Warum Bibel und nicht Koran?

Wo sind die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten?

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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Thelonious » So 7. Nov 2010, 22:21

@ Savonlinna:

Selbstverständlich kannst Du, Savonlinna, (must aber nicht) auch in einem anderen (passenderen thread) auf meine Frage antworten. Selbstverständlich ist hier jede Beantwortung freiwillig, dieses glaube ich aber auch mit meiner eingangs gewählten Formulierungen

Thelonious hat geschrieben:Magst Du mal erläutern, Savonlinna, was Dich zu diesem "Abssolutheitsanspruch" dieser Aussage
Savonlinna hat geschrieben:Die einzig dem Menschen gegebeene mögliche Schlussfolgerung ist:...

bewegte?


Magst Du ist wirklich alles andere, als das von Dir gepostete
Savonlinna hat geschrieben:Weil Du von mir verlangt hast...


Gruß
Thelo
Wir sehen nirgends so tief ins Herz Gottes wie auf Golgatha.
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon lionne » Mo 8. Nov 2010, 15:03

Zu diesem Thema "Isr der Gott der Moslems der gleiche wie der Gott der Juden/Christen?" wurde in verschiedenen anderen Threads ja schon heftig disskutiert.
Ich möchte nur mal dazu eine Frage aufwerfen:
Und wie sieht es in der islamischen Welt aus? Wie viele Muslime gibt es, die denken, Allah sei der gleiche Gott wie der christliche? Diese Frage stimmt nachdenklich. In einem Land wie Pakistan, in dem die Scharia, das islamische Gesetz, in Kraft ist, könnte eine solche Behauptung gar als schwere Blasphemie empfunden werden und Gefangenschaft, wenn nicht sogar die Todesstrafe nach sich ziehen. Im Koran ist die schwerste Sünde, die Schirk, eine andere Person Gott gleich zu stellen. Deshalb betont das heilige Buch der Muslime immer wieder, dass Gott keinen Sohn haben kann. Darüber hinaus, wenn der Koran denn von Jesus als Propheten spricht, erwähnt er deutlich, dass er nicht an einem Kreuz gestorben ist.
Das nur am Rande.
Als Christin glaube ich an Gott den Vater, Gott den Sohn (Jesus) und den Heiligen Geist. Für mich ist Jesus der Sohn Gottes – der Weg, die Wahrheit und das Leben, das sichtbare Abbild des unsichtbaren Gottes, derjenige - der Einzige - durch den wir zum Vater gelangen können. Wie ist es also möglich zu sagen, Allah und der Gott von Jesus Christus seien ein und derselbe Gott? Allah und Gott weisen wohl gemeinsame Eigenschaften auf. Wie aber könnte Gott sich selbst verleugnen, indem er sich den Anhängern eines anderen Glaubens ohne seinen Sohn und ohne das am Kreuz vollendete Werk offenbart? Wäre Jesus also nur für die Christen gekreuzigt worden? Die Bibel sagt ganz klar, dass die Botschaft des Kreuzes für alle Menschen bestimmt ist, dass es einen einzigen Gott und einen einzigen Mittler zwischen Gott und den Menschen gibt (siehe 1 Tim 2, 4-6).

Ich schäme micht meines Gottes nicht und gehe auch diesbezüglich keine Kompromisse ein (Toleranz, Offfenheit, Gleichgültigkeit u.ä.). Ich habe meinen Standpunkt in anderen Threads schon verschciedentlich klar und unverständlich dargelegt.

Gruss, lionne :praise:
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Ashur » Mo 8. Nov 2010, 23:34

lionne hat geschrieben:Zu diesem Thema "Isr der Gott der Moslems der gleiche wie der Gott der Juden/Christen?" wurde in verschiedenen anderen Threads ja schon heftig disskutiert.
Ich möchte nur mal dazu eine Frage aufwerfen:
Und wie sieht es in der islamischen Welt aus? Wie viele Muslime gibt es, die denken, Allah sei der gleiche Gott wie der christliche?
...


Die Muslime kennen den Gott der Bibel nicht wirklich. Im prinzip ist Islam ganz einfach. Es gibt nur ein Allah der gewisse Sachen vorschreibt und die Muslime müüsen sich daran halten umd die Qualen der Hölle (Feuer) zu entgehen. Aber einen Garatie hat kein Muslim von Allah. Kein Muslim weiß sicher das er gerettet wird.

Die Muslime sagen immer es gibt nur einen Gott. Dabei wird oft übersehen das man aus allem ein Gott (Götze) machen kann. Für viele ist Geld ihre Gott. Der Allah in Islam ist der Höchste Gott der von vorislamische Götter welt übrig geblieben ist. Er war schon bei den vorislamischen Arabern Hauptgott.
das haben wir hier schon diskutiert.
viewtopic.php?f=202&t=18582

Der Gott der Bibel beschreibt ist anderes als Allah. Man kann die Bibel und Koran nicht vereinen und für beides sein. Man muss sich für das eine oder das andere entscheiden. Die Bücher sind nicht kompatibel. Mir kommt es so vor, dass die Geschichten der Bibel in Koran verzerrt dargestellt sind. Ich kann jeden empfehlen, sich selbst damit zu beschäftigen und seine eigene Meinung zu bilden. Denn Gott hat uns die Entscheidungsfreiheit gegeben.

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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Johncom » Di 9. Nov 2010, 06:59

Ashur hat geschrieben:Ich kann jeden empfehlen, sich selbst damit zu beschäftigen und seine eigene Meinung zu bilden. Denn Gott hat uns die Entscheidungsfreiheit gegeben.


Nun inwieweit unsere Entscheidungsfreiheit - wirklich - eine Entscheidungsfreiheit ist, damit befassen sich Gehirnforscher.

Aber ich stimme Dir zu, jeder sollte sich versuchen eine eigene Meinung zu bilden.
Man sollte aber auch, wenn man das jüdische - christiche Gebot ernst nimmt, kein Bild von Gott machen.
Es gibt dann auch keinen 'Jahwe', denn die Konsonanten JHWH lassen bewusst einen eventuellen Namen Gottes 'geheim'.
Ein Name wäre bereits ein Bild. Zulässig wäre Herr oder Adonai. Jesus sagte Vater.

Diese ganze Krämerei mit Gottesbildern oder -Namen führt zu nichts anderem wie endlosen Unterscheidungen von anderen Bildern, und natürlich zu Verleumdungen anderer. All das wovon Jesus wiederholt abriet. Wenn die Christen schon einen Wettstreit wollen mit den Muslimen oder anderen, dann sollen sie ihn in der Heiligung suchen: mehr beten, mehr fasten, weiser und barmherziger werden. Nicht im Schriftgelehrtengequatsche und nicht in übler Nachrede.
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Savonlinna » Di 9. Nov 2010, 11:21

Johncom hat geschrieben:
Ashur hat geschrieben:Ich kann jeden empfehlen, sich selbst damit zu beschäftigen und seine eigene Meinung zu bilden. Denn Gott hat uns die Entscheidungsfreiheit gegeben.

Nun inwieweit unsere Entscheidungsfreiheit - wirklich - eine Entscheidungsfreiheit ist, damit befassen sich Gehirnforscher.


Leider, ja. Sie meinen auch philosophische Schlüsse ziehen zu müssen, wo es um reine Naturwissenschaft geht. Und überschreiten damit eindeutig ihre Kompetenzen und Ausbildung.

Gehirnforscher können sich als Gehirnforscher überhaupt nicht mit der Entscheidungsfreiheit befassen, sondern höchstens ihre private Ideologie dazu formulieren.

Sorry, das nur nebenbei.


Johncom hat geschrieben:Aber ich stimme Dir zu, jeder sollte sich versuchen eine eigene Meinung zu bilden.


Die ja laut einiger "Gehirnforscher" zu bilden nicht möglich wäre.

Da zum Glück Gehirnforscher aber gar kein wissenschaftliches instrumentarium dafür besitzen, über menschliche Freiheit zu befinden, ist die Empfehlung der freien Meinungsbildung eine sehr sinnvolle. :D
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Johncom » Di 9. Nov 2010, 21:41

Savonlinna hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:Nun inwieweit unsere Entscheidungsfreiheit - wirklich - eine Entscheidungsfreiheit ist, damit befassen sich Gehirnforscher.


Leider, ja. Sie meinen auch philosophische Schlüsse ziehen zu müssen, wo es um reine Naturwissenschaft geht. Und überschreiten damit eindeutig ihre Kompetenzen und Ausbildung.


Natur- und Geisteswissenschaft waren einmal Eine Wissenschaft.
In der heutigen Zeit steht wieder eine Sehnsucht auf nach ganzheitlichem Forschen und Wissen.

Wer ganzheitlich erkennen will, wird auch - um beim Thema zu bleiben .... die Bibel anschauen und den Koran ( und die Gita, den Buddha, das Tao .... ). Und die Wissenschaften nicht ausschliessen können.

Gehirnforschung heute:
'Was wir wahrnehmen, ist ein Fantasiebild, das sich mit der Realität deckt'
sagt Chris Frith in seinem Buch 'Wie unser Gehirn die Welt erschafft'.
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Savonlinna » Mi 10. Nov 2010, 01:00

Johncom hat geschrieben:Natur- und Geisteswissenschaft waren einmal Eine Wissenschaft.
In der heutigen Zeit steht wieder eine Sehnsucht auf nach ganzheitlichem Forschen und Wissen.


Diese Sehnsucht ist bestimmt vorhanden.

Aber es gibt da mindestens drei Möglichkeiten, um nur noch Eine Wissenschaft zu haben:

1. Geistes- und Naturwissenschaften suchen einen Weg, sich zu vereinen.
2. Die Geisteswissenschaft macht die Naturwissenschaft platt, dann gibt es nur noch eine Wissenschaft: die Geisteswissenschaft. Natur wird als nicht-existent erklärt.
3. Die Naturwissenschaft macht die Geisteswissenschaft platt, dann gibt es auch nur noch eine Wissenschaft: die Naturwissenschaft. Geist wird als nicht-existent erklärt.

Die heutige Gehirnforschung wählt, falls sie den Weg der Wissenschaft verlässt, Weg 3.
Weg 2 wurde im Mittelalter von der katholischen Kirche versucht.
Weg 1 ist bei der heutigen Situation - Dominanz der Naturwissenschaft - relativ ausgeschlossen.
Ausnahme: die moderne Physik. Sie könnte Wegweiser sein. Aber diese besitzt auch nicht ideologische Plattheiten wie die Gehirnforschung.


Johncom hat geschrieben:'Was wir wahrnehmen, ist ein Fantasiebild, das sich mit der Realität deckt'
sagt Chris Frith in seinem Buch 'Wie unser Gehirn die Welt erschafft'.


Danke für den Tipp. Ich habe da ein paar Autoren schon gelesen, diesen aber noch nicht.


Johncom hat geschrieben:Wer ganzheitlich erkennen will, wird auch - um beim Thema zu bleiben .... die Bibel anschauen und den Koran ( und die Gita, den Buddha, das Tao .... ). Und die Wissenschaften nicht ausschliessen können.


Das unterschreibe ich, und zumindest in diesem Punkt scheinen wir - die Welt - auf einem guten Weg zu sein.
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Johncom » Mi 10. Nov 2010, 08:03

Savonlinna hat geschrieben:Aber es gibt da mindestens drei Möglichkeiten, um nur noch Eine Wissenschaft zu haben:

1. Geistes- und Naturwissenschaften suchen einen Weg, sich zu vereinen.
2. Die Geisteswissenschaft macht die Naturwissenschaft platt, dann gibt es nur noch eine Wissenschaft: die Geisteswissenschaft. Natur wird als nicht-existent erklärt.
3. Die Naturwissenschaft macht die Geisteswissenschaft platt, dann gibt es auch nur noch eine Wissenschaft: die Naturwissenschaft. Geist wird als nicht-existent erklärt.

Die heutige Gehirnforschung wählt, falls sie den Weg der Wissenschaft verlässt, Weg 3.
Weg 2 wurde im Mittelalter von der katholischen Kirche versucht.
Weg 1 ist bei der heutigen Situation - Dominanz der Naturwissenschaft - relativ ausgeschlossen.
Ausnahme: die moderne Physik. Sie könnte Wegweiser sein. Aber diese besitzt auch nicht ideologische Plattheiten wie die Gehirnforschung.


Das geht jetzt wohl OT vom Koran - Bibel Thema.
Dass die Gehirnforschung ideologische Plattheiten hervorbrachte wusste ich nicht. Bin da auch nocht nicht so eingestiegen.

Ich denke dass die Alten ein 'zusammenhängendes Wissen' hatten.
Ein Hauch davon wird heute noch in der modernen Medizin tradiert, ich meine als Beispiel die Temperamentenlehre des Hippokrates. Diese war keine Schnappsidee sondern fusst auf eben 'altem Wissen' welches auch die Bibel durchzieht. Wenn man deren Symbolsprache entdeckt: Die Schöpfungstage der Genesis, die Darstellung der Elemente, der stufenmässige Entwicklungsweg der Seele, die Bedeutung der Zahlen.

Ich nehme an, wenn man das wesentliche Wenige versteht, kommen auch die vielen Dinge zusammen und der zugrundeliegende Sinn wird offenbar. Mit den vielen Dingen meine ich unsere eigene Verwirrung, die bewirkt dass wir die Welt als ein chaotisches Durcheinander wahrnehmen. 'Gott hat all diese Dinge für die Menschen gemacht und um sich daran zu erfreuen... Doch wenn die Menschen sie missbrauchen, wird das Leben negativ, wie man heute sieht. Betrachten wir nur die technologische Entwicklung'. Ein Zitat von Adnan Sarhan, einem Lehrer der Sufi-Tradition ... Link: http://www.sufiportal.de/text.php?id=76&s=read - nur um wieder den Bogen zu Koran - Bibel zu schagen.

Was die Wissenschaften betrifft, haben wir zur Zeit sicher noch Punkt 3 Deiner Aufteilung: 'Die Naturwissenschaft macht die Geisteswissenschaft platt, dann gibt es auch nur noch eine Wissenschaft: die Naturwissenschaft. Geist wird als nicht-existent erklärt' - denn schau mal, wieviele Geisteswissenschaftler Taxi fahren ( um zu überleben ). Das Machbare und Verkaufbare wird bezahlt. Punkt 1 ist langsam im Kommen, aber nur wenn der Kunde zahlt.

Savonlinna hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:Wer ganzheitlich erkennen will, wird auch - um beim Thema zu bleiben .... die Bibel anschauen und den Koran ( und die Gita, den Buddha, das Tao .... ). Und die Wissenschaften nicht ausschliessen können.


Das unterschreibe ich, und zumindest in diesem Punkt scheinen wir - die Welt - auf einem guten Weg zu sein.


Es ist schon ein Witz: In der Computer-, Flugzeug- und Autoindustrie wollen wir immer nur das Beste zum besten Preis. Egal ob ein Hindu das Programm geschrieben hat oder ein Muslim den Apparat zusammengeschraubt hat: Die Qualität zählt.

Nur in Sachen geistiger Erkenntnis sind wir furchtbar eitel. Sogar fanatisch, und ziehen - wenns gar nicht mehr anders geht - sogar künstliche Grenzen auf.
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Ashur » Mi 10. Nov 2010, 20:21

Savonlinna hat geschrieben:
Diese Sehnsucht ist bestimmt vorhanden.

Aber es gibt da mindestens drei Möglichkeiten, um nur noch Eine Wissenschaft zu haben:

1. Geistes- und Naturwissenschaften suchen einen Weg, sich zu vereinen.
2. Die Geisteswissenschaft macht die Naturwissenschaft platt, dann gibt es nur noch eine Wissenschaft: die Geisteswissenschaft. Natur wird als nicht-existent erklärt.
3. Die Naturwissenschaft macht die Geisteswissenschaft platt, dann gibt es auch nur noch eine Wissenschaft: die Naturwissenschaft. Geist wird als nicht-existent erklärt.

Die heutige Gehirnforschung wählt, falls sie den Weg der Wissenschaft verlässt, Weg 3.
Weg 2 wurde im Mittelalter von der katholischen Kirche versucht.
Weg 1 ist bei der heutigen Situation - Dominanz der Naturwissenschaft - relativ ausgeschlossen.
Ausnahme: die moderne Physik. Sie könnte Wegweiser sein. Aber diese besitzt auch nicht ideologische Plattheiten wie die Gehirnforschung.



Danke für den Tipp. Ich habe da ein paar Autoren schon gelesen, diesen aber noch nicht.


Das unterschreibe ich, und zumindest in diesem Punkt scheinen wir - die Welt - auf einem guten Weg zu sein.


Hallo
Die Wissenschaft ist nur eine Beschreibung der Welt den wir sehen, bzw was wir Messen und beobachten können.
Eine schöne plausibele Theorie, die nicht mit der Beobachtungen übereinstimmt, kann man in die Tonne treten (dafür habe ich auch Beispiele). In der Vergangenheit sind sehr oft, Aussagen der Wissenschaft, revidiert worden und jede neue Entdeckung hat mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet.

Das andere Problem, eine Wissenschaftliche Welterklärung ist, dass es nichts beständiges, zeitloses gibt. Selbst die Zeit und Raum haben ihre Grenzen (Schwarzelöscher). Wenn man die Urknall Theorie als Erklärung und Anfang der Welt sieht, hat man als Wissenschaftler ein Problem. Der Urknalltheorie erklärt, dass alles aus dem nichts entsprungen ist. Die Frage: "was war vor dem Urknall?", kann nicht von der Wissenschaft beantwortet werden, weil die Zeit war davor (vor Urknall) auch nicht da.

1. Mose 1
"Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde."
Die Bibel beschreibt einen zeitlichen "Anfang" Für Newoten war die Zeitmodel unendlich, in hintergrund laufend (nur in eine Richtung) und unbeeinflussbar. Der Himmel (oder Raum) ist in der Bibel auch nicht ewig da gewesen, sondern er ist auch "am Anfang" in sein Existenz durch Gott ensprungen. Die Erde (oder Mateire) ist relativ spät entstanden. Die ersten Atome entstanden erst nach ca. 10 sec.
Die Bibel ist geschriben für alle Zeiten und alle Menschen. Wäre der 1. Moses so: " Am anfang der Zeit schuf Gott Raum und Mateire" Wäre es für unsere Zeit zwar verständlicher, aber die Menschen die früher lebten, könnten nichts damit anfangen.
Da Koran viel später entstanden ist, und viele andere ähnliche Stellen zu Bibel hat, könnte auch einiges übernommen sein.

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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Savonlinna » Do 11. Nov 2010, 04:59

Johncom hat geschrieben:Dass die Gehirnforschung ideologische Plattheiten hervorbrachte wusste ich nicht. Bin da auch nocht nicht so eingestiegen.


War auch nur nebenbei gesagt. Ich meinte damit eben ihren Versuch, den Materialismus gegen die - geistige - Freiheit ausspielen zu können. Es geht da rein um ideologische Fragen. Die Naturwissenschaft beschäftigt sich - nach eigenem Selbstverständnis - mit der von ihr eindeutig definierten "Natur". "Freiheit" und "Meinungsfreiheit" gehört da nicht rein.


Johncom hat geschrieben:Ich nehme an, wenn man das wesentliche Wenige versteht, kommen auch die vielen Dinge zusammen und der zugrundeliegende Sinn wird offenbar. Mit den vielen Dingen meine ich unsere eigene Verwirrung, die bewirkt dass wir die Welt als ein chaotisches Durcheinander wahrnehmen.


Ähnliche Gedanken habe ich zufällig einen Tag davor bei Novalis gelesen, in "Die Lehrlinge zu Sais", relativ am Anfang.
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Savonlinna » Do 11. Nov 2010, 05:04

Ashur hat geschrieben:
Hallo
Die Wissenschaft ist nur eine Beschreibung der Welt den wir sehen, bzw was wir Messen und beobachten können.


Das ist richtig. Sie definiert ihr Beobachtungsfeld und stellt über das Beobachtete Theorien auf.


Ashur hat geschrieben:Eine schöne plausibele Theorie, die nicht mit der Beobachtungen übereinstimmt, kann man in die Tonne treten


Ja.


Ashur hat geschrieben:In der Vergangenheit sind sehr oft, Aussagen der Wissenschaft, revidiert worden


Selbstverständlich. Auch die PC's werden ständig verbessert, die Medizin, die Menschenkenntnis. Wer will schon auf dem Stand bleiben, mit dem er als Vierzehnjähriger die Welt betrachtet hat?


Ashur hat geschrieben:und jede neue Entdeckung hat mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet.


Ehrlich? Ist das ausgerechnet worden?


Ashur hat geschrieben:Das andere Problem, eine Wissenschaftliche Welterklärung ist, dass es nichts beständiges, zeitloses gibt.


Eine wissenschaftliche "Welterklärung" gibt es natürlich nicht. Man kann nur das untersuchen, das klar umrissen und definiert ist. Die "Welt" ist als Begriff zu schwammig, um Gegenstand der Wissenschaft werden zu können.

Das mit dem Beständigen und Zeitlosen habe ich nicht genau verstanden.


Ashur hat geschrieben:1. Mose 1
"Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde."
Die Bibel beschreibt einen zeitlichen "Anfang"


Hat aber nichts mit Wissenschaft zu tun. Beschreiben kann ich auch alles, wenn ich es nicht wissenschaftlich tun muss.


Ashur hat geschrieben:Die Bibel ist geschriben für alle Zeiten und alle Menschen.


Für mich nicht. Und schon gar nicht für alle Zeiten. ;)


Ashur hat geschrieben:Wäre der 1. Moses so: " Am anfang der Zeit schuf Gott Raum und Mateire" Wäre es für unsere Zeit zwar verständlicher, aber die Menschen die früher lebten, könnten nichts damit anfangen.


Das ist wahr. Damals interessierte man sich auch nicht für wissenschaftliche Erklärungen.
Und auch Deine versuchsweise Umformulierung erklärt ja nichts - oder?
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Johncom » Do 11. Nov 2010, 09:09

Savonlinna hat geschrieben:
Johncom hat geschrieben:Dass die Gehirnforschung ideologische Plattheiten hervorbrachte wusste ich nicht. Bin da auch nocht nicht so eingestiegen.


War auch nur nebenbei gesagt. Ich meinte damit eben ihren Versuch, den Materialismus gegen die - geistige - Freiheit ausspielen zu können. Es geht da rein um ideologische Fragen. Die Naturwissenschaft beschäftigt sich - nach eigenem Selbstverständnis - mit der von ihr eindeutig definierten "Natur". "Freiheit" und "Meinungsfreiheit" gehört da nicht rein.


Interessanter Gedanke.
Angenommen, unsere Meinungsfreiheit wäre gar nicht so frei.
1) Was heisst 'frei' ? ... und
2) Was bockt da in mir, wenn ich mir anhören muss, meine Gedanken und Gefühle wären nicht frei.
Angenommen meine ganze Persönlichkeit wäre einfach nur ein Spiel der Gene ....... Programme, über die 'ich' gar keinen Einfluss habe.

Das Wort Islam bedeute nicht nur Frieden sondern auch Hingabe, Unterwerfung.
Die erste Bitte im Vater Unser heisst 'Dein Wille geschehe'.

Heisst das vielleicht, dass beide Religionen zwar 'individuell - geistige Freiheit' kennen, aber dass sie dann auch darauf hinweisen dass der eigentliche und finale Frieden eben in der Lösung von diesem 'ich will' liegt zugunsten des 'es möge geschehen' ?
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Ashur » Do 11. Nov 2010, 11:00

Savonlinna hat geschrieben:

Ashur hat geschrieben:und jede neue Entdeckung hat mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet.


Ehrlich? Ist das ausgerechnet worden?


Ashur hat geschrieben:Das andere Problem, eine Wissenschaftliche Welterklärung ist, dass es nichts beständiges, zeitloses gibt.


Eine wissenschaftliche "Welterklärung" gibt es natürlich nicht. Man kann nur das untersuchen, das klar umrissen und definiert ist. Die "Welt" ist als Begriff zu schwammig, um Gegenstand der Wissenschaft werden zu können.

Das mit dem Beständigen und Zeitlosen habe ich nicht genau verstanden.


Ashur hat geschrieben:1. Mose 1
"Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde."
Die Bibel beschreibt einen zeitlichen "Anfang"


Hat aber nichts mit Wissenschaft zu tun. Beschreiben kann ich auch alles, wenn ich es nicht wissenschaftlich tun muss.


Ashur hat geschrieben:Die Bibel ist geschriben für alle Zeiten und alle Menschen.


Für mich nicht. Und schon gar nicht für alle Zeiten. ;)


Ashur hat geschrieben:Wäre der 1. Moses so: " Am anfang der Zeit schuf Gott Raum und Mateire" Wäre es für unsere Zeit zwar verständlicher, aber die Menschen die früher lebten, könnten nichts damit anfangen.


Das ist wahr. Damals interessierte man sich auch nicht für wissenschaftliche Erklärungen.
Und auch Deine versuchsweise Umformulierung erklärt ja nichts - oder?



hallo
Es ist tatsächlich so, dass bei jede neue wissenschaftliche Theorie, der dann auch bestätigt würde, die Anzahl der neue unbeantwortete Fragen gestiegen ist. Als Newton den Gravitationsgesetz formulierte, hat er nur die Gesetzmäßigkeit die Massen sich Anziehen beschrieben. Er könnte nicht beantworten, warum sich die Massen anziehen. Als Später Einstein eine neue (bestätigte) Lösung brachte, tauchten viel mehr Fragen auf. Die Aktuelle Stringtheorie kann kein Mensch mehr verstehen. Die Wissenschaftler rechnen mit 11 Dimensionen!! Man kennt heute auch viel mehr Teilchen als Protonen Elektronen und Neutronen und deren Antiteilchen.
Die Wissenschaftliche Modelle werden zwar immer genauer, aber sie haben ihre Grenzen. Das Modell kann die Wirklichkeit niemals erreichen. Außerdem oft werden verschiedene Modelle herangezogen um das selbe zu beschreiben. Beispielsweise die Erklärung von Photonen. Das Licht wird Mal als Welle und mal als Teilchen erklärt. Je nachdem welches Experiment man gerade durchführt.

Es ist hilfreich, wenn man die Grenzen der Wissenschaft kennt oder ahnt. Die Wissenschaft braucht ständig die Bestätigung durch Beobachtung und Messung. Es gibt viele Theorien, die diesen beobachtbaren Bereich verlassen. Diese zu glauben ist das mehr eine Glaubensfrage als Wissenschaft.

Vieles in Quantenmechanik wird auch nicht verstanden. Aber die Versuche haben es gezeigt, es funktioniert mit höchster Präzision auch wenn wir es nicht ganz verstehen. Bei Gott ist es auch ähnlich. Wenn man Gott in sein Leben hat, dann funktioniert das. Auch wenn man das nicht immer versteht. Die Bibel ist kein Physikbuch. Gott als Schöpfer lässt sich aber nicht durch einen Physikalischen Beweis erreichen. Er steht über das Physik. Er ist Zeitlos und war da, bevor die Zeit war. Er ist aber nicht unerreichbar für Menschen. Jesus hat uns Gott offenbart und durch ihn haben wir Zugang zu Schöpfer des Universums. Man muss nur die Bibel auf sein Leben anwenden. Dann wird man sehen das es wirklich funktioniert.

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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Savonlinna » Do 11. Nov 2010, 14:36

Johncom hat geschrieben:
Interessanter Gedanke.
Angenommen, unsere Meinungsfreiheit wäre gar nicht so frei.
1) Was heisst 'frei' ? ... und
2) Was bockt da in mir, wenn ich mir anhören muss, meine Gedanken und Gefühle wären nicht frei.
Angenommen meine ganze Persönlichkeit wäre einfach nur ein Spiel der Gene ....... Programme, über die 'ich' gar keinen Einfluss habe.


Erst mal die Gegenfrage zu Punkt 2:
Was bockt in einem, wenn man sagt: der Mensch ist frei?
Warum wehren sich einige so sehr dagegen?

Mein Versuch der Antwort: die Angst vor der Freiheit ist immens.
Erich Fromm hat da sogar ein Buch darüber geschrieben: "Die Furcht vor der Freiheit".
Er enwickelt das auf psychologischem und sozialpsychologischem Boden, woher diese Angst - bei bestimmten Menschen und Gesellschaften - kommt.
Aber das ist der Auftrag des Menschen: frei zu werden.

Und auf der anderen Seite ist die Angst davor, zu verstehen, dass in vielerlei Hinsicht die Dinge nicht zu ändern sind und man sich als Teil des Ganzen zu verstehen habe - man sich also mit seinem pesönlichen Willen aufzugeben habe - ebenfalls immens.

Fatal ist es nur, wenn man eines der beiden Seiten des Menschseins auslöschen möchte: das Freisein bzw.das Gebundensein.
Beide Seiten aber sind notwendig.

Da gibt es ein schönes Gedicht, das genau dies ausdrückt:


GOTT gebe mir
die GELASSENHEIT,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den MUT,
Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die WEISHEIT,
das eine von dem anderen zu unterscheiden.


Johncom hat geschrieben:Das Wort Islam bedeute nicht nur Frieden sondern auch Hingabe, Unterwerfung.
Die erste Bitte im Vater Unser heisst 'Dein Wille geschehe'.

Heisst das vielleicht, dass beide Religionen zwar 'individuell - geistige Freiheit' kennen, aber dass sie dann auch darauf hinweisen dass der eigentliche und finale Frieden eben in der Lösung von diesem 'ich will' liegt zugunsten des 'es möge geschehen' ?


Religionen verstärken sicher auch in vielen Fällen die eine Seite des Menschen: Sehnsucht nach Unterwerfung.
Aber dass die Religionen auch anders verstanden werden können, zeigt die Praxis ebenfalls.

Was ist "der eigentliche und finale Frieden"?
In meinen Ohren: der Triumph des Ego. Das Ego will endgültig für sich selber Frieden.
Ist das wirklich die Botschaft der Religionen?
Zuletzt geändert von Savonlinna am Do 11. Nov 2010, 19:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Savonlinna » Do 11. Nov 2010, 14:50

Ashur hat geschrieben:hallo
Es ist tatsächlich so, dass bei jede neue wissenschaftliche Theorie, der dann auch bestätigt würde, die Anzahl der neue unbeantwortete Fragen gestiegen ist.


Ich bin sicher, dass dies insgesamt für das Verstehen des Menschen gilt. Meine ich die eine Komponente an einem Menschen verstanden zu haben, schon tauchen drei neue Unsicherheiten auf.

Der Fragen gibt es unendliche, unsere Antwortmöglichkeiten sind immer schwer begrenzt. Das ist mit jeglichem Wissen so und eben auch mit der Wissenschaft.

Man kann das beklagen, darüber jammern, es beschimpfen - es ändert nichts. Der Mensch ist begrenzt und kämpft sich langsam voran mit seinem Verstehen.
Wie lange hat es gedauert, zu verstehen, dass Kinder keine kleinen Erwahsenen sind, die man für Bergwerke und Fabrikarbeit nutzen darf.


Ashur hat geschrieben:Es ist hilfreich, wenn man die Grenzen der Wissenschaft kennt oder ahnt.


Ja, selbstverständlich. Es sind meist auch die Halbwissenschaftler, die die Wissenschaft überschätzen und sie ideologisieren. Die Wissenschaft ist eine Methode, keine Weltanschauung.


Ashur hat geschrieben:Die Wissenschaft braucht ständig die Bestätigung durch Beobachtung und Messung.


Na ja, "Messung" gilt nur für die Naturwissenschaft. In den Geisteswissenschaften wird nicht "gemessen".


Ashur hat geschrieben:Vieles in Quantenmechanik wird auch nicht verstanden. Aber die Versuche haben es gezeigt, es funktioniert mit höchster Präzision auch wenn wir es nicht ganz verstehen. Bei Gott ist es auch ähnlich. Wenn man Gott in sein Leben hat, dann funktioniert das. Auch wenn man das nicht immer versteht.


Interessant, wie Du den Bezug herstellst.
Du spielst das nicht gegeneinander aus, sondern suchst das Gemeinsame. Das gefällt mir.
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Johncom » Fr 12. Nov 2010, 09:52

Savonlinna hat geschrieben:Was bockt in einem, wenn man sagt: der Mensch ist frei?
Warum wehren sich einige so sehr dagegen?


'Sich wehren' wäre schon ein Ausdruck von Freiheit.
Eigener Wille kontra All-Wille. Oder All-Geschehen.
Es gehört zur Bewusstwerdung des Menschen dazu, fliegen zu lernen. Und das zweite ist, jeder der fliegt muss auch wieder auf den Boden kommen. Deshalb ist die Lektion für den Menschen nicht: Bin ich nun frei oder unfrei. Sondern bewusst werden. Bewusst werden über 'Ich bin da'. Dann spielt frei oder unfrei keine Rolle mehr.

Savonlinna hat geschrieben:Mein Versuch der Antwort: die Angst vor der Freiheit ist immens.
Erich Fromm hat da sogar ein Buch darüber geschrieben: "Die Furcht vor der Freiheit".
Er enwickelt das auf psychologischem und sozialpsychologischem Boden, woher diese Angst - bei bestimmten Menschen und Gesellschaften - kommt.
Aber das ist der Auftrag des Menschen: frei zu werden.


Frei sicher von Verordnungen an Kollektive.
Das darst Du - das darfst Du nicht. U.s.w.
Erich Fromm hatte sicher die Erweckung des einzelenen im Sinn.
Dann würde es heissen: Wenn Du den Nächsten liebst wirst Du wirklich glücklich. Anstelle ... liebe Deinen Nächsten weil es der Gott befiehlt. In dem Sinne muss man durch die Freiheit erst gehen um zu erkennen dass die Gebote 'Empfehungen' sind zum wirklichen selbst erlebbaren Glück, nicht einfach Kommandos zum Gehorchen.

Savonlinna hat geschrieben:GOTT gebe mir
die GELASSENHEIT,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den MUT,
Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die WEISHEIT,
das eine von dem anderen zu unterscheiden.


Ein Gebet aus Weisheit.

Savonlinna hat geschrieben:Was ist "der eigentliche und finale Frieden"?
In meinen Ohren: der Triumph des Ego. Das Ego will endgültig für sich selber Frieden.
Ist das wirklich die Botschaft der Religionen?


Nein, das Herz will Frieden.
Das Ego kalkuiert. Das Ego kommt aus dem denkenden Verstand.
Die Religionen, das was sie uns überliefern ... geben Hinweise an das Herz.
Der Verstand will Frieden versprechen, wenn .. !
Wenn Du 1 Millionen auf der Bank hast.
Wenn Du den Kredit für die Eigentumswohnung abbezahlt hast.
Wenn Du der richtigen Kirche beigetreten bist.
Wenn, wenn, wenn ...

Der eigentiche Friede ist da, wenn Du das was jetzt so ist wie es ist ( und was morgen wieder anders aussieht ) einfach akzeptierst. Der Triumph und das Leid des Egos sind geschäftliche Abschlüsse, Bangen und um Sorge um geschäftliche Abschlüsse.
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Robby » Fr 12. Nov 2010, 10:02

Interessante Diskussion, aber gehörte das nicht eher in den Philosophie-Bereich?
Oder welchen Zusammenhang seht Ihr mit Bibel oder Koran?

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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Savonlinna » Fr 12. Nov 2010, 10:18

Ein schwacher Bezug zu Bibel und Koran ist noch da, Robby. Aber das schlechte Gewissen schlägt bereits in mir, und ich bin auch schon dabei gedanklich, dazu einen Thread im Bereich Philosphie aufzumachen, wo ich ein paar Thesen von Erich Fromm einbringen wollte.

Wollte allerdings eigentlich erst mehr bei Erich Fromm nachlesen. Aber ich kann durchaus auch heute schon dazu einen Thread eröffnen und die Beiträge hier, die dazu passen, da rüberkopieren.

Wär das besser?
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Robby » Fr 12. Nov 2010, 10:37

Savonlinna hat geschrieben:Ein schwacher Bezug zu Bibel und Koran ist noch da, Robby. Aber das schlechte Gewissen schlägt bereits in mir, und ich bin auch schon dabei gedanklich, dazu einen Thread im Bereich Philosphie aufzumachen, wo ich ein paar Thesen von Erich Fromm einbringen wollte.

Wollte allerdings eigentlich erst mehr bei Erich Fromm nachlesen. Aber ich kann durchaus auch heute schon dazu einen Thread eröffnen und die Beiträge hier, die dazu passen, da rüberkopieren.

Wär das besser?


Das wär prima, danke Savonlinna!

Lieber Gruss
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Savonlinna » Sa 13. Nov 2010, 03:31

Ich habe nun einen Thread eingerichtet unter dem Titel "Entscheidungsfreiheit und Freiheit - gibt es sie (wirklich)?"
->
viewtopic.php?f=21&t=19344&p=710169#p710169

Alles, was hier zu dieser Thematik geschrieben wurde, habe ich rüberkopiert.
Über dieses Thema kann man dort also weiterdiskutieren.


Ursprünglich gehörte dieses Thema schon in diesen Thread, da man ja eventuell gar nicht zwischen Bibel und Koran wählen kann, wenn es keine Entscheidungsfreiheit gibt.

Vielleicht kann man sich ja erst mal drüben Klarheit darüber verschaffen, ob man echt die Wahl hat - und dann hier weitermachen? ;) :D
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon yolo » Sa 13. Nov 2010, 12:04

Für mich sollte die Frage eher lauten:

Weshalb überhaupt eine (monotheistische) Religion?
Was hat uns Religion in den letzten 2000 Jahren gebracht? Wenn ich mir die aus der Geschichte, sowie die heutigen Greuel im Namen der Religionen ansehe, wird mir mehr als übel.

Es ist doch für denkende Menschen absolut unfassbar, wie für nicht belegte und einfach mal übernommene Überzeugungen gekämpft, unterdrückt und gemordet wurde und noch immer wird. Alles im Namen von Religion, Gott und Glaube! Halleluja. :praise:

yolo
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon kingschild » Sa 13. Nov 2010, 12:17

yolo hat geschrieben:Für mich sollte die Frage eher lauten:

Weshalb überhaupt eine (monotheistische) Religion?
Was hat uns Religion in den letzten 2000 Jahren gebracht? Wenn ich mir die aus der Geschichte, sowie die heutigen Greuel im Namen der Religionen ansehe, wird mir mehr als übel.

Es ist doch für denkende Menschen absolut unfassbar, wie für nicht belegte und einfach mal übernommene Überzeugungen gekämpft, unterdrückt und gemordet wurde und noch immer wird. Alles im Namen von Religion, Gott und Glaube! Halleluja. :praise:

yolo


Was hat uns der Abfall von Gott gebracht? Ein Haufen Machtgieriger, Machtbessener Menschen die eben die Religion missbrauchen für Ihre Zwecke und somit der Eindruck entsteht die Religion oder Gott selbst sei Schuld.

Um dies zu durchschauen brauchen wir die Beziehung zu Gott zu dem einen lebendigen sonst lassen wir uns von diesen Machtgierigen teuschen und glauben Gott oder die Religon sei Schuld obschon Gottlose Menschen es verursachen.

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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon yolo » Sa 13. Nov 2010, 12:27

@kingschild

Danke! Viel besser hättest Du meinen Eintrag gar nicht bestätigen können!

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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Taube » Sa 13. Nov 2010, 12:40

kingschild hat geschrieben:...
Was hat uns der Abfall von Gott gebracht? Ein Haufen Machtgieriger, Machtbessener Menschen die eben die Religion missbrauchen für Ihre Zwecke und somit der Eindruck entsteht die Religion oder Gott selbst sei Schuld.

Das Blöde daran ist aber, dass es genügend Christen gibt, die genau gleich machtgierig und machtbesessen sein können wie Nichtchristen. Ein kürzerer Blick in die Welt der christlichen Gemeinden genügt.

Gruss Taube
Denn erschienen ist die Gnade Gottes, allen Menschen zum Heil. (Titus 2,11)
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon yolo » Sa 13. Nov 2010, 12:43

Ganz richtig Taube:

kingschild hat geschrieben:Um dies zu durchschauen brauchen wir die Beziehung zu Gott zu dem einen lebendigen sonst lassen wir uns von diesen Machtgierigen teuschen und glauben Gott oder die Religon sei Schuld obschon Gottlose Menschen es verursachen.


Auch Georg Bush junior hat ja gesagt, der 'eine lebendige' hätte im offenbart, dass er den Irak unbedingt angreifen müsste! Und im Fall 9/11 dürfte es genau umgekehrt gewesen sein, indem Allah offenbar befohlen hat, man müsse die Ungläubigen umbringen. Es lebe die Beziehungen zu den Göttern. Halleluja!

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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon noah » Sa 13. Nov 2010, 15:11

yolo hat geschrieben:Ganz richtig Taube:

kingschild hat geschrieben:Um dies zu durchschauen brauchen wir die Beziehung zu Gott zu dem einen lebendigen sonst lassen wir uns von diesen Machtgierigen teuschen und glauben Gott oder die Religon sei Schuld obschon Gottlose Menschen es verursachen.


Auch Georg Bush junior hat ja gesagt, der 'eine lebendige' hätte im offenbart, dass er den Irak unbedingt angreifen müsste! Und im Fall 9/11 dürfte es genau umgekehrt gewesen sein, indem Allah offenbar befohlen hat, man müsse die Ungläubigen umbringen. Es lebe die Beziehungen zu den Göttern. Halleluja!

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Um Irak eingreifen zu können müsste ein grund geben.Deswegen war 9/11 in Spiel.
Ein spiel wo die aktien (insbesonders Flug und versicherungsaktien) schon vor zwei wochen vor dem fall angefangen haben zu fallen.
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon yolo » Sa 13. Nov 2010, 16:29

@noah

noah hat geschrieben:Um Irak eingreifen zu können müsste ein grund geben.Deswegen war 9/11 in Spiel. Ein spiel wo die aktien (insbesonders Flug und versicherungsaktien) schon vor zwei wochen vor dem fall angefangen haben zu fallen.

Ich habe das jetzt einige Male gelesen und verstehe noch immer nicht, was Du uns damit eigentlich sagen möchtest. Auf jedenfall geht es etwas am Thema dieses Thread vorbei.

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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon yolo » Sa 13. Nov 2010, 16:49

Da muss ich Dir etwas widersprechen:

kingschild hat geschrieben:Um dies zu durchschauen brauchen wir die Beziehung zu Gott zu dem einen lebendigen sonst lassen wir uns von diesen Machtgierigen teuschen und glauben Gott oder die Religon sei Schuld obschon Gottlose Menschen es verursachen.

Nun, die Kreuzzügler, die Inquisitoren, die Jesuiten und spanischen Qonquistadoren, etc. waren ja nun nicht gerade 'gottlose' Menschen. Sie habe doch gerade im Namen Gottes, Ihrer Religion, ihrer Überzeugung und Könige gehandelt.

Auch den Papst (oder Klerus) kann man ja wahrscheinlich nicht als gottlos bezeichnen. Trotzdem ist er z.B. der Meinung, dass Katholiken und Protestanten nicht gemeinsam das Abendmahl einnehmen können und dürfen. Diese Meinung drückt er einem grossen Teil der Menschen auf's Auge, obwohl eine vernünftige Begründung dafür fehlt, wie auch für so vieles andere, was Menschen nicht mehr verstehen. Da wird also ebenfalls Macht ausgeübt!

Nein, ich bin NICHT der Meinung, dass wir einen Gott brauchen um dies alles zu durchschauen. Genau hinsehen, nachfragen und nachdenken genügt da schon.

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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Leuchte » Sa 13. Nov 2010, 17:22

yolo hat geschrieben:Nein, ich bin NICHT der Meinung, dass wir einen Gott brauchen um dies alles zu durchschauen. Genau hinsehen, nachfragen und nachdenken genügt da schon.

Wenn man mit diesem Leben zufrieden ist, braucht man Gott tatsächlich nicht. Wozu auch? Man lebt schön, stirbt, und gerät anschließend in eine unendliche Nichtexistenz. Vielleicht hat der eine oder andere zufällig paar Bücher zu griechischer Mythologie in seinem Buchregal stehen und hofft damit, durch Neptun oder Zeus ein anderes Leben zu bekommen.
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon yolo » Mo 15. Nov 2010, 10:00

Leuchte hat geschrieben:Wenn man mit diesem Leben zufrieden ist, braucht man Gott tatsächlich nicht. Wozu auch?


Okay, also nur die unzufriedenen brauchen Gott! Das deckt sich genau mit meiner eigenen Beobachtung: Je ärmer und unzufriedener desto religiöser sind die Menschen, siehe z.B. Philippinen, Südamerika wie auch Afrika. Weshalb ist das wohl so?

edit

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Zuletzt geändert von Robby am Mo 15. Nov 2010, 10:29, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Bitte Netiquette beachten!
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon yolo » Mo 15. Nov 2010, 10:09

Johncom hat geschrieben:Der eigentiche Friede ist da, wenn Du das was jetzt so ist wie es ist ( und was morgen wieder anders aussieht ) einfach akzeptierst.


Das sehe ich genau so Johncom und es ist keine einfache Übung, ich bin noch immer am üben. Diese Lebensweisheit stammt übrigens aus dem Buddhismus.

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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon SunFox » Mo 15. Nov 2010, 10:11

yolo hat geschrieben:
Leuchte hat geschrieben:Wenn man mit diesem Leben zufrieden ist, braucht man Gott tatsächlich nicht. Wozu auch?


Okay, also nur die unzufriedenen brauchen Gott!


Hallo lieber yolo, können Menschen auch eine falsche (trügerische) Hoffnung haben?

Könnte das bei Menschen die im Wohlstand leben so sein?

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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon yolo » Mo 15. Nov 2010, 10:34

SunFox hat geschrieben:Hallo lieber yolo, können Menschen auch eine falsche (trügerische) Hoffnung haben?

Könnte das bei Menschen die im Wohlstand leben so sein?


Ohhhh......ja aber sicher! Ich erlebe dies eigentlich fast täglich und gerade bei Menschen im Wohlstand.

- Frauen wie Männer 'hoffen', dass sich ihr Partner noch ändert.
- Menschen 'hoffen', dass sie nicht krank werden, obwohl sie ungesund leben.
- Menschen 'hoffen', dass die Umweltkatastrophe noch von Politikern oder sonst wem abgewendet werden kann.
- Menschen 'hoffen', dereinst zur Rechten Gottes zu sitzen.
- Menschen 'hoffen', durch einen selbstmörderischen Bombenanschlag kostenlos zu 79 Jungfrauen zu kommen. (oder waren es 72?)
- Menschen 'hoffen', dass Friede auf dem Planeten irgendwie und irgendwann durch eine grosse Organisation hergestellt würde.
- Menschen 'hoffen, dass Armut auf dem Planeten irgendwann verschwinden wird.
- Menschen 'hoffen, dass einer kommen möge und ihnen schlüssig beweisen, dass sie doch nicht vom Affen, sondern von Gott abstammen.
- Menschen 'hoffen', dass sie die Prüfung doch irgendwie bestehen, obwohl sie kaum vorbereitet sind.
usw, usw.

Menschen hoffen in den meisten Fällen ganz einfach.......das alles gut gehen würde und dies auch gegen besseres Wissen, jede Logik und entgegen ihrem dummen Verhalten und Handeln. Wenn es in die Hose geht, beginnt das grosse Jammern und sie nennen es dann bestenfalls Schicksal, oder auch Gottgewollt.

Ich habe nichts gegen Hoffnung, aber in den allermeisten Fällen ist diese leider völlig unbegründet. Echte Hoffnung kann ich nur dann haben, wenn ich aktiv, intelligent und zielgerichtet agiere und mein ganzes Bewusstsein dazu einsetze. Ansonsten sind dies samt und sonders eben 'trügerische Hoffnungen'.

So gesehen leben wir durchaus in einer hoffnungsvollen Welt. Oder wie siehst Du das 'Sonnenfuchs'?

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Zuletzt geändert von Robby am Mo 15. Nov 2010, 11:05, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Siehe PN
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Robby » Mo 15. Nov 2010, 10:39

Hi all

Bitte bleibt beim Threadthema.


Lieber Gruss
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Johncom » Mo 15. Nov 2010, 10:49

Hallo yolo,

:D ich finde auch: Bei sich selbst anzufangen ist keine einfache Übung.
Aber diese Weisheit findet man auch in der westlichen Mystik. So schreibt Meister Eckhart ( Quint Predigt 8 ) 'Genau so weit wie in Gott, so weit in Frieden'. In Bezug auf Johannes 16,33.

Wenn man sehr lebenserfahrene Menschen trifft, reife Menschen ... kann man spüren dass eine verstehende Friedlichkeit von ihnen ausgeht. Bei Christen wie auch bei Muslimen. Ausgeprägt gerade auch bei den Muslimen, täglich grüssen sie mit Salam.
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Leuchte » Mo 15. Nov 2010, 10:59

yolo hat geschrieben:Okay, also nur die unzufriedenen brauchen Gott! Das deckt sich genau mit meiner eigenen Beobachtung: Je ärmer und unzufriedener desto religiöser sind die Menschen, siehe z.B. Philippinen, Südamerika wie auch Afrika. Weshalb ist das wohl so?

Wenn man im Wohlstand und Gesundheit lebt und auf den Rest der Welt nicht hinschaut, wenn man damit zufrieden ist, durch eine Krankheit sterbende Kinder auf den eigenen Ärmen zu halten, keine Hoffnung über die Zukunft, Zufriedenheit allein mit diesem Leben... dann ja, wozu braucht es ein anderes Leben? Interessant ist, dass viele wohlhabende Gestalten am Ende ihres Lebens, wo sie schon schwach und krank waren, doch ihren Glauben an Gott bezeugt haben. Ist es nicht so, dass solange uns gut geht, wir darüber nur oberflächlich nachdenken? Es gibt genug Zeugnisse dafür, dass Jesus aus dem Tod auferweckt wurde. Wer das möchte, kann es gerne nachprüfen.
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon yolo » Di 16. Nov 2010, 10:54

Leuchte hat geschrieben:Interessant ist, dass viele wohlhabende Gestalten am Ende ihres Lebens, wo sie schon schwach und krank waren, doch ihren Glauben an Gott bezeugt haben. Ist es nicht so, dass solange uns gut geht, wir darüber nur oberflächlich nachdenken?


Das mag durchaus so sein, liefert nun aber auch keinen weiteren Hinweis, weshalb Bibel und nicht Thora, Koran oder Palikanon.

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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon Leuchte » Di 16. Nov 2010, 16:18

yolo hat geschrieben:Das mag durchaus so sein, liefert nun aber auch keinen weiteren Hinweis, weshalb Bibel und nicht Thora, Koran oder Palikanon.

Wenn der Mensch in diesem Leben nicht den Sinn findet, den Sinn wie diese Welt beschaffen ist, beginnt er zu suchen. Ich schon als Kleinkind konnte nicht daran glauben, dass der Mensch nach seinem Tod niemals mehr existieren wird. Später machte ich mir Gedanken darüber, warum und we eine so hochkomplexe Welt zustande kam, so logisch funktioniert, warum es gute und böse Dinge gibt. Wiederum später habe ich davon erfahren, dass es Menschen gab, die an Gott geglaubt haben. Erst an diesem Schritt began ich die Suche nach dem, was mich immer beunruhigte. Völlig egal, womit du startest, Bibel, Koran... Wichtig ist, dass du deinen Glauben historisch, theologisch, ethisch hinterfragst. Eine unbegründete Behauptung, Gott existiere nicht, ohne das vorher genau untersucht zu haben, ist gleich einem Geschwätz. Erst wenn du es nachgeforscht hast, erst dann hast du dir deine Meinung gebildet. Und forschen muss man, man weiß ja nie, vielleicht gibt es tatsächlich Gott? Unter den ersten Christen gab es Konvertierte aus Heiden. Ihr Glaube gründete nicht auf unbegründeten Berichten irgendwelcher fanatischer, sogenannter Christen aus Juda. Jede Aussage wurde genau untersucht. Vielleicht würde dich das Werk des Urchristen Theophilus von Antiochia interessieren. In seinem Werk „Ad Autolycum" verteidigt und überzeugt er vom christlichen Glauben.
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon yolo » Di 16. Nov 2010, 19:09

Leuchte hat geschrieben:Wichtig ist, dass du deinen Glauben historisch, theologisch, ethisch hinterfragst. Eine unbegründete Behauptung, Gott existiere nicht, ohne das vorher genau untersucht zu haben, ist gleich einem Geschwätz.

Dem pflichte ich voll und ganz bei. Allerdings habe ich NIE behauptet, es existiere kein Gott! Allerdings fehlen uns die Mittel, dies GENAU zu untersuchen, oder hast Du DEN Gottesbeweis? Dann bitte her damit! :mrgreen:

yolo :praise:

PS: Vielleicht würde Dich das Werk des Ober-Atheisten Richard Dawkins interessieren: Der Gotteswahn. Schwierig zu lesen, aber sehr interessant. :warn:
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Re: Warum Bibel und nicht Koran?

Beitragvon kingschild » Di 16. Nov 2010, 20:17

Taube hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:...
Was hat uns der Abfall von Gott gebracht? Ein Haufen Machtgieriger, Machtbessener Menschen die eben die Religion missbrauchen für Ihre Zwecke und somit der Eindruck entsteht die Religion oder Gott selbst sei Schuld.

Das Blöde daran ist aber, dass es genügend Christen gibt, die genau gleich machtgierig und machtbesessen sein können wie Nichtchristen. Ein kürzerer Blick in die Welt der christlichen Gemeinden genügt.

Gruss Taube


Da stellt sich eben die Fragen sind das wirklich Christen? Wenn einer nachfolgt sollte er ja gerade diese Dinge ablegen und wenn Christus in uns wohnt dann sollte eigentlich das nicht ein Themas sein.

Das gleiche stellt sich natürlich auch bei den Muslimen ist jemand ein Muslime wenn er Menschen in die Luft jagt?

Tatsache ist das es in allen Religionen immer noch mächtig viel Fleischliches gibt. Darum finde ich Religion grundsätzlich eben nicht ausreichend. Gerade weil ich vergebung in Christus erfahren habe sehe ich den Vorzug, das ich mich besser von Menschlicher Methodik fernhalte. Eigentlich müssten wir ja die Frage stellen warum Christus und nicht Mohammed?

Weil der auferstandene mir begegnet ist in seiner Gnade und Liebe habe ich Ihm und nicht dem Menschlichen den Vorzug gegeben.

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