Definition einer Sekte

Sondergruppen, Fanatismus

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Re: Definition einer Sekte

Beitragvon gingko » Do 12. Aug 2004, 23:06

Sekte sind immer die ´Anderen´.
Deshalb finde ich den Begriff unglücklich und verwende ihn nicht, zumal er oft abwertend gemeint ist.
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Re: Definition einer Sekte

Beitragvon krol » So 15. Aug 2004, 17:17

hallo eine sekte ist für mich eine gemeinschaft die abgespalten ist von einer Ursprünglichen Gemeinschaft.
Weil gewisse glaubensfragen tabu waren oder der Bibel widersprachen bzw nicht annerkannt wurden.
Jesus Gemeinde(also jünger)werden auch in einer Bibel stelle als Sekte bezeichnet .
Ich behaupte das Sekten welche sich von der ursprünglichen Gemeinde getrennt haben durschnittlich auch mehr nach der Wahrheit suchen.
Denn die 144 000 sind ja auch nur eine kleine gemeinde die den wahren glauben gefunden hat
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Re: Definition einer Sekte

Beitragvon krol » So 15. Aug 2004, 17:31

Und da der Begriff "sekte" ja für die meisten etwas schlimmes darstellt ist dieser Automatismus der diese Randgruppe hervorruft automatisch etwas schlechtes .

Wer der Welt Freund ist der ist Gottes feind.
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Re: Stufen zur Sekte

Beitragvon J.Tanya » Mo 16. Aug 2004, 17:18

Stufen zur Sekte

(zur Weltentrücktheit, zur Realitätsfremde, zu Selbstentfremdung)


1) Das Gefühl, etwas Besonderes zu sein: Diese Haltung ist für jede menschliche Gemeinschaft „normal“ und trifft auch auf Landeskirchen,Freikirchen, Parteien, Berufsverbände, Sportvereine usw. zu.

2) Das Gefühl, etwas Besseres zu sein: Die Mitglieder der Gemeinschaft halten sich nicht nur für etwas Besonderes, sondern für besser als die anderen - auch das ist „normal“. Wer seine Gemeinschaft nicht besser als die andere findet, würde nicht mehr dazugehören. Solange ich aber erkenne, dass auch die Anderen zu der für sie besseren Gemeinschaft gehören, besteht keine Gefahr.Ansonsten beginnt hier bereits eine Abwertung der Anderen und somit eine verstärkte Abgrenzung gegen aussen. Psychologisch gesehen dient dies als Schutz der Gemeinschaft, um das Gefühl vom „Besser – sein“ aufrechtzuerhalten.

3) Die Überzeugung, der besten Gruppe für alle anzugehören: Alle sollten sich dieser Gruppe angleichen. Es entsteht ein missionarischer Drang zur Werbung für die eigene Gruppe. Im
Gruppengefüge sogar ein sozialer Druck dafür und eine Wertung der sozialen Stellung des Einzelnen innerhalb der Gruppe entsprechend dem Erfolg darin.Hier entsteht eine ungesunde Steigerung des Selbstwertgefühls, eine Aufwertung seiner selbst durch die Abwertung der Umgebung, oder dem Rest der Menschheit.
(Viele Religionen tun dies. Bsp: Christen präsentieren den Hinduismus)
Man sieht sich auf der guten Seite, im Gegensatz zum Bösen, das überall ausserhalb mir selbst und meiner Gruppe auf mich einwirkt.
Projektion von eigenen Konzepten auf andere, die als Rechtfertigung seiner selbst dienen.

4) Die Überzeugung, über die Wahrheit zu verfügen:
Die Lehre gilt als alleinseligmachend, vollkommen und vom Himmel, Gott oder einer höheren Macht abgesegnet. Wer lebt, lehrt, und glaubt wie die Gruppe oder deren Gründer, ist in Wahrheit verankert. Wer anders lebt und glaubt, verfällt eigenen, dämonischen oder schlechten Ideen,Wertvorstellungen, Weltanschauungen, Gedanken und Gefühlen und lebe in Verblendung.
Fundamentalisten vergöttern ihre Institution und nicht Gott oder die Lehre, die universal anwendbaren Prinzipien. Man projeziert das theologische Ideal auf den eigenen Jetzt-Zustand.
Damit wird man selber zum perfektionierten Wesen, das natürlich über aller Kritik steht. Der Kritiker wird verurteilt und verleumdet. Man schwärzt ihn an, um nicht mehr seiner Botschaft Gehör schenken zu müssen (give the dog a bad name and hang it)

5) Die Überzeugung, alleinseligmachend und die einzigen zu sein, die auf dem richtigen Weg zum Letztendlichen (Himmel, Paradies) sind:
Andere Menschen sind entweder Missionsobjekt oder bemitleidenswert.
Es fehlt ein differenziertes Verständnis der Lehre (Stufen der Verwirklichung). Es gibt keinen Platz Individualisierung der Mitglieder, was dazu führt, dass man entweder eingeengt wird in seiner Selbstentwicklung oder die Gruppe verlassen muss. Schwarz-Weiss Denken. Man wird ermutigt,andere Anschauungen meiden, da sie konträr zur eigenen Doktrin sein können, und so den aufgesetzten Glauben erschüttern und in Zweifel setzen können. (Die eigenen Dogmas könnten ins Wanken kommen)

6) Die Gruppe versucht sich vor Andersdenkenden (Ungläubigen) zu schützen: Es beginnt die Abtrennung von der Welt. Nur noch die eigene Gruppe wird lobenswert.
Das „Scheiden“ anderer Leute manifestiert ein inquisitorisches Denken in Form von psychischer
Inquisition . Wer aus der Gruppe austritt, gilt als gefallen und verloren und sollte von der Gemeinschaft gemieden werden.

7) Der Grössenwahn der Gruppe wird zum Verfolgungswahn nach aussen und gleichzeitig zum Allmachtswahn nach innen:
Selbstüberhöhende Vorstellungen nehmen Überhand. Der Allmachtswahn entwickelt sich bei ausbleibender Kritik fast automatisch.
Wer auf den Wahn aufmerksam macht, wird zum Feind. Der Verfolgungswahn entfaltet sich aus der immer tiefer greifenden Unkenntnis der Aussenwelt. Die Gruppe beginnt, jede Kritik der Aussenwelt zu ignorieren, und wenn dies nicht mehr möglich ist, zu dämonisieren.

8-) Allmachts- und Verfolgungswahn führen zur kollektiven Zerstörung:
Eine persönliche oder gruppendynamische Krise löst eine Katastrophe aus, bei der nicht die Welt,
sondern die Gruppierung untergeht.
We are all beloved children of the all-attractive Supreme Person. And most importantly for us, we don´t have to struggle to attract His love. He loves us more than anyone else and is waiting in our own hearts for us to turn to Him and return His love.
J.Tanya
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Re: Stufen zur Sekte

Beitragvon Astardia2 » Di 17. Aug 2004, 10:44

Liebe J. Tanya,

Du beschreibst nicht nur den Aufbau der Sekten, Du beschreibst den Aufbau der Weltweit in jeder Gruppierung zu finden ist, ob es in der Politik in der Religion oder sonst irgend ein Verein ist. Du beschreibst sogar den Aufbau der in der eigenen Familienhierachie zu finden ist.

Du beschreibst das Wesen des Menschen überhaupt, denn jeder möchte etwas besonderes sein. Jeder möchte sich durch irgendetwas vom anderen abheben, ist das gelungen werden Gruppen gebildet.
Hier kann man sich dann allerhand ausdenken um eine Gruppe zu führen.
Wir Menschen haben eines gemeinsam, wir haben Visionen.
Der eine hat die Vision glücklich zu werden mit einem Partner und viele Kinder zu haben
der andere will ein Geschäft aufbauen
der andere will ein Haus...
der andere will ein Volk leiten
diese Visionen führen zur Verwirklichung und daraus entstanden die Götter.
Hier auf der Erde können wir immer nur auf Kosten der anderen etwas besonderes sein.
Wenn wir wirklich etwas besonderes sind und jeder Mensch hat das Gefühl auf irgendeiner Ebene etwas besonderes zu sein, dann sind wir das sicherlich nicht hier auf der Erde bzw. in diesem materiellem Universum.

Wir sind es nur dann wenn wir unserer wirklichen Heimat wieder bewußt werden, dann sind wir etwas besonderes, nämlich das Leben selbst, das durch Gott schöpferisch tätig wird in dem es alles erschaffen kann und jeder kann dann alles erschaffen, weil wir es mit dem Gedanken erschaffen und auch wieder auflösen können.

So kann niemand im Vorteil und niemand im Nachteil sein und es gibt kein Gut und Böse mehr, es gibt nur das Leben und seine Visionen die aus Gottes Quelle zur verfügung stehen.
Dann gibt es auch kein Leid, keinen Hass, keinen Neid usw. mehr.
Wir brauchen dann nicht mehr zu kämpfen, denn alles ist aus Gottes Quelle in uns angelegt.

Hier auf der Erde besteht unser Dasein, das wir uns am Leben er-halten und das bedeutet, wir brauchen Nahrung, Kleidung...
Das alles muß gesichert sein um zu über-leben. Doch am Ende wird uns der Tod einholen.

Nun die Erde ist kein Paradies aber sie zeigt uns wie das Paradies in ihren Erscheinungen aussehen kann, sie zeigt all die Möglichkeiten auf, die wir im Paradies aus Gottes Quelle schöpfen können.

Wir haben hier nur eine einzige Möglichkeit um ins Paradies zu kommen.
L I E B E
Die Liebe von der Jesus spricht.
Das bedeutet, jedes andere Wesen zu lieben wie mich selbst.
Nun dazu muß ich mich aber erst selbst lieben und hier scheitert es schon bei den meisten.
Die meisten leben und lieben in Selbstsucht und daraus entsteht die Gier und wir werden besessen davon und beginnen zu vergöttern.
Ich kann alles vergöttern und vergesse dabei das Wesentliche, nämlich Gott den Schöpfer aller Dinge und Welten, der in mir selbst wohnt.

Wir müssen aufhören zu urteilen und zu richten und doch tun wir es im täglichem Leben mehrmals am Tag.
Doch wir richten uns immer nur selbst damit und wir brauchen nicht zu glauben, das Gott dies nicht alles weis.
Nichts können wir vor IHM verbergen nicht ein Sandkörnchen ist verborgen vor IHM.

Auch wenn Jesus gekommen ist um unser Schulden und Sünden zu tilgen, sind wir aufgefordert an uns selbst zu arbeiten um ihm nicht noch mehr aufzubürden als er eh schon übernommen hat.
Wieviel soll er noch tragen?

liebe grüsse Astardia





















Mein Herz gehört Jesus Christus und an seiner Seite kämpfe ich für Seine Worte und Taten und für den Vater den ER uns zeigte, der unser aller Vater ist
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Re: Stufen zur Sekte

Beitragvon axel » Mi 18. Aug 2004, 11:08

Ja, du hast recht, alles ein urteil, jedes wort was ich schreibe urteilt, ist nicht die wirklichkeit, nur eine beschreibung, deshalb ist es auch unmöglich hier die wirklichkeit zu erfassen, nur worte wor krieg ichs oder krieg ichs nicht
sekt kribbelt herrlich im hals und die mehrzahl von kribbeln sekte?:-)

hier was interessanten von long pa
weil alles im leben nur erfahrung ist,
vollkommen so wie sie ist,
und nichts zu tun hat mit gut oder schlecht
akzeptanz oder ablehnung
kann ich genausogut
in lachen ausbrechen
und hier weitere informationen
www.lafa.at
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