Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Sondergruppen, Fanatismus

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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon greatest » Sa 31. Dez 2005, 16:38

wenn ich auf die Jugendlichen zurückkommen dürfte:

es ist sehr traurig, daß so etwas passiert! Ähnliche Berichte kenne ich aus unterschiedlichen Richtungen. Ich muß aber auch sagen, daß vielerorts die Jugendlichen auf sich selbst gestellt sind! Das eine führt zum anderen und endet oftmals in der Weltlichkeit innerhalb der Gemeinde.

Ich möchte aber hier darauf hinweisen, daß aus christlicher Sicht schreckliche Geschichten in allen Glaubensrichtungen passieren. Nicht, daß ich die Menschen jetzt in Schutz nehme, aber:

1. Es sind alles Menschen welche durch die Religionsangehörigkeit nicht automatisch besser sind. Diese falsche Erwartung enttäuscht oftmals Menschen und jagt sie dadurch nicht aus der Gemeinde sondern direkt von Gott. Und dafür werden Menschen sich vor Gott verantworten müßen.

2. Ich habe einen Cousin, der sich für den Glauben interessiert. Ich habe ihn sehr oft darauf hingewiesen: Es sind alles Menschen. Wenn ich in die Gemeinde gehe, so komme ich nicht zu diesen Menschen sondern vor das Angesicht Gottes!!! Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, daß ich anders nie in die Kirche gekommen wäre, weil ich unsere aktuelle Gemeinde absolut nicht leiden konnte!!! Gottes Haus ist ein Ort, wo der Mensch mit Gott kommunizieren will und seinen besonderen Segen empfangen will. Wenn alle Christen nicht lernen darauf zu achten so werden wir uns gegenseitig verjagen und für viele verlohrene Menschenseelen verantwortlich sein!
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon bigbird » Sa 31. Dez 2005, 16:46

Original von SunFox
Viele liebe Grüße und Gottes Segen liebe bb wünscht dir SunFox
ganz meinerseits, lieber Sunfox!

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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon manfred » Mo 2. Jan 2006, 13:23

Original von JoTe
Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen Adventisten grundsätzlich kein Weihnachten gefeiert haben, weil dies angeblich ein "heidnisches Fest" sei. Meine Mutter hatte z.B. einem adventistischen Ehepaar (offizielle Adventisten, keiner Splittergruppe zugehörig) mal ein kleines Weihnachtsgeschenk gemacht. Die waren richtiggehend beleidigt und haben sich noch nicht einmal bedankt.


Da sind wohl auch die europäischen Adventisten auch ein bi0chen fundamentalistischer als die amerikanischen Brüder und Schwestern.
Auf dem hope channel habe ich ein "chirstmas specal" gesehen, wo das Lied "Stille Nacht" gleich 4x gesungen wurde.
Auch Christbäume konntest du da erkennen.
In Europa gibt es so was wie Klatschverbot. Man sollte keinen beifall spenden, damit der geehrte nicht überheblich wird und fällt. Ich habe das sehr komisch gefunden als bei einer Veranstaltung ein Dank an den Besitzer der Veranstaltungshalle ausgeprochen wurde für die Bereitstellung der Halle und niemand klatschte und das Saal blieb gespentisch ruhig.

lg mnafred

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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon Twoing » Mo 2. Jan 2006, 14:14

Original von manfred

Da sind wohl auch die europäischen Adventisten auch ein bi0chen fundamentalistischer als die amerikanischen Brüder und Schwestern.
Auf dem hope channel habe ich ein "chirstmas specal" gesehen, wo das Lied "Stille Nacht" gleich 4x gesungen wurde.
Auch Christbäume konntest du da erkennen.
In Europa gibt es so was wie Klatschverbot. Man sollte keinen beifall spenden, damit der geehrte nicht überheblich wird und fällt. Ich habe das sehr komisch gefunden als bei einer Veranstaltung ein Dank an den Besitzer der Veranstaltungshalle ausgeprochen wurde für die Bereitstellung der Halle und niemand klatschte und das Saal blieb gespentisch ruhig.

lg mnafred



Ich bin mit deiner Aussage nicht einverstanden. Ich glaube nicht, dass die europäischen Adventisten fundamentalistischer sind als die Amerikanischen.

Zudem steht der Weihnachtsbaum in meiner Gemeinde wahrschleinlich immer noch. Er stand fast einen ganzen Monat und dies sogar geschmückt. Am 24. gab es für die Kinder und für die Senioren kleine Geschenke. Und typische Weihnachtslieder wurden auch gesungen. Wenn ich auch zugeben muss, dass "Stille Nacht" nicht gesungen wurde. Dies aber sicher nicht weil dies Adventisten nicht singen würden sondern weil es nicht zum aktuellen Gottesdienst gepasst hätte.

Und von einem Klatschverbot als solches kann sicher nicht die Rede sein. (Naja, ich gebe zu in gewissen Ortsgemeinden mag es dies geben)
In unserer Gemeinde wird auf jeden Fall häufig geklatscht.

Und bezüglich der Veranstaltung die du besucht hast, kann ich nichts sagen, da ich nicht weiss was für eine Veranstaltung das war und wer sie organisiert hat. Jedoch gibt es gewisse Strömungen in unserer Gemeinde von denen ich mir dies sehr gut vorstellen könnte...

Gruss Twoing
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon rooney » Sa 7. Jan 2006, 01:21

Hallo liebe Leute!!

Ich habe mich soeben durchs Netz gegooglt und bin auf diese sehr interessante Diskussion gestoßen.

Bevor ich mich jetzt aber irgendwie äußere, will ich gleich mal alle Unklarheiten beseitigen: Ich bin ein STA und bin stolz darauf. Ja, STOLZ, ich glaub in diesem Fall darf man es auch mit ruhigem Gewissen sagen...
Ich bin als Adventistenkind groß geworden, bin aber erst seit meinem 22 Lebensjahr getauft. Warum so spät ist eine andere Geschichte. Ich habe beide Seiten erlebt. Ich lebte in der Welt und jetzt lebe ich mit Gott. Ich spür die Führung Gottes in meinem Leben und möchte ihm Tag für Tag näher kommen.

Sekten (bitte, wer das Wort in den Mund nimmt, sollte auch wissen was eine Sekte ist) hin oder her, katholisch oder protestantisch, fanatisch oder nicht. Was zählt ist doch, dass meine Lieben und ich mal im ewigen Reich sind. Man kann über so viele Dinge diskutieren und streiten, dass man das EIGENTLICHE aus den Augen verliert.
Weihnachten z.B. Warum nicht? Ja, es ist ein heidnisches Fest... aber was feiert man denn da überhaupt? Die Geburt Christi. Sollte das kein Tag des Jubels sein? Wie den Tag jeder verbringt sollte ja wirklich jeder entscheiden können. Ich mag Weihnachten. Ich mag die Lichter, ich mag die Kerzen, ich steh auf den Lebkuchengeruch. Wenn wer ein Problem mit Weihnachten hat, dann soll er´s lassen, man wird ja auch nicht dazu gezwungen.

Gottes Segen!!!

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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon JoTe » Sa 7. Jan 2006, 02:45

Hallo Rooney,

willkommen im Netz, danke für Deinen Beitrag. Trotz unterschiedlicher Ansichten kann ich dem grundsätzlich natürlich nur zustimmen.

Eine Anmerkung und eine Frage hätte ich aber doch:



Original von rooney

Ich lebte in der Welt und jetzt lebe ich mit Gott.



Eine typische Adventistenformulierung! "Mit Gott" wird auch gelegentlich durch "in der Gemeinde" ersetzt. Was immer "die Welt" auch sein soll, diese vereinfachte Gegensächlichkeit stimmt mich schon ein bisschen nachdenklich.

Original von rooney

Weihnachten z.B. Warum nicht? Ja, es ist ein heidnisches Fest...


Wie kommst Du da drauf? Ich frage, weil ich diese etwas seltsame These schon öfters von Adventisten gehört habe, das scheint eine Art Universalgerücht in Eurer Gemeinschaft zu sein. Hast Du Dich mal mit Bedeutung und Funktion des Kirchenkalenders auseinandergesetzt? Ich habe es irgendwann einmal getan und sehr viel neue Erkenntnisse dabei gewonnen.

Alles Gute und für Dich erstmal einen schönen Schabbat

JoTe


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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon LordAlm » Sa 7. Jan 2006, 03:04

Original von JoTe
Original von rooney

Ich lebte in der Welt und jetzt lebe ich mit Gott.

Eine typische Adventistenformulierung! "Mit Gott" wird auch gelegentlich durch "in der Gemeinde" ersetzt. Was immer "die Welt" auch sein soll, diese vereinfachte Gegensächlichkeit stimmt mich schon ein bisschen nachdenklich.

JoTe
Hallo JoTe,
Das ist gar nicht eine typische STA Formulierung, sondern eine Biblische.
Denn die Stellung der Gemeinde Jesu in der Welt ist nicht von der Welt! Unsere Heimat ist im Himmel. Hier sind wir Fremdlinge. Unsere Bedrängnis, gesunkene Ethik. Hoffnungslosigkeit, Lieblosigkeit usw. Da sind wir den neuzeitlichen Strömungen ausgesetzt. Wir sind alle betroffen.

(1. Johannes 2,15) Hab nicht lieb die Welt....... noch was in der Welt ist.

Gottes Segen LA
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon rooney » Sa 7. Jan 2006, 10:21

Morgen!!

Ich lebte in der Welt und jetzt lebe ich mit Gott.


LordAlm hat das ja ohnehin schon richtig erklärt...

Vielleicht noch ein kleiner Zusatz. Ich möchte "mit Gott" auf keinen Fall durch "in der Gemeinde" ersetzen wollen. Es sind für mich nämlich sinngemäß zwei unterschiedliche Sachen. Ich will jetzt mal nicht behaupten, dass Gemeinde nicht wichtig wäre, ganz im Gegenteil. Aber am Schluss (auf die jetzige Welt bezogen, also Wiederkunft Christi) wird nicht zählen, ob du jeden Samstag in die Gemeinde gegangen bist, sondern ob du dein Leben mit Gott geführt hast.
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon bigbird » Sa 7. Jan 2006, 12:10

Original von rooney
Bevor ich mich jetzt aber irgendwie äußere, will ich gleich mal alle Unklarheiten beseitigen: Ich bin ein STA und bin stolz darauf. Ja, STOLZ, ich glaub in diesem Fall darf man es auch mit ruhigem Gewissen sagen...
Ich bin als Adventistenkind groß geworden, bin aber erst seit meinem 22 Lebensjahr getauft. Warum so spät ist eine andere Geschichte. Ich habe beide Seiten erlebt. Ich lebte in der Welt und jetzt lebe ich mit Gott. Ich spür die Führung Gottes in meinem Leben und möchte ihm Tag für Tag näher kommen.

Sekten (bitte, wer das Wort in den Mund nimmt, sollte auch wissen was eine Sekte ist) hin oder her, katholisch oder protestantisch, fanatisch oder nicht. Was zählt ist doch, dass meine Lieben und ich mal im ewigen Reich sind. Man kann über so viele Dinge diskutieren und streiten, dass man das EIGENTLICHE aus den Augen verliert.
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Hallo Rooney
Willkommen im Forum!

Mit dieser Einstellung kann ich mir ein fruchtbares Miteinander vorstellen, ohne dass ein grosser Teil der Kräfte für Dispute draufgehen. Das ist es, was ich hier meinte!

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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon Twoing » Sa 7. Jan 2006, 21:49

Original von JoTe
(...)

Original von rooney

Weihnachten z.B. Warum nicht? Ja, es ist ein heidnisches Fest...


Wie kommst Du da drauf? Ich frage, weil ich diese etwas seltsame These schon öfters von Adventisten gehört habe, das scheint eine Art Universalgerücht in Eurer Gemeinschaft zu sein. Hast Du Dich mal mit Bedeutung und Funktion des Kirchenkalenders auseinandergesetzt? Ich habe es irgendwann einmal getan und sehr viel neue Erkenntnisse dabei gewonnen.

Alles Gute und für Dich erstmal einen schönen Schabbat

JoTe



Hallo JoTe

Ich will ja nicht gemein werden, aber dass Universalgerüchtm ist sicher nicht adventistischer Natur. Nachzulesen unter Weihnachten (Wikipedia).
Damit ist für mich die Sache abgehakt. Und aufgrund dieses Artikels ist anzunehmen, dass Weihnachten halt doch heidnischen Ursprungs ist.

LG Twoing
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon SunFox » Sa 7. Jan 2006, 22:49

Hallo Twoing,

unter Freikirchen gibt es auch noch einen Adventistenthread!

Viele liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon Twoing » So 8. Jan 2006, 01:10

Dieser Thread wurde anscheinend deaktiviert.

Scheint nicht der einzige "STA"-Thread" zu sein, den dieses Schicksal ereilt und alle enden irgendwie mit einem echt schrägen Klima?
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon SunFox » So 8. Jan 2006, 02:24

Original von Twoing
Dieser Thread wurde anscheinend deaktiviert.

Scheint nicht der einzige "STA"-Thread" zu sein, den dieses Schicksal ereilt und alle enden irgendwie mit einem echt schrägen Klima?

Hallo Twoing,

er ist nicht deaktiviert! Du mußt nur auf den Seitenzahlen eine Seite zurück blättern, dann kannst du sowohl Beiträge schreiben als auch Beiträge lesen!

Wenn zu einem Thread nichts mehr zu sagen ist, dann ist er geschlossen, aber selbst darauf kannst du zugreifen, aber nur keine Kommentare mehr abgeben!

Deswegen habe ich dir den Direktlink zur Seite 4 gegeben, klicke auf das unterstrichene Wort Freikirchen! Meistens ist ein unterstrichenes Wort ein Zeichen dafür, das damit etwas verlinkt wurde!

Viele Grüße von SunFox
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon Twoing » So 8. Jan 2006, 14:18

OK Stimmt. Es war nur ein Beitrag auf Seite 5.
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon JoTe » So 8. Jan 2006, 22:30

Hallo allerseits,

Original von Twoing

Ich will ja nicht gemein werden, aber dass Universalgerüchten ist sicher nicht adventistischer Natur. Nachzulesen unter Weihnachten (Wikipedia).
Damit ist für mich die Sache abgehakt. Und aufgrund dieses Artikels ist anzunehmen, dass Weihnachten halt doch heidnischen Ursprungs ist.


Hallo Twoing,

auch ich will ja nicht gemein werden, möchte Dich aber trotzdem bitten, Dir die Beiträge erst einmal genau durchzulesen, bevor Du sie beantwortest. Auch ohne weiterhin gemein sein zu wollen gestehe ich gerne zu, dass das Hineinversetzen in andere Denkweisen und gar deren Verstehen nicht unbedingt zu den Stärken von Adventisten gehört. Trotzdem appelliere ich daran.

So, nachdem ich nun in „bester“ Sportlermanier zurückgetreten habe, kommen wir hoffentlich zum sachlichen Teil der Diskussion.
:-)

Das in Wikipedia jeder so ziemlich alles schreiben kann, ist dieses online-Nachschlagewerk nicht unbedingt eine zitierfähige Beweisquelle. Dennoch ist der von Dir zitierte Artikel zum Weihnachtsfest ziemlich gut.

Allerdings ging es hier nicht um die Frage, ob vor den Christen schon andere Kulturen oder Religionen eigene Feste um diese Jahreszeit gefeiert haben oder ob der Ursprung irgendwann mal heidnisch war, sondern darum, ob Weihnachten ein heidnisches Fest IST .

Das Weihnachtsfest ist Bestandteil des christlichen Kirchenkalenders, etwas das Adventisten nicht praktizieren und für das sie leider oftmals auch kein Verständnis haben. Wie schon gesagt finde ich das sehr schade.

Der Kirchenkalender geht davon aus, dass die Heilsgeschichte darin besteht, dass Gott in Jesus Christus Mensch wurde, auf Erden wirkte und letztendlich für uns gestorben und wiederauferstanden ist und damit die Erlösung der gesamten Menschheit ermöglicht hat. Dieses Heilswirken Gottes ist sowohl ein grundsätzliches Prinzip, das alle Menschen annehmen können, aber auch ein einmaliges historisches Ereingis vor 2000 Jahren in Palästina, dessen Zeuge nur wenige Menschen werden konnten.

Um den vielen Millionen Christen, die dieses Heilshandeln Gottes am Menschen nicht direkt miterleben konnten dieses auch in ihrem direkten Leben erfahrbar zu machen, wird auf das Jahr verteilt in gesonderten Festen an alle wichtigen Stationen des Heilsgeschehens erinnert. Es geht also darum, dass die Christen, die das Heilshandels bereits als Prinzip angenommen haben, dieses auch noch einmal als historisches Ereingis zumindestens nacherleben.

Das ist natürlich nicht zwingend notwendig, hilft aber seit 2000 Jahren Millionen von Christen in ihrem Glaubensleben. So werden auf das Jahr verteilt z.B. an Ereignisse wie die Geburt Jesu, seine Beschneidung und Taufe, die ihn ehrenden Weisen aus dem Morgenland, an Johannes den Täufer, die Hochzeit zu Kanaan, den Einzug in Jerusalem, Kreuzigung und Tod, Auferstehung, Himmelfahrt und Pfingsten gedacht. (näheres in dem sehr lesenswerten Buch von Karl-Heinrich Bieritz: Das Kirchenjahr)

An welchem Tag dies geschieht ist mehr oder weniger unerheblich, die jeweiligen kalendarischen Jahrestage der Ereignisse müssen es jedenfalls nicht sein: Die könnte man eh wahrscheinlich nicht mehr herausfinden.

Auch in dem Wikipedia-Bericht steht ja nun, dass niemand ernsthaft behauptet, dass Jesus an einem 25. Dezember geboren wurde. Das Weihnachtsfest hätte also auch auf einen anderen Tag fallen können. Warum es nun gerade auf den 25. fiel ist in der Tat nicht geklärt, in der Kirche aber auch kein großes Thema. Möglicherweise wollte man wirklich schon vorher stattfindenden heidnischen Feiertagen den Wind aus den Segeln nehmen. Vorstellbar wäre es jedenfalls.

Das Christentum hat sich ja gerade bei seiner Verbreitung in heidnischer Umgebung der Taktik der Predigt des Paulus auf dem Areopag (Apg. 17,16-34) bedient. Zunächst einen heidnischen Inhalt ansprechen, den die Zuhörer kennen, um ihn dann christlich umzudeuten und daraus den Schluss zu ziehen, dass die einzige Erlösung Jesus Christus ist.

Möglicherweise war dies auch beim Weihnachtsfest so. Das ändert aber nichts daran, dass es ein christliches Fest ist . Eben weil Christen entscheiden haben, an diesem Tag der Geburt des Erlösers zu gedenken, unabhängig von der Frage, ob Heiden diesen Tag vorher schon aus anderen Anlässen gefeiert haben (für jeden anderen der 364 Kalendertage hätte sich vermutlich ein ähnliches Problem ergeben). Es kommt ja auch niemand auf die Idee, biblische Inhalte für unchristlich zu halten, nur weil diese vorher schon von anderen Religionen vertreten wurden.

Aber gerade in der Adventgemeinde gibt es nicht wenige Mitglieder, die meinen, das Weihnachten wegen seiner Entstehungsgeschichte ein heidnisches Fest sei. Ich weiß, dass dies kein offizieller Glaubensgrundsatz ist. Genau darum habe ich ja die Formulierung „Universalgerücht“ benutzt.


Original von LordAlm
Original von JoTe
Original von rooney

Ich lebte in der Welt und jetzt lebe ich mit Gott.

Eine typische Adventistenformulierung! "Mit Gott" wird auch gelegentlich durch "in der Gemeinde" ersetzt. Was immer "die Welt" auch sein soll, diese vereinfachte Gegensächlichkeit stimmt mich schon ein bisschen nachdenklich.

JoTe
Hallo JoTe,
Das ist gar nicht eine typische STA Formulierung, sondern eine Biblische.
Denn die Stellung der Gemeinde Jesu in der Welt ist nicht von der Welt! Unsere Heimat ist im Himmel. Hier sind wir Fremdlinge. Unsere Bedrängnis, gesunkene Ethik. Hoffnungslosigkeit, Lieblosigkeit usw. Da sind wir den neuzeitlichen Strömungen ausgesetzt. Wir sind alle betroffen.


Selbstverständlich findet sich für jede Ansicht, die man vertritt oder Formulierung, die man verwendet, irgendwo auch ein biblisches Zitat, das dies rechtfertigt. Die Bibel ist ja schließlich ein dickes Buch und man muss nur lange genug suchen.

Natürlich haben sich die Christen in ihrer Entstehungsgeschichte eng von der römischen Umwelt draußen abgekoppelt und sich im Gegensatz zu ihr gesehen. Und dafür gab es auch gute Gründe. Aber ob das im mittlerweile seit über 1.000 Jahren geprägten Europa allerdings noch ganz so einfach ist, weiß ich nicht. Ich werde hier nicht das Hohelied des christlichen Abendlandes singen, aber ob eine schwarz-weiß Malerei noch so angebracht ist, darf ja wohl gefragt werden.

Zurück zum Thema: Während in den christlichen Kreises, in denen ich verkehre (Lutheraner, Katholiken, Orthodoxe, Methodisten) der Gegensatz zwischen „Gemeinde und Welt“ kein Denkgegensatz ist, wir dieser von den Adventisten schon sehr auffällig kultiviert. Anders als Du bin ich aber trotzdem nicht der Auffassung, dass die STA nun unbedingt eine Sekte sind.



Herzliche Grüße

JoTe


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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon SunFox » So 8. Jan 2006, 23:31

Original von JoTe
Auch ohne weiterhin gemein sein zu wollen gestehe ich gerne zu, dass das Hineinversetzen in andere Denkweisen und gar deren Verstehen nichtunbedingt zu den Stärken von Adventisten gehört.

Hallo mein lieber JoTe,

Da solltest du dich erst einmal ein bischen informieren!

Was ich anderen verdanke!

Original von JoTe
Das Weihnachtsfest ist Bestandteil des christlichen Kirchenkalenders,


Das Weihnachtsfest ist Bestandteil des christlichen Kirchenkalenders, welches durch Tradition in ihn hineingewachsen ist! 8-)

Original von JoTe
etwas das Adventisten nicht praktizieren und für das sie leider oftmals auch kein Verständnis haben. Wie schon gesagt finde ich das sehr schade.


Wer sagt denn das?

Wenn es eine Zeit im Jahr gibt, in der Adventisten sich besonders zu Wort melden sollten, dann ist es die Adventszeit. Sie haben nämlich doppelt Grund zum Feiern ...!

Advent (s) christen oder Adventisten?

Bayrische Weihnacht

Man kann Weihnachten feiern und man kann Weihnachten feiern!

Es kommt ganz darauf an, was man daraus macht!

Bildergalerien der Weihnachtsfeier der Adventgemeinde Wienerwald in Österreich findest du hier!

Bilder Weihnachtsfeier!

Also wirklich kein Grund etwas schade zu finden! ;)

Und unter Weihnachten habe ich einige Beiträge geschrieben, wie man es sehen und handhaben sollte!

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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon Twoing » Mo 9. Jan 2006, 00:38

@ JoTe:
Ok, ich werde es mir merken, dass Wikipedia nicht gilt!
Dann werde ich in Zukunft ein anderes Lexikon zitieren.

Aber gerade in der Adventgemeinde gibt es nicht wenige Mitglieder, die meinen, das Weihnachten wegen seiner Entstehungsgeschichte ein heidnisches Fest sei. Ich weiß, dass dies kein offizieller Glaubensgrundsatz ist. Genau darum habe ich ja die Formulierung „Universalgerücht“ benutzt.


Die Formulierung "Universalgerücht" ist aber auch da nicht passend, ich würde hier eher von einer Meinung sprechen. Denn wie du schon sagst, ist es kein Glaubensgrundsatz und ausserdem ist es sicher nicht die Mehrheit.

Übrigens, ich habe überhaupt nicht gegen den Kirchenkalender. Ich freue mich über jeden ev./rkk. Feiertag, der im Kanton Bern gesetzlich verankert ist, obwohl ich manche von der Tradition her ein bisschen komisch finde. Aber das ist ja hier nicht Thema.

Wegen meiner Ausdrucksweise dir gegenüber möchte mich entschuldigen, ich werde mir in Zukunft genauer Überlegen wie ich mich formuliere, damit du nicht zurücktreten musst.

Gute Nacht
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon JoTe » Mo 9. Jan 2006, 01:05

Original von Twoing

Wegen meiner Ausdrucksweise dir gegenüber möchte mich entschuldigen, ich werde mir in Zukunft genauer Überlegen wie ich mich formuliere, damit du nicht zurücktreten musst.

Gute Nacht
Twoing


Das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass wir beide nicht vom Platz fliegen!
:-)

(Entschuldigung ist angenommen, für Nachtreten hätte es normalerweise ja auch rot gegeben)


Ebenfalls eine gute Nacht

JoTe
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon SunFox » Di 10. Jan 2006, 21:30

Ein Beitrag der mir gut gefällt und deswegen bringe ich ihn hier (editiert, wegen Werbung - der Fux gibt nie auf!)
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon SunFox » Mi 11. Jan 2006, 00:00

Er kann es einfach nicht lassen!

Bild

Bild

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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon Androgynia » So 15. Jan 2006, 22:32

Hallo Ihr alle,
insbesondere Muffel und Antigone -
Ihr seid nicht alleine.....

höchst interessant, wie eifrig sich hier opportun zitierte Bibelverse,theologisches Grundwissen, Missionsgeist und Selbstgerechtigkeit die Hände geben.

Ich habe weder von dem einen noch dem anderen soviel fundierte Kenntniss, daß ich da mithalten kann....

Ich denke, es geht - grundsätzlich um GLAUBEN...???!!!

Ausgeprägte Kenntniss besitze ich jedoch aus fünfzehn Jahren adventistischer Kindheit - die - fast detailgetreu - Antigones Beschreibungen entsprechen.

Vom Predigervater über das Internat, die Essstörung bis hin zur Psychotherapie....

Dieses Trauma werde ich bis an mein diesseitiges Lebensende bearbeiten müssen.

Im Hinblick auf die adventistische Erziehung - in den 70er und 80er Jahren - ist es geradezu absurd und von Antigone treffend dargestellt (Pass auf kleines Auge, was Du siehst...!!!), von Freiwilligkeit und Zwanglosigkeit zu sprechen....
Welche Alternative hat ein Kind - bei der Wahl zwischen Feuertod und Paradies - zwischen dem allmächtigen Vater und dem fehlenden Selbstwert - zwischem dem alles sehenden, hörenden und BEstrafendem Gott und seiner eigenen kleinen Welt, die es doch zu entdecken gilt???

Die kleine Kinderseele hat KEINE Wahl - und die große, später erwachsene weiss die rigide, kindliche und märchenhafte Heimat, das vermeintlich verlorene Paradies nur schwer adäquat zu ersetzen.....

Mein Vater ist verstorben - ein hochangesehener und wertgeschätzter Prediger eines weit verbreiteten und bekannten uradventistischen Familienclans.

Sein Tod deckte sein Doppelleben auf, welches nicht nur seine persönliche tiefe Not und Verzweiflung wiederspiegelte, sondern ein Zeugniss davon abgibt, wohin adventistischer Dogmatis, gepaart mit konservativster Moral und völlig überholten, kritik- und zeitlos übernommenen Werten - also ein - im Grunde - patriarchalisches, grausames und strafendes Gottesbild - im Kampf mit dem MENSCHEN - führen...kann.

Und - das - ist definitiv KEIN Einzelfall!

Keine - wie hier so reichlich vertretende Fachidiotie -
Erfahrung - bittere Erfahrung.

MEINE Erfahrung - wohlgemerkt.
Aber KEINE alleinige.
Es werden immer mehr.

Ich wünsche ALLEN - hier, das sie den Frieden finden, den sie sich selber schaffen - und - offensichtlich hart - verdienen müssen.

In diesem Sinne
Androgynia





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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon SunFox » Mo 16. Jan 2006, 00:32

Original von Androgynia
Und - das - ist definitiv KEIN Einzelfall!


Hallo Androgynia,

herzlich willkommen hier im Forum!

Was willst du uns sagen?

Der Angriff der Einzelfälle?

Soll ich mal im Internet ein bischen suchen, unter allen christlichen Richtungen und unter allen anderen Religionen, nach den sogenannten Einzelfällen!

Ich glaube dafür müßte ich einen eigenen Thread aufmachen!

Aber ich halte mich lieber an den Grundsatz:

"Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!"
_ _ _

Welchen Sinn hat mein Leben? (von Linda Elias-Blanco)

Das Telefon läutet. Die Therapeutin hört eine dünne Stimme: "Ich bring’ mich um … Es ist alles so sinnlos …"

Wie viele Anrufer bei der Telefonseelsorge und ähnlichen Einrichtungen wenden sich täglich in ihrer letzten Not an Stellen, wo sie meinen, von dort könnte ein Lichtblick kommen! Sie leiden am sinnlosen Leben. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sterben heute etwa ebenso viele Menschen durch Selbstmord wie an den Folgen von Verkehrsunfällen. Mehr und mehr Patienten wenden sich an Psychiater und Therapeuten mit dem Gefühl einer absoluten Sinnlosigkeit ihres Daseins. Sie haben Angst vor ihrer inneren Leere. Viele von ihnen greifen zur Flasche, zu Drogen und Rauschgift. Die einen hoffen, in der Betäubung Ruhe zu finden; die anderen wollen das Leben aufpeitschen, beschleunigen, um ihre Unzufriedenheit vergessen zu können: Dort muß ich noch hin und das noch erledigen, dies möchte ich sehen und jenes erleben. Nur keine ruhige Stunde, die halt’ ich nicht aus!

SELBSTHEILUNGSVERSUCHE

Dieses beschleunigte Leben ist aber nur ein vergeblicher Selbstheilungsversuch, um der Enttäuschung zu entkommen. Unwillkürlich denkt man bei diesen Menschen an den Song des Wiener Kabarettisten Qualtinger: "Ich hab’ zwar keine Ahnung, wohin ich fahr’ – dafür bin ich geschwinder dort."

Das große Ziel unserer Wohlstandsgesellschaft ist das Glück und der Genuß. Die Jugend steht erwartungsvoll vor ihrem Leben und erhofft sich das rosarote Glück, was immer das auch sein mag … Die Fleißigen und Engagierten so um die 40 fragen sich: Hab’ ich das Glück versäumt? Wo find’ ich es? Bin ich eben dabei, daran vorbeizugehen? Bis jetzt hab’ ich nur gearbeitet und geschuftet. – Und die Ruheständer denken: "Nun habe ich noch ein paar Jahre zu genießen. Einen Zipfel des Glücks kann ich vielleicht noch erhaschen."

Je mehr die Leute haben, wovon sie leben können, um so weniger wissen sie, wofür sie leben. Die innere Leere wird heute zur weltweiten Massenneurose. Der Psychiater Viktor Frankl sagt: "In dem Maße, in dem der Mensch sich um die Lust kümmert, kann die Wirkung der Lust gar nicht mehr zustande kommen." Dann kommt es zur Pensionistenkrise, zur Sonntagsneurose, zur Feiertagsangst. Die Menschen werden von Depressionen befallen, wenn ihnen die Leere ihres Lebens bewußt wird. Wie recht hatte der religiöse Denker und Schriftsteller Kierkegaard doch, als er einmal meinte, die Tür zum Glück gehe nach außen auf. Wer sie einzurennen versuche, dem verschließe sie sich nur.

WARNZEICHEN

Viele meinen, eine befriedigende Tätigkeit, Aufgaben, die man sich stellt oder die gefordert werden, könnten den Sinn vermitteln. Und doch kommt es neuerdings vor, daß so manch einer hoch oben auf der Karriereleiter plötzlich nicht mehr weiter will und "aussteigt". Er hat gemerkt, daß gerade durch seine emsige Arbeit jeder Sinn dahingeschwunden ist. Drohender Herzinfarkt, hoher Blutdruck und andere alarmierende Vorzeichen sind ernste Warnungen.

Die Frage kommt auf: Was hat das Geldscheffeln, Häuslebauen, Vorsorgen für die nächste Generation für einen Sinn? "Ich steige aus" … Wohin? Soll es ein Garten im Grünen sein? Eine Hängematte am Strand? Eine Hütte auf der Alm? Allein? Zu zweit? (Wie lange halten wir das aus?) Was meint, was macht die Familie? …

Was hat wirklich Sinn? – Sich für andere engagieren, für andere dasein, meinen viele. Ich sehe, wie sehr ich gebraucht werde. Das Kind braucht die Mutter, der Kranke braucht meine Dienste, die alte Frau braucht meine Hilfe. Sie sind auf mich angewiesen. Wie wichtig bin ich doch! … Eines Tages aber muß ich sehen, daß das Kind meiner Obhut entwachsen, dem Kranken nicht mehr zu helfen, die alte Frau gestorben ist. Ich bin nutzlos geworden. Meine Hilfe ist nicht mehr gefragt. Es entsteht das Helfersyndrom; ich werde zum "hilflosen Helfer". War alles umsonst? muß ich mich fragen. Was ist überhaupt der Sinn meines Helfens?

ALLEIN

Ein Partner fürs Leben, ein Kind, eine Familie – sie sind doch der natürliche Lebensinhalt, denken wohl die meisten Menschen. Sicher können Familie, Beruf und besondere Aufgaben für eine gewisse Zeit Lebenssinn vermitteln. Aber geben sie meinem Leben wirklich den letzten Sinn? Was ist, wenn die Frau den Mann, das Kind die Mutter, jemand seine Bezugsperson verliert, sei es durch Tod oder Scheidung? Was geschieht, wenn ich arbeitslos werde, wenn ein Unfall oder eine Krankheit meine Gesundheit schädigt? Ist es nicht, als ob mir der Boden unter den Füßen weggezogen würde?

Der Mensch steht allein da. Wie ein Grashalm im Wind kommt er sich vor. Die Frage taucht auf: Warum lebe ich noch? Sie wird immer drängender. Psychosomatisch bedingte Krankheiten stellen sich ein. Nun beginnt das Leiden am sinnlosen Leben.

Wieder steht da die Frage: Hat mein Leben, mein Leiden einen Sinn? Professor Frankl meint: "… das Leiden hat einen Sinn, wenn du ein anderer wirst." Er erzählt von der Tagebucheintragung einer Patientin, die ihn tief beeindruckt hatte: "… wenn ich nicht das gläubige Bewußtsein hätte, daß ich nicht Herr über mein Leben bin – ich hätte es wohl schon oftmals weggeworfen. In diesem Glauben beginnt die ganze Bitterkeit des Leidens sich zu wandeln. Denn wer da meint, ein Menschenleben müsse ein Schreiten von Erfolg zu Erfolg sein, gleicht wohl einem Toren, der kopfschüttelnd an einer Baustelle steht und sich wundert, daß in die Tiefe gegraben wird, da doch ein Dom entstehen soll. Gott baut sich einen Tempel aus jedem Menschen. Bei mir ist er gerade daran, die Fundamente auszuheben. Meine Aufgabe ist nur, mich willig Seinem Spatenstich hinzuhalten."

UNENDLICH WERTVOLL …

Was auch immer geschieht – mein Leben gewinnt erst an Wert, wenn es nicht mehr an zeitlich vergängliche Werte gebunden ist; wenn ich mich an dem Ewigen orientiere, an dem, der größer ist als ich, dem Schöpfer des Universums, der auch mich geschaffen hat. "An Gott glauben, heißt sehen, daß das Leben einen Sinn hat", sagt der Philosoph L. Wittgenstein (Tagebücher 1914-1916).

In der Bibel lese ich: "Merkst du es denn nicht? Noch stehe ich vor deiner Tür und klopfe an. Wer jetzt auf meine Stimme hört und mir die Tür öffnet, bei dem werde ich einkehren." (Offenbarung 3,20) Er, der Herr, bietet mir seine Hand an, über den Bach meiner Probleme zu springen, damit ich nicht in die Tiefe stürze. Ich muß sie nur ergreifen wollen.

Das gilt für die Millionen Arbeitslosen wie für die überlastete Krankenpflegerin, für den gestreßten Manager wie für die ungebildeten Armen in der dritten Welt. Da ist kein Stand und keine Hautfarbe ausgenommen. Ich muß auch keine großen Taten vollbringen. Nichts anderes muß ich tun, als Gottes Hand ergreifen. Alles andere tut er. Er ist der Sinn meines Daseins, das Licht auf meinem Weg. Wenn ich ihm vertraue, gibt es auch gar kein Risiko. Ich muß mich wie ein Kind auslassen und seine Hand ergreifen. Versuchen Sie es! Er schenkt uns die Erfahrung mit ihm, und die kann einfach überwältigend sein.

… WEIL VOM UNENDLICHEN GELIEBT

Gott sagt: "Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst zu mir." (Jesaja 43,1) Wenn wir seine Liebe in uns eindringen lassen, geschieht eine erstaunliche Verwandlung. Wir erkennen, daß wir geliebt werden. Sicher haben wir schon einmal beobachtet, wie ein unscheinbares Mädchen plötzlich aufgeblüht ist, wenn es geliebt wird. Das Bewußtsein, geliebt zu werden, verwandelt den Menschen. Je größer der ist, der mich liebt, desto stärker und gesünder wird mein Selbstvertrauen.

Wer sich von Jesus geliebt weiß, verliert nicht nur seine Hemmungen, Komplexe, seine Angst und Minderwertigkeitsgefühle – er wird ein neuer Mensch. "Wenn euch also der Sohn Gottes befreit, dann seid ihr wirklich frei." (Johannes 8,36)

Durch dieses Geliebtsein entsteht eine neue Gemeinschaft. Der gemeinschaftsunfähige Mensch wird kontaktfähig für seine Umgebung. Da, wo die Liebe, die von Jesus kommt, Menschen untereinander zusammenschließt, wird jeder, der in diesen Stromkreis der Liebe gerät, angesteckt. Freude, Friede, Liebe und Begeisterung erfüllen ihn.

Sicher, das Ergreifen seiner Hand, das Öffnen für seine Liebe hat auch Konsequenzen. Schlafwandeln und nur konsumieren kann ich nun nicht mehr. "Tut alles, ohne etwas dafür zu verlangen, denn ihr habt auch die Kraft dazu umsonst bekommen." (Matthäus 10,8 ) So viele warten auf Gottes Botschaft. Er läßt niemanden allein – das ist die Erfahrung, die ich machen durfte, und die auch Sie jederzeit machen können.

"Gebt nur Gott und seiner Sache den ersten Platz in eurem Leben, so wird er euch auch alles geben, was ihr nötig habt." (Matthäus 6,33) Gott teilt tatsächlich mit vollen Händen aus. Er erfüllt mit soviel Freude! Er ist der wahre, der letzte, der einzige Sinn meines Lebens!

(Linda Elias-Blanco ist Journalistin und lebt in Wien.)
_ _ _

Warum ist der liebe Gott nur so böse, und schafft soviele neue Einzelfälle? Die lauern mir schon an jeder Straßenecke auf!

Damit mein Seelenheil nicht auch einen Knacks bekommt, werde ich mich mal bei Gott melden, denn er hat mir ja eine Zusage gegeben: "Rufe mich an in der Not, so will ich dir beistehen!"

Viele liebe Grüße von SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon Androgynia » Mo 16. Jan 2006, 01:29

Lieber SunFox,

auf diese Zeilen habe ich gewartet...
Herzlichen Dank für diese - ausgesprochen - ausführliche, aber bedauerlicherweise auch - ausgesprochen - nichtssagende verbale Zuwendung...

Nimms mir nicht übel - und im übrigen auch nicht persönlich - wenn ich darauf - nicht wirklich antworten mag.

Hast Du Deine Texte verlinkt?
Doppelklick - Hoffnungslos
Doppelklick - Bekehrungsfähig
Doppelklick - Missionarisch
Doppelklick - Straßenecke und potentiell kriminell
...
Kann ich die auch selber bedienen - ich meine, so als eine Art Hilfe zur Selbsthilfe?
Gibts die im Dutzend billiger...?
Ich meine - wo uns doch die bösen Therapeuten das Geld aus der Tasche ziehen?
Und die Bibel doch so nah - und praktisch - bei der Hand ist?
So - überzeugend - wie Deine ABwertenden und respektlosen - kurzen persönlichen Statements?
Welche Kinder meinte Jesus denn, die wir werden sollen...
Die unbedarften - oder die indoktrinierten?
Du bist unsachlich und ausweichend.
Was habe ich Dir - ANgetan?

Nichts für ungut -
Meinungsfreiheit ist ein kostbares Gut.

Androgynia

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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon SunFox » Mo 16. Jan 2006, 01:47

Original von Androgynia
Lieber SunFox,

auf diese Zeilen habe ich gewartet...


Meine liebe Androgynia,

ich weiß! 8-) Es ist immer so und wird sich auch nicht ändern!

Es sind immer die ersten Postings, die dazu auf meine Reaktion warten!

Original von Androgynia
Nichts für ungut -
Meinungsfreiheit ist ein kostbares Gut.

Androgynia


Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen!

Frage: Was erwartest du von mir?

Übrigens, die letzte Frage nach der Einzelfallsuche hast du nicht beantwortet!

Viele Grüße von SunFox

PS: Mal so nebenbei, ich lasse mich nicht provozieren, aber wer mit solchen Beiträgen kommt, muß auch mit meinen Reaktionen leben! Sind wir doch alle nicht Fehlerfrei und ohne Sünde!
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon SunFox » Mo 16. Jan 2006, 01:56

Hallo Androgynia,

ihr kommt und ihr geht!

Also hätte ich auch nach dem Prinzip ´Was juckts mich´ verfahren können!

Oder anders gesagt:

"Soll ich denn meines Bruders Hüter sein?"

Ihr bemitleidet euch selber, und ich werde euch nicht verklagen!

Also steh auf und mach was aus deinem Leben!

Viele liebe Grüße von SunFox
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon Androgynia » Mo 16. Jan 2006, 02:02

Lieber Sunfox,
siehst Du, hab ich doch Deinen Narziss getroffen... 8-)
Du enttäuscht mich - sind es nicht die Menschen, die Böses tun...???
Hab ich da was mit dem LIEBEN Gott vielleicht doch falsch verstanden?
Danke - ich kann durchaus - friedlich - mit Deinen Reaktionen leben.
Hunde die bellen, beissen nicht ;)
Im übrigen - will ICH nichts von Dir - meine Empathie und Wertschätzung galt den Einzelfällen...

Eine geruhsame Nacht
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon SunFox » Mo 16. Jan 2006, 02:05

"Manchmal, hab´ ich Wut auf Gott ..."

Für einen guten Adventisten (und bestimmt auch für andere Christen [SunFox]) ist dieser Satz eigentlich undenkbar und eine ziemliche Provokation. Nichtsdestoweniger befinden wir uns damit in bester biblischer Gesellschaft – und mal ehrlich: Haben wir nicht alle schon diese Wut erlebt?

Ich denke, sie kann sich in verschiedenen Formen äußern, wie z. B. bei Elia, der nach seinem größten Glaubenssieg in tiefste Depressionen fiel und sterben wollte, wie bei Jona, der nach dem Motto "Lieber Gott, nein, danke!" die Kurve kratzte und auch später mit der Barmherzigkeit Gottes überhaupt nicht einverstanden war, oder bei David, der in den Psalmen oft Wut und Verzweiflung zum Ausdruck brachte. Und Hiob? Hätte er nicht am ehesten Grund gehabt, zornig auf Gott zu sein angesichts seiner ausweglosen Lage und der nicht gerade hilfreichen Äußerungen seiner Freunde?

Der Mensch sucht oft nach Kausalitätszusammenhängen, und selbst Atheisten machen für Schicksalsschläge häufig einen Gott verantwortlich, dessen Existenz sie bis dahin geleugnet haben.

Wir als Gläubige, die wir doch täglich um Gottes Führung und Bewahrung bitten und davon überzeugt sind, daß alles, was uns begegnet, an ihm vorbei muß, sind in einer Notsituation, die von uns nicht beherrschbar ist, und in der auch Gott sich scheinbar in Schweigen hüllt, in besonderer Weise Zweifeln und existenziellen Glaubensfragen ausgesetzt. Denn es wird wohl niemanden geben, der mit offenen Händen und strahlendem Gesicht Gott für ein solches Geschehen dankt.

Fragen wie "Warum gerade ich?", "Was habe ich falsch gemacht?", "Was will Gott mir damit sagen?", "Warum straft er mich so hart?" oder "Wie kann ich seine Gnade wiedererlangen?" bleiben nicht aus. Es kann doch nicht, darf doch nicht sein, daß es Gottes Wille ist, von heute auf morgen durch Krankheit und Behinderung kaltgestellt zu sein, seine Aufgaben nicht mehr wahrnehmen und seine Fähigkeiten nicht mehr einbringen zu können. Was ist denn nun mit Gottes Verheißungen? Jesus hat doch nie einen Menschen abgewiesen, der zu ihm kam und um Heilung und Hilfe bat! Kann man in so einer Situation und angesichts solcher Überlegungen nicht auf die Idee kommen, den Glauben über Bord zu werfen? Einige tun es – aber verlieren sie damit nicht endgültig alles?

Paulus schrieb an die Christen in Korinth: "Das, was eurem Glauben bisher an Prüfungen zugemutet wurde, überstieg nicht eure Kraft. Gott steht zu euch. Er läßt nicht zu, daß ihr in der Versuchung zugrunde geht. Wenn euer Glaube auf die Probe gestellt wird, schafft Gott auch die Möglichkeit, sie zu bestehen." (1 Ko 10,13)

Und an anderer Stelle: "Obwohl uns die Schwierigkeiten von allen Seiten bedrängen, lassen wir uns nicht von ihnen überwältigen. Wir sind oft ratlos, aber nie verzweifelt. ... Was wir jetzt leiden müssen, dauert nicht lange und ist leicht zu ertragen, wenn wir bedenken, welch unendliche, unvorstellbare Herrlichkeit uns erwartet. Deshalb lassen wir uns von dem, was uns zur Zeit so sichtbar bedrängt, nicht ablenken, sondern wir richten unseren Blick auf Gottes neue Welt, auch wenn sie noch unsichtbar ist. Denn das Sichtbare vergeht, doch das Unsichtbare bleibt ewig." (2 Ko 4, 8.17.18 )

Ich habe bis heute keinen Bibeltext gefunden, der besagt, daß sich Gott gerade im Leid von seinem Kind zurückzieht, wie wir es oft empfinden. Im Gegenteil: Gott spricht dem Leidenden seine Gegenwart zu. Ein sorgenfreies Leben ist uns indes nicht verheißen. Häufig haben auch Glaubensmänner der Bibel den Grund ihrer Leiden nicht erfahren.

Solange wir auf dieser Erde leben, bleibt das Leid unser ständiger Begleiter. Es stellt uns immer wieder vor neue Herausforderungen – auch im Glauben. Auf diesem Hintergrund formuliert Asaf: "Jetzt aber bleibe ich immer bei dir, und du hältst mich bei der Hand. Du führst mich nach deinem Plan und nimmst mich am Ende in Ehren auf. Herr, wenn ich nur dich habe, bedeuten Himmel und Erde mir nichts. Selbst wenn alle meine Kräfte schwinden und ich umkomme, so bist du doch, Gott, allezeit meine Stärke – ja, du bist alles, was ich habe!" (Ps 73,23-26)

Ich denke, daß auch eine Gemeinde am Leiden eines ihrer Glieder aktiv Anteil nehmen sollte: "Leidet ein Teil des Körpers, so leiden alle anderen mit, und wird ein Teil gelobt, freuen sich auch alle anderen ... Ihr alle seid der eine Leib Christi, und jeder einzelne von euch gehört als ein Teil dazu." (1 Ko 12, 26.27)

Gemeinsames Gebet, seelischer Zuspruch und praktische Hilfe richten nicht nur den Leidenden auf, sondern tragen auch dazu bei, daß eine Gemeinde zusammenhält, im Glauben gestärkt wird und im Vertrauen auf Gottes Handeln Erfahrungen macht. Dieses uns oftmals so unbegreifliche Handeln werden wir einst besingen im Lied des Lammes und in dem Siegeslied, das schon Mose gesungen hat: "Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr, du allmächtiger Gott! Gerecht und zuverlässig sind deine Wege, du König aller Völker! Wer sollte dich, Herr, nicht anerkennen, und wer deinen Namen nicht rühmen und ehren? Nur du allein bist heilig! Alle Völker werden kommen und dich anbeten, denn alle werden deine Gerechtigkeit erkennen!" (Offb 15,3.4) Auf diesen Tag hoffen wir voller Zuversicht!

(Dr. med. Bernd Stammler, er gehört zur Advent-Gemeinde Berlin-Nikolassee.)

Viele Grüße von SunFox
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon SunFox » Mo 16. Jan 2006, 02:08

Original von Androgynia
Lieber Sunfox,
siehst Du, hab ich doch Deinen Narziss getroffen

Hunde die bellen, beissen nicht ;)


Meine liebe Androgynia,

wenn du meinst! ;)

Viele liebe Grüße und eine angenehme Ruhe und auch Gottes Segen wünscht dir SunFox
Jésus revient bientôt! Jesus viene pronto! Brehvee Jayzeus voltarah! Иисус скоро придет! Yesu ana-kuja kari-buni sana! Yesu knee me…..Kgauld….O shim-knee-dah! Yesu zhai-lie! Yesu jelldee eye-gah! Si Haysus eye ma-lahh-pit nang dumating! Ha ana ahti seriahn! Jesus kommt bald!
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon LordAlm » Mo 16. Jan 2006, 02:22

Original von Androgynia
Ich wünsche ALLEN - hier, das sie den Frieden finden, den sie sich selber schaffen - und - offensichtlich hart - verdienen müssen.

In diesem Sinne
Androgynia
Hallo Androgynia,
Lass dich nicht irre machen von SunFox, er ist eben hier der Uradventist und lässt keine Kritik zu. Hauptsache du hast den wahren Frieden gefunden in Jesus Christus.

Gottes Segen LA
Nichts (Böses) sehen, nichts (Böses) hören, nichts (Böses) reden.
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon SunFox » Mo 16. Jan 2006, 03:29

Original von LordAlm
Hallo Androgynia,
Lass dich nicht irre machen von SunFox, er ist eben hier der Uradventist und lässt keine Kritik zu. Hauptsache du hast den wahren Frieden gefunden in Jesus Christus.

Hallo mein lieber LordAlm,

Kritik an der Adventbotschaft lasse ich nicht aufkommen, aber darum geht es bei solchen Angriffen ja nicht!

Es geht um menschliche Schwächen, und die bedürfen des öffteren Kritik, davon kann sich keiner ausschließen (kein LordAlm, keine Androgynia, keine bb und um nicht alle aufzählen zu müßen, wäre doch ein bischen viel :D, auch kein SunFox)!

Aber was ist besser, andere zu verklagen oder gesunde Selbstkritik!

Besser du böse, als ich böse?

Besser ich lieb, als du lieb?

Gerechtigkeit und Selbstgerechtigkeit liegen nicht weit auseinander!

Es heißt ja nicht: "Liebe deine Nächsten, dich selbst aber ein bischen mehr!"

Man klagt immer andere Menschen an, und merkt garnicht wo man selbst steht!

Wenn ich über etwas schreibe, dann gehts um Glaubenspunkte, aber nie um Verurteilung von Menschen!

Und wenn ich etwas als unwahr erkannt habe, dann stehe ich zu meiner Meinung!

Schöner Christ wäre ich, wenn dem nicht so wäre!

Viele liebe Grüße und Gottes Segen, SunFox
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon VogelderNacht » Mo 16. Jan 2006, 03:36

Original von SunFox

Und wenn ich etwas als unwahr erkannt habe, dann stehe ich zu meiner Meinung!

Schöner Christ wäre ich, wenn dem nicht so wäre!

Viele liebe Grüße und Gottes Segen, SunFox
hast du die wahrheit? hab ich die wahrheit?

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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon SunFox » Mo 16. Jan 2006, 03:41

Original von VogelderNacht
Original von SunFox

Und wenn ich etwas als unwahr erkannt habe, dann stehe ich zu meiner Meinung!

Schöner Christ wäre ich, wenn dem nicht so wäre!

Viele liebe Grüße und Gottes Segen, SunFox
hast du die wahrheit? hab ich die wahrheit?

bb VdN

Hallo VogelderNacht,

es geht um Erkenntnis!

Was ist Wahrheit?

Die kannst du nur bei EINEM finden!

Viele liebe Grüße von SunFox
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon VogelderNacht » Mo 16. Jan 2006, 04:07

Original von SunFox

es geht um Erkenntnis!

Was ist Wahrheit?
Erkennen wir nämlich, dass Er die letzte Antwort auf unsere Fragen ist, dann wissen wir, dass es jetzt noch keine Antwort gibt, sondern Er uns auf den Tag hinweist, wo wir bei Ihm sein werden. Von dem Tag sagt er: "An dem Tage werdet ihr Mich nichts fragen" (Joh 16,23).

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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon Antigone » Mo 16. Jan 2006, 10:08

Original von SunFox
Frage: Was erwartest du von mir?


Ich kann hier nur für mich sprechen:
Ich erwarte von dir, dass dass du mal runter gehst in die Kindersabbatschule und guckst, ob sie dort immer noch den Kindern Gott durch Angstmechanismen vergällen. Wenn nicht, sehr gut, wenn ja, dann tu etwas dagegen. Damit die Einzelfälle ein Ende nehmen!

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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon Nivea » Mo 16. Jan 2006, 10:26

Hallo Leuts,

haben diejenigen die bei den Adventisten negative Erfahrungen gemacht haben denn trotzdem ihren Glauben an Jesus bewahrt, oder war es ganz allgemein Rebellion gegen ihn?

Hattet ihr keinen Bock mehr auf Gott?

Wo macht man keine negativen Erfahrungen?

Besteht das Leben nur aus eitel Sonnenschein?

Geht was schief, dann ist Jesus Schuld?

Vater hat gesagt..., Mutter hat gesagt..., Onkel Emil hat gesagt..., Tante Berta hat gesagt..., der Lehrer hat gesagt..., der Jungscharleiter hat gesagt..., der Predeiger hat gesagt..., man, man darf aber auch garnichts!

Überall nur Verbote, tue dies nicht und du das nicht!

Keiner sagt was ich darf!

Keiner?

Doch, Jesus sagt was ich alles darf!

Und wenn er mir sagt was ich darf, dann sind die anderen Schuld, wenn ich dazu keine Lust habe!

Und wenn ich keine Lust dazu habe, dann mache ich meinem Herzen Luft, dann wird ein bischen abgelästert, nein nicht über Jesus, aber über all die anderen die mir gesagt haben was ich alles nicht darf!

Mir gehts in der Adventgemeinde gut und vielen anderen auch. Ich freue mich auf jeden Sabbat!

Ich kenne aber auch einige die keinen Bock mehr haben, man macht in seiner Freizeit was man will, aber Jesus bleibt bei ihnen auf der Strecke!

"Ich mach das doch nur weil meine Eltern das wollen!"

"Wenn ich groß bin, dann können mich alle mal!"

"Jesus, Gott, daran glaubt doch heute kein Mensch mehr!"

"Wenn Gott micht liebt, dann soll er mich doch auch rauchen lassen und mit den Kumpels in der Disco mal richtig die Sau raus lassen, denn man lebt doch nur einmal!"

"Aber am Sabbat in die Gemeinde, das muß ich immer schön, wo ich doch die ganze Woche Schule habe! Und was ist mit mal ausschlafen? Hat der liebe Gott daran auch mal gedacht?"

Kenne diese ganzen Sprüche zu genüge, aber es ist der Anfang vom Ende!

Jesus ist out! Und davon können hier mit Sicherheit auch einige andere aus ihrem Glaubensleben und aus ihren Kirchen berichten! Oder gibt es das da nicht?

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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon Nivea » Mo 16. Jan 2006, 10:37

Original von Antigone
Original von SunFox
Frage: Was erwartest du von mir?


Ich kann hier nur für mich sprechen:
Ich erwarte von dir, dass dass du mal runter gehst in die Kindersabbatschule und guckst, ob sie dort immer noch den Kindern Gott durch Angstmechanismen vergällen. Wenn nicht, sehr gut, wenn ja, dann tu etwas dagegen. Damit die Einzelfälle ein Ende nehmen!



Lauter schreinde Adventistenkinder die sich vor lauter Angst verkriechen!

Ich kenne keine!

Bist du mal auf Kinder- oder Jugendfreizeiten mitgefahren?

Nach Österreich in die Berge, oder zelten mit Lagerfeuer und heißen Kartoffeln und dabei abends aus der Mundorgel gemeinsam singen, oder Schnitzeljagd über mehrere Stunden durch Gottes schöne Natur! Ich bin froh, das ich das alles kennen gelernt habe, und ich danke Jesus für die Erfahrungen die ich mit ihm machen durfte! Auch für die weniger guten!

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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon Antigone » Mo 16. Jan 2006, 12:06

Nivea, ich weiß nicht, wie alt du bist, aber aufgrund deines Schreibstils nehme ich an, dass du zu dem Zeitpunkt, an dem ich an solchen Freizeiten teilgenommen habe, noch nicht gelebt hast oder noch ein Kleinkind warst. Es freut mich, dass du so schöne Erlebnisse hattest und es wäre doch sehr schön, wenn sich schon einiges zum Besseren gewandelt hätte. Deine Beschreibing lässt dies hoffen.
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon Androgynia » Mo 16. Jan 2006, 12:43

Hallo Ihr Lieben,

ich komm jetzt computertechnisch nicht an die letzten Mails ran (Computer sind auch nur Menschen....), habe aber alle vorher überflogen - man/frau möge mir verzeihen, wenn ich nicht zitatgerecht Stellung beziehe.

Ich glaube, das es - gerade bei diesem Thema - schwer möglich ist, ausgeglichen, emotionsLOS und NUR sachlich zu argumentieren - man/frau verzeihe mir also die "subjektive" Färbung....

Ich behaupte - keineswegs - den Stein der Weisen gefunden zu haben(...im Gegensatz zu anderen....)- den´s im übrigen ja gar nicht geben soll.

Das - unsere - Fälle den Anschein geben, Einzelfälle zu sein(Attaaaaaacke.....lieber Sunfox... 8-) liegt wohl eher daran, daß eben diese Beiträge in den gängigen Adventistenforen umgehend eliminiert werden - was nicht sein darf, ist nicht....

Un die Auseinandersetzung mit daraus entstehenden "Verarbeitungsprozessen" existentielles Gewicht geben - sie kosten unglaublich viel Kraft (weil, wir kämpfen ja praktisch um unser Leben, oder... :( )?

So oder so.

Mein Vater - den ich im übrigen - trotz allem - sehr sehr liebe -und dem ich in seinem/meinem Schmerz und Tod zutiefst verbunden bin...hat uns Kindern immer gesagt:
Mit dem Glauben bist Du Immer auf der sicheren Seite...Glaubst Du, besteht die Hoffnung, das ewige Leben zu bekommen. Glaubst Du nicht, fällt diese Hoffnung weg. Stimmt ersteres, ist es gut. Stimmt zweiteres, hast Du Pech. Stimmt beides nicht, hast Du wenigstens die Chance gehabt, an ersteres zu glauben - das Ergebnis ist gleich... ;)

Und, Nivea, zu Deinem Beitrag -
ich freue mich aufrichtig für Dich, Deinen Glauben gefunden zu haben.
Als Kind - trotz Trauma - habe ich erfahren und spüre diesen "Mangel" heute - wie geborgen und sicher man/frau sich in einer Gemeinschaft fühlt - dazuzugehören, Gleichgesinnte zu haben, geborgen zu sein. Der Inhalt ist erst mal nebensächlich - was zählt, ist die HEIMAT, die jeder Mensch sucht.
Das ist Sinn und Zweck von Gemeinschaft und läßt uns nach Verlassen derselben, wie auch immer - unsere tiefe Einsamkeit und Verlorenheit spüren - als Menschen.

Ja, ich bin ein gläubiger Mensch.
Kein Adventist - war auch nie getauft.
Ich für meine Teil habe mich mehr der Mysthik (...und bitte, erst mal informieren, worum es geht, nicht gleich den Belzebub holen....!!! :? )gewidmet - Meister Eckhard etc. pp.

Meister Eckart.

Ein Weiser wurde gefragt, welches die wichtigste Stunde sei, die der Mensch erlebt,
welches der bedeutendste Mensch, der ihm begegnet, und welches das notwendigste Werk sei.
Die Antwort lautet: Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart,
der bedeutendste Mensch immer der, der dir gerade gegenübersteht,
und das notwendigste Werk ist immer die Liebe.

Ich glaube, das zählt: Die Liebe.

Liebe Grüße an - ALLE
Androgynia


Androgynia
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Re: Meine Eltern sind bei der Adventisten Sekte und

Beitragvon Meta » Mo 16. Jan 2006, 15:17

Hallo Androgynia,

Ich glaube, das es - gerade bei diesem Thema - schwer möglich ist, ausgeglichen, emotionsLOS und NUR sachlich zu argumentieren - man/frau verzeihe mir also die "subjektive" Färbung....


warum, wenn Du das so erlebt hast...

Das - unsere - Fälle den Anschein geben, Einzelfälle zu sein(Attaaaaaacke.....lieber Sunfox... 8-) liegt wohl eher daran, daß eben diese Beiträge in den gängigen Adventistenforen umgehend eliminiert werden - was nicht sein darf, ist nicht....


ds ist auch in anderen "Vereinen" so. Meine Erfahrungen habe ich in FEG und Chrischona gemacht...

Un die Auseinandersetzung mit daraus entstehenden "Verarbeitungsprozessen" existentielles Gewicht geben - sie kosten unglaublich viel Kraft (weil, wir kämpfen ja praktisch um unser Leben, oder... :( )?


das stimmt. Leider haben Mitmenschen keine Ahnung davon und dadurch sehr wenig Verständnis für diese Situation.

Editiert wegen Verstoss gegen die Netiquette

Als Kind - trotz Trauma - habe ich erfahren und spüre diesen "Mangel" heute - wie geborgen und sicher man/frau sich in einer Gemeinschaft fühlt - dazuzugehören, Gleichgesinnte zu haben, geborgen zu sein. Der Inhalt ist erst mal nebensächlich - was zählt, ist die HEIMAT, die jeder Mensch sucht.
Das ist Sinn und Zweck von Gemeinschaft und läßt uns nach Verlassen derselben, wie auch immer - unsere tiefe Einsamkeit und Verlorenheit spüren - als Menschen.


wenn in den Gemeinden die Hirnwäsche nicht mehr funktioniert, lassen die Dich fallen, wie eine heisse Kartoffel. Lass Dich nicht unterkriegen. Du kannst in der angeblich so bösen Welt sehr gute Erfahrungen machen.

Gruss
Meta/Engel
Römer 8,2 Denn die Tora der lebenschaffenden Geistkraft hat dich im Messias Jesus vom Gesetz der Sündenmacht und des Todes befreit.
8,7 Deshalb ist eine begrenzte menschliche Denkweise Gott gegenüber feindlich, weil sie sich nicht der Tora Gottes unterstellt und auch gar nicht in der Lage dazu ist
Meta
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Ich bin auch bei der Adventisten Sekte

Beitragvon hedgehog » Mo 16. Jan 2006, 15:36

..liegt wohl eher daran, daß eben diese Beiträge in den gängigen Adventistenforen umgehend eliminiert werden - was nicht sein darf, ist nicht....

Jupp, gibt es viel zu häufig. NICHT NUR BEI ADVENTIS!
Ich bin in einem advent. Forum aktiv und bin bisher auf wenige dieser Fälle gestoßen, aus denen man dann eliminiert wird. Auch wenn schon der ein oder andere Themenbereich angesprochen wurde, werden verhältnismäßig wenige threats geschlossen.
Bloß kann man so ziemlich überall damit rechnen, dass man zerfetzt wird, wenn man eine Meinung kund tut, die nicht der Mehrheit entspricht. Einige der poster hier erleben das auch.

Ich frage mich, wo bleibt die Nächstenliebe? Wir befinden uns hier zwar in einem threat, aber den anderen in Liebe annehmen und zuhören scheint trotzdem nicht so ganz angesagt zu sein. Warum? Sind wir nicht Christen?

Es tut mir so unendlich leid, zu hören und zu erleben, wie es manchen in der Adventgemeinde aber auch in ANDEREN Gemeinden geht (von "anderen" habe ich nicht soviel Ahnung, weil ich eben auch nur Adventi bin), aber davon ist niemandem geholfen.
Auch wenn es böse klingt, so kann man aus den hier sogenannten "Einzelfällen" LERNEN, wie es NICHT gehen muss. Das hängt von DIR und von MIR ab, solche Schicksale abzuwenden. Von daher habe ich mich sehr über die Aufforderung gefreut, doch mal nachzuschauen, ob in der Kindersabbatschule noch die alten,angsteinflößenden "Kinderlieder" gesungen werden.

Und was SunFox betrifft, so denke ich, dass er ein guter,gläubiger Mensch ist. Bloß kommt das hier gar nicht so rüber..

Könnte aus der Bibel sein:

Niemanden richten, alle aufrichten.

Otto Lauterburg
Gott liebt den Menschen. Gott liebt die Welt. Nicht einen Idealmenschen, sondern den Menschen, wie er ist, nicht eine Idealwelt, sondern die wirkliche Welt.
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