Migration nach Europa, wie weiter?

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mi 17. Dez 2014, 21:18

Hanspeter hat geschrieben:Ich muss an den Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick denken und an dessen Geschichte mit den verscheuchten Elefanten. Die Geschichte in dem Buch "Anleitung zum Unglücklichsein" geht so: Ein Mann klatscht in die Hände. Als ihn jemand fragt, warum er das tue, erklärt er: "Um die Elefanten zu verscheuchen." Darauf erwidert der andere: "Elefanten? Hier sind doch gar keine Elefanten!" Dann sagt der in die Hände klatschende Mann: "Na, also! Sehen Sie? Es funktioniert doch!"

Quelle: Stern

Kommentar erübrigt sich.


Eigentlich würde ich meinen, dass sich ein Kommentar hier (zu deinem letzten Posting) nicht grundsätzlich erübrigt! Und was willst du uns nun mit oder was soll uns nun die "Elefantengeschichte' genau erklären? Dass diese Menschen, die da friedlich protestieren, alle paranoid sind und Hirngespinste sehen, wo gar nichts ist? :cry:
LG lionne
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Johelia » Mi 17. Dez 2014, 22:00

Richard3 hat geschrieben:
Johelia hat geschrieben:Imho ist es höchste Zeit für die versprochene Theokratie!!


Also eine Art christlicher Gottesstaat ?
Eine christliche Diktatur?

Oh lieber Richard, Du hast wirklich nichts begriffen. Du denkst menschlich, weil dir das Reich Gottes ein Gräuel ist. Jesus sagte einmal:
Mk 9,19 Er aber antwortete ihnen und sprach: O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen?

Eine Theokratie hat nichts mit dem zu tun was Du denkst. Im Beitrag von kingschild » Mi 17. Dez 2014, 20:30 erfährtst mehr!

Jesus Christus selbst wird von Zion aus regieren, als König der Könige. Er wird König über alle Nationen, Geschlecter und Menschen sein. Die Menschen werden die Fürhrung von Jesus Demokratisch akzepieren, weil sie erkannt haben, dass ER Gott der Herr ist und sie freiwillig nichts anderes wollen.. Es wird keine Diktatur brauchen. Nie mehr!

Nach meinem Verständnis sind alle monoistischen Ideologien undemokratisch, seien sie atheistisch (Kommunismus, Faschismus) oder theistisch (Christentum, Islam)

Nach Deinem Verständniss glaubst Du nichteinmal an das was wir hier seit Jahren predigen. Deinem Versand wiederstrebt all das was wir sagen, denn Du denkst rein irdisch, menschlich, wissenschaftlich.

Seine Schafe aber werden SEINE Stimme horen.

Hanspeter hat geschrieben: Das tönt ja, wie wenn der Klassenkampf nach marxistisch/leninistisch/stalinistischem Vorbild immer noch in den Köpfen der hiesigen SP-Genossen spukt. Die schweizerische SP ist eine demokratische Partei und hat keine diktatorischen Tendenzen.


:lol: Träum weiter Hanspeter, es ist nur eine Frage der Gelegenheit und das Tier bricht wieder heraus.
Die schweizerische SOZIALISTISCHE Partei SP ist nur dann demokratisch wenn sie etwas für sich und ihre roten Genossen will. Sobald sie aber den Gegnern etwas wegnehmen können ists sofort vorbei mit der Demokratie und Ehrlichkeit. Gutmenschen eben.

Hanspeter hat geschrieben:Quelle: Stern

Kommentar erübrigt sich.

Ja da erübrigt sich jeder Kommentar. Eine solche tendenziöse Berichterstattung ist jeglichem Journalismus unwürdig, aber die haben die Gutmenschen eh nicht.

liebe Grüsse
Johel
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mi 17. Dez 2014, 23:02

Johelia hat geschrieben:Ja da erübrigt sich jeder Kommentar. Eine solche tendenziöse Berichterstattung ist jeglichem Journalismus unwürdig, aber die haben die Gutmenschen eh nicht.

Aus diesem Blickwinkel betrachtet, erübrigt sich in der Tat jeder Kommentar (Schmierenjournalismus).
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Do 18. Dez 2014, 08:21

Hanspeter hat geschrieben:
Für die grösste Partei der Schweiz und die sie wählenden Schweizer ist das aber schon viel zuviel Menschlichkeit.


Johelia hat geschrieben:
Bitte keine Abfälligkeiten gegen die grösste Partei der Schweiz. Es ist zwar nicht alles Gold was glänzt in der SVP aber es ist trotzdem Demokratie?
(Wenn man erwachsen genug ist, sonst "dräkelet" man halt)


Hanspeter hat geschrieben:
Das tönt ja, wie wenn der Klassenkampf nach marxistisch/leninistisch/stalinistischem Vorbild immer noch in den Köpfen der hiesigen SP-Genossen spukt. Die schweizerische SP ist eine demokratische Partei und hat keine diktatorischen Tendenzen.


Johelia hat geschrieben:
Träum weiter Hanspeter, es ist nur eine Frage der Gelegenheit und das Tier bricht wieder heraus.
Die schweizerische SOZIALISTISCHE Partei SP ist nur dann demokratisch wenn sie etwas für sich und ihre roten Genossen will. Sobald sie aber den Gegnern etwas wegnehmen können ists sofort vorbei mit der Demokratie und Ehrlichkeit. Gutmenschen eben.


Merkst du was, lieber Johel?
Wenn zwei dasselbe tun, ist es eben nicht dasselbe.
Die SP der Schweiz heisst übrigens nicht sozialistische Partei, sondern sozialdemokratische Partei.
Es ist auch in der SP Schweiz nicht alles Gold, was glänzt, aber es ist trotzdem Demokratie.

Liebe Grüsse
Hanspeter
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Do 18. Dez 2014, 09:00

lionne hat geschrieben:
Hanspeter hat geschrieben:Ich muss an den Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick denken und an dessen Geschichte mit den verscheuchten Elefanten. Die Geschichte in dem Buch "Anleitung zum Unglücklichsein" geht so: Ein Mann klatscht in die Hände. Als ihn jemand fragt, warum er das tue, erklärt er: "Um die Elefanten zu verscheuchen." Darauf erwidert der andere: "Elefanten? Hier sind doch gar keine Elefanten!" Dann sagt der in die Hände klatschende Mann: "Na, also! Sehen Sie? Es funktioniert doch!"

Quelle: Stern

Kommentar erübrigt sich.


Eigentlich würde ich meinen, dass sich ein Kommentar hier (zu deinem letzten Posting) nicht grundsätzlich erübrigt! Und was willst du uns nun mit oder was soll uns nun die "Elefantengeschichte' genau erklären? Dass diese Menschen, die da friedlich protestieren, alle paranoid sind und Hirngespinste sehen, wo gar nichts ist? :cry:
LG lionne


Liebe lionne

Du hast den Zusammenhang übersehen, welchen die Frau vorher geschrieben hat:

Ich sage dem Mann, dass in Dresden ja kaum Migranten leben würden und dass es hier auch keine Kreuzberger Verhältnisse gebe und er sagt, das stimme, aber das sei eben genau so, weil sie es erst gar nicht so weit kommen lassen wollen.


Ich stelle nicht in Frage, dass die Leute friedlich demonstriert haben. Es geht im Artikel auch nicht um friedlich oder nicht, sondern darum, wie die als Journalistin erkennbare Frau von einigen Teilnehmern der Demo behandelt wurde (linksintellektuelle Prostituierte!).

LG Hanspeter
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Jeshu » Do 18. Dez 2014, 09:24

Guten Morgen!
Gestern habe ich zufällig eine Doku gesehen über das Ende des Deutschen Reichs.
Dabei wurden 10-12 Millionen Deutsche zu Flüchtlingen im eigenen Land. Niemand wollte sie haben, Ostdeutsche, denen im Vergleich zu anderen alles Hab und Gut genommen wurde, ihnen wurde auch noch die Würde genommen, wurden oftmals von den eigenen Leuten wie Menschen zweiter Klasse behandelt und verspottet.

Die Polizei bestimmte, wer Leute aufnehmen musste, denn Freiwillige gab es nur wenige (außer sie kamen von der eigenen Familie). Wer Platz genug hatte, wohnte ab da nicht mehr allein in seiner Wohnung oder seinem Haus.
Viele kamen zu den Bauern, bei denen vor allem die jungen Männer und Frauen als Zwangsarbeiter benutzt wurden. Die, die am meisten hatten, waren mitunter am Geizigsten.
Weil alle nicht genug den Hals voll bekommen. Mir wird immer mehr bewusst, WIE entsetzlich weit die meisten Menschen in Wirklichkeit von Jesus Christus entfernt sind, Seinem unglaublichen Wohlwollen, seiner Ihm eigenen Bescheidenheit und Güte.
Und dass Er in allem Recht hat, was Er uns lehrt. Wenn wir Ihm gehorchen würden, und vor allem so empfinden würden wie Er, wäre unsere Welt eine komplett andere.

Der Bericht gestern hat mich insofern geschockt, weil mir dabei kam, dass es bei uns in den Industrienationen doch in Wirklichkeit nicht um Ausländer oder Flüchtlinge geht, sondern in Wahrheit nur um den eigenen Mammon.
Jesus hat gesagt:

"Eines fehlt dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich". Er (der sonst allen Geboten gehorchte) aber ward unmutig über die Rede und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter.
Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!"
Markus 10, 21-23

Kein anderer Satz von Ihm ist mir bei dem Thema Flüchtlingen so oft in den Sinn gekommen wie dieser. Denn auch dann wäre alles anders.

LG
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Do 18. Dez 2014, 09:31

Jeshu hat geschrieben:Guten Morgen!
Gestern habe ich zufällig eine Doku gesehen über das Ende des Deutschen Reichs.
Dabei wurden 10-12 Millionen Deutsche zu Flüchtlingen im eigenen Land. Niemand wollte sie haben, Ostdeutsche, denen im Vergleich zu anderen alles Hab und Gut genommen wurde, ihnen wurde auch noch die Würde genommen, wurden oftmals von den eigenen Leuten wie Menschen zweiter Klasse behandelt und verspottet.

Die Polizei bestimmte, wer Leute aufnehmen musste, denn Freiwillige gab es nur wenige (außer sie kamen von der eigenen Familie). Wer Platz genug hatte, wohnte ab da nicht mehr allein in seiner Wohnung oder seinem Haus.
Viele kamen zu den Bauern, bei denen vor allem die jungen Männer und Frauen als Zwangsarbeiter benutzt wurden. Die, die am meisten hatten, waren mitunter am Geizigsten.
Weil alle nicht genug den Hals voll bekommen. Mir wird immer mehr bewusst, WIE entsetzlich weit die meisten Menschen in Wirklichkeit von Jesus Christus entfernt sind, Seinem unglaublichen Wohlwollen, seiner Ihm eigenen Bescheidenheit und Güte.
Und dass Er in allem Recht hat, was Er uns lehrt. Wenn wir Ihm gehorchen würden, und vor allem so empfinden würden wie Er, wäre unsere Welt eine komplett andere.

Der Bericht gestern hat mich insofern geschockt, weil mir dabei kam, dass es bei uns in den Industrienationen doch in Wirklichkeit nicht um Ausländer oder Flüchtlinge geht, sondern in Wahrheit nur um den eigenen Mammon.
Jesus hat gesagt:

"Eines fehlt dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich". Er (der sonst allen Geboten gehorchte) aber ward unmutig über die Rede und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter.
Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!"
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Kein anderer Satz von Ihm ist mir bei dem Thema Flüchtlingen so oft in den Sinn gekommen wie dieser. Denn auch dann wäre alles anders.

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Genau! Es geht bei dem ganzen Thema schlicht um die Bewahrung des eigenen Reichtums, sowohl als Nation wie als Individuum, und da nehme ich mich nicht aus, leider ist das so.

LG Hanspeter
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Columba » Do 18. Dez 2014, 09:35

.

Bingo für Jeshu!

.
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon onThePath » Do 18. Dez 2014, 10:23

Es muß auch in die andere Richtung gehen:

Würdige Lebensverhältnisse in schlimmen Ländern schaffen.
Wenn das nicht gelingt, sollte man dann darüber nachdenken, ob man Entwicklungshilfe für Flüchtlinge besser verwendet ?

Es stimmt ja alles irgendwie nicht, und die Industriestaaten haben sich ja eher als Ausnutzer der armen Staaten hervorgetan.

Wenn ich höre, dass Nestle in Indien den Indern quasi das Wasser wegnimmt und die Inder Dreckwasser trinken müssen oder für Nestle-Wasser Geld bezahlen, werde ich schon sehr nachdenklich.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Do 18. Dez 2014, 10:35

Jeshu hat geschrieben:Guten Morgen!
Gestern habe ich zufällig eine Doku gesehen über das Ende des Deutschen Reichs.
Dabei wurden 10-12 Millionen Deutsche zu Flüchtlingen im eigenen Land. Niemand wollte sie haben, Ostdeutsche, denen im Vergleich zu anderen alles Hab und Gut genommen wurde, ihnen wurde auch noch die Würde genommen, wurden oftmals von den eigenen Leuten wie Menschen zweiter Klasse behandelt und verspottet.

Die Polizei bestimmte, wer Leute aufnehmen musste, denn Freiwillige gab es nur wenige (außer sie kamen von der eigenen Familie). Wer Platz genug hatte, wohnte ab da nicht mehr allein in seiner Wohnung oder seinem Haus.
Viele kamen zu den Bauern, bei denen vor allem die jungen Männer und Frauen als Zwangsarbeiter benutzt wurden. Die, die am meisten hatten, waren mitunter am Geizigsten.
Weil alle nicht genug den Hals voll bekommen. Mir wird immer mehr bewusst, WIE entsetzlich weit die meisten Menschen in Wirklichkeit von Jesus Christus entfernt sind, Seinem unglaublichen Wohlwollen, seiner Ihm eigenen Bescheidenheit und Güte.
Und dass Er in allem Recht hat, was Er uns lehrt. Wenn wir Ihm gehorchen würden, und vor allem so empfinden würden wie Er, wäre unsere Welt eine komplett andere.

Der Bericht gestern hat mich insofern geschockt, weil mir dabei kam, dass es bei uns in den Industrienationen doch in Wirklichkeit nicht um Ausländer oder Flüchtlinge geht, sondern in Wahrheit nur um den eigenen Mammon.
Jesus hat gesagt:

"Eines fehlt dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach und nimm das Kreuz auf dich". Er (der sonst allen Geboten gehorchte) aber ward unmutig über die Rede und ging traurig davon; denn er hatte viele Güter.
Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen Jüngern: Wie schwer werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!"
Markus 10, 21-23

Kein anderer Satz von Ihm ist mir bei dem Thema Flüchtlingen so oft in den Sinn gekommen wie dieser. Denn auch dann wäre alles anders.

LG
Jeshu

Als erstes würde ich empfehlen, die 2. bzw. 3. Säule auszahlen zu lassen, bzw. alle Freizügigkeitskonti auszahlen zu lassen und den 'armen Flüchtlingen' umgehend zukommen zu lassen. Das wäre dann die konsequente Umsetzung deines frommen Bibelzitates. :roll: :baby: Wohlgemerkt: das wäre aber bei weitem noch nicht alles, was zu tun wäre....
P.S. Dämon Mammon regiert nicht nur im 'Westen', dondern auch anderwo (>überall......) ;)
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Do 18. Dez 2014, 10:42

@Hanspeter,
ich habe den zitierten Artikel vom Stern schon richtig gelesen. Danke für deinen Einwurf. >>>Der ganze Artikel ist unter 'Schmierenjournalismus' abzulegen!
Gruss lionne
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Do 18. Dez 2014, 10:51

onThePath hat geschrieben:Es muß auch in die andere Richtung gehen:

Würdige Lebensverhältnisse in schlimmen Ländern schaffen.


Ja. Das grosse Problem ist aber, dass es mit Geld nicht getan ist. Geld versickert meistens in irgendwelchen Taschen irgendwelcher korrupter Politiker. Auch mit Hilfsgütern ist es nicht getan. Diese werden oft abgezweigt und für den eigenen Profit verkauft.

Wenn das nicht gelingt, sollte man dann darüber nachdenken, ob man Entwicklungshilfe für Flüchtlinge besser verwendet ?


Wir müssen schon selber dafür sorgen, dass die Entwicklungshilfe richtig ankommt und richtig verwendet wird. Realistisch ist nur ein direkter Einsatz von Menschen, Material und Zeit vor Ort, um die Menschen anzuleiten, sich selber zu helfen. Wer sich auf diese Art verschenkt, wird einerseits bewundert, aber auch belächelt. Und, seid ehrlich mit euch selbst, und ich mit mir selbst, wer von uns ist wirklich bereit für so einen Einsatz?

Es stimmt ja alles irgendwie nicht, und die Industriestaaten haben sich ja eher als Ausnutzer der armen Staaten hervorgetan.

Wenn ich höre, dass Nestle in Indien den Indern quasi das Wasser wegnimmt und die Inder Dreckwasser trinken müssen oder für Nestle-Wasser Geld bezahlen, werde ich schon sehr nachdenklich.


Das ist leider die traurige Realität.

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Do 18. Dez 2014, 11:45

lionne hat geschrieben:@Hanspeter,
ich habe den zitierten Artikel vom Stern schon richtig gelesen. Danke für deinen Einwurf. >>>Der ganze Artikel ist unter 'Schmierenjournalismus' abzulegen!
Gruss lionne


Sorry, lionne, aber:

Findest du es denn in Ordnung, wenn eine Journalistin von einem an einem friedlichen Protestzug Beteiligten als linksintellektuelle Prostituierte betitelt wird? Stört dich das, gerade als Frau, überhaupt nicht? Und sie als Lügnerin bezeichnen und ihr vor die Füsse zu spucken ist auch in Ordnung? Keine Empörung? Nichts?

Man kann den Stern mögen oder nicht, für mich ist das auch nichts. Kein Mensch aber hat das Recht, einen andern Menschen so zu behandeln.

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon onThePath » Do 18. Dez 2014, 12:57

Wir müssen schon selber dafür sorgen, dass die Entwicklungshilfe richtig ankommt und richtig verwendet wird. Realistisch ist nur ein direkter Einsatz von Menschen, Material und Zeit vor Ort, um die Menschen anzuleiten, sich selber zu helfen. Wer sich auf diese Art verschenkt, wird einerseits bewundert, aber auch belächelt.


Es ist aber, denke ich im Rahmen dessen, was Jesus erwartet von uns. Und es gibt solche bewundernswerten Menschen.

Bleiben aber auch noch als ebenso großes Problem die gesellschaftlichen und politischen Strukturen. OK, der "arabische Frühling" ist schon mal ein Anfang, Aber schnell gibt es wieder die alten Machtstrukturen. Und in Afrika hat sich wohl noch nie was wesentlich verändert. Schlimm auch die Macht der Drogenbarone in Mexiko, wo junge Menschen die demonstrieren wollten mal eben von Bürgermeister und Drogenkillern beseitigt wurden.

lg, oTp
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Do 18. Dez 2014, 14:53

Hanspeter hat geschrieben:
Genau! Es geht bei dem ganzen Thema schlicht um die Bewahrung des eigenen Reichtums, sowohl als Nation wie als Individuum, und da nehme ich mich nicht aus, leider ist das so.

LG Hanspeter


Dem kann ich nicht zustimmen und es ist eben zu kurz gedacht, für die komplexen Probleme. Klar will auch ich, das es mir weiter gut geht und darum möchte ich, das mein Steuergeld eben sinnvoll eingesetzt wird, mit Weisheit. Wenn es nicht sinnvoll eingesetzt wird, hilft das weder mir, noch meinem Nächsten.

Wenn die Schweiz, nach Schweden das Land ist, das pro Kopf am meisten Flüchtlinge aufnimmt und die Schweizer dann sehen müssen, wieviel unser System missbrauchen, dann geht es um viel mehr, als nur ums Geld.

Dann geht es darum, das die Politik und unser Rechtsystem eben zuwenig Möglichkeiten hat, den Missbrauch zu bekämpfen und unser System eben missbraucht wird. Dann geht es darum das die Weisheit fehlt.

Es geht darum, das wir eben noch in 100 Jahren möglichst in Frieden hier leben möchten und wir eben nicht Zustände wollen, wie sie im Ausland eben Realität sind. Ich z.B will keinen Krieg, ich will sozialen Frieden, keine Gettos, keine Siedlungen wo jeder den Dreck irgendwo entsorgt, nur nicht im Müll, möglichst wenig Drogendealer und Kriminelle, keine Islamisten und Terroristen. Damit dies möglich ist bin ich für Integration und bin auch bereit dafür etwas zu bezahlen und wenn es gut läuft, dann gebe ich noch ein wenig mehr. Dem Irrsinn das aber Geld alles lösen kann, dem bin ich nicht verfallen.

Integrations Wille muss gewährt sein, bei jedem positiven Asyl Bescheid und dazu braucht es nicht mehr Geld. Das einseitige betrachten ist einer bedroht, finde ich zu kurz gedacht. Warum ist er bedroht, hat er selbst vielleicht sogar Mitschuld, das es soweit kam und will er überhaupt ein fester Bestandteil des System Schweiz werden sind eben weitere Gründe, die geprüft werden müssen.

Das heisst ich will keinen Krieg, keine Aufstände, keine Leute die das Gesetz mit Füssen treten, ausnutzen usw. Keine Aufwiegler, keine Religion Fanatiker, welche der Schweiz schaden könnten.

Wenn wir schauen wollen, wo geht es um das Geld, dann müssen wir eben ein wenig genauer definieren, geht es darum das man nichts geben will oder geht es darum, das man in ein krankes System nicht mehr investieren möchte, wir aber seit Jahren genau das tun?

Wenn ein Staat vierzehn Jahre einem Menschen Rechtshilfe, Unterkunft, Medizinische Vollversorgung gibt, ohne das er dafür einen Finger krumm machen muss und man dann feststellt, diese Person hat kein Anrecht auf Asyl, dann geht es um die Frage, hätte man das Geld eben nicht sinnvoller einsetzen können und ist solcher Missbrauch, das was wir wollen? Ist das förderlich für den Sozialen Frieden im Land? Könnte man das eben nicht besser investieren? Wie kommt es überhaupt dazu, das so etwas möglich ist und was muss geändert werden, das dies nicht mehr möglich ist. Darum geht es.

Ums Geld geht es aber bei den Anwälten, Behörden, Politikern und Sozialarbeitern die eben beteiligt sind, das sich die Verfahren so lange hinziehen, weil sie dabei viel Geld verdienen können. Dieses System muss reformiert werden und zwar so rasch wie möglich. Übrigens nicht nur im Asylbereich aber ich will jetzt hier nicht weitere Baustellen auftun.

Dem normalen Steuerzahler wie z.b. mir, ist es ein Anliegen, das unser System Schweiz eben nicht total zerstört wird, es geht mir darum das dieses Geld eben gezielter eingesetzt werden könnte und ich nerve mich, das man die Missbräuche, Kriminalität, Mindest Standards von Integration nicht in den Griff bekommt und zum Teil dieser Wille eben nicht bei allen Bewerbern gegeben ist. Das die Linke Politik in diesen Bereichen völlig blockt und eben immer die Nazikeule schwingt, wenn andere Politiker das angehen möchten, das ist für mich unverständlich.


So werden wir nicht weiter kommen, bei der Lösung. Warum blocken sie? Weil die Anwälte, Politiker, Behörden und Sozialarbeiter gut verdienen an diesem Fehlsystem und an den Menschen welche Missbrauch betreiben. Könnte niemand am Missbrauch verdienen, wäre dieses Fehlsystem längst behoben. Könnte man nicht dauernd Steuern erhöhen für diese Kranke System, wäre es längst gestorben oder man hätte es längst geändert.

Wenn aber dieses System an die Wand fährt, dann hat dann am Schluss niemand mehr etwas davon und am wenigsten die welche es am meisten nötig hätten. Wer leidet aber am meisten, unter diesem kranken System?

Der normale Steuerzahler, zudem der aufrichtig an Leib und Leben bedrohte, der Ausländer welcher lange hier integriert lebt und seine Steuern zahlt und korrekt verhält und dauernd den Missmut zu spüren bekommt, der sich eben in der Bevölkerung eher verstärkt und nicht abschwächt. Für diese ist es eben keine Win Win Situation und diese verdienen auch nichts, an diesem Kranken System.

Mich nervt zusätzlich, das selbst abgewiesene Asylbewerber, den Rechtstaat mit Füssen treten und dann eben die Leute sagen, das ist in Ordung. Wenn man solche aus der Kirche wirft, weil sie die Ordung missachten und am Schluss noch die Polizei und die Kirche die Bösen sein sollen. Wo eben Recht zu Unrecht verdreht wird, Unrecht zu Recht, das ist aber das was passiert bei uns.

Mich nervt auch wenn ich sehe das dann eine Reithalle noch als Soziale Helden und Helfer in der Not dastehen und ich weiss dort wird das Rechtssystem in allen Bereichen immer mit Füssen getreten und diese Leute würden selbst der Mexikanischen Drogenmafia mit Freuden Asyl gewähren und sich dann als Soziale engagierte Leute, von der Presse feiern lassen, um mit dem Finger auf die angeblich böse Polizei, Rechtstaat und Kirchen zu zeigen. Wenn das immer mehr zum Standard wird, ja dann sage ich offen, für ein solches System reut mich jeder Franken, der mir der Staat via Steuer abnimmt. Für ein gutes System kann man aber jeden Christen gewinnen, sogar noch ein wenig mehr zu geben.

Mir geht es darum, das wir eben nicht in 100 Jahren Zustände hier haben, wie in Afrika und Asien wo wir dann einfach vor Zürich noch ein paar Gettos und Farfellas haben und ich möchte die Schweiz auch nicht als Grosstadt Moloch verkommen lassen. Ich möchte auch nicht Zustände, wie sie in Deutschland zum Teil schon Realität sind.

Du siehst Hanspeter es geht eben nicht nur um das Geld, sondern eher wie will man es einsetzen und um ein wenig Realitätssinn, das auch die Schweiz nicht alle Probleme dieser Welt mit Geld lösen kann, solange die Menschen nichts an den wahren Ursachen ändern wollen.

Wir sehen es ja in Afrika, seit Jahren pumpen die Westlichen Länder Gelder in diese Länder und ist es besser geworden? In den Muslimischen Ländern, läuft es besser nach den Revolutionen? Ich denke nicht und wenn die Menschen dort, nicht die wahren Ursachen angehen können/wollen, dann wird es auch nicht besser, wenn alle nach Europa kommen.

Die Ursachen für Krieg und Armut geht eben einher mit der Ignoration Gottes, Götzendienst, Irrlehren usw.

Es ist für mich eine Irrlehre, das unser Geld alle Probleme lösen wird. Das Geld kann Not lindern aber um das Problem zu lösen, müssen die Ursachen angegangen werden und man muss auch darüber sprechen müssen und dürfen. Abkehr vom Koran, Abkehr vom Kapitalismus, Abkehr vom Glauben das Götzendienst, Weltliche Humanistische Vorstellungen, Werte zerfall, die Ursachen lösen könnten. Darüber sprechen das die Leute in diesen Ländern die Probleme angehen und eben nicht im Ego Trieb, wieder den nächsten Diktator wählen oder Religiösen Fanatiker, welcher Ihnen den Garten Eden verspricht, ohne etwas dafür zu tun. Dann müsste eben auch geschaut werden, das die Arabischen Länder Ihre Leute aufnehmen und eben nicht nur in Zeltlagern. Da wären eben die Saudis und die anderen Reichen Staaten auch gefordert, nicht nur Europa.

Jeder Christ gibt gerne aber eben nicht für falsche Systeme und Anreize. Klar ich muss Steuern zahlen aber ich habe eben auch eine Stimme und kann sagen, so wird das nichts. So werden wir im Krieg und Chaos aufwachen und nicht im Frieden und einer besseren Welt.

Gott hat nirgends gesagt man soll Geld in falsche Systeme pumpen soll und man sich dabei eben noch gut fühlen soll. Unser Asylsytem muss reformiert werden und dem Missbrauch muss ein Riegel geschoben werden, dann können wir die Ursachen angehen und eben schauen was ist zu tun, mit denen die Integrations und Lernwillig sind, mit denen welche die Ursachen angehen wollen und wirklich an Leib und Leben bedroht werden.

Bei alle dem, dürfen wir eben nicht die Realität verlieren und müssen sehen, ganz Afrika und Asien hat einfach kein Platz in der Schweiz. Wer diese Physikalischen Verhältnisse nicht wahrhaben kann/will, mit dem kann man auch unser Asylsystem nicht so reformieren, das es nachhaltig bleibt für die Zukunft. Mit solchen Menschen werden wir das Gegenteil erreichen, nämlich mehr Nazis, mehr sozialen Unfrieden, weniger Leute die man motivieren kann, um auch in der Zukunft einen wertvollen Beitrag zu leisten, sei es finanziell oder eben auch mit ehrenamtlicher Mitarbeit.

Wer diese Physikalischen Grundgesetze und Ursachen ignoriert, der wird das Problem nicht lösen. Jeder Wirtschaftsflüchtlig denkt an sich, verstehe ich, würde ich auch tun wenn es um das überleben geht aber auch diesen muss erklärt werden, das Ihr Problem nicht dadurch gelöst wird, wenn die ganze Welt in die Schweiz kommt. Genau gleich wie wir auch den Kapitalisten erklären müssen, das künstliches Wachstum und ständiges Wachstum und ungebremste Gier, früher oder Später im Total Kollaps enden wird. Genau so müssen wir den Missbrauchprofitueren in unserem Land sagen, eure Löhne werden nicht dadurch gesichtert, das eine falsche Politik Aufrecht erhalten bleibt, sondern nur dadurch, das man Misstände und Fehlentwicklungen im Asylwesen behebt. Nur so haben wir die Möglichkeit, das wir auch noch in Zukunft helfen können.

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Do 18. Dez 2014, 15:46

Hanspeter hat geschrieben:
Wir müssen schon selber dafür sorgen, dass die Entwicklungshilfe richtig ankommt und richtig verwendet wird. Realistisch ist nur ein direkter Einsatz von Menschen, Material und Zeit vor Ort, um die Menschen anzuleiten, sich selber zu helfen. Wer sich auf diese Art verschenkt, wird einerseits bewundert, aber auch belächelt. Und, seid ehrlich mit euch selbst, und ich mit mir selbst, wer von uns ist wirklich bereit für so einen Einsatz?


Mission und das Evangelium Christi ist die beste Entwicklungs Hilfe. Nun ist aber nicht jeder berufen ins Ausland zu gehen aber was man tun kann, ist ja die unterstützen welche, dazu berufen sind.

Das Problem ist, wie willst Du Entwicklungshilfe machen, wo eben genau diese verboten ist per Staat. Wo der Staat eben immer sagt an mir vorbei, gibt es keine Hilfe. So kann es also nur im kleinen passieren, dort wo man eben die korrupten Politiker und die Evangeliums Feinde, konsequent umgehen kann.

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Do 18. Dez 2014, 16:46

Wenn wir weiterhin zuschauen, wie die Reichen dieser Welt immer reicher und die Armen dieser Welt immer ärmer werden, werden wir irgendeinmal zwangsläufig hier dieselben Zustände haben, weil der Migrationsdruck immer mehr zunehmen wird. Es wird immer mehr Hungersnöte geben, und wir werden uns irgendeinmal der Flüchtlinge nicht mehr erwehren können.

Die einzige Alternative ist die Festung Europa, und auf der andern Seite des Teichs die Festung USA, d.h. die totale Abriegelung, und wir überlassen die Armen ihrem Schicksal. Aber auch dann werden die Armen in Europa und USA anrennen, und der Krieg wird irgendeinmal unvermeidlich.

Übrigens sind Schweden und die Schweiz nur in Europa diejenigen, welche pro Kopf die meisten Flüchtlinge haben. Der Libanon, Jordanien, die Türkei, haben viel mehr als wir. Und gerade die lässt die Weltgemeinschaft allein. Ein Grossteil der zugesagten Spenden sind nicht gemacht worden. Und der Winter steht auch dort bevor.

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Do 18. Dez 2014, 17:04

Hanspeter hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:@Hanspeter,
ich habe den zitierten Artikel vom Stern schon richtig gelesen. Danke für deinen Einwurf. >>>Der ganze Artikel ist unter 'Schmierenjournalismus' abzulegen!
Gruss lionne


Sorry, lionne, aber:

Findest du es denn in Ordnung, wenn eine Journalistin von einem an einem friedlichen Protestzug Beteiligten als linksintellektuelle Prostituierte betitelt wird? Stört dich das, gerade als Frau, überhaupt nicht? Und sie als Lügnerin bezeichnen und ihr vor die Füsse zu spucken ist auch in Ordnung? Keine Empörung? Nichts?

Man kann den Stern mögen oder nicht, für mich ist das auch nichts. Kein Mensch aber hat das Recht, einen andern Menschen so zu behandeln.

LG Hanspeter



Ich glaube der Einwand kam nicht, weil man das gut heisst, sondern weil diese Frau als Journalistin eben nicht kritisch zu reflektieren vermag, wie konnte es soweit kommen und was wollte er mir damit sagen. Zu schreiben das ist unschön, ich wurde nicht nett empfangen, das kann jeder.

Von einem sachlichen Guten Journalisten erwarten, eben einige ein wenig mehr. Wenn man dann eben nur schreibt ich wurde unschön angegriffen, an einem Ort, wo die Emotionen brach lagen und sich auch Rechtsextreme tummeln, dann bricht man das Problem auf eine Persönliche Ebene herunter und das wird eben den wahren Problemen, die dort abgehen nicht gerecht. Zudem in einer von Emotionen augeheizten Stimmung nach Sachlichen Argumenten fragen, kann schwierig sein und das müsste auch ein Professionelle Journalistin wissen.

Was Sie aber wiedergegeben hat, gibt dem Mann Recht, das er auch in seinen Emotionen, den Kern der Sache bei Ihr gut traf. Sie müsste auch wenn die Handlung nicht politisch korrekt ist über den Sinn der Aussage noch einmal tiefer nachdenken, ohne dabei sich beleidigt zu fühlen.

Niemand sagt das man einem Menschen vor die Füsse spucken soll aber tiefer darüber nachdenken, warum konnte es überhaupt soweit kommen und warum gerade in dieser augeheizten Stimmung, das erwartet man von professionellen Journalisten. Von Journalisten, welche meinen sie haben ein höheres Niveau, erwartet man eben wirklich mehr, als ein Text, ich wurde dumm angemacht, in einer Lage wo die Gemüter erregt sind.

Das ist auch nur reine Stimmungsmache, wo man der Lage die dort vonstatten geht nicht gerrecht wird. Jetzt ist es die Frage war das eben nur unprofessionelles Verhalten, ein Fehler der jedem passieren kann, Anfänger Pech oder ist eben wirklich der Wurm im System das einige Journalisten, wirklich Ihre Seele für Lohn, absichtlich oder unabsichtlich den Linken Medien verkaufen?

Hatte der Mann eben Recht in der Aussage aber nicht Recht in der Handlung? Die Handlung war defintiv falsch weil sie war Emotionsgeladen aber trotzdem kann er mit der Aussage Recht haben auch wenn ich mir es sicher auch nicht so wünschte, wenn ich so, mit der Wahrheit konfrontiert würde.

Also Stil defintiv falsch aber an solchen Brennpunkten muss man damit rechnen aber in der Sache eben nicht vollkommen falsch und vielleicht soger tiefgründiger, als man im ersten Moment vermuten würde, wenn man diese vulgären Ausdrücke hört.

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Do 18. Dez 2014, 18:00

Hanspeter hat geschrieben:Wenn wir weiterhin zuschauen, wie die Reichen dieser Welt immer reicher und die Armen dieser Welt immer ärmer werden, werden wir irgendeinmal zwangsläufig hier dieselben Zustände haben, weil der Migrationsdruck immer mehr zunehmen wird. Es wird immer mehr Hungersnöte geben, und wir werden uns irgendeinmal der Flüchtlinge nicht mehr erwehren können.


Und wie willst Du das tun? Sozialistische Umverteilung? Wir müssen den Reichen die rechten Werte vermitteln und auch den Armen zeigen, wie sie mit rechten Werten Ihr Leben in den Griff bekommen. Das ist unsere Aufgabe. Dort wo Not aufkommt müssen wir helfen aber immer mit dem Gedanken, Hilfe damit dieser Mensch mal auf eigenen Füssen stehen kann und nicht ein Lebenslanger Almosenbezüger wird.

Die einzige Alternative ist die Festung Europa, und auf der andern Seite des Teichs die Festung USA, d.h. die totale Abriegelung, und wir überlassen die Armen ihrem Schicksal. Aber auch dann werden die Armen in Europa und USA anrennen, und der Krieg wird irgendeinmal unvermeidlich.


Nein das ist eben nicht die Lösung. Das aber ganz Afrika in der Schweiz Platz hat, dass leuchtet wohl jedem ein, das dies zu mehr Sozialen Spannungen und Krieg führen wird, wenn das eben nicht vernüftig und nachhaltig geregelt wird. Probleme importieren, kann am Ende auch nicht weiter helfen. Also müssen die Probleme mit Korruption, Diktatoren, Misswirtschaft, falschem Glauben usw. dort gelöst werden wo sie existieren und die Armut hervor bringen. Immer nur sagen der Kapitalismus ist an allen Problemen Schuld geht nicht. Vor Mugabe, gab es in diesem Land durch die Ausländischen Farmer genug zu essen, dann hat man diese enteignet und Vetternwirtschaft betrieben und am Schluss wenn alle wieder Hunger leiden, sagt man dann wieder, die Kolonialherren sind daran Schuld. So geht es eben nicht.

Übrigens sind Schweden und die Schweiz nur in Europa diejenigen, welche pro Kopf die meisten Flüchtlinge haben. Der Libanon, Jordanien, die Türkei, haben viel mehr als wir. Und gerade die lässt die Weltgemeinschaft allein. Ein Grossteil der zugesagten Spenden sind nicht gemacht worden. Und der Winter steht auch dort bevor.


Ja klar haben sie viel mehr als wir aber sie kümmern sich auch nicht so um sie, wie wir. Zudem die Zeltlager die dort stehen, werden von der Uno bezahlt und nicht von diesen Ländern allein. Zudem werden die Leute dort zurückkehren, falls der Krieg zu Ende ist, bei uns ist das nicht der Fall. Also bitte nicht diese zwei Dinge vergleichen. Beim Libanon stimmt es zahlenmässig aber dort bekommt keiner Sozialhilfe und Asylgeld das vom Libanon oder der Türkei oder Jordanien bezahlt würde. Darum tangiert es die Bevölkerung in der Türkei recht wenig, wenn im Süden ein paar Lager sind mit ein paar Millionen. Beim Libanon schon eher weil dort fehlt Platz und Wasser.

Die Schweiz hat Ihre Zusagen erfüllt also müsste man eben mal schauen welche haben nicht bezahlt und was für eine Interesse steckt dahinter, das andere Staaten Ihre zusagen nicht erfüllen? Vielleicht hat man eben ja ein Interesse das es den Leuten dreckig geht und sie alle nach Europa fliehen oder was ist genau der Grund das gewisse zum Teil reichen Arabische Staaten da aussen vor stehen und die Migrationsfrage Europa überlassen?

Warum muss Europa alle Probleme in Afrika lösen? Wichtig wäre es doch mal das Afrika diese Probleme lösen würde.

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Johelia » Do 18. Dez 2014, 22:34

Hanspeter hat geschrieben:Wir müssen schon selber dafür sorgen, dass die Entwicklungshilfe richtig ankommt und richtig verwendet wird. Realistisch ist nur ein direkter Einsatz von Menschen, Material und Zeit vor Ort, um die Menschen anzuleiten, sich selber zu helfen. Wer sich auf diese Art verschenkt, wird einerseits bewundert, aber auch belächelt. Und, seid ehrlich mit euch selbst, und ich mit mir selbst, wer von uns ist wirklich bereit für so einen Einsatz?


Lieber Hanspeter

Ich habe mir schon oft Stellenangebote und Möglichkeiten angeschaut um Vor-Ort solche Hilfsdienste zu erledigen. Ich habe beruflich auch viel mit Wasseraufbereitung zu tun und könnte diese Fähigkeiten gut einsetzen um Wasserversorgungen aufzubauen.

Leider werden Jobs bei Regierungsstellen meistens nur für ganz wenige Leute angeboten und meistens nur temporär. Die Bezahlung ist extrem tief. Die Privaten oder auf spenden angewiesenen Hilfswerken gibt’s meistens nur Unterkunft und essen. Flüge und Unterhalt muss man selber bezahlen. Man schaue mal die Stellenangebote von Livenet an.
Da ich aber eine Familie und ein Leben in der Schweiz finanzieren muss liegt so etwas gar nicht drin. Ich bin zu arm um mir solche Einsätze leisten zu können.

Du siehst für "Entwicklungshilfe" werden Milliarden ausgegeben aber für die Leute die vor Ort die Arbeit machen gibt’s dann kein Geld. So wird das Geld lieber in korrupte Regierungen oder "anerkannte" Organisationen gepumpt wo nur die Funktionäre reich werden.
So können sich dann die Menschen in Europa gegenseitig auf die Schulter klopfen und sich ja soooo gut fühlen.

Seien wir mal ehrlich:
Das Asylgewerbe, die Sozialinstitutionen, Flüchtlingshilfe, das Krankenwesen sind alles Industrien bei denen der Bürger geschröpft wird und ein paar Gutmenschen extrem viel Geld verdienen. Die Verdiener daran haben gar kein Interesse dass das System funktioniert, sonst verlieren diese Gutmenschen Geld.

liebe Grüsse
Johel.
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Johelia » Do 18. Dez 2014, 22:39

Sali Herrmann

Ich bin enttäuscht von dir. Kingschild hat sich so viel Mühe gegeben dir wirksame Vorschläge zu machen, oder den Christlichen Standpunk zu erläutern aber du wechselst einfach das Thema und beginnst von vorne.

Willst Du Lösungen finden oder lamentieren? So langsam wird diese "Diskussion" zu Farce.

Gruss
Johel
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Fr 19. Dez 2014, 00:22

Johelia hat geschrieben:Seien wir mal ehrlich:
Das Asylgewerbe, die Sozialinstitutionen, Flüchtlingshilfe, das Krankenwesen sind alles Industrien bei denen der Bürger geschröpft wird und ein paar Gutmenschen extrem viel Geld verdienen. Die Verdiener daran haben gar kein Interesse dass das System funktioniert, sonst verlieren diese Gutmenschen Geld.

Genau, so sieht's aus. Das meine ich mit der Sozial-/Flüchtlings-Industrie
(>>>Ein weiteres Teilchen im gossen Puzzle "Flüchtlinge/Asylanten, etc.":
In der Schweiz ist das Asylwesen zu einer (regelrechten) Industrie entwickelt worden. Mit sehr vielen Behörden, Firmen und Arbeitnehmern. Die am schnellsten wachsende Industrie der Schweiz mit einem Umsatz in Milliardenhöhe (ca. CHF 5 Milliarden). :!: )
Da verdienen sich x Leute eine goldene Nase (auf Kosten von wem?? :oops: )?
Gruss lionne
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Fr 19. Dez 2014, 08:31

Johelia hat geschrieben:
Hanspeter hat geschrieben:Wir müssen schon selber dafür sorgen, dass die Entwicklungshilfe richtig ankommt und richtig verwendet wird. Realistisch ist nur ein direkter Einsatz von Menschen, Material und Zeit vor Ort, um die Menschen anzuleiten, sich selber zu helfen. Wer sich auf diese Art verschenkt, wird einerseits bewundert, aber auch belächelt. Und, seid ehrlich mit euch selbst, und ich mit mir selbst, wer von uns ist wirklich bereit für so einen Einsatz?


Lieber Hanspeter

Ich habe mir schon oft Stellenangebote und Möglichkeiten angeschaut um Vor-Ort solche Hilfsdienste zu erledigen. Ich habe beruflich auch viel mit Wasseraufbereitung zu tun und könnte diese Fähigkeiten gut einsetzen um Wasserversorgungen aufzubauen.

Leider werden Jobs bei Regierungsstellen meistens nur für ganz wenige Leute angeboten und meistens nur temporär. Die Bezahlung ist extrem tief. Die Privaten oder auf spenden angewiesenen Hilfswerken gibt’s meistens nur Unterkunft und essen. Flüge und Unterhalt muss man selber bezahlen. Man schaue mal die Stellenangebote von Livenet an.
Da ich aber eine Familie und ein Leben in der Schweiz finanzieren muss liegt so etwas gar nicht drin. Ich bin zu arm um mir solche Einsätze leisten zu können.


Ja, lieber Johel, auf mich trifft das genauso zu. Im Vergleich zu Afrika gehört man zwar zu den Reichen dieser Welt, was aber durch die hiesigen Lebenshaltungskosten ziemlich relativiert wird. Und trotzdem, und da sprech ich vor allem auch von mir selbst, wo ein Wille wäre, wäre auch ein Weg. Immerhin mache ich die Buchhaltung für ein Hilfswerk, so setze ich ein, was ich als Talent erhalten habe. Und so weiss ich auch, dass die Gelder richtig eingesetzt werden.

Du siehst für "Entwicklungshilfe" werden Milliarden ausgegeben aber für die Leute die vor Ort die Arbeit machen gibt’s dann kein Geld. So wird das Geld lieber in korrupte Regierungen oder "anerkannte" Organisationen gepumpt wo nur die Funktionäre reich werden.
So können sich dann die Menschen in Europa gegenseitig auf die Schulter klopfen und sich ja soooo gut fühlen.


Gute Analyse. Ich denke, da machen viele christliche Gemeinden und Organisationen einen guten Job. Da werden Leute als Missionare und Entwicklungshelfer direkt vor Ort geschickt, da werden Mikrokredite vergeben, da werden vor Ort Brunnen gebaut, den Bauern zu besseren Erträgen verholfen, Mentalitäten verändert usw.

Seien wir mal ehrlich:
Das Asylgewerbe, die Sozialinstitutionen, Flüchtlingshilfe, das Krankenwesen sind alles Industrien bei denen der Bürger geschröpft wird und ein paar Gutmenschen extrem viel Geld verdienen. Die Verdiener daran haben gar kein Interesse dass das System funktioniert, sonst verlieren diese Gutmenschen Geld.


Ich kann nicht beurteilen, ob dies nun mit der Absicht, für sich selber Geld zu verdienen, so falsch läuft. Aber falsch ist es, das sehe ich auch so. Wenn wir die Menschen dort nicht dazu bringen, sich selber zu helfen, bringt es nichts. So machen wir sie nur abhängig vom Tropf aus Europa.

Liebe Grüsse
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Fr 19. Dez 2014, 09:04

Bekannte von mir, die ich nun seit über 20 Jahren kenne, er Schweizer, sie aus Kenia, haben mir im Zusammengang mit Entwicklungshilfe (in Kenia) erzählt, dass dort verschiedene chin. Entwicklungsprojekte laufen und dass die Chinesen ihre Arbeiter kurzerhand aus China mit ins Land bringen, weil mit den Einheimischen einfach nicht zu arbeiten ist..... Das sagt mir halt dann auch etwas, wenn ich so was höre.
LG lionne
P.S. Möchte hier nun aber das Thema 'Chinesische Entwicklungshilfe in Afrika' nicht weiter ausbauen...... War nur ein kl. Input.
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Fr 19. Dez 2014, 09:16

kingschild hat geschrieben:
Hanspeter hat geschrieben:Wenn wir weiterhin zuschauen, wie die Reichen dieser Welt immer reicher und die Armen dieser Welt immer ärmer werden, werden wir irgendeinmal zwangsläufig hier dieselben Zustände haben, weil der Migrationsdruck immer mehr zunehmen wird. Es wird immer mehr Hungersnöte geben, und wir werden uns irgendeinmal der Flüchtlinge nicht mehr erwehren können.


Und wie willst Du das tun? Sozialistische Umverteilung?


Natürlich nicht. Das sozialistische Modell enthält keinen Anreiz zur Eigeninitiative und hat seine Untauglichkeit längst bewiesen.

Wir müssen den Reichen die rechten Werte vermitteln und auch den Armen zeigen, wie sie mit rechten Werten Ihr Leben in den Griff bekommen. Das ist unsere Aufgabe. Dort wo Not aufkommt müssen wir helfen aber immer mit dem Gedanken, Hilfe damit dieser Mensch mal auf eigenen Füssen stehen kann und nicht ein Lebenslanger Almosenbezüger wird.


Ja.

Die einzige Alternative ist die Festung Europa, und auf der andern Seite des Teichs die Festung USA, d.h. die totale Abriegelung, und wir überlassen die Armen ihrem Schicksal. Aber auch dann werden die Armen in Europa und USA anrennen, und der Krieg wird irgendeinmal unvermeidlich.


Nein das ist eben nicht die Lösung.


Das war auch nicht als Lösung gedacht, sondern wäre das Schreckensszenario, wenn wir es nicht schaffen, den Armen dieser Welt zu helfen, auf eigenen Beinen zu stehen. Wir müssten alles Interesse daran haben, dass diese Länder endlich auf einen grünen Zweig kommen. Ewig werden wir die Flüchtlinge, ob sie nun aus wirtschaftlichen oder politischen oder religiösen Gründen nach Europa kommen, nicht abwehren können.

Das aber ganz Afrika in der Schweiz Platz hat, dass leuchtet wohl jedem ein, das dies zu mehr Sozialen Spannungen und Krieg führen wird, wenn das eben nicht vernüftig und nachhaltig geregelt wird. Probleme importieren, kann am Ende auch nicht weiter helfen. Also müssen die Probleme mit Korruption, Diktatoren, Misswirtschaft, falschem Glauben usw. dort gelöst werden wo sie existieren und die Armut hervor bringen. Immer nur sagen der Kapitalismus ist an allen Problemen Schuld geht nicht. Vor Mugabe, gab es in diesem Land durch die Ausländischen Farmer genug zu essen, dann hat man diese enteignet und Vetternwirtschaft betrieben und am Schluss wenn alle wieder Hunger leiden, sagt man dann wieder, die Kolonialherren sind daran Schuld. So geht es eben nicht.


Richtig, so geht es nicht. Selbstverständlich hat nicht ganz Afrika in der Schweiz Platz. Es ist auch nicht nur der Kapitalismus oder nur der Kolonianismus oder nur das falsche politische System oder nur der falsche Glaube schuld, sondern hauptsächlich die Gier der Mächtigen. Diese sitzen auch in der Schweiz und helfen bei der Ausbeutung der afrikanischen Ressourcen tatkräftig mit. Die reich vorhandenen afrikanischen Rohstoffe werden auch mit unserer Hilfe rücksichtslos ausgebeutet.

Warum muss Europa alle Probleme in Afrika lösen? Wichtig wäre es doch mal das Afrika diese Probleme lösen würde.


Ja natürlich. Das schafft Afrika aber alleine nicht.

Liebe Grüsse
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Fr 19. Dez 2014, 09:29

lionne hat geschrieben:Bekannte von mir, die ich nun seit über 20 Jahren kenne, er Schweizer, sie aus Kenia, haben mir im Zusammengang mit Entwicklungshilfe (in Kenia) erzählt, dass dort verschiedene chin. Entwicklungsprojekte laufen und dass die Chinesen ihre Arbeiter kurzerhand aus China mit ins Land bringen, weil mit den Einheimischen einfach nicht zu arbeiten ist..... Das sagt mir halt dann auch etwas, wenn ich so was höre.



Dass die Einheimischen nicht zu gebrauchen seien, höre ich auch. Sie haben offenbar auch in ihrer Sprache keine Zukunftsform (weiss nicht, ob das so stimmt) und haben keine Begriffe für Planung in die Zukunft, sparen für später etc. Wenn einer mal einen Lottogewinn machen würde, würde er das ganze Dorf zu einem Fest einladen und so alles ausgeben und wäre am nächsten Tag wo arm wie zuvor. Es braucht einen Mentalitätswechsel.

Interessant ist auch, dass es vor allem die Frauen schaffen, auf die Beine zu kommen. Mikrokredite haben schon vielen Frauen geholfen, ihr eigenes kleines Unternehmen zu gründen und damit durch das Leben zu kommen. Und sie schaffen es sogar, die Mikrokredite zurückzuzahlen.

Man müsste Afrika den Frauen überlassen.

LG Hanspeter
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Fr 19. Dez 2014, 09:50

Kingschild hat geschrieben:
Du siehst Hanspeter es geht eben nicht nur um das Geld, sondern eher wie will man es einsetzen und um ein wenig Realitätssinn, das auch die Schweiz nicht alle Probleme dieser Welt mit Geld lösen kann, solange die Menschen nichts an den wahren Ursachen ändern wollen.


Selbstverständlich ist das so. Der von Jeshu zitierte Bibelvers (Markus 10, 21-23) gibt mir aber schon sehr zu denken. Ich bin überzeugt, als Jesus von den Reichen sprach, hat er uns damit gemeint. Bekanntlich geht eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt. Was sollten wir daraus lernen?

LG Hanspeter
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Columba » Fr 19. Dez 2014, 11:27

Hanspeter hat geschrieben:
lionne hat geschrieben:Bekannte von mir, die ich nun seit über 20 Jahren kenne, er Schweizer, sie aus Kenia, haben mir im Zusammengang mit Entwicklungshilfe (in Kenia) erzählt, dass dort verschiedene chin. Entwicklungsprojekte laufen und dass die Chinesen ihre Arbeiter kurzerhand aus China mit ins Land bringen, weil mit den Einheimischen einfach nicht zu arbeiten ist..... Das sagt mir halt dann auch etwas, wenn ich so was höre.



Dass die Einheimischen nicht zu gebrauchen seien, höre ich auch. Sie haben offenbar auch in ihrer Sprache keine Zukunftsform (weiss nicht, ob das so stimmt) und haben keine Begriffe für Planung in die Zukunft, sparen für später etc. Wenn einer mal einen Lottogewinn machen würde, würde er das ganze Dorf zu einem Fest einladen und so alles ausgeben und wäre am nächsten Tag wo arm wie zuvor. Es braucht einen Mentalitätswechsel.

Interessant ist auch, dass es vor allem die Frauen schaffen, auf die Beine zu kommen. Mikrokredite haben schon vielen Frauen geholfen, ihr eigenes kleines Unternehmen zu gründen und damit durch das Leben zu kommen. Und sie schaffen es sogar, die Mikrokredite zurückzuzahlen.

Man müsste Afrika den Frauen überlassen.

LG Hanspeter



Zu China:

Wenn man genauer hinsieht, macht China keine Entwicklunghilfe. Sie sind daran nicht interessiert. Sie sind am Land und den Ressourcen im Land interessiert. Im Gegenteil, China hat selbst genügend Leute, die beschäftigt sien wollen, die werden dann nach Afrika geschickt. Chinas Politik in Afrika ist Macht- und Kolonialpolitik. China bringt also nicht Leute aus China nach Afrika, weil Afrikaner nicht zu gebrauchen sind, sondern weil sie die Kontrolle nicht Afrika überlassen wollen.

siehe auch http://www.welt.de/wirtschaft/article10 ... a-auf.html


Zu Mikrokrediten

Die Mirkrokredite sind ein gefährliches Mittel, welche den sozialen Zusammenhalt kaputt macht. Immer mehr kritischere Berichte kommen auf. Der Fehler der Mirkokredite ist, dass alles Risiko den dortigen Menschen überbunden wird. Genau wie Multilevel-Marketing werden alle Risiken dem schwächsten Teil überbunden. Normalerweise sind Banken die Risikoträger, sie geben Kredite und verlangen für Risiko und Geldkosten einen Zins. Mit den Mikrokrediten aber wird der grösste Teil der Riken nicht mehr selbst übernommen sondern den Menschen übergeben.

Die Mikrokredite zeigen aber auch, dass auch Männer damit "auf die Beine kommen", nicht nur Frauen. Zuerst hat man aber Frauen bevorzugt, weil diese Zusatzeinkommen schafften. Es hätte gar keine Arbeit gegeben für die Frauen.


Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Johelia » Fr 19. Dez 2014, 13:19

Sali Hanspeter,

Hanspeter hat geschrieben:Das war auch nicht als Lösung gedacht….

Wir brauchen aber Lösungen! Diskutiert wird in der Welt bereits viel zu viel!

Hanspeter hat geschrieben:Wir müssten alles Interesse daran haben, dass diese Länder endlich auf einen grünen Zweig kommen.

Müsste man meinen, aber solange es nicht um den Menschen vor Ort sondern um Geld und Prestige geht kann man alles vergessen.

Die besten Mittel eine Gesellschaft zu entwickeln waren schon immer Unterkunft, Nahrung, Wasser und vor allem Ausbildung.

Ein Sprichwort sagt:
Wenn jemand Hunger hat gib ihm kein Essen, sondern lehre ihn zu Fischen!

Hanspeter hat geschrieben:Ewig werden wir die Flüchtlinge, ob sie nun aus wirtschaftlichen oder politischen oder religiösen Gründen nach Europa kommen, nicht abwehren können.

Solange nur Europa nur diskutiert, kein klarer Konsens besteht, die Meinungen diametral sind, wird es keine Lösungen geben. Solange Gutmensch sich nicht bewegt, bewegen sich halt auch die Bürgerlichen nicht (oder umgekehrt). So wird Stillstand sein, bis zu Eskalation mit einem neuen Hitler.
Wir schaffen es ja nicht einmal in diesem Forum LÖSUNGEN zu finden!!! Jeder bestätigt nur, dass er weiss wo das Problem liegt.

Lösungen und konkrete Pläne sind gefragt nicht Gequatsche und Beweihräucherung.

Hanspeter hat geschrieben:Der von Jeshu zitierte Bibelvers (Markus 10, 21-23) gibt mir aber schon sehr zu denken. Ich bin überzeugt, als Jesus von den Reichen sprach, hat er uns damit gemeint. Bekanntlich geht eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt. Was sollten wir daraus lernen?

Solche Lehren von Jesus sehe ich u.A. dahingehend, dass die Bereitschaft sich vom Mammon zu trennen gegeben sein muss. Viele geben vieles von ihrem Überfluss aber dann kommt die Barriere der Angst oder Gier zum Zug.
Wie vielen Menschen ist das Konzept den Zehnten zu geben ein Gräuel und eine Torheit. Prüft die Herzen!
Hanspeter hat geschrieben:Interessant ist auch, dass es vor allem die Frauen schaffen, auf die Beine zu kommen. Mikrokredite haben schon vielen Frauen geholfen, ihr eigenes kleines Unternehmen zu gründen und damit durch das Leben zu kommen. Und sie schaffen es sogar, die Mikrokredite zurückzuzahlen.

Ich finde Mikrokredite eine tolle Sache! So wird Selbständigkeit und Unternehmertum gefördert. Auch die Neidkomponente der Nichtkreditnehmer kann zum Ansporn für beide Seiten werden.
Hanspeter hat geschrieben:Man müsste Afrika den Frauen überlassen.

Also diesen Blödsinn muss man in den Entwicklungsländern nun definitiv NICHT wiederholen. In der westlichen Welt war das der Grundstein zum Verfall von Familie und Struktur.

Liege Grüsse
Johel
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Johelia » Fr 19. Dez 2014, 13:21

Sali Taube,

Columba hat geschrieben:Die Mirkrokredite sind ein gefährliches Mittel, welche den sozialen Zusammenhalt kaputt macht. Immer mehr kritischere Berichte kommen auf. Der Fehler der Mirkokredite ist, dass alles Risiko den dortigen Menschen überbunden wird. Genau wie Multilevel-Marketing werden alle Risiken dem schwächsten Teil überbunden. Normalerweise sind Banken die Risikoträger, sie geben Kredite und verlangen für Risiko und Geldkosten einen Zins. Mit den Mikrokrediten aber wird der grösste Teil der Riken nicht mehr selbst übernommen sondern den Menschen übergeben.

Also diese Meinung finde ich jetzt schwer verständlich. Was bitte soll an Mikrokrediten falsch sein.
Wenn das mit dem Risiko wirklich falschläuft dann kann man ja daraus lernen und Anpassungen machen.

Aber Unternehmertum gibt es nun mal nicht ohne Risiko und Sozialismus ist eine völlig untaugliche Upopie.

Lg
Johel.
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Fr 19. Dez 2014, 13:36

Hanspeter hat geschrieben:
Das war auch nicht als Lösung gedacht, sondern wäre das Schreckensszenario, wenn wir es nicht schaffen, den Armen dieser Welt zu helfen, auf eigenen Beinen zu stehen. Wir müssten alles Interesse daran haben, dass diese Länder endlich auf einen grünen Zweig kommen. Ewig werden wir die Flüchtlinge, ob sie nun aus wirtschaftlichen oder politischen oder religiösen Gründen nach Europa kommen, nicht abwehren können.



Das wäre das Ziel aber die Weltengemeinschaft scheitert kläglich darin und warum das so ist habe ich teilweise ausgeführt. Das Geld allein reicht eben nicht, der Gesinnungswandel muss her und die Ursachen angegangen werden.

Richtig, so geht es nicht. Selbstverständlich hat nicht ganz Afrika in der Schweiz Platz. Es ist auch nicht nur der Kapitalismus oder nur der Kolonianismus oder nur das falsche politische System oder nur der falsche Glaube schuld, sondern hauptsächlich die Gier der Mächtigen. Diese sitzen auch in der Schweiz und helfen bei der Ausbeutung der afrikanischen Ressourcen tatkräftig mit. Die reich vorhandenen afrikanischen Rohstoffe werden auch mit unserer Hilfe rücksichtslos ausgebeutet.


Das ist mir wieder zu einfach und beruht eben auf den Filmen, die wir sehen die uns alle Schuld geben wollen an der Misere dort. Wenn die Leute in Afrika einen Deal machen und sich dann ein paar korrupte Beamten bereichern und der Bevölkerung nichts abgeben vom Geld was sie einstecken, dann kann man nicht die alleinige Schuld dem anderen Vertragspartner geben. Wenn ich einen Rohstoff besitze der gefragt ist, so kann ich auf dem Weltmarkt schauen wer bietet mir am meisten und wenn ich dann an den verkaufe der am wenigsten bietet, so kann ich auch nicht diesem die Schuld geben, das ich zuwenig bekomme.

Du sprichst immer von Ausbeutung weil die Leute dort eben nicht die Löhne zahlen. Das ist aber nicht unser Problem, sondern das Problem das Afrika angehen muss. Die Wirtschaftspolitik des jeweiligen Landes ist zuständig für die Mindestlöhne und Standards und deren Einhaltung, sie gibt die Vorgaben an die Arbeitgeber. Das ist eben nun mal so, das eben nicht wir bestimmen, was sie für eine Wirtschaftspolitik betreiben und sorry auch dort gibt es studierte Leute, welche das wissen sollten.

Zudem warum investieren eben wenige dort, die Gründe sind offensichtlich, nichts funktioniert richtig und man muss damit rechnen das man noch enteignet wird, wenn man etwas aufbaut. So gesehen überlegt sich eben jede Firma vorher, will ich überhaupt dort investieren. Stromversorgung, Zuverlässigkeit der Arbeiter, Politische Stabilität, Infrastruktur usw. sind grundlegend, damit eine Firma investiert. Da müssen die Ökonomen und Politiker in Afrika eben Lösungen suchen und für den Aufbau von Sozialen Systeme sind die Sozialminister des jeweiligen Landes verantwortlich. Wenn aber jeder nur Chef spielen will und nichts macht für die Bevölkerung, so kann man nicht den Firmen im Ausland die Schuld geben, das sie nicht investieren.

Was die Rohstoffgiganten anbelangt da müssen wir sicher auch Druck machen aber ich kann mir nicht vorstellen das sie die Minen geschenkt bekamen und ich glaube nicht das wir damit die Probleme lösen die existieren.


Ja natürlich. Das schafft Afrika aber alleine nicht.


Sie müssen die Infratrukturen bauen, sie müssen für die Stromversorung besorgt sein, sie sind verantwortlich für Politische Stabilität, sie sind verantwortlich für die Wirtschaftspolitik und Sozialpolitik Ihrer Länder. Das müssen sie auf die Reihe bekommen. Sie sind verantwortlich, das sie Pünktlich zur Arbeit erscheinen, wenn eine Firma investiert, sie sind Verantwortlich das sie gute Arbeit leisten, sie müssen dafür schauen das die korrupten Beamten ins Gefängnis kommen und sie machen die Deals mit den Firmen welche bei Ihnen Rohstoffe abbauen wollen oder sonst irgendwie investieren wollen. Sie bestimmen wieviel Papierkram dabei entsteht und wie zuverlässig die Behörden arbeiten, das die Investoren Termingerecht mit der Arbeit beginnen können. Das sind eben nicht wir, die das für sie tun können.

Es ist einfach fatal immer zu glauben wir müssen alles für sie machen. Sie müssen schauen gehen wie es andere Länder machen, die Wirtschaftlicher erfolgreicher sind. Nur warten das die Hilfsorganisationen den Check überweisen, funktioniert eben nicht. Wenn 100 Männer zuerst warten das der Check aus Europa kommt bevor sie anfangen einen Kindergarten zu bauen, dann ist etwas im System falsch.

Ich habe vor kurzem ein Film über die Receycling Industrie in den Slums von Mumbai gesehen, klar die Zustände sind dort nicht Top aber wenn man sieht was diese Leute dort auf die Reihe kriegen und wie Innovativ und fleissig sie sind, dann kann man nur sagen Hut ab, die Ansätze stimmen.

Ich kenne jemand der hat in Afrika Brunnen gebaut. Sie haben Ihnen erklärt, das man sich von Zeit zu Zeit ölen muss, damit sie weiter funktionieren. Heute sind die Brunnen dort wieder defekt, weil die Männer zu faul waren und die Frauen laufen wieder Kilometer um das Wasser zu tragen und die Männer debatieren vor den Hütten beim Bier, wer wohl der nächste Chef wird im Dorf. Diese Person kam ernüchtert, wieder zurück in die Schweiz.

Sicher sind nicht alle so aber genau an solchen mentalen Haltungen krankt der Kontinet, mal abgesehen eben von Ihren Zaubereien und Kulten. Ich brachte das Beispiel von Mugabe, Nahrungsmittel Versorgung zertört und das einzige was er vorweisen kann, ist, ich habe die Weissen enteignet. Solange Afrika solche Politiker wählt und meint so komme es weiter, wird es nichts mit diesem Kontinet und nicht wir wählen solche Leute. Sie wählen diese,weil sie Ihnen erklären es sei das Beste die Reichen zu enteignen und was kommt dabei raus, aus diesem Neid, sie werden Ärmer als vorher und haben keine Jobs und Nahrung mehr.

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Fr 19. Dez 2014, 13:49

Johelia hat geschrieben:Sali Taube,

Columba hat geschrieben:Die Mirkrokredite sind ein gefährliches Mittel, welche den sozialen Zusammenhalt kaputt macht. Immer mehr kritischere Berichte kommen auf. Der Fehler der Mirkokredite ist, dass alles Risiko den dortigen Menschen überbunden wird. Genau wie Multilevel-Marketing werden alle Risiken dem schwächsten Teil überbunden. Normalerweise sind Banken die Risikoträger, sie geben Kredite und verlangen für Risiko und Geldkosten einen Zins. Mit den Mikrokrediten aber wird der grösste Teil der Riken nicht mehr selbst übernommen sondern den Menschen übergeben.

Also diese Meinung finde ich jetzt schwer verständlich. Was bitte soll an Mikrokrediten falsch sein.
Wenn das mit dem Risiko wirklich falschläuft dann kann man ja daraus lernen und Anpassungen machen.

Aber Unternehmertum gibt es nun mal nicht ohne Risiko und Sozialismus ist eine völlig untaugliche Upopie.

Lg
Johel.


Ich habe bisher auch nur Gutes gehört von Mikrokrediten. Besonders für Leute, welche eine Geschäftsidee haben, aber kein Geld, um zu investieren. Selbstverständlich wird vor der Vergabe des Mikrokredites geprüft, ob es auch realistisch ist.

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Fr 19. Dez 2014, 14:11

Hanspeter hat geschrieben:Selbstverständlich ist das so. Der von Jeshu zitierte Bibelvers (Markus 10, 21-23) gibt mir aber schon sehr zu denken. Ich bin überzeugt, als Jesus von den Reichen sprach, hat er uns damit gemeint. Bekanntlich geht eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt. Was sollten wir daraus lernen?


Ob jemand genug gibt oder nicht das muss er mit Gott anschauen aber bei diesem Gleichnis geht es um etwas anderes.

Dort geht es darum das ein Mensch sagt ich tue bereits alle Werke und Jesus sagt im Du musst eines noch tun, mir nachfolgen und dort stand dem Jüngling dann der Mammon im Weg. Christus hat im aufgezeigt das er aus sich selber heraus, eben zuwenig tun kann. Und er hat uns gewarnt wie schwer diesen Weltlichen Dinge uns binden können, wenn wir viel davon haben.

Der Antichrist wird dereinst von uns verlangen Zahl an die Hand oder Stirn oder alles verlieren. Dort wird sich dann zeigen, wo unser Herz schlägt. Sicher, einer mit viel Weltlichen Gütern wird es dort sehr schwierig haben, ihm Vergleich zu dem der gar nichts hat.

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Fr 19. Dez 2014, 14:24

Hanspeter hat geschrieben:
Ich habe bisher auch nur Gutes gehört von Mikrokrediten. Besonders für Leute, welche eine Geschäftsidee haben, aber kein Geld, um zu investieren. Selbstverständlich wird vor der Vergabe des Mikrokredites geprüft, ob es auch realistisch ist.

LG Hanspeter


Die Zinsen sind sehr hoch bei diesen Krediten. Ich kenne das Geschäft zuwenig und kann zuwenig beurteilen ob Risiko und Zins im Einklang sind. Was ich aber weiss, eine gewisse Risikoabdeckung muss ja sein, sonnst gehen ja die Kreditgeber Konkurs und somit können viele gute Projekte eben nicht realsiert werden.

Ich glaube es ist besser wenn man viele Gute Projekte fördern kann und der Kreditnehmer eben auch Verantwortung übernimmt. Gespendetes Geld wird leichter verzockt als geliehenes und somit macht es Sinn das der Gechäftsinhaber auch in die Verantwortung mit eingebunden wird, von Anfang an. Das ist das A und O von neuen Geschäfstsideen die Nachhaltig sein solllen.

Aber eines ist Sicher wenn Jesus mal kommt wird der Mammon das erste sein, was abgeschafft wird, mitsamt den Zinsen. Für die heutige Zeit, müsste aber eine besserer Vorschlag kommen, denn alles Weltliche hat Vor und Nachteile und wenn die Vorteile überwiegen kann man mit den Nachteilen auch besser leben, lernen.

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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Fr 19. Dez 2014, 19:07

Hanspeter hat geschrieben:Man müsste Afrika den Frauen überlassen.

...Afrika sich selbst überlassen. :| :mrgreen:
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Fr 19. Dez 2014, 19:11

Hanspeter hat geschrieben:Bekanntlich geht eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt. Was sollten wir daraus lernen?

Sag es uns! :!: :idea:
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Jeshu » Sa 20. Dez 2014, 11:10

Hanspeter hat geschrieben: Der von Jeshu zitierte Bibelvers (Markus 10, 21-23) gibt mir aber schon sehr zu denken. Ich bin überzeugt, als Jesus von den Reichen sprach, hat er uns damit gemeint. Bekanntlich geht eher ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel kommt. Was sollten wir daraus lernen?
Johelia hat geschrieben: Solche Lehren von Jesus sehe ich u.A. dahingehend, dass die Bereitschaft sich vom Mammon zu trennen gegeben sein muss. Viele geben vieles von ihrem Überfluss aber dann kommt die Barriere der Angst oder Gier zum Zug.
Wie vielen Menschen ist das Konzept den Zehnten zu geben ein Gräuel und eine Torheit. Prüft die Herzen!

Sagt uns Jesus damit nicht, wer nichts hat, kann auch nichts verlieren?
Das heißt, er trägt damit auch keine Sorge um seinen Besitz, dass er weniger werden könnte. Er erweckt keinen Neid bei anderen und damit auch keine Missgünstigkeit, er lockt keine Diebe an und wird im schlimmsten Fall auch nicht deswegen umgebracht. Streit und Krieg um Besitz entfällt quasi.

Wir müssen einsehen, dass uns Güter und Geld zwar unser menschliches Leben vereinfachen, verschönern und angenehm machen können, aber man sich in dieser Scheinsicherheit trotzdem nicht davor bewahren kann, dass man eines Tages unabwendbar stirbt und man absolut nichts von seinen „weltlichen Wertsachen“ mit sich nehmen kann.
Ich glaube, für uns ist das Anhäufen von Besitz (als auch möglichst "gesund sein") mehr eine Art Verdrängung des Bewusstseins, dass wir sterblich sind. Man gaukelt sich im Leben vor, dass alles in Ordnung ist und auch für immer so bleibt.

Doch das Einzige, was in Wahrheit für uns und alle Ewigkeit bleibt, ist Gott.
Dies wirklich zu begreifen, gehört für mich zu der Freiheit, von der Jesus spricht. Unabhängig zu werden von unseren irdischen Dingen, und vor allem im Vertrauen zu Gott zu sein. Denn Jesus sagt:

"Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, da sie die Motten und der Rost fressen und da die Diebe nachgraben und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost fressen und da die Diebe nicht nachgraben noch stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.
............
Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet.
Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.
Darum sorgt nicht für den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe".

Matt 6, 19-34

Bei Jesus frage ich mich immer wieder, inwieweit reicht unser Verstehen Seiner Worte aus - oder muss das Ganze bei uns auch genauso in der Realität stattfinden?

LG
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mo 9. Feb 2015, 20:41

Kirchenasyl: Innenminister de Maizière bekräftigt "Missbrauch"-Vorwurf
Der Streit um die Praxis des deutschen Kirchenasyls geht weiter. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) wiederholte am Sonntag seine Kritik an einem "Missbrauch des Kirchenasyls".

Der Innenminister sagte am Sonntag im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks, es gebe staatliche Regeln über Aufenthalt und Aufenthaltsbeendigung. Eine Institution könne sich nicht über das Recht setzen. Er zog in diesem Zusammenhang einen Vergleich zur islamischen Scharia, die als "eine Art Gesetz für Muslime" auch nicht über deutschen Gesetzen stehen dürfe. Die Grünen-Politiker Claudia Roth und Volker Beck kritisierten ihn dafür scharf. Zuvor hatte bereits die Bundesarbeitsgemeinschaft "Asyl in der Kirche" de Maizière "Prinzipienreiterei" vorgeworfen.

Als Christ meine er, dass es Erbarmen geben könne. "Aber dann reden wir über vier, fünf, sechs, zehn Fälle im Jahr", sagte De Maizière weiter. "Wir reden jetzt inzwischen über Hunderte von Fällen, über eine zum Teil systematische Verhinderung von Überstellungen nach Dublin, und das ist jedenfalls mal ein Missbrauch des Kirchenasyls."

Nach der Dublin-Regelung müssen Flüchtlinge in dem EU-Land Asyl beantragen, dass sie als erstes erreichen. In Deutschland können sie daher meist binnen sechs Monaten in sogenannte sichere Drittstaaten abgeschoben werden. Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft "Asyl in der Kirche" haben derzeit rund 360 von Abschiebung bedrohte Menschen in Kirchen Zuflucht gefunden.

Roth erklärte gegenüber der Zeitung "Die Welt": "Das Kirchenasyl gehört zur Menschheitsgeschichte, sakrale Schutzräume gab es schon immer." Es werde weiterhin gebraucht, "um die unmenschlichen Härten zu überwinden, die das bestehende Asylrecht schafft".

Die Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft "Asyl in der Kirche" hatte am Freitag erklärt, vor dem Hintergrund von 200.000 Flüchtlingen im vergangenen Jahr sei es "absolut lächerlich, angesichts von 200 Kirchenasylen politisch so massiv zu reagieren". Quantitativ sei das Kirchenasyl "vollkommen irrelevant".

Der innenpolitische Sprecher der Grünen, Volker Beck, erklärte zudem am Sonntag in Berlin, das Kirchenasyl mit der Anwendung des Rechts der Scharia zu vergleichen sei absurd. Die Kirchen gewährten Flüchtlingen in Härtefällen Schutz, auf den sie nach der staatlichen Rechtsordnung in Deutschland keinen förmlichen Anspruch hätten.
Quelle: http://www.jesus.de
Betrifft zwar jetzt D. Grundsätzlich (ob D oder CH) würde ich meinen: das Gesetz über Aufenthalt ist für alle gleich; niemand kann/darf/soll sich über geltendes Recht erheben.
Gruss lionne
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Fr 13. Feb 2015, 16:07

Aktive Hilfe i.S. (Flüchtlings-)Problem im Irak
>>> Israelis kümmern sich um jesidische Flüchtlinge im Irak :umarm: :respekt:
Die israelische Hilfsorganisation IsraAID hat ihre Winter-Hilfsaktion für jesidische Flüchtlinge ausgeweitet. Sie sind wegen der Angriffe des Islamischen Staates (IS) in kurdisch kontrollierte Gebiete im Norden des Irak geflohen. Von den Terroristen werden sie als Ungläubige verfolgt, versklavt und ermordet. IsraAID ist bereits seit Monaten im Nordirak tätig. Im vergangenen Jahr haben die Eroberungen des IS im Irak und Syrien zu schätzungsweise 2,1 Millionen Flüchtlingen geführt, von denen mehr als eine Million Unterschlupf in der kurdischen Region des Irak gesucht haben.

Während die Kurden alles getan haben, was in ihrer Macht stand, um die Vertriebenen zu verteidigen, sind die Hilfsmittel aufgrund des ungeheuren Ausmaßes der humanitären Krise nun am Ende.

Die meisten der Flüchtlinge leben in einem Zeltlager, wo es in den kalten Wintermonaten fast unerträglich ist. In dem Lager, in dem IsraAID tätig ist, sind rund 18.000 Jesiden und Christen mittlerweile schon sieben Monate lang zusammengepfercht – Männer, Frauen und kleine Kinder.

IsraAID hat bereits Tausende von Wintersachen geliefert, darunter vor allem Decken und Matratzen. Man will aber noch viel mehr bringen. In den kommenden Monaten will die israelische Hilfsorganisation ihre Verteilbemühungen weiter voranbringen, sowie für Tausende von Jesiden und christlichen Kindern mit Bildungsprogrammen beginnen. Sie leben seit Monaten ohne Schulunterricht und haben auch keine psychologische Betreuung erhalten, die ihnen dabei hilft, das Trauma, das sie erlebt haben, zu bewältigen.
Quelle: Isral heute

Ich persönlich bin der Meinung, dass die Weltöffentlichkeit zu wenig getan hat gegen die Gewalt, welche den Jesiden durch den IS angetan wurde, daran ändert auch die Meldung von Mitte Januar 2015 über die Freilassung von (rund 200) Jesiden nichts (>>> http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/nah ... y/24464678 )
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Re: Flüchtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Fr 10. Apr 2015, 07:28

Flüchtlingslager in Afrika und Asien

Die wenigsten kommen nach Lampedusa


Die meisten Flüchtlinge gehen nicht nach Europa, sondern in eine andere Region ihrer Heimat oder in ein Nachbarland. Oft sind es sehr arme Staaten, die die Hauptlast des Flüchtlingsproblems tragen.

Oft wird angesichts des Dramas vor Lampedusa oder angesichts der Asylsuchenden hierzulande gefragt, warum denn alle diese Fremden ausgerechnet nach Europa oder in die Schweiz kommen müssten. Warum suchen sie nicht in den Nachbarländern Schutz? So lautet die kritische oder polemische Frage. Ein Vergleich von internationalen Zahlen zeigt jedoch in der Tat, dass der weitaus grösste Teil der Flüchtlinge lediglich in einen andern Teil des Heimatlandes oder in ein sichereres Gebiet in der Nähe der Grenze flieht.

Zerreissprobe in Libanon

Laut dem Uno-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) gab es Mitte 2014 mehr als 51 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene. So viele Menschen waren seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nie mehr auf der Flucht. Rund 33 Millionen von ihnen sind «intern Vertriebene», das heisst, sie leben immer noch in ihrem eigenen Land. Fast 17 Millionen sind in einen anderen Staat geflüchtet. Etwas mehr als eine Million hat Asyl in einem anderen Land beantragt. 600 000 von ihnen haben im letzten Jahr einen Asylantrag in Europa gestellt, 24 000 in der Schweiz. Von ihnen erhielten 6199 Asyl, 7924 wurden vorläufig angenommen. Das macht insgesamt über 14 000. Das ist einerseits die höchste Zahl der letzten paar Jahre. Andererseits: Vergleicht man die Zahl mit den 51 Millionen Flüchtlingen, so hat die Schweiz im letzten Jahr 0,0003 Prozent von ihnen aufgenommen. In absoluten Zahlen beherbergt die Schweiz 57 700 Flüchtlinge , das ist weniger als 1 Prozent der Schweizer Bevölkerung. Verglichen mit der Last, die die meist armen Nachbarländer von Kriegsnationen tragen müssen, ist das recht wenig.



Weltweit am meisten Flüchtlinge nimmt laut dem Bericht «UNHCR Midyear Trends 2014» Pakistan auf (1,6 Millionen), danach folgt Libanon (1,1 Millionen). Das bedeutet, dass im kleinen Land Libanon jeder Vierte ein Flüchtling ist (vor allem aus dem benachbarten Bürgerkriegsland Syrien); hinzu kommen noch fast eine halbe Million Palästinenser, die seit Jahrzehnten in Libanon leben. Dies setzt das sowieso schon von religiösen und politischen Spannungen zerrissene Land enormem Druck aus. Iran beherbergt 980 000 Flüchtlinge, die Türkei 824 000, Jordanien 736 600, Äthiopien 588 000 und Kenya (mit dem weltgrössten Lager Dadaab , für somalische Flüchtlinge) 537 000.

In relativen Zahlen folgen auf Libanon das ebenfalls an Syrien grenzende Land Jordanien (mit 11 Prozent Flüchtlingen) und Tschad (mit 3,9 Prozent). Von den Industrieländern liegt – abgesehen vom winzigen Malta – lediglich Schweden unter den ersten zehn (mit 1,2 Prozent). Der Anteil der Flüchtlinge an der Schweizer Bevölkerung beträgt 0,7 Prozent.

Paradebeispiel Tschad

Der Fall von Tschad ist besonders prekär. Das Land beherbergt 454 000 Flüchtlinge, gehört selbst jedoch zu den ärmsten der Welt. 80 Prozent der Tschader leben in absoluter Armut, das heisst, sie müssen mit weniger als 1 Dollar 25 pro Tag auskommen. Die Bevölkerung kann praktisch nur durch Subsistenzlandwirtschaft überleben. Aber die Wüste breitet sich aus, der Tschadsee schrumpft, und Wasser wird knapp. Auf dem Human-Development-Index liegt der Wüstenstaat auf dem 184. Platz – das ist der drittletzte. Etwa die Hälfte der Einwohner sind Analphabeten. Es gibt gerade einen Arzt auf 23 000 Personen, die Kindersterblichkeit liegt bei 20 Prozent, die Müttersterblichkeit bei 1 Prozent. 1966 brach der erste Bürgerkrieg im Land aus, und seither kam Tschad kaum je zur Ruhe. Erst seit fünf Jahren herrscht halbwegs Frieden. Das Land ist mehr als doppelt so gross wie Frankreich, verfügt aber nur über 11 Millionen Einwohner. Das sind im Schnitt gerade einmal neun Menschen pro Quadratkilometer.

Während es lange Zeit in erster Linie Flüchtlinge im Gefolge des Darfur-Konflikts im Sudan waren, die in Tschad Sicherheit suchten, sind es in der jüngeren Vergangenheit vor allem auch Staatsbürger aus der Republik Zentralafrika, dem Südsudan und aus Nordnigeria.

Rundum Konflikte

In Zentralafrika kam es 2013 zu einem Umsturz. Die Banden des neuen Präsidenten Djotodia, die sogenannten Seleka-Rebellen, terrorisierten die Christen des Landes, bis diese ebenfalls zu den Waffen griffen, sich fortan Anti-Balaka nannten und die Muslime verfolgten. Djotodia musste bald schon selber das Feld räumen, aber zur Ruhe gekommen ist das Land trotz der Präsenz von französischen und afrikanischen Truppen nicht. Eine Million Menschen, etwa ein Fünftel der Bevölkerung, ist auf der Flucht.

Im Südsudan, dem jüngsten Staat des Kontinents, tobt ein Kampf zwischen dem Präsidenten Salva Kiir (und seinen Anhängern vom Volk der Dinka) und seinem ehemaligen Stellvertreter Riek Machar (und seinen Nuer-Anhängern).

In Nordnigeria ist der Terror der jihadistischen Gruppe Boko Haram immer blutiger geworden. Viele Nigerianer versuchten Unterschlupf in Tschad zu finden. Nun unterstützt das Land Nigeria im militärischen Kampf gegen Boko Haram und wird selber zur Zielscheibe von Angriffen.

Schliesslich grenzt auch noch das zerfallende Libyen an Tschad. Dort bahnt sich bereits das nächste Flüchtlingsdrama an.

Folgen für innere Stabilität

Die Tatsache, dass ein Land an einen kriegs- und krisengeschüttelten Nachbarn grenzt, erhöht das Risiko von gewaltsamen Konflikten im Innern enorm. Durch einen massiven Zustrom von Flüchtlingen kann diese Gefahr noch potenziert werden. Das Paradebeispiel dafür ist Kongo-Kinshasa. Nach dem Genozid an den Tutsi im Nachbarland Rwanda im Jahr 1994 flüchteten etwa eine Million Hutu aus Angst vor Rache in den Osten von Kongo, bewaffneten sich dort zum Teil und bedrohten Rwanda, das schliesslich einmarschierte. Eine totale Destabilisierung der Region war die Folge, die immer noch nicht ganz ausgestanden ist.

Es ist eine traurige Ironie der Geschichte, die in den ganzen Migrations- und Asyldebatten oft vergessen geht, dass gerade die ärmsten und instabilsten Länder oft die grösste Flüchtlingslast zu tragen haben.
(NZZ 07.04.2015)

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