Fundamentale Christen

Sondergruppen, Fanatismus

Moderator: Thelonious

Fundamentale Christen

Beitragvon Rhoekos » Fr 18. Jan 2008, 20:36

Guten Tag,
vor einigen Tagen habe ich im Fernsehen einen sehr interessanten Bericht über fundamentale Christenvereinigungen in den USA gesehen. Eine fanatische Gruppe von Gläubigen suchte nach versteinerten, tausende Jahre alten Fußspuren von Menschen neben denen von Dinosauriern, um unwiderlegbar zu beweisen, dass die Wissenschaften unrecht und Mensch und angesprochenes Tier zur selben Zeit gelebt hatten, was mehr Bibelkonform wäre, wenn man das Buch wortwörtlich versteht. Die Gruppe bestand aus Freiwilligen, die den Tag über schufteten, um selbst wissenschaftlich die eigenen Thesen zu beweisen.

Neben der sich aufdrängenden Frage des Paradoxen (Ablehnen der Wissenschaften und gleichzeitig selbst jene betreibend), kann ich mir nicht vorstellen, warum es Menschen gibt, die jede Form der Rationalität abgelegt haben und solche unglaublich naiven Dinge leisten.
Wie kommt es zustande, dass das mythologische Buch "Bibel" als ein alles erklärendes Absolutum so missverstanden wird, vor allem in der heutigen Zeit der Aufgeklärtheit?
Man stelle sich nur eine Welt vor, in der Freud, Darwin und Newton nicht länger akzeptiert wären und alles nur noch durch die Allmacht Gottes erklärt wird.
Wieso gehen solche derartigen Individuen solch radikale Wege, wobei das Christentum doch eigentlich das Gegenteil darstellt: Toleranz und Nächstenliebe ?
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon bluna » Fr 18. Jan 2008, 21:20

Herzlich Willkommen Rhoekos hier im Forum!

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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Pilgrim » Fr 18. Jan 2008, 21:42

Original von Rhoekos
Wieso gehen solche derartigen Individuen solch radikale Wege, wobei das Christentum doch eigentlich das Gegenteil darstellt: Toleranz und Nächstenliebe ?

Das Gegenteil von was? Ich bin zwar auch so ein "Fundi", aber ich sehe nicht ein, dass gute Wissenschaft für das Christentum eine Gefahr darstellen sollte Vieles der Wissenschaft unterstützt die Existenz und das Wirken von Gott Psalm 19:1 sagt "Die Himmel erzählen die Herrlichkeit Gottes, und die Ausdehnung verkündigt das Werk Seiner Hände" Je mehr die moderne Wissenschaft etwas über das Universum aufdeckt, umsomehr finden wir Beweise der Schöpfung.
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon parepidimos » Fr 18. Jan 2008, 21:55

Original von Rhoekos
Neben der sich aufdrängenden Frage des Paradoxen (Ablehnen der Wissenschaften und gleichzeitig selbst jene betreibend), kann ich mir nicht vorstellen, warum es Menschen gibt, die jede Form der Rationalität abgelegt haben und solche unglaublich naiven Dinge leisten.

Frage sie doch. Oder hoere ihnen zumindest zu. Nur so laesst sich deine Frage beantworten.

Wie kommt es zustande, dass das mythologische Buch "Bibel" als ein alles erklärendes Absolutum so missverstanden wird, vor allem in der heutigen Zeit der Aufgeklärtheit?

Die sog. "Aufgeklaertheit" betrachtet sich selbst als Absolutum und kann sich ergo keine Toleranz und kein Verstaendnis fuer ein anderes Absolutum erlauben.

Man stelle sich nur eine Welt vor, in der Freud, Darwin und Newton nicht länger akzeptiert wären und alles nur noch durch die Allmacht Gottes erklärt wird.

Eine Psycho-Industrie, welche die Idee der Suende nicht laenger akzeptiert und alles nur noch durch Freud (oder moderner: Gehirnstroeme) erklaert brauchen wir uns ja nicht vorzustellen, sondern sie ist eine alltaegliche Hoelle.

Wieso gehen solche derartigen Individuen solch radikale Wege, wobei das Christentum doch eigentlich das Gegenteil darstellt: Toleranz und Nächstenliebe?

Woher willst du aus der Distanz so absolut wissen, was Christentum "eigentlich darstellt"? Und inwiefern sind Toleranz und Naechstenliebe das "Gegenteil" von Wissenschafts-Skepsis? Entweder bin da ich ein bisschen verwirrt oder du.
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Rhoekos » Fr 18. Jan 2008, 21:56

Danke für die freundliche Begrüßung!

Nicht umsonst gibt es viele Wissenschaftler, die einen christlichen Glauben haben oder hatten. Vor allem die Physiker vergangener Tage glaubten Fest an einen göttlichen Ursprung des Universums. Manche empfanden die Forschungen als ungeheuer aufregend, weil sie dadurch Einblicke in die Handwerke ihres Schöpfers bekamen.

Je mehr die moderne Wissenschaft etwas über das Universum aufdeckt, umsomehr finden wir Beweise der Schöpfung


Ich glaube aber, dass das nicht alle so sehen. Die Evolutionstheorie ist einfach ein Schlagwort das gegen die Vorstellung einer wörtlich gemeinten Bibel verstößt. Gott schuf den Menschen am sechsten Tage. Es gibt kein "Zwischending" und keine langsame Evolution der Lebewesen.
Dabei formulierte Teilhard de Chardin schon diesen passenden Spruch "Gott macht, dass die Dinge sich machen."
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Rhoekos » Fr 18. Jan 2008, 22:00

Woher willst du aus der Distanz so absolut wissen, was Christentum "eigentlich darstellt"? Und inwiefern sind Toleranz und Naechstenliebe das "Gegenteil" von Wissenschafts-Skepsis? Entweder bin da ich ein bisschen verwirrt oder du.


Ich glaube eher, dass du ein wenig verwirrt bist. Ich meine mit dem Gegenteil nicht die wissenschaftliche Skepsis, sondern die radikale Art an sich, alles abzulehnen was nicht mit den eigenen Vorstellungen vereinbar ist.
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon parepidimos » Fr 18. Jan 2008, 23:39

Original von Rhoekos
Ich meine mit dem Gegenteil nicht die wissenschaftliche Skepsis, sondern die radikale Art an sich, alles abzulehnen was nicht mit den eigenen Vorstellungen vereinbar ist.

Du hast aber nicht gezeigt, dass diese Epistemologie die Fundamentalisten definiert oder auf sie beschraenkt ist. Fundamentalismus ist ja nicht primaer eine Ablehnung kritischer Reflektion, sondern eine Ueberzeugung ueber die Stellung und Bedeutung der Bibel.
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon picopedro » Sa 19. Jan 2008, 09:38

ich habe vergangene woche eine predigt gehört, in der vermittelt wurde, daß darwin am sterbebett die evolutionstheorie widerrufen hätte. er soll sich in seinen letzten lebensstunden als einen rebell bezeichnet haben und reue für das gezeigt haben, was er menschen hinsichtlich seiner theorie vermittelt hatte.

ich werde jedenfalls den predigtinhalten nachgehen, weil mich die quellen für diese aussagen interessieren.

ich selbst glaube auch nicht, daß die erde in sechs buchstäblichen tagen zubereitet wurde, sondern in sechs schöpfungsperioden. ich leite dies davon ab, daß der siebente tag offen blieb und nicht wie die davor genannten tage mit dem zusatz"und es wurde abend und morgen" begrenzt war. nach den aussagen des hebräerbriefes dauert dieser siebente tag heute noch immer an und ich denke, er endet erst mit der schaffung des neuen himmels und der neuen erde, von denen in offenbarung 21 die rede ist. da wird gott wieder schöpferisch tätig.

insgeamt ist es aber unerheblich.mir sind die lehren des neuen testamentes wichtig, was jesus für un am kreuz bewirkt hat, daß wir durch glauben gerechtfertigt werden können und daß gott somit für jeden von uns einen plan hat.


lg peter
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Jack » Sa 19. Jan 2008, 09:59

Original von picopedro
ich habe vergangene woche eine predigt gehört, in der vermittelt wurde, daß darwin am sterbebett die evolutionstheorie widerrufen hätte. er soll sich in seinen letzten lebensstunden als einen rebell bezeichnet haben und reue für das gezeigt haben, was er menschen hinsichtlich seiner theorie vermittelt hatte.

ich werde jedenfalls den predigtinhalten nachgehen, weil mich die quellen für diese aussagen interessieren.



hi Peter

Hier eine gute Quelle, Wort und Wissen

Gelegentlich werde ich nach Vorträgen nach der Gesinnung Charles Darwins in Fragen des christlichen Glaubens gefragt. Dabei begegne ich manchmal der Meinung, daß der Hauptbegründer der modernen Evolutionstheorie am Ende seines Lebens zum Glauben an die Bibel zurückgekehrt sei. Eine gewisse Lady Hope aus Northfield in England habe darüber berichtet. (Ihr Name klingt zweifellos verheißungsvoll!) Zur Umkehr Darwins ist sogar ein Traktat der "Gospel Tract Society" / Independence, Missouri in Umlauf.


....


Die Geschichte von Lady Hope ist unglaubwürdig, da sie allen Zeugnissen über Charles Darwins Werdegang in Fragen des Glaubens widerspricht. Es ist bedauerlich, daß diese Geschichte offenbar erfunden wurde, um Menschen den Glauben an Jesus Christus und die Bibel nahezubringen. Solche Legenden schaden daher nur.


Gruss
"Wenn die Menschen nur deshalb gut sind, weil sie sich vor Strafe fürchten und auf Belohung hoffen, sind wir wirklich ein armseliger Haufen."
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon picopedro » Sa 19. Jan 2008, 10:14

danke für die information!

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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Nemo » Sa 19. Jan 2008, 10:35

Original von Jack
Die Geschichte von Lady Hope ist unglaubwürdig, da sie allen Zeugnissen über Charles Darwins Werdegang in Fragen des Glaubens widerspricht. Es ist bedauerlich, daß diese Geschichte offenbar erfunden wurde, um Menschen den Glauben an Jesus Christus und die Bibel nahezubringen. Solche Legenden schaden daher nur.



Ich meine, mal ne Stelle in der Bibel begegnet zu sein, wo es durchaus gestattet ist, sich den Mund fusselig zu lügen, wenn es dazu diehnt, dem Gegenüber den biblischen Glauben schmackhaft zu machen.

Also solche Märchengründungen sind kein biblischer Verstoss.
Auffällig ist, dass all die Götter und Göttinnen dieser Welt immer nur über Themen sprachen, die den Menschen zum Zeitpunkt ihres "Empfangs" intellektuell zugänglich waren.
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon bigbird » Sa 19. Jan 2008, 10:37

Original von Nemo
Ich meine, mal ne Stelle in der Bibel begegnet zu sein, wo es durchaus gestattet ist, sich den Mund fusselig zu lügen, wenn es dazu diehnt, dem Gegenüber den biblischen Glauben schmackhaft zu machen.

Also solche Märchengründungen sind kein biblischer Verstoss.
Soso, du meinst, dass ... und darum vermutest du ... es könnte sein ...

:D :D :D
Ein weiser Mann hat mal gesagt:
Man soll dem Nächsten die Wahrheit nicht
wie einen Waschlappen um die Ohren schlagen,
sondern sie ihm liebevoll wie einen wärmenden Mantel um die Schultern legen.

Das wäre doch ein gutes Motto für das Forum - oder?
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Nemo » Sa 19. Jan 2008, 11:04

Original von bigbird
Original von Nemo
Ich meine, mal ne Stelle in der Bibel begegnet zu sein, wo es durchaus gestattet ist, sich den Mund fusselig zu lügen, wenn es dazu diehnt, dem Gegenüber den biblischen Glauben schmackhaft zu machen.

Also solche Märchengründungen sind kein biblischer Verstoss.
Soso, du meinst, dass ... und darum vermutest du ... es könnte sein ...

:D :D :D


nicht so voreilig ....

"Röm 3,7 Wenn aber die Wahrheit Gottes durch meine Lüge herrlicher wird zu seiner Ehre, warum sollte ich dann noch als ein Sünder gerichtet werden?"

:D
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Isegrim » Sa 19. Jan 2008, 15:47

Hallo Rhoekos!
Original von Rhoekos
Wie kommt es zustande, dass das mythologische Buch "Bibel" als ein alles erklärendes Absolutum so missverstanden wird, vor allem in der heutigen Zeit der Aufgeklärtheit?

Zuerst einmal muss man feststellen, dass die Bibel kein rein mythologisches Buch ist, denn sie stellt ja durchaus auch historische Begebenheiten dar. So ist es wissenschaftlich bewiesen, dass Jesus gelebt. In dem Sinne ist die Bibel nicht immer konträr zur Wissenschaft.
Mal abgesehen davon leben wir nicht in einem Zeitalter der Aufgeklärtheit, sondern in einem Zeitalter der Aufklärung. "Aufgeklärt sein" heißt nicht, dass man die Bibel nicht als "Absolutum" sehen kann. Bevor man Begriffe benutzt, sollte man sich stets darauf besinnen, was sie eigentlich bedeuten ;).

[...]wobei das Christentum doch eigentlich das Gegenteil darstellt: Toleranz und Nächstenliebe

Wo steht in der Bibel was von Toleranz?

Was verstehst Du unter "fundamental"? Das Wort der Bibel als vollkommen wahr anzusehen?
Was ist mit den Wissenschaftlern? Sind diese nicht auch fundamental, wenn sie das Weltbild der fundamentalen Christen als Humbug abtun und ihre eigenen Erkenntnisse (z.B. Evolution) als die Wahrheit schlechthin darstellen?

Man stelle sich nur eine Welt vor, in der Freud, Darwin und Newton nicht länger akzeptiert wären und alles nur noch durch die Allmacht Gottes erklärt wird.

Ein wahrlich weiter Schritt von unserer derzeitigen Situation zu dieser Vorstellung. (Obwohl man ja eigentlich nur die Zeit ein paar Jahrhunderte zurück zudrehen braucht)
Was soll dieser Satz? Diese Welt wird es nie geben, so wie es nie eine Welt geben wird, in der alles durch die Allmacht der Wissenschaft erklärt wird.
Ich sehe bei fundamentalen Christen keine Problem. Sie sind keine Bedrohung für uns. Solange Religion und Wissenschaft weiterhin parallel an Schulen unterrichtet wird, braucht sich keine der beiden Lager Sorgen zu machen.

Gruß, Isegrim
Und in jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen und ihn nicht finden; sie werden begehren zu sterben, und der Tod wird von ihnen fliehen. (Offenb Joh. 9,6)
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Fabian 1991 » Sa 19. Jan 2008, 16:24

Original von Rhoekos

Wie kommt es zustande, dass das mythologische Buch "Bibel" als ein alles erklärendes Absolutum so missverstanden wird, vor allem in der heutigen Zeit der Aufgeklärtheit?
]

Da es ein fast alles erklärendes Absolutum ist, wie du es nennst.

Auserdem ist die Evolutionstheorie doch schon längstens Widerlegt.


Man stelle sich nur eine Welt vor, in der Freud, Darwin und Newton nicht länger akzeptiert wären und alles nur noch durch die Allmacht Gottes erklärt wird.
Wieso gehen solche derartigen Individuen solch radikale Wege, wobei das Christentum doch eigentlich das Gegenteil darstellt: Toleranz und Nächstenliebe ?


Was hat das mit Toleranz und Nächstenliebe zu tun?

P.S. Die Bibel enthält das Wort Gottes, und ich kenne Gott Persönlich, wie wahrscheinlich noch viele andere hier im Forum.

Herzlichen Gruss - Fabian
Wer aber von dem Wasser trinkt , das ich ihm geben werde, wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das sprudelt, um ewiges Leben zu spenden.
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Rhoekos » Sa 19. Jan 2008, 18:57

Auserdem ist die Evolutionstheorie doch schon längstens Widerlegt.


Wer hat sie denn widerlegt. Du etwa? Na dann wird es ja wohl seine Richtigkeit haben...
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Genussdenker » Sa 19. Jan 2008, 19:55

Nun mal Ruhe im Saal !! :shock: 8-)

Und : willkommen im Forum auch von mir, "Isegrim" & "Rhoekos". Du hast gleich den Dauerbrenner unter den Themen wieder entflammt, "Rhoekos".

Nun, diese in diesen Debatten läuft es meist stets auf das Selbe hinaus : die Fronten verhärten sich und es wird über Dinge gestritten deren Zusammenhang oft fragwürdig ist. Irgendwann wird dann jemand persönlich beleidigt, der Moderator muss einschreiten, droht mit der Schliessung des Thread´s. Berechtigterweise . . .

Die Meinungen sind ja im Prinzip stets schon gemacht.

Als erstes muss man festhalten dass der religiöse Glaube der Naturwissenschaft nicht widerspricht. Sonst wäre Glaube einfach eine naturwissenschaftliche Disziplin. Zudem stellt Religion der Wissenschaft keine Kriterien, so wie es in den Ursprüngen die Philosophie tat. Was bei Naturwisenschaft bezüglich Religion zum tragen kommt, ist die Moral. Denn auch Naturwissenschaft/Grundlagenwissenschaft darf nicht alles. Doch diese Zusammenhänge sind sehr komplex.

Du nanntest einen wichtigen Begriff : Aufklärung.
Meist wird Aufklärung falsch verstanden. Den Aufklärung bedeutet im ursprünlichen Sinn nicht einfach die kategorische Negierung "alter Sachen", sondern viel eher "Erweiterung". Somit ist "Aufklärung" nicht einfach anti-religiös.

Um dieses Thema einigermassen vernünftig anzugehen, dedarf es dringendst Differenzierung. Diese beginnt mit der so genannten Begriffserklärung. Ein Ansatz dazu machte ich jetzt ja bereits.

Mit Newton nanntest du einen interessanten Begriff. Denn in Wahrheit unterliegen solche Wortgläubige das "newton´sche Weltbild".
In diesem Weltbild steht alles fest. Und zwar linear-räumlich.
Dies geht auf einen uralten Streit zurrück. Der währt bereits schon seit etwa tausend Jahren. Das "newton´sche Weltbild" ist ein Weltbild welches man auch als "absolut" bezeichnet. Dass heisst dass alle physikalischen und eopistemologischen Gesetze und Bedingungen/Beobachtung fest und absolut sind. Wenn irgendwo etwas behauptet wird, so gibt es darüber nur ein "Ja" oder "Nein", also richtig oder falsch. Dies gilt für Objekte und Ereignise, also Materielles, Objekte, Substantiviertes. Das Newton´sche Weltbild ist aber ein Begrifff der Isaak Newton selbst nicht kannte und erst in späteren Jahrunderten benutzt wurde. Erst die Relativitätstheorie(en), die Quantentheorie sowie die Chaostheorie widersprechen diesem Weltbild elemantär. Auch einige Philosophen bestritten stets die Annahme einer "absoluten Welt".

Die antike Philosophie hält uns einen intzeressanten Begriff bereit : der "archimedische Punkt". Mit diesem Punkt ist quasi die Sicht auf die Welt gemeint. Die Wahrheit. Als könnte man die Welt von oben betrachten und stets alles wissen was sich darauf abspielt(e).
Somit wäre "Wahrheit" nur ein anderer Begriff von "archimedischer Punkt". Das nützlioche an diesem Begriff : er verdeutlicht, wie entscheidend die Perspektive ist, aus der man die Welt betrachtet. Wann und wo und wie man lebt. Diese drei Dinge definieren und bestimmen mal ganz grundsätzlich die Perspektive. Natürlich lässt sich dies auf das Individuum massgeschneidert, verfeinern.
Hingegen hat "Wahrheit" etwas absolutes.
Unser Dilemma : einerseits wissen wir, dass es nur eine Wahrheit geben kann, andererseits wissen wir auch, dass niemand in Besitzt dieses "archimedischen Punktes" sein kann.

Wirklich niemand . . ?

Man könnte die Thematik auch etwas lyrischer angehen.
Nehmen wir an, man würde 2 Leute auf die selbe Zeit zum selben Ort beorden. Sagen wir mal, dort stände ein Baum der nur wenig Blätter trägt.
Dieser stände an einem steilen Hang. Nun würde man den Einen von oben zu diesem Baum schicken und den Anderen von unten. In dem Moment wo sie den Baum sehen, sehen sie den selben Baum. Doch ein Baum kann von allen Seiten etwas anders aussehen. So kämen unsere Probanden zurrück und würden den selben Baum schildern. Nun würde man eine Drittperson die von allem nichts weiss miteinbeziehen und ihm die beiden Probanden vom Baum erzählen lassen. Und nun das "Seltsame" : je detailierter beide den Baum ohne Umgebungsbeschreibung beschreiben würden, desto eher würde sich der Zuhörer denken : die sprechen doch von einem anderen Baum!
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Kantate » Sa 19. Jan 2008, 22:24

Original von Genussdenker
Nun mal Ruhe im Saal !! :shock: 8-)





Musst du immer so schreien? Ich bin so sensibel :cry: ;) 8-) :D
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Kantate » Sa 19. Jan 2008, 22:26

Original von Nemo
Original von bigbird
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Ich meine, mal ne Stelle in der Bibel begegnet zu sein, wo es durchaus gestattet ist, sich den Mund fusselig zu lügen, wenn es dazu diehnt, dem Gegenüber den biblischen Glauben schmackhaft zu machen.

Also solche Märchengründungen sind kein biblischer Verstoss.
Soso, du meinst, dass ... und darum vermutest du ... es könnte sein ...

:D :D :D


nicht so voreilig ....

"Röm 3,7 Wenn aber die Wahrheit Gottes durch meine Lüge herrlicher wird zu seiner Ehre, warum sollte ich dann noch als ein Sünder gerichtet werden?"

:D


Aber man soll doch nicht lügen :cry: :warn:
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Nemo » Mi 23. Jan 2008, 08:10

Original von Kantate
Original von Nemo
"Röm 3,7 Wenn aber die Wahrheit Gottes durch meine Lüge herrlicher wird zu seiner Ehre, warum sollte ich dann noch als ein Sünder gerichtet werden?"

Aber man soll doch nicht lügen :cry: :warn:


Naja, zur Verherrlichung Gottes ist es gestattet.
Auffällig ist, dass all die Götter und Göttinnen dieser Welt immer nur über Themen sprachen, die den Menschen zum Zeitpunkt ihres "Empfangs" intellektuell zugänglich waren.
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Krummi » Mi 23. Jan 2008, 09:12

Original von +Fabian+
Original von Rhoekos

Wie kommt es zustande, dass das mythologische Buch "Bibel" als ein alles erklärendes Absolutum so missverstanden wird, vor allem in der heutigen Zeit der Aufgeklärtheit?
]

Da es ein fast alles erklärendes Absolutum ist, wie du es nennst.

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Wieso gehen solche derartigen Individuen solch radikale Wege, wobei das Christentum doch eigentlich das Gegenteil darstellt: Toleranz und Nächstenliebe ?


Was hat das mit Toleranz und Nächstenliebe zu tun?

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Herzlichen Gruss - Fabian



"Liebe Deinen nächsten wie Dich selbst"

Der Aufruf zur Feindesliebe


Das ist nicht nur Toleranz, das geht wohl weit über Toleranz hinaus - denn etwas tolerieren ist ja weit weniger, als etwas lieben.

Du interpretierst Toleranz aber vielleicht auch als Schwäche im Sinn von: "jeden Zustand tolerieren".

Ich sehe in Toleranz eine Stärke, meine aber das Tolerieren anderer Meinungen, die Toleranz gegenüber dem Fremden - nicht zu verwechseln mit Toleranz gegenüber Zuständen.


Wenn Du behauptest, die Evolutionstheorie sei widerlegt, dann bist Du entweder belogen worden oder Du belügst Dich selbst.
Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit (2. Korinther 3,17)
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Krummi » Mi 23. Jan 2008, 09:59

Hallo Genussdenker

Deine Betrachtungsweise fusst auf Rationalität. Die Unterschiedlichkeit der Perspektiven ist ein interessantes Gedankenmodell, dem man sich immer wieder mal bewusst werden muss.

Bibelfundamentalismus baut aber nicht auf Rationalität auf. In diesem Sinne sehe ich schon eine latente antiaufklärerische Tendenz, ja gar eine Tendenz zum irrationalen Aberglaube. Der Deckmantel der Wissenschaftlichkeit ist dann zuweilen eben nur ein Deckmantel. Bezüglich Intelligent Design ist es ziemlich offensichtlich, dass es sich um einen Deckmantel handelt.

Eine Tendenz in diesem Forum: Die Schwelle der Akzeptanz übernatürlicher Erklärungen zu alltäglichen Phänomenen ist klar tiefer als anderswo. Hier wird ohne mit der Wimper zu zucken von Dämonen, Zungenreden, teuflischen Einflüssen, göttlichen Einflüssen usw. gesprochen - als sei es das selbstverständlichste auf der Welt. Die Ursache einer Krankheit ist dann schnell einmal eine Gottesstrafe - und da wird eben dann dem Aberglaube Tür und Tor geöffnet.

Nicht im Namen Gottes zu richten, Feindes- und Nächstenliebe werden dann schnell auf dem biblischen Fundialtar geopfert - um sich selbst zu den Neugeborenen zählen zu können - im Gegensatz zu den anderen, denen selbstverständlich der Weg zu Gott versperrt bleibt.

Es ist ja gerade das fatale, dass sich da fundamentale Christen in der Denkweise durchaus gewissen Islamisten annähern - obwohl sie sich dann wahrscheinlich eher bekriegen würden als die Übereinstimmung im Denken zu akzeptieren.

Man sieht das gerade an Forderungen z. B. in evangelikalen Kreisen in den USA, die kriegerische Akte und Härte gegenüber dem Islam als aussenpolitisches Mittel favorisieren, obwohl da mal kurz alles über einen Kamm geschert und egoistischen Interessen in die Tasche gespielt wird. Das fusst nunmal nicht gerade auf Rationalität - insbesondere und auch nicht im Umgang mit der Bibel.

Was mich ruhig schlafen lässt ist, dass solcher schlussendlich antiwissenschaftlicher und antiaufklärerischer Bibelfundamentalismus von einer Minderheit betrieben wird. Die Anziehungskraft dieses Glaubenskonstruktes scheint mir begrenzt - da sich an allen Türen und Toren Widersprüche auftun.

Und ich denke, es gibt auch Positives zu berichten. Es kann nicht schaden, dass wissenschaftliche Erkenntnisse, die den Geschmack von Dogmen aufweisen, zuweilen grundlegend hinterfragt werden. Das gilt auch und insbesondere für die Evolutionstheorie. Immer wieder ist es in der Wissenschaftsgeschichte vorgekommen, dass man ganzen Studentengenerationen eine fest gezurrte Wahrheit auftischte, die sich als falsch erwiesen hat.
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Krummi » Mi 23. Jan 2008, 11:49

Original von Rhoekos
Guten Tag,
vor einigen Tagen habe ich im Fernsehen einen sehr interessanten Bericht über fundamentale Christenvereinigungen in den USA gesehen. Eine fanatische Gruppe von Gläubigen suchte nach versteinerten, tausende Jahre alten Fußspuren von Menschen neben denen von Dinosauriern, um unwiderlegbar zu beweisen, dass die Wissenschaften unrecht und Mensch und angesprochenes Tier zur selben Zeit gelebt hatten, was mehr Bibelkonform wäre, wenn man das Buch wortwörtlich versteht. Die Gruppe bestand aus Freiwilligen, die den Tag über schufteten, um selbst wissenschaftlich die eigenen Thesen zu beweisen.

Neben der sich aufdrängenden Frage des Paradoxen (Ablehnen der Wissenschaften und gleichzeitig selbst jene betreibend), kann ich mir nicht vorstellen, warum es Menschen gibt, die jede Form der Rationalität abgelegt haben und solche unglaublich naiven Dinge leisten.



Hallo Rhoekos, willkommen im Forum!

Wo siehst Du ein Paradox in wissenschaftlichem Arbeiten, welches darauf hinausläuft, andere Thesen zu widerlegen? Das IST Wissenschaft.

Was man hier zu Recht kritisieren kann, ist die Motivation. Das ist aber auch in anderen Fällen durchaus legitim (wenn z. B. Wissenschaftler versuchen, Gott zu widerlegen oder ihr Prinzip als das alleinig gültige definieren).

Es gibt immer wieder Ärzte, Erfinder, Biologen, Geologen, die als "naiv" bezeichnet werden, wenn sie mit neuen Thesen aufwarten. Es gibt immer wieder Wissenschaftler, die verlacht werden - oder gar in die Klappsmühle gesteckt werden - und viel später stellt sich heraus: ihre These hat starke Evidenz.


Man stelle sich nur eine Welt vor, in der Freud, Darwin und Newton nicht länger akzeptiert wären[/QUOTE

Es ist ja nun nicht so, dass das unmöglich ist. Solche Gewitter hat es in der Wissenschaftsgeschichte immer wieder gegeben. Gerade Freud wird auch heute und jetzt unter Wissenschaftlern kontrovers diskutiert. Gerade wenn Wissenschaft Stars generiert, begibt sie sich möglicherweise auf den Weg der Unwissenschaftlichkeit.

Korephäen sind nicht vor Fehlern gefeit - im Gegenteil (auch Einstein hat sich in Grundlegendem geirrt, z. B. was die Quantentheorie anbelangt)

Vor allem ein Fehler ist bei ihnen stets aktuell: dass sie anfangen, ihre eigenen Resultate zu "glauben" - anstatt kritisch zu hinterfragen.
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Krummi » Mi 23. Jan 2008, 15:20

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"Röm 3,7 Wenn aber die Wahrheit Gottes durch meine Lüge herrlicher wird zu seiner Ehre, warum sollte ich dann noch als ein Sünder gerichtet werden?"

Aber man soll doch nicht lügen :cry: :warn:


Naja, zur Verherrlichung Gottes ist es gestattet.


Jetzt wird klar, woher es der Koran nimmt 8-) :roll:
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Krummi » Mi 23. Jan 2008, 15:33

Original von Isegrim

Was verstehst Du unter "fundamental"? Das Wort der Bibel als vollkommen wahr anzusehen?
Was ist mit den Wissenschaftlern? Sind diese nicht auch fundamental, wenn sie das Weltbild der fundamentalen Christen als Humbug abtun und ihre eigenen Erkenntnisse (z.B. Evolution) als die Wahrheit schlechthin darstellen?


Der Unterschied ist: das, was Wissenschaftler als belegt ansehen, das ist intersubjektiv überprüfbar. Das ist bei der Bibel in dieser Art nicht der Fall, denn sie konstituiert sich aus sich selbst heraus.

Und Aufklärung hat als wichtiges Element den Fokus auf das Erfahrbare/Überprüfbare/Erklärbare.
Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit (2. Korinther 3,17)
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Pilgrim » Mi 23. Jan 2008, 16:27

Original von Nemo
Original von Kantate
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"Röm 3,7 Wenn aber die Wahrheit Gottes durch meine Lüge herrlicher wird zu seiner Ehre, warum sollte ich dann noch als ein Sünder gerichtet werden?"

Aber man soll doch nicht lügen :cry: :warn:

Naja, zur Verherrlichung Gottes ist es gestattet.

Nur eben sagt Römer 3:7 nicht aus was du deiser Stelle zusagen möchtest !!!
Be careful how you spend your time: Spend your time in nothing which you know must be repented of. —Richard Baxter
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Re: Fundamentale Christen

Beitragvon Rhoekos » Mi 23. Jan 2008, 20:38

Vor allem ein Fehler ist bei ihnen stets aktuell: dass sie anfangen, ihre eigenen Resultate zu "glauben" - anstatt kritisch zu hinterfragen.


Aber da wären wir wieder bei einem Problem, das den Menschen als Individuum tangiert. Objektive Selbstreflexion ist unfassbar schwierig, vor allem wenn man als Forscher vielleicht glaubt eine wichtige Entdeckung gemacht zu haben. Es zählt sehr der persönliche Wert der Arbeit. Das ist besonders charakteristisch für die Wissenschaftler vergangener Tage, deren Forschungen stark verbunden waren mit emotionalen Wettkämpfen um Ehre und Ruhm. Aber wem lastet dieser Fehler nicht an?
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