Die Bedeutung von Christosamaj ...

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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon onThePath » Mo 30. Nov 2009, 16:19

jes_25913 hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:
denn Liebe allein genügt nicht und ist ohne Jesaus Christus höchstens die halbe Botschaft (wenn überhaupt).

lg, oTp


Die Liebe allein genügt. Es fragt sich nur - ich unterstelle das jetzt aber nicht Johncom - ob man ohne Bewusstsein ein ewiges Wesen und deshalb selbst unverletzlich und von Furcht befreit zu sein, in jedem Fall in der Liebe bleiben kann, ob dann im Extremfall nicht doch die Liebe vom Selbsterhaltungstrieb überwunden wird. Das ist der springende Punkt!


Dann hat von uns einer nicht ganz verstanden, wer Jesus war und was er getan hat.
Allerweltslehren gibt es wirklich genug, die sich alle selber genügen. Und die alle sagen: Ist Liebe drin in unserem Paket, sonst brauchen wir nichts.



lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Die Bedeutung von Christo Samaj ...

Beitragvon jesusjünger » Di 1. Dez 2009, 00:20

Johncom hat geschrieben:Hallo jesusjünger,

Du kannst gerne auch mit uns sprechen über das was neu für Dich ist. Versuche, die kleinen Streitereien die Du herauslesen kannst, nicht zu ernst zu nehmen. Erzähl ruhig weiter über Deine persönliche Vision 'Christo Samaj' !

jesusjünger hat geschrieben:ich habe Mühe, wegen meiner am Anfang beschriebenen Probleme mich sachgerecht an dieser Disskussion zu beteiligen ...

ich würde gerne, wenn ich es besser könnte ...


Es ist mutig von Dir - :respekt:
trotz der erwähnten seelischen Erschwernisse - Deine Ideen und Erkenntnisse nach aussen zu bringen. Ich bin sicher Du hast ein sehr begabtes Einfühlungsvermögen für den indischen Jesus-Bhakti. Und finde es symphatisch ....

Der 1. Links zu tamilischen christlichen Liedern klappte bei mir nicht, der 2. bietet Lieder zum downloaden. Ganz fein .. ich werd Dir auch was raussuchen !



Hallo Johncom, @ alle,


ich habe mich entschieden, mit dem im Zitat erwähnten Beitrag, an dieser Disskussion in diesem Thread zu beteiligen ...

ein "Christo Samaj" braucht keine Visionen im Sinne von christlichen Darjans ...

die Bibel, Gottes Wort lehrt uns, das wir uns nicht aus eigener Kraft Visionen verschaffen können ...

im alten Testament erfahren wir, das sich z.B. Mose und andere biblische Gestalten auf eine Begegnung mit Gott und dem Herrn vorbereiteten ...

König Saul verschaffte sich durch ein Medium (Wahrsagerin) selbst eine Vision und eine Vorhersage, aber eine von Gott auf diese Weise nicht gewollte Vision ...

Daher möchte ich lieber davon sprechen, dass Gott im Leben Jesu Christi im Heiligen Geist mir zeigt, was ER mit einem "Christo Samaj" oder einer indischen, christlichen Gemeinde vorhat ...

...

ich glaube, zum Beispiel, gefällt Gott dass Wort "Christu Kula Ashram" besser als "Christo Samaj" ...

Christo Samaj bedeutet Verein, Religiöse Gruppierung oder Versammlung Christi; das "in" fehlt ...

Christu Kula Ashram bedeutet etwa: der Halteplatz oder Ruheort der Familie Christi, was sich schon besser anhört ...

aber auch hier fehlt das "in" und "die herausgerufene Schar" ...

ich kenne zuwenig Hindi und zuwenig Tamil (eine indische Sprache Südindiens, die ich mir näher angeschaut habe) um diese Wörter "in" und "herausgerufene Schar" in einen Titel einer indischen Gemeinde und Kirche einzuarbeiten, so, wie ich glaube, dass es Gott wohlgefällt ...

...

zu der Wortverbindung Jesus Bhakti ...

ich möchte den Begriff Bhakti im indischen Christentum, in der Mission in Indien und in der Nachfolge nicht benutzen ...

Bhakti entsteht aus einer ekstatischen Liebe und Hingabe zur Gottheit, was nicht so recht geeignet ist, die Liebe Gottes in Jesus Christus zu uns gefallen (die Bibel nennt das sündigen) Menschen erlebbar zu machen ...

daher glaube ich, das Gott das indisch-tamilische Wort Anbu (Liebe) bevorzugt, was besser geignet als Bhakti ist, Tamilen die Liebe Gottes in Jesus Christus verständlich zu machen ...

aus zwei Liedern der tamilischen Gemeinde, die die Lieder "Jebathotta Jeyageethangel" (siehe Link ziemlich am Anfang der 1. Seite dieses Threads) singen, möchte ich hier vor Gott einmal näher Betrachtungen machen ...

das zweite Lied von Volume 9 heist übersetzt: Nehsikirehn ummä taneh Ei-ja - "Ich liebe nur Dich, Meister" ...

die Übersetzung des tamilischen Textes in deutsche zeigt mir eine weitgehende Übereinstimmung mit der Bibel, soweit ich das übersehe ...

das ganze Lied ist sehr gefühlvoll, mit Geigen und sehr sehnsuchtsvoll komponiert ...

was mein Problem ist, und womit ich mir vorstellen kann, und auch von Gott ist dieses: ...

das Lied erinnert mich an Hare Krischna chanten ...

und dieses gefühlvolle Singen des Sängers namens Father S.J. Bergmans erinnert mich an Bollywood Filme ...

ich weiß nicht, ob dieser Stil Mission ist, ob er Indern Mut, macht, Jesus Christus nachzufolgen und Nächstenliebe zu tun ...

Gemeinden, Schulen und cartative Einrichtungen zu gründen ...

in einem anderen Lied kommt der Ausdruck vor: Nahn paravasamagiduwehn - etwa: ich verzücke vor Ekstase bei deinem Anblick (Jesus ist gemeint) ...

hier ist die Gefahr, dass eine selbst gemachte Stimmung Visionen hervorzieht ...

...

besonders schwierig ist es für Inder indischen Tanz und jüdisch, israelitischen Tanz auseinanderzuhalten ...

der Tanz zu Ehre Gottes, der sich in einigen Psalmen ausdrückt, ist in indischen Tänzen nicht so leicht wiederzugeben ...

ich weis nicht genau, ob ßanggietam (Tanzpreislied) die Bedeutung von Psalm (Tanzpreislied vor Gott dem Herrn) richtig wiedergibt ...

weil es schwierig ist, die Erfahrungen des Volkes Israels in indischer Religiosität und im Hinduismus wiederzugeben ...

die Kultur, Sprache und religöse Erfahrung Indiens hat noch keine Veränderung, Verwandlung und Sprachneuschöpfung durch Jesus Christus und das Christentum wie in Europa und Deutschland durchgemacht ...

...

aus diesem Grunde ist auch ein christlicher, tamilischer Tempel oder Kovil (der wie ein Pyramidenstumpf aussieht) problematisch als Kirche ...

selbst die schönste Bildhauerei im indischen Stil erschwert, dass Inder die Geschichte des Volkes Israel verstehen ...

und weil Inder diese Unterscheideungsprobleme (Alles ist eins ...) haben bis heute, haben auch die Theosophen und Anthroposophen diese Probleme ...

müsste EUrhythmie nicht eigentlich getanztes Evangelium (altgr. EUangelion)? sein? ...

unsere christlich geprägte Kultur hat mehr Erfahrung in Tanz und Balett, um klarer auf Jesus Christus und seinen Ruf zur Nachfolge hinzuweisen ...

eigentlich ist das, was Gott will, ganz einfach ...

in der Apostelgeschichte wird immer geschildert, das Paulus zwischen den Judenchristen und den Heidenchristen vermitteln musste, um die frohe Botschaft Jesu Christi zu verkündigen und vermitteln zu können ...

dass bedeutete, dass das alte Testament zitiert und betrachtet werden musste, um dass das Einmalige an der frohen Botschaft Jesu Christi überhaupt vermittelt werden konnte ...

so ist das auch nötig in der Mission in Indien, und Gott hätte es gerne, wenn diese Frage auch im interreligiösen Dialog angesprochen würde ...

auch den Theosophen und den Anthroposophen, fehlt in diesem Punkt die richtige Sicht der Wahrheit in der Person Jesus Christus ...

Krischnabewusstsein und Christusbewusstsein verdecken dieses und führen insofern in die Irre, das die Person Jesu Christi nicht mehr deutlich gesehen wird ...

...

Paulus betont aber immer wieder in seinen Briefen an die Gemeinden (von denen die meisten in Griechenland waren und ähnliche Probleme hatten, wie die werdenden Gemeinden in Indien heute) ...

dass er froh ist, dass überhaupt das, was in der Person Jesu Christi ist und was er uns vorgelebt hat, verkündigt wird, dass die Mission überhaupt anfängt ...

So sehe ich in christlichen Kovils, christlichen Tanz, indisch, christlichen Liedern (Bhajans, Gietas) auch etwas Positives ...

...

Ich könnte noch weitere Ausführungen zu der Frage eines "Christo Samaj" machen, aber ich möchte diese vielen detailierten Ausführungen zur weiteren Diskussion in weiteren Beiträgen erst einmal sacken lassen ...


LG an alle (auch im Herrn)
jesusjünger
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Psalm 23, 1

Ab dem 18.11.2009 habe ich meinen Nicknamen
von "christosamaj" in "jesusjünger" geändert.

LG jesusjünger
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Re: Die Bedeutung von Christo Samaj ...

Beitragvon Johncom » Di 1. Dez 2009, 07:36

Hallo jesusjünger,

aus zeitkichen Gründen jetzt nur kurz und spontan. Sehr interessante Gedanken ! Du wirst wohl eher sagen 'nicht meine Gedanken, Gottes Gedanken' ? ..... jedenfalls danke dafür.

Und um das gerade zurechtzurücken: Mit 'Deine persönliche Vision Christo Samaj' meinte ich das, was Du - scheinbar - vor hast, das was Du machen möchtest oder ins Leben rufen willst. Eine Vision in der Art wie ein geplantes Projekt .... Ist das richtig ? Möchtest Du von hier aus eine Mission in Indien gründen oder unterstützen ?

Soweit gerade und Gruss !
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Johncom » Di 1. Dez 2009, 08:08

onThePath hat geschrieben:Allerweltslehren gibt es wirklich genug, die sich alle selber genügen. Und die alle sagen: Ist Liebe drin in unserem Paket, sonst brauchen wir nichts.


So kann man immer weiter mit Worten spielen. Man kann sagen: Christliche Lehren gibt es wirklich genug. Denn es steht Jesus drauf auf unserem Paket, das reicht um gerettet zu werden ( und von was eigentlich ?).

Ja, für viele reicht das. An einen Namen glauben, an ein Konzept für Erlösung. Sich diesen Glauben Tag für Tag neu zu bestätigen, anderen zu bestätigen. Biblischer klingt es: zu bezeugen.

onThePath hat geschrieben:Dann hat von uns einer nicht ganz verstanden, wer Jesus war und was er getan hat.


Die andere Frage ist auch: Wer bin ich ? Wer bist Du ? Und was tust Du damit was, er lehrte ? Einfach nur Bibel lesen, darüber reden, das wars ? Zum Beispiel für eine Missionsarbeit in Indien wär das zu wenig.
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon onThePath » Di 1. Dez 2009, 08:36

Und was tust Du damit was, er lehrte


Wir wissen doch beide, dass ein Konzept der Erlösung falsch sein kann.
Und falsch kann es auch sein, wie man sich trotz der richtigen Lehre verhält.

In beiden Fällen ist man Getäuschter, oder der, der sich selber über sich täuscht.

Im Christentum sollte man es schaffen, zumal Jesus Christus sich selber dafür verbürgt.
Wir Christen sollten wissen, was zu tun ist.
Dass statt dessen oft auf billige Gnade gesetzt wird oder nur auf Werke ist traurig.


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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Johncom » Di 1. Dez 2009, 09:28

jes_25913 hat geschrieben:Die Liebe allein genügt. Es fragt sich nur - ich unterstelle das jetzt aber nicht Johncom - ob man ohne Bewusstsein ein ewiges Wesen und deshalb selbst unverletzlich und von Furcht befreit zu sein, in jedem Fall in der Liebe bleiben kann, ob dann im Extremfall nicht doch die Liebe vom Selbsterhaltungstrieb überwunden wird. Das ist der springende Punkt!


Lieber Jes,

ich glaube, die Liebe ist das was - wenn überhaupt - Gott am nächsten kommt. Wenn überhaupt etwas ist, was wir willentlich anstreben können, dann das.

Dass Du Liebe in Bezug bringst, oder ins Kontra setzt zu Selbsterhaltungstrieb ist, finde ich gut gewählt. Menschlichen Selbsterhaltungstrieb würde ich verkürzt Ego nennen. In der Liebe gehen wir über das Ego hinaus, wir verschenken uns. Ich vermute, das Ego wird auf ganz natürliche Weise gehen und zwar nach dem Tod. Ein 'Seiendes' bleibt wie es immer schon da war, aber kein Bewusstsein des Getrennt Seins. Und auf ganz natürliche Weise sind wir alle bewusstlos, aber weiterhin seiend ... täglich während wir schlafen, in der traumlosen Phase. / Aber kann auch sein dass Du was ganz andres meintest mit dem springenden Punkt ?
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Johncom » Di 1. Dez 2009, 09:56

onThePath hat geschrieben:Wir wissen doch beide, dass ein Konzept der Erlösung falsch sein kann.
Und falsch kann es auch sein, wie man sich trotz der richtigen Lehre verhält.


Weil Du gerne streitest halt ich dem entgegen, dass es nicht unbedingt an richtigen / falschen Lehren oder Konzepten liegt. Sondern am richtigen / falschen Verständnis der Lehre ? Oder so: Muss eine Lehre, ein Erlösungskonzept unbedingt falsch sein wenn sie beispielsweise schon seit 200 oder 2000 oder sogar 5000 Jahren Anhänger findet ? Das hiesse dann doch, man hält die vielen Millionen Andersgläubiger allesammt für dumm oder verblendet oder sonstwas. Und man hält sich selbst für einen der ganz wenigen, die der einzig wahren selig machenden Lehre folgen.

onThePath hat geschrieben:Im Christentum sollte man es schaffen, zumal Jesus Christus sich selber dafür verbürgt.
Wir Christen sollten wissen, was zu tun ist.


In dem 'wir' seh ich eine kleine Gefahr. Das Wir besteht aus vielen kleinen Ichs, und eins bist Du und nur das sich ganz Jesus Christus anvertrauen. Die vielen anderen ichs haben, jeder für sich, einen ähnlichen oder anderen Weg zur Befreiung.
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon onThePath » Di 1. Dez 2009, 10:23

Johncom hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Wir wissen doch beide, dass ein Konzept der Erlösung falsch sein kann.
Und falsch kann es auch sein, wie man sich trotz der richtigen Lehre verhält.


Weil Du gerne streitest halt ich dem entgegen, dass es nicht unbedingt an richtigen / falschen Lehren oder Konzepten liegt. Sondern am richtigen / falschen Verständnis der Lehre ? Oder so: Muss eine Lehre, ein Erlösungskonzept unbedingt falsch sein wenn sie beispielsweise schon seit 200 oder 2000 oder sogar 5000 Jahren Anhänger findet ? Das hiesse dann doch, man hält die vielen Millionen Andersgläubiger allesammt für dumm oder verblendet oder sonstwas. Und man hält sich selbst für einen der ganz wenigen, die der einzig wahren selig machenden Lehre folgen.

onThePath hat geschrieben:Im Christentum sollte man es schaffen, zumal Jesus Christus sich selber dafür verbürgt.
Wir Christen sollten wissen, was zu tun ist.


In dem 'wir' seh ich eine kleine Gefahr. Das Wir besteht aus vielen kleinen Ichs, und eins bist Du und nur das sich ganz Jesus Christus anvertrauen. Die vielen anderen ichs haben, jeder für sich, einen ähnlichen oder anderen Weg zur Befreiung.


Du wärest ja nicht Johncom, wenn Du zugeben würdest, dass Christus die "richtigste" Offenbarung Gottes ist. Und dazugehörige wichtige Grundwahrheiten.
Die Richtigste ist natürlich nur ein Begriff der andeutet, wie bedeutend Jesus Christus ist. Aber da wir glauben, dass er der Einzige ist, der Eins mit dem Vater ist, ist ihm wirklich Niemand ebenbürtig oder könnte ihm das Wasser reichen.

Demnach wären alle anderen Religionsgründer und Offenbarer nur so weit "informiert" über den richtigen Weg, wie sie dazu als Menschen fähig waren Wahrheit zu erkennen und dabei auch Irrtümer zu erkennen um sie zu vermeiden.
Da aber Irrtum überall lauert, sind sie allesamt nur recht wenig verlässliche Verkünder von Gottes Wahrheiten.

Das ist es, was ich als Christ glaube.
Als Nichtchrist wäre das einer Überlegung wert, wem ich vertraue, auf wen ich baue.

Sundar Singh hat das für sich erkannt, und er war ein religiöser Inder, nein viel mehr, nämlich ein ernsthafter Gottes-Sucher, der sich Gott ganz hingeben wollte.

Welches "Konzept" ausgereifter ist, ist eine andere Sache. Der Hinduismus/Buddhismus hat ein großes Angebot, aus dem man für sich am besten Passendes aussuchen kann.
Eben das, was einem am besten liegt und gefällt. Sicher findet man darin auch Wahrheiten. Und schön bequem in Bausteinen, die man nach eigenem Wissen und Bedürfnis auswählt und zusammenstellt. Ist ja für jedes Bedürfnis was da. Man wählt Wahrheiten und Falsches für sich aus, verwirft dafür Wahres, was Christus lehrt.

Aber Jesus Christus würde sagen: "Schaut auf mich, hört auf mich, dann braucht ihr nicht mehr woanders suchen".
Leider ist der Christ auch nur ein Mensch. Deshalb sind viele lauwarm und geben mit ihrem Leben ein schwaches Zeugnis für Jesus Christus ab.
Das fiel übrigens Sundar Singh deutlich auf, aber er zweifelte deshalb nicht an Christus.

Der Inder hat anscheinend schon seit tausenden von Jahren echte Sehnsucht nach Gott. Das merkt man als Europäer. Dem Europäer scheint da was zu fehlen. Und Hinduismus/Buddhismus scheint ihm das geben zu können was er meint das ihm fehlt.

Wenn er mit Christus alles hat, was fehlt ihm dann ?
Irrtum lauert überall, auch für den Christen. Orientiert er sich an der Welt und dem eigenen fleischlichen Menschen, dann bleibt er "verwirrt" und weiss nicht wirklich wo es lang geht.
Und dann ist er auch eine leichte Beute für Satan und ein Spielzeug für seine Absichten. Er ist dann ein mehr oder weniger Betrogener ( durch eigens Verschulden) oder einkümmerliches Zeugnis für Jesus Christus.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Matoser » Di 1. Dez 2009, 23:17

Mit dem Buddhismus, wird ein Lebensprinzip oder philosophie gewählt, die mit Frieden, Glück, Meditation und Respekt
vor jedem Wesen zu tun hat. Auch mit Offenheit, den Mittleren Weg (vermeidung von extremen) und dem Loslassen und Nichtstarrheit von Konzepten.

Dagegen identifizieren sich viele (Namens-) Christen 1. mal nicht mehr mit Jesus, er ist weit weg, fast "verboten "über ihn zu reden 2. Wird als naiv dargestellt und erinnert an die Verbrechen und Naivität und Grausamkeiten der Kirchen, welcher oft auf blindem Dogmatismus gründet(e).
Dazu ist es ziemlich peinlich extrem an Christus zu glauben, auch wegen des zweifels, wer kann schon etwas sicher sagen, dass es so ist. Es kommen ja in der heutigen Zeit ständig neue erkenntnisse hinzu und was gestern noch sicher geglaubt wurde ist heute schon quatsch.....

Das ist eine mögliche Antwort. Auch, dass die spirituellen Wahrheiten Jesu nicht mehr richtig gelehrt werden, nur noch die dogmen und 10 gebote ( Sorgt euch nicht, Macht des Glaubens, Richtet nicht, barmherzigkeit, Himmelreich ist in euch, Heilger geist, Ich bin in euch, wahre schätze, Leben nach dem tod usw.....) trägt dazu bei.
Die Kirchen haben die Spiritualität des Menschen nicht in ihrem Programm, der Buddhismus schon.
Allerdings gibts dort auch versteckte naive dogmen wie naive Karmadeutungen (alles ursachen früherer leben......)
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Faith » Mi 2. Dez 2009, 00:50

@Matoser,

deine Kritik teile ich zum Teil, aber ich finde es nicht peinlich an Jesus zu glauben, sondern heute sogar sehr mutig.

Das Problem heute ist doch, warum das Christentum heute Kraft mehr hat, ist einfach erklärt.

Vergleiche die Christen damals vor 2000 Jahren und die Christen heute, was fällt dir dabei auf ?

genau keine Kraft, kaum veränderungen, aber viele Worte! Paulus hat die Welt auf den Kopf gestellt und heute ?... Das Christentum heute ist meiner Meinung nach sehr schwach und bietet keine Kraft mehr, harte Worte, aber leider wahr. Ich weiss dass dies ein AUfschrei geben wird, aber das ist mir egal. Ich sag dass was ich sehe.

man hat aus dem Christentum eine Religion gemacht, was mit Jesus selber nichts mehr zutun hat.

Paulus lehrt sehr oft: Christus in uns, in Ihm und Jesus sagte dass wir die Reben sind die am Weinstock (Jesus) hängen, also Kraft pur, nach innen und nach aussen hin könnte man meinen, dem ist aber heute nicht mehr so.

Das Christentum heute hat in sich und nach aussen hin absolut keine Kraft mehr, verursacht keine Veränderung, keine Revolution wie vor 2000 Jahren, sondern man redet nur.

Das Christentum heute macht sich heute leider lächerlich mit dem was sie tun und werden auch nicht mehr ernst genommen.

Wenn das Christentum wirklich nach dem Wort Gottes leben würde, wie es die Christen damals auch taten und die Bibel nicht mit Gott verwechseln würde, wirklich in Liebe und Demut leben würde und nicht nur reden würden, dann würde das heutige Christentum die Welt wieder auf den Kopf stellen und eine Revolution auslösen. Das Christentum heute hat absolut keine Anziehungskraft mehr, die Menschen heute wenden sich angeekelt vom Christentum ab, weil es nichts zu bieten hat und wendet sich anderen Religionen zu, die ihnen angeblich was gibt, was wir Ihnen nicht geben können.

Dann kommt noch hinzu, dass das Christentum heute erstens nur aus Worten und Bekenntnissen besteht und zum anderen aus Gesetzen, du musst, du musst, du musst .... auch wenn viele Christen das verneinen, so ist dies aber trotzdem.

Weiter kommt hinzu, dass viele Christen heute die Bibel mit Gott verwechseln und zu Ihrem Gott erheben, ich weiss da wird es jetzt einen Aufschrei geben, aber leider ist dass die Wahrheit. Sie tun so, als wäre die Bibel vom Himmel gefallen und willst du nicht mein Bruder sein, so schlage ich dir den Schädel ein. Die armen Christen vor 2000 Jahren, die keine Bibel hatten, wie haben die nur ohne Bibel leben können ?

Das Christentum braucht einen absoluten Paradigmenwechsel und meiner Meinung nach kam das Buch die Hütte gerade zur rechten Zeit, die das CHristentum heute absolut aufwühlt, durchrüttelt und das eigene Gedankengut hinterfragt und mit Gottesbildern aufräumt die mit Gott selber nichts mehr zutun haben, die in den heutigen Gemeinden gepredigt wird.

Also an Jesus zu glauben ist nicht peinlich, in keinster Weise, den Jesus ist Kraft, Jesus ist Glaube, Jesus ist Liebe, Jesus ist Demut, Jesus ist Barmherzig.

Jesus ist kein Christ, den Er ist der Sohn Gottes, voller Kraft und Herrlichkeit, der grösste Bruder den man sich vorstellen kann und wir sind SEINE Nachfolger, die genau dass gleiche können wie Er, aber tun es nicht, weil wir uns von Ihm entfernt haben und mit dem Christentum wie es vor 2000 Jahren war nichts mehr gemein hat.

Kehren wir um und fangen an dass zu leben, was Jesus sagte.

Ich weiss es sind harte Worte die ich schreibe, aber es sind Dinge die ich sehe und wir drigenst Veränderung brauchen, den sonst werden wir weiterhein abgelehnt werden, weiter lächerlich machen und weiterhin kraftlos leben. Wir werden wenn wir uns nicht ändern, keine Anziehungskraft mehr haben, wie es damals Jesus und seine Jünger hatten.
Gott ist ein "Verb" gruss Papa
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Johncom » Mi 2. Dez 2009, 08:09

Lieber jesusjünger,

es kann sein dass ich diesen Satz nicht richtig verstanden habe:

jesusjünger hat geschrieben:Bhakti entsteht aus einer ekstatischen Liebe und Hingabe zur Gottheit, was nicht so recht geeignet ist, die Liebe Gottes in Jesus Christus zu uns gefallen (die Bibel nennt das sündigen) Menschen erlebbar zu machen ...


Was ist Sündigen .... Gesang ? Feiern ?

jesusjünger hat geschrieben:und dieses gefühlvolle Singen des Sängers namens Father S.J. Bergmans erinnert mich an Bollywood Filme ...


Hm ... das ist ganz einfach der Stil dort, dieser ist in langer Zeit gewachsen. Aber die Bollywood Filme benutzen den Stil und übertreiben ihn etwas weils gut ankommt.

jesusjünger hat geschrieben:unsere christlich geprägte Kultur hat mehr Erfahrung in Tanz und Balett, um klarer auf Jesus Christus und seinen Ruf zur Nachfolge hinzuweisen ...


Und diese Sicht überrascht mich wirklich. Tanz ist tatsächlich eine der klassischen antiken Künste, aber von welcher christlichen Bewegung wurde Tanz, ästhetischer Körperausdruck jemals geübt, geschweige denn überhaupt gut geheissen ? Das Gegenteil scheint der Fall, ich las dass Bibeltreue Christen nicht tanzen, es auch ihren Kindern verbieten.

Soweit die kleinen Gegenfragen ;)
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Johncom » Mi 2. Dez 2009, 09:31

onThePath hat geschrieben:Du wärest ja nicht Johncom, wenn Du zugeben würdest, dass Christus die "richtigste" Offenbarung Gottes ist. Und dazugehörige wichtige Grundwahrheiten.


Es ist möglich dass Christus die 'wichtigste' Offenbarung Gottes ist in dieser Zeitepoche. Es ist auch möglich dass Christus allerseltenst verstanden wurde, dass wir ihm aber näher sind als die Generationen vor uns. Ich meine nicht eine bestimmte göttliche Gestalt in einem gemutmasstem Himmel, sondern das Prinzip 'Ich Bin', das Gewahrwerden der eigenen Verbundenheit mit dem Ursprung, mit Gott und zugleich die Verbundenheit mit Allem was ist, mit allem anderen welches aus Gott hervorgeht.

Es gibt auch eine populärere Vorstellung, die einen persönlichen göttlichen Jesus im Himmel sieht, der auf die Erden herunterschaut. Sowas, wie Du vielleicht auch zugibst, ist sehr schwer zu vermitteln an den Mensch von heute. Besonders wenn er etwas naturwissenschaftliche Bildung hat.

onThePath hat geschrieben:Welches "Konzept" ausgereifter ist, ist eine andere Sache. Der Hinduismus/Buddhismus hat ein großes Angebot, aus dem man für sich am besten Passendes aussuchen kann.


Unsere Bücherregale geben diesen Eindruck aber in den hinduistisch oder buddhistisch geprägten Regionen sind die Menschen da konservativ, man bleibt der Glaubens-Richtung treu welcher die Familie schon seit Urzeiten folgt. Oder es kommt zu einer bewussten Entscheidung, z.B. einen Yoga zu leben. Wenn Du sagtst 'Passendes aussuchen', dann klingt das so nach Willkür oder Modetrend. Nein, die Leute dort, die einer betimmten Lehre folge, sind schon ernst bei der Sache. Hier bei uns sieht es etwas nach Beliebigkeit aus was den 'spirituellen Markt' betrifft mit Angeboten aus dem Osten.

onThePath hat geschrieben:Aber Jesus Christus würde sagen: "Schaut auf mich, hört auf mich, dann braucht ihr nicht mehr woanders suchen".


Entsprechendes Bibelzitat ?

onThePath hat geschrieben:Der Inder hat anscheinend schon seit tausenden von Jahren echte Sehnsucht nach Gott. Das merkt man als Europäer.


Während der Inder sich in heiliger Extase berauscht hat der Europäer die Ärmel hochgekrempelt und die Welt verändert: Die Idee der Gleichheit aller Menschen ist im Kern eine Urchristliche. Und weiterhin ein Ideal aber 'wir' bewegen uns und lassen hier niemanden mehr verhungern, lassen die Kranken nicht unversorgt, wir ermöglichen auch den Ärmeren gute Schulbildung u.s.w. Ich finde, das ist der christliche Impuls, von dem jetzt auch der Osten lernt.
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon helveticus » Mi 2. Dez 2009, 10:48

Johncom hat geschrieben:Unsere Bücherregale geben diesen Eindruck aber in den hinduistisch oder buddhistisch geprägten Regionen sind die Menschen da konservativ, man bleibt der Glaubens-Richtung treu welcher die Familie schon seit Urzeiten folgt.

Glücklicherweise gibt es auch da Ausnahmen..... und Menschen finden aus der Irrlehre des Buddhismus bzw. Hindismus heraus und finden wirklichen Frieden und den wahren Sinn des Lebens.

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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon onThePath » Mi 2. Dez 2009, 11:51

Es ist möglich dass Christus die 'wichtigste' Offenbarung Gottes ist in dieser Zeitepoche. Es ist auch möglich dass Christus allerseltenst verstanden wurde, dass wir ihm aber näher sind als die Generationen vor uns. Ich meine nicht eine bestimmte göttliche Gestalt in einem gemutmasstem Himmel, sondern das Prinzip 'Ich Bin', das Gewahrwerden der eigenen Verbundenheit mit dem Ursprung, mit Gott und zugleich die Verbundenheit mit Allem was ist, mit allem anderen welches aus Gott hervorgeht.



Was mal wieder das Abstreiten eines biblischen Jesus ist zugunsten eines "kosmischen Jesus", der gleichzeitig nur ein Mensch war, der "Erleuchteter" wurde.

Verstehe ich, diese Zeitgeistansicht, dennoch ist sie falsch.

Es gibt auch eine populärere Vorstellung, die einen persönlichen göttlichen Jesus im Himmel sieht, der auf die Erden herunterschaut.


Kinderei, die "Östliche" Sicht ist auch nicht besser, dieses
'Ich Bin', das Gewahrwerden der eigenen Verbundenheit mit dem Ursprung, mit Gott und zugleich die Verbundenheit mit Allem was ist, mit allem anderen welches aus Gott hervorgeht
macht jeden Mensch zum potentiellen Christus.


Du meint also, Deine "kosmisch-hinduistische Deutung" von Jesus wäre die vernünftigste ? Es zählt die Wahrheit, keine populären Irrtümer.
Sowas, wie Du vielleicht auch zugibst, ist sehr schwer zu vermitteln an den Mensch von heute. Besonders wenn er etwas naturwissenschaftliche Bildung hat.

Die hinduistischh/buddhistische Sicht ist nur ein Erklärungsmodell, das einen einzigen Sohn Gottes ausschließt.

Aber dieser Abwehrartikel musste ja kommen, weil ich die Einzigartigkeit von Jesus Christus herausstellte.
Du antwortest konsequent mit dem Bild des hinduistisch/buddhistischen Kosmos. Und seine Popularität unter "modernen" Menschen.

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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Matoser » Mi 2. Dez 2009, 19:04

Leider zeigt die Geschichte, dass sich die Leute in der meist geglaubten Wahrheit irrten, und das hatte oft verheerende Folgen.
Eine Wahrheit lässt sich beweisen und sollte doch allgemein gültig sein, der hinduistische/buddh. Kosmos ist da etwas liberaler , offener eingestellt (Abgesehen vom hind. Kastensys)

Allein dieses Thema mit wer kommt in den Himmel, oder ewiges Leben, bleibt für die Allgemeinheit offen oder schwierig. Wie sollen die Menschen alle eine gerechte Chance zum Heil haben? Es gibt soviele scheinbar gute Religionen, Philosophien, Glaubenskonstrukte, unterschiedliche Menschen, Erziehungen, Milieus,Kulturen, Zudem handelt das menschliche Unterbewusste weit mehr als das Bewusstsein, manche Menschen haben gar kein richtiges Bewusstsein (Behinderte, Geisteskranke, Babies, Wolfs/Tierkinder), oder interpretieren Lehren falsch................
Da ist es schwer nach christl. Sinn Heil zu werden. Aber viell. läuft es doch so wie bei den Ungehorsamen in Noahs Zeit, dass Jesus im Totenreich predigt, oder jedem wird gegeben wie Verdient beim Gericht und wir denken nur zu engstirnig, nicht spirituell genug.
Irgendwie würde ich gern voll an die christlichen Lehren glauben, sie haben viel Wahrheitsgehalt und Heilungen und Austreibungen lassen daraufschließen, dass doch was dran ist,

aber mir kommt es so vor, als wäre die kathol/ortod. Richtung zu sehr Pharisäerhaft und die Evangeliche/Lutherische zu sehr Schriftgelehrtenmäßig wodurch sich falsche Interpretationen fatal auswirken können. Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.+ etwas offenere spirituelle Züge.
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon onThePath » Mi 2. Dez 2009, 23:11

Irgendwie würde ich gern voll an die christlichen Lehren glauben,
sie haben viel Wahrheitsgehalt und Heilungen und Austreibungen lassen daraufschließen, dass doch was dran ist


Ich sage mir, wenn ich Jemand vertrauen kann, dann Jesus Christus.
Ich glaube, man geht durch innere Kämpfe hindurch, weil Welt und unsere fleischliche Natur uns abhalten wollen davon, Gott näher zu kommen.
Und Satan ist der besondere Feind der Christen und will sie daran hindern wie er nur kann.

Man muß Gott an erste Stelle setzen, er ist kein Hobby oder Lust- und Laune-Objekt und der Weg zu ihm kein gemütlicher, müheloser Spaziergang.

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Re: Die Bedeutung von Christo Samaj ...

Beitragvon jesusjünger » Do 3. Dez 2009, 01:13

Johncom hat geschrieben:Lieber jesusjünger,

es kann sein dass ich diesen Satz nicht richtig verstanden habe:

jesusjünger hat geschrieben:Bhakti entsteht aus einer ekstatischen Liebe und Hingabe zur Gottheit, was nicht so recht geeignet ist, die Liebe Gottes in Jesus Christus zu uns gefallen (die Bibel nennt das sündigen) Menschen erlebbar zu machen ...


Was ist Sündigen .... Gesang ? Feiern ?

jesusjünger hat geschrieben:und dieses gefühlvolle Singen des Sängers namens Father S.J. Bergmans erinnert mich an Bollywood Filme ...


Hm ... das ist ganz einfach der Stil dort, dieser ist in langer Zeit gewachsen. Aber die Bollywood Filme benutzen den Stil und übertreiben ihn etwas weils gut ankommt.

jesusjünger hat geschrieben:unsere christlich geprägte Kultur hat mehr Erfahrung in Tanz und Balett, um klarer auf Jesus Christus und seinen Ruf zur Nachfolge hinzuweisen ...


Und diese Sicht überrascht mich wirklich. Tanz ist tatsächlich eine der klassischen antiken Künste, aber von welcher christlichen Bewegung wurde Tanz, ästhetischer Körperausdruck jemals geübt, geschweige denn überhaupt gut geheissen ? Das Gegenteil scheint der Fall, ich las dass Bibeltreue Christen nicht tanzen, es auch ihren Kindern verbieten.

Soweit die kleinen Gegenfragen ;)



Hallo Johncom,


ich finde gut, dass du meine Betrachtungen zu einem "Christo Samaj" zitierst ...

mir ist erst einmal wichtig gewesen, ähnlich wie der Indienmissionar Friso Melzer, der übrigens die 6 Schriften von Sadhu Sundar Singh in einem Buch zusammen ins Deutsche übersetzt hat, auf die wesenshaften Unterschiede im Christentum und im Hinduismus hinzuweisen ...

es ging mir erst einmal darum, zwischen "Anbu" und "Bakti" zu unterscheiden ...

es besteht die Gefahr, dass Hindus Jesus Christus als feiernden Flötenspieler erleben könnten ...

und nicht als den Sohn Gottes, der Nächstenliebe tut ...

und Freude oder Gesang im Ausdruck eines Tanzpreisliedes vor dem Herrn ist bestimmt Gottes Wille ...

ich würde es als höchste Ehre vor Gott ansehen, wenn europäisches Ballett indisches, getanztes Evangelium zur Ehre Gottes und Jesus Christus mit europäischen und indischen Musikinstrumenten in einem Opernhaus vortragen würde, in Verbindung mit einem Gottesdienst mit Elementen indischen Christentums, ergänzt durch die Erfahrung indischer Mission ...

oder im Gottesdienstsaal des "Christu Kula Ashrams" ...

nur christliche Sekten verbieten das Tanzen ...

wahre Jünger Jesu kennen ihre Bibel gut, und wissen, was Jesus Christus zu tanzen gesagt hat, kritisches, aber grundsätzlich nichts Negatives ...

er weist an einigen Stellen im neuen Testament hin, wenn Menschen trauern, sollte mann/frau mittrauern, und wenn getanzt wird, sollte mann/frau mittanzen ...

ich möchte mit einem Link diese Betrachtungen vertiefen ...

http://www.youtube.com/watch?v=FacwSJJq ... re=related


LG (auch im Herrn)
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Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Psalm 23, 1

Ab dem 18.11.2009 habe ich meinen Nicknamen
von "christosamaj" in "jesusjünger" geändert.

LG jesusjünger
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Johncom » Do 3. Dez 2009, 08:13

Johncom hat geschrieben:Es ist möglich dass Christus die 'wichtigste' Offenbarung Gottes ist in dieser Zeitepoche. Es ist auch möglich dass Christus allerseltenst verstanden wurde, dass wir ihm aber näher sind als die Generationen vor uns. Ich meine nicht eine bestimmte göttliche Gestalt in einem gemutmasstem Himmel, sondern das Prinzip 'Ich Bin', das Gewahrwerden der eigenen Verbundenheit mit dem Ursprung, mit Gott und zugleich die Verbundenheit mit Allem was ist, mit allem anderen welches aus Gott hervorgeht.


onThePath hat geschrieben:Was mal wieder das Abstreiten eines biblischen Jesus ist zugunsten eines "kosmischen Jesus", der gleichzeitig nur ein Mensch war, der "Erleuchteter" wurde.


Du verstehst es als Abstreiten. Und wahrscheinlich weil Du gerne streitest, und jede andere Sicht, jede andere Äusserung verstehst Du dann als ein Abstreiten. Warum bist Du immer im Streit ? Ich nicht. Na .. manchmal schon aber nicht hier.

Johncom hat geschrieben:Es gibt auch eine populärere Vorstellung, die einen persönlichen göttlichen Jesus im Himmel sieht, der auf die Erden herunterschaut.


onThePath hat geschrieben:Kinderei, die "Östliche" Sicht ist auch nicht besser, dieses
'Ich Bin', das Gewahrwerden der eigenen Verbundenheit mit dem Ursprung, mit Gott und zugleich die Verbundenheit mit Allem was ist, mit allem anderen welches aus Gott hervorgeht
macht jeden Mensch zum potentiellen Christus.


Das ist Dir verwerflich ? :? Danke dass Du es so klar sagst aber so wird Nachfolge tatsächlich verstanden.
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Johncom » Do 3. Dez 2009, 08:15

Matoser hat geschrieben:Leider zeigt die Geschichte, dass sich die Leute in der meist geglaubten Wahrheit irrten, und das hatte oft verheerende Folgen.
Eine Wahrheit lässt sich beweisen und sollte doch allgemein gültig sein, der hinduistische/buddh. Kosmos ist da etwas liberaler , offener eingestellt (Abgesehen vom hind. Kastensys)


Was es übrigens auch hier gegeben hat im Mittelalter, das Kastensystem. In den 'Ständen' wurden meistens gleich mit gleich verheiratet. Und, wie jetzt noch in Indien, von den Eltern arrangiert. Aber es passt nicht mehr, und die Behandlung derer, die noch im heutigen Indien ausserhalb oder 'unterhalb' des Kastensystems stehen, sind sehr unwürdig. Und eine Bewegung wie Christo Samaj kann vieles zur Verbesserung beitragen.

Matoser hat geschrieben:aber mir kommt es so vor, als wäre die kathol/ortod. Richtung zu sehr Pharisäerhaft und die Evangeliche/Lutherische zu sehr Schriftgelehrtenmäßig wodurch sich falsche Interpretationen fatal auswirken können. Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte.+ etwas offenere spirituelle Züge.


Was es auch mir schwer macht, mich an eine 'Wahrheit', die propagiert wird anzuhängen. Eine Wahrheitslehre, die lautstark zu Felde zieht gegen angebliche Irrlehren .... Wahrheit, die in sich das Wahre ( Schöne, Gute ) hat, braucht sich nicht kund zu tun. Sie wird von selbst gefunden. Jeder ist frei zu prüfen und das Gute zu behalten, wie es die Bibel sagt. Niemand sollte zu einer bestimmten Lehre gedrängt werden. Das hatte immer schon negative Folgen.
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon jes_25913 » Do 3. Dez 2009, 10:03

Johncom hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Die Liebe allein genügt. Es fragt sich nur - ich unterstelle das jetzt aber nicht Johncom - ob man ohne Bewusstsein ein ewiges Wesen und deshalb selbst unverletzlich und von Furcht befreit zu sein, in jedem Fall in der Liebe bleiben kann, ob dann im Extremfall nicht doch die Liebe vom Selbsterhaltungstrieb überwunden wird. Das ist der springende Punkt!


Lieber Jes,

ich glaube, die Liebe ist das was - wenn überhaupt - Gott am nächsten kommt. Wenn überhaupt etwas ist, was wir willentlich anstreben können, dann das.

Dass Du Liebe in Bezug bringst, oder ins Kontra setzt zu Selbsterhaltungstrieb ist, finde ich gut gewählt. Menschlichen Selbsterhaltungstrieb würde ich verkürzt Ego nennen. In der Liebe gehen wir über das Ego hinaus, wir verschenken uns. Ich vermute, das Ego wird auf ganz natürliche Weise gehen und zwar nach dem Tod. Ein 'Seiendes' bleibt wie es immer schon da war, aber kein Bewusstsein des Getrennt Seins. Und auf ganz natürliche Weise sind wir alle bewusstlos, aber weiterhin seiend ... täglich während wir schlafen, in der traumlosen Phase. / Aber kann auch sein dass Du was ganz andres meintest mit dem springenden Punkt ?

Nein, ich hab`das schon so gemeint mit dem springenden Punkt. Wer nicht im Bewusstsein lebt, dass letzternden Endes sein Leben grenzen- und endlos ist, dem wird in Extremsituationen der Selbsterhaltungstrieb einen Strich durch seine Liebe machen, da das, was er unter Liebe verstand, doch nur Selbstliebe ist. Ja, wahre Liebe transzendiert das Ego. Sie ist Liebe ohne Subjekt und Objekt, reine Liebeerfülltheit. Konkret bedarf die Liebe natürlich auch der Weisheit, die aus dem Wissen um Ursprung und Ziel des Lebens und der Einfühlung in den kommt, der mir gegenübersteht und mit dem ich zu tun habe.

Dass das Ego ganz natürlich nach dem Tod geht, sehe ich allerdings nicht. Denn dann wäre der Tod tatsächlich ein Erlöser. Der Tod ist aber nur ein anderer “Ort”, und trotz Ortswechsel bleiben ja auch hier auf Erden die Menschen die gleichen. Auch wenn sie woanders sind, nehmen sie ihren Charakter, ihre Vorlieben und Abneigungen, ihre Probleme mit. Deshalb betonen ja alle Erlösungsreligionen (auch die christliche, wenn sie verstanden würde), dass es darauf ankommt, sich hier völlig vom Ego zu lösen. Es kann nämlich nur bewusst, von jedem selbst getan werden und nicht über unseren Kopf hinweg (dann würden wir ja zum Automat degradiert).

LG,
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Thelonious » Do 3. Dez 2009, 11:07

Das eigentliche Threadthema ist in den letzten Beiträgen leider nicht mehr wiederzuerkennen, bitte wendet Euch entsprechend hier wieder der eigentlichen Thematik zu. Danke.

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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon onThePath » Do 3. Dez 2009, 15:45

Du verstehst es als Abstreiten. Und wahrscheinlich weil Du gerne streitest, und jede andere Sicht, jede andere Äusserung verstehst Du dann als ein Abstreiten. Warum bist Du immer im Streit ? Ich nicht. Na .. manchmal schon aber nicht hier.


Johncom,
Indische Christen werden auch nicht akzeptieren, dass Jesus ein Teil des Buddhistisch/hinduistischen Himmels wird.
Der "kosmische Jesus" ist jedenfalls ein Teil dieses hinduistischen Himmels.

Ich nehme mal an, dass auch der indische Christ Jesus mehr Glauben schenkt als ihm statt dessen einen Platz im indischen Avatar und Götterhimmel zu geben, der reichlich bevölkert ist.

Diese verschiedenen geistlichen Welten von Christentum und indischen Religionen prallt natürlich aufeinander, wenn es um Christentum in Indien geht.

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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Johncom » Fr 4. Dez 2009, 09:10

Hallo jesusjünger,

das vorgestellte Video zeigt schon was Du meinst: Klassische heitere Tanzbewegungen und Gesang, dazu die biblische Geschichte kurzgefasst.

Auch dieses find ich sehr süss, sehr indisch eben: (Yesuvin Iruthayame) Tamil Hymns to Sacred Heart of Jesus, Link: http://www.youtube.com/watch?v=xER-1cA_ ... re=related Immer wieder stösst man in diesen indischen Liedern und in der Bildauswahl auch auf Maria. So z.B. hier:
http://www.youtube.com/watch?v=sGYy0yu7 ... re=related

Was zu verstehen ist, denn sie waren 1000 Jahre lang Hindus und jeder angebeten Hindu-Gottesgestalt ist eine weibliche Gefährtin dazugestellt, die Gottheit in ihrere 'Energie'.

jesusjünger hat geschrieben:es besteht die Gefahr, dass Hindus Jesus Christus als feiernden Flötenspieler erleben könnten ...

und nicht als den Sohn Gottes, der Nächstenliebe tut ...


Wobei es relativ schwer ist, einen Inder mit Gefahren bekannt zu machen. Gefahren kennt man von Kind auf, körperliche Gefahren. Aber dass es eventuell auch spirituelle Gefahren gibt ... das nimmt er eher scherzhaft auf. Und wundert sich wenn man darauf besteht. Wie Du es vorher schon selber sagtest gibt es grosse Mentalitäts-Unterschiede gegenüber uns. Der Inder ist kein Individualist und selten ein Intellektueller, er kennt sich als Teil einer grossen Familie. Die Familie ist alles, die Eltern sind hochgeehrt.

Die von Jesus betonte Nächstenliebe kannte der Hinduismus in dieser Radikalität nicht. Indien als Ganzes, also auch den muslimischen Teil einbezogen, ist heute aber sehr beeindruckt von Mutter Teresas Wirken. Durch ihre Arbeit wurde vielleicht zum 1. Mal flächendeckend gezeigt wie Nächstenliebe nicht nur gepredigt wird sondern auch getan.

jesusjünger hat geschrieben:ich würde es als höchste Ehre vor Gott ansehen, wenn europäisches Ballett indisches, getanztes Evangelium zur Ehre Gottes und Jesus Christus mit europäischen und indischen Musikinstrumenten in einem Opernhaus vortragen würde, in Verbindung mit einem Gottesdienst mit Elementen indischen Christentums, ergänzt durch die Erfahrung indischer Mission ...

oder im Gottesdienstsaal des "Christu Kula Ashrams" ...


Da hast Du grosse Wünsche, und die hast Du wahrscheinlich schon sehr plastisch vor Augen ! Spielst Du selber Musik, komponierst Du ? Machst Du bildnerische Entwürfe ?
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Johncom » Fr 4. Dez 2009, 09:35

jes_25913 hat geschrieben:Nein, ich hab`das schon so gemeint mit dem springenden Punkt. Wer nicht im Bewusstsein lebt, dass letzternden Endes sein Leben grenzen- und endlos ist, dem wird in Extremsituationen der Selbsterhaltungstrieb einen Strich durch seine Liebe machen, da das, was er unter Liebe verstand, doch nur Selbstliebe ist. Ja, wahre Liebe transzendiert das Ego. Sie ist Liebe ohne Subjekt und Objekt, reine Liebeerfülltheit. Konkret bedarf die Liebe natürlich auch der Weisheit, die aus dem Wissen um Ursprung und Ziel des Lebens und der Einfühlung in den kommt, der mir gegenübersteht und mit dem ich zu tun habe.

Dass das Ego ganz natürlich nach dem Tod geht, sehe ich allerdings nicht. Denn dann wäre der Tod tatsächlich ein Erlöser. Der Tod ist aber nur ein anderer “Ort”, und trotz Ortswechsel bleiben ja auch hier auf Erden die Menschen die gleichen. Auch wenn sie woanders sind, nehmen sie ihren Charakter, ihre Vorlieben und Abneigungen, ihre Probleme mit. Deshalb betonen ja alle Erlösungsreligionen (auch die christliche, wenn sie verstanden würde), dass es darauf ankommt, sich hier völlig vom Ego zu lösen. Es kann nämlich nur bewusst, von jedem selbst getan werden und nicht über unseren Kopf hinweg (dann würden wir ja zum Automat degradiert).



Im weiten Sinne stimm ich mit Dir überein. Der Tod - oder die jenseitigen Phasen - ist aber glaub ich ein kaum richtig zu diskutierendes Gebiet weil uns schlichtweg die Sprache dafür fehlt, oder besser: die annähernde Erfahrung. Ja, vielleicht ist der Begriff 'Ort' ganz gut, nur kann es aller Wahrscheinlichkeit keine objektiven Landkarten für diesen Ort geben. Und die andere Frage ist: An welchem 'Ort' waren wir bevor dieses Leben begann ?

Warum ist Tod nicht ein Erlöser ? Immerhin erlöst er von diesem Körper und der Begrenztheit seiner Sinne. - Die Erlösungsreligionen mahnen zur Hingabe, zur Selbstopferung des Egos, mahnen zur Liebe. Aber wir tuen dies glaub ich nicht willentlich, wir werden berührt, dann 'geschieht es' langsam oder schneller. Und dann wird es oft Gnade genannt. Das Wort Automat ist gar nicht zu verwerfen, auch der Franz von Asisisi bat darum, ein Werkzeug Gottes Friedens zu werden.
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Johncom » Fr 4. Dez 2009, 09:45

onThePath hat geschrieben:Johncom,
Indische Christen werden auch nicht akzeptieren, dass Jesus ein Teil des Buddhistisch/hinduistischen Himmels wird.


Was kann denn ein Christ daran ändern wenn ein Hindu oder Buddhist Gefallen an Jesus hat. Oder warum sollte er das beargwöhnen, lieber otp :roll: Der indische Christ wird doch nicht die Nase in das Nachbarhaus stecken und wenn er dort ein Jesus-Bild findet .... sagen: Gib das zurück, es gehört mir !
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Taube » Fr 4. Dez 2009, 10:45

onThePath hat geschrieben:Johncom,
Indische Christen werden auch nicht akzeptieren, dass Jesus ein Teil des Buddhistisch/hinduistischen Himmels wird.

Vor allem wird er richtigerweise nicht akzeptieren, wenn ethnozentrierte, mitteleuropäische Christen ihm sagen, wie er christlich denken soll.

Gruss Taube
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon onThePath » Fr 4. Dez 2009, 12:41

Taube hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Johncom,
Indische Christen werden auch nicht akzeptieren, dass Jesus ein Teil des Buddhistisch/hinduistischen Himmels wird.

Vor allem wird er richtigerweise nicht akzeptieren, wenn ethnozentrierte, mitteleuropäische Christen ihm sagen, wie er christlich denken soll.

Gruss Taube


Taube,
kennst Du Sundar Singh ? Wäre schon ganz nützlich, zu erfahren, wie er als Christ dachte. Denn er ist Inder durch und durch gewesen, ein Sikh und sehr religiös auch vor seiner Bekehrung. Ich kann nur sagen, er dachte christlicher als westliche Gewohnheits- und Lau- Christen.

Und zweifelst Du daran, dass ein Hindu der ernsthafter Christ wird, seinen Götterhimmel beiseite tut und glaubt, dass der Schöpfer aller Dinge Gott ist und Jesus sein einziger Sohn ?

Was für ein Christentum beabsichtigst Du ? Erwartest Du einen Impuls aus Indien und eine Synthese? Dann würdest Du allerdings der Kraft des Christentums wenig zutrauen.

lg, oTp
Zuletzt geändert von onThePath am Fr 4. Dez 2009, 12:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Taube » Fr 4. Dez 2009, 12:43

onThePath hat geschrieben:...
Erwartest Du einen Impuls aus Indien und eine Synthese?
...

Wie kommst Du darauf? Habe noch nie etwas von Synthese mit indischen Religionen gesagt!

Gruss Taube
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon onThePath » Fr 4. Dez 2009, 12:46

Taube hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:...
Erwartest Du einen Impuls aus Indien und eine Synthese?
...

Wie kommst Du darauf? Habe noch nie etwas von Synthese mit indischen Religionen gesagt!

Gruss Taube


Natürlich ist der Inder "anders gestrickt", kulturell und so, deshalb wird er auch etwas anders sich verhalten als westliche Christen.

lg, oTp
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon onThePath » Fr 4. Dez 2009, 13:07

Johncom hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Johncom,
Indische Christen werden auch nicht akzeptieren, dass Jesus ein Teil des Buddhistisch/hinduistischen Himmels wird.


Was kann denn ein Christ daran ändern wenn ein Hindu oder Buddhist Gefallen an Jesus hat. Oder warum sollte er das beargwöhnen, lieber otp :roll: Der indische Christ wird doch nicht die Nase in das Nachbarhaus stecken und wenn er dort ein Jesus-Bild findet .... sagen: Gib das zurück, es gehört mir !


Klar ist es nicht, was Du da antwortest.
Als Modellfall hat Sundar Singh nicht mehr an seiner Indischen Spiritualität festgehalten. Dennoch merkt man seine "indische Seele", sein Geprägtsein von seiner Kultur.

Vom indischen Götterhimmel hat er auch nichts behalten, auch nicht, obwohl er ein ernsthaft suchender Sikh war.
Im Gegenteil, er bestätigt durch eigene "Erfahrungen" was er sah und erlebte: Ein Jenseits mit Christus in Gott in den himmlischen Regionen dieser verborgenen Welt, Engel und Dämonen und eine Hölle, die Gottferne. Damit wurde er gleich ein außerordentlicher Zeuge, dass die christlichen "Vorstellungen" vom Jenseits echt sind.

Da kann bei ihm keine Rede mehr davon sein, er habe Vorstellungen oder Bilder übernommen. Im Gegenteil, er erlebte die lebendige Wirklichkeit der Welt Gottes.

Ich sagte schon, dass es keinen Christ gibt, der nicht fassungslos ist angesichts seiner Erlebnisse. Und schon mutmaßen welche, er sei Spiritist gewesen.

Leider hat Paulus seine Erfahrungen mit Jesus und Himmel nicht uns Christen mitgeteilt. Wir haben deshalb keine vergleichbaren Erlebnisse anderer Menschen mit der Welt Gottes.
Bei Paulus und Sundar Singh ist gemeinsam, dass ihr christlicher Himmel lebendige Erfahrung ist - und im Gegensatz steht zum Himmel der vielen esoterisch-okkulter Erlebnisse und Lehren.

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Zuletzt geändert von onThePath am Fr 4. Dez 2009, 13:16, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Taube » Fr 4. Dez 2009, 13:08

onThePath hat geschrieben:...
Natürlich ist der Inder "anders gestrickt", kulturell und so, deshalb wird er auch etwas anders sich verhalten als westliche Christen.
...


Eben genau, das habe ich hier im sagen wollen. Aber dieses anders verhalten, ist machmal schwer zu erkennen und noch schwerer zu verstehen. Da kommt eben vielfach die Angst, dass es nicht mehr christlich ist.

Gruss Taube
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon onThePath » Fr 4. Dez 2009, 13:21

Taube hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:...
Natürlich ist der Inder "anders gestrickt", kulturell und so, deshalb wird er auch etwas anders sich verhalten als westliche Christen.
...


Eben genau, das habe ich hier im sagen wollen. Aber dieses anders verhalten, ist machmal schwer zu erkennen und noch schwerer zu verstehen. Da kommt eben vielfach die Angst, dass es nicht mehr christlich ist.

Gruss Taube



Ja, und bei mir fängt es schon damit an, dass ich die östliche Meditation hinterfrage. Ich kenne sie vom Yoga her. Ohne Zweifel öffnet sie Türen zu den jenseitigen Welten. Zunächst mal zu okkulten Fähigkeiten ( Gedankenlesen, usw), selbst wenn sie nicht beachtet werden, um sich ganz auf das Erlangen des Moksha zu konzentrieren. Da darf ich als Christ hinterfragen, was das für Welten sind, die sich da auftun durch diese Meditation.

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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon onThePath » Fr 4. Dez 2009, 13:42

Taube hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Rudolf Steiner wurde auch kein Satanist. Lorber, Dudde, Swdenorg auch nicht.

Von Steiner, Dudde, Swedenborg rede ich nicht, alle drei dürften die wichtigsten Aussagen der altkirchlichen Bekenntnisse ablehnen! ...und Jeff Lorber ist mir als guter Jazzer bekannt, wie er dazu steht, weiss ich nicht.


:mrgreen: Das wären falsche Lorbeeren für Deinen Jazzer Lorber. Hieß der Neuoffenbarer nicht Jakob Lorber ?

Steiner fällt sowieso aus diesem Netz, weil er zu übergreifend ist.

Dudde und Lorber haben sicherlich unentwirrbar Lüge und Wahrheit vermischt und verwirren deshalb die Christen.


Swedenborg habe ich mir nur wenig angesehen, werde ich bald mal stichprobenartig prüfen.

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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Johncom » Sa 5. Dez 2009, 09:34

onThePath hat geschrieben:Leider hat Paulus seine Erfahrungen mit Jesus und Himmel nicht uns Christen mitgeteilt. Wir haben deshalb keine vergleichbaren Erlebnisse anderer Menschen mit der Welt Gottes.
Bei Paulus und Sundar Singh ist gemeinsam, dass ihr christlicher Himmel lebendige Erfahrung ist - und im Gegensatz steht zum Himmel der vielen esoterisch-okkulter Erlebnisse und Lehren.


... und was Du esoterisch-okkulter Erlebnisse und Lehren nennst sind keine lebendige Erfahrungen weil sie nicht von Paulus oder Sundar Singh sind. Ja, sehr logisch.

Nein, alles bleiben Gedankengänge solange Du selber keinen Finger in der Steckdose hattest. Also Du kannst etwas lesen, dann auf dem Buchrücken feststellen, dass das ein 'Christ' geschrieben hat und als wahr bezeichnen. All das ist nur Geborgtes, es ist nicht mal Wissen. Erfahrung wird erst dann lebendig wenn es Deine ist.

onThePath hat geschrieben:Ja, und bei mir fängt es schon damit an, dass ich die östliche Meditation hinterfrage. Ich kenne sie vom Yoga her. Ohne Zweifel öffnet sie Türen zu den jenseitigen Welten. Zunächst mal zu okkulten Fähigkeiten ( Gedankenlesen, usw), selbst wenn sie nicht beachtet werden, um sich ganz auf das Erlangen des Moksha zu konzentrieren. Da darf ich als Christ hinterfragen, was das für Welten sind, die sich da auftun durch diese Meditation.


Es öffnen sich wirklich keine Welten in der Meditation, aber feinere Aufmerksamkeit für das was hier ist. Da wird auch niemand Gedankenleser, aber es kann sein dass man mehr Mitempfinden bemerkt für den anderen wie auch mehr Klarsicht über die eigenen Probleme. Da ist also nichts mit 'okkult'.

onThePath hat geschrieben:Als Modellfall hat Sundar Singh nicht mehr an seiner Indischen Spiritualität festgehalten. Dennoch merkt man seine "indische Seele", sein Geprägtsein von seiner Kultur.

Vom indischen Götterhimmel hat er auch nichts behalten, auch nicht, obwohl er ein ernsthaft suchender Sikh war.
Im Gegenteil, er bestätigt durch eigene "Erfahrungen" was er sah und erlebte: Ein Jenseits mit Christus in Gott in den himmlischen Regionen dieser verborgenen Welt, Engel und Dämonen und eine Hölle, die Gottferne. Damit wurde er gleich ein außerordentlicher Zeuge, dass die christlichen "Vorstellungen" vom Jenseits echt sind.


Und in genau so einer Echtheit erleben auch Hindus himmlische oder höllische Begegnungen, ganz davon abhängig in welcher Glaubensidentität sie beheimatet sind. Das sogenante Jenseits ist nicht objektiv, es entfaltet sich.
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Johncom » Sa 5. Dez 2009, 09:36

Taube hat geschrieben:Da kommt eben vielfach die Angst, dass es nicht mehr christlich ist.


Nur zu dem Stichwort Angst im Allgemeinen: Die Angst an sich ist eine Lebensunsicherheit, der Verstand dreht sich im Kreis und findet nicht den Grund, den er sucht. Die religiöse Offenbarung empfiehlt aber, alle Sorgen um das Überleben abzugeben. Alles Gott zu übergeben und dann einfach sich leiten zu lassen.

Indien ist von seiner ganzen Atmosphäre her um einiges spiritueller als der Westen und so sind auch die indischen Christen irgendwie freudiger und beherzter bei der Sache. Aber sie legen nicht soo sehr den Akzent auf Bekämpfung anderer Glaubensrichtungen sondern haben erst mal mit der Stabilisierung des eigenen Gemeindelebens zu tun. Sie brauchen Schulen, Lehrer, Unterrichtsmaterial und wirtschaftliche Verbesserung. Gerade in diesem Bereich können Unterstützer aus dem westlichen Ausland noch viel beitragen, z.B. mal ein Jahr frei nehmen und dort mit anpacken. Wer in so einem ( problematischen und überbevölkertem ) Land eine Zeit lang war, berichtet allermeistens dass es eine bereichernde Zeit war, und vor allem eine Zeit in der man im Glauben und in der Menschlichkeit wachsen konnte.
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon onThePath » Sa 5. Dez 2009, 12:03

Es öffnen sich wirklich keine Welten in der Meditation, aber feinere Aufmerksamkeit für das was hier ist. Da wird auch niemand Gedankenleser, aber es kann sein dass man mehr Mitempfinden bemerkt für den anderen wie auch mehr Klarsicht über die eigenen Probleme. Da ist also nichts mit 'okkult'.


So ? Die Sidhis werden durch jahrtausende lange Erfahrung zu den Wirkungen des Yoga gerechnet. Da von niemals sprechen ist eigenartig.
Oder z.B. Astralreisen. Solche Dinge kann man mit Yoga-Meditation bewirken.

... und was Du esoterisch-okkulter Erlebnisse und Lehren nennst sind keine lebendige Erfahrungen weil sie nicht von Paulus oder Sundar Singh sind. Ja, sehr logisch


Sie haben Jesus Christus erlebt in seiner Herrlichkeit im Himmel.
Esoterisch-Okkulte Erfahrungen sind da völlig anders, sie führen meist von Christus weg und das merkt man schon an den verworrenen Ansichten über Christus und andere Aussagen von ihnen. Etwa von der kosmischen Energie oder von den Chakren, den Energiezentren.

Und in genau so einer Echtheit erleben auch Hindus himmlische oder höllische Begegnungen, ganz davon abhängig in welcher Glaubensidentität sie beheimatet sind. Das sogenante Jenseits ist nicht objektiv, es entfaltet sich.


Ja, es beruht auf eigenen, subjektiven Erfahrungen und Gefühlen.
Darauf kann man keinen Glauben begründen, wenn man davon ausgeht, dass wir keinen vernünftigen Glauben hinkriegen aus eigener Erfahrung mit dem Jenseits.
Ein Fundament gibt uns die Bibel. Sie teilt uns soviel mit, wie wir nötig haben, um aus der Welt der Illusionen und der sünde gerettet werden zu können.
Und nicht vergessen, dass Christus dabei die wesentliche Kraft und verbindliche Wirklichkeit ist.

lg, oTp
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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon jes_25913 » Sa 5. Dez 2009, 15:47

Johncom hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Nein, ich hab`das schon so gemeint mit dem springenden Punkt. Wer nicht im Bewusstsein lebt, dass letzternden Endes sein Leben grenzen- und endlos ist, dem wird in Extremsituationen der Selbsterhaltungstrieb einen Strich durch seine Liebe machen, da das, was er unter Liebe verstand, doch nur Selbstliebe ist. Ja, wahre Liebe transzendiert das Ego. Sie ist Liebe ohne Subjekt und Objekt, reine Liebeerfülltheit. Konkret bedarf die Liebe natürlich auch der Weisheit, die aus dem Wissen um Ursprung und Ziel des Lebens und der Einfühlung in den kommt, der mir gegenübersteht und mit dem ich zu tun habe.

Dass das Ego ganz natürlich nach dem Tod geht, sehe ich allerdings nicht. Denn dann wäre der Tod tatsächlich ein Erlöser. Der Tod ist aber nur ein anderer “Ort”, und trotz Ortswechsel bleiben ja auch hier auf Erden die Menschen die gleichen. Auch wenn sie woanders sind, nehmen sie ihren Charakter, ihre Vorlieben und Abneigungen, ihre Probleme mit. Deshalb betonen ja alle Erlösungsreligionen (auch die christliche, wenn sie verstanden würde), dass es darauf ankommt, sich hier völlig vom Ego zu lösen. Es kann nämlich nur bewusst, von jedem selbst getan werden und nicht über unseren Kopf hinweg (dann würden wir ja zum Automat degradiert).

Im weiten Sinne stimm ich mit Dir überein. Der Tod - oder die jenseitigen Phasen - ist aber glaub ich ein kaum richtig zu diskutierendes Gebiet weil uns schlichtweg die Sprache dafür fehlt, oder besser: die annähernde Erfahrung. Ja, vielleicht ist der Begriff 'Ort' ganz gut, nur kann es aller Wahrscheinlichkeit keine objektiven Landkarten für diesen Ort geben. Und die andere Frage ist: An welchem 'Ort' waren wir bevor dieses Leben begann ?


Wir müssen wohl „dort“ gewesen sein, worin uns die Inhalte unserer Seele und des Geistes auf Grund der bisherigen Erdenleben befördert haben. Das nachtodliche Leben ist ja immer ein Leben in dem, was jetzt unsere Innenwelt ist. Aber es ist immer schon da.

Warum ist Tod nicht ein Erlöser ? Immerhin erlöst er von diesem Körper und der Begrenztheit seiner Sinne.


Der physische Tod ein Ergebnis unserer Trennung von Gott und damit ein Übel.
Die Sinne selbst sind es nicht, die den Menschen begrenzen. Im Gegenteil; sie verbinden ihn mit einer Umwelt, die er sonst nicht hätte. Also sie erweitern den Menschen. Sie können ihm sogar Tore zur übersinnlichen Welt sein, da alles Sinnliche aus dieser entstanden und deshalb mit ihr verbunden ist. Wer eine Pflanze, ein Tier, den Menschen mit Herz und Verstand wirklich anschaut, erkennt das Übersinnliche in ihnen.
Ein Mensch, der hier stumpf ist, wird auch nach dem Tod stumpf sein. Denn alles hängt von unserer Liebe ab, von unserem Interesse…
- Die Erlösungsreligionen mahnen zur Hingabe, zur Selbstopferung des Egos, mahnen zur Liebe. Aber wir tuen dies glaub ich nicht willentlich, wir werden berührt, dann 'geschieht es' langsam oder schneller. Und dann wird es oft Gnade genannt. Das Wort Automat ist gar nicht zu verwerfen, auch der Franz von Asisisi bat darum, ein Werkzeug Gottes Friedens zu werden.


Man kann es Berührtwerden, Glaube oder Einsicht nennen. Wer nicht berührt wird, nicht glaubt, Übersinnliches für Unsinn hält, wird deshalb sein Ego nicht opfern. Jeder andere opfert es freiwillig, weil er die Opferung für das Bessere hält.
Doch, das Wort „Automat“ ist völlig untauglich. Wenn Franziskus um dergleichen bat, dann aus der Einsicht, dass so das wirklich Gute in, durch und für ihn in Erscheinung treten kann. Das beruhrt aber alles auf Freiwilligkeit.
Automat ist immer mit Gefühllosigkeit verknüpft.
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
"Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er"(Röm 12,7)
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Thelonious » Sa 5. Dez 2009, 16:19

Bitte versteht dieses tatsächlich als letzte Aufforderung zum tatsächlichen Threadthema zurückkommen und nehmt bitte als Hinweis, dass nicht zwangsläufig alle Themen in einem thread untergebracht werden müssen. Danke.

Gruß
Thelonious
Wir sehen nirgends so tief ins Herz Gottes wie auf Golgatha.
(Benedikt Peters )
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Johncom » Di 8. Dez 2009, 09:43

Thelonious hat geschrieben:Bitte versteht dieses tatsächlich als letzte Aufforderung zum tatsächlichen Threadthema zurückkommen und nehmt bitte als Hinweis, dass nicht zwangsläufig alle Themen in einem thread untergebracht werden müssen. Danke.


Also zurück zu Indien. Ein in religiösen Theorien blühendes Land. Es ist kein Wunder dass sich dann auch ein Swami findet, der den Christus in den Veden vorrausgesagt findet: Sadhu Chellappa.

http://www.erlebt.ch/story-chellappa/st ... rsagen.php

Seiner Ansicht nach sind die Quellen des Hinduismus wie auch der Bibel die Gleichen. Und er erklärt alle Nähere in kleinen Videovorträgen von den Teil 1 hier ist:

http://www.chakpak.com/video/hinduism-c ... --1/689281
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Re: Die Bedeutung von Christosamaj ...

Beitragvon Johncom » Di 8. Dez 2009, 10:03

jes_25913 hat geschrieben:Wir müssen wohl „dort“ gewesen sein, worin uns die Inhalte unserer Seele und des Geistes auf Grund der bisherigen Erdenleben befördert haben. Das nachtodliche Leben ist ja immer ein Leben in dem, was jetzt unsere Innenwelt ist. Aber es ist immer schon da.


'Das nachtodliche Leben ist ja immer ein Leben in dem, was jetzt unsere Innenwelt ist'. Jes, das ist ein bemerkenswerter Satz, :!: den ich 'vom Gefühl her' bestätige. Aber wie Thelonious sagt gehört nich jedes Thema in jeden Thread. Deine Aussage sollten wir woanders aufgreifen ( freu mich drauf ).
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