75. Jahrestag der Befreiung des KZ-Auschwitz

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75. Jahrestag der Befreiung des KZ-Auschwitz

Beitragvon Thelonious » Do 23. Jan 2020, 20:26

Hallo,

der dt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat heute eine Rede in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem gehalten. Der Anlass ist der 75. Jahrestags der Befreiung des KZ Auschwitz.

Diese Rede finde ich sehr, sehr wichtig und richtig und wünschte, jeder/jede würde diese lesen und/oder hören.!

Deshalb hier nun der link zur Rede von Bundespräsident Steinmeier. Und folgendes ist die deutsche Übersetzung dieser Rede zum Nachlesen (aus Rücksicht auf anwesende Holocaustüberlebende wollte Bundespräsident Steinmeier diese nicht in deutsch, also nicht in der Tätersprache halten. Auch das kann ich sehr, sehr gut so nachvollziehen).

"Gepriesen sei der Herr, dass er mich heute hier sein lässt.

Welche Gnade, welches Geschenk, dass ich heute hier in Yad Vashem zu Ihnen sprechen darf. Hier in Yad Vashem brennt die ewige Flamme der Erinnerung an die Toten der Shoah. Dieser Ort erinnert an ihr millionenfaches Leid. Und er erinnert an ihr Leben - an jedes einzelne Schicksal. Dieser Ort erinnert an Samuel Tytelman, ein begeisterter Schwimmer, der bei Makkabi Warschau Wettkämpfe gewann, und an seine kleine Schwester Rega, die ihrer Mutter beim Kochen für den Schabbat half. Dieser Ort erinnert an Ida Goldis und ihren dreijährigen Sohn Vili.

Im Oktober wurden sie aus dem Ghetto Chisinau deportiert, und im Januar, in bitterster Kälte, schrieb Ida ein letztes Mal an ihre Eltern und an ihre Schwester: "Ich bedaure aus tiefster Seele, dass ich beim Abschied die Bedeutung des Augenblicks nicht erfasste, dass ich Dich nicht fest umarmt habe, ohne loszulassen." Deutsche haben sie verschleppt. Deutsche haben ihnen Nummern auf die Unterarme tätowiert. Deutsche haben versucht, diese Menschen zu entmenschlichen, zu Nummern zu machen, im Vernichtungslager jede Erinnerung an sie auszulöschen. Es ist ihnen nicht gelungen.

Samuel und Rega, Ida und Vili waren Menschen. Und Menschen bleiben sie in unserer Erinnerung. Hier in Yad Vashem wird ihnen - wie es im Buch des Propheten Jesaja heißt - "ein Denkmal und ein Name" gegeben. Vor diesem Denkmal stehe auch ich als Mensch - und als Deutscher. Ich stehe vor ihrem Denkmal. Ich lese ihre Namen. Ich höre ihre Geschichten. Und ich verneige mich in tiefer Trauer.

Samuel und Rega, Ida und Vili waren Menschen. Und auch das muss ich hier und heute aussprechen: Die Täter waren Menschen. Sie waren Deutsche. Die Mörder, die Wachleute, die Helfershelfer, die Mitläufer: Sie waren Deutsche. Der industrielle Massenmord an sechs Millionen Jüdinnen und Juden, das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte - es wurde von meinen Landsleuten begangen. Der grausame Krieg, der weit mehr als 50 Millionen Menschenleben kosten sollte, er ging von meinem Lande aus. 75 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz stehe ich als deutscher Präsident vor Ihnen allen, beladen mit großer historischer Schuld.

Doch zugleich bin ich erfüllt von Dankbarkeit: für die ausgestreckte Hand der Überlebenden, für das neue Vertrauen von Menschen in Israel und der ganzen Welt, für das wieder erblühte jüdische Leben in Deutschland. Ich bin beseelt vom Geist der Versöhnung, der Deutschland und Israel, der Deutschland, Europa und den Staaten der Welt einen neuen, einen friedlichen Weg gewiesen hat. Die Flamme von Yad Vashem erlischt nicht. Und unsere deutsche Verantwortung vergeht nicht. Ihr wollen wir gerecht werden. An ihr sollt Ihr uns messen.

Weil ich dankbar bin für das Wunder der Versöhnung, stehe ich vor Ihnen und wünschte, sagen zu können: Unser Erinnern hat uns gegen das Böse immun gemacht. Ja, wir Deutsche erinnern uns. Aber manchmal scheint es mir, als verstünden wir die Vergangenheit besser als die Gegenwart. Die bösen Geister zeigen sich heute in neuem Gewand. Mehr noch: Sie präsentieren ihr antisemitisches, ihr völkisches, ihr autoritäres Denken als Antwort für die Zukunft, als neue Lösung für die Probleme unserer Zeit. Ich wünschte, sagen zu können: Wir Deutsche haben für immer aus der Geschichte gelernt. Aber das kann ich nicht sagen, wenn Hass und Hetze sich ausbreiten.

Das kann ich nicht sagen, wenn jüdische Kinder auf dem Schulhof bespuckt werden. Das kann ich nicht sagen, wenn unter dem Deckmantel angeblicher Kritik an israelischer Politik kruder Antisemitismus hervorbricht. Das kann ich nicht sagen, wenn nur eine schwere Holztür verhindert, dass ein Rechtsterrorist an Jom Kippur in einer Synagoge in Halle ein Blutbad anrichtet. Natürlich: Unsere Zeit ist nicht dieselbe Zeit. Es sind nicht dieselben Worte. Es sind nicht dieselben Täter. Aber es ist dasselbe Böse. Und es bleibt die eine Antwort: Nie wieder! Niemals wieder! Deshalb darf es keinen Schlussstrich unter das Erinnern geben.

Diese Verantwortung ist der Bundesrepublik Deutschland vom ersten Tage eingeschrieben. Aber sie prüft uns - hier und heute! Dieses Deutschland wird sich selbst nur dann gerecht, wenn es seiner historischen Verantwortung gerecht wird: Wir bekämpfen den Antisemitismus! Wir trotzen dem Gift des Nationalismus! Wir schützen jüdisches Leben! Wir stehen an der Seite Israels! Dieses Versprechen erneuere ich hier in Yad Vashem vor den Augen der Welt. Und ich weiß, ich bin nicht allein. Hier in Yad Vashem sagen wir heute gemeinsam: Nein zu Judenhass! Nein zu Menschenhass! Im Erschrecken vor Auschwitz hat die Welt schon einmal Lehren gezogen und eine Friedensordnung errichtet, erbaut auf Menschenrechten und Völkerrecht. Wir Deutsche stehen zu dieser Ordnung und wir wollen sie, mit Ihnen allen, verteidigen. Denn wir wissen: Jeder Friede bleibt zerbrechlich. Und als Menschen bleiben wir verführbar.

Verehrte Staats- und Regierungschefs, ich bin dankbar, dass wir heute gemeinsam bekennen: A world that remembers the Holocaust. A world without genocide. "Wer weiß, ob wir noch einmal den zauberhaften Klang des Lebens werden hören können? Wer weiß, ob wir uns in die Ewigkeit werden einweben können - wer weiß." Salmen Gradowski schrieb diese Zeilen als Häftling in Auschwitz und er vergrub sie in einer Blechbüchse unter einem Krematorium. Hier in Yad Vashem sind sie eingewoben in die Ewigkeit: Salmen Gradowski, die Geschwister Tytelman, Ida und Vili Goldis. Sie alle sind ermordet worden. Ihr Leben ging im entfesselten Hass verloren. Aber die Erinnerung an sie besiegt das Nichts. Und das Handeln, unser Handeln, besiegt den Hass. Dafür stehe ich. Darauf hoffe ich.

Gepriesen sei der Herr, dass er mich heute hier sein lässt."


Gruß
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Re: 75. Jahrestag der Befreiung des KZ-Auschwitz

Beitragvon Lambert » So 2. Feb 2020, 11:10

Hallo lieber Thelonious!

Ich denke das unserer Bundespräsident ein Segen ist, auch andere wie Weizsäcker. Um so besorgter bin ich, das der
Antisemitismus sich so umgreift, das Juden vorgewarnt werden, nicht die Kippa zu tragen :shock: Ja ein namhaften AfD Politiker von einen Vogelschießen der Geschichte Deutschland unser Nazi Vergangenheit. Da müsste doch schluss sein. Insgesamt hört man ja, die Juden sollt unsere Vergangenheit nicht ständig vor halten und jammern.

Wir können aber es nicht tun, denn wir haben eine Verantwortung, die wir tun lischst wahr nehmen müssen, auch heute noch. Denn hier liegt ein Segen oder Fluch darauf.


Herzliche grüsse, Lambert :praisegod:
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Re: 75. Jahrestag der Befreiung des KZ-Auschwitz

Beitragvon Helmuth » Mo 3. Feb 2020, 10:12

Thelonious hat geschrieben:der dt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat heute eine Rede in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem gehalten. Der Anlass ist der 75. Jahrestags der Befreiung des KZ Auschwitz.

Wie lange müssen wir noch in dieser falschen Demut leben? Man verstehe mich richtig, ich bin Israel-Fan aber mir geht das Politikergehabe gegen den Geist.

75 Jahre, ich war nicht dabei, ich brauche hier an gar nichts gedenken. Dazu stehe ich. Wenn die Alten das tun, die involviert waren, dann ist es ihre Pflicht. Aber wann ist der Zeitpunkt endlich erreicht, dass wir es als "Geschichte" einordenen?

Wieder verstehe man mich nicht falsch, im Gegensatz zu anderen bin ich der Auffassung, dass man aus der Gesichte lernen soll. Aber ich muss mich heute auch nicht demütigen unter die Gedenkfeier der Christenverfolgung unter Kaiser Nero und mache dafür immer noch alle Italiener verantwortlich.

Ich stelle diese Frage: Wirkt hier wirklich ein heiliger Geist, den Gott sendet uns zu erinnern oder wirkt hier ein säkular humanistischer Geist? Ich denke zweiteres, aber ihr könnt mir eure Meinung dazu sagen.
Herzliche Grüße
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Re: 75. Jahrestag der Befreiung des KZ-Auschwitz

Beitragvon firebird » Mo 3. Feb 2020, 12:34

Hallo Helmuth,

Helmuth hat geschrieben:Aber ich muss mich heute auch nicht demütigen unter die Gedenkfeier der Christenverfolgung unter Kaiser Nero und mache dafür immer noch alle Italiener verantwortlich.


In Anbetracht dessen, dass du den Vergleich mit Kaiser Nero heranziehst, gilt es zu sagen, dass Angehörige oder auch Christen die unter Nero verfolgt wurden, schon längst nicht mehr leben. Anders sieht es jedoch bei der Judenverfolgung in Deutschland, während des 2. Weltkriegs, aus.

Ein weiterer Grund um wieder einmal ein klares Bekenntnis abzulegen sehe ich darin, dass heute je länger je mehr das Existenzrecht des Staates Israel in Frage gestellt wird. Hat doch die UNO gerade wegen des Holocausts den Juden 1948 die Staatsgründung ermöglicht. Dies natürlich die menschliche Sicht, abgesehen von den biblischen Prophetien.

Im Westen merken viele nicht, wie sehr sie von einer verlogenen Pro-Palästinensischen Berichterstattung der Mainstream-Medien eingelullt werden.

Gruss
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Re: 75. Jahrestag der Befreiung des KZ-Auschwitz

Beitragvon Lambert » Mo 3. Feb 2020, 13:08

Hallo Helmut!

Nun, ich kann deine Aufregung nicht ganz nach voll ziehen, ich denke du hast nicht so das recht gegen unseren Bundespräsident zu schimpfen, oder das recht zu verurteilen. Nun von welchen Geist bist du getrieben? Nichts gegen deine Person. Ich denke das der unser Präsident von eine waren Demut geleitet ist. Ich selbst fühle ich mich als betroffener von den Anschlägen, und das auf unsere Boden. Was vor Jahren als unmöglich war, ist jetzt offen zu Tage gekommen. Was ich als sehr gefährlich wenn die Geschichte Hitlers als einen Vogel schiss gehalten wird eines Afd Politiker eines Gauland, oder wo schon von einer Höcker Jugend gesprochen wird (was tunlichst verhindert wurde).
Das war ein Hammer für mich, denn das hat mich an die Hitler Jugend erinnert. Denn die letzten Shoa Überlebend nicht mehr lange Leben. In Israel will die Jugend nichts wissen wollen. Also Lieber Herman segne doch eher unsern Präsidenten.

Prediger 1

andere kommt. Die Erde steht in Ewigkeit. 5 Die Sonne, die aufging und wieder unterging, atemlos jagt sie zurück an den Ort, wo sie wieder aufgeht. 6 Er weht nach Süden, dreht nach Norden, dreht, dreht, weht, der Wind. Weil er sich immerzu dreht, kehrt er zurück, der Wind. 7 Alle Flüsse fließen ins Meer, das Meer wird nicht voll. Zu dem Ort, wo die Flüsse entspringen, kehren sie zurück, um wieder zu entspringen. 8 Alle Dinge sind rastlos tätig, kein Mensch kann alles ausdrücken, nie wird ein Auge satt, wenn es beobachtet, nie wird ein Ohr vom Hören voll. [1] 9 Was geschehen ist, wird wieder geschehen, was getan wurde, wird man wieder tun: Es gibt nichts Neues unter der Sonne. 10 Zwar gibt es bisweilen ein Ding, von dem es heißt: Sieh dir das an, das ist etwas Neues - aber auch das gab es schon in den Zeiten, die vor uns gewesen sind. 11 Nur gibt es keine Erinnerung an die Früheren und auch an die Späteren, die erst kommen werden, auch an sie wird es keine Erinnerung geben bei denen, die noch später kommen werden.

Ich denke das Salmo erkannt hat, es gibt einfach nichts neues. Ist doch ausfällig wie recht er hat mit dieser Erkenntnis. Selbst die KZ haben die Engländer im Burenkrieg gehabt.

Sei doch eher Dankbar Lieber Herman!

Herzliche Grüsse, Lanbert :praisegod: :umarm:
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Re: 75. Jahrestag der Befreiung des KZ-Auschwitz

Beitragvon Helmuth » Mo 3. Feb 2020, 18:01

firebird hat geschrieben:In Anbetracht dessen, dass du den Vergleich mit Kaiser Nero heranziehst, gilt es zu sagen, dass Angehörige oder auch Christen die unter Nero verfolgt wurden, schon längst nicht mehr leben. Anders sieht es jedoch bei der Judenverfolgung in Deutschland, während des 2. Weltkriegs, aus.

Das wäre eine Erkärung die ich nachvollziehen kann. Und wer ist heute noch verfolgt? Hat sich das Blatt denn nicht auch gewendet? Ich nenne hier nur Simon Wiesenthal den Nazijäger. Also wann ist der Zeitpunkt gegeben, dass man es als "Geschichte" einordnet und wie wir es geistlich handhaben, dass jeder seiner eigene Sünde erkennt? Anders ausgerückt, jeder auch seine Verantwortung erkennt?
firebird hat geschrieben:Ein weiterer Grund um wieder einmal ein klares Bekenntnis abzulegen sehe ich darin, dass heute je länger je mehr das Existenzrecht des Staates Israel in Frage gestellt wird.

Das Existenzrecht wird von mir nicht bestritten. Ich strebe aber eine unvoreingenommene Sichtweise an, damit meine ich keine herzlose, sondern eine ohne politisches Kalkül. Es war Gott, der Abraham das ewige Recht auf Israel eingeräumt hat und dahinter stehe ich. Erwähnt das jemals ein EU-Poliitker?

Ich stehe nicht hinter den vom Humanismus getriebenen Reden, die mehr das schlechtes Gewissen manipulieren als wirklch von der Wahrheit angetrieben werden und rieche solche schon Kilometer gegen den Wind. Wären die Reden vom Heiligen Geist getrieben, oder wenigstens ansatzweise, dann müssten sie zumindest auch ansatzweise in Einklang mit den Reden stehen, welche durch den Geist Gottes getrieben zuvor geredet haben. Dazu gebe ich nun zwei Beispiele.

Hast du schon jemals einen Politker sagen hören:
3 Mose,26,23-24 hat geschrieben:Wenn ihr euch aber dadurch noch nicht züchtigen lasst, sondern euch mir widersetzt, so will auch ich mich euch widersetzen und euch siebenfach schlagen um eurer Sünden willen.

Der also Klartext redet! Oder sehr deutlich auch dieses:
Lukas 13,1-3 hat geschrieben:Es waren aber zur selben Zeit etliche eingetroffen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer größere Sünder gewesen sind als alle anderen Galiläer, weil sie so etwas erlitten haben? Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen!

Das wäre mal eine Rede. Die hörst du bestimmt nicht. Mir ist klar, ich verlange zuviel. Ein EU-Politker ist dafür nicht geschaffen worden. Aber die Juden sehen sich immer als Opfer, dabei haben sie den Bund gebrochen. Wer erinnert sie mal daran?

Darum stinkt es mich auch an. Und daher wäre es unsere Aufgabe als Christen hier den Menschen reinen Wein einzuschenken.
Herzliche Grüße
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Re: 75. Jahrestag der Befreiung des KZ-Auschwitz

Beitragvon Lazar » Mo 3. Feb 2020, 21:10

Helmuth hat geschrieben:
firebird hat geschrieben:Hast du schon jemals einen Politker sagen hören:
3 Mose,26,23-24 hat geschrieben:Wenn ihr euch aber dadurch noch nicht züchtigen lasst, sondern euch mir widersetzt, so will auch ich mich euch widersetzen und euch siebenfach schlagen um eurer Sünden willen.

Der also Klartext redet! Oder sehr deutlich auch dieses:
Lukas 13,1-3 hat geschrieben:Es waren aber zur selben Zeit etliche eingetroffen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer größere Sünder gewesen sind als alle anderen Galiläer, weil sie so etwas erlitten haben? Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle auch so umkommen!

Das wäre mal eine Rede. Die hörst du bestimmt nicht. Mir ist klar, ich verlange zuviel. Ein EU-Politker ist dafür nicht geschaffen worden.
Aber die Juden sehen sich immer als Opfer, dabei haben sie den Bund gebrochen. Wer erinnert sie mal daran?

Darum stinkt es mich auch an. Und daher wäre es unsere Aufgabe als Christen hier den Menschen reinen Wein einzuschenken.


Jetzt fehlt nur noch, Helmuth, dass Christus' Vater oder gar Christus selbst diese grauenhafte "Strafe der Juden" als gerecht gutheissen würde oder sogar selbst anbefohlen hat? :shock: :?
Da kann ich nur sagen, aus diesem "Lager" kommt Ausschwitz bestimmt nicht!

Unser Herr hat noch am Kreuz gesagt: "Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Also ist allen Juden, die damals an Seinem Kreuzigungstod Schuld waren oder ihn verspottet und abgelehnt haben, vergeben worden, denn der Vater tut, um was der Sohn Ihn bittet. DAS ist wahrlich göttlich, weil es von der immensen Liebe Gottes für das Volk Israel zeugt.

Eines schwärt nämlich auch noch bis zum heutigen Tage: dass einige Christen den Juden die alleinige Schuld an Jesus Tod geben und deswegen nicht viel Mitleid mit ihnen haben - und auch damals nicht hatten. Diese Wunde muss dringend zum Heil gebracht werden!
Aber nicht dadurch, dass man von einem anderen Buße oder seine Bestrafung verlangt, sondern erst einmal selbst etwas tut: und zwar vergeben.
Denn es heißt von unserem Herr nicht nur "tut Buße", sondern in Matt. 6, 14-15 auch ganz deutlich:

"Denn so ihr den Menschen ihre Fehler vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben, Wo ihr aber den Menschen ihre Fehler nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Fehler auch nicht vergeben."


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Re: 75. Jahrestag der Befreiung des KZ-Auschwitz

Beitragvon Helmuth » Di 4. Feb 2020, 07:09

Lazar hat geschrieben:Jetzt fehlt nur noch, Helmuth, dass Christus' Vater oder gar Christus selbst diese grauenhafte "Strafe der Juden" als gerecht gutheissen würde oder sogar selbst anbefohlen hat? :shock: :?

Das ist hier nicht Thema. Scheinbar hast du mich nicht ganz verstanden,. Mich stört diese Heuchelei infolge Unkenntnis und Unglauben, und das auf beiden Seiten.

Anders ausgedrückt: Mir geht es nicht um Jude oder Heide, sondern keine der beiden Lager erkennt, dass sie ekelhafte Sünder sind.

Als ich noch Schüler war besuchten wir Mauthausen. Auch dort waren die Zustände unter der Nazizeit nicht anders. Grauenhaft, aber ich denke dennoch heute im Lichte des Wort Gottes etwas differenzierter darüber, sehe also auch Gottes Interessen dahinter.

Doch dann redet so ein Politiker irgendeinen Holler über das humanistische göttlich Gute im Wesen Mensch. Ich habe jetzt nicht eure Politiker im Visier, sondern meine aus Osterreich. Die stellen sich auch gerne zu den Holocaust Denkmälern und fühlen sich alljährlich berufen im Namen der Republik Holler zu reden.

Aber ich sehe schon, meine Aufregung bringt nichts. Ich bitte um Vergebung für meine Unmutsäußerungen und beende sie hiermit.

Beten wir stattdessen, denn verloren sind alle, die den Herrn Jesus nicht kennen oder annehmen können. Dein Einwand, sie wissen nicht was sie tun, ja, das war hier ein Treffer. :pray:
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Re: 75. Jahrestag der Befreiung des KZ-Auschwitz

Beitragvon Lambert » Di 4. Feb 2020, 13:29

Hallo Helmut! :)

Ich kann dich sehr gut verstehen, eines ist uns klar, die ganze Welt liegt im argen. Nun ich will ja auch nicht alles aufzeigen, wie weit wir sind. Ich denke das unsere Moral so ziemlich irgend wann am O- Punkt an gelangt ist.
Biblisch gesehen, dem totalen Abfall. Der Höhe punkt des Abfalls ist der Antichrist.

Eine sehr interesante Stelle ist ja Jeremia 16, 16

[i][Seht, ich will viele Fischer senden, spricht der HERR, die sie fischen sollen; darnach will ich viele Jäger senden, die sie jagen sollen von allen Bergen und von allen Hügeln und aus den Felsenklüften./i]

Ich denke doch (vielleicht sieht es ja auch ), der Zionismus der Fischer ist, da ja nicht alle Fische fangen lassen, schickt der Herr halt die Jäger z.b Antisemetismus. Wen man die Juden so sieht, sind sie doch sehr Bodenständig. Halt nur in die Vertreibung waren sie doch immer auf der Suche nach Heimat. Viele Juden waren viele mit Deutschland tief beheimatet, sie habe Deutschland sehr mit geprägt, Wie in Lituratur, Millitär, Bildene Kunst und Medizin stark vertreten. Ja die Gefahr das die Juden sich in Deutschland sich zu Asse melieren war sehr gross. Das Gefühl der Verbundenheit zu Jerusalem ging immer mehr abhanden. Und das schlimme für mich das Hitler praktisch die Seele Deutschland beraubt hat. Denn es gab in Deutschland eine Goldene Zeit sie Friedrich den Groß. So was sollten wir nicht unterschlagen, denn es war eine glückliche Zeit. Ich denke das der Herr es auch gesegnet hat. Wir waren doch mal einer stärksten Nation gewesen, bis zum 1. Weltkrieg. Den weiteren Verlauf kennst du ja.

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Re: 75. Jahrestag der Befreiung des KZ-Auschwitz

Beitragvon Lazar » Mi 5. Feb 2020, 16:54

Helmuth hat geschrieben:
Lazar hat geschrieben:Jetzt fehlt nur noch, Helmuth, dass Christus' Vater oder gar Christus selbst diese grauenhafte "Strafe der Juden" als gerecht gutheissen würde oder sogar selbst anbefohlen hat? :shock: :?

Das ist hier nicht Thema. Scheinbar hast du mich nicht ganz verstanden,. Mich stört diese Heuchelei infolge Unkenntnis und Unglauben, und das auf beiden Seiten.
Anders ausgedrückt: Mir geht es nicht um Jude oder Heide, sondern keine der beiden Lager erkennt, dass sie ekelhafte Sünder sind.

Hi Helmuth, dann sind Menschen allgemein aber eher nicht das Abbild Gottes, sondern das Abbild Satans, bzw. seiner mit gefallenen Engel? Bei vielen Menschen könnte man dies wirklich denken.

Als ich noch Schüler war besuchten wir Mauthausen. Auch dort waren die Zustände unter der Nazizeit nicht anders. Grauenhaft, aber ich denke dennoch heute im Lichte des Wort Gottes etwas differenzierter darüber, sehe also auch Gottes Interessen dahinter.

Helmuth, an Konzentrationslagern kann nur einer Interesse haben, der Satan, mit Sicherheit nicht Christus und Gott/Sein Vater! Schau Dir das doch im "Lichte" Christi einmal an, jeder Abart des Menschen wurde im Nationalsozialismus Tür und Tor geöffnet, denn es gab keinerlei Grenzen mehr. Das "Böse" ist dort bei vielen Menschen in widerwärtigster Weise durchgebrochen ohne jegliches Gewissen oder Schuldgefühl, so wie es auch in jedem unserer Kriege geschieht. Da herrscht allein nur noch die Macht des Stärkeren, jeder noch so irre Mensch bekommt auf diese Weise Gewalt über "normale Menschen" wie auch dort im Konzentrationslager Sobibor:
Privatalbum eines Massenmörders https://science.orf.at/stories/2998004/?utm_source=pocket-newtab
Darin heißt es ganz richtig:
„Dieser Weg, den er gegangen ist, den hätte er im zivilen Leben nicht gehen können. Dieser Machtzuwachs, dieser Aufstieg, das sind auch Aspekte, die beachtet werden müssen, wenn wir verstehen wollen, wie Täter zu den Tätern geworden sind.“

Doch dann redet so ein Politiker irgendeinen Holler über das humanistische göttlich Gute im Wesen Mensch. Ich habe jetzt nicht eure Politiker im Visier, sondern meine aus Osterreich. Die stellen sich auch gerne zu den Holocaust Denkmälern und fühlen sich alljährlich berufen im Namen der Republik Holler zu reden.
Aber ich sehe schon, meine Aufregung bringt nichts. Ich bitte um Vergebung für meine Unmutsäußerungen und beende sie hiermit.

Beten wir stattdessen, denn verloren sind alle, die den Herrn Jesus nicht kennen oder annehmen können. Dein Einwand, sie wissen nicht was sie tun, ja, das war hier ein Treffer. :pray:

Natürlich wäre es auch besser für die Juden Gottes Sohn im Himmel für sich im Geiste zu erkennen und als Retter anzunehmen, dann würden sie endlich Ruhe für ihre Seelen finden - und auch endlich tiefstes Vertrauen zu Gott.

Leider kann ich den Juden nicht versprechen, dass sie in DE, AT oder an irgendeinem Ort auf Erden jemals absolut sicher sind. Auch nicht in Israel. Aber mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit einmal bei Christus im Himmel.

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Re: 75. Jahrestag der Befreiung des KZ-Auschwitz

Beitragvon Philippus » So 5. Apr 2020, 13:30

soviel ich weiß, ist Anfang April auch wieder Gedenktag zur Befreiung des KZ Buchenwald, April 1945 war eh ein aufregender Monat der Geschichte. Man kann sich als damals noch nicht existierender nur schwer in die Geschichte reindenken.
Aber es muss nervenzerreibend gewesen sein.
Die einen hofften immer noch auf den "Endsieg", der spätestens seit Ende 1943 nicht mehr greifbar war. Die anderen hatten schon heimlich die weiße Fahne bereit gelegt, um die Amerikaner oder Briten oder Franzosen zu begrüßen.
Das war auch wieder lebensgefährlich wegen den fanatischen Nazis und SS Leuten.
Was immer man tat, war verkehrt. Eine Zeit, wo man wirklich nur auf Gottes Beistand hoffen konnte, dass der Nazi-Spuk bald vorbei sein würde.
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Re: 75. Jahrestag der Befreiung des KZ-Auschwitz

Beitragvon Gnu » So 5. Apr 2020, 14:45

Ich konnte erst heute den ganzen Diskussionsfaden in Ruhe lesen. Es stimmt schon, was Helmuth als Einwand bringt. Wer, wenn nicht Gott unser Vater im Himmel hat die Nation als grösste politische Einheit eines Kollektivs von Stämmen und Völkern eingeführt? Die Steinmeiers und andere gewählte Politiker wollen daraus internationale Welteinheits-Riesen bilden und weiterhin Reue heucheln. Echtes Geschichtsbewusstsein wird dabei unter den Teppich gekehrt. „Tante UNO wird's scho richt'n.” Dabei hocken doch dort die schlimmsten Judenhasser, wo sie die Gesetze gegen den Antisemitismus und für das Wohl der Menschen beschliessen. Man braucht, um das zu sehen, aber mehr als die staatstreue Glotze und Presse, das wissen unsere ostdeutschen Freunde aus eigener Erfahrung. Wir Westler werden es noch lernen.
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Re: 75. Jahrestag der Befreiung des KZ-Auschwitz

Beitragvon jes_25913 » So 5. Apr 2020, 14:55

Gnu hat geschrieben:... als die staatstreue Glotze und Presse, das wissen unsere ostdeutschen Freunde aus eigener Erfahrung. Wir Westler werden es noch lernen.

Tja, und als ein solcher "ostdeutscher Freund" sage ich Dir, die Öffentlich-Rechtlichen haben nichts mit einer "staatstreuen Glotze und Presse" gemein. Wir können wirklich dankbar sein!

LG,
jes
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Re: 75. Jahrestag der Befreiung des KZ-Auschwitz

Beitragvon Philippus » So 5. Apr 2020, 15:03

Gnu hat geschrieben: Es stimmt schon, was Helmuth als Einwand bringt. Wer, wenn nicht Gott unser Vater im Himmel hat die Nation als grösste politische Einheit eines Kollektivs von Stämmen und Völkern eingeführt? Die Steinmeiers und andere gewählte Politiker wollen daraus internationale Welteinheits-Riesen bilden


Ja, die "Einheits-Weltregierung" wird in der Bibel nur als satanistische Endzeit-Regierung gedeutet.
Wobei der Nationalismus uns ja auch nicht gerade nur Glück und Frieden gebracht hat.
Es soll wohl bedeuten, dass nur eine Regierung mit Jesus Christus an der Spitze Friede und Wohlstand bringen kann.
Philippus
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