Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Themen im Zusammenhang mit dem jüdischen Glauben an G"tt

Moderator: Thelonious

Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon gerson » Sa 1. Dez 2012, 12:24

Nachdem ein Großteil der Christen glaubt,daß der Antichristus sich in einen
steinernen Tempel in Jerusalem setzt und damit seinen Thron in Jerusalem hat,
versuche ich an Hand der Bibel zu beweisen,daß dem nicht so ist.

Ich denke,die Meisten können mir zustimmen,daß der Zorn Gottes nicht für die
Gläubigen,sonderen für die Ungläubigen bestimmt ist.

Insgesamt gibt es ja 7 Zornschalen Gottes in Offb.16

In den ersten vier Zornschalen Offb 16 Vers 1-9 wird der Thron des Tieres
(Antichristus) nicht erwähnt.

Erst bei der fünften Zornschale wird der Thron des Tieres(Antichristus)erwähnt.

Offb.16
Vers 10 - 11

Nun goß der fünfte seine Schale auf den Thron des Tieres aus;da wurde sein
Reich verfinstert,und die Menschen zerbissen sich die Zungen vor qualvollem
Schmerz,lästerten aber trotzdem den Gott des Himmels wegen ihrer qualvollen
Schmerzen und wegen ihrer Geschwüre und bekehrten sich nicht von ihren
bösen Tun.

Um den Verfechtern der Lehre,daß der Antichristus sich in einen Tempel in
Jerusalem setzt und seinen Thron in Jerusalem hat zum Nachdenken zu bringen
werde ich jetzt die Verse 10-11 von dieser Lehrmeinung aus schreiben.

Nun goß der fünfte seine Schale auf Jerusalem aus den Thron des Tieres;
da wurde Israel, sein Reich, verfinstert,und die Menschen in Jerusalem und
Israel zerbissen sich die Zungen vor qualvollen Schmerz,und lästerten Gott
des Himmels und die Juden bekehrten sich nicht zu Gott.

Weiter ist den Verfechtern dieser Lehre nicht bekannt ,daß der Antichrist
erst bei der 6.Zornschale nach Israel und Jerusalem zieht und vorher nicht
in Israel ist.
Offb.16 Vers
12 -16

Hierauf goß der sechste seine Schale auf den großen Strom Euphrat aus;
da vertrocknete sein Wasser,damit den Königen vom Aufgang der Sonne her
der Weg offenstände.Und ich sah aus dem Maul des Drachen und aus dem Maul
des Tieres und aus dem Munde des falschen Propheten drei unreine Geister
wie Frösche hervorkommen,sie sind nämlich Teufelsgeister,welche Wunderzeichen
verrichten;diese begeben sich zu den Königen des ganzen Erdkreises,um sie zum
Kampf am großen Tage Gottes,des Allmächtigen, zu sammeln.Seht,ich komme
wie ein Dieb!Selig ist,wer da wacht und seine Kleider bereithält,damit er nicht
nackt einherzugehen braucht und man seine Blöße nicht zu sehen bekommt!
Und jene unreinen Geister versammelten sie ,die Könige,in der Gegend,die auf
hebräisch Harmagedon heißt.

Zusammengefaßt:

1.Der Antichristus kommt erst bei der 6.Zornschale nach Israel.Er kann deshalb
nicht schon vorher in einem steinernen Tempel in Jerusalem sitzen.

2.Die fünfte Zornschale wird nicht auf Jerusalem ausgegossen,weil der Thron
des Tieres nicht Jerusalem ist,sondern eine andere Stadt.

3.Die Auswirkungen der 5.Zornschale sind unter Anderem,daß die Menschen
Gott lästern und sich nicht bekehren,wo bestimmt nicht Jerusalem damit gemeint
sein kann.Dann wäre ja Israel verworfen.

4.Diese Sonderlehre,daß der Antichristus von Jerusalem aus regiert,und seinen
Thron in Jerusalem haben wird ,bringt nur Verwirrung im Verständnis der
Endzeit.

5.Die Zornschalen sind nicht für Jerusalem der Endzeit bestimmt.

MfG Gerson
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon felshuette » Sa 1. Dez 2012, 15:08

Lieber Gerson,

1. zum Greuel der Verwüstung (ein Götzenbild): Diesen Greuel wird der Antichrist in der Mitte der Trübsal im Tempel von Jerusalem errichten, nachdem er das Siebenjahresbündnis mit Israel gebrochen hat. Daniel 9, 27 + Dan. 12, 11 berichten u. a. darüber. In Mt. 24, 15-16 werden die Juden daraufhin zur Flucht aufgefordert. Aus 2. Thess. 2, 3-4 erfahren wir, daß sich der Antichrist in den Tempel setzt, um sich als Gott zu erklären, womit er gleichzeitig das zweite religiöse System der Trübsalszeit einführt, nachdem die Hure Babylon vernichtet wurde. Er fordert dann, daß sein Bild im Tempel angebetet wird, und in diesem Stadium wird Jerusalem seine religiöse Hauptstadt sein.

2. Was die fünfte Zornesschale betrifft, bezieht sich hier der "Thron des Tieres" auf die Welt als sein Reich, denn die ganze Welt wird von dieser Finsternis heimgesucht, bis auf die Gebiete in Jordanien, wo ja der Überrest der Juden bei Bozra/Petra Zuflucht findet.

3. Die Hauptstadt des Antichristen und seines Reiches wird das wiederaufgebaute Babylon im Irak sein, das später zerstört wird (und zwar während der Antichrist gerade bei Harmagedon seine Truppen versammelt, um Jerusalem anzugreifen). Hier empfehle ich Dir das "Handbuch der biblischen Prophetie" von Dr. Arnold Fruchtenbaum, der die einzelnen Etappen der Trübsalszeit sehr gut - und vor allem nüchtern und sachlich - beschreibt. Roger Liebi geht in seinem Werk "Israel und das Schicksal des Irak" davon aus, daß beim Angriff auf Babylon die Meder (Kurden) beteiligt sein werden.

Israel ist und bleibt das auserwählte Volk Gottes. Ein Drittel - der Überrest - wird mit Jesus Christus ins Tausendjährige Reich eingehen. :praisegod:
"Aber Gott hat zu mir gesagt: "Verlaß dich ganz auf meine Gnade. Denn gerade
wenn du schwach bist, kann sich meine Kraft an dir besonders zeigen." 2. Kor. 12, 9
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon gerson » Sa 1. Dez 2012, 16:47

felshuette hat geschrieben:2. Was die fünfte Zornesschale betrifft, bezieht sich hier der "Thron des Tieres" auf die Welt als sein Reich, denn die ganze Welt wird von dieser Finsternis heimgesucht, bis auf die Gebiete in Jordanien, wo ja der Überrest der Juden bei Bozra/Petra Zuflucht findet.

Antwort von Gerson


Liebe Felshütte

Du schreibst der Thron des Tieres bezieht sich auf die Welt als sein Reich.

Es wird aber bei der 5.Zornschale wohl zwischen dem Thron und seinem Reich
unterschieden.
Daß du aus dem Thron des Tieres und dem Reich des Tieres nicht unterscheidest
finde ich schade.
Auch daß der Fluchtort für die Juden Bozra/Petra sein soll fehlen die Bibelstellen.


Felshütte hat geschrieben


3. Die Hauptstadt des Antichristen und seines Reiches wird das wiederaufgebaute Babylon im Irak sein,

Antwort von Gerson


Lieber Felshütte

Wie kommst du darauf,daß Babylon im Irak wiederaufgebaut wird,obwohl in
Jeremia 51 Vers 63 -64 steht
Wenn du dann diese Buchrolle zu Ende gelesen hast,so binde einen Stein daran
und wirf sie mitten in den Euphrat hinein und rufe aus:So soll auch Babylon
versinken und nicht wieder hochkommen infolge des Unglücks das ich über es
verhänge.

Dieses Gericht haben dann die Meder/Perser an Babylon vollzogen.

Das alte Babylon im Irak wird gemäß Jeremia nicht Sitz des Antichristen

werden.

Dieses alte Babylon ist eine Vorschattung auf das Babylon das in der Offb.
erwähnt wird.

MfG Gerson

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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon felshuette » Sa 1. Dez 2012, 17:13

Ja, lieber Gerson, ich hatte vorausgesetzt, daß Dir das mit Bozra bekannt sei. Hier ist eine Stelle:
Micha 2,12-13: „Sammeln werde ich dich, Jakob, ganz sammeln; ja, versammmeln werde ich den Überrest Israels. Ich werde ihn zusammenbrin­gen wie die Schafe von Bozra, wie eine Herde inmitten ihrer Trift; sie werden lärmen vor Mengen der Menschen. Der Durchbrecher zieht her­auf vor ihnen her; sie brechen durch und ziehen durch das Tor und ge­llen durch dasselbe hinaus; und ihr König zieht vor ihnen her, und Jeho­va an ihrer Spitze". - Bozra wird auch mit Schafshürde übersetzt.

Was Babylon betrifft, so haben sie bereits mit dem Wiederaufbau begonnen. Du kannst sogar als Tourist dorthin fahren, und Dich davon überzeugen. - Da die Weissagungen über die Stadt bisher noch nicht so in Erfüllung gegangen sind, wie sie in Offb. 18, sowie in den von Dir angegebenen Versen beschrieben sind, steht dieses Ereignis also noch bevor.
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon gerson » So 2. Dez 2012, 14:11

felshuette hat geschrieben:
Was Babylon betrifft, so haben sie bereits mit dem Wiederaufbau begonnen. Du kannst sogar als Tourist dorthin fahren, und Dich davon überzeugen. - Da die Weissagungen über die Stadt bisher noch nicht so in Erfüllung gegangen sind, wie sie in Offb. 18, sowie in den von Dir angegebenen Versen beschrieben sind, steht dieses Ereignis also noch bevor.

Gerson


Hallo liebe Felshütte,
lebe im nahen Osten,habe heute mit einem Iraki(Christ)gesprochen.Auf meine
Frage ob Babylon im Wiederaufbau ist konnte er ein Lächeln nicht verkneifen.

Es finden dort archäologische Ausgrabungen statt um Touristen anzulocken.

Sehr gefährlich für Touristen.Schußsichere Weste angeraten.

Daß hier ein Welthandeszentrum aufgebaut werden soll mit Sitz des
Antichristus ist an Verblendung nicht zu überbieten.

Wenn das auch ein Dr.Fruchtenbaum und ein Roger Liebi vertreten sollte

bin ich sehr entäuscht.

MfG Gerson
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon felshuette » So 2. Dez 2012, 14:57

Es ist gut, lieber Gerson, wenn Dein Bekannter -> noch lächeln kann. Damit kann ich bestens leben. Was Deinen Satz über die "Verblendung" angeht, so denke ich, ähnlich haben die Leute damals auch reagiert, als Noah seine Arche baute... -

Was Herr Fruchtenbaum und Herr Liebi vertreten, kannst Du überall im Net nachschlagen, und ja, ich bin mit den beiden (und es sind bei weitem nicht die einzigen) davon überzeugt, daß diese Stadt wiederaufgebaut wird. Deine Enttäuschung ist mir zwar nicht verständlich, da jeder Ent-Täuschung eine Täuschung vorangeht, die aber ist hier im Thread nirgends zu finden. Was meinst Du, wie schnell es heutzutage möglich ist, eine Stadt wieder aufzubauen? Weißt Du, ich muß kein Recht behalten, es genügt mir an das zu glauben, was Gottes Wort unmißverständlich sagt. Noch ein Tipp: Vielleicht machst Du Dich mit der Geschichte der Stadt vertraut, dann erkennst Du recht bald, daß die Weissagungen sich so, wie sie in den von Dir angegebenen Versen (sowie in Offb. 18) stehen, noch nicht erfüllt haben. Weiter oben gab ich ein Buch an von Herrn Liebi, der Dir sämtliche Beweise dafür liefert. Kannst Du das Gegenteil beweisen? Bisher las ich bei Dir keinerlei Art von Beweise, die Deine Annahme auch nur ansatzweise bestätigen könnten.
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon Lambert » So 2. Dez 2012, 15:00

felshuette hat geschrieben:Lieber Gerson,

1. zum Greuel der Verwüstung (ein Götzenbild): Diesen Greuel wird der Antichrist in der Mitte der Trübsal im Tempel von Jerusalem errichten, nachdem er das Siebenjahresbündnis mit Israel gebrochen hat. Daniel 9, 27 + Dan. 12, 11 berichten u. a. darüber. In Mt. 24, 15-16 werden die Juden daraufhin zur Flucht aufgefordert. Aus 2. Thess. 2, 3-4 erfahren wir, daß sich der Antichrist in den Tempel setzt, um sich als Gott zu erklären, womit er gleichzeitig das zweite religiöse System der Trübsalszeit einführt, nachdem die Hure Babylon vernichtet wurde. Er fordert dann, daß sein Bild im Tempel angebetet wird, und in diesem Stadium wird Jerusalem seine religiöse Hauptstadt sein.

2. Was die fünfte Zornesschale betrifft, bezieht sich hier der "Thron des Tieres" auf die Welt als sein Reich, denn die ganze Welt wird von dieser Finsternis heimgesucht, bis auf die Gebiete in Jordanien, wo ja der Überrest der Juden bei Bozra/Petra Zuflucht findet.

3. Die Hauptstadt des Antichristen und seines Reiches wird das wiederaufgebaute Babylon im Irak sein, das später zerstört wird (und zwar während der Antichrist gerade bei Harmagedon seine Truppen versammelt, um Jerusalem anzugreifen). Hier empfehle ich Dir das "Handbuch der biblischen Prophetie" von Dr. Arnold Fruchtenbaum, der die einzelnen Etappen der Trübsalszeit sehr gut - und vor allem nüchtern und sachlich - beschreibt. Roger Liebi geht in seinem Werk "Israel und das Schicksal des Irak" davon aus, daß beim Angriff auf Babylon die Meder (Kurden) beteiligt sein werden.

Israel ist und bleibt das auserwählte Volk Gottes. Ein Drittel - der Überrest - wird mit Jesus Christus ins Tausendjährige Reich eingehen. :praisegod:



Ja Liebe felshuette, dem möchte ich anschliessen, denn der Friedensvertrag der geschlossen wird, mit den vielen, ist der erste Auftagt für die Drangsale Jakobs. Er wird ja im dritten Tempel die Schlachtopfer und Speisopfer erlauben zunächst, in der Hälfte der Woche aufhören lassen. Dann kommt ja bekanntlich das Malzeichen.



Herzliche grüsse, Andreas :praisegod: :praise:


ps. ich möchte auch noch meinen Letzten Beitrag in 2.Thessalonicher 2, 3-7 (Bibel) verweisen
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon gerson » Sa 8. Dez 2012, 09:34

Lambert hat geschrieben:
felshuette hat geschrieben:

Ja Liebe felshuette, dem möchte ich anschliessen, denn der Friedensvertrag der geschlossen wird, mit den vielen, ist der erste Auftagt für die Drangsale Jakobs. Er wird ja im dritten Tempel die Schlachtopfer und Speisopfer erlauben zunächst, in der Hälfte der Woche aufhören lassen. Dann kommt ja bekanntlich das Malzeichen


Hallo lieber Lambert,

da du ja ein großer Verfechter der Lehre bist,daß der Antichristus in Jerusalem

seinen Thron hat und sich angeblich in einen Tempel in Jerusalem sitzt,

verwundert mich,daß zu meinem Thema "" die Zornschalen sind nicht für

Jerusalem bestimmt"" dir nichts dazu einfällt.

Auf der einen Seite ,gibst du dich als Freund der Juden aus,was dich auszeichnet.

Auf der anderen Seite glaubst du,daß der Thron des Antichristus in Jerusalem

sein wird,mit der Folge der Ausgießung der 5.Zornschale auf Jerusalem was

die Folge dann hat,daß die Juden in Jerusalem Gott lästern und sich nicht

bekehren zu Gott.

Vielleicht solltest du deine Sonderlehre überdenken.

MfG Gerson
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon Lambert » Mo 17. Dez 2012, 19:05

Nun Lieber gerson, das dürfte dich interesieren: http://endzeit-reporter.org/2012/03/07/ ... gem-boden/

Jerusalem auf wackligem Boden

In den letzten 1 000 Jahren haben etwa ein halbes Dutzend große Erdbeben Jerusalem heimgesucht. Einige israelische Wissenschaftler haben davor gewarnt, dass in den nächsten 50 Jahren ein weiteres starkes Erdbeben erfolgen könnte.

Die Bibel spricht von Erdbeben, die die Berge der Heiligen Stadt mit apokalyptischer Heftigkeit spalten werden in Verbindung mit chaotischen Schlachten an dem Ort, an dem Jesus Christus gekreuzigt wurde.

Jetzt sagt ein geologischer Beobachter, dass das Herz der biblischen Erzählung, Jerusalems Altstadt mit der Klagemauer, am stärksten von einem weiteren Erdbeben betroffen wäre, weil sie auf Geröllschichten ruht und nicht auf festem Gestein.

Ein Naturereignis in der Altstadt von Jerusalem könnte auch verheerende politische Nachbeben mit sich bringen, weil sie das glühende Herzstück des Konfliktes zwischen den Israelis und den Palästinensern ist.

Nach 3-jähriger Studie hat das „Zentrum für Geologische Überwachung von Israel“ im Jahr 2004 einen Bericht veröffentlicht, in dem es heißt, dass man herausgefunden hat, dass die Jerusalemer Altstadt mehr als die moderne Nachbarschaft in Gefahr ist. Der Grund ist ihre alte Konstruktion und die Untergrundschichten von sich bewegendem Geröll, das von plündernden Armeen aus der Vergangenheit herrührt.

Amos Bein, der Direktor des Zentrums sagt:

„Die Schicht darunter besteht nicht aus festem Gestein, sondern aus einer Art Trümmerschutt. Dieses schwache Fundament könnte eine seismische Erdbeben-Welle vergrößern.“

Ja Lieber gerson, so das ich eine Sonderlehre vertrete halte ich für unbegründet, denn ist es dir nicht aufgefallen, das Jerusalem ein Zentrum der Endzeit ist, und die Gerichte Gottes dort statt findet? Wo wird der Drache verurteilt, in Paris, Tokyo, oder in Kario? Mir sowas zu unterstellen, das ich eine Sonderlehre verbreite, ist zumal weit her geholt, und verletzend.



Grüsse, Andreas :praise: :praisegod:
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon Lambert » Di 18. Dez 2012, 14:42

Hallo Lieber gerson!

Nun Lieber, ich möchte gar nicht eine böswillige Unterstellung vorwerfen, trotzdem sollte man auch nicht voreilig verurteilen, so was möge weit fern liegen, bevor ich überhaubt so wage so was zu schreiben. Wenn doch, sollte man es genau zu begründen können, was ja schon bei dir schon etwas vermissen lässt. Denn einfach es nur zu schreiben, ist doch etwas dürftig, und kann auch von anderen missverstanden werden. Und zu guter letzt der Lieblosigkeit vorschub leisten, ich denke wohl das keiner von uns daran interesse hat. Wir wollen ja auch nicht als Schulmeister hier auftreten. Denn mein Glaube stützt sich nicht auf eigene Meinung, die die bessere sein soll, sondern mein Glaube gründet sich einzig alleine auf das Wort Gottes, ebenfalls verfolge ich auch keine besondere Lehre, die ausserhalb des Wort Gottes befindet.

Nun zum eigentlichen, wiso das viele Juden auf den Antichristen reinfallen: In Johannes 5, 43 steht geschrieben:

Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmet mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr annehmen.

Jesus prophezeite den Juden, dass sie den Falschen annehmen werden. Tatsächlich warten heute noch alle Juden auf den Messias, was so nicht unbekannt ist.


Gestern habe ich einer sehr interesannte Aussage gefunden von Rabbiner Shraga Simmons, wo mir etwas wichtiges auffiehl, denn er saget: Was soll der Messias vollbringen? Die Bibel spricht von folgenden Aufgaben, die er erfüllen wird: Er wird den Dritten Tempel erbauen (Ezechiel 37,26-28)

Und das wird der Antichrist ja erfüllen, in dem er sich in den Tempel setzt, was ja viele eher als Sympoliches sehen, für die Gemeinde. Aber man erkennt sehr wohl, das die Juden ihren Messias erwarten, und muss einge Vorraussetzungen erfüllen. Denn Rabbiner Shraga Simmons sagte aus: Wunder reichen nicht
Warum für Juden Jesus Christus nicht der Erlöser ist

http://www.imdialog.org/md2004/02/0204_12.htm


Herzliche grüsse, Andreas :praisegod: :praise:
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon rap » Mi 21. Sep 2016, 20:48

erstmal nur kurz.

Daniel 9 endet definitiv mit der Zerstörung Jerusalems samt Tempels 70 n. Chr.

Und es gibt auch keine Götzenstatue im Tempel (wie bei "Gräuel I" in Daniel 8).

Ich kopiere mal illegal :(
http://www.bibleserver.com/text/ELB/Daniel9,26+27

"26 Und nach den 62 Wochen wird ein Gesalbter (ist wohl Jesus, die "70" sind "Inklusivzählung"... , komme ohne Tricks.. auf 30/31 n. Chr., bei Bedarf mehr) ausgerottet werden und wird keine Hilfe finden.
Und das Volk eines kommenden Fürsten wird die Stadt und das Heiligtum zerstören, und sein Ende ist in einer Überflutung; und bis zum Ende ist Krieg, fest beschlossene Verwüstungen.
27 Und stark machen wird er einen Bund für die Vielen (dürfte eine große Steuererhöhung durch die geldgierigen Römer gewesen sein), eine Woche lang; und zur Hälfte der Woche wird er Schlachtopfer und Speisopfer aufhören lassen (66 n. Chr., also eine halbe Jahrwoche vor der Zerstörung, ist ein Trupp Römer zwecks 435kg Silberklau durch den Tempel marschiert und hat ihn so entweiht, "Gessius Florus" war wohl eine Art menschlicher Alptraum). Und auf dem Flügel von Gräueln (die römischen Reichsadler, glaubhaft nach der Elberfelder Studienbibel) kommt ein Verwüster (Titus/Vespasian), bis fest beschlossene Vernichtung über den Verwüster ausgegossen wird."

https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCdi ... ieg#Beginn

Alles S-Kurzform.
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon rap » Mi 21. Sep 2016, 20:54

PS Hesekiel 40ff kann und wird sich nicht wörtlich erfüllen... (Kurzform)

Aber einen neuen "zionistischen"..? Tempel wird's nach Off 11 wohl doch noch geben.
Wohl aus den Wirren des WK3 (Posaune 6) heraus.
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon Johelia » Sa 24. Sep 2016, 17:47

rap hat geschrieben:erstmal nur kurz.

Daniel 9 endet definitiv mit der Zerstörung Jerusalems samt Tempels 70 n. Chr.

"26 Und nach den 62 Wochen wird ein Gesalbter (ist wohl Jesus, die "70" sind "Inklusivzählung"... , komme ohne Tricks.. auf 30/31 n. Chr., bei Bedarf mehr) ausgerottet werden und wird keine Hilfe finden.


So definitiv wie du das behautest ist es nur wenn man einige Jahre einfach ignoriert, weil man den Bibletext allegorisch betrachtet. 8-)
Zwischen der Kreuzigung Jesu und dem Jahr 70 in dem du die 70 Jahrwochen aus Daniel enden lässt liegen fast 3 Jahrzehnte. Warum soll mann den Jahrwochen zählen, wenn es keine Rolle spielt einfach mal so fas 3 Dekaden rein zuschieben.

Ich finde es komisch wenn man Daniel 9 heranzieht um die Geburt, die Taufe oder die Kreuzigung Jesu (ja nach Auslegungsschule) anhand von Dekreten und Prophetischen Jahrwochen zu berechnen aber dann die siebzigste Woche um fast 3 Jahrzehnte künstlich verlängert.
So etwas kann nur aus Allogerese und oder Dogma entstehen.

Und es gibt auch keine Götzenstatue im Tempel (wie bei "Gräuel I" in Daniel 8).

Die Historisch Kritische Auslegung meint den Gräuel auf die Römer zu bezieht als sie Schweine auf dem Altar schlachteten.

Ich persönlich glaube dass der Gräuel noch nicht stattgefunden hat und in Zukunft vom Antichristen, etwas Mitte der Trübsal im Tempel verursacht werden wird.

rap hat geschrieben:Alles S-Kurzform.

Die Kurzform hat den Nachteil, dass Aussagen schnell zu ultimativ oder rechthaberisch rüber kommen. :(
In diesem Forum lassen wir andere Ansichten leben wenn respektvoll und ausgewogen über die verschiedenen Auslegungen gesprochen wird.
Streit um welche Ansicht "richtig" ist wollen wir nicht. :idea:

Grüsse

Johel
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon rap » Sa 24. Sep 2016, 19:12

Ja, zwischen der vorletzten und der letzten Jahrwoche ist scheinbar ein Pause.

Geht ja nicht anders (Jerusalem ist ja "nur" 2 mal zerstört worden, und hier geht's ja klar um das zweite Mal.

Von Jesus selber gibt's 3 verschiedene Versionen der Warnung was die Jünger tun sollen wenn die Zerstörung Jerusalems nahe ist: "abhauen" (genau entgegen der sonstigen Gepflogenheit bei Bedrohung durch Feinde in! der Stadt zu suchen, siehe zB die Rechabiter im AT, die waren zb nur aus dem Grund in Jerusalem weil die Babylonier kamen ...).

Und 2 mal bezieht er sich dabei auf Daniel!

"Wie bei Daniel geschrieben steht..."
Und beim 2. Mal erwähnt der auch "Gräuel II".

Es geht hier um die 2. Zerstörung Jerusalems. Und auf die bezieht sich Daniel 9.
Auch mit der "70." (ist real die 69. -> "Inklusivzählung", prophetische Jahre sind hier eher unsinnig und auch überflüssig) Jahrwoche.
(Nach der 70. Jahrwoche wird auch final eine "ewige Gerechtigkeit" eingeführt, kann nur der "neue Bund" á la Jeremia 31,31ff etc etc sein)

In der Endzeit wird Jerusalem zwar nochmal "bedrängt" (Sach 14 und Off 11, das heutige Jerusalem wird in Offenbarung 11 ja tendentiell zeitnah als "Sodom und Ägypten" bezeichnet) aber nicht mehr zerstört.
Insofern wäre alles andere unlogisch.

Der "Gräuel der auf FLÜGELN" kommt: die Reichsadler (nach der Elberfelder Studienbibel, ist imho sinnvoll, die Reichsadler stehen für alles was an Rom gottlos ist, Kaiserkult, Wahrsagerei etc etc, mal "googlen"...).

Und mit der Theologie ists wohl ein bißchen wie mit der Juristerei: frage 5 Experten und du bekommst 7 Antworten.
Also erst gar nicht damit anfangen.

Die Bibel legt sich (über die Zeit) selber aus (ist ja auch eine Art Riesenpuzzle).
Aber nur als Ganzes (Ok, Esther hab ich "intern rausgenommen").

So, nun der Weg Daniel 9 (teilweise) zu interpretieren der sich mir über die Zeit gezeigt hat.

Früher hatte ich keine Ahnung wie komplex das zeitliche Umfeld ist (nach den 70 Jahren á la Jeremia wird ja nur der Tempel wieder eingeweiht -> Esra, bis zum Starttermin in Dan 9 ->Nehemia 1 dauerts ja weitere gröbst 70 Jahre, also gröbst 100 Jahre in die Zukunft von Daniels Vision ab).

Aber irgendwann hatte ich mal gedacht: 490 Jahre sind ja grob 500, der Gesalbte in Dan 9,26 könnte Jesus sein.

Dann hab ich irgendwann verstanden das der Anfangstermin der Rechnung durch Nehemia 1 bestimmt wird: "im 20 Regierungsjahr des Artaxerxes".
Dessen Regierungsantritt wird aktuell wohl mit 465 v. Chr. angenommen.
Starttermin wäre also: "-445"

Der "gesalbte Fürst" aus Vers 25 hat mich am Anfang nicht so interessiert (die ganzen Königsfolgen in der Zeit... puh..) .

Die erste Rechnung wäre also:

-445 + 7 * (7 + 62) = +38

Ok, hab ich gedacht knapp daneben aber trotzdem nicht schlecht für >500 Jahre und angesichts der ständig wiederholten Behauptungen der Atheisten das es in der Bibel überhaupt keine erfüllte Prophetie gibt, die auch nicht nachträglich geändert worden wäre (Dan 9 müßte nach Chr. geändert worden sein, das nimmt noch nicht mal der ignoranteste Ath. an...)

Außer dem dachte ich dass die das ein bißchen "hingebogen" hätten (so wie die bisherigen christliche Auslegungen für Dan 9) um auf die superheilige/-vollkommene 70 zu kommen...

Später ist mir dann aufgefallen das die +38 ziemlich genau eine Jahrwoche daneben (zu viel )ist...
Fragen über Fragen...

Wiederum später bin ich rein zufällig auf diese Seite hier gestoßen die etwas offenbarte wovon ich vorher noch nie gehört hatte: die haben früher, mangels 0, die wurde erst später "erfunden", anders gezählt:

http://blog.zeit.de/mathe/allgemein/zae ... sen-jesus/

Bei der Linküberschrift "hat sich Jesus verzählt konnte ich dann doch nicht länger widerstehen...

Auch mal in Wikipedia lesen: "Zählen", -> Inkusivzählung (sorry, anscheinend zu viele Links in meinem Post)

Dann durchschoss es mich: wenn die "70" inklusiv wären (ist ja auch angesichts des Zeitpunkts/Alters wahrscheinlich, also real 69, das Startelement muß ja abgezogen werden) dann würde es ja passen .
Ohne Tricks á la Esra als Starttermin oder die "prophetischen Jahre" (typischerweise 1260 Tage etc) etc (die die Juden ja zu Recht in der Luft zerreißen, siehe nur
https://jewsforjudaism.org/knowledge/ar ... pretation/

Hab dann überall rumgefragt, incl. des lokalen Rabbiners.
Aber überall keine Ahnung oder: die 70 sind traditionell 70.

Hm.

Dann bekam ich wieder eine Weile (Dan 9 stand auch nie in meinem primären Fokus, anders als Dan 2 und 7 etc etc, Dan 9 beträfe primär die Juden, falls die denn wollten...) später den Gedanken mal nach dem "gesalbten König" in Vers 25 zu suchen.
Wenn ich den historisch identifizieren könnte könnte ich ja schauen ob er nach 6 (inklusiv) oder nach 7 (nicht inkl.) Jahrwochen an die Macht kam.

Und was soll ich schreiben...
Aus zeitlichen Gründen kommt nur Artaxerxes II in Frage.
Und er paßt auch charakterlich (ein "Gesalber" kann ja kein Massenmörder oder freudiger Folterer sein, wie damals öfter mal üblich):
https://de.wikipedia.org/wiki/Artaxerxe ... Herrschaft
:)

Machtantritt 404 v. Chr.
Also 41 Jahre nach dem Starttermin, das sind knapp 6 Jahrwochen (ich war wie vom Donner gerührt ;))

Jetzt kann man entweder die -445 + 68 * 7 rechnen oder -404 + 62 *7.

Ergebnis: 30/31 n. Chr.

PS zur "Kurzform": bisher hat sich noch niemand wirklich interessiert. Daher spare ich mir heutzutage überflüssige Tipperei.
Man kann bei Bedarf ja nachfragen.

Bisher jahrelanges Tippen ohne, bestenfalls, positive Resonanz macht eine dann irgendwann auch mal wurschtig.

PS2 "Darius der Meder" etc ist inzwischen eventuell auch bekannt. Kyros II hatte eventuell einen Statthalter eingesetzt...

PS3 interessant... dass in Wikipedia immer mehr Stellen rausgenommen sind die sich mit historischen Korrektheiten in der Bibel beschäftigen.
Naja, Siegel Nr. 5 ist eben offen.
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon Johelia » Sa 24. Sep 2016, 21:31

rap hat geschrieben:Ja, zwischen der vorletzten und der letzten Jahrwoche ist scheinbar ein Pause.

Ich habe Daniel 9,24 – 27 intensiv studiert, denn es ist einer der Grundsteine der meinen Glauben von verschiedenen Auslegungsschulen (RKK, Protestanten, Adventisten) abweichen lassen. In vielen heftigen Diskussionen wurde mein evangelikaler Glaube geprüft und gestärkt.

Betrachtet man 9,24 – 27 basierend auf der Evangelikalen Exegese dann muss das Wort Gottes genau stimmen und Ungenauigkeiten müssen von der Bibel selbst erklärt werden oder man muss seine Auslegung überdenken, respektive anpassen bis sie ganz mit dem Wort Gottes übereinstimmt.

In diesem Sinne, bin ich mit Dir einig, dass Daniel 9,26 damit endet, dass am Ende der 69 Woche Jesus gekreuzigt wird.

Ich glaube, dass der Erlass zum Wiederaufbau Jerusalems der in Daniel 9,25 den Ausgangspunkt der 70 Jahrwochen gemacht wird in Nehemia 2,5-8 und 17 &18 im Dekret von Artaxerxes Longimanus am 14. März 445 BC zu finden ist.

Berechnet man dann davon ausgehend 69 Jahrwochen, ende ich mit meiner Rechnung bei (Lukas 19, 28-36) dem Einzug Jesus in Jerusalems zum 4.ten Passafest am 6. April 32 AD. Ein paar Tage vor der Kreuzigung.

Will man nun die 70 Jahrwoche da noch hineinpacken, dann enden verschiedene Auslegungsschulen entweder be der Steinigung Stephanus oder bei der Zerstörung des Tempels im Jahr 70.
Beides macht meiner Meinung nach winzig Sinn und lässt sich mit der Bibel nur ganz schlecht ohne Allegorie vereinbaren.

Nein.
Ich glaube dass Daniel 9,27 von der 70.igsten noch zukünftigen (2x3.5 Jahre/ „Trübsal“ und „Grosse Trübsal“ = 7Jahre) Jahrwoche spricht in der der Antichrist sein Unwesen treiben wird.

Grüsse
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon Johelia » So 25. Sep 2016, 09:29

rap hat geschrieben:PS Hesekiel 40ff kann und wird sich nicht wörtlich erfüllen... (Kurzform)

Warum nicht ??
Hesekiel dient als Bauplan für die Juden, die sich einen neuen Tempel auf dem Tempelberg wünschen.

rap hat geschrieben:Aber einen neuen "zionistischen"..? Tempel wird's nach Off 11 wohl doch noch geben.
Wohl aus den Wirren des WK3 (Posaune 6) heraus.


Ich glaube nicht, dass die Zorneschalen allein für Jerusalem bestimmt sind. Denn der Zorn Gottes wird sich auf die gesamte Menschheit ausgiessen. Alle Ungläubigen der Erde aus welcher Rasse oder Religion auch immer werden betroffen sein.

Dazu möchte ich Teile der bisher gemachten Aussagen zitieren.
felshuette hat geschrieben:1. zum Gräuel der Verwüstung (ein Götzenbild): Diesen Gräuel wird der Antichrist in der Mitte der Trübsal im Tempel von Jerusalem errichten, nachdem er das Siebenjahresbündnis mit Israel gebrochen hat. Daniel 9, 27 + Dan. 12, 11 berichten u. a. darüber. In Mt. 24, 15-16 werden die Juden daraufhin zur Flucht aufgefordert. Aus 2. Thess. 2, 3-4 erfahren wir, daß sich der Antichrist in den Tempel setzt, um sich als Gott zu erklären, womit er gleichzeitig das zweite religiöse System der Trübsalszeit einführt, nachdem die Hure Babylon vernichtet wurde. Er fordert dann, daß sein Bild im Tempel angebetet wird, und in diesem Stadium wird Jerusalem seine religiöse Hauptstadt sein.

Ich glaube nicht, dass der Antichrist ein Jude sein wird.

Meine momentane Vermutung geht dahin, dass es wahrscheinlich ein Vertreter aus der muslimischen Gemeinschaft sein wird, der mit den heute in Nahen Osten, im Krieg stehenden Völkern und Israel einen Friedensvertrag schliessen wird. Dieser Friedensvertrag wird den Krieg unter den Muslimen und die Vernichtungswünsche Israels anscheinend beilegen.
Teil dieses Vertrags wird die Erlaubnis an die Juden sein den 3.ten Tempel aufzubauen.

Hintergründig geht es aber immer noch um die Errichtung des Muslimischen Kalifats damit der Mahdi (muslimischer Messias) endlich kommen kann.
Darum wird der Vertrag auch nach 3,5 Jahren (Mitte der Trübsal) gebrochen und der Jüdische Tempel mit muslimischen Symbolen (Gräuel der Verwüstung) zum Beispiel der Statue Allahs (die heute in Mekka in der Kabba steht) entweiht.

Grüsse
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon rap » So 25. Sep 2016, 22:09

Die Bibel legt sich sehr oft über Parallelstellen aus (die "Fragmentierung" der Infos ist quasi eine Art Verschlüsselung..., neben den Bildern, die aber auch Vorteile haben...).
Und da gibt es meistens viel mehr als man ahnt.

ZB kommt die "4*7 Gerichtsunterstruktur" (7 Sendschreiben + 7 Siegel + 7 Posaunen + 7 Zornesschalen) der Offenbarung schon im Fluchteil von 3. Mose 26 vor...
(auch interessant so die 666 zu betrachten, aber man sollte sich nicht zu viel mit dem Bösen beschäftigen...)

Aber wenn zB 2 mal 3,5 Zeiten vorkommen heißt das nicht automatisch das sie identisch sind.
Dito mit 10 Hörnern oder "Gräueln"... etc etc.

Zu Dan 9: nach Vers 26 wird Jerusalem samt Tempel ZERSTÖRT werden (gabs nur 2 mal , einmal vor der Vision in Dan 9 durch Nebukadnezar, der Grund für Daniels Bußgebet,und das zweite Mal 70 n. Chr.). In Sach 14 und Off 11 dagegen nicht. Nur "zertreten" und geplündert. Und der Tempel dort wird auch nicht zerstört.

Natürlich gibt es in der Offenbarung scheinbar eine Art Jahrwoche, bzw 2 mal eine Halbe. Aber auch ohne eine solche Benennung.

Die 3,5 Jahre Weissagung der 2 Zeugen bis sie der AC (erstes? Auftauchen) tötet, danach die 3,5 Jahre Herrschaft des AC (Dan 7 + Off 13).

Aber da sich Dan 9 auf die ZERSTÖRUNG Jerusalems samt Tempel (durch die Römer) bezieht vor der ja auch Jesus seine Jünger warnt (kommt noch zu ihren Lebzeiten) und die Zeichen eine halbe Jahrwoche vor der Zerstörung etc stimmen denke ich die "70." Jahrwoche ist mit der 2 Zerstörung Jerusalems samt Tempel abgeschlossen (und damit auch für die Juden der "neue Bund" voll gültig, der alte nicht mehr).
Jerusalem spielt im Beginn von Sach 14 und in Off 11 eine Sonderrolle (ist ja nicht das erste mal, sieh AT)!
Ist nicht auf "restliches Israel" etc zu übertragen.

Die Siegel, Posaunen und Zornesschalen sind nach dem Text nicht direkt auf Jerusalem gemünzt.

Dagegen sind sie teilweise "selektiv" (wie die Plagen in Ägypten, Israeliten hui, Ägypter pfui).

Manche betreffen nur die die nicht das Siegel Gottes auf der Stirn haben (Posaunen) oder die die das Zeichen des Tieres haben und manche sind Gericht über! das Reich des Tiers! (Zornesschalen).
Heißt die Bösen leider primär, nicht die Leute Gottes (das die jaj auch vorbereitet sind, bzw vorbereitet sein sollten, siehe Jesu Warnungen an seine Jünger, er hat sie nicht entrückt um sie in Sicherheit zu bringen...).

Zu Hes 40ff:

wenn man das mal möglichst unvoreingenommen liest und davon ausgeht das sich alles wortwörtlich erfüllen wird müßte das heutige etc Jerusalem eher komplett abgerissen werden. Imho unwahrscheinlich.

Mal abgesehen davon dass die meisten Elemente die sich auf das AT-Israel (12 Stämme, physisches Land Israel anstatt "Reich Gottes" etc etc) beziehen nach dem Eintritt der wahren Israeliten in den neuen Bund obsolet werden (viele AT-Prophetien, und besonders Römer 11).
ZB sind auch die gläubigen Nationen gleichberechtigte Partner (im AT sind viele Vorhersagen bzgl. der kommenden "Knechts", "Herrschers", "Boten" etc auch in die Verbindung mit den "Nationen" gebracht! mal genau lesen...).
Etc etc.

Schlüsselverse für das Verständnis von Hes 40ff sind für mich (Hes 40 spielt, für mich aber keine zentrale Rolle..., daher nicht zu tiefgründig...):
1. Vers 4: "berichte dem Haus Israel alles was du siehst".
ist eine Botschaft (die wie immer primär erstmal eine lebensfördernde/heiligende Wirkung erreichen soll, ist auch und besonders bei Gerichtsandrohungen so, siehe Jesaja 55,10+11 etc) soll allen Israeliten in der ersten Verbannung! ausgerichtet werden.

2. Vers 43,10+11: http://www.bibleserver.com/text/ELB/Hesekiel43,10+11

Diese Prophetie soll die Israeliten primär zur Buße führen!!!
Der Zeitpunkt der Erfüllung sollte nach der Rückkehr nach den 70.. Jahren... sein.

Daran ändern auch gewisse prophetische Anklänge an das neue Jerusalem nichts.

Da "der Fluß der aus dem Tempel kommt" noch 2 mal in der Bibel erwähnt wird ist diese Erfüllung wohl auch wahrscheinlich.

PS wir wissen dass der 2. Tempel und die Begleiterscheinungen nicht so waren wie in Hes 40ff beschrieben...
Nur weil sie am Ende von Hesekiel steht und sehr lang ist etc bedeutet das nicht zwingend dass diese Prophetie sich in der Zukunft erfüllen muß.
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon rap » So 25. Sep 2016, 22:32

PS nach der Bibel wird der AC unter anderem folgendes sein:

ursprünglich Christ? (1. Johannes 2,19)

"Friedensnobelpreisträger"? ;) (siehe die direkte Verbindung der 666, die kommt in der Bibel nur 3 mal vor, zu Salomo -> "der Friedliche", der aber nach einem Superstart wohl alle Paragraphen des "Königsgesetzes" in 5. Mose 17,14ff, von Gott in weiser Voraussicht.. :( 400 Jahre vor dem ersten König, Saul, gegeben..., gebrochen hat) )

er wird einen "helenistischen" Geist :( haben (klar: das Tier in Off 17 "das war nicht ist etc" ist das griechische!! Weltreich, der "Panther/Leopard" in Off 13 und Dan 7)

Es wird wahrscheinlich, geografisch gesehen, aus den USA kommen (das kleine Horn in Dan7, der achte König in Off 17 etc etc) .

Und nach dem Chaos des WK3 an die Macht kommen (siehe die vorläufigen Parallelen zu WK1+2 für Europa). Der WK3 ist imho Posaune Nr 6.
Konventioneller Krieg mit Start im Irak (was könnte plausibler sein? :( )... 1/3 der Menschheit sind danach tot.

SP "helenistisch" bedeutet nach Wikipedia zB:

Militarismus
Personenkult
Götzendienst
Apartheid
Planwirtschaft

Das griechische Weltreich war eher die Hölle (siehe zB Dan 8 und 11, 6 "syrische Kriege" etc etc).
Wie man das heute immer mit "Zivilisation" in Verbindung bringen kann ist mir schleierhaft.
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon rap » Mo 26. Sep 2016, 10:25

Korrektur...

Nachdem ich die 3 Stellen über den "Fluß der aus dem Tempel kommt" nochmal gelesen habe denke ich dass er zum "neuen Jerusalem" gehört.
Diese Stellen beziehen sich immer auf den ewigen Endzustand.

Fluß-Prophetien in:

Hesekiel 47
Joel 4,18
Sach 14,8

Und weil die Offenbarung (praktisch jeder Vers ist eine direkte Anspielung auf irgendeine andere Stelle in der Bibel, "Bibelpuzzle" in göttlicher Vollendung) so wahnsinnig raffiniert ist "updatet" sie diese Prophetien gleich mal einfach so:
Off 22
Der Strom kommt hier nicht mehr vom Tempel her sondern vom Thron Gottes und des Lammes.
(nicht vergessen Jesus kommt auf dem Ölberg! wieder, nicht auf dem Tempelberg, zB Sach 14)

Übrigens finden wir diese Art von "Update" "alter Bund -> neuer Bund" öfter in der Offenbarung.
Sogar (wohl als Hinweis) innerhalb von Kapiteln.
Raffiniert...

ZB in Off 12. Maria beginnt hier als Mitglied der Stämme Israels (die 12 Sterne auf ihrem Kopf) und "endet" :) als "Stammmutter" der Gemeinde Jesu, Offenbarung 12,17.

Oder Off 11: beginnt mit "Tempel" (alter Bund) und geht dann in den neuen über, Off 11;"8,5": "Und ihr Leichnam wird auf der Straße der großen Stadt liegen, die, geistlich gesprochen, Sodom und Ägypten heißt, wo auch ihr Herr gekreuzigt wurde."

Dito AT -> Offenbarung.

Fluß in Hes 47 als vorhergesagtes Element des "neuen Jerusalem". Quellort Tempel -> Thron Gottes

Oder Off 1,7: "Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und wehklagen werden seinetwegen alle Stämme der Erde. Ja, Amen."

Als Update für Sach 12,10ff, http://www.bibleserver.com/text/ELB/Sacharja12,10-14 : Israel -> alle Stämme der Erde ("Nationen": vier alle... ;) :) ).

Zur typischen und neuen (ok, schon im AT schaut Gott primär aufs Herz, alle sind gleich vor ihm, man mußte aber im AT damals sinnvollerweise zum Judentum übertreten um "in den Himmel zu kommen", durch den neuen Bund wird das "alle sind erstmal gleich viel wert" quasi nur ganz offiziell gemacht, siehe auch das AT diesbezüglich zusammenfassend Lukas 4,23 , alles Kurzform...) "Affinität" des Messias zu den "Nationen" zB:

Jesaja 2
Jesaja 11,10
Jesaja 25,6ff (puh, auch Direktbezug zur Offenbarung und auch zu Jesu/[Quelle: JHWH´s] Einladungen zum Fest des Lebens)
Jesaja 42
Jesaja 52,15

PS, Jesaja, OT: bei dieser Stelle mußte ich schon mal weinen. Angesichts der ganzen multipelst^x tödlichen "Wüsten" die wir bisher im Universum gefunden haben. Und angesichts des Umgangs der Menschheit mit ihrer völlig alternativlosen (siehe zB https://de.wikipedia.org/wiki/Rare-Earth-Hypothese ) Erde, Jesaja 45,18:
"Der Herr ist der einzige Gott. Er ist es, der den Himmel geschaffen hat. Er gab der Erde ihre Form und legte ihre Fundamente. Nicht als einsame Wüste hat er sie gebildet, sondern als Wohnraum für seine Geschöpfe. Dieser Gott spricht: "Ich bin der Herr, außer mir gibt es keinen Gott.""
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Re: Sind die Zornschalen für Jerusalem bestimmt?

Beitragvon rap » Mo 26. Sep 2016, 11:17

eben glatt vergessen...

Ein weiterer direkter Bezug von Hes 40ff zur Offenbarung sind ja die neuen 12 Tore Jerusalems in Hes 48,30ff -> Off 21,9ff.
So kommen in der Offenbarung neben den 12 Stämmen Israels auf den Toren noch die 12 Apostel auf den Grundsteinen der Mauern (hier -> ) dazu.

Vermutlich enthalten die detaillierten Beschreibungen des "temporären neuen Jerusalems" im Vergleich zu den mosaischen etc Beschreibungen viele Botschaften an die damaligen torahgebildeten Israeliten.
Aber da bin ich nicht reingegangen.

Aber auch (gibt nichts desto trotz in Hes 40ff viele auch allgemeingültige Aussagen, zB über Gott) zB Hesekiel 43,7-9 ist interessant (Leichen waren in "Mose" unrein und machten unrein, der Gott des Lebens und der Tod sind inkompatibel -> der Tod wird als Feind final vernichtet, in den feurigen Pfuhl geworfen).

Im lokalen Dom sind nicht nur massenweise "Leichen der Könige etc IM Tempel" begraben sondern man geht wohl auch noch wortwörtlich über Leichen (angeblich überall Gräber unter dem Fußboden).

Darüberhinaus sollen Katholiken (hab da kaum Einblick, macht aber auch nur bedingt was... man soll ja nicht richten...) ja teilweise auch Leichenteile (diverser Heiliger...??) in ihren Altären haben.

Tip: 2. Könige 13,12 ist nicht wirklich der Normalfall wie Christen heilen sollen/können...
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