Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Sondergruppen, Fanatismus

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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon Enggi » Sa 7. Mär 2009, 23:31

Ich hätte eine Frage an die Mormonen: Ihr behauptet, die wiederhergestellte Kirche zu sein, welche nach dem in der Bibel vorhergesagten Abfall kommen müsse.

Vom Abfall lese ich zwar in der Bibel und ich beobachte ihn auch unschwer in vielen Gemeinden. Aber aus welchen Bibelstellen leitet ihr her, dass es nach dem Abfall eine Wiederherstellung geben werde?

Übrigens las ich das Buch Mormon durchaus mit Interesse, und nicht mit dem festen Vorsatz, darin nur das Langweilige zu finden. Es gibt einige Stellen, wo die Handlung spannend ist, aber insgesamt ist der Text der deutschen Übersetzung sehr holprig und gespickt mit überflüssigen Wörtern, wie z.B. "ja", was bei mir den Eindruck erweckte, es mit einem Text zu tun zu haben, der dem Leser irgendetwas einhämmern soll.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » So 8. Mär 2009, 00:31

onThePath hat geschrieben:Es ist seltsam, auf was für Wegen das Buch Mormon entstand.
Für mich ist diese Entstehungsgeschichte nicht glaubwürdiger als das, was Mohammed behauptet, oder meinetwegen die Begründerin der modernen Theosophie. Nicht zufällig entstand auch der Spiritismus im 19. Jahrhundert. Was für ein Engel ist wohl Joseph Smith erschienen ?

lg, oTp


Die Entstehung des Buches Mormon ist durchaus glaubhaft. Wenn man die richtigen Quellen liest und nicht Verdrehungen und Halbwahrheiten von Gegnern der Mormonen.
-Devangan
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » So 8. Mär 2009, 00:33

pirate23 hat geschrieben:
devangan hat geschrieben:Kläre mich auf, welche historischen Fehler?

Vor Ankunft der Spanier gab es in ganz Amerika keine Pferde.


Man hat Pferdeknochen gefunden, die vor den Spaniern datieren.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » So 8. Mär 2009, 00:39

Cool hat geschrieben:Die Heiligen der letztem Tage müßten die gleichen Heiligen sein wie die Heiligen der ersten Tage. ;)

Aber die Heiligen der letzten Tage (aus eigenen Gnaden [Mormonen] so genannt), sind keine Heiligen. ;)

Und warum? Sie stehen nicht im Wort Gottes und gehören demgemäß zu der großen Truppe der Unheiligen.

Unheilige gehören aber nicht zu Gott, sondern sind Kinder des Teufels.

Die Heiligkeit ist nur eine Verstellung im scheinbaren Licht Jesu, aber die Tatsachen des Wortes Gottes stehen gegen sie!

Bei den Mormonen ist kein Engel Gabriel und kein Engel Michael aufgetreten, sondern eine Fantasiefigur des Engels der Dunkelheit, Moronie ein Engel dunkler Mächte.

Echt Cool


Cool,
du schöpfst da aus dunklen Quellen, d.g. Antimormonenliteratur (von der es wahrscheinlich mehr gibt als unsere eigene)
Die Engel Gabriel und Michael sind übrigens auch aufgetreten bei der Wiederherstellung.
Wir stehen sehr wohl im Wort Gottes und richten uns danach. Übrigens wird auch von unseren Gegnern meist gesagt, daß wir recht umgängliche Menschen sind.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » So 8. Mär 2009, 00:54

Enggi hat geschrieben:Ich hätte eine Frage an die Mormonen: Ihr behauptet, die wiederhergestellte Kirche zu sein, welche nach dem in der Bibel vorhergesagten Abfall kommen müsse.

Vom Abfall lese ich zwar in der Bibel und ich beobachte ihn auch unschwer in vielen Gemeinden. Aber aus welchen Bibelstellen leitet ihr her, dass es nach dem Abfall eine Wiederherstellung geben werde?

Übrigens las ich das Buch Mormon durchaus mit Interesse, und nicht mit dem festen Vorsatz, darin nur das Langweilige zu finden. Es gibt einige Stellen, wo die Handlung spannend ist, aber insgesamt ist der Text der deutschen Übersetzung sehr holprig und gespickt mit überflüssigen Wörtern, wie z.B. "ja", was bei mir den Eindruck erweckte, es mit einem Text zu tun zu haben, der dem Leser irgendetwas einhämmern soll.


Wiederherstellung oder Hinweise darauf: hier nur 3 Stellen. Es gibt mehr:
Apg 3:19-21, eindeutig, Wiederherstellung
Eph. 1:10
Offb. 14:6-7 (warum sollte der Engel kommen, wenn das Evangelium vollständig auf der Erde war)
Außerdem Logik: da es einen Abfall gegeben hat, wird es auch eine Wiederherstellung geben, da Gott uns liebt und uns nicht für immer in Ungewissheit lassen wird.


Buch Mormon: Redewendungen wie "ja" oder "und es begab sich" usw. Diese entsprechen der hebräischen/jüdischen Redeweise. Die Übersetzer haben versucht, sich an die Redeweise der Juden zu halten. Das Buch Mormon ist z.B. auch voll von Sprachformen,wo etwas gesagt wird, und dann im Nachsatz oder gleich danach dasselbe noch einmal in ähnlichen Worten gesagt wird. Es gibt dafür einen Fachausdruck, der mir augenblicklich entfallen ist. Auch das entspricht genau der jüdischen Redeweise und findet sich auch im AT. Das sind alles Belege für die Authentizität des Buches Mormon als alte Heilige Schrift.

LG Devangan
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon LordAlm » So 8. Mär 2009, 01:22

devangan hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Es ist seltsam, auf was für Wegen das Buch Mormon entstand.
Für mich ist diese Entstehungsgeschichte nicht glaubwürdiger als das, was Mohammed behauptet, oder meinetwegen die Begründerin der modernen Theosophie. Nicht zufällig entstand auch der Spiritismus im 19. Jahrhundert. Was für ein Engel ist wohl Joseph Smith erschienen ?

lg, oTp


Die Entstehung des Buches Mormon ist durchaus glaubhaft. Wenn man die richtigen Quellen liest und nicht Verdrehungen und Halbwahrheiten von Gegnern der Mormonen.
-Devangan

Auszug aus dem Buch von Oswald Eggenberger EVZ-Verlag Zürich 1969 (Die Kirchen, Sondergruppen und religiöse Vereinigungen)

Mormonen
Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage

1830
Anderer Name: Mormonen. Gründer der Mormonen war Joseph Smith (1805 bis 1844), „Entdecker" und „Übersetzer" des am Hügel Cumorah seit dem Jahr 412 „vergrabenen” Buches Mormon. Auf Grund eines visionären Auftrags vollzog er 1830 eine erste Kirchengründung in Fayette (New York).
In Deutschland entstanden die ersten Gemeinden von 1843 bis 1844 in Darmstadt und ab 1851 in Hamburg, in der Schweiz ab 1850 in Genf und Basel.
Die Mormonen unterscheiden Pfahlgemeinden und Missionsgemeinden. Die „Erste Präsidentschaft" steht als oberste Leitung der ganzen Kirche vor. Die Aufgaben in der ganzen Vereinigung und in den Gemeinden werden vom Aaronischen und Melchisedekischen Priestertum wahrgenommen. Die beiden Priesterschaftslinien sind stark verzweigt.
Die Mormonen halten sich an die Bibel und an das „Buch Mormon" sowie an die Bücher „Köstliche Perle" und „Lehren und Bündnisse". Die Bücher enthalten zu einem großen Teil Offenbarungen Joseph Smith's und anderer Häupter der Kirche. Die Mormonen lehren einen biblisch verbrämten Fortschrittsweg, der auch im Jenseits seinen Fortgang nimmt Die Heilsvermittlung geschieht durch das Melchizedekische Priestertum.
Die Mormonen üben die Glaubenstaufe durch Untertauchen und die Handauflegung zur Vermittlung des Heiligen Geistes. Sie feiern das Abendmahl mit Brot und Wasser und lassen bereits die kleinen Kinder daran teilnehmen. Im Tempel werden die Ehen für alle Ewigkeit gesiegelt. Die Mormonen leisten eine gewaltige genealogische Arbeit um die Entschlafenen mittels des Tempeldienstes zu erretten. Sie enthalten sich von scharfen Getränken, Alkohol und Tabak Sie bezahlen den Zehnten. Die Mormonen sind eifrig missionarisch tätig.

Sekte: Die Offenbarungen Smith's und der Mormonenpräsidenten verfälschen den Sinn der biblischen Botschaft, was auch in Abänderung von Bibelstellen zum Ausdruck kommt. Die menschliche Sündhaftigkeit und die Rechtfertigung durch Christus werden in einen optimistischen Fortschrittsweg des Christen, mit Heilsvermittlung durch das Priestertum, verfälscht.

Zeitschrift: Der Stern.
Gesamthaft: angeblich 3000000 M (1950 wurden 1 500 000 M gemeldet.)
Deutschland: rd. 20 000 M
DDR: rd. 4 500 M
Schweiz: rd. 4000M

Adresse: Salt Lake City, Utah, USA. — Europ. Mission, Frankfurt a. M., Ditmarstraße 9. — Schweiz. Mission, Zürich, Pilatusstraee 11.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon onThePath » So 8. Mär 2009, 02:32

devangan hat geschrieben:Die Engel Gabriel und Michael sind übrigens auch aufgetreten bei der Wiederherstellung.
Wir stehen sehr wohl im Wort Gottes und richten uns danach. Übrigens wird auch von unseren Gegnern meist gesagt, daß wir recht umgängliche Menschen sind.
-Devangan


Gabriel muß auch mit seinem Namen herhalten für die Offenbarungen Mohameds.
Deshalb muß mindestens eine dieser Lehren falsch sein und der mißbrauchte Name des Engels auch.

Michael ist natürlich ein Argument. Schließlich wird er von den Katholiken angerufen um Dämonen auszutreiben. Deshalb bürgt sein Name anscheinend für Echtheit, wenn er denn wirklich der ist, für den er sich ausgibt.

Aber es ist wie es ist: Namen sind Schall und Rauch, weil nicht jeder Engel echt ist.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » So 8. Mär 2009, 23:36

LordAlm hat geschrieben:
devangan hat geschrieben:
onThePath hat geschrieben:Es ist seltsam, auf was für Wegen das Buch Mormon entstand.
Für mich ist diese Entstehungsgeschichte nicht glaubwürdiger als das, was Mohammed behauptet, oder meinetwegen die Begründerin der modernen Theosophie. Nicht zufällig entstand auch der Spiritismus im 19. Jahrhundert. Was für ein Engel ist wohl Joseph Smith erschienen ?

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Die Entstehung des Buches Mormon ist durchaus glaubhaft. Wenn man die richtigen Quellen liest und nicht Verdrehungen und Halbwahrheiten von Gegnern der Mormonen.
-Devangan

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Mormonen
Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage

1830
Anderer Name: Mormonen. Gründer der Mormonen war Joseph Smith (1805 bis 1844), „Entdecker" und „Übersetzer" des am Hügel Cumorah seit dem Jahr 412 „vergrabenen” Buches Mormon. Auf Grund eines visionären Auftrags vollzog er 1830 eine erste Kirchengründung in Fayette (New York).
In Deutschland entstanden die ersten Gemeinden von 1843 bis 1844 in Darmstadt und ab 1851 in Hamburg, in der Schweiz ab 1850 in Genf und Basel.
Die Mormonen unterscheiden Pfahlgemeinden und Missionsgemeinden. Die „Erste Präsidentschaft" steht als oberste Leitung der ganzen Kirche vor. Die Aufgaben in der ganzen Vereinigung und in den Gemeinden werden vom Aaronischen und Melchisedekischen Priestertum wahrgenommen. Die beiden Priesterschaftslinien sind stark verzweigt.
Die Mormonen halten sich an die Bibel und an das „Buch Mormon" sowie an die Bücher „Köstliche Perle" und „Lehren und Bündnisse". Die Bücher enthalten zu einem großen Teil Offenbarungen Joseph Smith's und anderer Häupter der Kirche. Die Mormonen lehren einen biblisch verbrämten Fortschrittsweg, der auch im Jenseits seinen Fortgang nimmt Die Heilsvermittlung geschieht durch das Melchizedekische Priestertum.
Die Mormonen üben die Glaubenstaufe durch Untertauchen und die Handauflegung zur Vermittlung des Heiligen Geistes. Sie feiern das Abendmahl mit Brot und Wasser und lassen bereits die kleinen Kinder daran teilnehmen. Im Tempel werden die Ehen für alle Ewigkeit gesiegelt. Die Mormonen leisten eine gewaltige genealogische Arbeit um die Entschlafenen mittels des Tempeldienstes zu erretten. Sie enthalten sich von scharfen Getränken, Alkohol und Tabak Sie bezahlen den Zehnten. Die Mormonen sind eifrig missionarisch tätig.

Sekte: Die Offenbarungen Smith's und der Mormonenpräsidenten verfälschen den Sinn der biblischen Botschaft, was auch in Abänderung von Bibelstellen zum Ausdruck kommt. Die menschliche Sündhaftigkeit und die Rechtfertigung durch Christus werden in einen optimistischen Fortschrittsweg des Christen, mit Heilsvermittlung durch das Priestertum, verfälscht.

Zeitschrift: Der Stern.
Gesamthaft: angeblich 3000000 M (1950 wurden 1 500 000 M gemeldet.)
Deutschland: rd. 20 000 M
DDR: rd. 4 500 M
Schweiz: rd. 4000M

Adresse: Salt Lake City, Utah, USA. — Europ. Mission, Frankfurt a. M., Ditmarstraße 9. — Schweiz. Mission, Zürich, Pilatusstraee 11.



1. Deine Quellen Der Stern usw. sind ziemlich alt. 1950, 1969?
2. Lies lieber in neutralen oder objektiven Quellen, z.B. Wikepedia.de.
3. Obiger Artikel ist nicht schlecht, enthält aber auch einige Unwahrheiten, z.B. daß wir Bibelstellen abändern. Wir benutzen die Einheitsübersetzung.
-Devangan
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » So 8. Mär 2009, 23:38

onThePath hat geschrieben:
devangan hat geschrieben:Die Engel Gabriel und Michael sind übrigens auch aufgetreten bei der Wiederherstellung.
Wir stehen sehr wohl im Wort Gottes und richten uns danach. Übrigens wird auch von unseren Gegnern meist gesagt, daß wir recht umgängliche Menschen sind.
-Devangan


Gabriel muß auch mit seinem Namen herhalten für die Offenbarungen Mohameds.
Deshalb muß mindestens eine dieser Lehren falsch sein und der mißbrauchte Name des Engels auch.

Michael ist natürlich ein Argument. Schließlich wird er von den Katholiken angerufen um Dämonen auszutreiben. Deshalb bürgt sein Name anscheinend für Echtheit, wenn er denn wirklich der ist, für den er sich ausgibt.

Aber es ist wie es ist: Namen sind Schall und Rauch, weil nicht jeder Engel echt ist.

lg, oTp


Gabriel gilt als der, der auf Erden Noah war.
Michael als Adam
-Devangan
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon onThePath » So 8. Mär 2009, 23:44

Gabriel gilt als der, der auf Erden Noah war.
Michael als Adam

Das ist dann aber eine echte Überraschung. Habe ich so noch nie gehört.

Anscheinend sind bei Euch die Engel auch nur Menschen.

:lol:

Entschuldige, aber ich halte die Engel und Satan für eine andere Schöpfung.
Und ich lasse mir auch nicht allen Quatsch einreden. Aber vielleicht kannst Du mich ja von dieser Idee überzeugen ( hoffentlich, ohne dass ich Schnaps dazu brauche ( Schnaps-Idee).

Im allgemeinen bin ich nicht so spöttisch-ironisch, in diesem Fall halte ich es aber für passend.

lg, oTp
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Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » So 8. Mär 2009, 23:57

Ich werde mit Sicherheit nicht meine Augen schließen und mich irgendwelchen Träumereien hingeben, denn auch Satan will in unser Herz etwas hinterlassen, er will uns nämlich Gott als ebenbürtig darstellen!

Wenn wir buchstäblich leibhaftige Söhne und Töchter von dem Vater währen, dann wäre jeder Mensch Gott und zwar durch seine gebürtige Abstammung! ;)

Und nein, wir haben vorher nicht bei IHM gelebt!

Denn kein liebender Vater wird seine leiblichen Kinder in die Hölle schicken, um dann hinterher einige von ihnen wieder zu erlösen und andere der ewigen Verdammnis preiszugeben!

Jeder Mensch ist im Moment des Bestehens in seiner irdischen Existenz eine Neuschöpfung Gottes, welche in der Neuschöpfung von Adam und Eva ihren Ursprung haben! Jeder Mensch wird praktisch durch eine Kettenreaktion der ersten Menschen in sein Dasein gerufen!

Die Mormonen lehren aber praktisch, das jeder Mensch vorher als Geist bei Gott gelebt hat und jetzt wollen wir mal ganz logisch werden! ;)

Was ist mit den Menschen, die noch nicht geboren sind, aber noch geboren werden?

Sie müßten demnach in ihrer Existenz ja noch bei Gott sein, oder nicht?

Wenn wir uns 6000 Jahre Menschheitsgeschichte vorstellen und alle Menschen eine Vorexistenz bei Gott haben, dann muß es ja im Himmel eine riesige Geisterschlange geben, die schrittweise auf diese Erde geschickt wird, so nach dem Prinzip: "Der Nächste bitte!"

Da ist Jesus wieder bei seinem "Vater" im Himmel, aber direkt daneben stehen noch Geister, die ihren irdischen Besuch noch nicht hatten und auf ihren Einsatz warten! Darüber solltest du dir mal ein paar Gedanken machen!

Liebe Grüße von SunFox

PS: Auf deine Bibelstellen werden ich noch eingehen![/quote]

Du beschreibst das einigermaßen richtig. Ich sehe da kein Problem, daß Millionen oder Milliarden Geister noch auf ihre irdische Existenz warten usw. Meinst du das ist für Gott ein Problem?
Wir sind noch nicht Götter, aber wir sind aus seinem Geschlecht/Art, also allenfalls Götter im Kindeszustand. Das würde auch die Äußerund des Paulus erklären: Wir sind allzumal Götter, Söhne Gottes. usw.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » Mo 9. Mär 2009, 00:10

onThePath hat geschrieben:
Gabriel gilt als der, der auf Erden Noah war.
Michael als Adam

Das ist dann aber eine echte Überraschung. Habe ich so noch nie gehört.

Anscheinend sind bei Euch die Engel auch nur Menschen.

:lol:

Entschuldige, aber ich halte die Engel und Satan für eine andere Schöpfung.
Und ich lasse mir auch nicht allen Quatsch einreden. Aber vielleicht kannst Du mich ja von dieser Idee überzeugen ( hoffentlich, ohne dass ich Schnaps dazu brauche ( Schnaps-Idee).

Im allgemeinen bin ich nicht so spöttisch-ironisch, in diesem Fall halte ich es aber für passend.

lg, oTp



Du hältst Satan und die Engel für eine andere Schöpfung, also eine eigene Gattung oder Art? Das finde ich nun wieder unlogisch.
Viel plausibler ist es, daß sie alle der gleichen Gattung angehören, also Kinder Gottes sind, nicht irgendeine fremde oder eigene Brut a la Marsmännchen oder so.

Engel sind Boten Gottes. Es sind entweder präexistente Geistkinder Gottes oder auferstandene Söhne (und evtl. Töchter) Gottes. In jedem Fall sind es Personen, die mit dieser Erde im Zusammenhang stehen. Also Personen, die bei ihrem Erscheinen noch Geistwesen waren und noch nicht auf der Erde gelebt haben (das trifft auf alle Engelserscheinungen vor der Auferstehung Christi zu, da Er ja der erste Auferstandene war. Oder, nach der Auferstehung Christi, sind es wohl überwiegend Personen, die schon auf der Erde gelebt haben und auch auferstanden sind.
-Devangan
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » Mo 9. Mär 2009, 00:33

SunFox hat geschrieben:Habe mich mal ein bisschen darüber schlau gemacht, durch welche Ereignisse die Mormonen entstanden sind! ;)

Und unter dem Zeugnis des Joseph Smith habe ich folgendes gelesen:

"Nachdem ich die Erde entfernt hatte, suchte ich mir einen Hebel, setzte ihn unter dem Rand des Steines an und hob ihn mit einiger Anstrengung hoch. Ich schaute hinein, und da sah ich tatsächlich die Platten, den Urim und Tummim sowie den Brustschild, wie der Bote es gesagt hatte. Der Behälter, worin sie lagen, war durch Steine gebildet, die mit einer Art Zement aneinandergefügt worden waren. Auf dem Boden des Behälters waren zwei Steine quer zum Behälter gelegt, und auf diesen Steinen lagen die Platten und mit ihnen die anderen Gegenstände."

Jetzt bin ich aber erstaunt, das Gott für einen Steinbehälter eine Art Zement benutzt! :roll:

Also ich traue IHM schon zu, das er Steinbehältnisse auch aus einem Stück hinbekommt!

Auch die ganze Geschichte drum herum klingt ziemlich eigenartig!

Da erscheint ihm eine Gestalt mit Namen Moroni 3 x in der Nacht, mit ständig gleicher Botschaft, und dann erzählt dieser Moroni es ihm am Folgetag zum 4. mal am hellichten Tage auf dem Feld!

Dann geht der Herr Smith gemäß Auftrag dorthin, wo die Platten liegen sollen und findet sie angeblich auch dort vor und was passiert jetzt?

Jetzt soll er Jahr für Jahr dort wieder vorbeikommen, bis ihm dieser Moroni (der angeblich aus dem Himmel von Gott kam) irgendwann erlaubt, die Platten an sich zu nehmen und um den Inhalt der Platten zu verbreiten!

Sehr glaubwürdig das ganze! :baby:

Der Gott der Bibel arbeitet anders!

Wenn der HERR dem Menschen Weisung geben wollte, dann tat er dieses aller Regel nach durch Visionen und nicht durch irgendwelche Platten, die erst einmal übersetzt werden müßen, um sie dann hinterher wieder durch irgendwelche ominösen Boten zurück zu verlangen!

Bis auf die 10 Gebote, die der HERR selbst verfasste und dem Moses auf dem Berg Sinai übergab, kennt die Bibel so eine Vorgehensweise nicht und schon garnicht mit einer Rückforderung des Zeugnisses!

Psalm 78,5: "Der HERR richtete ein Zeugnis auf in Jakob und gab ein Gesetz in Israel und gebot unsern Vätern, es ihre Kinder zu lehren."

Was bedürfen wir eigentlich?

1.Johannes 5,9: "Wenn wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis doch größer; denn das ist Gottes Zeugnis, dass er Zeugnis gegeben hat von seinem Sohn."

Brauchen wir das Zeugnis eines Josph Smith, der doch kein Zeugnis aufweisen kann, als sein Wort und das Wort einiger Helfershelfer?

Wir brauchen es nicht, denn das Zeugnis Gottes ist größer und mächtiger, der Vater hat Zeugnis gegeben von seinem Sohn, der aber bei den Mormonen nur ein Geistwesen ist, wie eben Satan auch, ja beide werden sogar als Brüder bezeichnet!

1.Johannes 5,10: "Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat dieses Zeugnis in sich. Wer Gott nicht glaubt, der macht ihn zum Lügner; denn er glaubt nicht dem Zeugnis, das Gott gegeben hat von seinem Sohn."

Die Lehre der Mormonen macht Gott zum Lügner, eine goldene Plattenheilslehre ist vollkommen überflüssig, denn wer den Sohn hat, der hat das Leben!

1.Johannes 5,11: "Und das ist das Zeugnis, dass uns Gott das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohn."

Wäre es wirklich der Wille Gottes gewesen, das noch andere Offenbarungen an die Menschheit gerichtet werden sollen, dann hätte die Bibel im Vorfeld dieses kund getan, es prophezeit!

Mit der Offenbarung des Johanes ist das Wort Gottes abgeschlossen, denn diese reicht bis in die Ewigkeit Gottes!

Sollte der HERR es für nötig erachten, das er Menschen dazu auserwählt eine Botschaft an die Welt zu richten, dann muß diese Botschaft mit der Bibel übereinstimmen, sie muß dort herauslesbar sein!

Aber Gottes Wort hat es ja vorhergesagt, das viele in SEINEM Namen kommen werden, aber das Eigenartige ist, das je unglaubwürdiger und je verworrener die Lehre ist, desto lieber wird sie geglaubt und angenommen!

Und wenn man sich jetzt noch die Lehre der Mormonen ansieht und diese mit der Bibel versucht abzugleichen, dann weiß man sofort, welcher Herr dort seine Finger im Spiel hat, der HERR ist es nicht!

Liebe Grüße von SunFox



Nicht Gott hat den Steinbehälter angefertigt, sondern der Prophet Moroni, der letzte Schreiber vor dem Untergang der Nephiten 421 N.Chr. .
Da die Antimormonen oft auch die Goldplatten oder -tafeln anzweifeln, habe ich mich mal schlau gemacht. Es gibt zumindest im Englischen eine Fülle von Literatur, die bestätigt, daß im Altertum Metallplatten benutzt wurden, um wichtige Schriften, oft religiösen Inhalts, für die Nachwelt aufzubewahren.
Hier nur einiges dazu:

The Hebrew text of Isaiah 8:1 reads "take thee a great Gillayon and write on it..." The word
"gillayon" as Dr. Adam Clarke points out, is a polished tablet of metal which prophecy was to be
written on.


"William J. Adams jr. informs us of Dr. Gabriel Barkays find at an excavation site in
Jerusalem. The dig, which was begun in 1979, unearthed a tomb dated to about 600 B.C. Among
the finds were two rolled-up strips of silver, unknown elsewhere in the archaeology of this
period. These silver plates contain quotations from the book of Numbers, confirming that
religious texts were engraved on precious metal plates in Lehi’s Jerusalem and thus showing that
Lehi’s search for the plates of Laban and his own writings on precious metal plates are real
possibilities." (FARMS Review of Books, 14:1-2, pg. 94)


Since these discoveries were made, many of the criticisms of the gold plates ceased. But
still occasionally you come across an ignorant anti-Mormon who still thinks that he can use this
argument against the Church. But now that we have proof of other plates being found in stone
boxes, it actually is something to prove the divine calling of Joseph Smith. (for more information
see Dr. Franklin S. Harris Jr. discoveries found in the Instructor magazine in Oct. 1957)

There have also been many stone boxes and plates found in the Americas, such as the
Hackman stone box found in Texcoco, Mexico, the Carved Aztec box, and the Kulkulcan stone
box found inside the Temple of Kulkulcan of Chichen Itza, Yucatan, Mexico, which matches
Joseph Smith’s description of Moroni’s box to a "T".


"On her deathbed, Alice Le Plongeon (wife of Augustus Le Plongeon) turned over to an intimate
friend many of her husbands drawings and notes and evidently tried to tell the location of another
spectacular discovery they claimed to have made and covered again in 1875–some underground
rooms containing stone boxes holding perfectly preserved ancient records of the Maya." (Lost
Tribes and Sunken Continents, Robert Wauchope, pg. 19)


A man named William Bolsover wrote about his dealings with the Ispogogee Indians at
Tuckabatchee, Alabama. He said that this tribe of priestly Indians had many brass and copper plates
containing prophetic writings of their forefathers which were given them by the same diety they say
we call God. (Edward King, viscount Kingsborough, Antiquities of Mexico, vol. 8 pg. 357-358, as
cited in A Challenge to the Critics, Diane Wirth, pg. 43)


In their book, America’s Ancient Civilizations, Hyatt and Ruth Verrill tell of a Maya book
containing the complete history of their ancestors. This book is said to have been inscribed on gold
plates. They write "According to tradition a complete history of the Maya was recorded in the
Golden Book of the Mayas which, if it actually existed, as it probably did, was so carefully hidden to
prevent it from falling into the hands of the Spaniards that it never has been found." (Americas
Ancient Civilizations, pg. 23).


We also have the copper scrolls found in the caves of Qumran which make up, in part, the Dead Sea Scrolls.

I doubt that the format will transfer over, but an older source, from Mark Petersons "Those Gold Plates!" listed a few discoveries of writings on metal plates in ancient times. This list, of course, is outdated, but it is good starting point for metallic plates.

Object or material Civilization Language and script Time

Phoenicain
27. Bronze Italy Greek 4th century B.C.
28. Bronze Greece Greek 5th century B.C.
Egypt
29. Gold Egyptian Hieroglyphics 3000 B.C.
30. Gold Egyptian Hieroglyphics 2800 B.C.
31. Gold Egyptian Hieroglyphics 2000-1788 B.C.
32. Lead Egypt Pseudo-hieroglyphic
33. Silver Egypt Egyptian 1254 B.C.
34. Silver and Gold Egypt Egyptian 1198-1167 B.C.
35. Metal Egyptian Demotic after 4th century B.C.
36. Gold Egypt Greek 242-222 B.C.
Mesopotamia
37. Gold Sumerian 3rd millenium B.C.
38. Copper Sumerian 2900-2425 B.C.
39. Copper Sumerian Cuneiform 2900-2425 B.C.
40. Bronze Assur Hurrian Mid 3rd millenium B.C.
41. Bronze Lebanon Pseudo-heiroglyphic 2000-1800 B.C.
42. Gold and Silver Assyrian 883 B.C.
43. Gold Assyrian 858 B.C.
44. Bronze Assyrian 858 B.C.
45. Gold, Silver, Bronze Assyrian 722. B.C.
46. Bronze, Gold Assyrian 722 B.C.
47. Lead Mesopotamia Mandean 7th-8th century A.D.
48. Lead Assyrian Hittite 7th century B.C.
49. Silver Semitic Late Hittite 600 B.C.
Palestine, and Arabia, Turkey
50. Bronze Galilee, Palestine Ugarit cuneiform 14th century B.C.
51. Copper Palestine Hebrew 12th century B.C.
52. Bronze Arabia Himyaritic 6th-7th century B.C.
53. Brass Palestine 2nd century B.C.
54. Copper scrolls Dead Sea Caves Hebrew Middle of 1st century B.C.
55. Gold and Silver Palestine Hebrew/Aramaic 200 A.D.
56. Silver Arabic
57. Copper Maghreb Arabic
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon onThePath » Mo 9. Mär 2009, 00:45

Du hältst Satan und die Engel für eine andere Schöpfung, also eine eigene Gattung oder Art? Das finde ich nun wieder unlogisch.
Viel plausibler ist es, daß sie alle der gleichen Gattung angehören, also Kinder Gottes sind, nicht irgendeine fremde oder eigene Brut a la Marsmännchen oder so.


Du solltest so abfällige Bemerkungen wie Brut und Marsmännchen nicht machen.
Das ist ein unschicklicher Vergleich, der niemand wählen wird, der weiß, wie die Bibel über Engel schreibt.

Ob logisch oder unlogisch, es ist Fantasie. und nichts davon steht in der Bibel.

lg, oTp
Veränderung ist das einzig Bleibende.

Gott ist so fremd wie Dein unbekannter Vater, klar daß er trotzdem existiert. Weißt Du, was Du versäumst, wenn Du Ihn nie kennenlernst ? Ein herrliches Erbe : Leben an der Quelle der Liebe.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » Mo 9. Mär 2009, 01:20

onThePath hat geschrieben:
Du hältst Satan und die Engel für eine andere Schöpfung, also eine eigene Gattung oder Art? Das finde ich nun wieder unlogisch.
Viel plausibler ist es, daß sie alle der gleichen Gattung angehören, also Kinder Gottes sind, nicht irgendeine fremde oder eigene Brut a la Marsmännchen oder so.


Du solltest so abfällige Bemerkungen wie Brut und Marsmännchen nicht machen.
Das ist ein unschicklicher Vergleich, der niemand wählen wird, der weiß, wie die Bibel über Engel schreibt.

Ob logisch oder unlogisch, es ist Fantasie. und nichts davon steht in der Bibel.

lg, oTp


Sorry, du hast recht, wir sollten nicht ironisch werden. Ich hatte mich wohl dazu verleiten lassen, weil du selbst etwas ironisch-spöttisch geschrieben hattest.
Was ich geschrieben habe, ist durchaus bibelkonform. Die Bibel beantwortet nicht alle Fragen eindeutig. Aber zwischen den Zeilen lesen müssen wir auch. Du weißt wieviel Engelserscheinungen in der Bibel beschrieben werden. Man muß davon ausgehen, dass sie als "Menschen" also in Menschengestalt erschienen sind, sonst wären die Empfänger solcher Besuche ja noch erschrockener gewesen als sie es oft ohnehin schon waren. Es gibt auch keinerlei Hinweise, daß sie einer anderen Art oder Rasse angehören, sondern im Gegenteil eher, daß sie der selben Gattung angehören wie wir.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon LordAlm » Mo 9. Mär 2009, 03:25

devangan hat geschrieben:1. Deine Quellen Der Stern usw. sind ziemlich alt. 1950, 1969?
2. Lies lieber in neutralen oder objektiven Quellen, z.B. Wikepedia.de.
3. Obiger Artikel ist nicht schlecht, enthält aber auch einige Unwahrheiten, z.B. daß wir Bibelstellen abändern. Wir benutzen die Einheitsübersetzung.

Lieber devangan,
Ich glaube du hast die Bibel noch nie erforscht. Was sind neutrale Quellen? Eure Lehre ist und bleibt, und seine Entstehungsgeschichte kann niemand annullieren. Das hat mit dem Alter der Erungenschaft nichts zu tun. Bibelstellen ändern das wäre das eine, aber biblisch beurteilt würde ich folgendes dazu sagen:
Euer phantastische Lehrgebilde weicht in allen entscheidenden Punkten so eindeutig vom biblischen Zeugnis ab, dass sich hier eine eingehende Widerlegung erübrigt. Man mag sich höchstens fragen, ob es sich hier um eine durch heidnische Gedanken verfälschten Christenglauben oder um einen mit christlichen Gedanken verbrämten Heidenglauben handelt. So bewundernswert manche Leistungen der Mormonengemeinschaft sind, so erschreckend ist die Leichtgläubigkeit, mit der die wilde Phantastik, die das Buch Mormon umgibt, von Hundertausenden von ehrbaren Bürgern hingenommen wird. So beschämend ist aber vor allem die Tatsache, dass in einem Bereich, wo das Evangelium Jesu Christi während Jahrhunderten gepredigt worden ist, dieses Wirrsal von Irrlehren als christlich betrachtet werden kann, und zwar nicht nur im fernen Amerika, sondern auch mitten unter uns, in den Landen Luthers, Zwinglis und Calvins! LG LA
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » Di 10. Mär 2009, 00:15

LordAlm hat geschrieben:
devangan hat geschrieben:1. Deine Quellen Der Stern usw. sind ziemlich alt. 1950, 1969?
2. Lies lieber in neutralen oder objektiven Quellen, z.B. Wikepedia.de.
3. Obiger Artikel ist nicht schlecht, enthält aber auch einige Unwahrheiten, z.B. daß wir Bibelstellen abändern. Wir benutzen die Einheitsübersetzung.

Lieber devangan,
Ich glaube du hast die Bibel noch nie erforscht. Was sind neutrale Quellen? Eure Lehre ist und bleibt, und seine Entstehungsgeschichte kann niemand annullieren. Das hat mit dem Alter der Erungenschaft nichts zu tun. Bibelstellen ändern das wäre das eine, aber biblisch beurteilt würde ich folgendes dazu sagen:
Euer phantastische Lehrgebilde weicht in allen entscheidenden Punkten so eindeutig vom biblischen Zeugnis ab, dass sich hier eine eingehende Widerlegung erübrigt. Man mag sich höchstens fragen, ob es sich hier um eine durch heidnische Gedanken verfälschten Christenglauben oder um einen mit christlichen Gedanken verbrämten Heidenglauben handelt. So bewundernswert manche Leistungen der Mormonengemeinschaft sind, so erschreckend ist die Leichtgläubigkeit, mit der die wilde Phantastik, die das Buch Mormon umgibt, von Hundertausenden von ehrbaren Bürgern hingenommen wird. So beschämend ist aber vor allem die Tatsache, dass in einem Bereich, wo das Evangelium Jesu Christi während Jahrhunderten gepredigt worden ist, dieses Wirrsal von Irrlehren als christlich betrachtet werden kann, und zwar nicht nur im fernen Amerika, sondern auch mitten unter uns, in den Landen Luthers, Zwinglis und Calvins! LG LA


Lieber Lordalm,
ich bin kein Theologe. Ich kenne aber die Bibel etwa so gut wie das Buch Mormon.
Dein Wissen über die Mormonen stammt hauptsächlich aus antimormonischen Quellen, nicht aus eigener gründlicher Untersuchung.
Für alle die Englisch lesen können, kann ich ein Buch empfehlen, in dem ein Evangelischer Theologe und ein Mormonischer Theologe Ihre Gedanken zu einigen grundlegenden Lehren austauschen. Titel: How wide a divide, Autoren: Blomberg,
Robinson. Das Buch ist in einem Evangelischen Verlag erschienen (Intervarsity Press). Es kann über amazon.de bezogen werden.

Unsere Lehre weicht in keinem Punkt von der Bibel ab, wohl aber von der Evangelikalen Auslegung der Bibel.
Das Hervorkommen des Buches Mormonen ist nicht von wilder Phantastik umgeben.
Vielmehr ist die Geschichte glaubhaft, plausibel und durchaus realistisch.

Ein weiterer interessanter Artikel ist von Kevin L Barney, zu finden unter
farms.byu.edu/publications. Hier nimmt Barney Stellung zu einem Buch des evangelischen Theologen Thomas J. Finley.
A review of "Does the Book of Mormon Reflect an Ancient Near Eastern Background?" by Thomas J. Finley.
Für eine objektive und neutrale Betrachtung sollte man solche Abhandlungen lesen.
Ich kann auch versuchen, einiges auf Deutsch zu finden, falls Interesse besteht.
LG, Devangan
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon Leuchte » Di 10. Mär 2009, 02:12

Eins muss ich hier bemerkt haben. Neulich schaute ich ein Video von Walter Veith über das Thema Trinität. Bekanntlich sind neue Bibel-Übersetzungen sehr okkult beinflusst, sodass die Gottheit Jesu immer in den Hintergrund verdrängt wird. Nun schreibt aber devangan:
die vorirdische Existenz Jesu wird wohl kaum jemand anzweifeln. daraus läßt sich indirekt auch die vorirdische Existenz aller Menschen ableiten.

Mormonen sind bekanntlich auch sehr okkult und ihre Bibel stimmt mit alten Bibeln sogut wie gar nicht überein. Das Ziel dieser Präexistenztheorie ist, Jesu auf ganz niedriges Niveau zu runterzuschieben, damit die "Erlösung in Jesus allein" verblasst.
Es ist etwas Großes: An Gräbern stehen und doch froh bleiben.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon SunFox » Di 10. Mär 2009, 02:37

devangan hat geschrieben:Unsere Lehre weicht in keinem Punkt von der Bibel ab, .....


Lieber Devangan,

allein diese Aussage für sich ganz alleine betrachtet zeigt schon, welcher Geist hinter dieser Kirche steht!

Kolosser 3,14-17: "Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in "einem" Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen. Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn."

Wieviel Psalmen hast du schon gelesen?

Und wie sieht es mit dem Band der Vollkommenheit aus?

1.Korinther 2,6-9: "Wovon wir aber reden, das ist dennoch Weisheit bei den Vollkommenen; nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Herrscher dieser Welt, die vergehen. Sondern wir reden von der Weisheit Gottes, die im Geheimnis verborgen ist, die Gott vorherbestimmt hat vor aller Zeit zu unserer Herrlichkeit, die keiner von den Herrschern dieser Welt erkannt hat; denn wenn sie die erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Sondern es ist gekommen, wie geschrieben steht (Jesaja 64,3): »Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.«"

Wie soll es eine Präexistenz des Menschens nach dieser Gotteswortaussage gegeben haben? Kein Auge und kein Ohr und auch in keines Menschen Herz!

Ade Präexistenz! ;)

Wie will man also behaupten, das die mormonische Lehre in keinem Punkt der Lehre der Bibel entgegen steht, wenn doch schon allein die Weisheit Gottes im Verborgenen liegt?

devangan hat geschrieben:..... wohl aber von der Evangelikalen Auslegung der Bibel.


Es geht hier nicht um Auslegung, sondern um eindeutige Aussagen!

Kolosser 2,1-10: "Ich will euch nämlich wissen lassen, welchen Kampf ich um euch führe und um die in Laodizea und um alle, die mich nicht von Angesicht gesehen haben, damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis. Ich sage das, damit euch niemand betrüge mit verführerischen Reden. Denn obwohl ich leiblich abwesend bin, so bin ich doch im Geist bei euch und freue mich, wenn ich eure Ordnung und euren festen Glauben an Christus sehe. Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar. Seht zu, dass euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf die Lehre von Menschen und auf die Mächte der Welt und nicht auf Christus. Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig und an dieser Fülle habt ihr teil in ihm, der das Haupt aller Mächte und Gewalten ist."

Kolosser 1,7: "So habt ihr's gelernt von Epaphras, unserm lieben Mitknecht, der ein treuer Diener Christi für euch ist, der uns auch berichtet hat von eurer Liebe im Geist. Darum lassen wir auch von dem Tag an, an dem wir's gehört haben, nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, dass ihr des Herrn würdig lebt, ihm in allen Stücken gefallt und Frucht bringt in jedem guten Werk und wachst in der Erkenntnis Gottes und gestärkt werdet mit aller Kraft durch seine herrliche Macht zu aller Geduld und Langmut. Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht. Er hat uns errettet von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes, in dem wir die Erlösung haben, nämlich die Vergebung der Sünden."

Zwei Texte die in der Form ihrer Aussage der Mormonenlehre widerspricht!

Ich halte mich an die Lehre Jesu und mit der fahre ich bestens, denn bisher hat sich seine Zusage bewahrheitet, ER hat seinen Kindern versprochen: "Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Gegner nicht widerstehen noch widersprechen können." (Lukas 21,15)

Weßt du wie oft ich mir anhören muß: "Dies hat Jesus zu den Juden gesagt!", oder die neuste Variante: "Komm mir nicht mit Jesus hat dies und Jesus hat das!" und dann werden die Worte der Apostel breitgetreten, wobei man sich am liebsten des Paulus bedient, aber verstehen tun die Wenigsten, bzw. wollen verstehen, da ja alle schon so Irrtumslos sind!

Und Jesus hat zu der obigen Aussage in Vers 19 auch gesagt: "Seid standhaft und ihr werdet euer Leben gewinnen."

Und du willst mir etwas über biblische Auslegung erzählen, wo dir die einfachsten Grundaussagen der Bibel vollkommen fremd sind?

"Ich sage das, damit euch niemand betrüge mit verführerischen Reden!"

Liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon LordAlm » Di 10. Mär 2009, 03:45

devangan hat geschrieben:Unsere Lehre weicht in keinem Punkt von der Bibel ab, wohl aber von der Evangelikalen Auslegung der Bibel.

Lieber devangan,
Ich werde deine Aussage gleich neutralisieren und dir aufzeigen wo und wie das Buch Mormon mit dem Wort Gottes absolut nicht kongruent geht. Ich denke du bist leider auch ein Verführter, und verstehe nicht, warum wertvolle Menschen die sich Christen nennen, sich mit solchem Hockus-Bockus zufrieden stellen? Das gefährliche an solchen Sekten ist, dass sie ihre Lehre und Meinung nach Gutdünken ändern, gerade so wie es in die Zeit passt.
Wenn du Mängel und falsche Auslegung bei den Evangelikalen entdeckt hast, so würde ich gerne mit dir darüber diskutieren, aber bitte nicht hier.

Ich habe dieses Manuskript nicht selbst erfunden, sondern kopiere hier die Aussage dessen aus der "Kleine Sektenkunde" von Hans Heinrich Brunner, Dr. Theol. Pfarrer in Marthalen:

DIE MORMONEN

Name und Entstehung:


Diese Sekte, die sich selbst ,Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage' nennt, gründet sich auf das ,Buch Mormon'. Dieses soll aus goldenen Tafeln bestanden haben, auf denen der Prophet Mormon göttliche Offenbarungen niedergeschrieber, haben soll. Diese habe er samt den biblischen Urim und Thummim (2. Mose 28, 30) seinem Sohn Moroni übergeben. Der Amerikaner Joseph Smith habe dann die Tafeln in einer im Staat New York vergrabene Kiste entdeckt. Mit Hilfe der Urim und Thummim (die nichts anderes als eine wunderbare ,Prophetenbrille' sein sollen) habe sie dieser aus der ursprünglichen Geheimsprache übersetzt und in ein 600-seitiges, vom heiligen Geist inspiriertes Buch umgeschrieben. *)
*) Der wahre Sachverhalt mit dem ,Buch Mormon' ist allerdings viel prosaischer. Ein presbyterianischer Pfarrer, Salomon Spaulding, verfaßte in seiner Mußezeit eine romanhafte Geschichte der Besiedelung des amerikanischen Kontinents durch die aus Samarien verschleppten israelitischen Stämme. Das Manuskript übergab Pfarrer Spaulding einem Verleger, dem es aber abhanden kam, bis ein junger Angestellter es durch den leichtgläubigen Joseph Smith ,entdecken' ließ.

Joseph Smith wurde der Führer einer bald sich um dieses Wunderbuch sammelnden Schar von Gläubigen. Als er wegen allerlei düsterer Geschäfte ins Gefängnis gesteckt wurde (wo er samt seinem Bruder einem Mordanschlag zum Opfer fiel und dadurch die Märtyrerkrone erwarb), übernahm Brigham Young die Leitung und wurde zum eigentlichen 'Kirchenvater' dieser Gemeinschaft. Da dieser Sekte im amerikanischen Osten das Leben schwer gemacht wurde, verließ die 150 000 Seelen zählende Mormonenschar im Winter 1846/7 ihre Heimat und zog — mit bewunderungswürdigem Heldenmut die zahllosen Anfeindungen und Strapazen überwindend — durch einsame Steppen und das unwegsame Felsengebirge nach dem fernen Westen. In der Gegend des Großen Salzsees ließ sie sich nieder und verwandelte die damalige Einöde von Utah in ein blühendes Land. Gemeinsinn und Bienenfleiß (die Biene ist das Kennzeichen der Mormonenkirche) brachten das Monnonenvolk zu Wohlstand und Ansehen. Sein Zentrum ist die prächtige Stadt Salt Lake City, die um den prachtvollen Tempel herum gebaut ist, der einst als Sitz Christi dienen soll. Die Gottesdienste finden im riesigen ,Tabernakel' (13 500 Sitzplätze!) statt, das besonders wegen seiner fabelhaften Akkustik berühmt ist. Utah wurde erst sehr spät als selbständiger Staat in die amerikanische Union aufgenommen, nämlich erst zur Zeit, da sich die Leitung der Kirche verpflichtete, die in ihr verankerte Einrichtung der Vielehe aufzugeben.

Organisation und Verbreitung:

Die Kirche der Heiligen der Letzten Tage ist streng stufenmäßig geordnet. An der Spitze stehen die drei präsidierenden Hohenpriester, denen sich ein Kollegium von 12 Aposteln, die Patriarchen, der Rat der Bischöfe und die erstaunliche Zahl von 130 000 Priestern unterordnen. Die finanzielle Grundlage bilden der Zehnte und große freiwillige Gaben. Der Kirche sind viele tüchtig geleitete Geschäftszweige (Banken, Versicherungsgesellschaften, Mühlen usw.) wie auch eine Tageszeitung und eine Radiostation angegliedert. Am verbreitetsten In die bald hundertjährige Zeitschrift ,Der Stern'. Ende 1947 zählte die Sekte über eine Million Mitglieder. Ihr Schwerpunkt ist immer noch der Staat Utah, dessen Bevölkerung zu 60 Prozent mormonisch ist. Sie betreibt jedoch auch sehr eifrig Mission und ist zur Zeit in der Schweiz sehr aktiv. (Basel ist europäischer Hauptsitz).

Lehre:

Neben der Bibel haben die Heiligen der Letzten Tage zwei heilige Schriften, die sie für unfehlbare Offenbarung Gottes halten:
1. Das ,Buch Mormon', das in phantastischer Weise die Besiedelung Amerikas seit dem Turmbau zu Babel beschreibt. Dabei spielen die zehn, seinerzeit nach Assyrien deportierten Stämme Israels eine bedeutende )Rolle.
2. Das Buch der ,Lehren und Bündnisse', in das fortlaufend die Irrtumslosen Äußerungen der Kirchenhäupter aufgenommen werden.

Nach mormonischer Auffassung ist der ,Vater' der oberste eines ganzen Götterkollegiums. «Der Vater hat einen Körper von Fleisch und Bein, so fühlbar wie der des Menschen», heißt es in den ,Lehren und Bündnissen'. In den verschiedenen, von den Mormonen erdachten Welten, werden verschiedene Götter mit gleichem Recht verehrt wie bei uns der dreieinige Gott. Die Mormonen huldigen einem zukunftsfrohen Entwicklungsglauben. «Wie der Mensch ist, war Gott einst. Wie Gott ist, kann der Mensch einst, werden!», lautet ein grundlegender Glaubenssatz. Im Buch ,Mormon' wird der Fall Adams nicht als Unheil, sondern als notwendiger Schritt im menschlichen Entwicklungsprozeß dargestellt. Der Tod beendet das körperliche Weiterleben nicht. Die Ehen sollen auch jenseits des Grabes fruchtbar bleiben, denn nur so werden die abgeschiedenen Geister bei der Wiederkunft Jesu ins Erdenleben zurückkehren können. Dieses Weiterleben wird garantiert durch die vom Oberhaupt der Kirche vorgenommene ,Siegelung'. Diese kann auch für Menschen sichergestellt werden, die in ihrem Erdenleben nicht Anhänger Mormons waren, indem sie stellvertretend an Gliedern dieser Gemeinschaft vorgenommen wird. Um möglichst allen Menschen aller Zeiten den Zutritt ins Gottesreich zu ermöglichen, legt die Mormonenkirche größten Wert auf die Erstellung eines möglichst vollständigen Geschlechtsregisters von Adams Zeiten an. Das Durchforschen alter Chroniken, Bürgerregister und Namenlisten gilt in ihren Gemeinden als frommes Werk, dem die Mormonen mit großem Eifer und Fleiß obliegen. Da eine Frau nur dann des ewigen Lebens teilhaftig wird, wenn sie einem Mann ,angesiegelt' ist, gilt die Vielehe nicht nur für erlaubt, sondern für eine Christenpflicht. Sie hat allerdings unter dem Druck der politischen Verhältnisse, wenigstens offiziell, aufgegeben werden müssen. Bei der Wiederkunft Christi werden die Stämme Juda in Jerusalem, die Stämme Israel (die ,Versiegelten') in New Jerusalem (im Staate Missouri) gesammelt werden. Nach dem Jüngsten Gericht werden die Geister, je nach der Vollkommenheitsstufe, die sie erreicht haben, auf dem einen oder andern Planeten wohnen. Für die Unbekehrten gibt es keine Verdammnis, sondern lediglich ein Aussterben. LG LA
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon Taube » Di 10. Mär 2009, 05:33

devangan hat geschrieben:ich bin kein Theologe. Ich kenne aber die Bibel etwa so gut wie das Buch Mormon.

Steckt hinter diesem Bibel-Mormon-Denken nicht der Geist des amerikanischen Aufbruches, des amerikanischen Ethnozentrismus? Fast mehr als der biblische Heilige Geist?

Gruss Taube
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » Mi 11. Mär 2009, 00:21

Leuchte hat geschrieben:Eins muss ich hier bemerkt haben. Neulich schaute ich ein Video von Walter Veith über das Thema Trinität. Bekanntlich sind neue Bibel-Übersetzungen sehr okkult beinflusst, sodass die Gottheit Jesu immer in den Hintergrund verdrängt wird. Nun schreibt aber devangan:
die vorirdische Existenz Jesu wird wohl kaum jemand anzweifeln. daraus läßt sich indirekt auch die vorirdische Existenz aller Menschen ableiten.

Mormonen sind bekanntlich auch sehr okkult und ihre Bibel stimmt mit alten Bibeln sogut wie gar nicht überein. Das Ziel dieser Präexistenztheorie ist, Jesu auf ganz niedriges Niveau zu runterzuschieben, damit die "Erlösung in Jesus allein" verblasst.


Leuchte,
das sind 2 Fehlinformationen: In Deutsch benutzen die Mormonen seit 1980 die Einheitsübersetzung. Im Englischen die King James Version. Wir haben keine eigene Bibel.
Völlig falsche Deutung der Präexistenz. Wir wissen, daß die Erlösung allein durch
Christus kommt.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » Mi 11. Mär 2009, 00:29

SunFox hat geschrieben:
devangan hat geschrieben:Unsere Lehre weicht in keinem Punkt von der Bibel ab, .....


Lieber Devangan,

allein diese Aussage für sich ganz alleine betrachtet zeigt schon, welcher Geist hinter dieser Kirche steht!

Lieber Sunfox,
Das ist unlogisch, jetzt machst du uns Vorwürfe, daß wir nicht von der Bibel abweichen.
Und wieder diese Anspielungen auf den "Geist".
Deine Zitate sind irrelevant zu diesem Thema.
Und zu den Auslegungen, die deiner Meinung nach klare Aussagen sind. Wenn dem so wäre, wieso gibt es dann hunderte von Auslegungen und Kirchen?
Lassen wir die Polemik und wenden wir uns ernsthaft den Themen zu.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » Mi 11. Mär 2009, 00:35

LordAlm hat geschrieben:
devangan hat geschrieben:Unsere Lehre weicht in keinem Punkt von der Bibel ab, wohl aber von der Evangelikalen Auslegung der Bibel.

Lieber devangan,
Ich werde deine Aussage gleich neutralisieren und dir aufzeigen wo und wie das Buch Mormon mit dem Wort Gottes absolut nicht kongruent geht. Ich denke du bist leider auch ein Verführter, und verstehe nicht, warum wertvolle Menschen die sich Christen nennen, sich mit solchem Hockus-Bockus zufrieden stellen? Das gefährliche an solchen Sekten ist, dass sie ihre Lehre und Meinung nach Gutdünken ändern, gerade so wie es in die Zeit passt.
Wenn du Mängel und falsche Auslegung bei den Evangelikalen entdeckt hast, so würde ich gerne mit dir darüber diskutieren, aber bitte nicht hier.

Ich habe dieses Manuskript nicht selbst erfunden, sondern kopiere hier die Aussage dessen aus der "Kleine Sektenkunde" von Hans Heinrich Brunner, Dr. Theol. Pfarrer in Marthalen: LG LA


"Kleine Sektenkunde", das sagt schon alles. Das ist bloßer Antimormonismus eines Evangelen. Wenn du dich relativ neutral informieren willst, lies den Artikel in"Wikipedia" ode die von mir oben genannten Artikel oder webseiten.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon onThePath » Mi 11. Mär 2009, 00:37

Leuchte hat geschrieben:Eins muss ich hier bemerkt haben. Neulich schaute ich ein Video von Walter Veith über das Thema Trinität. Bekanntlich sind neue Bibel-Übersetzungen sehr okkult beinflusst, sodass die Gottheit Jesu immer in den Hintergrund verdrängt wird. Nun schreibt aber devangan:
die vorirdische Existenz Jesu wird wohl kaum jemand anzweifeln. daraus läßt sich indirekt auch die vorirdische Existenz aller Menschen ableiten.

Mormonen sind bekanntlich auch sehr okkult und ihre Bibel stimmt mit alten Bibeln sogut wie gar nicht überein. Das Ziel dieser Präexistenztheorie ist, Jesu auf ganz niedriges Niveau zu runterzuschieben, damit die "Erlösung in Jesus allein" verblasst.


Alle Neuoffenbarungen müssen genau untersucht werden, denn okkult sind sie wohl in der Regel.
Hat etwa Paulus mit seinen Erlebnissen und Sondererkenntnissen geprahlt und hat er sie etwa in den Stand der Bibellehre erhoben ? Natürlich nicht.
Man sollte persönliche Offenbarungen immer kritisch betrachten - im Licht der Bibel- und keine neuen Lehren a la Mohammed und "christliche" Neuoffenbarer machen.

Und man sollte die Bibel niemals im zweifelhaften Licht
der Mormonenbibel, des Koran, der Steinerschriften, der Lorberschauungen,...( die Liste ist sehr lang )..deuten.
Solche Schablonen bringen nur alles in Unordnung.

Die "geheimnisvolle" Geschichte der Mormonenbibel entlockt mir noch nicht mal ein Lächeln. Zu oft wiederholen sich solche selbsbeweihräucherten okkulten Offenbarungen. Sorry, Klartext meiner Erkenntnis.

lg, oTp
Zuletzt geändert von onThePath am Mi 11. Mär 2009, 00:49, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » Mi 11. Mär 2009, 00:38

LordAlm hat geschrieben:
devangan hat geschrieben:Unsere Lehre weicht in keinem Punkt von der Bibel ab, wohl aber von der Evangelikalen Auslegung der Bibel.

Lieber devangan,
Ich werde deine Aussage gleich neutralisieren und dir aufzeigen wo und wie das Buch Mormon mit dem Wort Gottes absolut nicht kongruent geht. Ich denke du bist leider auch ein Verführter, und verstehe nicht, warum wertvolle Menschen die sich Christen nennen, sich mit solchem Hockus-Bockus zufrieden stellen? Das gefährliche an solchen Sekten ist, dass sie ihre Lehre und Meinung nach Gutdünken ändern, gerade so wie es in die Zeit passt.
Wenn du Mängel und falsche Auslegung bei den Evangelikalen entdeckt hast, so würde ich gerne mit dir darüber diskutieren, aber bitte nicht hier.

Ich habe dieses Manuskript nicht selbst erfunden, sondern kopiere hier die Aussage dessen aus der "Kleine Sektenkunde" von Hans Heinrich Brunner, Dr. Theol. Pfarrer in Marthalen:
LG LA


außerdem ist der Artikel alt, etwa 1950-1960. Nicht mehr up to date.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » Mi 11. Mär 2009, 00:43

oTp hat geschrieben:Alle Neuoffenbarungen müssen genau untersucht werden, denn okkult sind sie wohl in der Regel.
Hat etwa Paulus mit seinen Erlebnissen und Sondererkenntnissen geprahlt und hat er sie etwa in den Stand der Bibellehre erhoben ? Natürlich nicht.
Man sollte persönliche Offenbarungen immer kritisch betrachten und keine neuen Lehren a la Mohammed und "christliche" Neuoffenbarer machen.

Die "geheimnisvolle" Geschichte der Mormonenbibel entlockt mir noch nicht mal ein Lächeln. Zu oft wiederholen sich solche selbsbeweihräucherten okkulten Offenbarungen. Sorry, Klartext meiner Erkenntnis.

lg, oTp


otp,
es gibt keine Mormonenbibel. Wir benutzen die Bibel und das Buch Mormon. Das Buch Mormon ist nicht geheimnisvoll. Ich behaupte, jeder der es ohne Vorurteil liest und darüber betet, wird erfahren, daß es das Wort Gottes ist.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon onThePath » Mi 11. Mär 2009, 00:47

otp,
es gibt keine Mormonenbibel. Wir benutzen die Bibel und das Buch Mormon. Das Buch Mormon ist nicht geheimnisvoll. Ich behaupte, jeder der es ohne Vorurteil liest und darüber betet, wird erfahren, daß es das Wort Gottes ist.


Ich glaube eher, dass man sich infiziert, wenn man solchen Lehren erlaubt, sich im Hirn breit zu machen. Wir brauchen kein Buch Mormon und keinen Wachturm. Irrtümer haben die Eigenschaft, wie Gift das Urteilsvermögen zu zerfressen.

Ich brauche ken Buch Mormon.

lg, oTp
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon onThePath » Mi 11. Mär 2009, 12:59

devangan, was sind eigentlich in knappere Form die Lehren, die im Buch Mormon vertreten werden ?
Für mich sind bisher keine Lehren so verlockend gewesen, dass sie mich zu beherrschen begannen, vielleicht ist das aber gerade gut für eine distanzierte objektive Betrachtung.

Natürlich nur, wenn Du Kritik verträgst.
Und wichtig ist, ob die Bibel wirklich eindeutige Aussagen zugunsten der mormonischen Ansichten macht.

lg, oTp
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon Enggi » Mi 11. Mär 2009, 18:55

devangan hat geschrieben:Das Buch Mormon ist nicht geheimnisvoll. Ich behaupte, jeder der es ohne Vorurteil liest und darüber betet, wird erfahren, daß es das Wort Gottes ist.

Das glaube ich dir unbesehen. Was der „Heilige Geist“ mit den Charismatikern kann, das kann er mit den Heiligen der letzten Tage ebenso gut, sie in die Irre leiten nämlich.

Schreib doch mal über das Erlebnis von Joseph Smith, als er im Walde zwei Engeln begegnete, die sich als Vater und Sohn bezeichneten.

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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon LordAlm » Mi 11. Mär 2009, 22:04

Enggi hat geschrieben:Schreib doch mal über das Erlebnis von Joseph Smith, als er im Walde zwei Engeln begegnete, die sich als Vater und Sohn bezeichneten.

Mit Sekten kann man darüber nicht reden, ich warte auch noch auf eine Stellungnahme zu meinem letzten Post, up to date hin oder her, Fakt sind sie allenthalber! LG LA
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon Leuchte » Mi 11. Mär 2009, 23:37

@devangan:

Du sollst dir mal Gedanken machen, warum die Mormonengemeinde so reich ist. Hast du gewusst, dass dort der Sitz der Freimaurer ist? Weisst du auch, warum die Mormonen verschiedene heidnische Zeichen zur Dekoration nutzen?
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon onThePath » Mi 11. Mär 2009, 23:40

Enggi hat geschrieben:[Schreib doch mal über das Erlebnis von Joseph Smith, als er im Walde zwei Engeln begegnete, die sich als Vater und Sohn bezeichneten.


Jetzt hast Du mich aber neugierig gemacht. Setz die Vision mal rein. Sofern sie keine von ihm erfundene Fabel ist, kann man sicher daraus was lernen ( zumindest, was religiös tätige Geister so alles daherreden).


Ist es diese hier ?

Als Joseph 15 war, erklärte er sich zum Wahrsager und Schatzsucher. Er versuchte mit Hilfe eines Kristalls Schätze zu finden. 1826 musste er sich vor Gericht wegen Betrügereien verantworten. Er wurde wegen seines Alters nur zu einer geringen Geldstrafe ermahnt. Bald darauf begann er die "wahre Kirche" zu suchen. Er ging öfters in den Wald um zu Gott zu beten, damit Gott ihm eine Antwort gibt. Dort sah er eine Vision: "…gerade in diesem Augenblick großer Angst sah ich unmittelbar über meinem Haupt eine Lichtsäule - heller als der Glanz der Sonne - allmählich auf mich herabkommen. … Als das Licht auf mir ruhte, sah ich zwei Gestalten, deren Glanz und Herrlichkeit nicht zu beschreiben sind, über mir in der Luft stehen. Eine von ihnen sprach zu mir, mich beim Namen nennend, und sagte auf die andere deutend: "Dies ist mein geliebter Sohn, höre ihn! Ich war hergekommen, weil ich wissen wollte welche von all den Sekten die richtige sei. … Mir wurde geantwortet, ich solle mich keiner anschließen, denn sie seien alle im Irrtum. Der zu mir Sprechende sagte, alle ihre Glaubensbekenntnisse seien ein Gräuel in seinen Augen, und all ihre Lieder seien verderbt. Nochmals verbot er mir, mich einer anzuschließen. … Als ich wieder zu mir kam, fand ich mich auf dem Rücken liegend und zum Himmel schauend. …"

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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon onThePath » Mi 11. Mär 2009, 23:49

Noch mehr von Seltsames von diesem Geisterseher:

Der Prophet Moroni ( Anmerkung: Der Geist des Propheten) teilte Smith mit, dass unmittelbar in der Nähe seines Elternhauses auf dem Hügel Cumorah ein Bericht, welcher von Propheten, die vor vierzehnhundert Jahren in Amerika lebten geschrieben worden sei und dort auf goldenen Tafeln verborgen sind. Moroni gab ihm den Auftrag die Platten zu "übersetzen". Smith übersetzte die Tafeln mit Hilfe einer "Wunderbrille", die aus zwei Kristallen bestand und mit den Tafeln gefunden wurde. Nachdem Smith fertig war mit der Übersetzung musste er die Brille und die goldenen Platten an Moroni zurückgeben. Vorher wurde die Übersetzung noch von 11 näheren Bekannten der Familie Smith als Zeugen als "echt" bezeichnet. Im März 1830 wurde die "Übersetzung" als "Das Buch Mormon" in einer Auflage von 5000 Exemplaren gedruckt. Die Mormonen sehen in diesem Werk eine "neue Offenbarung Gottes" und stellten es als "Heilige Schrift" der Bibel an die Seite. Die Mormonen zweifeln jedoch an der Originalität der Bibel. Im Glaubensbekenntnis von Smith heißt es: "Wir glauben an die Bibel als Wort Gottes, soweit sie richtig übersetz ist; wir glauben auch an das Buch Mormon als Wort Gottes".


Ein Prophet, der damals in Amerika lebte ? Zufällig in der Nähe sich befindliche goldene Tafeln ? Wunderbrille ? Wieder abgegebene und unauffindbare Urschriften ?

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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » Do 12. Mär 2009, 00:53

onThePath hat geschrieben:devangan, was sind eigentlich in knappere Form die Lehren, die im Buch Mormon vertreten werden ?
Für mich sind bisher keine Lehren so verlockend gewesen, dass sie mich zu beherrschen begannen, vielleicht ist das aber gerade gut für eine distanzierte objektive Betrachtung.

Natürlich nur, wenn Du Kritik verträgst.
Und wichtig ist, ob die Bibel wirklich eindeutige Aussagen zugunsten der mormonischen Ansichten macht.

lg, oTp


OTP,
kann man natürlich nicht so knapp beantworten. Aber ich versuche es: Das Buch Mormon enthält die gleichen Lehren wie die Bibel. Vieles ist im BM klarer und eindeutiger erklärt.
-Devangan
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » Do 12. Mär 2009, 00:55

onThePath hat geschrieben:
otp,
es gibt keine Mormonenbibel. Wir benutzen die Bibel und das Buch Mormon. Das Buch Mormon ist nicht geheimnisvoll. Ich behaupte, jeder der es ohne Vorurteil liest und darüber betet, wird erfahren, daß es das Wort Gottes ist.


Ich glaube eher, dass man sich infiziert, wenn man solchen Lehren erlaubt, sich im Hirn breit zu machen. Wir brauchen kein Buch Mormon und keinen Wachturm. Irrtümer haben die Eigenschaft, wie Gift das Urteilsvermögen zu zerfressen.

Ich brauche ken Buch Mormon.

lg, oTp


Probier's einfach, lies es, denke darüber nach.Oder hast du Angst, dich mit der Wahrheit zu infizieren?
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » Do 12. Mär 2009, 00:59

Enggi hat geschrieben:
devangan hat geschrieben:Das Buch Mormon ist nicht geheimnisvoll. Ich behaupte, jeder der es ohne Vorurteil liest und darüber betet, wird erfahren, daß es das Wort Gottes ist.

Das glaube ich dir unbesehen. Was der „Heilige Geist“ mit den Charismatikern kann, das kann er mit den Heiligen der letzten Tage ebenso gut, sie in die Irre leiten nämlich.

Schreib doch mal über das Erlebnis von Joseph Smith, als er im Walde zwei Engeln begegnete, die sich als Vater und Sohn bezeichneten.

Bild


Enggi,
schönes Bild vom Schweizer Tempel!

Joseph Smith hat nicht 2 Engel gesehen, sondern Gott Vater un seinen Sohn Jesus Christus, 2 Personen.
Die genaue Beschreibung kann man auch nachlesen, z.B. in wikipedia (neutral)
oder mormonwiki (LDS freundlich).
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » Do 12. Mär 2009, 01:04

LordAlm hat geschrieben:
Enggi hat geschrieben:Schreib doch mal über das Erlebnis von Joseph Smith, als er im Walde zwei Engeln begegnete, die sich als Vater und Sohn bezeichneten.

Mit Sekten kann man darüber nicht reden, ich warte auch noch auf eine Stellungnahme zu meinem letzten Post, up to date hin oder her, Fakt sind sie allenthalber! LG LA


Der Artikel ist nicht schlecht, ich habe schlimmere gesehen. Aber er enthält Verdrehungen und auch schlicht falsche Aussagen. Außerdem: allein schon der Titel, kleine Sektenkunde. Sekte ist negativ behaftet. Die Mormonen sind eine anerkannte Körperschaft des öffentlichen Rechts, seit 1950 oder 1960, jedenfalls schon lange.
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » Do 12. Mär 2009, 01:07

Leuchte hat geschrieben:@devangan:

Du sollst dir mal Gedanken machen, warum die Mormonengemeinde so reich ist. Hast du gewusst, dass dort der Sitz der Freimaurer ist? Weisst du auch, warum die Mormonen verschiedene heidnische Zeichen zur Dekoration nutzen?


Die HLT Kirche ist nicht reich, aber auch nicht arm. D.h. wir haben keine Finanzprobleme. Wir sind nicht auf staatliche Hilfe in Form von vom Staat eingetriebener Kirchensteuer angewiesen.
Freimaurer gibt es überall.
Heidnische Zeichen sind mir unbekannt. Wahrscheinlich irgendeine Verdrehung.
-Devangan
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Re: Kirche Jesu Christi - Heilige der letzten Tage

Beitragvon devangan » Do 12. Mär 2009, 01:11

onThePath hat geschrieben:
Enggi hat geschrieben:[Schreib doch mal über das Erlebnis von Joseph Smith, als er im Walde zwei Engeln begegnete, die sich als Vater und Sohn bezeichneten.


Jetzt hast Du mich aber neugierig gemacht. Setz die Vision mal rein. Sofern sie keine von ihm erfundene Fabel ist, kann man sicher daraus was lernen ( zumindest, was religiös tätige Geister so alles daherreden).


Ist es diese hier ?

Als Joseph 15 war, erklärte er sich zum Wahrsager und Schatzsucher. Er versuchte mit Hilfe eines Kristalls Schätze zu finden. 1826 musste er sich vor Gericht wegen Betrügereien verantworten. Er wurde wegen seines Alters nur zu einer geringen Geldstrafe ermahnt. Bald darauf begann er die "wahre Kirche" zu suchen. Er ging öfters in den Wald um zu Gott zu beten, damit Gott ihm eine Antwort gibt. Dort sah er eine Vision: "…gerade in diesem Augenblick großer Angst sah ich unmittelbar über meinem Haupt eine Lichtsäule - heller als der Glanz der Sonne - allmählich auf mich herabkommen. … Als das Licht auf mir ruhte, sah ich zwei Gestalten, deren Glanz und Herrlichkeit nicht zu beschreiben sind, über mir in der Luft stehen. Eine von ihnen sprach zu mir, mich beim Namen nennend, und sagte auf die andere deutend: "Dies ist mein geliebter Sohn, höre ihn! Ich war hergekommen, weil ich wissen wollte welche von all den Sekten die richtige sei. … Mir wurde geantwortet, ich solle mich keiner anschließen, denn sie seien alle im Irrtum. Der zu mir Sprechende sagte, alle ihre Glaubensbekenntnisse seien ein Gräuel in seinen Augen, und all ihre Lieder seien verderbt. Nochmals verbot er mir, mich einer anzuschließen. … Als ich wieder zu mir kam, fand ich mich auf dem Rücken liegend und zum Himmel schauend. …"

lg, oTp


Der erste Teil ist antimormonische Verdrehung, der letzte Teil, die eigentliche Vision entspricht in etwas seinem eigenen Wortlaut.
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