Wo Christus und Buddha sich umarmen

Aus der Sicht und im Vergleich zum christlichen Glauben

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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon erbreich » Di 23. Jul 2013, 16:52

kingschild hat geschrieben: dort wo aber eben die Geistigen Abgründe so umarmt werden, das man dabei den Weg, die Wahrheit und das Leben verlässt, dort wird es gefährlich.

Richtig. Ich erlaube mir, noch einmal ein Lied zu zitieren (dann versuch' ich mich wieder zurückzuhalten damit), nämlich "Abgrunds Wege":

Dunkel sind des Abgrunds Wege

Es kommt vor auf deiner Lebenswanderung, dass du einen grauenhaften Abgrund entlang wandern musst. Solcher Abgründe gibt es unzählige, und viele lassen sich einfach nicht vermeiden, weil der einzige Weg genau an ihrer Kante verläuft. Wenn du ein Leben leben willst das diesen Namen verdient, dann fürchte dich nicht vor den Abgründen. Fürchte dich nicht, aber behandle sie mit grösster Achtung, mit grösstem Respekt. Sie sind gefährlich, sehr gefährlich, sie können vernichten.

Musst du sie gehen, gehe rege
schau nicht hinab und bleib’ nicht stehen
willst du den Morgen wieder sehen


Auf einem Drogentrip spazierte ich über die Kornhausbrücke in Bern. Da hörte ich meinen Namen rufen. Zuerst nur sanft und leise, dann immer eindringlicher. Die Stimme kam von unten, von der Aare. Ich beugte mich über die Brüstung und noch eindringlicher wurde von unten mein Name gerufen. Da hob ich mein linkes Bein über die Brüstung. Schon sass ich halbwegs auf der Mauer, als ich mit einem Schlag erwachte und meine Absicht erkannte: Ich war drauf und dran der Stimme zu folgen und mich in den Abgrund zu stürzen. Ein riesiger Schrecken erfasst mich und ich rannte, rannte über die Brücke und bis nach Hause. Erst Jahre später wurde mir klar, dass die Brücke und ihr Abgrund Sinnbild waren des eigentlichen Abgrunds, dem entlang ich zu jener Zeit gewandert bin: Dem Abgrund mit dem Namen „Drogen“. Wie ich auf der Kornhausbrücke mit dem Schrecken davongekommen bin, so auch bezüglich des Drogenkonsums. Aber nicht jedem ergeht es so, viele erwachen nicht aus dem Traum und gehorchen den Schattenstimmen ohne deren wahre Natur zu erkennen.

Lass’ die Schatten kommen und geh’n
beachte sie nicht und lass’ sie verweh’n


Es gibt viele Schattenstimmen die zu dir sprechen. Es ist nicht leicht, sie von den Stimmen des Lichts zu unterscheiden. Das braucht Übung und ein klares Bewusstsein. Nur dann ist es möglich, die Schatten furchtlos kommen zu lassen, ihnen zu begegnen und sie ohne Halten weitergehen zu lassen. Wenn du es schaffst, ihnen keine unnötige Beachtung zukommen zu lassen, dann werden sie verwehen, sie werden vergehen wie Dunkelheit die von Licht berührt wird.

Denn willst du mit ihnen tändeln und lachen
werden sie sich vertausendfachen


Egal ob es sich um Schatten der Gier, des Hasses oder der Verblendung handelt: Sobald du mit ihnen liebäugelst, und sei es nur so zum Spass, werden sie sich ungehindert und rasant vermehren. Vieles, was du unternimmst im Glauben damit deinen Daseinsschmerz zu lindern, entpuppt sich so als ein Fass ohne Boden, als ein Abgrund der dich tiefer reisst und dir statt Leidbefreiung nur mehr und mehr Leiden schenkt.

Sie werden dir schmeicheln und werden dich locken
sie werden lustvoll im Wahn frohlocken
sie werden dich binden, sie werden dich knebeln
sie werden dich in den Abgrund hebeln


Strebe nach einem Sein im Licht. Suche nicht Schatten und Dunkelheit, denn diese haben kein wahres Sein, keine eigene Existenz. Halte dich an das Gute, Schöne und Wahre und denk daran:

Dunkel sind des Abgrunds Wege
musst du sie gehen, gehe rege
schau nicht hinab und bleib’ nicht stehen
willst du den Morgen wieder sehen


Man mag das als zu Dogmatisch erkennen aber Christus war in Zusammenhang mit Aberglaube, Götzendienst usw. sehr klar und deutlich. Dies war die Liebe die er brachte, das er die Lüge nicht annahm.

Der frühe (Theravada-) Buddhismus ist kein Götzendienst. Weder Götzen noch Götter spielen im Palikanon eine Rolle. Ein grosser Teil der heutigen westlichen Buddhisten und Meditationslehrer praktiziert Buddhismus - oder besser: (Satipatthana-Vipassana-) Meditation - als Psychologie oder als eine Form von Psychotherapie. Soweit als möglich selber daran mitarbeiten, wie das eigene Herz, die Seele (Psyche), der menschliche Geist von Leiden frei werden und frei bleiben kann, das widerspricht in keiner Weise der bereits zitierten Aussage Pauli ("Vollendet euer Heil..." usw.). Es widerspricht überhaupt keiner Religion.

Ich finde es schön wenn Du dem Buddhisten einer sein kannst aber wenn Du Ihm verkündest das alles eins sei und nur die Begriffe unterschiedlich erkannt werden, so wie es hier erklärt wurde, so ist das Menschliche Lehre geprägt eben vom Buddah aber nicht geprägt von Christus. Genau aus diesen Gründen lehne ich Menschliche Philosophie ab und meinde das diese nicht vermischt werden sollte, mit dem guten was von Christus kam.


Es ist mir klar, dass es Christen gibt, die den Absolutheitsanspruch ihrer Religion vertreten. Es ist mir auch klar, dass du einer von ihnen bist. Man kann das durchaus tun, und in allen andern Religionen gibt es ebenfalls Menschen, die diesen Anspruch bezüglich ihres Weges vertreten. Solange dieser Anspruch innerhalb ethischer Verantwortung und Verantwortbarkeit erhoben wird, kann ich das akzeptieren. Es ist aber doch eine ziemliche Gratwanderung und kippt sehr leicht in Ressentiment und - wie so oft - in Streit und Krieg.

Du weisst ebenfalls, dass ich keiner von den Menschen bin, der einen Absolutheitsanspruch vertritt, weder bezüglich des christlichen, noch bezüglich des buddhistischen Weges. Und sowohl von christlicher wie auch von buddhistischer Seite sehe ich sehr wertvolle Menschen als meine Wegbegleiter, die ihre Religion ohne den Absolutheitsanspruch leben.
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon erbreich » Di 23. Jul 2013, 16:56

Mariette M. hat geschrieben:Die Wahrheit in Liebe zu leben und zu verkünden... das hat nichts mit Sklaverei zu tun, nichts mit Fanatismus... Es ist die Liebestat an den Menschen. Es ist der Auftrag Gottes selbst, allen Menschen Seine Menschenliebe zu verkünden.

Da bin ich völlig einverstanden mit dir, Mary. :]
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon kingschild » Di 23. Jul 2013, 20:35

erbreich hat geschrieben:
Es ist mir klar, dass es Christen gibt, die den Absolutheitsanspruch ihrer Religion vertreten. Es ist mir auch klar, dass du einer von ihnen bist. Man kann das durchaus tun, und in allen andern Religionen gibt es ebenfalls Menschen, die diesen Anspruch bezüglich ihres Weges vertreten. Solange dieser Anspruch innerhalb ethischer Verantwortung und Verantwortbarkeit erhoben wird, kann ich das akzeptieren. Es ist aber doch eine ziemliche Gratwanderung und kippt sehr leicht in Ressentiment und - wie so oft - in Streit und Krieg.

Du weisst ebenfalls, dass ich keiner von den Menschen bin, der einen Absolutheitsanspruch vertritt, weder bezüglich des christlichen, noch bezüglich des buddhistischen Weges. Und sowohl von christlicher wie auch von buddhistischer Seite sehe ich sehr wertvolle Menschen als meine Wegbegleiter, die ihre Religion ohne den Absolutheitsanspruch leben.


Meine Thematik zielt nicht darauf ab, was ich für einen Anspruch habe, sondern was Gott für einen Anspruch hat und was sein Sohn lehrte. Im Bezug auf den Glauben war Christus sehr gradlinig und war sich seiner Sache sehr sicher.

Ich muss damit leben das diese Welt im argen liegt und eben nicht jeder Mensch bereit ist die Wahrheit anzunehmen, deswegen würde ich nie einen Menschen angreifen oder das würde mich auch nicht daran hindern mit Ihm ein Kaffe zu trinken. Genau gleich hindert mich aber auch niemand daran wann, wo und wie ich über die Wahrheit sprechen will, es sei den das Gott eben sagt, jetzt ist alles gesagt.

Du sagst das Dir Menschen wertvoll sind welche keinen Absolutheitsanspruch haben, wie kannst Du da Christus lieben, der eben nicht mal von oben etwas vetrat und dann wieder von unten etwas in seine Lehre einfliessen liess? Er war sehr gradlinig und Konsequent und er schämte sich eben nicht Gut und Böse klar zu trennen.

Krieg bekam Jesus immer dann, wenn die Leute die Wahrheit nicht annehmen wollten, trotzdem das er ein Mann des Friedens war und immer nur das Gute wollte, lebte er ständig im Krieg. Weisst Du wieso Erbreich, weil Gut und Böse nichts gemeinsam haben. Weil man Gut und Böse nicht vereinen kann, weil Wahrheit und Lüge nicht vereinen lassen, genau gleich wie Gottes Wort, mit Menschlicher Philosophie nichts gemeinsam hat.

Wenn Du mir belegen könntest das Christus mal von dieser Religion etwas nahm, mal von der Menschlichen Philosophie, mal von dem wo er mal gut Freund sein wollte, dann würde ich hören aber wenn ich Christus sein Leben betrachte so sehe ich er nahm immer nur das was vom Vater kam und alles was nicht von diesem kommt, ist eben nicht gut. Sei es nun Religion oder sonst etwas was uns trennt von der Erkenntnis.

Joh 10:1 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht durch die Tür in den Hof der Schafe eingeht, sondern anderswo hinübersteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.

Die Schafe hören immer nur auf die Stimme des Hirten, sie sind darin sehr Absolut und folgen nicht mal diesem, mal jenem. Wenn sie nicht folgten, dann wissen sie es und tun Busse.

Für den Buddhisten gilt das gleiche, wie für alle aus den Heiden gerufenen:

Joh. 10.16 Und ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stalle sind; auch diese muß ich führen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirt werden.

Eine Herde, ein Hirt, entweder hören die Schafe oder sie hören eben nicht. Nicht viele Herden (Religionen) und ein Hirt, auch nicht viele Hirten (Lehrer) und eine Herde. Eine Herde, ein Hirt, das ist Absolut und ändert sich eben nicht gerade je nachdem, wie wir es annehmen wollen oder eben nicht bereit sind dazu. Es ändert sich eben auch nicht, je nach Kulturkreis wo wir gerade wohnen.

Ich war dem Jüdischen Kulturkreis fremd als Heide aber durch Christus konnte auch ich eingepfropft werden und meinen Aberglauben ablegen. Genau gleich kann auch jeder andere Heide der diesem Kulturkreis fremd ist eben den Aberglauben ablegen und eingepfropft werden. Das aber Christus sich den Aberglauben der Religionen dieser Welt eingepfropft hätte, damit das Werk Gottes erfüllt würde, damit er immer nur Frieden hätte, das ist aus dem Wort Gottes so nicht ersichtlich.

Den Frieden halten ist ein guter Anfang aber eben nicht, wenn darunter die Wahrheit zu kurz kommt und Menschen im Irrglauben gebunden bleiben und meinen mit dem Aberglauben der Reinkarnation. würde dann dem Problem Abhilfe geschaffen, obschon Gott der einzige ist, der Abhilfe geschaffen hat, durch seinen Sohn, Jesus Christus.

Gott war absolut und er wusste was allein Abhilfe schafft und schaffen wird. Der Mensch ist da eher wischi, waschi einmal ein bisschen von hier etwas nehmen, einmal von da. Es steht das wir nur das Gute behalten sollen, Menschliche Philosophie, welche dem Heilsplan Gottes zuwiederläuft, gehört definitiv nicht dazu.

Weil Christus nichts von unten nahm, sondern nur das von oben, so sollten wir in diesem streben eben auch gleich Absolut werden.

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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon kingschild » Di 23. Jul 2013, 21:09

erbreich hat geschrieben:
Der frühe (Theravada-) Buddhismus ist kein Götzendienst. Weder Götzen noch Götter spielen im Palikanon eine Rolle. Ein grosser Teil der heutigen westlichen Buddhisten und Meditationslehrer praktiziert Buddhismus - oder besser: (Satipatthana-Vipassana-) Meditation - als Psychologie oder als eine Form von Psychotherapie. Soweit als möglich selber daran mitarbeiten, wie das eigene Herz, die Seele (Psyche), der menschliche Geist von Leiden frei werden und frei bleiben kann, das widerspricht in keiner Weise der bereits zitierten Aussage Pauli ("Vollendet euer Heil..." usw.). Es widerspricht überhaupt keiner Religion.


Zitat Wikipedia:

Das Ziel jedes Anhängers des Theravada ist der Zustand des Nibbana (sanskrit: Nirvana), also das Überwinden und Auslöschen aller an das Dasein bindenden Faktoren wie Ich-Sucht, Gier, Anhaften usw., und damit das Verlassen des Kreislaufs (Samsara) der Reinkarnationen....


Der Mensch will also überwinden und auslöschen und glaubt an Reinkarnation und das soll dem Christlichen Glauben nicht wiedersprechen und kein Götzendienst sein? Keine Ich-Sucht?

Wenn ich das von einem hören würde, der es nicht besser wissen könnte, dann wäre es schon traurig genug....

Schon mal nachgedacht, warum sie im hier und jetzt die Wahrheit nicht finden?

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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon Mariette M. » Di 23. Jul 2013, 22:55

erbreich hat geschrieben:
Mariette M. hat geschrieben:Die Wahrheit in Liebe zu leben und zu verkünden... das hat nichts mit Sklaverei zu tun, nichts mit Fanatismus... Es ist die Liebestat an den Menschen. Es ist der Auftrag Gottes selbst, allen Menschen Seine Menschenliebe zu verkünden.

Da bin ich völlig einverstanden mit dir, Mary. :]

Ich lasse mich von Dir nicht vereinnahmen, lieber erbreich.
Du weisst ganz genau, dass ich von WAHRHEIT sprach und nicht von Beliebigkeit und All-Toleranz.
Die Orthodoxe Kirche: Evangelisch, aber nicht protestantisch; orthodox, aber nicht jüdisch; katholisch, aber nicht römisch. Die ungeteilte Kirche. Sie hat den Glauben der Apostel geglaubt, gelehrt, bewahrt, verteidigt und ist dafür gestorben... seit dem Pfingsttag vor 2000 Jahren
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon erbreich » Mi 24. Jul 2013, 09:46

Mariette M. hat geschrieben:Ich lasse mich von Dir nicht vereinnahmen, lieber erbreich.
Du weisst ganz genau, dass ich von WAHRHEIT sprach und nicht von Beliebigkeit und All-Toleranz.

Ich vereinnahme niemanden. Auch ich spreche von DER WAHRHEIT, auch wenn einige hier mir dies absprechen wollen. Glücklicher- oder vielmehr: gnädigerweise hängt das Heil nicht von menschlichen Ansichten, Meinungen und Urteilen ab.
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon Columba » Mi 24. Jul 2013, 10:04

erbreich hat geschrieben:
Mariette M. hat geschrieben:Ich lasse mich von Dir nicht vereinnahmen, lieber erbreich.
Du weisst ganz genau, dass ich von WAHRHEIT sprach und nicht von Beliebigkeit und All-Toleranz.

Ich vereinnahme niemanden. Auch ich spreche von DER WAHRHEIT, auch wenn einige hier mir dies absprechen wollen. Glücklicher- oder vielmehr: gnädigerweise hängt das Heil nicht von menschlichen Ansichten, Meinungen und Urteilen ab.

Maria hat richtig erkannt, es steckt ein Toleranzproblem dahinter.

Der heutige Toleranzbegriff ist ein "anything-goes" mit der Angst dem anderen auf den Schlips zu stehen. Der ursprüngliche aufklärerische Toleranzgedanken betrachtet die eigene Unsicherheit, dass man nicht alles weiss und ist deshalb diskursiv zu verstehen - ähnlich wie die Diskursethik von Habemas/Apel. Diese beiden Toleranzgedanken sind soweit entfernt wie eine ernsthafte Diskussion und ein Salatsauce-Gespräch an einer Stehparty, wo alles richtig ist.

Grüsse Columba
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon erbreich » Mi 24. Jul 2013, 10:16

kingschild hat geschrieben:Meine Thematik zielt nicht darauf ab, was ich für einen Anspruch habe, sondern was Gott für einen Anspruch hat und was sein Sohn lehrte.

Ja, und eben genau das ist ja dein Anspruch: Hienieden Gottes Stimme zu sein.

Genau gleich hindert mich aber auch niemand daran wann, wo und wie ich über die Wahrheit sprechen will...

...mich auch nicht...

Du sagst das Dir Menschen wertvoll sind welche keinen Absolutheitsanspruch haben, wie kannst Du da Christus lieben...

Weil er mich liebt.

Krieg bekam Jesus immer dann, wenn die Leute die Wahrheit nicht annehmen wollten, trotzdem das er ein Mann des Friedens war und immer nur das Gute wollte, lebte er ständig im Krieg.

Ja, kingschild, und mit wem lebte er vor allem im Krieg? Das weisst du sehr wohl!

Weil man Gut und Böse nicht vereinen kann, weil Wahrheit und Lüge nicht vereinen lassen, genau gleich wie Gottes Wort, mit Menschlicher Philosophie nichts gemeinsam hat.

Wo das Gute zu finden ist, das wissen wir, denke ich ("Gott allein ist gut"). Und wo ist das Böse wohl zu finden, wo kommt es her? "Aus dem Herzen", sagt Jesus (Mt 15,19). Aus meinem? Aus deinem? Oder sitzt es in deinem und in meinem?

Für den Buddhisten gilt das gleiche, wie für alle aus den Heiden gerufenen:
Joh. 10.16 Und ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stalle sind; auch diese muß ich führen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirt werden.

Merkst du nicht, dass ich genau das die ganze Zeit über hier bestätige?

Eine Herde, ein Hirt, das ist Absolut und ändert sich eben nicht gerade je nachdem, wie wir es annehmen wollen oder eben nicht bereit sind dazu. Es ändert sich eben auch nicht, je nach Kulturkreis wo wir gerade wohnen.

Richtig. Aber die Sprache, die ändert sich je nach dem Kulturkreis, in dem wir leben und aufgewachsen sind.

Das aber Christus sich den Aberglauben der Religionen dieser Welt eingepfropft hätte, damit das Werk Gottes erfüllt würde, damit er immer nur Frieden hätte, das ist aus dem Wort Gottes so nicht ersichtlich.

Es ist deine eigene Anmassung, die andern Religionen alle als Aberglauben und Götzendienerei abzutun. Und du bildest dir obendrein noch ein, dass sei von Gott selber sanktioniert. Nun gut, das ist dein Weg und Glaube.

Es steht das wir nur das Gute behalten sollen, Menschliche Philosophie, welche dem Heilsplan Gottes zuwiederläuft, gehört definitiv nicht dazu.

Einverstanden. Es gibt jedoch auch menschliche Philosophie, Psychologie, Medizin, Bildung, Kultur, Wissenschaft usw.usf. die diesem Heilsplan nicht zuwiderläuft. Auch du bist von solchen menschlichen Dingen geprägt und benützt sie tagtäglich. Ich hoffe nicht, dass du dabei stets ein schlechtes Gewissen haben musst.

Weil Christus nichts von unten nahm, sondern nur das von oben, so sollten wir in diesem streben eben auch gleich Absolut werden.

Ich nenne das nicht absolut, sondern authentisch, echt, wahr.
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon erbreich » Mi 24. Jul 2013, 10:32

kingschild hat geschrieben:Schon mal nachgedacht, warum sie im hier und jetzt die Wahrheit nicht finden?

In wikipedia kannst du vieles lesen... du bist doch sonst auch nicht so leichtgläubig, oder?

Ich sagte es bereits weiter oben: Der Weg des wahren Lebens (Dharma), der zur vollständigen Befreiung, zum leidlosen und todlosen Glück (nibbana) führt, der kann und wird von Buddhisten in diesem Leben hier und jetzt betreten und damit - analog der christlichen Geistestaufe - die Heilsgewissheit realisiert. Natürlich nicht von allen, sowenig wie alle jene, die sich als Christen sehen, Tod (des alten Menschen) und Neugeburt (des Menschen in Christus) erfahren haben.

Dir sitzt hier am PC ein Mensch gegenüber, der aus eigenem Erleben weiss, dass der buddhistische Weg in diesem einen Leben betreten und dadurch die Gewissheit der Leid- und Todlosigkeit realisiert wird. Genauso, wie er weiss, das Jesus Christus Weg, Wahrheit und Leben ist und daher der Mensch, der sich zu ihm bekennt und ihm auf seinem Weg nachfolgt das Himmelreich hier und jetzt realisiert.

Ich meinerseits, ich sitze einem Menschen gegenüber, der das eine dieser zwei Dinge ebenfalls weiss und das genügt ihm. Es genügt auch tatsächlich! Nur wünscht er sich, dass der andere die eine seiner beiden Erfahrungen und Glaubensgewissheiten aufgibt, was aber nicht möglich ist. Sowenig als er die seine aufgeben könnte.
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon erbreich » Mi 24. Jul 2013, 10:47

Columba hat geschrieben:Der heutige Toleranzbegriff ist ein "anything-goes" mit der Angst dem anderen auf den Schlips zu stehen.

Ich scheine hier ja fortwährend andern auf den Schlips zu treten - jedenfalls verhalten sich einige so, als trete ich ihnen fortwährend auf den Schlips. Das würden sie allerdings nicht zugeben wollen, daher deklarieren sie meine Rede als Verkündigung von Aberglauben, Götzendienerei und dergleichen. Ich trete also nicht ihnen auf den Schlips, sondern Gott selber, den sie ja für sich in Anspruch nehmen. Ich habe aber keine Angst davor, hier jemandem auf den Schlips zu treten, und wenn icht tatsächlich dann und wann mal Gott auf den Schlips trete, dann erfahre ich Vergebung und in dieser Vergebung liegt die Kraft zur Einsicht und zur Veränderung.

Der ursprüngliche aufklärerische Toleranzgedanken betrachtet die eigene Unsicherheit, dass man nicht alles weiss

Ein sehr sehr wesentlicher Gedanke! In den Worten des unbekannten englischen Mystikers des 14. Jahrhunderts, ist dies "die Wolke des Nichtwissens". Zwischen uns und Gott steht stets die Wolke des Nichtwissens. Genau deshalb ist es uns ja nicht möglich, absolute Aussagen über Gott zu machen. Wer um die Grenzen menschlicher Erkenntnisfähigkeit und menschlichen Wissens weiss, der akzeptiert diese Wolke. Je näher er Gott kommt, umso dichter wird die Wolke.

Diese beiden Toleranzgedanken sind soweit entfernt wie eine ernsthafte Diskussion und ein Salatsauce-Gespräch an einer Stehparty, wo alles richtig ist.

Ich führe hier eine ernsthafte Diskussion. Wenn jemand das als Salatsaucegespräch und Stehparty aufasst, dann ist das sein Problem.
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon Columba » Mi 24. Jul 2013, 12:33

erbreich hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:Der heutige Toleranzbegriff ist ein "anything-goes" mit der Angst dem anderen auf den Schlips zu stehen.

Ich scheine hier ja fortwährend andern auf den Schlips zu treten - ....


Aber das ist Deine Annahme! Ich habe das nicht behauptet.
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon kingschild » Mi 24. Jul 2013, 13:26

erbreich hat geschrieben:Ja, kingschild, und mit wem lebte er vor allem im Krieg? Das weisst du sehr wohl!


Alle die das Reich Gottes ablehnten, waren im Krieg mit Ihm.

Merkst du nicht, dass ich genau das die ganze Zeit über hier bestätige?


Wer die die Stimme hört, nimmt Christus an. Du kannst noch lange bestätigen Erbreich, solange der Buddhist den Christus nicht in seiner ganze Fülle annimmt, ist Deine Bestätigung nichts als ein verzweifelter Versuch an einer Lehre fest zu halten, die Christus definitv so nicht lehrte. Da sind die Buddhisten die Dich nicht annehmen auch weiter, denn sie haben zumindest erkannt, das es nicht das gleiche ist.

Dein Zeugnis reicht mir eben nicht aus, wenn auf der anderen Seite sichtbar ist, das die Erkenntnis über das Reich Gottes fehlt. Jeder der dieses Reich kennt, der kennt auch den Herrscher dieses Reiches mit Namen und er kennt auch den Sohn mit Namen. Du sagst sie haben den Heiligen Geist sagen im aber anders, der Heilige Geist bestätigt den Vater und den Sohn. Wenn sie diese Bestätigung haben, warum nehmen sie den Sohn nicht an als Erlöser und lassen sich taufen auf den Namen des Vaters und des Sohnes?

Richtig. Aber die Sprache, die ändert sich je nach dem Kulturkreis, in dem wir leben und aufgewachsen sind.


Was meinst Du wohl, wurde in Christlichen Ländern schon immer das Christliche gelebt und diese Christliche Sprache gesprochen? Es ist ja heute sogar so, das zwar noch etwas vorhanden ist aber der Aberglauben eben immer mehr überhand nimmt und wieso? Weil man eben nicht klar zu trennen vermag und zurück in den Aberglauben fällt.

Unsere Vorfahren waren Heiden und Götzediener und Christus war es möglich, das sie die richtige Sprache fanden obschon Ihr Kulturkreis weit ab vom Göttlichen war. Weil Christus seine Jünger aussandte, um die Wahrheit zu verkünden und nicht um Ihre Abergläubischen Sitten und Gebräuche anzunehmen. Denen die Christus aufnehmen ist es möglich, die Christliche Sprache zu verstehen.

Unsere Vorfahren haben die Wahrheit angenommen und es ist ja klar, je mehr die Wahrheit anhemen, je mehr ändert sich die Sprache im Kulturkreis. Das hat eben mit dem Segen unserer Vorväter zu tun. Ich wurde da hineingeboren. Wie sollte es Gott eben nicht möglich sein, genau die Sprache der anderen Heidnischen Völker so zu änderen, wie er es in unseren Ländern schaffte? Das ist Gottes Wille und sein Gedanke von Einheit.

Was meinst Du was die Römer wussten vom Evangelium Gottes bevor es Ihnen verkündet wurde, ein Paulus hat nicht Ihren Aberglauben übernommen, sondern hat darum gekämpft das die Wahrheit auch den Römern offenbart wurde und den Griechen und allen anderen die nichts wussten von Christus. Wenn ein Paulus so evangelisiert hätte und gesagt hätte, wir nehmen mal den Griechischen und Römischen Aberglauben in das Christliche auf ist ja eh alles daselbe nur eine andere Sprache und Kulturkreis, dann hätte das Christentum nie Europa erreicht.

Es gibt noch viele Länder die Christus aufnahmen die fernab von diesem Glauben lebten und die nun die selbe Sprache sprechen.

Es ist deine eigene Anmassung, die andern Religionen alle als Aberglauben und Götzendienerei abzutun. Und du bildest dir obendrein noch ein, dass sei von Gott selber sanktioniert. Nun gut, das ist dein Weg und Glaube.


Aus dem Wort ist ersichtlich wem Gott wiedersteht. Hast Du Dir noch nie den Gedanken erlaubt, wieso nach Jahrtausenden von Meditation und Selbstkasteiung immer noch der Weisheit Anfang, im verborgenen geblieben ist?

Wenn also Erlösung aus Meditation, Selbstkasteiung, guten Werken, dem Gesetz oder Reinkarnation möglich wäre, dann bitte sag mir warum die Erkenntnis über Christus und Jehova nicht vorhanden ist? Begründe es doch. Ich weiss aus meinem Leben die Erkenntnis kam an dem Tag, wo ich mich von meinen Alten Werken trennen wollte und mich dem Lebendigen Gott zuwandte, an diesem Tag fand ich Gnade. Als ich in meinen alten Werken wandelte, wandelte ich in Finsternis und war Blind für das Reich Gottes. Nun ein Altes Werk könnte sein das man Gott nicht glaubt oder ihm eben ungehosam ist, seinen Sohn verwirft, seine Propheten usw. Wenn Meditation so erfolgreich ist warum nehmen sie denn nicht alle Christus als Herrn und Heiland auf und lassen sich taufen? Wenn sie ja die Erkenntnis über das Gute haben warum nehmen sie es nicht an?

Einverstanden. Es gibt jedoch auch menschliche Philosophie, Psychologie, Medizin, Bildung, Kultur, Wissenschaft usw.usf. die diesem Heilsplan nicht zuwiderläuft. Auch du bist von solchen menschlichen Dingen geprägt und benützt sie tagtäglich. Ich hoffe nicht, dass du dabei stets ein schlechtes Gewissen haben musst.


Was das Leben hier anbelangt so nütze ich was da ist ausser ich bekomme Erkenntnis darüber das es mit Aberglauben zu tun hat oder eben Gott massiv widerstrebt. Die Lehre der Reinkarnation wiederstrebt dem Evangelium Gottes, den Weg aus eigener Kraft gehen auch.

Ich nenne das nicht absolut, sondern authentisch, echt, wahr.


Wie auch immer, er war Konsequent und tanzte nicht auf zwei Hochzeiten, sondern vermochte Gut und Böse zu trennen, er überwand das Böse mit Gutem, in dem er das Gute verkündte in Wort und Tat und er nahm das Böse nicht an und verbrüderte sich nicht mit dem Bösen, noch war er teilhaftig an diesen Werken, indem er sie umarmte.

Wir sehen die Länder welche ihn aufnehmen und welche ihn ablehnen, wir sehen die welche ihn aufgenommen haben und jetzt immer wie mehr in das Alte Fahrwasser zurück entwickeln, abfallen.

An der Geschichte Israels ist ersichtlich wann der Abfall kam/kommt, dort wo sie anfingen mit den anderen Religionen Hurerei zu betreiben und nicht dem Herrn treu blieben, genau dort war immer der Anfang des Abfalls, mit jeweils verheerenden Auswirkungen auf das ganze Volk.

Ein Phänomen das wir im Christlichen Abendland auch erkennen können, sowie auch die Folgen die daraus resultieren. Antichristliche Lehre sollte im Christentum nicht gefunden werden und wir haben schon viel zu viel darin, mehr braucht es defintiv nicht.

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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon bigbird » Mi 24. Jul 2013, 14:38

Aber wer trägt schon einen Schlips bei dieser Hitze ... :mrgreen:
Zur Sklavenzeit in den USA hat eine schwarze Köchin in höherem Alter mit Eifer lesen gelernt, um die Bibel selber lesen zu können. Sie wurde gefragt, was sie mache, wenn sie etwas nicht verstehe.
Ihre Herzensantwort: „Dann sage ich Halleluja und lese weiter, bis was kommt, das ich verstehe!“
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon Columba » Mi 24. Jul 2013, 15:10

...zugegeben, bei diesem Wetter ist das Bild mit dem Schlips nicht sehr angebracht!
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon Trixi » Mi 24. Jul 2013, 16:26

kingschild hat geschrieben:Krieg bekam Jesus immer dann, wenn die Leute die Wahrheit nicht annehmen wollten, trotzdem das er ein Mann des Friedens war und immer nur das Gute wollte, lebte er ständig im Krieg.
Erbreich hat geschrieben:Ja, kingschild, und mit wem lebte er vor allem im Krieg? Das weisst du sehr wohl!
kingschild hat geschrieben:Alle die das Reich Gottes ablehnten, waren im Krieg mit Ihm.


Eine schwammige Aussage, die jeder für sich interpretieren kann wie er will.
Wo genau und mit wem konkret war Jesus denn im Krieg ?

Weder in den Berichten der Bibel noch in diesem Thread ist an den Aussagen der Menschen oder Jesus direkt zu erkennen, dass jemand mit Jesus im Krieg lag oder gar offensichtlich das Reich Gottes ablehnt.

Soweit ich erkennen kann, lagen nur Menschen mit Jesus im Krieg, die sich selbst für fromm und gottesfürchtig hielten und ihre eigene Frömmigkeit als Maßstab für andere Menschen darstellten.

Jesus von sich aus lag mit niemandem direkt im Krieg, sondern er hat den Menschen für das Reich Gottes die Augen geöffnet, weil keiner es so wirklich von sich aus wahrnehmen konnte. Gerade die, welche meinten, sie hätten es längst erkannt, weil sie sich strikt an die heiligen Schriften hielten, denen hat er klipp und klar gesagt, dass sie auf dem falschen Weg sind.

Nach dem Beispiel Jesus würde ich da ganz andere Leute hier im Thread zu denen zuordnen als du, Kingschild. 8-)
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon erbreich » Mi 24. Jul 2013, 18:01

Trixi hat geschrieben:Soweit ich erkennen kann, lagen nur Menschen mit Jesus im Krieg, die sich selbst für fromm und gottesfürchtig hielten und ihre eigene Frömmigkeit als Maßstab für andere Menschen darstellten.

Soweit ich erkennen kann, kann ich das bestätigen.

Es tut schon richtig weh, kingschild, zu sehen, wie du aus der Gnade ein unerbittliches Gesetz machst. Das finde ich traurig. Jesus hat bedingungslos Vergebung gewährt. Er hat keine Bekehrungsforderungen gestellt bevor er heilte und freisprach. Vielmehr lief und läuft es immer umgekehrt: Erlebte Vergebung führt zu Einsicht und Umkehr - und zwar aus Dankbarkeit.

Du aber, du predigst Bekehrung unter Drohung und Angstmacherei und scheinst der Ansicht zu sein, solches Vorgehen führe bei Menschen zu Dankbarkeit und Liebe. Meines Erachtens ist das ein schwerwiegender Irrtum. Ein Irrtum, dem die christliche Kirche jahrhundertelang erlegen ist und der viel Leid gebracht hat (dass ihr die Schäfchen davongelaufen sind, ist kein Wunder: Die Stimme des Hirten war und ist an solchen Orten kaum mehr zu hören, vielmehr weidet er seine Schafe auf grüner Au).

Das ist nicht Christi Weg und Lehre. In meinem Verstehen jedenfalls nicht. Für dich scheint das göttlich sanktioniert zu sein... dann musst du das wohl so leben und vertreten. Ich bin froh, muss ich nicht an deiner Stelle stehen. Vater, Sohn und Heiliger Geist gehen mit mir einen andern Weg. Einen Weg, für den ich dankbar sein kann. Einen Weg, der mir - und wie mir, so allen - Vergebung, Friede und Liebe zuspricht. Einen Weg der Gnade, nicht der Verurteilung. Und selbst das Gesetz, welches ich kenne, ist ein Gesetz der Gnade, nicht der Verdammnis.
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon erbreich » Mi 24. Jul 2013, 18:11

@kingschild

Es gibt einige sehr sehr wertvolle Bücher, die ein erstarrtes religiöses Denken neu beleben und eine erneute Metanoia (Sinnesänderung) zu bewirken vermögen. Eines davon ist dieses. :lesen:

Aber, wie ich vermute, wird auch dieses Buch in deinen Augen antichristlich sein und sein Autor ein Irregeleiteter... :cry:

Gruss, erbreich
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon kingschild » Mi 24. Jul 2013, 19:25

Trixi hat geschrieben:
Weder in den Berichten der Bibel noch in diesem Thread ist an den Aussagen der Menschen oder Jesus direkt zu erkennen, dass jemand mit Jesus im Krieg lag oder gar offensichtlich das Reich Gottes ablehnt.


Ja ich weiss Christus haben alle aufgenommen, gemäss Deiner Bibel, gemäss meiner nicht. Was den Thread anbelangt so muss ich sagen, über den Buddhismus habe ich schon viel gelesen hier aber das Christus die Lehre von der Reinkarnation und den Weg der eigenen Erkenntnis gelehrt hätte und das man das fundiert belegen könnte von dem hörte ich bisher nichts. Auf meine Fragen betreffend der fehlenden Erkenntnis über Gott und denn Heilsplan Gottes wurde auch nicht geantwortet. Wieso das so ist, davon muss ich ausgehen.

Jesus von sich aus lag mit niemandem direkt im Krieg, sondern er hat den Menschen für das Reich Gottes die Augen geöffnet, weil keiner es so wirklich von sich aus wahrnehmen konnte. Gerade die, welche meinten, sie hätten es längst erkannt, weil sie sich strikt an die heiligen Schriften hielten, denen hat er klipp und klar gesagt, dass sie auf dem falschen Weg sind.


Aus den Schriften hat er sie aufgeklärt über sich und seine Person und sie nahmen es nicht an. Daher ja meine Frage wie kann es sein das man Jahrtausende meditiert und über den Sohn Gottes und den Erlösungsweg nichts weiss, noch den Namen des Vaters? Hier wird behauptet das Buddhisten den Heiligen Geist unter anderem Namen kennen und meine Frage darauf war: Wie kann es dann sein, das sie nichts vom Erlösungsweg wissen, vom Herrscher dieses Reiches, vom Sohn?

Joh 15:26 Wenn aber der Sachwalter gekommen ist, den ich euch von dem Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der von dem Vater ausgeht, so wird er von mir zeugen.


Jesus hat schon gesagt, für was er gekommen ist zumindest nicht um den Aberglauben in das Reich Gottes zu säen:

Lu 12:51 Denket ihr, daß ich gekommen sei, Frieden auf der Erde zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Entzweiung.

Damit Gut und Böse geschieden wird und die Auswirkungen davon lesen wir, wenn wir Lukas 12 weiterlesen. Ich stimme zu, denen die ihn annahmen gab er seinen Frieden aber sein Auftrag war Gut und Böse zu trennen und nicht zu vereinen. Aberlauben vom Glauben. Menschliche Philosophien von der Lehre Gottes usw.

Und dafür:

Lu 24:47 und in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden gepredigt werden allen Nationen, anfangend von Jerusalem.

Das die Buddhisten da ausgenommen wären, weil sie Ihren eigenen Weg haben und schon im Nirwana sind das ist nichts als Neuoffenbarung, welcher jegliche Grundlage von Christus fehlt.


Nach dem Beispiel Jesus würde ich da ganz andere Leute hier im Thread zu denen zuordnen als du, Kingschild. 8-)


Das hingegen, glaube ich Dir auf Anhieb, nachdem Du mir oben einmal mehr bezeugt hast, was Du Deiner Bibel entnimmst.

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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon Trixi » Mi 24. Jul 2013, 19:59

kingschild hat geschrieben: ...gemäss Deiner Bibel, gemäss meiner nicht...
(.....)
......was Du Deiner Bibel entnimmst.


Meine Bibel, kingshild, ist nicht anders als deine.
Aber an diesen Aussagen von dir kann man sehr gut erkennen, woran es eigentlich scheitert.
Nicht an der unterschiedlichen Bibel, sondern an dem unterschiedlichen (menschlichen) Verständnis.

Ich behaupte nicht, dass mein Verständnis der Bibel die alleinige Wahrheit ist. Aber ich habe eine Beziehung zu dem, der die Wahrheit ist: Gott selbst. Von ihm, und aus dieser Beziehung heraus erfahre ich in meinem ganz persönlichen Leben ein stückweit aus der gesamten Wahrheit.

Ich erlebe Menschen, die ganz anders glauben, die Bibel ganz anders verstehen - die aber bezeugen, dass auch sie in der Beziehung zu der einen Wahrheit stehen. Und ich glaube ihnen, weil ich erkenne, dass vieles was Jesus verkündigt hat, auch dazu passt.

Darauf kommt es an, auf die Beziehung zu der einzigen Wahrheit. Nicht darauf, dass ein Mensch die gesamte Wahrheit erfasst zu haben glaubt.

Du verkündigst hier mit der größten Selbstverständlichkeit, dass nur das, was du aus den biblischen Berichten heraus liest, die einzige Wahrheit sei. Du gehst sogar noch weiter und behauptest, dass deine Worte, die du gebetsmühlenartig wiederholst, Gottes Worte seien, die alleine richtig sind.

Tut mir leid für dich - aber ich kann DEINE Wahrheit nicht als die meinige erkennen.

Ich halte mich da lieber an den, der die Wahrheit ist und bezeuge, dass er sich herablässt um Menschen zu berühren.


Deine Fragen, gegen den Buddhismus sind im Zusammenhang mit dem Thema überhaupt nicht zielführend. Darum beantwortet die wahrscheinlich auch niemand.

Eine Frage habe ich aber noch an dich: Was treibt dich eigentlich, so verbissen nur auf den Drohbotschaften zu verharren, welche dich selbst als den "Gerechten" darstellen sollen, während du alle die Gott anders erleben verurteilst "im Namen Gottes" ?

Glaubst du wirklich daran, dass Gott SO urteilt ?
Ich nicht ! Und das würde ich aus deiner Bibel genauso lesen.
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon kingschild » Mi 24. Jul 2013, 20:48

erbreich hat geschrieben:
Es tut schon richtig weh, kingschild, zu sehen, wie du aus der Gnade ein unerbittliches Gesetz machst. Das finde ich traurig. Jesus hat bedingungslos Vergebung gewährt. Er hat keine Bekehrungsforderungen gestellt bevor er heilte und freisprach. Vielmehr lief und läuft es immer umgekehrt: Erlebte Vergebung führt zu Einsicht und Umkehr - und zwar aus Dankbarkeit.


Mir wäre schon gedient, wenn man auf meine Fragen eingehen würde und nicht ständig etwas behaupten über Christus und auch meine Person.

Glauben, Annahme, Busse, waren immer die Grundlage sowohl bei Christus wie auch den Aposteln, wer im Aberglauben und Ungehorsam blieb und Ihn verwarf, nicht glaubte, der blieb gebunden.

Du aber, du predigst Bekehrung unter Drohung und Angstmacherei und scheinst der Ansicht zu sein, solches Vorgehen führe bei Menschen zu Dankbarkeit und Liebe. Meines Erachtens ist das ein schwerwiegender Irrtum. Ein Irrtum, dem die christliche Kirche jahrhundertelang erlegen ist und der viel Leid gebracht hat (dass ihr die Schäfchen davongelaufen sind, ist kein Wunder: Die Stimme des Hirten war und ist an solchen Orten kaum mehr zu hören, vielmehr weidet er seine Schafe auf grüner Au).


Wenn Du doch einmal etwas belegen könntest, was Du ständig behauptest. Weisst Du was, das Evangelium wurde verkündet seit jeher und Menschen haben es angenommen, solange sie nicht den Neuoffenbarern glaubten, das sie es nicht nötig hätten und mit ein paar Esoterischen Praktiken auch in den Himmel gelangen können.

Sie kehrten um und taten Busse im Gegensatz zu denen die verkünden Busse und Vergebung sei von den Bösen Kirchen erfunden worden und von drohenden Menschen.

Ich halte mich an Christus und die Apostel welche er wählte, die wussten nämlich was zu verkünden war:

Apg 2:38 Was sollen wir tun, Brüder? Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und ein jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

Die Kirchen haben es Jahre so gehalten und die Schäfchen rennen immer dann Weg, wenn Irrlehrer Ihnen den Abfall predigen und Ihnen die gesunde Lehre sauer im Magen aufliegt.

Das ist nicht Christi Weg und Lehre. In meinem Verstehen jedenfalls nicht. Für dich scheint das göttlich sanktioniert zu sein... dann musst du das wohl so leben und vertreten. Ich bin froh, muss ich nicht an deiner Stelle stehen. Vater, Sohn und Heiliger Geist gehen mit mir einen andern Weg. Einen Weg, für den ich dankbar sein kann. Einen Weg, der mir - und wie mir, so allen - Vergebung, Friede und Liebe zuspricht. Einen Weg der Gnade, nicht der Verurteilung. Und selbst das Gesetz, welches ich kenne, ist ein Gesetz der Gnade, nicht der Verdammnis.


Ja ich weiss ich irre mich wenn ich Petrus glaube, der sich geirrt hat, als er etwas von Busse verkündete. Christus hat sich geirrt als er von Wiedergeburt sprach und das der Heilige Geist von ihm zeuge. Und ich irre mich wenn ich sage das glaube ich, das der Heiige Geist dies tut. Busse ist natürlich für die welche das Nirwana bereits haben nicht ein muss. Für mich schon.

Gnade ist errettung aus dem Fluch aber wie sollen Menschen gerettet werden, aus den Nationen, wenn Du hier verkündest das sie das gleiche haben und keine Umkehr mehr nötig haben, obschon sie gefangen sind im Aberglauben der Reinkarnation und Selbsterlösung, sich ohne den Sohn und den Vater im Nirwana wähnen? Haben dies die Apostel gelehrt, Christus vielleicht? Nein, haben sie nicht.

Das haben weder die Apostel so gelehrt, auch nicht Johannes der Täufer, auch nicht Christus. Sie haben nichts genommen aus den Heidnischen Religionen, sondern brachten das Gute und die Erlösung aus solchem Fluch.

Wer da glaubte tat Busse und wurde getauft, von Johannes mit Wasser, von Christus mit Heiligem Geist.

Das Buddhistische Verständnis, ist eben nicht das Christliche.

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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon kingschild » Mi 24. Jul 2013, 21:08

Trixi hat geschrieben:
Eine Frage habe ich aber noch an dich: Was treibt dich eigentlich, so verbissen nur auf den Drohbotschaften zu verharren, welche dich selbst als den "Gerechten" darstellen sollen, während du alle die Gott anders erleben verurteilst "im Namen Gottes" ?

Glaubst du wirklich daran, dass Gott SO urteilt ?
Ich nicht ! Und das würde ich aus deiner Bibel genauso lesen.


So, So ein Mensch der also Deine Lehre nicht annimmt und die Lehre des Buddha nicht umarmen will, der bedroht Dich, in welcher Weise denn?

Kannst Du mal belegen, mit was ich Dir gedroht habe?

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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon Trixi » Mi 24. Jul 2013, 21:36

kingschild hat geschrieben:So, So ein Mensch der also Deine Lehre nicht annimmt und die Lehre des Buddha nicht umarmen will, der bedroht Dich, in welcher Weise denn?


... interessante Interpretation. :roll:
So etwas habe ich jedenfalls nicht gesagt. :mrgreen:

kingschild hat geschrieben:Kannst Du mal belegen, mit was ich Dir gedroht habe?


Nö ... kann ich nicht. Warum sollte ich dir auch etwas belegen, was ich nicht gesagt habe?


Wenn du die Lehren von Jesus immer nur auf den Krieg und die Gesetze beschränkst und alles andere ausklammerst, dann fixierst du die angebliche Botschaft von Jesus auf Drohbotschaften.
Wenn du Gott nur als den gnadenlosen Herrscher darstellst, der den Menschen verurteilt für das was er nicht tut, dann sind das nur Drohbotschaften.
Andere Botschaften kann ich bei deinen Reden nicht entdecken. Bei Jesus aber sind die Botschaften der Liebe unzählige Male mehr als irgendwelche, aus denen man eine Drohbotschaft machen könnte.

...wobei ich persönlich mich ohnehin nicht angesprochen fühle und das habe ich auch nie behauptet. :mrgreen:
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon Columba » Mi 24. Jul 2013, 21:45

erbreich hat geschrieben:@kingschild

Es gibt einige sehr sehr wertvolle Bücher, die ein erstarrtes religiöses Denken neu beleben und eine erneute Metanoia (Sinnesänderung) zu bewirken vermögen. Eines davon ist dieses. :lesen:

Ich mag Richard Rohr (Ausnahme Enneagramm, damit muss man mir nicht kommen), hier wäre noch ein interessantes Interview mit ihm - leider in Englisch, aber nicht zu schwieriges English. Er bezieht sich darin u.a. auch auf die Trinität: Interview


Grüße Columba
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon kingschild » Mi 24. Jul 2013, 23:04

Trixi hat geschrieben:

Wenn du die Lehren von Jesus immer nur auf den Krieg und die Gesetze beschränkst und alles andere ausklammerst, dann fixierst du die angebliche Botschaft von Jesus auf Drohbotschaften.
Wenn du Gott nur als den gnadenlosen Herrscher darstellst, der den Menschen verurteilt für das was er nicht tut, dann sind das nur Drohbotschaften.
Andere Botschaften kann ich bei deinen Reden nicht entdecken. Bei Jesus aber sind die Botschaften der Liebe unzählige Male mehr als irgendwelche, aus denen man eine Drohbotschaft machen könnte.

...wobei ich persönlich mich ohnehin nicht angesprochen fühle und das habe ich auch nie behauptet. :mrgreen:


Wenn man aus dem Hinweis das Christus und die Aoostel nichts vom Aberglauben übernahmen und den geposteten Bibelstellen wie sie Menschen zu Gott führten, nur eine Drohbotschaft entnehmen kann, dann bin ich echt froh das niemand an Leib und Leben bedroht wurde, durch diese Botschaft, ausser natürlich der Aberglauben, das die Liebe von Gott, mit dem Aberglauben dieser Welt zu vereinen wäre.

Die Liebe von Gott schützt und bewahrt den Menschen vom Aberglauben. Die Liebe dieser Welt, verführt dazu.

Beides läuft unter dem Titel Liebe und Frieden aber nur das erste ist sie auch.

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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon Trixi » Do 25. Jul 2013, 08:52

kingschild hat geschrieben:Wenn man aus dem Hinweis das Christus und die Aoostel nichts vom Aberglauben übernahmen und den geposteten Bibelstellen wie sie Menschen zu Gott führten, nur eine Drohbotschaft entnehmen kann, dann bin ich echt froh das niemand an Leib und Leben bedroht wurde, durch diese Botschaft


Nein Kingschild, du hast hier nirgends nur Hinweise gegeben, sondern die Art zu glauben und leben von Menschen, die ihren Glauben anders verstehen als du, als Aberglauben bewertet und mehrmals die Bezeichnung "Antichrist" für solche Menschen benutzt.

So wie du deine Bewertung darstellst, betonst du mehrmals, dass du auf dem richtigen Weg seist, der in den Himmel führt, während alle anderen, die ebenfalls bezeugen, dass sie Gott begegnet seien, auf ihrem Weg und so anders gelebten Glauben, von Gott verdammt werden würden. Du sprichst ihnen schlicht ihre Erfahrung mit Gott ab und schiebst ihnen unter, dass sie dem Satan folgen anstatt Gott.
DAS sind Drohbotschaften!

Solche Botschaften können sehr wohl auch dazu führen, dass Leib und Leben bedroht werden. Dann nämlich, wenn man DEINEN Botschaften glaubt und in psychische Nöte kommt, bis hin zu Krankheiten und Suizidgedanken.

Ich bin in meinem Leben viel zu vielen Menschen begegnet, welche durch die selbstgerechte Frömmigkeit von Menschen in psychische Nöte kamen. Ebenfalls habe ich erlebt, dass Menschen aus diesen Nöten herausfanden, indem sie genau solche Botschaften, wie du sie hier lauthals vertrittst, ablegen und verwerfen, ihren eigenen Weg mit Gott fanden. Und darum werde ich nicht schweigen zu solchem Verhalten, wenn es mir möglich ist, etwas dagegen zu tun. Selbst, wenn mir selbst dazu die Lust längst vergangen ist und ich die Atmosphäre, die diese "Schriftgelehrten" verbreiten, einfach nur deprimierend und finster empfinde.

kingschild hat geschrieben:Beides läuft unter dem Titel Liebe und Frieden aber nur das erste ist sie auch.


Beide, die Liebe und der Frieden, sind erfahrbar!
In der Botschaft, welche du dazu verkündigst, kann man sie nicht erkennen, selbst nicht, wenn du sie mit hundert Bibelworten untermauerst.
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon erbreich » Do 25. Jul 2013, 14:37

Hallo Columba
Columba hat geschrieben:Ich mag Richard Rohr (Ausnahme Enneagramm, damit muss man mir nicht kommen), hier wäre noch ein interessantes Interview mit ihm - leider in Englisch, aber nicht zu schwieriges English.

Danke für den Link. Leider ist für mich selbst dieses nicht zu schwierige Englisch zu schwierig... :(
Mit dem Enneagramm kann ich auch nichts anfangen, habe es zwar mal durchgelesen, aber das wars auch schon.

Ich würde gerne von dir noch ein wenig mehr wissen zu deiner Praxis der Achtsamkeitsmeditation. Du hast weiter oben geschrieben:

Seit drei bis vier Jahren bin ich mit Achtsamkeitsmeditation/Achtsamkeitstraining in Berührung gekommen. Dies vor allem aus gesundheitlichen Gründen, Es ist für mich immer noch wichtig und sehr gut.

Hast du Schwierigkeiten, diese Meditation mit deinem christlichen Glauben zu vereinbaren? Oder erlebst du da keine Probleme? Oder erlebst du die Achtsamkeitsmeditation sogar als förderlich und hilfreich auch für deinen Glaubensweg? Das ist ja das Thema dieses Threads, das interessiert mich.

Von Richard Rohr gibt es ebenfalls ein Buch, dass in diese Richtung weist, nämlich dieses: "Pure Präsenz - Sehen lernen wie die Mystiker". Vielleicht kennst du es ja (ich habe es selber noch nicht gelesen, habe mir aber von meinem älteren Bruder und Freund - der es gelesen hat - schon mal davon berichten lassen).

(@kingschild: Eine der Kundenrezensionen zum Buch ist betitelt mit: "Wenn Sie so bleiben wollen, wie Sie sind, wenn Sie genau wissen, was richtig und was falsch ist, kaufen Sie dieses Buch nicht." - Das ist demnach also nichts für dich, du müsstest dann bloss wieder über Aberglauben und Götzendienerei wettern, das kannst du dir ersparen.)
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon erbreich » Do 25. Jul 2013, 14:46

Danke für deine klaren Worte, Trixi!
Trixi hat geschrieben:Beide, die Liebe und der Frieden, sind erfahrbar!

Das ist wahr. Und das ist es, was in ein menschliches Leben und Erleben Licht bringt.
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon kingschild » Do 25. Jul 2013, 17:54

Trixi hat geschrieben:
Nein Kingschild, du hast hier nirgends nur Hinweise gegeben, sondern die Art zu glauben und leben von Menschen, die ihren Glauben anders verstehen als du, als Aberglauben bewertet und mehrmals die Bezeichnung "Antichrist" für solche Menschen benutzt.


Ich habe genau bezeichnet was ich als Aberglauben sehe und war sehr wohl bei der Sache. Eine sachliche Wiederlegung ist nicht erfolgt. Wie wäre es wenn man mal anfangen würde zu wiederlegen oder eben zu respektieren das es Menschen gibt, die nicht jeden Aberglauben annehmen? Wenn jemand ja so überzeugt ist, das es keiner ist und ich falsch liege, mit meiner Erkenntnis, so sollte er auch keine Mühe haben damit, weder Mühe zu wiederlegen, noch Mühe zu respektieren. Christus hat sehr deutlich hingewiesen wenn etwas ein Aberglauben war, er hat ihn nicht umarmt und wenn Du meinst das stimme nicht, dann zeige mir doch wo er den Irrglauben in seine Lehre aufnahm, ich habe diese Stellen noch nicht gefunden?

Ich habe sehr wohl ausführlich beschrieben wie das Evangelium zu den Menschen kam, wiederlegt wurde bis heute nichts und ja ich stehe dazu, das ich das was ich als nicht von Gott erkenne, ablehne und nicht umarme. Wer mit Sonderlehren auftaucht der muss auch ein wenig Gegenwind ertragen können und wenn er überzeugt ist das es keine Sonderlehre ist, so muss er nicht enteuscht sein, wenn es Menschen gibt, die diese verwerfen. Ich muss auch damit leben, das nicht alles was ich hier poste, mit Freuden angenommen und umarmt wird.

Also nochmals Erbreich sagte, die Buddhisten haben den Heiligen Geist, nur nennen sie Ihn anderes, ich fragte darauf, wie kommt es dann, das sie über den Erlösungsweg Gottes nichts wissen wenn sie schon ins Nirwana kommen in diesem Leben, wenn Christus sagt das dieser Geist in bezeugen wird? Eine einfache Frage?

Eine richtig fundierte Biblische Lehre scheitert nicht an einer kleinen Nachfrage. Dir gefällt nicht das ich gewisse Dinge wie Reinkarnation und Selbsterlösung als Irrlehre bezeichne, damit musst Du aber Leben Trixi, den ich muss auch damit leben, das Du sie anscheinend nicht als das bezeichnest und lieber umarmst. Ich habe nachgefragt aber eine Antwort erfolgte nicht, eher die Feststellung das es nicht zum Thema Christus und Buddah umarmen gehöre....ich meine sehr wohl das es dazu gehört und man sich vorher gut überlegen muss, welche Geister man umarmt. Vielleicht muss der Buddhist die Geister nicht prüfen, ich weiss nicht, der Christ ist aber gefordert dies zu tun.

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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon kingschild » Do 25. Jul 2013, 19:52

erbreich hat geschrieben:(@kingschild: Eine der Kundenrezensionen zum Buch ist betitelt mit: "Wenn Sie so bleiben wollen, wie Sie sind, wenn Sie genau wissen, was richtig und was falsch ist, kaufen Sie dieses Buch nicht." - Das ist demnach also nichts für dich, du müsstest dann bloss wieder über Aberglauben und Götzendienerei wettern, das kannst du dir ersparen.)


Danke für den Hinweis Erbreich, habe mir die Mühe gemacht die Rezenssionen anzuschauen und kam wie Du zum selben Schluss...weiss zwar längst nicht in allem was richtig oder falsch ist aber in den Punkten wo ich mich weit hinaus lehne und keine sachliche Wiederlegung folgt aber viel persönliche Angriffe, da werde ich sicher bleiben bis eine fundierte Auslegung erfolgt. ;)

Offen für neue Erkenntnis von Gott bin ich immer aber sehr verschlossen für Neu Offenbarungen, welche nicht konform sind mit Gottes Wort. Wenn Du also eine fundierte Biblische Auslegung hast, dann bin ich offen zu prüfen aber bei Buddhistischen Lehren mit Christlichen Versen verziehrt, da bin ich mit der Prüfung bereits durch.

Solange also meine berechtigten Fragen, unbeantwortet im Raum stehen bleiben ...werde ich defintiv deinen Rat befolgen und die Finger vom Buch lassen...da ich ja die Spirituell volle Öffnung, breits aus meinem Alten Leben zur Genüge kennen gelernt habe. Meine Erfahrung, je mehr man sich öffnet, je mehr nimmt Platz.

Soll also keine Kritik am Autor sein aber Deine Einwände, sprechen Bände. Mein Durst ist ja gestillt worden und ich kenne die ganze Fülle bereits, sei sie von oben oder von unten, sollte ich also irgendwann wieder durstig werden, so weiss ich wo mein Durst gestillt wird.

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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon onThePath » Do 25. Jul 2013, 20:43

Man braucht nicht Anleihen aus allen Religionen unserer Erde machen.

Man weiß auch nicht mehr über Gott, wenn man wißbegierig überall sucht.
Ich bin gesättigt und meine Neugierde ist befriedigt. Das lebendige Christentum, der lebendige Christus, mehr geht nicht.

Was soll also das ständige Gerede von mehr Leben im Glauben ?

Alte Srukturen aufbrechen, dazu braucht man weder Reinkarnation noch Buddhismus, ja noch nicht mal Meditation.
In der Liebe wachsen, das geht auch ohne ozeanische Erlebnisse von Liebesfluten erfahren in der Meditation. So etwas ist sowieso Gnade.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon erbreich » Fr 26. Jul 2013, 09:33

kingschild hat geschrieben: Mein Durst ist ja gestillt worden und ich kenne die ganze Fülle bereits, sei sie von oben oder von unten, sollte ich also irgendwann wieder durstig werden, so weiss ich wo mein Durst gestillt wird.

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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon erbreich » Fr 26. Jul 2013, 09:41

onThePath hat geschrieben:Ich bin gesättigt und meine Neugierde ist befriedigt. Das lebendige Christentum, der lebendige Christus, mehr geht nicht.

Schön, oTP. Daher gibt es also nichts anderes mehr zu tun als zu evangelisieren und Andersgläubige vor Feind und Verdammnis zu warnen? Einverstanden: Das ist immerhin auch eine Möglichkeit zu leben, und ich gebe zu, nicht einmal die Schlechteste - solange durch solches Verhalten nicht Ressentiment und Aggression geschürt werden.
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon onThePath » Fr 26. Jul 2013, 10:11

erbreich hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Ich bin gesättigt und meine Neugierde ist befriedigt. Das lebendige Christentum, der lebendige Christus, mehr geht nicht.

Schön, oTP. Daher gibt es also nichts anderes mehr zu tun als zu evangelisieren und Andersgläubige vor Feind und Verdammnis zu warnen? Einverstanden: Das ist immerhin auch eine Möglichkeit zu leben, und ich gebe zu, nicht einmal die Schlechteste - solange durch solches Verhalten nicht Ressentiment und Aggression geschürt werden.


Es geht darum, dass der Buddhismus nichts Besseres anzubieten hat. Und wer nicht versteht, wie ein echter Christ zu leben, dem ist oft auch mit dem Buddhismus nicht zu helfen. Bei wem der Buddhismus hilft, das Gute in ihm zu mobilisieren, wählt eben eine Alternative.

lg, oTp
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon Columba » Fr 26. Jul 2013, 10:15

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Ich kommen noch auf die obige Frage an mich zurück
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon erbreich » Di 30. Jul 2013, 15:19

Columba hat geschrieben:Ich kommen noch auf die obige Frage an mich zurück

Ich bin gespannt auf deine Antwort...
Die Frage, die ich bin, sucht nicht die Antwort in dem Sinn, dass ein Wort mir könnte klären, was nur die Frage kann gewähren.
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon erbreich » Mi 28. Aug 2013, 09:53

@Columba
Danke Columba für deine Antwort per PN. Du sagtest weiter oben:

Columba hat geschrieben:Ich mag Richard Rohr...

Ich schätze ihn immer mehr. Vor gut einem Monat habe ich dir geschrieben:

Von Richard Rohr gibt es ebenfalls ein Buch, dass in diese Richtung weist, nämlich dieses: "Pure Präsenz - Sehen lernen wie die Mystiker". Vielleicht kennst du es ja (ich habe es selber noch nicht gelesen, habe mir aber von meinem älteren Bruder und Freund - der es gelesen hat - schon mal davon berichten lassen).

Inzwischen habe ich das Buch mit grossem Interesse und mit wachsender Freude gelesen: Wunderbar, wie er das kontemplative Leben in dem einen Gott dazustellen vermag! Ich habe bisher nichts Vergleichbares aus christlicher Perspektive gelesen. Sehr empfehlenswert!

Gruss, erbreich
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon onThePath » Do 29. Aug 2013, 08:12

Richard Rohr scheint zu viel zu denken über Dinge, die kritisch sind, wenn man sich wegbewegt vom Bibelverständnis.

http://distomos.blogspot.de/2012/01/pet ... agram.html

lg, oTp
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon erbreich » Do 29. Aug 2013, 13:20

Hallo oTP
onThePath hat geschrieben:Richard Rohr scheint zu viel zu denken über Dinge, die kritisch sind, wenn man sich wegbewegt vom Bibelverständnis. http://distomos.blogspot.de/2012/01/pet ... agram.html

In deinem Link geht es ausschliesslich ums Enneagramm, und dazu haben sowohl columba als auch ich uns schon geäussert:
Columba hat geschrieben:Ich mag Richard Rohr (Ausnahme Enneagramm, damit muss man mir nicht kommen)...

erbreich hat geschrieben:Mit dem Enneagramm kann ich auch nichts anfangen, habe es zwar mal durchgelesen, aber das wars auch schon.

Richard Rohr hat ein sehr klares und offen kommuniziertes Bibelverständnis. Dass es kein fundamentalistisches ist und keines, das einer institutionalisierten Religion den Absolutheitsanspruch auf die Wahrheit zuspricht, gerade das macht seine Offenheit und Authentizität aus.

Richard Rohr's Bibelverständnis kommt dem meinen sehr nahe. Dem deinen wohl nicht. Das darf auch so sein: Wir Menschen sind verschieden, ein jeder einmalig, und so spricht auch Gott einen jeden Menschen sehr persönlich an und in der ganz einmaligen Art und Weise (Sprache) die ihm entspricht und die er versteht.
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon Benji » Do 29. Aug 2013, 14:43

erbreich hat geschrieben:Richard Rohr's Bibelverständnis kommt dem meinen sehr nahe. Dem deinen wohl nicht. Das darf auch so sein: Wir Menschen sind verschieden, ein jeder einmalig, und so spricht auch Gott einen jeden Menschen sehr persönlich an und in der ganz einmaligen Art und Weise (Sprache) die ihm entspricht und die er versteht.


Ich wünschte mir, es würde mehr Menschen geben die das so sehen.
Nachdem ich mich eine zeitlang mit den Juden auseinandergestzt habe und nun auch im Koran und über ihn lese und dank dem Internetzeitalter auch Zugang zur Meinung von muslimischen Leute habe, komme ich immer mehr zur bitteren Einsicht, dass der Absolutheitsgedanke bei vielen dieser Anhängern jeder dieser drei Religionen so stark ist, dass sie gar nicht darauf kommen, dass Gott grösser und persönlicher sein lönnte als ein allgemeines Buch. Ich weiss nicht, wieweit du das in deinem Thread zum Thema machen möchtest, sonst kann man das auch in einem eigenen Thread zum Diskussionsgegenstand machen.
Aber weshalb lehnen hier so viele Leute Ideen ab, die nicht eindeutig in der Bibel fundiert sind? Buddhismus ist wirklich eine Religion, bei der ich überhaupt gar keine Ahnung habe und nicht wirklich mitreden darf. Aber weshalb lehnen es hier einige Christen so strikt ab, dass Elemente aus anderen Religionen nicht auch zu Gott führen können?
Wir haben von Gott nicht nur altes und neues Testament erhalten, sondern auch eine ganze Welt, einen eindrücklichen Körper und einen Verstand, damit wir den Weg zu ihm finden können. Der Weg von jedem Menschen ist so persönlich, dass die Bibel zwar eine Leitlinie darstellen könnte, aber wenn man alles, das nicht explizit in der Bibel erwähnt ist ablehnt, halbiert man doch seine Lebensqualität, dann wäre das vorgegebene Ziel ein ziemlich genau definiertes Einheitsleben der Bibel entsprechend, aber das ganze kann sollte doch noch viel mehr in die Breite gehen.
Ein schon älterer Beitrag von OnThePath fällt mir dazu ein:
OnThePath hat geschrieben:Setze ich mal mit Gedanken über das Meditieren an.

Im Buddhismus geht es zentral um eine Bewußtseinsveränderung, die den menschlichen Geist die Wirklichkeit Gottes, seine jenseitige Welt, erleben lassen sollen. Sie wollen die Einheit und die Identifikation mit einem "Göttlichen" erreichen mittels auch einer Entpersönlichung. Das existiert schon lange vor dem Buddhismus im Hinduismus und in der hinduistischen Methode des Yoga.

Das ist ein Ziel, das die Bibel absolut nicht kennt.

Das christliche Mönchstum kennt aber schon früh das Streben danach, Gott zu erleben und bedient sich auch Praktiken der "Innenschau" dabei. Auch hier konzentriert sich das ganze Leben des Suchenden auf Gott (und Christus).

Das wird aber in keiner Weise von Jesus gelehrt und auch nicht von seinen Jüngern. Im Christentum existiert die Wichtigkeit der Meditation deshalb eigentlich gar nicht. Aber kontemplative Mönche haben da eben auch nach Wegen in das Erleben der Wirklichkeit Gottes gesucht.


Nur weil Jesus etwas nicht lehrt, heisst es doch nicht zwangsläufig, dass es abzulehnen ist? Vielleicht hatte Jesus sich einfach nie dazu geäussert, weil es ohne Bedeutng war in seiner Zeit, weil er gar nichts von Meditation wusste. Gott zu erleben (oder zumindest der Versuch) kann doch etwas positives sein, auch wenn die Bibel nicht davon berichtet?

Wenn der Beitrag in eine falsche Richtung geht, dann lösche ich ihn wieder, ein Wort genügt. :))
Vielleicht kann auch jemand auf einen anderen Thread verweisen, wo davon die Rede ist, weshalb viele Christen das Praktizieren von nicht-biblischen Versuchen, Gott zu dienen/erleben/näherkommen oder was auch sonst pauschal ablehnen. Ist es wirklich der Glaube, dass Gott absolut nur mit der Bibel zu finden ist, und jede Abweichung auf Abwege führt?
Wer mit Dreck nach Gott schmeisst, der muss sich nicht darüber wundern, wenn dieser Dreck wieder auf einen selbst zurück fällt. So hoch kann kein Mensch schmeissen!
- SunFox
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Re: Wo Christus und Buddha sich umarmen

Beitragvon onThePath » Do 29. Aug 2013, 16:33

Hallo, Benji

Es fängt damit an, ob man Jesus den Christus als einzigen Sohn Gottes ernst nimmt.

Und ein Glaube hat immer ein selektives Verhalten: Man tut das, was Gott gefällt.
Natürlich mit dem Hintewrgrund der möglichst richtigen Lehre über Gott und seinen Willen.

Ein dritter Aspekt betrifft die jahrtausende alte hinduistisch-buddhistische meditative Gottsuche und die moderne Esoterik: Man soll aufpassen, was man sich da zusammensucht an Möglichkeiten, Gott zu erleben.

Der Christ hat so viel kontemplatives Mönchtum seit dem dritten Jahrhundert etwa, dass Anleihen bei anderen Religionen sowieso völlig unnötig sind. Wer alles zusammenwürfelt sollte erst mal die Bibel und ihre Möglichkeiten kennen und die Möglichkeiten der mönchischen Gottsuche.

Ehe man die Erde als Supermarkt religiöser Ideen und esoterischer Wege benutzt. Schon das Christsein hat genug Aufgaben zu wachsen. Da bliebe eigentlich gar keine Zeit, sich auch noch den Buddhismus vorzunehmen.

Vielleicht hatte Jesus sich einfach nie dazu geäussert, weil es ohne Bedeutng war in seiner Zeit, weil er gar nichts von Meditation wusste.
Hier konsruierst Du schon mal einen kleinen Jesus und machst auf seine Kosten Buddha groß. Und zu seiner Zeit gab es den Buddhismus schon seit 600 Jahren und den Hinduismus noch weit länger. Eigentlich sollten sogar die Griechen damals esoterische Lehren gekannt haben.

Meditation bringt übrigens keine vollständige und keine vollkommen richtige Erkenntnis von der Welt Gottes. Dazu ist der Mensch auch als "Erleuchteter" noch zu sehr Mensch. Es ist also falsch zu sagen: "Buddha war erleuchtet, er kann mir den Weg besser weisen als Jesus". Und was lehrt Buddha noch viel mehr als der viel ältere esoterische Yoga des Hinduismus ?

Und sich Glaubenswahrheiten zusammensuchen auf der ganzen Erde, dazu muß man seinen unvollkommenen Verstand als urteilende Instanz benutzen. Auch nicht gerade verläßlich.

lg, oTp
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