Migration nach Europa, wie weiter?

Über aktuelles in der Gesellschaft

Moderator: Thelonious

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Mo 8. Dez 2014, 11:45

Hanspeter hat geschrieben:Ich bin auch dafür, dass das Recht befolgt wird. Dazu fordert uns die Bibel ja auf. Andererseits fordert uns die Bibel aber auch zu Widerstand auf, wenn das geltende geschriebene und angewendete Recht zu Unrecht wird. Beispiel (aus meiner Erinnerung):

Vor ein paar Jahren war ein syrisches Ehepaar mit Kind in den Medien. Die jungen Leute haben bereits in Syrien vom Islam zum Christentum konvertiert, haben dies aber in Syrien versteckt. Wie wir wissen, ist es in islamischen Ländern verboten, vom Islam zu einem andern Glauben zu konvertieren. Als es immer schwieriger wurde, ihren Glauben auch im Versteckten zu leben, sind sie geflüchtet. Der Asylantrag in der Schweiz wurde abgelehnt. Auf das Argument, dass sie als konvertierte Christen in Syrien verfolgt würden, mussten sie sich anhören, sie sollten halt wieder Moslems werden (!). Nach Intervention verschiedener Seiten durften die Leute dann doch in der Schweiz bleiben.

Das geltende Recht in andern Ländern ist eben nicht immer gerecht und richtig.

Hanspeter


Paulus wurde in seinem Land als Christ auch verfolgt, gefoltert, ins Gefängnis gesetzt und trotzdem ist er nicht geflüchtet. Klar ist nicht jeder ein Paulus, ich auch nicht aber die Behörden müssen eben schon abklären ist da bereits etwas passiert das darauf hindeutet das dieser Mensch nicht unversehrt leben kann. Es gibt zahlreiche Christen auf dieser Welt, die werden unterdrückt und enteignet und trotzdem stellen sie keine Asylgesuche in Europa. Christ sein in einem Kommunistischen oder Muslimischen Land, ist eben kein Asylgrund. Da müssen die Umstände im Detail angeschaut werden. Wenn es mir hier nicht gut geht Wirtschaftlich, kann ich ja auch nicht einfach nach Amerika gehen und einen Asylantrag stellen und sagen ich muss als Christ mit meinen Krankenkassenprämien die Abtreibung finanzieren und darum muss ich jetzt flüchten.

Zudem war es in Syrien vor Ausbruch des Krieges durchaus möglich als Christ, dort zu leben. Heute unter der IS sieht es schon anders aus, da sind triftige Gründe vorhanden warum man flieht. Ich denke an einen Prediger aus Vietnam der als Christ alle Sanktionen erlitten hat die man sich nur vorstellen kann und nach dem Zeugnis in der Schweiz, ging er wieder zurück in sein Land, weil er dem Ruf Gottes folgt.

In Ägypten wird die Christliche Minderheit auch benachteiligt aber nur zu sagen ich bin Christ und darf meinen Glauben nicht offen leben ist eben nicht ein Grund für Asyl. Wenn man aber eben ganz klar bereits Sanktionen wie Folter, Enteignung usw. erleidet, so sind das Gründe das man Asyl gewähren muss. Aber auch dort müssen die Behörden abklären.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Mo 8. Dez 2014, 12:12

Columba hat geschrieben:Das Beispiel von Hanspeter ist ja in die Schlagzeilen geraten, weil man allgemein wusste, dass Rückführungen nach Sri Lanka bedenklich sind. Unterdessen haben ja die Asylbehörden Rückführungn nach Sri Lanka gestoppt und dabei zugegeben, dass man die Situation falsch eingeschätzt hat.


Dieses Beispiel zeigt ja das die Behörden sauber arbeiten. Aber auch mit diesem Beispiel waren es wenig im Gegensatz zu den vielen Scheingesuchen die abgelehnt wurden. Wie gesagt eine 100 % Garantie gibt es nie aber ich denke die Behörden reagieren sehr wohl und reagieren können sie auch nur dann wenn etwas bekannt wird. Sonst kann ja Schluss jeder kommen und sagen ich werde bedroht und kann nicht zurück.

Was mich aber erstaunt, ist, das eben sogar abgewiesene demonstrieren und da will man dann das die Behörden nicht mehr reagieren dürfen, man will das Recht beugen und beruft sich auf das Recht. Man ist dann der Meinung, die sollen ruhig ein paar Kirchen besetzen und die Polizei soll schön den Mund halten und die Kirche soll gefälligst, ja und AMEN sagen dazu. Genau darunter leidet das Asylrecht und genau deswegen kommt dann der grosse Aufstand in der Bevölkerung, wenn man für echte Notleidende, wieder ein paar Plätze mehr braucht. Das unser System genau daran krankt, das wollen viele nicht begreifen.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon doro » Mo 8. Dez 2014, 12:15

Hallo kingschild

kingschild hat geschrieben:Es gibt zahlreiche Christen auf dieser Welt die werden unterdrückt und enteignet und trotzdem stellen sie keine Asylgesuch. Christ sein in einem Kommunistischen oder Muslimischen Land allein ist eben kein Asylgrund. Da müssen die Umstände im Detail angeschaut werden. Wenn es mir hier nicht gut geht Wirtschaftlich kann ich ja auch nicht einfach nach Amerika gehen und einen Asylantrag stellen und sagen ich muss als Christ mit meinen Krankenkassenprämien die Abtreibung finanzieren und darum muss ich jetzt flüchten.

:shock: Dieser Vergleich ist einfach nur zynisch. Unglaublich! Da fehlen mir die Worte.

lg, doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
Benutzeravatar
doro
verstorbene Admin
 
Beiträge: 18422
Registriert: Fr 28. Jun 2002, 18:47
Wohnort: Kt. Tsüri

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Mo 8. Dez 2014, 12:23

doro hat geschrieben:Hallo kingschild

kingschild hat geschrieben:Es gibt zahlreiche Christen auf dieser Welt die werden unterdrückt und enteignet und trotzdem stellen sie keine Asylgesuch. Christ sein in einem Kommunistischen oder Muslimischen Land allein ist eben kein Asylgrund. Da müssen die Umstände im Detail angeschaut werden. Wenn es mir hier nicht gut geht Wirtschaftlich kann ich ja auch nicht einfach nach Amerika gehen und einen Asylantrag stellen und sagen ich muss als Christ mit meinen Krankenkassenprämien die Abtreibung finanzieren und darum muss ich jetzt flüchten.

:shock: Dieser Vergleich ist einfach nur zynisch. Unglaublich! Da fehlen mir die Worte.

lg, doro


Das darfst Du so sehen Doro. Aber vor Ausbruch des Syrienkrieges, war es möglich als Christ in Syrien zu leben.

Erst die Aufstände der Muslime, brachten Bedingungen, das eine Leben für viele nicht mehr erträglich ist dort und eben ganz speziell für Christen.

Vor dem Krieg und jetzt sind eben zwei Bedinungen/Kriterien und die muss eine Behörde berücksichtigen. Das man diese zwei Dinge berücksichtigen muss, scheint mir mit Zynismus wenig zu tun zu haben, sondern eben damit das man sachlich eine Lage beurteilen muss.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon doro » Mo 8. Dez 2014, 12:30

Hallo kingschild

Ich habe dir noch nicht geantwortet auf deinen Beitrag an mich. Das will ich noch nachholen. :)

kingschild hat geschrieben:Ich würde mal sagen, wenn nicht jeder unser Asylrecht missbrauchen könnte, so gäbe es weniger Fehlentscheide und dort sollten wir ansetzen, wenn wir Qualität wollen. Auf Gut Deutsch wenn weniger Lügen im Raum wären, würde es weniger Fehlentscheide geben. Die Leute leiden wohl mehr darunter, als das die Richter bewusst, Fehlenstscheidungen treffen.

Du meinst, weil das Misstrauen steigt durch Anträge von Leuten, deren Gesuch abgelehnt werden muss? Aber davon sollte sich ein Mitarbeiter des BFM eigentlich nicht leiten lassen. So viel Professionalität erwarte ich.

Du sagst einerseits das oben Zitierte, andererseits äusserst du dein Vertrauen, dass die Behörden immer sauber arbeiten. Das widerspricht sich doch?

Wem es passiert, das nach dem ausgeschöpften Rechtsweg, hier wirklich alles schief gegegangen ist, dem bleibt nichts anderes übrig als es an einem anderen Ort halt nochmals zu versuchen und dieser Ort heisst dann eben nicht Schweiz.

Ah ja, easy. Das ist ja auch so einfach.

Zudem würde ich mal davon ausgehen, das die Fehlentscheide nicht die Regel sind, sondern eher die Ausnahme. Aus diesen Ausnahmen wird aber ein System gebaut, das eben die Asylgesuche verzögert und da müssen sich die Suchenden auch an die eigene Nase fassen.

Was kann denn Asylsuchender XYZ dafür, dass das Gesuch von ABC abgelehnt wurde?

Ich finde es richtig, dass Fehlentscheide ernst genommen werden und dass man versucht, sie in Zukunft zu vermeiden. Du etwa nicht?

Das man diesen Weg verkürzen will, da laufen ja schon die Bemühungen in unserem Land. Finde ich auch richtig aber wenn halt jeder, jedes Jahr das Verfahren immer noch weiter hinaus ziehen kann und will, dann muss man sich auch nicht verwundern, wenn es dann 14 Jahre dauert. Das sie das versuchen kann ich verstehen aber ob es in allen Fällen Aufrichtig ist das wage ich zu bezweifeln aber dann noch darüber beklagen das finde ich dann schon ein wenig deftig.

Naja, dass ein Asylsuchender es aus eigener Kraft hinkriegt, sein Gesuch 14 Jahre lang heraus zu zögern, wage ich mal zu bezweifeln. Ich glaube schon, dass da einiges schief gelaufen sein muss.

Vielleicht haben sie keine Falschaussagen gemacht aber es gibt halt nicht wenige die dies tun und darunter leiden eben auch wieder die echten Flüchtlinge.

Japp... Vielleicht nicht. Du aber stellst in deinen Beiträgen alle Asylsuchenden unter einen Generalverdacht.

Ich sage nicht das sie das tun aber Ihre Landsleute die schon hätten gehen müssen, zeigen ja klar auf wie man alles in die Länge ziehen und wie kooperativ man ist.

Das beisst sich bizli in den Schwanz, finde ich. Du sagst, sie tun das vielleicht nicht, aber man (was ist das anderes als sie?) tun es eben doch?

Natürlich bin ich auch dafür, dass die Gesuche sorgfältig geprüft werden. Aber dieses Misstrauen, das in deinen Beiträgen durchscheint, ist in meinen Augen nicht fair.

Für mich ist es jedenfalls schlimm, zu einer Personengruppe (IV-Rentner) zu gehören, welche von grossen Teilen der Gesellschaft wegen einiger schwarzer Schafe, so negativ gesehen wird.

lg, doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
Benutzeravatar
doro
verstorbene Admin
 
Beiträge: 18422
Registriert: Fr 28. Jun 2002, 18:47
Wohnort: Kt. Tsüri

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Columba » Mo 8. Dez 2014, 12:31

kingschild hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:Das Beispiel von Hanspeter ist ja in die Schlagzeilen geraten, weil man allgemein wusste, dass Rückführungen nach Sri Lanka bedenklich sind. Unterdessen haben ja die Asylbehörden Rückführungn nach Sri Lanka gestoppt und dabei zugegeben, dass man die Situation falsch eingeschätzt hat.

Dieses Beispiel zeigt ja das die Behörden sauber arbeiten. Aber auch mit diesem Beispiel waren es wenig im Gegensatz zu den vielen Scheingesuchen die abgelehnt wurden. Wie gesagt eine 100 % Garantie gibt es nie aber ich denke die Behörden reagieren sehr wohl und reagieren können sie auch nur dann wenn etwas bekannt wird. Sonst kann ja Schluss jeder kommen und sagen ich werde bedroht und kann nicht zurück.


Nein, es wurde eben unsauber gearbeite. Sri Lanka war gefährlich, das wusste man, und es wurde immer gewarnt, dass die Sicherheitslage nicht gut war. Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge, Humanrightswatch, AI, die alle haben darauf hingewiesen, dass es kritisch ist. Nur weil ein Krieg vorbei war, heisst eben nicht, dass Menschen nicht gefährdet sind.

Es ist ziemlich zynisch, darauf hinzuweisen, dass es keine 100% Sicherheit gibt, wenn ich gerade auf einen Todesfall hingewiesen habe. Wie viele Fehlurteile akzeptierst Du, wie viele Folterungen sind akzeptabel bei Rückkehrern?


Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon doro » Mo 8. Dez 2014, 12:34

kingschild hat geschrieben:Vor dem Krieg und jetzt sind eben zwei Bedinungen/Kriterien und die muss eine Behörde berücksichtigen. Das man diese zwei Dinge berücksichtigen muss, scheint mir mit Zynismus wenig zu tun zu haben, sondern eben damit das man sachlich eine Lage beurteilen muss.

Das war ja auch nicht die Zynik. Sondern, dass du deine wirtschaftliche Lage hier in der Schweiz mit Enteignungen gleichgesetzt hast.

@all: Man muss auch sehen, dass der Gang zu den Medien oft ultima ratio ist. Es kann sich auch kontraproduktiv auswirken. Deswegen ist uns vieles auch nicht bekannt.

lg, doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
Benutzeravatar
doro
verstorbene Admin
 
Beiträge: 18422
Registriert: Fr 28. Jun 2002, 18:47
Wohnort: Kt. Tsüri

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Mo 8. Dez 2014, 12:36

Christ sein in einem Kommunistischen oder Muslimischen Land allein ist eben kein Asylgrund.


Zudem war es in Syrien vor Ausbruch des Krieges durchaus möglich als Christ dort zu leben.


Es geht nicht um Christen, die schon immer Christen waren. Ich habe von Menschen geschrieben, welche Moslems waren und zum Christentum konvertiert haben. Dies ist in vielen moslemischen Ländern verboten (ob in allen, weiss ich nicht) und wird dort mit dem Tod bestraft (ob überall, weiss ich nicht).

Selbstverständlich müssen die Behörden abklären. Den Leuten aber zu sagen, sie sollen halt wieder Moslems werden, spricht für sich.

Ich weiss nicht, ob die Verfolgung wegen des "falschen" Glaubens für die Schweiz ein Asylgrund ist oder nicht. Wenn es keiner sein sollte, würde ich dies nicht gutheissen. Dasselbe gilt für mich für die Verfolgung wegen der "falschen" Ethnie.

Jude sein war damals für die Schweiz auch kein Asylgrund. Dass die Schweiz die Leute in den Tod geschickt hat, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Ein von der Dimension her sicher nicht guter Vergleich, vom Resultat für den Einzelnen aber schon.

Müssen denn die Leute zuerst gefoltert worden sein, enteignet worden sein, vergewaltigt worden sein, bevor man ihnen die Verfolgung glaubt? Amtliche Dokumente ihres Heimatlandes, welche ihnen die Verfolgung bescheinigen, werden sie jedenfalls kaum bei der Ausreise erhalten.

Mir ist auch bekannt, dass viele Asylbewerber hier aus wirtschaftlichen Gründen um Asyl ersuchen, und ich stimme zu, dass die Gründe sauber abgeklärt werden müssen. Bei den tatsächlich Verfolgten fehlt es nach meinem Empfinden den Behörden aber an einer gewissen Sensibilität. Dies belegen die bereits bekannten Fehlentscheide.

Hanspeter
Hanspeter
Wohnt hier
 
Beiträge: 1028
Registriert: Do 24. Apr 2008, 19:27
Wohnort: Raum Bern

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Columba » Mo 8. Dez 2014, 12:37

kingschild hat geschrieben:Zudem war es in Syrien vor Ausbruch des Krieges durchaus möglich als Christ, dort zu leben. Heute unter der IS sieht es schon anders aus, da sind triftige Gründe vorhanden warum man flieht. Ich denke an einen Prediger aus Vietnam der als Christ alle Sanktionen erlitten hat die man sich nur vorstellen kann und nach dem Zeugnis in der Schweiz, ging er wieder zurück in sein Land, weil er dem Ruf Gottes folgt.


Ja, in Syrien, aber auch im Irak, war es möglich, dass man als Christ dort lebte. Der Irakkrieg hat alles destabilisiert. Unter den Flüchtlingen sind auch Christen dabei. Gewisse christliche Hilfsorganisationen haben ja schon gefordert, dass v.a christliche Flüchtlinge bevorzugt werden. Dies wurde allerdings abgelehnt, weil eine Bevorzugung der Christen die Repressionen gegen die Christen in den Ursprungsländern wahrscheinlich zugenommen hätten.

Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Mo 8. Dez 2014, 13:00

doro hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:Vor dem Krieg und jetzt sind eben zwei Bedinungen/Kriterien und die muss eine Behörde berücksichtigen. Das man diese zwei Dinge berücksichtigen muss, scheint mir mit Zynismus wenig zu tun zu haben, sondern eben damit das man sachlich eine Lage beurteilen muss.

Das war ja auch nicht die Zynik. Sondern, dass du deine wirtschaftliche Lage hier in der Schweiz mit Enteignungen gleichgesetzt hast.

@all: Man muss auch sehen, dass der Gang zu den Medien oft ultima ratio ist. Es kann sich auch kontraproduktiv auswirken. Deswegen ist uns vieles auch nicht bekannt.

lg, doro


Hallo Doro

Das es bei diesem Fall eben um Enteigung ging, das wissen wir beide nicht. Ich wollte mit meinem Besipiel einfach aufzeigen, vor dem Krieg/Konflikt hat man den Asylantrag nicht gleich zu beurteilen, wie während eines Krieges und das Christ allein eben noch kein Asylgrund darstellt. Wenn man das als Kritereium eben nehmen würde so könnte jeder Minderheit auf dieser Welt einen Antrag stellen. Weil überall auf der Welt gibt es Minderheiten.

Weisst Du ich bewundere Christen in Muslimischen Ländern sehr, die welche sich um des Zeugnisses Gottes Willen viel unrecht leiden. Für mich ist ein IS vertriebener ein Flüchtling wer aber eben nur wegen des Glaubens Willen gering gedemütigt wird der ist eben keiner, eigentlich wollte ich nur auf dies hinaus.

Zum Rest gebe ich Dir später Antwort.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Mo 8. Dez 2014, 13:03

Columba hat geschrieben:
kingschild hat geschrieben:
Columba hat geschrieben:Das Beispiel von Hanspeter ist ja in die Schlagzeilen geraten, weil man allgemein wusste, dass Rückführungen nach Sri Lanka bedenklich sind. Unterdessen haben ja die Asylbehörden Rückführungn nach Sri Lanka gestoppt und dabei zugegeben, dass man die Situation falsch eingeschätzt hat.

Dieses Beispiel zeigt ja das die Behörden sauber arbeiten. Aber auch mit diesem Beispiel waren es wenig im Gegensatz zu den vielen Scheingesuchen die abgelehnt wurden. Wie gesagt eine 100 % Garantie gibt es nie aber ich denke die Behörden reagieren sehr wohl und reagieren können sie auch nur dann wenn etwas bekannt wird. Sonst kann ja Schluss jeder kommen und sagen ich werde bedroht und kann nicht zurück.


Nein, es wurde eben unsauber gearbeite. Sri Lanka war gefährlich, das wusste man, und es wurde immer gewarnt, dass die Sicherheitslage nicht gut war. Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge, Humanrightswatch, AI, die alle haben darauf hingewiesen, dass es kritisch ist. Nur weil ein Krieg vorbei war, heisst eben nicht, dass Menschen nicht gefährdet sind.

Es ist ziemlich zynisch, darauf hinzuweisen, dass es keine 100% Sicherheit gibt, wenn ich gerade auf einen Todesfall hingewiesen habe. Wie viele Fehlurteile akzeptierst Du, wie viele Folterungen sind akzeptabel bei Rückkehrern?


Grüsse Columba


Ja Fehler passieren aber haben die Behörden darauf reagiert? Ja haben sie, sogar indem sie eben zugaben das man die Lage zu wenig ernst nahm.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Mo 8. Dez 2014, 13:09

Columba hat geschrieben:
Ja, in Syrien, aber auch im Irak, war es möglich, dass man als Christ dort lebte. Der Irakkrieg hat alles destabilisiert. Unter den Flüchtlingen sind auch Christen dabei. Gewisse christliche Hilfsorganisationen haben ja schon gefordert, dass v.a christliche Flüchtlinge bevorzugt werden. Dies wurde allerdings abgelehnt, weil eine Bevorzugung der Christen die Repressionen gegen die Christen in den Ursprungsländern wahrscheinlich zugenommen hätten.



Das wäre natürlich Fatal. Die welche am meisten Leiden und am wenigsten dafür können, denen muss man sicher Vorrang geben. Nur sollten wir dann schnell anfangen diese auch zu integrieren. Darum bin ich für die neuen schnellen Asylverfahren.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Mo 8. Dez 2014, 13:14

alle Asylsuchenden unter einen Generalverdacht


Genau das will ich mit meinen Posts zum Ausdruck bringen. Man geht davon aus, dass ohnehin alle betrügen. Dass sie nicht lügen, sollen sie erstmal beweisen.

Wie doro sagt, ist es bei der IV ähnlich. Wenn man gewisse Parteien hört, könnte man meinen, alle IV-Bezüger seien eh alles Scheininvalide.

Unsere Gesellschaft entwickelt sich immer mehr zum Misstrauen hin. Man glaubt den Leuten a priori nicht mehr, was sie sagen. Ehrlichkeit muss man heute beweisen, das nimmt man dir nicht mehr ab. So wird betrügen dann wirklich immer mehr zum Volkssport.

Hanspeter
Hanspeter
Wohnt hier
 
Beiträge: 1028
Registriert: Do 24. Apr 2008, 19:27
Wohnort: Raum Bern

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Columba » Mo 8. Dez 2014, 13:25

Es ist auch richtig, dass bei Asylgesuchen, der Instanzenweg möglichst rasch durchlaufen werden kann. In der Vergangenheit gings zu lange, aber v.a weil die Gerichte zu langsam entschieden hatten.

Was wir aber bewusst werden sollten, ist die Tendenz, dass die Unterscheidung von aus wirtschaftlichen und anderen Gründen Asylsuchende immer schwieriger wird. Immer mehr werden verfolgte Gruppen einfach ausgehungert. Man sieht das mit den Roma aus Ungarn. Da werden die Romagebiete einfach diskriminiert, es gibt weniger Schulen und andere Investitionen, bis es zu Hunger kommt. Das Ziel ist die Vertreibung. Diese Tendenz sieht man auch in irakischen Gebieten, wo Christen wohnen. Wenn die Leute nicht gehen, kommen Morde als nächste Stufe.

...und dann wirds fatal, wenn hier nur noch von Wirtschaftsflüchtlingen gesprochen wird.


Grüsse Columba
Johannes 8,8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
Benutzeravatar
Columba
Wohnt hier
 
Beiträge: 3346
Registriert: Di 30. Nov 2010, 11:24

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Mo 8. Dez 2014, 18:10

doro hat geschrieben:Du meinst, weil das Misstrauen steigt durch Anträge von Leuten, deren Gesuch abgelehnt werden muss? Aber davon sollte sich ein Mitarbeiter des BFM eigentlich nicht leiten lassen. So viel Professionalität erwarte ich.

Du sagst einerseits das oben Zitierte, andererseits äusserst du dein Vertrauen, dass die Behörden immer sauber arbeiten. Das widerspricht sich doch?


Doro ich habe nie dort gearbeitet aber ich gehe mal davon aus, das sie Ihren Job Recht machen und eben nicht aufgrund von Stimmungen in der Bevölkerung ermitteln. Sonst wäre es wirklich schlecht bestellt, um unser Asylwesen. Die nötige Achtsamkeit weil eben viel Missbrauch geschieht, schliesst aber ein korrektes Verfahren nicht aus. Das heisst wenn man als Beamter die Sprüche kennt, welchen den Scheinsuchdenden von den Schleppern beigebracht werden, so müssen sie eben Achtsam sein. Denn das gehört eben genau gleich zum Job dazu, wie eben dass sie immer sachlich bleiben.

Ah ja, easy. Das ist ja auch so einfach.


Nein das ist nicht easy und das wünscht man auch niemanden aber wenn wirklich solch eine Notlage entsteht, so muss man da durch. Zudem ist dies eher die Ausnahme und nicht die Regel.


Was kann denn Asylsuchender XYZ dafür, dass das Gesuch von ABC abgelehnt wurde?

Ich finde es richtig, dass Fehlentscheide ernst genommen werden und dass man versucht, sie in Zukunft zu vermeiden. Du etwa nicht?


Sicher finde ich richtig das man Fehlentscheide ernst nimmt. Meine Aussage zielte darauf ab, wenn viel Missbrauch passiert und jeder sein Verfahren noch künstlich in die Länge zieht, dann muss man sich auch an die eigene Nase fassen. Schau jeder weiss ob er zur Recht da ist oder nicht, wenn er das erste Nein erhält, wenn er es dann trotzdem weiterzieht, ist er selber schuld wenn es länger dauert.


Naja, dass ein Asylsuchender es aus eigener Kraft hinkriegt, sein Gesuch 14 Jahre lang heraus zu zögern, wage ich mal zu bezweifeln. Ich glaube schon, dass da einiges schief gelaufen sein muss.


Ungereimtheiten aufklären dauert eben länger aber eines ist sicher die Verfahren dauerten zulange und daran ist sicher nicht nur der Suchende Schuld und ich hoffe schwer, das man da jetzt eine Lösung findet. Die Behörden sind sich ja da bereits einig und die Politik auch. Da muss man nicht mehr demonstrieren gehen dafür.

Japp... Vielleicht nicht. Du aber stellst in deinen Beiträgen alle Asylsuchenden unter einen Generalverdacht.


Nein eben nicht alle aber die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.

Das beisst sich bizli in den Schwanz, finde ich. Du sagst, sie tun das vielleicht nicht, aber man (was ist das anderes als sie?) tun es eben doch?


Ja was tun den die abgewiesenen im Moment, in dem konkreten Fall, sie versuchen Ihre Ausreise, noch mit defintiven Entscheid zu verzögern. Das sind keine Einzelfälle Doro und lässt darauf schliessen das man an so ganz schnellen Verfahren vielleicht auch schon vorher, nicht so ganz interessiert war.


Natürlich bin ich auch dafür, dass die Gesuche sorgfältig geprüft werden. Aber dieses Misstrauen, das in deinen Beiträgen durchscheint, ist in meinen Augen nicht fair.


Wie sollte ich einem Menschen vertrauen, der trotz negativem Bescheid nicht dem Gesetz beugt?


Für mich ist es jedenfalls schlimm, zu einer Personengruppe (IV-Rentner) zu gehören, welche von grossen Teilen der Gesellschaft wegen einiger schwarzer Schafe, so negativ gesehen wird.


Du sagst wenige, im Asylbereich gabe es Jahre mit um 90% negativ Bescheide und im Moment liegen wir bei 22 % positiv Bescheide. Nun kann man sagen es sind wenige aber in dem Fall sind es eben die grosse Mehrheit.

Schau wenn wir die Sozialkosten anschauen welche genau seit den 90 er Verhältinsmässig, drastisch angestiegen sind, so muss man sich schon die Frage stellen dürfen, geht alles mit rechten Dingen zu und her.

Es ist mühsam, ich kenne das aus eignere Erfahrung aber Schuld sind nicht die welche eben von Missbrauch reden, sondern die welche Missbrauch betreiben und darunter leiden dann die Aufrichtigen. Eigentlich sollte man eben bemüht sein Politisch diesen Missbrauch so gering wie möglich zu halten, dann wäre eben die Akzeptanz auch höher für die welche Echt Hilfe brauchen.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Mo 8. Dez 2014, 18:21

Columba hat geschrieben:Es ist auch richtig, dass bei Asylgesuchen, der Instanzenweg möglichst rasch durchlaufen werden kann. In der Vergangenheit gings zu lange, aber v.a weil die Gerichte zu langsam entschieden hatten.

Was wir aber bewusst werden sollten, ist die Tendenz, dass die Unterscheidung von aus wirtschaftlichen und anderen Gründen Asylsuchende immer schwieriger wird. Immer mehr werden verfolgte Gruppen einfach ausgehungert. Man sieht das mit den Roma aus Ungarn. Da werden die Romagebiete einfach diskriminiert, es gibt weniger Schulen und andere Investitionen, bis es zu Hunger kommt. Das Ziel ist die Vertreibung. Diese Tendenz sieht man auch in irakischen Gebieten, wo Christen wohnen. Wenn die Leute nicht gehen, kommen Morde als nächste Stufe.

...und dann wirds fatal, wenn hier nur noch von Wirtschaftsflüchtlingen gesprochen wird.


Grüsse Columba


Das ist so aber wir sind verpflichtet erst mal die Auf zu nehmen die wirklich eins zu eins an Leib und leben bedroht sind und wir müssen uns bewusst sein, die Schweiz kann nicht alle Ungerechtigkeit die irgenwo auf dieser Welt passiert auffangen und verändern. Schön wäre es aber es ist Wunschdenken das wir dies eben tun können.

Wenn der Soziale Frieden dann bei uns mal ins wanken geraten sollte, dient das Schlussendlich denen die Hilfe bedürfen auch nicht.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Mo 8. Dez 2014, 18:43

Hanspeter hat geschrieben:
Es geht nicht um Christen, die schon immer Christen waren. Ich habe von Menschen geschrieben, welche Moslems waren und zum Christentum konvertiert haben. Dies ist in vielen moslemischen Ländern verboten (ob in allen, weiss ich nicht) und wird dort mit dem Tod bestraft (ob überall, weiss ich nicht).


In Syrien war es so viel ich weiss nicht der Fall. Unter der IS wissen wir das es so ist und im Iran und Saudi Arabien usw. ist es Fakt.

Den Leuten aber zu sagen, sie sollen halt wieder Moslems werden, spricht für sich.


Ich kenne den Fall nicht und weiss nicht ob es so war. Wenn es so gewesen wäre, wäre das sicher sehr dumm, von einer Behörde.



Ich weiss nicht, ob die Verfolgung wegen des "falschen" Glaubens für die Schweiz ein Asylgrund ist oder nicht. Wenn es keiner sein sollte, würde ich dies nicht gutheissen. Dasselbe gilt für mich für die Verfolgung wegen der "falschen" Ethnie.


Verfolgung und echte Bedrohung ist ein Asylgrund aber wenn ich aus einem Land komme wo mir eben als Christ z.B. verboten wird zu Evangelisieren ich aber meinen Glauben sonst leben kann ist das keiner.

Jude sein war damals für die Schweiz auch kein Asylgrund. Dass die Schweiz die Leute in den Tod geschickt hat, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Ein von der Dimension her sicher nicht guter Vergleich, vom Resultat für den Einzelnen aber schon.


Jetzt vergleichst Du aber Äpfel mit Birnen. Die Juden waren massiv bedroht und Ihnen wurden dann zum Teil auch die Durchreise verweigert. Trotzdem haben auch einige Asyl bekommen aber sicher zu wenige wie wir im Nachhinein wissen. Zudem waren wir die erste Anlaufstelle für sie, die heutigen Asylsuchenden reisen, um die halbe Welt um in die Schweiz zu kommen und da fragt man sich schon, warum suchen sie nicht in den Nachbarländern Hilfe?

Müssen denn die Leute zuerst gefoltert worden sein, enteignet worden sein, vergewaltigt worden sein, bevor man ihnen die Verfolgung glaubt? Amtliche Dokumente ihres Heimatlandes, welche ihnen die Verfolgung bescheinigen, werden sie jedenfalls kaum bei der Ausreise erhalten.


Willst Du ohne Tatbestand alle aufnehmen? Es ist so üblich das man davon ausgehen muss, das Krieg herrscht oder eine ernsthafte Bedrohung für die Person. Auf Gutdünken einfach aufnehmen, geht sicher nicht. Politisch wissen wir ja in etwa, was läuft in den Ländern aber wenn ein Mensch eben nur wegen einer kriminellen Aktivität von Nachbarn/Angehörigen bedroht wird so ist das ein Fall für die Justizbehörden in dem betreffenden Land und nicht ein Asylgrund. Wenn aber systematisch eben Leute unterdrückt werden mit massiven Folgen dann kann man das abklären aber wo nichts ist kann auch nichts abgeklärt werden.

Mir ist auch bekannt, dass viele Asylbewerber hier aus wirtschaftlichen Gründen um Asyl ersuchen, und ich stimme zu, dass die Gründe sauber abgeklärt werden müssen. Bei den tatsächlich Verfolgten fehlt es nach meinem Empfinden den Behörden aber an einer gewissen Sensibilität. Dies belegen die bereits bekannten Fehlentscheide.


Wenn das die Regel wäre, würde ich Dir zustimmen, da es aber nicht die Regel ist, würde ich sagen da tust Du den Behörden unrecht und lässt Dich eben von Emotionen leiten, die eben durch Aktionen und Medien die auch hier das Hauptthema sind noch geschürt werden. Faktisch gesehen kann ich dem nicht zustimmen.


God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mo 8. Dez 2014, 19:20

kingschild hat geschrieben:Erst die Aufstände der Muslime, brachten Bedingungen, das eine Leben für viele nicht mehr erträglich ist dort und eben ganz speziell für Christen.

.....sowie schiitische Turkmenen und Yeziden.
LG lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9106
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mo 8. Dez 2014, 19:34

M.E. sollte nun hier in diesem Thread nicht der Eindruck entstehen, dass hier unsere Behörden 'die Bösen' einerseits und auf der anderen Seite 'die ach so guten Flüchtlinge/Asylbewerber' stehen. Ein solches Schwarz-Weiss-Denken wäre total realitätsverleugnend. Es gibt genügend Beispiele in der Realität, die hier nun aufgeführt werden könnten; aber diese sind ja z.T. bekannt, da 'lang und breit durch die Medien gegangen'....
Gruss lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9106
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Di 9. Dez 2014, 09:32

lionne hat geschrieben:.......nicht der Eindruck entstehen, dass hier unsere Behörden 'die Bösen' einerseits und auf der anderen Seite 'die ach so guten Flüchtlinge/Asylbewerber' stehen. Ein solches Schwarz-Weiss-Denken wäre total realitätsverleugnend.....


Das ist richtig. Diesen Eindruck will ich auch nicht erwecken. Aber gerade um das Schwarz-Weiss-Denken geht es mir, darum, dass wir nicht beschriftete Töpfe machen und alle unbesehen da rein schmeissen. Es geht mir eigentlich auch nicht um die Arbeit der Behörden, diese machen ihre Arbeit und richten sich nach den gesetzlichen Vorgaben. Die Bevölkerung hinkt da aber hinten nach. Die Denkschemata in der Bevölkerung sind stark geprägt von Schwarz-Weiss-Denken, und da sind die Parteien gefordert, dem entgegenzusteuern. Und ich wende mich gegen Parteien, welche mit ihrer Propaganda gerade dieses Schwarz-Weiss-Denken in der Bevölkerung fördern:

- Nicht alle Asylbewerber sind Scheinasylanten.
- Nicht alle Asylbewerber sind Wirtschaftsflüchtlinge.
- Nicht alle Schwarzen sind Dealer, viele Schwarze leiden unter diesem Bild.
- Nicht alle IV-Bezüger sind IV-Betrüger.
- usw.

um nur einige der zirkulierenden Vorurteile zu nennen.

Hanspeter
Hanspeter
Wohnt hier
 
Beiträge: 1028
Registriert: Do 24. Apr 2008, 19:27
Wohnort: Raum Bern

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Jeshu » Di 9. Dez 2014, 10:30

Hanspeter hat geschrieben:
Die Denkschemata in der Bevölkerung sind stark geprägt von Schwarz-Weiss-Denken


Hi Hanspeter!
Zum Glück nicht alle in der Bevölkerung, das wäre nun ungerecht denen gegenüber, die sich wirklich vorbildlich für Flüchtlinge einsetzen, denn davon gibt es doch auch einige!

Das Hauptproblem besteht für mich darin, dass es einfach zu viele Asylanten sind/ werden, die in die Schweiz, bzw. auch gerne zu uns nach Deutschland kommen wollen. Unser Sozialsystem ist eigentlich auf unsere eigene Bevölkerung ausgelegt und das verkraftet zwar locker ein paar eigene echte Sozialschmarotzer, denn die gibt es natürlich auch in jeder eigenen Bevölkerung, aber nicht die der ganzen Welt.

Weder die Schweiz, noch Deutschland sind besonders groß.
Bei einer überproportionalen Zuwanderung, entsteht dann natürlich schnell Ablehnung, auch aus Furcht vor dem "Unbekannten" oder vor Ungerechtigkeit der eigenen Bevölkerung gegenüber.

Viel Aufklärung tut auf jeden Fall Not, bei allen Beteiligten, damit alles in gesunden friedlichen Bahnen bleibt. Die Regierung macht diesbezüglich leider zu wenig.

LG
Jeshu
Seiet GOTT unterwürfig – aber keinem Manne
Benutzeravatar
Jeshu
Gesperrt
 
Beiträge: 1978
Registriert: Mo 11. Nov 2013, 22:46
Wohnort: MUC

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon kingschild » Di 9. Dez 2014, 15:29

Hanspeter hat geschrieben:
Das ist richtig. Diesen Eindruck will ich auch nicht erwecken. Aber gerade um das Schwarz-Weiss-Denken geht es mir, darum, dass wir nicht beschriftete Töpfe machen und alle unbesehen da rein schmeissen. Es geht mir eigentlich auch nicht um die Arbeit der Behörden, diese machen ihre Arbeit und richten sich nach den gesetzlichen Vorgaben. Die Bevölkerung hinkt da aber hinten nach. Die Denkschemata in der Bevölkerung sind stark geprägt von Schwarz-Weiss-Denken, und da sind die Parteien gefordert, dem entgegenzusteuern. Und ich wende mich gegen Parteien, welche mit ihrer Propaganda gerade dieses Schwarz-Weiss-Denken in der Bevölkerung fördern:

- Nicht alle Asylbewerber sind Scheinasylanten.
- Nicht alle Asylbewerber sind Wirtschaftsflüchtlinge.
- Nicht alle Schwarzen sind Dealer, viele Schwarze leiden unter diesem Bild.
- Nicht alle IV-Bezüger sind IV-Betrüger.
- usw.

um nur einige der zirkulierenden Vorurteile zu nennen.

Hanspeter


Hallo Hanspeter, diese Vorurteile zirkulieren eben nicht hier und ich glaube auch die Mehrheit, in der Schweizer Bevölkerung kann und will eine klare Unterscheidung zwischen dem der zu Recht Hilfe nötig hat und der welcher unser Recht nur missbraucht und mit Füssen tritt. Einen Unterschied zwischen dem der sich integriert und sich als Teil der ganzen Schweiz sieht und dem, der nur unser System unterwandert.

Wer aufrichtig ist und nicht an den Drogenumschlagplätzen herum irrt, der muss sich zumindest im Moment in der Schweiz noch keine Gedanken machen, das er in einen Topf geworfen wird, soviel Untersscheidungsvermögen hat der Durchschnittschweizer heute noch.

Das der Gesetzgeber zu larsch umgeht, mit denen welche unser Recht missbrauchen, diese Meinung ist eher verbreitet, weil man eben sieht, wie viele Menschen und Parteien Emotionbedingt, die Probleme nicht sehen und angehen wollen. Dies führt dazu, das eben das Unterscheidungsvermögen auch hier zu Lande mehr absinken kann und das wäre Fatal.

Wenn wir eben nicht Zustände wollen, wie sie in Deutschland im Moment wieder passieren, dann kann ich nur sagen wir sollten sie angehen, bevor eben die Akzeptanz noch mehr sinkt.

Wenn wir den Braunen die Macht nehmen wollen, dann müssen wir dafür besorgt sein, das der Missbrauch bekämpft wird auf allen Ebenen. Denn nur wenn das geschieht, entsteht mehr Akzeptanz für die, welche Hilfe dringend nötig haben. Dies ist leider ein Prinzip, das die Linken Parteien bis heute nicht verstanden haben.

Schau da sagt das Rechtstaat, einer muss das Land verlassen und was passiert, sie treten dieses Recht mit Füssen und beklagen sich noch, das es solange gedauert hat. Das gleiche mit den wirklich Kriminellen, sie sagen ihr gebt uns zuwenig und darum müssen wir dealen und kriminell werden. Das ist doch ein Tritt ins Gemüt jedes aufrichtigen Steuerzahlers, der sieht, das Jahr für Jahr die Sozialausgaben des Staates, massiv ansteigen.

Wer sich gegen Parteien wendet, die den Missbrauch angehen wollen, der muss sich bewusst sein, das er damit wohl eher das Gegenteil erreicht, als was er erreichen möchte.

Wenn der Missbrauch gering ist steigt die Akzeptanz, wenn der Missbrauch hoch ist sinkt die Akzeptanz und aufgrund dieses Wissen, muss eine Gesellschaft die Probleme angehen, wenn sie nicht beim Kollaps der guten Sozialsysteme enden will oder im Braunen Sumpf.

God bless
Kingschild
Benutzeravatar
kingschild
Senior-Moderator
 
Beiträge: 6208
Registriert: Mo 13. Aug 2007, 11:23
Wohnort: Schweiz

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Di 9. Dez 2014, 17:33

Jeshu hat geschrieben:..... wäre nun ungerecht denen gegenüber, die sich wirklich vorbildlich für Flüchtlinge einsetzen, denn davon gibt es doch auch einige!

Da drängt sich mir die Frage auf: "Wie sieht das denn aus 'sich wirklich vorbildlich für die Flüchtlinge einsetzen' - Fragezeichen?" :!: :?:
Aber lassen wir das, war nur ein Gedankenblitz von mir, als ich das oben eben las....
LG lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9106
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Johelia » Di 9. Dez 2014, 22:06

Liebe Leute

Dean Spielmann Präsident des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte hat heute vor der vereinigte Bundesversammlung in Bern gesprochen. Er attestierte der Schweiz ein vorbildliches Verhalten. Die Schweiz werde keineswegs häufig angeklagt und nur in weniger als 1% wurde eine Verletzung festgestellt.

So schlecht wie ihr die Schweizer Behörden machen wollt sind sie bei weitem nicht!! :warn:
Ein bisschen mehr Vertrauen in unsere Menschlichkeit wäre wohl angebracht, oder? :roll:

Siehe Tagesschau vom 09:12.2014 / 19:30
Datenpunkt 12:50- 13:11

liebe Grüsse
Johel
Die heutige Gesellschaft hat Gott getötet,
und betet jetzt das Geld an!
Benutzeravatar
Johelia
Wohnt hier
 
Beiträge: 1881
Registriert: Di 25. Okt 2011, 11:56

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Di 9. Dez 2014, 22:28

Lieber Johel

Ja, du hast recht. Für die grösste Partei der Schweiz und die sie wählenden Schweizer ist das aber schon viel zuviel Menschlichkeit.

Kingschild hat richtig gesagt, das Probleme bestehen und dass sie gelöst werden müssen, wenn wir wollen, dass die Akzeptanz im Volk nicht immer mehr sinkt. Es ist sicher falsch, wenn die andern Parteien das Malaise im Volk zuwenig ernst nehmen.

Hanspeter
Hanspeter
Wohnt hier
 
Beiträge: 1028
Registriert: Do 24. Apr 2008, 19:27
Wohnort: Raum Bern

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Johelia » Di 9. Dez 2014, 23:06

Hanspeter hat geschrieben:Lieber Johel

Ja, du hast recht. Für die grösste Partei der Schweiz und die sie wählenden Schweizer ist das aber schon viel zuviel Menschlichkeit.


Bitte keine Abfälligkeiten gegen die grösste Partei der Schweiz. Es ist zwar nicht alles Gold was glänzt in der SVP aber es ist trotzdem Demokratie? ;)
(Wenn man erwachsen genug ist, sonst "dräkelet" man halt)

Ich stimme Kingschild zu, dass unsere Regierung eine schlimme Eskalation provoziert. Wenn unsere Regierung nicht bald Entschiedenheit demonstriert und aktiv gegen Missstände vorgeht, indem sie den Volkswillen durchgesetzt, wird nur das braune Gedankengut gefördert. Dieses ewige Gutmenschentum der Regierung radikalisiert nur die Pole und führt in den Abgrund.

lg
johel
Die heutige Gesellschaft hat Gott getötet,
und betet jetzt das Geld an!
Benutzeravatar
Johelia
Wohnt hier
 
Beiträge: 1881
Registriert: Di 25. Okt 2011, 11:56

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Di 9. Dez 2014, 23:54

Das das Wort Gutmensch, was ja eigentlich guter Mensch bedeuted, schon fast ein Schimpfwort geworden ist und auch als Schimpfwort gebraucht wird, macht mich sehr traurig.

Hanspeter
Hanspeter
Wohnt hier
 
Beiträge: 1028
Registriert: Do 24. Apr 2008, 19:27
Wohnort: Raum Bern

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Mi 10. Dez 2014, 00:16

Wenn mit Volkswillen durchsetzen die Durchsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative gemeint ist, dann kann ich nur sagen, dass die Regierung gemäss Initiative dazu drei Jahre Zeit hat. Dass sie diese Zeit nutzt, kann man ihr nicht vorwerfen.

Hanspeter
Hanspeter
Wohnt hier
 
Beiträge: 1028
Registriert: Do 24. Apr 2008, 19:27
Wohnort: Raum Bern

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Jeshu » Mi 10. Dez 2014, 00:20

Hanspeter hat geschrieben:
Kingschild hat richtig gesagt, das Probleme bestehen und dass sie gelöst werden müssen, wenn wir wollen, dass die Akzeptanz im Volk nicht immer mehr sinkt.
Es ist sicher falsch, wenn die andern Parteien das Malaise im Volk zuwenig ernst nehmen.
Hanspeter


Zu solchen Problemen gibt es ein jüngstes Beispiel aus Deutschland, wo in Dresden wegen Wohnungsnot u.a. ein vier-Sterne-Hotel für 94 Flüchtlinge zur Verfügung gestellt werden soll (+ 11 weitere Übergangswohnheime). Dass so etwas Zündstoff in der Stadt gibt, ist klar, es wurde auf jeden Fall von den Bürgern eine Petition eingereicht.
Die Pro&Contra-Debatte darüber fand ich recht interessant und aussagekräftig, denn da sieht man mal aus wie vielen Blickwinkeln betroffene Bürger solch ein Vorhaben sehen können. Und diese völlig verschiedenen Sichtweisen sind bestimmt auf viele Städte/Länder übertragbar.

https://www.openpetition.de/petition/argumente/keine-umwidmung-des-hotels-prinz-eugen-in-dresden-laubegast-in-ein-uebergangswohnheim

Aber wie man da allen Bürgern gleichzeitig gerecht werden soll ... und dann auch noch den unterschiedlichen Asylanten? Das Flüchtlingsthema ist und bleibt eine äußerst schwierige und sehr komplexe Angelegenheit - und das an ganz vielen Orten der Welt!

Da müssen wir bei unseren Lösungen unbedingt noch mehr Fortschritte machen und professioneller werden, denn das Flüchtlingsproblem wird in Zukunft eher ansteigen anstatt abfallen.

LG
Jeshu
Seiet GOTT unterwürfig – aber keinem Manne
Benutzeravatar
Jeshu
Gesperrt
 
Beiträge: 1978
Registriert: Mo 11. Nov 2013, 22:46
Wohnort: MUC

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mi 10. Dez 2014, 00:23

Hanspeter hat geschrieben:Das das Wort Gutmensch, was ja eigentlich guter Mensch bedeuted, schon fast ein Schimpfwort geworden ist und auch als Schimpfwort gebraucht wird, macht mich sehr traurig.

Ein Gutmensch ist eben nicht = ein guter Mensch!
Was ein Gutmensch nun genau ist, dafür gibt es keine genaue Definition.
Ein Versuch: Der Gutmensch gehört zu der Gattung homo perfektus beneficiaris. Er hat im Laufe der Evolution eine unglaubliche Anpassungsfähigkeit entwickelt. Sinn seines Lebens ist es, möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten und (Schein-)Toleranz zu predigen. Er pflanzt sich fort, indem er andere Menschen zum Gutmenschentum bekehrt. Erklärtes Ziel ist es, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
Leider führte jahrelanges Gutmenschentum und falsche Toleranz zu einem politischen Stillstand und dem Anstieg der Kriminalität. Das Gewiefte am Gutmenschen ist, dass er durch selbst verursachte Probleme neuen Grund zur Kritik hat. Das ist der ewige natürlich Kreislauf, der es schwierig bis unmöglich macht, die Gutmenschen zu bekämpfen. Besonders unterwandert sind die USA, Brutstätte und Mekka der Gattung Gutmensch. Von hier werden die Kriege geführt, die den Menschen Wohlstand, Demokratie und westliche Werte bringen sollen. Der deutsche Gutmensch verwendet als Waffe hingegen bevorzugt die Nazikeule.
Beliebte Phrasen[Bearbeiten]
Jeder soll tun und lassen können, was er will.
Das finde ich nicht richtig.
Alle sind gleicher.
Jeder hat Gutes an sich (Anzeichen für sein Bestreben jeden zu einem Gutmenschen zu machen).
Also ICH lasse jeden seine eigene Meinung haben.
Du denkst nur an dich.
Wir MÜSSEN helfen.
Wir müssen die Nazis ausrotten!
Warum hilft denn keiner? Ihr seht doch, dass er sich übergeben muss!
Alles wird besser.
Warum?
Denkt doch mal an die armen Kinder in Afrika!
Wann werden die Menschen endlich verstehen?
Weltfrieden!
Atomkraft? Nein danke!
Die Welt retten.
Wer nichts zu verbergen hat, braucht auch keine Anonymität!
Es ist rassistisch Verbrecher aus islamischen Kreisen zu verurteilen
Das Klima geht uns alle an!
Autobahn? Das geht einfach nicht! Ich muss mich davon distanzieren.
>>> http://www.stupidedia.org/stupi/Gutmensch
Ein weiterer Versuch einer Definition (die mir persönlich gut gefällt ;) )
Der Gutmensch fühlt sich aufgrund eingebildeter höherer moralischer Einsichten und Lebensweise über andere Menschen erhaben. Gutmenschen halten sich für die einzig anständigen Menschen und sind sehr leicht dabei, andere Menschen, die nicht ganz ihrem moralischen und politischen Ideal entsprechen, als unmenschlich zu diffamieren. Gutmenschen sind Moralisierer, peinlich genau in jeder Äußerung und Träger der Political correctness. Ihr Maß an moralischer Gutheit und politischer Korrektheit erwarten sie auch von anderen. Charakteristisch für Gutmenschen ist die Betroffenheitsmiene und die Nazikeule. Gutmenschen sind ängstlich bedacht, auf "der richtigen Seite" zu stehen. Sie wollen das "gute Gewissen" der Nation sein. Besonders in Deutschland fühlen sie sich berufen, an die "Kollektivschuld der Deutschen" aus der Hitler-Zeit zu erinnern. Mit ihrer vorwurfsvoll moralischen Argumentation übergehen sie sachliche Einwände und legen ihr Haupt­augenmerk auf eine naive Einteilung der Welt in Gut und Böse. In dieser dualistischen Weltsicht sehen sie überall Opfer, denen geholfen werden muss, und Bösewichte, die bekämpft werden müssen.
>>> http://de.wikimannia.org/Gutmensch
...und noch viele weitere Möglichkeiten einer Definition......
Gute Nacht allerseits,
lionne, keine 'Gutmenschin' :)
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9106
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Mi 10. Dez 2014, 09:12

So schlecht wie ihr die Schweizer Behörden machen wollt sind sie bei weitem nicht!!


Ich wollte mit meinen Posts nicht die Schweizer Behörden schlecht machen. Sie machen ihre Arbeit in einem sehr sensiblen Umfeld und müssen von allen Seiten Kritik einstecken.

Es geht mir lediglich um das Bewusstsein, dass sich in diesem sensiblen Umfeld jeder Fehler fatal auswirken kann, besonders für jene, welche dann in ihrem Heimatland wirklich auch verfolgt werden. Da es sich um Menschen handelt, ist für mich jeder Fehler ein Fehler zuviel.

LG Hanspeter
Hanspeter
Wohnt hier
 
Beiträge: 1028
Registriert: Do 24. Apr 2008, 19:27
Wohnort: Raum Bern

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Jeshu » Mi 10. Dez 2014, 10:29

lionne hat geschrieben:
Jeshu hat geschrieben:..... wäre nun ungerecht denen gegenüber, die sich wirklich vorbildlich für Flüchtlinge einsetzen, denn davon gibt es doch auch einige!

Da drängt sich mir die Frage auf: "Wie sieht das denn aus 'sich wirklich vorbildlich für die Flüchtlinge einsetzen' - Fragezeichen?" :!: :?:
Aber lassen wir das, war nur ein Gedankenblitz von mir, als ich das oben eben las....
LG lionne


Guten Morgen, Lionne!
Schau, hier ist ein Beispiel für ein vorbildliches Verhalten, was die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen betrifft!

@ Hanspeter, das wird Dir auch gefallen!

Nämlich ein kleines verlassenes Bergdorf in Italien:

http://www.proasyl.de/de/news/detail/news/veranstaltungstipp_wie_ein_dorf_europas_fluechtlingspolitik_auf_den_kopf_stellt_vortrag_mit_ria/

So etwas finde ich richtig aufbauend. Aber man sieht auch, dass die Aufnahme dort nicht den Rahmen des Möglichen sprengt, wie es leider zum Teil bei uns mit der Massenaufnahme von Flüchtlingen der Fall ist.
Eine bessere Verteilung innerhalb von Europa ist in meinen Augen deshalb unbedingt notwendig!

LG
Jeshu
Seiet GOTT unterwürfig – aber keinem Manne
Benutzeravatar
Jeshu
Gesperrt
 
Beiträge: 1978
Registriert: Mo 11. Nov 2013, 22:46
Wohnort: MUC

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Mi 10. Dez 2014, 11:20

Ein echt bedrohter geht zuerst ins Nachbarland, wenn er eine Halbe Weltreise unternimmt, dann muss man davon ausgehen, das da noch andere Gründe mitspielen.


Ich möchte noch auf diesen Aspekt eingehen und nehme als Beispiel das Bild aus dem Bericht, welchen Jeshu gepostet hat.

PS: Ein Beispiel für einen andern Umgang mit Flüchtlingen ist Moosseedorf, davon wurde in der Schweizer Presse berichtet.

Libanon: Die Leute könnten nach Syrien, Israel, der Türkei, oder übers Meer nach Zypern oder Ägypten. Welches dieser Länder ist bereit, Flüchtlinge aus dem Libanon aufzunehmen?
Palästina: Wenn sie es schaffen, überhaupt auszureisen, sind sie nirgendwo willkommen. Die Menschen auf den Schiffen, welche vor Malta von den Schlepperbanden versenkt wurden, waren Flüchtlinge aus dem Gazastreifen.
Äthiopien: Rundum nur Länder, denen es noch schlechter geht (ausser vielleicht Dschibouti).
Kurdistan: Kurden aus dem Nachbarland sind in keinem der umliegenden Länder wirklich willkommen, schon gar nicht in der Türkei (Kurden gibt es in Syrien, Irak, Iran und Türkei).
Afghanistan: Nachbarländer sind Pakistan, Iran, Turkmenistan, Tadschikistan und Usbekistan.
Irak: kein Kommentar
Eritrea: Das eritreische (kommunistische) Militärregime ist eines der brutalsten der heutigen Zeit. Männer und Frauen müssen zeitlich unbeschränkten Militärdienst leisten. Die Menschen flüchten in Scharen und nehmen in Kauf, auf der Flucht gekidnappt, gefoltert, vergewaltigt und/oder getötet zu werden. Wer unter solchen Umständen flieht, muss verzweifelt sein. Nachbarländer sind Äthiopien, Dschibouti und Sudan, nach dem Sudan Ägypten (von dort werden sie wieder zurückgeschickt, wenn sie erwischt werden). Viele fliehen nach Israel, sind aber auch dort nicht willkommen, wenn sie es schaffen, überhaupt bis dahin zu kommen und dann auch nach Israel hereinzukommen.
Syrien: fehlt auf dem Bild, da erübrigt sich jeder Kommentar.

Die Not in der Welt ist riesig. Natürlich können wir nicht die Not der ganzen Welt auf uns nehmen. Dass aber die Menschen es dort, wo sie herkommen, nicht mehr aushalten, ist verständlich. Und Flüchtlinge aus diesen Ländern, deren Asylgesuch in der Schweiz abgelehnt wurden, wollen ganz bestimmt nicht in eines dieser Länder zurück, jedenfalls nicht freiwillig.

LG Hanspeter
Zuletzt geändert von Hanspeter am Mi 10. Dez 2014, 11:25, insgesamt 1-mal geändert.
Hanspeter
Wohnt hier
 
Beiträge: 1028
Registriert: Do 24. Apr 2008, 19:27
Wohnort: Raum Bern

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mi 10. Dez 2014, 11:22

http://www.proasyl.de/de/news/detail/ne ... g_mit_ria/ = Posting von Jeshu, als Beispiel vorbildlichen Einsatzes gegenüber Flüchtlingen!

Nun, liebe Leute hier, Gutmenschen oder auch nicht, es gibt nicht genug 'Riace' hier in Europa, um dieses Beispiel zu multiplizieren und der gigantischen Flutwelle an Flüchtlingen, die auf Europa prallt, Herr zu werden! Uebrigens datiert der Bericht aus dem Jahr 2000 (rund 14 Jahre sind seither vergangen), als die Flüchtlinge (= kurdische Flüchtlinge) dort in Italien gelandet sind...
Zudem ist diese Geschichte doch ein absoluter 'Einzelfall'.....
LG lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9106
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon doro » Mi 10. Dez 2014, 11:53

Hallo lionne

Nun, liebe Leute hier, Gutmenschen oder auch nicht,

Da ich weiss, dass es für dich eine Beleidigung ist, bitte ich dich, diese Bezeichnung zu unterlassen. Es bringt absolut gar nichts. Ausser, dass du anders Denkende verärgerst. Und das ist kein gutes Klima für eine Debatte.

lg, doro - Admin
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
Benutzeravatar
doro
verstorbene Admin
 
Beiträge: 18422
Registriert: Fr 28. Jun 2002, 18:47
Wohnort: Kt. Tsüri

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mi 10. Dez 2014, 11:56

Hanspeter hat geschrieben:Die Not in der Welt ist riesig. Natürlich können wir nicht die Not der ganzen Welt auf uns nehmen.

Ja genau - das ist schon mal eine klare Erkenntnis.
Zweitens sind wir (die Schweiz, die Schweizer und Schweizerinnen) nicht dazu berufen, den weltweit existierenden Nöten der Menschen zu begegnen und diese zu lösen...
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9106
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mi 10. Dez 2014, 12:00

doro hat geschrieben:Hallo lionne

Nun, liebe Leute hier, Gutmenschen oder auch nicht,

Da ich weiss, dass es für dich eine Beleidigung ist, bitte ich dich, diese Bezeichnung zu unterlassen. Es bringt absolut gar nichts. Ausser, dass du anders Denkende verärgerst. Und das ist kein gutes Klima für eine Debatte.

lg, doro - Admin


Der Begriff Gutmensch ist für mich nicht 'eine Beleidigung' - wie kommst Du da drauf? Hab ich nicht genug Hinweise zur Definition gegeben? Na gut, ich hab ja diesen Begriff nicht ins Spiel gebracht. Aber ganz abgesehen davon, ist es doch mal wert, darüber nachzusinnen, finde ich. :ugeek:
Gruss lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9106
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon doro » Mi 10. Dez 2014, 12:07

Hallo lionne

lionne hat geschrieben:Der Begriff Gutmensch ist für mich nicht 'eine Beleidigung' -

Gut, einigen wir uns darauf, dass es so ankommt bei anderen. Bei mir jedenfalls und wie man hier im Thread lesen konnte, bin ich da nicht die einzige. Auf mich wirkt es einfach herablassend, wie diese Bezeichnung genutzt wird.
Deswegen - um einer fruchtbaren Debatte willen - bitte ich dich, davon abzusehen.

lg, doro
Du wolltest als Mensch Gott sein, um zugrunde zu gehen; er hingegen wollte als Gott Mensch sein, um wiederzufinden, was verloren gegangen war.
Menschlicher Stolz hat dich in einer Weise niedergedrückt, dass nur noch göttliche Demut dich (wieder) aufrichten konnte.

(Augustinus, Predigt 188,3)
Benutzeravatar
doro
verstorbene Admin
 
Beiträge: 18422
Registriert: Fr 28. Jun 2002, 18:47
Wohnort: Kt. Tsüri

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon Hanspeter » Mi 10. Dez 2014, 12:08

lionne hat geschrieben:
Hanspeter hat geschrieben:Die Not in der Welt ist riesig. Natürlich können wir nicht die Not der ganzen Welt auf uns nehmen.

Ja genau - das ist schon mal eine klare Erkenntnis.
Zweitens sind wir (die Schweiz, die Schweizer und Schweizerinnen) nicht dazu berufen, den weltweit existierenden Nöten der Menschen zu begegnen und diese zu lösen...


Sprachlos.....

Lösen nicht, aber vielleicht dazu beitragen? Begegnen aber sowieso, wozu sind wir dann Christen?

Hanspeter
Hanspeter
Wohnt hier
 
Beiträge: 1028
Registriert: Do 24. Apr 2008, 19:27
Wohnort: Raum Bern

Re: Fluechtlinge mit Polizei aus Kirche geworfen

Beitragvon lionne » Mi 10. Dez 2014, 12:17

doro hat geschrieben:
Deswegen - um einer fruchtbaren Debatte willen - bitte ich dich, davon abzusehen.

Hakuna Matata. :D
LG lionne
Benutzeravatar
lionne
Eigene Wohnung
 
Beiträge: 9106
Registriert: Do 16. Aug 2007, 17:45
Wohnort: Jurasüdfuss

VorherigeNächste

Zurück zu Gesellschaft

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste