Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Berufstalltag, Haushalt, Schule, Burnout, Lebensfreude, Montag Morgen & Freitag Abend

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Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Grasy » Sa 29. Sep 2007, 01:11

Kürzlich las ich einen Bericht der davon sprach daß die Deutschen durchaus viel von "traditioneller Familie" halten.
Nachdem das dem Bericht nach allerdings so einigen offenbar nicht wirklich passt würde angeblich aus Steuergeldern kräftig Werbung betrieben um damit ein Bild vorzutäsuchen das SO gar nicht vorherrscht. Nämlich ein Bild indem quasi viele Frauen doch so glücklich wären/sind wenn das mit "Beruf und Kindern" einfacher läuft (laufen würde) - hinter den "vielen Frauen" aber keine tatsächlichen Statistiken sondern erfundener Werbetext steht.

Darum würde mich interessieren: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben - und wenn ja - sind es tatsächlich so viele?


Es muss hier nicht in erster Linie durchgekaut werden ob diese Möglichkeiten gefördert werden sollten oder nicht sondern darum ob uns hier von der Politik eine Richtung bzw. ein Wille in den Mund gelegt wird den´s so mehrheitlich (noch) gar nicht gibt bzw. ob sich die Gesellschaft tatsächlich in dem Maß verändert hat wie es den Anschein hat.

Was meint ihr dazu?
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Kantate » Sa 29. Sep 2007, 01:59

Original von Grasy
Kürzlich las ich einen Bericht der davon sprach daß die Deutschen durchaus viel von "traditioneller Familie" halten.
Nachdem das dem Bericht nach allerdings so einigen offenbar nicht wirklich passt würde angeblich aus Steuergeldern kräftig Werbung betrieben um damit ein Bild vorzutäsuchen das SO gar nicht vorherrscht. Nämlich ein Bild indem quasi viele Frauen doch so glücklich wären/sind wenn das mit "Beruf und Kindern" einfacher läuft (laufen würde) - hinter den "vielen Frauen" aber keine tatsächlichen Statistiken sondern erfundener Werbetext steht.

Darum würde mich interessieren: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben - und wenn ja - sind es tatsächlich so viele?


Es muss hier nicht in erster Linie durchgekaut werden ob diese Möglichkeiten gefördert werden sollten oder nicht sondern darum ob uns hier von der Politik eine Richtung bzw. ein Wille in den Mund gelegt wird den´s so mehrheitlich (noch) gar nicht gibt bzw. ob sich die Gesellschaft tatsächlich in dem Maß verändert hat wie es den Anschein hat.

Was meint ihr dazu?


Junge Frauen möchten gerne arbeiten...und ... sie MÜSSEN arbeiten. Seit dem KEIN Arbeitsplatz mehr sicher ist und man kaum noch etwas anderes als 1Euro-Jobs kriegt bei uns bleibt wohl kaum etwas andres übrig.
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Grasy » Sa 29. Sep 2007, 02:23

Original von Kantate
Junge Frauen möchten gerne arbeiten...und ... sie MÜSSEN arbeiten. Seit dem KEIN Arbeitsplatz mehr sicher ist und man kaum noch etwas anderes als 1Euro-Jobs kriegt bei uns bleibt wohl kaum etwas andres übrig.


Zwischen: "bleibt kaum etwas anderes übrig" und "wollen" ist aber doch ein grosser Unterschied.

Als Beispiel: Ich hab 5 Kinder. Meine Frau arbeitet und das reichlich. Kinder sind viel Arbeit und eine grosse Verantwortung (aber auch ein grosses Geschenk :) ).

Versteh mich nicht falsch. Ich denke es zieht heute in Richtung Frauen in Beruf. Die Frage aber ist "wer zieht da?" oder aber: Wollen das viele Frauen eher als die traditionelle Familie? Von Seiten der Politik hört man ja kaum das viele Frauen das müssen (oder sollten) sondern es wird der Eindruck vermittelt daß viele Frauen das eben eher wollten. Was mit dem Bericht den ich da las, eigentlich deutlich in Frage gestellt wurde (mindestens).
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Kantate » Sa 29. Sep 2007, 02:41

Original von Grasy
Original von Kantate
Junge Frauen möchten gerne arbeiten...und ... sie MÜSSEN arbeiten. Seit dem KEIN Arbeitsplatz mehr sicher ist und man kaum noch etwas anderes als 1Euro-Jobs kriegt bei uns bleibt wohl kaum etwas andres übrig.


Zwischen: "bleibt kaum etwas anderes übrig" und "wollen" ist aber doch ein grosser Unterschied.

Als Beispiel: Ich hab 5 Kinder. Meine Frau arbeitet und das reichlich. Kinder sind viel Arbeit und eine grosse Verantwortung (aber auch ein grosses Geschenk :) ).

Versteh mich nicht falsch. Ich denke es zieht heute in Richtung Frauen in Beruf. Die Frage aber ist "wer zieht da?" oder aber: Wollen das viele Frauen eher als die traditionelle Familie? Von Seiten der Politik hört man ja kaum das viele Frauen das müssen (oder sollten) sondern es wird der Eindruck vermittelt daß viele Frauen das eben eher wollten. Was mit dem Bericht den ich da las, eigentlich deutlich in Frage gestellt wurde (mindestens).



Ja, natürlich zieht es Frauen heute in den Beruf und dass zu Recht. Sie verweigern immer mehr vom Mann abhängig zu sein, was ich durchaus verstehe und was ihr gutes Recht ist.

Welcher Politiker gibt schon zu dass die Politik nichts als Mist baut im Moment und dass eigentlich nicht die Politik sondern die Wirtschaft das Sagen hat. (Wenn ihr nicht tut was wir wollen lagern wir unsere Betrieb halt aus von Deutschland in ein Land wo es billige Arbeitskräfte gibt.)
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Grasy » Sa 29. Sep 2007, 03:04

Original von Kantate
Ja, natürlich zieht es Frauen heute in den Beruf und dass zu Recht.


Ob das so natürlich oder eher häufig ist (so häufig wie es den Anschein hat) will ich eben gern wissen. Wenn ich dich recht verstehe zieht´s dich persönlich doch deutlich in den Beruf. Ich nehme das zur Kenntnis. Aber eine Meinung ist nicht automatisch eine grundlegende Mehrheit. Mich würde auch noch interessieren wie es andere Frauen sehen.



Sie verweigern immer mehr vom Mann abhängig zu sein, was ich durchaus verstehe und was ihr gutes Recht ist.


Da gehen wir dann aber schon an´s bewerten der ganzen Sache. Ich hab dazu schon eine Meinung. Ich denke z.B. es geht hier nicht nur um Frauen und Männer. Mich würde es aber erst mal interessieren wieviele Frauen es tatsächlich gibt die eher ins Berufsleben wollen (wie es den Anschein hat - oder wie der Anschein erweckt wird) und wieviele Frauen eher eine traditionelle Familie wollten (was nicht zwangsläufig heißt daß sie dies nach akuteller Wirtschaftslage auch automatisch könnten).



Welcher Politiker gibt schon zu dass die Politik nichts als Mist baut im Moment und dass eigentlich nicht die Politik sondern die Wirtschaft das Sagen hat. (Wenn ihr nicht tut was wir wollen lagern wir unsere Betrieb halt aus von Deutschland in ein Land wo es billige Arbeitskräfte gibt.)


Was du da über Wirtschaft schreibst erinnert mich an etwas das ich mal über das alte "Babylon" gelesen habe (-> nicht gut). Das liest sich jetzt auch alles sehr nach Zwang oder einer Richtlinie die diktiert und bewusst angesteuert wird - nicht aber nach dem was die Familien wollen. Wobei ich aber nicht ausschliessen will daß es durchaus auch einige, welche, viele wollen. Ich stelle das jetzt aber erst mal in Frage.

Mfg,
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Tara » Sa 29. Sep 2007, 12:18

Eine interessante Frage.
Ich bin vor ein paar Wochen Mutter geworden und befinde mich momentan noch im Mutterschaftsurlaub. Doch mir fehlt mein Beruf schon sehr. Und ich könnte mir keines Falls vorstellen "nur" Hausfrau und Mutter zu sein.
Dabei spielen verschiedene Faktore mit.

1. Habe ich nur ein Kind. Das macht es einfacher wieder zu arbeiten. Es ist organisatorisch bestimmt weniger stressig als mit mehreren Kindern.
2. Habe ich die Möglichkeit an meiner Arbeitsstelle teilzeit zu arbeiten. Es käme für mich nicht in Frage mein Kind die ganze Woche in einen Hort zu stecken. Ich möchte nicht eines Tages erschreckt feststellen müssen, dass mein Sohn 18 ist, und ich seine ganze Kindheit und Jugend verpasst habe.
3. Ich arbeite als Jugendarbeiterin. Das heisst vor allem abends. So kann mein Mann "Babysitten". Was sowohl ihm, als auch unserem Kind gut tun wird.

Für mich ist die Arbeit mehr ein Ausgleich zum Alltag. Ich musst mich hin und wieder mit anderen Dingen befassen können, als mit Windeln, Wäsche und Einkauf.
Und wenn ich nach getaner Arbeit zufrieden nach Hause komme, profitieren auch mein Mann und mein Sohn wieder davon.

Ich glaube, jede Mutter, die wieder ins Berufsleben einsteigen, bzw. weiter im Job tätig sein möchte, muss sich (und mit dem Partner) verschiedene Fragen stellen. Wie zum Beispiel:

- ist es nötig (finanziell), dass ich wieder arbeite?
- sind es rein egoistische Gründe, wird mein Kind/ meine Kinder darunter leiden?
- Wieviel möchte ich arbeiten? Ist das dem Alter des Kindes/ der Kinder angepasst?
- Ist mein Kind/ meine Kinder in dieser Zeit gut aufgehoben?
- Kann ich damit leben, vielleicht wichtige Entwicklungsschritte meines Kindes/ meiner Kinder zu verpassen?
- usw

Um auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen. Ja, ich bin eine Frau, die arbeiten möchte. Doch nicht auf Kosten meines Kindes.

Lg Tara

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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Grasy » So 30. Sep 2007, 19:27

Original von Tara
Und ich könnte mir keines Falls vorstellen "nur" Hausfrau und Mutter zu sein.


Danke das du das "nur" in Hochkomma gestellt hast Tara ;)
Das heißt hiermit wären es zwei von zwei Frauen die es ins Berufsleben zieht.



1. Habe ich nur ein Kind. Das macht es einfacher wieder zu arbeiten. Es ist organisatorisch bestimmt weniger stressig als mit mehreren Kindern.


Unabhängig vom Stress (die Seite der Eltern) finde ich aber auch die Sichtweise vom Kind wichtig. Nicht jedes Kind ist gleich. Haben mehrere Kinder mehr Rechte?
So weit ich weiß gibt es für Kinder kein Recht vom Gesetzgeber gestillt zu werden (Fläschchen kann auch Mann oder Oma geben) noch auf eine Vollzeit Mutter die das Kind schon von früh morgens umsorgt es unter Tag auf die Beine stellt und tröstet wenn es umfällt, ermahnt wenn es nötig ist und da ist wenn es Bedürfnis hat die Mama zu knuddeln bzw. Nachts mit sanfter Stimme beruhigt wenn es ängstlich aufwacht. Hätten somit mehr Kinder einfach mehr Glück?



Für mich ist die Arbeit mehr ein Ausgleich zum Alltag. Ich musst mich hin und wieder mit anderen Dingen befassen können, als mit Windeln, Wäsche und Einkauf.
Und wenn ich nach getaner Arbeit zufrieden nach Hause komme, profitieren auch mein Mann und mein Sohn wieder davon.


Das liest sich fast schon nach Hobby als nach Arbeit :) - vor allem wenn man da an viele Menschen denkt die widerwillig arbeiten gehen müssen, schlicht um den Lebensunterhalt zu verdienen (ob´s Spaß macht oder nicht interessiert nicht wirklich jeden Chef) und froh sind bzw. mit dem Nerven am Ende, wenn sie wieder zu Hause sein dürfen. Die sind dann nicht "aufgetankt" sondern "bedürftig".
Die Begründungen erscheinen mir hier etwas unterschiedlich zu sein. So wie ich dich verstehe siehst du in "Hausfrau und Mutter" nicht deine Erfüllung und willst (auch) etwas anderes machen das dir Freude bereitet, hingegen führt Kantate "das Recht auf Unabhängigkeit vom Mann" als Begründung an.



Ich glaube, jede Mutter, die wieder ins Berufsleben einsteigen, bzw. weiter im Job tätig sein möchte, muss sich (und mit dem Partner) verschiedene Fragen stellen. Wie zum Beispiel:

- ist es nötig (finanziell), dass ich wieder arbeite?
- sind es rein egoistische Gründe, wird mein Kind/ meine Kinder darunter leiden?
- Wieviel möchte ich arbeiten? Ist das dem Alter des Kindes/ der Kinder angepasst?
- Ist mein Kind/ meine Kinder in dieser Zeit gut aufgehoben?
- Kann ich damit leben, vielleicht wichtige Entwicklungsschritte meines Kindes/ meiner Kinder zu verpassen?
- usw


Unter "usw" würde ich auch gern das anführen:

"die alten Frauen desgleichen in ihrem Betragen, wie es dem heiligen Stande geziemt, nicht verleumderisch, nicht Sklavinnen von vielem Wein, Lehrerinnen des Guten; auf daß sie die jungen Frauen unterweisen, ihre Männer zu lieben, ihre Kinder zu lieben, besonnen, keusch, mit häuslichen Arbeiten beschäftigt, gütig, den eigenen Männern unterwürfig zu sein, auf daß das Wort Gottes nicht verlästert werde." (Tit 2:3-5 - Elb1905)

Ich frage mich wieviele alten Frauen das heute noch so den jungen Frauen lehren wie es hier von Paulus aufgetragen wurde oder es gar als praktisches Beispiel darstellen? :)



Um auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen. Ja, ich bin eine Frau, die arbeiten möchte. Doch nicht auf Kosten meines Kindes.


Danke für deine Meinung. Ähm - noch so am Rande: Was du da mit "arbeiten" beschreibst würde ich definitiv gern als "Berufstätigkeit" bezeichnen. Denn andernfalls würde ja fast schon die Behauptung aufgestellt: Mütter die zu Hause bei den Kindern sind hätten nichts zu tun. Das ist aber völliger Quatsch. Meine Frau übt keinen Beruf aus und arbeitet dennoch sehr. So sehr daß wenn sie mal mit einem Kind im Krankehaus ist das ganze auf "Notbetrieb" geht und dazu auch abwechselnd Personen eingespannt werden um es am Laufen zu halten. Selbst aber wenn alles normal läuft bleibt dennoch genug Arbeit für mich übrig wenn ich nach Hause komme. Es ist also nicht die Frage "ob arbeiten oder nicht" sondern für wen diese Arbeit geschieht.


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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Grasy » So 30. Sep 2007, 19:56

Hallo Kantate,

Original von Kantate
Ja, natürlich zieht es Frauen heute in den Beruf und dass zu Recht. Sie verweigern immer mehr vom Mann abhängig zu sein, was ich durchaus verstehe und was ihr gutes Recht ist.


Wenn ich da an zwei alte Menschen denke die kaum noch ohne den anderen können, die sich schon Sorgen wie es weitergehen soll wenn der eine fehlt weil sie schon so sehr zusammengewachsen sind, finde ich diese Begründung als sehr traurig. Die Bibel zeichnet da ein anderes Bild als "Unabhängigkeit".

"wie die Sara Abraham gehorsam war und hieß ihn Herr; deren Töchter ihr geworden seid, so ihr wohltut und euch nicht laßt schüchtern machen." (1.Pet 3:6 - Lut1912)

"Aber wie nun die Gemeinde ist Christo untertan, also auch die Weiber ihren Männern in allen Dingen. Ihr Männer, liebet eure Weiber, gleichwie Christus auch geliebt hat die Gemeinde und hat sich selbst für sie gegeben," (Eph 5:24-25 - Lut1912)

"Und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, welche heißt auf hebräisch Golgatha." (Joh 19:17 - Lut1912)

"Also sollen auch die Männer ihre Weiber lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer sein Weib liebt, der liebt sich selbst." (Eph 5:28 - Lut1912)

´und sprach: "Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und werden die zwei ein Fleisch sein"? So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.´ (Mt 19:5-6 - Lut1912)

Mann und Frau sollen eine Einheit sein. Wenn man sich aber ein "gutes Recht" einräumt um unabhängig zu bleiben (egal ob Mann oder Frau) bildet das eine klare Trennung. Bis hier her aber nicht weiter. Man lässt sich nur bedingt auf den anderen ein. Heute leben sehr viele Menschen auf sehr engen Raum zusammen und doch ist es möglich sogar zu zweit einsam zu bleiben. Sich fallen zu lassen ist ein Risiko und viele Menschen wurden und werden verletzt. Mauern schützen. Mauern schützen aber nicht nur vor Verletzung sondern Mauern isolieren auch und dämpfen bzw. haben einen Preis den manchmal jemand bezahlen muss der damit gar nichts zu tun haben sollte (selbst wenn er das offenbar verträgt). Glücklich wer seine Kraft und sein Leben in Christus hat.

Ein Recht auf Unabhängigkeit widerstrebt in meinen Augen grundlegend der Ehe. Zudem haben wir aber Pflichten nicht nur an unserem Mann oder unserer Frau sondern auch gegenüber unseren Kindern.


Mfg,
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Kantate » Mo 1. Okt 2007, 00:56

Original von Grasy
Hallo Kantate,

Original von Kantate
Ja, natürlich zieht es Frauen heute in den Beruf und dass zu Recht. Sie verweigern immer mehr vom Mann abhängig zu sein, was ich durchaus verstehe und was ihr gutes Recht ist.


Wenn ich da an zwei alte Menschen denke die kaum noch ohne den anderen können, die sich schon Sorgen wie es weitergehen soll wenn der eine fehlt weil sie schon so sehr zusammengewachsen sind, finde ich diese Begründung als sehr traurig. Die Bibel zeichnet da ein anderes Bild als "Unabhängigkeit".

"wie die Sara Abraham gehorsam war und hieß ihn Herr; deren Töchter ihr geworden seid, so ihr wohltut und euch nicht laßt schüchtern machen." (1.Pet 3:6 - Lut1912)

"Aber wie nun die Gemeinde ist Christo untertan, also auch die Weiber ihren Männern in allen Dingen. Ihr Männer, liebet eure Weiber, gleichwie Christus auch geliebt hat die Gemeinde und hat sich selbst für sie gegeben," (Eph 5:24-25 - Lut1912)

"Und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, welche heißt auf hebräisch Golgatha." (Joh 19:17 - Lut1912)

"Also sollen auch die Männer ihre Weiber lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer sein Weib liebt, der liebt sich selbst." (Eph 5:28 - Lut1912)

´und sprach: "Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und werden die zwei ein Fleisch sein"? So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.´ (Mt 19:5-6 - Lut1912)

Mann und Frau sollen eine Einheit sein. Wenn man sich aber ein "gutes Recht" einräumt um unabhängig zu bleiben (egal ob Mann oder Frau) bildet das eine klare Trennung. Bis hier her aber nicht weiter. Man lässt sich nur bedingt auf den anderen ein. Heute leben sehr viele Menschen auf sehr engen Raum zusammen und doch ist es möglich sogar zu zweit einsam zu bleiben. Sich fallen zu lassen ist ein Risiko und viele Menschen wurden und werden verletzt. Mauern schützen. Mauern schützen aber nicht nur vor Verletzung sondern Mauern isolieren auch und dämpfen bzw. haben einen Preis den manchmal jemand bezahlen muss der damit gar nichts zu tun haben sollte (selbst wenn er das offenbar verträgt). Glücklich wer seine Kraft und sein Leben in Christus hat.

Ein Recht auf Unabhängigkeit widerstrebt in meinen Augen grundlegend der Ehe. Zudem haben wir aber Pflichten nicht nur an unserem Mann oder unserer Frau sondern auch gegenüber unseren Kindern.


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Grazy wenn ich vom Recht auf Unabhängigkeit spreche dann meine ich die finanzielle Unabhängigkeit. Viele Frauen studieren heute. Sollen sie das teure Studium in den Sand setzen. Ausserdem, es ist heute kaum noch möglich dass der Mann alleine genug verdient um für die Familie zu sorgen. Also muss die Frau mitarbeiten.
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon lüddi » Mo 1. Okt 2007, 18:37

Also ich persönlich bin nicht berufstätig und möchte es auch gar nicht sein. Wenn es allerdings mal finanziell nicht mehr gehen würde,dann müssten wir uns eine Lösung überlegen. Wir haben 2 Kinder und ein Haus und das genügt mir eigentlich schon. Zum Ausgleich treffe ich mich mit Freundinnen (Thema nicht immer Familie, Kinder und Haushalt) und bin in einem Frauengesprächskreis. 1-2 mal im Jahr eine Kerzenparty oder so. Da ich gesundheitlich angeschlagen bin, reicht mir der Haushalt und was dazu gehört völlig. Von berufstätig sein wollen ist also bei mir keine Rede.
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Kaleko » Mo 1. Okt 2007, 18:52

Hallo zusammen

In den Sprüchen der Bibel findet sich eine schier unglaubliche Bibelstelle. Es sind Wünsche einer Mutter an ihren Sohn wie sie ihm seine zukünftige Frau wünscht dass sie sein sollte.

Ich habe die Stellen, in denen es um den Erwerb der Frauen geht, hervor gehoben.

Spr 31,10 Eine tüchtige Frau, wer findet sie? / Sie übertrifft alle Perlen an Wert.
Spr 31,11 Das Herz ihres Mannes vertraut auf sie / und es fehlt ihm nicht an Gewinn.
Spr 31,12 Sie tut ihm Gutes und nichts Böses / alle Tage ihres Lebens.
Spr 31,13 Sie sorgt für Wolle und Flachs / und schafft mit emsigen Händen.
Spr 31,14 Sie gleicht den Schiffen des Kaufmanns: / Aus der Ferne holt sie ihre Nahrung.

Spr 31,15 Noch bei Nacht steht sie auf, / um ihrem Haus Speise zu geben / [und den Mägden, was ihnen zusteht].
Spr 31,16 Sie überlegt es und kauft einen Acker, / vom Ertrag ihrer Hände pflanzt sie einen Weinberg.
Spr 31,17 Sie gürtet ihre Hüften mit Kraft / und macht ihre Arme stark.
Spr 31,18 Sie spürt den Erfolg ihrer Arbeit, / auch des Nachts erlischt ihre Lampe nicht.
Spr 31,19 Nach dem Spinnrocken greift ihre Hand, / ihre Finger fassen die Spindel.

Spr 31,20 Sie öffnet ihre Hand für den Bedürftigen / und reicht ihre Hände dem Armen.
Spr 31,21 Ihr bangt nicht für ihr Haus vor dem Schnee; / denn ihr ganzes Haus hat wollene Kleider.
Spr 31,22 Sie hat sich Decken gefertigt, / Leinen und Purpur sind ihr Gewand.
Spr 31,23 Ihr Mann ist in den Torhallen geachtet, / wenn er zu Rat sitzt mit den Ältesten des Landes.
Spr 31,24 Sie webt Tücher und verkauft sie, / Gürtel liefert sie dem Händler.
Spr 31,25 Kraft und Würde sind ihr Gewand, / sie spottet der drohenden Zukunft.
Spr 31,26 Öffnet sie ihren Mund, dann redet sie klug / und gütige Lehre ist auf ihrer Zunge.

Spr 31,27 Sie achtet auf das, was vorgeht im Haus, / und isst nicht träge ihr Brot.
Spr 31,28 Ihre Söhne stehen auf und preisen sie glücklich, / auch ihr Mann erhebt sich und rühmt sie:
Spr 31,29 Viele Frauen erwiesen sich tüchtig, / doch du übertriffst sie alle.
Spr 31,30 Trügerisch ist Anmut, vergänglich die Schönheit, / nur eine gottesfürchtige Frau verdient Lob.
Spr 31,31 Preist sie für den Ertrag ihrer Hände, / ihre Werke soll man am Stadttor loben.

Das was früher in eigenem Hause für den eigenen Bedarf von Frauen hergestellt und dazu verdient wurde, wird heute ausserhalb des Hauses getan.

Es Grüessli vo de Kaleko



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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Robby » Mo 1. Okt 2007, 18:54

Original von Grasy
Darum würde mich interessieren: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben - und wenn ja - sind es tatsächlich so viele?


Hallo Grasy

Ein äusserst interessantes Thema, das du da ansprichst. Auch ein äusserst heikles 8-)

Ich weiss nicht, ob die Meinung eines Mannes auch in die "Statistik" einfliesst, aber ich mache folgende Erfahrung:

Der Druck, Erfolgsdruck im Beruf, den wir Männer seit je her kennen, greift durch die Emanzipation auch auf die Frauen über. Nur, die Frauen kümmern sich "nebenbei" noch meistens mehr um den Haushalt, Kinder, Erziehung etc. Das heisst, um als Frau im gängigen Bild der Politik und Medien erfolgreich zu sein,
- muss man Kinder haben
- einen guten Job
- grosser Freundeskreis
etc.
An diesem Druck habe ich schon einige junge Frauen zerbrechen sehen, darausfolgend eine Rückkehr zu traditionellen Familienbildern (sofern finanziell machbar).

Die Schriftstellerin Eva Herman hat dies in ihren Büchern meiner Meinung nach gut beschrieben.

Meine persönliche Meinung ist auch, dass die "klassische Familie" an Terrain zurückgewinnen wird. Ich könnte mir nie vorstellen, meine Kinder (so ich denn mal welche haben darf) die ganze Woche in einen Hort zu stecken, nur um mich oder meine Frau zu verwirklichen. Finanzielle Notlagen sind natürlich ausgeschlossen.

Gruss
Robby

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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Grasy » Mo 1. Okt 2007, 20:22

Hallo Kantate,

Original von Kantate
Ausserdem, es ist heute kaum noch möglich dass der Mann alleine genug verdient um für die Familie zu sorgen.


Danke. So wie ich das sehe ist das eher ein Indiz für einen Zwang und weniger für ein Wollen. Manche können sich´s leisten andere nur schwierig.



Also muss die Frau mitarbeiten.


Könnten wir uns vielleicht darauf einigen daß Mann und Frau so wie so "mitarbeiten" müssen? Ich finde wenn wir hier weiter "Arbeit" vs. "Familie" stellen dann tun wir vielen Frauen unrecht die hart arbeiten aber keinen Beruf ausüben und dafür auch keine Bezahlung erhalten. Ein Gehalt bestimmt nicht zwangsläufig die Qualität noch die Quantität der Arbeit noch deren Dringlichkeit.


Mfg,
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Grasy » Mo 1. Okt 2007, 20:39

Hallo lüddi,

Original von lüddi
Also ich persönlich bin nicht berufstätig und möchte es auch gar nicht sein. Wenn es allerdings mal finanziell nicht mehr gehen würde,dann müssten wir uns eine Lösung überlegen. Wir haben 2 Kinder und ein Haus und das genügt mir eigentlich schon. Zum Ausgleich treffe ich mich mit Freundinnen (Thema nicht immer Familie, Kinder und Haushalt) und bin in einem Frauengesprächskreis. 1-2 mal im Jahr eine Kerzenparty oder so. Da ich gesundheitlich angeschlagen bin, reicht mir der Haushalt und was dazu gehört völlig. Von berufstätig sein wollen ist also bei mir keine Rede.


Danke für deinen Beitrag. 2 Kinder und ein Haushalt sind schon eine ganze Menge. Wenn wir das mal in der Ewigkeit betrachten dürfen und zurückblicken und jemand gleich 2 prächtige künstlerische Bauten auf sein Konto verbuchen kann dann sind 2 Kinder schon ein ganz anderes Kaliber. Menschen sind mehr wert als Spatzen darum ist die Aufgabe die eine Frau im Sinne von Tit 2:4-5 übernimmt sehr bedeutend selbst wenn die Anstrengungen hier in dieser Welt oft nicht dementsprechend belohnt werden.


Mfg,
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Grasy » Mo 1. Okt 2007, 20:47

Hallo Kaleko,

Original von Kaleko
In den Sprüchen der Bibel findet sich eine schier unglaubliche Bibelstelle. Es sind Wünsche einer Mutter an ihren Sohn wie sie ihm seine zukünftige Frau wünscht dass sie sein sollte.


Ich hatte die Stelle diesbezüglich schon gesucht. Ich denke die gehört ergänzend zu Tit 2:4-5 u.ä. dazu und zeugt von einer überaus fleißigen Frau. Die Verse klingen so nebenbei auch viel positiver als die mit der "Dachecke". :D


Mfg,
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Kantate » Mo 1. Okt 2007, 20:57

Original von Grasy
Hallo Kantate,

Original von Kantate
Ausserdem, es ist heute kaum noch möglich dass der Mann alleine genug verdient um für die Familie zu sorgen.


Danke. So wie ich das sehe ist das eher ein Indiz für einen Zwang und weniger für ein Wollen. Manche können sich´s leisten andere nur schwierig.





Hallo Grasy

natürlich gibt es Frauen, denen es völlig genügt Hausfrau und Mutter zu sein. Wobei ich hier betonen möchte, dass das ein wirklicher Volltimejob ist.

Dann gibt es aber auch diejenigen, die sich sagen, dass sie lange studiert haben oder auch eine Lehre abgeschlossen haben und unbedingt in diesem Beruf arbeiten möchten, neben Familie. Das ist völlig in Ordnung.
Nimm z.B. einmal das Theologiestudium. Wenn alles gut läuft dauert es 8 Jahre. Meistens bekommen die Studentinnen aber während der Studienzeit ein Kind und setzen dann für 1-2 Jahre aus. Somit beläuft sich dann die Studienzeit auf 10 Jahre. Man hat aber wenn man so ein langes Studium hinter sich gebracht hat nicht studiert um anschließen nur Mutter und Hausfrau zu sein.
Es gibt doch nichts gegen Kindergärten zu sagen. Dort lernen die Kinder soziales Verhalten. Daran ist doch nichts Falsches. Im Gegenteil.

Aber diese sinnlose Diskussion die im Augenblick hier bei uns in Deutschland abgeht, dass man eine schlechte Mutter ist wenn man lieber arbeiten möchte und sein Kind in eine Krippe geben möchte finde ich völlig daneben. Ganz abgesehen davon dass ganz oft auch ein "muss" hinter der Arbeit steht. Viele Frauen möchten lieber zu Hause bleiben. Das würde aber bedeuten dass das Geld fehlt.



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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Grasy » Mo 1. Okt 2007, 21:09

Hallo Robby,

Original von Robby
Meine persönliche Meinung ist auch, dass die "klassische Familie" an Terrain zurückgewinnen wird. Ich könnte mir nie vorstellen, meine Kinder (so ich denn mal welche haben darf) die ganze Woche in einen Hort zu stecken, nur um mich oder meine Frau zu verwirklichen. Finanzielle Notlagen sind natürlich ausgeschlossen.


Ich meine ob die klassische Familie an Terrain zurückgewinnen wird hängt kurzfristig auch etwas von der Politik ab und längerfristig von den Menschen die nach uns folgen.
Was die finanzielle Notlage betrifft ist es heute in meinem Land noch eher an der Schneide. Ich kenne so einige Familien die sich das leisten können daß nur einer Berufstätig ist. Das kommt dann aber auch auf das Maß an Wohlstand an daß man sich leisten will. Wenn´s jedes Jahr ein Urlaub "All Inclusive" sein soll oder man nicht damit leben kann daß der Nachbar bereits den zweiten Laptop hat und man selbst schon seit Jahren "in die Röhre" guckt geht sich das so z.B. nicht für jeden einfach so unverzüglich aus wenn nicht zwei arbeiten. So denke ich durchaus das viele Frauen arbeiten wollen - es aber nicht zwingend für jeden sein muss (noch nicht).

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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Kantate » Mo 1. Okt 2007, 21:17

Original von Grasy
Hallo Robby,

Original von Robby
Meine persönliche Meinung ist auch, dass die "klassische Familie" an Terrain zurückgewinnen wird. Ich könnte mir nie vorstellen, meine Kinder (so ich denn mal welche haben darf) die ganze Woche in einen Hort zu stecken, nur um mich oder meine Frau zu verwirklichen. Finanzielle Notlagen sind natürlich ausgeschlossen.


Ich meine ob die klassische Familie an Terrain zurückgewinnen wird hängt kurzfristig auch etwas von der Politik ab und längerfristig von den Menschen die nach uns folgen.
Was die finanzielle Notlage betrifft ist es heute in meinem Land noch eher an der Schneide. Ich kenne so einige Familien die sich das leisten können daß nur einer Berufstätig ist. Das kommt dann aber auch auf das Maß an Wohlstand an daß man sich leisten will. Wenn´s jedes Jahr ein Urlaub "All Inclusive" sein soll oder man nicht damit leben kann daß der Nachbar bereits den zweiten Laptop hat und man selbst schon seit Jahren "in die Röhre" guckt geht sich das so z.B. nicht für jeden einfach so unverzüglich aus wenn nicht zwei arbeiten. So denke ich durchaus das viele Frauen arbeiten wollen - es aber nicht zwingend für jeden sein muss (noch nicht).




Hier in Deutschland erhält jedes 4. Kind keine warme Mahlzeit am Tag weil die Eltern sich das nicht mehr leisten können.

In einer "Arche" gibt der Pastor PRO TAG 700 warme Mahlzeiten an Kinder aus die Zuhause überhaupt kein Essen mehr bekommen.

90% aller Schüler kommen ohne Frühstück zur Schule und bekommen wenn überhaupt erst abends etwas zu essen.

Die Gründe dafür? Die 1€ Jobs die weder zum Leben noch zum Sterben reichen und die Arbeitslosigkeit.
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Grasy » Mo 1. Okt 2007, 21:22

Hallo Kantate,

Original von Kantate
um anschließen nur Mutter und Hausfrau zu sein.


Dem kann ich mich so gar nicht anschliessen - selbst nicht im Vergleich zum Theologiestudium. Mutter und Hausfrau ist nicht >nur<.

Wenn ich persönlich auch die Bibel sehr schätze denke ich nicht daß es automatisch christlicher wäre wenn ich die Bibel noch mehr lese als daß ich in den Garten gehe um die ziemlich "primitive" Aufgabe zu übernehmen meiner kleinen Tochter die Schaukel in Bewegung zu halten (die sich dabei fast überschlägt vor Lachen).

Hierbei denke ich z.B. auch an das (Augenmerk auf die Verwendung und die Begründung):

"Gott hat geboten: "Du sollst Vater und Mutter ehren; wer Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben."
Ihr aber lehret: Wer zum Vater oder Mutter spricht: "Es ist Gott gegeben, was dir sollte von mir zu Nutz kommen", der tut wohl. Damit geschieht es, daß niemand hinfort seinen Vater oder seine Mutter ehrt, und also habt ihr Gottes Gebot aufgehoben um eurer Aufsätze willen." (Mt 15:4-6 - Lut1912)

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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Kantate » Mo 1. Okt 2007, 21:26

Original von Grasy
Hallo Kantate,

Original von Kantate
um anschließen nur Mutter und Hausfrau zu sein.


Dem kann ich mich so gar nicht anschliessen - selbst nicht im Vergleich zum Theologiestudium. Mutter und Hausfrau ist nicht >nur<.

Wenn ich persönlich auch die Bibel sehr schätze denke ich nicht daß es automatisch christlicher wäre wenn ich die Bibel noch mehr lese als daß ich in den Garten gehe um die ziemlich "primitive" Aufgabe zu übernehmen meiner kleinen Tochter die Schaukel in Bewegung zu halten (die sich dabei fast überschlägt vor Lachen).

Hierbei denke ich z.B. auch an das (Augenmerk auf die Verwendung und die Begründung):

"Gott hat geboten: "Du sollst Vater und Mutter ehren; wer Vater und Mutter flucht, der soll des Todes sterben."
Ihr aber lehret: Wer zum Vater oder Mutter spricht: "Es ist Gott gegeben, was dir sollte von mir zu Nutz kommen", der tut wohl. Damit geschieht es, daß niemand hinfort seinen Vater oder seine Mutter ehrt, und also habt ihr Gottes Gebot aufgehoben um eurer Aufsätze willen." (Mt 15:4-6 - Lut1912)




Grasy scroll zurück und lies meinen Beitrag noch einmal. Ich habe betont das Hausfrau und Mutter ein VOLLTIMEJOB ist..... Aber offensichtlich willst du gar nicht richtig lesen.
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Grasy » Mo 1. Okt 2007, 21:34

Original von Kantate
Hier in Deutschland erhält jedes 4. Kind keine warme Mahlzeit am Tag weil die Eltern sich das nicht mehr leisten können.


Ich wusste nicht daß es in Deutschland schon so schlimm steht.



Die Gründe dafür? Die 1€ Jobs die weder zum Leben noch zum Sterben reichen und die Arbeitslosigkeit.


Ich denke die Lösung dafür ist gewiss nicht ein Doppelpack an berufstätigen Eltern auf Kosten der Kinder. Kinder sind zu wertvoll und zu einzigartig als daß man sie überwiegend "Fremden" überlassen sollte die für die Arbeit bezahlt werden. Ich halte zwar den Kindergarten für eine ganz tolle Einrichtung aber die Tendenz geht hier meiner Meinung nach politsch bereits eher in Richtung "Kinderdepot" als in Richtung "Kinderliebe". Wenn die Eltern dann ausgelaugt heimkommen und keiner mehr Kraft hat für den anderen wirklich da zu sein und gerade noch so den Druck auf die Fernbedienung schafft - die Kinder grenzenlos rumtreiben und sich in virtuelle Welten verkrümeln dann gibt es aber zumindest eine ganze Menge potentieller Konsumenten die dann bereitwillig nach ein bisschen irdischem Glück greifen um damit die Wunden zu lecken.
Deutschland ist kein armes Land. Selbst wenn bald jeder einen Beruf ergreifen muss heißt das aber nicht daß diejenigen welche das Geld im Überschuss haben deswegen die Arbeit auch doppelt würdigen täten.
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Kantate » Mo 1. Okt 2007, 21:44

Original von Grasy
Original von Kantate
Hier in Deutschland erhält jedes 4. Kind keine warme Mahlzeit am Tag weil die Eltern sich das nicht mehr leisten können.


Ich wusste nicht daß es in Deutschland schon so schlimm steht.



Die Gründe dafür? Die 1€ Jobs die weder zum Leben noch zum Sterben reichen und die Arbeitslosigkeit.


Ich denke die Lösung dafür ist gewiss nicht ein Doppelpack an berufstätigen Eltern auf Kosten der Kinder. Kinder sind zu wertvoll und zu einzigartig als daß man sie überwiegend "Fremden" überlassen sollte die für die Arbeit bezahlt werden. Ich halte zwar den Kindergarten für eine ganz tolle Einrichtung aber die Tendenz geht hier meiner Meinung nach politsch bereits eher in Richtung "Kinderdepot" als in Richtung "Kinderliebe". Wenn die Eltern dann ausgelaugt heimkommen und keiner mehr Kraft hat für den anderen wirklich da zu sein und gerade noch so den Druck auf die Fernbedienung schafft - die Kinder grenzenlos rumtreiben und sich in virtuelle Welten verkrümeln dann gibt es aber zumindest eine ganze Menge potentieller Konsumenten die dann bereitwillig nach ein bisschen irdischem Glück greifen um damit die Wunden zu lecken.
Deutschland ist kein armes Land. Selbst wenn bald jeder einen Beruf ergreifen muss heißt das aber nicht daß diejenigen welche das Geld im Überschuss haben deswegen die Arbeit auch doppelt würdigen täten.


Das stimmt, Deutschland ist kein armes Land. Umso trauriger ist es was hier abgeht. Wenn du die Schlangen vor der "Tafel" siehst, die jede Woche länger werden, und dann hörst wie Politiker vom Aufschwung reden, die Menschen aber immer weniger im Geldbeutel haben, dann finde ich das ziemlich bedenklich.

Ich sprach nicht von den gut verdienenden Familien. Du hast hier kaum noch eine andere Chance als arbeiten zu gehen um irgendwie über die Runden zu kommen - WENN du denn überhaupt etwas anderes als einen 1€-Job kriegst, wenn überhaupt. Das Schlimme ist dass Langzeitarbeitslose kaum noch eine Chance bekommen. Gesucht werden immer gutaussehende, junge Menschen mit vielen Jahren Berufserfahrung. Sprich, Langzeitarbeitslose haben zwar Berufserfahrung sind aber zu "alt" :x Junge Leute sehen zwar gut aus ;) können aber wenn sie von der Uni kommen keine Berufserfahrung vorweisen. Und wenn sie eine Lehre gemacht haben werden sie nicht übernommen weil das zu teuer ist für die Arbeitgeber.

Man kann es irgendwie drehen und wenden wie man will. Die Mütter die zu Hause bleiben wollen tun das meistens auch weil sie sich das a) leisten können oder b) sowieso keine Job bekommen.
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Grasy » Mo 1. Okt 2007, 21:52

Original von Kantate
Ich habe betont das Hausfrau und Mutter ein VOLLTIMEJOB ist.


Wenn du das auch getan hast dann doch zweimal in einer Art und Weise die bei mir den Eindruck erweckt hat als meintest du daß "Mutter und Hausfrau" nicht alles gibt oder das noch locker zu toppen wäre (also für die welche nicht "nur" sein wollen oder denen es halt "nicht völlig genügt";).
Stell dir mal vor du hast einen Angstellten der sich über die Maßen in seiner Aufgabe aufopfert (egal welche das ist) und du gehst dann hin und sagst: "Dir genügt das halt völlig - es gibt aber auch andere...". So etwas kann sehr verletzten auch wenn man´s nicht so meint.

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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Ainu Elfe » Mo 1. Okt 2007, 22:01

Hier die dritte Frau, die ihren Beruf nicht aufgeben möchte, auch wenn Kinder dazukommen.
Warum? Warum nicht...
-Ich habe lange studiert. Werde doktorieren. Mir macht mein Beruf spass (bin Historikerin), ich möchte darauf nicht verzichten.
-Kinder bleiben nicht ewig klein, gewickelt und gestillt. Sie werden grösser, leben ihr eigenes Leben und irgendwann sind sie weg. Da möchte ich nicht irgendwann dastehen und nicht in meinen Beruf zurückkönnen.
-Ich möchte unabhängig sein, man weiss nie, was passiert. Zudem möchte ich nicht, dass mein Mann die finanzielle Bürde für die Familie alleine trägt, ich möchte das teilen, genauso wie ich mit ihm Kindererziehung und auch Haushalt teilen möchte.

Mein Ideal wäre es, während meine Kinder klein sind, beruflich kürzer zu treten und das dann nach und nach wieder hochzuschrauben. Ich kann mir gut vorstellen, einige Monate ganz zu hause zu sein, aber nicht viel mehr. Ich wünsche mir einfach, dass dies möglich ist, auch für die Väter, nicht nur für die Mütter.

Zum "traditionellen Familienbild": ich glaube und ich hoffe auch nicht, dass das wieder an Terrain gewinnen wird. Dieses Familienideal ist zudem kaum 50 Jahre alt. Niemals davor und niemals danach waren Frauen nicht berufstätig. Dies zu fordern und zu glauben, dass es das einzig seeligmachende ist, entspricht nicht der Realität, und das zu keiner Zeit. Da kann sich Frau Hermann, die ja dieses Familienbild sowas von selbst lebt :roll: (nunja, jetzt nach ihrem Rausschmiss hat sie vielleicht Zeit zum Apfelkuchen backen), noch so ereifern, sie sollte lieber Geschichtsbücher lesen.
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Grasy » Mo 1. Okt 2007, 22:06

Original von Kantate
Gesucht werden immer gutaussehende, junge Menschen mit vielen Jahren Berufserfahrung.


Es ist oft wirklich sehr frustrierend wenn man sich da so manche Stellenauschreibungen durchliest. Ich schätze das wird sich nicht so schnell ändern. Manchmal kommt es mir so vor als wäre die Welt ein grosses Schauspiel und nach und nach darf jede Nation einmal den Mächtigen spielen und dieses oder jenes politische Konzept darf sich beweisen (bis es doch irgendwann den Bach runtergeht). Aber ich denke irgendwann kommt auch jemand völlig anderes und auf diesen Herrn warte ich:

"Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisset, daß die weltlichen Fürsten herrschen und die Obersten haben Gewalt.
So soll es nicht sein unter euch. Sondern, so jemand will unter euch gewaltig sein, der sei euer Diener;
und wer da will der Vornehmste sein, der sei euer Knecht,
gleichwie des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele." (Mt 20:25 - Lut1912)

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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Kantate » Mo 1. Okt 2007, 22:13

Original von Ainu Elfe
Hier die dritte Frau, die ihren Beruf nicht aufgeben möchte, auch wenn Kinder dazukommen.
Warum? Warum nicht...
-Ich habe lange studiert. Werde doktorieren. Mir macht mein Beruf spass (bin Historikerin), ich möchte darauf nicht verzichten.
-Kinder bleiben nicht ewig klein, gewickelt und gestillt. Sie werden grösser, leben ihr eigenes Leben und irgendwann sind sie weg. Da möchte ich nicht irgendwann dastehen und nicht in meinen Beruf zurückkönnen.
-Ich möchte unabhängig sein, man weiss nie, was passiert. Zudem möchte ich nicht, dass mein Mann die finanzielle Bürde für die Familie alleine trägt, ich möchte das teilen, genauso wie ich mit ihm Kindererziehung und auch Haushalt teilen möchte.

Mein Ideal wäre es, während meine Kinder klein sind, beruflich kürzer zu treten und das dann nach und nach wieder hochzuschrauben. Ich kann mir gut vorstellen, einige Monate ganz zu hause zu sein, aber nicht viel mehr. Ich wünsche mir einfach, dass dies möglich ist, auch für die Väter, nicht nur für die Mütter.

Zum "traditionellen Familienbild": ich glaube und ich hoffe auch nicht, dass das wieder an Terrain gewinnen wird. Dieses Familienideal ist zudem kaum 50 Jahre alt. Niemals davor und niemals danach waren Frauen nicht berufstätig. Dies zu fordern und zu glauben, dass es das einzig seeligmachende ist, entspricht nicht der Realität, und das zu keiner Zeit. Da kann sich Frau Hermann, die ja dieses Familienbild sowas von selbst lebt :roll: (nunja, jetzt nach ihrem Rausschmiss hat sie vielleicht Zeit zum Apfelkuchen backen), noch so ereifern, sie sollte lieber Geschichtsbücher lesen.


Ich schließe mich deiner Meinung über Eva Hermann an. Woher nimmt sie sich eigentlich das Recht so über Mütter zu reden. Selbst jetzt ist sie ja nicht "nur" - Grasy krieg nicht gleich wieder einen Erstickungsanfall bitte - Hausfrau, sondern verdient Geld mit ihren Büchern die kein Mensch braucht. Menschen wie sie kommen immer "irgendwie durch".

@Grasy, ich habe deutlich gesagt dass Hausfrau und Mutter ein Volltimejob ist. Und wenn ich schrieb dass die Entscheidung ansteht nur zu arbeiten oder nur Mutter und Hausfrau zu sein dann hat das nichts mit runtermachen zu tun sondern ganz einfach mit entweder oder. Ich findes es wirklich langsam z.K. wie hier einige Leute es immer wieder fertig kriegen einem das Wort im Mund zu verdrehen.

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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Kantate » Mo 1. Okt 2007, 22:21

Original von Grasy
Original von Kantate
Gesucht werden immer gutaussehende, junge Menschen mit vielen Jahren Berufserfahrung.


Es ist oft wirklich sehr frustrierend wenn man sich da so manche Stellenauschreibungen durchliest. Ich schätze das wird sich nicht so schnell ändern. Manchmal kommt es mir so vor als wäre die Welt ein grosses Schauspiel und nach und nach darf jede Nation einmal den Mächtigen spielen und dieses oder jenes politische Konzept darf sich beweisen (bis es doch irgendwann den Bach runtergeht). Aber ich denke irgendwann kommt auch jemand völlig anderes und auf diesen Herrn warte ich:

"Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisset, daß die weltlichen Fürsten herrschen und die Obersten haben Gewalt.
So soll es nicht sein unter euch. Sondern, so jemand will unter euch gewaltig sein, der sei euer Diener;
und wer da will der Vornehmste sein, der sei euer Knecht,
gleichwie des Menschen Sohn ist nicht gekommen, daß er sich dienen lasse, sondern daß er diene und gebe sein Leben zu einer Erlösung für viele." (Mt 20:25 - Lut1912)

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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Grasy » Mo 1. Okt 2007, 22:54

Original von Ainu Elfe
-Kinder bleiben nicht ewig klein, gewickelt und gestillt. Sie werden grösser, leben ihr eigenes Leben und irgendwann sind sie weg.


Das stimmt. Aber viele kommen dann auch wieder ;) - spätestens wenn sie die eigenen Kinder haben, ernste Probleme anstehen oder guter Rat teuer ist. Schön wenn dann jemand da ist der ein klein wenig mehr Zeit hat und auch mal einspringen kann wenn eine Katastrope überwunden werden muss, selbst wenn er dazu fleißig bleibt aber auch einmal auf viele Kinder noch mehr Enkel und vielleicht sogar noch so einige Urenkel zurücksehen kann.



-Ich möchte unabhängig sein, man weiss nie, was passiert.


Hmm. Wenn ich die Beziehung zu meiner Frau definieren wollte dann nicht mit dem Wort "Unabhängigkeit" sondern mit dem Wort "eins". Wenn ich mir da eine Firma vorstelle wo JEDER Chef ist , JEDER seine eigene Buchhaltung führt, JEDER jede Arbeit gleich gut kann und tut und auch tuen muss dann könnte zwar jeder behaupten er wäre unabhängig vom anderen - aber irgendwie ist´s das nicht. Das ist dann aber nur ein Arbeitsplatz. Von dem hier gar nicht zu sprechen:

´und sprach: "Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und werden die zwei ein Fleisch sein"? So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.´ (Mt 19:5-6 - Lut1912)

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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Robby » Di 2. Okt 2007, 09:31

Original von Ainu Elfe
Zum "traditionellen Familienbild": ich glaube und ich hoffe auch nicht, dass das wieder an Terrain gewinnen wird. Dieses Familienideal ist zudem kaum 50 Jahre alt. Niemals davor und niemals danach waren Frauen nicht berufstätig. Dies zu fordern und zu glauben, dass es das einzig seeligmachende ist, entspricht nicht der Realität, und das zu keiner Zeit. Da kann sich Frau Hermann, die ja dieses Familienbild sowas von selbst lebt :roll: (nunja, jetzt nach ihrem Rausschmiss hat sie vielleicht Zeit zum Apfelkuchen backen), noch so ereifern, sie sollte lieber Geschichtsbücher lesen.


Ich schätze Frau Herman, ich denke sie bringt einen wichtigen Punkt in die Diskussion ein.
Das traditionelle Familienbild ist für mich das Ideal. Ich könnte meine Kinder nie in eine Krippe abschieben (es sei denn aufgrund einer Notlage). Die Ansichten dazu sind aber verschieden 8-)

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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon schanin » Di 2. Okt 2007, 09:33

interessante diskussion hier :)
ich hab (noch) keine kinder, könnte mir aber niemals vorstellen, wenn ich mal welche habe, nicht mehr einer bezahlten tätigkeit nachzugehen.
nicht, dass es finanziell notwendig wäre (wenns so weitergeht bis jetzt, was die zukunft bringen kann sieht man jetzt ja noch nicht), aber ich würd mich wohl nicht ausgefüllt fühlen wenn ich den ganzen tag zu hause wäre. damit sage ich nicht, dass auswärts arbeiten objektiv mehr wert ist wie kinder/haushalt; aber persönlich/subjektiv kann das durchaus stimmen.

folgendes ist sehr persönlich und individuell, aber mir gehts so: ich fänds auch irgendwie problematisch, wenn mein mann weiterhin in seinem beruf wäre und ich "nur" zuhause. über was spreche ich dann mit ihm? windeln und staubsaugersäcke? :shock:

ein persönliches hoch auf die teilzeitjobs :))
hier stand mal ein link...
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Robby » Di 2. Okt 2007, 09:41

Original von schanin
ich hab (noch) keine kinder, könnte mir aber niemals vorstellen, wenn ich mal welche habe, nicht mehr einer bezahlten tätigkeit nachzugehen.
nicht, dass es finanziell notwendig wäre (wenns so weitergeht bis jetzt, was die zukunft bringen kann sieht man jetzt ja noch nicht), aber ich würd mich wohl nicht ausgefüllt fühlen wenn ich den ganzen tag zu hause wäre. damit sage ich nicht, dass auswärts arbeiten objektiv mehr wert ist wie kinder/haushalt; aber persönlich/subjektiv kann das durchaus stimmen.


Das kann sich schnell ändern. Ich hatte eine Vorgesetzte (Managerin), die die Karriereleiter emporstieg. Dann wurde sie schwanger, wollte unbedingt wieder zurück. Nach der Geburt änderte es sich schlagartig. Sie sagte, der Wert, das Kind zu betreuen, es aufwachsen zu sehen ist ein x-faches grösser, als sich im Beruf abzurackern und zu ärgern für nichts. Sie ist seit einigen Jahren nun 100% Hausfrau und hat bereits ein 2. Kind bekommen. Sie sagt, sie war noch nie so glücklich wie heute.

Ein zweites Beispiel. Ebenfalls eine Vorgesetzte, welche einen Doktortitel gemacht hat, lange studiert etc.
Sie hat mit ca. 38 begriffen, was die Familie und Kinder für einen Wert hat. Leider ist es für sie dann zu spät gewesen, es hat nicht mehr eingeschlagen. Dennoch hat sie ihre Stellung aufgegeben und hat das Leben abseits des "traditionellen" Berufslebens kennen und schätzen gelernt.

Natürlich gibt es auch andere Frauen, das ist ja ok. Nur sollte das wirklich klar sein, bevor man eine tiefe Beziehung eingeht. Was hat der Partner für eine Vorstellung von Kindererziehung, von Doppelverdiener etc.
Dies sind elementare Fragen einer Beziehung.

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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Seraphim » Di 2. Okt 2007, 10:06

Original von Kantate
Hier in Deutschland erhält jedes 4. Kind keine warme Mahlzeit am Tag weil die Eltern sich das nicht mehr leisten können.

In einer "Arche" gibt der Pastor PRO TAG 700 warme Mahlzeiten an Kinder aus die Zuhause überhaupt kein Essen mehr bekommen.

90% aller Schüler kommen ohne Frühstück zur Schule und bekommen wenn überhaupt erst abends etwas zu essen.

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Hallo Kantate,
Können es sich die Eltern heute wirklich nicht mehr leisten, für die Kinder eine warme Mahlzeit pro Tag bereit zu stellen? Die meisten Kinder sind (was das Essen betrifft) oft sehr anspruchslos, und ein Teller Spaghetti oder eine Suppe liegt wohl in den meisten Fällen immer noch drin. Ich bezweifle auch, ob es wirklich günstiger ist, die Kinder mit Chips, Cola und anderem zu sättigen. Zudem: selbst im Nachkriegsdeutschland bemühten sich die Mütter liebevoll darum, ihrer Familie etwas Warmes auf den Tisch zu zaubern – wie gut geht es uns doch da heute?

Ich glaube die Tatsache, dass jedes 4. Kind keine warme Mahlzeit am Tag erhält hat nur bedingt mit finanzieller Not zu tun. Vielmehr ist es einfacher, die Kinder in einer „Arche“ abzugeben (um nicht selbst kochen zu müssen). Dabei geht den Kindern leider auch der soziale Aspekt der gemeinsamen Mahlzeit mit der Familie abhanden.

Das gleiche gilt für das Frühstück – wenn die Kinder nicht vorgelebt bekommen, dass am morgen gefrühstückt wird, warum sollten Sie es dann tun?
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Zorro » Di 2. Okt 2007, 10:21

Original von Ainu Elfe
-Ich möchte unabhängig sein, man weiss nie, was passiert.


Unabhängig? Ich bin gerne abhängig meiner Frau gegenüber. Wenn ich sie brauche und sie mich, dann geht die Beziehung tiefer, als wenn man immer noch "Schutzmassnahmen" errichtet, sprich sich vorkehrt für den Fall, dass die Beziehung doch auseinandergeht. Genau aus diesem Grund lehne ich Eheverträge ab, obwohl es heute vielleicht Sinn machen würde (vor allem als Mann in der Schweiz). Es kann aber nicht sein, dass man schon beim Zusammenkommen sicherstellt, dass die Trennung "erfolgreich" verläuft, was ist das auch für eine Einstellung.

Zum Thema: Die Familie ist die wichtigste Zelle des Staates. Wenn diese verzettelt wird, so hat dies auch Auswirkungen auf den Staat. Das Ergebnis sind Kinder, die nicht mehr wissen, was eine liebevolle Familie ausmacht und Geborgenheit nur aus dem Lexikon kennen.
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Zorro » Di 2. Okt 2007, 10:25

Original von Seraphim
ein Teller Spaghetti oder eine Suppe liegt wohl in den meisten Fällen immer noch drin.


Das glaube ich auch. Wenn ich daran denke, wie arm meine Eltern aufgewachsen sind und dennoch eine Gerstensuppe erhalten haben (oder ähnliches), dann muss dies auch heute gehen. Zudem ist der Sozialstaat gegenüber früher derart aufgebläht, dass man sicher nicht verhungern muss.
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Zorro » Di 2. Okt 2007, 10:32

Darum würde mich interessieren: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben - und wenn ja - sind es tatsächlich so viele?


Ich bin überzeugt, dass dies so ist. Die Ursachen sind vielfältig. Der Femminismus hat auf alle Fälle seine Spuren hinterlassen. Als Frau ist man heute "nichts" mehr, wenn man "nur" Hausfrau ist. Noch schlimmer wenn man früh Kinder kriegt, dann ist man bei vielen komplett weg vom Fenster (keine Weiterbildung, wenig Berufserfahrung etc.).
Die wichtigste Aufgabe der ganzen Gesellschaft, nämlich die Erziehung der Kinder wird leichtfertig auf´s Spiel gesetzt.
Ist das der Weg, den wir heute und in Zukunft gehen wollen? Dem Kapitalismus komplett verfallen? Nein.
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon sugi » Di 2. Okt 2007, 10:46

Original von Zorro
Als Frau ist man heute "nichts" mehr, wenn man "nur" Hausfrau ist.

Diese Demut ging ich an Leib und Seele durch..

Noch schlimmer wenn man früh Kinder kriegt,

War nichts ´schlimmes´, wir wurden Reich gesegnet...

dann ist man bei vielen komplett weg vom Fenster (keine Weiterbildung, wenig Berufserfahrung etc.).

Auch mein Fall..!!

Die wichtigste Aufgabe der ganzen Gesellschaft, nämlich die Erziehung der Kinder wird leichtfertig auf´s Spiel gesetzt.

Jedem das seine..

Ist das der Weg, den wir heute und in Zukunft gehen wollen? Dem Kapitalismus komplett verfallen? Nein.

Ich bin soweit gekommen, dass ich sage: Danke Herr, für diese Wertvolle Aufgabe! Ich habe nichts, ich bin nichts..so die ´beurteilungen´ der Menschen, was ich mir auch teilweise anhören muss(te)..! Ich gehe dann direkt zu Gott meinem Vater, und weiss: Was wichtig ist und was nicht! Mein Mann ist glücklich, mein Mann liebt mich, die Kinder haben es gut bei mir....was will ich mehr? Bestätigungen der Menschen? Nein, das sei ferne....ich muss nicht den Menschen gefallen! Und trotzdem weiss ich manchmal die Gedanken, doch berürt es mich nicht mehr und das habe ich meinem Vater im Himmel zu verdanken, denn er Half mir in der ´schwierigen´ Zeit, als ich es IHM sagte! Es ´stellte´ mich ruhig.....und bestätigte mir!!!!


Aus tiefstem Herzen..

greez
Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen
und stütze dich nicht auf deinen Verstand!
Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn,
dann ebnet er selbst deine Pfade!

Spr.3,5-6
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Seraphim » Di 2. Okt 2007, 10:57

Original von schanin
interessante diskussion hier :)
ich hab (noch) keine kinder, könnte mir aber niemals vorstellen, wenn ich mal welche habe, nicht mehr einer bezahlten tätigkeit nachzugehen.
nicht, dass es finanziell notwendig wäre (wenns so weitergeht bis jetzt, was die zukunft bringen kann sieht man jetzt ja noch nicht), aber ich würd mich wohl nicht ausgefüllt fühlen wenn ich den ganzen tag zu hause wäre. damit sage ich nicht, dass auswärts arbeiten objektiv mehr wert ist wie kinder/haushalt; aber persönlich/subjektiv kann das durchaus stimmen.

folgendes ist sehr persönlich und individuell, aber mir gehts so: ich fänds auch irgendwie problematisch, wenn mein mann weiterhin in seinem beruf wäre und ich "nur" zuhause. über was spreche ich dann mit ihm? windeln und staubsaugersäcke? :shock:

ein persönliches hoch auf die teilzeitjobs :))



Nur ein paar Gedanken:
…ist es nicht egoistisch, Kinder haben zu wollen, aber nicht für Verzicht bereit zu sein?
…ist es nicht eine wunderbare und ausfüllende Aufgabe, sich Tag für Tag um die geliebte Familie kümmern zu können?
…Wird der Beruf „Hausfrau“ nicht oft zu gering geschätzt und zu wenig gewürdigt (insbesondere von „emanzipierten“ Frauen)?
…bieten die Erlebnisse mit den Kindern und die Erziehung nicht ausreichend Gesprächsstoff für die Eltern?
…Hat die Frau nicht von Gott Gaben erhalten, um das Familienleben zu „managen“?
…geht dem Kind nicht einiges an Erfahrungen verloren, wenn es bereits im frühen Kindesalter nicht ein „festes“ Familienleben erlebt?
…besteht die Möglichkeit von „Langzeitfolgen“, wenn die Kinder bereits in jungen Jahren von Krippe zu Krippe gereicht werden?
…was trägt langfristig wirklich zum Wohl des Kindes bei?

Wie gesagt, dies waren nur ein paar sehr persönliche (subjektive) Gedanken…
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Robby » Di 2. Okt 2007, 11:07

Original von sugi
Diese Demut ging ich an Leib und Seele durch..



Hallo Sugi

Das glaube ich dir. Ich kenne einige Fälle, wo Frauen vor allem von anderen Frauen belächelt werden, dass sie Hausfrauen sind. Das ist tragisch! Auch hier gibt es nicht schwarz/weiss.
Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die Finsternis zu Licht und Licht zu Finsternis erklären, die Bitteres süss und Süsses bitter nennen!Jesaja 5,20
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon cori » Di 2. Okt 2007, 11:12

Original von Seraphim
…geht dem Kind nicht einiges an Erfahrungen verloren, wenn es bereits im frühen Kindesalter nicht ein „festes“ Familienleben erlebt?
…besteht die Möglichkeit von „Langzeitfolgen“, wenn die Kinder bereits in jungen Jahren von Krippe zu Krippe gereicht werden?


Ganz so krass muss das ja keinesfalls sein. Man kann (bei uns in Österreich ist das jedenfalls so) bis zum Ende des zweiten Lebensjahres in Karenz gehen und hat bis zum Ende des vierten Lebensjahres Anspruch auf Elternteilzeit, in manchen Fällen sogar bis zum Schuleintritt.
Meiner Meinung nach kann es auch dann ein "festes" Familienleben geben, wenn das Kind für einige Stunden am Tag zur Grossmutter oder zur Tagesmutter gebracht wird, wenn es sich dort wohl fühlt.
Wenn die Kinder aber unter der Trennung leiden, dann sind sie noch zu jung dafür.
Wir freuen uns über unsere Enkelin

+++ Clara Sofia +++


geboren am 23.9.09, 3260 g, 50 cm
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Re: Wollen heutige Frauen eher ins Berufsleben?

Beitragvon Seraphim » Di 2. Okt 2007, 11:15

Original von sugi
Ich bin soweit gekommen, dass ich sage: Danke Herr, für diese Wertvolle Aufgabe! Ich habe nichts, ich bin nichts..so die ´beurteilungen´ der Menschen, was ich mir auch teilweise anhören muss(te)..! Ich gehe dann direkt zu Gott meinem Vater, und weiss: Was wichtig ist und was nicht! Mein Mann ist glücklich, mein Mann liebt mich, die Kinder haben es gut bei mir....was will ich mehr? Bestätigungen der Menschen? Nein, das sei ferne....ich muss nicht den Menschen gefallen! Und trotzdem weiss ich manchmal die Gedanken, doch berürt es mich nicht mehr und das habe ich meinem Vater im Himmel zu verdanken, denn er Half mir in der ´schwierigen´ Zeit, als ich es IHM sagte! Es ´stellte´ mich ruhig.....und bestätigte mir!!!!


Liebe Sugi,
Familie und Kinder erhalten in der heutigen Zeit leider nicht mehr den Stellenwert, die sie verdienen. Die Ehe ist eine so wunderbare Institution, und sie würde es den Kindern erlauben, sich in einem geschützten Rahmen zu entwickeln. „Würde“ deshalb, weil moderne Lebensweisen den ursprünglichen Gedanken völlig aufgeweicht haben…
Was gibt es denn schöneres und erfüllenderes, als die einzelnen Entwicklungsschritte der Kinder beizuwohnen? Aber das heutige weltliche und kapitalistisch geprägte Leben suggeriert uns, dass wir „wahre“ Erfüllung nur in Konsum und Besitztümer erleben können. Komisch nur, dass auch selbsternannte VIP’s (obwohl sie eigentlich schon alles haben) plötzlich auch dem Kinderwunsch verfallen…

Liebe sugi,
lass dir durch nichts und von niemandem deine Entscheidung kaputt reden – ich persönlich wünsche Dir auch weiterhin viel Segen mit deiner Familie…
"Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst..." Psalm 8, 4-5
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