Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Sondergruppen, Fanatismus

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Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon Farfallina » Mo 27. Jan 2003, 16:26

Habe beim Durchschmökern eine interessante Website eines ehemaligen Mormonen (Schweizer) gefunden. Anlass dazu gab ihm wohl die Olympiade in SaltLake City, worüber er auch Einiges zu erzählen hat...

Da es hier noch keinen Thread zu dieser Sekte zu geben scheint, könnte dies vielleicht für die Einen oder Anderen hilfreich sein.

Es gibt da sehr ausführliche Infos über die Sekte der Mormonen (auch "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage" genannt) und auch über Sekten allgemein.
Ursprünge, Lehre, Insiderwissen, Gegesatz zu biblischer Lehre, Aktuelles, etc.

Die Adresse ist
http://www.mysunrise.ch/users/edwerner/index.htm

Als Info über die Sekte sicher zu empfehelen.
Wie der Autor heute im Glauben steht, kann ich nicht genau beurteilen, doch denke ich, dass er die Bibel sehr ernst nimmt.

Gruss
farfallina
Was wir für uns selbst tun, stirbt mit uns.
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon K-KID » Mo 27. Jan 2003, 19:32

Danke Farfallina für deinen Link und den Anstoss zu einem neuen Thread. Ja, wie gehen wir mit diesen Leuten um? Ich wohne nur einige Kilometer vom einzigen Mormonentempel in der Schweiz (Europa?). Sehr oft habe ich Kontakt mit Mitgliedern dieser Glaubensgemeinschaft. Ich habe sogar einen Schüler, dessen Eltern Mitglieder sind. Ich werde mich mal ein wenig umschauen und mich "weiterbilden"! ;)

Gruss von K-KID
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon satimat » Do 30. Jan 2003, 12:09

*phuuu* das ist ja eine megasite... aber DANKE trotzdem :)

wir wurden an der explo in lausanne auch von den mormonen angesprochen. naiv wie ich bin habe ich den mal zugehört - leider bei den tollen argumenten von den mormonen keine rechten konter gefunden... sobald wir aber zuhause waren haben wir uns über die mormonen erkundigt...

ich denke, die mormonen sind "mit allen wasser gewaschen"...
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon Claudia » Fr 31. Jan 2003, 00:46

@ K-kid
Wiso einzigen Mormonentempel?
bei uns im Dorf gibt es auch eine Mormonenkirche. Ist denn das was anderes?
Wenn ja, was ist der Unterschied zwischen Tempel und Kirche?
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Ihr selbst könnt nichts dazu tun, als im Vertrauen anzunehmen, was Gott euch schenkt.
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon bigbird » Fr 31. Jan 2003, 00:53

Ein Mormonen-Tempel ist viel mehr als eine Kirche!

Es gibt tatsächlich nur einen in der Schweiz ... das Innere wird streng gehütet, nur Mormonen dürfen dort rein ... soooo heilig ist der Tempel ...

gute Nacht ... tschüss
Zur Sklavenzeit in den USA hat eine schwarze Köchin in höherem Alter mit Eifer lesen gelernt, um die Bibel selber lesen zu können. Sie wurde gefragt, was sie mache, wenn sie etwas nicht verstehe.
Ihre Herzensantwort: „Dann sage ich Halleluja und lese weiter, bis was kommt, das ich verstehe!“
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon bössi » Fr 31. Jan 2003, 00:55

Ich weis es nicht genau. Doch man sagt auch das die berühmte Tupperware auch ein Produkt von den Mormonen ist. So wurde mir auch mitgeteilt, das Christen Tupperware nicht benutzen sollen. Weis da jemand mehr darüber? Den ich weis nicht was ich davon halten soll.

@ bigbird
Ist dieser Mormonentempel nicht in der näche von Bern? Oder ist das auch nur eine Mormonenkirche?


Liebi grüess jakusa
Meine Gedanke sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, soviel sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken höher als eure Gedanken.

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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon satimat » Fr 31. Jan 2003, 13:37

jakusa - achtung, diese sachen mit tupperware wurde auch schon von hakle, pampers und so in ähnlicher form verbreitet. ich persönlich betrachte solche "gerüchte" also sehr gefährlich. denn dadruch wird etwas verbeitet, was überhaupt nicht stimmt...! es heisst doch auch man solle prüfen...
anscheinend wurde von der autorin von - ach wie heisst der schon wieder - harry potter.. die autorin von harry potter sei gegen christen oder sowas. nach recherchen habe sich ergeben, dass das überhaupt nicht stimme. ebenso im übrigen mit hakle, pampers und so.

bitte prüft doch immer zuerst - bevor man solche "unwahrheiten" verbreitet. denn die unwahrheit ist schneller verbereitet wie richtiggestellt!
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon bössi » Fr 31. Jan 2003, 15:09

@ satimat
Danke für Deine Meinung. Es ist so das sich in unserem Haushalt auch Toperware befindet. Ich persönlich gebe da nicht vie drauf. Doch es hatte mich einfach wundergenommen ob was an diese Gerüchten war ist. Danke. Den ich habe gemerkt das man gewisse sachen selber prüfen muss.


liebi gruess jakusa
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon aderhold » Di 20. Mai 2003, 03:26

Zu diesem Thema kann ich nur sagen dass die Mormonen ein zweites Buch haben

Im Internet kann man viele Links finden zu dieser Gruppe, auch über ihre riesigen archäologischen Irrtümer.

Sie behaupten nähmlich dass vor den Indianer große Zivilisationen von Weissen in Amerika lebten.

Ausserdem beruht ihr Glaube auf einen Rassismus gegen Indianer und Neger.

Hoffentlich könnte jemand etwas weiteres dazu beitragen.

Grüsse,
Daniel
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon Claudia » Di 20. Mai 2003, 13:45

Original von aderhold

Ausserdem beruht ihr Glaube auf einen Rassismus gegen Indianer und Neger.



Das würde mich genauer intressieren. Kannst du da mehr erzählen oder einen Link nennen?
Gruss Claudia
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon Nataraja » Fr 23. Mai 2003, 22:28

Hallo zusammen,

über die Mormonen:
Ihr Gründer Joseph Smith wurde im 19. jahrhundert vom Engel Moroni besucht, der ihm den Platz zeigte, wo Schriftplatten versteckt waren, auf denen die Geschichte eines Teiles des Volkes Israel aufgezeichnet ist, die vor dem babylonischen Exil in die Neue Welt schipperten.
Zudem soll Jesus nach seiner Kreuzigung auch in der Neuen Welt gewesen sein, um den Menschen das Evangelium zu predigen. Diese Schriftplatten sind das Buch Mormon, welches aus verschiedenen Büchern besteht. Wer interesse hat, kann von den Mormonen kostenlos ein Buch Mormon bekommen.
Für mich persönlich ist das Buch Mormon ein Werk des 19. Jahrhunderts, da der Schreibstil eben typisch amerikanisch ist. Es ist schön zu lesen, nette Geschichten! Von der Moral ist es sicherlich ein sehr hochstehendes Buch, jedoch beißt es sich hier und da mit der Bibel. Für die Mormonen ist das Buch Mormon das eigentliche Buch, welches die "Fehler" der Bibel korrigiert.
Zum Tempel: Ein Tempel ist etwas komplett anderes wie eine Kirche. Im Tempel wird die sogenannte Totentaufe zelebriert, d.h. die Nachtaufe der Verstorbenen, damit diese auch das Heil erlangen können. In den Tempel kommt ein "Normalsterblicher" gar nicht rein, in die Kirche schon.
Rassistisch sind die Mormonen eigentlich nicht. Im Gegenteil, sie glauben, dass die Vorfahren der Indianer die ausgewanderten Juden von einst sind. Für mich unglaubwürdig, da die Indianer eine viel höhere Spiritualität hatten als die Juden um 600 v. Chr.! Ihr Rassismus unterscheidet sich eigentlich in Nichts vom "normalen" Rassismus der weissen amerikanischen Freikirchen.
Ansonsten sind die Mormonen sehr nett, sehr fromm, sehr ehrlich und durch und durch gesprächsbereit. Eben typische amerikanische Gutmenschen - ein bisschen Spiessig aber lieb!

Gruß

Nataraja
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon aderhold » Sa 24. Mai 2003, 20:12

Original von Nataraja
Rassistisch sind die Mormonen eigentlich nicht. Im Gegenteil, sie glauben, dass die Vorfahren der Indianer die ausgewanderten Juden von einst sind. Für mich unglaubwürdig, da die Indianer eine viel höhere Spiritualität hatten als die Juden um 600 v. Chr.! Ihr Rassismus unterscheidet sich eigentlich in Nichts vom "normalen" Rassismus der weissen amerikanischen Freikirchen.


Hast du die Bibelstelle gelesen an der steht dass Gott die ungehorsamen Nachkommen der Juden in Amerika in "ein scmutziges, räuberisches und abschäuliches Volk verwandelte", also die amerikanischen Indianer.
Das steht ziemlich am Anfang vom Buch des Mormon.
Ausserdem wird die Jungfrau Maria als eine sehr schöne und vor allem weisse Frau bezeichnet.

Was hälst du davon?

Grüsse.
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon Nataraja » Sa 24. Mai 2003, 21:01

hallo aderhold,

wenn du mir die Stelle genau nennen könntest, dann schau ich mal nach im Buch Mormon.

Gruß

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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon manfred » Di 13. Apr 2004, 15:52

Ich will zwar keinen alte Suppe aufwärmen, aber da ich relativ neu hier bin nur einige Anmerkungen.

Nataraja hat schon das meiste berichtet.
Mormon lebte zur Zeit der Könige in Israel vor der babylonischen Gefangenschaft. (ca. 600 v.Cht.) Er bekam den Auftrag ein Schiff zu bauen und Gott lenkte das Schiff nach Amerika. Dort lebten sie bis sie alle starben. Deshalb erschien Smith der Engel, weil keine Überlieferungen mehr da waren.
Mormonen ist eigentlich ein falscher Ausdruck, weil das ist so wie wenn man sagen würde Daviden (für Anhänger Davids), weil Mormon ein Prophet war.
Die Kirche Mormon hat auch die Bibel (AT+NT), aber bei Widersprüchen gilt das was im Buch MOrmon steht.
Die elder´s (Lehrer) werden in alle Welt geschickt, um das Buch Mormon zu verkündigen, müssen aber die Kosten selber tragen.
Mormonen sollten den zehnten Teil zahlen und haben die Taufe durch Untertauchen in ihrem Tempel.
Für Mormonen gilt im Gegensatz zur Bibel, daß die Ehe nach dem Tode weitergeht. Also wenn Jesus wiederkommt werden die beiden Ehepartner weiter verheiratet sein.
Wie die Beziehung zu den Indianern ist weiß ich nicht.
Die Polygamie ist offiziell verboten worden.
Mormonen lassen sich für Tote und Angehörige taufen, auch wenn diese keine Mitglieder sind.
Außderdem wird der Stammbaum gepflegt. Es wird von allen neuen Mitgliedern die Verwantschaftsliste aufgestellt und in Salt Lake City gespeichert. Weil man an Ahnenforschung interessiert ist.

Für mich persönlich handelt es sich um eine Sekte, die auch mit Zwang arbeitet, aber das ist mein persönlicher Eindruck im Kontakt mit den elder´s.

In Österreich sind die Mormonen seit dem Staatsvertrag 1955 staatlich anerkannte Kirche. (nicht durch den Staatsvertrag!)
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon gingko » Di 13. Apr 2004, 17:22

Original von Nataraja
Ansonsten sind die Mormonen sehr nett, sehr fromm, sehr ehrlich und durch und durch gesprächsbereit. Eben typische amerikanische Gutmenschen - ein bisschen Spiessig aber lieb!


Nataraja hat die Mormonen sehr gut beschrieben und auch ihrer obigen Einschätzung kann ich mich anschließen.

Meine Tochter hat ein Jahr bei Mormonen in den USA gelebt und ich habe sie dort besucht.
Es sind liebe, verständnisvolle und hilfsbereite Menschen.
Auf der anderen Seite eine starke Gesetzlichkeit.

Einige Erinnerungen:
Alkohol, Kaffee, schwarzer Tee und Coca-Cola waren zumindest in der Gemeinde tabu. Mir als Gast wurde zumindest Kaffee zugestanden.

Der Gottesdienst am Sonntag ist Pflicht, er dauert in wechselnden Gruppen ca. 3 Stunden. Auch von unserer Tochter wurde erwartet, daß sie sonntags selbstverständlich zum Gottesdienst mitgeht und einmal in der Woche mit den Kindern der Familie zur Jugendgruppe.

In den Predigten etc. wird etwa gleich häufig aus der Bibel und dem Buch Mormon zitiert.

Der Tempel ist mit unseren Kirchen nicht vergleichbar.
Nicht-Mormonen dürfen ihn nicht betreten. Mormonen, die nicht persönlich bekannt sind, auch nur mit einer Referenz ihrer Heimatgemeinde, das sie am Gemeindeleben aktiv teilnehmen. Außerdem in anständiger Kleidung, d.h. Frauen auf keinen Fall in Hosen.

Gruß gingko
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon gingko » Di 13. Apr 2004, 17:26

Noch ein Punkt zur Ehe:
Die Ehe gilt nur dann über den Tod hinaus, wenn die Ehepartner die Versiegelung empfangen haben.

Diese Versiegelung ist auch nicht auf die Ehe beschränkt, sondern Eltern können sich auch mit ihren Kindern die Versiegelung vollziehen lassen, wenn alle Mormonen sind.
Dann bleibt nach ihrer Ansicht, die Familie über den Tod hinaus zusammen.

Die Zeremonie wird im Tempel durchgeführt, Einzelheiten weiß ich nicht.

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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon Sturmkrähe » Di 13. Apr 2004, 20:04

So ein Mormone hat mich einmal auf der Strasse angesprochen. War wirklich interessant, bisschen reinzuhören, und was Mormonen wirklich sind.
Ist das wirklich eine Sekte? Ich kenn die genaue Definition einer Sekte nicht, aber mir kams nicht als soeine vor.
Klärt mich auf :)

Allgemeint werd ich jedesmal angesprochen, wenn ich mal in der Stadt bin, ka warum :) Ich wirke anscheinend wie ein Magnet ^.^
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon bigbird » Mi 14. Apr 2004, 00:35

Original von yakuza
@ bigbird
Ist dieser Mormonentempel nicht in der näche von Bern? Oder ist das auch nur eine Mormonenkirche?
Genau, der Tempel ist in Zollikofen, östlicher vorort von Bern.

bigbird
Zur Sklavenzeit in den USA hat eine schwarze Köchin in höherem Alter mit Eifer lesen gelernt, um die Bibel selber lesen zu können. Sie wurde gefragt, was sie mache, wenn sie etwas nicht verstehe.
Ihre Herzensantwort: „Dann sage ich Halleluja und lese weiter, bis was kommt, das ich verstehe!“
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon bigbird » Mi 14. Apr 2004, 00:39

Original von DowN
Ist das wirklich eine Sekte? Ich kenn die genaue Definition einer Sekte nicht, aber mir kams nicht als soeine vor.
Hallo DowN
Ja, die Mormonen sind eine klassische Sekte. Das erkennst du daran, dass sie neben der Bibel noch das Buch Mormon haben, und dass dies für sie genausowichtig und wertvoll ist wie die Bibel. Das ist ein klassisches Zeichen für eine Sekte.
Ein ähnliches Zeichen ist auch, wenn z.B. ein Mensch wichtiger oder gleich wichtig ist wie die Bibel.
oder wenn irgendetwas Äusserliches gleich wichtig oder wichstiger wird als die Bibel.

bigbird
Zur Sklavenzeit in den USA hat eine schwarze Köchin in höherem Alter mit Eifer lesen gelernt, um die Bibel selber lesen zu können. Sie wurde gefragt, was sie mache, wenn sie etwas nicht verstehe.
Ihre Herzensantwort: „Dann sage ich Halleluja und lese weiter, bis was kommt, das ich verstehe!“
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon gingko » Mi 14. Apr 2004, 10:05

Noch eine Beobachtung, die mich überrascht hatte:
In einer Kirche der Mormonen befindet kein Kreuz.

Auf meine Frage, hieß es in etwa: Das Kreuz sähen sie als Symbol des Todes.
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon J.Tanya » Mi 14. Apr 2004, 18:50

Original von DowN
So ein Mormone hat mich einmal auf der Strasse angesprochen. War wirklich interessant, bisschen reinzuhören, und was Mormonen wirklich sind.
Ist das wirklich eine Sekte? Ich kenn die genaue Definition einer Sekte nicht, aber mir kams nicht als soeine vor.
Klärt mich auf :)

Allgemeint werd ich jedesmal angesprochen, wenn ich mal in der Stadt bin, ka warum :) Ich wirke anscheinend wie ein Magnet ^.^


Man sieht wahrscheinlich, dass du ein Suchender bist.
Zudem sind die Leute ja profis, die werden auch geschult um potentielle Leute zu erkennen.

Ich hab auch mal ganz easy ein cooles Gespräch mit US-mormonen mit Männer hOrmonen geführt...
Sie waren wie Buisness männer angezogen und verhielten sich auch so.
Sie ersuchten mich um einen weiteren Termin und ich sagte triumphierend, dass ich jetzt denn grad 2 Monate weggehe.

Doch keine Woche nach diesen 2Monaten hatte ich die wieder an der Angel... da wusste ich die sind profis, die reden nicht einfach so a bisserl zum zeitvertreib... die werden wahrscheinlich auch nach ihrer Quote überprüft...

mehr weis i nid über die, nur dass ich kein Bock hatte auf so ein Buisness Mässiges vorgehen.
We are all beloved children of the all-attractive Supreme Person. And most importantly for us, we don´t have to struggle to attract His love. He loves us more than anyone else and is waiting in our own hearts for us to turn to Him and return His love.
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon gingko » Mi 14. Apr 2004, 22:31

Hi Tanya,
ich kann deinen Eindruck nur bestätigen.
Die beiden Missionaries, die mir in der Mormonengemeinde in Texas vorgestellt wurden, waren auch sehr business-like gekleidet und agierten so.

Abgesehen von den sehr konservativen Kleidungsgewohnheiten der Mormonen (Frauen im Gottesdienst nur in Rock oder Kleid, männer alle mit Krawatte) soll es vermutlich Seriosität signalisieren.

Gruß gingko

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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon Nataraja » Mi 14. Apr 2004, 22:49

Naja Sekte,

was ist denn das überhaupt? max Weber nennt in seinen Aufsätzen zur Religionssoziologie das gesamte Spektrum des Protestantismus eine Sekte.
Und das ist ja auch so. Nur dass das Wort eine negative Wertung in unseren Tagen hat. wenn es die nicht gäbe könnte ich den Begriff Sekte stehen lassen.
Vielleicht was geschichtliches: Die Mormonen gehören seit dem 19. jahrhundert fest in die amerikanische Landschaft des Glaubens. Sogar in Lucky-Luke-Comics kommen sie vor.
Sie sind ein Kind des 19.Jahrhunderts wie soviele andere christliche und freichristliche Gruppen auch. Dass sie ein bisschen mehr an Offenbarung haben ist richtig, aber ich denke, das ist nicht ein Grund, sie irgendwie zu brandmarken.

Liebe Grüße

Nataraja

Zu den Anzügen und den Krawatten: Ja die Mormonen sind abolute Spiesser, aber nette Spiesser :)
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon John-Paul » Mi 14. Apr 2004, 22:56

Original von Nataraja
max Weber nennt in seinen Aufsätzen zur Religionssoziologie das gesamte Spektrum des Protestantismus eine Sekte.

Hast Du dazu eine genauere Quellenangabe? Und meinte Weber die Bezeichnung "Sekte" im heutigen, abwertenden Sinne?

Soweit ich weiß, war Weber selbst ein (überzeugter und hoch respektabler) Protestant.

Gruß

JP
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon gingko » Mi 14. Apr 2004, 23:42

@Nataraja
Das sehe ich auch so, die Mormonen habe ich, wie bereits erwähnt, als liebe Menschen erlebt.

Den Begriff Sekte würde ich auch nicht verwenden, da er negativ besetzt ist.

Die Mormonen sind in den USA nicht nur eine allgemein anerkannte Religionsgemeinschaft, sondern gehören zu den religiösen Gruppen mit dem größten Wachstum.

Gruß gingko

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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon Nataraja » Mi 14. Apr 2004, 23:53

Hallo John-Paul,

Weber hat mit dem Begriff Sekte einfach nur Gruppierung gemeint. Ein abwertender Unterton kommt bei ihm gar nicht durch, weil diese negative Besetzung des Begriffs Sekte damals noch nicht so existierte wie heute.

Gruß

Nataraja

Quelle: Max Weber; Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie; Mohr, Siebeck; Tübingen 1988
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon manfred » Do 15. Apr 2004, 08:42

Ist das eine Sekte?

Meine Schwester war "Mormonin". Bevor sie dazu kam. waren wir sehr kritisch. Die elder´s meinten, daß sie uns verklagen würden, wenn wir unserer Schwester nicht die freie Entscheidung lassen zu den Mormonen zu gehen.

Wie haben unsere Schwester den freien Willen gelassen und sie hat sich taufen lassen.

Allerdings hat sie dann bald für sich erkannt, daß es nicht das war was sie sich vorgestellt hat.
Sie hat sich dann wieder abgemeldet bei der Behörde.

Die elder´s wollten dann von ihr die Vollmacht das sie sie wieder bei der Behörde anmelden können.

Doch richtig abmelden kann man sich nur in Salt Lake City. Weil die Taufe eine Berufung ist und keine Anmeldung bei einer Behörde. Also man bleibt dann ein Leben lang Mormone, auch wenn dann auch kein Geld verlangt wird. Man bleibt nur eingetragenes Mitglied.

Auch wenn hier einzelne Menschen Fehler gemacht haben, vielleicht auch meine Familie. Der Druck war da.

Für mich waren diese Handlungen nicht richtig. SORRY-




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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon John-Paul » Do 15. Apr 2004, 09:54

Original von Nataraja
Quelle: Max Weber; Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie; Mohr, Siebeck; Tübingen 1988

Hast Du es nicht ein bißchen genauer? Daß es in diesem Band ist, war ja klar. Ich dachte mehr an eine Seitenzahl.

Gruß

JP
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon Nataraja » Do 15. Apr 2004, 10:18

Hallo John-Paul,

schon in der Inhaltsübersicht des ersten Bandes verwendet Weber den Begriff Sekte (Die Protestantischen Sekten und der Geist des Kapitalismus).
Auf Seite 207, wo dieses Kapitel beginnt, steht in der Fußnote zur Überschrift schon etwas über das Thema Sekte. Und zwar, dass Weber diesen Begriff nicht so wie die Kirchen verwendet.
In diesem Kapitel taucht der Begriff Sekte dann auch öfters auch und bezeichnet damit Baptisten, Methodisten und andere Freikirchen.
Dies liegt wohl vor allem daran, dass es in den USA keine Kirche wie in Deutschland gibt, mit einer ähnlichen Stellung. In Deutschland sagt man sich ja leicht, dass wir zwei große Kirchen haben. In den USA eben nicht, hier herrscht religiöser Pluralismus.

Gruß

Nataraja
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon aderhold » Do 15. Apr 2004, 10:45

@Manfred

Die Elders wollten dich verklagen?
Wie war das?

Gruss
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon Enggi » Do 15. Apr 2004, 11:49

Das meiste wurde schon von Nataraja geschrieben.

Einige Ergänzungen:

Joseph Smith hatte ein Erlebnis, bevor er die Metallplatten fand. Er betete im Wald um Weisheit, als ihm 2 Engel erschienen, die behaupteten, Gott Vater und Sohn zu sein.

Ich habe das Buch Mormon einmal ganz und einmal teilweise gelesen. Dabei ist mir latenter Antisemitismus aufgefallen, weil das Heilsgeschehen (die 2. Ankunft Jesu Christi) von Israel weggenommen und nach Amerika transportiert wird.

Beim Lesen des Buches hatte ich ähnliche Gefühle, wie beim Lesen des Koran, nämlich: Eine nachchristliche Religion, die behauptet, die beste zu sein, und die ihren Ursprung im nahen Osten hat.

Die Urschrift auf den Metallplatten war in Aegyptisch und konnte von J. Smith nur mit einer Zauberbrille auf Englisch übersetzt werden. Die Metallplatten wurden anschliessend wieder weggenommen, was an sich schon sehr verdächtig ist.

In der gesamten Lehre der Mormonen hat es stark freimaurerische Elemente (Tempel, höhere Weihestufen, Lehre von planetarischen Herrlichkeiten).

Ich wohnte einmal einer Taufe in Luzern bei. Dabei schien mir, der Heilige Geist, mit dem die Leute nach der Wassertaufe getauft wurden, sei eher ein Geist der Furcht gewesen, jedenfalls strahlte keiner nach der Handauflegung vor Freude, sondern sie sahen eher besorgt aus. Die Wassertaufe selbst war biblisch formal korrekt, d.h. der Taufende stand mit dem Täufling im gleichen Wasser.

Das Abendmahl wird mit Wasser und Brot anstatt Wein und Brot gefeiert.

Die Elders (= Missionare zu zweit) haben alle eine persönliche innere Ueberzeugung, dass ihre Lehre die richtige ist, etwa vergleichbar der Heilsgewissheit wiedergeborener Christen. Sie empfehlen den Diskussionsteilnehmern, Gott im Gebet zu bitten, ebenfalls diese Gewissheit zu bekommen, was bei mir nicht funktionieren konnte, weil der Heilige Geist in mir dagegen "opponierte".

Sie haben wirklich einen sechsten Sinn, wen sie auf der Strasse anquatschen sollen.

Ihre Funktionsbezeichnungen sind, verglichen mit der Bibel, schlicht unverständlich. Auch andere Begriffe aus der Bibel verfremden sie. Ein Beispiel: Das Wort der Weisheit (laut Bibel eine Geistesgabe) wurde bei ihnen zum Verbot, heisse Getränke zu trinken, weil gemäss ihrer Ueberlieferung Joseph Smith dieses Gesetz von Gott direkt offenbart bekam. Es kann also sehr gut sein, dass sie bei einer Diskussion unter den biblischen Begriffen etwas ganz anderes verstehen als normale Christen.
Unser Geist geht nicht weiter als wir unseren Körper bringen. Oswald Chambers

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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon J.Tanya » Do 15. Apr 2004, 18:48

Original von aderhold
Die Elders



Die Elders... das tönt so nach einer alien-species.
wieso heissen die so?
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon Enggi » Do 15. Apr 2004, 19:12

Elder heisst auf Deutsch Ältester. In der Bibel werden Gemeindeleiter Älteste genannt. Missionare heissen in der Bibel Apostel.
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon lea Binn » So 18. Apr 2004, 20:14

hallo alle
Vor gut 1 einhalb Jahren besuchten wir auf unsrer Usa Reise Salt like City.Wir besuchten auch das Museum,Tabernakel und Konferenzgebaeude dort und bekamen eine Deutschsprachige tourenführerin.Ich war stark drauf erpicht den Unterschied zum christlichen Glauben rauszufinden....NAja primaer scheint nicht viel anders zu sein ausser das Buch Mormon....umso laenger wir dort waren umso unterschiedlicher wurde das Ganze und umso krasser der geistliche Kampf,...schlussendlich wurden wir auf freundliche aber bestimmende art vor die Türe gestellt...wir waren nicht in einer Diskussion,ich habe mir das neu erbaute Konferenzgebaeude angesehen und dabei leise gebetet....
Im TEmpel wird auch geheiratet.Der Ehebund schliessen sie nicht nur für lebzeiten sondern auch für die ewigkeit.Sie glauben das die Familie für immer beisammen bleibt.

lg lea
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon Wolfi » Mo 19. Apr 2004, 08:07

@Enggi :
In der gesamten Lehre der Mormonen hat es stark freimaurerische Elemente (Tempel, höhere Weihestufen, Lehre von planetarischen Herrlichkeiten).

Freimaurer sind doch Freidenker. So was kann ich bei den Mormonen aber nicht entdecken. Also was soll Dein Bezug zu den Freimaurern?-
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon Wolfi » Mo 19. Apr 2004, 08:18

@bigbird :
Ein Mormonen-Tempel ist viel mehr als eine Kirche!

das Innere wird streng gehütet, nur Mormonen dürfen dort rein ... soooo heilig ist der Tempel ...

Also in mein Zuhause lass ich auch nicht Jede/n rein; ist dies also auch viel mehr als eine Kirche? ;)
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon Wolfi » Mo 19. Apr 2004, 08:22

@gingko :
Noch eine Beobachtung, die mich überrascht hatte:
In einer Kirche der Mormonen befindet kein Kreuz.

Auf meine Frage, hieß es in etwa: Das Kreuz sähen sie als Symbol des Todes.

Ist doch naheliegend; immerhin starb Jesus doch am Kreuz...
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon bigbird » Mo 19. Apr 2004, 09:50

Original von Wolfi
Also in mein Zuhause lass ich auch nicht Jede/n rein; ist dies also auch viel mehr als eine Kirche? ;)
Hallo Wolfi

Ich weiss, dass du weisst ... :P

Wollte sagen, ich weiss, dass du weisst, was ich meine.

tschüssli

bb
Zur Sklavenzeit in den USA hat eine schwarze Köchin in höherem Alter mit Eifer lesen gelernt, um die Bibel selber lesen zu können. Sie wurde gefragt, was sie mache, wenn sie etwas nicht verstehe.
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon Nataraja » Mo 19. Apr 2004, 23:51

Da muß man wolfi recht geben: Freimaurer und Mormonen passen nicht zusammen und stehen sich auch nicht nahe.

Gruß

Nataraja
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(Umberto Eco: Der Name der Rose; S. 624)
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Re: Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage)

Beitragvon Sturmkrähe » Di 20. Apr 2004, 00:06

Ich sah mal einen Bericht über ein "Völkchen", das in totaler abgeschiedenheit zur Aussenwelt lebte. Licht wurde mit Petrollampen erzeugt, Pferde+Karren sind das Fortbewegungsmitteln und auf dem Acker zieht immer noch ein Ochse den Pflug. Die Kleidung war auch von früher, also die Frauen/Mädchen trugen z.B. alle diese Rüschchenröcke. Und das in der heutigen Zeit.
Nun hab ich irgendwie noch entfernt in Erinnerung, dass diese Menschen Mormonen waren.
Bringe ich jetzt etwas wild durcheinander, verwechsle ich etwas? Oder gibt es wirklich auch Mormonen, die in dieser Art leben?

mfG
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