Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Themen im Zusammenhang mit dem jüdischen Glauben an G"tt

Moderator: Thelonious

Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon NEM » Mo 18. Jul 2011, 13:51

Pilgrim hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Er wird sich aber unter Christen, welche das Halten der zehn Gebote als „gesetzlich“ ablehnen, nicht wohl fühlen, eben weil sein Herz anders tickt als das der Christen aus den Heidennationen.

…und hier ein weiteres Gebilde in diesem Gefilde ersonnen… ;)


Na lieber Gnu
da hast Du aber was vertüdelt.
Etwas als "gesetzlich" ablehnen, heisst noch lange nicht, dass die Gebote nicht gehalten werden, gäll. Da das Gesetzt nun in unsere Herzen geschrieben ist, dürfen wir sie zur Ehre des Herrn einhalten, freiwillig zur Ehre. Nicht mehr aus Buchstabenglaube zu Gesetzeswerken.

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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Columba » So 24. Jul 2011, 10:24

gerade läuft eine interessante Sendung über die Siedler in Israel auf SF 1 Sternstunde Religion:

wiederholungen: http://www.tvprogramm.sf.tv/q/rerun/b1417a67-023d-4b02-88f3-9026bf6da911/sf/true


die sendung wird auch online gestellt werden!


PS
die nachfolgesendung "wie weiter in israel/palästina" könnte auch interessant werden

http://www.tvprogramm.sf.tv/q/rerun/2b6e8e37-c49c-48d6-b274-dff22112051e/sf/true



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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Gnu » Sa 6. Aug 2011, 18:56

Pilgrim hat geschrieben: Hoppala, Gnu…bist zu weit gehüpft… :oops: Warum liest du dann die Prophezeiung von Hesekiel nicht mal um dir selbst ein Bild zu machen? Ein großer Teil dieser Prophezeiung (40:1-46:24) ist dem Tempel gewidmet…seine Struktur, sein Priestertum, seine Rituale und sein Dienst. Kannst du vielleicht die Erklärung dazu von diesen "anderen" ein bisschen ausbreiten oder ist das nur Hörensagen?

Gnu hat geschrieben: Leider habe ich darüber kein Buch und keine CD, so dass ich dich auf später vertrösten muss. Ich hörte es nur beiläufig aus den Worten eines sehr alten Bruders, der sich damit befasst hatte und wollte es hier in die Diskussion als Möglichkeit einer nicht materialistischen Auslegung einfliessen lassen.

Pilgrim hat geschrieben: Okay, dann warte ich auf deine Erklärung… :] Kannst du dem "sehr alten Bruder" vielleicht vor der Entrückung der Gemeinde auf die Beine helfen?… :pray:

So, heute habe ich die CD bekommen. Ich darf jetzt ungefähr 3 Stunden anhören, damit ich eine Ahnung bekomme, worum es da geht. Danach kann ich dann einen Versuch machen, das Gehörte zu berichten.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Columba » Di 9. Aug 2011, 18:53

Lambert hat geschrieben:Hallo Leuchte!

Auch wenn du es nicht sehen kannst, der Staat ISRAEL ist das Zeichen SEINER Naherwartung!
...



dieses israel, der augapfel gottes, soll also das zeichen sein?


http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Die-Superreichen-die-in-Israel-das-Sagen-haben/story/16486553:

Laut einer 2010 veröffentlichten Studie der Bank of Israel kontrollieren 22 grosse Unternehmensgruppen die Hälfte des Finanzmarktes und 70 Prozent des Handels und der Dienstleistungen. Gerade mal zehn einflussreiche Familien kontrollierten etwa 30 Prozent des Marktes. Es handle sich um eine pyramidenähnliche Struktur, so Konstantin Kosenko, der Autor der Studie, zu Haaretz.com. Eine Vielzahl von Unternehmen werde von grösseren Unternehmen kontrolliert, die wiederum von einer Person oder Familie kontrolliert werde. Die seien an Konkurrenz nicht interessiert, es gehe ihnen vielmehr darum, die Politik zu ihren Gunsten zu beeinflussen. «Wir gleichen Korea mehr als wir westlichen Ländern gleichen», sagte Kosenko im Juni 2010.



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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Thelonious » Di 9. Aug 2011, 19:08

Guten Abend!

Nach meinem Empfinden ging es dem Threadstarter speziell um die eschatologische - also die "endzeitliche" Bedeutung Israels. Jetzt wird immer mehr um im Schwerpunkt "säkulare" Themen wie wirtschaftliche und die Siedlungspolitik betreffende Themen. Wobei natürlich das Eine von dem Anderen nicht immer "sortenrein" zu trennen ist. Ich habe mit dieser Entwicklung kein grundsätzliches Problem. Wäre es aber nicht evtl. doch noch interessanter sich hier tatsächlich auf "Israel und die Lehre von den letzten Dingen" zu konzentrieren?

Viele Grüße
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Columba » Di 9. Aug 2011, 20:37

Da der threaderöffner seine eschatologische theologie explizit an das realexistierende politische israel knüpft, wird eben auch die politik israels entscheidend. die theologie von andreas setzt ein einigermassen ideales bild vom politischen israel voraus (seine beiträge zeigen dies deutlich). deshalb sollte eben die realität dieses israels betrachtet werden. kann die realität israels nicht mit dem israelbild der theologie von andreas in übereinstimmung gebracht werden, muss die werthaltigkeit dieser theologie in frage gestellt werden.

so ging es mir nicht um die nachricht über die sozialen missstände in israel, das wäre sowieso zu spät. wichtig ist mir die frage der zeichenhaftigkeit dieses heutigen israels in bezug auf die christliche eschatologie.


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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Thelonious » Mi 10. Aug 2011, 18:42

Columba hat geschrieben:Da der threaderöffner seine eschatologische theologie explizit an das realexistierende politische israel knüpft, wird eben auch die politik israels entscheidend. die theologie von andreas setzt ein einigermassen ideales bild vom politischen israel voraus (seine beiträge zeigen dies deutlich). deshalb sollte eben die realität dieses israels betrachtet werden. kann die realität israels nicht mit dem israelbild der theologie von andreas in übereinstimmung gebracht werden, muss die werthaltigkeit dieser theologie in frage gestellt werden.

so ging es mir nicht um die nachricht über die sozialen missstände in israel, das wäre sowieso zu spät. wichtig ist mir die frage der zeichenhaftigkeit dieses heutigen israels in bezug auf die christliche eschatologie.


Grüße Columba


Okay, danke - Columba.

Mit dieser Erläuterung kann man dann auch die "Zielführung" Deiner Aussagen besser einschätzen.

Gruß
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Sa 20. Aug 2011, 13:12

Columba hat geschrieben:
Lambert hat geschrieben:Hallo Leuchte!

Auch wenn du es nicht sehen kannst, der Staat ISRAEL ist das Zeichen SEINER Naherwartung!
...



dieses israel, der augapfel gottes, soll also das zeichen sein?


http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/naher-osten-und-afrika/Die-Superreichen-die-in-Israel-das-Sagen-haben/story/16486553:

Laut einer 2010 veröffentlichten Studie der Bank of Israel kontrollieren 22 grosse Unternehmensgruppen die Hälfte des Finanzmarktes und 70 Prozent des Handels und der Dienstleistungen. Gerade mal zehn einflussreiche Familien kontrollierten etwa 30 Prozent des Marktes. Es handle sich um eine pyramidenähnliche Struktur, so Konstantin Kosenko, der Autor der Studie, zu Haaretz.com. Eine Vielzahl von Unternehmen werde von grösseren Unternehmen kontrolliert, die wiederum von einer Person oder Familie kontrolliert werde. Die seien an Konkurrenz nicht interessiert, es gehe ihnen vielmehr darum, die Politik zu ihren Gunsten zu beeinflussen. «Wir gleichen Korea mehr als wir westlichen Ländern gleichen», sagte Kosenko im Juni 2010.



Grüße Columba




Hallo Ihr Lieben!

Habe ein lange Pause gemacht, wird ja mal wieder Zeit sich zu melden, ich hoffe doch das es euch allen gut geht, auch wen es dort und da Probleme gibt, die ja so jeder hat.

Nun Liebe Columba, für mich stellt sich die Frage, was willst du mit den Links eigendlich sagen? :roll:



Herzliche grüsse, Andreas :praisegod: :praise:
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Reginald 32 » So 4. Sep 2011, 22:24

Hallo zusammen.

Heute wurde in den Nachrichten berichtet, dass sich in Israel 450 000 Demonstranten gegen die unhaltbaren sozialen Verhältnisse in diesem Staat gewandt haben. Man sagte dazu, dass diese Zahl, auf Deutschland umgerechnet, bedeuten würde, dass hier 5 000 000 Bürger auf die Straße gehen würden.

Das ist ja auch nicht verwunderlich. Wenn 20 Familien die Wirtschaft und die Politik kontrollieren und ihre Landsleute finanziell auspressen bis zum Letzten, braucht man sich über die Folgen nicht zu wundern. Die Situation erinnert mich an die Zeiten des Auftretens des Propheten Amos kurz vor dem Ende Israels. Damals herrschten ähnliche soziale Verhältnisse im Volke Gottes. Dies führte dann dazu, dass Israel unterging und in die Fremde verschleppt wurde.

Es würde mich nicht wundern, wenn im Nahen Osten Ähnliches geschehen würde. Gott lässt sich nicht verspotten.

Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Mo 5. Sep 2011, 09:05

Reginald 32 hat geschrieben:Hallo zusammen.

Heute wurde in den Nachrichten berichtet, dass sich in Israel 450 000 Demonstranten gegen die unhaltbaren sozialen Verhältnisse in diesem Staat gewandt haben. Man sagte dazu, dass diese Zahl, auf Deutschland umgerechnet, bedeuten würde, dass hier 5 000 000 Bürger auf die Straße gehen würden.

Das ist ja auch nicht verwunderlich. Wenn 20 Familien die Wirtschaft und die Politik kontrollieren und ihre Landsleute finanziell auspressen bis zum Letzten, braucht man sich über die Folgen nicht zu wundern. Die Situation erinnert mich an die Zeiten des Auftretens des Propheten Amos kurz vor dem Ende Israels. Damals herrschten ähnliche soziale Verhältnisse im Volke Gottes. Dies führte dann dazu, dass Israel unterging und in die Fremde verschleppt wurde.

Es würde mich nicht wundern, wenn im Nahen Osten Ähnliches geschehen würde. Gott lässt sich nicht verspotten.

Reginald.




Ja Lieber Reginald, dem stimme ich zu, dem was jetzt an Unruhe in Israel geschied, ist ja eine Wiederholung des Altentestament, was nur durch Jesus durchbrochen wird. Erst der schrei nach ihren Erlöser, der die Steinernden Herzen zu Fleischigen Herzen umwandelt, und Er der ihr König ist herrscht. Israel hat einen wirtschaftlichen Wachstum,aber auch die Probleme wachsen mit, und die Ungerechtigkeiten sind schmerzhaft für viele kleine Menschen.



Grüsse, Andreas :praisegod: :praise:
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon yotham » Mo 5. Sep 2011, 09:36

Reginald 32 hat geschrieben: Dies führte dann dazu, dass Israel unterging und in die Fremde verschleppt wurde.


Ich kann Dich beunruhigen, Reginald, dein nicht verbal ausgedrückter Wunsch wird nicht in Erfüllung gehen. :praisegod:

Aber mit Amos triffst du den Nagel auf dem Kopf. Im Talmud, Sanhedrin, haben sich die Weisen mit der Ankunft des Messias, den politischen Zuständen und der Prophetie von Amos beschäftigt. Es passt genau auf das heutige Bild Israels. Also kommt der Messias bald
Shaul:Ich frage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamm Benjamin.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Mo 5. Sep 2011, 10:46

yotham hat geschrieben:
Reginald 32 hat geschrieben: Dies führte dann dazu, dass Israel unterging und in die Fremde verschleppt wurde.


Ich kann Dich beunruhigen, Reginald, dein nicht verbal ausgedrückter Wunsch wird nicht in Erfüllung gehen. :praisegod:

Aber mit Amos triffst du den Nagel auf dem Kopf. Im Talmud, Sanhedrin, haben sich die Weisen mit der Ankunft des Messias, den politischen Zuständen und der Prophetie von Amos beschäftigt. Es passt genau auf das heutige Bild Israels. Also kommt der Messias bald



Wenn doch Paulus eindringlich sagte, den damaligen Christen in Römer 11,1-2

Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit aus dem Samen Abrahams, vom Stamme Benjamin.
2 Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvorerkannt hat....


Das heißt doch: Wenn aber Gottes Bund mit Israel nach wie vor gilt, so heißt dies nichts anderes, als dass auch die unerfüllten Verheißungen und Aussagen in Bezug auf Israel noch eintreten werden.

Deswegen kann ich nicht verstehen, das es tatsächlich Christen gibt die der Wahrheit zu umgehen versuchen. Denn ist Israel ist schon ein Zeitmesser, es gibt nämlich eine ganze Reihe von Bibelstellen, die einen sehr deutlichen Endzeitbezug haben, in denen gleichzeitig aber auch Israel erwähnt wird. Und diese Tatsache wird nicht beachtete wie möglich es auch ist, teils aus ignoranz, wiedersprechend ihre Lehre, die zahlreich gibt, angefangen den Zeugen Jehovas bis hin andere Lehren. Die wir gerne später näherer erörtern können.


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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Mo 5. Sep 2011, 12:31

Lambert hat geschrieben:Wenn doch Paulus eindringlich sagte, den damaligen Christen in Römer 11,1-2

Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit aus dem Samen Abrahams, vom Stamme Benjamin.
2 Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvorerkannt hat....

Das heißt doch: Wenn aber Gottes Bund mit Israel nach wie vor gilt, so heißt dies nichts anderes, als dass auch die unerfüllten Verheißungen und Aussagen in Bezug auf Israel noch eintreten werden.

In Rö 11 geht es nur darum, dass Gott sein Volk nicht verstossen hat. Dass aber der alte Bund weiterhin besteht bzw. dass am Ende der Zeit Gott mit Israeliten eine besondere Aufgabe erledigen wird, sagt der Text überhaupt nicht. Am Anfang des Kapitels sagt Paulus ausdrücklich, dass nur der gläubige Überrest gerettet sein wird. Paulus zählte sich selbst bereits zu diesem Überrest, obwohl er ein Christ war. Alles in allem: lies nicht in den Text etwas hinein, was dort nicht steht. Eine Eisegese ist der Grund für die Entstehung vieler Irrlehren.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Mo 5. Sep 2011, 12:52

Ja Lieber Leuchte, sind alle Verheißungen erfüllt, oder stehen welche noch aus, und wenn ja,welche denn?


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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Mo 5. Sep 2011, 13:29

@Lambert

Ich möchte jetzt nicht darüber diskutieren, welche Verheissungen noch ausstehen. Mir gehts nur darum, dass du in einen Text nicht etwas hineinlesen sollst, was der Text nicht (unbedingt) sagt. In diesem Fall: Rö 11.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Mo 5. Sep 2011, 14:08

Leuchte hat geschrieben:@Lambert

Ich möchte jetzt nicht darüber diskutieren, welche Verheissungen noch ausstehen. Mir gehts nur darum, dass du in einen Text nicht etwas hineinlesen sollst, was der Text nicht (unbedingt) sagt. In diesem Fall: Rö 11.



Warum nicht? Denn gerade Römer 11 zeigt es sich deutlichst, da braucht man nicht etwas hineinzulesen. Nur viele haben ein Nichtwissen über das zukünftige, was noch bevorsteht.


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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Mo 5. Sep 2011, 19:38

Die Wiedergründung Israels ist nichts anderes als erfüllte Prophetie vor unseren Augen. Gott sammelt sein Volk. Während 1948 etwa 500.000 Juden in Israel lebten, so sind es heute bereits über 5,6 Millionen.

Solange wie ich schon schreibe zu diesen Thema, kommen zwei Missverständnisse zu Tage:

1.) Viele argumentieren, es sind ja nicht alle Juden in Israel, denn viele Juden leben insbesondere in Amerika. Dem kann ich zustimmen, denn 7,75 Millionen Juden leben außerhalb von Israel. Im Mai 2005 hatte das Land 5,26 Millionen jüdische Einwohner. Dabei darf man nicht vergessen, der Abschluss der Sammlung findet ja erst 1000 jährigen Reich statt.

2.) Die bereits geschehene politische und staatliche Wiederherstellung Israels nicht mit der geistlichen, die noch in der Zukunft liegt, verwechselt werden. Wenn ich Hesekiel 36,16-38 so lese, bringt der Text eines zum ausdruck, dass die Sammlung aufgrund der Gnade und Barmherzigkeit Gottes und nicht aufgrund Israels Verdienste geschieht.

Wenn ich die Analogie von dem Totenfeld in Hesekiel 37 lese, wird auch deutlich, dass zuerst die staatliche und dann die geistliche Wiederherstellung erfolgen. Es ist also völlig falsch zu behaupten, wie manche es auch tun, dass die Staatsgründung Israels 1948 mit den Vorhersagen der Bibel nichts zu tun hätte, weil es noch zu keiner echten Umkehr der meisten Juden gekommen sei.


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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Gnu » Mo 5. Sep 2011, 23:55

Lambert hat geschrieben: Wenn ich die Analogie von dem Totenfeld in Hesekiel 37 lese, wird auch deutlich, dass zuerst die staatliche und dann die geistliche Wiederherstellung erfolgen. Es ist also völlig falsch zu behaupten, wie manche es auch tun, dass die Staatsgründung Israels 1948 mit den Vorhersagen der Bibel nichts zu tun hätte, weil es noch zu keiner echten Umkehr der meisten Juden gekommen sei.

Christen dürfen nur nicht den Fehler machen, sich in den Zionismus zu investieren, sonst passiert es, dass sie bei der Entrückung zurückbleiben. Wenn wir irgendetwas zur Wiederherstellung Israels beitragen können, dann für den geistlichen Teil, nicht für den materiellen. Das Jerusalem drunten wird nämlich die Plattform für den letzten und grössten Antichristus aller Zeiten sein und heute dorthin Zehntengelder zu investieren ist Diebstahl (ausser man wohnt dort und geht dort in eine messianische Versammlung).

Der geistliche Teil der Wiederherstellung Israels sieht so aus, dass Christen, welche bei der Bekehrung das Gesetz Gottes ins Herz geschrieben bekommen haben, merken, dass sie in Wirklichkeit nicht Heidenchristen sind, sondern von den zerstreuten Stämmen Israels abstammen. Diese will Jahweh zu neuen Kreaturen und den Söhnen Gottes machen. Sie müssen aber über den Glauben an Jesus hinaus die heute noch relevanten Gebote Moses halten. Jahweh wird jedem von ihnen zeigen, aus welchem Stamm er stammt. Für sie sind die folgenden Briefe des NT wichtig:

Matthäus-Evangelium
Hebräer-Brief
Jakobus-Brief
Offenbarung

Jene Heidenchristen, welche nicht ins himmlische Jerusalem berufen sind, können sich weiterhin mit dem billigeren Evangelium des Apostels Paulus begnügen, aus Glauben allein gerettet zu sein und nichts weiter tun zu müssen, ausser sich des Blutes, des Erstickten, des Götzendienst und der Hurerei zu enthalten und nicht durch verheimlichte Todsünden ihr ewiges Leben aufs Spiel zu setzen.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Di 6. Sep 2011, 00:07

Gnu hat geschrieben:Christen, welche bei der Bekehrung das Gesetz Gottes ins Herz geschrieben bekommen haben, merken, dass sie in Wirklichkeit nicht Heidenchristen sind, sondern von den zerstreuten Stämmen Israels abstammen... Jahweh wird jedem von ihnen zeigen, aus welchem Stamm er stammt.

Interessant zu wissen, wie sie "merken" werden, von welchem Stamm sie sind.

Für sie sind die folgenden Briefe des NT wichtig:

Matthäus-Evangelium
Hebräer-Brief
Jakobus-Brief
Offenbarung

Wie kommst du auf solche interessante Theorien?
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Gnu » Di 6. Sep 2011, 01:42

Leuchte hat geschrieben: Interessant zu wissen, wie sie "merken" werden, von welchem Stamm sie sind.

Indem Jahweh durch den Geist zu ihnen spricht. Das gibt es doch bei wiedergeborenen Christen immer wieder, dass sie etwas wissen, weil es ihnen der heilige Geist gesagt hat. Auch wird man (wie auch immer, die Lehre ist ja für mich ganz neu) anhand der Schriften des Alten Testamentes (eventuell erweitert durch Apokryphen und Pseudoepigraphen und Talmud) herausfinden, welcher Stamm welche Merkmale hatte. In diesem Zusammenhang ist ein neuer Begriff aufgetaucht, welcher Blutsprache heisst, über den ich mich hier aber nicht auslassen werde. Nur soviel: Ebenso wie das Blut zu Jahweh redet, so kann Jahweh zum Blut reden und so eine verloren gegangene Kommunikationsform wieder ins Leben rufen. Biblisches Beispiel ist das Blut Abels, dessen Stimme noch nach Abels Ermordung zu Jahweh schrie (1 Mose 4.10). Relevant ist die Stammeszugehörigkeit im jetzigen Zeitalter bei Heiraten (vergleiche den Thread „War Ellen White Rassistin?“) und später beim Eintritt ins Neue Jerusalem, weil dieses für jeden Stamm ein eigenes Tor hat (Offb. 21.12).

Leuchte hat geschrieben: Wie kommst du auf solche interessante Theorien?

Die Liste habe ich spontan zusammengestellt und eigentlich war sie zuerst noch länger. Auf der Liste stehen zunächst das Matthäus-Evangelium, welches inhaltlich erkennbar an Israeliten gerichtet ist und ursprünglich in Hebräisch oder Aramäisch abgefasst worden sein soll, dann der Brief an die Hebräer wegen dessen Namen, dann der Brief des Jakobus wegen dessen Einleitung und seinen Aussagen, welche denen des Paulus im Brief an die Römer widersprechen und viertens die Offenbarung, bei der die Herleitung schwieriger ist. Ich versuche es einmal: Die sieben Sendschreiben gehen an sieben Gemeinden, die geografisch im Dreieck Kleinasien liegen. Dieses Gebiet ist eine Enklave der Söhne Sems im Gebiet der Söhne Japhets.

Die Theorie, welche du interessant nennst, habe ich von meinem Prediger und sie besagt genau genommen, dass es für Israeliten und für Heiden zwei verschiedene Evangelien gibt, welche beide im Neuen Testament aufgeschrieben sind, aber wegen der Gemeinsamkeiten beider Evangelien schwierig voneinander zu trennen sind. Die Heiden, welche sich auf Paulus berufen, werden allein durch Glauben gerettet, die Israeliten, welche sich auf Jakobus berufen, werden durch Glauben und durch Werke gerettet. Ein Heide, der sich gemäss dem Evangelium für Israel benimmt, kann aber zu einem Stamm Israels hinzustossen und so Einlass ins himmlische Jerusalem bekommen. Ein Heide, der sich gemäss dem Evangelium für die Heiden benimmt, bekommt ewiges Leben auf der neuen Erde, aber kein Wohnrecht in Jerusalem.¹ Von den durch Jesus Christus erlösten Menschen können ja wohl kaum alle Priester und Könige sein. An Priester und Könige werden höhere Anforderungen gestellt als ans übrige Volk. In den Briefen des Paulus unterscheidet er in der Anrede häufig die Heiligen (Priester und Könige) und die Gläubigen (übriges Volk). Schon dieser Hinweis sollte doch klar machen, dass es zwei verschiedene Arten von Erlösten gibt. Auch steht in den Ausschlusskriterien für das Himmelreich nicht, dass wer nicht ins Himmelreich kommt, in die Gehenna geworfen wird.

__________________

¹ Auch umgekehrt wird ein Schuh draus: Ein Israelit in der Zerstreuung, der sich nach dem Evangelium des Paulus bekehrt und dabei bleibt, wird wie ein erlöster Heide auf der neuen Erde wohnen.

P.S. Wichtig in dem Zusammenhang ist, nicht zu vergessen, dass der Israelit ursprünglich nichts mehr davon weiss, dass er von Israel abstammt und sich nicht zu den Juden zählt, sondern zu den Heiden.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon NEM » Di 6. Sep 2011, 09:57

Lieber Gnu

Ehrlich gesagt kann ich mich der Meinung der Investition in den Zionismus nicht anschliessen. Auch wenn Deine Einschätzung der Zeit stimmt, haben wir bis zur Entrückung den Missionsbefehl. Meine Gemeinde investiert Gelder in das Verbreiten des Wortes, und so ist es auch korrekt, weil das Geld hilft den Leib Christi zu bauen.

Gnu hat geschrieben:Der geistliche Teil der Wiederherstellung Israels sieht so aus, dass Christen, welche bei der Bekehrung das Gesetz Gottes ins Herz geschrieben bekommen haben, merken, dass sie in Wirklichkeit nicht Heidenchristen sind, sondern von den zerstreuten Stämmen Israels abstammen.

Hier kann ich Dir im Prinzip folgen, denn aus den Zweien wurde in Christus Eins gemacht. Mühe macht mir die Aussage, dass die Heidenchristen in jedem Fall eine Blutabstammung aus einem der Stämme haben muss.

Meinst Du das rein geistlich oder setzt Du eine echte (genetische)Blutsabstammung voraus? Wie begründest Du Deine Aussage biblisch?

Liebes Gnu, ich verstehe aus deinen Beiträgen hier und anderswo, dass Du dich auf einem sehr wichtigen und auch richtigen Weg befindest. Ich stelle jedoch fest, dass die Lehre die Du jetzt erhältst sehr Messianisch bezogen ist. Aus diesem Licht kommen dann auch Deine Aussagen des „billigeren Evangeliums des Paulus“. Viele unsere geliebten messianischen Brüder fühlen sich noch heute etwas unwohl mit den Lehren des Paulus, speziell mit dem Geheimnis das er im Epheserbrief eröffnet.

Wenn auch Du hier gewisse Vorbehalte entwickelst empfehle ich Dir dringen 2. Petrus 3, 13-18 zu lesen. Hier bestätigt Petrus alle Schriften des Paulus und fordert auf die Schriften richtig zu verstehen.

Lg NEM
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Di 6. Sep 2011, 10:07

Hallo Gnu!

Christen dürfen nur nicht den Fehler machen, sich in den Zionismus zu investieren, sonst passiert es, dass sie bei der Entrückung zurückbleiben. Wenn wir irgendetwas zur Wiederherstellung Israels beitragen können, dann für den geistlichen Teil, nicht für den materiellen. Das Jerusalem drunten wird nämlich die Plattform für den letzten und grössten Antichristus aller Zeiten sein und heute dorthin Zehntengelder zu investieren ist Diebstahl (ausser man wohnt dort und geht dort in eine messianische Versammlung).


Lieber Gnu, was Du so geschrieben hast, kann ich so nicht nachvollziehen, ich will dir nicht antisenetistmus bezichtigen, aber dem antizionusmus sehr nahe stehend. Insbesondere das du geschrieben hast: Wenn wir irgendetwas zur Wiederherstellung Israels beitragen können, dann für den geistlichen Teil, nicht für den materiellen.

Ich lese doch in der Bibel was anderes, denn in Römer 15, 25-27

25 Jetzt aber reise ich nach Jerusalem im Dienste für die Heiligen.
26 Denn es hat Macedonien und Achaja wohlgefallen, eine gewisse Beisteuer zu leisten für die Dürftigen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind.
27 Es hat ihnen nämlich wohlgefallen, auch sind sie ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen Güter teilhaftig geworden sind, so sind sie schuldig, ihnen auch in den leiblichen zu dienen.


oder 1. Korinther 16,1-4

1 Was aber die Sammlung für die Heiligen betrifft: wie ich den Versammlungen von Galatien verordnet habe, also tut auch ihr.
2 An jedem ersten Wochentage lege ein jeder von euch bei sich zurück und sammle auf, je nachdem er Gedeihen hat, auf daß nicht dann, wenn ich komme, Sammlungen geschehen.
3 Wenn ich aber angekommen bin, so will ich die, welche irgend ihr für tüchtig erachten werdet, mit Briefen senden, daß sie eure Gabe nach Jerusalem hinbringen.
4 Wenn es aber angemessen ist, daß auch ich hinreise, so sollen sie mit mir reisen.


und 2. Korinther 8,1-5

1 Wir tun euch aber kund, Brüder, die Gnade Gottes, die in den Versammlungen Macedoniens gegeben worden ist,
2 daß bei großer Drangsalsprüfung die Überströmung ihrer Freude und ihre tiefe Armut übergeströmt ist in den Reichtum ihrer Freigebigkeit.
3 Denn nach Vermögen, ich bezeuge es, und über Vermögen waren sie aus eigenem Antriebe willig,
4 indem sie mit vielem Zureden uns um die Gnade und die Gemeinschaft des Dienstes für die Heiligen baten.
5 Und nicht wie wir hofften, sondern sie gaben sich selbst zuerst dem Herrn und uns durch Gottes Willen,


Wie es schon einen erkennen läst, die regelmässige Kollekte bereits in der jüdischen Gemeinde eine wichtige Bedeutung besass, ich möchte nur mal Markus 12,4 erinnern. Aber den Zionismus zu unterstützen, die kommend Endrückung zu gefärden, halte ich schlichtweg für eine gefährliche Unterstellung, die ich für böse halte Lieber gnu.



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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Di 6. Sep 2011, 10:42

Hallo Gnu,

dem, was dein Pastor lehrt, kann ich momentan überhaupt nicht zustimmen, denn Jesus lehrte niemals zwei verschiedene Evangelien. Durch seinen Tod ist der Unterschied zwischen Jude und Nichtjude aufgelöst und alle sind Brüder und Schwester in Christus geworden. Die Aposteln waren die Juden und gingen den Weg des Glaubens. Der alte, templerische Weg mit dem Opferdienst wurde aufgelöst, wie uns Hebräerbrief beschreibt. Während Paulus vom "Glauben allein" spricht, meint er keineswegs, dass die Gebote nicht gehalten werden müssen. Hier wird nur der Weg zur Erlösung angesprochen: nicht mehr durch die Beschneidung, sondern durch den Glauben direkt. Die dispensationalistischen Konstrukte zur Trennung von unterschiedlichen Heilswegen von Israel und Heiden kann ich nicht nachvollziehen. Ich würde mich jedoch sehr freuen, wenn dein Pastor hier ein gutes Buch empfehlen könnte, wo man über zwei Evangelien nachlesen kann, ich würde mich mit dem Thema gerne auseinandersetzen.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Di 6. Sep 2011, 10:50

@Gnu

Gott kann natürlich auch durch Seinen Geist persönlich zu den Menschen sprechen, ist kein Problem. Interessant ist für mich jedoch, wie Gott hier entscheiden würde, wer ein Israelit ist und wer nicht (hier soll nicht die Allmacht Gottes in Frage gestellt werden). Denn die Definition eines Israeliten ist in der Bibel formuliert, d.h. es liegt nicht allein in der uns geheimen Auswahl Gottes, dass Gott auf Seine, uns unbekannte Weise die Menschen zu Israeliten ernennt, sondern Gott hat in der Bibel die Regeln gegeben, nach denen man theoretisch beurteilen kann, wer ein Israelit ist und wer nicht. Würde Gott heute jemandem sagen, er sei ein Israelit, müsste die Begründung auch menschlich nachvollziehbar gemacht werden können.

Ich frage an dieser Stelle deshalb ganz konkret:

- Wann ist ein heutiger Mensch ein Israelit? Welche Kriterien muss er erfüllen?
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Di 6. Sep 2011, 11:35

Leuchte hat geschrieben:@Gnu

Gott kann natürlich auch durch Seinen Geist persönlich zu den Menschen sprechen, ist kein Problem. Interessant ist für mich jedoch, wie Gott hier entscheiden würde, wer ein Israelit ist und wer nicht (hier soll nicht die Allmacht Gottes in Frage gestellt werden). Denn die Definition eines Israeliten ist in der Bibel formuliert, d.h. es liegt nicht allein in der uns geheimen Auswahl Gottes, dass Gott auf Seine, uns unbekannte Weise die Menschen zu Israeliten ernennt, sondern Gott hat in der Bibel die Regeln gegeben, nach denen man theoretisch beurteilen kann, wer ein Israelit ist und wer nicht. Würde Gott heute jemandem sagen, er sei ein Israelit, müsste die Begründung auch menschlich nachvollziehbar gemacht werden können.

Ich frage an dieser Stelle deshalb ganz konkret:

- Wann ist ein heutiger Mensch ein Israelit? Welche Kriterien muss er erfüllen?




Er muss ein israelicher Staatsbürger sein!
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Di 6. Sep 2011, 11:44

Lambert hat geschrieben:Er muss ein israelicher Staatsbürger sein!

Gut. Die nächste Frage: wie kann man einen Israeliten seinem Stamm zuordnen? Welche Kriterien spielen hier eine Rolle?
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon NEM » Di 6. Sep 2011, 13:23

Leuchte hat geschrieben:Denn die Definition eines Israeliten ist in der Bibel formuliert, d.h. es liegt nicht allein in der uns geheimen Auswahl Gottes, dass Gott auf Seine, uns unbekannte Weise die Menschen zu Israeliten ernennt, sondern Gott hat in der Bibel die Regeln gegeben, nach denen man theoretisch beurteilen kann, wer ein Israelit ist und wer nicht.


@Leuchte
Über Wortprägung "Israelit" habe ich mit reginald schon diverse male eingehend diskutiert. Dieses Wort ist im Sinne der Verständigung innerhalb der Eretteten etwas unglücklich, da es schnell zu Missverständnissen führt. Mir gefällt da die Wortwahl des Paulus mit Juden, Heiden (Griechen) und Gemeinde besser. Jede Gruppe kann klar abgegrenz werden und Christus ist der Masstab. Diese Wortwahl läuft auch mit der Offenbarung 2&3 im Einklang und vermeidet viele Missverständnisse.

@Lieber Yotam, Lieber Lambert
Da mir eure geschätzte Meinung in diesem Punkt sehr wichtig ist möchte ich euch gerne dazu befragen. Welche Wortwahl erachtet Ihr am sinnvollsten um die drei Gruppen zu benennen?

lg NEM
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Di 6. Sep 2011, 13:37

NEM hat geschrieben:
Leuchte hat geschrieben:Denn die Definition eines Israeliten ist in der Bibel formuliert, d.h. es liegt nicht allein in der uns geheimen Auswahl Gottes, dass Gott auf Seine, uns unbekannte Weise die Menschen zu Israeliten ernennt, sondern Gott hat in der Bibel die Regeln gegeben, nach denen man theoretisch beurteilen kann, wer ein Israelit ist und wer nicht.


@Leuchte
Über Wortprägung "Israelit" habe ich mit reginald schon diverse male eingehend diskutiert. Dieses Wort ist im Sinne der Verständigung innerhalb der Eretteten etwas unglücklich, da es schnell zu Missverständnissen führt. Mir gefällt da die Wortwahl des Paulus mit Juden, Heiden (Griechen) und Gemeinde besser. Jede Gruppe kann klar abgegrenz werden und Christus ist der Masstab. Diese Wortwahl läuft auch mit der Offenbarung 2&3 im Einklang und vermeidet viele Missverständnisse.

@Lieber Yotam, Lieber Lambert
Da mir eure geschätzte Meinung in diesem Punkt sehr wichtig ist möchte ich euch gerne dazu befragen. Welche Wortwahl erachtet Ihr am sinnvollsten um die drei Gruppen zu benennen?


lg NEM




Lieber NEM, nach deiner Anfrage folge ich der Schrift, nähmlich die Unterscheidung der Juden und Heiden, genau die deine Erläuterung. Die Gemeinde ist für alle offen, für Juden sowohl auch den Heiden.



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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Di 6. Sep 2011, 15:34

NEM hat geschrieben:Mir gefällt da die Wortwahl des Paulus mit Juden... besser.

Mir gefällt die Bezeichnung "Juden" für alle Israeliten nicht. Denn ein "Jude" ist ein Israelit ausschließlich aus dem Stamm Juda.

Und jetzt warte ich auf die Antwort von Lambert bzw. anderen, anhand welcher Merkmale man bestimmen kann, welcher Israelit zu welchem Stamm gehört. Früher konnte die Israeliten das.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Reginald 32 » Di 6. Sep 2011, 16:06

Hallo, lieber Gnu.

Ich habe Deinen obigen Beitrag gelesen und bin mir nicht ganz sicher, ob das plötzlich Dein Erst ist oder ob Du uns auf den Arm nehmen willst. Bisher hatte ich Dich ja für einen gläubigen Christen gehalten. Wenn Du Dich für Deinen Beitrag aber auf den Prediger berufst, nagen Zweifel an mir, ob Du jetzt vielleicht in die Kategorie "Leicht-Gläubige" gewechselt bist.

Liebe Grüße von Reginald.
Bald schon kann es sein, dass wir Gott als König sehn. Halleluja, Halleluja.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon yotham » Di 6. Sep 2011, 16:53

Hi Gnu, das was du hier erzählst, kommt mir bekannt vor, 2-Haus Theologie? Frag mal deinen Freund. Mal sehen, was du sagst.

@NEM:
Ein Israelit ist ein von einer jüdischen Mutter geborener Mensch oder eine(r) aus den Nationen, welcher Giur gemacht hat. Ab dem Zeitpunkt gilt für als halachischer Jude.
Die Staatsangehörigkeit spielt keine Rolle, auch nicht die Israelische. Sonst wären Araber auch Juden.... :shock:

Wenn eine(r) an den Messias glaubt, wird er auch zum Juden, einfach ohne Übertritt und Beschneidung (oder doch?). Eph. gibt hier den Ton an. Er wird durch den neuen Bund am Herzen beschnitten und wird automatisch alle Gebote der Thora, z.b. Schattens, Speisegebote, Feiertage etc. halten.
Zuletzt geändert von yotham am Di 6. Sep 2011, 18:01, insgesamt 1-mal geändert.
Shaul:Ich frage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamm Benjamin.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Di 6. Sep 2011, 17:09

yotham hat geschrieben:Nicht so tragisch wie die STA-Doktrin

In meinen Augen greift ins Persönliche, als Admin würde ich diese Stelle bei yotham löschen.

Meine Meinung ist: STA-Sicht in dieser Frage ist die beste, wie uns Jesus und die Aposteln schildern. Sie unterscheiden nicht zwischen Jude und Nichtjude, alle Menschen sind gleich vor Gott, und alle haben ein gleiches Evangelium (gleiche Voraussetzungen zu der Erlösung). Auch die zukünftige Hoffnung ist die gleiche: die Wiederkunft Jesu, bei der jedem (ohne Trennung und Ausnahme) sein Teil gegeben wird. Was ist an diesem Verständnis tragisch?

Wenn eine(r) an den Messias glaubt, wird er auch zum Juden, einfach ohne Übertritt und Beschneidung (oder doch?). Eph. gibt hier den Ton an. Er wird durch den neuen Bund am Herzen beschnitten und wird automatisch alle Gebote der Thora, z.b. Schattens, Speisegebote, Feiertage etc. halten.

Jude oder nicht Jude spielt im Neuen Bund keine Rolle mehr. Ein Israelit werden konnte man nur durch die Beschneidung. Im Neuen Bund muss man sich nicht mehr beschneiden lassen. Alle Menschen bekommen den Zugang zur Gnade allein durch den Glauben. Das Gebotehalten ist eine Selbstverständlichkeit eines Christen, wobei die zeremoniellen Gebote ihre Bedeutung mit dem Eintreten des Neuen Bundes verloren haben (lies aufmerksam den Brief an die Hebräer).
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon NEM » Di 6. Sep 2011, 18:42

yotham hat geschrieben:Hi Gnu, das was du hier erzählst, kommt mir bekannt vor, 2-Haus Theologie? Frag mal deinen Freund. Mal sehen, was du sagst.

@NEM:
Ein Israelit ist ein von einer jüdischen Mutter geborener Mensch oder eine(r) aus den Nationen, welcher Giur gemacht hat. Ab dem Zeitpunkt gilt für als halachischer Jude.
Die Staatsangehörigkeit spielt keine Rolle, auch nicht die Israelische. Sonst wären Araber auch Juden.... :shock:

Wenn eine(r) an den Messias glaubt, wird er auch zum Juden, einfach ohne Übertritt und Beschneidung (oder doch?). Eph. gibt hier den Ton an. Er wird durch den neuen Bund am Herzen beschnitten und wird automatisch alle Gebote der Thora, z.b. Schattens, Speisegebote, Feiertage etc. halten.


Danke yotam

für Deine ausführliche Erklärung. Nachdem ich mich nun mit den Begriffen Giur und halachischer Jude etwas auseinander gesetzt habe, wird mir die Sache etwas klarer.

Im Moment setze ich mich intensiv mit dem Ephesser Brief auseinander und tendiere (noch?) in Richtung Beschneidung des Herzens, befolgung der Gebote aber ohne Gesetzlichkeit. Eine Gratwanderung. Mal sehen wie sich die Sache entwichelt. Jesus und der Heilige Geist werden mich im Willen des Herrn unterweisen. :praise:

Eine letzte Frage: Kann / wird oder ist die Verwendung des Wortes Jude despektierlich? Wird bei Verwendung nicht an schrekliche Ereignisse erinnert? Keinesfalls möchte ich Gefühle verletzen. Was wären Alternativen?

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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon yotham » Di 6. Sep 2011, 18:59

NEM hat geschrieben:Im Moment setze ich mich intensiv mit dem Ephesser Brief auseinander und tendiere (noch?) in Richtung Beschneidung des Herzens, befolgung der Gebote aber ohne Gesetzlichkeit. Eine Gratwanderung. Mal sehen wie sich die Sache entwichelt. Jesus und der Heilige Geist werden mich im Willen des Herrn


Gesetzlich sind nur die Menschen, G'ttes Thora ist ein Anweisung/Lehre. Lieder kommt dies in den DE-Uebersetzungen nicht zum Tragen. Wenn du nach der Thora lebst, wirst du nie gesetzlich. Gesetzlich sein, hiesst, etwas von Menschen erzwingen, z.B. wie Kosher zu halten ist, wie einer die Feste feiern soll. Hier muss jeder seinen Weg gehen und nur der Messias, der grösste Rabbi aller Zeiten, kann dir das erläutern. Der Geist G'ttes wird dich unterweisen.

Mit mir kannst du höchstens diskutieren, aber was du tun musst, muss der Geist G'ttes dir zeigen.

Beschneidung: denke immer daran, derjenige der im Galaterbrief falsch interpretiert wird, hat in der Apostelgeschichte selber beschnitten. Aber die Beschneidung des Herzens ist in der Tat wichtiger.

Jude kannst du schon sagen, schliesslich sind die Juden die Angehörigen des Stammes Juda... (Jehudi)
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Leuchte » Di 6. Sep 2011, 19:06

yotham hat geschrieben:Beschneidung: denke immer daran, derjenige der im Galaterbrief falsch interpretiert wird, hat in der Apostelgeschichte selber beschnitten. Aber die Beschneidung des Herzens ist in der Tat wichtiger.

Warum selektiv lesen? Alles, was passt, ist richtig, alles andere ist falsch? Paulus hat zwar den Timotheus beschnitten, aber nicht wegen der Notwendigkeit nach der Thora, sondern "um der Juden willen". Im Neuen Testament wird sehr klar gesagt, dass der alte Weg zu Gott - durch die Beschneidung, durch den Weg des Proselytentums, der damals insgesamt 3 Jahre andauerte, nicht mehr notwendig ist. Allein der Glaube und die Taufe machen einen Gläubigen zum Sohn Gottes. Der alte Weg der Erlösung existiert nicht mehr.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Gnu » Mi 7. Sep 2011, 02:53

NEM hat geschrieben: Ehrlich gesagt kann ich mich der Meinung der Investition in den Zionismus nicht anschliessen. Auch wenn Deine Einschätzung der Zeit stimmt, haben wir bis zur Entrückung den Missionsbefehl. Meine Gemeinde investiert Gelder in das Verbreiten des Wortes, und so ist es auch korrekt, weil das Geld hilft den Leib Christi zu bauen.

Möglicherweise verstehen wir nicht dasselbe unter dem Begriff Zionismus. Ich verstehe darunter das weltweite Aufspüren von Ex-Israeliten und deren Zwangsdeportation nach Israel, um dem Messias für sein Kommen einen Tempel zu bauen, etwas salopp ausgedrückt. Was solches Tun mit dem Missionsbefehl zu tun hat, entzieht sich meinem Verständnis.

@Leuchte: Es geht bei den zwei Evangelien nicht um einen Unterschied bezüglich der Errettung, sondern um einen Unterschied bezüglich der Berufung und der Stellung in der Ewigkeit. Es werden nicht alle Geretteten in Jerusalem wohnen und Könige sein, sondern es muss auch noch Untertanen geben, und die werden nicht geboren, sondern rekrutieren sich aus Auferstandenen der zweiten Auferstehung.
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon NEM » Mi 7. Sep 2011, 07:26

Gnu hat geschrieben:
NEM hat geschrieben: Ehrlich gesagt kann ich mich der Meinung der Investition in den Zionismus nicht anschliessen. Auch wenn Deine Einschätzung der Zeit stimmt, haben wir bis zur Entrückung den Missionsbefehl. Meine Gemeinde investiert Gelder in das Verbreiten des Wortes, und so ist es auch korrekt, weil das Geld hilft den Leib Christi zu bauen.

Möglicherweise verstehen wir nicht dasselbe unter dem Begriff Zionismus. Ich verstehe darunter das weltweite Aufspüren von Ex-Israeliten und deren Zwangsdeportation nach Israel, um dem Messias für sein Kommen einen Tempel zu bauen, etwas salopp ausgedrückt. Was solches Tun mit dem Missionsbefehl zu tun hat, entzieht sich meinem Verständnis.

Lieber Gnu

Ich bin mir sehr bewust, dass momentan die Bühne des Antichristen gebaut wird. Aber diese Bühne baut sich selber und ist aus einem unendlich grossen Topf finanziert, da braucht es keinerlei Unterstützung, einverstanden! Ich bin mir auch voll bewust welche Mächte und Organisationen dahinter stecken.

Israel ist im jetztigen Zeitpunkt noch absolut viel wichtiger als jemals zuvor in der Geschichte!! :praise:

Unser herrlicher und höchst gepriesener Gott von Abraham Isaak und Jakob hat die in sehr naher Zukunft kommenden Ereignisse schon vor Anbeginn der Zeit gesehen und seinen Plan in gütiger und weislicher Weise so angelegt, dass möglichst Wenige verloren gehen! :praisegod:

Die Verführungen denen die Menschen heute ausgesetzt sind absolut perfide geworden und haben sogar grosse teile unserer sog."christlichen" Kirchen unterwandert. Es kommen heute viele WISP's (Wolf im..) daher und verführen wen sie nur können. Einige Exponenten solcher WISP treiben sogar hier im Forum Ihr Unwesen.
Zum Glück können die von Gott berufenen nicht auf Abwege geführt werden!! :pray: und sie hören die Stimme des Hirten und wissen: Mt 7, 20 An ihren Früchten werdet Ihr sie Erkennen.

Israel braucht unsere Unterstützung wo wir nur können! Wer von uns will gegen Gott das Wort erheben und gegen das Unvermeidliche ankämpfen? Nein, es ist vielmehr unsere Aufgabe unsere Wurzel zu pflegen und noch möglichst Viele für den Messias zu gewinnen!

1.Mos12,3 Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter1 der Erde!
Amen

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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Lambert » Mi 7. Sep 2011, 11:36

Hallo NEM!


Denn der Segen an Abraham ist heute ist gültig, nichts davon hat sich es geändert. Denn wer Abraham segnent, denn werde ich segnen, wer dich verflucht, denn werde ich verfluchen. Im übertragenen Sinn geht diese Verheißung ganz an Israel selbst. Das heißt: Wer Israel egal wie auch es ist, ob durch Gebet, oder Materiel unterstüzt, stellt sich unter Segen Gottes, wer es nicht tut, sogar hass endgegenbringt, stellt sich unter seinen Fluch. Wie kann ein Vater sein ertsgeborenes Kind vergessen? Und Israel ist sein erst geborenes Kind.


Herzliche Grüsse, Andreas :praisegod: :praise:
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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon blakki » Mi 7. Sep 2011, 14:10

NEM hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:
NEM hat geschrieben: Ehrlich gesagt kann ich mich der Meinung der Investition in den Zionismus nicht anschliessen. Auch wenn Deine Einschätzung der Zeit stimmt, haben wir bis zur Entrückung den Missionsbefehl. Meine Gemeinde investiert Gelder in das Verbreiten des Wortes, und so ist es auch korrekt, weil das Geld hilft den Leib Christi zu bauen.

Möglicherweise verstehen wir nicht dasselbe unter dem Begriff Zionismus. Ich verstehe darunter das weltweite Aufspüren von Ex-Israeliten und deren Zwangsdeportation nach Israel, um dem Messias für sein Kommen einen Tempel zu bauen, etwas salopp ausgedrückt. Was solches Tun mit dem Missionsbefehl zu tun hat, entzieht sich meinem Verständnis.

Lieber Gnu

Ich bin mir sehr bewust, dass momentan die Bühne des Antichristen gebaut wird. Aber diese Bühne baut sich selber und ist aus einem unendlich grossen Topf finanziert, da braucht es keinerlei Unterstützung, einverstanden! Ich bin mir auch voll bewust welche Mächte und Organisationen dahinter stecken.
Das ist schön, das wir einen Wissenden unter uns haben. Dann sei doch so gut und lass uns an deiner Weisheit teilhaben und nenne diese Mächte und Organisationen.
.

Israel ist im jetztigen Zeitpunkt noch absolut viel wichtiger als jemals zuvor in der Geschichte!! :praise:

Unser herrlicher und höchst gepriesener Gott von Abraham Isaak und Jakob hat die in sehr naher Zukunft kommenden Ereignisse schon vor Anbeginn der Zeit gesehen und seinen Plan in gütiger und weislicher Weise so angelegt, dass möglichst Wenige verloren gehen! :praisegod:

Die Verführungen denen die Menschen heute ausgesetzt sind absolut perfide geworden und haben sogar grosse teile unserer sog."christlichen" Kirchen unterwandert. Es kommen heute viele WISP's (Wolf im..) daher und verführen wen sie nur können. Einige Exponenten solcher WISP treiben sogar hier im Forum Ihr Unwesen.

Nun, das ist ja sehr interessant. Mich würde schon interessieren, wer genau damit gemeint ist. Ich hoffe doch, dass da nicht alle User darunterfallen, die deine Meinungen und Ansichten nicht teilen. :mrgreen:
Zum Glück können die von Gott berufenen nicht auf Abwege geführt werden!! :pray: und sie hören die Stimme des Hirten und wissen: Mt 7, 20 An ihren Früchten werdet Ihr sie Erkennen.

Israel braucht unsere Unterstützung wo wir nur können! Wer von uns will gegen Gott das Wort erheben und gegen das Unvermeidliche ankämpfen? Nein, es ist vielmehr unsere Aufgabe unsere Wurzel zu pflegen und noch möglichst Viele für den Messias zu gewinnen!

1.Mos12,3 Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter1 der Erde!
Amen

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Re: Ist Israel wirklich so bedeutungslos?

Beitragvon Pilgrim » Mi 7. Sep 2011, 22:43

blakki hat geschrieben:…sei doch so gut und lass uns an deiner Weisheit teilhaben und nenne diese Mächte und Organisationen.

Wie wäre es wenn du zur Abwechslung die drei prominenten Alt Testament Bündnisse mit Israel welche die ganze Apokalypse durchziehen, unter die Lupe nehmen würdest? Zum Beispiel versprach Gott dem Abraham in Offenbarung 7, 12 und 14, ein Volk das ziemlich sichtbar ist und in 2:9 und 3:9 wo körperliche Nachkommen von Abraham in Sicht sind. Dann kannst du in 11:1-13 wie auch in 16:16 und 20:9 die dem Abraham versprochenen geographischen Gebiete sehen. Und ziemlich viel Beachtung ist in 1:5 und 22:16 dem Davidischen Bund gegeben und vielen anderen Stellen zwischendurch, wie z.B. 3:7; 5:5; und 11:15.

Das Neue Testament kommt in den Fokus sooft im Buche das Lamm und Sein Blut erwähnt sind und ganz besonders in 21:3 welches von einem neuen Verhältnis mit Gott spricht.

Klar ist, daß gemäß Offenbarung Israel ziemlich bedeutungsvoll ist und Gott in der Zukunft in der Erfüllung Seiner Verheißungen an Israel treu sein wird!
Be careful how you spend your time: Spend your time in nothing which you know must be repented of. —Richard Baxter
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