Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Sondergruppen, Fanatismus

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Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon mikeg » So 6. Apr 2008, 07:24

Original von MaxPax
Gott hat dir nicht mein Blut oder das eines Anderen geschenkt, sondern er hat dir dein Blut geschenkt.
Lieber MaxPax,
Diese Aussage zeigt, dass Du die biologischen Prozessen die in deinem Körper ablaufen nicht verstehst.

Das Blut wird von deinem Körper (im Knochenmark der grossen Knochen) dauernd produziert, während andere Blutkörperchen absterben. Die roten Blutkörperchen leben etwa 3 Monate, die weissen etwa halb so lang.

Details nachlesen kannst Du hier: http://www.bupa.co.uk/health_information/html/organ/blood.html

Demnach wird das Blut durch deinen Körper alle paar Wochen vollständig erneuert.

Angesichsts dieser Tatsachen, von einer von Gott gegebenen Blutmenge zu reden, ist völlig bedeutungslos!

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Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon Richard3 » So 6. Apr 2008, 09:15

Allein auf dem "Blutkult" der ZJ rumzuhacken ist allerdings schon etwas makaber.

Ist er doch bezüglich des Blutkultes der jüdischen Mythologie und deren Abkömmlinge nur eine dieser Erscheinungsformen.

Da musste Blut von Tieren und von Menschen fliessen, da wird geschächtet, keine Blutwurst gegessen und symbolisch Blut in Form von Wein getrunken.

Man muss sich also nicht allzusehr wundern.

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Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon mikeg » So 6. Apr 2008, 10:00

@ Richard3
Du verdrehst das aber gewaltig.
Ich sehe das makabre eher darin, ein Transfusionsverbot zum Bestandteil einer Religion zu machen.

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Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon Richard3 » So 6. Apr 2008, 10:57

Wenn du das als Verdrehung interpretieren konntest, Mike, muss ich mich unklar ausgedrückt haben.

Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass der Blutkult viele Gesichter haben kann und bei den "Möglichkeiten der Auslegung" der Bibel nicht nur ..zig Denominationen möglich sind, sondern auch das ZJ-Transfusionsverbot in die Reihe der Blutenthaltungsgebote als neu hinzugekommene Möglichkeit der Gebotsverletzung einordenbar ist.
Möglich ist die risikoarme Transfusion ja erst seit Entdeckung der Blutgruppen.
Vorher stand das Problem gar nicht.

Das widersinnige sehe ich eben darin, dass einer vielleicht keine Blutwurst ist, sich aber die Infusionsnadel reinstecken lässt.

Was mich auch wundert, ist, dass bezüglich Nierentransplantation alles so ruhig ist, denn in der Bibel spielen die Organe Herz und Niere eine besondere Rolle. Oft werden beide gleichzeitig genannt (z.B. Psalm 7,10; Jeremia 11,20; Offenbarung 2,23). Gott prüft den Menschen auf Herz und Nieren. „Ich, der Herr, kann das Herz ergründen und die Nieren prüfen und gebe einem jeglichen nach seinem Tun, nach den Früchten seiner Werke.“ (Jeremia 17,10).
In der Bildersprache der Bibel sind die Nieren Sitz und Zentrum des Lebens. Sie werden darum bei der Schöpfertätigkeit Gottes hervorhebend erwähnt: „Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe.“ (Psalm 139,13).
Die Nieren sind weiterhin ein Symbol des Schmerzes der Seele: „Da es mir wehe tat im Herzen und mich stach in meinen Nieren“ (Psalm 73,21).

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Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon mikeg » So 6. Apr 2008, 11:19

@ Richard3
Worte sind wie Pfeile, einmal abgeschickt, lassen sie sich nicht zurückholen

Das mit dem "verdrehen" sehe ich im Nachhinein auch als zu hart ausgedrückt. Sorry!

Aber der Blutkult ist aus dem AT, und wurde im NT relativiert, deshalb halten sich ja christen nicht an das Schächtungsritual oder das Schweine-Essensverbot.

Der Urspurng dieses Themas [von mir] war ja, ob und wie sich ein Transfusionsverbot aus der Bibel abgeleitet werden kann.

Bisher habe ich aber keine besonders überzeugenden Gründe gesehen, die dieses Verbot begründen oder rechtfertigen würden.

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Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon picopedro » So 6. Apr 2008, 14:16

für die zeugen jehovas-mitglieder gibt es nur zwei chancen.

entweder diese menschenverachtende lehre zu ignorieren oder endlich diese organisation endgültig zu verlassen, was ohnedies zehntausende jährlich tun.
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Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon Richard3 » So 6. Apr 2008, 15:45

....allerdings ist es interessant zu sehen wie stark es bei manchem nachbebt, Peter :)

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Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon MaxPax » So 6. Apr 2008, 16:26

Original von mikeg
Das was ich über TRALI auf die Schnelle zusammentgesucht habe, ist weit weniger schlimm als das hier im Forum dargrestellt wird. Hier eine kleine Statistik:
Was meinst du mit ´schlimm´? Was ist nicht ´schlimm´?
Was wurde wo im Forum und von wem ´schlimm´ dargestellt?
Original von mikeg
Meine Schlussfolgerung:
Sicher ist eine Bluttransfusion immer riskant, aber wenn man davon ausgeht dass sie auch nur dann gegeben wird wenn sie medizinisch indiziert erscheint, dann ist das ein medizinisch vetretbares Risiko!

In meinen Augen zumindest.
...den Augen eines ´Wissenschaftlers´, wie du gern betonst.

Wenn ein Risiko als medizinisch vertretbar gilt, sollte kein Unterschied gemacht werden, was die medizinische Argumentationsweise betrifft.
Ob ein vertretbares Risiko von Jemandem eingegangen wird, der eine Bluttransfusion befürwortet oder ob ein anderes vertretbares Risiko eingegangen wird von Jemandem, der eine Bluttransfusion ablehnt, sollte dann ähnlich bewertet werden.
Zur Erinnerung:
Untersuchungen haben gezeigt, dass Herzoperationen an Zeugen Jehovas
durchaus mit einem vertretbaren Risiko durchführbar sind
[55, 56].
(Quelle)


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Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon MaxPax » So 6. Apr 2008, 16:30

Original von mikeg
Lieber MaxPax,
Diese Aussage zeigt, dass Du die biologischen Prozessen die in deinem Körper ablaufen nicht verstehst.
Du redest an dem vorbei, was ich gemeint und geschrieben habe.
Du solltest dich von deinen allzu ´wissenschaftlichen´ Gedankenschablonen, mit denen du meine Worte beurteilst und einzupressen versuchst, verabschieden.
Vielleicht kommst du ja drauf.
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Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon mikeg » So 6. Apr 2008, 16:51

Original von MaxPax
Was meinst du mit ´schlimm´? Was ist nicht ´schlimm´?
Was wurde wo im Forum und von wem ´schlimm´ dargestellt?
Das was du und Enggi hier ge-postet habt, klingt so als würde es dauernd Todesfälle geben und TRALI wäre schlimmer als AIDS.
Wenn dass keine Übertreibungen sind...

Wenn ein Risiko als medizinisch vertretbar gilt, sollte kein Unterschied gemacht werden, was die medizinische Argumentationsweise betrifft.
Ob ein vertretbares Risiko von Jemandem eingegangen wird, der eine Bluttransfusion befürwortet oder ob ein anderes vertretbares Risiko eingegangen wird von Jemandem, der eine Bluttransfusion ablehnt, sollte dann ähnlich bewertet werden.


MaxPax, Was DU mit Deinem Leben machst ist Deine Sache, aber hier geht es erstens um das Transfusionsverbot das es bereits vor 1990 gab (erst seit 1990 wird TRALI als potentielle Gefahr erkannt), und um die Tatsache dass Transfusionen unmündigen Kindern verweigert wird, die wahrscheinlich sonst hätten gerettet werden können.

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Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon mikeg » So 6. Apr 2008, 16:56

Re: Vertretbares Risiko
Was Vertretbares Risiko ist, das sollte man doch besser den Fachleuten überlassen, in diesem Fall den Ärzten.

Ärzte sind nicht Unfehlbar aber meiner Meinung nach immer können sie das Risiko besser abschätzen als wir Laien.

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Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon MaxPax » So 6. Apr 2008, 17:05

Original von mikeg
Re: Vertretbares Risiko
Was Vertretbares Risiko ist, das sollte man doch besser den Fachleuten überlassen, in diesem Fall den Ärzten.

Ärzte sind nicht Unfehlbar aber meiner Meinung nach immer können sie das Risiko besser abschätzen als wir Laien.

lg, mike
Liest du überhaupt die Beiträge mit Quellenangaben? Anscheinend nicht, denn sonst hättest du genau das feststellen können.
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Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon MaxPax » So 6. Apr 2008, 17:06

Original von mikeg
Original von MaxPax
Was meinst du mit ´schlimm´? Was ist nicht ´schlimm´?
Was wurde wo im Forum und von wem ´schlimm´ dargestellt?
Das was du und Enggi hier ge-postet habt, klingt so als würde es dauernd Todesfälle geben und TRALI wäre schlimmer als AIDS.
Wenn dass keine Übertreibungen sind...
Was ich über TRALI gepostet habe ist folgendes:
Original von MaxPax Enggi meint vermutlich TRALI:
Tod durch TRALI

Die transfusionsassoziierte akute Lungeninsuffizienz (TRALI) ist eine lebensbedrohliche Immunreaktion infolge einer Bluttransfusion, über die erstmals Anfang der 1990er Jahre berichtet wurde. Inzwischen weiß man, dass TRALI jährlich mehrere hundert Todesfälle verursacht. Weil die Symptome oft nicht erkannt werden, könnte die Dunkelziffer nach Ansicht von Experten allerdings weit höher liegen. Die Ursache der Reaktion ist zwar nicht genau bekannt, doch laut der Zeitschrift New Scientist stammt das Blut, das die Reaktion verursacht, „anscheinend vorwiegend von Personen, die bereits verschiedenen Blutgruppen ausgesetzt waren, wie . . . Spendern, die selbst schon mehrfach transfundiert wurden“. Laut einem Bericht zählt TRALI in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien mittlerweile zu den häufigsten transfusionsbedingten Todesursachen und das macht TRALI „für Blutbanken zu einem größeren Problem als weithin bekannte Krankheiten wie HIV/Aids“.
Quelle
Siehe auch hier:
http://www.klinik.uni-wuerzburg.de/deutsch/einrichtungen/kliniken/InstitutfrKlinischeTransfusionsmedizinundHmotherapie/Studenten/Hauptvorlesung/BlutgruppenThrombozytenGranulozyten/Granulozyten/TRALI/content.html
http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2008/01-2008-34-trali.htm
Was sollte hier übertrieben oder falsch sein?
Bitte werde konkret, und erspare uns bitte Worte, die dein subjektives Empfinden zum Ausdruck bringen, wie ´schlimm´ oder ´das klingt wie´, denn damit zeigst du nur, dass du zu einer objektiven Betrachtung nicht bereit bist.
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Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon MaxPax » So 6. Apr 2008, 17:28

Original von mikeg
Original von MaxPax
Wenn ein Risiko als medizinisch vertretbar gilt, sollte kein Unterschied gemacht werden, was die medizinische Argumentationsweise betrifft.
Ob ein vertretbares Risiko von Jemandem eingegangen wird, der eine Bluttransfusion befürwortet oder ob ein anderes vertretbares Risiko eingegangen wird von Jemandem, der eine Bluttransfusion ablehnt, sollte dann ähnlich bewertet werden.
MaxPax, Was DU mit Deinem Leben machst ist Deine Sache, aber hier geht es erstens um das Transfusionsverbot das es bereits vor 1990 gab (erst seit 1990 wird TRALI als potentielle Gefahr erkannt)
Auch hier bringst du wieder Einiges durcheinander. Wenn du richtig gelesen hättest, hättest du feststellen können, dass ich ein medizinisches Argument angesprochen hatte, worauf sich die Schlußfolgereung aufbaute.
Du redest daran vorbei und vermengst das religiöse Gebot, sich des Blutes zu enthalten, mit dem medizinischen Argument.
Eine solche Herangehensweise führt zu nichts.
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Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon mikeg » So 6. Apr 2008, 18:43

@ MaxPax
Das mit dem Vergleich zu AIDS habe ich aus folgenden Wortlaut deines Zitats:
Laut einem Bericht zählt TRALI in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien mittlerweile zu den häufigsten transfusionsbedingten Todesursachen und das macht TRALI „für Blutbanken zu einem größeren Problem als weithin bekannte Krankheiten wie HIV/Aids“.

Und übrigens, dass wir beide sozusagen entgegensetzte Pole sind, war ja voraussehbar, ich als Naturwissenschaftler und Du als ZJ Mitglied...
Lass uns beide einen Gang runterschalten, und trotz aller Härte dabei Freunde bleiben, ja?

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Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon MaxPax » So 6. Apr 2008, 20:37

Original von mikeg
@ MaxPax
Das mit dem Vergleich zu AIDS habe ich aus folgenden Wortlaut deines Zitats:
Laut einem Bericht zählt TRALI in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien mittlerweile zu den häufigsten transfusionsbedingten Todesursachen und das macht TRALI „für Blutbanken zu einem größeren Problem als weithin bekannte Krankheiten wie HIV/Aids“.
Das betrifft nicht generell den Vergleich TRALI und HIV/Aids, sondern wie dort steht und deutlich zu lesen ist, den Bezug auf "transfusionsbedingte Todesursachen". In dieser Hinsicht ist TRALI "für Blutbanken" ein größeres ´Problem als weithin bekannte Krankheiten wie HIV/Aids´.

Das soll natürlich nicht heißen, dass die Gefahr durch eine Bluttransfusion Aids zu bekommen, nicht gegeben ist, auch wenn man sich im Laufe der Jahre um mehr Sicherheit bemüht hat.

Hier ein Erfahrungsbericht einer Zeugin Jehovas:
Bericht von Eva S.:
Meine Tante wurde im Oktober 1983 operiert. Es kam zu erheblichen Nachblutungen. Als Zeugin Jehovas lehnte sie jedoch eine Bluttransfusion ab. In den 90´er Jahren traten dann starke Hautprobleme und eine unerklärliche Entkräftung auf. Später kamen weitere Symptome wie starker Husten hinzu. Trotz jahrelanger Behandlungen und Therapien trat keine Besserung ein. Im Januar 1995 wurde dann festgestellt, dass sie HIVpositiv ist. Auch Hepatitis C wurde festgestellt. Beides geht auf die im Oktober 1983 durchgeführte Operation zurück. Man hatte ihr damals Blut übertragen. Dies ist auch nachgewiesen und auf grund dessen erhält sie eine monatliche Rente vom Staat. D.h. man hat ihr diese Transfusion nicht nur gegen ihren Willen, sondern auch gegen ihr Wissen zugeführt“.
Welche weiteren Folgen hatte die Erkrankung an Aids?
„Es folgten wiederholte Krankenhausaufenthalte, zum Teil sehr lange. Ende 1996 ist bedingt durch die HIVErkrankung dann ein Non-Hodgin-Lymphom aufgebrochen, ein sehr agressiver Magenkrebs. Es folgten Chemotherapie und Bestrahlung, Lungenspiegelung usw. Vergessen darf man aber auch nicht die furchtbaren emotionalen Folgen. Bei Feststellung der Erkrankung war das jüngste ihrer drei Kinder gerade 12 Jahre alt.
Auch für die Eltern meiner Tante war die Diagnose kaum zu verarbeiten“.
(Quelle)
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Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon MaxPax » So 6. Apr 2008, 20:41

Original von mikeg
Und übrigens, dass wir beide sozusagen entgegensetzte Pole sind, war ja voraussehbar, ich als Naturwissenschaftler und Du als ZJ Mitglied...
...als ob ein Wissenschaftler kein Zeuge Jehovas sein könne und umgekehrt. Solch polarisierende Suggestivsätze tragen nicht dazu bei, einen Gang runterzuschalten, wie du es vorschlägst:
Lass uns beide einen Gang runterschalten, und trotz aller Härte dabei Freunde bleiben, ja?
Freundlich bleiben, ja.

Siehe auch hier: "Ein Kernphysiker berichtet" (->english)
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Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon SunFox » Mo 7. Apr 2008, 02:16

Original von MaxPax
Original von SunFox

Hast du schon mal etwas von ´Autotransfusionsverfahren´ gehört?
Dieses Verfahren, welches in Münster entwickelt wurde, kam bei 24 Patienten der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas die sich einem herzchirurgischen Eingriff unterzogen zum Einsatz!
Dazu kommt noch die Myokardrevaskularisation, welche ein ähnliches Verfahren ist und mit diesem Verfahren ließen sich 9 Zeugen Jehovas operieren!
Sowohl das Autotransfusionsverfahren, so wie auch die Myokardrevaskularisation sind aber im Grunde genommen ein Verstoss in dem Sinne wie es die WTG lehrt, nämlich das man sich des Blutes gänzlich enthalten soll!
Das ist mal wieder nicht ganz richtig.
Über Autotransfusionen bei denen das den Körper verlassene Blut nicht gelagert, sondern zB während einer Operation aufbereitet und wieder zugeführt wird, heißt es:
Blutrückgewinnung:
Mittels entsprechender Maschinen läßt sich Blut, das während einer Operation oder bei einer Verletzung austritt, rückgewinnen. Das Blut wird gereinigt und kann dem Patienten in einem geschlossenen Kreislauf wieder zugeführt werden. In extremen Fällen können durch ein solches System mehrere Liter Blut zurückgewonnen werden.
(Quelle )
Diese Methoden werden demnach nicht grundsätzlich abgelehnt.


Lieber MaxPax,

schau mal hier !

Es handelt sich aber dennoch um Blut, welches den Körper verlassen hat und du schreibst ja: "... wieder zugeführt werden."

Und wenn einem wieder etwas zugeführt wird, dann hat man sich davon nicht enthalten, man hat es in sich aufgenommen!

Und in diesem Sinne könnte man auch vorher Eigenblut spenden, für eine notwendig anstehende Operation! ;)

Liebe Grüße von SunFox
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Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon picopedro » Mo 7. Apr 2008, 08:12

die diskussion kommt mir von seiten der zeugen jehovas so vor, wie wenn ein wegen totschlags veruteilter ins treffen führen möchte, daß der totschlag gerechtfertigt gewesen wäre, weil er von leuten als in kauf zu nehmen angeordnet wurde.

ist das nicht beweis genug dafür, wie gefährlich religiöser fanatismus sein kann, wo menschenleben keine rolle mehr spielen? sollte man wirklich den tätern noch raum dafür geben, diese untaten auch noch schönfärben zu wollen?

das erbarmen mit denn kindern, die dabei das leben lassen mußten und müssen, wird hier nicht einmal im ansatz angesprochen.

ist das noch christlich? oder sind wir so abgebrüht, daß interpretationen mehr wiegen als die liebe und barmherzigkeit, die uns jesus christus geboten hat?

fragende grüsse
peter
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Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon mikeg » Mo 7. Apr 2008, 08:37

Original von picopedro
die diskussion kommt mir von seiten der zeugen jehovas so vor, wie wenn ein wegen totschlags veruteilter ins treffen führen möchte, daß der totschlag gerechtfertigt gewesen wäre, weil er von leuten als in kauf zu nehmen angeordnet wurde.

Mir ist unverständlich, warum man so ein Aufsehen wegen Blut macht. Sicher erkenne ich die symbolische Bedeutung von Christi Blut als Opfer für die Menschheit.

Das muss man doch nicht negativ auslegen als ob das Blut anderer Menschen irgendwie Tabu wäre.
Man könnte doch ebensogut POSITIV argumentieren:
Wenn Jesus sein Blut für uns gegeben hat, dann ist Blut ein Symbol für Leben; also ein Zeichen, dass Blut lebensnotwendig und heilend sein kann!

Was spricht gegen so eine Auslegung?

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Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon mikeg » Mo 7. Apr 2008, 09:16

Noch unverständlicher werden spezielle Ge/Verbote, also auch das Verbot Blut as Speise anzusehen, wenn man liest (Kolosserbrief 2:16):

So lasset nun niemand euch Gewissen machen über Speise oder über Trank oder über bestimmte Feiertage oder Neumonde oder Sabbate;

[Dank an Krummi, der mich auf diese Stelle aufmerksam machte]

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Re: Risiken von Bluttransfusionen

Beitragvon MaxPax » Mo 7. Apr 2008, 18:33

Original von SunFox
Original von MaxPax

Das ist mal wieder nicht ganz richtig.
Über Autotransfusionen bei denen das den Körper verlassene Blut nicht gelagert, sondern zB während einer Operation aufbereitet und wieder zugeführt wird, heißt es:
Blutrückgewinnung:
Mittels entsprechender Maschinen läßt sich Blut, das während einer Operation oder bei einer Verletzung austritt, rückgewinnen. Das Blut wird gereinigt und kann dem Patienten in einem geschlossenen Kreislauf wieder zugeführt werden. In extremen Fällen können durch ein solches System mehrere Liter Blut zurückgewonnen werden.
(Quelle )
Diese Methoden werden demnach nicht grundsätzlich abgelehnt.
Lieber MaxPax,

schau mal hier !

Es handelt sich aber dennoch um Blut, welches den Körper verlassen hat und du schreibst ja: "... wieder zugeführt werden."

Und wenn einem wieder etwas zugeführt wird, dann hat man sich davon nicht enthalten, man hat es in sich aufgenommen!
Es gibt Zeugen Jehovas, die das so wie du sehen und deshalb auch diese Behandlung aus Gewissensgründen ablehnen.

Es gibt aber auch die akzeptierte Sichtweise, mit der man das Verfahren als erweiterten Blutkreislauf betrachtet. Dazu gehört nicht gelagertes Blut, sondern das während der Operation gereinigte Blut, welches sofort wieder dem Körper zugeführt wird.
Es befindet sich demnach in einem Kreislauf, wenn auch teilweise außerhalb des Körpers.
Den Körper, nicht jedoch den (erweiterten) menschlichen Blutkreislauf hat das Blut kurzzeitig verlassen.
Deshalb wurde dieses Verfahren im oben zitierten ´Erwachet!´-Artikel als mögliche Methode angeführt.

Gruß, MaxPax
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Re: Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon leonard » Mo 22. Sep 2008, 21:47

Blut wird in Gottes Wort, der Bibel, an mehr als 400 Stellen erwähnt

Damals wurden selbstverständlich keine Bluttransfusionen vorgenommen, denn erst gegen Anfang des 16. Jahrhunderts begann man, damit zu experimentieren.

(Apostelgeschichte 15:28-29) Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: 29 euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen. Bleibt gesund!“

Das Essen von Blut wird hier mit Götzendienst und Hurerei auf eine Stufe gestellt, Handlungen, die wir bestimmt nicht verüben sollten.

Blut wurde von Gott dafür vorbehalten, auf dem Altar zu Opferzwecken verwandt zu werden.

(3. Mose 17:11) Denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich selbst habe es für euch auf den Altar gegeben, damit Sühne geleistet wird für eure Seelen, denn das Blut ist es, das Sühne leistet durch die Seele [darin].

Eph. 1:7: „Durch ihn [Jesus Christus] haben wir die Erlösung durch Loskauf mittels des Blutes dieses einen, ja die Vergebung unserer Verfehlungen, gemäß dem Reichtum seiner unverdienten Güte.“

Ist eine Transfusion wirklich dasselbe wie das Essen von Blut?

Wenn ein Krankenhauspatient keine Nahrung durch den Mund aufnehmen kann, wird er intravenös ernährt. Würde nun jemand, der zwar kein Blut in den Mund nimmt, sich aber eine Bluttransfusion geben läßt, wirklich dem Gebot, ‘sich von Blut zu enthalten’, gehorchen?

Wie verhält es sich zum Beispiel mit jemandem, dem der Arzt dringend geraten hat, sich des Alkohols zu enthalten? Würde er den Rat befolgen, wenn er zwar aufhören würde, Alkohol zu trinken, ihn sich aber statt dessen direkt in die Venen spritzen würde?

Diejenigen, die den Gebrauch von Menschenblut als inneres Heilmittel für Krankheiten einführen, scheinen es zu mißbrauchen und scheinen schwer zu sündigen. Kannibalen verurteilt man. Warum verabscheuen wir nicht diejenigen, die ihren Schlund mit Menschenblut besudeln?

Ähnlich verhält es sich mit der Aufnahme von Fremdblut aus einer aufgeschnittenen Vene, sei es nun durch den Mund oder durch Transfusionsinstrumente. Die Urheber dieser Operation haben das göttliche Gesetz gegen sich.

Ja, sogar in vergangenen Jahrhunderten erkannten einige, daß das biblische Gesetz es nicht erlaubt, über die Venen oder durch den Mund Blut zu sich zu nehmen. Wer dies heute in Betracht zieht, kann vielleicht den Standpunkt verstehen, den Jehovas Zeugen einnehmen und der mit dem Standpunkt Gottes übereinstimmt.

(1. Samuel 25:29) Wenn ein Mensch sich aufmacht, um dir nachzujagen und nach deiner Seele zu trachten, wird es sich bestimmt erweisen, daß die Seele meines Herrn im Beutel des Lebens bei Jehova, deinem Gott, eingewickelt ist; was aber die Seele deiner Feinde betrifft, er wird sie fortschleudern wie mitten aus der Höhlung der Schleuder.

Wahre Christen sind sich darüber im klaren, daß selbst die hervorragendste ärztliche Behandlung in den besten Krankenhäusern nicht verhindert, daß Menschen irgendwann sterben. Sie sterben mit oder ohne Bluttransfusion. Wenn man das sagt, ist man kein Fatalist, sondern ein Realist. Der Tod ist heutzutage eine Tatsache.

(1. Korinther 2:14-16) Ein physischer Mensch aber nimmt die Dinge des Geistes Gottes nicht an, denn sie sind ihm Torheit; und er kann [sie] nicht erkennen, weil sie geistig beurteilt werden. 15 Der Geistesmensch dagegen beurteilt tatsächlich alle Dinge, er selbst aber wird von keinem Menschen beurteilt. 16 Denn „wer hat den Sinn Jehovas kennengelernt, daß er ihn unterweise“? Wir aber haben Christi Sinn.

Christen vertrauen nicht auf den ‘Arm von Fleisch’, sondern auf Jehova, den Geist

(Jeremia 17:5) Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Verflucht ist der kräftige Mann, der sein Vertrauen auf den Erdenmenschen setzt und tatsächlich Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz sich von Jehova selbst abwendet.

Gott beurteilt und richtet sie nicht gemäß dem, was sie im Fleische sind — wie es der Mensch oftmals tut —, sondern gemäß dem, was sie geistig sind

(1. Korinther 4:3-5) Für mich nun ist es etwas sehr Geringfügiges, daß ich von euch oder von einem menschlichen Gerichtshof beurteilt werde. Ja, ich beurteile mich auch selbst nicht. 4 Denn mir ist nichts bewußt, was gegen mich [spräche]. Doch dadurch werde ich nicht als gerecht befunden, der mich aber beurteilt, ist Jehova. 5 Richtet somit nichts vor der gegebenen Zeit, bis der Herr kommt, der sowohl die verborgenen Dinge der Finsternis ans Licht bringen als auch die Ratschläge der Herzen offenbar machen wird, und dann wird jedem sein Lob von Gott zukommen.

(2. Korinther 5:16-17) Infolgedessen kennen wir von nun an keinen Menschen gemäß dem Fleische. Selbst wenn wir Christus gemäß dem Fleische gekannt haben, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr so. 17 Wenn somit jemand in Gemeinschaft mit Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; die alten Dinge sind vergangen, siehe, neue Dinge sind ins Dasein gekommen.

1Petrus 4:6) In der Tat, zu diesem Zweck wurde die gute Botschaft auch den Toten verkündigt, damit sie, was das Fleisch betrifft, vom Standpunkt der Menschen aus gerichtet würden, doch was den Geist betrifft, vom Standpunkt Gottes aus leben könnten.

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Re: Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon SunFox » Mo 22. Sep 2008, 22:45

leonard hat geschrieben:Blut wird in Gottes Wort, der Bibel, an mehr als 400 Stellen erwähnt
......
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Lieber leonard,

es wäre nett, wenn du deine Kopien aus Wachtturmspublikationen auch als diese kennzeichnen würdest, gegebenenfalls auch mit Link, wo diese kopiert wurden! ;)

Auch wäre es nicht schlecht, wenn du anmerken würdest, das die Bibelzitate aus der NWÜ entstammen, also einer Bibel die zur Lehrunterstützung der Zeugen Jehovas so aufgelegt wurde, das sie mit dem Lehrgebäude im Einklang ist!

Liebe Grüße von SunFox
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Re: Woher kommt das Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon Enggi » Di 23. Sep 2008, 05:29

mikeg hat geschrieben:Liebe Zeugen Jehovas und diejenigen die mal ZJ waren und andere interessierte Forumsmitglieder...

Ich würde gerne - ganz ohne Vorurteile - hören/lesen, wie man aus der Bibelschrift auf ein Verbot von Bluttransfusionen kommt, denn für mich ist das nicht nachvollziehbar.

...und zu Beginn gleich mein eigener Standpunkt:

Obwohl ich so eine Lehre ablehne und glaube dass jedem Menschen jede medizinische Hilfe zusteht, habe ich dieses Thema eröffnet um den Ursprung und Sinn des Transfusionsverbots zu erläutern und besser zu verstehen.

lg mike

Die Begründung ist ganz einfach: Weil am Apostelkonzil beschlossen wurde, Christen aus den Nationen sollen sich des Blutes enthalten.
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Re: Bluttransfusionsverbot bei den ZJ

Beitragvon Thelonious » Mo 29. Sep 2008, 19:44

Leonard,

ich habe Dir am 27.9. eine PN geschickt, bitte mal abrufen, danke.

Gruß
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