Hauskreise, Hauskirchen und neue Sekten

Sondergruppen, Fanatismus

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Hauskreise, Hauskirchen und neue Sekten

Beitragvon kleeblatt » So 11. Jan 2004, 12:04

Hallo Leute, schliesst Euch bitte keinen neuen Hauskreisen an, die nicht über theologisch ausgebildetes Führungspersonal verfügen, oder sonst eine Gleichgesinnten-gruppe gründen wollen, in welcher es nicht um den Glauben oder Jesus geht, sondern um die Frönung des Unglaubens,
damit man damit nicht alleine ist. Es sind fürchterliche Gestalten in der Schweiz am Auftauchen, die Euch Euer Licht und Eure Liebe klauen wollen, gottesfürchtige Gottlose,
Wölfe im Schafspelz. Geht besser in eine bereits bestehende Gemeinde. Danke.

Wenn Ihr einen neuen Hauskreis oder eine Hauskirche oder auch Minihauschurch besucht dann klärt folgendes ab:
1. Gibt es einen Nachweis der theologischen Ausbildung des Gründers dieses Kreises? Den muss man Euch zeigen.
2. Befolgen die Leute in diesem Kreis die Reinheit des Tempel Gottes? Wenn nicht, weg damit.
3. Leben die Leute das erste und zweite Gebot?
Wenn nicht, vergesst es.
4. Ist die Gemeinde anerkannt oder nicht?
Wenn nicht, seit vorsichtig damit.
5. Leben die Leute in dem Kreis nach den jüdischen 10 Geboten oder den katholischen?
Nach den katholischen, vergesst den wieder.
6. Sind die Punkte: Bekehrung, Befreiung und Evangelisation
biblisch fundiert und im Hauskreisprojekt abgedeckt?
Wenn nicht, sagt adieu dazu und geht wieder.
7. Kommt Euch irgendetwas falsch oder unfrei vor,
vergesst es.
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Re: Hauskreise, Hauskirchen und neue Sekten

Beitragvon doro » So 11. Jan 2004, 14:26

hallo kleeblatt,

kleine frage:
was sind denn die kath. 10 gebote????

bin selbst (noch?) kath. habe aber noch nie von anderen 10 geboten gehört, als von denen,die in der bibel stehen. könnte mich zumindest nicht daran erinnern.

lg, doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
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Re: Hauskreise, Hauskirchen und neue Sekten

Beitragvon huschi » Mi 11. Feb 2004, 14:52

Hallo kleeblatt

Ich kann verstehen, dass du Leute vor Unheil bewahren willst. Aber weshalb sollte ein Prediger Theologie studiert haben? Wo bitte sehr steht das in der Bibel!?
Ich finde es eine Frechheit unserer Kirchen, dass dies eine Voraussetzung sein soll!
Natürlich sollte das eine Art "Gütesiegel" darstellen, aber trotzdem... :x

Wenn ich mich mal vor Gott trauen lassen möchte, dann sicher nicht in einer Kirche. Das kann jeder Gläubige genau so gut, wie ein 08/15 Pfarrer.

Liebe Grüsse
huschi
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Re: Hauskreise, Hauskirchen und neue Sekten

Beitragvon fugu » Mi 11. Feb 2004, 18:01

Original von huschi
Wenn ich mich mal vor Gott trauen lassen möchte, dann sicher nicht in einer Kirche. Das kann jeder Gläubige genau so gut, wie ein 08/15 Pfarrer.

Huschi, ist das nicht etwas unlogisch? Wenn du unbiblischen Kirchentraditionen gegenüber schon so sensibel bist, warum soll man sich dann "trauen lassen" und braucht dazu "einen Gläubigen"? Nur so ein Gedanke.
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Re: Hauskreise, Hauskirchen und neue Sekten

Beitragvon WeißesLicht » Mi 11. Feb 2004, 18:20

Original von kleeblatt
Hallo Leute, schliesst Euch bitte keinen neuen Hauskreisen an, die nicht über theologisch ausgebildetes Führungspersonal verfügen, oder sonst eine Gleichgesinnten-gruppe gründen wollen, in welcher es nicht um den Glauben oder Jesus geht, sondern um die Frönung des Unglaubens,
damit man damit nicht alleine ist. Es sind fürchterliche Gestalten in der Schweiz am Auftauchen, die Euch Euer Licht und Eure Liebe klauen wollen, gottesfürchtige Gottlose,
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1. Gibt es einen Nachweis der theologischen Ausbildung des Gründers dieses Kreises? Den muss man Euch zeigen.
2. Befolgen die Leute in diesem Kreis die Reinheit des Tempel Gottes? Wenn nicht, weg damit.
3. Leben die Leute das erste und zweite Gebot?
Wenn nicht, vergesst es.
4. Ist die Gemeinde anerkannt oder nicht?
Wenn nicht, seit vorsichtig damit.
5. Leben die Leute in dem Kreis nach den jüdischen 10 Geboten oder den katholischen?
Nach den katholischen, vergesst den wieder.
6. Sind die Punkte: Bekehrung, Befreiung und Evangelisation
biblisch fundiert und im Hauskreisprojekt abgedeckt?
Wenn nicht, sagt adieu dazu und geht wieder.
7. Kommt Euch irgendetwas falsch oder unfrei vor,
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*kicher*

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Re: Hauskreise, Hauskirchen und neue Sekten

Beitragvon WeißesLicht » Mi 11. Feb 2004, 18:33

Liebes Kleeblatt

Original von kleeblatt
Hallo Leute, schliesst Euch bitte keinen neuen Hauskreisen an, die nicht über theologisch ausgebildetes Führungspersonal verfügen,


magst du auch noch angeben,welche theologische Ausbildung das "Führungspersonal" genossen haben soll?

oder sonst eine Gleichgesinnten-gruppe gründen wollen, in welcher es nicht um den Glauben oder Jesus geht, sondern um die Frönung des Unglaubens,
damit man damit nicht alleine ist.


dazu muss man doch wohl erst einmal evaluieren, ob es um Glauben und Jesus geht oder nicht. Dazu aber muss man wiederum qualifiziert sein. Wenn man aber qualifiziert dazu ist,dann braucht man wohl kaum noch einen theologisch qualifizierten "Führer"

Es sind fürchterliche Gestalten in der Schweiz am Auftauchen, die Euch Euer Licht und Eure Liebe klauen wollen, gottesfürchtige Gottlose,
Wölfe im Schafspelz.


:shock: 8o :shock:
Dann wird es wohl das Beste sein, wenn wir uns dir anschließen, da du ja so gut bescheid weißt. Sach ma...spielst du vielleicht ein kleines Bisschen Apokalypse?

Geht besser in eine bereits bestehende Gemeinde. Danke.


welche kannst du denn da empfehlen?
ist das Bestehen per se ein Qualitätsmerkmal? :?

Wenn Ihr einen neuen Hauskreis oder eine Hauskirche oder auch Minihauschurch besucht dann klärt folgendes ab:
1. Gibt es einen Nachweis der theologischen Ausbildung des Gründers dieses Kreises? Den muss man Euch zeigen.


Reicht ein Taufschein? :)
Sach ma, das ist aber nicht gerade biblisch, was du da als Voraussetzungen postulierst für Hauskirchen....

2. Befolgen die Leute in diesem Kreis die Reinheit des Tempel Gottes? Wenn nicht, weg damit.


"Reinheit des Tempels Gottes" tönt gut...nur...was meinst du eigentlich damit? :?

3. Leben die Leute das erste und zweite Gebot?
Wenn nicht, vergesst es.


3. gehört wohl zu 5.
Du hast wohl deinen Fragekatalog nicht ganz gut durchgearbeitet?

4. Ist die Gemeinde anerkannt oder nicht?
Wenn nicht, seit vorsichtig damit.


von wem anerkannt?

5. Leben die Leute in dem Kreis nach den jüdischen 10 Geboten oder den katholischen?
Nach den katholischen, vergesst den wieder.


*gähn* wird jetzt wieder die Mär aufgewärmt, dass katholiken eines der zehn Gebote unter den Tisch hätten fallen lassen.
Weißte was, es reicht eigentlich wenn sie nach den zwei obersten Geboten leben, die Jesus genannt hat.

6. Sind die Punkte: Bekehrung, Befreiung und Evangelisation
biblisch fundiert und im Hauskreisprojekt abgedeckt?


also wer das alles abchecken kann,braucht keinen Hauskreis mehr, sondern kann selbst einen gründen. ;)


7. Kommt Euch irgendetwas falsch oder unfrei vor,
vergesst es.


hmmm....also mir kommt so einiges an deiner "Checkliste" irgendwie "falsch" und "unfrei" vor....

gby

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Re: Hauskreise, Hauskirchen und neue Sekten

Beitragvon huschi » Do 12. Feb 2004, 08:50

Original von fugu
Huschi, ist das nicht etwas unlogisch? Wenn du unbiblischen Kirchentraditionen gegenüber schon so sensibel bist, warum soll man sich dann "trauen lassen" und braucht dazu "einen Gläubigen"? Nur so ein Gedanke.


Hallo fugu

Genau genommen hast du recht. Aber Glauben und Kirche sind für mich zwei Paar Schuhe. "Sich trauen lassen" kann man ja auch auf viele Arten durchführen... ;) :] :D

Liebe Grüsse
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Re: Hauskreise, Hauskirchen und neue Sekten

Beitragvon Reverend Chainsaw » Mi 5. Mai 2004, 09:52

Hauskreise halte ich für gefährlich.

Der Glauben ist ein sehr komplexes Thema, speziell wenn in Hauskreisen Vergleiche mit anderen Religionen gemacht werden.

Um das wirklich objektiv und sachlich machen zu können, braucht es schon einen professionellen Background.
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Re: Hauskreise, Hauskirchen und neue Sekten

Beitragvon sev » Mo 10. Mai 2004, 22:13

morgen alle zusammen


Hauskreise halte ich für gefährlich.

Der Glauben ist ein sehr komplexes Thema, speziell wenn in Hauskreisen Vergleiche mit anderen Religionen gemacht werden.

Um das wirklich objektiv und sachlich machen zu können, braucht es schon einen professionellen Background.


was ist dann ein professioneller Hintergrund?

In der Bibel steht dass alle prediger sind. Und wenn man sich an die bibel hält kann doch eigentlich nix schiefgehen oder???

gruss sev
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Re: Hauskreise, Hauskirchen und neue Sekten

Beitragvon Taube » Di 11. Mai 2004, 20:55

Original von sev
morgen alle zusammen


Hauskreise halte ich für gefährlich.

Der Glauben ist ein sehr komplexes Thema, speziell wenn in Hauskreisen Vergleiche mit anderen Religionen gemacht werden.

Um das wirklich objektiv und sachlich machen zu können, braucht es schon einen professionellen Background.


was ist dann ein professioneller Hintergrund?

In der Bibel steht dass alle prediger sind. Und wenn man sich an die bibel hält kann doch eigentlich nix schiefgehen oder???

gruss sev



...so ganz auf die leichte Schulter sollte man die kritischen Einwürfe auch nicht nehmen. In der Geschichte hat sich immer wieder gezeigt, dass der gute Wille Inkompetenz nicht immer aufhebt: Sektiererische Tendenzen können dann schnell entstehen. Auch eine kleine Hausgemeinde oder ein Hauskreis sollte in einer grösseren Gemeinschaft eingrbettet sein.


Gruss Taube
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Re: Hauskreise, Hauskirchen und neue Sekten

Beitragvon Revoluter » Do 20. Mai 2004, 07:12

Redet doch bitte alleine weiter,
ich habe den Punkten von Kleeblatt nichts weiter hinzuzufügen oder diese zu erklären.
Die meisten Erklärungen geben sich mit der Zeit von selbst.
Wenn man im Google Suchmaske: ´10 gebote´
eingibt, dann kommt man nach kurzer Suche auf eine Webseite, in der die verschiedenen Formen der 10 gebote aufgeführt werden.

:D
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Re: Hauskreise, Hauskirchen und neue Sekten

Beitragvon lenka » So 23. Mai 2004, 23:17

Leider gibt es schon seit vielen Jahren Leute, die nur weil sie sich rhetorisch gut verkaufen, finden, sie könnten doch einen Kreis aufmachen. Jahre zurück waren das immer grad Gemeinden, die gegründet wurden mit unterschiedlichstem Hintergrund. Jetzt sind es offenbar auch Hauskreise oder der neuste Trend "Hauskirchen".
Kleeblatt hat recht, dass man aufpassen soll, aber dh nicht, dass jemand mit Ausweis (was für einen eigentlich?) einem Kreis besser vorstehen kann. Sowieso jeder sollte doch fähig sein auf sich selber aufzupassen und seine eigenen Grenzen kennen.
Kleeblatt kannte seine Grenzen, kam - mailte und verschwand....









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Re: Hauskreise, Hauskirchen und neue Sekten

Beitragvon Salzstreuer » Mo 24. Mai 2004, 15:15

Ja ja, willkommen bei den Pharisäern, Kleeblatt

Auch wenn einige der Punkte des Eingangsposts gar nicht schlecht sind, entspricht die Grundlage doch nicht der Bibel.

Hast Du Dich schon einmal mit dem Synagogengottesdienst auseinandergesetzt - das waren am anfang alles Laien.

Und Paulus schreibt im Korintherbrief, dass jeder etwas zu bringen hat ...


Du aber scheinst darauf abzuzielen, dass nur eine spezielle Sorte von super ausgebildeten (theoretikern notabene) Personen Leitung übernehmen kann.


Da habe ich meine ganz grossen Fragezeichen dazu.

-salzstreuer
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Hauskirchen

Beitragvon Michael333 » Do 27. Mai 2004, 21:05

Hallo Lenka,

also ich finde Hauskirchen bzw. Hausgemeinden viel persönlicher als die herkömmlichen Pastorengemeinden, wo man doch sowoeso nur in der anonymen Masse untergeht.

LG von Michael
;)
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Re: Hauskirchen

Beitragvon lenka » Fr 28. Mai 2004, 02:01

Na dann habe ich vielleicht wieder mal schlechte Erfahrungen gemacht(?) Ist das nicht wie ein Sechser im Lotto? Das erschüttert mich eigentlich.
@ salzstreuer: Ich habe mich bisher nicht betroffen gefühlt mit den Pharisäern - jetzt denke ich aber, dass Du mich schon gemeint hast und nicht den Autor des Themas. Der ist ja abgetaucht. Bist Du ein Mitglied in einer solchen Gemeinde? Ich habe schon allerlei erlebt und ich bemühe mich die gehabten Erfahrungen nicht zur Maxime zu machen. ABER - ich habe gelernt hinzuschauen ...auch wenn das nicht gerne gesehen wird.....und beeinflussen tut mich meine Erfahrung halt doch. M.E. sprichst Du gerne ohne gross den Hintergrund zu kennen, stimmts?
@ michael333: Meiner Meinung nach sollte eine Gemeinde oder ein Kreis offen sein. Ich fand weder Offenheit noch Interesse noch Wärme sondern stellte Angst und Grenzen fest und das wiederum lässt bei mir die Alarmglocken schrillen. Es ist schon so, ein Kreis ist schnell gegründet - wenn er auseinanderfällt, dann gibt es viele Verletzungen. Ich bin auch der Meinung, dass jeder seinen Beitrag leisten kann und darf, aber es sollte trotzdem eine Leitung da sein, die zur Struktur schaut. Ist das altmodisch?

Ich erzähle Euch gerne wie mein Kontakt zu Hauskirchen zustande kam. Beim Surfen habe ich sie entdeckt und fand das recht interessant. Am Wohnort in die Gemeinde gehen und nicht Wege von einer halben Stunde und mehr Distanz, das wär´s. Das mit der Bibelstelle wie die Finanzen zusammenkommen fand ich eher fragwürdig, hat mich aber nicht davon abgehalten sie anzumailen und mein Interesse bekanntzugeben.
Es ging mehr als 4 Wochen bis ich eines Tages eine Mail erhielt, in der es hiess, der Leiter habe dies an sie weitergeleitet. Sie stellten mir in Aussicht, ich würde demnächst eingeladen. Grad jetzt sei es nicht passend. Es dauerte weitere 3 Wochen bis zum nächsten Kontakt, den wieder ich herstellte. Ich beschloss mich erstmals vorzustellen per e-Mail und war sehr offen, sodann machte ich mich via Google kundig über Hauskirchenarbeit. Las von Wolfgang Simson und überlegte ob ich vielleicht das Buch über Hauskirchenarbeit lesen sollte. Was mich auch faszinierte und motivierte, war, dass dieser Kreis an meinem unmittelbaren Wohnort - keine 5 Min. von wo ich wohne, stattfindet - und eben - ich suche seit geraumer Zeit eine Gemeinde.
Es kam der Tag, wo ich eingeladen wurde und auf einen Kreis von ca. 7 Leuten traf, die erstmals zusammenassen.
Einer der Leiter setzte sich zu mir und fragte mich aus, woher ich diese Information hätte. Ich erwähnte Wolfgang Simson, ich hatte diverses von ihm und über ihn gelesen - und mir wurde erklärt, " ja es sei dann schon nicht ganz so wie bei W. Simson". Das machte mir nichts weiter aus, "sie seien halt Anfänger" (für mich kein Problem). Ich erwartete, dass sich die Leute auch vorstellen würden, doch nichts derartiges geschah. Es wurde sehr vage beschrieben, wieviel Segen sie schon gehabt hätten, wie wunderbar es sei zusammen zu kämpfen....ein paar Lieder wurden gesungen und es wurde auch gebetet, doch fand ich den Draht nicht (und sie offenbar auch nicht). Ich stellte fest, dass ich diese Leute alle schon gesehen habe, beim Einkaufen, hätte aber nicht bemerkt, dass sie Christen sind? Inzwischen dachte ich, dass ich doch wieder mal voreilig gewesen sei mit der Verbreitung persönlicher Daten. Das war´s. Ich habe niemehr etwas gehört, sie wissen ziemlich viel von mir - ... Inzwischen fand der Regionaltag statt, ich wurde nicht eingeladen, also für mich ist die Sache gelaufen.
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Re: Hauskirchen

Beitragvon Salzstreuer » Fr 28. Mai 2004, 07:07

@lenka


TUT MIR LEID! Du hast mich falsch verstanden und ich habe mich schlecht ausgedrückt.

Mein Post geht auf den Anfangspost zurück, nicht auf Deinen, obwohl er gerade vor meinem steht.

Ich entschuldige mich dafür und mache noch nen kleinen Edit ;)

-salzstreuer

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Re: Hauskreise, Hauskirchen und neue Sekten

Beitragvon gibb » So 20. Jun 2004, 18:20

haha lustig,
bei deinem Schreiben kommt mir alles
sehr komisch vor


Habe gelesen, das Pastorenamt sei unbiblisch, wusstest Du das auch?
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Re: Hauskirchen

Beitragvon Gotteskind » Do 29. Jul 2004, 10:50

Hallo Lenka

Für mich ist der Hauskreis etwas sehr wichtiges. Ich allerdings hatte nicht solche Probleme damit.

Durch die Mutter meines Freundes kam ich zur Gemeinde Vineyard. Der Leiter und seine Frau waren sehr nett. Kurz darauf wurde ich in eine der Kleingruppen eingeladen, aber es kam nicht dazu. Erst einige Zeit später wurde eine neue Kleingruppe gegründet, ich war von Anfang an dabei. Geplant war die Gruppe zuerst mit 3 Leuten, aber wir waren 5. Umso besser. Wir konnten uns alle gegenseitig kennen lernen. Wir wurden wie eine Familie! Voll da für einander.

Besonders beim Beten geschahen Wunder. Gott hat so mächtig und stark in unserer Kleingruppe gewirkt wie kaum in anderen Kleingruppen. Es ist toll zu wissen, dass man jemanden hat, der einen durch schwierige Zeiten trägt.

Momentan bin ich wieder auf der Suche nach einer anderen Gemeinde. Und ich habe sogar daran gedacht, eine Art "Kleingruppe" mit einer Kollegin anzufangen. Klar müssten wir mit anderen Christen Kontakt halten, damit wir nicht einer Irrlehre verfallen. Aber wer sagt denn, dass Kleingruppenleiter ausgebildete Theologen sein müssen? Ich habe auch Theologen getroffen, die einige wichtige Aspekte der Bibel weglassen oder einfach unterdrücken, weil sie das Thema generell nicht anschneiden wollen. Das beste Beispiel ist die Dämonenaustreibung. Da stosse ich jedes Mal gegen eine Wand. Kaum jemand nimmt dieses Thema ernst!

Hauskreise und Kleingruppen sind wichtig. Sie fördern die Gemeinschaft untereinander (als Christen), sie bringen jedem etwas. Man kann durch andere etwas lernen und über wichtige Themen diskutieren...

Sei gesegnet im Namen Jesu! :)
Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus.
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Re: Hauskirchen

Beitragvon lenka » Do 29. Jul 2004, 12:02

Hallo Gotteskind,

....ja so ist es verschieden im Leben.... die einen finden auf Anhieb was sie suchen - gilt für ganz vieles - und die anderen bleiben draussen...
Ich bin aber nicht so bitter, wie das jetzt tönt, ich habe inzwischen auch die Ansicht, dass es einfach nicht bestimmt war für mich und dass ich warten muss, bis das richtige auftaucht - und offen bleiben! ;)

Grüsslein
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Einige bleiben (leider) draußen

Beitragvon Michael333 » Do 29. Jul 2004, 16:38

Hallo Lenka,

ja, da hast Du leider recht! Es ist leider so, einige Christen können sich sehr gut in Gemeinden (egal ob herkömmliche Pastorengemeinden oder Hausgemeinden) integrieren, andere haben das Pech, daß sie entweder durch zuviel Unschlüssigkeit, in welche Gemeinde denn nun gehen sollen, den Gemeindeeintritt verspielt haben, oder daß sie durch eine ungeeignete Äußerung "rausgeschmissen" worden sind. So war es bei mir nämlich!

Beides hat sich in meiner unseligen Gemeindelaufbahn ereignet, und es ärgert mich sehr, daß ich bei mir in Braunschweig in keiner Gemeinde mehr Mitglied sein darf.

LG von Michael
:x
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Re: Einige bleiben (leider) draußen

Beitragvon Gotteskind » Fr 30. Jul 2004, 07:58

Michael333, wieso darfst du denn icht ein Mitglied werden? In keiner der Gemeinden DARFST du hinein?
Wenn du es nicht darfst, dann handeln diese Gemeinden nicht nach dem Wille Gottes. Es darf keiner grundlos einfach rausgeschmissen werden!!!

Eine Zeit lang war es in Bern auch so... Die Alkoholiker, die ständig auf der Kirchentreppe sassen, blieben draussen. Doch diese hatten es am nötigsten!!!

Ich hatte das Glück, dass ich mich von Anfang an gut einleben konnte, aber als ich im Glauben wachsen wollte, stiess ich gegen eine Wand. Aber es kommt immer darauf an, wie die Einstellung einzelner Christen ist...

Ich wünsche dir auf der Suche nach einer Gemeinde viel Glück und Gottes Wirken! Ich bin ebenfalls auf der Suche und hoffe auch, dass ich etwas entsprechendes finde ;-)
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Re: Einige bleiben (leider) draußen

Beitragvon lenka » Fr 30. Jul 2004, 11:02

Hallo Michael und Gotteskind,
es ist halt nicht dasselbe, ob man in jungen Jahren zu einer Gemeinde findet oder ob man älter ist und vielleicht auch Erfahrungen hat, von denen man sagt, dass man sie nicht mehr will.
Gemeinden wo nur eine Altersstruktur von zB -35 vorkommt sind nicht dassellbe wie eine gemischte Gemeinde mit alt und jung.
Die obige Altersangabe könnte man auch mit x-einem anderen Alter angeben. Ich will nicht in eine alte Gemeinde und nicht in eine junge. Wo findet man eine gemischte? Ich will auch keine Gemeinde, die Hobbies pflegt in der Verkündigung sondern die "old time religion" - das Evangelium, die Frohbotschaft verkündet - für ALLE Menschen!

Wenn Du Michael sagst, dass Du in keine Gemeinde mehr "darfst" - was ist dann passiert? Eigentlich gibt es nichts, was Dir den Weg versperren sollte, denn Christen leben von der Vergebung! dazu zählen mit Sicherheit auch die Gemeinden in Braunschweig und Umgebung! Oder bin ich da auf dem Holzweg?

@gotteskind: Was fasziniert Dich an der "Dämonenaustreibung" und was möchtest Du in dieser Hinsicht lernen?
Das ist ein sehr gefährliches Gebiet. Indem man sich mit diesem Thema befasst, wird man auch damit konfrontiert. Gefährliche Neugier!


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Ich bleibe (leider) draußen!?!?!

Beitragvon Michael333 » Fr 30. Jul 2004, 11:14

Hallo Lenka, hallo Gotteskind,

in die Braunschweiger Gemeinde, wo ich gerne geblieben wäre, aber wegen einer Lappalie rausgeschmissen wurde, würde ich gerne wieder zurück gehen, gerne auch nach einem ausgiebigen Gespräch über die Vorfälle, und meine Absicht, es in Zukunft nicht mehr so weit kommen zu lassen.

So ein Gespräch wurde mir ja auch angeboten im Frühjahr 2002, um halt dann wieder in der entsprechenden Gemeinde zughörig sein zu dürfen; es kam nur aber leider nicht zu eben diesem Gespräch.

LG von Michael
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Re: Ich bleibe (leider) draußen!?!?!

Beitragvon lenka » Fr 30. Jul 2004, 12:02

Frag doch nochmals an - höflich und korrekt - und bitte um das in Aussicht gestellte Gespräch.

Der Herr segne Dich!
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