C-Abhängigkeit?

Sondergruppen, Fanatismus

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Co-Abhängigkeit?

Beitragvon Greg_01 » Mo 29. Aug 2005, 08:45

Hallo Forum,

meine Frau besucht seit ca. 6 Jahren Veranstaltungen einer Gruppe in Wiesbaden.

Beim Googeln ist nicht viel zu finden ausser beispielsweise
http://www.wiesbadener-kurier.de/region/objekt.php3?artikel_id=1999407

Vor ca. 4 Monaten eskalierte die Situation in der Ehe völlig.

Ich bilde mir ein dass meine Frau mir gegenüber zunehmend emotionsloser wird und zunehmend subtiler versucht die an mir angewendete Gehirnwäsche (so empfinde ich es) endlich zum Erfolg bringen zu wollen.

Ist die von mir gefühlte Emotionslosigkeit meiner Frau mir (und auch unseren Kindern) gegenüber ein "normales" Empfinden beziehungsweise ein typisches Verhalten des Gruppenmitgliedes?

Gibt es für die Angehörigen analog der Co-Abhängigkeit bei Angehörigen Suchtkranker ähnliche Beobachtungen?

Danke
Greg_01
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Re: Co-Abhängigkeit?

Beitragvon Morlog » Mo 29. Aug 2005, 15:50

Original von Greg_01
Hallo Forum,

meine Frau besucht seit ca. 6 Jahren Veranstaltungen einer Gruppe in Wiesbaden.

Beim Googeln ist nicht viel zu finden ausser beispielsweise
http://www.wiesbadener-kurier.de/region/objekt.php3?artikel_id=1999407

Vor ca. 4 Monaten eskalierte die Situation in der Ehe völlig.

Ich bilde mir ein dass meine Frau mir gegenüber zunehmend emotionsloser wird und zunehmend subtiler versucht die an mir angewendete Gehirnwäsche (so empfinde ich es) endlich zum Erfolg bringen zu wollen.

Ist die von mir gefühlte Emotionslosigkeit meiner Frau mir (und auch unseren Kindern) gegenüber ein "normales" Empfinden beziehungsweise ein typisches Verhalten des Gruppenmitgliedes?

Gibt es für die Angehörigen analog der Co-Abhängigkeit bei Angehörigen Suchtkranker ähnliche Beobachtungen?

Danke


ich würd da einen psychiater fragen.
ausserdem versteh ich selbst nach dreimaligm lesen nicht was du eigentlich meinst :?
grundsätzlich kann man nichts ausschliessen.
wer weis schon die wahrheit
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Re: Co-Abhängigkeit?

Beitragvon Wolfi » Mo 29. Aug 2005, 16:56

@greg:
Nun, wenn Jesus oder sonst ein Gott an die erste Stelle tritt, dann hast Du und die Kinder natürlich in´s zweite Glied zurück zu treten. Und wenn Du dann noch nicht an denselben Gott, dieselbe Religion zu glauben vermagst, dann stehst Du natürlich eh auf verlorenem Posten und brauchst Dich gar nicht zu wundern über die Emotionslosigkeit Deiner Frau Dir/Euch gegenüber... :roll:
Hast Du sie denn schon mal gefragt, was ihr die Familie denn bedeuten würde?- Vielleicht ist es besser, Du suchst zusammen mit den Kindern das Weite. Oder aber es gelingt Dir irgendwie, Deine Partnerin für eine Paartherapie zu gewinnen... Echt hart, wenn man solche Dinge erleben muss. Ich drück Dir die Daumen!
lg, wolfi
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Re: Co-Abhängigkeit?

Beitragvon Greg_01 » Mo 29. Aug 2005, 20:06

@ Wolfi

... das Weite suchen: mit den Kindern schwer umzusetzen, habe mich aber schon damit abgefunden dass ich im Schlimmsten Fall mit den Kids zu Hause bei meinen Eltern sitze und von Hartz IV lebe. => ich werde wahrscheinlich bald anfangen müssen, an einer Lösung zu arbeiten, wie ich Kinder und Essen verdienen unter einen Hut bekomme.

Das Haus und all der andere materielle Kram wird halt verkauft; der interessante Aspekt dabei: wovon finanziert sie dann den Guru?

Paartherapie sowie Einzel-Therapie (ich) haben wir beziehungsweise ich angefangen, kann man aber noch nichts sagen.

Gibts irgendwo Material wie sich Angehörigkeit eines Partners zu einer Sekte auf die Beziehung auswirkt? Also, ist es beispielsweise überhaupt möglich zusammenzubleiben oder muss man sich unweigerlich trennen?

Greg
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Re: Co-Abhängigkeit?

Beitragvon Wolfi » Mo 29. Aug 2005, 20:12

Ich hoffe, es wird Dir Jemand Material hierzu liefern können. Es gibt jedoch bestimmt auch in Deutschland Anlaufstellen für Sektenopfer oder deren Angehörige (probier doch auch mal in Google von wegen "Beratungsstelle Sekten" oder so).
Was ich jedenfalls sofort veranlassen würde: Geldhahn zudrehen! Dann sitzt sie wohl schnell auf dem Trockenen und dürfte für die Sekte wohl dann auch nicht mehr ganz so interessant bleiben... ;)
Zusammenleben mit so Jemandem?- Für mich könnte ich mir das jedenfalls nicht vorstellen. Das wäre defintif ein Scheidungsgrund frühere Liebe hin oder her, Mutter der Kinder hin oder her.
lg, wolfi
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Re: Co-Abhängigkeit?

Beitragvon Greg_01 » Mo 29. Aug 2005, 20:20

... einfach Geldhahn zudrehen geht auch nicht so einfach und schnell, dann arbeitet sie halt für den Guru und ich beziehungsweise die Kinder hängen noch mit drin. Ich such noch nach einem weg den Schaden für die Kinder möglichst zu minimieren sofern das überhaupt möglich ist...
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Re: Co-Abhängigkeit?

Beitragvon Wolfi » Mo 29. Aug 2005, 21:23

Ich nehme mal an, jetzt sind die Kinder schon im Bett, dass Du vor dem PC sitzen kannst?- Nun, ich drück Euch Allen die Daumen und hoffe, dass Du möglichst schnell etwas an der aktuellen Situation zu verändern magst. Sagtest Du nicht, Du könntest zu Deinen Eltern mit den Kindern?- Durch die Distanz zu Euch tritt eine ander Stufe der Auseinandersetzung, auch für Deine Frau ein, ein. Dann habt Ihr die Möglichkeit, den Anderen und seine Problematik aus etwas mehr Distanz zu betrachten. Denn wenn man zu nahe auf etwas drauf hockt, sieht man gewisse Dinge gerne etwas verschwommen... ;)
lg, wolfi
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