Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Aus der Sicht und im Vergleich zum christlichen Glauben

Moderator: bigbird

Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon veritas » Fr 18. Jul 2008, 00:28

[23,10] (Gläubige sind:) ...die ihre Gebete zur bestimmten Zeit beachten...

[23,11] Diese werden die Erben sein,...

[23,12] ...welche das Paradies erben und ewig darin bleiben.

Der Muslim unterscheidet sich von allen anderen Religionsangehörigen dadurch, dass er verpflichtet ist, fünfmal am Tag Richtung Mekka zu beten. Der Erbvers: Allein des Moslems gehört die Erde und alles, was auf ihr ist. Das Gesetz Gottes muss so ausgelegt werden, dass alle Menschen, die den Islam nicht annehmen, sich den herrschenden Islamvölkern unterzuordnen haben. Dieses Erbschaftsrecht erstreckt sich sogar bis in den Himmel: Kein Jude, kein Christ darf Zutritt zum Himmel haben - das Paradies ist allein für die Moslems bestimmt.
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Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon james88 » Fr 18. Jul 2008, 03:45

Ja, was haben Gott, Jahweh und Allah mit einander zu tun?

Warum lassen wir nicht ihn, sie, selber entscheiden und tun unseren Job?
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon veritas » Fr 18. Jul 2008, 04:44

james88 hat geschrieben:Ja, was haben Gott, Jahweh und Allah mit einander zu tun?

Warum lassen wir nicht ihn, sie, selber entscheiden und tun unseren Job?

Du meinst mit der Harfe "Halleluja" singen?
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon james88 » Fr 18. Jul 2008, 05:52

Hallo lieber? liebe? veritas

Hätte ich es mir je träumen lassen, mit der Wahrheit (veritas) persönlich zu debattieren? ;) Nun denn.

Wer das mit dem "seinen Job tun" missverstehen will, der tut es eben...

Einen schönen Tag an Dich
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon mumi » Fr 18. Jul 2008, 08:07

Ashur hat geschrieben:Hi

wieso gibt es in der islamische Himmel bzw. Paradies Viele Engel oder Jungfrauen als Geschenk für die Muslimische Männer ?
Das ist bei Christentum Ehebruch. Wieso ist das von Allah in Islam in Paradies erlaubt was in Christentum auf erde Ehebruch ist?
mfg


Allah's Himmel ist nicht vereinbar mit dem Himmel des christlichen Gottes.
Ein verstorbener Christ braucht keine Geschenke mehr - er lebt dafür in der Gegenwart seines Erlösers.

mumi
allmorgenistganzfrischundneudesherrengnadundgrossetreu :comeon:
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon noah » Fr 18. Jul 2008, 10:44

Ashur hat geschrieben:Hi

wieso gibt es in der islamische Himmel bzw. Paradies Viele Engel oder Jungfrauen als Geschenk für die Muslimische Männer ?
Das ist bei Christentum Ehebruch. Wieso ist das von Allah in Islam in Paradies erlaubt was in Christentum auf erde Ehebruch ist?
mfg


Engel als Geschenk für die Muslimische Männer ?
Meinst du das engeln weiblich sind oder was?

149. Nun frage sie, ob dein Herr Töchter hat, während sie Söhne
haben. (QS. 37:149)
50. Oder haben Wir etwa die Engel weiblich erschaffen, während sie
zugegen waren? (QS. 37:150)
151. Es ist bloß ihre eigene Lüge, wenn sie sagen (QS. 37:151)

Ich habe schon etwas über Paradis geschrieben auch über das Wort HUR.
ıst aber wohl inzwischen gelöscht.
kann ich nicht mehr finden.

Hier in Kürze.
das Wort Hur ist nötr.
Du kannst ja arabisch.

In Paradis gibt es Gilmanen.(manlich)

24. und sie werden von ihren Jünglingen bedient, als ob sie
wohlverwahrte Perlen wären. (QS. 52:24)

In paradis gibts es auch Vildanen.


Zuerst die Vordersten:
10. Und (in) die Vordersten - (sie) werden die Vordersten sein. (QS.
56:10)
11. Das sind die, die Allah nahe sein werden (QS. 56:11)
12. in den Gärten der Wonne. (QS. 56:12)
13. (Dies sind) eine große Schar der Früheren (QS. 56:13)
14. und einige wenige der Späteren. (QS. 56:14)
15. Auf Polstern, die mit Gold durchwoben sind (QS. 56:15)
16. lehnen (sie) auf diesen einander gegenüber. (QS. 56:16)
17. Bedient werden sie von Jünglingen, die nicht altern (QS. 56:17)
18. mit Bechern und Krü gen aus einer fließenden Quelle. (QS. 56:18)

Jünglingen sind veldanun..

19. Keinen Kopfschmerz werden sie davon bekommen, noch werden
sie das Bewußtsein verlieren. (QS. 56:19)
20. Und Früchte, die sie sich wünschen (QS. 56:20)
21. und Fleisch vom Geflügel, das sie begehren (QS. 56:21)
22. und Huris (QS. 56:22)
23. wohlbehüteten Perlen gleich (QS. 56:23)
24. (werden sie erhalten) als Belohnung für das, was sie zu tun
pflegten. (QS. 56:24)
25. Sie werden dort weder leeres Gerede noch Anschuldigung der
Sünde hören (QS. 56:25)
26. nur das Wort: "Frieden, Frieden!" (QS. 56:26)



Rassoul hat das Woırt huris so gelassen wie es ist.


Nacher kommen die rechten:

27. Und die zur Rechten - was (wißt ihr) von denen, die zur Rechten
sein werden? (QS. 56:27)
28. (Sie werden) unter dornlosen Lotusbäumen (sein) (QS. 56:28)
29. und gebüschelten Bananen (QS. 56:29)
30. und endlosem Schatten (QS. 56:30)
31. bei fließendem Wasser (QS. 56:31)
32. und vielen Früchten (QS. 56:32)
33. die weder zu Ende gehen, noch für verboten erklärt werden (QS.
56:33)
34. und auf erhöhten Ruhekissen. (QS. 56:34)
35. Wir haben sie (die Huris) in herrlicher Schöpfung gestaltet (QS.
56:35)
36. und sie zu Jungfrauen gemacht (QS. 56:36)
37. zu liebevollen Altersgenossinnen (QS. 56:37)
38. derer zur Rechten. (QS. 56:38)
39. (Dies sind) eine große Schar der Früheren (QS. 56:39)
40. und eine große Schar der Späteren. (QS. 56:40)

Rassoul hat hier in Klammer huris geschrieben.
In Koran ist aber das Wort huris in diesem Vers nicht gechrieben.
Die rechten bekommen die Huris nicht.
Nochmal das Wort Hur ist nötr.
Wie du weist pluralform wird in arabisch feminin bezeichnet.


8. Unser Herr, und laß sie eintreten in das Paradies von Eden, das Du
ihnen verheißen hast, wie auch jenen ihrer Väter und ihrer Frauen und
ihrer Kinder,
die rechtschaffen sind. Gewiß, Du bist der Erhabene, der
Allweise. (QS. 40:8)


was in Christentum auf erde Ehebruch ist


Lies dann nochmal wie jesus den Juden antwortete,als sie fragten ,welche der Brüdern die frau als sein Frau im Paradis haben wird.

gruss
noah
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon noah » Fr 18. Jul 2008, 10:54

veritas hat geschrieben:[23,10] (Gläubige sind:) ...die ihre Gebete zur bestimmten Zeit beachten...

[23,11] Diese werden die Erben sein,...

[23,12] ...welche das Paradies erben und ewig darin bleiben.

Der Muslim unterscheidet sich von allen anderen Religionsangehörigen dadurch, dass er verpflichtet ist, fünfmal am Tag Richtung Mekka zu beten. Der Erbvers: Allein des Moslems gehört die Erde und alles, was auf ihr ist. Das Gesetz Gottes muss so ausgelegt werden, dass alle Menschen, die den Islam nicht annehmen, sich den herrschenden Islamvölkern unterzuordnen haben. Dieses Erbschaftsrecht erstreckt sich sogar bis in den Himmel: Kein Jude, kein Christ darf Zutritt zum Himmel haben - das Paradies ist allein für die Moslems bestimmt.


Du schreibst Verse von Koran und nacgher schreibst du etwas welche aber mit diesen versen nichts zu tun hat.

Du schreisbt falsche sachen,als ob du es wissen könntest.

69. Jene, die geglaubt haben, und die Juden und die Sabäer und die
Christen
wer an Allah glaubt und gute Werke tut , keine Furcht soll
über sie kommen, noch sollen sie traurig sein. (QS. 5:69)

Nicht vergessen Jesus sprach aremisch und betete Gott mit Wort Alah an.


116. Wahrlich, Allah wird es nicht vergeben, daß Ihm Götter zur Seite
gestellt werden: doch Er vergibt, was geringer ist als dies, wem Er
will.
Und wer Allah Götter zur Seite stellt, der ist in der Tat weit
irregegangen. (QS. 4:116)

gruss
noah
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon noah » Fr 18. Jul 2008, 10:57

veritas hat geschrieben:
james88 hat geschrieben:Du meinst mit der Harfe "Halleluja" singen?



Halleluja:

In deutsch richtig geschrieben:

Allah höher.
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Re: Was hat Allah mit Jawe zu tun?

Beitragvon Valerius » Fr 18. Jul 2008, 12:15

SunFox hat geschrieben:Meine Antwort auf die Threadfrage:

Nichts!

Viele Grüße von SunFox


Ich kann mich Sunfox nur anschliessen. Allah war in persischer Zeit einer unter vielen Göttern, Mohammed erhob ihn dann zum monotheistischen Schöpfergott, weil eine neue Religion ihm bei seinen Feldzügen gelegen kam. Daraus erklärt sich das gewalttätige Bild dieses Gottes, das er heute noch trägt.
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Re: Was hat Allah mit Jawe zu tun?

Beitragvon pirate23 » Fr 18. Jul 2008, 12:33

Valerius hat geschrieben:Allah war in persischer Zeit einer unter vielen Göttern, Mohammed erhob ihn dann zum monotheistischen Schöpfergott

Selbst wenn alle arabischen sprechenden Menschen plötzlich zum einzig wahren Glauben konvertieren würden, würden sie für "Gott" trotzdem weiter "allah" sagen, die haben nämlich gar kein anderes Wort dafür. Deshalb verstehe ich euer Problem nicht - wenn die Hebräer "elohim" sagen, dann stört das doch auch keinen...
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon james88 » Fr 18. Jul 2008, 14:33

Lieber Valerius
Da muss ich schon etwas schmunzeln!
Mohammed engagierte einen von vielen Göttern zum Gott der Muslime? Das mag sein, denn er ist in guter Gesellschaft. Wer ein paar Takte hebräisch kann irritiert sich an der seltsamen Pluralform „Elohim“.
In 2. Mose 16:6-10, opfert Aaron zwei Böcke, einen an Gott, der zweiten an Asazel. Weiter lesen wir von Brandopfern bei der Landnahme der Israeliten: 2. Könige 3:26-2. der König der Moabiter ist mit dem Menschenopfer (sein eigener Sohn) erfolgreicher als die Israeliten mit ihren Opfern. Daher scheitert eine Militäroperation der Israeliten und sie ziehen ab…
Die Christen des nahen Ostens nennen ihren Gott Allah und machen sich wirklich keine Sorgen darüber, ob sich nun der Richtige angesprochen fühlt.

Ich bleibe dabei, tun wir unseren Job, ermöglichen wir ein Miteinander, wenden wir Menschenliebe an, verhindern wir Konflikte und Töten.
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon Valerius » Fr 18. Jul 2008, 16:00

james88 hat geschrieben:Lieber Valerius
Da muss ich schon etwas schmunzeln!


Etwas scheint aber schon dran zu sein: http://de.wikipedia.org/wiki/Satanische_Verse
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon james88 » Fr 18. Jul 2008, 19:30

Lieber Valerius
Ich freue mich, über Dein Interesse für die Satanischen Verse von Salman Rushdie und hoffe, dass Du sie nicht nur von Wikipedia kennst. In meinem Regal steht die Ausgabe des Verlages „Artikel19“, welcher nur zum Zweck der Publikation dieses Buches im Deutschen Raum gegründet wurde, weil kein „ordentlicher“ Verlag aufgrund der Fatwa und dem Risiko von Anschlägen, den Mut zur Publikation des Buches aufbringen mochte.

Dies war ein Akt des Verteidigens von Rechten wie sie in einem Rechtstaat üblich sind, eine Gute Sache. Das Recht auf freie Meinungsäusserung ist unverzichtbar. Salman Rushdie ist ein Literat, ihm steht es zu, die Dinge darzustellen wie er sie sieht, vielleicht hat er sogar Recht.

Hallo „Veritas“, auch Du trägst heute zu meiner Erheiterung bei. Noah (vielen Dank!) ist mir mit seiner Bemerkung zuvor gekommen. Nimm das Wort Hallelujah auseinander und siehe was es genau bedeutet, welche Wortstämme und welche Gemeinsamkeiten da in verschiedenen Sprachen des Nahen Ostens anklingen...

In diesem Sinne packe ich vielleicht meine Harfe und rufe Hallelujah.
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon Grasy » Sa 19. Jul 2008, 00:27

james88 hat geschrieben:Lieber Valerius
In 2. Mose 16:6-10, opfert Aaron

2. Könige 3:26-2. der König der Moabiter ist mit dem Menschenopfer (sein eigener Sohn) erfolgreicher


Und was hat das hier zu suchen? :? - Mal davon abgesehen daß die Quellangaben z.T. falsch sind, sind auch deine Auslegungen ziemlich zweifelhaft bis falsch und überdies ohne wesentlich zum Thema "Was hat Allah mit Jahwe zu tun?" beizutragen.


Mfg,
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon james88 » Sa 19. Jul 2008, 01:25

Lieber Grasy,
Eine etwas ausführliche Replik wäre schon angebracht...
Ich sehe mich durch blosse Behauptungen nicht widerlegt.
Freundliche Grüsse
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon Enrico01 » Di 12. Aug 2008, 05:13

Hm...was sie gemeinsam haben ?

Habe hier ein sehr schönes online Videointerview gefunden von einem ehemahligen Muslime der zum Christentum konventiert ist.
Er zeigt darin klar die Gemeinsamkeiten auf:

http://www.ced24.com/tv/nassim_neu.php

Schon sehr interessant, er wollte ursprünglich sogar für den Islam sterben in einem Selbstmordattentat, ist dann aber zum Christentum eben konvetiert.
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon nic » Di 12. Aug 2008, 20:51

Enrico01 hat geschrieben:Hm...was sie gemeinsam haben ?

Habe hier ein sehr schönes online Videointerview gefunden von einem ehemahligen Muslime der zum Christentum konventiert ist.
Er zeigt darin klar die Gemeinsamkeiten auf:

http://www.ced24.com/tv/nassim_neu.php

Schon sehr interessant, er wollte ursprünglich sogar für den Islam sterben in einem Selbstmordattentat, ist dann aber zum Christentum eben konvetiert.

Noch viel interessanter finde ich, dass es solche Videos auch ueber Christen und Juden gibt, die zum Islam konvertiert sind, und ueber Christen und Moslems, die zum Judentum konvertiert sind.
Waere interessant, da mal Statistiken zu erstellen, um zu sehen, wer unterm Strich gewinnt *g*.
Oder vielleicht auch nicht.
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon Psalm150 » Di 12. Aug 2008, 23:14

nic hat geschrieben:Noch viel interessanter finde ich, dass es solche Videos auch ueber Christen und Juden gibt, die zum Islam konvertiert sind, und ueber Christen und Moslems, die zum Judentum konvertiert sind.
Waere interessant, da mal Statistiken zu erstellen, um zu sehen, wer unterm Strich gewinnt *g*.
Oder vielleicht auch nicht.

Nun, wie glaubwürdig können Statistiken sein, wenn das Konvertieren vom Islam aus eine riskante Sache ist, weil es nicht unüblich ist, dass der "Konvertierer" ermordet wird?
MfG & GBU
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Re: Was hat Allah mit Jawe zu tun?

Beitragvon Lambert » Di 28. Okt 2008, 10:05

Matoser hat geschrieben:Hi,

im Koran steht doch glaub ich auch was über Jesus,
z.b auch über ein Jesuswunder, bei dem er aus lehm oder erde 2 Vögel erschaffen hat.

Leider kenne ich den Koran nicht, mich würde auch mal interessieren, was der Koran noch so über Jesus berichtet.
Es soll was über Maria drinstehen, und ich glaub, dass es auch Propheten aus dem AT im Koran gibt oder?

Vielleicht Jesaja. Mal sehen ob es jemanden hier gibt, der den Koran kennt.



Ja lieber Matoser zum teil hast Du schon recht, aber das biblische Verständnis von „Erlösung“ gibt es im Koran nicht. Der Koran leugnet die Gottessohneschaft gänzlich. Aber es ist die zentrale Botschaft, denn ohne diese Aussage ist Jesus einer von vielen Botschaften in der Welt


Herzliche Grüsse, Andreas
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon lionne » So 8. Mär 2009, 18:27

Interessanter Bericht, den ich euch nicht vorenthalten möchte:
Sind der Islam und das Christentum kompatibel? Manche behaupten, dass sie zwei Seiten der gleichen Münze darstellen: man weist darauf hin, dass Allah Gott bedeutet und will die grundsätzliche Gleichheit zwischen den verschiedenen Religionen glaubhaft machen. Die Gebildeteren sprechen von einer „transzendentalen Einheit der Religionen“, gemäss welcher jeder Glaube zum Heil führen würde, weshalb man sich vor einer Ausbreitung des Islams in Europa nicht zu fürchten brauche. :roll:

Sind aber Christentum und Islam wirklich so ähnlich? Dieser Frage geht das Heft „Quaderno del Timone“ (Silvia Scaranari: Islam. Elementi per un confronto, I quaderni del Timone) nach und liefert eine Gegenüberstellung. Das Heft ist ein interessanter und präziser Führer durch die Religion Mohammeds. Es wird eingeleitet durch eine synthetische Darstellung der Geschichte des Islams sowie den anthropologischen Hintergrund, geht dann zu einer Parallele zum Christentum über, um schliesslich das Problem der Beziehungen zwischen den beiden Religionen aufzuzeigen.

Das Fazit: Tatsächlich überwiegen bei der Gegenüberstellung die Verschiedenheiten, und nicht die Ähnlichkeiten: Das Konzept von Gott ist unterscheidet sich völlig (einheitlich und unflexibel im Islam, im Christentum der Eine und Dreifaltige Gott voller unendlicher Liebe und als der Logos). Jesus ist im Islam nur ein Prophet und sicher nicht Gottes Sohn, und Maria ist einfach ein Beispiel für eine gute Gläubige. (P.S. Das ist sie auch für mich persönlich, nichts mehr und nichts weniger......)

Ein grundsätzlicher Punkt, der oft vergessen wird, ist, dass der Islam sich nicht einfach als Religion definiert, sondern als die Synthese der Religion: Gesellschaft und Staat. Konsequenterweise trachtet er danach, alle Lebensbereiche dem göttlichen Auftrag zu unterwerfen (von der Wiege bis zur Bahre...)

Unter diesen Voraussetzungen, so meint Scaranari, müsse sich der Christ, auch wenn er zum Nächsten positiv eingestellt sein sollte, wer dieser auch immer sei, v.a. vor dem Relativismus hüten („Es gibt so viele Religionen, alle führen gleicherweise zu Gott, deshalb ist es egal, welche man wählt.“) und den Dialog vermeiden, es sei denn, dieser werde folgendermassen angekündigt: Ja, wir wollen den Dialog, dabei wollen wir aber nicht vergessen, dem anderen die Wahrheit zu verkündigen, d.h. Christus. Dies sei die Pflicht des Christen.

Sich nicht als Untergeordnete oder Gläubige des gleichen Gottes zu geben, ist ein unentbehrliches Verhalten, ganz besonders gegenüber Muslimen, die es gewohnt sind, die angebotene Hand als Zeichen der Unterlegenheit zu betrachten.

Quelle: Correspondenza romana No. 1080 (vom 21.02.09)
Übersetzung: Zukunft CH

:lesen: Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Joh 14,6)

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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon wahrheit48 » So 8. Mär 2009, 19:57

lionne hat geschrieben:

Sich nicht als Untergeordnete oder Gläubige des gleichen Gottes zu geben, ist ein unentbehrliches Verhalten, ganz besonders gegenüber Muslimen, die es gewohnt sind, die angebotene Hand als Zeichen der Unterlegenheit zu betrachten.

Quelle: Correspondenza romana No. 1080 (vom 21.02.09)
Übersetzung: Zukunft CH

:lesen: Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Joh 14,6)

lionne

Hallo lionne,
das werden einige nicht sehr erfreut zur Kenntnis nehmen ;) , wo die Toleranz doch sooooo wichtig geworden ist, nicht erst seit in der Schweiz über Minarette diskutiert wird.
Eine Einführung zum Islam aus christlicher Sicht bietet m.E. auch das Buch: "Basiswissen Islam" von Dr. Andreas Maurer, wissensch. Leiter von IfI-Schweiz.
Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren gehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.(1.Ko.1,18)
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon lionne » So 8. Mär 2009, 22:07

wahrheit48 hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:
Sich nicht als Untergeordnete oder Gläubige des gleichen Gottes zu geben, ist ein unentbehrliches Verhalten, ganz besonders gegenüber Muslimen, die es gewohnt sind, die angebotene Hand als Zeichen der Unterlegenheit zu betrachten.

Quelle: Correspondenza romana No. 1080 (vom 21.02.09)
Übersetzung: Zukunft CH

:lesen: Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich. (Joh 14,6)

lionne

Hallo lionne,
das werden einige nicht sehr erfreut zur Kenntnis nehmen ;) , wo die Toleranz doch sooooo wichtig geworden ist, nicht erst seit in der Schweiz über Minarette diskutiert wird.


Ja, das ist anzunehmen. Wo wir doch in einer Zeit leben, wo Toleranz soooo gross geschrieben wird und - wie du richtig schreibst - nicht erst seit in der CH über Minarette diskutiert wird. Heute wird viel von Toleranzkultur und Erziehung zur Toleranz gesprochen. Toleranz scheint fast selbst schon zu einer Religion geworden zu sein.

Ich erachte es als sehr "ungesund", zu tolerant (gegenüber dem Islam) zu sein! Ich würde eher meinen, wir sollten gegenüber dem Islam 'sehr intolerant' sein: ich persönlich kann nicht tolerant gegenüber einer Ideologie sein, die mich als Frau als zweitklassiges Wesen ansieht, die meine Würde als Frau mit Füssen tritt, u.v.m.

Nächste Frage: Was heisst das überhaupt: "Tolerant sein"?
Wenn wir immer nur 'tolerant' sind, was sind wir dann schlussendlich noch?
Hier ein Zitat von Henryk M. Broder diesbezüglich: "Toleranz steht auf dem Paravent, hinter dem sich Bequemlichkeit, Faulheit und Feigheit verstecken. Toleranz ist die preiswerte Alternative zum aufrechten Gang, der zwar gepredigt, aber nicht praktiziert wird." Treffende Worte, würde ich meinen.

Da stellt sich dann für mich auch unweigerlich die Frage: Wo ist die Grenze der Toleranz? Was darf eine liberale, tolerante Demokratie zulassen und was muss sie verbieten?

Es ist m.E. eine grosse Herausforderung (als Mensch und speziell als Christ), dem Islam gegenüber klar Stellung zu beziehen. Wenn wir als Christen daran glauben, dass Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, also dass den Menschen allein durch den Namen Jesu, des Messias, Heil, Rettung und Frieden widerfahren kann, ist es lieblos und verantwortungslos, die Moslems sich allein zu überlassen, indem wir Toleranz und Gleichgültigkeit bekunden und ihnen dadurch die Frohe Botschaft vorenthalten. Auf jeden Fall können wir durch eine konsequente, klare Haltung nur gewinnen: Denn eine der wichtigsten Bedingungen für einen Dialog (mit dem Islam) ist, sich seiner Identität klar bewusst zu sein. Dadurch wächst auch der Respekt!

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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon parepidimos » Do 12. Mär 2009, 18:24

Lionne, ich sehe nicht viel, was an deiner Analyse direkt falsch waere. Aber sie hinkt meiner Meinung nach in einem entscheidenden Punkt: Du differenzierst nicht zwischen Islam als Ideologie, Islam als Kultur, Islam als Religion und Islam als persoenlichem Glauben. Gerade weil "Islam" derart umfassend verstanden werden kann sind diese Unterscheidungen aber unabdingbar, um zu brauchbaren Antworten zu kommen. Beispiel Toleranz: Toleranz ist die einzige Art, um in einer pluralistischen Gesellschaft mit Religion umzugehen. Im persoenlichen Glauben ist sie jedoch voellig fehl am Platz - ich kann nicht widerspruechliche Dinge gleichzeitig fuer wahr halten. Ebenso gilt es, die Frage der ideologischen Konfrontation von der Frage der persoenlichen Beziehung zu trennen. Wenn du sagst dass es wichtig sei, Muslimen gegenueber "klar" zu sein, so ist eben nicht klar, von welcher Ebene du sprichst. Wenn es dir um persoenliche Evangelisation geht, dann bezweifle ich, dass du sehr weit kommst, wenn du im Interesse der "Klarheit" gleich vorweg allem widersprichst, was von deinem Gegenueber fuer wahr und teuer gehalten wird. Warum nicht wie Paulus auf dem Aeropag an das anknuepfen, was an Wahrem bereits vorhanden ist im Islam? Das ist naemlich bereits ziemlich viel, wenn man etwas genauer hinschaut. Und daraus ergibt sich auch meine Antwort auf die Thread-Frage.
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon Grasy » Fr 13. Mär 2009, 22:20

parepidimos hat geschrieben:Warum nicht wie Paulus auf dem Aeropag an das anknuepfen, was an Wahrem bereits vorhanden ist im Islam? Das ist naemlich bereits ziemlich viel, wenn man etwas genauer hinschaut. Und daraus ergibt sich auch meine Antwort auf die Thread-Frage.


Danke für's teilen deiner Gedanken. Finde ich recht interessant was du da schreibst. :)

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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon lionne » Sa 14. Mär 2009, 13:51

parepidimos, es war erfrischend mal einen konstruktiven Beitrag zum Thema lesen zu können. Es trifft zu, dass ich nicht differenziere zwischen Islam als Ideologie, Islam als Kultur, Islam als Religion und Islam als persönlichen Glauben. Der Islam ist nicht allein eine Religion, sondern zugleich ein in sich geschlossenes rechtlich-politisches Wertesystem; eine Trennung von Religion und Staat ist deshalb nach islamischem Verständnis nicht vorgesehen. (Vergleiche dazu Erdogan: "Islam ist Islam")

Die Grundlagen: Er gründet auf dem Koran, der für die Gläubigen das unverfälschte Wort ist und als Primärquelle dieser Religion gilt. Zweite Erkenntnisquelle neben dem Koran sind die Worte und Handlungen (Sunna) des Propheten Mohammed, dem „Gesandte Gottes und "Siegel der Propheten" (Sure 33:40). Ein Muslim, der sich nicht an Koran und Sunna hält, ist im Kern nicht mehr muslimisch.

Der Islam ist über Religion und rechtlich-politisches Wertesystem hinaus auch Träger einer Kultur (Kulturkreis). Der Islam ist ein "all inklusiv"-Angebot. Und dazu gehört auch die Scharia. Man kann die Scharia nicht ausklammern, wenn man vom Islam spricht. Die Scharia ist das islamische Recht, das alle (!!) Bereiche des Lebens umfasst und nach göttlichen, unveränderbaren Regeln ordnet. Diese Regeln wurden vor allem in der frühen Abbasidenzeit schriftlich fixiert und bilden auch heute noch die Grundlage des islamischen Rechts. Die konkrete Anwendung geschieht durch Fatwas, religiöse Gutachten oder Lehrentscheidung, die von Religionsgelehrten (Muftis) aufgrund der Interpretation von Koran und Sunna nach traditionellen Regeln (usul al-fiqh) getroffen werden.
Es gibt Fatwas aus allen Bereichen des Lebens. Ehe-, Kauf-, Vertrags- und Strafrecht, sowie die Beziehungen zu der nichtmuslimischen Welt werden geregelt. Die Scharia darf aber nicht als kodifiziertes Recht verstanden werden, obwohl es auch Bemühungen zur Kodifizierungen gab. Wann immer deshalb von der „Einführung der Scharia“ als Rechtssystem gesprochen wird, handelt es sich nur um Teile der Scharia. Seit der Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam 1990 soll die Scharia wieder Basis der Gesetzgebung in allen islamischen Ländern sein. Die praktische Umsetzung ist jedoch sehr unterschiedlich. In Tunesien beschränkt sich die Umsetzung nur auf das Zivilrecht, in Saudi-Arabien und Sudan hingegen kommt sie vollständig zur Geltung. Die Scharia kennt prinzipiell keine Gleichheit zwischen Muslimen und Nichtmuslimen.
In Saudi-Arabien, im Sudan, im Iran, in Somalia und Teilen Pakistans) gilt die Scharia so gut wie uneingeschränkt. In Aegypten, Jordanien, Indonsien, Marokko und vielen weiteren Staaten wird die Scharia teilweise praktiziert, etwa das Verbot der Heirat einer Muslimin mit einem Nichtmuslim oder die Erlaubnis zur Polygynie nach islamischen Regeln. Allerdings sieht in vielen Staaten die soziale Realität in Teilen der Gesellschaft so aus, dass die Scharia weiterhin in den meisten Bereichen Geltung hat. So existiert z. B. die offiziell nicht anerkannte Polygynie in der Türkei in ländlichen Gebieten und wird regelmässig amnestiert. In manchen Staaten gibt es neben einer auf der Scharia basierten Rechtsprechung für Muslime auch eine säkulare Rechtsprechung für Nichtmuslime (z. B. in Nigeria).
In einigen islamischen Ländern (z.B. Saudi-Arabien, Sudan, Iran, Nigeria) kommen besonders drakonische Strafen zur Anwendung, wie z.B. das öffentliche Abtrennen von Gliedmassen oder öffentliche Steinigung, z.B. für Diebstahl oder Ehebruch. Diese äusserst zweifelhaften Methoden werden international heftig kritisiert. Auch innerhalb der Islamischen Gemeinschaft wird Kritik daran geäussert, allerdings nicht, weil die Strafen an sich gegen die Menschenrechte verstossen, sondern weil bei der Verurteilung der Angeklagten meist die in der Scharia vorgeschriebenen Schutzbedingungen für Angeklagte ausser Acht gelassen werden. In diesem Kontext muss beachtet werden, dass die heutige islamische Rechtsausübung in manchen Ländern den Angeklagten oftmals nur sehr geringen Schutz bietet: Oft kommt es vor, dass die Angeklagten Analphabeten sind und in der Regel keinen Rechtsbeistand erhalten. Die Richter selbst sind oftmals nur dürftig ausgebildet, Urteile werden nicht selten willkürlich ausgesprochen.
Ein Bereich der Scharia, der noch in Sudan und in Mauretanien existiert, ist die Sklaverei.
Die Scharia ist nach Selbstverständnis der Muslime universal gültig und muss nach islamischem Verständnis weltweit durchgesetzt werden. Bestimmte Regeln zur Glaubensausübung, wie Gebet und Wallfahrt, sind jedoch nur für Muslime gültig. Nur im Ehe- und Privatrecht sind Ausnahmen vorgesehen.
Ein Grossteil der Scharia muss nach den Grundsatz al-amr bi'l ma'ruf wa n-nahy 'an al-munkar von allen Muslimen, auch mit Gewalt, durchgesetzt werden. Die klassische Scharia unterteilt sich in eine schiitische und vier sunnitische Rechtsschulen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie im Umfeld von mehrheitlich islamischen Gesellschaften entstanden. Die Diasporasituation von Muslimen fehlt in den klassischen Rechtsschulen und wird erst durch neuere Fatwas zunehmend berücksichtigt. Da es unter islamischen Rechtsgelehrten keinen allgemeinen Konsens gibt, ist es nicht möglich von „der Scharia“ zu sprechen, da es keine einheitliche Scharia gibt. Kritik muss deshalb immer an konkreten Fatwas geübt werden.

Quelle: z.T. aus Wikipedia
Die ganze Abhandlung war jetzt ein bisschen umfangreich. Damit möchte ich zeigen, dass eben der Islam nicht eine "Religion" in dem Sinne ist, wie wir "Religion" allgemein verstehen, sondern eine Gesellschafts- und Werteordnung unveränderlichen Charakters. Ich erachte es als eminent wichtig, über den Islam umfassend informiert zu sein. Es würde den westlichen Kirchenführern, Politikern und Medienmachern wohl anstehen sich mit den Grundlagen des Islam vertraut zu machen und den Versuch zu wagen, den Islam aus islamischem Denken heraus zu verstehen und nicht aus westlich-humanistischen Denkvorgaben.


Toleranz ist - nach unserem Verständnis - die einzige Art, um in einer pluralistischen Gesellschaft mit Religion umzugehen. Das hat ja bis jetzt hier in der Schweiz ganz gut geklappt, würde ich meinen. Wir sind (waren?) ja diesbezüglich geradezu DAS Paradebeispiel mit unseren 4 Sprachen, verschiedenen Kulturen/Kulturregionen etc.: friedliches Zusammenleben von freien Menschen mit unterschiedlichen Ansichten. Das ist nur mit gegenseitiger Toleranz möglich. Diese Toleranz schliesst gewalttätige Intoleranz absolut aus.
Mit dem Islam, der eben keine Religion im eigentlichen Sinn, wenn dann schon, als eine Polit-Religion zu bezeichnen wäre, sind wir mit einer ganz anderen Herausforderung als bisher konfrontiert: Es geht nicht um "Peanuts", es geht um weit mehr! Wenn uns das (angenehme) Leben, der Wohlstand, die Freiheit, die Gerechtigkeit, die Menschenwürde, die Gleichberechtigung (speziell zwischen Mann und Frau), die Solidarität, die Toleranz usw. (noch) etwas bedeutet, ist es an der Zeit, aus dem Tiefschlaf zu erwachen. Es geht nicht um "Angst" und "Hass", das ist ein langsam aber sicher abgedroschenes Cliché. Es geht um "Verantwortung" und "Standfestigkeit". Unsere Geschichte (der Schweiz) zeigt, dass wir uns nicht von "fremden Mächten/Herren" unterdrücken liessen/lassen; es wäre an der Zeit, dass diese Eigenschaft (der Urschweizer) im Volk vermehrt wieder erwacht! Ich bin absolut nicht gegen Veränderung - Veränderung ist nötig, sonst wären wir immer noch in den Höhlen!
Jedoch ist es nötig, Veränderungen zu erkennen, zu analysieren und die nötigen Erkenntnisse daraus zu ziehen und entsprechende Strategien zu entwickeln, die das Wohl der gesamten Gesellschaft garantieren sollen. So macht es jede Unternehmung, so muss auch der Staat handeln! Und nicht wie es heute viele Personen in öffentlicher Verantwortung tun: Gefahren verschweigen, schönreden, aus Angst, sie könnten die politische Korrektheit verletzen und aus Gier nach Wählerstimmen und Macht/Geld.

Es versteht sich von selbst, dass Toleranz im persönlichen Glauben fehl am Platz ist (Ihr könnt nicht zugleich den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der bösen Geister; ihr könnt nicht zugleich am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der bösen Geister - 1.Kor 10,21).

Wenn es um persönliche Evangelisation geht, stimme ich dir absolut zu, dass man/frau nicht mit der Türe ist Haus fallen kann und alles was dem Gegenüber seit Geburt wahr und teuer ist/war, abtun; dadurch wird jede Möglichkeit des Gesprächs schon im Vornherein abgemurkst und die Fronten werden nur verhärtet. Da gilt es an Verbindendes anzuknüpfen und den Heiligen Geist wirken zu lassen. (Gott will, dass, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen -1 Tim 2,4).

Gesegneten Sonntag,
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon parepidimos » Sa 14. Mär 2009, 19:56

Lionne, das umfassende Selbstverstaendnis des Islams ist hinlaenglich bekannt und bedarf nicht weiterer "Beweise". Aber dieser Islam ist eben ein theoretisches Gebilde, welches von keinem Muslim in "Reinform" vertreten wird. Es kann vielleicht hilfreich sein, einen Muslim besser zu verstehen, oder die politischen Befindlichkeiten dieser oder jener muslimischen Gemeinschaft zu erklaeren. Aber in der Praxis kommt er nicht vor und es ist meiner Meinung nach nicht nur ein fataler Fehler, dieses Verstaendnis stillschweigend vorauszusetzen, sondern es ist auch irgendwie ueberheblich - so aehnlich wie die Leute, die hier regelmaessig ins Forum platzen und zu wissen meinen, wie alle Christen funktionieren. Zwischen dem Islam eines algerischen Beduinen, eines saekularen Businessman in Istanbul, eines uigurischen Ziegenhirten oder eines Rechtsanwaltes in Peshawar liegen nunmal Welten. Keine einzige dieser Personen versteht den Islam als eine pan-arabische Ideologie, sie alle koennen den Koran nicht lesen und haben nur eine vage Idee (wenn ueberhaupt) von dessen Inhalt. Diese Art Muslim ist die Mehrheit des weltweiten Islam. Eigentlich ist das eine gute Nachricht, und es waere unweise, diesen Menschen zu verkuenden sie seien keine "rechten" Muslime. Aber genau dies tust du mit deinen Darstellungen implizit, und bringst so Wasser auf die Muehlen der islamischen Scharfmacher (zB. die Wahabis). Ich nehme nicht an, dass das in deinem (oder irgendwessen) Interesse ist.
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon Naqual » Sa 14. Mär 2009, 20:11

Hallo Lionne,

ich stimme Parapidimos aus vollem Herzen zu, dass man es differenzierter betrachten muss.
Die Scharia z.B. wird in etlichen muslimischen Ländern überhaupt nicht angewandt (was zu erheblichen internen Konflikten mit den muslimischen Hardlinern führt).
Wichtig auch: die Muslimen, die in der westlichen Welt leben, die Vorzüge von Toleranz und Demokratie, sowie Trennung von Staat und Kirche, konkret erlebt haben und können. Die meisten von diesen haben hierüber viel gelernt und haben einen anderen Zugang als so mancher Muslim, z.B. in Saudi-Arabien. (Auch wir in Europa haben dies erst lernen müssen: aber, das ist das gute, wir haben es ja gelernt! Zumindest im großen und ganzen)

Mit Pauschalurteilen gewinnen wir keinen Weg, der eine Verbesserung begründen könnte. Wir sollten aber die Kräfte im Islam berücksichtigen, die auf dem richtigen Weg sind und diese nicht "verätzen" und eben nicht rein schon über die Sprach- bzw. Wortwahl diffamieren.
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon noah » Sa 14. Mär 2009, 21:37

parepidimos hat geschrieben: Zwischen dem Islam eines algerischen Beduinen, eines saekularen Businessman in Istanbul, eines uigurischen Ziegenhirten oder eines Rechtsanwaltes in Peshawar liegen nunmal Welten. Keine einzige dieser Personen versteht den Islam als eine pan-arabische Ideologie, sie alle koennen den Koran nicht lesen und haben nur eine vage Idee (wenn ueberhaupt) von dessen Inhalt. Diese Art Muslim ist die Mehrheit des weltweiten Islam. Eigentlich ist das eine gute Nachricht, und es waere unweise, diesen Menschen zu verkuenden sie seien keine "rechten" Muslime. Aber genau dies tust du mit deinen Darstellungen implizit, und bringst so Wasser auf die Muehlen der islamischen Scharfmacher (zB. die Wahabis). Ich nehme nicht an, dass das in deinem (oder irgendwessen) Interesse ist.


wenn ein algerischer Beduinen unalphabet ist,klar dass er den Koran nicht lesen kann ,so wie wenn der uigurischer Ziegenhirten,der auch unalphabet ist.
ein saekularer Businessman in Istanbul kann doch den Koran lesen,so wie der Rechtsanwalt in Peshawar.
So weit so klar ...
Was noch falsches verbreitest ist das, in dem du sagst es ist eine gute Nachricht,dass sie alle nicht koran lesen können( oder nicht gelesen haben).
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon lionne » So 15. Mär 2009, 11:01

parepidimos hat geschrieben:Lionne, das umfassende Selbstverstaendnis des Islams ist hinlaenglich bekannt und bedarf nicht weiterer "Beweise". Aber dieser Islam ist eben ein theoretisches Gebilde, welches von keinem Muslim in "Reinform" vertreten wird. Es kann vielleicht hilfreich sein, einen Muslim besser zu verstehen, oder die politischen Befindlichkeiten dieser oder jener muslimischen Gemeinschaft zu erklaeren. Aber in der Praxis kommt er nicht vor und es ist meiner Meinung nach nicht nur ein fataler Fehler, dieses Verstaendnis stillschweigend vorauszusetzen, sondern es ist auch irgendwie ueberheblich - so aehnlich wie die Leute, die hier regelmaessig ins Forum platzen und zu wissen meinen, wie alle Christen funktionieren. Zwischen dem Islam eines algerischen Beduinen, eines saekularen Businessman in Istanbul, eines uigurischen Ziegenhirten oder eines Rechtsanwaltes in Peshawar liegen nunmal Welten. Keine einzige dieser Personen versteht den Islam als eine pan-arabische Ideologie, sie alle koennen den Koran nicht lesen und haben nur eine vage Idee (wenn ueberhaupt) von dessen Inhalt. Diese Art Muslim ist die Mehrheit des weltweiten Islam. Eigentlich ist das eine gute Nachricht, und es waere unweise, diesen Menschen zu verkuenden sie seien keine "rechten" Muslime. Aber genau dies tust du mit deinen Darstellungen implizit, und bringst so Wasser auf die Muehlen der islamischen Scharfmacher (zB. die Wahabis). Ich nehme nicht an, dass das in deinem (oder irgendwessen) Interesse ist.


Ich sehe es etwas anders: das Verständnis des Islam ist m. E. (unter uns Nicht-Muslimen) nicht hinlänglich bekannt. Der Islam kann nie und nimmer als "theoretisches Gebilde" betrachtet werden; der alltäglich, real existierende Islam (und seine extremen Auswüchse) kann nicht einfach ausgeblendet werden. Willkommen in der Realität!!
Zwischen dem Islam des algerischen Beduinen, eines gläubigen Businessman aus Istanbul, des Kepabverkäufers in Berlin oder in Lausanne und eines Rechtsanwalts in Indonesien liegen Welten, das ist auch mir klar. Was aber von vielen grosszügig ausgeblendet wird, ist die Tatsache, dass sich jeder dieser Personen bei seinem Glauben auf den Koran und die Sunna stützt. Der Koran ist für die Gläubigen (ob nun in Marokko, in Pakistan, oder in x-wo) das "unverfälschte Wort Gottes". Zweite Erkenntnisquelle neben dem Koran sind, wie gesagt, die Worte und Handlungen (Sunna) des Propheten Mohammed, dem „Gesandte Gottes" und "Siegel der Propheten" (Sure 33:40). Das Leben von Mohammed hat für die gläubigen Muslime (weltweit) immer noch Vorbildfunktion und erfüllt sie mit Stolz. Ein Muslim, der sich nicht an Koran und Sunna hält, ist im Kern nicht mehr muslimisch.

Ich weiss zwar nicht voher du so genau wissen willst, wie ein Muslim, eine Muslima denkt, ich glaube aber, dass du da doch einige Fehler begehst und zu sehr nach westlich-humanistischen Denkvorgaben vorgehst. Sag' doch du einem gläubigen Muslim mal, er sei kein "richtiger Muslim" nur weil er nicht lesen kann und somit nur eine vage Idee vom Inhalt des Koran und der Lehre Mohammeds habe! Bei deinen Ueberlegungen hast du das Ummah-Verständnis der Moslems total ausgeschaltet.

Ich bin nicht der Meinung, dass ich persönlich "Wasser auf die Mühlen der islamischen Scharfmacher" bringe; erstens schreibe ich hier in diesem Forum vor allem für Menschen unseres Kulturkreises. Ich bin hier nicht auf einem Moslem-Forum, sondern auf einem sogenannten christlichen Forum. Zweitens bin ich voll überzeugt, dass die Scharfmacher (z.B. die Wahabis) nicht auf meine Unterstützung angewiesen sind bei der Verbreitung ihrer Scharfmacher-Ideen bzw. bei der Manipulation der islam. Massen.

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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon parepidimos » So 15. Mär 2009, 18:06

noah hat geschrieben:wenn ein algerischer Beduinen unalphabet ist,klar dass er den Koran nicht lesen kann ,so wie wenn der uigurischer Ziegenhirten,der auch unalphabet ist.

Das Problem ist nicht, dass diese Menschen "Unalphabeten" sind, sondern dass sie Arabisch weder verstehen, geschweige denn sprechen koennen. Der Koran selber macht es klar, dass nur der Koran auf Arabisch der echte Koran ist. Dies fuehrt zu einer Zweiklassengesellschaft innerhalb des Islam - arabischsprechende und -staemmige Muslime (soweit ich weiss die Minderheit), welche fuer sich die religioese und kulturelle Orthodoxie beanspruchen, und alle anderen.

Was noch falsches verbreitest ist das, in dem du sagst es ist eine gute Nachricht,dass sie alle nicht koran lesen können( oder nicht gelesen haben).

Die gute Nachricht ist, dass Gottes Wort nicht auf Arabisch (oder hebraeisch) limitiert ist, und der wahre Gott Gebete in jeder Sprache versteht. Das ist die Bedeutung des Pfingstereignisses. :clap:
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon noah » So 15. Mär 2009, 19:14

parepidimos hat geschrieben:
noah hat geschrieben:wenn ein algerischer Beduinen unalphabet ist,klar dass er den Koran nicht lesen kann ,so wie wenn der uigurischer Ziegenhirten,der auch unalphabet ist.

Das Problem ist nicht, dass diese Menschen "Unalphabeten" sind, sondern dass sie Arabisch weder verstehen, geschweige denn sprechen koennen. Der Koran selber macht es klar, dass nur der Koran auf Arabisch der echte Koran ist. Dies fuehrt zu einer Zweiklassengesellschaft innerhalb des Islam - arabischsprechende und -staemmige Muslime (soweit ich weiss die Minderheit), welche fuer sich die religioese und kulturelle Orthodoxie beanspruchen, und alle anderen.



Unsinn!

Die Muslime haben ein Schrift der in Original sprache ist.
Die christen haben aber kein schrift der in Original sprache geschrieben ist.
Deswegen sollte mal was jesus so gesagt hat zuerst in araemisch übersetzt werden und dann nochmal in deutsce sprache...
Ihr habt dann wohl ein anders( und richtigeres!) evangelium was ihr heute habt!



97. Die Wüstenaraber sind am härtesten in Unglauben und Heuchelei
und sind eher dazu geneigt, die Schranken nicht anzuerkennen, die
Allah Seinem Gesandten offenbart hat. Und Allah ist Allwissend,
Allweise. (QS. 9:97)

98. Und unter den Wüstenarabern sind so manche, die das, was sie
spenden, als eine erzwungene Buße ansehen; und sie warten nur auf
euer Mißgeschick. Allein sie selbst wird ein unheilvolles Mißgeschick
treffen. Und Allah ist Allhörend, Allwissend. (QS. 9:98)

99. Doch unter den Wüstenarabern sind auch solche, die an Allah und
an den Jüngsten Tag glauben und die das, was sie spenden, als ein
Mittel betrachten, sich Allah zu nähern und die Segnungen des
Propheten (zu empfangen) Wahrlich, für sie ist es ein Mittel der
Annäherung. Allah wird sie bald in Seine Barmherzigkeit einführen.
Wahrlich, Allah ist Allvergebend, Barmherzig. (QS. 9:99)

In Koran steht aber das Wort araber!

wissen- lesen -sprechen könnnen...genügt nicht um etwas verstehen zu können....
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon morais » So 15. Mär 2009, 19:18

parepidimos hat geschrieben
Das Problem ist nicht, dass diese Menschen "Unalphabeten" sind, sondern dass sie Arabisch weder verstehen, geschweige denn sprechen koennen. Der Koran selber macht es klar, dass nur der Koran auf Arabisch der echte Koran ist. Dies fuehrt zu einer Zweiklassengesellschaft innerhalb des Islam - arabischsprechende und -staemmige Muslime (soweit ich weiss die Minderheit), welche fuer sich die religioese und kulturelle Orthodoxie beanspruchen, und alle anderen.

Es gibt ja denn Koran in der deutschprachigen Region welche den deutschen text neben dem Arabischen text stellt.. gibts das doch auch auf türkisch und andere sprachen. oder liege ich falsch?
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon morais » So 15. Mär 2009, 19:19

sry problem mit dem zitieren
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon parepidimos » So 15. Mär 2009, 19:48

lionne hat geschrieben:Willkommen in der Realität!!

Genau diesen Alleinanspruch auf "Realitaet" lasse ich dir nicht durch. Sprich mit real existierenden Muslimen auf der Strasse und du wirst feststellen, dass dein Islam eine Theorie ist.

Was aber von vielen grosszügig ausgeblendet wird, ist die Tatsache, dass sich jeder dieser Personen bei seinem Glauben auf den Koran und die Sunna stützt. Der Koran ist für die Gläubigen (ob nun in Marokko, in Pakistan, oder in x-wo) das "unverfälschte Wort Gottes". Zweite Erkenntnisquelle neben dem Koran sind, wie gesagt, die Worte und Handlungen (Sunna) des Propheten Mohammed, dem „Gesandte Gottes" und "Siegel der Propheten" (Sure 33:40). Das Leben von Mohammed hat für die gläubigen Muslime (weltweit) immer noch Vorbildfunktion und erfüllt sie mit Stolz. Ein Muslim, der sich nicht an Koran und Sunna hält, ist im Kern nicht mehr muslimisch.

Das ist die Theorie, und nicht die Praxis. Die meisten Muslime haben nur eine sehr, sehr vage Ahnung ueber den Koran. Natuerlich bekennen sie sich auf Anfrage inbruenstig zu diesem, aber wenn es drauf und dran kommt, dann ist eben meistens nicht viel mehr als eine relativ oberflaechliche Praxis vorhanden, zB. "iss kein Schweinefleisch und fuehle dich mit den Palaestinensern solidarisch". Wer bist du, solchen Menschen zu sagen, sie seien "im Kern nicht mehr muslimisch"?

Ich weiss zwar nicht voher du so genau wissen willst, wie ein Muslim, eine Muslima denkt,

Ganz einfach, Lionne: Indem ich mit ihnen rede. Vielleicht taete das dir auch gut, quasi als Ergaenzung und Balance fuer die Theorie.

Sag' doch du einem gläubigen Muslim mal, er sei kein "richtiger Muslim" nur weil er nicht lesen kann und somit nur eine vage Idee vom Inhalt des Koran und der Lehre Mohammeds habe!

Das wuerde ich auch nie jemandem vorhalten, im Gegenteil! Ein "Muslim" ist ein Gottergebener, das ist die Bedeutung des Wortes. Ein "richtiger Muslim" ist demnach nicht, wer einer gewissen Ideologie nachhaengt, einer gewissen Umma angehoert, oder gewisse Rituale befolgt. Wahrer Muslim ist jemand, der mit ganzem Herz, Verstand und Gemuet Gott liebt. Noch besser als Mohammed wurde dies von Isa Masih ibn-Yusuf gesagt, welcher nicht nur Prophet Gottes war, sondern Gott selber. Welcher nicht nur Gottes Wort in einer Hoehle vernahm, sondern dieses selbst verkoerperte. Die hoechste und einzige wirklich erfuellende Form von "Islam" ist es deshalb, ihm nachzufolgen.

Ich bin nicht der Meinung, dass ich persönlich "Wasser auf die Mühlen der islamischen Scharfmacher" bringe; erstens schreibe ich hier in diesem Forum vor allem für Menschen unseres Kulturkreises. Ich bin hier nicht auf einem Moslem-Forum, sondern auf einem sogenannten christlichen Forum. Zweitens bin ich voll überzeugt, dass die Scharfmacher (z.B. die Wahabis) nicht auf meine Unterstützung angewiesen sind bei der Verbreitung ihrer Scharfmacher-Ideen bzw. bei der Manipulation der islam. Massen.

Auf Einsicht habe ich ja eigentlich nicht gehofft. Aber um den Gedanken etwas weiterzuspinnen: Was du betreibst ist Polarisierung, dh. die Unvertraeglichkeit der beiden Seiten zu betonen anstatt nach Bruecken zu suchen, wie dies auf der anderen Seite die islamischen Scharfmacher auch tun. Was sich irgendwo in der Mitte befindet (dh. die Realitaet) versuchst du entweder zu leugnen, oder du sprichst ihm die Existenzberechtigung ab. Die Polarisierer auf beiden Seiten bedingen sich gegenseitig. Insofern tust du hier das Werk, welches auf der islamischen Seite den Fundamentalisten entspricht.
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon parepidimos » So 15. Mär 2009, 20:06

noah hat geschrieben:Die Muslime haben ein Schrift der in Original sprache ist.
Die christen haben aber kein schrift der in Original sprache geschrieben ist.

Weder der originale Koran ist vorhanden, noch die originale Bibel. Hingegen existieren sowohl von der Bibel als auch vom Koran vollstaendige ursprachliche Manuskripte. Das christliche Schriftverstaendnis ist ein ganz anderes als das muslimische. Dass Griechisch nicht die Muttersprache Christi war tut nichts zur Sache. Christen glauben, dass der Heilige Geist bei der Verfassung der Urtexte mitgewirkt hat.

Deswegen sollte mal was jesus so gesagt hat zuerst in araemisch übersetzt werden und dann nochmal in deutsce sprache... Ihr habt dann wohl ein anders( und richtigeres!) evangelium was ihr heute habt!

Das Evangelium ist dasselbe, unabhaengig von der Sprache oder vom Kulturkreis. Anders ist es gar nicht denkbar - eine frohe Botschaft von Gott, welche nur in einer Sprache verstaendlich ist? Was soll das denn sein?

wissen- lesen -sprechen könnnen...genügt nicht um etwas verstehen zu können....

Das ist allerdings wahr, dazu braucht es den Geist Gottes. Aber eine entscheidende Hilfe, wennnichtgar Voraussetzung ist es trotzdem, oder nicht?
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon noah » So 15. Mär 2009, 21:06

parepidimos hat geschrieben:Isa Masih ibn-Yusuf

wer ist das?
Wo stehts das?
Meinst du Isa mesih ist sohn von Yusuf?


Bist du überhaupt christ? :tongue:
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon parepidimos » Mo 16. Mär 2009, 03:20

noah hat geschrieben:Wo stehts das?

Joh 1:45

Bist du überhaupt christ? :tongue:

Nicht nur das, ich bin auch Muslim! :party:
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon LordAlm » Mo 16. Mär 2009, 04:36

parepidimos hat geschrieben:
noah hat geschrieben:Wo stehts das?

Joh 1:45

Bist du überhaupt christ? :tongue:

Nicht nur das, ich bin auch Muslim! :party:

Wie geht das? Finde das gar nicht lustig, und erst noch respektlos.
Nichts (Böses) sehen, nichts (Böses) hören, nichts (Böses) reden.
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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon lionne » Mo 16. Mär 2009, 10:42

parepidimos, du schreibst: "Sprich mit real existierenden Muslimen auf der Strasse und du wirst feststellen, dass dein Islam eine Theorie ist."
Da kann ich dich jetzt nur bedauern: Bist du echt der Meinung, dass du den Islam kennenlernen kannst, indem du mit Ali, dem Kebapverkäufer, oder Mezut dem Supermarket-Besitzer, oder mit Aishegül, der Schulkollegin deiner Tochter, über den Islam diskutierst? Oder eventuell mit dem Imam am "Tag der offenen Moschee"? Sorry, da bist du aber m. E. doch schon recht "hinter dem Mond". Ich rede nicht von "Theorie", ich rede aus der (real existierenden) Praxis (in Europa und anderswo); schau dir doch den alltäglichen, real existierenden Islam mal an!! Ich kenne nicht wenige Muslime (und Ex-Muslime); ich kann sehr wohl jene unterscheiden, die "echte" Muslime sind, die sich also an Koran und Sunna halten (ihren Glauben also absolut ernst nehmen) und den "Namens-Muslimen", die zwar als Muslim geboren sind, aber denen es sche....... ist, was Mohammed gesagt hat, was der Koran sagt etc. (die Alkohol trinken, rauchen usw.) Dann gibt es noch jene, die zwar rauchen und saufen und und und, aber den Ramadan strickte durchführen und für die - trotz gegenteiligem Lebensstil - Allah der Grösste ist; wie weit diese für Allah gehen, ist nicht kalkulierbar. Dann gibt es noch jene, die gegen aussen assimiliert auftreten, aber zuhause im stillen Kämmerlein Allah anbeten und wo niemand genau weiss, wie weit sie für Allah gehen würden.... Selbstverständlich ist diese Liste nicht vollständig, nur damit wir uns richtig verstehen....
Ich wiederhole nochmals, ein Muslim, der sich nicht an Koran und Sunna hält, ist im Kern nicht mehr muslimisch!
Ich versichere dir, ich habe mehr als nur geredet mit Muslimen... Ich danke dir für deinen Ratschlag, aber der führt ins Leere.

Das Wort „Muslim“ (arabisch مسلم‎ muslim) bedeutet „der sich (Gott) Unterwerfende“ oder „sich (Gott) Hingebende“, analog zu „Islam – Hingabe/Unterwerfung (an Gott)“. Ein gläubiger Muslim hält sich an Koran und Sunna. Er unterwirft sich Allah, er gibt sich Allah hin, er erfüllt die Gebote. Ich kann deine Definition nicht gutheissen: Ein Muslim ist ein gläubiger Muslim ("mu'min"), wenn er die Gebote hält, das sind z.B. die fünf „Säulen“ (arabisch اركان‎ arkān) des Islams, welche die Grundpflichten sind, die jeder Muslim zu erfüllen hat.

Wie gesagt, ich sehe mich nicht als "Scharfmacherin".

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Re: Was hat Allah mit Jahwe zu tun?

Beitragvon Sohar » Mo 16. Mär 2009, 11:06

lionne hat geschrieben:
Wie gesagt, ich sehe mich nicht als "Scharfmacherin".

lionne



Aber ich.
editiert

Sohar
Zuletzt geändert von Grasy am Mo 16. Mär 2009, 20:49, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bitte keine persönlichen Streitereien, sondern beim Thema bleiben.
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