Guter Mensch, schlechter Mensch

Aus der Sicht und im Vergleich zum christlichen Glauben

Moderator: bigbird

Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » Di 21. Apr 2009, 07:29

Johncom hat geschrieben:Für die Christen ist Jesus der Sohn Gottes, für die Muslime ein Gesandter Gottes, für die Hindus ein Avatar. Für die Juden ... ? Ein Meister und Lehrer, nicht aber der Messias der ihrem Glauben nach noch kommen soll.


Grasy hat geschrieben:Ein Meister und Lehrer? Aber nicht für die welchen er ihre Sünde aufzeigte (Joh 8) oder?


Grasy, ich kann Dir nicht antworten weil Du auch mir nicht antwortest.
Ich hatte nichts darüber gesagt ( spekuliert ), was Jesus für die Juden WAR, sondern was er in der jüdischen Glaubenswelt, gestern, heute .... für eine Rolle spielt. Nämlich fast keine. Sie würden, auf Jesus angesprochen, wenig sagen, außer daß er vielleicht ein damaliger Lehrer war. - Mit wem diskutierst Du eigentlich ? Warum kopierst Du endlos Bibelzitate, kannst Du eigentlich noch mitdenken :roll: oder willst du belehren.
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Elia » Di 21. Apr 2009, 12:29

erbreich hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Die Worte die das Evangelium verkünden sind mir lieber als das Schweigen das etwas finden lässt von dem eigenen Ich.


LOSLASSEN

Mögen Worte und Buchstaben
Ruhig hinterher mir traben
Ich ruh’ im Geist und in der Kraft
Die stündlich neues Leben schafft

So sag’ ich allen nun Ade
Vielleicht dass ich mal wiederseh’
Den Einen oder Andern
Dem das Leben ist wie mir: ein Wandern


ERBREICH




Auf ein andermal!
Gehet in den Frieden!

Herzlich, erbreich


Bis bald Erbreich, ein Teil von mir geht mit Dir.

:umarm:
"Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht. Das notwendigste Werk ist stets die Liebe."
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Di 21. Apr 2009, 12:48

Johncom hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:Für die Christen ist Jesus der Sohn Gottes, für die Muslime ein Gesandter Gottes, für die Hindus ein Avatar. Für die Juden ... ? Ein Meister und Lehrer, nicht aber der Messias der ihrem Glauben nach noch kommen soll.


Grasy hat geschrieben:Ein Meister und Lehrer? Aber nicht für die welchen er ihre Sünde aufzeigte (Joh 8) oder?


Grasy, ich kann Dir nicht antworten weil Du auch mir nicht antwortest.
Ich hatte nichts darüber gesagt ( spekuliert ), was Jesus für die Juden WAR, sondern was er in der jüdischen Glaubenswelt, gestern, heute .... für eine Rolle spielt. Nämlich fast keine.


Ich hab dir geschrieben was Jesus insgesamt noch für das Volk von Paulus und Petrus für eine Rolle spielt und spielen wird. Und es wird auch ein Zeugnis erteilt (Röm 10:1-3). Es ist nicht so daß man hier Jesus quasi wie nach Lieblingsgeschmak oder Farbe aussortieren kann. Die Geschichte ist hier noch nicht abgeschlossen.


Sie würden, auf Jesus angesprochen, wenig sagen, außer daß er vielleicht ein damaliger Lehrer war.


Heute? Auch heute noch wird Widerspruch erhoben wenn man den Menschen sagt sie seien Sünder. Das muss man gar nicht unbedingt auf die Juden beziehen. Ich hab dir ja schon geschrieben daß sie damals Widerspruch erhoben. z.B. denen er zuvor ihre Sünden aufzeigte. Die wollten ihn steinigen. Wäre Jesus nur ein Lehrer gewesen hätten sie ihn nicht gekreuzigt. Und doch wird Jesus wiederkommen.

"Denn so ihre Verwerfung der Welt Versöhnung ist, was wird ihre Annahme anders sein als Leben von den Toten?" (Röm 11:15 - Lut1912)

"Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigest, die zu dir gesandt werden, wie oft habe ich wollen deine Kinder versammeln, wie eine Henne ihr Nest unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt! Sehet, euer Haus soll euch wüst gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich nicht sehen, bis daß es komme, daß ihr sagen werdet: Gelobt ist, der da kommt im Namen des HERRN!" (Lk 11:34-35 - Lut1912)


Mfg,
Grasy
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Elia » Di 21. Apr 2009, 12:50

Grasy hat geschrieben:
Elia hat geschrieben:Letztlich geht es mir um das Hier und Jetzt. Alles was ist IST Gott. Es kann nicht geben was außerhalb Gottes ist. Was sollte das sein? Woher sollte das kommen? Wer soll das erschaffen haben? Somit ist auch das was wir als "Gut" und "Böse" bezeichnen letzlich EINS.


Dann wären auch Götzen Gott und das sind sie nicht. Nein, es ist nicht alles Gott. Und Finsternis ist nicht gleich Licht. Böse und Gut sind (letztlich) auch nicht eins. Wir können etwas tun das nicht Gottes Wille und entgegen der Liebe ist. Das sprach Jesus damals zu den Juden denen er vorher sagte daß sie Sklaven der Sünde seien (und die ihn letztlich steinigen wollten):

"Jesus sprach zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin ausgegangen und komme von Gott; denn ich bin nicht von mir selber gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum kennet ihr denn meine Sprache nicht? Denn ihr könnt ja mein Wort nicht hören. Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben. Ich aber, weil ich die Wahrheit sage, so glaubet ihr mir nicht. Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; darum hört ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott. Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Samariter bist und hast den Teufel? Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr unehret mich. Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber einer, der sie sucht, und richtet. Wahrlich, wahrlich ich sage euch: So jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich.

Wir können dem misstrauen den Gott uns gesandt hat. Wir sind nicht Gott. Wir sind Geschöpfe die ihrem Schöpfer oftmals misstrauen oder ihn vergleugnen wo wir ihn doch preisen sollten.

"Wie seid ihr so verkehrt! Gleich als wenn des Töpfers Ton gedächte und ein Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht! und ein Gemächte spräche von seinem Töpfer: Er kennt mich nicht!" (Jes 29:16 - Lut1912)

Wir sind nicht Ton und Töpfer zugleich. Wir sind Geschöpfe! Aber Gott hat uns lieb.

"Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis. So wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. So wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde." (1.Joh 1:5-7 - Lut1912)

"Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter seine Gedanken und bekehre sich zum HERRN, so wird er sich sein erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; sondern soviel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken." (Jes 55:7-9 - Lut1912)

"Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich's meine. Und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege." (Ps 139:23-24 - Lut1912)


Mfg,
Grasy


Hallo Grasy,

wenn man die Frage beantworten will was "Gut" und was "Böse" ist und will man die Quelle dieser "beiden" ergründen müßte man ja erstmal definieren, was das überhaupt ist, "Gut" und "Böse". Wodurch wir etwas gut oder böse?
Ist es nicht nur ein Gedanke?
Kann ein Mensch gut oder böse sein, oder ist die Handlung des Menschen entscheident?
Kann eine Handlung gut oder böse sein, oder ist immer das Motiv für eine Handlung entscheident?
Kann ein Motiv gut oder böse sein, oder hängt das von unserer, der menschlichen Bewertung dieses Motives ab?

Für mich ist das "böse" um diese Wort zu benutzen, was Leiden schafft. Aber Leid muß nicht schlecht sein, Leid kann auch "Gutes" bewirken.
Wenn Gottes Plan ist, uns wieder zu dem zu machen, was wir vor dem "Sündenfall" waren, ja man warum tut er es nicht einfach? Kann er etwa nicht? Ist Gott in seiner Macht etwa eingeschränkt? Oder will er nicht? Schaut er seinen Kindern beim Spielen zu und greift erst dann ein, wenn es gefährlich wird? Läßt er uns ruhig mal hinfallen, die Knie blutig schlagen und mal nen Splitter in den Finger stechen? Hat das alles etwa einen Sinn oder ist diese Existenz hier ein "Unfall"?
Das glaube ich nicht. Diese ganzen Prozesse die wir durchmachen sind notwendig. Für diese Prozesse ist aber auch das "Böse" notwendig. Es treibt uns an, hält uns in Bewegung, zeigt uns unsere ware Natur, die Liebe. Wie sollen wir Licht als solches erkennen, wenn wir nur vom Licht umgeben sind? Wenn es nichts anderes als Licht gibt? Wir brauchen die Dunkelheit um das Licht wahrnehmen zu können.
Es kann nur so sein, alles stammt aus EINER Quelle.

Ohne Böse kein Gut.
Ohne Dunkel kein Hell.
Ohne unten kein oben.

Ist zitiere mal eine Bekannte von mir, persönliches lasse ich mal weg. Das hier hatte mich "getroffen", als ich es gelesen habe.
Nicht falsch verstehen, ich sage nicht "gut das es die Sklaverei gab, sonst gäb es keinen Swing" oder so. Es geht um das Prinzip.

Von Sandra:

Gestern haben *** und ich im Unterricht ein musikgeschichtliches Gespräch geführt. Wir waren gerade beim Erarbeiten eines Swingstückes "I've Got The World On A String", als sie mich fragte, wie der Swing eigentlich entstanden ist. Wir gingen zurück bis in die Zeit der Sklaverei in Amerika. Und irgendwann sagte ich: "So schlimm es sich vielleicht anhört, aber wäre die Sklaverei nicht gewesen, wäre wahrscheinlich diese Musikkultur nie entstanden. Hätten sich die afroamerikanischen Musiker nach der Sklaverei nie 'behaupten' und 'emanzipieren' wollen, hätte sich die Musikgeschichte in den Staaten nie so entwickelt."

Das brachte mich zum Thema Leid und seine Auswirkungen. Nicht nur die negativen Auswirkungen, sondern das, was daraus im positiven Sinne entsteht. So wie Bon Jovi in 'Bed Of Roses' singt "...like the poet needs the pain..."

*** war gestern sehr traurig, ich vermute mal, dass sie Ärger mit ihrem Freund hat oder vielleicht ist schluss. Doch als sie sang, berührte mich das zu Tränen, ich habe ihre Traurigkeit gespürt und wieder mal war ich bei dem Gedanken, das Leid nicht nur Leid ist, sondern eine andere Form von Liebe und Entwicklung. Doch, für mich ist es 'immer Liebe'...

Würde es in dieser Welt das Leid nicht geben, wären viele Dinge nicht entstanden und sowas wie Hoffnung und Wünsche wären nicht nötig. Wie sähe die Welt ohne sie aus? Ohne Leid, Hoffnungen und Wünsche? Würde sie uns eigentlich noch ent-wickeln? Nicht, dass ich Freude nicht mag, aber die Notwendigkeit des Leids in dieser Welt ist mir durchaus bewusst ... es scheint unser Antrieb zu sein. Würden wir ohne sie überhaupt angetrieben sein, uns weiterzuentwickeln?

Klar, es gibt ja nicht nur Leid, sondern auch Freud...aber Leid hat mich, so komisch es auch klingen mag, mehr inspiriert im Leben als die Freude. Freude lässt mich eher genießen...aber wie soll ich jemals Leid genießen können? Manchmal gelingt es mir, da genieße ich zwar nicht direkt das, was das Leid auslöst, aber die Tränen und das Herausbrechen dieses Schmerzes, im Wissen, dass es mir Linderung bringt, gibt mir ein gewisses Gefühl des Genusses.

Hinterher, wenn das Leid für eine Zeit vorüber ist, ist der Blick klar und ich erkenne, wozu, bzw. warum es mir widerfahren ist.
Zuletzt geändert von Elia am Di 21. Apr 2009, 13:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Elia » Di 21. Apr 2009, 13:07

Hallo kingschild,
danke für Deine Antwort.

kingschild hat geschrieben:
Elia hat geschrieben:Hallo kingschild,

Oh ich glaube Jesus schon, nur interpretier oder verstehe ich ihn anders als Du z.B.
Vielleicht verstehe ich ihn falsch, daß kann schon sein und will/kann ich natürlich nicht ausschliessen. Aber ich zweifel nicht an Jesus, eher schon an der Autensität verschiedener Bibelstellen.


Weisst Du Elia ich bin mit meinen Christlichen Glaubensbrüdern auch nicht immer einer Meinung und trotzdem erkenne ich sehr genau (nicht immer gleich auf Anhieb) ob ich eins bin mit Ihnen in Jesus Christus. Das Du aber an Jesus nicht zweifelst das ist gut denn er wird derjenige sein der Dich in alle Wahrheit führen wird, sobald Du auch bereit bist auch noch das abzulegen was seiner Lehre noch im Weg steht.


Darauf hoffe und vertraue ich. Ich weiß er liebt mich.
kingschild hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:
Letztlich geht es mir um das Hier und Jetzt. Alles was ist IST Gott. Es kann nicht geben was außerhalb Gottes ist. Was sollte das sein? Woher sollte das kommen? Wer soll das erschaffen haben? Somit ist auch das was wir als "Gut" und "Böse" bezeichnen letzlich EINS.
Davon bin ich überzeugt auch wenn es mir manchmal schwerfällt diese Überzeugung in letzter Konsequenz auch zu leben. Dem "Bösen" das "Gute" abzugewinnen. Aber wie heißt es so schön "Gottes Wege sind unergründlich".


Gott steht über allem aber das Böse ist nicht in Gott und ist nicht Gott. Wir sollen dem bösen so absterben das wir wieder dem Ebenbilde Gottes gleich werden und eins werden mit Ihm. Mit dem bösen sollten wir nicht eins werden. Du wirst das Gute nur ihn Gott selbst finden in dem Bösen wirst Du nichts finden. Wen er Dir seine Weg kundtut dann werden sie ergründlich wobei es uns Menschen nicht möglich sein wird alles zu fassen aber den Teil den er uns gibt werden wir fassen können.


...siehe meine Antwort augf Grasy. Es ist bei mir nicht nur der Verstand, die Logik die mir sagt, daß letztlich ALLES von Gott kommt. Ich habe auch das sichere "Gefühl". Zumindest im Moment. Das macht Gott aber keinen Deut "schlechter". Ich weiß auch nicht ob das überhaupt wichtig ist. In unsere Wahrnehmung gibt es natürlich diese Unterscheidung "Gut" und "Böse".
Ich glaube vile haben Angst davor das "Böse" annehmen zu können.

Aber wie läßt sich das "Böse" überwinden? Wenn das Böse das Leiden ist sagt der Buddhist "Leid entsteht durch begehren, begehre nicht und das Leid endet", oder so in Etwa.
Was macht das Böse denn so groß und stark? Was verleiht ihm die Macht? Wir mit unseren Gedanken sind es.
kingschild hat geschrieben:
Ich muß gestehen das ich mich manchmal danach sehne "geführt" zu werden. Aber ich kann das einfach nicht, kann nicht sagen "ich gehe/folge dem nach" weil sich so viele Widersprüche auftun, weil mein Geist, mein Gewissen, meine Seele mir sagen "finde Deinen eigenen Weg".
Vielleicht kommt es ja mal anders.

Liebe Grüße
Elia



Durch die Beziehung mit Ihm kommt die Führung die Wiedersprüche zunichte macht.

Ich hoffe Elia das Du Gott findest der das Licht aus der Finsternis hervorleuchten lässt und Du zugunsten von diesem Deine Wege ablegen kannst.

2Kor 4:6 Denn GOtt, der da hieß das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß (durch uns) entstünde die Erleuchtung von der Erkenntnis der Klarheit GOttes in dem Angesichte JEsu Christi.

God bless
Kingschild
[/quote]

Danke Kingschild.
Zum Schluß noch eine kleine Geschichte, die Geschichte von der Traurigkeit (hoffe das posting wird nicht wegen Überlänge gelöscht ;) ):

Die Geschichte von der traurigen Traurigkeit

Als die glutrote Sonne am Horizont dem Tag langsam entschwinden wollte, ging eine kleine zerbrechlich wirkende Frau einen staubigen Feldweg entlang.
Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.
Fast am Ende dieses Weges, saß eine zusammengekauerte Gestalt, die regungslos auf den trockenen, ausgedörrten Sandboden hinunterstarrte.
Man konnte nicht viel erkennen, das Wesen das dort im Staub des Weges saß, schien beinahe körperlos zu sein.
Es erinnerte an eine graue aber weiche Flanelldecke mit menschlichen Konturen.
Als die kleine zerbrechlich wirkende Frau an diesem Wesen vorbeikam, bückte sie sich ein wenig und fragte: "Wer bist du?"

Zwei fast regungslose Augen blickten müde auf.
"Ich? Ich bin die Traurigkeit." flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass man sie kaum zu hören vermochte.

"Ach, die Traurigkeit!" rief die kleine Frau erfreut, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit vorsichtig?
"Aber ja, natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast Du mich ein Stück meines Weges begleitet."

"Ja, aber ...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht und nimmst reiß aus? Hast du denn keine Angst vor mir?"

"Warum sollte ich vor dir davonlaufen? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Man kann dir nicht entkommen. Aber, was ich dich fragen möchte: Warum siehst du so betrübt und mutlos aus?"

"Ich ... ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit klangloser Stimme. Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr.

"Traurig bist Du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. "Erzähl mir doch, was dich so sehr bedrückt."

Und die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.


"Ach, weißt du", begann die Traurigkeit zögernd, "es ist so, dass mich einfach niemand mag. Niemand will mich. Dabei ist es doch nun mal meine Bestimmung unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber jedes mal wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich."

Die Traurigkeit schluckte schwer. "Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich verstoßen wollen. Sie sagen: Ach was, das Leben ist heiter und fangen an zu Lachen. Aber ihr falsches erzwungenes Lachen führt zu Magenkrämpfen. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: Man muss sich zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken, im ganzen Körper. Verkrampft sind sie. Sie drücken die Tränen tief hinunter und haben Atemnot. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Dabei sprengen die aufgestauten Tränen fast ihre Köpfe. Manchmal können sie dadurch nicht mal mehr Sprechen. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie nicht fühlen müssen."

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. "Und dabei will ich den Menschen doch nichts Böses, ich will ihnen doch nur helfen. Denn wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen und zu heilen. Weißt du, wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut,
und manches Leid bricht dadurch immer wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur wer mich zu sich läßt und all die ungeweinten Tränen weint,
kann seine Wunden erst wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich Ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit und ewiger Enttäuschung zu. Ich glaube, sie haben einfach nur unbändige Angst zu weinen und mich zu spüren. Deshalb verjagen sie mich immer wieder."

Dann schwieg die Traurigkeit. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz innig und verzweifelt und die vielen kleinen Tränen tränkten den staubigen, ausgedörrten Sandboden. Die kleine, alte Frau nahm die zusammen gesunkene Gestalt tröstend in die Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte das zitternde Bündel. "Weine nur, kleine Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst nicht mehr alleine wandern. Ich werde auch dich von nun an begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt."

Die Traurigkeit hörte zu weinen auf. Sie sah zu ihrer neuen Gefährtin auf und betrachtete sie erstaunt: "Aber ... aber, wer bist du eigentlich?" "Ich ...", sagte die kleine und zerbrechlich wirkende Frau und lächelte dabei wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen, " ... bin die Hoffnung!“
"Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht. Das notwendigste Werk ist stets die Liebe."
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » Di 21. Apr 2009, 13:19

Johncom hat geschrieben:
Das Wörtchen 'dereinst' setzt einen Glauben vorraus an einen Weltuntergang, dem eine Art Seelengericht folgt u.s.w. Man muß es respektieren, daß es diese noch Glaubensrichtung gibt, aber mir selbst ist es nicht 'einsichtig' genug. Da seh ich eher wie Elia: 'Letztlich geht es mir um das Hier und Jetzt'. :)

Was ist wirklich die Quelle des Guten und des Bösen ? .. im Garten Eden war sie noch nicht. Erst der Genuß der verbotenen Frucht ließ das Böse und Gute unterscheidbar werden. Von Gott wissen wir nur daß 'alles gut' war ( seine Schöpfung ), die Trennung entstand im Menschen, nicht in Gott.


Ja wie Du ja weisst glauben Christen an den Tag des jüngsten Gerichts. Das es um das hier und jetzt geht da bin ich wiederum Deiner Meinung, vielleicht noch mehr als Du weil es im Christentum eine Entscheidung braucht hier und jetzt Gott zu glauben und man das nicht noch locker auf drei Leben nachher verschieben kann...klappts nicht beim ersten mal dann vielleicht beim 300 mal gibt es eben nicht und darum bin ich mir bewusst, das ich das hier und jetzt ganz sicher habe, um zu wählen...alles andere wäre reine Spekulation oder das Spiel mit dem Feuer ;)

Sagen wir mal so im Garten Eden hatte der Mensch noch die Macht über das Böse. Nach dem Sündefall hat er diese Macht aus der Hand gegeben. Das Böse war aber schon dort, nur war es keine Gefahr für den Menschen. Ich sagte ja aus der Quelle des Guten kommt nichts böses und wenn die Schöpfung gut war dann musste das Gute vom Bösen getrennt sein, was es auch war. Ja der Mensch war getrennt vom Bösen und erst durch die Begierde Gott nicht zu glauben wurde diese Trennung aufgehoben. Deshalb musste der Mensch den Ort verlassen wo das böse keine Raum finden darf. Gott nicht zu glauben ist ja bis heute das Problem. Hier ist der Weg zurück!...Oh nein Gott sicher nicht es gibt sicher bessere Wege zurück ;) das ist alles zu krass und zu einfach um wahr zu sein, das wissen wir besser, wie der Weg zurück geht :mrgreen: Die Pforte ist eng, nein sicher nicht Gott irrte sich, es gibt tausend Pforten ich weiss es besser.

Na gut das zu glauben ist legitim aber das ist woran man gut und böse erkennt und wo die menschliche Moral dem göttlichen nicht das Wasser reichen kann.

Das es an dieser Einfachheit Gott zu glauben oder ihm nicht zu glauben alles scheidet das ist halt für viele zu einfach und banal.

Die Aufforderung das aus unser Zunge nicht beides hervorquellen soll.

Genau, aus unserer menschlichen Zunge. Und diese Jakobus Ansprache ist nicht widersprüchlich zu beispielsweise buddhistischer Moral.


Wenn aber eine menschliche Moral lehrt das Gott sich geirrt hat, dann sprudelt eben beides hervor und was übrig bleibt sind dann nur noch die Theorien vom wenig guten im bösen und vom wenig bösen im guten.

Nicht das ich behaupten würde bei mir sprudle manchmal nicht auch noch das bittere hervor, jedoch das tief bittere das Gottes Weg leugnet habe ich bei meiner Wiedergeburt, mal als erstes ein für allemal ablegen dürfen. Das der Geist des Zweifel nicht immer wieder versuchen würde mich eines besseren zu belehren mit zuckersüssen menschlichen Moral Gedanken, das kenne ich. Die Frage ist gebe ich die Macht die ich über Ihn bekam wieder aus meiner Hand zugunsten von etwas was so zuckersüss Gott wiederspricht wie damals die Schlange im Paradis.

God bless
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Di 21. Apr 2009, 22:01

Elia hat geschrieben:wenn man die Frage beantworten will was "Gut" und was "Böse" ist und will man die Quelle dieser "beiden" ergründen müßte man ja erstmal definieren, was das überhaupt ist, "Gut" und "Böse".


Da ist keine gemeinsame Quelle Elia. Gott ist Licht in ihm ist keine Finsternis (Joh 1:5). Gott ist vollkommen gut (Luk 18:19, Mt 5:48).


Wodurch wir etwas gut oder böse?


Ich denke der Anfang vom Bösen im Menschen war Unglaube oder Misstrauen in Gott. Lüge stammt nicht von Gott sondern vom Teufel. (Joh 8)


Wenn Gottes Plan ist, uns wieder zu dem zu machen, was wir vor dem "Sündenfall" waren, ja man warum tut er es nicht einfach? Kann er etwa nicht? Ist Gott in seiner Macht etwa eingeschränkt? Oder will er nicht?


Oder wollen wir nicht weil wir das Böse mehr lieben als das Gute?

"Das ist aber das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. Wer arges tut, der haßt das Licht und kommt nicht an das Licht, auf daß seine Werke nicht gestraft werden. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott getan." (Joh 3:19-21 - Lut1912)

"Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt!" (Mt 23:37 - Lut1912)

"Jesaja aber darf wohl so sagen: »Ich bin gefunden von denen, die mich nicht gesucht haben, und bin erschienen denen, die nicht nach mir gefragt haben.« Zu Israel aber spricht er: »Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt zu dem Volk, das sich nicht sagen läßt und widerspricht.«" (Röm 10:20-21 - Lut1912)


Daß Leid auch etwas positives bewirken kann steht außer Frage. Würde ich nicht Schmerz empfinden wenn ich auf die Herdplatte greife, würde meine Hand letztlich schweren Schaden nehmen. So kann mich der Schmerz dazu bringen mich vor dem Übel fern zu halten und das nicht immer nur in physischem Belang. Schmerz an sich rettet aber nicht. Er ist auch nicht die Quelle vom Bösen. Er gibt ein Signal daß etwas nicht stimmt. Das kann mich dazu bringen etwas zu tun das bewahrend oder falsch ist oder auch nutzlos sein oder missbraucht werden, wenn der Schmerz von seiner eigentlichen Warnfunktion zweckentfremdet nur noch Mittel zum (bösen) Zweck ist. Das Böse wird damit nicht zum Guten. Auch der Ursprung ist nicht der selbe.


Mfg,
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » Mi 22. Apr 2009, 07:52

kingschild hat geschrieben:Ja wie Du ja weisst glauben Christen an den Tag des jüngsten Gerichts. Das es um das hier und jetzt geht da bin ich wiederum Deiner Meinung, vielleicht noch mehr als Du weil es im Christentum eine Entscheidung braucht hier und jetzt Gott zu glauben und man das nicht noch locker auf drei Leben nachher verschieben kann...klappts nicht beim ersten mal dann vielleicht beim 300 mal gibt es eben nicht und darum bin ich mir bewusst, das ich das hier und jetzt ganz sicher habe, um zu wählen...alles andere wäre reine Spekulation oder das Spiel mit dem Feuer ;)


Ja, offiziell lehren wohl alle Kirchen das jüngste Gericht und, wie ich annehme, in leicht abweichender Interpretation. Vor allem aber in verschiedener Betonung. Also nicht überall ist die Sorge um das Bestehen in einem Gottes-Gericht gleich stark betont oder ausgeprägt. Zu dem Stichwort 'Glauben an Gott'. Ich finds bedauerlich und eigentlich jämmerlich daß Menschen an Gott glauben sollen oder müssen oder meinen zu müssen. Glauben heisst ja etwas annehmen was man nicht sehen kann. Es ist auch ein Sprachproblem dabei, im Englischen gehts etwas leichter mit 'faith' = Treue. Warum soll der an Gott 'glauben', der diese Sehnsucht nach dem Ewigen nicht hat. Oder der einfach nicht interessiert ist. Ist doch OK solange er oder sie mit sich zurechtkommt. Und allen dürfte sowieso klar sein: Echter Glauben / Treue kann nur aus der völligen Freiheit entstehen. Und zu dieser Freiheit braucht es bei manchen eine gewisse Reife.

Also ich selber habs mit dem Glauben nicht so, ich übe Meditation und da geht es mehr um das Gewahr-Werden. Die Umwelt und ich selbst sind, so wie ich es empfinde ... sind Ausdruck von Gott. Gott in Bewegung, Gott in der Zeit, in seiner Schöpfung ... aber das sind nur Worte. In Asien übrigens tippen sich die Leute an den Kopf wenn Du fragst, ob sie an Gott glauben. Sie denken Du hast 'ne Meise, denn wie kann ich sein, und das ganze Leben wenn Gott nicht wäre ?

Da ist also einmal Gott als das allem zugrunde liegende Sein schlechthin, aber andererseits auch Gott als 'Du' und täglich ansprechbar. Weil ich mich nur als Person kenne, brauche ich auch eine Person zum Ansprechen, das ist dann eher für die Lebensphasen wichtig, in denen keine Zeit ist für die weitergehende Erkenntnis. - Schwer zu verstehen für einen eingeschworenen Bibeltreuen, oder ?

kingschild hat geschrieben:Sagen wir mal so im Garten Eden hatte der Mensch noch die Macht über das Böse.


Ich sehe nicht, daß 'der Mensch' im Garten Eden überhaupt ein Macht hatte. Ich müsste nochmal nachlesen .. aber kann es mir nicht vorstellen.

kingschild hat geschrieben:Wenn aber eine menschliche Moral lehrt das Gott sich geirrt hat, dann sprudelt eben beides hervor und was übrig bleibt sind dann nur noch die Theorien vom wenig guten im bösen und vom wenig bösen im guten.


Gott und irren - das ist wohl in allen Kulturen undenkbar. Im Götterpantheon der Germanen, Griechen, Hindus vielleicht, da haben wir es mit 'sehr menschlichen' Göttern zu tun. Aber wo Gott als der Eine gesehen wird ist Irrtum nicht denkbar. Was ist gut ? Gut ist unbestritten da, wo unbedingte Liebe lebt. Nicht 'ich liebe den oder das und lehne den oder das ab' ... das wär typische menschelnde Kleinkrämerei. Die Liebe zum Nächsten, die Jesus lehrte war die unbedingte Liebe. Der Nächste kann auch ein Idiot sein oder ein Monster oder ein Satan. Es gibt nichts außerhalb von Gottes Schöpfung, alles ist eine Familie. Wer das weiß, muß gar nicht lieben, er liebt weil er gar nicht mehr anders kann.
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Mi 22. Apr 2009, 19:05

Johncom hat geschrieben:Glauben heisst ja etwas annehmen was man nicht sehen kann. Es ist auch ein Sprachproblem dabei, im Englischen gehts etwas leichter mit 'faith' = Treue.


Soviel Sprachproblem ist das gar nicht:

"Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht." (Heb 11:1 - Lut1912)

Treue finde ich aber auch gar nicht unpassend. Nur halt nicht wenn das eine das andere aufheben soll. Der Inhalt von Heb 11:1 gehört dazu und kommt meiner Meinung nach auch in Röm 4 zum Tragen. Abraham hatte nichts worauf er sich verlassen konnte außer die Zusage von Gott. Nach rein menschlichem Ermässen wäre es schon recht unwahrscheinlich gewesen noch damit zu rechnen daß Isaak geboren würde.

"Und er hieß ihn hinausgehen und sprach: Siehe gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? und sprach zu ihm: Also soll dein Same werden. Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit." (1.Mo 15:5-6 - Lut1912)

Das ist meiner Meinung nach gar nicht so weit entfernt vom Thema eben wenn man sich Röm 4 ansieht.


Warum soll der an Gott 'glauben', der diese Sehnsucht nach dem Ewigen nicht hat.


Ich denke diese Sehnsucht hat jeder einmal. Aber man kann sie erfolgreich unterdrücken und verloren gehen. Das Problem ist daß wir ohne Gott nicht frei sind und einen Erlöser von der Knechtschaft der Sünde brauchen. Wir sind nicht freier wenn wir Gott verleugnen oder sagen den Erlöser brauchen wir doch nicht.


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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » Fr 24. Apr 2009, 07:29

Johncom hat geschrieben:Warum soll der an Gott 'glauben', der diese Sehnsucht nach dem Ewigen nicht hat.


Grasy hat geschrieben:Ich denke diese Sehnsucht hat jeder einmal. Aber man kann sie erfolgreich unterdrücken und verloren gehen. Das Problem ist daß wir ohne Gott nicht frei sind und einen Erlöser von der Knechtschaft der Sünde brauchen. Wir sind nicht freier wenn wir Gott verleugnen oder sagen den Erlöser brauchen wir doch nicht.


Das Problem ist, daß Du es z.B. gewohnt bist 'Gott' sehr biblisch - konkret zu definieren. Für Dich selbst nicht gerade ein Problem aber für das Kommunizieren mit Anderen, die rationalistische, atheistische, buddhistische, jüdische oder islamische Gottesvorstellungen gewohnt sind. Sind nicht-Bibelgläubige Menschen von vorne herein unfrei ? Für mich wär ein glücklicher Mensch frei, jemand der ohne Ängte leben kann, der sozial integriert ist, der mitfühlt und nicht auf Kosten Anderer leben muß.

Also wenn Du auf Leute zugehn willst, ihnen klarmachen willst daß sie Jesus als Erlöser brauchen, fragen sie zurück von was sie erlöst werden müssen. Dann wirst Du ihnen erklären daß sie Sünder seien und so weiter. Du hast dann ein Problem weil das nicht bei allen ankommt.
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Fr 24. Apr 2009, 16:21

Johncom hat geschrieben:Sind nicht-Bibelgläubige Menschen von vorne herein unfrei ?


Sind denn bibelgläubige Menschen von vorne herein frei? Die Bibel kann für sich allein nicht von der Knechtschaft der Sünde befreien. Sie ist ein Buch. Aber sie zeigt (inkl. AT was auch die Juden mit einschließt) auf den der aus der Knechtschaft befreien kann - nämlich den Sohn Gottes, Jesus Christus, der am Kreuz für uns gestorben aber auch wiederauferstanden ist. Er lebt und gerade ihn brauchen nicht nur Christen oder Juden sondern alle Menschen dringlich.

"Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden." (Apg 4:12 - Lut1912)

"Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, daß ihr an den glaubt, den er gesandt hat." (Joh 6:29 - Lut1912)

"Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, daß ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage." (Joh 6:44 - Lut1912)

"Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn und wem es der Sohn will offenbaren. Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht." (Mt 11:27-30 - Lut1912)


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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » Fr 24. Apr 2009, 17:10

Johncom hat geschrieben: Sie denken Du hast 'ne Meise, denn wie kann ich sein, und das ganze Leben wenn Gott nicht wäre ?
Schwer zu verstehen für einen eingeschworenen Bibeltreuen, oder ?


Nein es ist nicht schwer zu verstehen, eigentlich sehr einfach es in etwa das was die meisten sagen es gibt da etwas gutes höheres mal abgesehen von denen die alles geistliche leugnen, wenn man sie aber fragt kennst Du dieses etwas dann kommen tausend Erklärungen was dieses gute sein sollte und es wird meist ein wenig schwammig und Beziehung mit dem muss nicht unbedingt sein. Die Lehre zur Busse und vom jüngsten Gericht ist eigentlich nicht die Hauptbotschaft, die Lehre der Gesetze auch nicht sondern das dieses unpersonifizierte etwas, einen Weg bereitet hat für jeden Menschen um Gemeinschaft zu haben mit Ihm, um Leben und Wahrheit zu finden und das dazu eine Wiedergeburt notwendig ist. Damit man aber zu dieser Gemeinschaft kommt muss man auch verstehen warum es ein Gericht geben wird warum die Trennung kam und warum der Mensch Busse tun soll. Aber die Haupt Botschaft wäre Gott möchte dir denn einzigen Weg zurück zeigen aber dazu braucht es auch ein wenig Hintergrund wissen von dem der es genau weiss. Der Vater und der Sohn.

Dieses etwas weiss das ein wenig gute Werke opfern und ein wenig die Gesetze halten und ein wenig an das gute glauben nicht der Weg zurück ist, ins Paradis und deshalb hat es aus Güte diesen Weg aufgezeigt. Jetzt ist aber das Problem das man diesem guten immer noch nicht glauben möchte und trotzdem glaubt in der Liebe zu wandeln, weil man es besser wissen möchte. Genau diese Hochmut und Rebellion wurde dem Menschen zum Verhängnis und nur durch das ablegen dieses Hochmutes und dieser Rebellion gibt es gemäss Gott das zurück dorthin wo wir eigentlich sein sollten. Schwer verständlich?

Ich sehe nicht, daß 'der Mensch' im Garten Eden überhaupt ein Macht hatte. Ich müsste nochmal nachlesen .. aber kann es mir nicht vorstellen.


Er hatte die Macht mit seinem Willen Gott zu glauben oder nicht und zudem wurde er als Bewirtschafter des Garten Eden bevollmächtigt. Leider hat er die Macht missbraucht um Gott nicht zu glauben. Bevor er dies tat konnte ihn das böse nicht anrühren und der Fluch hatte keine Macht über Ihn.

Gott und irren - das ist wohl in allen Kulturen undenkbar. Im Götterpantheon der Germanen, Griechen, Hindus vielleicht, da haben wir es mit 'sehr menschlichen' Göttern zu tun. Aber wo Gott als der Eine gesehen wird ist Irrtum nicht denkbar. Was ist gut ? Gut ist unbestritten da, wo unbedingte Liebe lebt. Nicht 'ich liebe den oder das und lehne den oder das ab' ... das wär typische menschelnde Kleinkrämerei. Die Liebe zum Nächsten, die Jesus lehrte war die unbedingte Liebe. Der Nächste kann auch ein Idiot sein oder ein Monster oder ein Satan. Es gibt nichts außerhalb von Gottes Schöpfung, alles ist eine Familie. Wer das weiß, muß gar nicht lieben, er liebt weil er gar nicht mehr anders kann.


Ja der Mensch der Gott nicht glaubt irrt aber ich wollte damit sagen das jeder Geist der sagt das Gottes Plan nicht korrekt ist, eben damit zum Ausdruck bringt das Gott sich irrt ;) Denn nicht Gott kann Recht haben und auch der Mensch. Ja Gott liebt alle Menschen und er möchte das alle seinen Heilsplan annehmen und so halte ich es auch so wie er, denn wir kämpfen nicht gegen Gottes Schöpfung sondern gegen andere Mächte. Wenn ich aber meinen Bruder liebe dann erzähle ich vom Heilsplan Gottes und ich lehre im das er nur durch diesen rein werden kann, spätesten dann wenn ich dies nicht tue wandle ich nicht in Gott und schon gar nicht in der Liebe und Wahrheit. Und darum kann ich nicht anders als das verkünden als das was Jesus verkündete. Es ist doch nicht so das ich jemanden der Gott nicht glaubt nicht lieben könnte, im Gegenteil genau dieser hat ja nötig zu erfahren den Heilsplan damit Gott in erlösen kann von seinem Unglauben.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » Sa 25. Apr 2009, 07:55

kingschild hat geschrieben:Die Lehre zur Busse und vom jüngsten Gericht ist eigentlich nicht die Hauptbotschaft, die Lehre der Gesetze auch nicht sondern das dieses unpersonifizierte etwas, einen Weg bereitet hat für jeden Menschen um Gemeinschaft zu haben mit Ihm, um Leben und Wahrheit zu finden und das dazu eine Wiedergeburt notwendig ist. Damit man aber zu dieser Gemeinschaft kommt muss man auch verstehen warum es ein Gericht geben wird warum die Trennung kam und warum der Mensch Busse tun soll. Aber die Haupt Botschaft wäre Gott möchte dir denn einzigen Weg zurück zeigen aber dazu braucht es auch ein wenig Hintergrund wissen von dem der es genau weiss. Der Vater und der Sohn.


Meine Anspielung war das allgemeine Lebensgefühl der Asiaten, mein Eindruck von ihnen. Sie sind, was ihre Glaubenspraxis betrifft, völlig gesättigt und zufrieden. Von Ausnahmen abgesehen wie zum Beispiel benachteiligte Hindus, die unter der Arroganz der hohen Kasten leiden. Aber im breiten Mittelfeld haben die Menschen dort weit mehr 'Gemeinschaft mit Gott', mit ihrer Form Gottes, weit mehr als wir. Und es ist ihr Alltag, sie sehen Gott regiert alles und es geschieht nichts ohne Gott, nicht mal das Blatt das vom Baum fällt.

kingschild hat geschrieben: Jetzt ist aber das Problem das man diesem guten immer noch nicht glauben möchte und trotzdem glaubt in der Liebe zu wandeln, weil man es besser wissen möchte. Genau diese Hochmut und Rebellion wurde dem Menschen zum Verhängnis und nur durch das ablegen dieses Hochmutes und dieser Rebellion gibt es gemäss Gott das zurück dorthin wo wir eigentlich sein sollten. Schwer verständlich?


Also zurück zum Stichwort Guter Mensch: Wer den frommen Asiaten eine Zeitlang beobachtet kann zwar einige traditionelle Elemente entdecken, die von hier aus gesehen abergläubig scheinen, aber eins wird man ihm nicht vorwerfen können, er sei hochmütig oder rebellisch. Weit gefehlt. Da ist eher der christliche Missionar aus dem Westen der Hochmütige. Aber auch die haben ja gelernt, sie kommen mit praktische Hilfe ( medizinisch, Ausbildung ) und lehren die Bibel in zweiter Instanz. Der überall anerkannte gute Mensch ist der, der liebend ist nicht nur in Worten sondern besonders auch in Taten. Deshalb sind zum Beispiel auch in Indien Christen aus dem Westen sehr respektiert, werden teilweise als Heilige angesehen. Christen, die ihr Evangelium sichtbar leben.

kingschild hat geschrieben:Ja Gott liebt alle Menschen und er möchte das alle seinen Heilsplan annehmen und so halte ich es auch so wie er, denn wir kämpfen nicht gegen Gottes Schöpfung sondern gegen andere Mächte. Wenn ich aber meinen Bruder liebe dann erzähle ich vom Heilsplan Gottes und ich lehre im das er nur durch diesen rein werden kann, spätesten dann wenn ich dies nicht tue wandle ich nicht in Gott und schon gar nicht in der Liebe und Wahrheit. Und darum kann ich nicht anders als das verkünden als das was Jesus verkündete. Es ist doch nicht so das ich jemanden der Gott nicht glaubt nicht lieben könnte, im Gegenteil genau dieser hat ja nötig zu erfahren den Heilsplan damit Gott in erlösen kann von seinem Unglauben.


Das Wort Heilsplan fiel mir auf, und vorher erwähntest Du einen Fluch. Dann auch 'andere Mächte'. Dieses Denken funktioniert, oder macht Sinn wenn es in der persönlichen Lebensgeschichte so erfahren wurde. Und was mir da wichtig erscheint ist auch in den anderen Religionen die Gläubigen Busse tun und Vergebung erfahren. Und in vielen Fällen weit mehr als es der bibeltreue Christ von sich selber kennt :!:

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » Sa 25. Apr 2009, 12:17

Johncom hat geschrieben:
Meine Anspielung war das allgemeine Lebensgefühl der Asiaten, mein Eindruck von ihnen. Sie sind, was ihre Glaubenspraxis betrifft, völlig gesättigt und zufrieden. Von Ausnahmen abgesehen wie zum Beispiel benachteiligte Hindus, die unter der Arroganz der hohen Kasten leiden. Aber im breiten Mittelfeld haben die Menschen dort weit mehr 'Gemeinschaft mit Gott', mit ihrer Form Gottes, weit mehr als wir. Und es ist ihr Alltag, sie sehen Gott regiert alles und es geschieht nichts ohne Gott, nicht mal das Blatt das vom Baum fällt.


Die westliche Welt ist mit Ihrem Überfluss und Ihrer Esoterik auch gesättigt, dieser Umstand soll einen Christen nicht hindern die Wahrheit zu erzählen. Genau gegen die eigene Form Gottes hat auch Jesus gekämpft als er den Pharisäern Ihr Gottesbild korrigieren wollte, die einen haben es ergriffen die anderen verworfen, dies hinderte aber niemand den Auftrag zu tun. Das auch die Götzenanbeter nicht immer auf den lebendigen Gott warteten und sich im wiedersetzten weil sie ja bereits von etwas gesättigt waren dem würde ich nicht wiedersprechen. Die Pharisäer hatten auch Ihre Traditionen aus denen Jesus sie befreien wollte und wohl verstanden wir sprechen hier von denen die eigentlich schon die Wahrheit hätten kennen sollen, die grosses erlebt hatten mit dem der sie aus dem Ägyptenlande führte. Gott wird die seinen auch in Asien befreien und jeder der Ihn erkennt wird brechen, mit dem was trennt von Gott.


Also zurück zum Stichwort Guter Mensch: Wer den frommen Asiaten eine Zeitlang beobachtet kann zwar einige traditionelle Elemente entdecken, die von hier aus gesehen abergläubig scheinen, aber eins wird man ihm nicht vorwerfen können, er sei hochmütig oder rebellisch. Weit gefehlt. Da ist eher der christliche Missionar aus dem Westen der Hochmütige. Aber auch die haben ja gelernt, sie kommen mit praktische Hilfe ( medizinisch, Ausbildung ) und lehren die Bibel in zweiter Instanz. Der überall anerkannte gute Mensch ist der, der liebend ist nicht nur in Worten sondern besonders auch in Taten. Deshalb sind zum Beispiel auch in Indien Christen aus dem Westen sehr respektiert, werden teilweise als Heilige angesehen. Christen, die ihr Evangelium sichtbar leben.


Du sprichst von zwischenmenschlichen Dingen. Das eine neue Lehre zuweilen als Hochmütig errachtet wird, vorallem wenn sie so absolut an der Wahrheit Jesus Christus festhält, ist so. Dadurch entsteht auch Trennung die von den Friedensgläubigen dann als Merkmal der Falschheit erkannt wird und nicht als das was sie tatsächlich ist.

Johncom ich kann tausend gute Taten tun auf dieser Welt die Geister scheiden sich erst dort wenn ich die Wahrheit Christi verkünde ;) Es ist zwar schön das die Leute das wirken Gottes sehen können aber dort wo es dann eben wieder zum ansehen der Person kommt und nicht zur Umkehr fehlt das was zur Wiedergeburt führt.

Ich habe von der Rebellion gegen Gott gesprochen und wer nicht erkennt das Götzen und Aberglauben zum Tode führt der wurde nicht Wiedergeboren und verharrt in der Hochmut es besser zu wissen als Gott. Ein Wiedergeborener erkennt das Gott recht hat und Jesus sagte das es kein Himmelreich ohne Wiedergeburt gibt. Hier spreche ich nicht von guten Taten den dies tun weltliche Helfer auch und auch die Asiaten. Ich kann tausend anlächeln und Ihnen gutes tun von Herzen und die meisten werden mich akzeptieren, wenn ich aber anfange Ihnen die Wahrheit zu verkünden dann werden von den tausend die zurücklachten, viele meine gutes Herz nicht mehr erkennen, weil sie von dem der mich sandte nichts wissen wollen und auch nicht von dessen absoluter Wahrheit weil sie lieber der Lüge glauben und gegen Wiedergeburt sträuben. Wer aber den erkennt in meinem Herz, der mich sandte der wird die Wiedergeburt erfahren und umkehren zu Ihm, nicht zu mir!!! ;)

Das Wort Heilsplan fiel mir auf, und vorher erwähntest Du einen Fluch. Dann auch 'andere Mächte'. Dieses Denken funktioniert, oder macht Sinn wenn es in der persönlichen Lebensgeschichte so erfahren wurde. Und was mir da wichtig erscheint ist auch in den anderen Religionen die Gläubigen Busse tun und Vergebung erfahren. Und in vielen Fällen weit mehr als es der bibeltreue Christ von sich selber kennt :!:
Gruß


Die Bibel spricht von dem Heil für alle Menschen, sie spricht von den anderen Mächten und vom Segen und Fluch. Dies habe ich sicher so erlebt aber die Bibel wurde nicht nur für mich persönlich geschrieben sondern für alle Menschen.

Wenn jemand wahrhaft vergebung erfährt dann ist meist ein untrügliches Zeichen das er Erkenntnis bekommt über den Heilsplan Gottes wenn dies fehlt dann hat er sicher auch grosses erlebt aber zwischen grossem erleben, grossem tun und der Wahrheit wird ein Unterschied existieren der sichtbar bleiben wird.

Der Anti Christ wird grosses tun um sogar die Heiligen zu verführen, Johncom wie dies genau aussehen wird wissen wir nocht nicht im Detail, wir wissen lediglich das grosser Aberglauben viele zum Abfall und ins Verderben bringen wird. Er wird vordergründig auch gutes tun aber die Wahrheit wird er hassen und bekämpfen.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Enggi » Sa 25. Apr 2009, 12:26

Johncom hat geschrieben:Und was mir da wichtig erscheint ist auch in den anderen Religionen die Gläubigen Busse tun und Vergebung erfahren. Und in vielen Fällen weit mehr als es der bibeltreue Christ von sich selber kennt :!:

Die evangelischen Christen wurden jetzt dann bald 30 Jahre falsch gelehrt, dass die Gnade das Gesetz ersetzt hätte. Entsprechend wenig Gottesfurcht haben sie, desto mehr Angst (vor Krankheit, biometrischen Pässen, raschelnden Blättern usw.)
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Pilgrim » Sa 25. Apr 2009, 18:00

Johncom hat geschrieben: Und was mir da wichtig erscheint ist auch in den anderen Religionen die Gläubigen Busse tun und Vergebung erfahren.

Wenn “andere Religionen” Vergebung anbieten, warum dann Karma?
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Pilgrim » Sa 25. Apr 2009, 18:52

Enggi hat geschrieben:Die evangelischen Christen wurden jetzt dann bald 30 Jahre falsch gelehrt, dass die Gnade das Gesetz ersetzt hätte.

....wenn doch Gottes Schrift klipp und klar sagt "aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch - Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme" (Epheser 2:8-9).... :oops:
Entsprechend wenig Gottesfurcht haben sie, desto mehr Angst (vor Krankheit, biometrischen Pässen, raschelnden Blättern usw.)

Kleiner Gedanke von einem Sohn Korahs:

Psalm 49:11 “Sogar die Weisen sterben; der Tor und der Narr kommen miteinander um und überlassen anderen ihr Vermögen. Ihr innerer Gedanke ist, daß ihre Häuser ewig bestehen und ihre Wohnungen auf alle Geschlechter hin; sie nennen Ländereien nach ihrem Namen. Aber der Mensch in seiner Pracht bleibt nicht; er gleicht dem Vieh das umkommt.”

Psalm 49:17 “Fürchte dich nicht wenn einer reich wird, wenn die Herrlichkeit seines Hauses groß wird; denn bei seinem Tod nimmt er das alles nicht mit; seine Herrlichkeit fährt ihm nicht nach. Denn er beglückwünscht sich solange er lebt -- und wenn auch Menschen dich loben wenn es dir gut geht! -- wird auch er eingehen zum Geschlecht seiner Väter; sie werden nie das Licht sehen. Mensch in seiner Pracht, jedoch ohne Einsicht, gleicht dem Vieh das umkommt.”
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » So 26. Apr 2009, 08:22

Pilgrim hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben: Und was mir da wichtig erscheint ist auch in den anderen Religionen die Gläubigen Busse tun und Vergebung erfahren.

Wenn “andere Religionen” Vergebung anbieten, warum dann Karma?


Die Lehre über Karma wird im Westen überbetont. Karma heißt, glaub ich: Tat oder Handlung. Wer Gutes tut wird Gutes ernten und umgekehrt, also vielleicht auch eine pädagogisch sinnvolle Lehre. Die eigentliche Lehre der östlichen Religionen zielt auf Vermeidung der Ich-Haftigkeit bei allem was man tut. Also die Empfehlung ist schon: Tue Gutes aber denk nicht an Belohnung oder persönlichen Verdienst.
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » So 26. Apr 2009, 08:25

kingschild hat geschrieben:Die westliche Welt ist mit Ihrem Überfluss und Ihrer Esoterik auch gesättigt, dieser Umstand soll einen Christen nicht hindern die Wahrheit zu erzählen.


Wir erleben das in dieser Zeit, es entstehen christliche Gemeinschaften in Asien und Afrika wie auch hier im Westen Schulen entstehen, die auf buddhistischer, taoistischer oder hinduistischer Lehre aufbauen. Christen erzählen ihre Version der Wahrheit überall, aber sie fruchtet nur wo sie auf durstigen Boden fällt.

kingschild hat geschrieben:Gott wird die seinen auch in Asien befreien und jeder der Ihn erkennt wird brechen, mit dem was trennt von Gott.


Befreien von was ? Du wirst antworten: von der Knechtschaft der Sünde oder ähnlich. Dort drüben hat man auch das Wort Sünde aber es 'sitzt nicht so tief' wie bei dem, der in christlich dominierten Kulturen aufgewachsen ist. Die asiatischen Christen sind eher mit einer positiven Vision zu bewegen, bei vielen ist es die Hoffnung auf ein besseres Leben allgemein, was sie Christen werden ließ. Und das besonders wenn sie aus den benachteiligten Schichten stammen. Der gutgekleidete Prediger mit eigenem Auto, der amerikanische Spendengelder mitbringt .. auch das steckt an. Der westliche 'Mut zum Erfolg'.

Johncom hat geschrieben:Deshalb sind zum Beispiel auch in Indien Christen aus dem Westen sehr respektiert, werden teilweise als Heilige angesehen. Christen, die ihr Evangelium sichtbar leben.


kingschild hat geschrieben:Du sprichst von zwischenmenschlichen Dingen. Das eine neue Lehre zuweilen als Hochmütig errachtet wird, vorallem wenn sie so absolut an der Wahrheit Jesus Christus festhält, ist so. Dadurch entsteht auch Trennung die von den Friedensgläubigen dann als Merkmal der Falschheit erkannt wird und nicht als das was sie tatsächlich ist.


Die Wahrheit Jesus Christus wird anscheinend verschieden gelehrt und gelebt. Die einen versuchen zu leben wie Jesus, die anderen beten ihn an wie eine Figur, also einen Heils-Götzen.

kingschild hat geschrieben:Ich habe von der Rebellion gegen Gott gesprochen und wer nicht erkennt das Götzen und Aberglauben zum Tode führt der wurde nicht Wiedergeboren und verharrt in der Hochmut es besser zu wissen als Gott. Ein Wiedergeborener erkennt das Gott recht hat und Jesus sagte das es kein Himmelreich ohne Wiedergeburt gibt. Hier spreche ich nicht von guten Taten den dies tun weltliche Helfer auch und auch die Asiaten. Ich kann tausend anlächeln und Ihnen gutes tun von Herzen und die meisten werden mich akzeptieren, wenn ich aber anfange Ihnen die Wahrheit zu verkünden dann werden von den tausend die zurücklachten, viele meine gutes Herz nicht mehr erkennen, weil sie von dem der mich sandte nichts wissen wollen und auch nicht von dessen absoluter Wahrheit weil sie lieber der Lüge glauben und gegen Wiedergeburt sträuben. Wer aber den erkennt in meinem Herz, der mich sandte der wird die Wiedergeburt erfahren und umkehren zu Ihm, nicht zu mir!!! ;)


Gut gesagt. Dann mußt Du sehr viel Platz machen in Deinem Geist und in Deinem Herzen so daß Christus aus Dir heraus wirkt und nicht mehr Du selber. Das ist was die Hindus unter den Indern Karma Yoga nennen, Handeln in völliger Selbstlosigkeit, Dienst für Gott und die Menschheit ohne jede Belohnungserwartung.
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Enggi » So 26. Apr 2009, 11:06

Gustav hat geschrieben:was unter scheidet einen guten Mensch von einen wirklich schlechten Menschen?

Der Mensch an sich wäre schon gut, wenn nur die (schlechten) Leute nicht wären. :lol:
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Enggi » So 26. Apr 2009, 11:17

Pilgrim hat geschrieben:....wenn doch Gottes Schrift klipp und klar sagt "aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch - Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme" (Epheser 2:8-9).... :oops:

Das stimmt schon, retten kann das Gesetz nicht, weil es von jedem Menschen mindestens einmal übertreten wird. Was aber nützt die Errettung durch den Glauben, wenn sie auch wieder verloren gehen kann, weil wegen Missachtung des Gesetzes keine Überwindung erfolgte: „Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.“ (Offenbarung 3,5)

Es gibt Gemeinden, bei denen gehört Ehebruch schon beinahe zum guten Ton.
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Oli4 » Mo 27. Apr 2009, 10:27

Enggi hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:....wenn doch Gottes Schrift klipp und klar sagt "aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch - Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme" (Epheser 2:8-9).... :oops:

Das stimmt schon, retten kann das Gesetz nicht, weil es von jedem Menschen mindestens einmal übertreten wird. Was aber nützt die Errettung durch den Glauben, wenn sie auch wieder verloren gehen kann, weil wegen Missachtung des Gesetzes keine Überwindung erfolgte: „Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.“ (Offenbarung 3,5)

Es gibt Gemeinden, bei denen gehört Ehebruch schon beinahe zum guten Ton.

Guten Morgen Enggi

Ich finde gut dass deine neue theologische Grundlage (Ch.O.) schlimme Zustände in gewissen so gelagerten Denomonationen und Gruppierungen anprangert und zur Busse aufruft und auch hoffentlich vielen die Augen öffnet mit diesem Aufruf.
Ich finde es aber sehr bedenklich, wenn dann eine Theologie verbreitet wird, die biblisch zu kurz greifend, diese anvisierten Geschwister von ihrem noch vorhandenen Tun in fleischlichen Eigenlüsten hin zu einem Tun einer ebenso fleischlich entsprungenen Selbsterhaltungs-Erlösung hin führt....


Zur biblischen Erklärung WIE man denn ein für alle mal überwindet ein Hinweis vom selben geistgetriebenen Schreiber wie derjenige der Offenbarung Christi.

1Joh 4,4 Ihr seid aus Gott, Kinder, und habt sie überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist als der, welcher in der Welt ist. ER muss in MIR sein und dies in der Zeitform des Präsens welches heute schon IST.

Und dann wenn ich in diesem Präsens-Stand bin, kann ich das (in Freiheit) tun weil ER eben grösser ist als Satan (nicht weil ich das irgendwie alleine könnte). Wer aus diesem anfänglich schwachen Glauben heraus Busse und Umkehr getan hat und nun felsenfest und bestimmt weiss, dass Christus ALLES getan hat für mich (und alle die glauben), der dar sich nun auch im wachsenden Glauben darauf verlassen, dass ER sie in allen schwierigen und all ihren doch dann und wann selbssüchtigen rückfälligen Lebenslagen immer wieder zur Bekenntniss beim VATER führen wird, um sie auch so zu ERZIEHEN und sie dürfen auch wissen, dass dies NIE was mit Verlust des Heils etwas zu tun hat.
Wie könnten die Schreiber der Briefe sonst die angeschriebenen Heiligen als Brüder und Heilige benennen (inkl. den Galathern und den Korinthern!?).

1Joh 5,4 Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.

Glaube ohne Werke, - das untrerschreibe ich- ist toter Glaube. Werke ohne Glaube sind tote Werke. Beide haben kein Leben in sich.
Leben erhalten wir geschenkt durch Glauben. Werke zeigen dass dieses Leben vorhanden ist und zu wirken beginnt und wirkt.
Werke bringen nie Leben hervor; Werke erhalten nie Leben.
Sie zeigen aber an, dass Leben vorhanden ist; dass Wandlung vonstatten gegangen ist.
Überwinden ist sich vollständig in Christus zu begeben.
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Pilgrim » Mo 27. Apr 2009, 18:11

Enggi hat geschrieben:
Pilgrim hat geschrieben:....wenn doch Gottes Schrift klipp und klar sagt "aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch - Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme" (Epheser 2:8-9).... :oops:

Das stimmt schon, retten kann das Gesetz nicht, weil es von jedem Menschen mindestens einmal übertreten wird. Was aber nützt die Errettung durch den Glauben, wenn sie auch wieder verloren gehen kann, weil wegen Missachtung des Gesetzes keine Überwindung erfolgte: „Wer überwindet, der soll mit weißen Kleidern angetan werden, und ich werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.“ (Offenbarung 3,5)

Bei unserer Errettung gibt’s doch kein “aber”……erfreust du dich denn gar nicht mehr an deiner Erlösung…. :cry: Was meinst du mit “Gesetz überwinden”? Das hat Christus doch schon getan…Er ist unser Stellvertreter….”denn Er machte den der von keiner Sünde wusste für uns zur Sünde, damit wir in Ihm die Gerechtigkeit Gottes werden” (2.Korinther 5:21). Wir sollten Gott uns perfekt machen lassen! Wir sollten Gott lieben, sollten Menschen von Glauben, Hoffnung, Liebe und Freude sein…. :]
Es gibt Gemeinden, bei denen gehört Ehebruch schon beinahe zum guten Ton.

Wir können aber wieder erneuert werden.

“Er erquickt meine Seele; Er führt mich auf rechtem Pfade
um Seines Namens willen” (Psalm 23:3).

“Kehrt um, ihr abtrünnigen Kinder! Ich will eure Abtrünnigkeit heilen! (Jeremia 3:22).

“Wir aber, die Starken, haben die Pflicht, die Gebrechen der Schwachen zu tragen und nicht Gefallen an uns selbst zu haben…..Darum nehmt einander an, gleichwie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes!” (Römer 15:1,7).

“Wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt, und es führt ihn einer zur Umkehr, so soll er wissen: Wer einen Sünder von seinem Irrweg zur Umkehr führt, der wird eine Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken” (Jakobus 5:19-20).

Nachdem er Christus leugnete, hatte Petrus sich Jesus Christus zu stellen und musste seine Liebe hinterfragt haben. Jesus fragte ihn dreimal “Liebst du Mich?” und Petrus war tief traurig (Johannes 21:17). Natürlich liebte er Christus und darum kehrte er zu Ihm zurück und war wieder erneuert.

Wir sind alle Sünder und Sünde zu wählen ist eine Leugnung von Christus. Im Römer 15 hat Paulus für die sündigenden Glieder des Leibes zur Erneuerung zur geistlichen Gesundheit einen Drei-Ablaufschritt aufgezeichnet: hebt sie auf, stützt sie und baut sie auf.... :lesen:
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Mo 27. Apr 2009, 20:46

Enggi hat geschrieben:Es gibt Gemeinden, bei denen gehört Ehebruch schon beinahe zum guten Ton.


Jesus hat ja kein Vakuum hinterlassen in das jetzt Ungerechtigkeit und Gesetzlosigkeit einströmen sollte. Dann hätten wir's falsch verstanden. Ehebruch ist nach wie vor ein Übel. Jesus kam nicht um die Sünde gut zu heißen. Es heißt zwar, Christus ist des Gesetzes Ende, wer an den glaubt der ist gerecht (Röm 10:4) aber das AT an sich war ja schon im Sinne von Mt 7:12 geben. Wieviel mehr das NT (Mt 5, Heb 8:10, Heb 10:10-12). So folgt auf Röm 10 auch Röm 13:9-14. Jesus löste vieles das von Menschenhand oder von dieser Welt war durch das vorzüglichere himmlische ab (Joh 8:23, Joh 3:13, Heb 8:5, Heb 10:1). Das himmlische ist aber besser und nicht schlechter.

"Weiter, liebe Brüder, bitten wir euch und ermahnen in dem HERRN Jesus (nach dem ihr von uns empfangen habt, wie ihr solltet wandeln und Gott gefallen), daß ihr immer völliger werdet. Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den HERRN Jesus. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, und daß ihr meidet die Hurerei und ein jeglicher unter euch wisse sein Gefäß zu behalten in Heiligung und Ehren." (1.Thes 4:1-4 - Lut1912 - hervorgehoben von Grasy)

Vergl. auch 1.Kor 6:11+20, Heb 4:15-16

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » Mo 27. Apr 2009, 21:20

Johncom hat geschrieben:Die Wahrheit Jesus Christus wird anscheinend verschieden gelehrt und gelebt. Die einen versuchen zu leben wie Jesus, die anderen beten ihn an wie eine Figur, also einen Heils-Götzen.


Ja es ist schon so das es hier Unterschiede gibt wobei ich es nicht so Ausdrücken würde.

Die einen folgen einfach nach und die anderen folgen nach und nehmen in Dankbarkeit noch etwas an das vor der Nachfolge kommt und was es braucht damit die Nachfolge von Erfolg gekrönt sein wird. Während einige meinen dies sei nicht nötig, sie schaffen dies auch ohne Gottes Schuldenerlass frei zu werden.

Apg 13, 39Durch Jesus aber ist das möglich. Jeder, der an ihn glaubt, wird von aller Schuld freigesprochen.

Gut gesagt. Dann mußt Du sehr viel Platz machen in Deinem Geist und in Deinem Herzen so daß Christus aus Dir heraus wirkt und nicht mehr Du selber. Das ist was die Hindus unter den Indern Karma Yoga nennen, Handeln in völliger Selbstlosigkeit, Dienst für Gott und die Menschheit ohne jede Belohnungserwartung.


Dem ersten würde ich voll beipflichten, das zweite hat für mich schon wieder den Beigeschmack von Werksgerechtigkeit.

Gott gibt mir ein Geschenk und er sagt es auch zu, das er das wollen und vollbringen schaffen wird in mir. Darum freue ich mich auf das verheissene :praisegod: Ihm dienen tue ich weil er es wert ist das er Lob, Preis und Ehre bekommt. Dies tue ich nicht nur in Werken am Menschen sondern auch im Lobpreis das ich dann nebenzu noch gesegnet werde ist ein Nebeneffekt den ich auch mit Danksagung annehmen kann.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon noah » Mo 27. Apr 2009, 22:03

kingschild hat geschrieben:
Apg 13, 39Durch Jesus aber ist das möglich. Jeder, der an ihn glaubt, wird von aller Schuld freigesprochen.



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wie können die Übersetzungen so verfälscht sein?
1.da steht nicht :
-der an ihn glaubt..
sondern Glaubiger.

2-da steht nicht :
-von aller schuld frei gesprochen ,
sondern:
-durch ihn freigesprochen (der von Moses Gesetz her schuld hat)

und ob Jesus so was selber je gesagt hat?

(Ist schon klar das bestimmte regeln die auf Juden verhängt waren durch Jessus erleichtert wurden...)

gruss
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Mo 27. Apr 2009, 23:47

Hier eine andere Übersetzung (+ ein weiterer Vers):

"So sollt ihr nun wissen, ihr Männer und Brüder, daß euch durch diesen Vergebung der Sünden verkündigt wird; und von allem, wovon ihr durch das Gesetz Mose nicht gerechtfertigt werden konntet, wird durch diesen jeder gerechtfertigt, der glaubt." (Apg 13:38-39 - Schlachter2000)
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » Di 28. Apr 2009, 08:16

Johncom hat geschrieben:Gut gesagt. Dann mußt Du sehr viel Platz machen in Deinem Geist und in Deinem Herzen so daß Christus aus Dir heraus wirkt und nicht mehr Du selber. Das ist was die Hindus unter den Indern Karma Yoga nennen, Handeln in völliger Selbstlosigkeit, Dienst für Gott und die Menschheit ohne jede Belohnungserwartung.


kingschild hat geschrieben:Dem ersten würde ich voll beipflichten, das zweite hat für mich schon wieder den Beigeschmack von Werksgerechtigkeit.


Werksgerechtigkeit ... Wenn eine Belohnung nicht erwartet wird, ist ja auch keine Gerechtigkeit im Spiel.

kingschild hat geschrieben:Gott gibt mir ein Geschenk und er sagt es auch zu, das er das wollen und vollbringen schaffen wird in mir. Darum freue ich mich auf das verheissene :praisegod: Ihm dienen tue ich weil er es wert ist das er Lob, Preis und Ehre bekommt. Dies tue ich nicht nur in Werken am Menschen sondern auch im Lobpreis das ich dann nebenzu noch gesegnet werde ist ein Nebeneffekt den ich auch mit Danksagung annehmen kann.


Und das nennen die Hindus Bhakti Yoga: Lobpreis, Dankgebet, Gott 'ehren'. ;)
Nein, ich will den Hinduismus nicht anpreisen. Und überhaupt bietet der heutige Hinduismus ein Disaster, eine jedenfalls für unsere Augen chaotische Glaubensvielfalt. Und dort, in Indien ist der Materialismus jetzt stärker als hier .. die fangen gerade erst an ! Ich möchte nur etwas zum wohlmeinenden Verständnis dieser anderen älteren Religionen beitragen. Man sollte nicht alles schlecht machen nur weil es so anders und fremd für uns aussieht.
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Di 28. Apr 2009, 13:01

Johncom hat geschrieben:Werksgerechtigkeit ... Wenn eine Belohnung nicht erwartet wird, ist ja auch keine Gerechtigkeit im Spiel.


Ich denke das hängt auch davon ab wer was gewirkt hat und wie gewirkt wird. Das christliche Ziel ist jedenfalls nicht Selbstlosigkeit zum Selbstzweck. Ich denke sogar daß es dahin geht daß eine Belohnung und ein kommendes Reich (Heb 11, Kol 3) klar in Aussicht gestellt wurde. Trotz dessen das auch vom Kreuz auf sich nehmen und Selbstverleugnen gelehrt wird. Ich denke aber Jesus kennt die Menschen doch bedeutend besser. Wenn man von Menschen verlangt sie dürfen nichts mehr hoffen oder noch einfacher gesagt nichts mehr essen dann könnte man zwar auf der einen Seite festhalten wie "Selbstlos" dieser Auftrag anmuten lässt auf der anderen Seite werden Menschen die einfach nicht mehr essen keine Kraft haben und in wichtigerem fehlen. Das Evangelium ist nicht ohne Jesus Christus. Hier denke ich auch an Heb 4 (Ende Kapitel) oder Jes 40 (auch eher Ende Kapitel).


Man sollte nicht alles schlecht machen nur weil es so anders und fremd für uns aussieht.


Man sollte aber auch durch "Offenheit für fremdes" nicht das Evangelium umkrempeln als ob es ein anderes richtiges gäbe das am Namen Jesus Christus vorbei ginge. Das hat mit "fremd" dann nur wenig zu tun sondern ist einfach falsch und dabei ist es egal ob das dann in Europa oder weit weg in Asien behauptet wird.


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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » Mi 29. Apr 2009, 07:22

Grasy hat geschrieben:Ich denke das hängt auch davon ab wer was gewirkt hat und wie gewirkt wird. Das christliche Ziel ist jedenfalls nicht Selbstlosigkeit zum Selbstzweck.


Grasy, das stimmt. Ist auch nicht gemeint, denn Selbstzweck ist wieder 'meine' Erwartung, 'meine' Hoffnung. Jesus lehrte aber in diesem hohen Gebet 'Dein Wille geschehe', das bedeutet eben daß ich für mich nichts wünsche.

Grasy hat geschrieben:Wenn man von Menschen verlangt sie dürfen nichts mehr hoffen oder noch einfacher gesagt nichts mehr essen dann könnte man zwar auf der einen Seite festhalten wie "Selbstlos" dieser Auftrag anmuten lässt auf der anderen Seite werden Menschen die einfach nicht mehr essen keine Kraft haben und in wichtigerem fehlen.


Also ich würd von anderen Menschen nichts verlangen. Wer welchen Weg gehen kann oder will, der hat meistens bestimmte auch oft leidensvolle Erfahrungen gemacht, so daß er nachdenkt und sich umschaut ob es eine alternative Lebens- oder Glaubensweise gibt.

Grasy hat geschrieben:Man sollte aber auch durch "Offenheit für fremdes" nicht das Evangelium umkrempeln als ob es ein anderes richtiges gäbe das am Namen Jesus Christus vorbei ginge. Das hat mit "fremd" dann nur wenig zu tun sondern ist einfach falsch und dabei ist es egal ob das dann in Europa oder weit weg in Asien behauptet wird.


Auch der Name Jesus Christus wird zum Fetisch oder zum Götzen, wenn nicht das Wesen, der Geist, die Kraft Jesu ... kurz gesagt, seine Botschaft verinnerlicht und gelebt wird.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » Mi 29. Apr 2009, 11:40

Johncom hat geschrieben:
Werksgerechtigkeit ... Wenn eine Belohnung nicht erwartet wird, ist ja auch keine Gerechtigkeit im Spiel.


Und was ist der Sinn und das Ziel das angestrebt wird, keines? :shock: Wenn dem so ist dann kann ich nur sagen, bin ich froh das ich mit Gott zusammen auf etwas hinarbeite und mich freuen darf auf Gottes Verheissungen.


Und das nennen die Hindus Bhakti Yoga: Lobpreis, Dankgebet, Gott 'ehren'. ;)


Die frage ist ja welchen von den vielen oder eben andersherum gefragt was genau wird geehrt?

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Mi 29. Apr 2009, 12:42

Johncom hat geschrieben:Auch der Name Jesus Christus wird zum Fetisch oder zum Götzen, wenn nicht das Wesen, der Geist, die Kraft Jesu ... kurz gesagt, seine Botschaft verinnerlicht und gelebt wird.


Daß auch falsche Christusse auftreten werden ist ja vorhergesagt. Es liegt nicht allein am Namen. Er steht aber im Evangelium für den Erlöser, für den Sohn Gottes. Jesus ist auferstanden. Er lebt! Also ist es nicht wirklich gut diesen Namen aus dem Evangelium herauszunehmen. Ein Evangelium ohne den Sohn Gottes, der auch das Lamm Gottes ist, also ohne Jesus Christus - ist nicht mehr das selbe, ist ein falsches Evangelium ob es von fern stammt oder vom Nachbarn oder von uns selbst.


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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » Do 30. Apr 2009, 07:00

Grasy, daß sogar 'falsche Christusse' unterwegs sein könnten, diese Vorstellung macht das Leben für manche dann hochkompliziert, besonders wenn gekoppelt mit Satans-Angst. Überall muß man dann Böses, Hinterlistiges vermuten, alles könnte 'Einflüsterung' sein, schlimm. Aber ich weiß nicht warum man die Bibel als Prophezeiungsbuch deuten will, für mein Gefühl könnten diese Passagen eher auf die unmittelbare Zeit nach dem Weggang Jesu hinweisen.

Aber wollte eigentlich sagen, der Name ist nicht das wesentliche. Ein wesentliches sind zu Beispiel die Ermahnungen der Bergpredigt, und wer diesen folgt, vertraut einfach und macht sich keine Sorgen um falsche Christusse, oder ?

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » Do 30. Apr 2009, 07:32

kingschild hat geschrieben:Und was ist der Sinn und das Ziel das angestrebt wird, keines? :shock: Wenn dem so ist dann kann ich nur sagen, bin ich froh das ich mit Gott zusammen auf etwas hinarbeite und mich freuen darf auf Gottes Verheissungen.


Sinn und Ziel der Religionen ist zum Trost und Loslösung von Schuld und Verstrickungen im gewöhnlichen Alltagsleben. Jeder Mensch ( nachdem er sich die Hörner mal abgestossen hat ) sehnt sich nach Rückkehr in einen bleibenden ungetrübten Frieden. Siehst Du anders ?

Und das nennen die Hindus Bhakti Yoga: Lobpreis, Dankgebet, Gott 'ehren'. ;)


kingschild hat geschrieben:Die frage ist ja welchen von den vielen oder eben andersherum gefragt was genau wird geehrt?


Für den gebildeten Hindu ist es klar, daß Gott unbegreifbar ist und nicht in einer Idol-Figur abbildbar, und dennoch geht er zum worship, es ist legitim. Auch Christen hatten immer Symbole wie Kreuze, Altäre und feiern Rituale. Wenn der Hindu dem Priester ein Opfer gibt, wie Blumen ... der Priester damit die Figur schmückt, ist der Gläubige demütig und spricht seine Bitten aus.

Im hinduistischen Orten lebt vieles wie bei uns früher und zum Teil noch im Katholizismus: Feiertage, Prozessionen, Wallfahrten, Wunder ... aber so genau wolltest Du es auch nicht wissen, gell ?

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Do 30. Apr 2009, 12:43

Johncom hat geschrieben:Aber ich weiß nicht warum man die Bibel als Prophezeiungsbuch deuten will, für mein Gefühl könnten diese Passagen eher auf die unmittelbare Zeit nach dem Weggang Jesu hinweisen.


Das denke ich nicht. Es waren im AT Prophezeihungen (oft auf Jesus) und es sind auch im NT Prophezeihungen und Warnungen geschrieben (2.Tim 3). Guck dir z.B. Mt 24:42 an. Ein Wachen für etwas das schon geschehen ist macht keinen Sinn. Jesus wird aber zu einer Stunde wiederkommen (Mt 24:44).


Aber wollte eigentlich sagen, der Name ist nicht das wesentliche.


Das würde ich nicht wirklich sagen. Ein Name ohne Person oder einer falschen Person ist etwas fragwürdig. Aber Jesus lebt. Zum mutmaßlichen "nicht wesentlich" könntest du dir vielleicht Apg 3:6+15-16 und Apg 4:10-12 ansehen.


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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Taube » Do 30. Apr 2009, 13:10

Johncom hat geschrieben:Aber ich weiß nicht warum man die Bibel als Prophezeiungsbuch deuten will, für mein Gefühl könnten diese Passagen eher auf die unmittelbare Zeit nach dem Weggang Jesu hinweisen.

Du hast natürlich recht, die Bibel ist nicht ein Prophezeihungsbuch, das die Zukunft aufzeigt. Dafür hat man Wahrsager und Nostradamus. Was die Bibel dazu sagt, ist ja weidlich bekannt. Die alten Propheten waren, so meine ich, vor allem politische und soziale Zeitanalytiker und -kritiker, die mit scharfem Blick die Zeit angeschaut haben und auf Handlungsalternativen hingewiesen haben. Da liegt die Kraft der Propheten. Sie sagten das, was offensichtlich ist und nur wenige akzeptieren wollten.
Aber dann später, z.B. um die Zeit Jesus und nachher, wurde dann den Menschen plötzlich klar, dass die Propheten die Sache, was war, klar gesehen haben, wie recht die Propheten hatten, wie genau sie die Menschen erkannten in ihrem Handeln und wie damals schon die Lösung auf der Hand lag. So musste es den Menschen im Nachhinein vorkommen, dass die Propheten vorausgesagt haben. Aber eigentlich ist es ein Offenbar-werden gewesen. Sie erkannten auch ihre Zeit in den Worten der Propheten. Für mich eröffnet sich so, ein ganz starkes Bild der menschlichen Geschichte, in der sich die Bibel, die Erfahrung Gottes mit den Menschen, als eine Offenbarung Gottes für den Menschen zeigt.


Gruss Taube
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » Do 30. Apr 2009, 16:51

Johncom hat geschrieben:
Sinn und Ziel der Religionen ist zum Trost und Loslösung von Schuld und Verstrickungen im gewöhnlichen Alltagsleben. Jeder Mensch ( nachdem er sich die Hörner mal abgestossen hat ) sehnt sich nach Rückkehr in einen bleibenden ungetrübten Frieden. Siehst Du anders ?


Das Grundbedürfnis eine Beziehung mit Gott zu haben liegt seit jeher in Ihm, das Hörner abstossen und den Frieden in anderen Dingen suchen ist ein Ausdruck des Fehlens dieser Beziehung und ich sehe dies somit als Ersatz für das Wahre sowie ich auch sehe das der Mensch auf der Suche nach dieser Beziehung immer wieder an Ersatzfrieden kommt.


... aber so genau wolltest Du es auch nicht wissen, gell ?

Gruß


Genauer wissen wollte ich eigentlich nur welchen Gott, das die Katholische Kirche gerade im Hinblick um Götzenkulte oft diese Traditonen, noch mit dem Christentum vermischte, das wusste ich schon ziemlich genau. Ich weiss das Du Johncom glaubst das wir an den gleichen Gott glauben wie die Hindus...meiner Ansicht ist aber wenn jemand den Vater im Himmel kennt, dann wird er auch den Sohn kennen denn niemand kommt zum Vater als durch Ihn. Somit glaube ich das der Auftrag den Jesus an die Jünger gab, weitergeführt werden muss.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Do 30. Apr 2009, 21:22

Taube hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:Aber ich weiß nicht warum man die Bibel als Prophezeiungsbuch deuten will, für mein Gefühl könnten diese Passagen eher auf die unmittelbare Zeit nach dem Weggang Jesu hinweisen.

Du hast natürlich recht, die Bibel ist nicht ein Prophezeihungsbuch, das die Zukunft aufzeigt. Dafür hat man Wahrsager und Nostradamus. Was die Bibel dazu sagt, ist ja weidlich bekannt. Die alten Propheten waren, so meine ich, vor allem politische und soziale Zeitanalytiker und -kritiker, die mit scharfem Blick die Zeit angeschaut haben und auf Handlungsalternativen hingewiesen haben. Da liegt die Kraft der Propheten. Sie sagten das, was offensichtlich ist und nur wenige akzeptieren wollten.
Aber dann später, z.B. um die Zeit Jesus und nachher, wurde dann den Menschen plötzlich klar, dass die Propheten die Sache, was war, klar gesehen haben, wie recht die Propheten hatten, wie genau sie die Menschen erkannten in ihrem Handeln und wie damals schon die Lösung auf der Hand lag. So musste es den Menschen im Nachhinein vorkommen, dass die Propheten vorausgesagt haben.


Deine reduzierte Darstellungsweise wird der Bibel nicht gerecht Taube. Dem was du hier behauptest, stehen zahlreiche Ereignisse gegenüber, die nicht selten ein "wurde erfüllt" bedeuteten und auch kommende werden dir widersprechen. Die 4 Evangelien sind durchzogen mit Hinweisen darauf und Jesus bestätigt selbst noch das alles erfüllt werden musste was über ihn in den Schriften gesagt wurde. David schon wurde ein König vorhergesagt der folgen sollte (und eigentlich sollte das schon genügen):

"Wenn aber deine Tage aus sind, daß du hingehst zu deinen Vätern, so will ich dir Samen erwecken, der deiner Söhne einer sein soll; dem will ich sein Königreich bestätigen. Der soll mir ein Haus bauen, und ich will seinen Stuhl bestätigen ewiglich. Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Und ich will meine Barmherzigkeit nicht von ihm wenden, wie ich sie von dem gewandt habe, der vor dir war; sondern ich will ihn setzen in mein Haus und in mein Königreich ewiglich, daß sein Stuhl beständig sei ewiglich. Und da Nathan nach allen diesen Worten und all diesem Gesicht mit David redete, kam der König David und blieb vor dem HERRN und sprach: Wer bin ich, HERR, GOTT, und was ist mein Haus, daß du mich bis hierher gebracht hast?" (1.Chr 17:11-15 - Lut1912)

Jesaja hat über Jesus prophezeit (vergl Apg 8):

"Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt. Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. Da er gestraft und gemartert ward, tat er seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird, und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut." (Jes 53:5-7 - Lut1912)

Auch Sacharja hat prophezeit und sie waren nicht die einzigen. Das sind aber keine Zauberer oder Wahrsager sondern Propheten.

"Aber du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm, und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Füllen der Eselin." (Sach 9:9 - Lut1912)

"Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und träges Herzens, zu glauben alle dem, was die Propheten geredet haben! Mußte nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und fing an von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren." (Luk 24:25-27 - Lut1912)

"Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung (davon gesagt ist durch den Propheten Daniel), daß er steht an der heiligen Stätte (wer das liest, der merke darauf!), alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist; und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen; und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen. Weh aber den Schwangeren und Säugerinnen zu der Zeit! Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat. Denn es wird alsbald eine große Trübsal sein, wie nicht gewesen ist von Anfang der Welt bisher und wie auch nicht werden wird. Und wo diese Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Mensch selig; aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzt. So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus! oder: da! so sollt ihr's nicht glauben. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, daß verführt werden in dem Irrtum (wo es möglich wäre) auch die Auserwählten. Siehe, ich habe es euch zuvor gesagt." (Mt 24:15-25 - Lut1912 - hervorgehoben von Grasy)

"welcher muß den Himmel einnehmen bis auf die Zeit, da herwiedergebracht werde alles, was Gott geredet hat durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von der Welt an. Denn Moses hat gesagt zu den Vätern: »Einen Propheten wird euch der HERR, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern gleich wie mich; den sollt ihr hören in allem, was er zu euch sagen wird. Und es wird geschehen, welche Seele denselben Propheten nicht hören wird, die soll vertilgt werden aus dem Volk.« Und alle Propheten von Samuel an und hernach, wieviel ihrer geredet haben, die haben von diesen Tagen verkündigt." (Apg 3:21-23 - Lut1912)

"Lasset euch niemand verführen in keinerlei Weise; denn er kommt nicht, es sei denn, daß zuvor der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens, der da ist der Widersacher und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, also daß er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott. Gedenket ihr nicht daran, daß ich euch solches sagte, da ich noch bei euch war? Und was es noch aufhält, wisset ihr, daß er offenbart werde zu seiner Zeit." (2.Thes 2:3-5 - Lut1912)


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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Taube » Fr 1. Mai 2009, 11:02

Grasy hat geschrieben:...
Deine reduzierte Darstellungsweise wird der Bibel nicht gerecht Taube. Dem was du hier behauptest, stehen zahlreiche Ereignisse gegenüber, die nicht selten ein "wurde erfüllt" bedeuteten und auch kommende werden dir widersprechen. Die 4 Evangelien sind durchzogen mit Hinweisen darauf und Jesus bestätigt selbst noch das alles erfüllt werden musste was über ihn in den Schriften gesagt wurde....

Lies doch mal erst, was ich geschrieben habe. Meinst du ich kenne die Texte nicht, mir sind die alttestamentlich Propheten sehr nahe, viele Lieblingstexte dabei. da sind viele Lieblingstexte. Was Du schreibst, ist doch nicht im Gegensatz zu mir. Im Gegenteil, ich nehme die Texte noch viel schärfer und umfassender, als was Du jetzt gerade geschrieben hast. Die Prophetenbücher sind wahrscheinlich die wirkungsmächtigsten Texte für das Zweite Testament. Deshalb wehre ich mich, dass aus dem AT nur ein christliches Nostradamus Buch gemacht wird - dies verunglimpft nur die Juden und wird auch der Botschaft Jesus, der der Christus ist, nicht gerecht.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » Sa 2. Mai 2009, 09:20

kingschild hat geschrieben:Das Grundbedürfnis eine Beziehung mit Gott zu haben liegt seit jeher in Ihm, das Hörner abstossen und den Frieden in anderen Dingen suchen ist ein Ausdruck des Fehlens dieser Beziehung und ich sehe dies somit als Ersatz für das Wahre sowie ich auch sehe das der Mensch auf der Suche nach dieser Beziehung immer wieder an Ersatzfrieden kommt.


Kingschild ... gerad wo ich Deinen Nick abtippe fällt mir auf, er könnte king's child heissen. Bisher las ich ihn immer als King-Schild, also einer der wehrhaft den Schild des Königs trägt. :roll:

Nun, Frieden oder Ersatzfrieden .. wer berurteilt das ? Jemand, der unterscheiden und bewerten will. Und da ist bereits der Keim gelegt für den Unfrieden. Wirklicher Friede ist harmonisierend, wenn trotz der Zweiheit das Eine erkannt wird, dann kommt Vergebung und mit der Vergebung kommt der Friede. Eine sogenannte Beziehung zu Gott gibt noch nicht den wahren Frieden, solange dieser 'Gott' nur der Gott einer Sippe ist, oder einer eingeschworenen Gemeinschaft. Wir können das bei radikalen Christen sehen wie auch jetzt wieder bei radikalen Muslimen.

kingschild hat geschrieben:Genauer wissen wollte ich eigentlich nur welchen Gott, das die Katholische Kirche gerade im Hinblick um Götzenkulte oft diese Traditonen, noch mit dem Christentum vermischte, das wusste ich schon ziemlich genau. Ich weiss das Du Johncom glaubst das wir an den gleichen Gott glauben wie die Hindus...meiner Ansicht ist aber wenn jemand den Vater im Himmel kennt, dann wird er auch den Sohn kennen denn niemand kommt zum Vater als durch Ihn. Somit glaube ich das der Auftrag den Jesus an die Jünger gab, weitergeführt werden muss.


Wie lautete dieser Auftrag noch mal ? Eine neue Bibel drucken ? - Wenn wir sagen, dieser Gott und der andere Gott, dann definieren wir immer noch Vorstellungen. Es sind auch Vorstellungen was Christen definieren solange sie Gott wortwörtlich anhand von Bibelstellen festmachen wollen. Einen echteren Geschmack von dem was Gott ( Wahrheit ) ist, bekommen leider nur wenige, das sind dann die, die viel gefastet und gebetet haben und sich in Einsamkeit aufgehalten haben. Aber nichts dagegen, mit Leuten über die Bibel zu reden oder sie sogar zu konfrontieren. So kann es zu einem Lernen auf beiden Seiten kommen.

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