Die immer mit ihrer Einheít

Sondergruppen, Fanatismus

Moderator: Thelonious

Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon TimmiT » Mo 28. Sep 2009, 11:26

Es scheint in zu sein zu behaupten, dass wir eigentlich eine Illusion seien und die eigentliche Wahrheit sei eine Einheit. Man schaut sich John Hagelin an womit die Sache schon wissenschaftlich zu werden scheint und hat in meinem Fall gehört, die Leute von CERN würden heute Sachen bestätigen, die der Buddha schon vor über 2500 Jahren gesagt hätte. Gerade sehe ich, dass John Hagelin da auch mal dort geforscht hat.

Ich würde gerne glauben, nur ist da immer dieser Buddhismus den ich nicht vergessen kann und diese Einheitsleute da. John Hagelin erklärt da was zu Bewusstsein, kommt mit seinen angeblichen Forschungsergebnissen und meint sogar sogar erkannt zu haben was Erleuchtung sei.

Warum denken so viele Leute heute so? Ist es deswegen wahr? Haben die echt was mehr erkannt?

Nun stieß ich auf Jim. Jim berichtete von seinen Nahtoderfahrungen, meinte die Anhaftunngen die er im Leben gehabt hatte hätten sich irgendwie aufgelöst (Er meinte da wären so Seile oder so gewesen) und er habe gewusst, dass er sich völlig auflösen würde, würde er ganz in das Licht kommen, was er sah. Er hätte dort, wäre es soweit gekommen alles gehabt, was er immer wollte oder so.

WAS kann man diesen Leuten entgegenhalten? Ich habe mal versucht Punkte zu sammeln, aber mal schauen was ihr denkt. Ich will nicht, dass diese abstrakte Einheitsgeschichte wahr ist. Ich denke dann: Vielleicht ist es wahrer als die Religionen, weil es abstrakt ist. Wegen dem Buddhismus den ich betrieben habe, habe ich im Kopf und würde es gerne rausbekommen, dass Gott nicht ewig Gott sei und dass man nicht ewig im Himmel bleiben kann.

Nur bitte: Nicht noch mehr Behauptungen, dass es die eigentliche Wahrheit sei damit.
TimmiT
Lebt sich ein
 
Beiträge: 38
Registriert: Fr 11. Sep 2009, 21:02

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon blakki » Mo 28. Sep 2009, 13:47

Ich habe da auch schon mal etwas darüber gelesen, ich weiss aber nicht mehr, wo und wann, oder um was es da ging.

Es muss aber sehr wichtig gewesen sein, weil mein Nachbar, es kann aber auch jemand anderes gewesen sein, der hat auch mal darüber etwas
gesagt oder auch nicht.

Ich schlage vor, wir machen uns da mal über das Wochende Gedanken darüber und sprechen es dann an oder vielleicht auch nicht.

Natürlich könnte sich das Ganze auch in Luft auflösen oder im Wasser, aber da wäre dann die Marine dafür zuständig.

blakki (der zu viel Wahlkampfgefasel abgekriegt hat)
ALS GOTT MICH SCHUF, WOLLTE ER ANGEBEN
Benutzeravatar
blakki
Wohnt hier
 
Beiträge: 1911
Registriert: Di 8. Jul 2008, 22:21
Wohnort: ÜBERALL

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon noah » Mo 28. Sep 2009, 14:26

Ein Schüler von Bu da fragte mal ihn:
Herr,meinst du dass es Gott gibt...

Buda antwortete:
gibst Gott nicht?

Schüler ftagte dann weiter:
Herr,meinst du dass es Gott nicht gibt

Buda antwortete.
Gibst Gott?



Wisset, daß wahrlich das diesseitige Leben nur ein Spiel und ein Zeitvertreib ist ....QS. 57:20)
noah
Abgemeldet
 
Beiträge: 1930
Registriert: Mo 6. Okt 2003, 10:13

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon Johncom » Mo 28. Sep 2009, 18:59

TimmiT hat geschrieben:Nun stieß ich auf Jim. Jim berichtete von seinen Nahtoderfahrungen, meinte die Anhaftunngen die er im Leben gehabt hatte hätten sich irgendwie aufgelöst (Er meinte da wären so Seile oder so gewesen) und er habe gewusst, dass er sich völlig auflösen würde, würde er ganz in das Licht kommen, was er sah. Er hätte dort, wäre es soweit gekommen alles gehabt, was er immer wollte oder so.


Wer ist denn dieser Jim und wie bist Du auf ihn gestossen ? Und was ist daran so fragwürdig, an der Aussicht, dass sich Anhaftunngen auflösen können ?
Benutzeravatar
Johncom
Wohnt hier
 
Beiträge: 2575
Registriert: Di 21. Mär 2006, 09:46
Wohnort: Deutschland

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon Thelonious » Mo 28. Sep 2009, 19:24

TimmiT hat geschrieben:Es scheint in zu sein zu behaupten, dass wir eigentlich eine Illusion seien und die eigentliche Wahrheit sei eine Einheit. Man schaut sich John Hagelin an womit die Sache schon wissenschaftlich zu werden scheint und hat in meinem Fall gehört, die Leute von CERN würden heute Sachen bestätigen, die der Buddha schon vor über 2500 Jahren gesagt hätte. Gerade sehe ich, dass John Hagelin da auch mal dort geforscht hat.

Ich würde gerne glauben, nur ist da immer dieser Buddhismus den ich nicht vergessen kann und diese Einheitsleute da. John Hagelin erklärt da was zu Bewusstsein, kommt mit seinen angeblichen Forschungsergebnissen und meint sogar sogar erkannt zu haben was Erleuchtung sei.

Warum denken so viele Leute heute so? Ist es deswegen wahr? Haben die echt was mehr erkannt?

Nun stieß ich auf Jim. Jim berichtete von seinen Nahtoderfahrungen, meinte die Anhaftunngen die er im Leben gehabt hatte hätten sich irgendwie aufgelöst (Er meinte da wären so Seile oder so gewesen) und er habe gewusst, dass er sich völlig auflösen würde, würde er ganz in das Licht kommen, was er sah. Er hätte dort, wäre es soweit gekommen alles gehabt, was er immer wollte oder so.

WAS kann man diesen Leuten entgegenhalten? Ich habe mal versucht Punkte zu sammeln, aber mal schauen was ihr denkt. Ich will nicht, dass diese abstrakte Einheitsgeschichte wahr ist. Ich denke dann: Vielleicht ist es wahrer als die Religionen, weil es abstrakt ist. Wegen dem Buddhismus den ich betrieben habe, habe ich im Kopf und würde es gerne rausbekommen, dass Gott nicht ewig Gott sei und dass man nicht ewig im Himmel bleiben kann.

Nur bitte: Nicht noch mehr Behauptungen, dass es die eigentliche Wahrheit sei damit.


Hallo TimmiT,

bitte versuche doch noch etwas deutlicher zu formulieren, was Du hier konkret diskutieren möchtest.

Thelonious - Senior-Mod.
Wir sehen nirgends so tief ins Herz Gottes wie auf Golgatha.
(Benedikt Peters )
Benutzeravatar
Thelonious
Senior-Moderator
 
Beiträge: 15349
Registriert: So 12. Aug 2007, 20:52
Wohnort: In der schönsten Stadt Deutschlands

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon TimmiT » Di 29. Sep 2009, 11:00

Meine letzte Mail an Johncom:

Mein Problem ist, dass ich so zwei Jahre Buddhist war und deren Weltbild nicht einfach so aus dem Kopf bekomme, leider. Und dann kommen diese Leute daher und sprechen von sich als einer Illsuion, die aufgelöst werden würde. Und von einer SuperEinheit. Das erinnert mich wiederum an den Buddhismus. Ein Nichtpersonales Bewusstsein in das man gelangen könne, kein Gott.
Was Jim uns nicht erklären kann ist die Schöpfung. Er meint das Einzige worüber dieses uminöse Einheitsding, was wohl kein Ding ist, sondern die Wahrheit an sich, nicht könne sei Schöpfung.
Tja, aber warum sind wir dann hier?

John Hagelin spricht glaub ich wie die Buddhisten von Potential im Raum oder so.

Die Buddhisten bei denen ich war meinen aus dem Nichts entstünde etwas und im Nichts können sich die Dinge auch wieder auflösen. Der Lama dort meinte in CERN habe sich das bestätigt.

Die meinen alle ohne einen Gott auskommen zu können. Und das will ich nicht, dass es so ist. Auch mit der Wiedergeburt. Ich möchte nicht wiedergeboren werden. Aber wenn man da mal so drinnen gewesen ist, ist es schwer das wieder loszuwerden was man da gehört hat. Jemand meinte dieser inzwischen verstorbene Ian Stevenson hätte ja nicht direkt die angeblich wiedergeborenen Kinder untersuchen können. Da sind die Eltern, die dem Kind vielleicht was eingeredet haben oder so.

Was interessant ist zu bemerken: Wenn man BuddhismusKritik sucht, stößt man schnell auf den Islam. Die Christen scheint es eher weniger zu interessieren was mit denen los ist. Wobei es ja Buddhisten gibt, die Christen wurden. http://www.gateway-ev.de/home/home_d.asp?Flash=1

Dann gibt es noch die Trimondis, die sich gegen den tantrischen Buddhismus und den Dalai Lama wenden.

Leider: Wenn man das mit dem Buddhismus verinnerlicht hat kommt man auf Ideen, warum dennoch der Buddhismus wüsste wo es langgeht. Oder man denkt einfach noch, dass die es raus haben mit allem.

Schrieb mir ein Buddhist: Man könne nichts außerhalb des Geistes sehen, keine Wissenschaft könne ihn finden, nur durch Meditation sei dies möglich. Hm. Dogma? Wirklichkeit? Die machen da ihre Meditationserfahrungen und denken dann: Yeah, es stimmt tatsächlich alles. Dabei hinterfragen sie die Erfahrungen nicht kritisch. Erfahrung ist Trumph. Man kann die Wahrheit demnach nicht wirklich anlernen, im Kopf wissen. Es sei eine Herzenssache. Diese Belehrungen würden durch die Meditationen ins Herz rutschen. Durch Erfahrung könne man erkennen.

Viele Grüße,
Tim
TimmiT
Lebt sich ein
 
Beiträge: 38
Registriert: Fr 11. Sep 2009, 21:02

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon TimmiT » Di 29. Sep 2009, 11:14

Hier ist das Video mit Jim:
http://www.youtube.com/watch?v=9oB8fZ-Qku0

Hier ist das, was ich von John Hagelin meinte:
http://www.youtube.com/watch?v=OrcWntw9juM

Das sind ja beides sehr sympathische Leute, oder?

Jim scheint erlebt zu haben, was John beschreibt?

Was spricht gegen Jims Nahtoderfahrung? Man fragt sich doch, wie ein Mensch von selbst auf diese Einheit da kommen könnte.

Interessant ist: Wenn im Gehirn was aussetzt, kann es zu Einheitserfahrungen kommen. Man kann nicht mehr unterscheiden zwischen sich und der Außenwelt. Alles fließt oder so. Da sah ich was von einer Frau, bei der setzte die eine Gehirnhälfte aus. Schlaganfall hatte die meine ich. Die Frau glaubt in Nirvana gewesen zu sein.

Was ist das alles? Normal würde man sagen: Weniger Hirn weniger Fähigkeiten. Für diese Leute ist das Gehirn aber mehr ein Filter.

Interessant ist ja, dass die Frau mit ihrem Schlaganfall nicht mehr Lebensfähig war. Ich müsste mal versuchen das Video wiederzufinden. Sie hatte Mühe eine Telefonnummer abzulesen, sah einzelne Punkte, die die Zahlen formten oder so. Als sie dann telefonierte kam statt sprechen mehr ein bellen aus ihr heraus und das andere Ende konnte sie auch nicht verstehen, da schien auch jemand zu bellen, oder so.

Diese Leute meinen alles sei eigentlich eins und dass das wunderbar sei.

Das Problem für das Leben sehe ich darin, dass man Lebensfern werden kann. Es gibt ja Nahtoderfahrende, die wären gerne wieder tot.
Bei den Buddhisten besteht die Gefahr sich von sich selbst abzuspalten. Schließlich ist das Leben ja nicht so wirklich. Bei denen war es auch Ziel mit seinem Handeln eins zu werden. Sich nicht mehr als getrennt zu erleben. Damit man nicht extrem wird haben sie ein Zitat: Wer denkt die Dinge seien wirklich ist dumm wie eine Kug, wer denkt sie seien unwirklich ist noch dümmer.


Was machen wir aus all dem?
TimmiT
Lebt sich ein
 
Beiträge: 38
Registriert: Fr 11. Sep 2009, 21:02

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon pirate23 » Di 29. Sep 2009, 11:20

TimmiT hat geschrieben:Die Buddhisten bei denen ich war meinen aus dem Nichts entstünde etwas

Der Buddha meinte dagegen, dass jedes Ding abhängig von einem anderen Ding wäre, und nannte diese Lehre deshalb "bedingtes Entstehen".

und im Nichts können sich die Dinge auch wieder auflösen. Der Lama dort meinte in CERN habe sich das bestätigt.

Stimmt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Vakuumfluktuation

Die Christen scheint es eher weniger zu interessieren was mit denen los ist.

Während der Islam versucht, die Lehren auf logische Weise zu widerlegen, machen sich Christen einfach bloß drüber lustig. Die christliche Methode spart Zeit und Geld, weil die sich dann nicht erst wochenlang über fremde Religionen weiterbilden müssen.

Dabei hinterfragen sie die Erfahrungen nicht kritisch. Erfahrung ist Trumph.

Du meinst du kannst auf Grund einer deiner Erfahrungen einer anderen deiner Erfahrungen kritisch widersprechen?

Was machen wir aus all dem?

Ne schöne Gemüsesuppe?
pirate23
Gesperrt
 
Beiträge: 2928
Registriert: Mo 26. Mai 2008, 12:46

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon livia » Di 29. Sep 2009, 11:25

pirate23 hat geschrieben:
TimmiT hat geschrieben:Die Buddhisten bei denen ich war meinen aus dem Nichts entstünde etwas

Der Buddha meinte dagegen, dass jedes Ding abhängig von einem anderen Ding wäre, und nannte diese Lehre deshalb "bedingtes Entstehen".

und im Nichts können sich die Dinge auch wieder auflösen. Der Lama dort meinte in CERN habe sich das bestätigt.

Stimmt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Vakuumfluktuation

Die Christen scheint es eher weniger zu interessieren was mit denen los ist.

Während der Islam versucht, die Lehren auf logische Weise zu widerlegen, machen sich Christen einfach bloß drüber lustig. Die christliche Methode spart Zeit und Geld, weil die sich dann nicht erst wochenlang über fremde Religionen weiterbilden müssen.

Dabei hinterfragen sie die Erfahrungen nicht kritisch. Erfahrung ist Trumph.

Du meinst du kannst auf Grund einer deiner Erfahrungen einer anderen deiner Erfahrungen kritisch widersprechen?

Was machen wir aus all dem?

Ne schöne Gemüsesuppe?


:D hihi - ich löffel die aber nicht aus.... :shock:
- Liebe lebt vom Lieben -

Zum Herzen führen keine lauten Straßen, sondern nur stille Wege.
Benutzeravatar
livia
Abgemeldet
 
Beiträge: 2379
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 21:20

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon TimmiT » Di 29. Sep 2009, 11:31

Jill Bolte Taylor über den Schlaganfall, den sie erlebt hat:
http://www.ted.com/talks/jill_bolte_tay ... sight.html

Jim, John, Jill, Buddhismus - Weisen die nicht alle in dieselbe Richtung?

Die immer mit ihrer Einheit! Ich möchte glauben, aber dann sind da doch wieder Jim, John, Jill und der Buddhismus. Dann ist da doch wieder die angebliche Einheit. Ohne Gott.
TimmiT
Lebt sich ein
 
Beiträge: 38
Registriert: Fr 11. Sep 2009, 21:02

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon Matoser » Di 29. Sep 2009, 20:24

Wenn du vom Buddhismus wegkommen willst, rate ich dir zu "Tod eines Gurus", darin vergleicht der Autor auch Meditationserfahrungen (welche er viele hatte, er sollte ein hoher Guru/Brahman werden) mit Drogenerfahrungen, welche beide eine "Alles ist Eins" Einheit als Gefühl gibt.

Ist quasie die "Hindupriester konvertiert zu Christentum" Geschichte.
Matoser
Member
 
Beiträge: 294
Registriert: So 10. Okt 2004, 11:29

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon TimmiT » Di 29. Sep 2009, 20:55

Das Problem mit den Drogen ist: Die würden sagen, dass es einen kurz zur Wahrheit bringt oder so.
In der Tat gibt es das Einheitsgefühl wohl, wenn da so ein Hirnlappen nicht arbeitet oder? Müsste ich noch mal suchen. Und das könne man mit Meditation hinbekommen. Hm, und die Drogen? Also die Zirbeldrüse kann wohl die Droge DMT freisetzen. So soll es zu den Nahtoderfahrungen kommen. Da gibt es dann die, die sagen: Okay, alles Hirn, vergiss es, aber auch die, die meinen es hätte damit einen weiteren Sinn. Dass es uns auf's Jenseits vorbereiten würde.

Wie soll man denn von alleine darauf kommen, dass alles eins sei? Das muss doch einen Grund haben? Oder war es eine Prägung bei Jim? Hatte der vielleicht was mit Buddhismus zu tun gehabt?

Ich würde das mit den Drogen gerne als Argument nehmen, aber es geht nicht, oder?

Mich macht diese Thematik fertig : (
TimmiT
Lebt sich ein
 
Beiträge: 38
Registriert: Fr 11. Sep 2009, 21:02

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon TimmiT » Di 29. Sep 2009, 21:11

Ich kann mir das einfach nicht aus dem Kopf schlagen. Das ist schrecklich!

Man müsste also fragen, ob eine Drogenerfahrung und eine Meditationserfahrung, die ein Einheitsgefühl auslösen können, was man am Gehirn auch zeigen kann was dann wie ist, ob das was mit der Wahrheit hinter allem zu tun hat oder nicht.
Wir würden annehmen, es handle sich um eine Unschärfe, aber die würden sagen sie fühlten sich ganz klar dabei vielleicht. Sie würden vielleicht auch sagen das war superreal? Warum sollte uns das Gehirn das mit der Einheit vortäuschen? Das hätte doch keinen Sinn, wenn es nicht wahr wäre, oder?
Unschärfe also. Das Gehirn hilft uns unterscheiden zu können zwischen ich und Außenwelt. Hirn weg = Alles wird eins?
Dazu könnte man vielleicht sagen: Die Frau mit ihrem Gehirn da, die kann so klar ja nicht gewesen sein, wenn sie nichtmal mehr sprechen konnte. Aber wenn sich diese Einheit dafür geil anfühlt?
Es erklärt auch keine intelligente Schöpfung, wenn man annimmt, dass Intelligenz im Spiel war dabei.
TimmiT
Lebt sich ein
 
Beiträge: 38
Registriert: Fr 11. Sep 2009, 21:02

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon Johncom » Mi 30. Sep 2009, 08:13

Matoser hat geschrieben:Wenn du vom Buddhismus wegkommen willst, rate ich dir zu "Tod eines Gurus", darin vergleicht der Autor auch Meditationserfahrungen (welche er viele hatte, er sollte ein hoher Guru/Brahman werden) mit Drogenerfahrungen, welche beide eine "Alles ist Eins" Einheit als Gefühl gibt.

Ist quasie die "Hindupriester konvertiert zu Christentum" Geschichte.


Kostet nur 2,50 Euro, gebraucht ab 0,95 bei Amazon. Der Autor Rabindranath Maharaj lässt kein kritisches Nachhaken zu, wie ein User hier berichtete der mit ihm diskutieren wollte. Das Mikro wurde abgestellt. Habs auch mal überflogen und fand es einfach böswillig. Obwohl ja sicher: Es gibt im Hinduismus viel Aberglauben, und die menschliche Ungerechtigkeit des Kastensystems. Das letztere ist aber im Buddhismus nicht vorhanden. Aberglauben ist überall, auch im Chrisentum.
Benutzeravatar
Johncom
Wohnt hier
 
Beiträge: 2575
Registriert: Di 21. Mär 2006, 09:46
Wohnort: Deutschland

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon livia » Mi 30. Sep 2009, 08:32

Johncom hat geschrieben:
Matoser hat geschrieben:Wenn du vom Buddhismus wegkommen willst, rate ich dir zu "Tod eines Gurus", darin vergleicht der Autor auch Meditationserfahrungen (welche er viele hatte, er sollte ein hoher Guru/Brahman werden) mit Drogenerfahrungen, welche beide eine "Alles ist Eins" Einheit als Gefühl gibt.

Ist quasie die "Hindupriester konvertiert zu Christentum" Geschichte.


Kostet nur 2,50 Euro, gebraucht ab 0,95 bei Amazon. Der Autor Rabindranath Maharaj lässt kein kritisches Nachhaken zu, wie ein User hier berichtete der mit ihm diskutieren wollte. Das Mikro wurde abgestellt. Habs auch mal überflogen und fand es einfach böswillig. Obwohl ja sicher: Es gibt im Hinduismus viel Aberglauben, und die menschliche Ungerechtigkeit des Kastensystems. Das letztere ist aber im Buddhismus nicht vorhanden. Aberglauben ist überall, auch im Chrisentum.


Das ist richtig, Johncom.

Den Autor des Buches habe ich vor Jahren einmal live auf einem Vortrag "erlebt", wo er seine Geschichte erzählte.... Naja - besonders lebendig war er nicht (weder der Vortrag noch der Vortragende :| ) und ich hatte eigentlich nur den einen Gedanken während er sprach, wie ich so schnell und unbemerkt (bei lichten Reihen) wie möglich, den Saal verlassen kann. Hab es aber dann doch bis zum Schluss ausgehalten. Es hat mich überhaupt nicht überzeugt, was er gesagt hat.
- Liebe lebt vom Lieben -

Zum Herzen führen keine lauten Straßen, sondern nur stille Wege.
Benutzeravatar
livia
Abgemeldet
 
Beiträge: 2379
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 21:20

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon TimmiT » Mi 30. Sep 2009, 13:25

Hi,
Ich schreibe die Antwort an Dich hier direkt rein.

Normaler Weise geht das so, dass der Schüler den Lehrer drei Jahre prüft und dann der Lehrer den Schüler drei Jahre. Im tibetischen Buddhismus ist das eigentlich so. Sagt man jedenfalls. Und wenn sie dann meinen sie hätten was zu teilen oder so, dann wird der Schüler richtig der Schüler des Lehrers. Hier hieß es eher: Wir haben einen guten Verstand und müssen nicht so lange prüfen. Oder so. Oder wenn wir das Vertrauen haben geht es auch. Die sind eh der Ansicht, dass man wenn man zu dieser Richtung kommt wo ich war, man eine Verbindung aus früheren Leben damit hat. Sie vertreten zudem die Ansicht den höchsten und den schnellsten Weg zu gehen, den der Buddha angeblich gelehrt hat.

Man kann Buddhismus nicht einfach mit dem Buddhismus vermischen. Interessant sind jedoch die Einheitserfahrungen die die Leute angeblich bekommen von Meditation. Die haben in der Tat auch Christen. Vielleicht bilden die den Knackpunkt bei der Sache. Dennoch wird Dir kein Buddhist verkaufen, dass es dasselbe sei wie im Christentum. Also kein tibetischer denke ich. Sie würden wohl eher dazu tendieren, dass man bei solchen Erfahrungen die Natur des eigenen Geistes erlebt. Für einen Gott ist dabei aber kein Platz vorgesehen. Die sind ja der Ansicht es habe immer vorige Leben gegeben wo man Karma gemacht hat. Einen Anfang davon gibt es einfach nicht. Das ist ein riesen Unterschied zum Christentum wo alles mit Gott begonnen hat. Im Buddhismus nennen sie das: Seit anfangsloser Zeit. Die unlogik daran, wenn man wirklich schon zahllose Male hiergewesen wäre ist die, dass man doch dann auch schon die Erleuchtung erlangt haben müsste, oder? Ist das nicht eine Stolperfalle bei dieser Denkweise? Oder würde man mir nun verkaufen wollen das seien auch alles nur Modelle, man müsse die Wahrheit aber selbst erfahren? Sie meinen ja: Die Buddhistische Lehre sei wie ein Boot. Hat man über den Fluss übergesetzt, ließe man es zurück. Mag sein, dass auch mal neue Bewusstseinsströme einfach so aus dem aus dem Raum der Möglichkekiten heraus entstehen. Tja, aber warum soll dieses Gesetz gelten, dass der Geist verwirrt ist, sich seiner Erleuchtung nicht bewusst? Einfach so und ohne Ursache und Wirkung! Bzw. dann wieder nicht einfach so, wenn es immer Vorleben gab um Karma zu machen. Tja, was soll man dazu sagen?

Wenn man davon ausgeht, dass das komplexe Leben kein Zufall ist, dann bräuchte es Intelligenz dafür, oder nicht? Ratio. Oder nicht? Das alles soll ein Spiel des schwangeren Raums der Möglichkeiten sein?
Oder sie sagen man erlebt sich in einem Körper, weil man sich als getrennt erlebt. Nach deren Ansicht lösen sich mit dem Sterben nacheinander alle Elemente auf. Es wird im Totenbuch beschrieben. Aber erklärt das unseren komplexen Körper? Wenn es einfach nur Materie sein würde, könnte man dann nicht auch ein Klumpen sein ohne die Komplexität? Wo bitte soll die denn herkommen? Die soll einfach so entstehen? Kann das sein?

Ein Mathematiker erfand ein Spiel. Nach ein paar Regeln nahm man Steinchen weg oder fügte welche hinzu. Wenn man sich das dann schön am PC ansah, den Ablauf, entstanden Formen. Blasen und sogar Pumpensysteme. Wie kommt es dazu?

Diese Zustände: Sie haben herausgefunden, dass sowas durch starke Konzentration passieren kann. Bei den Christen mit ihren Gebeten ist dabei dann das Sprachzentrum sehr aktiv. Das sorgt dafür, dass ein anderer Teil lahm gelegt wird und man glaubt eins mit allem zu sein und auch das Zeitgefühl geht flöten. Da ist es halt nun die Frage: Gehirn oder Geist? Und: Sich eins mit allem fühlen ist wohl etwas anderes als zu Gott zu kommen, oder? Buddhisten glauben, dass der Geist von Natur aus verwirrt ist. Immer gab es vorige Leben um Karma zu machen und das führt zu neuen Geburten. Von dem muss man sich befreien durch reinigende Übungen. Sie schmeißen sich in einer Übung 111.111 mal auf den Boden und stehen wieder auf. Das nennen sie Niederwerfungen/ Verbeugungen. Ich war damit bis so etwa 20.000 gekommen. Sie machen das nicht um zu irgendeinem Gott zu kommen, sondern um ihren Geist zu reinigen. Gefühle wie Anhaftung, Stolz, Gier, Neid, Hass, Zorn, sind für sie Störgefühle die aus der Dualität entstehen sollen, die angeblich nicht wahr ist. Wir leben dann so ein bisschen in einem Disneyland demnach. Klar, die meinen dann ist man extrem geworden und sie haben ja sowieso mit allem Recht, weil so die Dinge nunmal seien, aber dies kann dazu führen, dass man sich von sich selbst und seinem Leben entfernt, abspaltet. Andere Menschen und ihre Sorgen nicht mehr ernst nimmt, sondern nur noch schlechtes Karma bei ihnen sieht und Störgefühle. Das alles soll nicht mehr meine Welt sein.

Die Leute haben seit jeher besondere Zustände angestrebt. Die Frage ist nur, ob die wahrer sind, als die Realität. Das wüsste ich gerne. Sie behaupten ja als Erleuchteter könne man ständig in so einem Endgeilen Zustand sein. Da wo ich war wurde es „Höchste Freude“ genannt und mit hundert Orgasmen auf einmal verglichen. Der Lama meinte diesen Zustand bei sich selbst herbeiführen zu können, er hat es mal im Labor getan, angeblich, und die Wellen sollen ausgesehen haben wie bei einem Epileptischen Anfall. Nur sei es eben vom Gefühl her SuperMegaToll. In der Tat gibt es dieses Verschmelzungsphänomen bei Leuten mit Schläfenlappenepilepsie. Die Frage bleibt: Entspricht das einer höheren Ebene der Einsicht und Realität?

Bei Nahtoderfahrungen gibt es die Idee mit der Zirbeldrüse, die die Droge DMT freisetzen kann. Ist die Frage ob die dann wiederum auf den/die (?) Schläfenlappen wirken, oder wie deren Wirkung zustande kommt. Die Leute treffen unter der Droge gerne mal auf Helfer. Treffen auch Aliens und reden mit denen. Fühlen sich wahrscheinlich auch Eins mit allem oder so. Oder halt supermegageil. Ich habe diese Erfahrungen nicht selbst gemacht und weiß nicht ob es da Unterschiede gibt oder ob es alles dasselbe ist und sich entspricht: Epilepsie, Meditation, Drogen, Nahtod.
Was ich mal hatte war eines morgens. Da kam ich in einen sehr guten Zustand aus dem heraus ich bemerkte, wie es möglich ist wirklich alle zu lieben. Oder halt, dass es möglich ist. Vielleicht ging das in die Richtung. Eine höchste Freude war es nicht. Da scheint es also Unterschiede zu geben.Nur: Mit Drogen kann man auch in Euphorie kommen. Ist es Hirn, oder ist es Geist? Da steht die Behauptung es sei heute wissenschaftlich gesehen so, dass das Gehirn nicht der Erschaffer des Bewusstseins ist. DAS möchte ich gerne mal nachlesen, wer das behauptet und warum.
Zuletzt geändert von TimmiT am Mi 30. Sep 2009, 14:36, insgesamt 2-mal geändert.
TimmiT
Lebt sich ein
 
Beiträge: 38
Registriert: Fr 11. Sep 2009, 21:02

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon TimmiT » Mi 30. Sep 2009, 13:47

Hier: http://www.youtube.com/watch?v=vK7TvIUT ... F61E5BAD85

In der zweiten Hälfte geht es um den Mathematiker mit seinem "Spiel des Lebens"

Ein Buddhist fand es nicht verwunderlich, dass das passiert. Ich weiß nicht genau. Er sieht dabei vielleicht uns als Erfinder oder Urheber des Lebens und meint dann deswegen weil ein Mensch das Spiel erfunden hat spiegelt es sich da wieder.
TimmiT
Lebt sich ein
 
Beiträge: 38
Registriert: Fr 11. Sep 2009, 21:02

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon livia » Mi 30. Sep 2009, 14:35

Timmit hat geschrieben:Tja, was soll man dazu sagen?


Tja - ich weiß es leider auch nicht :( . Merke einfach, dass Dich das ganze nicht loslässt und Dich sehr beschäftigt - wenn nicht sogar belastet.

Leider kenne ich mich mit diesen Dingen zu wenig aus, um Dir eine kompetente Antwort auf all Deine Fragen zu geben. Ich kann nur sagen, dass mich das Christentum im Grund auch nicht frei gemacht hat - eher im Gegenteil. Vielleicht wirst Du das, was Du suchst, weder im Einen noch im Anderen finden. Überall gibt es Gutes und das kann man behalten oder versuchen umzusetzen. Aber nirgendwo ist alles nur gut oder nur schlecht. Man muss seinen eigenen Weg finden, glaub ich.

In der Tat gibt es dieses Verschmelzungsphänomen bei Leuten mit Schläfenlappenepilepsie. Die Frage bleibt: Entspricht das einer höheren Ebene der Einsicht und Realität?


Hatte die nicht Paulus? Jedenfalls hatte er hinterher schon so ein paar "Einsichten"..... :?
- Liebe lebt vom Lieben -

Zum Herzen führen keine lauten Straßen, sondern nur stille Wege.
Benutzeravatar
livia
Abgemeldet
 
Beiträge: 2379
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 21:20

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon TimmiT » Mi 30. Sep 2009, 17:17

Wie soll denn der christliche Glaube belasten?

Die Fragen die ich mir stelle sind wohl so alt wie die Menschheit und vielleicht können sie bis zum heutigen Tag nicht gelöst werden. Der Buddhist den ich erwähnte wegen dem Mathematiker meinte die Philosophie käme seit Kant auch zu dem Schluss, dass alles Geist sei oder so. Alles klar. Zuvor hatte er mir noch gesagt, dass man den Geist mit der Wissenschaft nie finden könne. Es ginge nur durch Meditation ihn zu erfahren. Und nun soll die Philosophie es also auch erkannt haben? Ich weiß ja nicht. Was meint ihr dazu? Vielleicht sagte der mir auch, dass die Wissenschaft heute festgestellt habe, dass das Gehirn das Bewusstsein nicht erschafft. Da frage ich mich wie gesagt: Wer sagt das und wie ist das herausgekommen?

Bis 2003 scheint es jedenfalls noch nicht so klar gewesen zu sein. Ganz im Gegenteil! Jedenfalls nach Aussage von Prof. Thomas Metzinger (Philosoph Universität Mainz) auf
http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/bin/ ... index.html

Hatte auch sowas über Paulus gelesen.

Das ist halt wie die Wissenschaft sich das erklärt. Die Frage bleibt: Ist es nur unser Gehirn?

Wie ist es denn zum Beispiel wenn Leute was wissen, was sie eigentlich gar nicht wissen können? Kennt ihr das Verschränkte Teilchen-Experiment? Ich meine das ist wohl auch das Experiment, wo sie meinen der Informationsaustausch geschehe mindestens mit 10-facher Lichtgeschwindigkeit. Dann besteht ja noch die Chance, dass es dennoch nicht sofort passiert, oder? Gibt es solche Geschwindigkeiten wirklich?
Ansonsten könnte es bedeuten, dass Raum gleich Information ist.
Wenn diese Teilchen verbunden sind miteinander, ohne dass man eine Verbindung ausmachen kann, würde das darum heißen: Alles ist verbunden? Muss das automatisch so sein? Schließlich geht es hier nur um zwei Teilchen die sich scheinbar zur gleichen Zeit gleich verhalten.

Ich denke da an diese Fälle wo Leute wussten, dass eine Nahestehende Person gerade gestorben war, oder die gleichen Gedanken zur gleichen Zeit von denen Ehepaare berichten, die schon lange verheiratet sind.
TimmiT
Lebt sich ein
 
Beiträge: 38
Registriert: Fr 11. Sep 2009, 21:02

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon livia » Mi 30. Sep 2009, 17:54

TimmiT hat geschrieben:Wie soll denn der christliche Glaube belasten?


Naja - wenn ich an diesen ewigen Feuersee denke und dass ein (angeblich) guter Gott einmal den größten Teil der Menschheit dorthin schicken wird, dann find ich das nicht gerade Nicht-belastend....auch wenn immer gesagt wird, dass der Mensch ja die freie Entscheidung hat und dieses Schicksal durch ein einfaches: "Ja zu Jesus" abwenden könnte :| (Liebe geht für mich anders.)
- Liebe lebt vom Lieben -

Zum Herzen führen keine lauten Straßen, sondern nur stille Wege.
Benutzeravatar
livia
Abgemeldet
 
Beiträge: 2379
Registriert: Fr 23. Mai 2008, 21:20

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon pirate23 » Mi 30. Sep 2009, 18:32

TimmiT hat geschrieben:Ich würde das mit den Drogen gerne als Argument nehmen, aber es geht nicht, oder?

Wieso nicht? Halluzinogene Pilze waren schon 9000 v. Chr. bekannt. Und damals sind die Leute noch als Nomaden in Tierfellen rumgelaufen und haben Bären gejagt. Was sonst außer eine Religion könnten die wohl aus ihren Trips gemacht haben...

Die Leute haben seit jeher besondere Zustände angestrebt. Die Frage ist nur, ob die wahrer sind, als die Realität. Das wüsste ich gerne.

Die Frage ist, welchen Zustand du anstrebst.

Aber da du dich krampfhaft mit vier verschiedenen Religionen (Christentum, Buddhismus, tibetanischer Schamanismus und Quantenmechanik) gleichzeitig beschäftigst, strebst du wohl einfach nach einem Zustand von komplizierter Verwirrtheit. Da kann ich dir weiterhelfen.

Ich habe diese Erfahrungen nicht selbst gemacht und weiß nicht ob es da Unterschiede gibt oder ob es alles dasselbe ist und sich entspricht: Epilepsie, Meditation, Drogen, Nahtod.

Ich erklärs dir: Epilepsie ist eine Krankheit, die sich in gelegentlichen Krampf-Anfällen äußert.
Meditation ist, wenn man konzentriert über irgendwas nachdenkt (lateinisch meditatio = zentriert).
Drogen sind getrocknete Pflanzenteile (niederländisch droog, protogermanisch *draugiz = trocken).
Nahtod ist, wenn man schwer verletzt ist, sich selbst von oben sieht und dann in ein Licht fliegt.

Das ist halt wie die Wissenschaft sich das erklärt. Die Frage bleibt: Ist es nur unser Gehirn?

Ohne Bewusstsein wüsstest du gar nichts über dein Gehirn. Andererseits hättest du ohne dein Gehirn aber auch kein Bewusstsein. Ist doch schön...
pirate23
Gesperrt
 
Beiträge: 2928
Registriert: Mo 26. Mai 2008, 12:46

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon Wolfi » Mi 30. Sep 2009, 18:58

Hallo TimmiT
Ein interessanter Link, den du da gepostet hast.

In der zweiten Hälfte geht es um den Mathematiker mit seinem "Spiel des Lebens"

Ein Buddhist fand es nicht verwunderlich, dass das passiert. Ich weiß nicht genau. Er sieht dabei vielleicht uns als Erfinder oder Urheber des Lebens und meint dann deswegen weil ein Mensch das Spiel erfunden hat spiegelt es sich da wieder.

Das habe ich etwas anders mitgekriegt: Im Spiel des Lebens, welches der Mathematiker und seine Kollegen erfunden haben, spiegelt sich das Leben wider. Er sagt aber nicht aus, dass Mensch das Leben erfunden hätte. Das Leben fing an mit einfach strukturierten Elementen. Daraus entwickelten sich über die Zeit dann die komplexeren Gebilde, bis dann auch so etwas Komplexes, wie es der Mensch nun mal ist, entstanden war...
Schön fand ich noch was anderes, was in dem Kurzfilm gesagt wird: Die einzigen Gesetze, denen sich alle Menschen unterordnen (ob sie wollen oder nicht), sind die Naturgesetze. Die Naturgesetze sind also stärker, als alle anderen Gesetze.
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
Benutzeravatar
Wolfi
Gesperrt
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di 31. Dez 2002, 14:50

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon Naqual » Mi 30. Sep 2009, 19:02

TimmiT hat geschrieben:... auch zu dem Schluss, dass alles Geist sei oder so. Alles klar. Zuvor hatte er mir noch gesagt, dass man den Geist mit der Wissenschaft nie finden könne. Es ginge nur durch Meditation ihn zu erfahren. Und nun soll die Philosophie es also auch erkannt haben? Ich weiß ja nicht. Was meint ihr dazu?


Ob man den Geist mit den Wissenschaften finden kann? Ja und Nein. Beides stimmt. Wie so oft in den Wissenschaften kommt es drauf an und man muss "einfach" weiter differenzieren.

Im neuen Buch von Dan Brown (Das verlorene Symbol) wird beschrieben (eigentlich schon seit langem bekannt, ob unwahr oder nicht sei hier dahingestellt), wie ein sterbender Mensch im Moment seines Todes durch den Austritt der Seele im Bereich von millionstel Gramm Körpergewicht verliert.

Die dahinterliegende Denke ist schlicht naiv.
a) damit hat man immer noch nicht den Geist erfasst, sondern nur eine Nebenbeierscheinung
b) das beweist sowieso nichts, da man nicht empirisch belegt eine Verbindung von "Geist verlässt" und Körpergewicht herstellen kann. Es gibt schlicht tausende andere vorstellbare Gründe, alleine in einer biologische Änderung der Beschaffenheit von absterbenden Nervenbahnen.

Das Problem: der Geist SELBST ist nicht den Wissenschaften zugänglich.
Das heißt aber nicht, das Geist den Wissenschaften nicht zugänglich wäre. Er ist es. Mit sogar sehr vielen Erkenntnissen, gerade in den letzten Jahrzehnten.

Der Geist selbst ist also eine Art "Black Box" in die man nicht hineinkommt. Man kann aber sehen, was diese Black Box bewirkt. Geist wirkt, also kann man die Wirkung anschauen, sogar empirirsch-naturwissenschaftlich. Die Wirkungen unterliegen Gleichmäßigkeiten, aus denen sich Regeln ableiten lassen, die dann allerdings auch sich in der Praxis bewähren müssen.
Andere Perspektive:
Geist selbst ist nicht erfahrbar von außen. Aber jeder von uns hat einen!
Also kann man Erfahrungen sogar der "inneren Wirkungen" austauschen. Dies nennt sich dann "intersubjektiv".
Theologie funktioniert ja auch so. Theo ist dabei unsere Black Box, -Logie ist dabei die Unterstellung, dass die beobachtbaren Wirkungen Gemeinsamkeiten und Regeln haben, aus der man das Unbekannte von außen erschließen kann. Das System ist von der Anlage nicht perfekt (man müsste schon in die Black Box reinkommen können), aber besser wie gar nichts.
Wobei die Theologen da sehr einseitig auf die Bibel als Wirkung des Geistes schauen und wenig auf andere beobachtbare Tatbestände aus dem Alltagsleben von Christen.
Benutzeravatar
Naqual
Abgemeldet
 
Beiträge: 6212
Registriert: Sa 13. Okt 2007, 12:08

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon Wolfi » Mi 30. Sep 2009, 19:35

Hallo Naqual

Der Geist selbst ist also eine Art "Black Box" in die man nicht hineinkommt. Man kann aber sehen, was diese Black Box bewirkt. Geist wirkt, also kann man die Wirkung anschauen, sogar empirirsch-naturwissenschaftlich. Die Wirkungen unterliegen Gleichmäßigkeiten, aus denen sich Regeln ableiten lassen, die dann allerdings auch sich in der Praxis bewähren müssen.


Andere Perspektive:
Geist selbst ist nicht erfahrbar von außen. Aber jeder von uns hat einen!

Das erlebe ich aber anders: Geist ist von aussen sehr wohl erfahrbar; jedenfalls zumindest, ob und wie er gebraucht wird ... ;-)

Also kann man Erfahrungen sogar der "inneren Wirkungen" austauschen. Dies nennt sich dann "intersubjektiv".

Und hat eine Tonne Missverständnisse zur Folge ...

Theologie funktioniert ja auch so.

Ach deshalb? ... :)

Theo ist dabei unsere Black Box, -Logie ist dabei die Unterstellung, dass die beobachtbaren Wirkungen Gemeinsamkeiten und Regeln haben, aus der man das Unbekannte von außen erschließen kann. Das System ist von der Anlage nicht perfekt (man müsste schon in die Black Box reinkommen können), aber besser wie gar nichts.

Soll das ein Plädoyer für den gläsernen Menschen werden?

Wobei die Theologen da sehr einseitig auf die Bibel als Wirkung des Geistes schauen und wenig auf andere beobachtbare Tatbestände aus dem Alltagsleben von Christen.

Beobachtbare Tatbestände aus dem Alltagsleben Jesu's?- Was meinst du damit?
lg,wolfi
Der Glaube versetzt Berge, aber der Unglaube zerbricht Ketten.
Benutzeravatar
Wolfi
Gesperrt
 
Beiträge: 6880
Registriert: Di 31. Dez 2002, 14:50

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon TimmiT » Mi 30. Sep 2009, 20:57

Zuletzt geändert von TimmiT am Mi 30. Sep 2009, 21:06, insgesamt 2-mal geändert.
TimmiT
Lebt sich ein
 
Beiträge: 38
Registriert: Fr 11. Sep 2009, 21:02

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon alegna » Mi 30. Sep 2009, 21:03

TimmiT hat geschrieben: Was ist das nur mit den Drogen? Sind da wirklich die sog. und angeblichen höheren Bewusstseinszustände mit erfahrbar? Zur Erfahrung hörte ich von Martin Kamphuis: Und das ist ja ein Zeichen unserer Zeit. Wir erheben die Erfahrung über die Wahrheit
Was sich als wahr gut anfühlt dass sei wahr, gut.

Als ehemalige Drogenabhängige kann ich nur abraten von Drogen. Das was als höheres Bewusstsein dargelegt wird, ist eine Lüge, TimmiT, was Du unter Drogen erlebst ist eine Lüge.
Psalm 100,5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
Benutzeravatar
alegna
Senior-Moderatorin im Ruhestand
 
Beiträge: 15493
Registriert: Mo 1. Jun 2009, 18:04
Wohnort: in Gottes Reich

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon Naqual » Do 1. Okt 2009, 07:50

Hi Wolfi,

Wolfi hat geschrieben:
Andere Perspektive:
Geist selbst ist nicht erfahrbar von außen. Aber jeder von uns hat einen!

Das erlebe ich aber anders: Geist ist von aussen sehr wohl erfahrbar; jedenfalls zumindest, ob und wie er gebraucht wird ... ;-)


Ne, ne Mißverständnis, Du erlebst es eigentlich überhaupt nicht anders.
Das was Du erfährst ist nicht Geist selbst, sondern seine Wirkungen.
Über Deinen eigenen Geist (geschweige denn über den Geist Gottes) weißt Du eigentlich wenig. Was ist der Geist? Wie ist er mit der Materie verbunden? Was ist Seele? Ist Geist Teilaspekt von Seele oder umgekehrt? Ist Geist Zusammenfassung von Bewusstem und Unbewusstem? Gibt's da noch was?
Denke z.B. an Decartes. "Ich denke, also bin ich". Was beobachtet wird ist nicht der Geist, sondern der Gedanke, der dem Geist entspringt.
Deswegen auch der BlackBox-Vergleich.


Wobei die Theologen da sehr einseitig auf die Bibel als Wirkung des Geistes schauen und wenig auf andere beobachtbare Tatbestände aus dem Alltagsleben von Christen.

Beobachtbare Tatbestände aus dem Alltagsleben Jesu's?- Was meinst du damit?


Um über "Theo" sprechen zu können, analysieren die Theologen die Bibel.
Gott wirkt aber nicht allein in der Bibel (der Grad des Einflusses sei mal undiskutiert),
sondern auch im Menschen.
Also müsste der Theologe wissenschaftlich die Wirkung Gottes im Menschen anschauen. (Es geht nicht um naturwissenschaftliche Beweise, sondern um Beschreibung von "Tatbeständen", Phänomene, die Christen gemeinsam haben oder auch nicht.).
Das macht sie eigentlich nur gelegentlich, die Theologie.
Ein Grund besteht sicher darin, wenn sie "parapsychologische Phänomene" erforscht, könnte ihr der gute Ruf als Wissenschaft abhanden können.
Das Wirken Gottes besteht aber nicht nur im Übernatürlichen im/am Menschen, sondern auch aus ganz Natürlichem.
Ich wünschte mir stärker eine Zusammenschau von Psychologie und Theologie. Es geht ja um die Beziehung Gott-Mensch. Also Theo&Psycho-Logie.
Als Vorbild könnte man Jesus nehmen. Der fing damit eigentlich recht klar an.
Die Gläubigen seiner Zeit waren sehr stark am äußerlichen Tun verhaftet im Denken. Jesus ging hier nun auf die Psyche, er hinterfragte das Tun auf die Beschaffenheit der verursachenden Seele und setzte dies wieder mit Gott in Verbindung.
Benutzeravatar
Naqual
Abgemeldet
 
Beiträge: 6212
Registriert: Sa 13. Okt 2007, 12:08

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon Johncom » Do 1. Okt 2009, 08:34

Timmit hat geschrieben:Tja, was soll man dazu sagen?


livia hat geschrieben:Tja - ich weiß es leider auch nicht :( . Merke einfach, dass Dich das ganze nicht loslässt und Dich sehr beschäftigt - wenn nicht sogar belastet.

Leider kenne ich mich mit diesen Dingen zu wenig aus, um Dir eine kompetente Antwort auf all Deine Fragen zu geben. Ich kann nur sagen, dass mich das Christentum im Grund auch nicht frei gemacht hat - eher im Gegenteil. Vielleicht wirst Du das, was Du suchst, weder im Einen noch im Anderen finden. Überall gibt es Gutes und das kann man behalten oder versuchen umzusetzen. Aber nirgendwo ist alles nur gut oder nur schlecht. Man muss seinen eigenen Weg finden, glaub ich.



Das ist gut gesagt: Nirgendwo ist alles nur gut oder nur schlecht ! Das wäre ja auch zu einfach. Aber jeder der dran bleibt und sucht und prüft, der wird seinen Weg auch finden. Warum haben wir nur so wenig Zeit ? Die Angst, man macht was falsch und nachher kommt man in die Hölle ? Na, wer so was glauben will, der soll nur. :baby:
Benutzeravatar
Johncom
Wohnt hier
 
Beiträge: 2575
Registriert: Di 21. Mär 2006, 09:46
Wohnort: Deutschland

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon Johncom » Do 1. Okt 2009, 08:53

TimmiT hat geschrieben:Man kann Buddhismus nicht einfach mit dem Buddhismus vermischen. Interessant sind jedoch die Einheitserfahrungen die die Leute angeblich bekommen von Meditation. Die haben in der Tat auch Christen. Vielleicht bilden die den Knackpunkt bei der Sache. Dennoch wird Dir kein Buddhist verkaufen, dass es dasselbe sei wie im Christentum. Also kein tibetischer denke ich. Sie würden wohl eher dazu tendieren, dass man bei solchen Erfahrungen die Natur des eigenen Geistes erlebt. Für einen Gott ist dabei aber kein Platz vorgesehen.


Wobei strenggenommen 'Gott' auch im Christentum das letzte Mysterium bleibt. - Was aber wirklich erstaunlich ist, ist das gegenseitige Wiedererkennen der Mystiker, der buddhistischen sowohl auch der christlichen. Und christliche Orden haben schon vor langem ihre Scheu überwunden und gerade im völlig nicht-theistischen Zen Formen für ihre eigenen Kontemplationsübungen übernommen. Eine starke Abgrenzung zu allem Buddhistischen findet man eher in den christlichen Gruppen, die in Christus die Person des historischen Messias oder Weltenerlösers betonen.

TimmiT hat geschrieben:Wenn man davon ausgeht, dass das komplexe Leben kein Zufall ist, dann bräuchte es Intelligenz dafür, oder nicht? Ratio. Oder nicht? Das alles soll ein Spiel des schwangeren Raums der Möglichkeiten sein?


Ein erheiternder Begriff: schwangerer Raums der Möglichkeiten :D Bedenkt man, dass der Buddhismus im Hinduismus entstand, dann bekommt man eine Ahnung davon, wieviel Gott ( Götter ! ) diesen Raum erschufen, Die Hindus haben für alles, auch den geringsten biologischen Vorgang Götter, Engel, Devas. Dann wird verständlich dass der Buddha die ganze Wanne auf einmal auskippte, und dann blieb wohl noch ein Raum, immerhin schwanger.

TimmiT hat geschrieben:Die Buddhistische Lehre sei wie ein Boot. Hat man über den Fluss übergesetzt, ließe man es zurück. Mag sein, dass auch mal neue Bewusstseinsströme einfach so aus dem aus dem Raum der Möglichkekiten heraus entstehen. Tja, aber warum soll dieses Gesetz gelten, dass der Geist verwirrt ist, sich seiner Erleuchtung nicht bewusst? Einfach so und ohne Ursache und Wirkung! Bzw. dann wieder nicht einfach so, wenn es immer Vorleben gab um Karma zu machen. Tja, was soll man dazu sagen?


Am besten gar nichts. Deshalb haben sie ja die Meditation: no mind.

TimmiT hat geschrieben:Sie machen das nicht um zu irgendeinem Gott zu kommen, sondern um ihren Geist zu reinigen. Gefühle wie Anhaftung, Stolz, Gier, Neid, Hass, Zorn, sind für sie Störgefühle die aus der Dualität entstehen sollen, die angeblich nicht wahr ist.


Den Begriff 'wahr' sieht der Osten anders. Alles was kommt und geht ist unwahr weil vergänglich. Das was ist, immer seinend, nur das verdient die Bezeichnung wahr. Dualität wird bemerkt von einem Ich, von mir, Dir ..... Diese Personen sind geboren und werden sterben, also sind sie nicht ewig, und in diesem Sinne 'unwahr'. Ansonsten was Du sagst zu Geistreinigung, das ist im Grunde auch christliche Absicht: eben Hass und Stolz zu überwinden, abzulegen.

Also Timmi, Du schaust ja sehr genau hin und vergleichst und lässest Dir auch so schnell keine Bären aufbinden. Diese Ernsthaftigkeit ist schon enorm und mit diesem kritischen Scharfblick findest Du den rechten Weg ( auf dem Du schon jetzt gehst ). Interessant find ich auch diese Studien zu Hirnforschung, near to death experience. Werd diese Videos noch in Ruhe anschauen. Gespannt was Du noch weiter für Denkanstösse geben wirst.

So weit kurz ..
Benutzeravatar
Johncom
Wohnt hier
 
Beiträge: 2575
Registriert: Di 21. Mär 2006, 09:46
Wohnort: Deutschland

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon Johncom » Do 1. Okt 2009, 09:32

Naqual hat geschrieben:Ich wünschte mir stärker eine Zusammenschau von Psychologie und Theologie. Es geht ja um die Beziehung Gott-Mensch. Also Theo&Psycho-Logie.
Als Vorbild könnte man Jesus nehmen. Der fing damit eigentlich recht klar an.
Die Gläubigen seiner Zeit waren sehr stark am äußerlichen Tun verhaftet im Denken. Jesus ging hier nun auf die Psyche, er hinterfragte das Tun auf die Beschaffenheit der verursachenden Seele und setzte dies wieder mit Gott in Verbindung.


Naqual, Deinem Wünschen nach Theo-Psycho-Logie schliess ich mich an. Aber ich glaube, das entsteht schon.
Benutzeravatar
Johncom
Wohnt hier
 
Beiträge: 2575
Registriert: Di 21. Mär 2006, 09:46
Wohnort: Deutschland

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon Matoser » Do 1. Okt 2009, 10:30

Und noch mehr Infos, da müssen wir doch bald zur Wahrheit gelangen, oder Klarheit ;)
Geist stärker wie Gene- ne interessante Reihe, ich empfehle vor allem auch die 2. Hälte, so ab Folge 9, für das Grundverständnis,würd ichs mir von vorne bis hinten ansehen.

http://www.youtube.com/watch?v=xX0tOEz5MYA

ich glaube ja, dass es keine Religion gibt, welche zurzeit DIE Wahrheit gefunden hat. Und viel wurde verdreht
Z.B. Im buddhismus > 111.111 Niederwerfungen hat Buddha nie gemacht und er hat von Extremen gewarnt (mittlerer Weg und so)
Er lehrte nie Götzenverehrung....., so wie im Christentum es nie für gut geheißen wurde, im Materiellen das Heil zu suchen, dennoch gibts viele Heiligenfiguren..., die Kirchen sind voll damit.
Er war eher gegen festgesetzte Traditionen und Rituale, also eher frei.
Leben muss mal "gedacht geworden sein", Entweder Gott, oder von der Natur des Geistes, also quasie, Geist kommt in Zelle und verwirklicht sie (Wie im Video, Zellen nehmen Signale auf von der Umwelt)
Karma wird oft missverstanden und alles wird auf frühere Leben geschoben ...
Es kann niemand geben, der frei von Karma werden könnte. Allein ich kann mir schwören, jeden "Erleuchteten" oder wer sich dafür hält oder gehalten wird, eine zu watschen.
Was ich damit sagen will, Karma ist zu verwoben, als dass man es ganz durchschauen kann, für alles gibts Ursachen, aber die kommen nicht alle von mir selbst allein.

Bsp: person A hat kein Karma, Person B auch keins.... Dann entstünde nie Karma, denn es gibt ja immer Sender und Empfänger, somit muss der Sender immer zum Empfänger passen. Ich kann mein schlechtes Karma gar nicht "aufheben", wenn alle Menschen erleuchtet wären. Wäre jeder z.b. erleuchtet, könnte ich gar niemand schlagen (will ich auch nicht).
Matoser
Member
 
Beiträge: 294
Registriert: So 10. Okt 2004, 11:29

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon jes_25913 » Do 1. Okt 2009, 10:50

Lieber Timmi,
Wodurch ist man denn etwas Besonderes im Sinne vom „Allgemeinen abgesondert“ ? - Hast Du Dir darüber schon einmal Gedanken gemacht?
Jedes Lebewesen entscheidet sich doch vom anderen durch seine Interessen. Vereinfacht: Eine Pflanze will dem Licht entgegenwachsen, sie ist also überwiegend lichthungrig, eine Katze will Mäuse oder Vögel jagen, den einen Menschen interessiert dies, den anderen jenes
Was ist nun der Sinn buddhistischer Meditation? - Es ist doch der, die Besonderheiten, die eigenen Interessen nicht mehr zu achten, um das Allgemeine zu erfahren. Das Allgemeine ist das Leben an sich. Das Erfahren des Allgemeinen, also des Lebens an sich, ist das was „Einheitserfahrung“ genannt wird, oder auch „Nirvana“ , der Christ nennt es „Gotteserfahrung“ oder Erfahrung der „ewigen Glückseligkeit“ oder „ewiges Leben“.
Es gibt eben nur zwei Wege, wie es Jesus sagte: den breiten Weg, wo man seine Besonderheit kultiviert und deshalb immer leidend bleiben wird, und den, wo man auf seine Besonderheit keinen Wert mehr legt und in Gott „aufgeht“ - der schmale Weg, den wenige gehen.
Mit der Einheitserfahrung - als Dauerzustand - ist aber die Entwicklung des Menschen noch nicht zu Ende. Jesus zeigte auf, dass das permanente Erfülltsein mit Gott in die Verwandlung des physischen Leibes übergeht (Auferstehung).
Solange der Christ noch nicht auferstanden ist, unterliegt er, wie alle Menschen auch, der Reinkarnation.
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
"Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er"(Röm 12,7)
jes_25913
Wohnt hier
 
Beiträge: 4583
Registriert: Mo 28. Jan 2008, 13:32

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon alegna » Do 1. Okt 2009, 10:53

jes_25913 hat geschrieben:Solange der Christ noch nicht auferstanden ist, unterliegt er, wie alle Menschen auch, der Reinkarnation.

Dein Lieblingsthema, nicht wahr? Heisst das, die Reinkarnation endet mit der Wiederkunft Christi? Sprich, jeder wird solange immer wieder auf diese Erde geboren, bis Jesus dem ein Ende setzt? Welchen Sinn hätte das?
Psalm 100,5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
Benutzeravatar
alegna
Senior-Moderatorin im Ruhestand
 
Beiträge: 15493
Registriert: Mo 1. Jun 2009, 18:04
Wohnort: in Gottes Reich

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon jes_25913 » Do 1. Okt 2009, 11:13

alegna hat geschrieben:
jes_25913 hat geschrieben:Solange der Christ noch nicht auferstanden ist, unterliegt er, wie alle Menschen auch, der Reinkarnation.

Dein Lieblingsthema, nicht wahr? Heisst das, die Reinkarnation endet mit der Wiederkunft Christi? Sprich, jeder wird solange immer wieder auf diese Erde geboren, bis Jesus dem ein Ende setzt? Welchen Sinn hätte das?


Mein Lieblingsthema ist die Erlösung. Ich sagte doch, mit der Auferstehung endet die Reinkarnation. Um auferstehen zu können, müssen wir uns reinigen von allen Besonderheiten, wie ich es hier ausdrückte. In uns lebt doch noch vieles, was gar nicht in Gott aufgehen will. Diese "Feindschaften" gegen Gott müssen ausgeräumt werden. Ein Zeichen dafür, dass sie alle ausgeräumt sind, ist die Auferstehung.
Der Sinn besteht eben im Zeit lassen, dass wir alles aufgeben, was uns am wahren Leben hindert.
Einiges ist "schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Leichtfertigen verdrehen, wie auch die andern Schriften, zu ihrer eigenen Verdammnis." (2Petr 3,16)
"Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er"(Röm 12,7)
jes_25913
Wohnt hier
 
Beiträge: 4583
Registriert: Mo 28. Jan 2008, 13:32

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon TimmiT » Do 1. Okt 2009, 11:26

So ein Blödsinn! Das Besondere und individuelle als Feind? In was für einer Welt würde man dann leben? In einer Art Kommunismus? Da ist es doch viel gesünder Talente und Begabungen als göttliche Gabe zu sehen und sich dran zu erfreuen!
TimmiT
Lebt sich ein
 
Beiträge: 38
Registriert: Fr 11. Sep 2009, 21:02

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon alegna » Do 1. Okt 2009, 11:29

jes_25913 hat geschrieben:Solange der Christ noch nicht auferstanden ist, unterliegt er, wie alle Menschen auch, der Reinkarnation.

jes_25913 hat geschrieben:Ich sagte doch, mit der Auferstehung endet die Reinkarnation.

Nur damit ichs richtig verstehe, Jes, meinst Du mit Auferstehung dann wenn Jesus uns den neuen Leib gibt? Solange sind wir im Kreis der Reinkarnation gebunden?
Oder meinst Du, irgendwann wenn wir genug gelernt haben können wir aus dieser Gebundenheit, ausbrechen und sterben, so wie Christen das verstehen?
Psalm 100,5 Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.
Benutzeravatar
alegna
Senior-Moderatorin im Ruhestand
 
Beiträge: 15493
Registriert: Mo 1. Jun 2009, 18:04
Wohnort: in Gottes Reich

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon TimmiT » Do 1. Okt 2009, 11:37

Hi,
Das sind doch nur Meinungen.
Und dieser Bruce Lipton. Ich tu mir den nicht an, nicht noch so ein Gehirnwäscher.
Meine eigentliche Frage nach Gehirn oder Geist beantwortet vielleicht bis heute niemand. Man weiß es noch nicht. Aber Philosophen wie Bruce Lipton nehmen das als Gesetzt: "Es gibt Geist losgelöst von der Materie". Das ist vielleicht der Stolperstein daran. Sie müssen alle Behauptungen aufstellen. Darauf bauen sie dann ihre Luftschlösser auf. Nur was, wenn die Grundlage schon falsch ist? Dann fällt alles vielleicht einfach in sich zusammen.

Und was ist nun mit diesem Raum= Information los?
TimmiT
Lebt sich ein
 
Beiträge: 38
Registriert: Fr 11. Sep 2009, 21:02

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon TimmiT » Do 1. Okt 2009, 11:54

Hirnforscher Wolf Singer im Interview:
ZEIT: Wenn Sie mit Laien über Hirnforschung reden – welche falsche Vorstellung müssen Sie am häufigsten korrigieren?

Singer: Die meisten Menschen können sich nicht vorstellen, dass unsere geistigen und mentalen Leistungen die Folge von neuronalen Prozessen sind – und nicht umgekehrt. Sie sind meist heimliche Dualisten und glauben, dass da ein unabhängiger Geist schaltet und waltet und irgendwie mit dem Gehirn wechselwirkt, damit es das tut, was der Geist will.

http://www.zeit.de/2008/15/OdE24-Gehirn ... w?page=all

Was ist mit den Fällen wo Leute etwas wissen, was sie nach unseren Maßstäben eigentlich nicht wissen können? Werden wir hinter's Licht geführt? Irren wir uns? Sind es Zufälle?
TimmiT
Lebt sich ein
 
Beiträge: 38
Registriert: Fr 11. Sep 2009, 21:02

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon TimmiT » Do 1. Okt 2009, 12:23

Die Sache mit dem Buddhismus ist ja, dass sie denken da den Weg zur ultimativen Wahrheit zu haben.

Vielleicht ist es ja auch einfach übertrieben alles verstehen zu wollen. Vielleicht können wir das einfach nicht.

Was ist das nun mit diesen Einheitserfahrungen? Gerhin? Oder Geist? Wenn das Gehirn was lahm legt (Schläfenlappen) sollen wir in der Lage sein mehr von der Wahrheit hinter unserer alltagsrealität zu erfahren? Unser Gehirn im Leben praktisch, aber eben nicht DIE Realität?

Einheitserfahrung. Wie kommt es, dass wir sowas erfahren können. Nur Gehirnbedingt?

Erfahren wir mehr mit weniger Gehirn oder immer weniger? Und wenn wir tot sind aus die Maus?

Kirlianphotographie ist nicht wissenschaftlich, weil nicht reproduzierbar, doch ein russischer Wissenschaftler hat eine erstaunliche Entdeckung bei der Untersuchung von Toten gemacht. Er kommt in der Sendung "Das Energiefeld des Menschen" vor/ Youtube. Was ist davon zu halten?

---

"Seines gewohnten Futters beraubt, kann das linke Orientierungsareal die Grenze zwischen dem Selbst und der Welt nicht mehr definieren. Und da hat das Gehirn gar keine andere Wahl, als seinen Besitzer eng verbunden mit allem und jedem wahrzunehmen."

"Im Zustand der tiefen Konzentration auf Objekte, Worte oder Gedanken treibt die starke Beanspruchung anderer Bereiche, wie beispielsweise des Aufmerksamkeitszentrums, den Hippocampus dazu, den Input zum Scheitellappen abzuschalten.
"Deafferentation" nennen Neurotheologen dieses Phänomen. Das trotz seiner momentanen Blindheit weiter arbeitende Orientierungsareal vermittelt den Eindruck, man löse sich in etwas sehr viel Größerem auf."

Gehirn oder Geist?

"Sowohl physiologische Veränderungen - wie ein Abfall des Blutzuckers oder Sauerstoffmangel - als auch psychische Belastungen wie Angstzustände, Depressionen oder einfach nur zu wenig Schlaf können eine elektrische Instabilität im Temporallappen verursachen. Persinger glaubt, dass aus diesem Grund viele Menschen in besonders schwierigen Lebenssituationen zu Gott finden."

http://www.goethe.de/ges/phi/dos/her/ren/de2507250.htm
TimmiT
Lebt sich ein
 
Beiträge: 38
Registriert: Fr 11. Sep 2009, 21:02

Re: Die immer mit ihrer Einheít

Beitragvon TimmiT » Do 1. Okt 2009, 12:29

Ob es so kommen wird und: Wäre das dann die bewiesene Wahrheit?:
"Was werden Hirnforscher eines Tages wissen und können?

In absehbarer Zeit, also in den nächsten 20 bis 30 Jahren, wird die Hirnforschung den Zusammenhang zwischen neuroelektrischen und neurochemischen Prozessen einerseits und perzeptiven, kognitiven, psychischen und motorischen Leistungen andererseits soweit erklären können, dass Voraussagen über diese Zusammenhänge in beiden Richtungen mit einem hohen Wahrscheinlichkeitsgrad möglich sind. Dies bedeutet, dass man widerspruchsfrei Geist, Bewusstsein, Gefühle, Willensakte und Handlungsfreiheit als natürliche Vorgänge ansehen wird, denn sie beruhen auf biologischen Prozessen."

http://www.gehirn-und-geist.de/artikel/852357&_z=798884

Ist es nicht nach wie vor unglaublich wie sich so etwas komplexes wie der Mensch entwickelt haben kann? Wie steht es damit? Intelligenz? Eine höhere? Und welche? Natur, alles Natur, oder: Gott?
TimmiT
Lebt sich ein
 
Beiträge: 38
Registriert: Fr 11. Sep 2009, 21:02

Nächste

Zurück zu Sekten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast