Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Themen im Zusammenhang mit dem jüdischen Glauben an G"tt

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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Mo 4. Jul 2011, 21:08

@Pilgrim

Ich habe nicht alle deine Antworten verstanden. Vielleicht gibst du mir noch mal einen Link, wo ich ausführlich darüber lesen kann, was du bzw. deine Gemeinde glaubt. Es ist ziemlich zeitintensiv, immer wieder die Basic-Fragen zu stellen und die Antworten darauf zu warten.

Bin nicht sicher um was es dir genau geht. Natürlich war Paulus ein Jude weil er in eine Jüdische Familie hineingeboren ist und in einem Römischen Gebiet wohnte und dadurch das Römische Bürgerrecht besass…aber welchen Bezug hat das jetzt mit "ganz Israel" in Römer 11:26 ? Kannst du das vielleicht ein bisschen erklären…

Mir gehts darum, dass Paulus sowie seine Zuhörer sehr gut wussten zu unterscheiden zwischen einem Israeliten und einem Nicht-Israeliten - aus der Thora. Deshalb solltest du meine Frage, ob ein Mensch, dessen Ur....Ur-Großmutter eine Israelitin war, ebenfalls ein Israelit ist, ziemlich leicht beantworten können. Es ist nämlich eine Spekulation, in das "ganz Israel" in Rö 11 ein nationales Israel hineinzulesen, jedoch meine Frage nicht beantworten zu können.

Der Millennische Tempel (von welchem wir hier ja sprechen) wird in der Mitte auf einem hohen Berg sein (nicht in der Stadt Jerusalem...

Wo dann, wenn nicht in Jerusalem?

Der Zweck des Tempels ist um Gottes Heiligkeit zu zeigen, eine Wohnstätte für die Göttliche Herrlichkeit zur Verfügung zu stellen, die Denkmalsopfergaben zu bewahren, das Zentrum für die Göttliche Regierung zu beschaffen und Sieg über den Fluch zu liefern (Hesekiel 43).

Und wo wird der Tempel stehen, in den sich der Antichrist setzt? Wann wird man beginnen, ihn zu bauen? Wann wird er zu Ende gebaut sein? Wer wird ihn bauen? Was geschieht mit diesem Tempel, wenn Jesus wiederkommt?

Nur die Gemeinde von Christus die auf Erden lebt wird entrückt. Alle Ungläubigen (Nicht-in-Christus-Gläubigen) bleiben bei der Entrückung auf der Erde zurück und müßen durch die Trübsal gehen.

Und Israeliten? Gehen sie auch durch die genannte Trübsalszeit, während die Ungläubigen aus Nationen in der Trübsalszeit sind? Oder beginnt da schon das 1000-jährige, messianische Reich, für die Israeliten, wo alle Israeliten glücklich leben?

Die Königsreich Erwartung ist auf den Abrahamitischen Bund, den Davidischen Bund und den Palästinischen Bund basiert, jedoch in keiner Weise auf den Mosaischen Bund basiert.

Irgendwie scheint mir meine Frage nicht beantwortet zu sein. In Jes 66 geht es um den Sabbat. Wie verstehst du den Vers 23?

Nein, die Menschen welche durch die Trübsalszeit zum Glauben in Christus kommen werden bei der Wiederkunft des Messias mit Ihm in das von Ihm auferstellte Tausendjähre Königreich eingehen.

Hier hast du wahrscheinlich meine Frage missverstanden. Ich meinte, ist diese 144 T. Israeliten buchstäblich zu verstehen? Wird es nur so viele gläubige Israeliten geben? Wo werden die Übrigen Israeliten (bei mehr als 144 T.) sein?
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon yotham » Mo 4. Jul 2011, 21:13

--> jedoch in keiner Weise auf den Mosaischen Bund basiert
über DEN Satz bin ich nun aber entäuscht,

alles andere stimmt. Pilgrim , Du solltest ein Text Dokument daraus machen. Wäre ja schade, wenn das verloren geht.
Shaul:Ich frage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamm Benjamin.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Pilgrim » Mo 4. Jul 2011, 21:50

yotham hat geschrieben:--> jedoch in keiner Weise auf den Mosaischen Bund basiert
über DEN Satz bin ich nun aber entäuscht,

Zwar verstehe ich, daß du darüber enttäuscht sein könntest, aber könnten wir gegenseitig aufklären warum es auf "den Mosaischen Bund" basiert oder eben nicht auf den "Mosaischen Bund" basiert sein wird? Ich sehe nur die Sicht aus meiner Perspektive und die könnte ja "möglicherweise entzerrt" sein. Wie du darin den "Mosaischen Bund" siehst würde mich interessieren.
Du solltest ein Text Dokument daraus machen

Oh, so wichtig ist mein Geschreibsel nicht, daß man's "verewigen" sollte, andere Menschen waren schon vor mir und kommen nach mir welche das sogar besser beschreiben können. Je mehr ich mich aber mit der Israelfrage beschäftige und Gottes Wort durchforsche, je besser erkenne ich die vollkommene Treue Gottes… :]
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Pilgrim » Di 5. Jul 2011, 00:32

Leuchte hat geschrieben:Ich habe nicht alle deine Antworten verstanden. Vielleicht gibst du mir noch mal einen Link, wo ich ausführlich darüber lesen kann, was du bzw. deine Gemeinde glaubt. Es ist ziemlich zeitintensiv, immer wieder die Basic-Fragen zu stellen und die Antworten darauf zu warten.

Ausser den Biblischen habe ich keine besonderen Links. Ich gehe mit meiner Familie dahin, wo ich auch gerade am Sonntag bin, in eine Biblische Ortsgemeinde, d.h. in eine Gemeinde wo Gottes Wort in hoher Wertschätzung geachtet wird. Zwar sehr selten, aber manchmal passiert es auch, daß ich und meine Familie aus einer vermeintlich nach biblischen Prinzipien aufgebauten Gemeinde beim "ersten" Satz" der Predigt aufstehen und gehen müßen. Wir besitzen eine extrem große Christliche Büchersammlung, bedingt dadurch daß ich bis vor Kurzem mehrere Jahre in einem Christlichen Fundi-Bücherladen arbeitete und alles zu Kosten erhalten konnte. Wenn du Buchempfehlungen von mir möchtest, dann kann ich dir die geben, sind aber alle in Englisch da ich seit Jaaaahren in der Fünften Schweiz zu Hause bin. Zwar gibt es in der Schweiz auch viele Ressourcen und wenn du möchtest ich dir auch diese empfehlen kann.
Mir gehts darum, dass Paulus sowie seine Zuhörer sehr gut wussten zu unterscheiden zwischen einem Israeliten und einem Nicht-Israeliten - aus der Thora. Deshalb solltest du meine Frage, ob ein Mensch, dessen Ur....Ur-Großmutter eine Israelitin war, ebenfalls ein Israelit ist, ziemlich leicht beantworten können. Es ist nämlich eine Spekulation, in das "ganz Israel" in Rö 11 ein nationales Israel hineinzulesen, jedoch meine Frage nicht beantworten zu können.

Zwar bin ich immer noch verwirrt über was du beantwortet haben willst, aber in Bezug auf Israel in der Trübsal ist eines der Göttlichen Zwecke die Nation Israel für das Königreich nach der Wiederkehr des Messias in Erfüllung des Bundes mit Israel, vorzubereiten. Lies die wichtige Endzeitrede von Jesus auf dem Ölberg worin zwischen Matthäus 24:1 bis 25:46 eine detaillierte Chronologie der vorhergesagten Geschehnissen in Bezug auf die Nation Israel gegeben ist…vielleicht hilft dir das weiter.
Leuchte hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:Der Millennische Tempel (von welchem wir hier ja sprechen) wird in der Mitte auf einem hohen Berg sein (nicht in der Stadt Jerusalem...

Wo dann, wenn nicht in Jerusalem?

Der Standort des Tempels im Land ist ganz deutlich in der Schrift präsentiert…lies Jesaja 2:4; Micha 4:1-4 und Hesekiel 37:26.
Und wo wird der Tempel stehen, in den sich der Antichrist setzt? Wann wird man beginnen, ihn zu bauen? Wann wird er zu Ende gebaut sein? Wer wird ihn bauen? Was geschieht mit diesem Tempel, wenn Jesus wiederkommt?

Das hat doch Lambert schon wiederholt gut erklärt, sind doch anscheinend die Vorbereitungen in Jerusalem einen Neuen Tempel zu bauen schon in vollem Schwung. Vielleicht weiß auch Yotham mehr darüber.
Und Israeliten? Gehen sie auch durch die genannte Trübsalszeit, während die Ungläubigen aus Nationen in der Trübsalszeit sind? Oder beginnt da schon das 1000-jährige, messianische Reich, für die Israeliten, wo alle Israeliten glücklich leben?

Gemäß Matthäus 24 müßen nach der Entrückung alle Nicht-in-Chritus-Gläubigen in die Trübsal gehen, sei er nun Jude oder Heide.
Irgendwie scheint mir meine Frage nicht beantwortet zu sein. In Jes 66 geht es um den Sabbat. Wie verstehst du den Vers 23?

Hierzu wäre vielleicht gut auf ein Gespräch mit Yotham zu warten (wenn er dann gewillt ist?), weil wir alle drei das hier verschieden interpretieren und eine Diskussion darüber Licht in die Sache bringen könnte, was meinst du?
Ich meinte, ist diese 144 T. Israeliten buchstäblich zu verstehen? Wird es nur so viele gläubige Israeliten geben? Wo werden die Übrigen Israeliten (bei mehr als 144 T.) sein?

Sicherlich muß man diese 144,000 Juden (12,000 von jedem Stamm) wörtlich verstehen, immerhin hat Gott Sich ja die Mühe genommen und uns die genaue Zahl und woher sie kommen aufzeichnen lassen. Die 144,000 vom Heiligen Geist versiegelten Juden (12,000 von jedem Stamm) werden die Trübsal hindurch zusammen mit den zwei Zeugen und den vielen Engeln evangelisieren und es werden in den sieben Jahren viele Juden und Heiden zum Glauben in Christus kommen.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Di 5. Jul 2011, 10:20

Hallo Leuchte!

Stimmt was Pilgrim geschrieben, habe so einiges geschrieben! Darum zwei Links.

Tempel

In 2. Thessalonicher 2,1-12 ist die Rede davon, daß sich der Mensch der Sünde, der Mensch der Gesetzlosigkeit in den Tempel Gottes setzt und vorgibt, er sei Gott. Er wird viele Menschen durch große Zeichen und Wunder blenden. Dies ist eine Parallele zu Offenbarung 13, wo auch davon die Rede ist, daß das Tier aus dem Meer, der Antichrist, und das Tier aus dem Abgrund, sein >falscher Prophet, eine neue Religion errichten und daß alle, die nicht im Lebensbuch des Lammes geschrieben sind, durch die Propaganda des falschen Propheten vermittelt, den Antichristen anbeten werden.

Es finden sich unterschiedliche Deutungen im Hinblick auf den Tempel, in den sich der Antichrist setzt. Die einen sagen, es sei ein wirklicher Tempel, der in Jerusalem wieder gebaut wird. Dafür gibt es tatsächlich Vorbereitungen von etlichen orthodoxen Juden, die schon den Grundstein sowie weitere Steine, Geräte, Priesterge-wänder usw. hierfür vorbereitet haben und den Grundstein bereits legen wollten. Die zweite Deutung lautet, daß der Tempel die Gemeinde sei (vgl. 1. Kor 3,17; Eph 2,21). Das ist sicherlich auch nicht falsch, denn nach 1. Johannes 2,19 wird der Antichrist — auch in Gestalt seiner Vorläufer — aus der Gemeinde hervorgehen. Ich halte es durchaus für möglich, daß beide Deutungen zusammengehen: Der Antichrist geht aus der Gemeinde hervor und setzt sich in einen buchstäblich wieder errichteten Tempel in Jerusalem, von dem aus er seine Schreckensherrschaft ausübt.
http://www.bibel-glaube.de/handbuch_ori ... empel.html

Gegen eine bloß symbolische Deutung dieses Tempels etwa als "christliche Gemeinde", spricht zum Beispiel der Hinweis auf die Wiedereinführung und Abschaffung des jüdischen Opfers im Heiligtum (Dan 9,27). — Gegen die Ansicht mancher Ausleger (zum Beispiel Marius Baar), es handle sich um einen heidnischen "Göttertempel", etwa den jetzigen islamischen Felsendom, spricht ebenfalls die Tatsache, dass das jüdische Opfer wieder eingeführt und abgeschafft und der Tempel ausdrücklich als Tempel "Gottes" (Einzahl!) bezeichnet wird.

Und:

Priesterausbildung am neuen Tempelmodell

Seit mehreren Monaten arbeiten bei glühender Hitze in der Nähe des Toten Meeres fachkundige Juden am Bau des Dritten Tempels. In der jüdischen Siedlung Mitzpe Jericho (zwischen Jerusalem und Jericho, etwa 30 km östlich vom jüdischen Tempelberg in Jerusalem entfernt) soll ein Tempelmodell im Maßstab 1:1 auf einer Fläche von 25.000 qm errichtet werden. Es soll als Ausbildungsobjekt dienen, um jüdische Tempelpriester (Kohanim) auf ihren Dienst im Dritten Tempel in Jerusalem vorzubereiten. Genauso wie israelische Militäreinheiten an 1:1-Modellen auf ihre Einsätze vorbereitet werden, so soll diese Methode nun auch bei den zukünftigen Tempelpriestern angewendet werden.


Das jüdische Volk wartet auf die göttliche Erlösung und bereitet sich auf das Kommen des Messias vor. „Dieses Tempelmodell wird zur priesterlichen Ausbildungsgrundlage werden“, sagte der Rabbiner von Mitzpe Jericho, Jehuda Kreuser, der für das Tempelprojekt verantwortlich ist.

„Nach dem Sechstage-Krieg 1967, als wir den jüdischen Tempelberg wieder in unseren Händen hatten, hofften wir alle auf die Errichtung des Dritten Tempels. Das ist aber bis heute nicht geschehen. Außerdem gab es in unserem Volk niemanden, der den heiligen Priesterdienst im Dritten Tempel übernehmen konnte. Jetzt aber möchten wir uns auf den neuen Tempel vorbereiten!“
http://www.israswiss.ch/shalom/lechaim/ ... 16804.html


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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Di 5. Jul 2011, 11:12

Hallo Ihr Lieben!

Die Frage war ja, ob Israel wirglich so bedeutungslos ist, kann man nach den letzten Beiträge auch so erkennen:

Israel muß exestieren, wenn nicht, wie soll sich denn dann die Prophetien sich erfüllen können? Wenn ja der Tempel zu sprache gekommen ist, sieht man ja vor Augen deutlich, das Volk muß erst gesammelt sein, um dann den vorausgesagten Tempel zu bauen, wo der Antichrist sich setzt, und fordert ihn anzubeten zu lassen, sich als Gott zu erheben. Und das Maß der Sünde ist voll, dann wird der letzte Kampf vor dem 1T Reich entbrennen.

Ich wurde dort und da von einzelnen Personen bezichtigt worden, verblendet zu sein, aber diese Art der Beschuldigung haben mich nicht verletzt. Weil ich von Anfang an mich auf das Wort Gottes gestüzt habe, und deswegen konnte mich nicht erschüttern, weil das Wort Gottes auf meiner seite wusste. Und das wichtigste für mich, die Gewissheit zu haben, in Gottes Hand zu sein, darum habe ich in keiner Weise groll in meinen Herzen. Es ging mir auch nicht darum das nur meine Meinung zur geltung bringe, nein dieses eben nicht. Ich wollte und will das bis heute und auch zukünftig Gott verherrlichen. Es ist wie ein Feuer in meinen Herzen, wo Gott mir zeigte, wo mangel ist, seinen Willen zu erkennen, und das ist eben wichtig. Denn darum hat er dieses Volk Israel zum Leben erweckt, um daß die Nationen zu erkennen zu lassen, wie er ist. Israel ist wie ein Banner für ihn, als sichtbares Zeichen in der gefallene WELT.



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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Di 5. Jul 2011, 11:25

@Lambert

Irgendwie kann ich deine Interpretation dessen was geschieht nicht nachvollziehen. Vielleicht soll mir auch yotham helfen.

Die Juden warten darauf, dass der Messias kommt und den dritten Tempel selbst errichtet, denn sie selbst können das nicht tun. Dieser Tempel soll in Jerusalem auf seinem bisherigen Platz stehen. Heute wird jedoch ein Tempel an einem anderen Ort gebaut. Der Tempel kann deswegen nicht heilig sein.

Zum anderen steht in dem angegebenen Link, dass der genannte Tempel allein zum Zweck der Ausbildung gebaut wird. Das ist auch richtig so, denn die Juden erwarten, dass der Messias selbst bei Seinem Kommen den neuen, dritten Tempel errichtet.

Die Frage bleibt also: in welchen Tempel setzt sich der Antichrist? Der Tempel, der gerade in Mitzpe Jericho gebaut wird, ist nicht der Tempel Gottes, es ist nur eine Kopie davon.

Weitere Frage ist, wenn sich der Antichrist in den falschen Tempel setzt und sich für Christus ausgibt, wieso soll er alle Menschen verführen können? Denn, bekanntlich, soll der kommende Messias einen dritten Tempel an seiner bisherigen Stelle bauen. Wenn jedoch Antichrist kommt, baut er keinen Tempel. Es ist dann offensichtlich, dass es nicht der wahre Messias ist, wenn er keinen Tempel baut. Wer wird dann eigentlich verführt? Die Juden bestimmt am wenigsten.

Was ich auch wieder nicht nachvollziehen kann, wenn die judischen Erwartungen mit den christlichen vermischt werden und daraus ein Brei entsteht. Die Juden möchten wieder einen Tempel bauen, um dort den zeremoniellen Dienst zu errichten. Sie glauben ja nicht daran, dass Jesus für die Sünden gestorben ist und das Zeremoniell erfüllt hat. Die Christen jedoch wissen sehr genau, dass mit dem Tod Jesu dieser Dienst vorüber ist. Wieso soll Gott, aus christlicher Sicht, einen neuen Tempel bauen und das Zeremonielle einführen, wenn dieses längst erfüllt ist? Als Jesus starb, zerries der Vorhang, der das Heilige vom Allerheiligsten trennte. Damit hat Gott gezeigt, dass der Dienst im Tempel seine Aufgabe erfüllt hat. Wieso soll Gott - laut eurer Prophetie, die ihr in der Bibel liest - wieder einen solchen Dienst einführen?

Lambert hat geschrieben:Israel muß exestieren, wenn nicht, wie soll sich denn dann die Prophetien sich erfüllen können?

Die Prophetie ist aber zu einem bestimmten Zweck gegeben. Wenn Gott sagte, es wird so sein, dann ist damit immer ein "weil..." verbunden. Muss Israel wirklich existieren, um die Menschen zum Glauben an Jesus zu bringen? Ich möchte es bezweifeln.

Und das Maß der Sünde ist voll, dann wird der letzte Kampf vor dem 1T Reich entbrennen.

Wie wird dieser Kampf aussehen? Atomwaffen? Kreuzzüge? Infanterie von Engeln? (Ihr sagt ja, der Kampf findet auf der Erde statt)
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Gnu » Di 5. Jul 2011, 12:25

Die ganzen Bemühungen, wieder einen Tempel zu bauen, kann ich mir nur so erklären, dass der Antichrist ihn braucht, um die Welt zu verwirren. Weder das Volk Israel noch sonst jemand braucht seit der Auferstehung des Messias einen Tempel aus Stein. Das ist religiöse Verführung und nichts weiter.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Di 5. Jul 2011, 13:11

Hallo Leuchte!

Wie wird dieser Kampf aussehen? Atomwaffen? Kreuzzüge? Infanterie von Engeln? (Ihr sagt ja, der Kampf findet auf der Erde statt)


Lese doch einfach Sacharia 14, ein Atomkrieg kann ich nicht ausschliesen, im angesicht der Möglichkeit nicht auszuschließen, wenn 60 Milionen Toten im zweiten Weltkrieg als fazit sehen, und die ganze Grausamkeit bedenkt, kann man heute in Falles eines dritten Weltkrieges von Miljarden sprechen. Das Ausmaß hat es noch nie gegeben, wird es auch nicht mehr sein, steht irgendwo geschrieben in der Schrift. Wo es genau steht , weis ich jetzt leider nicht.



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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Di 5. Jul 2011, 13:47

Lieber Leuchte, wahrscheinlich weist du nicht das jetzt die El Akso Mosche auf wackligen Boden steht, das die Araber so ziehmlich ausgehölt haben, so das die Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet ist, und das Jerusalem ein Erdbebengebiet ist. Geschichtliche Entwicklung ist so was allmähliches, aber sie kann ganz plötzlich auftreten, haben wir ja selbst erlebt , siehe Mauerfall, oder das verschwinden einer ganzen Supermacht der UDSSR, oder jüngst Ägypten und Tunesien.
Das Araber abhauen können, haben sie nicht nur einmal gezeigt. Letzten endlich ist der Wille Gottes ausschlag gebend.


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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Pilgrim » Di 5. Jul 2011, 15:05

Leuchte hat geschrieben:
Die Juden warten darauf, dass der Messias kommt…

Damit bezeugst du ja selbst, daß die Nation Israel existieren wird, wenn ihr Messias kommt. Und siehst du, darin liegt auch gerade der Kernpunkt der Wiederkehr Jesus Christus…die Versprechen Gottes verlangen, daß Er kommt. In 1.Mose 49:10 ist die erste Prophezeiung die sich auf die Herrschaft des Messias bezieht und wo geschrieben seht "das Zepter wird nicht von Juda weichen, noch der Herrscherstab von Seinen Füßen, bis der Schilo kommt, und Ihm werden die Völker gehorsam sein." Das ist nicht geschehen, aber Gott vesprach, daß es geschehen würde. Wenn es also nicht bei der ersten Ankunft des Messias geschehen ist, so muß es bei Seiner zweiten Ankunft geschehen.

Unter anderem sagt uns die Bibel in Sacharja, daß wenn Er ankommen wird Er den Ölberg spalten wird und die Nationen dort versammelt und gerichtet werden. Gottes Schrift sagt uns auch, daß wenn Er ankommen wird Er ein herrliches Königreich bringen wird…lies was Jesaja dazu sagt. Nichts von diesem ist geschehen, es geschah nicht bei Seiner ersten Ankunft. Somit verlangt es, daß es bei der zweiten Ankunft geschehen wird. Numeri 23 sagt, Gott ist nicht ein Mensch, daß Er lügt. Gott sagt das geschehen wird und somit Gott Sohn zurück kommen muß, damit es geschehen kann. Das Versprechen Gottes verlangt die Wiederkehr.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Di 5. Jul 2011, 15:08

Lambert hat geschrieben:Lese doch einfach Sacharia 14, ein Atomkrieg kann ich nicht ausschliesen, im angesicht der Möglichkeit nicht auszuschließen, wenn 60 Milionen Toten im zweiten Weltkrieg als fazit sehen, und die ganze Grausamkeit bedenkt, kann man heute in Falles eines dritten Weltkrieges von Miljarden sprechen. Das Ausmaß hat es noch nie gegeben, wird es auch nicht mehr sein, steht irgendwo geschrieben in der Schrift. Wo es genau steht , weis ich jetzt leider nicht.

Wird Jesus mit Seinen Engeln gegen Satan mit seinen Engeln etwa mit Atomwaffen gegenseitig spielen?

wahrscheinlich weist du nicht das jetzt die El Akso Mosche auf wackligen Boden steht, das die Araber so ziehmlich ausgehölt haben, so das die Standfestigkeit nicht mehr gewährleistet ist, und das Jerusalem ein Erdbebengebiet ist. Geschichtliche Entwicklung ist so was allmähliches, aber sie kann ganz plötzlich auftreten, haben wir ja selbst erlebt , siehe Mauerfall, oder das verschwinden einer ganzen Supermacht der UDSSR, oder jüngst Ägypten und Tunesien.
Das Araber abhauen können, haben sie nicht nur einmal gezeigt. Letzten endlich ist der Wille Gottes ausschlag gebend.

Warum steht die Moschee aufm wackligen Boden? Woher hast du diese Info?

Übrigens, das andere Problem ist der Friedhof, wo der frühere Tempel stand. Aus diesem Grund können die Juden den Tempel nicht bauen. Ob ein Erdbeben dieses Problem lösen kann... möchte ich bezweifeln.

Pilgrim hat geschrieben:Damit bezeugst du ja selbst, daß die Nation Israel existieren wird, wenn ihr Messias kommt. Und siehst du, darin liegt auch gerade der Kernpunkt der Wiederkehr Jesus Christus…die Versprechen Gottes verlangen, daß Er kommt.

Und nein, das habe ich nicht gesagt. Das ist eben das, was ich mit Brei gemeint habe. Die Juden akzeptieren Jesus als Messias nicht, für sie können deshalb die Prophezeiungen nicht erfüllt worden sein. Auch haben sie keinen Bezug zu 2Th, wo es um den Antichristen geht. Aus christlicher Sicht betrachtet, kann man die Prophezeiungen so auslegen, dass sie sich christozentrisch erfüllt haben.

Unter anderem sagt uns die Bibel in Sacharja, daß wenn Er ankommen wird Er den Ölberg spalten wird und die Nationen dort versammelt und gerichtet werden.

Und was ist dann mit Nationen führen und der Trübsalszeit? Ich habe jetzt den ganzen Zusammenhang verloren, was nach wem geschehen soll. Du schilderst immer nur bruchhaft, ein vollständiges Bild ist schwer zu konstruieren. Vielleicht findest du mir eine schöne, übersichtliche Tabelle oder Grafik, der ich eine chronologische Ereignisabfolge entnehmen kann, beginnend mit heute und endend mit Off 22, was du in der Bibel liest.

Gottes Schrift sagt uns auch, daß wenn Er ankommen wird Er ein herrliches Königreich bringen wird…lies was Jesaja dazu sagt. Nichts von diesem ist geschehen, es geschah nicht bei Seiner ersten Ankunft.

Ist die Sache der Interpretation, werde später darauf eingehen.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Di 5. Jul 2011, 15:29

Hallo Leuchte!

Al Aksa Moschee sackt ein

Durch die israelischen Baumaßnahmen ist eine der heiligsten Moscheen des Islam in akuter Gefahr. Seit Jahren schon wird schreiend darauf hingewiesen, dass die Al Aksa Moschee willentlich komplett unterhölt wird und somit als "Unfall" zum Einsturz gebracht werden soll. Denn unter der Al Aksa Moschee in Jerusalem soll eine U-Bahn entstehen.
Dabei spielt es natürlich keine Rolle, dass dieses Land der palästinensischen Autonomiebehörde gehört und dass diese sich niemals dafür entschieden haben.
http://mideastcenter.blogspot.com/2010/ ... t-ein.html

Leider kann ich den einen Link mehr finden, wo die Infomation zu finden ist, das die Moslems verbotender weise die Mosche unterhölt haben, dabei zeigt sich gerade auch die brisanz der Mosche in Jerusalem. durch die Bau der U-bahn. Denn gerade Jerusalem platzt gerade zu, sie braucht um das zu bewältigen eine vernünftige Infrastrucktur. Was Jerusalem eben nicht hat.


Grüsse, Andreas :praisegod: :praise:

ps. Ein Link liegt verborgen im Forum, vieleicht finde ich sie dort
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Pilgrim » Di 5. Jul 2011, 16:09

Leuchte hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:Damit bezeugst du ja selbst, daß die Nation Israel existieren wird, wenn ihr Messias kommt. Und siehst du, darin liegt auch gerade der Kernpunkt der Wiederkehr Jesus Christus…die Versprechen Gottes verlangen, daß Er kommt.

Und nein, das habe ich nicht gesagt. Das ist eben das, was ich mit Brei gemeint habe. Die Juden akzeptieren Jesus als Messias nicht, für sie können deshalb die Prophezeiungen nicht erfüllt worden sein.

Wie viel dichter gedrängt kannst du denn noch sein, Leuchte, denn darin liegt ja gerade der Pudel begraben…"Die Juden akzeptieren Jesus als Messias nicht, für sie können deshalb die Prophezeiungen nicht erfüllt worden sein." Und darum kommt der Messias und die Nation Israel wird bei Seiner Ankunft Ihn erkennen und glauben und Gott Sein Versprechen von Land erfüllen.
Auch haben sie keinen Bezug zu 2Th, wo es um den Antichristen geht. Aus christlicher Sicht betrachtet, kann man die Prophezeiungen so auslegen, dass sie sich christozentrisch erfüllt haben.

Wie meinst du das mit "christozentrisch erfüllt"…wir können nicht das AT durch das NT auslegen…oder wie meinst du das?
Und was ist dann mit Nationen führen und der Trübsalszeit? Ich habe jetzt den ganzen Zusammenhang verloren, was nach wem geschehen soll. Du schilderst immer nur bruchhaft, ein vollständiges Bild ist schwer zu konstruieren.

Vielleicht weil du nur wiederholt "bruchhafte" Fragen stellst und nicht überlegst wie das "Bruchhafte" zusammenpassen könnte…?
Vielleicht findest du mir eine schöne, übersichtliche Tabelle oder Grafik, der ich eine chronologische Ereignisabfolge entnehmen kann, beginnend mit heute und endend mit Off 22, was du in der Bibel liest.

Deren gibt es in Büchern oder im Internet zur Genüge… :lesen:
Leuchte hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:Gottes Schrift sagt uns auch, daß wenn Er ankommen wird Er ein herrliches Königreich bringen wird…lies was Jesaja dazu sagt. Nichts von diesem ist geschehen, es geschah nicht bei Seiner ersten Ankunft.

Ist die Sache der Interpretation, werde später darauf eingehen.

Okay, bis später dann… :))
Zuletzt geändert von Pilgrim am Di 5. Jul 2011, 16:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Di 5. Jul 2011, 16:24

Pilgrim hat geschrieben:Wie viel dichter gedrängt kannst du denn noch sein, Leuchte, denn darin liegt ja gerade der Pudel begraben…"Die Juden akzeptieren Jesus als Messias nicht, für sie können deshalb die Prophezeiungen nicht erfüllt worden sein." Und darum kommt der Messias und die Nation Israel wird bei Seiner Ankunft Ihn erkennen und glauben und Gott Sein Versprechen von Landes erfüllen.

Ich habe es anders gemeint. Die Juden glauben nicht an Jesus, weshalb sie keine andere Interpretation dieser Prophetien akzeptieren können. Es ist somit selbstverständlich für sie, dass sich diese Prophetien noch erfüllen müssen. Wenn man jedoch an Jesus glaubt, kann man diese Prophetien auch anders verstehen. In diesem Sinne habe ich meine Antwort geschrieben.

Vielleicht weil du nur wiederholt "bruchhafte" Fragen stellst und nicht überlegst wie das "Bruchhafte" zusammenpassen könnte…?

Ich habe mir schon einige Bilder im Internet angeschaut. Aber sie alle unterscheiden sich von dem, was du sagst. Ich habe deshalb keine Ahnung, welches Bild von der Zukunft nun du und deine Gemeinde vertritt. Und damit macht es mir schwer, einen Zusammenhang herzustellen. Vielleicht kannst du mir in kurzen Sätzen die wichtigsten Ereignisse in ihrer Reihenfolge kurz skizzieren.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Pilgrim » Di 5. Jul 2011, 16:51

Leuchte hat geschrieben:Ich habe es anders gemeint. Die Juden glauben nicht an Jesus, weshalb sie keine andere Interpretation dieser Prophetien akzeptieren können. Es ist somit selbstverständlich für sie, dass sich diese Prophetien noch erfüllen müssen. Wenn man jedoch an Jesus glaubt, kann man diese Prophetien auch anders verstehen. In diesem Sinne habe ich meine Antwort geschrieben.

Anders verstehen? Das vielleicht schon, doch dieses "anders verstehen" stellt sich über Gottes Versprechen für Seine Nation von Israel und somit über Gott Selbst… :cry:
Ich habe mir schon einige Bilder im Internet angeschaut. Aber sie alle unterscheiden sich von dem, was du sagst. Ich habe deshalb keine Ahnung, welches Bild von der Zukunft nun du und deine Gemeinde vertritt. Und damit macht es mir schwer, einen Zusammenhang herzustellen. Vielleicht kannst du mir in kurzen Sätzen die wichtigsten Ereignisse in ihrer Reihenfolge kurz skizzieren.

Okay…werde eine kurze Skizze machen, aber ob ich das Bild hier reinkriege kann ich nicht garantieren weil ich in der Forumscomputertechnik nicht so ein Held bin… :oops:
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Di 5. Jul 2011, 17:24

Ju chu :clap: ! Ich habe den Link gefunden zu den Tempel in Jerusalem:
http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news ... _04_01.htm

Baustelle Tempelberg

Im Fastenmonat Ramadan pilgern wieder hunderttausende muslimische Gläubige auf den Jerusalemer Tempelberg. Dort herrscht inzwischen Einsturzgefahr, nachdem für eine unterirdische Moschee der Berg ausgehölt wurde.

Jeden Morgen fegen die Angestellten des islamischen Waqf, der Behörde, die den Tempelberg in Jerusalem verwaltet, den Sand von den Teppichen in der neuen Moschee, die in den vergangenen Jahren in den traditionellen »Pferdeställen Salomos« gebaut wurde. Seit einem Erdbeben im Februar weiten sich die Risse in den Wänden und Decken des von den Kreuzfahrern auf alten Fundamenten erbauten Gemäuers ständig aus. Ofer Cohen von der Antikenbehörde sagt, dass die Gewölbe »jeden Augenblick, aber vielleicht auch erst in einem Jahr« einstürzen könnten. Der israelische Sicherheits- und Tourismusminister Gideon Esra befürchtet eine »unvorstellbare Katastrophe«, bei der tausende von Betern in den Trümmern des Tempelberges begraben werden könnten.

Israel befindet sich in einem Dilemma. Sollten die strapazierten Gewölbe über tausenden betenden Moslems einstürzen, würde allein Israel dafür verantwortlich gemacht werden. Beschränkt die Regierung jedoch den Zugang zum Tempelberg, wären Unruhen unter den Muslimen die Folge. Die islamische Bewegung in Israel warf der Regierung des jüdischen Staates vor, unter dem Vorwand der Gefährdung die Ausübung ihrer Religion einschränken zu wollen. Der oberste Richter des islamischen Gerichtshofes in Jerusalem, Taisier Tamimi, meinte: »Die Einschränkung der Zahl der Beter wäre eine Kriegserklärung der Juden an Allah.«

Für den schlechten Zustand der Bausubstanz machen die Israelis neben Erdbeben und Wasserproblemen vor allem Bauarbeiten der Muslime verantwortlich. Im Februar war nach heftigen Schneefällen an der Westseite eine Stützmauer aus der Mamelukkenzeit abgerutscht. Seit einigen Monaten zeigen sich Risse an der Ostmauer des Tempelbezirks und die »Beule«, die jordanische Ingenieure seit langem an der Südmauer zu reparieren suchen, ist weithin sichtbar.

Der Waqf hatte in den vergangenen Jahren ohne Baugenehmigung und statische Prüfungen die unterirdischen »Salomonischen Ställe« an der Südostecke des Tempelbergesin eine der größten Moscheen der Welt umgewandelt. Hier waren die alten Strukturen aus der Zeit des Königs Herodes von den Römern völlig zerstört worden. Der hatte riesige Steinblöcke, bis zu 14 Meter lang und mit einem Gewicht von 150 Tonnen pro Stein verwendet, um eine leicht nach innen geneigte Außenmauer zu errichten. Das Innere des so erweiterten Tempelberges war nicht mit Erdreich gefüllt. Das Gewicht einer Erdfüllung hätte die Außenmauern bersten lassen. Vielmehr wurden riesige mit Gewölben überdeckte Hohlräume geschaffen, die »Salomonischen Ställe«.

Mit anderen Worten geschrieben: Die El Aksa ist dramatisch gefärdet!



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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Gnu » Di 5. Jul 2011, 19:06

Lambert hat geschrieben: Ofer Cohen von der Antikenbehörde sagt, dass die Gewölbe »jeden Augenblick, aber vielleicht auch erst in einem Jahr« einstürzen könnten.

Im Jahr 2004 geschrieben, ist das Jahr schon seit 6 Jahren vorüber und das Ding steht immer noch.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Di 5. Jul 2011, 19:23

Gnu hat geschrieben:Im Jahr 2004 geschrieben, ist das Jahr schon seit 6 Jahren vorüber und das Ding steht immer noch.

Ich glaube nicht, dass die Moselms es einfach so stehen lassen und warten, bis das Ding abstürzt. Sie werden sich um ihre Heilige Stätte schon kümmern. Selbstverständlich träumen die Juden nur davon, dass der Platz frei wird.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Di 5. Jul 2011, 19:38

Gnu hat geschrieben:
Lambert hat geschrieben: Ofer Cohen von der Antikenbehörde sagt, dass die Gewölbe »jeden Augenblick, aber vielleicht auch erst in einem Jahr« einstürzen könnten.

Im Jahr 2004 geschrieben, ist das Jahr schon seit 6 Jahren vorüber und das Ding steht immer noch.



Es ist doch die Entscheidung Gottes, und das kann noch eine kleine weile dauern, zumal Jerusalem Erdbeben gefrährdet ist. Gnau so hieß bei manchen Menschen, sie würden noch zwei Monaten leben, mit ihre Erkrankung, alle Mediziner sagten es eben noch. Aber was war, sie lebten Jahren mit ihre Krankeit. Mit anderen Worten gesagt, es ist Gottes Endscheidung wann die Uhr abgelaufen ist. Und da kann der Mensch nichts tun. Ein bekannter Bibelspruch ist ja, wenn einer ein Haus baut, aber der Herr ist nicht dabei, so ist es umsonst, oder wenn Jesus eine Tür verschließt, kann keiner sie öffnen, um gekehrt genaus. Wenn Er eine Tür öffnet, keiner kann sie verschließen.

Schau doch mal in Jesaja 66, 9 nach:

9 Sollte ich zum Durchbruch bringen und nicht gebären lassen? spricht Jahwe; oder sollte ich, der gebären läßt, verschließen? spricht dein Gott.

Ein Gottes vorhaben kann wirglich keiner verhindern, alles bringt er zum Abschluß Lieber Gnu.




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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Di 5. Jul 2011, 19:48

Leuchte hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Im Jahr 2004 geschrieben, ist das Jahr schon seit 6 Jahren vorüber und das Ding steht immer noch.

Ich glaube nicht, dass die Moselms es einfach so stehen lassen und warten, bis das Ding abstürzt. Sie werden sich um ihre Heilige Stätte schon kümmern. Selbstverständlich träumen die Juden nur davon, dass der Platz frei wird.


Der wird frei werden, damit sich auch die Prophetie sich auch erfüllt, Panik ist unter Moslems nichts unbekanntes. So mache Araber hatten eine Hand im Himmel gesehen, wo rauf sie aus der Angst geflüchtet sind. Wunder sind in Israel kein Fremdwort, denn unzählige Berichte kann man nachlesen. Gott ist allmächtig, wenn er das ganze All mit ihre Herlichkeit schaffen kann, und zumal jeden Stern mit Namen benennen kann, da ist der Tempel ein kleines für Ihn. Ich staune jeden Tag, was er alles geschaffen hat Lieber Leuchte.


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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Di 5. Jul 2011, 20:42

@Lambert

Ich bezweifle die Macht Gottes nicht. Ihm ist alles möglich. Jedoch, selbst wenn Israel komplett von Angriffen seitens der Palästinenser befreit und der Tempel gebaut wird, glaube ich trotzdem nicht, dass dieses auf biblischer Grundlage beruht.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Di 5. Jul 2011, 21:40

Leuchte hat geschrieben:@Lambert

Ich bezweifle die Macht Gottes nicht. Ihm ist alles möglich. Jedoch, selbst wenn Israel komplett von Angriffen seitens der Palästinenser befreit und der Tempel gebaut wird, glaube ich trotzdem nicht, dass dieses auf biblischer Grundlage beruht.



Nun Lieber Leuchte, was ist für dich die Grundlage das wiederkommen Christi?

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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Sandra73- » Di 5. Jul 2011, 22:45

Pilgrim hat geschrieben: Je mehr ich mich aber mit der Israelfrage beschäftige und Gottes Wort durchforsche, je besser erkenne ich die vollkommene Treue Gottes… :]


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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Pilgrim » Di 5. Jul 2011, 23:07

Lambert hat geschrieben:Nun Lieber Leuchte, was ist für dich die Grundlage das wiederkommen Christi?

Ein Homerun…Lambert, vielleicht sogar ein Grand-Slam-Homerun… :respekt:
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Di 5. Jul 2011, 23:37

Lambert hat geschrieben:Nun Lieber Leuchte, was ist für dich die Grundlage das wiederkommen Christi?

Ich lese nicht in der Bibel, dass die Aposteln eine Hoffnung auf ein irdisches Israel gepflegt haben. Sondern dass ihre Erwartung die Wiederkunft Christi war, der alle Menschen auf einmal auferwecken und mit Ihm in den Himmel mitnehmen soll, unabhängig von Nationalität. Das ist die Grundlage meines Glaubens über die Zukunft. Wären die Prophetien über Israel so verstanden worden wie du es sprichst, hätten die Aposteln sicherlich einen großen Wert diesem verliehen. Und noch mehr, sie würden unterscheiden zwischen Entrückung der Gläubigen aus Nationen und den aus Israel. Stattdessen lese ich, dass auch die Juden ihre Hoffnung ins himmlische Israel gelegt haben. Das ist meine Grundlage des Glaubens.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Pilgrim » Mi 6. Jul 2011, 01:24

Leuchte hat geschrieben:
Lambert hat geschrieben:Nun Lieber Leuchte, was ist für dich die Grundlage das wiederkommen Christi?

Ich lese nicht in der Bibel, dass die Aposteln eine Hoffnung auf ein irdisches Israel gepflegt haben. Sondern dass ihre Erwartung die Wiederkunft Christi war, der alle Menschen auf einmal auferwecken und mit Ihm in den Himmel mitnehmen soll, unabhängig von Nationalität. Das ist die Grundlage meines Glaubens über die Zukunft. Wären die Prophetien über Israel so verstanden worden wie du es sprichst, hätten die Aposteln sicherlich einen großen Wert diesem verliehen. Und noch mehr, sie würden unterscheiden zwischen Entrückung der Gläubigen aus Nationen und den aus Israel. Stattdessen lese ich, dass auch die Juden ihre Hoffnung ins himmlische Israel gelegt haben. Das ist meine Grundlage des Glaubens.

Deine Grundlage wackelt aber gewaltig, denn um die noch lebenden Gläubigen zu sich zu holen muss Er nicht auf die Erde kommen, was Er übrigens auch nicht tun wird, da wir Ihn ja in der Luft treffen werden. Dazu sind die in Christus Toten ja schon bei Ihm seit ihrem Tod. Um die Leiber der in Christus Toten auferstehen zu lassen und sie mit der Seele zu vereinigen, braucht es auch kein auf die Erde kommen von Ihm. Um die AT Gläubigen zu Sich zu holen braucht Er auch keinen Fuß auf die Erde zu setzen. Das alles kann Er aus dem Himmel tun und dann zugleich die ganze Erde zerstören. In was siehst du hierin die Erfüllung Gottes Versprechen von der Wiederherstellung Israel als Nation in ihrem Land …?
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Pilgrim » Mi 6. Jul 2011, 03:27

yotham hat geschrieben:--> jedoch in keiner Weise auf den Mosaischen Bund basiert
über DEN Satz bin ich nun aber entäuscht,

Bis Yotham die Zeit findet und zu Gunsten von Leuchte von wegen der Sabbatfrage, will ich mal ein paar Gedanken vorlegen. Nur weil wir in der Erfüllung der bestimmenden Bunde glauben, müßen wir nicht auch in der Wiederherstellung der Mosaischen Anordnung glauben, welches ja ein bedingter Bund war, in Absicht nicht-bestimmend und nicht-eschatologisch war, sondern um das Leben des Volkes in der alten Ökonomie in ihrer Beziehung zu Gott zu regeln. Auch wenn viele Ähnlichkeit zwischen den Aaronischen und Millennischen Systemen sind, so auch viele Differenzen zwischen ihnen sind die es unmöglich machen, daß sie gleichgestellt werden sollten.

Übrigens nur so nebenbei ist die alte Aaronische Anordnung ein Beweis, daß das Millennium nicht in der Gemeinde im jetzigen Zeitalter, von Nichtjuden und Juden zusammengesetzt, erfüllt ist.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon yotham » Do 7. Jul 2011, 17:42

mein geliebter mosaischer Bund. nach Jeremia 31 in unsere Herzen geschrieben seit Shavuot.....

Ihr tut euch meines Erachtens viel zu schwer mit dem mosaischen Bund. Auch ihr lebt mit dem mosaischen Bund im täglichen Leben,

z.B. das erste Baugesetz steht im mosaischen Bund (Zaun auf dem Dach, Grube deutlich Kennzeichnen)
die Ehegesetze sind mehr oder weniger auch dort, das Schadensrecht, für Schweizer z.B. SUVA (Auge für Auge, Zahn für Zahn).

Nur hat euch irgendjemand seit 1500 Jahren eingetrichtert, dass dies nur für die bösen, den Messias nicht anerkennenden Juden sei. Der Messias hat gemäss der Brit HaChadascha genau nach der Thora gelebt und damit bewiesen, das sie einhaltbar ist.

Die Thora steht da, um uns vor dem Bösen zu bewahren. Sie ist der Zaun, den wir brauchen um ein schönes Leben zu leben (grüne Wiese von Davids Psalm). Kinder brauchen einen Zaun, den die Eltern setzten, wir brauchen einen Zaun um G'tt gehorchen zu können.

Da der Messias als der Gesandte G'ttes die Welt von Jerusalem aus regieren wird, wird er als Gesandter G'ttes die Thora als Verfassungsgrundlage nehmen, um die Welt zu regieren. Warum sollte der Messias die ewigen Worte G'ttes abändern, dann ist er nicht mehr der Messias sondern der Antichrist. Es steht ja auch in Zecharja, dass alle Völker, die für Shavuot nicht nach Jerusalem kommen, kein Regen haben werden. Also auch hier, keine Abschaffung der Thora, sondern eine weitere Bestätigung.

Das Problem das die Christen haben, ist dass sie die Partytage mit G'tt einfach gestrichen haben und nun verzweifelt versuchen, heidnische Feste mit Inhalt zu füllen, was natürlich nicht funktionieren kann. G'tt sagt, es sind meine Feste. Wenn ich an die Teilung von Israel denke, Shlomos Sohn, und was dort alles steht, betreffend Veränderung der Zeiten, so sollten wir uns das in unserer Lebensgestaltung zu Gemüte führen.

Shabbat, mein Geliebter Shabbat. So einfach zu halten und so viel Lebensqualtität gewonnen.

Der Shabbat ist die Krönung der Woche, die 7 Tage die Zeit der Reinigung, der 8. Tag die Zahl für etwas Neues.
Der jüdische Kalender zählt ca. 5800 Jahre, 70 Jahre babylonischer Gefangenschaft fehlen, insgesamt ca. 200 Jahre. Also sind wir kurz vor dem Ende dieser Weltordnung, wobei nicht einmal der Messias weiss, wann er kommt, also bitte keine Rechenübung machen. Die 1000 Jahre messianische Herrschaft werden voller Frieden sein, Jesaja spricht davon (Löwe, Schlange und Kleinkind schlafen zusammen). Der Shabbat gibt uns den Vorgeschmack auf diese Herrlichkeit.
Das ist die rabbinische Betrachtung: 2000 Jahre bis Noah, ohne Gesetz, aber auch ohne Götzendienst, 2000 Jahre Thora (Geburt des Messias) und 2000 Jahre Messianisches Zeitalter und dann 1000 Jahre messanische Herrschaft in Jerusalem durch HaMaschiach Yeshua. Dann kommt der Tag 8, dann kommt der neue Himmel und die neue Erde. G'tt ist sehr präzise.


Das ist meine Meinung zum mosaischen Bund und dem halten der Gebote der Thora.

Jes. 66.23 Und es wird geschehen, daß an jedem Neumond und an jedem Sabbat alles Fleisch sich einfinden wird, um vor mir anzubeten, spricht der HERR.

so wird es sein und nicht anders, auch wenn es die Kirche anders lehrt, der Messias ist sich gewohnt, Shabbat zu halten. Steht doch so in den Evangelien.
Zuletzt geändert von yotham am Do 7. Jul 2011, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Do 7. Jul 2011, 17:50

yotham hat geschrieben:Da der Messias als der Gesandte G'ttes die Welt von Jerusalem aus regieren wird, wird er als Gesandter G'ttes die Thora als Verfassungsgrundlage nehmen, um die Welt zu regieren. Warum sollte der Messias die ewigen Worte G'ttes abändern, dann ist er nicht mehr der Messias sondern der Antichrist. Es steht ja auch in Zecharja, dass alle Völker, die für Shavuot nicht nach Jerusalem kommen, kein Regen haben werden. Also auch hier, keine Abschaffung der Thora, sondern eine weitere Bestätigung.

Ich bin fast deiner Meinung, bis auf die zeremoniellen Gebote. Denn sie haben sich mit dem Tod Jesu erfüllt. Wir müssen nicht mehr opfern, wir müssen nicht mehr Passah feiern. Jesus ist unser Opferlamm und unser Passah.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon yotham » Do 7. Jul 2011, 18:18

Leuchte hat geschrieben:Wir müssen nicht mehr opfern, wir müssen nicht mehr Passah feiern. Jesus ist unser Opferlamm und unser Passah.


Fast richtig, wir müssen nicht, wir dürfen. G'ttes Festzeiten sind kein MUSS. Aber wer noch nie G'ttes Feste gefeiert hat, wird nun wohl Schwierigkeiten haben, mir zu folgen.

Dürfen, wir müssen die Feste feiern, aber nicht als Zwang und Last sondern in Freiheit und Liebe.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Do 7. Jul 2011, 19:02

yotham hat geschrieben:Aber wer noch nie G'ttes Feste gefeiert hat, wird nun wohl Schwierigkeiten haben, mir zu folgen.

Meinem Verständnis nach haben sich alle Feste, außer dem wöchentlichen Sabbat, erfüllt. Sie hatten einen zeremoniellen Charakter.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Gnu » Do 7. Jul 2011, 22:25

Leuchte hat geschrieben: Meinem Verständnis nach haben sich alle Feste, außer dem wöchentlichen Sabbat, erfüllt. Sie hatten einen zeremoniellen Charakter.

Worin hat sich das Laubhüttenfest erfüllt?
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Sandra73- » Do 7. Jul 2011, 22:27

Das hat nicht aufgehört, das Laubhüttenfest.
Denn in der letzten Zeit werden alle Nationen das Laubhüttenfest feiern und extra deswegen nach Zion hinaufziehen, es ist den Völkern geboten.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Pilgrim » Fr 8. Jul 2011, 06:30

yotham hat geschrieben:
Leuchte hat geschrieben:Wir müssen nicht mehr opfern, wir müssen nicht mehr Passah feiern. Jesus ist unser Opferlamm und unser Passah.

Fast richtig, wir müssen nicht, wir dürfen. G'ttes Festzeiten sind kein MUSS. Aber wer noch nie G'ttes Feste gefeiert hat, wird nun wohl Schwierigkeiten haben, mir zu folgen.

Dürfen, wir müssen die Feste feiern, aber nicht als Zwang und Last sondern in Freiheit und Liebe.

Ihr zwei verwechselt da so grob Vielerlei in der Verehrung im Tausendjährigen Reich, da zwischen den Aaronischen und Millenischen Systemen (Ordnungen) ziemlich viele Unterschiede sind. Aber Yotham, ich gehe mit dir einig, daß der Ausdruck dieses erlösenden Glauben von den Äußerungen welche heute verlangt sind verschieden sein werden und die Opfer als reine Äußerungen des Glauben sind und nicht die Mittel zur Erlösung (wenn du es denn so gemeint hast?).

Die herrliche Vision von Hezekiel enthüllt, daß es unmöglich ist ihre Erfüllung in einem vergangenen Tempel oder System welches Israel gekannt hat zu orten, sondern muß auf eine zukünftige Erfüllung nach dem zweiten Erscheinen von Christus warten wenn das Tausendjahrreich eingerichtet ist. Das Opfersystem ist nicht ein wiedereingesetzter Judaismus, sondern die Einrichtung einer neuen Ordnung welche den Zweck hat dem Werk von Christus in welchem alle Erlösung ruht zu gedenken. Die wörtliche Erfüllung der Prophezeiung von Hesekiel wird das Mittel sein zu Gottes Verherrlichung und des Menschen Segen im Tausendjährigen Reich.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Gnu » Fr 8. Jul 2011, 09:46

Ich möchte zu bedenken geben, dass der Tempel, den Hesekiel in einer Vision gezeigt bekam, unter Umständen nur ein Bild für den lebendigen Tempel darstellt. Ich habe Hesekiel nicht studiert, aber andere, die das getan haben, legen ihn so aus.

Wo es schriftlich garantiert keinen Tempel mehr geben wird, ist auf der neuen Erde. Es fragt sich also schon, was aus einem steinernen Tempel während tausend Jahren davor noch Gutes kommen kann.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Fr 8. Jul 2011, 10:00

So weit wie ich es weis kommt das himmlische Jerusalem aus den Himmel herab Lieber Gnu!



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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Gnu » Fr 8. Jul 2011, 10:26

Lambert hat geschrieben: So weit wie ich es weis kommt das himmlische Jerusalem aus den Himmel herab Lieber Gnu!

Das lese ich auch in der Offenbarung und ich zweifle nicht daran.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Pilgrim » Fr 8. Jul 2011, 10:45

Gnu hat geschrieben:Ich möchte zu bedenken geben, dass der Tempel, den Hesekiel in einer Vision gezeigt bekam, unter Umständen nur ein Bild für den lebendigen Tempel darstellt. Ich habe Hesekiel nicht studiert, aber andere, die das getan haben, legen ihn so aus.

Hoppala, Gnu…bist zu weit gehüpft… :oops: Warum liest du dann die Prophezeiung von Hesekiel nicht mal um dir selbst ein Bild zu machen? Ein großer Teil dieser Prophezeiung (40:1-46:24) ist dem Tempel gewidmet…seine Struktur, sein Priestertum, seine Rituale und sein Dienst. Kannst du vielleicht die Erklärung dazu von diesen "anderen" ein bisschen ausbreiten oder ist das nur Hörensagen?
Wo es schriftlich garantiert keinen Tempel mehr geben wird, ist auf der neuen Erde.

Lies was Lambert geschrieben hat von wegen der neuen Erde!
Es fragt sich also schon, was aus einem steinernen Tempel während tausend Jahren davor noch Gutes kommen kann.

Der im TJR errichtete Tempel von Hesekiel wird in Palästina ein Denkmalstempel sein. Es wird ein wörtlicher zukünftiger Tempel sein wenn Israel vom Hirten wiederhergestellt worden ist und wenn Seine Herrlichkeit inmitten Seinem Volk manifestiert ist. Das mächtige Gebäude in der prophetischen Vision wird dann in Existenz kommen und alles wird ein fait accompli sein.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon yotham » Fr 8. Jul 2011, 11:34

Pilgrim hat geschrieben:

Aber Yotham, ich gehe mit dir einig, daß der Ausdruck dieses erlösenden Glauben von den Äußerungen welche heute verlangt sind verschieden sein werden und die Opfer als reine Äußerungen des Glauben sind und nicht die Mittel zur Erlösung (wenn du es denn so gemeint hast?).

Natürlich geht es nur um Lebensqualität. Für die Erlösung ist der Messias Zuständig.
Meine Lebensqualität ist um ein vielfaches besser, seit ich nach den Geboten G'ttes der Thora lebe. Alles ist sehr gut geregelt, passt perfekt zum Lebensryhtmus etc. Die Thora ist genau auf die Bedürfnisse der Menschen zugeschnitten. Aber zur Erlösung von Mitzraym gehört eben auch die Anpassung der Lebensgestaltung an die Anforderungen G'ttes, welche abschliessend in der Thora beschreiben sind. Wir können uns nicht eine eigene Ordnung basteln und dann erwarten, dass ER das Gut heisst?!

Und wie Leuchte richtig gesagt hat, sind die Feste mit Ausnahme von Sukkot, mit Inhalt gefüllt worden, aber trotzdem können wir sie feiern, als Erinnerungsfeste an den Messias und als verordnete Ruhezeiten von G'tt, damit sich Seele und Leib erholen können.

Du unterscheidest sehr viel zwischen Ahronitisch, Mosaisch usw. Was meinst du hier, ich habe keinen christlich-theologischen Background, daher kann ich dir und vielen von euch dann nicht mehr folgen, wenn ihr über z.B. Darby wettert.
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