Juden als Gottes auserwähltes Volk

Themen im Zusammenhang mit dem jüdischen Glauben an G"tt

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Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Daniel_8 » Di 9. Apr 2019, 09:42

Hallo liebe Geschwister im HERRN,

ein Bekannter der vor zwei Monaten gläubig geworden ist :praisegod: , stellte mir die Frage warum Gott das Volk Israel, die Juden unter allen Völkern als sein Volk auserwählt hat.

Ich habe ihm geantwortet so wie ich es dachte. Doch wollte ich mir gern etwas Rückendeckung holen, von Menschen die sich vielleicht besser auskennen als ich.

Also her mit Euren Antworten auf diese Frage! ;)
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon kingschild » Di 9. Apr 2019, 11:09

Daniel_8 hat geschrieben:Hallo liebe Geschwister im HERRN,

ein Bekannter der vor zwei Monaten gläubig geworden ist :praisegod: , stellte mir die Frage warum Gott das Volk Israel, die Juden unter allen Völkern als sein Volk auserwählt hat.

Ich habe ihm geantwortet so wie ich es dachte. Doch wollte ich mir gern etwas Rückendeckung holen, von Menschen die sich vielleicht besser auskennen als ich.

Also her mit Euren Antworten auf diese Frage! ;)


Hallo Daniel_8

Gott hat irgendwo einen Anfang machen müssen mit dem Menschen. Wir lesen, z.b. vom Bund mit Noah und eben mit Abraham. Für diesen Bund wählte Gott eine Stamm Vater der Ihm Glauben schenkte. Diese Bünde hatten ja auch Verheissunge für die Nachkommen der Stammväter. Nehmen wir z.b. eine Verheissung an Abraham:

1Mo 27:29 Völker sollen dir dienen und Völkerschaften sich vor dir niederbeugen! Sei Herr über deine Brüder, und vor dir sollen sich niederbeugen die Söhne deiner Mutter! Wer dir flucht, sei verflucht, und wer dich segnet, sei gesegnet!

Weiter sollte durch den aus Glauben gezeugten und von Gott verheissenen Isaak die Verheissungen zu Vollendung gelangen und eben nicht durch den aus Unglauben gezeugten Ismael. Gott hat von Anfang an Isaak bestimmt und verheissen und aus dieser Verheissung heraus sollte das Heil kommen für die ganze Menschheit. Abraham war es verheissen und Gott hält seinen Bund mit IHM und seinen Nachkommen.

Wir lesen z.b. im 5 Buch Mose:

5. Mose. 7. 7 Nicht darum, weil ihr zahlreicher wäret als alle Völker, hat der HERR Lust zu euch gehabt und euch erwählt; denn ihr seid das geringste unter allen Völkern;
8 sondern weil der HERR euch liebte und weil er den Eid halten wollte, den er euren Vätern geschworen, darum hat der HERR euch mit mächtiger Hand ausgeführt und dich von dem Diensthause aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten, erlöst.

Gott konnte den Bund nicht mit einem Hochmütigen Pharao machen, mit einem Demütigen Abraham der bereit war trotz Kämpfen und Zweifel in Demut Gott zu glauben und sich von Ihm belehren und führen zu lassen mit dem wollte und konnte er vorwärts gehen in Richtung Rettung der gefallenen Schöpfung. Warum der Bund mit Noah? Weil sonst keiner mehr da war, der auch nur annähernd Glauben und Gottesfurcht zeigte in der damaligen Zeit vor der Sintflut.

Gottes Plan, war das die Menscheit durch seinen Sohn Erlösung erhalten soll und er wollte mit Menschen zusammen die Ehrfurcht und Glauben zeigten diesen Plan zur Vollendung bringen. Diese Menschen wählte Gott und er gab ihnen auch eben Verheissungen und gem. der Verheissung an Abraham konnte der Messias nur aus der Blutlinie der Nachkommen Isaaks kommen, was ja Jesus auch bestätigte.

Abraham war Isaak verheissen und aus dieser Veheissung heraus, kommt das endgültige Heil, für alle verlorenen die umkehren vom Unglauben zum Glauben. Also warum die Juden. Weil Abrahm Gott glaubte und Gott ihm die Verheissung gab, das aus diesem Glauben heraus das Heil und der Segen kommt, für jeden der so glaubt wie er.

Wer also mit Gott zusammen ist, der kommt zum Heil. Wer von Gott getrennt ist durch Unglauben, dier wird wenn er nicht umkehrt für ewig getrennt sein, weil der Unglauben den Tod als Verheissung hat, der Glauben aber das Leben als Verheissung hat.

Gott bürgt mit seinem Namen und seiner Gerrechtigkeit und seine Verheissungen sind gültig und bleiben gültig bis in alle Ewigkeit.

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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Daniel_8 » Di 9. Apr 2019, 11:53

Kingschild vielen Dank!

Nochmal zum besseren Verständnis: Bei Noah kann man ja noch nicht von Israel sprechen.
Ab wann spricht man vom "Volk Israel" und ab wann wird sichtbar, dass sich Gott dieses geringste unter den Völkern auserwählte als sein Volk?

Jakob sollte später Israel heißen.
Ist also Jakob(Israel) im Land Ägypten gewesen und dort ist aus seinen Nachkommen das Volk Israel entstanden?

Ich brauche da etwas geschichtliche Nachhilfe!
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon kingschild » Di 9. Apr 2019, 13:22

Daniel_8 hat geschrieben:Kingschild vielen Dank!

Nochmal zum besseren Verständnis: Bei Noah kann man ja noch nicht von Israel sprechen.
Ab wann spricht man vom "Volk Israel" und ab wann wird sichtbar, dass sich Gott dieses geringste unter den Völkern auserwählte als sein Volk?

Jakob sollte später Israel heißen.
Ist also Jakob(Israel) im Land Ägypten gewesen und dort ist aus seinen Nachkommen das Volk Israel entstanden?

Ich brauche da etwas geschichtliche Nachhilfe!


Hallo Daniel

Esau verkaufte ja das Erstgeburtsrecht an Jakob aus dem dann die 12 Stämme Israels kamen und ja Jakob wurde Israel genannt aber bezog sich immer auf den Stammvater Abraham und Isaak. Der Grundstein wurde also mit Abraham und die Verheissung an IHN (Isaak) gelegt, durch Gott.

Durch Josef kamen seine Brüder nach Ägypten, wo dann mit seinem Tod und durch die Vermehrung der Stämme, der neue König über Ägypten Probleme mit diesem Volk bekam und die Unterdrückung anfing:

2. Mose 1.8 Da kam ein neuer König auf über Ägypten, der nichts von Joseph wußte.
9 Der sprach zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Kinder Israel ist zahlreicher und stärker als wir.

Du hast natürlich Recht: Noah war lediglich als Beipiel genannt für einen Bundespartner der aber auch sehr wichtig war.

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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Daniel_8 » Di 9. Apr 2019, 13:45

Immer öfter schaue ich mir gern folgenden Stammbaum an:

http://www.stammbaum-der-bibel.de/baum.htm

Könnte es sein, dass die Menschen die Gott am nächsten waren, jeweils als Stammväter und damit als Urväter des Volkes Israels sich hervortaten?

Eben Abraham Isaak und Jakob

2. Mose 3,6 Und er sprach: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs

Deshalb ging auch Jesus direkt aus dieser Linie hervor?

Off Topic: während dieser Betrachtung fiel mir gerade auf, dass in der Bibel immer nur Stammväter genannt werden. Bei den Juden heute gilt nur als Jude wer eine jüdische Mutter hat. Die Mütter werden in der Bibel aber nie vorrangig genannt. Ist das also nur eine jüdisch-menschliche Betrachtung?
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Helmuth » Mi 10. Apr 2019, 11:03

Daniel_8 hat geschrieben:Ich habe ihm geantwortet so wie ich es dachte.

Wie lautete denn deine Antwort?

Daniel_8 hat geschrieben:Also her mit Euren Antworten auf diese Frage! ;)

Man muss es aus 2 Perspektiven betrachten.

- Was will Gott eigentlich wirklich mit uns Menschen?
- Wer unter uns entspricht seinen Vorstellungen?

Danach erfolgt die Auswahl.
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Gnu » Mi 10. Apr 2019, 11:15

Die Bibel enthält die Antwort. 1. Mose 3,15 und Joh. 4,22 und Joh. 4,26

Derjenige, welcher den Sündenfall heilen kann, musste geboren werden und es war und ist noch immer der Gesalbte Gottes. In Jesus kumuliert die Heilsgeschichte. Deshalb musste der König der Juden getötet werden und nach drei Tagen wieder auferstehen.
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Daniel_8 » Mi 10. Apr 2019, 12:00

Ich habe ihm wie folgte geantwortet. Dabei muss ich eben gestehen, dass ich mir über die Frage so noch nie Gedanken gemacht hatte, was es für mich schwieriger machte was die Antwort beftrifft. Und das obwohl die Frage durchaus ihre Berechtigung hat, wie ich im Nachhinein finde.

Ich sagte: Alles hatte seinen Anfang mit Adam, den ersten Menschen welchen Gott geschaffen hatte. Die Wiege der Menschheit ist laut Bibel irgendwo zwischen Euphrat und Tigris. Von da aus entwickelte sich die Menschheit.
Die Menschen die nach dem Sündenfall trotzdem noch versuchten in direkter Verbindung mit Gott zu stehen, nutzte Gott als Werkzeuge zur Umsetzung von seinem Plan. Aus dieser "guten Linie" entstand das Volk Israel, die Isrealiten. Sie waren zu dieser Zeit soweit bekannt das einzige Volk, welches an Gott den Herrn glaubte.
Doch auch dieses Volk haderte oft mit Gott, wurde abtrünnig. Ich erzählte die Geschichte als Mose auf dem Berg stieg um die Gesetzestaflen zu erhalten und als Mose nicht gleich wiederkam murrte das Volk und Aaron machte ihnen das goldene Kalb damit sie etwas zum Anbeten hatten. Es ist schon immer ein halsstarriges Volk gewesen, was dann sogar darin mündete, dass sie Christus den Messias auf den ihre alten Schriften hinwiesen ans Kreuz nagelten. Ein halsstarriges Volk.
Ich sehe in dem alten Volk Israel den Menschen von heute. Gott reicht so oft die Hand aber der Mensch will sie nicht sehen und sucht sich seine eigenen Götzen, die er stattdessen anbetet.
Doch immer wieder gibt es Lichtblicke und Menschen dürfen Besonderes mit Gott erleben, so sie sich ihm nähern.
Auch der Einsatz für Gott ist nicht immer einfach und kostet Überwindung (wir denken zB an Mose und den brennenden Dornenbusch). Aber es lohnt sich immer Gott zu suchen und ihm zu vertrauen. Das lehrt uns die Bibel durch das Volk Israel.

Unser Gespräch ging dann schnell in andere Richtungen. Mein Gegenüber wollte wissen wie Gott ist, das war dann ebenso sehr interessant, aber nicht mehr Teil dieses Fredthemas.
:praisegod:
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Helmuth » Do 11. Apr 2019, 11:28

Daniel_8 hat geschrieben:Aus dieser "guten Linie" entstand das Volk Israel, die Isrealiten.

Du hast schon eine gute Antwort gegeben, lediglich dieser Satz gefiel mir nicht so recht. Lass dir meine Sichweise geben.

In der Linie von Noah zu Abraham gibt es keinen einzigen, über den die Schrift das Zeugnis ablegt, dass sie gute Menschen waren. Also keine Linie sondern der richtige Same ist für Gott wichtig.

Leidiglich Noah und Abraham erhalten das Zeugnis, dass sie vor Gott gerecht waren. Über die anderen steht nichts. Sonst hätte, soweit meine Einschätzung, Abram nicht den Befehl erhalten, sein Vaterhaus zu verlassen. Lot z.B. nahm er mit.

Für Gottes Auswahl genügt ein einziger Mensch, er braucht kein ganzes Volk. Und das war Noah, den er verschonte, damit die Menschheit weiter existiert und dann Abraham, mit dem das eigentliche Heilswerk begann.

Weil Abraham nun wirklich ein besonderer Mensch war, so schwor Gott ihm mit einem Eid, dass aus ihm der Same käme, der Christus werden sollte. Und sogar Paulus betonte hier den Singular:
Gal 3, 16 hat geschrieben:Nun aber sind die Verheißungen dem Abraham und seinem Samen zugesprochen worden. Es heißt nicht: »und den Samen«, als von vielen, sondern als von einem: »und deinem Samen«, und dieser ist Christus.

Es ist der Gnade und Liebe Gottes zu verdanken, dass er mit diesem einzigen Samen alle Menschen retten will und auch kann. Insofern bleibt das Volk Israel immer sein geliebtes Volk um Abrahams willen. Es gibt das Bild der Ehefrau, mit der er diesen Sohn zeugte. Gott denkt wie ein Familienvater, hatte aber von Anfang an vor die gesamte Welt zu erreichen:
1Mo 12, 3 hat geschrieben:Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dir höhnen; und in dir sollen gesegnet werden alle Familien auf der Erde!

Mit anderen Worten: Gott sucht Gleichgesinnte, darum seine Auswahl an der man sich vergleichen kann. Zunächst war das Abraham, für die eigentliche Erlösung ist aber Christus nötig.

Gott liebt gemäß Johannes 3,16 alle Menschen, das Volk Israel ist nicht bevorzugt in seiner Liebe, was man später auch an Ninive sieht, aber er musste wie in allen Dingen einfach einen Anfang setzen. Und darin ist er dann auch konsequent, was man Treue insbesondere Bündnistreue nennt.

Wie gerecht er trotz aller Liebe dabei dennoch vorgeht, das erzählt uns Jesus in mehreren Gleichnissen über das Volk mit diesem wichtigen Auspruch:
Mt 20, 16 hat geschrieben:So werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten sein. Denn viele sind berufen, aber wenige auserwählt.

Das Thema ist vielfältig und überaus faszinierend. Ich überlasse es gerne dir, ob du noch weitere Fragen hast bzw. wie du den Thread weiter gestalten möchtest.
Herzliche Grüße
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Daniel_8 » Do 11. Apr 2019, 14:14

Was ich aktuell nich ganz fasse Helmuth:

Warum erwählte denn Gott den Abraham um seinen Samen groß zu machen?

Ich habe mir jetzt den Text aus 1. Mose durchgelesen als Abraham (Abram) das erste mal vorkommt.
Da ist nichts besonderes zu erkennen, außer dass er den Befehl das Land zu verlassen nachgekommen ist, bis er das sagte:
1. Mose 12,7 Da erschien der Herr dem Abram und sprach: Deinem Samen will ich dieses Land geben! Und er baute dort dem Herrn, der ihm erschienen war, einen Altar.


Erkennst du, warum Abrahams Samen groß gemacht werden sollte?
Bisher hatte Abram nichts großartiges "geleistet".
Hat er vorab gewusst, dass Abraham sehr gottesfürchtig sein wird?
Doch zunächst war er in Ägypten und kam reich zurück. Daran sieht man dass es auch ok ist wenn man reich ist, solange man gottesfürchtig lebt. Und wieder die Zusage:
Und ich will deinen Samen machen wie den Staub auf der Erde; wenn ein Mensch den Staub auf der Erde zählen kann, so soll man auch deinen Samen zählen können.

Dann kämpfte er mit seinen 318 Knechten gegen die Könige von Sodum und Gomorra.

Danach schloss Gott einen Bund mit ihm:
An jenem Tag machte der Herr einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen habe ich dieses Land gegeben, vom Strom Ägyptens bis an den großen Strom, den Euphrat


Gerade noch hat Gott ihm gesagt, dass sein Same in dem Land sein soll, so treibt er es auf geheiß seiner Frau mit der ägypt. Magd weil seine Frau anscheinend keine Kinder bekommen konnte.
Da das nicht gottgewollt war entstand daraus der Sohn Ismael - die heutigen Moslem-Stämmigen?
Der richtige Sohn von Gott gewollt kam dann von seiner Frau und er nannte ihn Isaak. Womit wir wieder auf "Gottes Linie" sind.
Danach sagt ihm Gott dass er der Vater vieler Völker werden wird.

Doch danach wirds interessant: er verheißt Abraham, dass sein Sohn Isaak den Bund fortführen soll und das obwohl Isaak noch nichts getan hatte:
21 Meinen Bund aber will ich mit Isaak aufrichten, den dir Sarah um diese bestimmte Zeit im nächsten Jahr gebären soll!

Ok was blieb ihm anderers übrig, Isaak war sein einziger Sohn mit seiner Frau.

Dann:
20
1 Abraham aber zog von dort in den Negev und wohnte zwischen Kadesch und Schur, und er hielt sich als Fremdling in Gerar auf. 2 Und Abraham sagte von seiner Frau Sarah: Sie ist meine Schwester. Da ließ Abimelech[1], der König von Gerar, Sarah holen.


die Szenerie, habe ich nicht kapiert:
12 Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester; denn sie ist die Tochter meines Vaters, aber nicht die Tochter meiner Mutter, und so ist sie meine Frau geworden. 13 Und es geschah, als mich Gott aus dem Haus meines Vaters führte, da sprach ich zu ihr: Das mußt du mir zuliebe tun, daß du überall, wo wir hinkommen, von mir sagst: Er ist mein Bruder!


Heißt sein Vater hatte noch eine andere Frau? Also wäre sie Halbschwester?
War es eine Notlüge? Ist das okay?

Später schwörte Abraham dass es Abimeleich gut gehen sollte. Aus dem neuen Testament wissen wir dass man überhaupt nicht mehr schwören solle. Warum war früher schwören normal und seit Jesus sollen wir es nicht mehr tun?

Danach kommt die bekannte Szene mit der Prüfung Abrahams mit der Opferung Isaaks.
Diese Szene fand mein Gegenüber sehr bestürzend, verständlicherweise. Ich beschrieb ihm die Analogie aus dem NT als Gott der Vater dann tatsächlich seinen Sohn Jesus Christus opferte für uns.

Naja jetzt ist es doch etwas länger geworden...aber das dient als kurzer Abriss zu Abraham und damit der Vorgeschichte zum Volk Israel....Ideen dazu gern.
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Helmuth » Fr 12. Apr 2019, 11:08

Lieber Daniel_8

Jetzt hast du dir so richtig mal die Seele vom Leib geredet, was ich sehr gut finde. Du hast aufgezeigt, dass die ach so großen Männer Gottes, ebenso wie wir Menschen waren, Fehler hatten, ja hin und wieder auch krass sündigten.

Und nun die Tatsache: Gott erwählte sie trotzdem. Mich hat das ebenso vor die Frage gestellt, Herr, warum gerade der? Oder der? Nun, was ich nicht kann: In das Herz des Menschen hineinsehen. Aber Gott kann das. Ich denke, dass wir damit eben nicht die Einsicht haben die Gott hat.

Und der Grad deiner Sünde steht gar nicht zur Debatte. Als junger Christ lehrte man mich mal dies, was mir damals sehr gefallen hat:

Es ist völlig egal, ob sich einer gerade mal 10cm unter der Wasseroberflche oder ein anderer in 100m Tiefe befindet. Wenn sie nicht mehr auftauchen um Luft zu holen ertrinken beide völlig gleich.

Das hat meinen Blick auf die Sünde etwas geschärft. Gott holt dich ohnehin aus jeder Lage raus. Aber Sünde ist Sünde, kompromisslos.

Wichtiger wäre: Erkennst du wie notwendig es ist gerettet zu werden und hast du Sehnsucht danach? Hier meinen viele gerecht zu sein, und erkennen ihren Zustand leider nicht. Welches Verlangen nach Gott schlägt in deiner Brust? Diese Dinge sind wieder unabhängig davon wie tief du gerade im Dreck steckst.

Gott hat einfach andere Augen als wir (dazu vielleicht 1 Samuel 16,7) :]

Für weitere Frage gerne offen, nur eine Bitte. Wenn Fragen, dann eine, oder eine nach der anderen und nicht Romane. ;)
Herzliche Grüße
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Daniel_8 » Fr 12. Apr 2019, 13:52

Danke Helmuth,

jaja in der Kürze...

Dein Bild mit dem Wasser hat mir gefallen.

Ich habe soeben nochmal deinen vorhergehenden Beitrag gelesen, indem du schriebst, dass Abraham in besonderer Weise gerecht gehalten wurde vor Gott. Mit der Schrift kann ich das nicht wirklich belegen. Wie erwähnt er kam zu diesem Zeitpunkt nur dem Befehl Gottes nach, seine Familie und Land zu verlassen.

Bei Noah ist es eindeutig aber bei Abraham nicht wie ich finde.
Ich vermute dennoch, dass es so war.

Sprich: Kannst du mir anhand der Schrift belegen, wieso Abraham Gunst in den Augen Gottes gefunden hat?
Oder ist es rein der Größe und Weitsicht Gottes zuzurechnen, dass er wusste Abraham ist treu?

Ich will hier nichts in Frage stellen, ich will nur annährend verstehen wie Gott denkt und nach welchem Kritereien Gott handelt.

Weiter könnte sinieren wieso soetwas wie ein Volk für Gott überhaupt Relevanz hat. Es würde doch genügen seinen Plan an Einzelpersonen zuvollziehen?
Doch wenn ich weiter darüber nachdenke, würde sein Wesen an einer Einzelperson keine Deutlichkeit erlangen.
Doch durch den Plan den er seinem erwähltem Volk auferlegt, lässt sich Weltgeschichtlich besser sein Plan und damit sein Wesen erkennen. Das zumindest vor Christus. Scheinbar verlor sich die Wichtigkeit des Volkes Israel mit seiner Zuerstreuung? Seit Jesus zeigte Gott uns seinen Willen und seinen Plan anders, nämlich durch Christus?
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Helmuth » Fr 12. Apr 2019, 17:16

Daniel_8 hat geschrieben:Bei Noah ist es eindeutig aber bei Abraham nicht wie ich finde.
Ich vermute dennoch, dass es so war.

Anhand der Sündenregister kann man niemand beurteilen. Noah lebte 900 Jahre, und mehr als den Bau einer Arche wissen wird nicht. Es steht er war gerecht. Punkt Aus. Oder noch drastischer, mehr geht uns in Sachen Berichterstattung durch Gott dazu nichts an.

Klingt hart, ist aber so, kehren wir vor der eigenen Haustüre. Allerdings finde ich es völlig legitim diese Fragen zu stellen, wenn wir sie in Zusammenhang mit Gottes Gerechtigkeit stellen, wenn es unvoreingenommen ist. Noahs Leben gibt dafur nur zu wenig Aufschluss, über Abraham haben wir dazu schon mehr Lebensdaten.

Daniel_8 hat geschrieben:Sprich: Kannst du mir anhand der Schrift belegen, wieso Abraham Gunst in den Augen Gottes gefunden hat?

Fur mich unzweifelhaft die Aussage aus 1 Mose 15,6.

Daniel_8 hat geschrieben:Oder ist es rein der Größe und Weitsicht Gottes zuzurechnen, dass er wusste Abraham ist treu?

Auch das. Wie wir wissen erprobte Gott ihn auch einzigartig, indem er ihn aufforderte seinen Sohn zu opfern. Ich denke ich hätte das nie bestanden.
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Daniel_8 » Do 25. Apr 2019, 09:59

Hat die Bedeutung Israels mit der Menschwerdung Gottes durch Jesus an Bedeutung verloren?

Die Juden sind heute verstreut in alle Länder.
Einige sagen, die tatsächlichen Blutjuden wären heute nur noch die Sepharden. Viele andere seien Kryptojuden und Khasaren.

Es ist eventuell zum Teil sehr schwer heute nachzuvollziehen wer sich blutmäßig Jude nennen darf.

Gibt es Deutungen in der Schrift, dass Gottes Plan mit dem Volk Israel hauptsächlich vor Christus Bedeutung hatte?

Sieht man es so, so ist mit dem Juden in den letzten 2000 Jahren nicht viel passiert. Gelangt Israel erst in der Endzeit und nach der Trübsal wieder an Bedeutung? Wenn ja, warum.

Hat Israel durch den neuen Bund mit Christus an Bedeutung verloren? Weil der neue Bund für alle Menschen die Christus lieben Gültigkeit hat?
Hebr. 8, 7 Denn wenn jener erste [Bund] tadellos gewesen wäre, so wäre nicht Raum für einen zweiten gesucht worden. 8 Denn er tadelt doch, indem er zu ihnen spricht: »Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde; 9 nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern gemacht habe an dem Tag, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus dem Land Ägypten zu führen – denn sie sind nicht in meinem Bund geblieben, und ich ließ sie gehen, spricht der Herr


Paulus? spricht hier von Haus Israel und Haus Juda....was meint er damit?
Wieso spricht er in der Zukunft, war doch Christus bereits als Mensch existent, war er doch bereits in den Himmel aufgefahren?
Vielleicht hilft mir jemand bei der Auslegung.
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Gnu » Do 25. Apr 2019, 11:05

Meine Meinung: Wenn in einem Satz oder Sinnabschnitt gleichzeitig von Juda und Israel die Rede ist, so bedeutet Juda das Südreich und Israel das Nordreich, welches manchmal auch als Ephraim bezeichnet wird. Bei dem hier erwähnten neuen Bund handelt es sich somit nicht (nur) um das „Christentum“, sondern um die noch zukünftige Wiederherstellung Israels als Land. Jerusalem muss dann geistliche Welthauptstadt sein. („Weisung wird ausgehen von Zion und das Wort des HERRN von Jerusalem“). Babylon wird dannzumal zerstört sein oder werden, was immer man unter Babylon verstehen mag. Die einen sehen darin Rom, die anderen das weltliche Jerusalem, dritte postulieren eine Alien-Stadt, die aus dem Himmel kommt, uvam.

Seit Hollywood auf den Jupiter flog und dort filmte, sind Dinge möglich geworden, die unsere Väter sich nicht vorstellen konnten. Der Papst will ja Aliens taufen, wenn sie einmal kommen.

Nach meiner aktuell beobachteten Hebräische Wurzeln Theologie hat also Israel noch nicht ausgedient. Und die Juden sind nicht Israel, sondern nur ein Teil des gesamten Jakob = Israel.
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Daniel_8 » Do 25. Apr 2019, 11:22

evlt. gibt Römer 11 darauf Antwort:
1 Ich frage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne! Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamm Benjamin. 2 Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er zuvor ersehen hat! Oder wißt ihr nicht, was die Schrift bei Elia sagt, wie er vor Gott gegen Israel auftritt und spricht: 3 »Herr, sie haben deine Propheten getötet und deine Altäre zerstört, und ich bin allein übriggeblieben, und sie trachten mir nach dem Leben!« 4 Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? »Ich habe mir 7 000 Männer übrigbleiben lassen, die [ihr] Knie nicht gebeugt haben vor Baal.«[1] 5 So ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Überrest vorhanden aufgrund der Gnadenwahl[2]. 6 Wenn aber aus Gnade, so ist es nicht mehr um der Werke willen; sonst ist die Gnade nicht mehr Gnade; wenn aber um der Werke willen, so ist es nicht mehr Gnade, sonst ist das Werk nicht mehr Werk.
7 Wie nun? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; die Auswahl aber hat es erlangt. Die übrigen dagegen wurden verstockt, 8 wie geschrieben steht: »Gott hat ihnen einen Geist der Betäubung gegeben, Augen, um nicht zu sehen, und Ohren, um nicht zu hören, bis zum heutigen Tag«.[3] 9 Und David spricht: »Ihr Tisch soll ihnen zur Schlinge werden und zum Fallstrick und zum Anstoß und zur Vergeltung; 10 ihre Augen sollen finster werden, daß sie nicht sehen, und ihren Rücken beuge allezeit!«[4]
11 Ich frage nun: Sind sie denn gestrauchelt, damit sie fallen sollten? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall wurde das Heil den Heiden zuteil, um sie zur Eifersucht[5] zu reizen. 12 Wenn aber ihr Fall der Reichtum der Welt und ihr Verlust der Reichtum der Heiden geworden ist, wieviel mehr ihre Fülle[6]!
13 Denn zu euch, den Heiden, rede ich: Weil ich Apostel der Heiden bin, bringe ich meinen Dienst zu Ehren, 14 ob ich irgendwie meine Volksgenossen zur Eifersucht reizen und etliche von ihnen erretten kann. 15 Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt [zur Folge hatte], was wird ihre Annahme anderes [zur Folge haben] als Leben aus den Toten? 16 Wenn aber die Erstlingsgabe[7] heilig ist, so ist es auch der Teig, und wenn die Wurzel heilig ist, so sind es auch die Zweige.


Hieraus kann man meiner Einschätzung nach lesen, dass kein Jude der Jesus nicht als Messias erkannt hat in den Himmel kommen wird. Gott aber dennoch sein Volk nicht verstoßen hat.
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Daniel_8 » Do 25. Apr 2019, 11:25

Gnu hat geschrieben:Nach meiner aktuell beobachteten Hebräische Wurzeln Theologie hat also Israel noch nicht ausgedient. Und die Juden sind nicht Israel, sondern nur ein Teil des gesamten Jakob = Israel.


Ich habe ebenso Tendenz zu dieser Auslegung.
Wobei man eben "Juden" spezifizieren müsste.
Khasaren gelten vermutlich nicht darunter...
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Gnu » Do 25. Apr 2019, 16:05

Daniel_8 hat geschrieben:
Gnu hat geschrieben:Nach meiner aktuell beobachteten Hebräische Wurzeln Theologie hat also Israel noch nicht ausgedient. Und die Juden sind nicht Israel, sondern nur ein Teil des gesamten Jakob = Israel.


Ich habe ebenso Tendenz zu dieser Auslegung.
Wobei man eben "Juden" spezifizieren müsste.
Khasaren gelten vermutlich nicht darunter...

Sind Khasaren Juden, welche nicht von Jakob abstammen, sondern die sich durch Konversion den Juden angeschlossen haben? Sollte das tatsächlich der Fall sein, so müsste man sie trotzdem als Juden bezeichnen, sofern der Beitritt gemäss den Regeln der Torah erfolgte. Auch zur Zeit des Abfalls des Nordreichs traten einige Israeliten den Juden bei, weil sie nicht mit Jerobeam den Götzen dienen wollten.
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Gnu » Do 25. Apr 2019, 17:04

Wer englisch versteht, dem empfehle ich den Kanal von Steve Ben Nun zu abonnieren, er heisst Israeli News Live. Dort werden laufend aktuelle Fragen bezüglich Israel behandelt. Gestern tauschte er sich aus mit einem amerikanischen Webseitenbetreiber, der vom klassischen Zionismus Darby'scher Herkunft weggekommen ist und jetzt die Bibel von Grund auf studiert.
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Lazar » Do 25. Apr 2019, 21:40

Daniel_8 hat geschrieben:
Weiter könnte sinieren wieso soetwas wie ein Volk für Gott überhaupt Relevanz hat.
Es würde doch genügen seinen Plan an Einzelpersonen zuvollziehen?

Hi Daniel_8!
Das tut Er insgesamt gesehen auch. Gott wählt sich sein Volk unter den Menschen selbst aus - auch Jesus Christus wählt(e) unter uns aus. Das tut Er immer noch.
Unterschiedlichste Menschen kehren nach einem einschneidenden Erlebnis mit Ihm/Gott plötzlich in ihrem Leben um, und zwar einzeln - kein "ganzes Volk".

Darunter sind für mich erstmalig auch viele nur "Berufene", denn sie bleiben nicht unbedingt automatisch "Auserwählte". Diesen letzten Status müssen sie vor Gott nochmals erweisen und sichtlich "Frucht unter den Menschen bringen".

Meine Frage lautet vielmehr "Wen haben die Juden als "Volk Gottes" in der Welt eigentlich mehr "etabliert"? JHWH oder Jesus Christus"?

Denn bei ihnen hat Gott einen Namen und der eine ist nicht der andere.
Der Juden heiligen Schriften - das heißt, ihr geistiger Schatz - wurde und wird auf jeden Fall von Vielen in unserer Welt gleichsam wie "geplündert" - ohne jeden Dank.

Doch was wäre unsere Vorstellung von Gott ohne sie?

Herzliche Grüße
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Helmuth » Fr 26. Apr 2019, 14:39

Daniel_8 hat geschrieben:Hieraus kann man meiner Einschätzung nach lesen, dass kein Jude der Jesus nicht als Messias erkannt hat in den Himmel kommen wird. Gott aber dennoch sein Volk nicht verstoßen hat.

Bei der Auswahl für Gottes Reich gilt kein Ansehen der Person. Dazu redet Paulus in Römer 11 auch von den natürlichen und künstlichen Zweigen, dass Gott über beide dieselbe Macht verfügt, und vor allem, dass sich keiner über den anderen überhebe.

Der historische Werdegang des Volkes Israel ist aber längst noch nicht abgeschlossen, bloß weil Christus schon gekommen ist. Es hat sich noch sehr vieles zu erfüllen. Die besondere Auswahl bleibt dabei erhalten.
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Daniel_8 » Mo 29. Apr 2019, 12:07

Matth. 19, 8 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet in der Wiedergeburt, wenn der Sohn des Menschen auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen wird, auch auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten


Ich gehe davon aus, dass hier Jesus auch uns heute als diese Nachfolger sieht?

Wieso werden wir dann die 12 Stämme Israels richten?
Meint er das 1000 jährige Reich?
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Helmuth » Mo 29. Apr 2019, 12:21

Daniel_8 hat geschrieben:Wieso werden wir dann die 12 Stämme Israels richten?

Bist du Israelit? Wenn nicht wurdest du hier nicht angesprochen.

Daniel_8 hat geschrieben:Meint er das 1000 jährige Reich?

Ja, ich denke schon, ist aber ein schwieriges Thema, das ich hier nicht anreißen würde.

Aber zurück zu deiner angesprochenen Jüngerschaft. Jüngerschaft kennt keinen Unterschied nach der Volkszugehörigkeit. Aber wer das Land Israel erben soll sehr wohl. Dazu gibt es einen Bund zwischen Gott und Abraham.

Aber warum in Gottes Namen sollte ich mich als Heide auf dieses Land versteifen wollen? Ich hätte liebe ein Erbe in unserer schönen Umgebung, zum Beispiel Krems an der Donau in der Wachau als Fürstentum. :lol:
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Daniel_8 » Mo 29. Apr 2019, 13:45

Helmuth,

verstehe ich nicht! Er sagt: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid...

Ich bin ein Nachfolger Jesu, wenn auch kein Guter, heißt es gibt viele bessere.

Also fühle ich mich angesprochen!

Gibt es einen entsprechenden anderen Faden in dem über das Richten der 12 Stämme gesprochen wird? Das würde mich schon interessieren.

BTW. Krems an der Donau ist toll....da habe ich studiert, ein äußerst schönes Fleckchen Erde mit sehr freundlichen Menschen...
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Helmuth » Mo 29. Apr 2019, 15:42

Daniel_8 hat geschrieben:verstehe ich nicht! Er sagt: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid...

Man muss differenzieren zwischen allgemeinen Nachfolgeaufträgen und spezifischen Aussendungen. Dass Heiden ebenso mit Jesus einmal herrschen werden ist klar, aber nicht über die Stämme Israels. Da gibt es klare Loszuteilungen.

Oder wurdest du ausgesandt zu den Städten in Israel in Jesu Vollmacht Kranke zu heilen und Dämonen auszutreiben? Das Evangelium predigen wir heute jedermann, zur Zeit Jesu wurden aber die 12 oder später 70 seiner Jünger nur zu den Kindern Israels gesandt.

Die besondere Erwählung zum Eigentumsvolk besteht weiterhin, solange diese Weltordnung exisitert. Ihre vorübergehende Verwerfung setzte zwar aus, dass nicht sie sondern später Heiden selbst den Nationen das Evangelium brachten, aber die israelspezifische Erwählung bleibt weitherin aufrecht. Paulus legt diesen Plan in Römer 11 dar.
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Re: Juden als Gottes auserwähltes Volk

Beitragvon Gnu » Di 30. Apr 2019, 06:02

Jesus wird jedenfalls nicht in Salt Lake City wiederkommen.
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