Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten?

Moderator: bigbird

Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Johncom » Mi 21. Nov 2007, 08:44

Original von erbreich
Warum sollte der Mensch in der Gegenwart Gottes noch Durst oder Hunger haben? Wonach denn?

Joh 6,35
Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.


Hätte Jesus also hier gelogen?

Wohl kaum. Wer wirklich eins ist mit dem Vater und dem Sohn (wie Jesus für uns gebetet hat), der kennt keine Abhängigkeit und keine Sucht mehr, auch nicht eine geistliche. Ihn hungert und dürstet nach nichts mehr, auch nicht nach dem Heiligen Geist. Wer aber nach etwas hungert, dürstet oder süchtet, dem mangelt noch etwas. Was ihm mangelt ist - um in unserem biblischen Bild zu bleiben - eben das Brot und das Wasser des Lebens. Und das ist Gott selbst, das ist der Heilige Geist.

Wer im Heiligen Geist, in der Gegenwart Gottes, lebt, der kennt kein Hungern, Dürsten und Süchten mehr nach Gott. Hier noch einmal der Meister selbst:

Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.

Amen.

:)

Gruss, erbreich


Original von Braveheart72 Habe ich Hunger, brauche ich zu Essen, habe ich Durst, brauche ich zu Trinken.Und Jesus hat das auch so gemeint,dass wenn wir Hunger/Durst haben, er uns entsprechend verpflegt(geistig)!Ich habe noch kein Mensch erlebt, welcher nicht ein Hunger- oder Dursgefüh bekam!Man isst in diesem Moment etwas und wird satt, bis man wieder Hunger bekommt. Wenn deine Theorie aufgehen würde, werter erbreich, wärst du der erste Mensch, der nie ein Hunger- und Durstgefühl hatte. Ich wette aber, als Kind hattest du bestimmt dieses Gefühl und dann haben dir deine Eltern liebvoll zu essen gegeben.Sumasumarum: Ich denke es ist mehr als menschlich, dass wir Hunger oder Durst haben (geistig und physisch!Aber vielleicht hast du dieses Verlangen tatsächlich nicht und bist immer zu 100% versorgt....wie wird es dann im Himmel sein?


Erbreich betont ja ´Wer wirklich eins ist mit dem Vater und dem Sohn ... ´ !

Und ´Wer im Heiligen Geist, in der Gegenwart Gottes, lebt ...´

Gegenwart ist Präsenz. Und Gegenwart heisst auch Jetzt ! Gegenwart Gottes kann durchaus erlebt werden, und wie Gotteserfahrer ( ... übrigens grenzüberschreitend, also ungeachtet welcher Konfession angehörend oder welcher aus Kultur stammend ... ) übereinstimmend berichten, ist diese Erfahrung realer als alles was sonst im normalen Leben passiert.

Wer solche tiefen Erfahrungen macht WEISS daß Gott DA ist. Immer, überall. Und immer schon da gewesen. Es ist eine schockierende Erfahrung und eine nie gekannte Erleichterung. Die Schuppen sind einem von den Augen gefallen.

Und was manche Menschen so glauben, und was andere Menschen glauben .... wird dann ziemlich ´relativ´ wahrgenommen. Nicht daß man auf die armen Massenmenschen herabsieht, eher anders: Den Gotteserfahrenen tut es eher leid zu sehen, wieviel noch gekämpft wird für Glaubensmeinungen und Theorien, wie auf Schriften gepocht wird. Und wie wenig das eigentliche, das Herzstück des Glaubens erkannt wurde. Nämlich Liebe, Vertrauen und Achtung vor allem Leben.

Erfahrung in Gottes Gegenwart, also in ´Gottes Jetzt´ machen, offenbart daß es niemals ein Paradies gab und niemals einen Himmel geben wird, aber daß Paradies und Himmel längst hier sind ! Und es sind wir, es ist unsere Kleinherzigkeit und unser ewiges herumspekulieren, welches uns das weit geöffnete Tor als verschlossen erscheinen lässt.

Ich glaube schon der Erbreich ist zu 100% versorgt. Er möchte nur sagen (weil er mitfühlt und liebt): ´Schau doch mal, alles ist schon da !´
Die Buchstaben sind tot, nur der Geist ist lebendig, macht lebendig.

Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.

Wenn Erbi ´Amen´ sagt dann weiss ich, da ist kein wichtig machen, das schreibt er aus Liebe und er will helfen. :]

Gruß
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Mi 21. Nov 2007, 10:31

Hallo Braveheart

Du schreibst:
Original von Braveheart72
Jesus hat das auch so gemeint,dass wenn wir Hunger/Durst haben, er uns entsprechend verpflegt(geistig)!
Jesus weist die Frau am Brunnen durch seine Rede auf die geistliche Dimension des Seins, indem er, ausgehend von einer irdischen, konkreten Wirklichkeit im Hier und Jetzt (das Wasserschöpfen um zu trinken) in Form einer Gleichnisrede eine spirituelle Wahrheit kundtut. Hier bei Johannes vielleicht noch deutlicher:

Joh 4,13
Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten...


Also, sicher zum einen dies, wie Du sagst:
Original von Braveheart72
Ich habe noch kein Mensch erlebt, welcher nicht ein Hunger- oder Durstgefühl bekam! Man isst in diesem Moment etwas und wird satt, bis man wieder Hunger bekommt.
Das ist wohl klar (wobei es ja auch hier Ausnahmen geben soll... aber über solches habe ich keine persönliche Erfahrung). Aber auch in der Analogie stimmt die Aussage: Wer sich von der Welt - von Vergänglichem - ernährt, den wird wieder hungern und dürsten. Denn das Vergängliche vermag nicht Ewiges zu spenden. So führt Jesus nun weiter aus:

Joh 4,14
...wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.


Wer wirklich das Wasser, das Jesus zu geben hat, getrunken hat, in dem wurde dieses Wasser zu einer unerschöpflichen Quelle, die ihm "ewiges Leben" spendet, und er hat keinen Durst mehr "in Ewigkeit".

Da gibt es nun natürlich schon ein paar Dinge zu klären, falls wir weiterdiskutieren wollen. Vor allem sicher mal diese zwei Begriffe/Bilder, die Jesus benützt: Was verstehen wir unter diesem "Wasser des Lebens"? Und was verstehen wir unter "Ewigkeit/Ewiges Leben"?

Johncom hat das gut beschrieben:
Original von Johncom
Erfahrung in Gottes Gegenwart, also in ´Gottes Jetzt´ machen, offenbart... daß Paradies und Himmel längst hier sind ! Und es sind wir, es ist unsere Kleinherzigkeit und unser ewiges herumspekulieren, welches uns das weit geöffnete Tor als verschlossen erscheinen lässt.
Um bei unsern Bildern zu bleiben: Das "Wasser des Lebens" ist das Erleben der Gegenwart Gottes und diese führt uns ins "Ewige Leben" hier und jetzt. Sie enthüllt uns die "Geheimnisse des Reiches Gottes":

Mk 4,11
Und er sprach zu ihnen: Euch ist gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes zu erkennen, denen aber, die draußen sind, wird alles in Gleichnissen zuteil...


Und wir erkennen:

Lk 17,21
Man wird nicht sagen: Siehe hier! oder: Siehe dort ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist inwendig in euch.


Und Deine Frage, Braveheart...
Original von Braveheart72
wie wird es dann im Himmel sein?
...die hast Du beantwortet. Weil Du versorgt bist. Weil Du nicht mehr nach Vergänglichem trachtest, Dir nicht mehr aus Vergänglichem wahres Leben erhoffst. Klar wirst Du noch Äpfel essen und Milch trinken, oder Fleisch und Wein, was Dir eben lieber ist, aber Du lebst im Frieden des Ewigen. Und zwar nicht dort oder dann, sondern hier und jetzt. Nur deshalb, und nur dann, hast Du keinen (geistlichen) Durst und Hunger mehr. Du wirst keine Sucht mehr kennen, auch nicht nach dem Geist Gottes, der der Geist der Wahrheit ist. Er lebt ja in Dir, und du in ihm, und alles ist gut.

Siehst Du, und so sind wir am Kern Deines Threads! Der Titel Deines Threads und die ersten drei Sätze, die Du geschrieben hast, lauten:
Original von Braveheart72
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst...
ist der wichtigste Grundsatz,welcher Jesus uns gelernt hat.Ich stelle fest, in vielen christlichen Gemeinden wird dieser Satz folgender Massen gelebt: Liebe deinen Mitchristen und deine Gemeinde wie dich selbst!
Wenn Du diese Einsicht wirklich gewonnen hast, dann wird das weitreichende Konsequenzen haben. Ja, du hast recht: Viele Christen "lieben" nur ihre Mitchristen, nur ihnen billigen sie die "Erkenntis der Geheimnisse des Reiches Gottes" zu. Sie spalten die Welt in "Errettete" und "Ewig Verlorene". Sie haben sich die pharisäische Haltung angewöhnt, die Jesus hier deutlich verurteilt:

Mt 23,13
Aber wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr das Himmelreich vor den Menschen zuschließet! Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, die laßt ihr nicht hinein.


Das Himmelreich aber ist offen. Jeder kann bedingungslos eintreten, kann erkennen - sofern er "Augen hat zu sehen". Und wer sehende Augen hat, der hüte sich...

Mt 16,6
Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet zu und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer!


Aber wie damals, so auch heute scheinen seine Jünger sehr schwer von Begriff zu sein:

Mt 16,11
Warum versteht ihr denn nicht, daß ich nicht vom Brot gesprochen habe, sondern daß ihr euch hüten solltet vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer?


Aber es gibt immer Hoffnung:

Mt 16,12
Da sahen sie ein, daß er nicht gesagt hatte, sie sollten sich hüten vor dem Sauerteig des Brotes, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.


Schauen wir auf Jesus und sein Leben und Wirken! Sehen wir, wie er bedingungslos vergibt! Lernen wir daraus, wenn er mit dem sündigen, ungläubigen oder polytheistischen Volk keine Schwierigkeiten hatte, jedoch mit den "Guten und Gerechten" sehr wohl! Lernen wir daraus, wenn er einen verachteten - weil nicht rechtgläubigen - Samaritaner den "rechtgläubigen" Schriftgelehrten als herausragendes Beispiel wahren Lebens vor Augen malt! Lernen wir daraus!

Hören wir auf mit dem Unsinn, die Christliche Gemeinde - und sogar hier häufig nur diejenige, die wir gerade als ´rechtgläubig´ erkennen - als "gerettet", den Rest der Welt aber als "verloren" zu betrachten und zu benennen! Hören wir auf damit!

Die Wahrheit ist anders.
Jesus ist anders.
Gott ist anders.

Wenn das Dein Thema ist, Bravehart...
Original von Braveheart72
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst...
ist der wichtigste Grundsatz,welcher Jesus uns gelernt hat.Ich stelle fest, in vielen christlichen Gemeinden wird dieser Satz folgender Massen gelebt: Liebe deinen Mitchristen und deine Gemeinde wie dich selbst!
...dann haben wir zumindest eines gemeinsam...

:)

Gruss, erbreich


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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Rumsel » Mi 21. Nov 2007, 10:49

Danke erbreich, für deine guten Worte und besonders für diesen Abschnitt:

Original von erbreich Viele Christen "lieben" nur ihre Mitchristen, nur ihnen billigen sie die "Erkenntis der Geheimnisse des Reiches Gottes" zu. Sie spalten die Welt in "Errettete" und "Ewig Verlorene". Sie haben sich die pharisäische Haltung angewöhnt, die Jesus hier deutlich verurteilt:

Mt 23,13
Aber wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, daß ihr das Himmelreich vor den Menschen zuschließet! Ihr selbst geht nicht hinein, und die hinein wollen, die laßt ihr nicht hinein.




Das kann ich aus eigenen Erfahrungen zutiefst Bestätigen.

Grüße

Rumsel
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon seelöwin » Mi 21. Nov 2007, 10:57

Joh 4,14
...wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle Wassers werden, das ins ewige Leben quillt.


Hallo Erbi :)

Hast Du denn von diesem Wasser getrunken? Ich habe mehrmals gebeten darum , habe aber Keines bekommen. So konnte ich es auch nicht trinken. Jedenfalls dürstet mich immer noch.

Falls Du tatsächlich davon getrunken hast, müsste in Dir jetzt eine unerschöpfliche Quelle entstanden sein! Folglich dürfte Dich nie wieder dürsten bzw. Du könntest Dich von Deiner eigenen inneren Quelle laben und müsstest zugleich bereits im ewigen Leben, also auch im Himmelreich sein? Folglich müssten aber auch all Deine Aengste ausgelöscht sein, denn in der Liebe gibts keine Angst mehr. Die Liebe aber ist das ewige Leben.

Liebe Grüsse
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Mi 21. Nov 2007, 11:29

Original von seelöwin
Hallo Erbi :)
Hallo Seelöwin!
Mit Speck fängt man die Mäuse, nicht?! ;) :D
In welche seelöwische Falle werde ich nun wohl tappen? Aber was soll´s! Na dann mal munter drauflos:
Hast Du denn von diesem Wasser getrunken?
Ja, hab´ ich. :)
Folglich dürfte Dich nie wieder dürsten bzw. Du könntest Dich von Deiner eigenen inneren Quelle laben und müsstest zugleich bereits im ewigen Leben, also auch im Himmelreich sein?
Nicht ich bin im Himmelreich, sondern das Reich ist in mir. Ja. Genauso wie in jedem Menschen.
Folglich müssten aber auch all Deine Aengste ausgelöscht sein, denn in der Liebe gibts keine Angst mehr.
Ja, da hast Du recht. In der Welt aber schon. Wir tragen die Liebe (das Reich) in uns, und wir tragen sie (es) durch diese Welt. Die Liebe (Christus, das Reich Gottes in uns) überwindet die Angst. Angst ist da, in der Welt, und Liebe ist da, in uns. Die Liebe aber ist die stärkere. Psychologisch wird ja auch von der Angst vor der Angst gesprochen. Diese ist überwunden, weil die Liebe die Angst kennt, sie auszuhalten und (durch Geduld und ´Leidensfähigkeit´;) zu überwinden vermag.
Die Liebe aber ist das ewige Leben.
So ist es.

Gruss, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon braveheart72 » Mi 21. Nov 2007, 11:37

Original von erbreich
Hören wir auf mit dem Unsinn, die Christliche Gemeinde - und sogar hier häufig nur diejenige, die wir gerade als ´rechtgläubig´ erkennen - als "gerettet", den Rest der Welt aber als "verloren" zu betrachten und zu benennen! Hören wir auf damit!

Die Wahrheit ist anders.
Jesus ist anders.
Gott ist anders.

Wenn das Dein Thema ist, Bravehart...
Original von Braveheart72
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst...
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...dann haben wir zumindest eines gemeinsam...

:)

Gruss, erbreich




Nun lieber erbreich, bei diesem Punkt sind wir uns wohl ziemlich einig!Würden wir Menschen, welche erkannt haben durch Jesus und das Kreuz begnadet zu sein, den Nächsten wirklich lieben wie uns selber, dann würden wir viel mehr als Einheit in Jesus, Licht in die Welt bringen.Ich stelle fest, viele christliche Kirchen und Gemeinschaften sind zu sehr auf die eigenen Probleme bezogen. Jede Kirche hat die Ansicht, sie mache das Richtige und die andere das Falsche.Theologische Bibelauslegungen und Streitereien behindern uns Christen, die Liebe Gottes (welche in uns durch Jesus lebt!) in die Welt zu bringen. Wir sind alle Menschen geblieben, obwohl wir die Gnade von Gott erkannt haben. Darum sagt Jesus: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Denn nur mit echter Liebe erreicht man Menschen ohne diese Hoffnung!Nur mit Liebe und Achtung vor anders Denkenden ist man ein Licht! Ich presönlich diskutiere sehr gerne mit Nichtchristen (bei einem Bierchen oder so ;) ) über das Leben! Kommt Gott und Jesus zur Sprache, bombadiere ich das Gegenüber nicht mit Bibelsprüchen, sondern erzähle ihm von meinen persönlichen Erfahrungn mit Jesus! Aus reiner Nächstenliebe!

Über den geistigen Durst und Hunger kann ich bibeltechnisch und theologisch nicht mithalten und will nicht mehr gross darauf eingehen. Ich persönlich weiss, der Heilige Geist ist in mir durch Jesus und Gott! Ich weiss auch, er ist die grösste Macht und versorgt mich. Dass ich mich nach ihm sehne ist Fakt und ich denke menschlich!Und ich erlebe immer wieder, Er ist da und in mir! Was ich versuche, ist die unendliche Liebe welcher Er mir entgegengebracht hat,Anderen weiterzugeben. Ob das nun ein Christ oder Nichtchrist ist, ist für mich persönlich absolut nicht wesentlich!

Liebe Gruess Braveheart
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Mi 21. Nov 2007, 12:09

Original von Braveheart72
Was ich versuche, ist die unendliche Liebe welcher Er mir entgegengebracht hat,Anderen weiterzugeben. Ob das nun ein Christ oder Nichtchrist ist, ist für mich persönlich absolut nicht wesentlich!
Richtig. Jesus hat es vorgelebt. Eines meiner Hauptthemen ist die interreligiöse Verständigung. Aufgrund meiner Biografie vor allem die christlich-buddhistische. Manchmal sagen Bilder (wie übrigens auch ´Gleichnisse´, die ja auch eine Art ´Bilder´ sind) mehr als viele Worte:

Bild

Gruss, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon seelöwin » Mi 21. Nov 2007, 14:53

Lieber Erbreich

Wenn wir das Himmelreich in uns tragen, heisst das noch lange nicht, dass wir auch darin leben und weben. Entweder lebst Du in der Welt oder im Himmelreich. In der Welt gibts noch Angst und Durst, im Himmelreich nicht mehr.
Dem, der im Himmelreich lebt, sei die Welt gestorben.
Also hätte so ein "Himmelreich-Mensch" auch keine Angst, keinen Hunger und keinen Durst, keinen Sextrieb, keinerlei weltliche Begiereden mehr! Denn das Wasser von Jesus würde jeglichen "Durst" stillen und zwar für ewig!

Gruss
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon shimo » Mi 21. Nov 2007, 14:59

Bingo, etwas Abstand von zuviel Theorie ;) ermöglicht mehr Offenheit, besseres Einfühlungsvermögen und gibt etwas von der betreffenden Person preis. Seine Persönlichkeit kommt zum Vorschein und das macht schlussendlich das Individum eines Menschen aus. Nur wenn man zu 100% sich selber ist,denke ich,ist man fähig bei anderen Menschen das Feuer für den Glauben zu entfachen.

Die Bibel auswendig gelernt haben viele ,das Geschriebene mit dem Herzen gefühlt eher wenige.
Gruss shimo
Das Gebet ist der Schlüssel des Morgens und der Riegel zur Nacht.
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon braveheart72 » Mi 21. Nov 2007, 16:02

erbreich, jetzt erstaunt mich nichts mehr, wenn du von einer christlich-buddhistischen Biographie sprichst!Ich hoffe für dich sehr, falls du mal auf den Boden der Realität knallst (sprich eine Lebens-oder Glaubenkrise durchleben musst),dein Vertrauen in Jesus nicht zu bröckeln beginnt, sondern du seinen Trost erleben darfst!Sei es durch andere Menschen, aufmunderten Worte oder eine "geistige Ernährung" vom heiligen Geist. Wir leben nun mal auf einer gefallenen Welt mit viel Leid und Not!Vor deiner Haustür passieren täglich Ereigisse, wo das Herz Gottes tieftraurig weint!Auch in der Gegenwart Gottes sind wir leider vor Tränen und Leid nicht sicher (ich rede hier aus eigener Erfahrung!).

Und genau in solchen Situation seine Liebe und Trost durch andere Menschen oder den heiligen Geist zu spühren, gibt Kraft und Mut!Das Wünsche ich dir von Herzen, falls du mal eine Krise durchleben musst!


seelöwin, meine Worte danke!

shimo, wie recht du hast! ;)


Grüessli Braveheart72
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Enggi » Mi 21. Nov 2007, 16:18

Original von Braveheart72
erbreich, jetzt erstaunt mich nichts mehr, wenn du von einer christlich-buddhistischen Biographie sprichst!
Hast du Angst, erbreich sei kein Christ?
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon braveheart72 » Mi 21. Nov 2007, 16:29

Original von Enggi
Original von Braveheart72
erbreich, jetzt erstaunt mich nichts mehr, wenn du von einer christlich-buddhistischen Biographie sprichst!
Hast du Angst, erbreich sei kein Christ?




Überhaupt nicht!Warum sollte ich Angst haben dass er kein Christ sei? Seine "christliche" Argumentation in Ehren, aber sie hat zumindest einen buddistischen Touch und kommt bei mir Religiös geprägt an!Ich veurteile seine Argumentation nicht (das steht mir nicht zu), empfinde sie aber für diese Welt zu euphorisch. Mein alltägliches Leben sagt etwas anderes! Ich bin ein stinknormaler Mensch mit Ecken und Kanten, welcher durch die Gnade und Liebe Gottes eine grosse Hoffnung und Zuversicht in sich trägt!Ich lebe auf dieser vergänglichen Welt und vertraue auf Jesus, egal ob Freud oder Leid kommen wird!

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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Rumsel » Mi 21. Nov 2007, 16:55

Original von Braveheart72
Ich veurteile seine Argumentation nicht (das steht mir nicht zu), empfinde sie aber für diese Welt zu euphorisch. Mein alltägliches Leben sagt etwas anderes!


Hallo Braveheart,

Gottes Wege sind mit jeden Menschen anders, meinst du nicht auch?

Und vielleicht hat Gott dem erbreich einen anderen Weg, einen anderen Lebensgang vorher bestimmt.

Wenn dir dein alltägliches Leben, also Gott, etwas anderes sagt, so sagt er einem anderen Menschen wieder etwas anderes, und warum das Wort euphorisch verwenden, vielleicht ist es auch ein freudige Gewissheit des Lebens im Glauben an Jesus!

Grüße

Rumsel
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Enggi » Mi 21. Nov 2007, 17:29

Original von Braveheart72
Original von Enggi
Hast du Angst, erbreich sei kein Christ?
Überhaupt nicht! Warum sollte ich Angst haben dass er kein Christ sei? Seine "christliche" Argumentation in Ehren, aber sie hat zumindest einen buddistischen Touch und kommt bei mir Religiös geprägt an! Ich veurteile seine Argumentation nicht (das steht mir nicht zu), empfinde sie aber für diese Welt zu euphorisch. Mein alltägliches Leben sagt etwas anderes! Ich bin ein stinknormaler Mensch mit Ecken und Kanten, welcher durch die Gnade und Liebe Gottes eine grosse Hoffnung und Zuversicht in sich trägt! Ich lebe auf dieser vergänglichen Welt und vertraue auf Jesus, egal ob Freud oder Leid kommen wird!
Danke, dann bin ich beruhigt.
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon braveheart72 » Mi 21. Nov 2007, 17:43

Original von Rumsel
Original von Braveheart72
Ich veurteile seine Argumentation nicht (das steht mir nicht zu), empfinde sie aber für diese Welt zu euphorisch. Mein alltägliches Leben sagt etwas anderes!


Hallo Braveheart,

Gottes Wege sind mit jeden Menschen anders, meinst du nicht auch?

Und vielleicht hat Gott dem erbreich einen anderen Weg, einen anderen Lebensgang vorher bestimmt.

Wenn dir dein alltägliches Leben, also Gott, etwas anderes sagt, so sagt er einem anderen Menschen wieder etwas anderes, und warum das Wort euphorisch verwenden, vielleicht ist es auch ein freudige Gewissheit des Lebens im Glauben an Jesus!

Grüße

Rumsel


Rumsel, dass Leben zeigt doch Freude und Leid,Fröhlichkeit und Traurigkeit oder Glück und Unglück etc.Jeder Mensch durchlebt solche Phasen (auch wenn er Jesus kennt) auf dieser Welt. Die einzige Frage ist, wie man damit um geht. Das ist, so denke ich, sehr individuell! Man kann z.B. Gefühle nicht zulassen und verdrängen (Maschinenprinzip), weil das nicht ins Bild eines Christen passt!Oder, man kann so ehrlich mit sich selber sein und Gefühle zulassen und dabei sein Herz bei Gott ausschütten. Er gibt uns dann geistige Nahrung! Und wenn man noch daran denkt, dass Jesus (der einzige vollkommene Mensch), persönlich vor seiner Kreuzigung mit Gott gerungen hat: "Vater, lass diesen Klech an mir vorüber gehen..." , ist das die Realität auf dieser Welt! Jesus hat am eigenen Leib erfahren, wie schmerzvoll und grausam Menschen sein können!Er war sicher sehr traurig und hatte vermutlich sehr Angst vor der bevorstehenden ach so schrecklichen Quälerei!Doch seine göttliche Liebe zu uns war grösser und stärker, als Angst und Schrecken dieser Welt!

Gruess Braveheart
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Mi 21. Nov 2007, 19:35

Original von Braveheart72
Und genau in solchen Situation seine Liebe und Trost durch andere Menschen oder den heiligen Geist zu spühren, gibt Kraft und Mut!Das Wünsche ich dir von Herzen, falls du mal eine Krise durchleben musst!
"Falls..." ist gut!
Aber danke für Deine guten Wünsche! :)
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Mi 21. Nov 2007, 20:04

Original von Seelöwin
Entweder lebst Du in der Welt oder im Himmelreich. In der Welt gibts noch Angst und Durst, im Himmelreich nicht mehr.
Dem, der im Himmelreich lebt, sei die Welt gestorben.
Also hätte so ein "Himmelreich-Mensch" auch keine Angst, keinen Hunger und keinen Durst, keinen Sextrieb, keinerlei weltliche Begierden mehr! Denn das Wasser von Jesus würde jeglichen "Durst" stillen und zwar für ewig!
Dem kann ich nicht zustimmen. Und dem entweder/oder auch nicht. Ich würde sagen:

Wir leben in der Welt, aber vom Himmelreich aus. Deswegen kennen wir sehr wohl die Angst, die ein Leben in der Welt mit sich bringt. Aber wir vermögen sie auszuhalten und so zu überwinden. Da gehe ich mit Braveheart einig:
Original von Braveheart72
Jesus hat am eigenen Leib erfahren, wie schmerzvoll und grausam Menschen sein können!Er war sicher sehr traurig und hatte vermutlich sehr Angst vor der bevorstehenden ach so schrecklichen Quälerei!Doch seine göttliche Liebe zu uns war grösser und stärker, als Angst und Schrecken dieser Welt!
Er hat ja "Blut geschwitzt" in Gethsemane, was zweifellos auf einen riesigen inneren Konflikt und Kampf hinweist. Und Du sagst ganz richtig, dass seine göttliche Liebe schliesslich stärker war als die Angst vor - vielleicht auch die Wut auf - sein bevorstehendes Los. Und auch darin sind wir seine Nachfolger, das meinte ich ja, mit meinem Post:
Original von erbreich
Wir tragen die Liebe (das Reich) in uns, und wir tragen sie (es) durch diese Welt. Die Liebe (Christus, das Reich Gottes in uns) überwindet die Angst. Angst ist da, in der Welt, und Liebe ist da, in uns. Die Liebe aber ist die stärkere. Psychologisch wird ja auch von der Angst vor der Angst gesprochen. Diese ist überwunden, weil die Liebe die Angst kennt, sie auszuhalten und (durch Geduld und ´Leidensfähigkeit´;) zu überwinden vermag.
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1.Joh 4,4
...der in euch größer ist als der in der Welt.


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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Rumsel » Mi 21. Nov 2007, 20:31

Original von Braveheart72
Jeder Mensch durchlebt solche Phasen (auch wenn er Jesus kennt) auf dieser Welt.



Hallo Braveheart,

ich weiß nicht ob ich Jesus kenne, ich weiß noch weniger ob ich Jesus in meinem Leben je richtig kennen werde.
Aber eines weiß ich sicherlich, das Jesus mich kennt, das Jesus mir Zeit meines Lebens nahe ist, im Guten und noch mehr im Bösen und ebenso im Leid und in der Freude, wüsste ich das nicht, glaubte ich das nicht, so wäre mir das Leben eine endlose Pein.

Aber mein Leiden müssen wird immer ein anderes als dein Leid sein, denn die Wege Gottes mit dem Menschen sind so unterschiedlich, wie jeder Mensch in seinem Selbst.

Grüße

Rumsel
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Rumsel » Mi 21. Nov 2007, 20:45

Original von erbreich


Wir leben in der Welt, aber vom Himmelreich aus.



Hallo Erbreich,

ist es dir schon gelungen, dich selbst zu Lieben?

Mir gelang es bis jetzt nimmer.

Ich machte und mache die merkwürdige Erfahrungen das ich anderen Menschen, je länger je mehr, von ganzem Herzen ehrlich vergeben kann, es ist ein Prozess der mir immer leichter fällt, zumal ich in meinem Leben ja alles was ich bereitwillig vergebe, selbst getan habe und oft genug noch schlimmeres tat, das war und ist, so merkwürdig das auch klingen mag, eine gute wenn auch leidvolle "Lebensschule".

Aber mir selbst Vergeben, mich selbst Lieben gelingt mir nicht, ich kann es einfach nicht.

Grüße

Rumsel
Ich bin nicht mehr der, der ich nie war.
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon braveheart72 » Mi 21. Nov 2007, 22:31

Original von Rumsel
Original von Braveheart72
Jeder Mensch durchlebt solche Phasen (auch wenn er Jesus kennt) auf dieser Welt.



Hallo Braveheart,

ich weiß nicht ob ich Jesus kenne, ich weiß noch weniger ob ich Jesus in meinem Leben je richtig kennen werde.
Aber eines weiß ich sicherlich, das Jesus mich kennt, das Jesus mir Zeit meines Lebens nahe ist, im Guten und noch mehr im Bösen und ebenso im Leid und in der Freude, wüsste ich das nicht, glaubte ich das nicht, so wäre mir das Leben eine endlose Pein.

Aber mein Leiden müssen wird immer ein anderes als dein Leid sein, denn die Wege Gottes mit dem Menschen sind so unterschiedlich, wie jeder Mensch in seinem Selbst.

Grüße

Rumsel


Hallo Rumsel

Du hast natürlich Recht, wenn du schreibst, dass die Wege so unterschiedlich sind,wie die Menschen.Jeder ist individuell und hat seine Ecken und Kanten.Ich bin überzeugt, dass Gott jeden Menschen liebt, egal wie sein Weg und sein Wesen aussieht.Er sehnt sich danach, dass wir die Verbindung zu ihm annehmen. Seine Goldene Brücke (Jesus), welche uns in den Himmel zurück bringt,hat Er gebaut aus reiner Liebe, Gnade und Bamherzigkeit!Er sehnt sich nach seinen Kindern, weil er unendlich liebt! Und das ist DER Grund, dass ich mich nach Jahren selber auch lieben kann.Weil ich heute weiss, Gott hat mich so erschaffen und liebt mich wie ich bin, durch seine Liebe und durch Jesus!

Gruess Braveheart
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Do 22. Nov 2007, 10:20

Hallo Rumsel
Original von Rumsel
mir selbst Vergeben, mich selbst Lieben gelingt mir nicht, ich kann es einfach nicht.
Es ist zweifellos auch nicht leicht! Man kennt sich ja eben... :roll: Andererseits: Wenn ich meine Selbstablehnung, meine Scham, meine (echten und falschen) Schuldgefühle nicht ablegen und überwinden kann - ob ich das als Christ im Gebet am Fusse des Kreuzes tue, oder als Buddhist durch eine Liebe-Güte-Meditation: In beiden Fällen ist neben der Gnade auch mein Wille, meine echte Bereitschaft zum Loslassen der Schuld, Scham, Selbstablehnung erforderlich - wenn ich mich selber nicht lieben, nicht zuallererst mal so annehmen kann wie ich bin, wie will ich andere so annehmen können wie sie sind?

Erich Fromm hat ein Büchlein geschrieben mit dem Titel "Die Kunst des Liebens", und die Liebe ist wohl tatsächlich die höchste "Kunst", die ein Mensch erlernen kann. Was auch immer einem Menschen auf diesem Weg des Lernens hilfreich und dienlich zu sein vermag, dessen darf er sich vertrauensvoll ´bedienen´. Genauso, wie er sich dazu dienen lassen darf, von Jesus Christus beispielsweise, der - nach seinem eigenen Bekenntnis - dazu gekommen ist zu dienen.

Ich erlebe hierzu seit bald dreissig Jahren auch die buddhistische Liebe-Güte-Meditation als sehr hilfreich. Dazu setze ich mich an einem ruhigen Ort hin und beginne mit der Hinwendung zu mir selber. Ich lenke dabei die Achtsamkeit auf Körper und Geist und denke mit ganzem Herzen: "Möge es mir wohl ergehen, möge ich glücklich sein, möge ich frei sein von Leiden!"

Ich beginne also mit diesen liebevollen Gedanken für mich selber. Seit ich Jesus kenne, vergegenwärtige ich mir auch die bedingungslose Liebe Gottes, die er zu mir hat. Und ich sage mir: So wie Gott mich liebt, so will ich mich seiner Liebe würdig erweisen, meine Selbstablehnung ablegen, seine Liebe übernehmen und mich lieben wie er mich liebt.

Nachdem ich ganz von dem Gefühl der Liebe-Güte durchdrungen bin, vergegenwärtige ich mir meine Eltern, Lehrer, Kinder, Freunde und Verwandte, wobei ich wieder mit ganzem Herzen die vorgenannten guten Wünsche wiederhole und die Empfindung der Liebe-Güte (der Liebe Gottes) auf sie richte.

Als nächstes richte ich meine Güte-Gedanken auf jene Mitmenschen, die mir nicht nahe stehen und wiederhole die gleichen guten Wünsche.

Die Güteübung ist unvollkommen, wenn nicht auch eventuelle Gegner mit Güte-Gedanken bedacht werden. Die Aufgabe, die eigene Abneigung anderen gegenüber bzw. deren Ablehnung einem selbst gegenüber zu überwinden bzw. zu akzeptieren, ist nicht ganz einfach. Für den weiteren Fortschritt ist diese Konfrontation jedoch unerlässlich. Daher übe ich immer wieder, auch Menschen, die ich als mir gegenüber ablehnend eingestellt empfinde, mit Liebe-Güte zu segnen, bis ich mit ganzem Herzen auch solchen Menschen alles Gute wünschen und sie mit der Liebe Gottes segnen kann.

Zum Schluss der Übung wendet ich mich allen Wesen im Universum zu, um sie mit Gütegedanken zu durchstrahlen, wobei ich wieder mit ganzem Herzen innerlich sage: "Möge es allen Wesen wohlergehen, mögen sie alle glücklich sein! Mögen alle frei sein von Leiden! Mögen sie alle die Liebe Gottes erfahren!"

Diese Vergenwärtigung der Liebe gilt in der Lehre des Buddha als "göttlicher Verweilungszustand". So hoch schätzte der Buddha die Liebe ein, dass er anschliessend an die Unterweisung dieser Meditation folgendes sagte:

Was immer es an weltlichen Dingen gibt, alle diese sind nicht wert ein Sechzehntel der herzerlösenden Allgüte. Sie alle überstrahlend scheint und leuchtet die herzerlösende Allgüte.

Gleichwie das Licht aller Sterne nicht ein Sechzehntel des Mondlichtes ausmacht, sondern eben das Licht des Mondes sie alle überstrahlend scheint und leuchtet, so auch, was immer es an weltlichen Dingen gibt, alle diese sind nicht wert ein Sechzehntel der herzerlösenden Allgüte. Sie alle überstrahlend scheint und leuchtet die herzerlösende Allgüte.

Gleichwie im Herbst, im letzten Monat der Regenzeit, bei klarem, wolkenlosem Himmel die Sonne am Himmelsgewölbe emporsteigend und die Finsternis des ganzen Weltenraumes verscheuchend strahlt, scheint und leuchtet, so auch, was immer es an weltlichen Dingen gibt, alle diese sind nicht wert ein sechzehntel der herzerlösenden Allgüte. Sie alle überstrahlend scheint und leuchtet die herzerlösende Allgüte.

Gleichwie zur Dunkelheit am frühen Morgen der Morgenstern strahlt, scheint und leuchtet, so auch, was immer es an weltlichen Dingen gibt, alle diese sind nicht wert ein Sechzehntel der herzerlösenden Allgüte. Sie alle überstrahlend scheint und leuchtet die herzerlösende Allgüte.


Und dieselbe hohe Einschätzung der Liebe finde ich auch in der Bibel wieder, beispielsweise hier:

Jak 2,8
Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllet nach dem Schriftwort: «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!» so tut ihr wohl...

Röm 13,10
Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses; so ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.

1.Joh 4,8
Wer nicht liebt, kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.


Es ist zweifellos ein hoher Anspruch an den Menschen, Gott, den Mitmenschen und sich selbst in so vollkommener Weise zu lieben! Aber auch wenn wir immer wieder stolpern und versagen: Es lohnt sich, immer wieder aufzustehen und weiter zu lieben!

:)

Gruss, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon seelöwin » Do 22. Nov 2007, 11:04

Wer glaubt, daß Jesus der Christus ist, der ist von Gott geboren; und wer den liebt, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der von ihm geboren ist. 2Daran erkennen wir, daß wir Gottes Kinder lieben, wenn wir Gott lieben und seine Gebote halten. 3Denn das ist die Liebe zu Gott, daß wir aseine Gebote halten; und seine Gebote bsind nicht schwer. 4Denn alles, was von Gott geboren ist, cüberwindet die Welt; und unser Glaube ist dder Sieg, der die Welt überwunden hat. 5Wer ist es aber, der edie Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, daß Jesus Gottes Sohn ist?


Morgen Erbi :)

Seine Gebote, die Liebe zu Gott und seinem Nächsten, seien nicht schwer zu halten. Das meint Johannes dazu!

Du hingegen sagst, dass das Lieben schwer sei.Nach meiner Erfahrung ist es sogar unmöglich- bedingunslos zu lieben. Finden wir doch zusammen raus, was da nicht stimmen kann!

Liebe Grüsse
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Do 22. Nov 2007, 11:33

Original von seelöwin
Seine Gebote, die Liebe zu Gott und seinem Nächsten, seien nicht schwer zu halten. Das meint Johannes dazu!
Du hingegen sagst, dass das Lieben schwer sei.Nach meiner Erfahrung ist es sogar unmöglich- bedingunslos zu lieben. Finden wir doch zusammen raus, was da nicht stimmen kann!
Ich versteh´ irgendwie nicht, wieso immer was nicht stimmen soll, bloss weil zwei sich widersprechende Aussagen im Raum stehen. Johannes hat recht: Es ist nicht schwer, zu lieben. Es entspricht dem innersten Bedürfnis des Menschen, liebên zu können, lieben zu dürfen, geliebt zu werden. Liebe ist das A und O des Menschseins. Nein, es ist nicht schwer, es fällt sehr leicht, sobald man die Widerstände dagegen aufgibt. Und doch, ich hab´ auch recht, es fällt schwer. Es fällt schwer, über alles Versagen, das eigene wie das fremde, über alles Verletzen, von mir selber wie von andern an mir, hinweg zu lieben! Es fällt schwer. Und Du, Seelöwin, Du hast auch recht: Es ist unmöglich bedingungslos zu lieben. Wir sind nicht so beschaffen, das wir bedingungslos lieben können. Immer schleichen sich schon wieder Erwartungen, Schuldzuweisungen und was weiss ich noch alles ein und stellen sich quer. Nichts stimmt da nicht, Seelöwin:

Lieben ist das einfachste und natürlichste der Welt.
Lieben ist das schwerste der Welt.
Lieben ist das menschunmöglichste der Welt.

Also: Lieben wir! :) :cry: :shock: :? :P :baby: :warn: :roll: ;) :x :))

Ja, lasst uns lieben!

Gruss, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon seelöwin » Do 22. Nov 2007, 11:49

Lieben ist das einfachste und natürlichste der Welt.
Lieben ist das schwerste der Welt.
Lieben ist das menschunmöglichste der Welt.

Also: Lieben wir!

Ja, lasst uns lieben!



Hallo Erbi

Im erb´schen System sind also "schwer" und "leicht" sowie auch "möglich" und "unmöglich" Synonyme?

In meinem System sind diese Wortpaare Gegensätze! :roll:

WArum rufst Du mir zu "Lasst und lieben", wenn ich Dir doch sage, dass Lieben für mich unmöglich sei! Ist das nicht lieblos bzw. verständnislos bzw. rücksichtslos? Diejenigen, die nicht lieben können, bleiben bei Deinem Aufruf einfach auf der Strecke? Sag´ mal ...Gehts noch? Somit benimmst Du Dich wie ein Kriegsführer, der sein Heer antreibt, ohne Rücksicht auf Verletzte! Du fährst in Deinem Liebeswahn über alles drüber! Kann´s das sein? :(

Gruss
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon braveheart72 » Do 22. Nov 2007, 12:14

Hallo erbreich

Meine Feststellung und Empfindung: Du bemühst dich sicher zu lieben und stellst etliche langfädige Theorien auf.Alles gut und recht, nur kommen bei mir deine Texte nicht wirklich liebevoll an!Mein Bauchgefühl sagt etwas anderes....Viel mehr noch, du weist andere mit deinen Theorien, Bibelauslegungen und buddhistischen Auffassungen zurecht!Vielleicht tue ich dir unrecht, wenn ich das so schreibe! Aber, der Sender ist nun mal verantwortlich wie eine Botschaft beim Empfänger ankommt....


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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon seelöwin » Do 22. Nov 2007, 14:49

Mein Bauchgefühl sagt etwas anderes....


Hallo Braveheart

Der Bauch oder das Bauchgefühl wird in biblischer Sprache mit dem Ausdruck "Fleisch" gleichgesetzt.

Demnach solltest Du als Christ nicht auf Dein Bauchgefühl, sondern auf Gottes Geist hören.

Gruss
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon sugi » Do 22. Nov 2007, 15:02

Original von seelöwin
Original von Braveheart
Mein Bauchgefühl sagt etwas anderes....

Der Bauch oder das Bauchgefühl wird in biblischer Sprache mit dem Ausdruck "Fleisch" gleichgesetzt.

Demnach solltest Du als Christ nicht auf Dein Bauchgefühl, sondern auf Gottes Geist hören.

Da hast du vllt recht, ich habe auch eher was gegen dieses Wort: Bauchgefühl!

Doch Braveheart schrieb über erbreich:
du weist andere mit deinen Theorien, Bibelauslegungen und buddhistischen Auffassungen zurecht!

..somit verstehe ich, wenn dies der User so zum Ausdruck bringen möchte..! Das kann schon ein ´mulmiges´ Bauchgefühl geben..nicht?!


greez

Edit: Bei so viel Theorie, bleibt auch bei mir das Herz auf der Strecke liegen..
Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen
und stütze dich nicht auf deinen Verstand!
Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn,
dann ebnet er selbst deine Pfade!

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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon braveheart72 » Do 22. Nov 2007, 15:34

Original von seelöwin
Mein Bauchgefühl sagt etwas anderes....


Hallo Braveheart

Der Bauch oder das Bauchgefühl wird in biblischer Sprache mit dem Ausdruck "Fleisch" gleichgesetzt.

Demnach solltest Du als Christ nicht auf Dein Bauchgefühl, sondern auf Gottes Geist hören.

Gruss


Hallo Seelöwin

Nun, deiner definierten "biblischen Sprache" nach ist der heilige Geist dann bei mir fleischlich? Ich meine es aber anders, Bauchgefühl heisst für mich: wie ich mich dabei Fühle und die innere Stimme zu mir spricht! Genau bei solchen Themen verfangen sich viele Gläubige, mit solchen endlosen Disskusionen.....

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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Rumsel » Do 22. Nov 2007, 17:21

Original von erbreich
Es lohnt sich, immer wieder aufzustehen und weiter zu lieben!

:)

Gruss, erbreich


Hallo guter Erbreich,

da hast du einen wirklich anspruchsvollen und sehr lesenswerten Beitrag geschrieben, Danke!

Nehmen wie deinen letzten Satz als Essenz unserer Mühen und als Kriterium dafür, das wir auf dem allerbesten Weg sind, den unser Leben zu bieten hat.

Übrigens ist dein Weg zwischen buddhistischer und christlicher Tradition sehr bemerkenswert, wem diese Gratwanderung gelingt der ist ein glücklicher Mensch zu nennen, ich scheiterte zu seiner Zeit am "Koan", mir war das alles zu trocken und zu "Kopfschmerzig" (das Gute daraus aber behielt ich für immer), aber das wäre auch schon wieder eine andere und außerdem zu lange Geschichte.

Vielleicht heist es für mich auch, mich ein wenig mehr in Geduld zu üben, aber auch ich mag die Zwiesprache mit Gott, aus der Andacht/Meditation/Kontemplation heraus, niemals mehr missen.

Lieben Dank noch einmal, guter Erbreich

Rumsel

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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Rumsel » Do 22. Nov 2007, 17:36

Original von Braveheart72
Hallo erbreich

Meine Feststellung und Empfindung: Du bemühst dich sicher zu lieben und stellst etliche langfädige Theorien auf.


Greets, Braveheart


Guter Braveheart,

Erbreichs Beitrag an micht war aber weniger von seiner (oder einer), wie auch immer geäußerten Theorie beschwert, als vielmehr ein Bericht seiner praktisch "angewendeten" Meditations und Andachtspraxis.

Übrigens, hätte ich in meinem Leben öfters auf mein Bauchgefühl gehört und hätte meinem Kopfgefühl doch lieber nicht so oft "die Ehre" gegeben, ich hätte mir viel Ungemach und seelische Tiefpunkte erspart.
Allerdings scheint dann auch mein Gespür dafür, in meinem Leben grundsätzlich niemals ein Fettnäpfchen auszulassen, außerordentlich groß zu sein!

:)

Liebe Grüße

Rumsel
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Do 22. Nov 2007, 19:17

Hallo Seelöwin
Original von seelöwin
WArum rufst Du mir zu "Lasst und lieben", wenn ich Dir doch sage, dass Lieben für mich unmöglich sei!
Ich nehme Dich als ein der Wahrheit verbundener, liebender Mensch war. Wenn Du Dich selber nicht so wahrnimmst, kann ich Deine Wahrnehmung für Dich so stehen lassen. Ich übernehme sie aber deswegen nicht als die meine.
Du fährst in Deinem Liebeswahn über alles drüber!
Gier und Hass sind Wahn. Liebe niemals.

Alles Gute!
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Do 22. Nov 2007, 19:30

Hallo Braveheart
Original von Braveheart72
Meine Feststellung und Empfindung: Du bemühst dich sicher zu lieben und stellst etliche langfädige Theorien auf.Alles gut und recht, nur kommen bei mir deine Texte nicht wirklich liebevoll an!
Lieben ist manchmal schwer, aber niemals "bemühend". Ich bemühe mich nicht zu lieben: Ich liebe. Und manchmal begehre, und manchmal hasse ich. Das alles steckt in mir. Und wenn ich hier meine Erfahrungen mit der Liebe kund tue, dann sind das hier Worte. Trockene Theorie. Richtig. Es liegt an Dir, sie in Liebe umzuformen, oder in das "Bauchgefühl", wie Du es nennst. Das kann ich nicht für Dich tun. Und es liegt auch nicht in meiner Verantwortung. Du kannst Dich meinen Worten, mit denen ich versuche, meine Erfahrung zu vermitteln, öffnen oder sie zurückweisen. Und wenn Du mich gerne verstehen möchtest, es aber nicht kannst, dann kannst Du mir sagen, wo die konkreten Verständnisschwierigkeiten liegen. Soweit ich kann, werde ich gerne zu Klärungen beitragen.

Gruss, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Do 22. Nov 2007, 19:34

Hallo Rumsel
Original von Rumsel
(das Gute daraus aber behielt ich für immer)
Sehr schön! Bewahre es weiter! Die evangelikale Christenheit hat (leider) eine famose Begabung in solchen Dingen "das Kind mit dem Bade auszuschütten". :(

Liebe Grüsse, erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon Rumsel » Do 22. Nov 2007, 20:38

Original von erbreich
Hallo Rumsel
Original von Rumsel
(das Gute daraus aber behielt ich für immer)
Sehr schön! Bewahre es weiter! Die evangelikale Christenheit hat (leider) eine famose Begabung in solchen Dingen "das Kind mit dem Bade auszuschütten". :(

Liebe Grüsse, erbreich


Hallo Erbreich,

das sehe ich inzwischen nicht mehr so eng, früher bereitete mir das (der evangelische Fundamentalismus) schon so manches mal schlaflose Nächte, aber inzwischen kam ich zu der Einsicht, auch die evangelische Christenheit, wie du es so schön sagst, befindet sich in einem großen Prozess der Veränderung und des Umdenkens, jedenfalls hier im Osten der "Republik", vielleicht auch weil sie es müssen, denn der Zustand der Kirchen und ihrer Mitglieder ist hier als - von katastrophal bis in der völligen Auflöunge begriffen - zu bezeichnen.

Jedenfalls sehe ich das aus meinem Umfeld heraus so, und dieses Umfeld ist im wahrsten Sinne des Wortes atheistisch und nur wenige sind´s die Glauben, aber die, die wirklich Christen sind, da tut sich dann vieles. In kleinen Gruppen und Hauskirchenkreisen wird den Menschen geholfen, zumal einige von ihnen in den Brennpunktbezirken unserer Stadt tätig sind, und da bedarf es dann sehr viel Mut und Liebe um das zu überstehen.

Grüße

Rumsel
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Do 22. Nov 2007, 21:26

Hallo Rumsel
Original von Rumsel
In kleinen Gruppen und Hauskirchenkreisen wird den Menschen geholfen, zumal einige von ihnen in den Brennpunktbezirken unserer Stadt tätig sind, und da bedarf es dann sehr viel Mut und Liebe um das zu überstehen.
Da hast Du recht. Auch ich kann das bestätigen: Für mich begann mein jetziges Leben (inkl. Arbeit, Ausbildung, Ehe, soziales Umfeld) in einer mittelgrossen Freikirche und in einem Hauskreis. Ich habe also der christlichen Gemeinschaft einiges zu verdanken. Das würde ich niemals abstreiten oder leugnen. Sowenig wie alles Gute, das ich im Buddhismus lernen durfte.

Trotzdem bin ich kein Gemeindemitglied in diesem Sinne mehr. Und auch meine Frau, die 12 Jahre aktiv im Leiterkreis einer Gemeinde war, ist es nicht mehr.

Ich kritisiere nicht die Gemeinde als solches. Da gibt es viel Wertvolles, allem voran im sozialen Bereich.

Was ich kritisiere ist die "Glorifizierung" der eigenen Gemeinschaft, einhergehend mit einem Abwerten des individuellen Weges des einzelnen Menschen (mit Sprüchen wie beispielsweise: "Ein Christ ist kein Christ";). Dieses "Binden" an die Gemeinde, wie wenn ein einzelner Mensch ohne Ortsgemeindeanschluss nicht ebenfalls ein Nachfolger Jesu sein könnte. Dann das Abwerten anderer Kirchen, sei es der katholischen oder der evang. Landeskirche. Und im weiteren erst recht die Aburteilung anderer Religionen als ´falsche Religionen´, und abweichender Bibelauslegung als ´Irrlehre´. Der Absolutheitsanspruch der Religionen ist mir ein Gräuel, auch der christliche.

So finde ich beispielsweise die 48 Fragen und Antworten des "Reformierten Einmaleins" (hier: http://www.glauben12.ch/ ) der Landeskirche weit wertvoller als z.B. den Alphalivekurs (den ich selber auch mitgemacht habe).

Und wenn ich aus diesen ("Lieberalismus"; "Synkretismus";) und anderen ("buddhistisches Christentum";) Gründen hier oder dort nur als "halber Christ" gelte und damit als "ganzer Mist", dann hat eigentlich vor allem derjenige, der so denkt ein echtes Problem (und man sage mir hier nicht, solche Sprüche würden nicht in jeder Kirche gehört - selten wohl in direkter Rede, klar, aber ich selber habe sie sogar schon in Predigten gehört). Ich weiss, dass Gott den "Mist" liebt: Er gebraucht ihn als Dünger für die edlen Pflanzen in seinem Garten! :)

Gruss, erbreich

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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon braveheart72 » Do 22. Nov 2007, 22:44

Original von erbreich
Hallo Braveheart
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Meine Feststellung und Empfindung: Du bemühst dich sicher zu lieben und stellst etliche langfädige Theorien auf.Alles gut und recht, nur kommen bei mir deine Texte nicht wirklich liebevoll an!
Lieben ist manchmal schwer, aber niemals "bemühend". Ich bemühe mich nicht zu lieben: Ich liebe. Und manchmal begehre, und manchmal hasse ich. Das alles steckt in mir. Und wenn ich hier meine Erfahrungen mit der Liebe kund tue, dann sind das hier Worte. Trockene Theorie. Richtig. Es liegt an Dir, sie in Liebe umzuformen, oder in das "Bauchgefühl", wie Du es nennst. Das kann ich nicht für Dich tun. Und es liegt auch nicht in meiner Verantwortung. Du kannst Dich meinen Worten, mit denen ich versuche, meine Erfahrung zu vermitteln, öffnen oder sie zurückweisen. Und wenn Du mich gerne verstehen möchtest, es aber nicht kannst, dann kannst Du mir sagen, wo die konkreten Verständnisschwierigkeiten liegen. Soweit ich kann, werde ich gerne zu Klärungen beitragen.

Gruss, erbreich


Hallo erbreich

Ok, dann habe ich ganz konkrete Fragen an dich:

Wie lebst du Nächstenliebe in der Praxis?
Wie offenbahrt sich in dir der heilige Geist?
Was für Erfahrungen machst du mit Gott?Wo hat er dich in deinem Leben verändert?
Ist für dich Jesus der einzige Weg zu Gott?

Gruess Braveheart
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon erbreich » Do 22. Nov 2007, 22:54

Hallo Braveheart
Original von Braveheart72
Ok, dann habe ich ganz konkrete Fragen an dich:
Danke für Deine Gesprächsbereitschaft, Braveheart. Bitte lass mir etwas Zeit: Für heute verabschiede ich mich vom Internet und morgen werde ich den ganzen Tag bis spät unterwegs sein. Ich werde aber gerne am Wochenende Deine Fragen - ebenfalls so konkret wie es mir möglich ist - beantworten.

Bis dahin mit lieben Grüssen
erbreich
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon shimo » Fr 23. Nov 2007, 11:44

Wow, Braveheart,wie hast du das geschafft...erbreich wird konkret! ;)

ich bin gespannt und freue mich auf seine Antwort!

Nur noch kurz eine kleine Gefühlsduselei von shimo, (weiss sonst nicht wohin damit,smile) ,habe gestern DIESEN Freund getroffen der mir damals den Weg zu Jesus zeigte...
wir haben natürlich auch über den Glauben geredet, das Zusammensein mit diesem Menschen macht mich sooo glücklich,er ist so voller
Liebe,göttlicher Liebe,unglaublich...bin happy ihn kennen zu dürfen.
So,das war´s :]
Einen wunderschönen Tag allerseits! shimo
Das Gebet ist der Schlüssel des Morgens und der Riegel zur Nacht.
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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon braveheart72 » Fr 23. Nov 2007, 12:38

Original von shimo
Wow, Braveheart,wie hast du das geschafft...erbreich wird konkret! ;)

ich bin gespannt und freue mich auf seine Antwort!

Nur noch kurz eine kleine Gefühlsduselei von shimo, (weiss sonst nicht wohin damit,smile) ,habe gestern DIESEN Freund getroffen der mir damals den Weg zu Jesus zeigte...
wir haben natürlich auch über den Glauben geredet, das Zusammensein mit diesem Menschen macht mich sooo glücklich,er ist so voller
Liebe,göttlicher Liebe,unglaublich...bin happy ihn kennen zu dürfen.
So,das war´s :]
Einen wunderschönen Tag allerseits! shimo


shimo,ich bin auch sehr gespannt auf die KONKRETEN antworten von erbreich... :roll: ;)

und ich finde es total schön, dass du echte liebe durch andere menschen erfahren darfst.dein freund hat, so wie ich aus deinen zeilen interpretieren kann,dir jesus aus einer sehr tiefen nächstenliebe gezeigt.und ich denke,da hat dir auch Gott (durch deinen freund),seine unendliche und grosse liebe offenbahrt!du kannst sicher sein, Gott und Jesus haben viel freude an dir und lieben dich sehr! Jesus liebt uns menschen und wie glücklich wird Er wohl sein, wenn wir ihm auch unsere liebe geben und sein kreuz (die gnade von Gott) als brücke in den himmel von ganzem herzen annehmen!echte liebe ist unendlich und manchmal spühren wir sie auch durch andere menschen!glücklich sind jene, die diese göttliche liebe durch andere menschen erfahren dürfen!sie ist ein geschenk vom himmel, welches man dankbar geniessen sollte!

:praise:

alles liebe wünscht dir, braveheart

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Re: Liebe deinen Nächsten wie dich selbts....

Beitragvon braveheart72 » Fr 23. Nov 2007, 17:40

Nachfolgender Text zur Liebe spricht mich sehr an:

Ohne Liebe bin ich nichts. Selbst wenn ich in allen Sprachen der Welt, ja mit Engelszungen reden könnte, aber ich hätte keine Liebe, so wären alle meine Worte hohl und leer, ohne jeden Klang, wie dröhnendes Eisen oder ein dumpfer Paukenschlag.Könnte ich aus göttlicher Eingebung reden, wüßte alle Geheimnisse Gottes, könnte seine Gedanken erkennen und hätte einen Glauben, der Berge versetzt, aber mir würde die Liebe fehlen, so wäre das alles nichts. Selbst wenn ich all meinen Besitz an die Armen verschenken und für meinen Glauben das Leben opfern würde, hätte aber keine Liebe, dann wäre alles umsonst.
Liebe ist geduldig und freundlich. Sie kennt keinen Neid, keine Selbstsucht, sie prahlt nicht und ist nicht überheblich.Liebe ist weder verletzend noch auf sich selbst bedacht, weder reizbar noch nachtragend. Sie freut sich nicht am Unrecht, sondern freut sich, wenn die Wahrheit siegt. Diese Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem stand.

Noch ist uns bei aller prophetischen Schau vieles unklar und rätselhaft. Einmal aber werden wir Gott sehen, wie er ist. Jetzt erkenne ich nur Bruchstücke, doch einmal werde ich alles klar erkennen, so deutlich, wie Gott mich jetzt schon kennt.

Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung und Liebe. Die Liebe aber ist das Größte.


Was wäre die Welt ohne die Hoffnung auf eine solch wunderbare Liebe. Man träumt davon, sie immer wieder zu erfahren und bis in die Ewigkeit zu behalten! :)

Grüsse Braveheart
geben ist seliger als nehmen!
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braveheart72
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