Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Sondergruppen, Fanatismus

Moderator: Thelonious

Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon mikeg » Do 3. Apr 2008, 17:31

Liebe Zeugen Jehovas und diejenigen die mal ZJ waren und andere interessierte Forumsmitglieder...

Ich würde gerne - ganz ohne Vorurteile - hören/lesen, wie man aus der Bibelschrift auf ein Verbot von Bluttransfusionen kommt, denn für mich ist das nicht nachvollziehbar.

...und zu Beginn gleich mein eigener Standpunkt:

Obwohl ich so eine Lehre ablehne und glaube dass jedem Menschen jede medizinische Hilfe zusteht, habe ich dieses Thema eröffnet um den Ursprung und Sinn des Transfusionsverbots zu erläutern und besser zu verstehen.

lg mike
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon MaxPax » Do 3. Apr 2008, 17:39

Original von mikeg
Mir geht es hier um Verständnis:

Ich würde gerne - ganz ohne Vorurteile - von den hier Anwesenden ZJ hören/lesen, wie man aus der Bibelschrift auf ein Verbot von Transfusionen kommt, denn für mich ist das nicht nachvollziehbar. Obwohl ich so eine Lehre ablehne, möchte ich deren Ursprung und Sinn einfach verstehen.
Hallo mikeg,

unter den folgenden Links wird das Thema aus biblischer und medizinischer Sicht von Jehovas Zeugen behandelt:

Wie kann Blut dein Leben retten?

Warum ist Blut so kostbar?

Medizin und Chirurgie ohne Blut

Ein Arzt erzählt

Liebe Grüße, MaxPax
MaxPax
Member
 
Beiträge: 427
Registriert: Fr 24. Aug 2007, 00:00

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon picopedro » Do 3. Apr 2008, 17:46

lieber mike!

hier gibt es ein infovideo zur angesprochenen thematik und alle hintergrundsinformationen schriftlich:


http://www.geocities.com/wtcleanup/07Medizin/MedizinInhalt.htm


lg peter

picopedro
Wohnt hier
 
Beiträge: 2040
Registriert: Do 3. Jun 2004, 14:59
Wohnort: Wien

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon mikeg » Do 3. Apr 2008, 18:00

Original von MaxPax
unter den folgenden Links wird das Thema aus biblischer und medizinischer Sicht von Jehovas Zeugen behandelt:
Danke, hab die ersten drei gelesen und die anderen beiden überflogen.

Ich weiss bereits dass ihr die Blutransfusion ablehnt.

Sicher, es geht mir um das Warum, aber ich wollte auch in eine andere Richtung diskutieren: Wie wird das Bluttransfusionsverbot aus der Bibelschrift abgeleitet?

lg mike
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon MaxPax » Do 3. Apr 2008, 18:31

Unter dem Ersten der genannten Links kannst du weiterklicken.
Dann findest du auf der nächsten anzuklickenden Seite unter dem Thema "Blut — lebenswichtig" und auf der letzten Seite unter dem Thema "Das Blut, das wirklich Leben rettet" die Grundlage dafür, wie das Blutverbot aus der Bibel abgeleitet wird.
Die Bibelstellen lassen sich auch einfach anklicken.
MaxPax
Member
 
Beiträge: 427
Registriert: Fr 24. Aug 2007, 00:00

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon SunFox » Fr 4. Apr 2008, 02:27

Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ?

Nicht aus der Bibel!

Markus 3,4: "Und er sprach zu ihnen: Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses tun, Leben erhalten oder töten? Sie aber schwiegen still."

Es geht hier jetzt nicht um den Sabbat, sondern um die Frage Jesu: "Was ist besser, Leben zu erhalten, oder zu töten!"

Sind Bluttransfusionen lebenserhaltende Maßnahmen, ja oder nein?

Wer will es vor Gott verantworten, wenn einer sterben muß, nur weil ihm diese lebensrettende Hilfe versagt wurde?

Was wird der HERR dazu sagen: "Du hast deinen Bruder in seinem Blut liegen sehen und du hast ihm nicht geholfen! Warum?"

Lukas 10,3037: "Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halb tot liegen. Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber. Desgleichen auch ein Levit: Als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber. Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn; und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir´s bezahlen, wenn ich wiederkomme. Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste gewesen dem, der unter die Räuber gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen!"

Halb tot, aber die Möglichkeit von Rettung besteht! Ist da eine Bluttransfusion etwas böses?

Nach Ansicht der ZJ ist das geben von Bluttransfusionen Teufelswerk! :(

Aber seien wir doch einmal ehrlich, in der Bibel steht nur etwas vom Blut enthalten bezüglich der Nahrungsaufnahme! Im Blut ist das Leben und das soll man nicht zur Speise nehmen und hinterher wieder ausscheiden! Man entwürdigt dadurch das Leben gebende Blut!

Aber wenn ich damit Leben retten kann, dann bleibt es im Körper, es heilt!

Hat nun Satan dem Menschen die Möglichkeit erschlossen mit Blut Leben zu retten oder Gott?

Will man von Seiten der ZJ ernsthaft behaupten, das Satan dafür verantwortlich ist, das Blut Leben retten kann?

Ist es also keine Barmherzigkeit, wenn ich dadurch eines Nächsten Leben erhalte?

Jesus sagte: "So geh hin und tu desgleichen!", also erhalte Leben! :)

Nicht Satan hat dem Menschen die Weisheit gegeben, viele Dinge des Lebens zu verstehen, denn Satan haßt das Leben und liebt es nicht!

Jesus ist der HERR des Lebens und er allein kann die Möglichkeit des Überlebens schaffen! :)

Käme die Möglichkeit des Lebens erhalten von Satan, was hülfe es ihm, wenn Jesus jemand aus dem Kreis der Lebenden heraus ruft? Es nutzt ihm nichts, denn des HERRN Wort zählt!

Satan hat keine Macht über Leben und Tod, denn Jesus sagt in Offenbarung 1,18: "ICH habe die Schlüssel des Todes und der Hölle."

Wenn Jesus es nicht gewollt hätte, das man mit Blut Leben retten kann, dann wäre diese Möglichkeit nie entstanden!

Was ist also besser, Leben zu erhalten, oder zu töten?

Wer seinen Nächsten in seinem Blut liegen läßt und nicht Barmherzigkeit an ihm übt, ja ihn bedingt dadurch sterben läßt, der ist ein Mörder!

Johannes 8,44: "Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge."

Menschen die nicht in der Wahrheit stehen, die reden von ihrem Eigenen, denn sie haben den zum Vater, der ein Mörder ist von Anfang an! :cry:

Liebe deinen Nächsten wie dich selbst und darum gib ihm auch dein Blut, wenn du ihn dadurch zum Leben verhelfen kannst, denn Leben zu erhalten ist besser als es zu töten! :)

Jesus gab sein Blut für uns, wir geben unseres für den Nächsten!

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
Benutzeravatar
SunFox
Villenbesitzer
 
Beiträge: 29429
Registriert: Do 18. Nov 2004, 00:31
Wohnort: Deutschland

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon SunFox » Fr 4. Apr 2008, 03:16

Folgendes habe ich in einer Gesamtdokumentation der Zeugen Jehovas zum Thema Blut gelesen:

"Zeugen Jehovas lehnen alle Transfusionen von Vollblut ab, so wie deren vier Hauptbestandteile des Blutes - rote Blutkörperchen, Plasma, weiße Blutkörperchen und Plasma. Allerdings sagt die Bibel weder zu den verschiedenen Fraktionen, die aus diesen Bestandteilen gewonnen werden, noch zu den Produkten, die derartige Fraktionen enthalten. Hier trifft jeder Zeuge eine ganz persönliche Entscheidung."

Quelle

Also das haut für mich wirklich dem Fass den Boden raus!

Da wird groß von der Heiligkeit des Blutes gesprochen, angerannt dagegen wie wild Blut in Transfusionen anzuwenden, da werden eigene Ärzte bemüht, das sie medizinische Stellungsnahmen schreiben und so weiter und sofort und dann macht man die Bibel dafür verantwortlich, das sie über die Blutbestandteile und ihre anderweitige Verwendung nichts zu sagen weiß und rechtfertigt somit medizinische Produkte, wo zum Teil Blut die Grundlage mitgeliefert hat! :shock:

Blut ist in dem Moment nicht mehr heilig, wenn die einzelnen Fraktionen so verändert wurden, das es kein Blut mehr ist, sondern ein neues Produkt!

Also größer kann eine Heuchelei nicht mehr sein und dafür läßt man andere sterben! :cry:

Trickserei im Namen Gottes!

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
Benutzeravatar
SunFox
Villenbesitzer
 
Beiträge: 29429
Registriert: Do 18. Nov 2004, 00:31
Wohnort: Deutschland

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon mikeg » Fr 4. Apr 2008, 07:07

Original von MaxPax
Die Bibelstellen lassen sich auch einfach anklicken.
Die meisten Bibellinks habe ich mir angesehen. Insgesamt ergibt sich eine Summierung verschiedener Ess-Gebote.

Das Verbot menschliches Blut zu vergiessen im dritten Buch Mose bezieht sich doch auf Streit. Das ist genau das Gegenteil der freiwilligen Spende, mit dem Ziel Leben zu retten!

3. Mose 16:6
Wer Menschenblut vergießt, des Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht.

Am nächsten zum Verbot kommt wohl der Satz in der Apostelgeschichte (Apg. 15:29) man soll vom Blut enthalten. Aber auch hier, sieht es für mich aus wie ein Verbot Blut zu essen. Warum? Als diese Worte geschrieben wurden, kannte man die Möglichkeiten der Medzin gar nicht. Wie konnte man aus damaliger Sicht darauf kommen, die intravenöse Gabe von Blut zu verbieten?

Apg 15: 29
29 daß ihr euch enthaltet vom Götzenopfer und vom Blut und vom Erstickten und von der Hurerei; so ihr euch vor diesen bewahrt, tut ihr recht. Gehabt euch wohl!

Der springende Punkt scheint mir, dass das Blut nicht einem Opfer entnommen wird; also sein Blut wird nicht "vergossen". Sondern die Spender geben ihr Blut FREIWILLIG, (und sie leben weiter): Und damit retten diese Menschen Leben anderer Menschen!

lg mike
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon mikeg » Fr 4. Apr 2008, 07:30

@ Sunfox
Ja. Das ist für mich alles schlüssig was Du sagst, auch wenn es manchmal ein wenig extrem formuliert ist. :)

Zum Artikel in "Erwachet" über Blutderivate:
Hier scheint es mir so, dass die ZJ einen Versuch unternehmen ihr eigenens Blutspende Verbot abzuschwächen; also ihren Mitgliedern die Möglichkeit zu geben, von den vielen Derivaten gebrauch zu machen, ohne ihr Verbot aus dogmatischen Gründen zurücknehmen müssen.

Ich werde den Eindruck nicht los dass dies irgendwie ein Eingeständnis ist, dass die ZJ Führung mit der Verhängung eines Transfusionsverbots einen Fehler gemacht hat, es aber in der Öffentlichkeit nicht zugeben will.

Wie denkt ihr darüber?

lg mike
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon mikeg » Fr 4. Apr 2008, 07:42

Original von picopedro
hier gibt es ein infovideo zur angesprochenen thematik
Das Video ist beindruckend. Auffallend ist die häufige Rettung dort wo es heisst: "Gericht intervenierte". Wenn es Gesetze gibt die scheinbar greifen, dann müsste doch ein "Verbot der Transfusionsverbots" auch möglich sein.

Also nicht die ZJ an sich verbieten, wie es bei den Scientologen der Fall ist, sondern nur die Praktik des Transfusionsverbots.

Ist so etwas denkbar?

lg mike
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon Enggi » Fr 4. Apr 2008, 07:48

Ich bin kein Zeuge Jehovas, finde aber deren Bluttransfusionsverbot ganz gut, weil es schon aus medizinischen Gründen ein Unsinn ist, fremdes Blut zu verwenden. Es gibt ganz gute künstliche Ersatzmittel anstelle von Fremdblut, aber man kann damit eben nicht so viel Geld verdienen, da liegt der Hase im Pfeffer.
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

·•·•·•· Enggi schreibt jetzt als Gnu weiter ·•·•·•·
Benutzeravatar
Enggi
My home is my castle
 
Beiträge: 11111
Registriert: Fr 6. Feb 2004, 22:16
Wohnort: Elftausendeinhundertelf

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon SunFox » Fr 4. Apr 2008, 11:31

Original von Enggi
Ich bin kein Zeuge Jehovas, finde aber deren Bluttransfusionsverbot ganz gut, weil es schon aus medizinischen Gründen ein Unsinn ist, fremdes Blut zu verwenden. Es gibt ganz gute künstliche Ersatzmittel anstelle von Fremdblut, aber man kann damit eben nicht so viel Geld verdienen, da liegt der Hase im Pfeffer.


Aus medizinischen Gründen lieber Enggi?

Ne, ne, so ist das nicht, denn jetzt kommen wir an dem Punkt, wo die ZJ nun einmal zum Teil recht haben! ;)

Würde der Mensch in seiner täglichen Lebensweise gesünder leben, dann würden eine Vielzahl von Krankheiten vermieden und bedingt dadurch müßten auch viel weniger Bluttransfusionen verabreicht werden!

Jetzt muß man dabei bedenken, als die Möglichkeit der Bluttransfusion erkannt wurde, das es zu diesem Zeitpunkt noch lange keine Ersatzmittel gab und die ZJ auch zu diesem Zeitpunkte jegliche Transfusionen ablehnten!

Da war es dann wirklich so: "Werde nicht krank, habe keinen Unfall, denn Gott hat verboten, das du Bluttransfusionen anwenden darfst!"

Wie sieht es denn aus, wenn es keine andere Möglichkeit geben würde lieber Enggi, würdest du es dann auch ablehnen?


Und was ist mit den Blutersatzstoffen, können sie den von Gott geschaffenen Saft ersetzen?

"Blutersatzstoff läßt weiter auf sich warten

Vielversprechendes Produkt scheiterte in Tests

Der bislang vielversprechendste Versuch, einen künstlichen Ersatz für Blut zu finden, ist gescheitert. Das US-Unternehmen Baxter gab letzte Woche bekannt, daß es die weitere Entwicklung von "HemAssist" eingestellt hat. Dabei handelte es sich um eine Lösung des Blutfarbstoffs Hämoglobin, die Baxter aus abgelaufenen Konserven menschlicher roter Blutkörperchen herstellen wollte. Die Lösung des sauerstofftransportierenden Proteins war in Studien bereits bei Hüft- und Herzoperationen erprobt worden. Die Entwickler solcher Blutersatzstoffe hoffen, dem chronischen Mangel an menschlichen Blutspenden abhelfen zu können.

Offenbar hatte die rosafarbene Lösung jedoch ähnlich toxische Nebenwirkungen wie schon frühere Produkte. Bei manchen Behandelten kam es zu einem massiven Blutdruckanstieg. Baxter hatte im April eine US-Studie an Unfallpatienten abbrechen müssen, in der nur 54 Prozent derjenigen überlebt hatten, die HemAssist erhalten hatten. Von den Patienten, denen die Ärzte lediglich einfache Salzlösungen gegeben hatten, hatten jedoch 83 Prozent überlebt. Zwei Monate später war dann auch eine europäische Studie vorzeitig beendet worden, über deren Resultate Baxter bislang jedoch keine Angaben macht.

Quelle

Es ist eine Augenwischerei, wenn man meint, das verschiedene Ersatzstoffe das menschliche Blut ersetzen zu können!

Gottes Wort verbrieft uns: "Im Blut ist das Leben!" und Jesus sagt uns: "Ich bin das Leben!" und was sind dann diese Ersatzstoffe?

Der klägliche Versuch des Menschens Herr über das Leben zu werden, ja es in seinen eigenen Händen zu halten! Dieses wäre von der Argumentation her eine viel größere Gotteslästerung, als wie dem Nächsten damit zu helfen, was der HERR des Lebens geschaffen hat!

Dazu kommt, das sogenannte Vollblutspenden heute nur noch selten durchgeführt werden und dieses Wort ´Vollblutspende´ findet sich in der Wachtturmspublikation recht häufig!

Und wie sieht es mit den Risiken von Blut aus?

"Mit einer Blutkonserve können Bakterien (z. B. Treponema pallidum) und Viren (HIV, Hepatitis-C-Virus (HCV), Hepatitis-B-Virus (HBV)) übertragen werden. Heutzutage ist dank einer sorgfältigen Spenderauswahl und der Einführung von molekularbiologischen Testmethoden die Gefahr der Übertragung von HBV, HCV und HIV allerdings äußerst gering.

Bis zur Entwicklung dieser Testverfahren Mitte der 80er Jahre wurden in Deutschland über 1 500 Personen durch Bluttransfusionen mit HIV infiziert. Seit 1985 hat die Zahl der transfusionsbedingten HIV-Übertragungen dank Antikörpertests drastisch abgenommen. Seitdem im Jahre 1999 ein Test auf Basis der höchst spezifischen Polymerase-Kettenreaktion (PCR) eingeführt wurde, wurden nur noch 4 Fälle von Übertragungen berichtet (Stand 2004). Bei Hepatitis C wurde 1991 eine Antikörpertestung eingeführt. Davor war das HCV die hauptsächliche Ursache der nicht seltenen Posttransfusionshepatitis. Seit Einführung der HCV-Testung mittels der PCR-Technik wurden nur noch fünf Übertragungen beobachtet (Stand 2006). Darunter findet sich auch ein Übertragungsfall in der frühen Infektionsphase eines Thrombozyten-Spenders, in dessen Plasmaspende selbst mit empfindlichsten PCR-Methoden kein Virus nachgewiesen werden konnte [1].

Unklar war bislang, ob Blutspenden von Patienten mit einer (subklinischen) Krebserkrankung für den Empfänger ein erhöhtes Risiko bergen, im weiteren Verlauf selbst an Krebs zu erkranken. Eine 2007 in der renommierten Fachzeitschrift The Lancet publizierten Studie konnte nachweisen, dass dem nicht so ist: Auch wenn der Blutspender zu einem späteren Zeitpunkt an Krebs (Medizin) erkrankt, bringt eine Bluttransfusion für den Empfänger kein erhöhtes Krebsrisiko mit sich[2].

Es muss bei einer Bluttransfusion auch darauf geachtet werden, dass nicht zu viele weiße Blutkörperchen in den Organismus des Empfängers gelangen. Weiße Blutkörperchen können die Bildung von Antikörpern hervorrufen, die bei zukünftigen Transfusionen oder Organtranstransplantationen von Nachteil sein können. Liegen bereits Antikörper vor, so kann die Transfusion von weißen Blutkörperchen Reaktionen wie Fieber und Schüttelfrost hervorrufen. Außerdem verbessert die Entfernung der weißen Blutkörperchen die Lagereigenschaften von Blutpräparaten. Vermehrungsfähige weiße Blutkörperchen können bei der Übertragung an immungeschwächte Patienten auch die in der Regel tödliche Graft-versus-Host-Reaktion (GvH=Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion) hervorrufen, bei der die fremden weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) den Empfängerorganismus angreifen. Das Risiko für eine GvH-Reaktion kann effektiv durch die Bestrahlung von Blutprodukten reduziert werden."

Quelle

Die Argumentation, das man durch Bluttransfusionen erkranken kann, die zählt für mich nicht, denn dabei müßen wir folgendes bedenken:

1. Wodurch werden HIV-Erkrankungen verursacht? Liegt es daran, dass das Blut an sich schlecht ist, oder daran, das der Mensch dieses Blut vorher durch ausgelebte sexuelle Praktiken an diesen Punkt gebracht hat?

2. Und wenn es jetzt dieses Risiko gibt, haben denn die Ärzte heute nicht die Möglichkeit, das wenn das Blut vorher gründlich untersucht wird, das Risiko fast auf 0 zu senken?

3. Auch die anderen von den ZJ vorgebrachten Risiken können extrem gemindert werden, wenn der Mensch mit dem ´Leben´ Gewissenhaft umgeht!

"Forschung

Das Wissen über unser Blut, seine Zusammensetzung und seine Übertragungsmöglichkeiten auf dem Wege der Transfusion ist inzwischen überaus umfangreich geworden. Dank entsprechender Vorkehrungen von der Spende bis zur Übertragung ist die Bluttransfusion heute ein weitgehend sicherer Eingriff. Doch trotz Forschung auf höchstem wissenschaftlichem Niveau steht die Transfusionsmedizin heute vor Herausforderungen.

In Zeitungen und Fernsehen taucht immer wieder die Nachricht auf, dass Forscher bei der Herstellung von "Kunstblut" Fortschritte gemacht hätten. Kunstblut ist genau genommen nicht die richtige Bezeichnung für den Blutersatzstoff, an dem die Wissenschaftler arbeiten. Es geht dabei vielmehr um den Blutfarbstoff Hämoglobin, der dem Blut seine rote Farbe verleiht. Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) transportieren Sauerstoff durch den Blutkreislauf zu den Körperzellen, weil sie Hämoglobin enthalten, der den Sauerstoff chemisch bindet. Was für den Sauerstofftransport benötigt wird, so die Annahme, sind also nicht ganze Erythrozyten, sondern bloß das daraus gewonnene "Hämoglobin".

Allein: Hämoglobin ist nicht ohne weiteres als Blutersatzmittel geeignet, denn es hat eine sehr kurze "Halbwertszeit". Seine Verweildauer im Kreislauf ist kurz, sie beträgt nur wenige Stunden. Dann wird der Blutersatzstoff wieder ausgeschieden. Damit eignet sich Hämoglobin höchstens für die kurzzeitige Behandlung von Patienten, die etwa durch einen Unfall viel Blut verloren haben. Für die Behandlung von Langzeitpatienten mit einem Mangel an Sauerstoffträgern im Blut ist es nicht geeignet. Dafür sind weiterhin die bewährten Erythrozyten-Konzentrate notwendig, und das bedeutet: Die freiwilligen Blutspender sind auch künftig durch nichts zu ersetzen. Denn ihr Blut bewahrt jedes Jahr Millionen von Menschen vor dem sicheren Tod und auch wenn ein Restrisiko bleibt, durch den enormen Sicherheitsaufwand auf diesem Sektor konnte es in den letzten 40 Jahren auf ein Minimum reduziert werden." (gleiche Quelle wie oben)

Und da soll ich einem Verein Glauben schenken, der uns zu seinem eigenen Vorteil erzählen will, das Bluttransfusionen gefährlich sind und aber auf der anderen Seite aus Blut gewonnene Ersatzstoffe akzeptieren würde?

Das Blut wird zu einer Waffe gemacht und man verkündet seinen Anhängern: "Wenn du an dir eine Bluttransfusion vollziehen läßt, dann wirst du von Jehova verworfen!"

Und das soll man gut heißen?

Was macht man denn letztendlich? Man zwingt das von Gott geschenkte Gewissen des Einzelnen in die Knie, ja man vergewaltigt die eigene Entscheidungsfreiheit!

Und wieder muß ich darum die Frage stellen: Ist es besser Leben zu erhalten, oder zu töten?

Jeder Tod, der durch eine verweigerte Bluttransfusion hätte abgewendet werden könne ist Mord und verstößt gegen die 10 Gebote: "Du sollst nicht töten!"

5.Mose 32,39: "Sehet nun, dass ich´s allein bin und ist kein Gott neben mir! Ich kann töten und lebendig machen, ich kann schlagen und kann heilen, und niemand ist da, der aus meiner Hand errettet."

Alles was der Mensch an Möglichkeiten hat ist ein Nichts, wenn der HERR nicht das Gelingen dazu gibt, aber die Möglichkeiten die er hat, die sollte man auch zur Ehre Gottes einsetzen! :)

Psalm 109,15.16: "Der HERR soll sie nie mehr aus den Augen lassen, und ihr Andenken soll ausgerottet werden auf Erden, weil er so gar keine Barmherzigkeit übte, sondern verfolgte den Elenden und Armen und den Betrübten, ihn zu töten."

Bezogen auf die Praxis die Wachtturmsgesellschaft würde der Text so lauten: "Der HERR soll sie nie mehr aus den Augen lassen, und ihr Andenken soll ausgerottet werden auf Erden, weil sie so gar keine Barmherzigkeit übten, sondern verfolgten durch Verweigerung den Elenden und Armen und den Betrübten und ließen ihn sterben."

Ich weiß, der SunFox hat mal wieder Eigenmächtig einen Bibeltext abgeändert, aber doch nur um etwas aufzuzeigen!

Denkt dabei an das Gleichnis vom barmherzigen Samariter und wer wem der Nächste war, wer Barmherzigkeit übte, dann wird euch meine Eigenmächtigkeit leichter verdaulich! :)

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
Benutzeravatar
SunFox
Villenbesitzer
 
Beiträge: 29429
Registriert: Do 18. Nov 2004, 00:31
Wohnort: Deutschland

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon SunFox » Fr 4. Apr 2008, 11:36

Original von mikeg
@ Sunfox
Ja. Das ist für mich alles schlüssig was Du sagst, auch wenn es manchmal ein wenig extrem formuliert ist. :)



Dafür bin ich bekannt lieber mikeg! :D

Der SunFox ist ein Extremist! :shock:

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
Benutzeravatar
SunFox
Villenbesitzer
 
Beiträge: 29429
Registriert: Do 18. Nov 2004, 00:31
Wohnort: Deutschland

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon picopedro » Fr 4. Apr 2008, 13:51

Original von mikeg
Original von picopedro
hier gibt es ein infovideo zur angesprochenen thematik
Das Video ist beindruckend. Auffallend ist die häufige Rettung dort wo es heisst: "Gericht intervenierte". Wenn es Gesetze gibt die scheinbar greifen, dann müsste doch ein "Verbot der Transfusionsverbots" auch möglich sein.

Also nicht die ZJ an sich verbieten, wie es bei den Scientologen der Fall ist, sondern nur die Praktik des Transfusionsverbots.

Ist so etwas denkbar?

lg mike


lieber mike!

es scheint einfach zu sein, ist es aber nicht, obwohl ich schon jursitische ideen hätte, wie es ginge.

die zeugen jehovas in österreich suchten im jahre 1997 bei der rebublik an, ob sie eigene schulen für ihre kinder gründen könnten.

ein hoher staastsfunktionär, der mit der thematik befaßt war, rief mich an und fragte, ob ich argumente wüßte, wie man das verhindern könnte, ohne damit in eine schiefe optik hinsichtlich der religionsfreiheit zu kommen.

darauf erzählte ich ihm aus publikationen der zeugen ehovas heraus, daß diese den staat grundätzlich als vom satan beherrscht sehen und die vereinten nationen als ein teufelswerkzeug. das schrieb die literatur der zeugen jehovas ganz exakt.

das war das argument, das dann auch ins treffen geführt wurde und die zeugen jehovas haben bis heute in unserem land keine eigenen schulen und werden sie auch nicht bekommen.

der wunsch nach solchen schulen ist verständlich, weil die armen kinder der zeugen jehovas, sich ja aus allen für sie erstrebenswerten aktivitäten in der schule ausklammern lassen müssen. sie dürfen auf keine landschulwochen fahren, sie dürfen an keinen schikursen teilnehmen, weil die wachtturmgesellschaft immer damit argumentiert, daß jeder freizeitkontakt mit der welt etwas verwerfliches wäre.

in der zwischenzeit hat sich allerdings die ansicht der wachtturmgesellschaft gewaltig geändert, denn heute sind sie in dieversen NGO der vereinten nationen integriert und sie sind sogar an der börse tätig und verfügen über wertpapiere, die in der weltrüstungsiondustrie und dem waffgengeschäft lukrative dividenen bringen.

nun aber zu deiner kernfrage:

das österreichiosche bundesgesetz, in dem die religionsfreiheit wie bei allen staaten, die der genver konvention angehören, verbrieft ist, schränkt insoferne ein, daß religionen dann untersagt werden können, wenn ihre lehren oder aktivitäten negative kausalitäten auf das leben, die gesundheit und die freie gesellschaftliche entwicklung von staasbürgern erkennenn lassen.

aber es ist halt so, daß dort wo es keinen kläger gibt auch nicht immer einen richter gibt. trotzdem ist dabei ja in betracht zu ziehen, daß kriminelle kausalitäten, wie sie bei der verweigerung einer bluttransfusion bei kindern in kauf genommen werden, ein sogenanntes offizialdelikt darstellen, was bedeutet, daß es gar keinen kläger geben müßte, weil die staatsanwaltschaft bei kenntniserlangung eines solchen ereignisses sofort handlungsverpflichtet ist.

im einzelfall gab es auch die eine oder andere verurteilung.

weit aus effizienter ist es, und das geschieht auch immer wieder und da habe ich mich selbst sehr stark eingebracht, in den medien auf die gefahr der lehren der zeugen jehovas hinzuweisen und den menschen klar zu machen, daß sie gespröche mit zeugen jehovas am besten ablehnen sollten. höflich aber bestimmt. und das geschieht auch immer mehr.

vor einigen jahren war ich in eine tv-sendung geladen, wo ich einiges über die machenschaften der zeugen jehovas einbrachte und in den nächsten vierzehn tagen wurden zeugen jehovas im ganzen land mit dem verweis auf meine sendung von den wohnungsinhabern abgewiesen. es geht also darum, hier immer wieder in der öffentlichkeit präsent zu sein und die menschen zu warnen.

ein generelles verbot wäre meines erachtens nicht zielführend, weil sich die zeugen dann als chrsitliche märthyrer sehen würden und das würde innerhalb der organisation ihren mitgliedern gegenüber sehr stark indoktrinistisch genützt werden.

so ist die situation derzeit, jedenfalls in unserem land. aber ich weioß, daß wir in brüssel mit unseren erkenntnissen und maßnahmen auch von anderen eu-staaten sehr ernst genommen werde und sich auch europäische normen dabei erstellen lassen werden.

liebe grüsse
peter
picopedro
Wohnt hier
 
Beiträge: 2040
Registriert: Do 3. Jun 2004, 14:59
Wohnort: Wien

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon picopedro » Fr 4. Apr 2008, 14:04

Original von Enggi
Ich bin kein Zeuge Jehovas, finde aber deren Bluttransfusionsverbot ganz gut, weil es schon aus medizinischen Gründen ein Unsinn ist, fremdes Blut zu verwenden. Es gibt ganz gute künstliche Ersatzmittel anstelle von Fremdblut, aber man kann damit eben nicht so viel Geld verdienen, da liegt der Hase im Pfeffer.


so einfach ist es halt nicht immer enggi. wenn nach einem schweren unfall eines kindes z.b. wenn hoher blutverlust eingetretgen ist und nicht fremdblut transfundiert wird, kann es, wenn der hämoglobinwert unter die minimalmarke fällt , sehr rasch der tod eintreten.

man kann nicht jede menge blut durch einen sogenannten expander ersetzen, also mit kochsallösung oder traubenzuckerkonzentrat.

liebe grüsse
peter
picopedro
Wohnt hier
 
Beiträge: 2040
Registriert: Do 3. Jun 2004, 14:59
Wohnort: Wien

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon picopedro » Fr 4. Apr 2008, 14:41

das nachstehende stammt nicht von einem songenannten abtrünnigen, sondern von einem ältesten der zeugen jehovas, der sich die objektivität wahrte:

Obwohl es keine direkte Auswirkung auf die schriftgemäßen und moralischen Aspekte von Bluttransfusionen hat, ist es hilfreich, die Atmosphäre zu berücksichtigen, die innerhalb der Organisation in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vorherrschte. Heute empfinden wir das als eine besonders unangenehme Episode unserer Geschichte. Diese Information wird nicht vorgebracht, um die Gesellschaft zu diskreditieren, sondern um die damalige Geisteshaltung zu zeigen, die das Blutverbot hervorbrachte. Dies sind einige der Ansichten, die wir jahrelang unterstützt haben:

Tollwut existiert nicht - G(olden Age) 1923 1.1 Seite 214 (englisch)
Keime verursachen keine Krankheit - G 1924 1.16 Seite 250 (englisch)

Impfungen sind nutzlos - G 1931 2.4 Seite 294 (englisch)

Ärzte sind Vertreter Satans - G 1931 8.5 Seite 727,728 (englisch)

Impfungen verursachen Dämonismus - G1931 2.4 Seite 293 (englisch)

Aspirin verursacht Herzkrankheiten - G 1935 2.27 Seite 343,344 (englisch)

Impfungen sind grausamer Schwindel - G 1939 5.31 Seite 3 (englisch)

Blut ist Nahrung - W(achtturm) 1951 7.1 Seite 415 (englisch)

Erbmerkmale werden durch Transfusionen weitergegeben - W 1961 1.12. Seite 724f (deutsch)

Das Blutverbot war ein Produkt dieser Ära. Es hatte seine Ursachen in einem tiefen Misstrauen gegenüber der modernen Medizin, und in schlichter Ignoranz. Diese Tatsachen, verbunden mit der faktischen Nichtexistenz einer schriftgemäßen Grundlage, wirft heute einen tiefen Schatten über die Blutfrage, denn sie stellt in erster Linie die Fähigkeit der Gesellschaft in Frage, eine kluge Entscheidung getroffen zu haben. Dies muss jedoch nicht auf unbestimmte Zeit so bleiben. Impfungen und Organtransplantationen wurden letztlich aus denselben Gründen wie heutzutage Bluttransfusionen verurteilt, und diese Verbote gibt es heute nicht mehr.

Wenn der Wille dazu da wäre, könnte die Gesellschaft mit der Zeit auch das Blutverbot verwerfen. Wir können hoffen und beten, dass die Glieder der leitenden Körperschaft den Mut aufbringen, die Angelegenheit richtigzustellen.

Dieses Material ist eine kurze Einführung in die umfangreiche Sammlung an Forschungsergebnissen und Daten, die auf dieser Internetseite (Quelle siehe am Ende des Artikels) verfügbar ist.

Diese Web-Site wurde nicht von einem Abtrünnigen verfasst, sondern von einem Ältesten in Verbindung mit der Organisation "ASSOCIATED JEHOVAH´S WITNESSES FOR REFORM ON BLOOD" aufgebaut und betreut. Wahrscheinlich wirst Du viele Fragen haben, und wir ermuntern Dich, vollen Gebrauch von den Ressourcen zu machen, die auf dieser Web-Site verfügbar sind.

Dein Leben und das Leben vieler anderer kann davon abhängen, was Du mit dieser Information anfängst.

Quelle:

http://geocities.com/athens/ithaca/6236/intro.htm

lg peter

picopedro
Wohnt hier
 
Beiträge: 2040
Registriert: Do 3. Jun 2004, 14:59
Wohnort: Wien

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon mikeg » Fr 4. Apr 2008, 15:16

Original von picopedro
ein generelles verbot wäre meines erachtens nicht zielführend, weil sich die zeugen dann als chrsitliche märthyrer sehen würden und das würde innerhalb der organisation ihren mitgliedern gegenüber sehr stark indoktrinistisch genützt werden.
Ich meinte nicht ein generelles Verbot der Praktiken der ZJ, sondern eher ein Gesetz, das es Ärzten nicht gestattet, Hilfe nur aufgrund einer Bitte eines Angehörigen zu unterlassen. Dass würde ja in der Praxis schon sehr sehr viele Todesfälle vermeiden.

Ich denke da an die Euthanasie Gesetze, wo die Ärzte auch nicht auf die Angehörigen hören und Lebenserhaltende Masnahmen einfach einstellen dürfen.

Für sich selbst soll ja jeder selbst entscheiden dürfen, mit sowas wie einer Patientenverfügung.

Aber er dürfte NICHT für seine Kinder oder Ehefrau usw entscheiden dürfen, Hilfe verweigern zu lassen! Das sollte gar nicht möglich sein, nur weil jemand gesetzlicher Vormund, Ehemann usw. des Betroffenen ist.

So was liesse sich doch vielleicht durchbringen, weil es allgemein ist und nicht gegen eine Gruppe gerichtet ist, dazu noch eine religiöse Minderheit.

lg mike
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon picopedro » Fr 4. Apr 2008, 18:18

Original von mikeg

So was liesse sich doch vielleicht durchbringen, weil es allgemein ist und nicht gegen eine Gruppe gerichtet ist, dazu noch eine religiöse Minderheit.

lg mike


tja mike, es gibt viele ärzte, die es ohnedies mit ihrem hypokratischen eid nicht verantworten können, im notfall eltern bei so einem wunsch stattzugeben und genau deswegen wurde die möglichkeit mit der kontaktierung des journalrichters als vorkehrung getroffen.

das ganze muß sicher noch bis ins letzte detail ausjudiziert werden. ich denke, daß die öffentlichkeit ja ganz viel druck in diese richtung macht, weil jedesmal, wenn von zeugen jehovas in dieser sache berichtet wird, die wellen hochgehen.

in wahrheit darf man nicht vergessen, daß ja selbst die eltern opfer sind, denn welche mutter oder welcher vater hat den keine bedenken, sein kind sterben zu lassen?

aus dem verkehr gezogen gehörten jene personen, die diese falschlehren iniizieren und die sitzen in brooklyn und das sind typen, die gehören schlicht un einfach in eine geschlossene anstalt.

die zeugen jehovas fürchten ohnedies um ihre mitgliederzahl, deswegen lavieren sie ja in der lehre über das bluttransfusionsverbot so viel herum.

jeder vernünftige mensch sieht diese initiatoren dieser abstrusen lehre als anstifter zur inkaufnahme einer todesfolge und das ist ungefähr so, wie wenn man den mitlgiedern empfehlen würde, im winter bei schnee mit autoreifen ohne profil zu fahren.

fest steht jedenfalls für jeden bibelkundigen christen, daß dies eine satanische lehre ist und wirklich nichts mit der von jesus gepredigten nächstenliebe zu tun hat. wer das nach entsprechender aufklärung nicht erkennt, der müßte in einer psychiatrsichen behandlung terapiert werden.

liebe grüsse
peter
picopedro
Wohnt hier
 
Beiträge: 2040
Registriert: Do 3. Jun 2004, 14:59
Wohnort: Wien

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon mikeg » Sa 5. Apr 2008, 07:52

Original von picopedro
es gibt viele ärzte, die es ohnedies mit ihrem hypokratischen eid nicht verantworten können, im notfall eltern bei so einem wunsch stattzugeben und genau deswegen wurde die möglichkeit mit der kontaktierung des journalrichters als vorkehrung getroffen.
Journalrichter? Den Ausdruck kenne ich nicht. Ist das die östereichische Form des Schnellverfahrens? Ist das ein Gericht, oder ein Überwacher/Schlichter?

lg, mike
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon picopedro » Sa 5. Apr 2008, 10:00

hallo mike!

journalrichter sind positionen im justizwesen, die rund im die uhr betzt sind, damit in ausserordentlichen, dringenden situationen rechtsentscheidungen sofort getroffen werden können. also auch ausserhalb der amststunden von gerichten.

wenn also ein arzt in die situation kommt, daß z.b. ein kind ganz dringend in einem notfall eine bluttransfusion benötigt und die eltern dies, sogar manchmal mit gewalt vermeiden wollen, indem sie z.b. trachten, das kind aus dem krankenhaus zu bringen, dann wendet sich der arzt an den journalrichter und dieser trifft dann eine entscheidung, die gegebenenfalls von der executive administriert wird.

liebe grüsse
peter
picopedro
Wohnt hier
 
Beiträge: 2040
Registriert: Do 3. Jun 2004, 14:59
Wohnort: Wien

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon mikeg » Sa 5. Apr 2008, 10:11

@ picopedro
Interessant ist diese Position des Journalrichters schon, weil der so schnell handeln kann!

Wenn das ein 7/24 Job ist, sitzt er/sie dann im Polizeirevier? Wenn er/sie Verfügen kann ist er/sie dann auch der Polizei angegliedert?

lg, mike
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon picopedro » Sa 5. Apr 2008, 10:23

lieber mike!

die frage kann ich dir nicht beantworten. ich denke, daß es solche in kommisariaten und in gerichten geben wird.

aber wissen tu ich es nicht genau. wichtig ist, daß so ein richter sofort handlungsfähig ist und es nicht erst beschlüsse anderer instanzen bedarf.

hierbei geht es ja vornehmlich um einstweilige verfügungen.

liebe grüsse
peter
picopedro
Wohnt hier
 
Beiträge: 2040
Registriert: Do 3. Jun 2004, 14:59
Wohnort: Wien

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon mikeg » Sa 5. Apr 2008, 10:35

Thema: Journalrichter
Gibt es in der Schweiz und Deutschland auch so was ähnliches?

Wenn nicht warum nicht?

lg mike
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon picopedro » Sa 5. Apr 2008, 12:54

lieber mike!

das weiß ich leider nicht, aber ich denke, wenn du das land- oder kreisgericht telefonisch kontaktiertst, wirst du eine detaillierte information bekommen können.

bei uns ist es so. da´die chirurgen über diese einrichtung bescheid wissen und diese auch sofort in anspruch nehmen, wenn zeugen jehovas kommen und lebensgefährdende aktionen setzen wollen.

erwachsenen ist es selbstverständlich überlassen, jede medizinische vorkehrung für sich selbst auch abzulehnen, aber es ist ein verbrechen, unmündigen oder noch nicht geschäftfähigen menschen das weiterleben zu gefährden, nur weil man einer abstrusen sektenlehre folgen möchte.

im grunde genommen ist es mir egal, was religionen so von sich geben, weil ohnedies jeder die freiheit hat sich zu entscheiden. aber wenn es um lebensqualität oder sogar lebensgefährdung geht, dann bin ich schon der meinung, daß die gesellschaft maßnahmen gegen solche institutionen treffen muß.

es ist ohedies eine schande für die menschheit, daß es so etwas im 21. jahrhundert überhaupt gibt. das ist ein zeichen dafür, daß menschen wirklich oft willfährige subjekte sind und daher mediale aufklärung eine priorität hat.

liebe grüsse
peter

picopedro
Wohnt hier
 
Beiträge: 2040
Registriert: Do 3. Jun 2004, 14:59
Wohnort: Wien

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon picopedro » Sa 5. Apr 2008, 13:19

lieber mike!

um den ernst der situation zu zeigen, wie es zeugen jehovas hinter der mauer der geistigen gefangenschaft geht, hier ein bericht einer person, die es schaffte, die fesseln abzuschütteln:

Der schmerzhafte Weg in die freie Welt

Mit 25 Jahren fühlt sich Marina endlich frei: befreit von der Angst, befreit von quälenden Selbstzweifeln und der Gemeinschaft, die sie gefesselt hat in den letzten 23 Jahren - die Zeugen Jehovas.

Reden, so scheint´s, ist für Marina (Name von der Redaktion verändert) der letzte Schritt in einem fast zwei Jahre währenden, zum Teil schmerzhaften Prozess. "Ich habe ein unglaubliches Glück", sagt die junge Frau heute, "dass mein Freund so zu mir steht." Ihr Lebenspartner und Vater ihres Kindes, in den Augen der Zeugen ein Ungläubiger, war der Grund, warum Marina vom Ältestenrat aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wurde. Natürlich hatte sie die Chance zur Rückkehr, wenn sie nur "bereut" hätte.

Doch das konnte und wollte Marina nicht mehr. Als Jugendliche hatte sie die Pein bereits einmal durchlitten. Damals musste sie sich vor dem Ältestenrat verantworten, weil ein Gemeindemitglied sie verleumdet hatte, einen Zug von einer Zigarette geraucht zu haben. Ein halbes Jahr "bereute" Marina diese nicht begangene Tat: musste erleben, wie ihre eigene Mutter, selbst überzeugte Zeugin Jehovas und diejenige, die Marina als Zweijährige in die Gemeinschaft gesteckt hatte, das Zimmer verließ, wenn die Tochter kam; musste erdulden, dass niemand aus der Gemeinschaft mit ihr sprach.

Als Isolationsfolter, als Demütigung, blieb die Zeit in Marinas Erinnerung haften. Schließlich hatte das Mädchen keinen Kontakt zu Gleichaltrigen oder Verwandten außerhalb der Glaubensgemeinschaft, die sie hätten auffangen können. "Zeugin Jehovas zu sein, ist ein Fulltime-Job", sagt sie. Neben dem Schulbrot wurde dem Mädchen auch jeweils die neueste Ausgabe vom "Wachturm" oder "Erwachet" mit in den Ranzen gesteckt. In jeder freien Minute, in jeder Freistunde und Pause wurde gebüffelt. Schließlich fragt der Älteste in der sonntäglichen Versammlung das Wissen akribisch genau ab.

Partys, Weihnachts- oder Geburtstagsfeiern, Discobesuche und Urlaube - für Marina sind das Teile einer Welt, die sie bisher nicht kennen gelernt hat. Und so recht auch nicht erleben wollte - schließlich sind das die Feste der Ungläubigen, die sterben werden, wenn Harmagedon - der Krieg der Könige gegen den Unglauben - eines fernen Tages endlich kommt. Dann "wird Gott, der alles sieht, den wahren Zeugen Jehovas erkennen und ihn überleben lassen". Davon war Marina lange überzeugt, daher hat sie danach getrachtet, immer und zu jeder Zeit alles im Sinne der Gemeinschaft richtig zu machen.

"Es genügt nicht nur, auf dem Papier Zeuge Jehovas zu sein", weiß Sabine Riede, Pädagogin, Beraterin und Referentin beim Essener Sekten-Info. Es sei eine religiöse Gruppierung mit rigiden Vorstellungen, die ein hohes Konfliktpotential zur Konsequenz habe. Dem Anhänger bleibe wenig Raum für den eigenen Glauben sowie Individualität. Der führende Experte für Fragen zur Psychologie der Zeugen Jehovas in den USA, Jerry Bergmann, behauptet in seiner Dissertation, dass das Angstsystem der Zeugen dazu führe, dass ihre Mitglieder häufiger an psychischen Leiden erkrankten als die Normalbevölkerung.

"Vergebung, ein Begriff, den die christliche Theologie durchaus kennt", so Sabine Riede, "wird bei den Zeugen nicht betont". - "Ich möchte ein paar Jahre ohne Angst leben", sagt Marina heute, und meint damit: jenseits dieser quälenden Selbstzweifel, denen sie sich ausgesetzt sah, weil sie "in der Wahrheit leben musste".

Nicht nur in dieser Wahrheit, sondern auch in einer anderen Lebensrealität. Bluttransfusionen sind bekanntlich bei den Zeugen Jehovas nicht erlaubt. "Im Blut liegt die Seele des Menschen, es darf nicht mehr zurückgeführt werden", erinnert sich Marina an die Argumentation der Glaubensgemeinschaft. Natürlich hatte sie dem "Blutkomitee" eine Vollmacht erteilt, im Falle ihrer Erkrankung mit ihren Ärzten verhandeln zu dürfen. "Freiwillig", wie sie sagt, "denn das wurde nicht erzwungen, aber irgendwie doch erwartet." Für ihre Tochter wollte und konnte sie diese Entscheidung über Leben und Tod nicht aus der Hand geben. "Das konnte ich meinem Kind nicht antun." Mit diesem Entschluss und der Unterstützung ihres Freundes rückte sie weiter ab vom geforderten Bereuen, begann die Emigration in die freie Welt. Ein Einzelfall ist Marina mit ihrer Abkehr von der Wachturm-Organisation allerdings nicht. Beim Sekteninfo in Essen waren Jehovas Zeugen im Jahr 2000 die größte Gruppe der Beratungsfälle. Jerry Bergmann behauptet sogar, dass seit 1975 über 30% der Anhänger gegangen seien. Und: "Die Trennung verläuft oft sehr traumatisch."

Für die These Bergmanns bietet Marina Belege. Die 25-Jährige, deren Tochter heute vier Jahre alt ist, setzt sich nach wie vor der Kritik der eigenen Mutter aus. Als sie das Kind nach einem Besuch bei der Oma mit dem Satz begrüßte: "Mama, du hast die Familie kaputt gemacht. Dafür wirst du sterben", hat sie es abgelehnt, ihre Tochter weiter in die Obhut der Oma zu geben. Diese akzeptiert allerdings das Angebot nicht, das Kind jederzeit in Gegenwart der inzwischen "ungläubigen" Mutter zu sehen. Und so quält sich Marina mit dem schlechten Gewissen: "Enthalte ich meinem Kind die Oma vor?" Doch die Zweifel verflüchtigen sich. Langsam. "Mir geht´s von Tag zu Tag besser", sagt Marina.

Beratungen zum Thema bietet das Sekten-Info unter Tel: +49 (0)201-234646. Informationen im Internet gibt´s unter http://www.sekten-info-es sen.de



01.07.2002
Von Angelika Wölke

Quelle:

http://www.waz.de/waz/waz.westen.artikel.php?id=330880&zulieferer=waz&rubrik=Region&kategorie=WES®ion=Region


lg peter

picopedro
Wohnt hier
 
Beiträge: 2040
Registriert: Do 3. Jun 2004, 14:59
Wohnort: Wien

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon Enggi » Sa 5. Apr 2008, 15:40

Wenn nach einem Unfall der Blutverlust so hoch ist, dass Plasma-Expander nicht genügt, so stirbt der Patient auch mit Fremdblut, weil er es als Fremdkörper (fremdes Eiweiss) abstösst. Solche Todesfälle sehen dann so aus:

Nach Transfusion hohes Fieber. Patient wird gekühlt. Patient stirbt an Lungenentzündung. Operation gelungen, Patient gestorben, Kasse gefüllt; amen.
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

·•·•·•· Enggi schreibt jetzt als Gnu weiter ·•·•·•·
Benutzeravatar
Enggi
My home is my castle
 
Beiträge: 11111
Registriert: Fr 6. Feb 2004, 22:16
Wohnort: Elftausendeinhundertelf

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon mikeg » Sa 5. Apr 2008, 16:24

Original von Enggi
Nach Transfusion hohes Fieber. Patient wird gekühlt. Patient stirbt an Lungenentzündung. Operation gelungen, Patient gestorben, Kasse gefüllt; amen.
Was ist mit der Blutgruppe?
Ich bin kein experte, aber ist es nicht so, dass wenn die Blutgruppe stimmt, die Transfusion eben NICHT abgestossen wird, sondern dem Patienten hilft.

Wenn das so ist, sollte die Anzahl derjenigen die eine Bluttransfusion abstossen und daran sterben verschwindend klein sein [versehentlich falsche Blutgruppe?]

Oder habe ich da was übersehen?

lg mike
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon MaxPax » Sa 5. Apr 2008, 18:25

Original von mikeg
Original von Enggi
Nach Transfusion hohes Fieber. Patient wird gekühlt. Patient stirbt an Lungenentzündung. Operation gelungen, Patient gestorben, Kasse gefüllt; amen.
Was ist mit der Blutgruppe?
Ich bin kein experte, aber ist es nicht so, dass wenn die Blutgruppe stimmt, die Transfusion eben NICHT abgestossen wird, sondern dem Patienten hilft.

Wenn das so ist, sollte die Anzahl derjenigen die eine Bluttransfusion abstossen und daran sterben verschwindend klein sein [versehentlich falsche Blutgruppe?]

Oder habe ich da was übersehen?
Enggi meint vermutlich TRALI:
Tod durch TRALI

Die transfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz (TRALI) ist eine lebensbedrohliche Immunreaktion infolge einer Bluttransfusion, über die erstmals Anfang der 1990er Jahre berichtet wurde. Inzwischen weiß man, dass TRALI jährlich mehrere hundert Todesfälle verursacht. Weil die Symptome oft nicht erkannt werden, könnte die Dunkelziffer nach Ansicht von Experten allerdings weit höher liegen. Die Ursache der Reaktion ist zwar nicht genau bekannt, doch laut der Zeitschrift New Scientist stammt das Blut, das die Reaktion verursacht, „anscheinend vorwiegend von Personen, die bereits verschiedenen Blutgruppen ausgesetzt waren, wie . . . Spendern, die selbst schon mehrfach transfundiert wurden“. Laut einem Bericht zählt TRALI in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien mittlerweile zu den häufigsten transfusionsbedingten Todesursachen und das macht TRALI „für Blutbanken zu einem größeren Problem als weithin bekannte Krankheiten wie HIV/Aids“.
Quelle
Siehe auch hier:
http://www.klinik.uni-wuerzburg.de/deutsch/einrichtungen/kliniken/InstitutfrKlinischeTransfusionsmedizinundHmotherapie/Studenten/Hauptvorlesung/BlutgruppenThrombozytenGranulozyten/Granulozyten/TRALI/content.html
http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2008/01-2008-34-trali.htm
MaxPax
Member
 
Beiträge: 427
Registriert: Fr 24. Aug 2007, 00:00

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon Enggi » Sa 5. Apr 2008, 19:04

Ich bin auch kein Experte, aber ich weiss, dass der Körper grundsätzlich dank seines Immunsystems erkennt, wenn fremdes Eiweiss eindringt, und Abwehr organisiert.

Je fremder das Eiweiss, desto krasser die Reaktion. Blutgruppen reagieren innerhalb der Gruppe nicht so stark. (Etwas vereinfacht ausgedrückt).
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

·•·•·•· Enggi schreibt jetzt als Gnu weiter ·•·•·•·
Benutzeravatar
Enggi
My home is my castle
 
Beiträge: 11111
Registriert: Fr 6. Feb 2004, 22:16
Wohnort: Elftausendeinhundertelf

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon picopedro » Sa 5. Apr 2008, 19:07

maxpax wird hier jede menge ausreden bringen, warum bluttransfusionen nicht gegeben werden sollen.

es ist keine frage, daß transfusionen, wie jede andere medizinische benadlung auch, risken in sich birgt, aber man muß das risiko immer in eine relation zur lenserhaltung bringen.

wenn jemand sehr viel blut verliert, und durch expander das manko nicht mehr gedeckt werden kann, dann wird es unerheblich sein darüber zu diskutieren, ob man etwa den tod gleich in kauf nimmt und auf eine transfusion verzichtet.

das alles kann darüber nicht hinwegtäuschen, daß die indoktrination der zeugen jehovas auf bluttransfusionen zu verzichten und das aus einem falschen bibelverständnis heraus etwas unentschuldbares ist, sonst würde die rechtsprechung der meisten länder nicht maßnahmen treffen, kinder vor solchen dummentscheidungen zu schützen.

lg peter
picopedro
Wohnt hier
 
Beiträge: 2040
Registriert: Do 3. Jun 2004, 14:59
Wohnort: Wien

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon SunFox » Sa 5. Apr 2008, 19:08

Ist doch eine ganz einfache Geschichte! ;)

Wenn ein Mensch ohne Bluttransfusion sterben würde, aber mit der Transfusion überleben würde, was ist denn dann besser?

Und wenn ein Mensch ohne Bluttransfusion sterben würde und es die Bluttransfusion auch nicht gebracht hat und er trotzdem stirbt, so muß sich aber keiner vorwerfen lassen, das man nicht alles versucht hat!

Mal eine ganz einfache Frage:

Es ist ein ungläubiger Mensch, der dringend eine Bluttransfusion zum überleben braucht und er bekommt diese! Jetzt erkennt er dadurch, das in seinem Leben was fehlt und er findet durch dieses Ereignis des geschenkten Lebens zu Gott, hat man dann etwas gewonnen?

Hätte man es ihm verweigert und er wäre gestorben, er wäre dann für den Himmel verloren gewesen! 8-)

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
Benutzeravatar
SunFox
Villenbesitzer
 
Beiträge: 29429
Registriert: Do 18. Nov 2004, 00:31
Wohnort: Deutschland

Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon MaxPax » Sa 5. Apr 2008, 20:28

Dr. Jeffrey McCullough:
Wären rote Blutkörperchen ein neues Medikament, hätten wir die größten
Schwierigkeiten, eine Zulassung zu erhalten.
MaxPax
Member
 
Beiträge: 427
Registriert: Fr 24. Aug 2007, 00:00

Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon SunFox » Sa 5. Apr 2008, 21:19

Original von MaxPax
Dr. Jeffrey McCullough:
Wären rote Blutkörperchen ein neues Medikament, hätten wir die größten Schwierigkeiten, eine Zulassung zu erhalten.


Aber dein hier angeführter Jeffrey McCullough lehnt die Bluttransfusion nicht ab lieber MaxPax! ;)

Er arbeitet ja an einem solchen Institut!

Un der erkennt auch die Fortschriite, die die Blutbehandlungsmethode mit sich bringt!

"McCullough J. Jüngsten Fortschritte auf dem Gebiet der Transfusionsmedizin. In: Rao G, Eastlund T, Jagannathan L, eds. Handbook of Banking and Blood Transfusion Medicine. New Delhi: Jaypee Brothers Medical Publishing (in press, 3/05)"

Du kannst nicht jemanden für deine Ideologie einspannen, der diese nicht unterstützt, das ist wieder so eine Augenwischerei! ;)

"Jeffrey McCullough, MD, wurde zum Direktor des Institut für Biomedizinische Technik (BMEI) im Juli 2000. Seine Interessen in der biomedizinischen Technik gehören die Entwicklung von Zell-Engineering-Prozesse für die ex-vivo-Manipulation von Blutzellen wie Stammzellen, Thrombozyten oder Nabelschnurblut für neue Therapien. In addition, Dr. McCullough is Professor of Laboratory Medicine and Pathology and the American Red Cross Transfusion Medicine Chair. Darüber hinaus ist Professor Dr. McCullough von Labor-Medizin und Pathologie und das amerikanische Rote Kreuz Transfusion Medicine Chair. Er hat eine erfolgreiche Karriere als einer der weltweiten Marktführer im Bereich der Medizin und der Blut-Transfusion Banken, darunter die führenden University of Minnesota Hospital Blood Bank bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Blut-Komponenten, immunohematologic Praktiken und Strategien für die Transfusion Patienten nach Knochenmark-Transplantation oder feste Stelle , Die mit hämatologischen Malignomen, andere Formen von Krebs oder Herz-Kreislauf-oder Trauma und chronischen Anämien. Er hat ein aktives Forschungsprogramm auf dem Gebiet der Transfusionsmedizin Medizin und war verantwortlich für die Ausbildung mehr als 30 Ärzte, die spezialisiert auf dem Gebiet der Transfusionsmedizin."

Quelle

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
Benutzeravatar
SunFox
Villenbesitzer
 
Beiträge: 29429
Registriert: Do 18. Nov 2004, 00:31
Wohnort: Deutschland

Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon MaxPax » Sa 5. Apr 2008, 21:28

Original von SunFox
Original von MaxPax
Dr. Jeffrey McCullough:
Wären rote Blutkörperchen ein neues Medikament, hätten wir die größten Schwierigkeiten, eine Zulassung zu erhalten.
Aber dein hier angeführter Jeffrey McCullough lehnt die Bluttransfusion nicht ab lieber MaxPax!
Gerade das tut der Glaubwürdigkeit seiner einsichtigen Aussage keinen Abbruch!
MaxPax
Member
 
Beiträge: 427
Registriert: Fr 24. Aug 2007, 00:00

Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon SunFox » Sa 5. Apr 2008, 21:32

Original von MaxPax
Original von SunFox
Original von MaxPax
Dr. Jeffrey McCullough:
Aber dein hier angeführter Jeffrey McCullough lehnt die Bluttransfusion nicht ab lieber MaxPax!
Gerade das tut der Glaubwürdigkeit seiner Aussage keinen Abbruch!

Und was hat das denn mit dem Thema zu tun lieber MaxPax?

Dieser namhafte Wissentschaftler setzt sich doch für die Bluttransfusion ein! ;)

Und etwas, was in der Natur schon begründet ist, das kann man wohl kaum als neues Medikament zulassen wollen, denn es ist etwas von Gott geschenktes!

Und dieses Problem hat wohl auch dieser gute Mann erkannt!

Liebe Grüße von SunFox

Nachtrag:

Und ich finde es schon eine dreiste Unverfrorenheit, ein Zitat dieses Mannes zu bringen, eben dieses besagte:

"„Wären rote Blutkörperchen ein neues Medikament, hätten wir die größten Schwierigkeiten, eine Zulassung zu erhalten“ (Dr. Jeffrey McCullough)."

Als wenn dieser Mediziner die Ideologie der WTG vertreten würde!

Quelle

Da werden selbst die eigenen Mitglieder belogen, ohne das sie es selbst merken! :(

Aber daran kann man erkennen, was ihre medizinischen Beweise wert sind, der reinste Bluff!

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
Benutzeravatar
SunFox
Villenbesitzer
 
Beiträge: 29429
Registriert: Do 18. Nov 2004, 00:31
Wohnort: Deutschland

Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon MaxPax » Sa 5. Apr 2008, 21:54

Original von SunFox
Und etwas, was in der Natur schon begründet ist, das kann man wohl kaum als neues Medikament zulassen wollen, denn es ist etwas von Gott geschenktes!
Der Autor machte die einsichtige Aussage wegen der Risiken von Bluttransfusionen:
Dr. Jeffrey McCullough
Wären rote Blutkörperchen ein neues Medikament, hätten wir die größten Schwierigkeiten, eine Zulassung zu erhalten.
´Und dieses Problem hat wohl auch dieser gute Mann erkannt!´
Original von SunFox
denn es ist etwas von Gott geschenktes!
Gott hat dir nicht mein Blut oder das eines Anderen geschenkt, sondern er hat dir dein Blut geschenkt.
MaxPax
Member
 
Beiträge: 427
Registriert: Fr 24. Aug 2007, 00:00

Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon Richard3 » Sa 5. Apr 2008, 22:13

Einer der nach dem Krieg in der damaligen DDR die berühmte Klinik Charite in Berlin wieder mit aufbauen half, war der aus den USA emigrierte Mitja Rapoport.

Hier ein Auszug aus Wikipedia:

Rapoport forschte vor allem auf den Gebieten des Wasser- und Elektrolythaushaltes sowie des Stoffwechsels der Erythrozyten. Rapoport beschrieb die Rolle des 2,3-Diphosphoglycerats für die anaerobe Energiebereitstellung in den roten Blutkörperchen, ein Prozess, der nach Rapoport und seiner Mitarbeiterin Janet Luebering als „Rapoport-Luebering-Zyklus“ benannt wurde. Er erkannte die herausragende Bedeutung der Aufrechterhaltung eines ausreichenden ATP-Gehalts für die Überlebensfähigkeit der Erythrozyten. Vor dem Hintergrund des großen Bedarfs an Bluttransfusionen im Zweiten Weltkrieg trug Rapoport damit neben anderen Wissenschaftlern wesentlich zur Verbesserung der Blutkonservierung bei. Unterstützt wurde Rapoport von Paul Hoxworth, der schon 1938 in Cincinnati eine der ersten Blutbanken gegründet hatte, die bis heute überregional einen hervorragenden Ruf genießt. So konnte die Haltbarkeit der Vollblutkonserven von einer auf drei Wochen verlängert werden, mit unschätzbarem Wert für die Rettung tausender kriegsbedingt Verwundeter, aber auch anderer Transfusionsbedürftiger. Rapoport erhielt für seine Leistungen vom US-Präsidenten Harry S. Truman das „Certificate of Merit“, den höchsten an Zivilisten vergebenen Orden der Vereinigten Staaten von Amerika.

---------

Wieviele Menschen wird er wohl damit gerettet haben, die ihr Leben beim Kampf gegen den menschenverachtenden Hitlerfaschismus aufs Spiel setzten ??


mfg Richard3


Benutzeravatar
Richard3
Wohnt hier
 
Beiträge: 1116
Registriert: Mi 19. Dez 2007, 14:45

Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon SunFox » Sa 5. Apr 2008, 22:54

Lieber MaxPax,

wenn uns die WTG weismachen will, das man ohne Bluttransfusionen besser da steht, dann ist das eine glatte Lüge!

Habe folgendes ausgegraben:

Operationen mit ZJ

Hier wird von medizinischer Seite aus alles aufgezählt, was zu beachten ist, das auch ohne Blut erhöhte Risiken des Überlebens bestehen und das einige ZJ ihre ablehnende Haltung darum mit ihrem Leben bezahlen mußten!

Und ein Satz ist mir ins Auge gestochen:

"Eine Fremdbluttransfusion ist dann die einzige lebensrettende Alternative."

Dann wenn nämlich die alternativen Methoden versagen, die von der WTG so hoch gelobt sind!

Hast du schon mal etwas von ´Autotransfusionsverfahren´ gehört?

Dieses Verfahren, welches in Münster entwickelt wurde, kam bei 24 Patienten der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas die sich einem herzchirurgischen Eingriff unterzogen zum Einsatz!

Dazu kommt noch die Myokardrevaskularisation, welche ein ähnliches Verfahren ist und mit diesem Verfahren ließen sich 9 Zeugen Jehovas operieren!

Sowohl das Autotransfusionsverfahren, so wie auch die Myokardrevaskularisation sind aber im Grunde genommen ein Verstoss in dem Sinne wie es die WTG lehrt, nämlich das man sich des Blutes gänzlich enthalten soll!

Liebe Grüße von SunFox

PS: Der Artikel aus obigen Link ist sehr lang, zeigt aber die eindeutigen Risiken auf, wenn man immer ohne Bluttransfusion auskommen will!
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
Benutzeravatar
SunFox
Villenbesitzer
 
Beiträge: 29429
Registriert: Do 18. Nov 2004, 00:31
Wohnort: Deutschland

Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon MaxPax » So 6. Apr 2008, 00:39

Original von SunFox
Habe folgendes ausgegraben:
Operationen mit ZJ

Hier wird von medizinischer Seite aus alles aufgezählt, was zu beachten ist, das auch ohne Blut erhöhte Risiken des Überlebens bestehen und das einige ZJ ihre ablehnende Haltung darum mit ihrem Leben bezahlen mußten!
Ohne Blut wird wohl kein Mensch leben konnen, ob vor oder nach einer Operation.
Jede Operation birgt ein Risiko und es ist vermessen zu sagen, dass ein Zeuge Jehovas, der während oder nach einer Operation starb, nicht gestorben wäre, wenn ihm Fremdblut verabreicht worden wäre.
Original von SunFox
Und ein Satz ist mir ins Auge gestochen:
In deinem obigen Link, in dem es um Herzchirurgie geht, ist mir auch ein Satz in Auge gestochen:
Untersuchungen haben gezeigt, dass Herzoperationen an Zeugen Jehovas
durchaus mit einem vertretbaren Risiko durchführbar sind
[55, 56].
Original von SunFox
Hast du schon mal etwas von ´Autotransfusionsverfahren´ gehört?
Dieses Verfahren, welches in Münster entwickelt wurde, kam bei 24 Patienten der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas die sich einem herzchirurgischen Eingriff unterzogen zum Einsatz!
Dazu kommt noch die Myokardrevaskularisation, welche ein ähnliches Verfahren ist und mit diesem Verfahren ließen sich 9 Zeugen Jehovas operieren!
Sowohl das Autotransfusionsverfahren, so wie auch die Myokardrevaskularisation sind aber im Grunde genommen ein Verstoss in dem Sinne wie es die WTG lehrt, nämlich das man sich des Blutes gänzlich enthalten soll!
Das ist mal wieder nicht ganz richtig.
Über Autotransfusionen bei denen das den Körper verlassene Blut nicht gelagert, sondern zB während einer Operation aufbereitet und wieder zugeführt wird, heißt es:
Blutrückgewinnung:
Mittels entsprechender Maschinen läßt sich Blut, das während einer Operation oder bei einer Verletzung austritt, rückgewinnen. Das Blut wird gereinigt und kann dem Patienten in einem geschlossenen Kreislauf wieder zugeführt werden. In extremen Fällen können durch ein solches System mehrere Liter Blut zurückgewonnen werden.
(Quelle )
Diese Methoden werden demnach nicht grundsätzlich abgelehnt.
MaxPax
Member
 
Beiträge: 427
Registriert: Fr 24. Aug 2007, 00:00

Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon mikeg » So 6. Apr 2008, 08:05

Original von MaxPax
Original von mikeg
Oder habe ich da was übersehen?
Enggi meint vermutlich TRALI

Das was ich über TRALI auf die Schnelle zusammentgesucht habe, ist weit weniger schlimm als das hier im Forum dargrestellt wird. Hier eine kleine Statistik:

Mortality & morbidity
The immune mediated form of TRALI occurs approximately once every 5000 transfusions and has a mortality of 6-9%.


Eine kurze Rechnung ergibt, dass die Sterberate etwa 12-15 Fälle pro Million Transfusionen beträgt. Und die medizin steht auch nicht still. Es wird an Tests gearbeitet, die das TRALI-Risiko noch weiter reduzieren werden.

Meine Schlussfolgerung:
Sicher ist eine Bluttransfusion immer riskant, aber wenn man davon ausgeht dass sie auch nur dann gegeben wird wenn sie medizinisch indiziert erscheint, dann ist das ein medizinisch vetretbares Risiko!

In meinen Augen zumindest.

lg mike
Benutzeravatar
mikeg
Wohnt hier
 
Beiträge: 4617
Registriert: So 24. Feb 2008, 10:53
Wohnort: am Zürichsee

Nächste

Zurück zu Sekten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron