Guter Mensch, schlechter Mensch

Aus der Sicht und im Vergleich zum christlichen Glauben

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon erbreich » Mi 15. Apr 2009, 21:37

Grasy hat geschrieben:Du meinst die Frommen die eigentlich Sünder sind?

Sünde ist eine "Zielverfehlung". Weder Christus- noch Anders- noch Ungläubige sind davon ausgeschlossen. Keiner trifft immer und ausschliesslich ins Zentrum.

Über die mach dir bitte dann Sorgen wenn sie in ihrer Sünde zufrieden sind.

Ich mache mir keine Sorgen darüber. Das würde nichts bringen. Ich halte einfach die Augen offen - nach innen (mir selber gegenüber) als auch nach aussen (andern gegenüber).

Daß sich lebendiger Glaube im Tun erkennen lassen soll ist nun mal so.


Ganz genau.

Ich mache mir im Moment aber Gedanken über die welche nicht eingestehen wollen daß sie Jesus Christus als Erlöser (von den Sünden) brauchen


Über die mach' Du Dir mal keine Sorgen. Das kannst Du ruhig Gott überlassen, immerhin ist er es, der dieses "Wollen" ("und Vollbringen") schenkt, ("nach seinem Wohlgefallen"). Und ebenso ist er es, der verstockt, wen er will. Sei Du dankbar für die Gnade, die Dir widerfahren ist, dass Du nämlich einen Weg zum Heil finden durftest und nun gehen kannst. Urteile nicht hartherzig über die, "die nicht eingestehen wollen, dass sie Jesus Christus als Erlöser brauchen" (wie Du sagst). Es ist nämlich nicht Dein Werk, dass Du zu Jesus gefunden hast, Dich trifft daran nicht das kleinste Quentchen Verdienst. Reine Gnade.

Aber offensichtlich waren die in der Lage ihre Schuld einzugestehen und somit auch willig ihre Häufchen eigene Gerechtigkeit der Gerechtigkeit Gottes zu unterstellen (vergl. Röm 10:1-4).


Genau. Was schon damals den Frommen mehr Mühe bereitete und auch heute noch nicht anders ist.

Wo ist eigentlich 1.Joh 4:10, Röm 5:11 und Joh 8:36 geblieben?


In der Bibel nehm' ich an... sorry, ich sehe mich nicht genötigt, noch verpflichtet auf jedes Bibelzitat einzugehen. Würdest Du das tun, wenn ich hier mit einer Serie Palikanon-Versen daherkäme?

Bücher - auch "Heilige Bücher" - sind Wegweiser, Helfer für die Menschheit. Sie sind nicht Götter. Du kannst die Bibel absolut nehmen, als wäre sie Gott selbst. Das steht Dir natürlich frei. Ich tue es nicht. Ich fühle mich bei ihrer Lektüre keinesfalls zu Buchstabenhörigkeit und Blindgläubigkeit verpflichtet. Ich lese, prüfe, meditiere darüber und lerne umzusetzen, was ich als heilsam erkenne. Was ich nicht erkennen und nicht annehmen kann, das lasse ich getrost (vorläufig) beiseite.

Es gibt etliches - selbst im Neuen Testament - das sogar Du nicht wörtlich akzeptieren kannst. Ganz zu schweigen vom AT. Bei solchen Forderungen lassen selbst die charismatischen und evangelikalen Christen gerne mal das Ungerade Gerade sein. Umso stärker stürzt man sich dann auf andere Stellen, die die Gemeinde beharrlich wörtlich vertreten zu müssen meint. So lassen die meisten (wenn nicht alle) Freikirchen Frauen predigen und Funktionen ausüben, ganz entgegen der Forderung des Paulus (Gemeinden, die das nicht tun, gelten meist als "sektiererisch"). Hingegen wehe beispielsweise dem Homosexuellen, da haben wir das rote Tuch... (natürlich liebt man die Homosexuellen, nicht aber die Sünde, die sie tun).

Es geht mir hier nicht um die beiden angesprochenen Themen, darüber müssen wir jetzt hier nicht diskutieren (da gibt es andere Threads dafür). Sie dienen nur als Beislpiel für die Unverantwortlichkeit, mit der die Bibel absolut gesetzt wird. Und ebenso für die Willkür in ihrer Auslegung. Meine eigene Auslegung, mein eigenes Bibelverständnis mag ja auch in diesem Sinne willkürlich sein (auch ich finde in ihr, was ich finden will), zumindest weiss ich mich aber darin in bester christlicher Gesellschaft.

Gruss, erbreich
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Mi 15. Apr 2009, 22:17

erbreich hat geschrieben:Über die mach' Du Dir mal keine Sorgen. Das kannst Du ruhig Gott überlassen, immerhin ist er es, der dieses "Wollen" ("und Vollbringen") schenkt, ("nach seinem Wohlgefallen"). Und ebenso ist er es, der verstockt, wen er will. Sei Du dankbar für die Gnade, die Dir widerfahren ist, dass Du nämlich einen Weg zum Heil finden durftest und nun gehen kannst. Urteile nicht hartherzig über die, "die nicht eingestehen wollen, dass sie Jesus Christus als Erlöser brauchen" (wie Du sagst). Es ist nämlich nicht Dein Werk, dass Du zu Jesus gefunden hast, Dich trifft daran nicht das kleinste Quentchen Verdienst. Reine Gnade.


Stimmt, ich hab daran kein Quentchen Verdienst. Das heißt aber nicht daß daran kein Mensch mitgeholfen hat oder daß das Evangelium jetzt nicht mehr verkündet werden sollte oder es der Liebe entsprechen würde den Mund zu halten oder ein falsches Evangelium zu predigen (wo es doch nur eines gibt). Wir brauchen Jesus Christus!

"Denn »wer den Namen des HERRN wird anrufen, soll selig werden.« Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? wie sollen sie aber hören ohne Prediger? Wie sollen sie aber predigen, wo sie nicht gesandt werden? Wie denn geschrieben steht: »Wie lieblich sich die Füße derer, die den Frieden verkündigen, die das Gute verkündigen!« Aber sie sind nicht alle dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaja sagt: »HERR, wer glaubt unserm Predigen?« So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber aus dem Wort Gottes." (Röm 10:13-17 - Lut1912)

"Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh 3:16 - Lut1912)


Wo ist eigentlich 1.Joh 4:10, Röm 5:11 und Joh 8:36 geblieben?


In der Bibel nehm' ich an... sorry, ich sehe mich nicht genötigt, noch verpflichtet auf jedes Bibelzitat einzugehen. Würdest Du das tun, wenn ich hier mit einer Serie Palikanon-Versen daherkäme?


Naja du hast selbst aus 1.Joh 4 zitiert.

"Darin steht die Liebe: nicht, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden" (1.Joh 4:10 - Lut1912)


Mfg,
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon erbreich » Do 16. Apr 2009, 08:54

Grasy hat geschrieben:Das heißt aber nicht daß daran kein Mensch mitgeholfen hat

Solange Du daran mitgeholfen hast schreibst du Dir Deine Mithilfe zugute. Von daher kann ich nachvollziehen, weshalb Du dermassen auf andern Menschen herumpochst, sie mögen doch endlich Deinen Christus und in derselbigen Art und Weise wie Du es getan hast annehmen.

oder daß das Evangelium jetzt nicht mehr verkündet werden sollte


Nein, nein, künde ruhig davon. Und je mehr Deine Rede mit Deinem Handeln übereinstimmt, umso wahrer ist die Frohe Botschaft, die Du - als ganzer Mensch, nicht nur in Worten - verkündest.

oder es der Liebe entsprechen würde den Mund zu halten


Manchmal entspricht dies allerdings mehr der Liebe... und manchmal ist es Liebe, zu reden...

oder ein falsches Evangelium zu predigen (wo es doch nur eines gibt).


Ja, es gibt tatsächlich nur eine Wahrheit, und diese ist die einzige Frohe Botschaft:

Nicht gibt es Wahrheit vielerlei, verschieden,
Von ew'ger Geltung in der Welt, es sei denn bloß im Dünken.
Doch wenn ihr Grübeln sie in Theorien festgelegt,
Dann sprechen sie vom Doppelding der Wahrheit und des Irrtums.
(Buddha - Sutta Nipata, 886)


Wir brauchen Jesus Christus!


Warum nicht wirklichkeitsgemäss, bescheiden und einfach sagen: "Ich brauche Jesus."
Das würde Dich glaubwürdig machen. Du brauchst Jesus. Und Du glaubst an ihn und gehst seinen Weg, wie Du ihn verstehst.
Dagegen habe ich überhaupt gar nichts einzuwenden.

Das "wir brauchen Jesus" ist jedoch eine Unterstellung. Der Buddhist beispielsweise, braucht Jesus nicht. Was er aber sehr wohl braucht, ist der Heilsweg, den sowohl der Christus als auch der Buddha vor uns gegangen sind. Und da gibt es, wie beide bezeugt haben, eben nur den einen. Jesus hat ihn mit seiner Person identifiziert, Buddha mit seiner Lehre. Und so sind beide uns Sinnbilder für diesen einen Weg. Gehen müssen wir in selber, hier wie dort, so oder so.

Gruss, erbreich
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Do 16. Apr 2009, 12:46

erbreich hat geschrieben:Solange Du daran mitgeholfen hast schreibst du Dir Deine Mithilfe zugute.


Ach erbreich, viele von den Menschen die da mitgeholfen haben leben heute gar nicht mehr hier. Es geht doch hier nicht um ein "zugute" schreiben. Hätten die Apostel den Mund gehalten sähe es heute anders aus. Ich hab keine großen Sorgen daß Paulus das zu Kopf steigen wird wenn er mal sieht was seine Worte am Ende bewirkt haben.


Ja, es gibt tatsächlich nur eine Wahrheit, und diese ist die einzige Frohe Botschaft


Und die gibt´s nicht ohne Jesus Christus.


Warum nicht wirklichkeitsgemäss, bescheiden und einfach sagen: "Ich brauche Jesus."


Weil das unter Ausschluss des folgenden Zitat von dir Röm 3, Joh 14, Apg 4 und anderem nicht wirklich gerecht würde:


Das "wir brauchen Jesus" ist jedoch eine Unterstellung.


Das sehe ich durchaus nicht so.


Mfg,
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » Do 16. Apr 2009, 14:33

Naqual hat geschrieben:
Das Problem ist hier, dass Du es in schwarz und weiß darstellst und dann die Farben nicht mehr vorhanden sind und damit auch nicht mehr die Wahrheit.

Natürlich kannst Du nach Neuginea gehen, denen die Liebe Gottes vorleben und Dich in Vergebung üben. Du kannst ihnen auch zeigen, dass Du demütig bist und sie ernst nimmst. Über nichts würde die Botschaft Jesu besser verbreitet werden.
Die Botschaft Jesu kann man leben. Ist ja auch interessant, dass Jesus selbst stets die Nachfolge gefordert hat und nicht etwa sagte: Du kommst zum Vater, wenn Du die richtigen Lehrsätze glaubst!

Manchmal habe ich die Befürchtung, dass manche Leute meinen, man müsse an die Bibel glauben oder das Evangelium, sonst lande man in der Hölle. Warum sollte Gott Leichtgläubigkeit fördern? Gott ist Liebe. Also will er, dass wir zu ihm kommen. Dies ist dann möglich, wenn wir uns von seiner Liebe erfüllen lassen. Es ist aber nicht möglich, von SEINER Liebe erfüllt zu sein ohne wieder selbst diese Liebe weiterzugeben.
Vom Glauben an Buchstaben wurde nie geredet. Sehr wohl aber davon, dass die Schriften nützlich sind. Eben nützlich sind für den Glauben, das Wesen Gottes zu erkennen und froh drum zu ihm zu eilen.


Naqual, wenn man zuviel Buntfarben sieht kann man dabei den Text aus den Augen verlieren. So schwarz auf weiss kann oft mehr Eindruck hinterlassen, als verschleierte Grauzonen wo man das wesentliche aus den Augen verliert.

Warum hat Jesus wohl gelehrt das man von neuem geboren werden muss und das Evangelium verkündet werden soll? Wenn es nur ums vorleben geht dann hätter er nicht verkünden müssen.

Ja die Botschaft der Liebe die nicht in der Wahrheit wandelt habe ich schon gehört, von Hippies bis zu den ganz groben Sekten wie die Manson Jünger gibt und gab es da einige bunte Vögel, darum braucht es zwischendurch mal einen Buchstaben, das man vor lauter lieben und Gefühlen nicht vergisst das die Liebe in der Wahrheit bleibt.

Jesus hat zwar vorgelebt aber nicht nur, deshalb, vor lauter gutem vorleben sollten wir nicht vergessen auch zwischendurch mal zu verkünden was er verkündet hat. Den die Welt hat genügend Gurus, die gutes vorleben aber nicht die Botschaft Jesus verkünden. Der Buchstabe kann töten aber der abgeänderte Buchstaben noch mehr.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » Do 16. Apr 2009, 15:03

erbreich hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Wenn Du lehrst das es keine Bekehrung braucht...

Das lehre ich nicht. "Bekehrung" (metanoia = Umkehr, Sinnesänderung) ist das massgebende Erlebnis, das einen Menschen auf den Heilsweg führt. Im Buddhismus trägt es den Namen "Stromeintritt".


erbreich hat geschrieben:Da bedarf es keiner Sündenbekenntnis-, Busse- und Bekehrungsaufrufe anderer.


Das tönte aber beim ersten Statment noch viel anders, ich will Dir dies nicht unter die Nase reiben aber dieses war es, was mich unter anderem reagieren liess. Das die Lehre Buddah nicht meine ist das weisst Du ja.

erbreich hat geschrieben:Ich bin mit ihm gleicher Meinung.
Reicht Dir das jetzt tatsächlich?


Wenn ich es noch in deinen Worten finden würde dann wirst Du von mir nichts mehr hören als höchsten ein :praisegod:

Ich sehe da kein Problem, kingschild. Hat alles seine Richtigkeit. Und wenn Du nicht in der Lage bist darüber zu diskutieren wie wir das verstehen, dann lassen wir's halt. Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben und keiner kommt zum Vater ausser durch ihn. Korrekt.


Ich las halt aus Deinen Zeilen etwas anderes, nämlich das es dies nicht zwingend braucht um zum Heil zu gelangen und das einfach der Liebesweg ausreichend wäre wobei ich ja genau dort meine Vorbehalte machte.

Mein Begleiter

Nicht
wer mir folgt
wer seinen eigenen
Weg geht
ist mein Begleiter.

(Mohsen Charifi)


Ich wünsche Dir von Herzen, dass Dein Weg Dich vollständig befriedet und befreit!

Gruss, erbreich


Will mir jemand nachfolgen,
der verleugne sich selbst und
nehme sein Kreuz auf sich
und folge mir.


Jesus Christus


Mein eigenen Wege werden mich nie befrieden und befreien, Jesus Chrisus aber schon.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » Do 16. Apr 2009, 15:41

erbreich hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:
Wenn Du die Differnz zwischen der Aussage Petrus, der die Busse und Bekehrung auf den Namen Jesus Christi hin lehrt und Deiner Aussage nicht sehen kannst, dann bitte Jesus das er Dir die Augen öffnet das Du auf Deinem Weg bist aber nicht auf dem Weg Christi.


Wahrscheinlich bist Du nicht imstande, die Überheblichkeit und das Verurteilende in Deiner Aussage zu erkennen. Aber das, sagst Du...



Deine erste Aussage war das es keine Busse, Bekehrung und Heilsverkünder braucht. Gefolgt von einem Statment der Liebeslehre die ich so nicht kenne. Aufgrund dieser habe ich Dir dies oben geschrieben nicht um besser dazustehen oder mehr zu wissen als Du und auch nicht um Dich zu verurteilen. Würdest Du Jesus bitten/fragen dann würde er Dir zeigen was ich damit sagen wollte.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Elia » Do 16. Apr 2009, 16:22

kingschild hat geschrieben:
erbreich hat geschrieben:
... Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben und keiner kommt zum Vater ausser durch ihn. Korrekt.


Ich las halt aus Deinen Zeilen etwas anderes, nämlich das es dies nicht zwingend braucht um zum Heil zu gelangen und das einfach der Liebesweg ausreichend wäre wobei ich ja genau dort meine Vorbehalte machte.



Hallo zusammen, hallo Kingschild,

ich persönlich empfinde es so. Jesus (seine Botschaft, sein Weg) IST der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Das bedeutet aber nicht, daß ich diesen Weg nur durch Jesus (die Person) finden/geschenkt bekommen kann. Es gibt auch andere/anderes, was mich auf den Weg oder "in den Strom" führen kann.
Trotzdem kann man dem Weg auch den Namen Jesus geben, da er ihn verkörpert hat.

Nun gibt es sicher wieder 100 Bibelzitate die das widerlegen, aber wohl auch 100 die das belegen. Ist ja schon einiges geschrieben worden.

Zum eigentlichen Thema "GUT/BÖSE". Nie kann etwas nur gut oder nur böse sein, daß entbehrt der Ganzheit, der Einheit, unserer Natur. Ein Zitat das ich hier glaub ich schonmal genutzt habe aus einem Buch das ich sehr mag:

"Einseitig ist alles, was mit Gedanken gedacht und mit Worten gesagt werden kann, alles einseitig, alles halb, alles entbehrt der Ganzheit, des Runden, der Einheit. Wenn der erhabene Gotama lehrend von der Welt sprach, so mußte er sie teilen in Sansara und Nirvana, in Täuschung und Wahrheit, in Leid und Erlösung. Man kann nicht anders, es gibt keinen andern Weg für den, der lehren will. Die Welt selbst aber, das Seiende um uns her und in uns innen, ist nie einseitig. Nie ist ein Mensch, oder eine Tat, ganz Sansara oder ganz Nirvana, nie ist ein Mensch ganz heilig oder ganz sündig. Es scheint ja so, weil wir der Täuschung unterworfen sind, daß Zeit etwas Wirkliches sei. Zeit ist nicht wirklich, Govinda, ich habe dies oft und oft erfahren. Und wenn Zeit nicht wirklich ist, so ist die Spanne, die zwischen Welt und Ewigkeit, zwischen Leid und Seligkeit, zwischen Böse und Gut zu liegen scheint, auch eine Täuschung."

Liebe Grüße
Elia
"Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht. Das notwendigste Werk ist stets die Liebe."
Meister Eckhart (um 1260 - 1328), dt. Mystiker u. Dominikanerprediger
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Humpty » Do 16. Apr 2009, 16:48

kingschild hat geschrieben:
Ja die Botschaft der Liebe die nicht in der Wahrheit wandelt habe ich schon gehört, von Hippies bis zu den ganz groben Sekten wie die Manson Jünger gibt und gab es da einige bunte Vögel, darum braucht es zwischendurch mal einen Buchstaben, das man vor lauter lieben und Gefühlen nicht vergisst das die Liebe in der Wahrheit bleibt.

Jesus hat zwar vorgelebt aber nicht nur, deshalb, vor lauter gutem vorleben sollten wir nicht vergessen auch zwischendurch mal zu verkünden was er verkündet hat. Den die Welt hat genügend Gurus, die gutes vorleben aber nicht die Botschaft Jesus verkünden. Der Buchstabe kann töten aber der abgeänderte Buchstaben noch mehr.

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So könnte man das auch sehen.
Aber ein reines Christentum, im Sinne einer eigenständigen Religion, das existiert doch in dem Sinne nicht, kingschild.

Ich sehe das Christentum als eine Art von aufgesetztes Judentum, in Verbindung mit einem aus der Art geratenem Neuplatonismus. Das Grundübel des Christentums überhaupt - man "assimilierte" die Heiligen Schriften der Juden, beanspruchte die Wahrheit des Alten Testamentes für das Christentum allein, sprach dem jüdischen Glauben, also der jüdischen Weltreligion jegliche Daseinsberechtigung ab. Die Paulinischen Aussagen hierzu sind eindeutig, und so ist das so genannte Christentum bis heute eine auch jüdische Glaubensgemeinschaft, ist im Grunde eine jüdische entartete Religionsform die im tieferen Sinn den Gott der Juden anbetet. Die Wurzeln des Christentums sind jüdisch, der Religionsgründer ist jüdisch, also ist das Christentum auch jüdisch.

Diese Wurzeln zu verleugnen kostete dem jüdischen Volk, durch die gesamte christliche Geschichte hindurch, ungezählte Opfer, führte zu - von der Christenheit eigentlich niemals zu verantwortenden Menschenopfern (das sollte immer einmal wieder angesprochen werden), und so ist es dann kein Wunder mehr, das der Holocaust von einem christlichen Land verübt wurde, unterstützt von "urchristlichen" Staaten wie Polen, Frankreich, den Balkanländern u.s.w.
Heutige geschichtliche Untersuchungen zeigen das in all seinem schon wahnvollenteten Irrwitz.

Man entmündigte also den Gott der Juden, in dem man diesen Gotte zu Jesus Christus erklärte, unter anderem, siehe die Dreifaltigkeit. Man machte sich also hier niemals größere Gewissenkonflikte, im Christentum grundweg einer Theologie zu frönen, die menschenverachtender nicht sein kann, denn das jüdische Volk wurde vom Christentum entmündigt.
Wenn das, was im Paradies zerstört worden sein soll, zerstörbar war, dann war es nicht entscheidend; war es aber unzerstörbar, dann leben wir in einem falschen Glauben.
(Kafka)
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon erbreich » Do 16. Apr 2009, 17:35

kingschild hat geschrieben:
erbreich hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Wenn Du lehrst das es keine Bekehrung braucht...


Das lehre ich nicht. "Bekehrung" (metanoia = Umkehr, Sinnesänderung) ist das massgebende Erlebnis, das einen Menschen auf den Heilsweg führt. Im Buddhismus trägt es den Namen "Stromeintritt".


erbreich hat geschrieben:Da bedarf es keiner Sündenbekenntnis-, Busse- und Bekehrungsaufrufe anderer.


Das tönte aber beim ersten Statment noch viel anders, ich will Dir dies nicht unter die Nase reiben aber dieses war es, was mich unter anderem reagieren liess. Das die Lehre Buddah nicht meine ist das weisst Du ja.


Lies mal etwas genauer: Ich sagte metanoia (Umkehr, Sinnesänderung) sei das Erlebnis, das einen Menschen auf den Heilsweg führe. Dieser metanoia geht selbstverständlich eine (Sünden-) Zielverfehlungseinsicht voraus. Ohne eine solche Einsicht geschieht auch keine Umkehr.

Dann sagte ich, dass "es keiner Sündenbekenntnis-, Busse- und Bekehrungsaufrufe anderer" dazu bedürfe. Zumindest ganz bestimmt nicht öffentliche und pauschale. Einsicht in Fehler und Irrtümer zu gewinnen und sich selber eingestehen zu können ist ein sehr fragiles Geschehen, das grösster Einfühlsamkeit von Seiten der Mitmenschen - und erst recht von Seiten eines Mahners - bedarf.

Höllen- und Verdammungspredigten brauchen wir definitiv dazu nicht, denn nicht Angst vor Strafe und Verdammnis, sondern Freude an der Gnade und Liebe verändern einen Menschen zum Guten.

Mein eigenen Wege werden mich nie befrieden und befreien...


Das ist schade, denn Du hast nur die... auch auf dem Weg der Christus-Nachfolge (wie in jeder andern Nachfolge auch) ist es Dein Weg, den Du gehst. Ebenso hast Du nicht Christi Kreuz auf Dich zu nehmen, sondern Dein eigenes, wie Jesus selbst lehrte.

Gruss, erbreich
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon erbreich » Do 16. Apr 2009, 17:40

Elia hat geschrieben:"Einseitig ist alles, was mit Gedanken gedacht und mit Worten gesagt werden kann, alles einseitig, alles halb, alles entbehrt der Ganzheit, des Runden, der Einheit.

Ja, so wie Hermann Hesse in Siddharta kann man es auch sagen. :)

Gruss, erbreich
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » Do 16. Apr 2009, 18:33

Elia hat geschrieben:Hallo zusammen, hallo Kingschild,

ich persönlich empfinde es so. Jesus (seine Botschaft, sein Weg) IST der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Das bedeutet aber nicht, daß ich diesen Weg nur durch Jesus (die Person) finden/geschenkt bekommen kann. Es gibt auch andere/anderes, was mich auf den Weg oder "in den Strom" führen kann.
Trotzdem kann man dem Weg auch den Namen Jesus geben, da er ihn verkörpert hat.

Nun gibt es sicher wieder 100 Bibelzitate die das widerlegen, aber wohl auch 100 die das belegen. Ist ja schon einiges geschrieben worden.

Zum eigentlichen Thema "GUT/BÖSE". Nie kann etwas nur gut oder nur böse sein, daß entbehrt der Ganzheit, der Einheit, unserer Natur. Ein Zitat das ich hier glaub ich schonmal genutzt habe aus einem Buch das ich sehr mag:

"Einseitig ist alles, was mit Gedanken gedacht und mit Worten gesagt werden kann, alles einseitig, alles halb, alles entbehrt der Ganzheit, des Runden, der Einheit. Wenn der erhabene Gotama lehrend von der Welt sprach, so mußte er sie teilen in Sansara und Nirvana, in Täuschung und Wahrheit, in Leid und Erlösung. Man kann nicht anders, es gibt keinen andern Weg für den, der lehren will. Die Welt selbst aber, das Seiende um uns her und in uns innen, ist nie einseitig. Nie ist ein Mensch, oder eine Tat, ganz Sansara oder ganz Nirvana, nie ist ein Mensch ganz heilig oder ganz sündig. Es scheint ja so, weil wir der Täuschung unterworfen sind, daß Zeit etwas Wirkliches sei. Zeit ist nicht wirklich, Govinda, ich habe dies oft und oft erfahren. Und wenn Zeit nicht wirklich ist, so ist die Spanne, die zwischen Welt und Ewigkeit, zwischen Leid und Seligkeit, zwischen Böse und Gut zu liegen scheint, auch eine Täuschung."

Liebe Grüße
Elia


Hallo Elia

Was dafür spricht oder dagegen kann man abwägen und wenn Jesus sagt das niemand zum Vater kommt als durch Ihn, dann nehme ich als Christ dies als absolut nicht verrückbar. Wenn also jemand zum Vater kommt, wird er auch den erkennen, den der Ihn dorthin führt.

Gut Du musst mit Jesus hier nicht einer Meinung sein. Schlussendlich weiss ich, das Jesus weder Dich noch mich angelogen hat und es am Schluss nur diese Wahrheit geben wird. Der Unterschied ist das ich Jesus glaube und vertraue und Du an seiner Ausage noch zweifelst. Dem Christen wird aber gelehrt das er den Zweifel ablegen soll.

Das es Gut und Böse gibt in dieser Welt da würde ich Dir sofort beipflichten. Jedoch vom neuen Himmel und von der neuen Erde von der die Bibel spricht wird es nichts mehr geben das dem Fluche verfallen ist. Keine Lüge usw. und die Bibel sagt aus das wir Gottes Aussagen vertrauen können.

Ja das ist eben nun die Frage ist Jesus Aussage eine Täuschung oder die Wahrheit oder gibt es da noch etwas dazwischen. Für mich ist Sie die Wahrheit und der einzige Strom der dorhin führt wo Leben vorhanden ist also gehe ich möglichst runter von meinem Weg und gehe den Weg der Nachfolge. Wenn er sagt niemand, dann sagt der Nachfolger nicht plötzlich vielleicht doch jemand.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » Do 16. Apr 2009, 18:59

erbreich hat geschrieben:
Lies mal etwas genauer: Ich sagte metanoia (Umkehr, Sinnesänderung) sei das Erlebnis, das einen Menschen auf den Heilsweg führe. Dieser metanoia geht selbstverständlich eine (Sünden-) Zielverfehlungseinsicht voraus. Ohne eine solche Einsicht geschieht auch keine Umkehr.


Dies war in Deinem ersten Statment nicht so und dem hier würde ich anfügen das nach wie vor Jesus Christus einem auf den Heilsweg führt und zur Wiedergeburt.

Dann sagte ich, dass "es keiner Sündenbekenntnis-, Busse- und Bekehrungsaufrufe anderer" dazu bedürfe. Zumindest ganz bestimmt nicht öffentliche und pauschale. Einsicht in Fehler und Irrtümer zu gewinnen und sich selber eingestehen zu können ist ein sehr fragiles Geschehen, das grösster Einfühlsamkeit von Seiten der Mitmenschen - und erst recht von Seiten eines Mahners - bedarf.


Das war Dein erstes Statment damit wir bei der richtigen Reihenfolge bleiben. Ich weiss die pauschalen Predigten können manchmal sehr unter die Haut gehen. Viel mehr noch die individuellen wenn sie ins Schwarze treffen ;) Ich bleibe dabei auch diese sind nötig, wenn es die ersten Christen brauchten, schadet es uns beiden nicht, die Erkenntnis kommt aber schlussendlich durch das A und O.

Höllen- und Verdammungspredigten brauchen wir definitiv dazu nicht, denn nicht Angst vor Strafe und Verdammnis, sondern Freude an der Gnade und Liebe verändern einen Menschen zum Guten.


Über die Hölle muss dann gesprochen werden, wenn einige sie permanent leugnen wollen und lehren was genau dorthin führt. Bei den Verdammungspredigten würde ich Dir beipflichten. Ja solange die Liebe eben in der Wahrheit bleibt, sonst wird er Mensch nicht zum Guten verändert.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon erbreich » Do 16. Apr 2009, 19:11

kingschild hat geschrieben:solange die Liebe eben in der Wahrheit bleibt, sonst wird er Mensch nicht zum Guten verändert.


Die Liebe ist die Wahrheit. Liebe kann unmöglich unwahr sein ohne ihr "Liebe-sein" zu verlieren (andernfalls sprechen wir nicht von Liebe, sondern von Begierde, was etwas völlig anderes ist). Und Liebe verändert zum Guten. Sowohl den Liebenden selber als auch den/die Geliebte/n.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » Do 16. Apr 2009, 19:34

Humpty hat geschrieben:
Aber ein reines Christentum, im Sinne einer eigenständigen Religion, das existiert doch in dem Sinne nicht, kingschild.

Ich sehe das Christentum als eine Art von aufgesetztes Judentum, in Verbindung mit einem aus der Art geratenem Neuplatonismus. Das Grundübel des Christentums überhaupt - man "assimilierte" die Heiligen Schriften der Juden, beanspruchte die Wahrheit des Alten Testamentes für das Christentum allein, sprach dem jüdischen Glauben, also der jüdischen Weltreligion jegliche Daseinsberechtigung ab. Die Paulinischen Aussagen hierzu sind eindeutig, und so ist das so genannte Christentum bis heute eine auch jüdische Glaubensgemeinschaft, ist im Grunde eine jüdische entartete Religionsform die im tieferen Sinn den Gott der Juden anbetet. Die Wurzeln des Christentums sind jüdisch, der Religionsgründer ist jüdisch, also ist das Christentum auch jüdisch.


Humpty wo unsere Wurzeln liegen das ist mir bewusst wir haben in dem Sinne auch keine neue Religion. Das einzige was geschah war dies, das die von Gott Auserwählten den Baustein verstossen haben. Der Messias ist nicht eine Erfindung des Christentum. Der einzige Unterschied heute ist das Ihn einige erkannten und einige immer noch auf Ihn warten. Das ist ein wenig einfach gesagt der Unterschied.

Mt 21:42 JEsus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein worden; von dem HErrn ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unsern Augen?


Diese Wurzeln zu verleugnen kostete dem jüdischen Volk, durch die gesamte christliche Geschichte hindurch, ungezählte Opfer, führte zu - von der Christenheit eigentlich niemals zu verantwortenden Menschenopfern (das sollte immer einmal wieder angesprochen werden), und so ist es dann kein Wunder mehr, das der Holocaust von einem christlichen Land verübt wurde, unterstützt von "urchristlichen" Staaten wie Polen, Frankreich, den Balkanländern u.s.w.
Heutige geschichtliche Untersuchungen zeigen das in all seinem schon wahnvollenteten Irrwitz.


Jesus hat nie gelehrt zu töten, Jesus hat nie gelehrt man solle Juden verfolgen nur weil sie Ihm nicht geglaubt haben. Sondern er sagte: Vater vergib Ihnen, den sie wissen nicht was sie tun. Wer in dieser Lehre bleibt ist ein Christ alles andere kommt vom Feind, der seit jeher die Schöpfung Gottes zerstören möchte und am liebsten zuerst das auserwählte Volk. Möge Gott sie beschützen vor allen Angriffen die noch auf sie zukommen und sei Gott der Vater Ihnen gnädig, das sie den Messias erkennen bevor es zu spät ist.


Man entmündigte also den Gott der Juden, in dem man diesen Gotte zu Jesus Christus erklärte, unter anderem, siehe die Dreifaltigkeit. Man machte sich also hier niemals größere Gewissenkonflikte, im Christentum grundweg einer Theologie zu frönen, die menschenverachtender nicht sein kann, denn das jüdische Volk wurde vom Christentum entmündigt.


Nein der Vater ist nicht entmündigt im Gegenteil hoch erhoben sei er, jeder der sich Christ nennt weiss dies, jedoch kennen die Christen auch den Messias, den Erlöser der den Juden verheissen war von Gott dem Vater, denn sie aber nicht erkannten, obschon er die Zeichen und Wunder tat, des Vaters.

Nicht die Christen haben den Messias verworfen, die Christen haben lediglich das erkannt was verworfen wurde. Ich weiss nicht was daran so menschverachtend sein sollte wenn man den Messias erkennt.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Humpty » Do 16. Apr 2009, 19:43

Danke Kingschild, deine Antwort ist sehr durchdacht und lohnt genauer gelesen zu werden.
(Ich habe viele Fragen zum christlichen Glauben, zu Jesus und der Bibel. Vielleicht bringen andere Christen da auch die Geduld auf, die du aufbrachtest.)
Wenn das, was im Paradies zerstört worden sein soll, zerstörbar war, dann war es nicht entscheidend; war es aber unzerstörbar, dann leben wir in einem falschen Glauben.
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » Do 16. Apr 2009, 19:43

erbreich hat geschrieben:
Die Liebe ist die Wahrheit. Liebe kann unmöglich unwahr sein ohne ihr "Liebe-sein" zu verlieren (andernfalls sprechen wir nicht von Liebe, sondern von Begierde, was etwas völlig anderes ist). Und Liebe verändert zum Guten. Sowohl den Liebenden selber als auch den/die Geliebte/n.

Gruss, erbreich


Ja, ich habe aber schon von vieler Liebe gehört die nicht in der Wahrheit ist. Dies liegt nicht an der Liebe sondern daran das der Mensch glaubt er wandle in der Liebe aber er hat Gottes Wahrheiten beiseite geschoben.

2Sa 7:28 Nun, HErr, HErr, du bist GOtt, und deine Worte werden Wahrheit sein.

Es gibt nur einen der vollkommen ist in dieser Liebe und Wahrheit. Jede Lehre die Ihm wiederspricht wandelt nicht in der Wahrheit.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » Do 16. Apr 2009, 19:52

Humpty hat geschrieben:Danke Kingschild, deine Antwort ist sehr durchdacht und lohnt genauer gelesen zu werden.
(Ich habe viele Fragen zum christlichen Glauben, zu Jesus und der Bibel. Vielleicht bringen andere Christen da auch die Geduld auf, die du aufbrachtest.)


Bitte gern geschehen und sollte mich einmal die Ungeduld packen, denke daran der Vater im Himmel ist vollkommen und langmütig und mein versagen würde Dich nicht hindern können die Wahrheit zu finden, wenn Du das Gute suchst und den Vater im Himmel näher kennen lernen möchtest.

Ich bete das sowohl ich und andere in dieser Göttlichen Geduld bleiben können bei all Deinen Fragen.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Humpty » Do 16. Apr 2009, 20:00

Danke Kingschild. Ihr Christen seid schon ein merkwürdiges Menschenvolk. Beachtenswert und oft sehr schwer zu begreifen.
(Positiv gemeint.)

Liebe Grüße,

Humpty

:respekt:
Wenn das, was im Paradies zerstört worden sein soll, zerstörbar war, dann war es nicht entscheidend; war es aber unzerstörbar, dann leben wir in einem falschen Glauben.
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Do 16. Apr 2009, 20:49

Elia hat geschrieben:Jesus (seine Botschaft, sein Weg) IST der Weg, die Wahrheit und das Leben.


Jesus war niemals nur Botschaft und Weg. Das wurde schon das ganze AT angedeutet. z.B. beim Passahlamm. Das Passahlamm (ein geschlachtetes Lamm) würde ohne den Bezug auf das was durch Jesus geschehen sollte kaum einen Sinn ergeben. Gerade das Blut vom Lamm aber hat die Israeliten damals von den Ägyptern unterschieden und schon damals war es ein Gleichnis auf Jesus hin (-> 2.Mo 12:46 - Joh 19:36) und eben nicht nur ein Tier das getötet wurde. Ich denke Spekulationen darüber ob man das Lamm nicht einfach weglassen hätte können und darüber hinaus einfach zu versuchen anständig zu leben waren damals und sind auch heute noch sinnlos. Anständig leben sollen wir so wie so - aber Jesus wurde gekreuzigt. Auch die Israeliten waren Menschen und auch die Israeliten haben gesündigt.

"Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn." (Jes 53:6 - Lut1912)

Jesus ist nicht nur der Sohn Gottes sondern auch das Lamm Gottes und durch ihn haben wir Versöhnung mit Gott. Wir können nicht einfach so tun als wäre das überflüssig gewesen oder nur ein Beispiel.

"Darum preiset Gott seine Liebe gegen uns, daß Christus für uns gestorben ist, da wir noch Sünder waren. So werden wir ja viel mehr durch ihn bewahrt werden vor dem Zorn, nachdem wir durch sein Blut gerecht geworden sind. Denn so wir Gott versöhnt sind durch den Tod seines Sohnes, da wir noch Feinde waren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so wir nun versöhnt sind." (Röm 5:8-10 - Lut1912)

"Darin steht die Liebe: nicht, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden. Ihr Lieben, hat uns Gott also geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben." (1.Joh 4:10-11 - Lut1912)


Darüber hinaus ist Jesus aber auch König. Nicht ein König wie die Könige dieser Welt.

"Aber Jesus rief sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisset, daß die weltlichen Fürsten herrschen und die Mächtigen unter ihnen haben Gewalt. Aber also soll es unter euch nicht sein. Sondern welcher will groß werden unter euch, der soll euer Diener sein; und welcher unter euch will der Vornehmste werden, der soll aller Knecht sein. Denn auch des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zur Bezahlung für viele." (Mk 10:42-45 - Lut1912)

"Aber du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm, und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Füllen der Eselin." (Sach 9:9 - Lut1912)

Ich will letztlich keinen anderen König haben als Jesus Christus und er ist so viel mehr als eine Statue die eine Richtung weist. Jesus hat sich für uns ans Kreuz schlagen lassen aber ist auch wieder auferstanden von den Toten.

"welcher, sintemal er ist der Glanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat gemacht die Reinigung unsrer Sünden durch sich selbst, hat er sich gesetzt zu der Rechten der Majestät in der Höhe und ist so viel besser geworden den die Engel, so viel höher der Name ist, den er von ihnen ererbt hat. Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt: »Du bist mein lieber Sohn, heute habe ich dich gezeugt«? und abermals: »Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein«? Und abermals, da er einführt den Erstgeborenen in die Welt, spricht er: »Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.«" (Heb 11:3-6 - Lut1912)


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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Enggi » Do 16. Apr 2009, 22:10

Es hat mir im Moment zu viel Trafic in diesem Thread, deshalb schreibe ich nur, dass ich nichts schreibe. :lol:

(Manche scheinen ja teuflisch begabt zu sein fürs Vielschreiben)
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

·•·•·•· Enggi schreibt jetzt als Gnu weiter ·•·•·•·
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » Do 16. Apr 2009, 23:17

Grasy hat geschrieben:Ich will letztlich keinen anderen König haben als Jesus Christus und er ist so viel mehr als eine Statue die eine Richtung weist. Jesus hat sich für uns ans Kreuz schlagen lassen aber ist auch wieder auferstanden von den Toten.


Du auch ?

Was ich sagen will ist: Gut ist ja, daß Jesus mehr ist für Dich als eine Statue. Was bleibt also übrig. Selbst sterben um wieder auferstehn zu können, oder ?
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Do 16. Apr 2009, 23:43

Johncom hat geschrieben:
Grasy hat geschrieben:Ich will letztlich keinen anderen König haben als Jesus Christus und er ist so viel mehr als eine Statue die eine Richtung weist. Jesus hat sich für uns ans Kreuz schlagen lassen aber ist auch wieder auferstanden von den Toten.


Du auch ?


Selbst wenn, es wäre doch nicht das selbe wie von Jesus gewesen. Jesus ist der Erlöser und Lamm Gottes und kommt vom Vater im Himmel. Ohne Jesus könnte ich das mit dem täglichen Kreuz und der Vollkommenheit auch vergessen.

"Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte Mitleiden haben mit unsern Schwachheiten, sondern der versucht ist allenthalben gleichwie wir, doch ohne Sünde." (Heb 4:15 - Lut1912)

So aber habe ich nicht nur einen Hohepriester sondern auch einen Vater im Himmel.

"Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: Wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmöglich, aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind möglich bei Gott." (Mk 10:26-27 - Lut1912)

"Wahrlich ich sage euch: Wer nicht das Reich Gottes annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und es fragte ihn ein Oberster und sprach: Guter Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?" (Luk 18:17-18 - Lut1912)


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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » Fr 17. Apr 2009, 06:28

Grasy hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:
Grasy hat geschrieben:Ich will letztlich keinen anderen König haben als Jesus Christus und er ist so viel mehr als eine Statue die eine Richtung weist. Jesus hat sich für uns ans Kreuz schlagen lassen aber ist auch wieder auferstanden von den Toten.


Du auch ?


Selbst wenn, es wäre doch nicht das selbe wie von Jesus gewesen. Jesus ist der Erlöser und Lamm Gottes und kommt vom Vater im Himmel. Ohne Jesus könnte ich das mit dem täglichen Kreuz und der Vollkommenheit auch vergessen.


Richtig. Jesus ist Dein Meister. Und im Bezug zum Thema 'Guter Mensch, schlechter Mensch' wurde in etwas gesagt daß Jesus in seiner Güte vollkommen war. Er bot Nachfolge an, also wir gehen wohl darin überein daß Nachfolge nicht nur bedeutet, eine Statue zu verherrlichen. Was noch ?
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Elia » Fr 17. Apr 2009, 14:51

erbreich hat geschrieben:
Elia hat geschrieben:"Einseitig ist alles, was mit Gedanken gedacht und mit Worten gesagt werden kann, alles einseitig, alles halb, alles entbehrt der Ganzheit, des Runden, der Einheit.

Ja, so wie Hermann Hesse in Siddharta kann man es auch sagen. :)

Gruss, erbreich


Naja Du weißt ja das ich ihn mag. :)

Auch wenn das Spielen des Verstandes echt spannend und anregend sein kann ist letzlich doch alles ganz einfach, oder? ;)

Schön von Dir zu lesen und von john-com! Tut mir gut.
"Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart. Der bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht. Das notwendigste Werk ist stets die Liebe."
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Elia » Fr 17. Apr 2009, 15:08

Hallo kingschild,

kingschild hat geschrieben:
Gut Du musst mit Jesus hier nicht einer Meinung sein. Schlussendlich weiss ich, das Jesus weder Dich noch mich angelogen hat und es am Schluss nur diese Wahrheit geben wird. Der Unterschied ist das ich Jesus glaube und vertraue und Du an seiner Ausage noch zweifelst. Dem Christen wird aber gelehrt das er den Zweifel ablegen soll.


Oh ich glaube Jesus schon, nur interpretier oder verstehe ich ihn anders als Du z.B.
Vielleicht verstehe ich ihn falsch, daß kann schon sein und will/kann ich natürlich nicht ausschliessen. Aber ich zweifel nicht an Jesus, eher schon an der Autensität verschiedener Bibelstellen.

kingschild hat geschrieben:Das es Gut und Böse gibt in dieser Welt da würde ich Dir sofort beipflichten. Jedoch vom neuen Himmel und von der neuen Erde von der die Bibel spricht wird es nichts mehr geben das dem Fluche verfallen ist. Keine Lüge usw. und die Bibel sagt aus das wir Gottes Aussagen vertrauen können.


Letztlich geht es mir um das Hier und Jetzt. Alles was ist IST Gott. Es kann nicht geben was außerhalb Gottes ist. Was sollte das sein? Woher sollte das kommen? Wer soll das erschaffen haben? Somit ist auch das was wir als "Gut" und "Böse" bezeichnen letzlich EINS.
Davon bin ich überzeugt auch wenn es mir manchmal schwerfällt diese Überzeugung in letzter Konsequenz auch zu leben. Dem "Bösen" das "Gute" abzugewinnen. Aber wie heißt es so schön "Gottes Wege sind unergründlich".

kingschild hat geschrieben:Ja das ist eben nun die Frage ist Jesus Aussage eine Täuschung oder die Wahrheit oder gibt es da noch etwas dazwischen. Für mich ist Sie die Wahrheit und der einzige Strom der dorhin führt wo Leben vorhanden ist also gehe ich möglichst runter von meinem Weg und gehe den Weg der Nachfolge. Wenn er sagt niemand, dann sagt der Nachfolger nicht plötzlich vielleicht doch jemand.

God bless
Kingschild


Ich muß gestehen das ich mich manchmal danach sehne "geführt" zu werden. Aber ich kann das einfach nicht, kann nicht sagen "ich gehe/folge dem nach" weil sich so viele Widersprüche auftun, weil mein Geist, mein Gewissen, meine Seele mir sagen "finde Deinen eigenen Weg".
Vielleicht kommt es ja mal anders.

Liebe Grüße
Elia
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon erbreich » Fr 17. Apr 2009, 15:35

In der nachfolgenden Erzählung kommen fünf recht verschiedene Menschen ins Bild.
Wer von ihnen ist nun ein "guter" Mensch, und wer ein "böser"?...

Eines Morgens wurde der Buddha von einem Mann gefragt: "Buddha, es stimmt doch, dass es Gott gibt?" Der Buddha schaute dem Mann in die Augen und sagte: "Nein, es gibt keinen Gott!"

Einige Zeit später wurde der Buddha erneut gefragt: "Buddha, es stimmt doch, dass es keinen Gott gibt?" Und der Buddha sah auch diesem Mann in die Augen und antwortete: "Doch, es gibt einen Gott!"

Ananda, der dieses aufmerksam mit angehört hatte, war sehr verwirrt, doch es kam noch ein dritter Mann, der fragte den Buddha: "Buddha, ich weiss nicht was ich glauben soll, gibt es einen Gott oder nicht? Bitte hilf mir."

Gespannt lauschte Ananda, was der Buddha nun wohl antworten würde, wo er doch schon zwei ganz gegensätzliche Antworten auf die Frage nach Gott gegeben hatte.

Der Buddha jedoch lud den Fragenden ein, neben ihm Platz zu nehmen, schloss die Augen, und sagte nichts.

Die Einladung annehmend, nahm der Mann neben dem Buddha Platz und schloss ebenfalls seine Augen.

Gemeinsam gaben sie sich schweigend dem Augenblicke hin; die Sonne war untergegangen, die Vögel hatten sich auf den Bäumen niedergelassen, schweigend genossen der Buddha und der Fragende eine Stunde lang die friedliche Ruhe des ausklingenden Tages. Dann öffnete der Mann seine Augen, berührte die Füsse des Buddhas und sagte zu ihm: "Wie gross, Buddha, ist dein Mitgefühl! Du hast mir die Antwort gegeben, der ich bedurfte. Ich werde dir ewig dankbar sein."

Noch verwirrter als zuvor konnte sich Ananda nun nicht mehr zurückhalten und bat den Buddha um eine Erklärung. Der antwortete:

"Der erste Mann war ein Theist und wollte nur eine Bestätigung dessen, wovon er sowieso überzeugt war, er bedurfte keiner Antwort, mit der er nur prahlend herumlaufen kann, indem ich seine Überzeugung teile.

Der zweite Mann war Atheist, in seiner Frage verbarg sich genauso schon die Antwort, die er lediglich von mir bestätigt haben wollte.

Keiner der beiden war ein wirklich Wissender, keiner war ein Suchender, sie beide waren in ihrem Vorurteil gefangen.

Der dritte Mann aber war ein Suchender, denn er hatte keine vorgefasste Meinung, sein Herz war offen. Womit ich ihm helfen konnte, war eine Unterweisung in stiller Bewusstheit. Um nach Gott zu suchen, sind Worte vollkommen nutzlos.“

Gruss, erbreich
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Fr 17. Apr 2009, 17:33

Johncom hat geschrieben:Und im Bezug zum Thema 'Guter Mensch, schlechter Mensch' wurde in etwas gesagt daß Jesus in seiner Güte vollkommen war. Er bot Nachfolge an, also wir gehen wohl darin überein daß Nachfolge nicht nur bedeutet, eine Statue zu verherrlichen. Was noch ?


Es genügt nicht Jesus nur Herr, Herr zu nennen. Man muss auch den Willen des Vaters tun. Glaube ohne Werke ist tot. Aber auf's erste ist Jesus so viel mehr als eine Statue von Menschenhänden gemacht und auch nicht nur ein Wegweiser sondern darüber hinaus der Sohn Gottes und auch das Lamm Gottes und noch mehr.

"Der Heiden Götzen sind Silber und Gold, von Menschenhänden gemacht. Sie haben Mäuler, und reden nicht; sie haben Augen, und sehen nicht; sie haben Ohren, und hören nicht; auch ist kein Odem in ihrem Munde." (Ps 135:15-17 - Lut1912)

"Denn das ist der Wille des, der mich gesandt hat, daß, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, habe das ewige Leben; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage." (Joh 6:40 - Lut1912)

Es macht keinen Sinn mit einer Statue zu sprechen oder diese anzurufen. Sie lebt nicht. Jesus ist auferstanden.

"Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte Mitleiden haben mit unsern Schwachheiten, sondern der versucht ist allenthalben gleichwie wir, doch ohne Sünde. Darum laßt uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenstuhl, auf daß wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden auf die Zeit, wenn uns Hilfe not sein wird." (Heb 4:15-16 - Lut1912)

"aber von dem Sohn: »Gott, dein Stuhl währt von Ewigkeit zu Ewigkeit; das Zepter deines Reichs ist ein richtiges Zepter. Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehaßt die Ungerechtigkeit; darum hat dich, o Gott, gesalbt dein Gott mit dem Öl der Freuden über deine Genossen.« Und: »Du, HERR, hast von Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk." (Heb 1:8-10 - Lut1912)

"Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennt, so wird man selig. Denn die Schrift spricht: »Wer an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden.« Es ist hier kein Unterschied unter Juden und Griechen; es ist aller zumal ein HERR, reich über alle, die ihn anrufen." (Röm 10:10-12 - Lut1912)

"Weißt du nicht? hast du nicht gehört? Der HERR, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt; sein Verstand ist unausforschlich. Er gibt den Müden Kraft, und Stärke genug dem Unvermögenden." (Jes 40:28-29 - Lut1912)

"Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist." (Mt 5:48 - Lut1912)

Das geht allein nicht!

"Der HERR aber richte eure Herzen zu der Liebe Gottes und zu der Geduld Christi." (2.Thes 3:5 - Lut1912)

"Darin steht die Liebe: nicht, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden. Ihr Lieben, hat uns Gott also geliebt, so sollen wir uns auch untereinander lieben." (1.Joh 4:10-11 - Lut1912)


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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Fr 17. Apr 2009, 17:55

Elia hat geschrieben:Letztlich geht es mir um das Hier und Jetzt. Alles was ist IST Gott. Es kann nicht geben was außerhalb Gottes ist. Was sollte das sein? Woher sollte das kommen? Wer soll das erschaffen haben? Somit ist auch das was wir als "Gut" und "Böse" bezeichnen letzlich EINS.


Dann wären auch Götzen Gott und das sind sie nicht. Nein, es ist nicht alles Gott. Und Finsternis ist nicht gleich Licht. Böse und Gut sind (letztlich) auch nicht eins. Wir können etwas tun das nicht Gottes Wille und entgegen der Liebe ist. Das sprach Jesus damals zu den Juden denen er vorher sagte daß sie Sklaven der Sünde seien (und die ihn letztlich steinigen wollten):

"Jesus sprach zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin ausgegangen und komme von Gott; denn ich bin nicht von mir selber gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum kennet ihr denn meine Sprache nicht? Denn ihr könnt ja mein Wort nicht hören. Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben. Ich aber, weil ich die Wahrheit sage, so glaubet ihr mir nicht. Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; darum hört ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott. Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Samariter bist und hast den Teufel? Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen Vater, und ihr unehret mich. Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber einer, der sie sucht, und richtet. Wahrlich, wahrlich ich sage euch: So jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich.

Wir können dem misstrauen den Gott uns gesandt hat. Wir sind nicht Gott. Wir sind Geschöpfe die ihrem Schöpfer oftmals misstrauen oder ihn vergleugnen wo wir ihn doch preisen sollten.

"Wie seid ihr so verkehrt! Gleich als wenn des Töpfers Ton gedächte und ein Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht! und ein Gemächte spräche von seinem Töpfer: Er kennt mich nicht!" (Jes 29:16 - Lut1912)

Wir sind nicht Ton und Töpfer zugleich. Wir sind Geschöpfe! Aber Gott hat uns lieb.

"Und das ist die Verkündigung, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, daß Gott Licht ist und in ihm ist keine Finsternis. So wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. So wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde." (1.Joh 1:5-7 - Lut1912)

"Der Gottlose lasse von seinem Wege und der Übeltäter seine Gedanken und bekehre sich zum HERRN, so wird er sich sein erbarmen, und zu unserm Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; sondern soviel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken." (Jes 55:7-9 - Lut1912)

"Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich's meine. Und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege." (Ps 139:23-24 - Lut1912)


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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Fr 17. Apr 2009, 18:01

erbreich hat geschrieben:Um nach Gott zu suchen, sind Worte vollkommen nutzlos.


Nicht wenn es das Wort Gottes ist. ;)

"Und der Vater, der mich gesandt hat, derselbe hat von mir gezeugt. Ihr habt nie weder seine Stimme gehört noch seine Gestalt gesehen, und sein Wort habt ihr nicht in euch wohnend; denn ihr glaubt dem nicht, den er gesandt hat. Suchet in der Schrift; denn ihr meinet, ihr habet das ewige Leben darin; und sie ist's, die von mir zeuget; " (Joh 5:37-39 - Lut1912)

"Alle Dinge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn und wem es der Sohn will offenbaren. Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht." (Mt 11:27-30 - Lut1912)


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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon erbreich » Fr 17. Apr 2009, 22:52

Grasy hat geschrieben:Nicht wenn es das Wort Gottes ist. ;)


Gott ist die Liebe. Ein Wort Gottes ist ein Wort der Liebe. In der Bibel - und vor allem bei Jesus - sind solche Worte der Liebe zu finden. Darin hast Du recht: Liebende Worte sind nicht nutzlos. Sie wecken das Bewusstsein für Liebe, und darin führen sie in die Gegenwart Gottes. Die Frage "Glaubst Du an (oder: gibt es) Gott?" kann jedoch auch aus andern Motiven als aus Liebe gestellt werden... (ich weiss: Paulus meinte, es sei völlig egal aus welchen Motiven Christus verkündet werde... diese Ansicht teile ich nicht).

Gruss, erbreich
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » Sa 18. Apr 2009, 06:05

Johncom hat geschrieben:Und im Bezug zum Thema 'Guter Mensch, schlechter Mensch' wurde in etwas gesagt daß Jesus in seiner Güte vollkommen war. Er bot Nachfolge an, also wir gehen wohl darin überein daß Nachfolge nicht nur bedeutet, eine Statue zu verherrlichen. Was noch ?


Grasy hat geschrieben:Es genügt nicht Jesus nur Herr, Herr zu nennen. Man muss auch den Willen des Vaters tun. Glaube ohne Werke ist tot. Aber auf's erste ist Jesus so viel mehr als eine Statue von Menschenhänden gemacht und auch nicht nur ein Wegweiser sondern darüber hinaus der Sohn Gottes und auch das Lamm Gottes und noch mehr.


Für die Christen ist Jesus der Sohn Gottes, für die Muslime ein Gesandter Gottes, für die Hindus ein Avatar. Für die Juden ... ? Ein Meister und Lehrer, nicht aber der Messias der ihrem Glauben nach noch kommen soll. Nein, worauf ich anspielte ist das Wort Nachfolge.

Grasy hat geschrieben:Es macht keinen Sinn mit einer Statue zu sprechen oder diese anzurufen. Sie lebt nicht. Jesus ist auferstanden.


Mit Statuen kann man nicht wirklich sprechen. Hindus z.B. wissen auch daß Statuen nur Symbole sind, Ersatzformen. Ein Christ, der sich in der Kirche vor dem Kreuz verneigt, weiss daß er es auch auf der Strasse tun könnte. Dort fehlt ihm aber die Sammlung und Ruhe, deshalb zieht es ihn in eine Kirche.

Grasy hat geschrieben:"Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist." (Mt 5:48 - Lut1912)

Das geht allein nicht!


Nanu ? Wo ist das Problem ?
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » Sa 18. Apr 2009, 06:24

Grasy hat geschrieben:
Elia hat geschrieben:Letztlich geht es mir um das Hier und Jetzt. Alles was ist IST Gott. Es kann nicht geben was außerhalb Gottes ist. Was sollte das sein? Woher sollte das kommen? Wer soll das erschaffen haben? Somit ist auch das was wir als "Gut" und "Böse" bezeichnen letzlich EINS.


Dann wären auch Götzen Gott und das sind sie nicht. Nein, es ist nicht alles Gott. Und Finsternis ist nicht gleich Licht. Böse und Gut sind (letztlich) auch nicht eins. Wir können etwas tun das nicht Gottes Wille und entgegen der Liebe ist.


Nein, böses und gutes sind nicht dasselbe. Aber - letztlich :!: - aus dem Einen hervorgehend, aus der einen Quelle. Und das erkennt der, der von Gott berührt ist. Das ist keine Aussage, die von den Massen, von der Welt verstanden werden kann. Es sind die Heiligen, also die sehr geläuterten Seelen, die so sehen können und nicht mehr trennen zwischen vermeintlich Bösem und angeblich Gutem.

Jesus, nach Matthäus:
Die Lampe des Leibes ist das Auge, wenn nun dein Auge lauter ist, so wird dein ganzer Leib von Licht erfüllt; wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie gross ist dann die Finsternis!
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » So 19. Apr 2009, 15:38

Elia hat geschrieben:Hallo kingschild,

Oh ich glaube Jesus schon, nur interpretier oder verstehe ich ihn anders als Du z.B.
Vielleicht verstehe ich ihn falsch, daß kann schon sein und will/kann ich natürlich nicht ausschliessen. Aber ich zweifel nicht an Jesus, eher schon an der Autensität verschiedener Bibelstellen.


Weisst Du Elia ich bin mit meinen Christlichen Glaubensbrüdern auch nicht immer einer Meinung und trotzdem erkenne ich sehr genau (nicht immer gleich auf Anhieb) ob ich eins bin mit Ihnen in Jesus Christus. Das Du aber an Jesus nicht zweifelst das ist gut denn er wird derjenige sein der Dich in alle Wahrheit führen wird, sobald Du auch bereit bist auch noch das abzulegen was seiner Lehre noch im Weg steht.

Letztlich geht es mir um das Hier und Jetzt. Alles was ist IST Gott. Es kann nicht geben was außerhalb Gottes ist. Was sollte das sein? Woher sollte das kommen? Wer soll das erschaffen haben? Somit ist auch das was wir als "Gut" und "Böse" bezeichnen letzlich EINS.
Davon bin ich überzeugt auch wenn es mir manchmal schwerfällt diese Überzeugung in letzter Konsequenz auch zu leben. Dem "Bösen" das "Gute" abzugewinnen. Aber wie heißt es so schön "Gottes Wege sind unergründlich".


Gott steht über allem aber das Böse ist nicht in Gott und ist nicht Gott. Wir sollen dem bösen so absterben das wir wieder dem Ebenbilde Gottes gleich werden und eins werden mit Ihm. Mit dem bösen sollten wir nicht eins werden. Du wirst das Gute nur ihn Gott selbst finden in dem Bösen wirst Du nichts finden. Wen er Dir seine Weg kundtut dann werden sie ergründlich wobei es uns Menschen nicht möglich sein wird alles zu fassen aber den Teil den er uns gibt werden wir fassen können.

Ich muß gestehen das ich mich manchmal danach sehne "geführt" zu werden. Aber ich kann das einfach nicht, kann nicht sagen "ich gehe/folge dem nach" weil sich so viele Widersprüche auftun, weil mein Geist, mein Gewissen, meine Seele mir sagen "finde Deinen eigenen Weg".
Vielleicht kommt es ja mal anders.

Liebe Grüße
Elia



Durch die Beziehung mit Ihm kommt die Führung die Wiedersprüche zunichte macht.

Ich hoffe Elia das Du Gott findest der das Licht aus der Finsternis hervorleuchten lässt und Du zugunsten von diesem Deine Wege ablegen kannst.

2Kor 4:6 Denn GOtt, der da hieß das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß (durch uns) entstünde die Erleuchtung von der Erkenntnis der Klarheit GOttes in dem Angesichte JEsu Christi.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » So 19. Apr 2009, 15:54

erbreich hat geschrieben:
Der dritte Mann aber war ein Suchender, denn er hatte keine vorgefasste Meinung, sein Herz war offen. Womit ich ihm helfen konnte, war eine Unterweisung in stiller Bewusstheit. Um nach Gott zu suchen, sind Worte vollkommen nutzlos.“

Gruss, erbreich


Wenn ich glaube das mein Wort den Menschen zur Umkehr bringen wird dann fühle ich mich schnell hoch erhoben. Wenn ich aber schlicht das tue wozu ich den Auftrag erhalte wird es durch den Geist Gottes die nötige Frucht bringen, dies ist es was ich immer wieder erleben darf.

Diese Buddah Geschichten sind nicht ganz unwahr Erbreich und trotzdem verfehlen sie ganz gewaltig.

Mt 4:23 Und JEsus ging umher im ganzen galiläischen Lande, lehrete in ihren Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich...

Die Worte die das Evangelium verkünden sind mir lieber als das Schweigen das etwas finden lässt von dem eigenen Ich.

Wessen das Herz voll ist geht der Mund über und dies wird einfach immer wieder sichtbar.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon kingschild » So 19. Apr 2009, 16:09

Johncom hat geschrieben:
Grasy hat geschrieben:
Elia hat geschrieben:Letztlich geht es mir um das Hier und Jetzt. Alles was ist IST Gott. Es kann nicht geben was außerhalb Gottes ist. Was sollte das sein? Woher sollte das kommen? Wer soll das erschaffen haben? Somit ist auch das was wir als "Gut" und "Böse" bezeichnen letzlich EINS.


Dann wären auch Götzen Gott und das sind sie nicht. Nein, es ist nicht alles Gott. Und Finsternis ist nicht gleich Licht. Böse und Gut sind (letztlich) auch nicht eins. Wir können etwas tun das nicht Gottes Wille und entgegen der Liebe ist.


Nein, böses und gutes sind nicht dasselbe. Aber - letztlich :!: - aus dem Einen hervorgehend, aus der einen Quelle. Und das erkennt der, der von Gott berührt ist. Das ist keine Aussage, die von den Massen, von der Welt verstanden werden kann. Es sind die Heiligen, also die sehr geläuterten Seelen, die so sehen können und nicht mehr trennen zwischen vermeintlich Bösem und angeblich Gutem.



Johncom wenn schon Gott der Vater dereinst trennen wird zwischen Gut und Böse wie vielmehr sollten wir lernen diese Trennung zu erkennen. Das gute kommt aus der Quelle des Guten und das böse nicht aus derselben.

Jak. 3.11 Ouillt irgendwo der Brunnen aus einerlei Loch das Süße und das Bittere?

Die Aufforderung das aus unser Zunge nicht beides hervorquellen soll.

Dieses sollten wir uns zu Herzen nehmen. Nicht werden die Trennung vollziehen, Gott der Vater obliegt dies aber zumindest sollten wir erkennen das diese Trennung kommen wird und notwendig.

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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon erbreich » So 19. Apr 2009, 19:36

kingschild hat geschrieben:Die Worte die das Evangelium verkünden sind mir lieber als das Schweigen das etwas finden lässt von dem eigenen Ich.


LOSLASSEN

Mögen Worte und Buchstaben
Ruhig hinterher mir traben
Ich ruh’ im Geist und in der Kraft
Die stündlich neues Leben schafft

So sag’ ich allen nun Ade
Vielleicht dass ich mal wiederseh’
Den Einen oder Andern
Dem das Leben ist wie mir: ein Wandern


ERBREICH


Auf ein andermal!
Gehet in den Frieden!

Herzlich, erbreich
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » So 19. Apr 2009, 20:18

erbreich hat geschrieben:
Mögen Worte und Buchstaben
Ruhig hinterher mir traben
Ich ruh’ im Geist und in der Kraft
Die stündlich neues Leben schafft

So sag’ ich allen nun Ade
Vielleicht dass ich mal wiederseh’
Den Einen oder Andern
Dem das Leben ist wie mir: ein Wandern[/size]

ERBREICH[/center]





Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe

Bereit zum Abschied sein und Neubeginne .... ( H.H.)

:umarm: Alles Gute und hoffentlich bald ein Wiedersehn hier .. :comeon:
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Grasy » Mo 20. Apr 2009, 21:09

Johncom hat geschrieben:Für die Christen ist Jesus der Sohn Gottes, für die Muslime ein Gesandter Gottes, für die Hindus ein Avatar. Für die Juden ... ? Ein Meister und Lehrer, nicht aber der Messias der ihrem Glauben nach noch kommen soll.


Ein Meister und Lehrer? Aber nicht für die welchen er ihre Sünde aufzeigte (Joh 8) oder?

"so sei euch und allem Volk von Israel kundgetan, daß in dem Namen Jesu Christi von Nazareth, welchen ihr gekreuzigt habt, den Gott von den Toten auferweckt hat, steht dieser allhier vor euch gesund. Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein geworden ist. Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden." (Apg 4:10-12 - Lut1912)

Vergleiche auch Röm 9+10 (besonders Röm 10).

"Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht, wie mir Zeugnis gibt mein Gewissen in dem Heiligen Geist, daß ich große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlaß in meinem Herzen habe. Ich habe gewünscht, verbannt zu sein von Christo für meine Brüder, die meine Gefreundeten sind nach dem Fleisch;" (Röm 10:1-3 - Lut1912)

"Es ist hier kein Unterschied unter Juden und Griechen; es ist aller zumal ein HERR, reich über alle, die ihn anrufen. Denn »wer den Namen des HERRN wird anrufen, soll selig werden.« Wie sollen sie aber den anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie aber an den glauben, von dem sie nichts gehört haben? wie sollen sie aber hören ohne Prediger?" (Röm 10:12-14 - Lut1912)

"Ich sage aber: Haben sie es nicht gehört? Wohl, es ist ja in alle Lande ausgegangen ihr Schall und in alle Welt ihre Worte. Ich sage aber: Hat es Israel nicht erkannt? Aufs erste spricht Mose: »Ich will euch eifern machen über dem, das nicht ein Volk ist; und über ein unverständiges Volk will ich euch erzürnen.« Jesaja aber darf wohl so sagen: »Ich bin gefunden von denen, die mich nicht gesucht haben, und bin erschienen denen, die nicht nach mir gefragt haben.« Zu Israel aber spricht er: »Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt zu dem Volk, das sich nicht sagen läßt und widerspricht.«" (Röm 10:18-21 - Lut1912)

"So sage ich nun: Sind sie darum angelaufen, daß sie fallen sollten? Das sei ferne! Sondern aus ihrem Fall ist den Heiden das Heil widerfahren, auf daß sie denen nacheifern sollten. Denn so ihr Fall der Welt Reichtum ist, und ihr Schade ist der Heiden Reichtum, wie viel mehr, wenn ihre Zahl voll würde?" (Röm 11:11-12 - Lut1912)

"Denn so ihre Verwerfung der Welt Versöhnung ist, was wird ihre Annahme anders sein als Leben von den Toten?" (Röm 11:15 - Lut1912)

"Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigest, die zu dir gesandt werden, wie oft habe ich wollen deine Kinder versammeln, wie eine Henne ihr Nest unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt! Sehet, euer Haus soll euch wüst gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich nicht sehen, bis daß es komme, daß ihr sagen werdet: Gelobt ist, der da kommt im Namen des HERRN!" (Lk 11:34-35 - Lut1912)

Grasy hat geschrieben:"Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel vollkommen ist." (Mt 5:48 - Lut1912)

Das geht allein nicht!


Nanu ? Wo ist das Problem ?


-> Joh 8 oder Röm 2-3 oder Gal 3, ...

"Und niemand fährt gen Himmel, denn der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. Und wie Mose in der Wüste eine Schlange erhöht hat, also muß des Menschen Sohn erhöht werden, auf das alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." (Joh 3:13-15 - Lut1912)

Was glaubst du hätten die Israeliten inmitten der feurigen Schlangen (4.Mose 21) auf eigene Faust nach Vollkommenheit trachten können? Hätte es was genützt wenn sie darauf gepocht hätten schon eine Weile diese oder jene Gebote gehalten zu haben und sich den Blick auf die aufgerichtete Schlange ersparen können?

"Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn so durch das Gesetz die Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben." (Gal 2:21 - Lut1912)


Mfg,
Grasy
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Re: Guter Mensch, schlechter Mensch

Beitragvon Johncom » Di 21. Apr 2009, 07:27

kingschild hat geschrieben:Johncom wenn schon Gott der Vater dereinst trennen wird zwischen Gut und Böse wie vielmehr sollten wir lernen diese Trennung zu erkennen. Das gute kommt aus der Quelle des Guten und das böse nicht aus derselben.


Das Wörtchen 'dereinst' setzt einen Glauben vorraus an einen Weltuntergang, dem eine Art Seelengericht folgt u.s.w. Man muß es respektieren, daß es diese noch Glaubensrichtung gibt, aber mir selbst ist es nicht 'einsichtig' genug. Da seh ich eher wie Elia: 'Letztlich geht es mir um das Hier und Jetzt'. :)

Was ist wirklich die Quelle des Guten und des Bösen ? .. im Garten Eden war sie noch nicht. Erst der Genuß der verbotenen Frucht ließ das Böse und Gute unterscheidbar werden. Von Gott wissen wir nur daß 'alles gut' war ( seine Schöpfung ), die Trennung entstand im Menschen, nicht in Gott.


kingschild hat geschrieben:Jak. 3.11 Ouillt irgendwo der Brunnen aus einerlei Loch das Süße und das Bittere?

Die Aufforderung das aus unser Zunge nicht beides hervorquellen soll.


Genau, aus unserer menschlichen Zunge. Und diese Jakobus Ansprache ist nicht widersprüchlich zu beispielsweise buddhistischer Moral.
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