Migration nach Europa, wie weiter?

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Johelia » Fr 12. Dez 2014, 21:48

Jeshu hat geschrieben:Auch wir müssen im Moment wirklich ganz stark aufpassen, was und in welcher Weise wir etwas verbreiten und sensibel für die jetzige Zeit sein;


Das Gutmenschentum ohne Struktur und Regeln ist die Nahrung des braunen Gedankenguts :!: :!: :baby:

Darum bin ich dagegnen wenn wir nur noch mit Samthandschuhen reden dürfen. Klare Worte und Regeln sind wieder dringend nötig.

lg
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Thelonious » Fr 12. Dez 2014, 22:17

Auch für mich ist ganz klar: Christentum und Fremdenfeindlichkeit gehen nicht zusammen, haben nichts, wirklich nichts gemeinsam.

Wer sich in diesem Zusammenhang auf christliche Werte beruft, ist so etwas von neben der Spur!

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Jeshu » Fr 12. Dez 2014, 23:15

Johelia hat geschrieben:
Jeshu hat geschrieben:Auch wir müssen im Moment wirklich ganz stark aufpassen, was und in welcher Weise wir etwas verbreiten und sensibel für die jetzige Zeit sein;


Das Gutmenschentum ohne Struktur und Regeln ist die Nahrung des braunen Gedankenguts :!: :!: :baby:

Darum bin ich dagegnen wenn wir nur noch mit Samthandschuhen reden dürfen. Klare Worte und Regeln sind wieder dringend nötig.

lg
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Nein, Johel, die Nahrung des braunen Gedankenguts ist purer HASS.
Und mit - auch nur ähnlich - lautenden Phrasen Öl ins Feuer zu kippen, und diesen Hass damit im Volk eventuell als berechtigt zu unterstützen und noch zu schüren,
ist noch tausend Mal mehr ohne Struktur und Regeln, weil man nicht mehr steuern kann, wer letztendlich darin verbrennt.

Das hatten wir schon mal, und das darf nie wieder passieren.

LG
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Fr 12. Dez 2014, 23:33

Richard3 hat geschrieben:Heute Abend, bei Maybrit Illner im ZDF, wird dies das Thema sein.

Ich konnte mir die Sendung leider nur in einer homöopathischen Dosis angucken. :mrgreen:
Wer es sich noch anschauen/anhören will.... http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanalueb ... rsicht/414
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Fr 12. Dez 2014, 23:42

Jeshu hat geschrieben:Das hatten wir schon mal, und das darf nie wieder passieren.

Der Vergleich mit dem auf was du da anspielst, hinkt bzw. unterscheidet sich in vielerlei Aspekten....
LG lionne
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Jeshu » Sa 13. Dez 2014, 10:49

lionne hat geschrieben:
Jeshu hat geschrieben:Das hatten wir schon mal, und das darf nie wieder passieren.

Der Vergleich mit dem auf was du da anspielst, hinkt bzw. unterscheidet sich in vielerlei Aspekten...
LG lionne


Liebe Lionne,
worin unterscheidet er sich denn? Diese Aspekte würde ich von Dir gerne einmal explizit aufgezeichnet bekommen, denn im Prinzip geht es doch hauptsächlich um das höchst primitive "Denksystem" des Menschen.
Denn der Mensch ist ein Meister darin, Tatsachen zu verdrehen und zu verdrängen.

Siehe neutrales Beispiel Hai. Der Hai wird von einem Menschen in der Regel als unglaublich gefährlich eingestuft. Tatsache ist, dass "nur" ein paar wenige Menschen pro Jahr wegen einem Hai um's Leben kommen, während der Mensch selbst mindestens 100 Millionen Haie pro Jahr! tötet.

Wer ist denn nun in Wahrheit das "Monster"?

Ich muss wohl nicht betonen, dass dieses "irrsinnige" Denkschema übertragbar ist?
Aber nach wie vor funktioniert.

LG
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Johelia » Sa 13. Dez 2014, 12:56

Jeshu hat geschrieben:Ich muss wohl nicht betonen, dass dieses "irrsinnige" Denkschema übertragbar ist?
Aber nach wie vor funktioniert.



Lieber Jeshu

Da stimme ich Dir zu Jeshu.
Ich zum Beispiel übertrage Deine Analogie auf den Teil der Menschheit der meint wunderbar und gut zu sein und gleichzeitig Gott, sein System der Wahrheit und seine Regeln mit Füssen tritt. Ja sie meinen z.T. sogar Christen zu sein. Das Gutmenschentum schreibe ich der verinnerlichten 1Mo 3,1 Haltung zu. Eph 6,12. Die total verfahrene Situation im Schweizerischen Asylsystem ist nur ein Spiegel des weltweiten Zerfalls und der Abkehr von Gott. 2Thess 2,3

Wer in sich Selbst und seiner Familie keine Ordnung hat, wird auch vom seinem Staat verlangen Unordnung zur Ordnung zu machen. Hier versagt die Demokratie. Das göttliche Prinzip vom Segen und Fluch 5.Mose 11 ist eine weltweite Wahrheit unabhängig von Religion. Jeder muss selbst wählen, ich sehe was die Schweiz wählt.

Die Diametralität des Gedankenguts der Menschen zum Thema Globalisierung, Völkerwanderung, Migration, Asylsystem, Zuwanderung, Europapolitik, "Menschenrecht" usw. ist nur das offensichtlich Sichtbare des ewigen Kampfes von Anbeginn.

Jeshu hat geschrieben: Nein, Johel, die Nahrung des braunen Gedankenguts ist purer HASS.


Würde Dir "Dünger" anstatt Nahrung besser gefallen?

lg
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Sa 13. Dez 2014, 16:33

Johelia hat geschrieben:Ich zum Beispiel übertrage Deine Analogie auf den Teil der Menschheit der meint wunderbar und gut zu sein und gleichzeitig Gott, sein System der Wahrheit und seine Regeln mit Füssen tritt. Ja sie meinen z.T. sogar Christen zu sein. Das Gutmenschentum schreibe ich der verinnerlichten 1Mo 3,1 Haltung zu. Eph 6,12. Die total verfahrene Situation im Schweizerischen Asylsystem ist nur ein Spiegel des weltweiten Zerfalls und der Abkehr von Gott. 2Thess 2,3


Nun, lieber Johel, ich denke, es wäre an der Zeit, mal zu erklären, was genau du persönlich unter Gutmenschentum verstehst. Als Vorgabe hier die Definition aus Wikipedia (habe ich auch erst gelesen, nachdem mir Lionne erklärt hat, dass ein Gutmensch nicht dasselbe bedeutet wie ein guter Mensch):

http://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch

Diese deine Aussage:
sie meinen z.T. sogar Christen zu sein

finde ich schon sehr gewagt. Warum meinst du, dass die sog. Gutmenschen keine Christen sein können?

Liebe Grüsse
Hanspeter
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Sa 13. Dez 2014, 16:40

Jeshu hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:
Jeshu hat geschrieben:Das hatten wir schon mal, und das darf nie wieder passieren.

Der Vergleich mit dem auf was du da anspielst, hinkt bzw. unterscheidet sich in vielerlei Aspekten...
LG lionne

...worin unterscheidet er sich denn? Diese Aspekte würde ich von Dir gerne einmal explizit aufgezeichnet bekommen, denn im Prinzip geht es doch hauptsächlich um das höchst primitive "Denksystem" des Menschen.
Denn der Mensch ist ein Meister darin, Tatsachen zu verdrehen und zu verdrängen.

Ich muss wohl nicht betonen, dass dieses "irrsinnige" Denkschema übertragbar ist?
Aber nach wie vor funktioniert.

Ich antwortedir hier mit einem m.E. lesenswerten Artikel auf http://www.deutschradiokultur.de, der meine Ansichten sehr gut widerspiegelt.

(Zitat) Der Westen muss sich darüber bewusst werden, dass die islamistischen Terroristen die totalitäre Bewegung des einundzwanzigsten Jahrhunderts sind. Sowohl ihre Ursprünge wie auch ihre Ideologie ähneln dem Faschismus und Nationalsozialismus des vergangenen Jahrhunderts. Ebenso müssen die demokratischen Gesellschaften darauf vorbereitet sein, den totalitären Plänen der Islamisten politisch und militärisch zu begegnen, um zu vermeiden, was in Europa vor 68 Jahren unvermeidlich wurde.

Wie der Nationalsozialismus die nordische Rasse dazu ausersehen sah, ihr tausendjähriges Reich zu errichten, so streben die Moro-Islamische Befreiungsfront in den Philippinen, al Quaida in Südostasien und im Nahen Osten, die Ayatollahs in Iran, Hamas in den palästinensischen Gebieten, und Hezbollah im Libanon den Sieg des Islamismus über den Westen an. Anstatt braun sind ihre Uniformen schwarz, und anstatt Schirmmützen oder Helme tragen sie Skimasken. Beide pflegen den Totenkult. Der Totenkopf der SS ist das Wahrzeichen des Sterbens und des Mordens. Der Selbstmordbomber und das Martyrium herrschen im Islamismus.

Wie Hitlers ständiges Thema die "Niedergeschlagenheit” der Deutschen nach dem Ersten Weltkrieg war, so speist sich der Kampf der Islamisten gegen den Westen aus dem Gefühl der Machtlosigkeit in den mehrheitlich armen und für die Demagogie anfälligen Bevölkerungen islamischer Gesellschaften. Und wie die Nazis die Regierungen der Weimarer Republik als des deutschen Volkes unwürdig und dem Untergang geweiht erachteten, so betrachten islamistische Organisationen "elitäre” Regierungen wie die Hosni Mubaraks in Ägypten, Monarchien in Saudi-Arabien und Jordanien, und eine schwache Demokratie wie die des Libanon als reif zum Umsturz. Das gilt jetzt, nachdem Hamas die Alleinherrschaft in Gaza erobert hat, auch für die von Mahmoud Abbas geführte Fatah-Regierung im Westjordanland.

In den zwanziger und frühen dreißiger Jahren sympathisierten viele deutschnationale und bürgerliche Politiker mit den Nazis, und manche - am prominentesten Franz von Papen - verhalfen ihnen zur Macht. Heute findet man die Selbsttäuschung auf der linksliberalen Seite. Viele Intellektuelle in Europa und Amerika sympathisieren mit den islamischen "Freiheitsbewegungen”, entwickeln Verständnis für sie, da sie in ihrer Sicht berechtigte Klagen gegen elitäre Regierungen und gegen Israel erheben.

Wohl schreibt der Islamismus Allah auf seine Fahne, aber wesentlich ist seine totalitäre Ideologie und sein Streben nach der Wiedererrichtung des Kalifats. Auch Hitler hatte eine Religion, die er Weltanschauung nannte, und sein Ziel war die Vorherrschaft Deutschlands in der Welt. Beide benötigten einen Satan, der dazu dient, den Hass zu schüren. Das sind die Juden. Wie Deutschland von Juden als "zersetzendes Element” "gereinigt” werden musste, so ist für die Islamisten der Staat Israel die Quelle allen Übels. Dabei geht es nicht um umstrittene israelische Maßnahmen wie die Besetzung der im Sechstagekrieg eroberten Gebiete und die Errichtung von Siedlungen. Es geht um die Existenz des jüdischen Staates.

Wenn der iranische Präsident die Vernichtung der Juden im Zweiten Weltkrieg bestreitet, steigert er - wie Hitler in Europa - das in moslemischen Gesellschaften schon bestehende Vorurteil gegen die Juden zum Hass und nutzt die Stimmung, um das Volk zur Opferbereitschaft anzufeuern. Die zügellose Propaganda verbietet ein Zurückweichen. Es ist sowohl die Stärke als auch die Schwäche eines totalitären Systems, dass es die Energien zusammenzufassen vermag, aber angesichts der drohenden Niederlage bis zum letzten Tropfen Blutes aushalten muss.

Die Erfahrung des vergangenen Jahrhunderts sollte die Demokratien gelehrt haben, wie mit totalitären Regimes umgegangen werden muss, d.h. es müssen Strategien entwickelt werden, die die Kräfte der Erneuerung und der Moderne in der muslimischen Welt stärken und weiteren blutigen Konflikten vorbeugen können. (Zitat Ende)
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Johelia » Sa 13. Dez 2014, 18:27

Hanspeter hat geschrieben:Nun, lieber Johel, ich denke, es wäre an der Zeit, mal zu erklären, was genau du persönlich unter Gutmenschentum verstehst. Als Vorgabe hier die Definition aus Wikipedia (habe ich auch erst gelesen, nachdem mir Lionne erklärt hat, dass ein Gutmensch nicht dasselbe bedeutet wie ein guter Mensch):

http://de.wikipedia.org/wiki/Gutmensch


Nun ja, von Definition kann man im Artikel von Wikipedia ja nicht gerade reden. 8-)
Dieser Wiki zeigt ein Sammelsurium von möglichen Anwendungen und bezeugt die Nichtfassbarkeit.

Meine Definition kann ich auch nicht gerecht spezifizieren. Sagen wir mal wir nehmen das Wiki und Lionnes vorangegangene Darstellung, schmeissen alles in einen Mixer und voila die Definition.
Wichtig ist mir jedoch, dass ich den Ausdruck nicht diffamierend oder despektierlich verwende, sondern aus Frust wegen der Nicht-Definierbarkeit und Alternativen.

Das grundsätzliche Problem, das sich bei der Definition von Gutmensch stellt, ist die Nichtgreifbarkeit des Menschen der mit diesem Ausdruck angesprochen wird. In unendlichen Diskussionen (in RL & OL) habe ich versucht einen treffenden Ausdruck zu finden um diese Menschen gerecht zu erfassen und zu bezeichnen. Doch Dies war völlig unmöglich, da der Gutmensch glitschiger als ein Aal ist und sich immer aus jeder Bezeichnung windet. Nicht einmal in Wikipedia oder verschieden Duden wird der Begriff fassbar.

Hanspeter hat geschrieben:Diese deine Aussage:
Johelia hat geschrieben:...sie meinen z.T. sogar Christen zu sein...

finde ich schon sehr gewagt. Warum meinst du, dass die sog. Gutmenschen keine Christen sein können?

Wegen der Nichtfassbarbeit ist alles am Gutmensch relativ und er meint die klaren Regeln Gottes seiner Ideologie anpassen zu können. Das ist jedoch ein riesiger Trugschluss, ein Mühlstein um den Hals anderer und ein Selbstbetrug. Es fehlt da so jegliches Öl in den Lampen und zum Ausfüllen gibt’s auch keins. Unsern Herrn und Gott gibt es leider nicht ohne kristallklare und z.T "harte" Regeln. Gott mag Wischiwaschi nicht.

Jak5,12 Es sei aber euer Ja ein Ja und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht dem Gericht verfallt.

Ganz einfach eben! :praisegod:

Liebe Grüsse
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Jeshu » So 14. Dez 2014, 11:38

Johelia hat geschrieben:
Jeshu hat geschrieben:Ich muss wohl nicht betonen, dass dieses "irrsinnige" Denkschema übertragbar ist?
Aber nach wie vor funktioniert.



Lieber Jeshu

Da stimme ich Dir zu Jeshu.
Ich zum Beispiel übertrage Deine Analogie auf den Teil der Menschheit der meint wunderbar und gut zu sein und gleichzeitig Gott, sein System der Wahrheit und seine Regeln mit Füssen tritt. Ja sie meinen z.T. sogar Christen zu sein. Das Gutmenschentum schreibe ich der verinnerlichten 1Mo 3,1 Haltung zu. Eph 6,12. Die total verfahrene Situation im Schweizerischen Asylsystem ist nur ein Spiegel des weltweiten Zerfalls und der Abkehr von Gott. 2Thess 2,3

Wer in sich Selbst und seiner Familie keine Ordnung hat, wird auch vom seinem Staat verlangen Unordnung zur Ordnung zu machen. Hier versagt die Demokratie. Das göttliche Prinzip vom Segen und Fluch 5.Mose 11 ist eine weltweite Wahrheit unabhängig von Religion. Jeder muss selbst wählen, ich sehe was die Schweiz wählt.

Die Diametralität des Gedankenguts der Menschen zum Thema Globalisierung, Völkerwanderung, Migration, Asylsystem, Zuwanderung, Europapolitik, "Menschenrecht" usw. ist nur das offensichtlich Sichtbare des ewigen Kampfes von Anbeginn.

Jeshu hat geschrieben: Nein, Johel, die Nahrung des braunen Gedankenguts ist purer HASS.


Würde Dir "Dünger" anstatt Nahrung besser gefallen?
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Lieber Johel!
Soweit ich das verstehe, ist für Dich ein "Gutmensch" im negativen Sinne jemand, der "das Böse mit Gutem überwinden" verwechselt mit "ungerichtet und völlig naiv Gutsein", so dass er eine Situation in Wirklichkeit eher "verschlimmbessert".
Schuld an einem daraus resultierenden negativen Ergebnis hat er jedoch nie,
denn er hat es ja nur gut gemeint.
Kommt das in etwa so hin?

Und Du hast Angst, dass viele Menschen aus ihrem schlechten Verhalten nichts lernen, weil sie dafür nicht bestraft, sondern eher noch belohnt werden.
Also zur weiteren Begehung von Sünden motiviert werden, anstatt sie abzustellen.
Summa summarum richtet sich letztendlich alles gegen den Willen von Gott.

Johel, ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass weder die Schweiz noch Deutschland die ganze Welt retten kann und natürlich muss man Überlegungen darüber anstellen, ab wann wird unser eigenes Sozialsystem so stark belastet, dass es zusammenbricht. Davon hat keiner was, auch kein nachfolgender Flüchtling.

Doch nur weil wir nicht wollen, dass ein Flüchtlingsstrom zu uns kommt, deswegen bricht er ja jetzt nicht ad hoc ab. Das wäre Augen vor der aktuellen Realität verschließen und das ist mit Sicherheit nicht besser als Gutmenschentum.
Werden die Flüchtlinge einfach nicht mehr aufgenommen, dann können wir darauf warten, dass sich ein paar von ihnen mit Gewalt nehmen (müssen), was wir ihnen nicht freiwillig geben, weil sie ja irgendwie bei uns in Europa überleben müssen.
Das kann doch auch keine Lösung sein?

Das heißt, wir müssen die jetzt bestehende heikle Situation so gut wie möglich für alle Beteiligten über die Bühne bringen, ob da nun ein paar "Schmarotzer" dabei sind oder nicht.
Die wirklichen Flüchtlinge müssen sich bei uns sicher fühlen können, denn ich glaube, die wenigsten von uns können sich nur ansatzweise vorstellen, was diese Menschen teilweise hinter sich haben. Andere völlig "unbedrohte" Flüchtlinge, die ihre Plätze bei uns "unrechtmäßig blockieren", werden ihnen deshalb auf Dauer weichen müssen, das ist gar keine Frage. Aber das braucht eben Zeit.

Johel, mir geht es darum, dass man völlig unbeabsichtigt schnell selbst "Dünger" von Hass werden kann - denn auch hier ist der Weg recht schmal.

LG
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Jeshu » So 14. Dez 2014, 13:33

lionne hat geschrieben:
Jeshu hat geschrieben:Das hatten wir schon mal, und das darf nie wieder passieren.

Der Vergleich mit dem auf was du da anspielst, hinkt bzw. unterscheidet sich in vielerlei Aspekten...
LG lionne
Jeshu hat geschrieben:...worin unterscheidet er sich denn? Diese Aspekte würde ich von Dir gerne einmal explizit aufgezeichnet bekommen, denn im Prinzip geht es doch hauptsächlich um das höchst primitive "Denksystem" des Menschen.
Denn der Mensch ist ein Meister darin, Tatsachen zu verdrehen und zu verdrängen.

Ich muss wohl nicht betonen, dass dieses "irrsinnige" Denkschema übertragbar ist?
Aber nach wie vor funktioniert.

Ich antwortedir hier mit einem m.E. lesenswerten Artikel auf http://www.deutschradiokultur.de, der meine Ansichten sehr gut widerspiegelt.

(Zitat) Der Westen muss sich darüber bewusst werden, dass die islamistischen Terroristen die totalitäre Bewegung des einundzwanzigsten Jahrhunderts sind. Sowohl ihre Ursprünge wie auch ihre Ideologie ähneln dem Faschismus und Nationalsozialismus des vergangenen Jahrhunderts...

Wer und wo sind denn nun 'die Braunen'?
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Liebe Lionne!
Ich weiß jetzt nicht genau, was Dein langer nur zitierter Beitrag mit Flüchtlingen zu tun hat, denn um die geht es mir doch jetzt aktuell? Außer, dass der Islamische Staat, bzw. aus dem Islam entstandener Terrorismus mit Schuld daran ist, dass es sie überall gibt.

Doch die völlig berechtigte Ablehnung der Islamisten darf nicht darin münden, dass allgemeine Ausländerfeindlichkeit geschürt wird. Das Problem ist doch, dass ein Nazi da keine großen Unterschiede macht. Ein Islamist ist für ihn dasselbe wie ein friedlicher Moslem, ein Schwarzer ist ebenfalls „eindeutig“ Ausländer und Juden sind dann gleich mit an der Reihe. Das muss ich doch jetzt nicht weiter dokumentieren wie ein Nazi denkt? Ausländer raus. Also auch jeder Flüchtling. Ganz einfach.
Und Islamisten denken im Prinzip ganz genauso "einfach".

Bemerkenswert ist jedoch, dass viele Nazis laut Statistik selbst zu der Bevölkerungsgruppe zählen, die das Sozial- und Steuersystem stark beanspruchen. Sprich viele arbeitslos sind, Sozialhilfe bekommen, kostenintensive Polizei- bzw. Sicherheitssysteme auf Trab halten. Kosten den Staat also ebenso eine Menge Geld. Wieso schreien eigentlich dann so wenige "Nazis raus“?

Erstens aus Furcht vor der Gegenreaktion und zweitens, weil sie für viele Menschen eine recht praktische Funktion erfüllen, nämlich ihr eigenes kleines braunes Gedankengut verwirklichen ohne dass sie sich selbst dazu in der Öffentlichkeit bekennen, als auch etwas groß dafür tun müssen.
Ich denke, Salafisten erfüllen für manch Muslime die gleiche Funktion.
Das heißt „die Braunen“ sind überall, nur eben mehr oder weniger versteckt oder sichtbar.

Denn erst wenn das „böse“ Gedankengut eine gewisse Größe annimmt, dann nimmt der Satan in einem Menschen selbst Gestalt an.

LG
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon onThePath » So 14. Dez 2014, 14:05

Bemerkenswert ist jedoch, dass viele Nazis laut Statistik selbst zu der Bevölkerungsgruppe zählen, die das Sozial- und Steuersystem stark beanspruchen. Sprich viele arbeitslos sind, Sozialhilfe bekommen, kostenintensive Polizei- bzw. Sicherheitssysteme auf Trab halten. Kosten den Staat also ebenso eine Menge Geld. Wieso schreien eigentlich dann so wenige "Nazis raus“?


Jeshu, habe mir auch gerade ein paar Gedanken gemacht.

Die radikale Gesinnung der Nazis ist eine Übertreibung, die schon nicht mehr normal zu nennen ist. Und sie ist gefährlich, weil solche Menschen andere beherrschen wollen und dazu genug psychisch verbogen sind, um so was zu verwirklichen. Angst, Hass, Mangelde Fähigkeit zu Empathie, Agression, Egoismus, Herrschsucht, Manipulation.

Erstens aus Furcht vor der Gegenreaktion und zweitens, weil sie für viele Menschen eine recht praktische Funktion erfüllen, nämlich ihr eigenes kleines braunes Gedankengut verwirklichen ohne dass sie sich selbst dazu in der Öffentlichkeit bekennen, als auch etwas groß dafür tun müssen.


Tendenzen, Jeshu, stecken davon in jedem Menschen. Die krankhafte und schädliche Reaktion auf diese inneren Tendenzen ist in ihrem Fall wiederum, dass sie eine gewisse Symphatie für die ätzenden Hasstiraden der Braunen haben.

So hat es noch immer funktioniert, Dämme der Menschlichkeit und Vernunft zu untergehen und ein Klima zu schaffen, dass Satan quasi in Form von Hitler wirksam wurde und seine zerstörerischen Absichten durch Leid und Tod vieler Millionen Menschen austoben konnte.

Damals nach Jesu Tod hat man auch gegen die Christen Verdacht und Hass geschürt.
Sie wurden verfolgt, diese harmlosesten Menschen.
Es ist alles derselbe Ungeist, der sich der krankhaften Tendenzen der Menschen bedient. Zur Massenbewegung macht um dann als Walze des Todes Millionen zu vernichten.

Das begreift der ewige Nazi sowieso nicht.

Diese Brutstätten des Unrechts und der Zerstörung (nach innen und außen) in jedem Menschen: Angst, Hass, Mangelde Fähigkeit zu Empathie, Agression, Egoismus, Herrschsucht, Manipulation. Sie lassen sich durch Gott in einem selber säubern und machen der Fähigkeit Platz, den Mitmensch zu lieben.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Johelia » So 14. Dez 2014, 18:58

Lieber Jeshu
Jeshu hat geschrieben:Kommt das in etwa so hin?

Nicht ganz, denn Du schreibst
Jeshu hat geschrieben:…ist für Dich ein "Gutmensch" im negativen Sinne jemand…
Ich betone nochmals:
Johelia hat geschrieben:Wichtig ist mir jedoch, dass ich den Ausdruck nicht diffamierend oder despektierlich verwende, sondern aus Frust wegen der Nicht-Definierbarkeit und Alternativen.

Mein Verwenden dieser Bezeichnung, stellt KEINE Wertung dar die mit negativ oder positiv erfasst werden kann. Es ist ein Name, der eine Summe von Eigenschaften zusammenfasst ohne bewertend zu sein. (Richtet nicht…Mt7,1)

Jeshu hat geschrieben:...verwechselt mit "ungerichtet und völlig naiv Gutsein", so dass er eine Situation in Wirklichkeit eher "verschlimmbessert"…

Ich würde hier NICHT das Wort naiv verwenden sondern ideologisch. Imho kommt der Gutmensch zumeist aus dem „linken“ Spektrum des politischen Lagers. Was somit auch mit einer hochgradigen Ideologie bedingten Gottabgewandtheit einhergeht.

Jeshu hat geschrieben:...Schuld an einem daraus resultierenden negativen Ergebnis hat er jedoch nie, denn er hat es ja nur gut gemeint.
Genau.

Jeshu hat geschrieben:...Und Du hast Angst, dass viele Menschen aus ihrem schlechten Verhalten nichts lernen, weil sie dafür nicht bestraft, sondern eher noch belohnt werden.

Nein, da kann ich nicht zustimmen, denn mir ist es egal wie es auf der Welt aussieht und ich bin nicht mehr von dieser Welt.

Das Böse der Welt wird hier auf der Erden sehr oft belohnt, aber das hat mit dem Herrscher dieser Welt zu tun.
Das wahre Gericht wir JEDER empfangen zu gegebener Zeit und dieses Gericht WIRD absolut gerecht sein!! (Und Viele verwundern)

Was mir dabei Angst macht ist, dass Viele sehen, dass das Gottabgewandte hier in dieser Welt belohnt wird und sie dann nicht begreifen wollen, warum sie den schmalen Weg gehen sollten. Die Verführung der Ideologie ängstigt mich, für die Blinden, denn sie führt zu grossen Verlusten.2.Petrus 1,12-16

Jeshu hat geschrieben:...Doch nur weil wir nicht wollen, dass ein Flüchtlingsstrom zu uns kommt, deswegen bricht er ja jetzt nicht ad hoc ab. Das wäre Augen vor der aktuellen Realität verschließen und das ist mit Sicherheit nicht besser als Gutmenschentum.
Werden die Flüchtlinge einfach nicht mehr aufgenommen, dann können wir darauf warten, dass sich ein paar von ihnen mit Gewalt nehmen (müssen), was wir ihnen nicht freiwillig geben, weil sie ja irgendwie bei uns in Europa überleben müssen.

In Europa oder der Schweiz MUSS niemand um das Überleben kämpfen, wenn er sich legal verhält. Der Kampf entsteht aus der Illegalität.

Ich habe überhaupt kein Problem mit dem Flüchtlingsstrom der zu uns kommt. Ich bin bereit viele berechtigte und sich legal verhaltende Flüchtlinge aufzunehmen und ihnen zu helfen.

Am ganzen System stört mich aber, dass viele unberechtigte „Flüchtlinge“ sowohl unser Asylsystem sowie später unser Sozialsystem missbrauchen und so die Wahrnehmung der Bevölkerung dermassen belasten, dass eben die „braune“, fremdenfeindliche Ideologie dermassen geschürt wird, dass irgendwann wieder ein Hitler die Massen hinter sich ziehen wird.

Würde man HEUTE das Asylwesen wieder auf eine gerechte klare Linie bringen und Missbrauch konsequent und scharf bekämpfen, würde sich die Qualität des Flüchtlingsstroms sofort verbessern. Ist die Schweiz aber als Land bekannt in dem „Schmarotzer“ verhätschelt werden und ihnen sowieso nichts passiert, dann werden die umliegenden Länder weiterhin ihre Flüchtlinge nicht registrieren und ihnen Tickets in die Schweiz geben damit sie sie loswerden.

Auch bei den Flüchtlingen wäre die Schweiz weniger attraktiv, weil sie wüssten dass man mit der Schweiz nicht spielen kann. So wie es heute ist wird das Schmarotzertum von umliegenden Ländern und Flüchtlingen gefördert. Das aber wird früher oder später zum Kollaps führen, was zum Nachteil aller Flüchtlinge sein wird.

Ich habe heute auf N24 eine Sendung gesehen in der der Aufstieg Hitlers dokumentiert wurde. Es ist schon faszinierend zu sehen, wie das deutsche Volk soweit kam dass Hitler die alleinige Macht ergreifen konnte.

So wie ich es heute betrachte wird der nächste Hitler, sprich der kommende Antichrist genau in diesem „Nichtstun der Gutmenschen“, dem Hasse der Braunen und der Dummheit der naiven Masse seinen Weg an die Sitze finden. Auch Dieser wird bejubelt werden weil er einen „Friedensvertrag“ mit den Vielen macht.

Aber seit euch bewusst die Bibel ist unfehlbar und der Vertrag wird nach 31/2 Jahren Trübsal gebrochen werden und DANN wird die Grosser Trübsal sein und die Kulmination des Bösen beendet werden.

Liebe Grüsse
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Jeshu » So 14. Dez 2014, 22:15

onThePath hat geschrieben:
Jeshu hat geschrieben:
Erstens aus Furcht vor der Gegenreaktion und zweitens, weil sie für viele Menschen eine recht praktische Funktion erfüllen, nämlich ihr eigenes kleines braunes Gedankengut verwirklichen ohne dass sie sich selbst dazu in der Öffentlichkeit bekennen, als auch etwas groß dafür tun müssen.


Tendenzen, Jeshu, stecken davon in jedem Menschen. Die krankhafte und schädliche Reaktion auf diese inneren Tendenzen ist in ihrem Fall wiederum, dass sie eine gewisse Symphatie für die ätzenden Hasstiraden der Braunen haben.

So hat es noch immer funktioniert, Dämme der Menschlichkeit und Vernunft zu untergehen und ein Klima zu schaffen, dass Satan quasi in Form von Hitler wirksam wurde und seine zerstörerischen Absichten durch Leid und Tod vieler Millionen Menschen austoben konnte.


Hi oTp!
Bei Hitler hat das Schema des Satans leider sehr gut funktioniert. Wir wissen, Hitler allein hätte absolut nichts ausrichten können. Es waren die vielen „kleinen Hitler“, die die Verbrechen für ihn begangen haben.
Hitler selbst ist tot - aber seine gefährlichen Schergen gibt es immer noch!

Bei Dir in Köln sind heute 15.000! Menschen gegen Fremdenhass und Rassismus auf die Straße gegangen, um ein Gegengewicht zur Pegida, Dügida oder auch "Hooligans gegen Salafisten" zu bilden:
http://www1.wdr.de/themen/politik/arsch-huh-koeln102.html

Ich finde dies zwar sehr positiv, aber auch traurig, dass so eine Gegenbewegung in Deutschland überhaupt stattfinden muss.

LG
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mo 15. Dez 2014, 12:50

Dresden/Essen (idea) – Die Proteste des Dresdner Pegida-Bündnisses (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) sorgen weiter für heftige Debatten. Die Bürgerbewegung demonstriert jeweils montags in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Es gibt auch Ableger in anderen Städten. Zuletzt nahmen am 8. Dezember in der Elbestadt rund 10.000 Personen teil. In Politik und Medien wird Pegida weithin als rassistisch und islamophob dargestellt. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) bezeichnete die Organisatoren der Demonstrationen als Rechtsextremisten: „Das sind Nazis in Nadelstreifen“, sagte er gegenüber der Tageszeitung „Die Welt“. Man müsse die Aufwiegler entlarven: „Denn bei den Demonstrationen gehen auch Menschen aus der Mitte der Gesellschaft mit, die diffuse Ängste haben.“ Es sei Aufgabe der Politik, diese Menschen mit Fakten zu überzeugen. Kritisch äußert sich auch der Vorsitzende des Instituts für Islamfragen der Evangelischen Allianzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Dietrich Kuhl (Essen). Zwar müsse man die Sorgen der Bürger vor einer wachsenden Zahl von Muslimen ernst nehmen. Sie verfolgten in den Medien die „Aktionen radikaler Muslime weltweit“. Es scheine aber, dass bei Pegida „rassistische und generell gegen Ausländer gerichtete und generalisierte Anklagen im Vordergrund stehen“, erklärte Kuhl gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Man müsse sich zwar mit Aspekten des politischen Islams auseinandersetzen. „Ausländerfeindliche Stimmungsmache“ lehne er aber ab. Der Dresdner Politikwissenschaftler Werner Patzelt wendet sich gegen eine pauschale Verurteilung der Bewegung. „Die Medien nähern sich Pegida in dem Gefühl, schon alles über die Bewegung zu wissen und bezeichnen die Teilnehmer als NPD-nah und islamophob“, sagte Patzelt idea. Je mehr Journalisten dann tatsächlich zu den Veranstaltungen gekommen seien, desto stärker sehe man, wie Vorurteile abgebaut würden.

Patzelt: 19-Punkte-Programm von Pegida nicht rassistisch
Aus wissenschaftlicher Sicht lässt sich laut Patzelt keine Aussage darüber treffen, wie die Teilnehmer der Proteste denken: „Es gibt keine empirischen Erhebungen dazu, und natürlich kann man den Leuten nicht in den Kopf schauen.“ Man müsse aber bedenken, dass es sich bei den rund 10.000 Menschen, die am 8. Dezember in Dresden demonstriert hätten, um ein „eher schlichtes Publikum“ handele, das häufig nicht in der Lage sei, komplexe Probleme zu artikulieren. Auch hätten die Teilnehmer Angst, mit Journalisten zu reden, da sie befürchteten, sie drehten ihnen das Wort im Mund herum. Wie die Volksbewegung tatsächlich denke, werde sich am 15. Dezember erweisen, so Patzelt. Dann werde das von den Pegida-Organisatoren um Lutz Bachmann verfasste 19-Punkte-Programm verlesen, in dem sich keine rassistischen Tendenzen fänden. Der Applaus oder der ausbleibende Zuspruch der Teilnehmer werde der Indikator sein.

Kritik an Bundespräsident Gauck
Patzelt – er ist CDU-Mitglied – kritisierte auch Bundespräsident Joachim Gauck, der die Demonstranten in Dresden als „Chaoten“ bezeichnet hatte. Patzelt: „Es sagt viel über diejenigen Politiker aus, die so etwas sagen. Da stehen 10.000 friedliche Menschen schweigend in der Dresdner Innenstadt und müssen sich von Linksextremisten als Nazis und Rechtsextremisten beschimpfen lassen. Und zum Dank werden nicht die Linksextremisten, sondern die friedlichen Demonstranten vom Bundespräsidenten Chaoten genannt.“ Das schüre Trotz. Deswegen ist sich Patzelt sicher: „Am kommenden Montag werden es mehr als 10.000 sein.“
>>> Quelle http://www.idea.de/nachrichten/detail/t ... 83046.html
(Hervorhebung durch lionne.)
Definition Chaot:
1. jemand, der nicht willens oder nicht fähig ist, Ordnung zu halten
2. jemand, der seine politischen Ziele auf radikale Weise mit Gewaltaktionen und gezielten Zerstörungsmaßnahmen durchzusetzen versucht
Quelle: Duden
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon onThePath » Mo 15. Dez 2014, 13:27

„Denn bei den Demonstrationen gehen auch Menschen aus der Mitte der Gesellschaft mit, die diffuse Ängste haben.“ Es sei Aufgabe der Politik, diese Menschen mit Fakten zu überzeugen.


Die eine Seite will sich der diffusen Ängste bedienen und sie für ihre Zwecke mißbrauchen.
Das ist Manipulation.

Dagegen muß man Information einsetzen, ehe es beginnt zu wuchern zu seltsamen Auswüchsen.
Denn das Schüren von Ausländerangst ist nicht viel anders als das Schüren von Angst vor Juden.
Wohin das führt kennen wir ja.

Ich sehe schon die Probleme , aber man muß realistisch bleiben.
Ob muslimisch gefärbte Auswüchse oder braun gefärbte: Das führt zu Ausgrenzungen, Terror , Gewalt, Unrecht, Tod.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Jeshu » Mo 15. Dez 2014, 22:41

onThePath hat geschrieben:
„Denn bei den Demonstrationen gehen auch Menschen aus der Mitte der Gesellschaft mit, die diffuse Ängste haben.“ Es sei Aufgabe der Politik, diese Menschen mit Fakten zu überzeugen.


Die eine Seite will sich der diffusen Ängste bedienen und sie für ihre Zwecke mißbrauchen.
Das ist Manipulation.


Dagegen muß man Information einsetzen, ehe es beginnt zu wuchern zu seltsamen Auswüchsen.
Denn das Schüren von Ausländerangst ist nicht viel anders als das Schüren von Angst vor Juden.
Wohin das führt kennen wir ja.

Ich sehe schon die Probleme , aber man muß realistisch bleiben.
Ob muslimisch gefärbte Auswüchse oder braun gefärbte: Das führt zu Ausgrenzungen, Terror , Gewalt, Unrecht, Tod.

lg, oTp


Hi oTp!
Also ich persönlich stufe die Pegidabewegung bis jetzt als nicht so gefährlich ein wie sie dargestellt wird. Und warum so viele "normale" Menschen daran teilnehmen wird einem klar, wenn man die 19 Punkte der Pegida durchliest.
Klingt im Ansatz relativ logisch und nachvollziehbar anstatt rechtsradikal.
Man kann alles jedoch immer so als auch anders deuten.
Das wird man erst noch sehen, ich kann mir da ehrlich gesagt, noch kein eindeutiges Urteil bilden. Ich bleibe vorsichtshalber misstrauisch.

Aber wen wundert das alles, wenn Islamisten ein neues osmanisches Reich verkünden und ganz öffentlich mit grausamsten Mitteln auch durchsetzen wollen?
Und bereits angefangen haben sich auf diese radikale Art und Weise zu verbreiten?
Sie sind es doch, die aktuell überall auf der Welt Ängste auslösen.
Selbst bei Muslimen. Bei Flüchtlingen. Jetzt auch bei uns in Deutschland.
Jeder hat vor jedem Angst ... was für ein Wahnsinn.

LG
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon onThePath » Mo 15. Dez 2014, 22:50

Hallo Jeshu.

Ehrlich gesagt habe ich mir die Pegidabewegung nicht genau angeschaut.
Also habe ich allgemein gegen Auswüchse als Gegenbewegung zu "Überfremdung" und Isis gesprochen.
Habe im Moment auch anderes im Kopf.

lg, oTp
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Jeshu » Di 16. Dez 2014, 09:19

Johel hat geschrieben:
Ich habe überhaupt kein Problem mit dem Flüchtlingsstrom der zu uns kommt. Ich bin bereit viele berechtigte und sich legal verhaltende Flüchtlinge aufzunehmen und ihnen zu helfen.

Am ganzen System stört mich aber, dass viele unberechtigte „Flüchtlinge“ sowohl unser Asylsystem sowie später unser Sozialsystem missbrauchen und so die Wahrnehmung der Bevölkerung dermassen belasten, dass eben die „braune“, fremdenfeindliche Ideologie dermassen geschürt wird, dass irgendwann wieder ein Hitler die Massen hinter sich ziehen wird.


Lieber Johel!
Also in dem Punkt oben sind wir uns wohl alle einig. Optimale Flüchtlingshilfe ja, Missbrauch unserer Sozialsysteme nein, weil dies unsere Kapazitäten sprengt und nur zu Unruhen führt wie bei uns das Aufkommen der Pegida.
Im Prinzip vertritt sie eine ganz klare Asylpolitik, nur in Deutschland darf man das nicht kundtun, denn wenn nur einer eine deutsche große Fahne schwenkt, ist es schon vorbei und alle sind Nazis. Aber daran ist Deutschland natürlich selber Schuld.

Ich habe heute auf N24 eine Sendung gesehen in der der Aufstieg Hitlers dokumentiert wurde. Es ist schon faszinierend zu sehen, wie das deutsche Volk soweit kam dass Hitler die alleinige Macht ergreifen konnte.


Hitler hatte ein hervorragendes Gespür für die Ängste der Menschen, also hat er erst die Arbeitslosigkeit stark bekämpft und allen das Gefühl gegeben, jetzt geht es bergauf. Er hat die Ferien eingeführt, Mütter wurden wertgeschätzt und ausgezeichnet, er hat sich um die Jugend gekümmert, also um das ganze Volk, so dass kaum jemand gegen ihn sein konnte, während er aber im Hintergrund die Kriegsmaschinerie hochzog, um seinen krankhaften Wahn Wirklichkeit werden zu lassen. Die Propaganda war hervorragend, das ganze Volk wurde zuerst verblendet.

Und dann hat er sein wahres Gesicht gezeigt. Wer nicht weiterhin ihm treu ergeben war, wurde diffamiert und umgebracht, darunter gab es wegen einem misslungenenen Attentat auf Hitler mehr als 200 Hingerichtete: Generalfeldmarschall Erwin von Witzleben, 19 Generäle, 26 Oberste, zwei Botschafter, sieben Diplomaten, ein Minister, drei Staatssekretäre sowie der Chef des Reichskriminalpolizeiamts; des Weiteren mehrere Oberpräsidenten, Polizeipräsidenten und Regierungspräsidenten (Wikipedia) - also alles deutsche Rangoberste, die die Gefahr sehr wohl erkannt haben und dagegen angehen wollten. Leider hat Hitler das Attentat überlebt.

Die Islamisten operieren ähnlich brutal, wer ihnen nicht gehorcht, wird eliminiert.
Es ist an den Muslimen, auf welche Seite sie sich schlagen. Falls sie sich gegen die Islamisten wenden, müssen sie wissen, dass wir sie danach vor ihnen beschützen.
Ansonsten erscheint ihnen die andere Seite vielleicht doch "sicherer", bzw. als das kleinere Übel. So wie es bei Hitler war.

LG
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Di 16. Dez 2014, 09:53

Gelesen gestern Abend im TXT:
Rund 15'000 Menschen sind laut Polizei dem 9. Protestaufruf der islamkritischen "PEGIDA" in Dresden gefolgt. Es war die bisher grösste "PEGIDA"-Demonstration. CSU-Generalsekretär Scheuer attackierte unterdessen Justizminister Maas (SPD) für dessen "PEGIDA"-Kritik: "Es ist eine ungeheure Verunglimpfung friedlich demonstrierende Menschen, die ihre Sorgen ausdrücken , als 'Schande für Deutschland' zu bezeichnen.

Ein weiterer Politiker spricht im Zusammenhang mit PEGIGA sogar von
Mischpoke! https://www.youtube.com/watch?v=knwIwpg87cc
Ich persönlich finde nun auch nicht, dass die "PEGIDA"-Demonstrationen 'eine Schande für Deutschland' sind. Da gäbe es sicherlich bessere Angelegenheiten, die da als 'Schande' zu bezeichnen wären....
Der Ausdruck von Cem Özdemir ist m.E. 'unter jeder Kanone'.
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Richard3 » Di 16. Dez 2014, 12:09

Eigentlich wollte ich selbst gestern mal kurz nach Dresden, aber mein Sohn hat mir mein Auto entführt, da seines in die Werkstatt musste.

Hier die Diskussion aus der sächsischen Landeshauptstadt aus Menschen vor Ort, sachbezogen und ohne die parteipolitischen Aufgeregtheiten der bundesdeutschen Talkshows.

http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/a-z/video241080_zc-ea9f5e14_zs-dea15b49.html

Gruß Richard
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Columba » Di 16. Dez 2014, 12:50

Wir sollten einfach mal realisieren, dass uns die Zukunft noch viel mehr Flüchtlinge bringt. Weltweiter Klimawechsel, auch wenn er nicht auf Menschen zurückzuführen wäre, wird die Migrationsströme anwachsen lassen. Für Europa sind vor allem die Gebiete um die Sahara wichtig. Der Druck gegen Süden und Norden wird zunehmen: In Nigeria ist dies ersichtlich v.a wegen der Islamisten, im Norden sehen wir das an der Zunahme der Flüchlinge aus Afrika. In Asien und Amerika sind ähnliche Probleme zu finden. In Australien sieht man schon erste Auswirkungen im Anschlag gestern: Gerade die strikte Abwehr von Asylsuchenden in Australien spielt auch mit, wenn es zu solchen Auswüchsen kommt. Murdochs Presse in Australien ist nicht unschuldig daran, dass es mehr und mehr Xenophobie gibt mit den entsprechenden Gegenreaktionen.

Auch wenn wir viele Asylbewerber als Wirtschaftsflüchtllinge abkanzeln, werden diese bald auch "normale" Flüchtlinge werden. Die Unruhen und Kriege um Ressourcen nehmen zu, Bsp Sudan.

Was tun wir nun? Es kommen grossen Probleme für die nächsten 20 Jahren auf uns zu. Ganz abschotten ist kaum möglich. Die Probleme sind global. ...und besonders in Europa hilft der Blick nur aufs eigene Land nicht mehr. Es braucht eine europäische Gesamtlösung, und zwar eine innen- und ausspolitische Migrationslösung. Das Problem der Banlieue in Paris wird auch in anderen Metropolen entstehen und sich auch auf mittelgrosse Städte ausweiten


Grüsse Columba
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Di 16. Dez 2014, 15:57

Columba hat geschrieben:Das Problem der Banlieue in Paris wird auch in anderen Metropolen entstehen und sich auch auf mittelgrosse Städte ausweiten
Grüsse Columba

:ugeek: Träumst du noch oder lebst du schon? :(
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Jeshu » Di 16. Dez 2014, 18:24

Richard hat geschrieben:
Eigentlich wollte ich selbst gestern mal kurz nach Dresden, aber mein Sohn hat mir mein Auto entführt, da seines in die Werkstatt musste.

Hier die Diskussion aus der sächsischen Landeshauptstadt aus Menschen vor Ort, sachbezogen und ohne die parteipolitischen Aufgeregtheiten der bundesdeutschen Talkshows.

http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/a ... 15b49.html

Gruß Richard


Hi Richard!
Das erinnert mich jetzt ein wenig an den Schlusssatz in einem heutigen n-tv-Artikel:
"Ich sage Ihnen, wie das läuft", sagt ein Demonstrant. "Man geht hier hin, demonstriert friedlich. Und dann steht am nächsten Tag in der Zeitung, man sei ein Nazi. Das erzählt man seiner Frau. Und dann sagt die: 'Das schau ich mir auch mal an.' Und dann werden es immer mehr. "
So kann das jetzt noch lange weitergehen.

http://www.n-tv.de/politik/Hier-demonstriert-die-Mischpoke-article14164906.html

Klingt auch logisch. Die Neugier eines jeden Normalbürgers wächst, denn man will sich selbst ein Bild von der aktuellen Lage machen, um die Situation für sich richtig einschätzen zu können.
Denn in den Medien wird ja völlig Konträres berichtet.

Natürlich, man kann die Pegida nun als Vorreiter und Helfer der Nazis sehen, aber genauso gut auch als „Blocker“ der rechtsradikalen Szene, weil sie eventuell einige Menschen abfängt und gewaltfrei an sich bindet, die sonst in die Nazi-Riege abwandern würden. Wirklich wissen tut man es jedoch nicht.

Es gibt auf jeden Fall zwei Seiten einer Medaille, die man fairerweise auch beide (objektiv) betrachten muss. Meistens passiert aber auch immer beides, was das Ganze so schwierig macht.

LG
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Columba » Di 16. Dez 2014, 19:50

lionne hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:Das Problem der Banlieue in Paris wird auch in anderen Metropolen entstehen und sich auch auf mittelgrosse Städte ausweiten
Grüsse Columba

:ugeek: Träumst du noch oder lebst du schon? :(
(in Ablehnung an den bekannten IKEA-Sologan)
LG lionne


Nein, ich bin aufgewacht! Der Saubannerzug durch die Kleinstadt Zürich letzte Woche darf ruhig als Vorbote für die Zukunft verstanden werden.

Dieser Artikel redet von einer wachsenden Verelendung in deutschen Stadtvierteln:
https://www.wsws.org/de/articles/2005/12/juge-d01.html

Wenn Du die demographische und soziale Schichtung in europäischen Vorstädten analysierst, wirst du sehen, dass ähnliche Strukturen entstehen wie in den Banlieues um Paris herum.


Grüsse Columba
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Richard3 » Di 16. Dez 2014, 20:06

Jeshu hat geschrieben:Natürlich, man kann die Pegida nun als Vorreiter und Helfer der Nazis sehen, aber genauso gut auch als „Blocker“ der rechtsradikalen Szene, weil sie eventuell einige Menschen abfängt und gewaltfrei an sich bindet, die sonst in die Nazi-Riege abwandern würden. Wirklich wissen tut man es jedoch nicht.


Ich kann dir auch nur meine persönliche Meinung sagen als einer, der seit seiner Geburt dort in der Nähe wohnt und auch noch die DDR als Erwachsener bewußt erlebt hat.

Dass dort Rechtsradikale am Werke sind steht zweifellos fest.
Die ganze Gegend um Dresden und vor allem östlich davon Richtung Länderdreieck Polen/Tschechien hat einen erhöhten Anteil an Rechten, in Gemeinden und waren auch mal im Landtag.
(In Baden-Würtemberg saßen sie auch mal im Landtag, hatte aber andere Ursachen).

Das hat auch einen Grund.

Die Gegend hat nach der Wiedervereinigung als Selbstbedienungsgebiet für bandenmässig organisierte Raubzüge herhalten müssen.
Wenn deine Gartenlaube zum 4. Mal ausgeräumt wurde und dir keiner hilft, du sogar wegen Körperverletzung bei der Verteidigung deines Eigentumes noch angeklagt werden kannst, suchen die Leute die starke Hand, eine die keine Angst hat.
Und da ist jede willkommen. Und das stärkt rechte Gruppen.

Vor 25 Jahren war es anfangs auch nicht der "normale" DDR-Bürger, den man auf der Straße sah. Es waren Mitglieder von kleinen, mutigen Widerstandsgruppen, die sich mit den Behörden und auf der Straße anlegten und als eine Art Eisbrecher fungierten, hinter der dann plötzlich viele Mut bekamen.
So ähnlich sehe ich das für Dresden.

Die Leute wissen wie es im Ruhrgebiet, Rhein/Main und Berlin-Kreuzberg aussieht, wo es Gegenden gibt, in der sich nicht mal die Polizei sicher fühlt.

Sie sehen die gescheiterte Integrationspolitik der letzten 40 Jahre.
Wenn man Politiker hört, man hätte in Sachsen nur 2,8 % Ausländer und nur 0,4% Muslime, dann stimmt das, nur die Interpretation ist eine andere.

Und genau das ist der springende Punkt.

Im Westen Deutschlands ist die Karre verfahren und hat sich verselbstständigt.
Hier im Osten ist eventuell noch was zu retten.

Und Zustände wie in Gelsenkirchen wollen die Leute in Ihrem schönen Elbflorenz nicht.

Man muß nur in die englischen Midlands schauen. Da gibt es Gegenden, da bestimmen schon muslimische Verbände was Kindern in der Schule beigebracht wird.
Und sowas wollen die Leute für ihre Enkel und Urenkel nicht.

Nur wer die Vergangenheit kennt hat einen Kompass für die Zukunft.

Gruß Richard
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Johelia » Mi 17. Dez 2014, 00:09

Liebe Leute

Meine Bezeichnung der linken sozialistisch orientierten Menschen als Gutmenschen wurde ja von einigen nicht als opportun betrachtet und es wurden durchaus negative Gefühle mir gegenüber zum Ausdruck gebracht.

Persönlich schockiert mich die heute herrschende taktisch angelegte Ideologieverzerrung die in der europäischen Bevölkerung vorherrscht und von den Medien sogar noch aktiv gefördert wird.

Betrachten wir die vorangegangene Diskussion betreffend die Pegida wird klar, dass hier extrem mit der Nazi -Keule operiert wird und so diffuse Ängste vor einer schrecklichen Vergangenheit gefördert werden. Wollen wir jedoch der Wahrheit etwas auf den Grund gehen müssen wir fragen, was Nazi eigentlich heisst.

Als Nazi wird ein National- SOZIALIST des Dritten Reiches bezeichnet. Aber Moment jetzt heisst es nicht, dass die Nazis Faschisten waren? Da stellt sich doch gleich die Frage was Faschismus und Sozialismus gemeinsam haben??

Um diese Frage zu beantworten müssen wir schon etwas in der Geschichte Graben uns stellen plötzlich erstaunliches fest:

Die NSDAP (National SOZIALISTISCHE Deutsche Arbeiterpartei) war in ihren Anfängen (Gründung 1920) und Grundgedanken eine tief SOZIALISTISCHE Partei deren oberstes Ziel die Überwindung des Kapitalismus war. (So wie es z.B. heute wieder im Parteiprogramm der SP Schweiz steht).
Erst durch die diktatorische Übernahme der Partei durch Adolf Hitler kamen extreme und schizophren faschistische und antisemitische Ideen in die Partei. Hitlers Machtübernahme und Diktatur in der Partei passte den SOZIALISTEN Genossen überhaupt nicht, denn Hitler wollte die private kapitalistische Wirtschaft fördern um den deutschen Menschen Arbeit zu geben und sie so in seine Fänge zu locken. Das widersprach den SOZIALISTISCHEN Ideen vieler Parteiangehöriger und bewog viele Sozialisten 1930 zum Austritt. Wohlgemerkt weil Hitler die Partei "verriet" indem er mit dem Kapital kollaborierte.

Für mich persönlich stellt die Grundidee des National Sozialismus eine klar linke sozialistische Gefahr dar und die Nazi-Keule wird immer als historisch völlig verfälschte Anti- Propaganda gegen jegliche gemässigte bürgerliche Politik eingesetzt. Schade nur, dass viele Menschen nicht hinter diese Lüge sehen können und immer noch blauäugig dem Gutmenschentum anhängen!

Wacht endlich auf!!

Die grosse Gefahr für heutigen Menschheit geht sowohl von jegliche Sozialistischen, Faschistischen UND Antisemitischen Idee aus.

Ich distanziere mich hier offen von all diesem Gedankengut und rufe zur Umkehr zu den Christlichen Werten, die uns Jesus vorgelegt hat auf!!! Denn nur die Liebe und Ordnung Jesus wird eine Gesellschaft weiter bringen. Der heutige Weg der Gesellschaft wird unweigerlich in den Abgrund führen!!

Columba hat geschrieben:
Nein, ich bin aufgewacht! Der Saubannerzug*durch die Kleinstadt Zürich letzte Woche darf ruhig als Vorbote für die Zukunft verstanden werden.

Grüsse Columba

* Link von Johel eingefügt

Ich frage mich ja was gefährlicher ist: Pegida oder Linksautonome?

Liebe Taube

Was Du hier in schönen Nebelschwaden verkleidest ist eine brandgefährliche Aussage!!
Ich garantiere Dir, dass die Pläne der Sozialisten vollkommen scheitern werden!! Die schon lange geplante Übernahme wird nur das Antichristliche Reich einläuten und im absoluten Desaster enden!!

Liebe Grüsse
Johel
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mi 17. Dez 2014, 06:04

Columba hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:Das Problem der Banlieue in Paris wird auch in anderen Metropolen entstehen und sich auch auf mittelgrosse Städte ausweiten
Grüsse Columba

:ugeek: Träumst du noch oder lebst du schon? :(
(in Ablehnung an den bekannten IKEA-Sologan)
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Nein, ich bin aufgewacht! Der Saubannerzug durch die Kleinstadt Zürich letzte Woche darf ruhig als Vorbote für die Zukunft verstanden werden.

Ich dachte nun dabei nicht in erster Linie an die Auswüchse in Zürich ("ATTACK")
>>> http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/sto ... n-27867678, die auf das Konto linksverdrehter Wirrköpfe gehen, sondern mein Blick war (mehr) gerichtet auf die Entwicklung in Städten wie z.B. Berlin, Malmö, Kopenhagen, London, weitere Städte in F, D (Ruhrgebiet, Rhein/Main und Berlin-Kreuzberg), Belgien, Spanien....
(>>> demografische und soziale Entwicklung und die Konsequenzen!)
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Zuletzt geändert von lionne am Mi 17. Dez 2014, 06:36, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mi 17. Dez 2014, 06:26

Johelia hat geschrieben:Betrachten wir die vorangegangene Diskussion betreffend die Pegida wird klar, dass hier extrem mit der Nazi -Keule operiert wird...

Diese Fixierung auf Nazi, Adolf und alles “Braune” ist eine typische deutsche Krankheit, die schon ins Pathologische geht.
(sacasm on) In der Tat rechne ich auch jeden Moment mit der Machtübernahme durch Neo-Nazis, gerade weil auch die ewiggestrigen Braunfaschisten beeindruckende Wahlergebnisse vorweisen können und deshalb so erfolgreich in den Parlamenten wirken. (sarcasm off)
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mi 17. Dez 2014, 06:55

lionne hat geschrieben:Ich dachte nun dabei nicht in erster Linie an die Auswüchse in Zürich ("ATTACK")
>>> http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/sto ... n-27867678, die auf das Konto linksverdrehter Wirrköpfe gehen, sondern mein Blick war (mehr) gerichtet auf die Entwicklung in Städten wie z.B. Berlin, Malmö, Kopenhagen, London, weitere Städte in F, D (Ruhrgebiet, Rhein/Main und Berlin-Kreuzberg), Belgien, Spanien....
(>>> demografische und soziale Entwicklung und die Konsequenzen!)
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Zugabe zu den bürgerkriegsähnlichen Auswüchsen der linksverdrehten Wirrköpfe ("ATTACK") in Zürich
http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/sto ... --15387140
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Mi 17. Dez 2014, 08:51

Johelia:die Nazi-Keule wird immer als historisch völlig verfälschte Anti- Propaganda gegen jegliche gemässigte bürgerliche Politik eingesetzt


Das sehe ich nicht so. Die Nazi-Keule wird aus meiner Sicht gegen fremdenfeindliche Tendenzen, gegen Ablehnung von Ausländern, gegen Parolen wie "Ausländer raus", "Roma raus" und ähnliches eingesetzt, auch z.B. wenn eine neu gewählte Miss Schweiz mit Migrationshintergrund als "Geschwür" beschimpft wird, oder zu Kommentaren im Facebook, die Bootsflüchtlinge gehörten alle ins Meer gekippt (habe ich so in Kommentaren gelesen!).

Dann kann man auch die Frage stellen, was ist gemässigte bürgerliche Politik, und ab wann ist bürgerliche Politik nicht mehr gemässigt?

die Pläne der Sozialisten

Die schon lange geplante Übernahme


Sind das nicht Verschwörungstheorien? Das tönt ja, wie wenn der Klassenkampf nach marxistisch/leninistisch/stalinistischem Vorbild immer noch in den Köpfen der hiesigen SP-Genossen spukt. Die schweizerische SP ist eine demokratische Partei und hat keine diktatorischen Tendenzen.

LG Hanspeter
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mi 17. Dez 2014, 11:05

Hanspeter hat geschrieben:Das sehe ich nicht so. Die Nazi-Keule wird aus meiner Sicht gegen fremdenfeindliche Tendenzen, gegen Ablehnung von Ausländern, gegen Parolen wie "Ausländer raus", "Roma raus" und ähnliches eingesetzt, auch z.B. wenn eine neu gewählte Miss Schweiz mit Migrationshintergrund als "Geschwür" beschimpft wird, oder zu Kommentaren im Facebook, die Bootsflüchtlinge gehörten alle ins Meer gekippt (habe ich so in Kommentaren gelesen!).

Das wiederum, sehe ich nun nicht so! Für mich ist die Nazikeule in erster Linie (grob gesagt) mal ein 'Totschlagargument'. Sie wird jedem/jeder übergezogen, der/die nicht ins linke Weltbild hineinpasst. Die Nazikeule funktioniert selbst dann noch, wenn die Anschuldigungen extrem weit hergeholt werden müssen! :roll:
http://de.wikimannia.org/Nazikeule
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mi 17. Dez 2014, 11:10

Hanspeter hat geschrieben:....(habe ich so in Kommentaren gelesen!).

Abstruse, menschenverachtende (judenfeindliche, christenfeindliche, usw. usf.) Kommentare kannst du überall lesen, die sind nun kein 'Privileg' irgend einer Gruppe oder Partei...
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mi 17. Dez 2014, 11:18

Hanspeter hat geschrieben:Sind das nicht Verschwörungstheorien? ...

Mit den Verschwörungsgeschichten ist das halt so eine Sache.... ;) :roll: :lol:
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Richard3 » Mi 17. Dez 2014, 11:55

Hanspeter hat geschrieben: Das tönt ja, wie wenn der Klassenkampf nach marxistisch/leninistisch/stalinistischem Vorbild immer noch in den Köpfen der hiesigen SP-Genossen spukt. Die schweizerische SP ist eine demokratische Partei und hat keine diktatorischen Tendenzen.


Johelia hat geschrieben:Imho ist es höchste Zeit für die versprochene Theokratie!!


Also eine Art christlicher Gottesstaat ?
Eine christliche Diktatur?

Nach meinem Verständnis sind alle monoistischen Ideologien undemokratisch, seien sie atheistisch (Kommunismus, Faschismus) oder theistisch (Christentum, Islam)

Jeden nach seiner façon selig werden zu lassen - ein Spruch vom aufgeklärten Preußenkönig Friedrich des Großen im 18. Jahrhundert ist weder den atheistischen noch den theistischen Ideologien innewohnend.

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Mi 17. Dez 2014, 13:22


Jeden nach seiner façon selig werden zu lassen ...


Also auf Gut Deutsch: Anarchie

Dazu sagen die linken Chaoten in Zürich ja und AMEN.

So einfach ist es eben nicht. Wenn das Unrecht das Recht mit Füssen tritt, so kann man eben nicht das Unrecht selig werden lassen.

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Richard3 » Mi 17. Dez 2014, 15:34

Richard3 hat geschrieben:Jeden nach seiner façon selig werden zu lassen ...


kingschild hat geschrieben:Also auf Gut Deutsch: Anarchie


Nein, kein gutes Deutsch.

Aus Redensarten-index.de

Die Redensart ist das Zitat einer Bemerkung Friedrichs des Großen, mit der er die Zulassung des katholischen Glaubens im protestantischen Preußen kommentierte. Das französische Wort "Façon" (Art, Weise, Eigentümlichkeit) ist in diesem Zitat in einer für die damalige Zeit typische Weise in den (durch Schreibfehler entstellten) deutschen Satzbau integriert: "Die Religionen Müsen alle Tolleriret werden und Mus der Fiscal nuhr das Auge darauf haben, das keine der anderen abtrug Tuhe, den hier mus ein jeder nach seiner Fasson Selich werden." Das von lat. "facere" (tun, machen) abgeleitete Substantiv war allerdings auch im Deutschen nie ganz unüblich gewesen und findet sich in verschiedenen Schreibweisen (faitson, fatzon usw.) in Texten des 12. bis 16. Jahrhunderts, bevor es im 17. Jahrhundert als Lehnwort verstärkt wiederkehrt.

Es geht hier darum, dass der Staat, auch als Monarchie, alle gleich zu behandeln hat und nicht eine religiöse Gruppierung das Machtmonopol hat, was sicher fast alle, die sich in der Wahrheit wähnen, gerne hätten.

Und wenn ich hier im Thread das Wort Theokratie lese, fallen mir gleich Scheiterhaufen, Folterwerkzeug und das Beil des Henkers ein.

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Mi 17. Dez 2014, 18:55

16. Dezember 2014, 19:38 Uhr

Unsere Autorin war am Montag zum ersten Mal auf einer Pegida-Demo in Dresden. Jetzt sitzt sie wieder in Hamburg am Schreibtisch. Und wird diese Szenen nicht los.

Szene 1
Ich bin wieder zurück aus Dresden. In meinem Büro in Hamburg. Wenn ich mich ans Fenster stelle, kann ich den Hafen sehen. Ich habe immer noch diese Bilder im Kopf und diese Sätze im Ohr: "Lügenpresse!" "Wir sind das Volk!"

15.000 Menschen. Die Pegida-Demo beginnt Montagabend an einer beschmierten Halfpipe in Dresden. Ein Skatepark als Treffpunkt. Hier sammeln sie sich und halten Plakate hoch. Um mich herum schwenken Menschen Deutschlandflaggen, einige tragen Deutschlandkrawatten, andere halten Deutschlandlaternen. Irgendjemand ruft: "Keine Scharia in Europa!" Auf einem Plakat steht: "Alibaba und die 40 Dealer".

Ich krame mein Notizbuch aus der Tasche. Ein Mann kommt und sagt: "Na, du linksintellektuelle Prostituierte?" Ich sage: "Meinen Sie mich?" Er: "Na, du bist doch von der Lügenpresse!" und zeigt auf meinen Block. "Nee", sage ich, "von der Lügenpresse muss jemand anderes da sein, ich bin vom stern." "Sag ich doch", sagt der Mann und verschwindet.

Szene 2
Ein anderer alter Mann: "Wofür schreiben Sie?"
Ich: "Für den stern."
Er: "Mein Beileid. Aber Sie sind ja noch jung, Sie können doch noch was aus Ihrem Leben machen!"
Ich: "Was soll ich denn machen?"
Er: "Im Internet schreiben."
Ich: "Was soll ich denn im Internet schreiben?"
Er: "Mal zur Abwechslung die Wahrheit!"
Ich: "Aber im Internet schreiben doch nicht alle Menschen nur die Wahrheit?"

Dann sagt er irgendwas von Gleichschaltungspresse, Besetzung, Henri Nannen, Hitler und Amerika. Und er sagt, dass ich immer lügen müsse. Dass das mein Job sei, die Lügen der Amerikaner zu verbreiten. Und dass ich eigentlich staatenlos sei und dass ich mich schämen soll.

Ich sage ihm: "Ich muss nicht lügen."
Er: "Doch."
Ich: "Nein."
Er: "Doch."
Ich: "Nein."
Er: "Entweder sind Sie dumm oder Sie lügen schon wieder!"
Dann spuckt er mir vor die Füße.

Szene 3
Ich spreche einen Mann an, der neben mir steht, und frage, warum er hier ist. Er sagt, es ginge nicht so weiter. Ob ich von dem Roma-Haus in Duisburg gehört hätte? Da würden "die alles zukacken". Seiner Meinung nach sei da "alles zugekackt". Dabei gibt es das so genannte "Romahaus" in Duisburg überhaupt nicht mehr, aber das stört den Mann nicht.

Er sagt jetzt: Kreuzberg. Kreuzberg also, die Dealer, die Asylbewerber. Er habe da eine ZDF-Reportage gesehen. Grauenvoll. Man müsse was tun. Und als ich frage: "Was?", da sagt er, mit der NPD sei er voll einer Meinung, nur ein Problem gebe es da: deren Forderungen seien ihm noch zu lasch. Schließlich machen die ganzen Asylbewerber hier nur "Urlaub auf Rauschgift."

Ich frage den Mann, ob ich ihn zitieren darf und er sagt, ja, als "einen besorgten Bürger der Stadt Dresden". Der Mann hat einen polnischen Akzent. Ich sage dem Mann, dass in Dresden ja kaum Migranten leben würden und dass es hier auch keine Kreuzberger Verhältnisse gebe und er sagt, das stimme, aber das sei eben genau so, weil sie es erst gar nicht so weit kommen lassen wollen.

Ich muss an den Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick denken und an dessen Geschichte mit den verscheuchten Elefanten. Die Geschichte in dem Buch "Anleitung zum Unglücklichsein" geht so: Ein Mann klatscht in die Hände. Als ihn jemand fragt, warum er das tue, erklärt er: "Um die Elefanten zu verscheuchen." Darauf erwidert der andere: "Elefanten? Hier sind doch gar keine Elefanten!" Dann sagt der in die Hände klatschende Mann: "Na, also! Sehen Sie? Es funktioniert doch!"

Quelle: Stern

Kommentar erübrigt sich.

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Mi 17. Dez 2014, 20:30

Richard3 hat geschrieben:
Es geht hier darum, dass der Staat, auch als Monarchie, alle gleich zu behandeln hat und nicht eine religiöse Gruppierung das Machtmonopol hat, was sicher fast alle, die sich in der Wahrheit wähnen, gerne hätten.

Und wenn ich hier im Thread das Wort Theokratie lese, fallen mir gleich Scheiterhaufen, Folterwerkzeug und das Beil des Henkers ein.

Gruß Richard


Danke für die Ausführung im Detail, ich versuche Dir nun ein wenig auszuführen auf welche Theokratie wir warten, damit Du diese eben nicht mit IS Spinnern und Scheiterhaufen gleich setzen musst.

Unser König, auf dessen Widerkunft wir warten, wird auch alle gleich behandeln aber wie auch der Weltliche König sich an seine durch Ihn erlassenen Gesetze hält, wird dies auch der Zukünftige tun.

Joh 12:15 Fürchte dich nicht, Tochter Zion! siehe, dein König kommt, sitzend auf einem Eselsfüllen".

Wenn du das Wort Theokratie hörst, darfst Du einen Fehler nicht machen, die ungerechten Richter und Scharlatane dieser Welt, mit dem Himmlischen König, gleich setzen. Du darfst auch nicht denken, das wir dieses Reich errichten wollen aus eigenem denken, was wir tun ist beten: Dein Reich komme! Die Botschaft dieses Reiches verkünden und wie man dessen Teilhaftig werden kann.

Wer sich einen König wünscht der mit Recht und Gerrechtigkeit regiert, der muss sich auch vor einer Theokratie nicht fürchten.

Lu 19:38 indem sie sagten: "Gepriesen sei der König, der da kommt im Namen des Herrn!" Friede im Himmel und Herrlichkeit in der Höhe!

Da ist von einem Friedensreich die Rede und alle die Frieden haben und wollen, sind dafür. Alle sind in einer Demokratie die Mehrheit, das heisst die Mehrheit der Christen will Frieden und hat Frieden mit diesem König (Friedefürsten) geschlossen und er mit Ihnen.

Hier noch ein kleiner Hinweis wie es mit der Mehrheiten aussah im Volk Israel:

2Mo 19:8 Da antwortete das ganze Volk insgesamt und sprach: Alles, was Jehova geredet hat, wollen wir tun!


Da geht es aber auch wie beim Thema hier um Recht und Ordnung und eben nicht das jeder nach seiner Facon tun und lassen kann was er will, sondern wie auch beim Weltlichen König, alle seine erlassenen Gesetze beachtet werden mussten, so wird das auch im Friedensreich sein. E

Eigentlich sollten auch hier alle Demokratisch erlassenen Gesetze beachtet werden aber wie wir ja sehen gibt es Menschen die halten sich nicht daran und regen sich dann über die Polizei auf die diese Gesetze anwendet.

Noch zum Christen, der sollte sich die Obrigkeiten respektieren. Wenn diese Obrigkeit Ihn aber zwingen will zum Gottlosen Wandel, so darf er nicht rebellieren, sondern muss sich ins Gefängnis werfen lassen wie dies Daniel passierte und auch Paulus und Christus. Sie dürfen sich lediglich mit Worten verteidigen, müssen aber die Obrigkeiten achten. Darum ist das Christentum mit der Demokratie kompatibel und bei anderen Religionen sieht das eben anders aus.

Zum Thema hier ist ja zu sagen, die Gesetze wären da aber es gibt immer mehr Menschen die halten sich eben nicht daran und darum muss man diese anpassen, so das der soziale Frieden möglichst gewährt, werden kann.

Dieser Frieden wird aber nicht ewig halten aber wir Christen sollten den Menschen eben auch sagen was der Grund dafür ist, das er nicht halten wird.

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