ZDF: USA: Radikale Christen planten Terroranschlag

Sondergruppen, Fanatismus

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ZDF: USA: Radikale Christen planten Terroranschlag

Beitragvon Faith » Mi 31. Mär 2010, 03:47

wundert mich eigentlich garnicht mehr, diese radikalen Christen stehen dem Islam in nichts nach. Aber lest selber:

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/7/0,3672,8060391,00.html

ziemlich traurig sowas ....
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Re: ZDF: USA: Radikale Christen planten Terroranschlag

Beitragvon Zorro » Mi 31. Mär 2010, 11:44

Traurig sind diese Schlagzeilen, ja. Diese Menschen haben mit Christus und Nachfolge wohl soviel zu tun, wie Licht mit Finsternis. "An den Früchten sollt ihr sie erkennen!", im totalen Widerspruch zum Neuen Testament, wo Unterordnung unter die Obrigkeit verlangt wird, wo Feindesliebe anstelle von Auge um Auge, Zahn um Zahn gelehrt wird. Gott wird diese Menschen richten.
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Re: ZDF: USA: Radikale Christen planten Terroranschlag

Beitragvon bigbird » Mi 31. Mär 2010, 11:48

Ich habe diesen Thread verschoben nach "Sekten". Das sind Auswüchse eines fanatischen Christentums, das im Grund der Dinge keins mehr ist. Auswüchse, Einseitigkeit und Fanantismus ist Sektentum (mindestens).

bigbird
Zur Sklavenzeit in den USA hat eine schwarze Köchin in höherem Alter mit Eifer lesen gelernt, um die Bibel selber lesen zu können. Sie wurde gefragt, was sie mache, wenn sie etwas nicht verstehe.
Ihre Herzensantwort: „Dann sage ich Halleluja und lese weiter, bis was kommt, das ich verstehe!“
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Re: ZDF: USA: Radikale Christen planten Terroranschlag

Beitragvon Le Chef » Mi 31. Mär 2010, 11:51

Heisst das, radikale Islamisten sind im Grunde genommen eine Sekte?

Das wäre ja eine fast sensationelle Entwicklung hier im Forum. All die langen aufreibenen Diskussionen wurden umsonst geführt.
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Re: ZDF: USA: Radikale Christen planten Terroranschlag

Beitragvon bigbird » Mi 31. Mär 2010, 11:59

Le Chef hat geschrieben:Heisst das, radikale Islamisten sind im Grunde genommen eine Sekte?

Das wäre ja eine fast sensationelle Entwicklung hier im Forum. All die langen aufreibenen Diskussionen wurden umsonst geführt.


Also, hier im Thread geht es ja um "Christen", nicht um Moslems. Jedenfalls entspricht die Haltung, Menschen töten zu wollen aus welchem Grund^auch immer - nicht dem Christentum ... ausserdem habe ich "Christen" mit Anführungszeichen geschrieben und "Sekte (mindestens)". In diesem Zusammenhang bezog ich mich auf den Standort des Threads - also keinesfalls Freikirche, eher Sekten - oder eben noch weiter "aussen".

Verdreh mir nicht die Worte im Mund - ähm, in den Tasten!

bb
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Re: ZDF: USA: Radikale Christen planten Terroranschlag

Beitragvon Oli4 » Mi 31. Mär 2010, 12:06

Le Chef hat geschrieben:Heisst das, radikale Islamisten sind im Grunde genommen eine Sekte?

Der Islam ist im Grunde genommen eine christliche Sekte (Abspaltung). Sie anerkennen Jesus in ihrer Religion als Prophet, haben sich aber von der Gottessohnschaft abgespalten. In diesem ähnlichen Sinne gibt es auch andere Gruppierungen, unter dem ev. etwas offensichtlicheren Deckmänteli der Christusnähe.

Mathäus 13 (uvam) beschreibt wie es heute aussieht und was einmal passieren wird.
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Re: ZDF: USA: Radikale Christen planten Terroranschlag

Beitragvon Taube » Mi 31. Mär 2010, 13:43

bigbird hat geschrieben:Also, hier im Thread geht es ja um "Christen", nicht um Moslems.
...ausserdem habe ich "Christen" mit Anführungszeichen geschrieben...

Aber bitte dann auch in Islam Threads lionne darauf aufmerksam machen, dass sie auch unterscheiden soll zwischen Moslem und "Moslem".

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Re: ZDF: USA: Radikale Christen planten Terroranschlag

Beitragvon Gnu » Mi 31. Mär 2010, 18:31

Was fällt euch auf, wenn ihr den Artikel lest?

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/7/0 ... 91,00.html
Ich bin kein Freund langer Forenbeiträge, ich habe lieber lange Bärte.
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Re: ZDF: USA: Radikale Christen planten Terroranschlag

Beitragvon Such_Find » Mi 31. Mär 2010, 19:57

Die Wortwahl ist schon interessant. Wären das US-Bürger mit langen Bärten und weissen Kleidern dann würden da gleich Begriffe wie [Terroristen,Al-Qaida,...] fallen, aber so beschränken sich viele Medien auf den Begriff "radikal".
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Re: ZDF: USA: Radikale Christen planten Terroranschlag

Beitragvon Pilgrim » Mi 31. Mär 2010, 20:36

Gnu hat geschrieben:Was fällt euch auf, wenn ihr den Artikel lest?
http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/7/0 ... 91,00.html

Einmal mehr sind wir auf die unbestreitbare Realität des Bösen ermahnt worden, sogar inmitten moralischer Verworrenheit... :idea:

Die Bibel erinnert uns daran, daß das Böse im menschlichen Herzen lauert...und nicht nur in Östlichen Regionen, sondern auch in Westlichen. Böses ist uns viel näher als wir öfters uns zu erinnern erlauben. Eines der heimtückischten Aspekte des Bösen ist seine Fähigkeit sich unter uns so lautlos zu insinuieren, bis es dann in der Form einer "Schwarze Witwe" oder eines Kinderschänders ausbricht.
Be careful how you spend your time: Spend your time in nothing which you know must be repented of. —Richard Baxter
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Re: ZDF: USA: Radikale Christen planten Terroranschlag

Beitragvon Taube » So 4. Apr 2010, 19:29

Lebenslänglich für Mord an einem Arzt der Abtreibungen vorgenommen hat. Militante Christen jedoch sehen in dem Mörder einen Helden:

Für radikale Abtreibungsgegner ist der Mörder Tillers ein Held. Roeder habe sein Leben geopfert, um ungeborene Kinder zu retten, sagte der Geistliche Don Spitz, der auf seiner Website Gewalt gegen Abtreibungsärzte befürwortet.

http://www.nzz.ch/nachrichten/wissensch ... 65061.html

Wer dieser Donald Spitz ist, sieht man hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Donald_Spitz .

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Re: ZDF: USA: Radikale Christen planten Terroranschlag

Beitragvon Kalle » Fr 9. Apr 2010, 12:09

Sehr empfehlenswert ist auf der Startseite von jesus.ch der Artikel von Wolfgang Baake "Sind Evangelikale Christen Fundamentalisten?".

Er schreibt:
Begriff schürt Angst
Mit Fundamentalismus verbinden die meisten Menschen blutige Anschläge und Bekenntniszwang. Daher schürt der Begriff Angst. Problematisch wird es, wenn der Fachbegriff zu Unrecht als Polemik gegen Andersdenkende eingesetzt wird. Dann wird die Bezeichnung «Fundamentalist» zu einem Schimpfwort, das oft genau von denen gebraucht wird, die selber ein schwarz-weiss-denken haben und sich kaum mit der Gruppe befasst haben, die sie als Fundamentalisten abstempeln.


Dazu kann ich nur sagen, dass ich seit Jahrzehnten mit evangelikalen Christen zu tun habe und diese sich immer selbst gern als Fundamentalist bezeichneten. "Lieber ein fundamentalistischer Christ mit einem Fundament als ein Mensch ohne Meinung" oder ähnliche Sprüche waren seit Jahren gang und gäbe. Ich habe schon immer den Begriff kritisiert und vor der unbeschwerten Benutzung dieses Wortes gewarnt. Nun ist es so gekommen wie ich in meinen schlimmsten Befürchtungen vermutete. Mein Fazit: da sind die evangelikalen Christen selber schuld.



Evangelikale sind keine Fundamentalisten
Es gibt verschiedene Merkmale, weshalb Evangelikale nicht dem Lager der Fundamentalisten zugerechnet werden dürfen. Zunächst handele es sich bei den Evangelikalen um circa 500 Millionen Menschen, also rund ein Sechstel der Weltbevölkerung. Unvorstellbar, wenn diese gewaltbereit wäre.


Das ist ein völlig unsinniges Argument, weil eine Anzahl (zumal wohl auch eine geschönte Zahl handelt) kaum die Harmlosigkeit einer Gesinnung beweisen kann. Und wichtig zu wissen ist natürlich, dass die meisten Evangelikalen nicht gewaltbereit sind, es aber durchaus eine kleine gewaltbereite Minderheit gibt.
Für uns Europäer völlig undenkbar (und unchristlich), dass der Besitz von Waffen zu den Bürgerrechten gehören soll. In den USA sieht man das ganz anders und setzt ein Verbot von Waffen mit der Einschränkung der Religionsfreiheit gleich. Wie fatal solch ein Meinungsmix sich auswirken kann sieht man ja im Falle Waco/Texas.
Und wer als Christ in den USA eine Waffe besitzt, setzt sie nicht automatisch auch gegen andere Menschen ein. In dem jetzigen Fall handelt es sich um eine der sogenannten Hass-Brigaden, die meist politische Hintergründe haben und natürlich ihre irren Meinungen auch religiös motivieren wollen.

Übrigens gibt es die ersten Hass-Brigaden auch schon in Deutschland. Einige Gemeinden haben bereits bewaffnete Gruppen gebildet um den Staat Israel in kommenden Endkampf gegen Muslime verteidigen zu können.
In diesem Zusammenhang ist übrigens der Staat Israel schon seit einigen Jahren dabei gezielt Evangelikale und evangelikale Organisationen aus dem Land zu verweisen, weil man Terroranschläge auf den Felsendom seitens „christlicher Zionisten“ vermutet.

Und das ist ja ein weiterer Fehler der Evangelikalen: sie nehmen jeden Verbündeten, den sie kriegen können. Wenn es gegen Abtreibung geht, dann ist jeder gleichdenkende Bürger willkommen, auch wenn es sich um einen Fundamentalkatholiken handelt (obwohl man den Vatikan als Hort des Bösen sieht) oder um einen Nazi handelt. Und in den USA sind Waffenlobbyisten, Rassisten, Ufo-Gläubige und viele andere Gruppierungen immer dann nützlich, wenn man ihre Mithilfe braucht.

Nicht zu vergessen, dass der George Bush auch ein evangelikaler Christ war, eine sehr unchristliche Politik betrieb und deshalb in Europa nicht sehr beliebt (um nicht zu sagen verhasst war). Gleich zwei Länder mit Krieg zu überfallen, sein eigenes Volk belügen und aus aller Welt verschleppte Personen in Guantanamo ohne Rechtsgrundlage internieren – das ist schon nicht mit dem Evangelium schwer zu vereinbaren. Aber dann noch im Parlament durch evangelikale Christen beschließen zu lassen, dass Folterungen mit „Waterboarding“ rechtmäßig sei – da kommen in Europa keine guten Gefühle auf.
Mein Fazit: schlechte Gesellschaft verdirbt gute Gewohnheiten oder „Mitgefangen, mitgehangen“.

Ausserdem sind Evangelikale grosse Befürworter der Trennung von Kirche und Staat und nicht - wie manchmal unterstellt - beseelt von dem Wunsch nach einem christlichen Gottesstaat. Wo die Kindstaufe vermieden wird, um den Menschen eine freie Entscheidung zu ermöglichen, ist das Vorschreiben der eigenen Weltanschauung für andere undenkbar.

Das liest sich in den Programmen "christlicher" Parteien aber ganz anders. Man beachte nur mal die Parteiprogramme von Christliche Mitte oder Partei Bibeltreuer Christen (beide Parteien aus Deutschland), in dem Ehescheidungen als Sünde verurteilt werden und die politische Forderung stellt, dass die juristischen Möglichkeiten stark verkürzt werden um Ehescheidungen grundsätzlich zu verhindern. Das betrifft nicht nur Christen (die in Deutschland immer weniger werden), sondern auch alle Staatsbürger mit. In anderen Worten: eine religiöse Minderheit möchte der Mehrheit des Volkes vorschreiben wie sie zu leben haben, weil ansonsten alttestamentliche Strafgerichte Gottes über das Land herein brechen.

Im Wahlprogramm der PBC heißt es: Wir sagen nein zum NEIN von Großmoscheen in Deutschland, solange in islamischen Ländern der Bau von christlichen Kirchen verboten ist.
Und hier sieht man die ganze traurige Wirrheit dieser „Politiker“: Als politische Partei habe ich die Verfassung des Landes (inklusive Religionsfreiheit) zu achten, aber ich mache die Beschränkung bei anderen Religionen und gestatte ein Menschenrecht nicht, weil in anderen Ländern ein Menschenrecht auch nicht eingehalten wird. Eine sehr merkwürdige Logik.

Genauso merkwürdig ist doch, dass laut evangelikaler Ansicht die Welt kurz vor dem Ende steht –warum muss man dann eine dem Untergang geweihte Welt noch politisch verändern? Da geht es wohl eher um Erhaltung von Macht und das Erlangen von Privilegien.

Zusammenfassend kann ich nur feststellen:
Evangelikale Christen haben selbst schuld, wenn sie in ein schlechtes Licht gerückt werden.
Sie sind in den vergangenen Jahren zu unvorsichtig gewesen, haben zu viele eigene Skandale nie aufgearbeitet und ihre Reihen nicht von schädlichen Personen gereinigt, sind nicht reformfähig und pflegen schlechten Umgang mit dubiosen Personenkreisen.

Und wenn kurz oder lang der erste Terroranschlag von christlichen Fundamentalisten verübt wird, dann wird die große unschuldige Mehrheit der Evangelikalen darunter leiden.
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Re: ZDF: USA: Radikale Christen planten Terroranschlag

Beitragvon Taube » Mi 20. Okt 2010, 18:45

Die neue Tea-Party Bewegung hat einen grossen Zustrom von konservativen Amerikanern. Die Radikalisierung der Konservativen zieht aber auch konservative, evangelikale Gruppierungen an. Auch die sich als Christin bekennende Palin, ist sehr aktiv in der Tea-Party Bewegung.

Auf der anderen Seite gibt es aber auch eine grosse Abwendung von christlichen Richtung von dieser neuen konservativen Bewegung. Das sind auch viele evangelikale Christen, welche sich von diesem Konservatismus abwenden.

Die folgende Meldung ist doch erschütternd, aber es war zu erwarten. In dieser Polarisierung finden immer mehr auch Christen zu einem Extremismus, welcher auch von Gewalt nicht mehr zurückschreckt.

    "Die vorwiegend weissen christlichen Extremisten stossen sich daran, dass «ein schwarzer Mann mit einem fremden Namen und einem muslimischen Vater ins Weisse Haus gewählt wurde», so Gellmann. Vier vereitelte Anschläge zeugten davon, wie sehr die Extremisten Obama hassten."

Sein Fazit: «Die Organisationen sind einem Blutvergiessen nicht abgeneigt.»


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