Ivo Sasek

Sondergruppen, Fanatismus

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Ivo Sasek

Beitragvon Michael333 » Mi 19. Mai 2004, 16:20

Hallo Leute,

kennt von Euch jemand den Schweizer Ivo Sasek? Dessen Bewegung OCG (organsiche Chirstus-Generation) fasziniert mich, irgendwie, weil die nämlich ein radikales Christsein predigen und auch vorleben, im Gegensatz zu den "Christen" in den "herkömmlichen" Gemeinden!

LG von Michael
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Re: Ivo Sasek

Beitragvon gingko » Mi 19. Mai 2004, 21:12

Habe ich noch nie von gehört. Habe mal eben im Internet geguckt, da läßt sich einiges dazu finden -> google läßt grüßen ;)
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Re: Ivo Sasek

Beitragvon Revoluter » Do 20. Mai 2004, 11:04

1.Ich denk mir halt, dass eine göttliche Berufung die Kritikempfänglichkeit und Kritikoffenheit nicht ausser Kraft setzt.

2.Woher will denn der Sasek wissen, wie das Reich Gottes funktioniert? Hat Er es geschaffen?

3.Woher weiss der Sasek, ob die ´Rute´ tatsächlich das richtige Züchtigungswerkzeug ist?

4. Nur weil einer Griechisch kann und die Bibel auswendig gelesen hat, und meint er sei ein Prophet heisst das noch lange nicht, dass kein Dämon in seiner Seele hockt.

5. Wenn dann die beiden seiner Kinder Elias und Henoch erwachsen sind, müssen die dann die beiden letzten Zeugen machen, sonst gibt´s Rute!

6. Gehört eigentlich schon wegen Kindesmisshandlung eingesperrt! Und von mir aus kann der Pabst oder sonst wer dem Sasek die Lizenz zum Auftreten entziehen und ihn mitsamt seiner Familie des Landes verweisen. Von mir aus gesehen verstösst der Sasek gegen die 10 Gebote, das Gesetz Gottes, die Menschenrechte und das Personenrecht und Kindesrecht, also tschüss Sasek.

7. Wenn noch mehr von dieser Sorte auftauchen, wird das Strafrechtliche Konsequenzen für diese Leute haben. Dafür werde ich sorgen!!!

8. Ist übrigens gerade ein treffender Gedanke, um diesen auch noch abzugeben: Falsche Propheten oder sogenannte Jesusse, die keine sind, gehören nicht in die Psychiatrie sondern lebenslänglich ins Zuchthaus, damit sie die Rute kriegen! Da mit dem Glauben ganze Gesellschaften betrogen werden können, ist eine lebenslange Haftstrafe unumgänglich und notwendig. Zumindest sollte dies im Schweizerischen Recht verankert sein, damit keine weiteren, schlimmeren falschen Propheten in unser Land spazieren, ohne Zwischenhalt im Knast zu machen. Weil eins ist ganz sicher, die bösen Buben im Knast, therapieren so einen eher, als alle Medikamente der Welt.


:))

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Re: Ivo Sasek

Beitragvon Regina » Do 20. Mai 2004, 12:21

Wieder einma gehts um diesen, in meinen Augen christlich verbrämten Verbrecher. Ich verstehe nicht, dass die Obrigkeit nicht einmal hart durchgreift?! :x

Habe den angebenen Link wieder entfernt, da ich ihn mit einem anderen verwechselt habe und diesen jetzt nicht mehr (auswendig) weiss.... :(( SORRY!
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Re: Ivo Sasek

Beitragvon Revoluter » Do 20. Mai 2004, 13:02

Ich verstehe nicht, dass die Obrigkeit nicht einmal hart durchgreift?!


Ach, wer will sich schon mit solchen Leuten befassen,
in der Schweiz zählt die Statistik sowieso mehr als die Prophylaxe. Also ich wüsste gerade nicht, an wen ich mich wenden müsste, wollte ich einen Glaubensbetrüger anklagen.
Weil die Institution müsste ja dann über die Wahrheit verfügen, anhand welcher Grundlagen,sie eine Verurteilung vornehmen kann. Da Sasek jedoch nicht angeklagt wird, denk ich mir, kennt auch niemand die Wahrheit, oder die, die sie kennen, die kennen sie für die Statistik und nicht, um sie zu verteidigen. Und da ja Religions-, und Glaubensfreiheit besteht, ist die Schweiz bezüglich Scharlatanen und Falsch-Sehern sowieso im Hintertreffen, muss also ALLES tolerieren.
Doch dieses kleine Problem liesse sich mit einer Sonderklausel in der Gesetzgebung erweitern und verbessern.
Sonderklausel: "Falsche Propheten und falsche Jesusse und sonstige abnorme Gesellschaftsbetrüger, bei denen eine persönliche Heilung unmöglich ist, gehören des Landes verwiesen oder lebenslänglich mit Zuchthaus bestraft."

Aber anstatt, dass man nach der wahrsten Wahrheit sucht, um eine Verurteilungs, und Beurteilungsgrundlage für solche Fälle zu haben, kann man auch ausdeklarieren, wann ein Mensch dämonisch Besessen und/oder teuflisch Besetzt ist,
und dann hat man auch eine Grundlage die ausreicht, um solche Triebtäter erkennen zu können. Das kann man mithilfe der Bibel, der Verhaltenspsychologie und der Sozialpsychologie relativ rasch und einfach ausdeklarieren.
Und wer´s noch schneller haben will, der kaufe sich das Buch von Doktor Kurt Koch: Okkultismus und Seelsorge.
Da steht drin, wer, wann, wieso Besessen ist. Diese Infos kann man dann mit ein paar Experten statistisch überprüfen und ein Grundresumée mithilfe der Bibel bilden.

Weil es geht ja nicht um den Sasek, sondern die Kinder, die dementsprechend ´Abnormal´ so Amishmässig aufwachsen und erzogen werden. Die werden auch mal älter und was werden die dann? Priester und Prediger wahrscheinlich, muss ja fast so sein. Und was werden deren Kinder? Priester und Prediger, muss ja fast so sein. Das wären dann bereits so ungefähr um die 30 Leute mit der Zeit, die alle denselben Job machen. Daher finde ich, sollte man ein bisschen regulierend wirken, damit in 10 Jahren auch noch irgendeiner Brot bäckt und die Strasse wischt und nicht alle entweder im Bundeshaus oder in der Kirche sitzen.
Oder als Wanderprediger durchs Land ziehen. Ich meine, machen und zulassen kann man dass schon, ich werde dann später einfach mal meine Meldung abgeben und die wird dann in etwa heissen: "Seit ihr eigentlich alle verrückt geworden, oder was!?"




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Inwiefern ist Ivo Sasek ein Verbrecher?

Beitragvon Michael333 » Do 20. Mai 2004, 13:31

Hallo Regina,

inwiefern denn ist Ivo Sasek ein Verbrehcer? Theologisch habe ich bei ihm noch keine Absonderlichkeiten entdeckt. OK, das mit der Prügelstrafe für Ungehorsame ist vielleicht ein bißchen krass, aber sonst!?

LG von Michael
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Re: Inwiefern ist Ivo Sasek ein Verbrecher?

Beitragvon Taube » Do 20. Mai 2004, 13:46

Original von Michael333
Hallo Regina,

inwiefern denn ist Ivo Sasek ein Verbrehcer? Theologisch habe ich bei ihm noch keine Absonderlichkeiten entdeckt. OK, das mit der Prügelstrafe für Ungehorsame ist vielleicht ein bißchen krass, aber sonst!?

LG von Michael




...vielleicht ein bisschen krass, vielleicht auch etwas mehr als krass! Die Ansichten gehen da auseinander:

http://www.bibelbund.christen.net/htm/2002-2-41.htm
oder
http://www.b19.de/Ivo_Sasek/ivo_sasek.htm


Da kommt ja verschiedene andere theologische Tendenzen zum Ausdruck ausser Kinder verprügeln.



Gruss Taube
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Inwiefern ist Ivo Sasek ein Verbrecher?

Beitragvon Michael333 » Do 20. Mai 2004, 14:08

Hallo Taube,

ja, jene Berichte hatte ich früher auch schon einmal gelesen gehabt. Das mit dem Verprügeln der Kinder ist mir allerdings am nachhaltigsten im Gedächtnis geblieben.

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Re: Inwiefern ist Ivo Sasek ein Verbrecher?

Beitragvon Regina » Fr 21. Mai 2004, 06:39

Kindesmisshanlungen sind nun einmal ein Verbrechen! Ivo sasek fordert Eltern auf, ihre Kinder zu schlagen und zu züchtigen und damit zu misshandeln! Dazu kommt die Gehirnwäsche der Kinder, dass er ihnen einbläut, dass es rechten und gottgefällig ist wenn sie Dresche bekommen - und zwar auch bei Kleinigkeiten! Als Nötigung empfinde ich es, wenn diese Kinder dann auch noch öffentlich verkündigen müssen: "Lieber die Rute und in den Himmel kommen, als ohne Rute in die Hölle zu kommen." Dieser Slogan wird den Kindern dort von klein auf eingetrichtert und eingeimpft und andressiert. Ich denke nicht, dass dies wirklich derMeinung der Kinder entspricht. :x

Zu guter letzt dann diese unmöglichen, biblisch verbrämten Irrlehren dieses selbsternannten Möchtegern Propheten! Es ist eine christliche Christen und Volksverdummung! Das gehört unbedingt unterbunden!

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Re: Inwiefern ist Ivo Sasek ein Verbrecher?

Beitragvon Salzstreuer » Fr 21. Mai 2004, 06:59

Ich kenne es zu wenig, habe aber ein wenig im Netz gestöbert. DAbei ist mir vorallem diese Seite hier (neben vielen andern ) aufgefallen:

http://www.b19.de/Ivo_Sasek/ivo_sasek.htm

Da hat es ein paar Dateien, die lesenswert sind.

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Re: Inwiefern ist Ivo Sasek ein Verbrecher?

Beitragvon Taube » Fr 21. Mai 2004, 07:02

Danke für den Link - gerade bei solchen Sachen ist doppelt genäht wichtig! Nicht jeder liest den Thread, bevor er schreibt. ;)
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OCG ist KEINE Sekte!

Beitragvon Michael333 » Fr 21. Mai 2004, 10:22

Hallo Leute,

inwiefern ist die OCG eine Sekte? Mit dem Wort "Sekte" wird unter den Christen, die unfähig oder nicht willens sind, vor ihrer eigenen Tür zu kehren, immer sehr inflationär umgegangen, und das ist sehr schlecht!

Wie ich durch Internet-Recherche herausgefunden habe, gibt es mittlerweile in Hannover auch OCG-Anhänger.

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Re: OCG-Sekte weitet sich auch nach Norddeutschlan aus!

Beitragvon sterngucker » Fr 21. Mai 2004, 11:15

Original von Michael333
Hallo Leute,

freilich ist es wichtig, daß man solche Sekten wie die OCG verhindert, und zwar geht das u. a. auch segr gut durch Aufklärung. Vielleicht auch durch das Einschalten der öffentlichen Medien, z. B. des Fernsehens.

Wie ich durch Internet-Recherche herausgefunden habe, gibt es mittlerweile in Hannover auch OCG-Anhänger.

LG von Michael
:(


ich denke nicht, dass den medien solche sekten unbekannt sind. jedoch braucht es ein wenig zeit bis die journalisten wieder platz frei haben für solche geschichten.

liebe grüsse

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Re: OCG-Sekte weitet sich auch nach Norddeutschlan aus!

Beitragvon spiros » Do 27. Mai 2004, 19:52

Wir haben nämlich diesen Mann als eine Pest befunden ...
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Re: Inwiefern ist Ivo Sasek ein Verbrecher?

Beitragvon Salzstreuer » Fr 28. Mai 2004, 06:02

Original von Taube
Danke für den Link - gerade bei solchen Sachen ist doppelt genäht wichtig! Nicht jeder liest den Thread, bevor er schreibt. ;)


Uah, volle Breitseite erwischt und versenkt.

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Re: Inwiefern ist Ivo Sasek ein Verbrecher?

Beitragvon Orca777 » Sa 12. Jun 2004, 23:00

Na, da geht´s aber ab hier,
Habe Ivo life gehört, und muss sagen
dass er kein Baltt vor dem Mund nimmt,
und sine Absicht ist zu einem lebendigen Glauben zurückzuführen, oder Begrifflicheiten wie Glaube dynamich in Licht rückt.

Sein Gedanken/Ausführeungen des organischen (Leib) wird stark betont.
Wir leben ja im Zeitalter des individualismus, also ok.
Super gefällt mir sein Buch glaubend oder gläubig.

Allerdings kann ich nicht allem folgen, wie z.B. dass Leute die organisch sein wollen sich eigens in den Organsismus aufnehmen lassen genannt OHG, ...

Dass find ich überflüssig weil der Leib ohne denonminativen Verschönerungen auskommt.

Auch dass die Schweitzer bei aller Vaterlandsliebe ´frommer´ sein sollen als ´andere´ sehe ich nicht so.

Aber trotzdem für Anregung im Glaubensleben mit Jesus dem Sohn Gottes super!


Carl r.



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Re: Inwiefern ist Ivo Sasek ein Verbrecher?

Beitragvon mczakk » Mi 18. Aug 2004, 02:28

Hi, habe die Diskussion ein wenig verfolgt.
Achtung ich komme aus Norddeutschland und...nein, aber ich war jetzt schon ein paar mal bei Veranstaltungen von der OCG und muss sagen: noch nie (!!!!) noch nie habe ich einen Prediger so ein wahres Wort sprechen hören und ich habe schon viele Gemeinden gesehen/gehört.
Nun zur Kindererziehung. Erstens ist es kein "verprügeln" und zweitens züchtigt der Vater seinen Sohn, wenn er ihn liebt (na, habt ihr doch irgendwo mal gelesen oder?). Es geht hier doch nicht um gewalt-ausüben, sondern um Züchtigung. Aber für ein Christentum das lediglich human ist, aber nicht christlich, ist das natürlich unverständlich.
ich kann jedem nur empfehlen die ocg zu besuchen und selbst zu prüfen, und sich nicht die meinung aus dem internet zu holen
oftmals zeigt sich das wahre darin, dass es im weltlichen zunichte gemacht wird.
mfg
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Re: Keine Hobbies haben dürfen....

Beitragvon mczakk » Fr 20. Aug 2004, 21:42

Hi,
hmm, ich glaube nicht das hobbies in dem sinne "verboten" oder so sind. was die ocg lehrt ist nur ein weg, in dem Jesus alle bereiche deines lebens einnimmt, so wie Paulus wirklich alles nur auf ein ziel hinaus getan hat, nämlich im heiligen geist zu wandeln, und zwar nicht nur ein paar stunden am tag, sondern 24 h. sollte das nicht auch das ziel eines christen sein? nichts anderes steht in der Bibel.
Ich bin schon lange (relativ ;-) ) christ, bzw "christ", und habe auch nie geglaubt das man wirklich permanent im geist wandeln kann, aber ich habe gemerkt, das hinter dem wort von ivo so eine menge geistige power steckt, das ich gar nicht anders kann, als seine bücher zu lesen. und das liegt nicht an der person ivo sasek, sondern an seinem weg, da er sich wirklich 100% auf gott eingelassen hat. und mal ehrlich, wieviele christen, können das von sich behaupten, ich zumindest nicht.
grüße zakk
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Re: Keine Hobbies haben dürfen....

Beitragvon Regina » So 22. Aug 2004, 07:16

Es läuft darauf hinaus, dass die Anhänger von Ivo Sasek, IHM mehr gehorchen müssen als ihrem gewissen oder auch Gott! Denn was Sasek sagt ist Gebot und MUSS getan werden.

Überspitzt: Wenn er sagt: "Spring von der Brücke" dann muss der Anhänger es tun. Wenn er es nicht tut, wird er als rebellischer Kritikgeist angesehen, der sich ´Gott widersetzt.

Klartext: Ivo Sasek ist der Gott seiner sekte!

Tut mir leid, aber so habe ich es erlebt, denn so Mitte der 80er Jahre kamen dessen Lehren auf - und sie wurden in meiner damaligen Gemeinde hochgejubelt und gelehrt.....

Als einmal ein Ältester mit deiner Frau bei uns zu besuch war abends und unsere beiden ältesten Kinder immer wieder aus dem Bett kamen und dies und das wollten ("Mama ich hab Durst".... "Mama ich kann nicht schlafen"...) - und weder mein Mann noch ich sie dafür züchtigten, hat der feine Herr einfach einen Kochlöffel genommen und sie geschlagen!

Ich habe den "Bruder" angezeigt und er wurde auch verurteilt zu einer geldstafe, die er einer Einrichtung für misshandelte Kinder überweisen musste!


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Re: Inwiefern ist Ivo Sasek ein Verbrecher?

Beitragvon Mygo » So 22. Aug 2004, 08:11

Ich glaub mal, dass der Ivo Sasek auch das Gesicht vom falschen Jesus hatte.

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Re: Keine Hobbies haben dürfen....

Beitragvon Orca777 » So 22. Aug 2004, 14:43

Hallo Regina,
kann es sein dass dieser Älteste da ein bisschen was missverstanden hat?
Denn von Ivo wird nicht stellvetretende Züchtigung gelehrt,
d.h. dass jemand andere Kinder als die eigenen züchtigen soll.


Es passiert doch oft das extreme Lehren missverstanden, missbraucht werden.
Ich hab allerdings auch den Eindruck das Ivo zu viel im Mittelpunkt steht, und das ein christ nie jemand anderen als Ersatz für den heiligen Geist und als Ersatz für Seine peröhnlichen Beziehung zu Gott missbrauchen darf.

Liebe Grüsse

Carl

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Re: Keine Hobbies haben dürfen....

Beitragvon Regina » So 22. Aug 2004, 17:44

ich reagiere auf Ivo Sasek & Co. genauso wie auf Reinhard Bonnke, benny Hinn Co. inzwischen hoch allergisch, dass ich lieber nicht mehr viel dazu sage, wenn es nicht doch mal ein griff ins Klo werden soll.

Regina
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Re: Ivo Sasek

Beitragvon sounds » So 22. Aug 2004, 19:34

über die Organisation schaue mal unter:
http://www.relinfo.ch/default.htm
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Re: Keine Hobbies haben dürfen....

Beitragvon Orca777 » So 22. Aug 2004, 21:46

Original von Regina
ich reagiere auf Ivo Sasek & Co. genauso wie auf Reinhard Bonnke, benny Hinn Co. inzwischen hoch allergisch, dass ich lieber nicht mehr viel dazu sage, wenn es nicht doch mal ein griff ins Klo werden soll.

Regina

Du hast also auch die charismatische welle hinter dir:-)
Liebe Grüsse
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Charismatische Welle hinter sich haben....

Beitragvon Michael333 » Mo 23. Aug 2004, 10:29

Hallo Orca 777,

nun, nicht nur Regina, sondern auch ich habe die (extrem) charismatische Welle eigentlich hinter mir, in Bezug auf Benny Hinn, Rodney-Howard Browne sowie übrigens auch die CAI.

Oft jedoch grübele ich darüber nach, warum in extrem charismatischen Gemeinden die Leute so fanatisch hinter diesen Verführern stehen, diese Verführer verteidigen und wütend über die Leute sind, die diese "Gesalbten" auch nur ein winziges Bißchen antasten oder kritisieren.

Da wird dann behauptet, man würde die unvergebbare Sünde wider den Heiligen Geist begehen, wenn man am Zungenreden oder am sog. Toronto-"Segen" Kritik übt.

LG von Michael

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Re: Charismatische Welle hinter sich haben....

Beitragvon Orca777 » Mo 23. Aug 2004, 21:10

Original von Michael333
Hallo Orca 777,

nun, nicht nur Regina, sondern auch ich habe die (extrem) charismatische Welle eigentlich hinter mir, in Bezug auf Benny Hinn, Rodney-Howard Browne sowie übrigens auch die CAI.

Oft jedoch grübele ich darüber nach, warum in extrem charismatischen Gemeinden die Leute so fanatisch hinter diesen Verführern stehen, diese Verführer verteidigen und wütend über die Leute sind, die diese "Gesalbten" auch nur ein winziges Bißchen antasten oder kritisieren.

Da wird dann behauptet, man würde die unvergebbare Sünde wider den Heiligen Geist begehen, wenn man am Zungenreden oder am sog. Toronto-"Segen" Kritik übt.

LG von Michael

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Ich muss mal ein bisschen früher anfangen -
Vor ca 20 Jahren wurde ich von Leuten angesprochen Jesus kennenzulernen, dass war eigentlich führ Jahre die einer der wenig nicht nach irgendeiner Gemeinderichtung verseuchte Aktion.

Dann landete ich in eienr evangelikalen gemeinde, wo man peinlich geau auf das Wort achtete, aber das siegreich Lebe n in christus fiel unter den tisch. Später muss ich sagen sehr vie lspäter erkannte ich das trotz sehr netter Leute in einer Sekte gelandet war :-(((

Wir öffneten uns für die charismatische Welle die uns Anfangs wie eine Befreiung erschien, aber trotz viel Heiligen Geistes und was alles so passiert blieb das siegreiche Leben in Jesus auf der Strecke.

Zur Zeit sind wir in gar keiner
Church. Diesen allein selig machende Aura ziehen sich viel Denominationen an egal ob sie charismatisch, evanglikal, methodistisch, babtistisch sind, lutherisch, alt-katholisch, neu-....

Für mich gibts da ne ganze einfache formel jetzt, wenn jemand als Christ führende Position beansprucht dann nur aus dem Grund weil er durch sein Leben und Botschaft Leute radikal an Jesus bindet, nciht an irgend eine Person, nicht an irgendeine Denomination, nicht an irgendeine tolle Idee;

Was mir an Ivo nicht gefällt ist der exklusive Anspruch seiner Aussagen.
Oft erlebe ich Pastor(en/innen) die so agieren weil Sie in der Vergngenheit tief von Brüder verletzt wurden und so jetzt einen (ihren) Feldzug der gerechtigkeit führen?

Die Frage ist nur wenn einer wirklich im Geist und Macht eines Apostels kommt, die Werke eine Apostel hat (sehe ich bei Ivo nicht, tritt als Lehrer auf), ob wir den nicht auch zerreissen.
Ich hoffe nicht.

so long
Carl



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Re: Charismatische Welle hinter sich haben....

Beitragvon marie-theres » Mo 23. Aug 2004, 22:05

Ich möchte hier einen anderen Gedanken einwerfen, ohne benannte "Persönlichkeiten" anzusprechen.

Ist es nicht oft so, dass wir Menschen jemanden zu einem Superstar machen und erwarten, dass dieser perfekt sein muss. Sind dann aber enttäuscht wenn wir einen Fehler entdecken.

Ist es nicht auch bei enttäuschten Christen oft so, dass sie von anderen Menschen erwarten statt von Gott selber. Ist es doch bequemer sich an den Bruder oder die Schwester zu hängen als selber erwachsen zu werden?!
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Re: Charismatische Welle hinter sich haben....

Beitragvon cori » Di 24. Aug 2004, 10:29

Original von marie-theres

Ist es nicht oft so, dass wir Menschen jemanden zu einem Superstar machen und erwarten, dass dieser perfekt sein muss. Sind dann aber enttäuscht wenn wir einen Fehler entdecken.

Ist es nicht auch bei enttäuschten Christen oft so, dass sie von anderen Menschen erwarten statt von Gott selber. Ist es doch bequemer sich an den Bruder oder die Schwester zu hängen als selber erwachsen zu werden?!


Danke, marie-theres, für diese feine Antwort.

Es besteht immer die Gefahr, das Kind mit dem Bad auszuschütten, wenn wir bei solchen bekannten Persönlichkeiten Fehler finden.

Die Bibel sagt etwas anderes:
Prüft aber alles, und das Gute behaltet . (1.Thess.5, 21)


Liebe Grüsse
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Charismatische Welle hinter sich haben....

Beitragvon Michael333 » Di 24. Aug 2004, 10:51

Hallo Marie-Theres,

also mich an einen Bruder oder an eine Schwester hängen, sowas mache ich nicht, ich selber bin schon in der Lage, auf Gott zu sehen.

Dennoch nervt es mich, wenn man bedrängt wird in einer extrem charismatischen Gemeinde, in anderen Zungen zu beten.

LG von Michael
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Re: Charismatische Welle hinter sich haben....

Beitragvon Orca777 » Di 24. Aug 2004, 15:53

Original von marie-theres
Ich möchte hier einen anderen Gedanken einwerfen, ohne benannte "Persönlichkeiten" anzusprechen.

Ist es nicht oft so, dass wir Menschen jemanden zu einem Superstar machen und erwarten, dass dieser perfekt sein muss. Sind dann aber enttäuscht wenn wir einen Fehler entdecken.

Ist es nicht auch bei enttäuschten Christen oft so, dass sie von anderen Menschen erwarten statt von Gott selber. Ist es doch bequemer sich an den Bruder oder die Schwester zu hängen als selber erwachsen zu werden?!

Ja - genauso ist es und genauso hab ich es oft gemacht
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Re: Charismatische Welle hinter sich haben....

Beitragvon Orca777 » Mi 25. Aug 2004, 21:07

Original von Michael333
Hallo Marie-Theres,

also mich an einen Bruder oder an eine Schwester hängen, sowas mache ich nicht, ich selber bin schon in der Lage, auf Gott zu sehen.

Dennoch nervt es mich, wenn man bedrängt wird in einer extrem charismatischen Gemeinde, in anderen Zungen zu beten.

LG von Michael
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Hi Michael, ´Du musst Deinen Geist befreien´ :-) ( Neo in Matrix ), - oder lass Dich nicht in die Enge treiben.
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Re: Charismatische Welle hinter sich haben....

Beitragvon lenka » So 29. Aug 2004, 17:32

Ich bin froh, dass man sich im Internet informieren kann über Zeitgenossen wie zB Ivo Sasek. Aus meiner Sicht hätte man wohl null Chance sich ein ausgewogenes Bild von ihm zu machen, wenn dies durch Besuche bei ihm oder an Veranstaltungen geschehen sollte, da er dermassen rhetorisch begabt ist.
Ich habe, weil ich im Kontakt mit jemandem stehe, der sehr angetan ist von ihm, mir seine Biographie ausgedruckt und gelesen und ich habe auch die kritischen Sachen von Dresden und anderswo gelesen. Es ist furchtbar, wenn eine Gemeinde wegen einem Prediger der eingeladen wird, draufgeht.

Die Sachen mit der Kinderzüchtigung, es wird ja auch gesagt, dass Erwachsene schon geschlagen wurden (?) ist auch so eine schlimme Sache! Niemand, der sowas nicht erlebt hat, kann das nachfühlen. Ich bewundere Regina für ihre konsequente Haltung.

Auch ich habe die charismatische Welle hinter mir.. nur wohin begibt man sich oder was kommt dann, wenn man damit nichts mehr am Hut hat?










Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird,
wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden!
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Re: Charismatische Welle hinter sich haben....

Beitragvon Orca777 » Mo 30. Aug 2004, 15:44

Original von lenka
Ich bin froh, dass man sich im Internet informieren kann über Zeitgenossen wie zB Ivo Sasek. Aus meiner Sicht hätte man wohl null Chance sich ein ausgewogenes Bild von ihm zu machen, wenn dies durch Besuche bei ihm oder an Veranstaltungen geschehen sollte, da er dermassen rhetorisch begabt ist.
Ich habe, weil ich im Kontakt mit jemandem stehe, der sehr angetan ist von ihm, mir seine Biographie ausgedruckt und gelesen und ich habe auch die kritischen Sachen von Dresden und anderswo gelesen. Es ist furchtbar, wenn eine Gemeinde wegen einem Prediger der eingeladen wird, draufgeht.


Hi, die Frage die sich mir stellt ist warum konnte ein Prediger die Gemeinde sprengen?
Wo war die (alles verbindende) Liebe , wo die Festigkeit in Christus? Es muss vorher schon sehr instabil gwesen sein.

Original von lenka

Die Sachen mit der Kinderzüchtigung, es wird ja auch gesagt, dass Erwachsene schon geschlagen wurden (?) ist auch so eine schlimme Sache! Niemand, der sowas nicht erlebt hat, kann das nachfühlen. Ich bewundere Regina für ihre konsequente Haltung.


Ich meine Kinder müssen gezüchtigt, oder anderst : an Ihrem Willen beschnitten werden sonst ensteht bösartiger Wildwuchs.
Hab selber drei Kids 11, 13, 15.
In unserer Nachbarschaft gibts ein paar Kids die andere Kids richtig elementar gefährden, aber Sie merkens nicht und die Eltern ignorieren dass, schrecklich in die Hände solcher Kinder zu fallen, die vor nichts zurückschrecken, die dass Gefühl verloren haben was es bedeutet jemand anderst zu verletzen, die bestimmt zum Messer greifen werden, und die aber gar nicht in einem kiriminellen Millieu aufgewachsen sind. :-(



Original von lenka

Auch ich habe die charismatische Welle hinter mir.. nur wohin begibt man sich oder was kommt dann, wenn man damit nichts mehr am Hut hat?



Ich bin von Beruf Klugscheisser! aber ich Denke die Antwort ist da draussen und sie wird dich finden (Matrix). Ich glaube die einzige (vorsicht! exklusiver Anspruch) ) Alternative ist sich zu allererst einer Person hinzugeben, und sich von Ihm die identidät geben und bestimmen zu lassen, Jesus Christus, und nicht EINER GEMEINDE und mag sie noch so DOLL sein!
Dann geht´S bim Missionieren´ nicht um die Gemeinde sondern um dass Interessante was Du mit IHM er(lebt) hast.
Mir wird dass immer klarer und ich will von Ihm mehr kennenleren, damit ich Ihn in Seiner Grösse und Güte den Menschen weiterbezeugen kann.

Eine Gruppe die das zur Zeit super ausdrückt
sind die Söhne Mannheims, die zwei Platten herausgebracht haben, Zion u. Noiz :-)

Carl




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Gebot der Kinderzüchtigung wird oft mißbraucht

Beitragvon Michael333 » Di 31. Aug 2004, 11:33

Hallo Carl,

ich bin immer etwas befremdet darüber, daß manche Christen ganz stark betonen, man müsse Kinder züchtigen. Denn das wird dann von den Eltern oft mißbraucht zu dem Zweck, daß diese Eltern dann ihre Wut prügelnderweise an ihren Kindern auslassen. Oder (als zweites Beipiel) manche Männer an ihren Frauen, wo sich die prügelnden Ehemänner auf die Bibelstelle berufen, daß die Frauen sich ihren Ehemännern unterzuordnen hätten.

Gewalt ist in keinem Fall das richtige Mittel, und wenn dann noch die Bibel für die Legitimierung jener Gewaltausbrüche mißbräuchlich herangezogen wird, dann sehe ich das Ganze sehr mit Argwohn.

LG von Michael
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Re: Gebot der Kinderzüchtigung wird oft mißbraucht

Beitragvon Joggeli » Di 31. Aug 2004, 12:24

Original von Michael333
ich bin immer etwas befremdet darüber, daß manche Christen ganz stark betonen, man müsse Kinder züchtigen. Denn das wird dann von den Eltern oft mißbraucht zu dem Zweck, daß diese Eltern dann ihre Wut prügelnderweise an ihren Kindern auslassen. Oder (als zweites Beipiel) manche Männer an ihren Frauen, wo sich die prügelnden Ehemänner auf die Bibelstelle berufen, daß die Frauen sich ihren Ehemännern unterzuordnen hätten.



Nun wie sind wir zu diesem Thema gekommen - auf jeden Fall ist deine Aussage sehr pauschal und allgemein. Ich glaube kaum, dass die Kindsmisshandlungen, von denen man ab und zu hört, vor allem in christlichen Familien vorkommen - ganz sicher nicht!

Davon abgesehen ist die Frage, was du unter Gewalt verstehst. Wenn ich meinem Kind eins auf die Finger gebe, damit es nicht am eigenen Leibe erfahren muss, wie heiss eine Kochplatte ist, dann würde ich dies nicht als Gewalt betiteln.

Zudem gibt es als Alternative die Möglichkeit, dass Eltern psychologische Mittel verwenden, damit sie keine "Gewalt" anwenden müssen. Hier stellt sich die Frage, wie schädlich solche Methoden sind.

Ich bin natürlich klar gegen das "Verhauen" eines Kindes. Dies ist eine affektierte, unkontrollierte Handlung. Zudem muss sich ein Elternteil, welcher regelmässig, bzw. täglich oder mehrmalstäglich auf die Finger klopfen muss, fragen, ob da nicht ein anderes Problem besteht.

Bei einer Umfrage, welche kürzlich von einer Zeitung gemacht wurde, hat sich herausgestellt, dass ca 50% der befragten der Meinung sind, dass es nicht schade, wenn das Kind mal einen Klaps erhält. Du siehst - alles kann man nicht einfach den Christen abwälzen, nur weil da einer eine passende Bibelstelle gepostet hat.

Gruss
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Re: Gebot der Kinderzüchtigung wird oft mißbraucht

Beitragvon lenka » Di 31. Aug 2004, 22:07

Hallo Joggeli,

Kinderzüchtigung (regelmässig!) ist ein Teil der Lehre von Ivo Sasek. Es wird zudem behauptet, dass er jetzt auch Erwachsene züchtigt.
Deshalb ist das Thema hier aufgekommen, nicht wegen einer Bibelstelle.

Gruss
Lenka (die sich zurückzieht, das reisst nur alte Narben auf!)

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Re: Gebot der Kinderzüchtigung wird oft mißbraucht

Beitragvon Orca777 » Mi 1. Sep 2004, 12:44

Original von Michael333
Hallo Carl,

ich bin immer etwas befremdet darüber, daß manche Christen ganz stark betonen, man müsse Kinder züchtigen. Denn das wird dann von den Eltern oft mißbraucht zu dem Zweck, daß diese Eltern dann ihre Wut prügelnderweise an ihren Kindern auslassen. Oder (als zweites Beipiel) manche Männer an ihren Frauen, wo sich die prügelnden Ehemänner auf die Bibelstelle berufen, daß die Frauen sich ihren Ehemännern unterzuordnen hätten.

Gewalt ist in keinem Fall das richtige Mittel, und wenn dann noch die Bibel für die Legitimierung jener Gewaltausbrüche mißbräuchlich herangezogen wird, dann sehe ich das Ganze sehr mit Argwohn.

LG von Michael



Hi Michael, ich kann Deine Voreingenommeneheit verstehen, das liegt sicher an Deinen Erfahrungen die Du mit ´erzieherlicher´ Gewalt gemacht hast.


Original von Orca777
Ich meine Kinder müssen gezüchtigt, oder anderst : an Ihrem Willen beschnitten werden sonst ensteht bösartiger Wildwuchs.


Züchtigen muss nicht immer mit der Rute sein, dass gibts eine hohe dem Bedarf angemessene Bandbreite.

Natürlich greift man wenn ich so an meine Ausbrüche denke und dran denke wie übermässig hart ich zum teil meine Kinder geschlagen habe oft aus Wut und Zorn zu gewalttätigen Mitteln. Das hat mit Züchtigung nichts zu tun. Das ist einfach schwach und sündig.

Die Züchtigung hat die ich meine ist von Liebe getragen und tut Du glaubst es nicht einem selbst am meisten weh.

Carl







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Re: Gebot der Kinderzüchtigung wird oft mißbraucht

Beitragvon Kiwimusic » Mi 27. Okt 2004, 23:37

Ich habe eine ähnlich strukturierte Gemeinschaft unter der Leitung einer "unfehlbaren Prophetin" miterleben müssen, und interessanterweise deutliche Parallelen zu Ivo Saseks "Kindesbehandlungen" festgestellt.
Scheinbar fühlen solche Personen instinktiv, dass mit dem Brechen des Willens eines Kindes die "Komm und sieh" -Nummer am allerbesten läuft.
Kinder können (und wollen auch gar nicht) kritisch dem Leben gegenüberstehen, wenn es für Sie mit der Nähe zu Bezugspersonen verbunden ist.
Rebellion und Experimentierfreude kann man den Kindern zwar auf diese weise austreiben, nicht aber die Augen zunähen. Ihnen wird das Erleben und Entdecken des Lebens verwehrt. :cry:
Solche Kinder werden später im "Richtigen Leben" Ihr blaues Wunder erleben und wenn es dazu kommt und sie tatsächlich nach einem eigenen Leben vor Gott suchen, dieses nur mit den Erinnerungen aus der Ent-Menschlichung füllen. Man kann von Glück reden, wenn dort noch ein Funken Glaube übrigbleibt.
Es ist traurig zu sehen, welche menschlichen Wracks aus solchen im höchsten Maße manipulierten Gemeinschaften hervorgehen. Man braucht mindestens 10 Jahre um wieder normal zu denken und zu fühlen. Das ist meine Erfahrung (und davon waren 5 Jahre Therapie). Allen, die mit solchen "extrem - heiligenden" Gruppen, Predigern und Propheten liebäugeln, kann ich nur raten: Lauft weg! Sucht das die menschlkicheen Defizite, die Leer und das Versagen eurer Seele auf keinen Fall durch christlichen Extremismus zu lindern. Hier kommt ihr vom Regen in die Traufe.
Klopft die Verkündigung auf Selbstdarstellung, Machtstreben und "nur hier bist du richtig" - Sätze ab und es bleibt nicht mehr viel, was zu sagen wäre.
Viel besser wäre: Finde deinen eigenen, unmanipulierten Weg mit Gott und gewöhne dir die fromme Sprache ab. Versuche das, was Jesus sagt mit dienen eigenen Worten und Gedanken zu verstehen. Er ist normaler, als du denkst.
Never stop groovin´! 8)

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Christlicher Extremismus

Beitragvon Michael333 » Do 28. Okt 2004, 11:05

Hallo Kiwimuisic,

nun, daß man auf keinen Fall seine Einsamkeit oder seelische Traurigkeit mit "christlichem" Extremismus füllen solle, dieser wirklich gut gemeinte und auch tatsächlich gute Hinweis ist leichter gesagt als getan!

Gerade ich nämlich habe die Erfahrung machen müssen, daß ich aufgrund meiner Einsamkeit und zudem noch des schlechten Standes, den ich durch mein angeblich "krasses" Verhalten bei den Braunschweiger Christen (freilich nicht bei allen!) habe, mich eben doch hinbewegt habe auf sektiererische oder zumindestens bedenkliche christliche Gruppierungen wie z. B. die CAI, ICOC, OCG, Schaffranek, Christadelphian, Bruderhof, "Zwölf Stämme" usw.

Ich kann einfach nicht verstehen, daß man als Single-Christ dazu verdammt ist, ganz alleine in seiner Wohnung zu leben, zumal wenn man hört und liest, daß es andererseits ja eben doch christliche WGs gibt, wo die Christen in Gemneinschaft miteinander leben. Freilich gibt es da solche und solche, WGs, wo man nebeneinander herlebt und dann vielleicht wieder andere, wo die Bewohner vieles miteinander machen.

LG von Michael
:cry:
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Re: Christlicher Extremismus

Beitragvon Kiwimusic » Do 28. Okt 2004, 11:35

Hallo Michael!

Na, da habe ich wohl ins Schwarze getroffen.
Ich habe auf keinen Fall pauschalieren wollen oder oberflächlich einen Rat geben wollen, nach dem Motto: "So macht ihr es richtig!" 8-)

Was mir aber wichtig an deinem Einwand ist: Ist es das denn wert?
In solchen Gruppierungen wirst du immer einen Teil deiner Selbst aufgeben müssen (und zwar genau den falschen).
Du wirst immer ein Stück Freiheit gegen die Unterordnung unter ein System tauschen müssen, dass dich als Person kaum oder nur scheinbar sieht. Dann bist du zwar icht mehr allein, aber auch nicht mehr allein. Solche Systeme leben von der Kontrolle über Ihre "Schäfchen". Diese Kontrolle wird meistens mit Manipulation und Seelischer Gewalt erreicht (Isolation, Androhung von Ausschluss, Ausmalen der Verdammnis wenn man den Kreis der Erwählten verlässt etc...). In "meiner" Sekte (also der, in der ich selbst mit Haut und Haaren mitgelebt habe - 10 Jahre lang!) ging das sogar so weit, dass man Müttern Ihre kleinen Kinder weggenommen hat, um sie wieder "auf Linie" zu bekommen.
Ehrlich gesagt würde ich Einamkeit einer solchen "Behandlung" vorziehen, weil so etwas Menschen im tiefsten Inneren verletzt und verunsichert. Ganz zu schweigen von der Beziehnung zu Gott, die durch so etwas erheblich traumatisiert wird.

Allerdings..., wenn du dich im Umfeld der Christlichen Gemeinden, die du besucht hast durch "krasses" Verhalten auffällig gemacht hast, bliebe zu überlegen, was bei dir diese Isolation hervorgerufen hat? Es bleibt dir (wie auch mir) nicht erspart dich selbst zu hinterfragen, was dich in diese Lage gebracht hat.
Versteht ihr euch nicht? Sprecht ihr andere Sprachen?
Versehst du dich selbst? Ist dein "krasses" Verhalten wirklich deine innere Überzeugung gewesen, oder tust du es, weil du glaubst du solltest es tun...

Widerstand ist nicht immer "Verfolgung" (So etwas denken sich meistens die Anführer von solchen "Extrem-Clubs" aus...). Wobei ich dir auf jeden Fall wünsche ein (christliches?) Miteinander mit Menschen zu finden, bei denen du Du selbst sein kannst, ohne Erwartungen erfüllen zu müssen.

Wichtig ist, dass man im Gespräch bleiben kann, ohne sich scheel anzusehen.

Leider ist aber unser christlicher Glaube ein Schlachtfeld geworden, bei dem es tausende Möglichkeiten gibt in einen Lehrtechnisch orientierten Grabenkrieg zu fallen.

Ich wünsche mir, dass das Wesentliche wieder wesentlich und wichtig wird (ohne dabei extrem, gesetzlich oder Menschen verachtend zu sein).
Never stop groovin´! 8)

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