist das keine schuld?
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Columba » Mo 27. Jun 2011, 20:44

NEM hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:judentum und christentum haben denselben wahren gott. es ist zwar wahr, dass das "messias problem" besteht. aber die gemeinsame wurzel heisst, dass nur im gemeinsamen, offenen studium der schriften im vertrauen auf die hilfe unseres gemeinsamen gottes dieses "problem" angegangen werden kann. mit juden soll es gemeinsames studium und dialog geben, geleitet vom geist gottes. keine mission sondern von vornherein diesen gemeinsamen gott hören.


Unter Mission in Israel verstehe ich auch nichts anderes.


...also wo ist der dialog? wenig bibelarbeiten z.b. von jüdischen und christlichen theologen zusammen. wo spürt man, dass die juden und wir den gleichen gott anbeten? gemeinsame gebete? schaue auch mal in die theologischen schriften, gleich welcher richtung, evangelikal, liberal oder sonst was, wie wenige literaturhinweise auf jüdische schriften es gibt.



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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Johncom » Mo 27. Jun 2011, 21:04

Columba hat geschrieben:
NEM hat geschrieben:... und zweitens glaube ich nicht, dass irgendeiner der an Holocoust beteiligt war überhaut ein Christ war!


...aber zu viele christen haben einfach dazu geschwiegen! ist das keine schuld?


Dieser Christ jedenfalls hat nicht geschwiegen: Martin Luther.
'Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind'. Und die Christen der NS-Zeit haben diese Worte oft genug im Religionsunterricht gehört. Wer sollte sich deshalb schuldig fühlen.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Savonlinna » Mo 27. Jun 2011, 21:17

Die Selbstdenkenden? Die Verantwortungsvollen?
Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.

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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Columba » Mo 27. Jun 2011, 21:20

Johncom hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:
NEM hat geschrieben:... und zweitens glaube ich nicht, dass irgendeiner der an Holocoust beteiligt war überhaut ein Christ war!

...aber zu viele christen haben einfach dazu geschwiegen! ist das keine schuld?
Dieser Christ jedenfalls hat nicht geschwiegen: Martin Luther.
'Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, ...'. Und die Christen der NS-Zeit haben diese Worte oft genug im Religionsunterricht gehört. Wer sollte sich deshalb schuldig fühlen.


nicht schuldig fühlen heisst nicht unschuldig sein. ein sehr grundlegender christlicher gedanke, der v.a. andersgläubigen und den noch-nicht-gläubigen gegenüber vertreten wird.

israel ist auch deshalb wichtig, dass es etwas über schuld und sühne den christen spiegelt.


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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Savonlinna » Mo 27. Jun 2011, 21:26

Columba hat geschrieben:nicht schuldig fühlen heisst nicht unschuldig sein. ein sehr grundlegender christlicher gedanke,


Es ist vor allem ein grundlegender Gedanke der Menschlichkeit. Er ist das Wesen des Humanen.
Jenseits von richtig und falsch liegt ein Ort. Dort treffen wir uns.

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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Ihr » Mo 27. Jun 2011, 22:10

Ich sehe ausser dem Namen keinen Zusammenhang zwischen dem biblischen Israel und dem modernen Staat. Nur weil es behauptet wird heisst noch lange nicht, dass es so ist. Insbesondere kriege ich es theologisch nicht auf die Reihe: Wenn doch die Geschichte des AT auf das Kommen des Messias in Jesus zuläuft, welcher als einziger das "wahre Israel" ist, dann sehe ich nicht wie eine moderne Ausprägung ebendieses Volkes ohne Bezug auf Jesus auskommen will.
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon Pilgrim » Di 28. Jun 2011, 06:42

Thelonious hat geschrieben:Für mich ist Israel sehr bedeutungsvoll…weil…
- es Gottes erwähltes Volk des ersten Bundes ist, welches auch für zukünftigen (soll heissen: endzeitlichen) Geschehnisse eine ganz besondere Stellung vor Ihm inne hat.

Yep…und weil Gott im Alten Testament Israel Seine bedingungslosen Versprechungen gab. Das Hauptkennzeichen dieser Verheißungen ist das Versprechen Israel in einem Königreich, von Jerusalem ausstrahlend mit dem Messias von Israel über alle Nationen der Welt herrschend, einzurichten. Dieses Königreich ist in Offenbarung 20 ganz genau beschrieben als von 1,000 Jahre Dauer.

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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Di 28. Jun 2011, 06:53

Pilgrim hat geschrieben:und weil Gott im Alten Testament Israel Seine bedingunngslosen Versprechungen gab.

Welches Israel dort gemeint war und ob es tatsächlich bedingungslose Prophezeiungen waren, ist die Frage.
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon NEM » Di 28. Jun 2011, 07:49

Johncom hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:
NEM hat geschrieben:... und zweitens glaube ich nicht, dass irgendeiner der an Holocoust beteiligt war überhaut ein Christ war!


...aber zu viele christen haben einfach dazu geschwiegen! ist das keine schuld?[/


Dieser Christ jedenfalls hat nicht geschwiegen: Martin Luther.
'Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind'. Und die Christen der NS-Zeit haben diese Worte oft genug im Religionsunterricht gehört. Wer sollte sich deshalb schuldig fühlen.


@ Johncom: Diejenigen die einen solchen Blödsinn im Religionsunterricht den Schülern gelehrt haben. Die Schüler sind höchsten schuldig nicht hinterfragt zu haben, sie wurden mental verseucht.

@Columba: Diejenigen die geschwiegen haben sind schuldig der Feigheit, wie Jesus das richten wird kann ich nicht beurteilen.
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Re: Ist Israel wirglich so bedeutungslos?

Beitragvon NEM » Di 28. Jun 2011, 07:53

Pilgrim hat geschrieben:Yep…und weil Gott im Alten Testament Israel Seine bedingunngslosen Versprechungen gab. Das Hauptkennzeichen dieser Verheißungen ist das Versprechen Israel in einem Königreich, von Jerusalem ausstrahlend mit dem Messias von Israel über alle Nationen der Welt herrschend, einzurichten. Dieses Königreich ist in Offenbarung 20 ganz genau beschrieben als von 1,000 Jahre Dauer.



Auch ein Yep und sogar Amen von mir. :respekt: @Thelo und @Pilgrim
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Pilgrim » Di 28. Jun 2011, 08:04

Leuchte hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:und weil Gott im Alten Testament Israel Seine bedingungslosen Versprechungen gab.

Welches Israel dort gemeint war und ob es tatsächlich bedingungslose Prophezeiungen waren, ist die Frage.

Naja, das könnten wir auch noch durchkauen…aber für jetzt nur soviel: ich nehme das Versprechen von Gott Seine Dekrete der Erwählung in Erlösung zu erfüllen ernst und somit nehme ich auch Gottes Versprechen Israel in ihrem Land in einem realen, physikalischen Königreich physkalisches Gebiet umfassend ernst. Ich glaube in bedingungsloser Erwählung und ewiger Sicherheit für individuelle Erlösung und somit glaube ich dasselbe was Gottes Dekrete und Verheißungen mit Israel betrifft.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Di 28. Jun 2011, 08:27

Ihr hat geschrieben:Ich sehe ausser dem Namen keinen Zusammenhang zwischen dem biblischen Israel und dem modernen Staat. Nur weil es behauptet wird heisst noch lange nicht, dass es so ist. Insbesondere kriege ich es theologisch nicht auf die Reihe: Wenn doch die Geschichte des AT auf das Kommen des Messias in Jesus zuläuft, welcher als einziger das "wahre Israel" ist, dann sehe ich nicht wie eine moderne Ausprägung ebendieses Volkes ohne Bezug auf Jesus auskommen will.



Hallo Ihr !

Psalm 83

2 Gott, schweige nicht; verstumme nicht und sei nicht stille, o Gott!
3 Denn siehe, deine Feinde toben, und deine Hasser erheben das Haupt.
4 Wider dein Volk machen sie listige Anschläge, und beraten sich wider deine Geborgenen.
5 Sie sprechen: Kommet und lasset uns sie vertilgen, daß sie keine Nation mehr seien, daß nicht mehr gedacht werde des Namens Israel!
6 Denn sie haben sich beraten mit einmütigem Herzen, sie haben einen Bund wider dich gemacht:


Das Ziel ist doch im Psalm 83 beschrieben: den Namen Israel von der Erde auszutilgen. Wie es zu beobachten ist es der Welt keinen Wert auf solche Überlegungen. Was für sich wichtig erachten, sind doch politische Abkommen auf höchsten Niveau. Wenn du die Bibel liest, wirst du erkennen, sind namen wichtig, denn ein Namen zu geben ist Vollmacht. (siehe der Name Jesus)

Wenn du die heutige Auseindandersetzung siehst, geht es um zwei Namen: Israel und Palästina.

Hesekiel 11, 17

Darum sprich: So spricht der Herr, Jahwe: Ja, ich werde euch aus den Völkern sammeln und euch zusammenbringen aus den Ländern, in welche ihr zerstreut worden seid, und werde euch das Land Israel geben

Ja Lieber ihr, und wer hat den zweiten Namen gewählt? Die Antwort ist schnell gefunden, denn der römische Kaiser, der Jerusalm zerstörte und sich gar vorgenommen hatte, den Namen Israel von der Erde zu tilgen. Aber der Herr hat andere bis heute andere Gedanken. Israel und Palästina sind als zwei unterschiedliche Namen, selbst für viele Christen sind es nicht bewusst, was dort geschied. Denn es besteht ein Krieg zwichen diesen zwei Lagen, die gerade auch geistiger Natur sind, es geht mehr als nur ein bischen Land wie viele es vermeinen. Von daher ist es gefährlich das dies ohne Bedeutung sei, Israel auch als Staat eine Handlung Gottes zu übersehen. Ich will nicht gleich behaupten, es sei Antisemtisch, nein das möchte nicht mit einen Holzhammen kommen. Aber die Gefahr in das Fahrwasser zu geraten, ist nicht zu überschätzen.

Möchte auch dazu schreiben: Die Menschen mit guten Absichten, die den Frieden lieben und unter der Intoleranz der gegensätzliche Extremen leiden, möchten das Problem durch einen Mitelweg lösen, was ja auch verständlich ist. Die Lösung wer ja zwei Zonen, zwei Staaten, zwei Namen, Israel und Palästina. Ja so manche Pazifisten wollen das Problem mit einen Mittelweg lösen, ja sie meinen besser zu sein wie Gott. Sie möchten gerne die Mittlerrolle übernehmen zwichen zwei bekämpfende Gruppen, aber letzten endlich verteidigen sie immer nur eine bestimmten Gruppe. Wie ich es aus der Bibel endnehme, wird es zu letzt eine kriegeriche Ausenandersetzung kommen, was so auch ersichtlich ist, diese Parteien sind unversöhnlich. Aber beide Gruppen werden gemeinsamen Niederlag entgegengehen. Denn Gott ist es letzten endlich, der siegt.




Herzliche grüsse, Andreas :praisegod: :praise:
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Ihr » Di 28. Jun 2011, 09:55

Lambert hat geschrieben:Das Ziel ist doch im Psalm 83 beschrieben: den Namen Israel von der Erde auszutilgen. Wie es zu beobachten ist es der Welt keinen Wert auf solche Überlegungen. Was für sich wichtig erachten, sind doch politische Abkommen auf höchsten Niveau. Wenn du die Bibel liest, wirst du erkennen, sind namen wichtig, denn ein Namen zu geben ist Vollmacht. (siehe der Name Jesus)

Ja, schon klar. Und weil Namen Macht beinhalten ist es nur konsequent, dass sich der zionistische Staat "Israel" nennen wird. Aber nur wegen der Benamsung ist die Brücke zu Psalm 83 ja noch nicht geschlagen. Ich gehe davon aus, dass Gottes Programm mit seinem Volk, dh. der alte Bund auf Jesus hinzielte und vollständig in ihm aufging. Die Geschichte Israels dient der Menschwerdung Gottes in Jesus. Jesus ist die Erfüllung dessen, was vorher war, und er ist der Ursprung dessen, was nachher war. Jesus ist das Zentrum und Ziel von Gottes Geschichte mit den Menschen. Es gibt kein "Israel" an Jesus vorbei, und deshalb sehe ich im modernen, säkularen, pluralistischen Staatsgebilde keine Entsprechung mit dem, was in der Bibel als "Israel" bezeichnet wird.

Denn es besteht ein Krieg zwichen diesen zwei Lagen, die gerade auch geistiger Natur sind, es geht mehr als nur ein bischen Land wie viele es vermeinen. Von daher ist es gefährlich das dies ohne Bedeutung sei, Israel auch als Staat eine Handlung Gottes zu übersehen.

Der Kampf um das "heilige Land" tobt, seit die Muslime den Juden und Christen den Zugang verweigerten und dadurch die Kreuzzüge provozierten. In der Neuzeit hat uns die Millenarische Theologie darauf getrimmt zu meinen, die Apokalypse könne in den Schlagzeilen und auf den TV-Schirmen mitverfolgt werden. Der moderne zionistische Staat wäre ohne die Sympathien, welche durch diese Endzeitphantasien entstanden sind nicht zustandegekommen.

Ja so manche Pazifisten wollen das Problem mit einen Mittelweg lösen, ja sie meinen besser zu sein wie Gott. ... Denn Gott ist es letzten endlich, der siegt.

Dasselbe kannst du aber auch dem Zionistenstaat sagen, welcher nicht wie das Volk im AT Gott für sich kämpfen lässt, sondern sein Heil in modernster Kriegstechnik und "Big Daddy USA" sucht.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Di 28. Jun 2011, 10:06

Leuchte hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:und weil Gott im Alten Testament Israel Seine bedingunngslosen Versprechungen gab.

Welches Israel dort gemeint war und ob es tatsächlich bedingungslose Prophezeiungen waren, ist die Frage.



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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Columba » Di 28. Jun 2011, 10:07

Lambert hat geschrieben:
Leuchte hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:und weil Gott im Alten Testament Israel Seine bedingunngslosen Versprechungen gab.

Welches Israel dort gemeint war und ob es tatsächlich bedingungslose Prophezeiungen waren, ist die Frage.


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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Di 28. Jun 2011, 10:20

Ja liebe Columba, wie darf ich es denn verstehen?
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